Medien-Konzern verfolgt Blogger strafrechtlich

Die „Süddeutsche Zeitung“ zeigt Uli Gellermann wegen Beleidigung an

Autor: U. Gellermann
Datum: 11. Juni 2018

Nach der Veröffentlichung eines Kommentars in der RATIONALGALERIE in dem ein Artikel der „Süddeutschen Zeitung" (SZ)“kritisch beleuchtet wird (s. Link weiter unten), verfolgt die "Süddeutsche Zeitung" den Herausgeber der Website Uli Gellermann strafrechtlich: Am 15. Juni 2018 soll er, auf Antrag der „Süddeutschen“ wegen „Beleidigung“ vor ein Münchner Gericht. Gellermann, der selbst Journalist ist, unterzieht den betreffenden Artikel mit der Überschrift "Trump und Russland - Goldene Zeiten" primär einer professionellen Analyse. Denn der SZ-Autor bezieht sich in seiner Veröffentlichung wesentlich auf einen ungenannten „ehemaligen britischen Geheimdienstmitarbeiter“. Gern erwähnt der Autor auch ein Sex-Video, das Donald Trump zeigen und im Besitz der russischen Regierung sein soll. Im SZ-Artikel wimmelt es von Formulierungen wie "angeblich" - "sein soll" und "gilt als". Gellermann konstatiert in seinem Kommentar, dass der SZ-Autor ohne jeden Beweis eine Polit-Schmuddel-Story veröffentlicht hat und so, statt sauber zu recherchieren und zu berichten, schlichte Meinungsmache betreibt.

Der SZ-Redakteur Hubert Wetzel garniert sein Elaborat gern mit Sätzen wie "Nichts ist bewiesen, aber die Details reichen klar, um die Dienste in Alarm zu versetzen." Der erste Teil des Satzes muss als eine Art Rückversicherung gewertet werden. Der zweite Teil, die Berufung auf ungenannte aber alarmierte "Dienste", ist der furchsichtige Versuch, ausgerechnet interessengesteuerte Geheimdienste als "Beweis" einzuführen. Erst recht gilt das für den nächsten Satz, in dem das Wort "scheinen" nur eine Feigenblatt-Funktion erfüllt: "Damit scheinen die Dokumente genau das zu bestätigen, was die US-Geheimdienste seit Monaten befürchten: Dass die russische Regierung versucht hat, die amerikanische Präsidentenwahl zu manipulieren, um den verhassten Westen zu schwächen." Wetzels Dokumente liegen nicht vor, eine überprüfbare Quelle wird nicht genannt. Genau deshalb hält Gellermann die Machart des SZ-Artikels für "postfaktisch".

Immer wieder benutzt der SZ-Autor dieselbe Masche: "Allein die Tatsache, dass eine Information in die Briefing-Unterlagen für den US-Präsidenten aufgenommen wird, gibt dieser Information jedoch zumindest einen Hauch von Authentizität." Das ist der Satz, der die "Echtheit" der Quelle unterstellen soll. Mit dem nächsten Satz nimmt Hubert Wetzel zwar nichts zurück, aber er sichert sich ab: "Vielleicht sind die Dokumente nur eine Ansammlung kruder Gerüchte, vielleicht stimmen aber auch alle Informationen." Das beklagt Gellermann als eine JA-Aber-Methode, in der das Wort "Vielleicht" nur zur Verschleierung dient. Es sind dubiose Formulierungen wie "Glaubt man dieser Darstellung, dann ist Trump nicht nur wegen des Sexvideos erpressbar, sondern als Politiker kaum mehr als eine Marionette von Präsident Wladimir Putin", die den Duktus des Artikels ausmachen. Nach Gellermann verkommt hier der Konjunktiv zum Sprachwerkzeug der Manipulation. Genau deshalb kommt er in seiner Überschrift zu folgender Einschätzung: "Donald Trump schlagen und Putin meinen". Eben diese Wertung Gellermanns möchte die "Süddeutsche" offenkundig unter Strafe stellen. Ein seltsames Verfahren für eine Zeitung, die statt der Kraft ihrer Argumente lieber die Justiz sprechen lassen will. Weit vom Grundgesetz und der dort garantierten Meinungsfreiheit entfernt.

Der Vorwurf der Beleidigung kommt wohl auch deshalb zustande, weil die Redaktion der „Süddeutschen“ anscheinend nicht begreifen will, dass Gellermann, neben der kritischen Text-Analyse, auch eine fiktive Geschichte in seinem Artikel erzählt: Was wäre wenn man die Methode, die der SZ-Autor verwendet bei ihm selbst anwenden würde? Diese Was-Wäre-Wenn-Methode - bekannt aus dem Erdogan-Gedicht von Jan Böhmermann - erlaubt Phantasie-Geschichten über Hubert Wetzel, die nicht schön sind aber erkennbar erfunden. So erfunden, wie jene Stories, die Wetzel aus unbewiesenem Geheimdienst-Material zusammengeschrieben hat. Beleidigung? Nein, Satire. Fraglos klingen Begriffe wie „postfaktisches Arschloch“ oder „Schmierblatt-Sau“ beleidigend. Aber gemeint ist nicht der Redakteur, gemeint ist eine Methode, die den Leser und dessen Intelligenz beleidigt.

Spenden für Gellermann

Dieser Versuch der SZ die Meinungsfreiheit zu bestrafen, kann Geld kosten. Die "Südwestdeutsche Medien Holding GmbH" - von der die "Süddeutsche" herausgegeben wird - ist eines der größten deutschen Unternehmen für Zeitungen und andere Medien. Zu seinen Gesellschaftern gehört die "Medien Union GmbH" mit Sitz in Ludwigshafen am Rhein. Ein Medienkonzern mit einem ungefähren Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro. Dieser Gigant hat Rechtsanwälte, hat Zeit, hat Geld.

In dieser Auseinandersetzung wird Geld als Waffe gegen Meinungsfreiheit eingesetzt. Geld hat Gellermann fraglos zu wenig. Mit seiner Web-Site verdient er nichts, die kostet nur. Deshalb spendet bitte solidarisch auf dieses Rechtsanwalts-Anderkonto:

Rechtsanwalt Jan-César Woicke

Postbank Leipzig,
IBAN: DE05860100900603875903
STICHWORT: SÜDDEUTSCHE

Falls nach Abzug der Kosten Geld übrig sein sollte, geht der Überschuss an die Obdachlosenhilfe DIE BRÜCKE e. V.
In Deutschland sind fast eine Million Menschen ohne Obdach. Ihre Zahl steigt ständig. Der Verein DIE BRÜCKE ist bundesweit tätig und als gemeinnützig anerkannt. "Sein Ziel ist es, unschuldig in wirtschaftliche Not geratenen Menschen, insbesondere den Obdachlosen, zu helfen. Dabei ist der Verein selbstlos tätig."

Link zum inkriminierten Artikel der RATIONALGALERIE:

http://www.rationalgalerie.de/kritik/ein-postfaktisches-arschloch-in-der-sueddeutschen.html

Link zum Ausgangs-Artikel der SZ
http://www.sueddeutsche.de/politik/usa-haette-putin-trump-in-der-hand-wegen-eines-sexvideos-1.3329730


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 17. Juni 2018 schrieb altes Fachbuch:

@k.bloemker

nach über einem jahr demonstrantenverfolgung nach dem g20 in hamburg entschied ein gericht, dass die (gewaltsame) auflösung wegen eingeschleuster verdeckter ermittler unrechtmässig war!!!
wieso sich also entschuldigen, wenn das recht seine zeit braucht?? wie viel spendeten Sie gerade?? DAS wäre eine hilfe!
hat "kollege" wetzel die 1,5 jahre genutzt, seine "wahrheiten" mit fakten zu untermauern??


Am 17. Juni 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Ich verstehe wirklich eins nicht:

Warum entschuldigt man sich nicht einfach für das Wort 'Arschloch' und ersetzt die Überschrift durch 'Ein konditional postfaktischer Redakteur' - fertig.

Was kostet es denn, jemanden einmal 'Arschloch' tituliert zu haben? Das kann doch nicht zu teuer sein. Ich glaube, jetzt wird die Sache mit Anwaltskosten teurer.

Antwort von U. Gellermann:

Immer noch warte ich auf eine Entschuldigung der Süddeutschen bei ihren Lesern.


Am 16. Juni 2018 schrieb Ursula März:

Hallo Herr Gellermann,

herzlichen Dank für Ihren Blog re SZ. Ich habe Ihnen auch 50€ überwiesen (mehr kann ich als Rentnerin nicht) und wünsche Ihnen für das Verfahren alles erdenklich Gute. Bitte nehmen Sie meine E-Mail-Adresse in Ihren Newsletter-Verteiler auf.

Der Link auf rationalgelerie.de wurde heute von der Mailinglist asyl-by verschickt (https://www.fluechtlingsrat-bayern.de/willkommen-auf-der-mailingliste.html).

Antwort von U. Gellermann:

Für Ihre Solidarität bedanke ich mich sehr herzlich. Natürlich sind Sie jetzt im Verteiler.


Am 16. Juni 2018 schrieb Luigi No No:

Lieber Herr Gellermann,

ich bin entsetzt und erschüttert...

Es ist deutschen Blogs bereits zu entnehmen, unter welch dubiosen Umständen Ihr
gestriger Prozess sich abspielte, und wie der Ausgang war.

Man möchte mit Tucholsky sagen: "Diese Justiz... da muss man reingetreten sein".
Oder auch (Als Kosequenz): "Diesem Staat keinen Mann und keinen Pfennig".

Was mir sonst noch dazu einfällt, möchte ich hier nicht weiter ausführen,
da angesichts derlei Befindlichkeiten ich fürchten müsste, zu einer Reise
nach München gebeten zu werden, die denn doch allzu kostspielig wäre...

Ich hoffe, Sie lassen sich das nicht bieten, und legen Rechtsmittel ein.
Vielleicht geraten Sie ja in der nächsten Instanz an einen Richter, der in
der Lage ist, - sagen wir mal- sich von Traditionen freizumachen und etwas
weniger klassenbewusst zu urteilen.

Antwort von U. Gellermann:

Rechtsmittel werden eingelegt werden. Treffe Sie gern in München.


Am 15. Juni 2018 schrieb Wolfgang Weinläder:

Sehr geehrter Gellermann!

Als regelmäßiger Leser Ihrer Rationalgalerie finde ich Ihre Arbeit äußerst wichtig und gut. Da ich letztens mein Konkret - Abo gekündigt habe, habe ich etwas Geld flüssig, wovon ich Ihnen etwas zukommen lassen möchte. Ich finde jedoch nur Ihr Spendenkonto im Zusammenhang mit dem Prozess gegen die Süddeutsche. Ich möchte aber nicht etwas zu den Prozesskosten beitragen, denn ein etwaiger Überschuss würde an eine andere Stelle weitergeleitet werden. Ich möchte jedoch Sie selbst, und nur Sie mit einer kleinen Zahlung unterstützen. Es wäre mir sehr recht, wenn Sie mir per e-mail Ihre Kontodaten zusenden würden, so dass eine Überweisung tätigen kann.

Antwort von U. Gellermann:

Lieber Herr Weinländer,

für das freundliche Lob und die Solidarität meinen herzlichen Dank.

Die Ankündigung einer finanziellen Unterstützung der RATIONALGALERIE kommt gerade zur rechten Zeit. Zwar habe ich ein auskömmliches Einkommen. Aber ich plane für den Herbst eine gründliche Überarbeitung der GALERIE. Dazu gehört auch, dass ich einen Button für Spenden einbauen lassen will. Viel wichtiger aber ist eine inhaltliche Überlegung: Die GALERIE sollte eine eigene Rubrik zur Politik der EU bekommen. Der Korrespondent für dieses Thema kann nur in Athen sitzen: Dort wo die EU bisher die größten Sozialverbrechen angerichtet hat. Der Kollege müsste ein (kleines) Honorar bekommen. Er wäre der erste. Ich kann das nicht zahlen. Aber wenn Sie sich an diesem Projekt beteiligen würden (der Spendenbutton täte ein Weiteres) wäre ich dankbar. Falls Sie das möchten, kann ich ihnen meine Konto-Daten separat senden.

Beste Grüße, Uli Gellermann


Am 14. Juni 2018 schrieb Kostas Kipuros:

Lieber Uli, habe vor ein paar Tagen 50 Euro überwiesen, drücke dir die Daumen!
PS: Verweigere übrigens bereits seit Jahren die Lektüre der SZ, denn wo ein Kornelius wütet, ist kein Platz für Sachlichkeit...


Am 14. Juni 2018 schrieb Des Illusionierter:

Soeben habe ich Ihnen den Gegenwert des Beitrags für 1/2 Jahr Macht um Acht überwiesen, und hoffe sehr, dass die Überweisung aus dem fernen Apulien geklappt hat.
Ich hoffe weiterhin, dass Ihnen dieser Scheiß mit der SZ nicht zu sehr an der Gesundheit nagt, damit ich noch möglichst oft durch das Fenster, das Sie mit Ihren Analysen und Glossen offen halten, einen Blick auf die Welt werfen kann


Am 14. Juni 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Noch ein P.S. für Marc und Uli und die Arschloch Theorie:

Was der SZ Redakteur geschrieben hat, hat er ja nicht FÜR oder AN Uli Gellermann geschrieben, weil er meint, er könne sich das ihm gegenüber erlauben.

