Luftraum statt Wohnraum

Russenfangen über der Ostsee

Autor: U. Gellermann
Datum: 29. September 2018

Als wäre es der Vorgarten von Frau von der Leyen: Eurofighter der Bundeswehr, gut verstärkt von portugiesischen und belgischen Jets, spielten jüngst über der Ostsee Fangen mit russischen Bombern. Nun untersteht der Himmel über der Ostsee nicht der deutschen Verteidigungsministerin. Er ist einfach internationaler Luftraum. Und die Kampfflugzeuge sind ebensowenig Spielzeuge der Leyen-Kinder wie die russischen Bomber. Auch sind die Raketen, Bomben und die Bordkanonen keine Förmchen oder Eimerchen. Macht nichts, sagen die angeblichen Strategen im Verteidigungsministerium. Wir zeigen dem Russen mal über der Ostsee, was eine deutsche Harke ist.

Vom Rand der Ostsee kommentierten die Kriegsberichterstatter in den deutschen Medien das gefährliche Spiel. Die besonders Deutsche Presseagentur gab die Sprachreglung aus und schrieb von einer "Nato-Luftraumüberwachung“. Als gehöre die Ostsee dem atlantischen Militärpakt. Und alle, alle schrieben ab: Von den n-tv NACHRICHTEN bis zur BILD-Zeitung, die tapfer von einem "Einsatz" berichteten.

Schon im August hatte die von ihrer eigenen Wichtigkeit durchtränkte ZEIT über britische Jagdflugzeuge kolportiert, die einen russischen Kampfflieger über dem Schwarzem Meer "abgefangen hatten". Das Zentralorgan der deutschen Oberstudienräte formulierte mit eigentümlicher Lässigkeit von einem "Luftraum der Nato-Militärallianz".

Die Frontlinien der Schreibtischgeneräle werden munter verschoben: Heute gehört ihnen die Ostsee morgen das schwarze Meer, wann gehört das Gelbe Meer wem? Nicht lachen: Südkorea hat eine Küste am Gelben Meer und der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich für eine stärkere Zusammenarbeit des Atlantischen Bündnisses mit Südkorea ausgesprochen. Mit dem Land unterhalte die Nato eine der längsten Partnerschaften außerhalb Europas. Die Krake hat viele Arme.

Als sei es nichts weiter als ein Kostüm-Ball, berichten die deutschen Medien über Räume in der Luft, in denen uniformierte Zeitbomben einen Krieg mit Russland vorbereiten. Und der Bundestag beschloss jüngst aus der Deckung seiner parlamentarischen Immunität eine deutliche Erhöhung der Ausgaben für die Bundeswehr auf 38,9 Milliarden Euro im Jahr 2018. Kein Geld für Straßen, Brücken, Schulen? Macht nichts. Man muss ja für den Eurofighter sparen, der kostet pro Stück 33 Millionen Euro und sechs von diesen Dingern mussten jüngst dringend den Luftraum über der Ostsee schützen. Da bleibt einfach kein Geld für Wohnraum.

Aufstehen! Bewegen!
Dialog-Veranstaltung zur Sammlung der Kräfte

Die linken Medienstars Sarah Wagenknecht und Oskar Lafontaine trugen sich schon lange mit der Idee einer neuen „Sammlungsbewegung“. Diese Bewegung hat – dank mehrerer Seiten im SPIEGEL zum Start und einem erheblichen Medien-Echo von der TAGESSCHAU bis zu vielen Blättern in der Provinz – eine kräftige Resonanz in der deutschen Öffentlichkeit. Seit die Website AUFSTEHEN! der neuen politischen Initiative im Netz präsent ist, wächst die Zahl ihrer Anhänger. Inzwischen sollen sich mehr als 150.000 Follower eingefunden haben. Und es wächst die Neugier auf das, was AUFSTEHEN! bezwecken soll und kann.

