Der Staatsminister beim Bundeskanzler und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, hat drei Buchhandlungen von der Preisträgerliste des Deutschen Buchhandlungspreises gestrichen. Die Begründung: Es gäbe „verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse“.

Geheime Staatspolizei

Der Verfassungsschutz erfüllt Polizeifunktionen und arbeitet im Geheimen für den Staat. Ihn deshalb „Geheime Staatspolizei“ (Gestapo) zu nennen, ist schon deshalb falsch, weil solch eine Meinung wahrscheinlich eine „verfassungsschutzrelevante Erkenntnis“ sein dürfte, und man käme auf die schwarze Liste, wenn man dort nicht schon notiert ist. In diesem Fall wird die Erkenntnis einfach nur noch relevanter.

Keine Rolex

Wolfram Weimer ist ein gut betuchter Medien-Unternehmer. So einen, von den eigenen Profitinteressen geleiteten Mann, zum Kulturminister zu machen,
ist in einer Regierung, die von einem Millionär geführt wird, nur logisch: Man hält dort immer und grundsätzlich zu seinesgleichen, den Reichen. Diese Regierung deshalb eine Zuhälter-Regierung zu nennen, ist schon deshalb falsch, weil in den Weimer-Kreisen auf keinen Fall Rolex-Uhren an den Handgelenken protzen.

Verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates

Der Verfassungsschutz (VS) hat 2021 während des Corona-Regimes eine neue Beobachtungskategorie eingeführt: Die „verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates“. In der wurden die geführt und bespitzelt, sagt die KI, „die das Vertrauen in den demokratischen Rechtsstaat durch Verschwörungsideologien, Hassrede und Verächtlichmachung von Repräsentanten gezielt untergraben“. In kurzer Übersetzung: Wer den Staat kritisiert, ist verdächtig und kommt in die geheimen Akten.

„Verdachtsfall“

Schon die geheime Staatspolizei (Gestapo) kannte den „Verdachtsfall": Die Gestapo definierte "Verdacht" extrem weit: Politische Gegnerschaft, Kritik am Regime oder regimefeindliche Äußerungen reichten aus, um ins Visier der Behörde zu geraten. Wer hier hier Ähnlichkeiten sieht, der könnte in den Verdacht kommen, an einer „Delegitimierung des Staates“ zu arbeiten. Schon deshalb kann man niemandem empfehlen, solche Ähnlichkeiten zu sehen. Wer will sich schon verdächtig machen?

Buchhandlungen bei Wolfram Weimer melden

Wer also Buchhandlungen kennt, die Bücher von Georg Orwell verkaufen oder das Buch „Deutschland Neutral“, das am 23.03.2026 erscheinen wird, der sollte solche Buchhandlungen bei Wolfram Weimer melden. Man kann solche Buchhandlungen auch direkt beim Verfassungsschutz denunzieren und steht dann in einer alten Tradition: Auch die Gestapo war auf Meldungen aus der Bevölkerung angewiesen.

VS im Netz

Wer die Meldungen beschleunigen will, der bestellt das Buch elektronisch: https://www.buchkomplizen.de/deutschland-neutral.html
Man darf sich auf den VS verlassen: Er ist auch im Netz.