Uli hat aber in einer Art auf den Redakteur persönlich reagiert, als könne ER sich IHM gegenüber das erlauben.

Wenn also jemand hier das Arschloch ist, dann ist es Uli.

Antwort von U. Gellermann:

Soll ich jetzt klagen? Och nö. Ich empfehle allerdings Herrn Bloemker dringend die Leserzuschrift von Klaus-Jaus Jürgen Bruder (einem erfahrenen Psychologen) zu beachten. Denn offenkundig ist Bloemker der dort erwähnten SZ- Leser-Therapie erlegen.


Am 14. Juni 2018 schrieb Klaus-Jürgen Bruder:

Satire vor den Kadi ziehen? Man sollte meinen, die Zeiten seien längst vorbei. 
Aber nein! Ganz offensichtlich nicht, wenn auf einen satirischen Beitrag mit einer Anklage wegen „Beleidigung“ reagiert wird. 
Aber es ist tatsächlich so geschehen mit Ulrich Gellermanns Kommentar zu dem SZ-Artikel von Hubert Wetzel „Hätte Putin Trump in der Hand - wegen eines heiklen Videos?“ (SZ vom 12. Januar 2017.
Dies ist ein Symptom der Rückkehr autoritärer Zumutungen in den gesellschaftlichen Diskurs.

„Satire darf alles!“ hatte Kurt Tucholsky behauptet – vor inzwischen knapp 100 Jahren!

Tucholsky wurde besonders eifrig zitiert, als es darum gegangen war, Charlie Hebdo gegen die Mörder seiner Karikaturisten und Satiriker zu verteidigen – als ob es einer solchen Verteidigung bedurft hätte, denn Mord ist in keinem Fall zu rechtfertigen.
Wenn also heute doch wieder Tucholsky gilt, und Satire alles dürfe, könnte die SZ einwenden, dass deshalb noch lange nicht „alles“ Satire sei, was der SZ nicht gefällt.

Fraglos klingen Begriffe wie „postfaktisches Arschloch“ oder „Schmierblatt-Sau“ beleidigend“ erkennt der Autor des satirischen Beitrags an. 
Aber deshalb sei dies keine Beleidigung. Vielmehr handle es sich um Satire denn: „gemeint ist nicht der Redakteur, gemeint ist eine Methode, die den Leser und dessen Intelligenz beleidigt.“
Man muss also annehmen, diese Unterscheidung sei für die Zeitung, für die der Journalist geschrieben hat, zu hoch.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: die Chefredakteure der Süddeutschen wissen sehr wohl, dass der vor den Kadi gezerrte Text die Methode auseinander nimmt, mit der eine Meinung dem Leser so dargereicht wird, dass er sie ohne weitere Nachfrage annehmen kann, denn es ist ja die Methode ihrer Wahl.
Genau das ist das Delikt, die Methode auseinander genommen zu haben, derer sich die Kriegstreiber und Brunnenvergifter bedienen. Sie wollen uns Leser zum Arschloch machen, die sich mit Schmierereien über Sex-Orgien und Erpressung die Sinne benebeln lassen und dann vollkommen verblödet Beifall klatschen derweil sie uns ins Verderben führen.

Weil es die Methode der Schreiber der der Süddeutschen ist, die Ulrich Gellermann entlarvt, können sie nicht auf Unterlassung der Entlarvung klagen. Deshalb auf Beleidigung eines Arschlochs, der nichts weiter getan als die in der Süddeutschen geforderte und bezahlte Arbeit zu verrichten. Deshalb so tun, als kenne man den Unterschied zwischen Methode und Person, die sich dieser Methode bedient, sich von ihr bedienen lässt nicht, die Beleidigung (einer Person) von Satire als Analyse unterscheidet.

Es ist unglaublich aber untrügliches Zeichen für die Treffsicherheit seiner Analyse(n), dass die Süddeutsche Uli Gellermann dafür wegen „Beleidigung“ vor Gericht ziehen will.

Man kann nur noch konstatieren: so hat man sich wohl den Untergang der Produktionsweise „wie wir sie kennen“ vorzustellen, als Produktion von Fake und Verleumdung, rücksichtslose Verfolgung von Aufklärung und Widerstand, als Hölle der Verblendung voller Lüge, Hinterhalt, Rachsucht und Häme.

Antwort von U. Gellermann:

Dieser Satz "Sie wollen uns Leser zum Arschloch machen“ ist an Klarheit und gesellschaftlicher Analyse schwer zu übertreffen. Danke.


Am 14. Juni 2018 schrieb Ernst Blutig:

Rein sachlich betrachtet, hat der SZ-Autor mangels Fakten, Beweisen und journalistisch relevanten Inhalten versucht, das zu tun, was man gemeinhin unter "mit Scheisse werfen" versteht, auf das irgendwann genug stinkende Substanz hängebleibt am Opfer.
Und "Scheisse" kommt nun mal, bei Mensch und Tier als Ausscheidungsprodukt aus "Arschlöchern"., das manches mal das Werkzeug von Klugscheissern ist.

Herr Gellermann hat also faktisch gesehen der Sache einen richtigen Ausdruck verliehen.

Kinder schmeissen tagtäglich mit Scheisse, Affen essen sogar die eigene Scheisse. Immerhin es ist die eigene, nicht die der SZ.
Herr Prof. Röhrich bescheinigt in seinem Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten Verwender von jugendlicher Fäkalsprache sogar emanzipatorisches Bewusstsein. Hat Herr Gellermann der SZ und seinem Autor damit nicht sogar noch ein Kompliment gemacht?

Im deutschen Sprichwörter-Lexicon von Karl Friedrich Wilhelm Wanders lässt sich sogar noch älterer Gebrauch mit dem Begriff "Arschloch" nachlesen.


Am 14. Juni 2018 schrieb Olaf Schliebe:

Hab gespendet - jetzt fühle ich mich besser.
DANKE Uli Gellermann


Am 14. Juni 2018 schrieb K. Hellmann:

Sehr geehrter Herr Gellermann und Mitarbeiter/innen,

ich habe soeben von der Klage der Süddeutschen gegen Sie gehört und gespendet. Dabei sehe ich zum 1. Mal Ihre Webseite und mir fiel auf, dass Sie sicherlich auch finanziell von der VG Wort profitieren könnten.
Laut Webanalyse nutzen Sie aktuell noch nicht das von der VG Wort angebotene Programm "Tom" (https://tom.vgwort.de/portal/index).

Was mir ebenfalls aufgefallen sind:
Sie nutzen Google Fonts. Im Moment werden Webseiten aufgrund der Nutzung abgemahnt. Sie können die Fonts jedoch auch lokal auf Ihrem Webserver installieren, so dass die Verbindung zu Google nicht mehr aufgebaut wird.

Ich hoffe, dass ich helfen konnte.

Grüße aus Hamburg

Antwort von U. Gellermann:

Fraglos haben Sie mir 2-fach geholfen. Danke.


Am 13. Juni 2018 schrieb Marc Britz:

@ Klaus Bloemker

Ob Uli Gellermann den Begriff Arschloch deskriptiv oder anderweitig anwendet weiss nur er selbst. Prof. Aaron James hingegen hat mit Bezug auf den Griechen Plato einen explizit normativen Anspruch auf seine Definition. Jeder der als Arschloch gelten will, muss seine Definition erfüllen. Meiner Ansicht nach entspricht das Verhalten Hubert Wetzels dieser Definition. Den Beweis des Gegenteils müssen Sie erst noch argumentativ erbringen. Die Links zu Wikipedia und Youtube enthalten jedenfalls lediglich die Definition selbst. Daraus ist nicht im geringsten ersichtlich warum Hubert Wetzels Verhalten nicht unter diese fallen sollte. Darüber hinaus empfehle ich Ihnen dringend die gewissenhafte Lektüre des ganzen Textes. Habe aus Ihren Auslassungen auf diesen Seiten den Eindruck gewonnen, dass Sie dabei viel über sich selbst lernen könnten. Eine weitere Diskussion zwischen uns beiden halte ich allerdings für überflüssig.


Am 13. Juni 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Noch was zur THEORIE DES ARSCHLOCHS, die Marc Blitz erwähnt.

Hier der Wikipedia Eintrag zu Aaron James 'Assholes: A Theory'.
https://en.wikipedia.org/wiki/Assholes:_A_Theory

Und hier Aaaron James zu seiner 'Asshole Theory' bei YouTube.
https://youtu.be/d2y-pt0makw

Nun könnte man meinen, ein amerikanischer Professor für Philosophie an der Universität Irvine in Kalifornien, zumal ein Jude, also ein jüdischer amerikanischer Philosophieprofessor - der muss recht haben!

Der Haken für Uli ist nur, was Aaron James sagt, ist nicht auf das 'Arschloch' der SZ anwendbar. Dieser Redakteur fällt nicht unter Aaron James 'Asshole' Definition.

Antwort von U. Gellermann:

Was Britz übersetzte trifft exakt auf die SÜDDEUTSCHE zu: In zwischenmenschlichen oder geschäftlichen Beziehungen erlaubt sich das Arschloch: (1) sich besondere Vorteile zu verschaffen und tut dies systematisch; (2) tut dies aus einem fest verankerten Gefühl der Berechtigung heraus; und (3) wird durch seinen Rechtsanspruch gegen die Beschwerden anderer Menschen immunisiert."


Am 13. Juni 2018 schrieb Gabi Heidrich:

Lese oft, aber nicht regelmäßig hier. Aufmerksam auf die Klage wurde ich durch die Nachdenkseiten. Da ich ihren Stil, ihre Botschaften sehr schätze, bin ich ebenfalls mit einer Spende dabei. Ich hoffe Sie lassen sich nicht unterkriegen.


Am 13. Juni 2018 schrieb Klaus Bloemker:

@ Marc Britz
"Was Sie machen ist, Sie geben eine *deskriptive* Definition von 'asshole', (angelehnt an einen amerikanischen Moralphilosophen :-).

Uli meint also 'Arschloch' nur deskriptiv?"


Am 13. Juni 2018 schrieb randy andy:

Sorry aber für mich die echte Satire ist die Beleidigungsklage ^^

(Verzeih lieber Uli Gellermann; soll nichts gegen dich sein, denn vor Gericht zu ziehen in Zeiten wie diesen, ist nicht wirklich prickelnd)

Du hast vollkommen Recht mit deinem letzten Satz, denn so geht es bereits ganzen vielen von uns.
Und was die Sache (vor allem der Zeitpunkt) gänzlich zur Absurdität macht ist, dass aufgrund der FISA-Memos, der geleakten und offengelegten Mails etc, Mister Steele und seine ganzen Märchen, als gekaufter Fake entlarvt sind.
.....und just genau jetzt kommt dieser Münchhausen mit einer Beleidigungsklage.
Lieber Mister Wetzel
Seien sie besser froh, dass wir friedliche ausgeglichene Menschen sind, denn sonst müssten wir sie verklagen wegen "Beleidigung UNSERER Intelligenz".

Ich kann mich noch gut erinnern an den Moment als die Story kam, denn da sahen meine Frau und ich uns gleichzeitig mit dem selben Gedanken fragend an: "WIE durchgeknallt kann unsere Welt bitte denn noch werden ?"
p.s.: und das bezog sich nicht auf Trump

p.p.s Spende folgt


Am 13. Juni 2018 schrieb Menasche Kishon:

Volker Pispers hat sich auch über die vielen Arschlöcher in diesem Land geärgert. Über Wolfgang Schäuble zum Beispiel hat Pispers gesagt: "Wenn ich solche Typen wie Schäuble sehe, dann frage ich mich: Wie steigert man eigentlich Arschloch?" Bei YouTube gibt es das Video "Volker Pispers - Merkel das pragmatische Arschloch".
Irgendeiner hat Pispers verklagt, weil er als Arschloch bezeichnet wurde. Volker Pispers hat auf der Bühne bedauert, dass er den nicht mehr als Arschloch bezeichnen darf. - Im Zusammenhang mit Ursula von der Leyen und der Altersarmut hat einmal gesagt: "Wenn sie das weiß, dann ist sie etwas, das darf ich auf der Bühne gar nicht offen aussprechen, das müssen Sie sich zusammenbasteln, es kommen die Worte Loch, dumm und Arsch vor."

Die Bezeichnung Arschloch passt eigentlich nicht zu gewissen Journalisten, das Wort Arschkriecher passt wesentlich besser. Diese „Journalisten" saugen sich diesen ganzen antirussischen Dreck aus den Fingern, um sich damit bei ihren Chefs einzuschleimen.


Am 13. Juni 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

Aus meiner Sicht geht es um einiges mehr, als um die Frage, ob es zur Anklage kommt, oder auch nicht.
Es ist ein Anschlag auf die Presse- und Meinungsfreiheit im Land, und das ist hier nicht zu Ende.
Die Solidarität mit der Galerie darf nicht aufhören, weil der Atem ein langer sein muss.
Der alternativen, linken Presse wird mit dieser Tatsache gezeigt, dass sie zu spuren haben, sonst ergeht es ihnen, wie dem Gellermann.
David gegen Goliath, und die "kleine" ein Mann Redaktion, mit einem menschlich und geistig ganz Großen soll weg, weil sie die Klasse derer stört, der sie oft genüßlich in die kalte Suppe spuckt.
Wirtschaftlich und gesundheitlich soll U. Gellermann ruiniert werden, und das werden wir zu verhindern wissen.


