Einer muss der Blödmann sein

Der lange Abschied von der Linkspartei

Autor: U. Gellermann
Datum: 04. März 2019

Es war ein guter Moment für deutsche Linke. Damals. Als die PDS auf den bundesrepublikanischen Plan trat. Als sie anfänglich die Reste der DDR aufsammelte und bescheidene sozialistische Hoffnungen hegte. Und schieres Entsetzen bei der West-Bourgeoisie auslöste. War die doch gerade dabei, die Funken auszutreten, die nach dem kommunistischen Steppenbrand die halbe Welt zu entzünden drohten. Schnell wurden die schweren Stasi-Geschütze in Stellung gebracht. Doch während der Generalverdacht nicht wenige Menschen der gewesenen DDR einschüchterte, erhoben die Leute rund um Gregor Gysi und Lothar Bisky ihre Häupter und wagten sogar auf manches Erbe der DDR stolz zu sein. Und während die westdeutsche SPD mit der asozialen Agenda 20/10 ihren Niedergang organisierte, und die andere linke Partei, die GRÜNEN, ihr pazifistisches Erbe in die Tonne trat, dehnte sich die PDS, durch die Vereinigung mit der WASG nach Westen aus: Die Chance auf ein Anknüpfen an linke, an revolutionäre Traditionen gar schien gegeben.

„Einer muss der Bluthund sein“, sagte der sozialdemokratische Reichswehr-Minister Gustav Noske, als er 1919 den sozialistischen Aufstand niederschlagen und Luxemburg sowie Liebknecht ermorden ließ. Von Aufständen aller Art ist die Bundesrepublik weit entfernt. Auch Bluthunde sind kaum zu sehen. Aber der jüngste Parteitag der LINKEN hat die alten Hoffnungen auf grundlegende Veränderungen des Landes ziemlich gründlich beerdigt. Er sollte so etwas wie ein Auftakt zum EU-Wahlkampf sein. Doch schon in seinem Umfeld machte der rechte Flügel der PdL deutlich, dass er keine grundstürzende Änderung des undemokratischen und militaristischen Gebildes wünschte. Der Strippenzieher Gregor Gysi manifestierte, dass es keine Skepsis gegenüber Europa oder der EU gäbe, und auch die Parteichefin Katja Kipping verwechselte absichtsvoll die EU mit „Europa“, als sie dem Kontinent ihre Liebe erklärte. Nur nicht daran erinnern, dass zu Europa auch Russland gehört und dass die militarisierte EU natürlich gegen Russland gegründet wurde und bis heute als Sprungbrett der NATO in den Osten genutzt wird.

Wer dann trotzdem das Dokument des jüngsten Bonner Parteitages liest, der findet eine Fülle kluger und wichtiger Forderungen zur Veränderung der Europäischen Union. Aber keine Fundamental-Opposition. Weder wird an den Abstimmungsbetrug zur EU-Verfassung erinnert, noch wird dieser Betrug als Grund für einen Austritt aus der Union begriffen. Im Gegenteil will das Papier einen „Neustart“ der EU mit dem alten undemokratischen und nicht durch eine Volksabstimmung legitimierten Machtapparat durchführen. Ja, man will eine neue Verfassung. Aber von der Voraussetzung für das Neue, dass man das Alte erst liquidiert, ist nicht die Rede. Nicht einmal der Brexit wird als Anlass für einen Neuanfang begriffen, er wird im Zusammenhang mit dem „Populismus“ abgehandelt. So macht man großzügig Platz für die AfD, die sich so als einzige Opposition zur EU verkaufen kann. Vor allem aber stellt man sich in die Reihe der großkoalitionären Volksverächter, wenn man deren Angst vor der EU-Auflösung nahtlos fortsetzt.

Als dann eine Gruppe von Delegierten den Parteitag nutzen wollte, um ihre Solidarität mit dem bedrohten Venezuela zu demonstrieren, wurde deren Aktion von der Parteitagsleitung als „krass“ diffamiert, und der Antrag zu Venezuela verschwand dann auch gleich hinter den Kulissen der Regie. Dass man im Fall Venezuela nicht als erstes über die Innenpolitik des Landes, sondern über die Interventionen der EU und der USA reden müsse, dieser Reflex des Internationalismus ist großen Teilen der Linkspartei verloren gegangen. Statt dessen dominiert die Furcht, man könne als undemokratisch begriffen werden, wenn man sich zum Schutz der Venezolaner frontal gegen Trump und die EU wenden würde. So nähert man sich den GRÜNEN und der SPD und deren Verständnis von Demokratie. Parteien, die mit ihrer Haltung zu den USA schon im Jugoslawien- und Afghanistankrieg ausreichend Untertänigkeit bewiesen haben.