Wer dem Namen „Sammlungsbewegung“ folgt, ist auf der Spur: Politische und soziale Bewegungen sollen mit der Flagge von AUFSTEHEN! gesammelt und zur vereinten politischen Kraft gebündelt werden. Zu diesem Thema wollen wir mit drei Vertretern unterschiedlicher Bewegungen einen öffentlichen Dialog führen. Mit Kurt Jotter, der auf unserem Podium für die aktuelle Mieterbewegung steht, mit Pedram Shahyar aus der Friedensbewegung und Harri Grünberg, einem Erst-Unterstützer von AUFSTEHEN! werden wir im Gespräch klären, in welcher Beziehung sich die Bewegungen zur Sammlungsbewegung sehen und welche Perspektive man gemeinsam haben könnte.

Kurt Jotter, neben Studium der Soziologie, Publizistik und Theaterwissenschaften in den 70er und 80er Jahren in den unterschiedlichsten politischen, sozialen, ökologischen und kulturellen Bewegungen tätig, unter anderem in der Berliner Hausbesetzer-Bewegung. Ursprünglich gestalterischer Schwerpunkt politischer Plakate, dann politische Aktionskunst als "Realmontage im Öffentlichen Raum“. Er gründete mit Barbara Petersen 1987 das "Büro für ungewöhnliche Maßnahmen", das von Anfang an als Kreativ-Agentur mit fast allen Bewegungsteilen/Initiativen zusammenarbeitete. Sichtlicher Ausdruck war bereits im Gründungs-Jahr die "B-750-Parade" mit Tausenden von DarstellerInnen und Zehntausenden ZuschauerInnen - aus dem Vollen einer damals sehr großen Gesamt-Bewegung geschöpft. Seit 2015 hat er wieder in Berlin seine Arbeit im Kontext des „Büro für ungewöhnliche Maßnahmen" aufgenommen - mit dem Schwerpunkt Mieten-Wahnsinn. Er hat an den meisten größeren und vernetzten Ereignissen der letzten Zeit mitgewirkt.“

Pedram Shahyar ist im Iran geboren, wo seine Eltern das Land in den 80er nach der Verfolgung durch Islamisten verlassen haben und als Flüchtlinge nach Deutschland kamen. In den 90ern war er aktiv in der radikal-sozialistischen Gruppe „Linksruck“, bevor er sich in den 2000er Jahren der globalisierungskritischen Bewegung anschloss und in Attac Deutschland mehrere Jahre der bundesweiten Koordinierung angehörte. Nach dem arabischen Frühling besuchte er als Blogger mehrmals Kairo und andere Schauplätze globaler Platzbesetzungen (Madrid, Istanbul und Paris). In den letzten Jahren ist er insbesondere in der neuen Friedensbewegung aktiv und war bis 2017 Mitarbeiter von KenFm.

Harri Grünberg wurde in einem Lager für Displaced Persons, für jüdische Überlebende des Holocaust, in Feldafing/Wolfratshausen geboren. Er leistete seinen Militärdienst in Israel unter Ariel Sharon während des Yom-Kippur-Krieges. Grünberg war Gründungsmitglied der Grünen in Frankfurt Main und 1990 Gründungsmitglied der Linken Liste PDS in Hessen. Heute ist er Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN. Harri Grünberg ist ausserdem Erstunterzeichner bei der Sammlungsbewegung AUFSTEHEN.

Der Dialog wird am 16.Oktober um 20.30 Uhr
im Berliner Buchhändlerkeller präsentiert werden.
Natürlich geht es auch um einen Dialog mit dem Publikum.
Die Veranstaltung wird vom Publizisten Uli Gellermann moderiert.

Der Buchhändlerkeller ist in
10623 Berlin-Charlottenburg auf der Carmerstraße 1.

DIE VERANSTALTUNG WIRD FÜR YouTube AUFGEZEICHNET


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 07. Oktober 2018 schrieb michael riecke:

Sorry etwas verspätet Herr Gellermann.

Im Dritten Reich nannte man diese Politik :
"Kanonen statt Butter".Man muss leider sagen, die Nazis waren ehrlicher.


Am 02. Oktober 2018 schrieb Jochen Löbbert:

Hallo Herr Gellermann,
bitte nehmen Sie mich in den Verteiler.