Am 13. Juni 2018 schrieb Fred Steinmann:

Ich bin sehr gespannt, wie die Verhandlung am Mittwoch ausgeht. Man kann auf einen ordentlichen Richter treffen, dann hat man Glück. Aber das ist nicht garantiert. Die "Süddeutsche" ist in München eine Macht. Und der Verlag ist höchst einflußreich. Auch wenn man gern von unabhängiger Justiz redet, Gellermann kann durchaus unter die Räder des Gerichtes kommen. Völlig unabhängig.


Am 13. Juni 2018 schrieb Michael Riecke:

Spende ist unterwegs.


Am 13. Juni 2018 schrieb Reyes Carrillo:

Ich denke, Die Brücke e.V. kann sich schon mal auf eine schöne Spende freuen. Wie ja schon vielfach geäußert, dürfte die SZ nicht durchkommen. Die breite Solidarisierung mit dir ist hingegen ein Genuss! Deshalb muss man der SZ dankbar sein. Nur eins verstehe ich nicht: Warum hebt die SZ auf das vergleichsweise langweilige und lässliche "Arschloch" ab und nicht auf diese Köstlichkeit "Wetzel ist eine echte Schmierblatt-Sau, auch wenn das nicht bewiesen ist, kann es gut sein, dass er auf seinen Artikel onaniert hat"?

Antwort von U. Gellermann:

Ander als die Juristen unter meinen Lesern mag mein Rechtsanwalt mir keinen Freispruch garantieren. Er kann nicht mal eine 2. Instanz ausschließen.


Am 13. Juni 2018 schrieb Irene Wagner:

Habe mit großem Interesse die vielen Kommentare gelesen und freue mich über die Solidarität. Ich schließe mich den guten Wünschen an und überweise 100 €.


Am 13. Juni 2018 schrieb Johannes Niehsen:

Die Süddeutsche kann meiner Meinung nach rechtlich nicht für einen dritten Strafantrag wegen Beleidigung stellen. Das muss der schon selber tun. Wo kämen wir hin wenn jeder Strafantrag stellen könnte wenn er glaubte jemand sei beleidigt worden. Der Prozess wird also im Sande verlaufen... trotzdem 50 Euro aufs Konto


Am 13. Juni 2018 schrieb Wolfgang Oedingen:

Beschämend die Haltung der SZ, beschämender jedoch die Haltung von Verdi. Es ist kaum zu glauben, dass sich sowas als Interessenver-
tretung der abhängig Beschäftigten ausgibt.


Am 12. Juni 2018 schrieb antares56:

Ich habe jetzt gut einen Tag nachgedacht: sie haben Recht, die SZ ist eine Beleidigung der Intelligenz der Leser eben diese SZ Blättchens!
Was dort an Lügen, Betrugsversuchen und Falschbehauptungen unter die Leute gebracht werden soll ist schon einmalig - und eine echte Diskussion zu den Artikeln wird von der SZ natürlich verweigert! Bei SPON/Spiegel ist es ähnlich. Und das die Bürger ihren Mist nicht mehr glauben und wirklich freie Medien lesen macht den "Redakteuren" Angst.


Am 12. Juni 2018 schrieb Rena Schmieder:

Ich habe, dem Link folgend, den alten SZ-Artikel erneut gelesen. Köstlich! Aber ob "Arschloch" es wirklich trifft? Wäre er nicht besser als "Stimme seiner Herren" charakterisiert? Oder auch "Die Maus, die sich was traut"? Auch nicht schlecht: "Da kniet er und kann nichts anderes."

Antwort von U. Gellermann:

Danke. Wunderbare Alternativen. Mutmaßlich billiger.


Am 12. Juni 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Der Uli ist ein ziemlich großer Narzisst. - Er liebt Elogen auf sich. (Siehe diese Seite) IHN zu beleidigen geht gar nicht. Aber er beleidigt gerne andere.

Antwort von U. Gellermann:

Das ist doch mal ein Kontrast. Bitte dem Herrn Bloemker nicht widersprechen: Das kostet mich nur Arbeit.


Am 12. Juni 2018 schrieb Andreas Faber:

Hallo Herr Gellermann,
ich habe Sie gekauft. Dafür will ich jetzt aber endlich regelmäßig von Ihnen bedient werden (newsletter). Schon mal angefragt, hat aber nicht geklappt.
Die Kohle ist bei Ihrem Rechtsbeistand (50,--?).
Auf eine gewaschene Niederlage des Qualitätsmediums SZ!!!
Und nicht viel Glück, sondern viel Verstand. Aber den haben Sie ja.


Am 12. Juni 2018 schrieb Eckhard Dietz:

Bei meinem Kommentar vom 11.6. dazu ging der letzte Absatz verloren. Er lautet:"Es ist eine Methode, die Standards untergräbt, Verantwortung verschleiert und den Markt erweitert. Kein Wunder, wenn da Wut hoch kocht."
Es ist nicht wichtig, aber der übrig gebliebene Halbsatz hört sich komisch an.
Ich bin mit dabei, wenn es um die Prozesskosten geht. Man kann dann meine Wut über solche Artikel und Reaktionen in Euro messen.


Am 12. Juni 2018 schrieb Hans Tigertaler:

"Fühlst du dich von jemand beleidigt, so stellst du dich geistig unter ihn" sagt ein chinesisches Sprichwort. Denn nennt mich jemand Arschloch, weiß ich doch sofort, daß ich ihm eine Erleichterung verschafft habe. Nicht die Beleidigung - nebbich -, sondern bloß die Verleumdung muss verfolgt werden. Die Höhe meiner Spende wird also in direktem Verhältnis zur Dummheit des Richters stehen. Jedem das Seine.


Am 12. Juni 2018 schrieb Marc Britz:

Statt eines Leserbriefes an die Süddeutsche Zeitung:

Sehr geehrte Verantwortliche,

Ihre Zeitung lese ich schon seit langer Zeit nicht mehr. Die Süddeutsche Zeitung trägt spätestens seit sie die völkerrechtswidrigen NATO-Angriffe auf Belgrad medial mitgetragen hat, nicht mehr zu meiner politischen oder kulturellen Wissensbildung bei. Nun muss ich aber aus besser informierenden Kreisen erfahren, dass Sie den Betreiber der Internetpublikation Rationalgalerie - Herrn Ulrich Gellermann - wegen angeblicher Beleidigung eines Ihrer Redakteure in einem Artikel Gellermanns vom 12. Januar 2017 vor Gericht zerren werden. Ich schreibe Ihnen daher nur aus diesem Grund und mit der gleichzeitigen Empfehlung diese Anzeige zurückzuziehen.
Lassen Sie mich Ihnen kurz erläutern warum ich glaube, dass Sie diesen Prozess verlieren werden. Vielleicht hat Ihrem Redakteur Hubert Wetzel dieser Satz zu schaffen gemacht: "Das macht das normale SÜDDEUTSCHE-Arschloch zu einem gefährlichen Hexenjäger, der aus dem Postfaktischen unbedingt in den Prä-Krieg mit Russland rein will." Was das Postfaktische betrifft, kann man dem Autor in jedem einzelnen Satz des Artikels, auf den sich die Kritik Gellermanns bezog, den Nachweis führen, dass er nur mit stark suggestiven Vermutungen operiert, die wiederum auf einer für Aussenstehenden nicht überprüfbaren Quellenlage basieren: "Hier verkommt der Konjunktiv zum Sprachwerkzeug der Meinungsmache." (Zitat Gellermann). Jedes anständige, unabhänginge Gericht wird mindestens in diesem Punkt nicht Ihrer Anklage nachkommen können.

Doch auch was den Begriff „Arschloch" als Titulierung Ihres Mitarbeiters betrifft, würde ich mir an Ihrer Stelle nicht allzu viele Hoffnungen machen. In der Tat wird der Begriff hauptsächlich umgangssprachlich als Schimpfwort für Personen gebraucht. Insofern könnte sich ihr Redakteur tatsächlich persönlich angegriffen fühlen. Doch ist der Begriff mittlerweile auch in der von Ihnen sicherlich als Autorität verstandenen anglo-amerikanischen Moralphilosophie wissenschaftlich definiert worden. Professor Aaron James von der Universitity of California, Irvine, ein in Harvard promovierter Moralphilosoph, hat den Begriff im New-York-Times-Bestseller "Assholes: A Theory" folgendermassen wissenschaftlich gefasst: "In interpersonal or cooperative relations, the asshole: (1) allows himself to enjoy special advantages and does so systematically; (2) does this out of an entrenched sense of entitlement; and (3) is immunized by his sense of entitlement against the complaints of other people." Ich übersetzte Ihnen das gerne mal kurz: "In zwischenmenschlichen oder geschäftlichen Beziehungen erlaubt sich das Arschloch: (1) sich besondere Vorteile zu verschaffen und tut dies systematisch; (2) tut dies aus einem fest verankerten Gefühl der Berechtigung heraus; und (3) wird durch seinen Rechtsanspruch gegen die Beschwerden anderer Menschen immunisiert." Es ist leider augenscheinlich, dass diese Definition auf Ihren Redakteur zutrifft. Erstens, weil er sich als Angehöriger eines von einflussreichen Geldgebern und von der Politik unterstützten Leitmediums systematisch Vorteile gegenüber finanziell weniger gut bestückten alternativen Medien verschaffen kann, zweitens, weil er durch die damit verbundene Zugehörigkeit zur vermeintlich moralischen Mehrheit aus einem fest verankerten Gefühl der Berechtigung heraus handeln kann, und drittens, weil er durch diesen Rechtsanspruch gegen die Beschwerden anderer Menschen immunisiert ist: Immer mehr Menschen, so auch ich, fühlen sich von Ihrer Art Meinungsmache „verarscht" während Menschen wie Wetzel dies nicht nur nicht wahrnehmen können, sondern auch noch gegen uns vor Gericht ziehen. Das macht Wetzel tatsächlich im Sinne der wissenschaftlichen Definition zum Arschloch. Ob das Gericht in München dieser Einschätzung folgen wird, kann ich nicht wissen. Jedenfalls wünsche ich Herrn Gellermann, dass deutsche Gerichte die US-amerikanische Wissenschaft ebenso ernst nehmen, wie die deutsche Mainstream-Presse die Eingebungen der Atlantikbrücke.

Für alle Fälle sende ich einen kleinen Solidarbeitrag zur Verteidigung der Meinungsfreiheit an Herrn Gellermann. Möge er an die Menschen unter der Brücke gehen.

Antwort von U. Gellermann:

Endlich werde ich auch wissenschaftlich rehabilitiert; danke an Aaron James und Marc Britz.


Am 12. Juni 2018 schrieb Reyes Carrillo:

Lieber Uli,

„wir“ sind jetzt zusammen fünfe, die ein paar Soli in die Kampfkasse nach Leipzig schicken werden.

Schön, dass sich auch die NDS solidarisieren.

Der verfolgte Artikel, den ich damals leider nicht gelesen hatte, ist wunderbar.

Alles erdenklich Gute dir!

¡Venceremos!


Am 12. Juni 2018 schrieb Matti Illoinen:

Meine Unterstützung haben Sie.

Aber das, was man über Jahrzehnte den Verantwortlichen in der ehemaligen DDR vorgeworfen hat und bis heute vorwirft, wurde doch auch schon immer im sog. Westen praktiziert. Nur darüber wurde und wird halt nicht geschrieben.

Aber erst seit dem Internet, zeigt sich doch, dass wahre Ausmaß der Verlogenheit im Westen, dass die sog. "westlichen Demokratien" nicht besser waren und sind, als andere Länder, die man im Sinne des Westens als autoritär bezeichnen würde?

Der Unterschied allerdings, dass mehr oder weniger alles was an Völkerrechtswidrigen Sauereien vom Westen zu verantworten war und ist, sich kaum in den sog. westlichen Mainstream wieder findet.


Am 12. Juni 2018 schrieb Michael Kohle:

Hallo Herr Gellermann,

um Entzugserscheinungen wenigstens etwas entgegenzuwirken hier ein paar Auslassungen zum aktuellen Thema!

Sachdienliche Hinweise gefällig? Eine aus gegebenem Anlass kurzfristig aufgesetzte nvestigative ad-hoc-Studie zum Theme asshole-papers ergab Erstaunliches. Dass nämlich das führende Mitglied im investigativen Rechercheverbund in dem Thema sehr wohl und vor allem umfassend bewandert ist.

