In den legendären Jahren um 1968 skandierten die zumeist jüngeren Leute auf den deutschen Straßen rhythmisch: USA-SA-SS! Gemeint waren jene USA, die mit ihrer erdrückenden Militärmacht versuchten, das vietnamesische Volk unter ihren Stiefel zu kriegen. Die Völker wechseln, die imperialistischen USA bleiben: Gemeinsam mit Israel bekämpfen die Trump-USA das iranische Volk.

Das Öl des Iran

Angeblich geht es um eine atomare Bewaffnung, die vom Iran ausginge. Einen Beweis für die Produktion von Atomwaffen gibt es keinen. Auch keinen Hauch eines Beweises für „unmittelbare Bedrohungen der USA durch das iranische Regime“ von denen Präsident Trump spricht. Was es reichlich gibt, ist Öl: Der Iran zählt zu den wichtigsten Förderländern im Opec-Kartell. Mit mehr als drei Millionen Barrel pro Tag entfallen rund drei Prozent der weltweiten Ölexporte auf das Land.

Kontrolle der Straße von Hormus

Wo es so viel Öl zu erbeuten gibt, da bekommen Trump und Co. schweißige Hände vor erregter Gier: Über diesen Reichtum wollen sie verfügen. Zudem kontrolliert der Iran die Nordküste der Straße von Hormus. Durch diese schmale Meerenge fließen täglich etwa 16,5 bis 20 Millionen Barrel Öl und große Mengen an Flüssiggas (LNG), was etwa ein Viertel des weltweiten Seetransports von Öl ausmacht. Auch deshalb wollen die USA den Iran ausschalten.

Bomben auf kleine Mädchen

Der Vorwand des Kriegs gegen den Iran ist seine unbewiesene atomare Bewaffnung. Aber von den Bomben der Verbrecher Netnayahu und Trump wurde erstmal eine Mädchenschule in der Provinz Hormusgan getroffen. Wahrscheinlich hatten die Mädchen Physik im Unterricht und mit dieser Ausbildung könnten sie natürlich, traut man der westlichen Propaganda, ruck-zuck auf Atomphysik umschalten.

Der Frieden ist zum Greifen nah“

In den Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran macht der Außenminister des Vermittlers Oman, Badr al-Bussaidi, Hoffnung auf eine baldige Einigung. „Der Frieden ist zum Greifen nah“, schrieb er nach einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance auf X. Er freue sich auf »weitere und entscheidende« Fortschritte in den kommenden Tagen. Das ist klassisch für Hinterlist und Heimtücke der USA: Mit lächelndem Gesicht wird verhandelt und parallel bombt man iranische Zivilisten.

Ächtung Israels und der USA

Man mag die iranische Regierung nicht mögen, aber das Völkerrecht kennt keine Gefühle: Eine militärische Aggression ohne Kriegserklärung und bei laufenden Friedensverhandlungen, die als Tarnvorhang für einen Überfall genutzt werden, gilt überall auf der Welt als Verbrechen. Wenn die Staatengemeinschaft nach internationalen Kriterien für Recht und Unrecht handeln würde, wäre eine internationale Ächtung Israels und der USA fällig. Aber dazu würde Mut gehören.

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