Antwort von U. Gellermann:

Schon erledigt, beste Grüße, Uli Gellermann


Am 02. Oktober 2018 schrieb Der Linksliberale:

Unsere Ursula, liebevoll auch Panzer-Uschi genannt, die läßt sich von McKinsey beraten...für 8 Millionen - ...die hat jetzt eine richtige antirussische Stahlhelmfrisur, geschafft mit NATO-Haarspray gegen trockenes und sprödes Russenhaar. Das Panzer-Uschi kann jetzt sogar in Sibirien ohne Helm kämpfen. Die Beratung unserer Panzeruschi (und natürlich der BW) für den nächsten Krieg gab es für nur 8 Millionen - Steuergeld. Das war vermutlich deshalb so preiswert weil "familienintern", so eine Art Military Family-Bonus, denn ihr Sohn, der David von der Leyen, arbeitet für McKinsey. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass es keinen Beweis für Korruption zum Schaden des Steuerzahlers gibt. Mutter und Sohn haben nach geheimen, unbestätigten Geheimdienstinformationen möglicherweise nur einmal in der Küche kurz darüber gesprochen


Am 02. Oktober 2018 schrieb Heinz Schneider:

Mich erinnert diese Debatte an den Krefelder Appell. Ich habe mich damals nicht damit befasst, wer den mit welchen Hintergedanken unterschrieben haben könnte oder was nicht drinsteht. Zum Glück. Ich fand das Ziel richtig und bin aktiv geworden.

Der Erfolg des Aufrufs war die aus ihm entstandene Bewegung, nicht der Aufruf selbst. Es gab einen konkurrierenden Appell, dessen Unterzeichner dann auch im Hofgarten standen, ebenso viele der Kritiker.

Heute kommt es heute darauf an, wer am Ende auf der Straße, in den Parlamenten und Gewerkschaften, in den sozialen Bewegungen gegen den Neoliberalismus aktiv wird.

Was ihn dann dahin gebracht hat, wird zwar auch wieder viele Foren beschäftigen, wäre aber irrelevant.


Am 02. Oktober 2018 schrieb Thomas Fricke:

Nato-Gazetten berichteln

"Zwei Blackjacks im internationalen Luftraum.
Was sich der Russe über der Ostsee gewagt,
Das ist ja unerhört, man glaubt das ja kaum.
Seit heute Morgen aber wird zurückgejagt!"


Am 02. Oktober 2018 schrieb Michael Kohle:

Ursula von der Leyen, derzeit Bundesministerin der Verteidigung und leibliche (Raben-)Mutter von Egmont, Johanna, Gracia, Maria Donata, Victoria, David und Sophie, war also wieder rührig. Fühlt sich dazu berufen, das ganze Transatlantika Ost gegen Unbill aus dem Osten zu verteidigen. Lauert dem von dort kommenden „Schurken“ jetzt schon über neutralen internationalen Gewässern auf. Einen guten Grund dafür, stinkig zu sein, hat sie allemal. War es doch dieser Sauhund, der ihr gerade den von ihr herbeigesehnten Ausflug nach Noch-Assad-Land vermasselt hat.

Mag ja sein, dass die Rückstufung von „Russia“ - das größte Land der Erde - von der Weltmacht zur Regionalmacht dem „amerikanischen Gemüt“ gut getan hat. Blöd nur, dass das nach dem finalen Sieg der neuen Herrenrasse gegen die ewigen Untermenschen umgehend aufgesetzte Projekt zum Bären-Drill (Ziel: Tanzbär) nicht ganz so positiv ausfiel. Kapitalismus - gut und schön, so hat sich wohl der Nachfolger vom ersten Tanzbären verlauten lassen, als der erste so Ausgebildete sich endlich die Gurgel abgesoffen und die Karre zügig in den Graben gesetzt hatte. Das hat Mütterchen Russland so nicht verdient, Russland ist Anderes gewohnt. Moskau mußte abgefackelt werden, um Bonaparte zur Kopfwende zu veranlassen. Dann bedurfte es eines großen vaterländischen Krieges auf eigener Scholle um dem zweiten Wegelagerer und germanischen Heilsbringer Herr zu werden. Und jetzt klein beigeben, Bücklinge vor dem großen Bruder und Kratzfüsse zu dessen Weltordnung? Nee, nee! Kommt überhaupt nicht in Frage, so wohl der Widerborst im Kreml!