Hierzu einige besonders aussagekräftige Belege dafür, dass das klageführende Organ i.S. Beleidigung von der Verwendung des Wortes A*r*s*c*h*l*o*c*h durch den Beklagten so auch wieder nicht überrascht gewesen sein kann. Da haben Prantl, Kornelius & Coll. sogar echt Glück gehabt, dass es die Möglichkeit einer Sammelklage noch nicht gab.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/michael-haneke-im-interview-jeder-von-uns-ist-nett-und-auch-ein-arschloch-1.3692102?reduced=true

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/heft/2013/13
Zitat daraus: „Schiri, du Arschloch“

http://www.sueddeutsche.de/politik/karriere-narzisst-und-leumund-1.3804865
Zitat daraus „Wer denkt, dass der eigene Chef ein Arschloch ist, muss nicht recht haben. Aber die Wahrscheinlichkeit spricht dafür.“

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/sport/kurze-ecke-die-noetige-eloquenz-1.3824876
Zitat daraus: Abseits ist, "wenn dat lange Arschloch zu spät abspielt"? Zitate wie dieses von Hennes Weisweiler …

http://www.sueddeutsche.de/geld/sz-serie-reden-wir-ueber-geld-glueck-ist-ein-unnatuerlicher-zustand-1.382355
Zitat daraus: Der Kabarettist … über Prügel im Internat und warum er als etabliertes Arschloch beschimpft wird.

http://www.sueddeutsche.de/leben/hauptstadt-zwischen-hype-und-hybris-gruende-berlin-zu-hassen-1.2231660-2
Überschrift: Hauptstadt zwischen Hype und Hybris "Alle Arschlöcher nach Bezirken“

http://www.sueddeutsche.de/medien/online-medien-wir-gegen-sie-1.3334911
Zitat daraus: Ein Teilnehmer trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift: Lieber Gutmensch als Arschloch.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/interview-mit-walter-moers-ich-kann-mir-kaum-etwas-schlimmeres-vorstellen-als-prominent-zu-sein-1.3726809
Untertitel: „…Schöpfer des "kleinen Arschlochs", Käpt'n Blaubär und der phantastischen Welt Zamoniens. Ein Gespräch über Provokation, Camouflage…“

http://www.sueddeutsche.de/bayern/mieter-und-vermieter-wegen-beleidigungen-vor-gericht-1.3978567
Untertitel: Der "promovierte Arsch" darf kündigen, die "Drecksau" nicht - Gerichte in Bayern urteilen höchst unterschiedlich, welche Beleidigung sich ein Vermieter vom Mieter gefallen lassen muss.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/theater-faust-und-wir-1.3413556
Zu der siebenstündigen „Faust“-Inszenierung…ist ein kleines Beibuch erschienen …liegt durchblätterfreundlich in der Hand, zeigt auf dem Cover eine Kodak-"Funsaver"-Einwegkamera (für das Festhalten des schönen Augenblicks) und trägt den hinter(teil)gründigen Titel: "Wie man ein Arschloch wird“.

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/sagen-sie-jetzt-nichts/sagen-sie-jetzt-nichts-frank-castorf-81488
Zitat daraus: „Vielleicht sollte man sich *N.N.* tatsдchlich als ein Arschloch vorstellen; allerdings als ein ziemlich liebenswьrdiges.“

http://www.sueddeutsche.de/panorama/damon-ueber-weinstein-ich-wusste-dass-er-ein-arschloch-war-1.3721714
http://www.sueddeutsche.de/leben/familientrio-in-sachen-arschloch-papa-1.3835561
Untertitel: In Sachen „Arschloch-Papa" - Eine Großmutter ist besorgt ob der Aggressivität und Fäkalsprache ihres Enkels. Beschwert sie sich zu Recht? Unsere Erziehungsexperten antworten…Wir sind beunruhigt. Machen wir aus einer Mücke einen Elefanten?

Noch Fragen, Hohes Gericht?


Am 12. Juni 2018 schrieb Christine Full:

Hallo Herr Gellermann,
das ist ja unglaublich. Da bin ich ja im nachhinein noch froh, dass ich die SZ - weder online noch als Papier - seit 2014 meide wie die anderen bekannten deutschen Presse-Qualitätserzeugnisse. Der Grund für meine plötzliche Abstinenz bei meiner vorher geliebten SZ begann in der Ukrainekrise, als sie erst meine kritischen Kommentare nicht mehr veröffentlichten und anschließend meinen User sperrten. Wer nicht will der hat. Und wenn ich heute Propaganda benötige, gibt es ja noch den Staatsfunkt, der ist ja bereits bezahlt.
Die eine Hälfte (25 ?) meiner monatlichen Spendebudgets an in- und ausländische alternative Blogs und Webseiten überweise ich morgen an Ihren RA.
Viel Glück und gute Besserung - Nehmen Sie Sich bitte die Aufregung nicht so zu Herzen - auch wenn es schwer fällt.


Am 12. Juni 2018 schrieb Jens Humml:

Obwohl auch uns von Fall zu Fall, meist im Zuge einer "emotionalen Ausnahmesituation", der Fehler unterläuft, einige Individuen, welche uns regieren bzw. uns die Wahrheit zu verkünden meinen, mit Bezeichnungen zu versehen, die in Form eines Namens der einen oder anderen auf diesem Planten auch noch lebenden Spezies vorbehalten sind, revidieren wir derartiges Denken unverzüglich - weniger aus ästhetischen oder didaktischen Gründen - sondern weil solches letztlich mit einer Beleidigung der Angehörigen einer in dieser Weise verunglimpften Spezies verbunden ist, gegen die sie sich nicht wehren können - schon gar nicht durch Inanspruchnahme eines Gerichtes.

Im Übrigen wünschen wir Ihnen, das in Rede stehende Verfahren betreffend, gutes Gelingen, oder sollten wir besser sagen: Viel Glück!?
Hoffen wir, daß das nicht so eine Art "Der Fall Blauer Bote II" wird - siehe dazu hier:

http://www.kanzleikompa.de/2018/04/15/das-oberlandesgericht-hamburg-im-syrienkrieg-stern-und-marc-drewello-blauer-bote-11/


Am 12. Juni 2018 schrieb Alfred Matejka:

Lieber Uli, du hast in deinem Leben bestimmt schon andere Sachen durchgemacht.Insofern, bleib locker. Wir leben nicht im faschistischen Hitler-Deutschland. Wir leben nicht in einer Erdogan-Diktatur. Das es nicht wieder soweit kommt, ist auch dein Lebenswerk. Deine Kommentare in der Rationalgalerie sind unersetzlich. Und so wird es auch weiter sein. Du wirst in so einer Situation auch immer wieder erleben-wer sind meine Freunde und wer nicht. Die Duckmäuser schiebt beiseite,diese Welt muss unser sein. Die Position von Verdi ist ja zum Kotzen. Da muss der Vorstand jetzt und Gleich das Echo von uns hören.Meine Unterstützung hast du. Wir sind bei dir.


Am 12. Juni 2018 schrieb Matthias Brendel:

Meine Solidarität hast du ebenfalls, lieber Uli.
Man will dich bei deiner Achillesferse treffen, das ist deine Gesundheit und Sorgen um Prozesse beeinträchtigen diese und hemmen beim Schreiben.
Dieses fröhlich-reaktionäre System will immer nur Angst erzeugen, darum geht es in der Hauptsache.
Deine Reichweite ist offensichtlich zu gross geworden für die Qualitätspresse.
Es muss jedem, der hier schreibt bewusst sein, dass wir alle schon längst auf einschlägigen Listen stehen.
Mögen die Auflagen dieser affirmativen Presse weiter sinken, hoffentlich in die absolute Bedeutungslosigkeit, solange bis sie wieder als vierte Kraft im Sinne demokratischer Willensbildung ihre eigentliche Bedeutung zurückgewinnen.

Die tiefen Taschen, die sich hinter den Medienkonzernen verbergen, werden schon unruhig.

Die Anzahl der Chloroformierten sinkt ebenfalls immer weiter, das darf nur niemand merken.

Wir Wachsamen sind dazu angehalten noch wachsamer zu sein, wir wachsen durch unser Hinterfragen, durch unseren steten Zweifel an der fast vollkommenen, aber doch im Kern grotesken Inszenierung und unsere Anzahl steigt.


Am 12. Juni 2018 schrieb Axel Rosenfeld:

Sehr geehrter Herr Gellermann,
ich grüble immer noch über ihren Kommentar: "Ver.di hat abgelehnt..."
Die Gewerkschaften sind auch bloß noch Erfüllungsgehilfen.
Unterstützung ist raus.
Weiter so! und danke dafür!

Antwort von U. Gellermann:

ch bin immer noch in der Gewerkschaft obwohl sie so ist wie sie ist. Sie ist das Letzte Reservat in dem Normalos für ihre sozialen Interessen kämpfen.


Am 12. Juni 2018 schrieb Ken Jebsen:

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen dem Playboy und der Süddeutschen Zeitung? Der Playboy ist seiner Linie treu geblieben. Nackte Tatsachen werden vollkommen transparent vor allem unretuschiert präsentiert. Wer erst eine gute Figur macht, nachdem die Redaktion im Photoshop Sonderschichten fahren musste, wird es nie und nimmer in das Hochglanz-Magazin schaffen. Der Playboy biegt sich den gezeigten Content nicht zurecht. Er zeigt die Schönheiten wie Gott sie schuf und nicht wie die Chefredaktion sie gern gesehen hätte.

Deutlich legerer geht die Süddeutsche Zeitung mit dem von ihr veröffentlichten Inhalte um. Das Blatt hat sich ähnlich verändert wie das ehemalige Nachrichtenmagazin der SPIEGEL, DIE ZEIT oder der Stern.

Sie alle haben gemeinsam, dass sie sich aufführen wie die letzte DDR-Regierung kurz vor Mauerfall. Fakten, seien sie noch so präsent und nicht mehr umzudeuten, werden nur dann 1 zu 1 abgedruckt, wenn die Inhalte dem eigenen Weltbild entsprechen und dieses Weltbild wird von der Atlantikbrücke und seinen zahllosen Think-Tanks und Stiftungen vorgegeben.
Wer den vorgekauten Pressebrei unhinterfragt ins Blatt packt macht als Alpha-Journalist oder dessen Daily-Depp Karriere. Soll heißen: er darf halbteure SUV´s fahren, bekommt exklusiven Zugang zum Wortmüll aus Washington und darf, wenn die NATO in München zur Un-Sicherheitskonferenz lädt, als erster die Reste am kalten Büffet in sich hineinschaufeln, nachdem die echten VIP´s schon auf dem Weg zum Heli sind. Dick im Geschäft und Hüftgold XXL treten in Zeiten, in denen alle irgendwie in den Medien arbeiten, gern im Kollektiv auf.

Es gab mal Zeiten da ging man morgens zum Kiosk, um sich z.B die Süddeutsche als intellektuellen Espresso für den Beginn des Tages zu kaufen. Manchen gingen sogar soweit das Blatt, das inzwischen für simulierten Journalismus steht, zu abonnieren, um nur keine Ausgabe zu verpassen. Man begann mit dem Streiflicht und hatte schon morgens um Acht ein fettes Grinsen im Gesicht. Dann einmal die Woche das Süddeutsche-Magazin, eine Beilage, die jede Woche so intelligent gemacht war wie ein Album von Led Zeppelin.

Die Süddeutsche brachte als Blatt aus München auch immer wieder Storys über Typen aus Berlin, die erst im Anschluss von der Berliner Zeitung oder dem Tagesspiegel entdeckt wurden. Kurz, in München wurde einfach solide gearbeitet und die Macher damals wären nie auf die Idee gekommen ihre Leser im Wirtschafts- oder Politikteil zu bevormunden oder für dumm zu verkaufen. Hätte man es versucht wäre das sicher viel länger gut gegangen als heute, wo die Gegenrecherche zu einer „wasserdichten“ Story dank Internet nur Sekunden dauert.

Um so tragischer ist, dass sich die Süddeutsche Zeitung die Haltung von Madame Merkel zu eigen gemacht hat und das World Wide Web für Neuland hält, das nur wenige der eigenen Leser überhaupt kennen, geschweige denn autonom finden.

Das dem nicht so ist müsste den Machern aus München spätestens dann aufgegangen sein, als sie die Abwärts-Kurve der eigenen Verkaufszahlen zu Gesicht bekamen. Die Süddeutsche Zeitung erlitt, wie der Rest der Mitbewerber, die letzen Jahre Verluste, die an die Wall-Street 1929 erinnerten.

Wie ist der geschlossene Niedergang der Branche zu erklären? Nun, ähnlich wie das DDR-Politbüro Monate vor Mauerfall, will man nicht wahrhaben, was nicht wahr sein darf. Die Menschen haben längt rübergemacht und sind ins Internet ausgereist. Der Leser heute hat wie der DDR-Bürger damals schlicht keinen Bock mehr, sich das Versagen des eigenen Systems, immer als optische Täuschung sprich als nicht existent erklären zu lassen. In der DDR wurde die längste Betonpraline der Welt, die Mauer, immer mit dem Klassenfeind gerechtfertigt. Für die Süddeutsche und ihre Hauptredaktion, die NATO-Pressestelle, ist wie unter Adolf H. der Russe an allem Schuld. Russland besteht für die Münchner Marionetten dann aber vor allem aus dem Vielvölkerstaat Putin. Putin ist doof ab Werk und darum kann und muss man ihm alles anhängen, was einem so einfällt, will man bei der Süddeutschen in der Redaktionskonferenz wieder ein Leckerli von ganz oben bekommen.

Fakten spielen bei dieser Art Presse zu machen keine Rolle. Im Gegenteil. Recherche wird bei Fragen zu Putin als Sabotage verstanden. Putin hat Trump ins Amt gemogelt, Syrien destabilisiert, Europa gespalten, die AfD gegründet, Novischok geschickt, die MH17 tiefer gelegt und steckt wohl auch hinter dem Diesel-Skandal.

Wer heute die Süddeutsche Zeitung kauft oder sich vertippt und auf ihren Online-Seiten landet wird chronisch beleidigt. In München scheint man davon auszugehen die eigenen Kunden seien wie man selber. Dement auf Befehl oder mit politischen Scheuklappen unterwegs. Sie würden treudoof fressen, was man ihnen in Weisswurst-City an Presse-Ersatzstoffen zusammengerührt hätte.

