Adolf Hitler hatte zwar keinen Führerschein, aber er war ein heftiger Propagandist des „Kraft durch Freude-Wagen“, der später zum Volkswagen umfirmierte. Eigentlich für die private Massenmotorisierung gedacht, wurde das VW-Werk im Frühjahr 1940 auf Rüstungsproduktion umgestellt: Hitler wollte die Deutschen in den Krieg führen.
VW-Rüstung
Volkswagen kehrt zu seinen militärischen Wurzeln zurück: Der VW-Standort Osnabrück soll "zu einem Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungslösungen weiterentwickelt" werden. Das ist ein neuer Höhepunkt der “Zeitenwende“. Es war im Februar 2022, als Bundeskanzler Scholz in seiner Regierungserklärung den Begriff „Zeitenwende“ verwandte und ein „Sondervermögen“ zur Erhöhung des Rüstungsetats verkündete. Der damalige Oppositionsführer Friedrich Merz stimmte dem Kanzler zu. Seit dieser Zeit steigt der Rüstungsetat ständig.
NATO-Beschluss
Veranlasst wurde und wird die wachsende Militarisierung von Staat und Gesellschaft durch einen NATO-Beschluss aus dem September 2014, der ihren Mitgliedsstaaten eine Erhöhung der Rüstungsetats um zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts jährlich befahl. Dieser Beschluss wurde als Reaktion auf die „Annexion“ der Krim durch Russland verkauft und verschärfte das Wettrüsten.
„Annexion“ ist die pure Propaganda
Der Begriff „Annexion“ ist die pure Propaganda, denn die Krim, die seit dem Mittelalter unterschiedliche Herrschaften erlebte - Venedig, Genua, Türkei - wurde am Ende des 18. Jahrhunderts Teil des russischen Kaiserreichs und gehörte nach der Revolution folgerichtig zur Sowjetunion. Es war der Regierungschef Nikita Chruschtschow, der die Krim in einer Wodkalaune in die Ukrainische Sowjetrepublik verschob. Seit der Zarenzeit gab es auf der Krim den strategisch bedeutenden russischen Flottenstützpunkt Sewastopol. Es war für die Russen eine militärische Überlebensfrage, dass Sewastopol nicht in die Hände der NATO fallen durfte.
Rekord-Rüstungshaushalt von 109,7 Milliarden
Vor der Zeitenwende lag der reguläre Wehretat bei rund 47 bis 50 Milliarden Euro. Seit dem Jahr 2024 wuchs der reguläre Haushalt auf rund 52 Milliarden Euro an. Für 2026 ist im regulären Wehretat eine Summe von rund 82,7 Milliarden Euro eingeplant. Der Kabinettsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 sieht einen Rekord-Kernhaushalt von 109,7 Milliarden vor. Da jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann, geht die brutale Entwicklung der Rüstungsausgaben zu Lasten sozialer Projekte.
Waffen im Krieg verschleissen
Rüstung trägt den Krieg in sich: Die vielen Waffen, von denen die Herrschenden behaupten, sie würden der Verteidigung dienen, dienen wesentlich dem Profit der Rüstungsindustrie. Dieser Profit wächst am schnellsten, wenn diese Mordwerkzeuge schnell erneuert werden. Und am schnellsten werden sie erneuert, wenn sie - im Krieg eingesetzt - verschlissen werden.
Anonyme Propaganda-Drohne
Wer, wie die interessierten Kreise in der Bundesrepublik, für die anonyme Propaganda-Drohne vom Leipziger Flugplatz die Russen verantwortlich macht, der will den Waffen-Verschleiss möglichst umgehend herbeiführen. Der will zurück zu Hitlers „Kraft-durch-Freude-Wagen“, der als Wehrmacht-Kübelwagen in den Weiten Russlands den Tod bringen sollte und vom totalen Krieg in die totale Niederlage fuhr.