Der Frust bei denen, die diesen Korb zur Kenntnis nehmen mußten, fiel nicht allzu groß aus. Im Gegenteil! Noch so ein Sieg wie zwischen 1989 und 1990 und für die führende Rüstungsindustrie der Welt würde es schwarz aussehen, so hieß es in einschlägigen Kreisen. Viel Feind, viel Ehr und - unstrittig - viel Profit! Spätestens der gezielte Stachel des Vorwurfs von der impotenten Regionalmacht führte also dazu, dass umsatzschädigenden Faxen ein Ende bereitet wurde. Zwischenzeitlich redet natürlich niemand mehr von Regionalmacht, wie sollte sonst eine Frau v.d.L. auch für Ruhm und Ehre ihrer Helden sorgen können?

Wie das alles wieder so hat kommen können, schlimmer als in den heißesten Kalte-Krieg-Zeiten? Nun, diejenigen, die den transatlantischen Medien und/oder der Macht um Acht trauen, die haben ihren gefestigten, unverrückbaren Glauben, ihren Gott Mammon sowie die Teufel von der Achse des Bösen. Jeder missionarische Versuch wäre Zeit- und Kraftverschwendung. Die Wenigen, die vielleicht etwas Hirn zum Hinterfragen besitzen und gewillt sind, Zeit dafür aufzubringen, denen kann ich einen Verweis liefern, warum das alles so hat kommen müssen. An alle Nicht-US-Allergiker hier der link: https://www.counterpunch.org/2018/09/28/on-ron-ridenours-pentagon-on-alert-the-russian-peace-threat/.

Die Lektüre eine wahre Freude. Weniger den Putin-Verstehern als jenen, denen der Papa oder der Opa einst die Story vom Pferd erzählte. Dass eigentlich just am 9. Mai 1945 die Operation Barbarossa 2.0 hat starten sollen. Zwei Generationen später haben sich die Kreuzzügler doch noch zusammengerauft. Und offensichtlich dürfen wir - die Bösen vom Achsen-Ende - gleich von Beginn an dabei sei. Und die Erben guter germanischer Gene wie bspw. eine Frau v.d.L. dürfen ihre Expertise voll mit einbringen. Der Endsieg? Plötzlich wieder zum Greifen nahe.


Am 30. September 2018 schrieb Lutz Jahoda:

KRAKENBETREUUNG
oder
WIE WUNSCHBILDER ENTSTEHEN

Militär muss Feinde haben.
Ziele, die sich lohnen.
Spielzeug für die alten Knaben,
Die im Geist gen Ostland traben,
Ohne sich zu schonen.

Nordisch orientierte Krieger,
Schild und Speer germanisch,
Kurven im Millionenflieger,
Spielen jetzt schon Luftraumsieger:
Kamikazjapanisch.

NATO heißt die Eurokrake,
Tut als ob sie schliefe.
Wunschtraum: Krake nur in Lake.
Zur Verdauung: zwei, drei Sake.
Schickt sie in die Tiefe!


Am 30. September 2018 schrieb Karola Schramm:

Es ist also vollkommen egal, ob nun ein Mann oder eine Frau, bzw. Frauen oder Männer die Leitung eines Staates oder der Armee haben.
Wenn es darauf ankommt, die Demokratie zu bewahren und an Frieden und guter Nachbarschaft zu denken und entsprechend zu handeln, sind Frauen genauso beknackt wie Männer. Ich dachte beim Lesen des Artikels an Merkels ersten Wahlkampf, der Anderes suggerierte und ich war gespannt, ob eine Frau an der Spitze Deutschlands sich nun mehr für Frieden, Freundschaft, Mitgefühl, u.a. Abschaffung von Hartz 4 und Gewaltfreiheit einsetzen würde, als es Schröder/Fischer taten. Wie ich täglich sehe, war das ein großer Irrtum nicht nur von mir. Ich muss mich jetzt nicht ärgern, da ich sie nie gewählt habe.

Es ist der Charakter und nicht das Geschlecht, was diese Frauen wie Merkel und v.d.Leyen so handeln lässt wie sie handeln. Der Bundestag ist voll von Frauen und doch wird er und die Gesellschaft von Tag zu Tag schäbiger, gemeiner, hinterhältiger und der Konkurrenzkampf treibt täglich neue gifte Blüten.