Nö!

Ich persönlich kenne keinen Menschen mehr, der die Süddeutsche wirklich ließt. Ich kenne Personen, die die Süddeutsche seit Jahrzehnten abonniert haben und es bisher einfach nicht geschafft haben dem Spuk ein Ende zu machen, weil sie vor Netflix kleben. Bei den meisten dieser alten Fans stapeln sich die Ausgaben ungelesener Süddeutscher Zeitungungen auf der Kommode im Flur. Wer eine Katze hat nutz den täglichen Kot und Urin des Tieres, um den ideologischen Gestank, der von diesem Presseerzeugnis inzwischen ausgeht, zu überdecken.
Menschen ohne Whiskas greifen dann zu Whiskey oder aber zum Laptop und versuchen der plumpen CIA-Propaganda im blau-weissem Layout etwas entgegenzusetzen. Sie wenden aus purer Verzweiflung die plumpen Unterstellungs-Techniken des Münchner Medienunternehmens auf die Macher selber an. Wer hart austeilt muss auch hart einstecken können, sollte man meinen. Doch die NATO-Jünger verstehen absolut keinen Spass, wenn man ihnen mit denselben Methoden, und sei es als Glosse, den Spiegel vorhält.

So muss sich jetzt der Berliner Journalist Uli Gellermann mit einer Klage der Süddeutschen Zeitung herumschlagen, nachdem er es gewagt hatte den Autor einer „Putin und Russland ist an allem Schuld Story“ mit denselben stilistischen Mitteln zu kommen, die er im als Tatsachenbericht getarnten Machwerk vorfand.

Gellermann beleidigte den Erfinder des Beitrages mit dem journalistischen Florett einfach zurück. Das saß. Und so klagt das Blatt jetzt tatsächlich wegen Beleidigung des Autors gegen Gellermann. Die Taktik ist klar: Der Münchner Pressekonzern ist finanziell gesehen ein Flugzeugträger, der gegen Gellermann antritt wohlwissend, dass dieser eher mit Pfeil und Bogen antreten wird. Wäre da nicht die öffentliche Meinung, sprich all jene Journalisten, die sich ausserhalb der Mainstream-Diktatur befinden und den Fall Gellermann maximal publizieren.

Wie wird das Gefecht wohl ausgehen?

Fakt ist, dass man schon jetzt in München vollkommen das Gesicht verloren hat. Die Süddeutsche ist kleinkariert und steht noch nicht einmal zu den eigenen Mitarbeitern. Stichwort Dieter Hanitzsch. Der Mann, der Jahrzehnte für das Blatt die Karikaturen erfand, wurde nach Protest von Aussen fristlos gefeuert. Man unterstellte ihm Antisemitismus, da er es gewagt hatte den israelischen Friedensengel Benjamin Netanjahu zu zeichnen wie dieser nun mal aussieht. Aber zurück zu Luke Gellermann gegen den Todestern SD.

Die Herren dort sind schlicht zu schlicht, um die Gesetze modernen Marketings zu verstehen. Abperlen lassen wäre besser gewesen als die Pferde scheu zu machen. Jetzt schauen erst Recht alle hin, die die Hofberichterstatter-Presse nur noch verachten und das sind immer mehr. "Gellermann gegen die Süddeutsche Zeitung" lässt das Blatt endgültig als Humorbefreite Zone dastehen.
Wer bis dato noch nicht gekündigt hatte, sollte das jetzt nachholen, denn die Damen und Herren aus Bayerns Hauptstadt sind längst ein intellektueller Pflegefall.
Sie gehen unter wie die Titanic und schlagen beim Absaufen noch auf all jene ein, die versuchen ihnen klar zu machen, dass das Eis, das im abgestandenen Champagner vor sich hindümpelt, direkt vom dem Eisberg stammt, der unterhalb der Wasserlinie den symbolischen Redaktionsschluss formulierte. Kreiiiiiiiiischhhhhh.

SOS Süddeutsche, ihr wahrt mal ein Luxusliner mit reichlich Niveau. Jetzt sauft ihr im trüben Wasser der eigenen Arroganz ab und entwickelt eine Sog, der der ganzen Branche den Rest geben wird.

Fazit:
Die Presse befindet sich seit dem 11. September in einer Dauerkrise. Sie hält dem Geldadel in den Schein-Demokratien nicht den Spiegel vor, sondern deren Steigbügel. Seit mit dem Zusammenbruch der UDSSR der Erzfeind abhanden gekommen ist, geht es der NATO und den angeschlossenen Nationalstaaten, Westen genannt, wie einem Kapitän, der ohne Kompass navigieren muss und Sterne nur kennt, wenn er bei Orkan gegen den Hauptmast gedonnert ist. Es herrscht Chaos und das wird nicht besser, schon gar nicht seit es mit Donald T. die erste männliche Blondine ins Weiße Haus geschafft hat.

Und jetzt?
Wirklich freier unabhängiger Journalismus kommt ohne Anzeigen der Industrie aus, ist damit ökonomisch nicht erpressbar und lässt sich auch nicht von den Lobbyisten des Militärtisch-Industriellen Komplexes am Nasenring durch die Manege ziehen.
Freie Presse ist heute ohne Netz kaum noch möglich, denn das, was man Pressefreiheit nennt, ist ohne innere Pressefreiheit gar nicht möglich und diese wurde längst flächendeckend durch das ersetzt, was man Blattlinie nennt.

Wer wie jetzt Uli Gellermann von der Süddeutschen Zeitung wegen Beleidigung verklagt wird, hat daher einen Volltreffer gelandet. Er hat die Zeitung mit etwas konfrontiert, was dieser Gazette auf Befehl abhanden gekommen ist. Aufrichtigkeit.

Dazu muss man aufrecht gehen und nicht den Leuchtstreifen der eigene Angepasstheit folgen, denn diese führt auf lange Sicht immer an die Front.
Das ist der eigentliche Vorwurf auch von Uli Gellermann an die Süddeutsche Zeitung. Das sich liberal gebende Medium hat längst begonnen wieder aktiv FÜR den Krieg zu schreiben. So eröffnet München mit dem Prozess gegen Gellermann jetzt symbolisch das Feuer auf all jene, die beim Krieg-ist-geil-Journalismus nicht mitmarschieren wollen. Z.B weil ihnen das Leben heilig ist.


Am 12. Juni 2018 schrieb Bernd Kulawik:

Ich weiß, das ist jetzt etwas "OT" (= off topic), also abseits des Themas, aber ich möchte einmal eine Lanze für das Arschloch an und für sich brechen!
Nahezu jedes mehrzellige, halbwegs ausdifferenzierte Lebewesen hat eine Körperöffnung, über die es seine Stoffwechselprodukte ausscheiden kann, vulgo: ein Arschloch. (Ok bei Polypen wie z.B. Korallentierchen ist die Eingangsöffnung zugleich auch die Ausgangsöffnung, aber solche unappetitlichen Details vernachlässigen wir mal: Wichtig ist, dass es selbst bei so primitiv strukturierten Organismen ein "Arschloch" gibt ? geben MUSS: Denn ohne diese Öffnung würde jedes dieser Lebewesen binnen weniger Stunden oder Tage elendiglich verrecken. Beim Menschen bspw. ist der Darmverschluss tödlich, wenn nicht rechtzeitig erkannt und behandelt.
Das heißt: Das Arschloch an und für sich ist also LEBENSNOTWENDIG! Es hat es auf keinen Fall verdient, mit solchen Gestalten wie Hubert Wetzel gleichgesetzt zu werden!! Im Namen aller Arschlöcher dieses Planeten, die brav ihren biologisch absolut unverzichtbaren Dienst tun, möchte ich mich daher AUF DAS SCHÄRFSTE gegen diese Gleichsetzung verwahren. Wir sollten endlich andere, angemessenere und für das/die Verglichene/n nicht beleidigenden Schimpfwörter für solche Gestalten finden. Da fällt mir ein: Das Überflüssige, Unnütze, Unangenehme, Übelriechende, für dessen Ausscheidung das Arschloch gemeinhin benötigt wird, wäre ein viel besserer Vergleich, weil das damit Verglichene damit viel treffender als überflüssig, übelriechend etc. pp. charakterisiert wäre. Der vorliegende Fall beweist dies glänzend. Q.E.D.
(Hach, ich liebe es manchmal, ein "Klugscheißer" zu sein? ups!) ;-)


Am 12. Juni 2018 schrieb Wolfgang Gehrcke und Christiane Reymann :

Lieber Uli,

jetzt haben wir Deinen Artikel zur Kritik am Ekel-Journalismus des Herrn Wetzel in der SZ mit zeitlichem Abstand zum zweiten Mal gelesen und er hat uns noch mehr Freude gemacht als beim ersten Mal. Du hast den vielleicht ideologisch verblendeten oder schlicht transatlantisch-interessengesteuerten Umgang des Autors mit Quellen bzw. deren nicht-Existenz oder zumindest nicht-Belegbarkeit so gründlich, souverän, aufklärerisch und zugleich unterhaltsam auseinandergenommen ? toll. Und die Anwendung der Wetzel-Methode auf die Schmierblatt-Sau selbst - ein erhellendes Lesevergnügen. Das Gute ist: Jener Blog war keine Eintagsfliege. Vergnügen und Erkenntnis liefert die Rationalgalerie zweimal die Woche - bewundernswert, danke!

Wir kommen von einem Parteitag, auf dem die Mehrheit der Delegierten sich in ihren Entscheidungen zu zwei Anträgen zur Rolle Russlands - der eine in Syrien, der andere für eine europäische und globale Friedenspolitik - eher dem postfaktischen Mainstream angeschlossen hat als einer nüchternen Analyse dessen, was ist. Das ist bitter. Aber es unterstreicht zugleich, wie dringend notwendig, ja, existenziell es ist, eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen für die Befähigung zum Kampf gegen einen möglichen Dritten Weltkrieg, für Frieden, gegen Rechts, gegen Neoliberalismus. Es gibt richtig gute Blogs. Es gibt Videos und geschriebene Recherche im Internet. Aber auch die muss sich zusammentun, wenn sie nicht nur Moment, sondern organischer Teil einer Gegenöffentlichkeit sein will. Wir haben jetzt nicht die zündende Idee, wie sich diese Gegenöffentlichkeit konstituieren könnte, aber wir wissen: Wir müssen darüber reden, um Wege dorthin aufzutun.

Natürlich beteiligen wir uns finanziell an Deiner gerichtlichen Auseinandersetzung. So etwas ist uns nicht unbekannt, wir hatten das auch schon, zu anderen Zeiten und anderen Themen. In diesem Sinn: Willkommen im Club, Solidarität, Respekt, Dankbarkeit.


Am 12. Juni 2018 schrieb altes Fachbuch:

"...gemeint ist nicht der Redakteur, gemeint ist eine Methode, die den Leser und dessen Intelligenz beleidigt."

herr gellermann, wenn sie dies richtiger weise so aufs wesentliche reduzieren, dann haben sie bald sammelklagen am hals. der wetzel's gibt es viele!!
es macht übrigens keinen sinn, einen offensichtlichen idioten der idiotie zu bezichtigen: das bezichtigen ist strafbar!! aber ein idiot darf man immer sein:)

meine spende ist unterwegs


Am 12. Juni 2018 schrieb Edda Thiele:

Es ist einfach unglaublich. Natürlich unterstütze ich Dich. Danke für Deine unermütliche Arbeit. Ich drücke Dir fest die Daumen.


Am 12. Juni 2018 schrieb Thorsten Eckau:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

ich habe derzeit noch nicht gespendet. Dies ist jedoch nicht kategorisch auszuschließen, sondern vielmehr eine Abwägungsnotwendigkeit in meinem Leben. Bitte lassen Sie mich wissen, wenn das Spendenaufkommen nicht reicht (Sie also in dieser Angelegenheit einen Engpass haben). Ich bin dann bereit in zweiter Welle mit einzuspringen!

Mit besten Wünschen,


Am 12. Juni 2018 schrieb Ernst Grobschmied:

Zahlen und weg, statt Stress und Frust. Manchmal muss das sein.

Vielleicht hilft Dir nächstes mal ein Dechiffrier-Code.
oder aber einfach
hcolhcsrA tztej tßieh lezteW


Am 12. Juni 2018 schrieb Olaf Teßmann:

Ein Tip für den Nittenauer Ex- Richter und
-staatsanwalt (gemeint ist Herbert Prantl von der SZ: Nicht nur Ihr seid, auch wir sind viele!


Am 12. Juni 2018 schrieb Der Linksliberale:

Lieber Uli Gellermann,
am 13.01.2017 habe ich in meinem „extrem guten und richtungsweisenden“ Kommentar zu Ihrem Wetzel-Beitrag geschrieben, dass der Begriff „Arschloch“ durch das Synonym „Analöffnung“ ersetzt werden sollte, denn „W. die Analöffnung“ klingt meines Erachtens auch besser, noch schöner ist der Konjunktiv „W. könnte eine Analöffnung sein“. Das läßt Spielraum, auch für andere Körperteile. Aber das Niveau eines Wetzels erreichen Sie erst, wenn Sie schreiben würden, dass Sie aus sehr sicherer, gut informierter und anonymer Quelle, erfahren haben, dass W. eine Analöffnung sei.
In meinem damaligen Kommentar hatte ich mich gönnerhaft verpflichtet für eventuelle Prozess- Gerichts- und Anwaltskosten Ihnen (und nicht der SZ) monetären Beistand zu leisten…das wird sofort erledigt. Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen Gesundheit und Kraft für Ihre Arbeit und auch fürs Private. Halten Sie durch!


