Es ist eine „Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe e.V. (WWL)“, die den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens 2026 an die NATO verleihen will. Dieser perverse Akt soll am 1. Oktober 2026 vor dem Historischen Rathaus zu Münster stattfinden. Die 100.000 Euro Preisgeld sollen der NATO für „besonderes Engagement für nachhaltigen Frieden und internationale Verständigung“ übergeben werden.
Friedenspreis für Angriffskriege
Der „Friedenspreis“ soll an ein Instrument der USA gehen, an jene USA, die zur Zeit gemeinsam mit Israel einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran führen. Traditionell wird der wichtigste militärische Befehlshaber der NATO, der Supreme Allied Commander Europe (SACEUR), stets von einem US-General gestellt. Es war die NATO, die die Kriege gegen Jugoslawien, Libyen und Afghanistan führte. Es versteht sich, dass auch diese völkerrechtswidrigen Aggressionen im Interesse der USA waren.
Strümpfe für die NATO
Wenn diesem mörderischen Instrument ein „Friedenspreis“ verliehen wird, ist es interessant zu wissen, wer denn hinter diesem Preis steckt. Im Vorstand der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe e.V. finden sich bekannte Namen: Franz-Peter Falke, der nebenberuflich die NATO unterstützt, ist hauptberuflich Geschäftsführer der FALKE KGaA in Schmallenberg. Mit dem Verkauf von Strümpfen finanziert der Mann sein NATO-Hobby.
NAZI-Verlag für die NATO
Der Vorsitzende des NATO-Vereins, Dr. Reinhard Zinkann, ist im zivilen Leben Geschäftsführer der Miele & Cie. KG. Die Geschichte der Miele & Cie. KG in der Zeit des Nationalsozialismus ist durch eine schrittweise Umstellung von Haushaltsgeräten auf die Rüstungs- und Kriegswirtschaft sowie den Einsatz von Zwangsarbeit geprägt. Sein Geld macht Zinkann mit dem Verkauf von Waschmaschinen. Dr. Benedikt Hüffer ist der 2. Vorsitzende des Vorstandes; heute kommt sein Geld aus einem Schulbuch-Verlag. In der Nazi-Zeit erschien im Aschendorff-Verlag eine Schriftenreihe mit dem Titel „Reich und Kirche“. Selbsterklärtes Ziel dieser Reihe war es, „dem Aufbau des Dritten Reiches aus den geeinten Kräften des nationalsozialistischen Staates und des katholischen Christentums“ zu dienen. Damals Nazi-Geld, heute Propaganda für die NATO.
Entnazifizierung unzureichend
Angeblich ist Deutschland durch die Alliierten „entnazifiziert“ worden. Es ist bekannt, dass diese „Entnazifizierung“ im Westen Deutschlands höchst oberflächlich durchgeführt wurde: Vor allem die US-Siegermacht wollte das Land schnellstens für den Kampf gegen die Russen fit machen; da durfte es offiziell keine Nazis mehr geben. Deren Nachfolger loben und ehren jetzt die NATO. Jene US-NATO, die heute faktisch gemeinsam mit der EU den Ukraine-Krieg gegen Russland finanziert, steuert und mit Waffen versorgt.