Luftraum behaupten, Manöver veranalassen um sich aufzupusten und nicht vorhandene Muskeln spielen lassen.
Kriegsspiele der Erwachsenen. Ohne Sinn und Verstand. Einfach weil sie es dürfen in der NATO, in die sie untergekrochen sind um ihren kleinkarierten kriegerischen Wahnsinn, doch noch Russland, den eigenen Eltern, Großeltern und Kindern zeigen zu können, wie toll groß Deutschland wieder geworden ist. Und wie stark. Da steht vor Freude darüber der Verstand still.

Von den Frauen und Männern der Nachkriegsgeneration, die jetzt in hohen politischen Ämtern und in den Medien sitzen, hatte ich mehr Weitsicht und Sensibilität, mehr Friedensfreude und Versöhnung, mehr Gerechtigkeit, Hilfsbereitschaft und Fairplay anderen Ländern und der eigenen Bevölkerung gegenüber erwartet.

Die Medien und Parteien kommen ihrer Wächterfunktion, aus Parteien und Politik Kriegstreiber und Antidemokraten fern zu halten, nicht mehr nach. Das ist eine zusätzliche Belastung für die Demokratie und die Friedenssicherung, die ehrliche Berichterstattung nötig hat.

Wir haben keine kriegsgeile Gesellschaft, sondern kriegsgeile Politikerinnen und Politiker in Parteien und Medien, die ihren Kompass für Demokratie und Frieden verloren haben oder noch nie einen hatten. Sie haben sich ohne schlechtes Gewissen einer us-amerikanischen Eroberungspolitik unterworfen, die tödlich für die ganze Welt ist. "Täuschen und tarnen" ist ihr politisches Mantra, welches von Parteien und Leid-Medien blind und unterwürfig mit rezitiert wird.

Doch U.Gellermann und andere in den neuen Medien wie Internet und Blogs, spucken diesen Damen und Herren kräftig in die Suppe. "Steter Tropfen höhlt den Stein." Werfen wir ihnen Sand ins Getriebe.


Am 30. September 2018 schrieb F. X.:

"Ob denn solche Kriegshetzer nur eine entfernte Ahnung haben von der Riesenhaftigkeit ihres Verbrechertums?" - Bertha von Suttner ( "Die Waffen nieder!", 1889).

Ich lese das Buch gerade und stelle immer wieder erstaunt fest, wie wenig sich im Grunde genommen seit damals (es geht um die Zeit von ca. 1860-1870) geändert hat. Auch wenn man damals natürlich noch viel ungenierter für den Krieg trommeln konnte, gelogen wird heute wie damals, z.B. dass man nur hochrüstet, weil der Gegner ja auch rüste


Am 30. September 2018 schrieb Der vom Helmholtzplatz:

"Die besonders Deutsche Presseagentur", köstlich. BDPA wäre die Abkürzung. DBDPA passt auch. Die doof bleibt doof Presseagentur, Mietmaulagentur versteht ja kaum einer. Bomben für Frieden, Freiheit und Demokratur aus dem Hause Albrecht sind doch bekannt. Wie sagte einst der verst. Bundeskanzler Schmidt das Staatsterrorismus die schlimmste Form von Terrorismus sei. Der Apfel fällt nicht weit vom CDU-Stamm (Aktion Feuerzauber) https://de.wikipedia.org/wiki/Celler_Loch. Und da es ja, endlich, wieder gegen den bösen Russen geht (da frage ich doch gleich mal meinen Opa) wird selbstverständlich der Rubel rollen. Funktioniert auf der arabischen Halbinsel doch auch. Also für die Wertewestenseite selbstredend. Da befand ("Freichheit .." rief sie aus, die Frau vdL) doch der Bundesrechnungshof das McDonaldsKinseyKingKong ca. 200,-Mio Euro vom Verteidigungsministerium bekam. Alles nicht ganz sauber befand besagter Hof. "Frechheit ..." rief die Frau vdL "...mein Sohn arbeitet doch bei MCDingsBums, der passt ganz dolle (so sagen die in Niedersachsen) auf das schöne, nun unser, Steuergeld auf. Ich weiß garnicht was sie haben.". So ein Adelsgeschlecht wie vdL hat auch einen etwas teureren Lebensstil als ein 463,- Euro Arbeitnehmer oder ein SGB-Bedürftiger, das versteht sich doch von selbst. Der Apfel fällt nicht weit vom CDU-Stamm. Jedenfalls hat die zweite Tranche an McDingsbums ja den gewünschten Erfolg gehabt denn wie der Galerist und andere ja schreiben scheinen die einst so defekten Flieger wieder zu fliegen. Ich kann mir vorstellen das bei Fam. Albrecht mit vdl-Anhang und Fam. Udeth etc. die Sekt.. äh Schampuskorken knallten. Krimsekt war es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. Den Krimsekt müsste die genannte Bagage ja bezahlen, und das Zeug wurde noch nie bezahlt sonder immer gestohlen und geraubt. Und daran wird gearbeitet.