Am 11. Juni 2018 schrieb Karola Schramm:

Öffentlich schreiben und seine Meinung sagen, ist ein gefährliches Pflaster geworden. Das scheint jetzt nicht so, sondern ist so.

Wie kommt die SZ nach eineinhalb Jahren jetzt erst auf die Idee, Sie Herrn Gellermann, wegen Beleidigung anzuzeigen und dann noch wegen ihrer Meinung:"Donald Trump schlagen und Putin meinen?"

Gut, die Bezeichnung A...loch könnte ich noch verstehen - wobei ich in einigen Beiträgen hochinteressante philosophische Abhandlungen über dieses Wort gelesen haben. Dennoch ist es noch nicht im Wertekanonon öffentlichen Schreibens aufgenommen, obwohl es treffend beschreibt, wie diese als A...löcher bezeichneten Menschen sind.

Es gibt doch auch einen Zeichentrickfilm: "Das kleine Arschloch." Steht der schon auf dem Index?

Ich frage mich manchmal, was manche Journalisten für "innere" Bilder im Kopf haben, wenn sie so, wie Wetzel schreiben. Kopfkino. So was dann an die Leserinnen und Leser als Tatsachen zu verkaufen, dazu noch im Namen der politischen Berichterstattung, ist Propaganda der übelsten Sorte. Selbst wenn Trump sich tatsächlich Prostituierte geholt hätte, wäre das kein Verbrechen gewesen. Ihm es aus Jux und Dollerei zu unterstellen ist unseriös und hat mit politischem Journalismus nichts zu tun sondern mit Männerfantasien, der Fantasie des Herrn Wetzel. Die gehören dann jedenfalls nicht in die SZ sondern in einschlägige Schmuddel-Porno-Blätter oder James Bond Filme. Sie, Herr Gellermann haben mit ähnlicher Münze zurückgezahlt und bekommen jetzt die Quittung. Was ein SZ-Journalist darf, darf ein Blogger-Journalist noch lange nicht. So die Botschaft.

Politisches Schreiben und Bloggen ist aufregend genug. Da kann man eine Anzeige wegen Beleidigung oder sonst was sicher nicht gebrauchen.

Ich finde, es steckt etwas ganz Anderes dahinter. Man wird Ihre Artikel neugierig beobachtet und nach einem Stoppschild gesucht haben. Das Internet soll ja gesäubert werden von Hass und Hetze, Unwahrheiten und Lügen. Die Deutungshoheit fordern die klassischen Medien für sich selber ein. So kommt es, wie es kommen muss. Politische Blogger im Internet: Einschüchtern, fertig machen. Das ganze Programm, einen aufrechten und deutlich schreibenden und die Lage durchschauenden ehrbaren Journalisten fertig und mundtot machen. So geht das. Und das, was dieser SZ Journalist mit Putin gemacht hat, den Sie so wacker in Schutz genommen haben, wird jetzt gegen Sie gerichtet.

Haben Sie Mut und bleiben Sie optimistisch, lieber Herr Gellermann, dass die Gerechtigkeit und damit die Meinungsfreiheit auch im Internet sich immer noch durchsetzt. Sie haben viele emotionale und finanzielle Unterstützer.
Toi Toi Toi für Freitag den 15.6.2018.


Am 11. Juni 2018 schrieb H. F.:

Starke Worte, Herr Gellermann. Sie haben ja absolut recht, aber immer hübsch kultiviert, es dürfte doch klar sein, dass die Süddeutsche vor allem vom Mittelstand gelesen wird, und der ist empfindlich, wenn man einen Schwätzer einen Schwätzer nennt. Oder noch Schlimmeres. Nennen Sie eine schreibende Schlampe eine schreibende Schlampe, schon haben Sie die Beleidigungsklage am Hals. In diesem Land wird nicht mit Argumenten gearbeitet, sondern mit der Justiz. Dass die Rationalgalerie bestimmten Leuten ein Dorn im Auge ist, dürfte klar sein. Und man will nicht nur Sie treffen, sondern den ganzen linken Hintergrund. Mir ist ja manchmal auch nach saftigen Kraftwörtern, aber das wird sofort ausgenutzt. Gibt es argumentativ keine Aussicht auf Gewinn, dann geht es zum Advokaten und vor das Klassengericht.


Am 11. Juni 2018 schrieb Gerd Dr. Zimmer:

Lieber Uli Gellermann,
ich teile die Meinung von Lutz Jahoda "Die Wahrheit bedarf keiner Fäkalismen". Wir brauchen das nicht. Ich mag auch die "Kunst" von Jan Böhmermann nicht. Persönliche Würde sollte immer gewahrt bleiben, Streit und gute Analyse in der Sache ist wichtig und lieber würde ich Ihnen für diese Tätigkeit spenden als für die aus meiner Sicht unnötige gerichtliche Auseinandersetzung. Alles Gute.

Antwort von U. Gellermann:

Tatsächlich habe ich kein Gericht angerufen, um den perfiden redaktionellen Stil der SZ anzuklagen. Solche Gerichte gibt es wohl nicht.


Am 11. Juni 2018 schrieb Paulo H. Bruder:

Ist nicht vielmehr das Geschreibsel des SZ-Redakteurs Hubert Wetzel eine Beleidigung - eine Beleidigung der Leserinnen und Leser? - Bitte über den Fortgang dieser Justizposse berichten!


Am 11. Juni 2018 schrieb Hans Heppe:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

herzlichen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz für Wahrheit, Gerechtigkeit und Aufklärung. Ihrer Arbeit verdanke ich entscheidende politische Einsichten, für die ich mich - mit einer Spende - gerne erkenntlich zeige.


Am 11. Juni 2018 schrieb Gabriel Müller-Huelss:

Hallo, lieber Herr Gellermann,

da schreit wohl die SZ nach ihrem eigenen Streisand-Effekt!!! Schön, soll sie haben - mein Obolus ist unterwegs.
Nebenbei bitte ich um Aufnahme in Ihren Newsletter-Verteiler.
Viel Erfolg!

Antwort von U. Gellermann:

Natürlich sind Sie jetzt im Verteiler.


Am 11. Juni 2018 schrieb Gert Tautenhahn:

Alles Gute, eine kleine Spende von mir ist unterwegs.


Am 11. Juni 2018 schrieb Marc Berger:

Lieber Uli,
vermutlich bist du einer jener zahllosen Russen, die von Putin gesteuert werden. Das weißt Du nur deshalb noch nicht, weil investigative Recherchegruppen der deutschen Qualitätsmedien die Beweise dafür wegen des Quellenschutzes nicht offenlegen können, sondern in der Ukraine bei vertrauenswürdigen Geheimdienstlern sicher verwahrt haben. Bekanntlich sind Russen das Böse an sich: sie dopen, schießen Flugzeuge ab, besetzen, hacken, besiegen unsere Eishockeyhelden, vergiften, liefern Gas, erschießen, legen Vetos ein, bedrohen mit reduzierten Rüstungsausgaben und schieben uns sogar ihre Marionetten als amerikanische Präsidenten unter. Hört und liest man ja jeden Tag. Das muß also nicht bewiesen werden.

Erstaunlich finde ich allerdings den Vorwurf der Beleidigung. Außer der Intelligenz von Lesern deutscher Leitmedien wurde ja niemand beleidigt. Aber vermutlich haben diese Qualitätsjournalisten recherchiert, dass Straftaten wie Volksverrat, Hochverrat und Majestätsbeleidigung - die eindeutig besser gepasst hätten - nicht mehr so richtig justiziabel sind. Sie hätten Dich also auch wegen Kinderpornografie, Steuerhinterziehung oder Rotlichtampelüberfahren anzeigen können - Hauptsache es ergibt Schwierigkeiten für Dich. Was sie Dir aber auf alle Fälle sagen wollen: GEH DOCH RÜBER!

Und da kann ich nur sagen: Bleib hier und mach weiter!
Mit den diesbezüglich besten Wünschen!


Am 11. Juni 2018 schrieb Eckhard Dietz:

Wenn die Rechten von "Lügenpresse" reden, trifft das offensichtlich auf Zustimmung. Was unterscheidet Kritik von Links an eben dieser Presse? Denn Kritik scheint nötig.
Linke Pressekritik besteht m.E. - und setzt sich damit von der Pauschalverurteilung von Rechts ab - in der Konkretheit, in der Wertschätzung, die Medien als 4. Macht in einer Demokratie zukommt, in der Hoffnung, dass journalistische Grundprinzipien vor der Macht der Auflage und dem Profit Bestand haben, in der Verzweiflung, wenn selbst Blätter, die sich das Attribut 'seriös' verleihen, hier einknicken.
Und das ist definitiv im vorliegenden Fall geschehen und die Verzweiflung äußert sich sehr konkret als Wut. Der Höhepunkt der konkreten Kritik besteht darin, die Methoden der Unterstellung, der Scheinsachlichkeit, der Bedienung von Reflexen explizit auf den Verfasser selbst anzuwenden; den Verfasser, der das Journalisten-Handwerk diskreditiert und das Machwerk, das mit Journalismus nichts zu tun hat. Leider gibt es keinen Schutz dieser Bezeichnungen.
Was im Fall des betr. Artikels hinzu kommt, ist nicht nur die Bedienung von Reflexen – das ist das tägliche Geschäft der sog. Boulevardpresse. Die Wut speist sich eher daraus, dass selbst ein Blatt wie die SZ offensichtlich dies Geschäft betreiben will. Es geht am Ende um Marktanteile. Wie kann kaschiert werden, dass der dumpfe Reflex "Trump = Trampel, Putin = Russe drohend machen Geschäft, wir = Aufklärer" bedient wird?
Die Sache wird als hoch-politisch und als 'Hintergrund' aufgemacht.
An dieser Stelle geht es um die Verantwortung der Chefredaktion. Wenn es bei Gellermanns Verriss heißt: "Die einst durchaus respektable SÜDDEUTSCHE ZEITUNG führt diesen Gossen-Journalismus geradezu an und lässt auf Seite 3 ihrer heutigen Ausgabe einen Hubert Wetzel ganzseitig los, dem der Sensations-Geifer auf die Tasten tropft: ", dann ist damit ihre Verantwortung angesprochen. Das ist aber der einzige Satz, der in seiner Pauschalität und in dem unterstellten Vorsatz zu kritisieren wäre. Andererseits wird genau die AfD-Methode angewendet: "Erst Provokation, Grenzen überschreiten – dann Wirkung prüfen, ggf. 1 Schritt zurück. Hauptsache man kommt ins Gespräch!".
Es ist eine Methode, die Standards untergräbt


Am 11. Juni 2018 schrieb Gideon Rugai:

Mal sehen ob unsere ach so rechtschaffend-brave Justiz sich traut ein Exempel zu statuieren (kommt ja hin und wieder auch mal vor) und dann bitte auch an die richtige Addresse (SZ) - aber wenn, dann dürfte sich die SZ mit diesem Vorgang selbst ins Knie geschossen haben und legt mit dieser Klage sowohl ihre eigene Bräsigkeit offen, als auch die Arroganz und Borniertheit ihrer sogenannten Fachkräfte deren geruchsintensive Blähungen des Eigendünkels, gepaart mit narzißtischen Persönlichkeitsstörungen und diesem unsäglichen "es darf nicht sein (u. niedergeschrieben werden) was nicht sein kann (also alternativlos Merkeltreu schön "Weiter so!"" ) schon lange die Luft verpesten.

Meinen Solidaritätszuschlag haste aufs Konto bekommen, lieber Uli.

Bin mal gespannt.....


Am 11. Juni 2018 schrieb Ralph Höpfner:

Lieber Herr Gellermann,

aus einer Zeitung kommen keine Kugeln, auch nicht aus einem Internetblog.
Es ist die spitze Feder, die zusticht und schmerzen soll.
Neben Liedern, Spottversen und Zeichnungen/Bildern schon immer eine Waffe
der 'Entrechteten und Beleidigten'.
Gleichfalls aber ein Instrumentarium, in dem auch die heutige Journaille außerst
geübt ist - ja, sogar ausgebildet.
Wenn man eine Person, eine(n) Herrscher*in, los werden wollte, schreckte man
auch vor Geschmacklosigkeiten und übelsten Beleidigungen nicht zurück - schon
in der Antike nicht: man 'legte' ihnen Frauen/Männern/Pferde ins Bett und erging
sich in niederträchtigen Phanatasien: Caesar/Cleopatra, König Faruk I von Ägypten,
Zeltlager von Gaddafi.
Und wie früher im Puppentheater/Volkstheater 'produzierte' später Hollywood mit bei
diesen Widerwärtigkeiten, 'Shock and Awe', der 'Angsterzeugung und Starre' -
bei 'Jurassic Park' in den Köpfen der Konsumenten.
Bis man allerdings diese 'Kaliber' anwendet, benutzen die 'herrschenden Eliten'
die weniger knalligen 'soft methods' der Propaganda: Verwirrung durch 'Info-Überfüllung',
Ablenkung vom Eigentlichen, Bestreiten des Faktischen, Behauptung des Gegenteils.
Ständig, ständig, ständig, ständig........"argumentum ad nauseam" (= "Behauptung und
Wiederholung bis zum Erbrechen")
Als Methode bekannt und entlarvt schon seit dem Altertum, wie es Rainer Mausfeld in
seinem so sehenswerten wie lehrreichen Vortrag "Wie Machteliten Meinung und Demokratie
steuern." belegt. Wie es Albrecht Müller in seinem Buch "Meinungsmache" dokumentiert. Wie es
Naomie Klein in ihrem Buch 'Schocktherapie' erschreckend beschreibt.
Wenn 'denen da oben' etwas nicht passt, werden sie so erfindungsreich wie hundsgemein:
Auf keinen Fall wollen sie ihre Geschäfte gestört haben, ihren Lug und Trug nicht aufgedeckt!
Wehe...dann werden sie gemeingefährlich! Dann schrecken sie auch nicht vor Überlegungen zum
Einsatz von kleinen smarten Atombomben zurück!!

