In der Kiewer U-Bahn kann man auf Werbeflächen deutsches Selbstlob lesen: Unter der Überschrift „Razom“ (auf Deutsch „Gemeinsam“) wirbt die deutsche Bundesregierung mit einer Plakatkampagne für die vielen Waffen und das viele Geld, das sie in den Krieg der Ukraine gegen Russland investiert.

Jeder Schuss ein Russ!

Der normale Kiewer U-Bahnfahrer bekommt weder direkt das deutsche Geld, noch kann er die deutschen Waffen kaufen, für die auf den Plakaten so intensiv Reklame gemacht wird. Also ist die deutsche Kampagne nichts anderes als ein Durchhalte-Appell an die ukrainischen Eltern: „Wir Deutschen liefern so viele schöne Waffen, da könnt ihr doch weiter eure Söhne in den mörderischen Krieg liefern! Und je länger ihr Eure Söhne in den Krieg schickt, desto länger verdient unsere Rüstungsindustrie an diesem Krieg. Unsere Propagandakompanie hat schon im Ersten Weltkrieg diesen flotten Spruch getextet ‚Jeder Schuss ein Russ!.“ Dieser fatalen Geschichte fühlen sich manche in den deutschen Führungsstäben verpflichtet: Man will endlich mal einen Krieg gegen Russland gewinnen.

NATO verliert in der Ukraine

Wer bei Verstand ist, weiß, dass die NATO ihren Ukrainekrieg verlieren wird. Entbrannt ist der Krieg, als die Ukraine unbedingt Mitglied der NATO werden wollte. Die NATO ist das aggressive Instrument der USA zur Sicherung ihrer Weltherrschaft. Sie war schon an der Zerstörung Jugoslawiens beteiligt, und sie hat Deutschland in den Afghanistankrieg verwickelt. In diesen Kriegen gab es die ersten deutschen Kriegstoten seit 1945. Die Taliban, die von der NATO in Afghanistan bekämpft wurden, herrschen dort noch immer. Sie hatten und haben einen Heimvorteil.

USA werden den Iran-Krieg verlieren

Die NATO-Führungsmacht USA betreibt einen Krieg gegen den Iran. Auch der Iran hat einen Heimvorteil. Was immer man von der politischen Führung des Iran halten mag: Sie wehrt sich im Interesse der iranischen Bevölkerung gegen einen völkerrechtswidrigen Angriff der USA. Wie schon in Afghanistan: Es zählt der Heimvorteil; die USA werden auch diesen Krieg verlieren.

Sprungbrett gegen Russland

Die deutsche Regierung plakatiert in Kiew ihren eigenen Untergang: Mit deutschen Waffen und deutschem Geld hofft sie, einen Krieg gegen Russland zu gewinnen. Das ist den deutschen Eliten weder im ersten noch im zweiten Weltkrieg gelungen. Der dritte Versuch ist der Weg über die Ukraine: Sie sollte als NATO-Mitglied das Sprungbrett gegen Russland werden. Das können und wollen die Russen nicht zulassen. Sie verteidigen ihr Land gegen einen NATO-Pfahl im Fleisch ihrer Heimat.

Wann wird es zu spät sein?

Wann werden die Deutschen ihre gefährliche Lage begreifen? Wenn die Panzerschmiede der Rheinmetall AG in Düsseldorf von russischen Raketen getroffen wird? Wenn die U-Boot-Werft des Thyssenkrupp Marine Systems in Kiel in Flammen aufgeht? Wenn das Heckler & Koch-Werk in Baden-Württemberg zerbombt wird oder die Munitionsproduktion im niedersächsischen Unterlüß? Dann wird es zu spät gewesen sein, einer selbstmörderischen deutschen Regierung die Gefolgschaft aufzukündigen. Einer Regierung, die die russische Geduld überstrapaziert und anscheinend glaubt, dass die Russen blind sind.