Am 30. September 2018 schrieb Ole Bienkopp:


Zwei Korrekturen:

Es waren ZWEI russische Bomber.

Ansonsten volle Zustimmung! In einem ähnlichen Zusammenhang war mir im letzten Jahr die Formulierung "britischer Interessenraum" aufgestoßen, als es um das "Abfangen" eines russischen Flugzeuges über der Nordsee - und natürlich im internationalen Luftraum ging.

Zumal auch die Formulierung Abfangen" eine völlig falsche Situation suggeriert. Unter "Abfangen" versteht man, wenn fremde Flugzeug im eigene Luftraum am weiteren Vordringen gehindert und in internationalen Luftraum zurückgeleitet werden, oder im Ernstfall zum Landen auf einer eigenen Landebahn gezwungen werden. Aber definitiv nicht, was hier passiert ist, nämlich im internationalen Luftraum nachzuschauen, was da für Flugzeuge rumfliegen.


Am 30. September 2018 schrieb Gabriel Müller-Huelss:

Mir scheint, Baller-Uschi & Co. sowie die zugehörigen PR-Posaunen wünschen sich sehnlichst, von Michael Gerwien ein Lied wie dieses unter den Weihnachtsbaum gelegt zu bekommen:
https://www.youtube.com/watch?v=84HNmr2-JsQ
Da muss der Obdachlose als solcher selbstredend verständnisvoll zurückstecken und der Schüler gefälligst hinterm Schulhaus in die Hecke pinkeln.
Und was das ausführende Personal angeht, sei diesem mal das Betrachten folgender Videos ans Herz gelegt:
https://www.youtube.com/watch?v=b8nvPjKMDh0&index=2&list=RDjwsAEK7xQDY
https://www.youtube.com/watch?v=YbBU06irWT8&list=RDYbBU06irWT8&start_radio=1#t=92
https://www.youtube.com/watch?v=urjAwPfFPqU
Anschliessend können sie sich dann mal fragen, ob sie tatsächlich solchen Leuten Granaten oder Bomben auf´s Haupt werfen wollen, oder sich doch lieber den mehr als 80% der Deutschen anschliessen, die das ausdrücklich ablehnen.


Am 29. September 2018 schrieb Paulo H. Bruder:

Vonwegen Kinderspielplatz der Leyen. Muckybude der Profikrieger, um wieder mal die Welt in Angst und Schrecken zu versetzen - wie 1914 ff. und 1939 ff.


Am 29. September 2018 schrieb Krysztof Daletski:

Diese Karte wird schon eine Weile gespielt um eine angebliche russische Bedrohung herbeizureden. Eine Internetsuche nach "nato ostsee flugmanöver" liefert zahllose Treffer seit 2014 und es gibt sogar einen Artikel der Rationalgalerie dazu vom 3.11.2014.

Leider finde ich die Quelle jetzt nicht (Hinweise willkommen!), aber ich erinnere mich gehört/gelesen zu haben, dass Russland diese Flüge eine Zeitlang eingestellt hatte, die NATO aber nicht. Seit ein paar Jahren hat Russland diese Flüge wieder aufgenommen.

Was die Rechtfertigungsversuche für die Erhöhung des Wehretats angeht, erlaube ich mir, auf diese satirische Zusammenfassung hinzuweisen:
https://youtu.be/MpAp9tIM6tQ

Dran bleiben...

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