Entlarven Zeitgenossen diese ihre Hinterhältigkeit, diese tückische und lebensgefährliche...
dann aber greifen sie zu den heftigeren Kalibern: Sie besinnen sich ihres Geldes, ihrer Beziehungen,
ihrer Macht und 'koofen' sich potente Anwälte und zetteln Prozesse an.

Dass der 'Anlass' etwas 'zurück' liegt, ist absichtlich: Der Mitleser erinnert sich nicht mehr genau.
Und man tut so, als wedele man mit dem Schwanz: Als wolle man nur spielen.

"Hony soit qui mal y pense": Die herrschende Klasse droht: DEN INTERNET-BLOGGERN !!

Sie wollen auf ihre Umgangsformen zwingen, auf ihr Mass, und sei es der Humpen im Festzelt oder
ihr Aussenminister oder ihre Etikette. -----Hätten sie gerne.

Wie bemerkte einst Wolfgang Harich: Warum sachlich, wenn es auch emotional geht!?


Am 11. Juni 2018 schrieb Rüdiger Becker:

Meine Spende ist eben raus.
Was die geneigte Leserschaft noch tun könnte: Freunde und Bekannte informieren!


Am 11. Juni 2018 schrieb Lutz Jahoda:

ALLEN SATIRIKERN ANS HERZ GELEGT

Die Wahrheit bedarf keiner Fäkalismen,
nicht nur zwischen Kapstadt und den Lofoten.
In Zeiten von Spitzfindigkeiten und Ismen,
sei künftig juristische Vorsicht geboten.


Am 11. Juni 2018 schrieb Haejm Geiss:

Habe die SZ über Jahrzehnte gelesen (die letzten Jahre oft zähneknirschend wegen zunehmenden Propagandastuss), ich werde sie zukünftig meiden, wie ich seit Jugendtagen die Blödzeitung gemieden habe. Ein paar Mal wurden auch Leserbriefe von mir in der SZ abgedruckt, auch das wird zukünftig nicht mehr vorkommen. Schade um die Sueddeutsche, aber sie ist nun für mich gestorben.


Am 11. Juni 2018 schrieb Julie und Egon W. Kreutzer:

Lieber Uli,

das mit der Süddeutschen ist ja echt der Knaller. Tut uns leid, dass
Du da jetzt so viel Ärger mit hast.

Hoffentlich kommt wenigstens ein ordentlicher Spendenbeitrag zusammen.

Wir haben gerade eben EUR 100,- auf das Rechtsanwalt-Konto überwiesen.
EUR 50,- kommen von mir und die anderen EUR 50,- von Wolfgang.

Antwort von U. Gellermann:

Herzlichen Dank!


Am 11. Juni 2018 schrieb Markus Keim:

Herzlichen Dank für die klaren Worte. Gerne unterstütze ich finanziell, 100€ sind unterwegs.


Am 11. Juni 2018 schrieb Pat Hall:

Hallo Uli, Dein Blog ist mir Wichtig weil hier meine Intelligenz nicht beleidigt wird und zum Nachdenken anregt.
Deswegen ist eine Spende bereits unterwegs um Dir den Rücken zu stärken.



Am 11. Juni 2018 schrieb Georg Moritz:

Mei, sind das Pappnasen... haben die bei der Süddeutschen noch nie was vom "Streisand-Effekt" gehört?

Natürlich hoffe ich, daß deren Klage nach hinten losgeht, und alleine die Klage und dem inkriminierten Artikel (in dem wohl nur "mit Verlaub" fehlte, Joschka Fischer hat es vorgemacht) weitere Verbreitung beschert.

Damit haben die "mit-Verlaub-Arschlöcher" doch mal was gutes bewirkt!

Solidarität (auch pekuniär) ist selbstverständlich.


Am 11. Juni 2018 schrieb Winfried Wolk:

Lieber Uli,

es ist eben eine alte Wahrheit, dass Hunde, wenn sie getroffen sind, losbellen. Manche von ihnen beißen auch, jedenfalls versuchen sie es. Zumeist sind es die, die mit Fug und Recht getroffen wurden. Du hast getroffen! Und in der Lügenwelt, in der wir leben, sind Menschen wie Du, die sich einen klaren Blick auf die Dinge bewahrt haben und den Mut, ihre Erkenntnisse Anderen auf anspruchsvolle Weise zugänglich zu machen, ungeheuer wichtig. Deshalb unterstütze ich Dich nicht nur mit meinen gelegentlichen gedanklich-textlichen Einwürfen, nun auch, so gut ich kann, mit einem finanziellen Obolus. Ich wünsche Dir viel Kraft und natürlich unbedingten Erfolg.
Und da unsere Geburtstage so dicht beieinander liegen, wünsche ich Dir zu dem Deinen natürlich das Allerbeste, vor allem Gesundheit!!


Am 11. Juni 2018 schrieb Alexander Kocks:

Die Spende geht heute raus. Viel Erfolg
beim Prozess. Ich betrachte die Klage der
Süddeutschen als einen Versuch unerwünschte Meinungen mittels finanziellem Druck zu unterdrücken.
Mein persönlicher Boycott gegen alle Konzernmedien wird verstärkt fortgesetzt.


Am 11. Juni 2018 schrieb Burkhard Ohligs:

Ich benutze das Wort "Arschloch" gelegentlich, um meine persönliche Gesinnung/Meinung (ohne Anspruch auf Objektivität) über eine Person in möglichst kurzer Fassung zum Ausdruck zu bringen. Das Wort Arschloch dürfte wohl zu den meistgebrauchten Wörtern im tagtäglichen Umgang sein und wird schon beim geringsten Anlass benutzt.
Ich bin als Zielscheibe da nicht ausgenommen...:) Würde ich mich deshalb jedesmal beleidigt fühlen, hätte ich ein paar unangenehme Tage mehr im Jahr. Aber wie das bei den Arschlöchern so ist: Getroffene Hunde bellen....
Ich unterstütze Sie gerne finanziell!


Am 11. Juni 2018 schrieb Otto Bismark:

Lieber Uli Gellermann,
ein Gutes hat die ganze Angelegenheit. Nachdem die Presse die Hosen heruntergelassen hat bekommt jetzt die Justiz Gelegenheit zu zeigen, was in diesem Lande läuft. Alles Gute und Erfolg wünsche ich!
Und allerhöchsten Respekt!


Am 11. Juni 2018 schrieb Christel Buchinger und Thomas Hohnerlein:

So ist sie, die Qualitätspresse, kein Wort darüber, wer höchstwahrscheinlich wirklich Einfluss auf die Wahl Trumps genommen hat, Cambridge Analytica mir seinem damaligen Vizepräsidenten Mister John Bolton, Hetzer, Kriegstreiber, Menschenverachter und nunmehr Berater von Trump selbst. So kommt zusammen was zusammen gehört. Und Russland sowie Putin müssen auf Gedeih und Verderb in der Bratröhre bleiben, auch wenn nun die Skripalaffäre nach der Bewertung des wissenschaftlichen Dienstes der Bundestages endgültig zusammengebrochen scheint. Auch hier -ob Bundesregierung mit ihrem sozialdemokratischen Messdiener oder Qualitätspresse - kein Zurückweichen! Soll mal jemand das Gegenteil beweisen. Und wenn es doch jemand tut, dann laut aufschreien und beleidigt aufheulen. Ein Jammerblatt, das man es kaum erträgt und sich nur noch kotzend abwenden möchte.
Der Überweisungsträger für die Spende, lieber Uli, ist ausgefüllt und geht Mittwoch zur Bank. Für Dich nur das Beste, Thomas und Christel


Am 11. Juni 2018 schrieb Des Illusionierter:

In einem Blog darf heutzutage fast alles geschrieben werden, von den verdrehtesten VT´en über abgehobene radikalstmögliche Theorien von den feuchten rechten und linken Rändern bis hin zu handfesten, gut recherchierten und gut belegten Artikeln über den beklagenswerten Zustand der menschlichen Lebenswelt und dessen Ursachen. Wie gesagt - fast. Denn sobald ein Blog eine kritische Reichweite erreicht (keine Ahnung, wo die liegt) wird von den Hütern des heiligen Grals (insbesondere desjenigen, der Transatlantische Beziehungen genannt wird) sehr genau hingeschaut. Als eine Art Hofnarr darf der Blogger ungehindert Purzelbäume machen und Fratzen schneiden, aber wehe, er zeigt auf den nackten Kaiser und wehe, zu viele Leute kriegen es mit! Dann findet sich in seinem Text schon mal gerne ein einklagbares Wörtchen, vielleicht Satire, vielleicht unbedacht, jedenfalls ein Happen für den Fressnapf einer gut bezahlten Rechtsabteilung, um mal ein Exempel zu statuieren, wo sich ansonsten die Herren Edelfedern um das Gebell der Straßenköter nicht zu scheren brauchen.
Wie auch immer: Schon seit der SPIEGEL- Affäre vor undenklichen Zeiten, als es diesen SPIEGEL noch gab, weiß man, wie weit unsere Eliten zu gehen bereit sind, um die Interessen einflussreicher Geldgeber und Partner zu schützen. Damals haben sie sich dran überhoben.
Inzwischen gibt es aber auch mehr kritische Öffentlichkeit. Ich hoffe sehr, dass sich die juristischen Wadenbeißer der Südwestdeutschen Medien-Holding an dem Fall Uli Gellermann, falls es denn dazu kommt, die Kiefergelenke brechen!


Am 11. Juni 2018 schrieb Franz Witsch:

Den Ärger, den Du Dir eingehandelt hast, lieber Uli,
tut mir sehr Leid. Habe 5 Euro überwiesen. Hoffentlich tun es mir viele nach. Herzlich und viel Erfolg.


Am 11. Juni 2018 schrieb Nele Flüchter:

Ich wusste gar nicht, dass die Süddeutsche und die Bild-Zeitung neuerdings auf einem journalistischen Niveau sind. Seit wann dürfen in seriösen Medien Vermutungen und Spekulationen in diesem Maße geäußert werden?
Wer so schreibt, muss sich nicht wundern, dass er dafür journalistisch auf´s Korn genommen wird. Die Reaktion der Süddeutschen Zeitung zeigt, dass sie sie angreifbar ist. Wer sich in seiner Rolle sicher fühlt, hat Gerichtsverfahren, zur Festigung der journalistischen Glaubwürdigkeit nicht nötig.


Am 11. Juni 2018 schrieb Michael Tellmann :

Hallo Uli,
Herzlichen Glückwunsch ! Diese Klage ist ja wohl die ( nach der deiner Leser.innen) zweitgrößte Anerkennung seiner Arbeit , die sich ein kritischer Journalist wünschen kann. Und das Gericht macht dir damit durch den Termin auch noch ein Geburtstagsgeschenk. Ich bin mal gespannt ob jetzt die Restpresse und die Medien einen Sturm der Entrüstung über den Zensurversuch starten, wie sie es ja bei fast jedem rechtlich verfolgtem Blogger im Ausland tun.
Meine Spende ( als Geburtstagsgeschenk) ist raus.
Ich bin auf die Prozessberichterstattung gespannt.

Antwort von U. Gellermann:

Danke für die Spende und die guten Wünsche.


Am 11. Juni 2018 schrieb Andreas Schell :

Wann und wo ist denn der Gerichtstermin genau? Ich bin am 15.06. in München.

Antwort von U. Gellermann:

Ganz herzlichen Dank für die Spende. - Der Prozess findet in München, Amtsgericht Nymphenburger Straße 16, am 15. 06. 2018 um 13.30 Ihr im Sitzungssaal A 124, 1. Stock statt.
Aus krankheitlichen Grüden werde ich leider nicht anwesend sein.


Am 11. Juni 2018 schrieb Johannes M. Becker, Privatdozent Dr.:

Meine Solidarität hast Du!
Sehr fein und klar hast Du das Handlungsmuster (nicht nur) der SZ analysiert.


Am 11. Juni 2018 schrieb Andreas Schell:

Interessant! Habe gerade den fraglichen Artikel und meine beiden Kommentare darunter gelesen. Ich stehe zu jedem Wort.

Meine Spende ist raus, aus der gleichen, tiefen Überzeugung, aus der ich mein SZ-Abo schon vor etlichen Jahren im Zorn gekündigt habe.

Alles hat sein Gutes. Vielleicht lernt der Schreiberling etwas dabei und wird irgendwann zum Journalisten, so wie Sie einer sind.


Am 11. Juni 2018 schrieb Der vom Helmholtzplatz:

Der altemann Wehr genau der, ist umgezogen. Auch aus diesem Grund: "Medien-Konzern verfolgt Blogger strafrechtlich" Nach rechts außen ist er gezogen, schade, und tschüß. Der Galerist nicht. Ein Sueddeutsches Drecksblatt als kleines schmutziges Wanzenanhängsel eines ca. 1,5 Mrd EURO schweren Medienkonzerns versucht sich die Konkurenz vom Leibe zu halten. Konkurenz deshalb, weil der Galerist den Stuss, der auch über die Sueddeutsche verbreitet werden soll als solchen entlarvt. Selbstverständich auch als Satire! 150000 Klicks von verschiedenen Usern generierte die rationalgalerie.de im Monat April eröffnete uns der Galerist kürzlich. Olé! Das sind 150,- EURO bei 0,1 EUROCENT pro BlinkiBlinkibanner. Aber Herr Gellermann, da könnten wir von der Medien Union GmbH Ihnen ein Angebot machen, das Sie wohl kaum ablehnen werden. Und Ihre Schmierereien bei KENFM.DE, Sputnik, RT und anderen, das lassen wir denn mal sein. Ne!. So ähnlich muss es Kurt Tucholsky oder auch Carl von Ossietzky in den Ohren geklungen haben als die Hugenbergparasiten die Weltbühne zu zerstören gedachten. Es ist ihnen nicht gelungen: http://www.ossietzky.net/.
Auch die Rationalgalerie wird weiter machen.
Es darf der freie Informationsfluss, die freie Meinungsäußerung und der offene Diskurs via Internet nicht aufgegeben werden. Das NertzDG, die neue Datenschutzverordnung oder die Veränderungen und anstehenden Änderungen der div. Länderpolizeigesetze (http://www.imi-online.de/2018/06/08/verschaerfung-der-polizeigesetze/) sind klare Anzeichen für die Einführung von diktatorischen Prinzipien. Auch der Vorstoß der Innenministerkonferenz zum Eindringen in Wohnungen (https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Staatstrojaner-Polizei-soll-in-Wohnungen-einbrechen-duerfen/Schaffen-wir-doch-einfach-das-Grundgesetz-ab/posting-32503773/show/) ist schier unerträglich. Ob die bei B'90/Die Gruenen u.a. Jürgen Fuchs noch kennen? "Du sollst zerbrechen!" (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40831646.html) Die Rationalgalerie stört die Herrschenden und der Hebel, mit dem Internetseiten wie diese hier und andere kritische Blogs eingeschüchtert und gebrochen werden sollen ist das Geld, erst einmal nur das Geld.
(Spende läuft)


Am 11. Juni 2018 schrieb Jochen Scholz:

Die Süddeutsche Zeitung galt mir lange Jahre als respektables Medium, sogar während eines vierjährigen dienstlichen Auslandsaufenthaltes behielt ich das Abonnment bei. Allerdings war das noch im Kalten Krieg und zu der Zeit, als dieser sich allmählich in Richtung Entspannung bewegte. Sichtbarer Ausruck war das Übereinkommen von Reykjavik 1986 über die Abschaffung der Mittelstreckenwaffen. Die Entwicklung in Europa lief zugunsten der USA und des Westens insgesamt, insofern gab es für die außenpolitische Redaktion der Zeitung wenig Grund, diesen Prozess mit ihren Mitteln zu konterkarieren, zumal die Süddeutsche ja früher bereits der Ostpolitik der sozialliberalen Koalition wohlwollend gegenüberstand. Für den in der Wolle gewaschenen Transatlantiker Josef Joffe,

(Ab minute 37:30)

https://www.youtube.com/watch?v=7Ht16pyZ3Uo

der 1985 Ressortleiter Außenpolitik wurde, gab es da noch wenig zu tun. Lediglich mit der Personalpolitik sorgte er in seinem Bereich für künftige Kontinuität. Das sollte sich auszahlen, als sich der Schwerpunkt der Balkanpolitik von EU und NATO/USA nach dem Abkommen von Dayton gegen das verbliebene Bollwerk Serbien richtete, das einer Expansion beider im Wege stand und dem IWF ein Dorn im Auge war. Die Joffe-Truppe lief zu großer Form auf und lieferte sich mit dem Balkan-Korrespondenten der FAZ, Matthias Rüb, Überbietungswettbewerbe im Serbien-Bashing. Selbstverständlich befürwortete die Zeitung den folgenden völkerrechtswidrigen Luftkrieg gegen Serbien/Restugoslawien 1999 und ignorierte alle Hinweise auf die Widersprüche zwischen den objektiven Lageberichten des Bundesministeriums der Verteidigung und den Lügengeschichten, die von der Politik verbreitet wurden, um diesen Krieg zu rechtfertigen. Der Auftrag von Medien, seriös und objektiv zu berichten, spielte für Joffe keine Rolle, denn es galt ja, den Freunden von jenseits des Atlantiks beizuspringen. Folglich lehnte er es ab, den Kriegsgegner Willy Wimmer zu Wort kommen zu lassen. Das Interview erschien gleichwohl mitten im Krieg, im April 1999, weil möglicherweise dem Ressortleiter Innenpolitik, Heribert Prantl, der Kragen geplatzt war, der es persönlich führte.
Seit 2000 ist der Joffezögling Stefan Kornelius - seit 1988 bei der Zeitung und Mitglied der Atlantikbrücke - für die Außenpolitik verantwortlich, und damit auch für die Anstellung von Hubert Wetzel 2009, um dessen "Hätte-hätte-Fahrradkette-Artikel" es bei der anstehenden Verhandlung in München geht. Zur Ehrenrettung von Joffe muss jedoch gesagt werden, dass ein derart primitiver Hetzartikel zu seiner Zeit nicht denkbar gewesen wäre. Das wäre eleganter über die Bühne gegangen. Aber immerhin: die atlantische Linie stimmt, und darauf kommt es schließlich an. Und darauf, die Zeit zu überbrücken, bis die aus beiden Parteien bestehende "War Party" in den USA wieder das Kommando übernimmt.
Ach so, das Abonnement habe ich schon vor vielen Jahren gekündigt.


Am 11. Juni 2018 schrieb Spargel Tarzan:

Das Thema erinnert mich an den von G+J, Stern und Herr Drewello gegen den Blauen Boten angestrengten Prozeß und den "fundierten" Aussagen des Stern zum Pressemädchen Bana Alabed.
Sie, die Spezialmedien, versuchen es immer wieder anderen ans Zeug zu flicken, wo bei ihnen selbst im Recherchekostüm riesengroße Löcher klaffen, weil sie mal wieder mit der heißen Nadel gestrickt haben.


Am 11. Juni 2018 schrieb Gerd Lingen:

Sie reden in Ihrem Artikel von einem „ehemaligen britischen Geheimdienstmitarbeiter“. Folge ich aber dem Link des Artikels zur SÜDDEUTSCHEN kann ich den nicht finden. Bitte belegen!

Antwort von U. Gellermann:

Zur Zeit hat die "Süddeutsche" nur eine extrem gekürzte Fassung im Netz. In der Druck-Fassung las sich das so: "Obwohl die US-Dienste den Inhalt nicht verifiziert haben, halten sie offenbar den Autor der Dokumente - den ehemaligen britischen Geheimdienst-Kollegen - für glaubwürdig, erfahren und vertrauensvoll genug, um dessen Erkenntnisse halbwegs ernst zu nehmen." Und weiter: "Nach allem, was bisher über den Autor der belastenden Dokumente bekannt geworden ist, war er im Auftrag von Trump-Gegnern unterwegs."


Am 11. Juni 2018 schrieb Lonie Szymanski:

Sie haben es mal wieder den Mainstream-Medien gezeigt! Danke. Das verlangt selbstverständlich Solidarität. Natürlich spende ich umgehend!


Am 11. Juni 2018 schrieb Manfred Ebel:

"Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten." Uli, Du wunderst Dich doch nicht über diese heutigen Guizot? Pluralismus und Meinungsfreiheit haben enge Grenzen da, wo "die moderne Staatsgewalt, ...[der] ... Ausschuß, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet" seiner Berufung nachkommen muss. Denn schließlich hat die herrschende Bourgeoisie "... den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt." Und einer dieser willigsten und gewissenlosesten Schranzen (bei M. Lumpenproleten, bei Dir p.A. genannt) praktiziert "In unserer Epoche ist das Überflüssige leichter herzustellen als das Notwendige."
Du bist 'radikal und fasst die Sache an der Wurzel', forderst unermüdlich ein, solche Überflüssigkeiten kritisch zu würdigen und ihre schändlichen Methoden und Absichten bloßzustellen. Allerdings, "das Recht kann nie höher sein als die ökonomische Gestaltung und dadurch bedingte Kulturentwicklung der Gesellschaft." Und so erlebst Du am eigenen Leibe: " ... das Bedürfnis nach Notaren [setzt] ein gegebenes Zivilrecht voraus, das nur der Ausdruck einer bestimmten Entwicklung des Eigentums, d.h. der Produktion, ist".
Ich wünsche Dir viel solidarische Unterstützung beim Streit, Recht zu bekommen, wo Du Recht hast und weiterhin Deinen aufklärerischen Beitrag leistest bei "... die unterste Schichte der jetzigen Gesellschaft, kann sich nicht erheben, nicht auflichten, ohne daß der ganze Überbau der Schichten, die die offizielle Gesellschaft bilden, in die Luft gesprengt wird."

Marx ist nicht abstrakt. Marx ist sehr konkret.


Am 11. Juni 2018 schrieb Hartmut Bartos:

Jetzt bekomme ich doch Angst,
wenn journalistische Notwehr und der Bestandsschutz der bedrohten Art der kritischen, der Wahrheit verpflichteten Journalisten als Beleidigung angesehen wird. Zumal es als Kunstform geschrieben wurde und damit als Satire zu verstehen ist, wenn beim Leser der IQ über Körpertemperatur liegt. Ich befürchte sogar, dass Herr Wetzel ohne Wissen über den Hauptantriebsgrund amerikanischer Politik und ihrer Verbündeter, sich freiwillig vor den Karren von Konflikt-/Kriegstreibern spannen lässt. Weil nichts, was man über Trump herausbekommen oder erfinden kann, vor den nächsten Kriegen und den damit einher gehenden Profiten schützen kann. Man macht sich damit nur strafbar, genau das zu unterstützen.
Und im Bezug auf das Arschloch-Thema : man konnte es zumindest im Bundestag ungestraft sagen.
Mit Verlaub Herr Wer-auch-immer, Sie sind ein Arschloch.
Journalisten die Kritik verklagen, wo kommen wir denn da hin.


Am 11. Juni 2018 schrieb Fred Haber:

Ich habe selbst nicht viel Geld. Aber für die Meinungsfreiheit gehe ich sammeln. Und dann geht der Betrag an Ihren Anwalt!


Am 11. Juni 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

Das W.....hörnchen hat es wirklich getan.
Solidarität mit der Galerie und ihrem Herausgeber ist das Zauberwort ,in Zeiten wo der MM den Zeitgeist bestimmt und diesen kontrolliert.
Maulkörbe, Einschränkung Meinungsfreiheit, Reglementierung, Russenhass, nach deren Pfeife tanzen, kritisches Denken bekämpfen, um das Pflänzchen des selbständigen Denkens zu vernichten ist mittlerweile wieder an der Tagesordnung. Nein, dass werden viele im Land nicht zulassen. Verdamp lang her. (BAP), da fällt einem doch glatt der Julius Streicher ein.
Die Propaganda der Faschisten. Einige haben dort gelernt.
Erinnerungen an den Radikalenerlass von 1972, an die Berufsverbote werden wach, an die Zeit nach 1945 wo Andersdenkende und Kommunisten in Adenauers Knast wieder verschwunden sind, und wenn heute ein Journalist in der ARD, bei Monitor es nur wagt, eine etwas andere Berichterstattung über Russland zu bringen, wird er an die Wand genagelt, zur Ordnung von solchen Schmierfinken, wie der von der verrotteten Bild Zeitung gerufen, und die ARD diese Weicheier sofort relativieren, weil sie einfach keinene Mumm, und auch keinen Arsch in der Hose haben,
Es ist an der Zeit aufzustehen, jetzt für Ulrich Gellermann, für "unsere, liebegewonnene Galerie" und für das verbriefte Recht auf Presse- und Meinungsfreiheit einzustehen, weil wir, die Leser und Schreiber so unsere Solidarität zeigen, und das wir uns von denen keinen Maulkorb verpassen lassen, sondern die Galerie in jeder erdenklichen Weise unterstützen werden, und uns schützend vor den Herausgeber stellen, der in der Republik eine herausragende, journalistisch, poitische Arbeit, am Puls der Zeit macht.
Wie wahr: "Der Wind hat sich gedreht im Land." (Franz Josef Degenhardt).
Danke für all die topp recherierten Artikel, fürs Aufstehen, für dein eintreten für Demokratie, für die Presse- und Meinungsfreiheit, für die Menschenrechte, ohne Schonung der eigenen Person, gegen Faschismus, gegen Krieg, und nicht zuletzt für die, die den ganzen Dreck auslöffeln, den die Politik im Namen des Kapitals verzapft, und den die Schreiberlinge in die Republik plustern. Es sind die Obdachlosen, die Wohnungslosen, es sind die, die täglich um ihr kleines Leben kämpfen, die vergißt die Galerie nicht. Danke, Uli Gellermann, für deinen aufrechten Gang.

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