Einen Aufstand schlägt die LINKE nicht nieder. Aber sie verleugnet ihren ursprünglichen Kurs. So macht man dann nicht den Bluthund sondern den Blödmann: Auf dem Weg, die eigenen Wähler zu düpieren, die unfruchtbare Nachfolge der SPD anzutreten und das Profil der konsequent linken Partei zugunsten einer verwaschenen Vorstellung von Allerwelts-Progress aufzugeben. Dass dieser Weg nicht zu mehr, sondern zu weniger Wählern führen wird, ist an der SPD abzulesen, die schon lange von manchen LINKEN kopiert wurde und deren Niederlagen zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern zu besichtigen sind. Die Linkspartei nimmt Abschied von sich selbst.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 10. März 2019 schrieb H. Ich:

@ Bloemker:

Weil die frühere DDR ein rot übertünchter Nationalsozialismus war, auch wenn sie sich offiziell einen "antifaschistischen Staat" nannte.

DDR = Faschismus. Ich weiß nicht welche Drogen "Bloemker" konsumiert, aber er nimmt immerhin den Titel dieser Kolumne ernst:

"Einer muss der Blödmann sein!"


Am 10. März 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Klaus Bloemeker, ??.wie peinlich ist das denn ?


Am 10. März 2019 schrieb Heinz Schneider:

@Albrecht Storz
In jedem Auto befinden sich gelbe Westen, in jedem Hirn befindet sich der Wille zur Veränderung. Den Besitzern in Deutschland fehlt offenbar noch die Veranlassung, beides herauszuholen und sichtbar zu machen.

"Das gegebene Ertragen der gesellschaftlichen Wirklichkeit gibt den Menschen den unbezwinglichem Mut und die Kraft, alle Ungerechtigkeit und Unfreiheit, die sich beseitigen lassen, zu beseitigen. Sobald er sich seiner Aufgabe, mehr Freiheit für alle zu schaffen, widmet, braucht er nicht zu befürchten, dass sich Macht und Planung gegen ihn wenden u d die Freiheit, die er mittels ihrer errichtet, zerstören werden. Dies ist die Bedeutung der Freiheit in einer komplexen Gesellschaft, sie gibt uns die ganze Gewißheit, derer wir bedürfen“ (Die große Transformation, Schluß).


Am 10. März 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@ Hans Wiepert - "... droht die AfD im Osten endgültig die Linke als dortige Volkspartei abzulösen."

Wahrscheinlich haben Sie recht. Und woran liegt es, dass die AfD - und besonders ihr nationalistischer Flügel - im Osten so stark ist? (Stärker als in Westdeutschland.)

Weil die frühere DDR ein rot übertünchter Nationalsozialismus war, auch wenn sie sich offiziell einen "antifaschistischen Staat" nannte. - Das war ihr Mythos, der sich nun als solcher herausgestellt hat.

Antwort von U. Gellermann:

Ostdeutschland ist ein westdeutsches Protektorat: Ab 1990 wurden nahezu alle DDR-Eliten gegen westdeutsche Funktionäre ausgewechselt. In Zeitungen und Sendern, an den Hochschulen, der Polizei, der Justiz und natürlich auf den Kommandohöhen der Wirtschaft. Die AfD selbst ist ein genuin westdeutsches Produkt. Wer die AfD als DDR-Folge begreift hat entweder keine Ahnung oder ist ideologisch besetzt. Oder beides.


Am 09. März 2019 schrieb Hans Wiepert:

Dem Artikel muss ich - leider - zustimmen.
Die an kreuzkatholische Marienfrömmlerei erinnernde EU-Nostalgie der Gysis wird - nach den derzeitigen Umfragen - gerade mal sechs Prozent bei den Europawahlen einbringen. Die AfD dürfte mindestens doppelt so stark werden.
Im Herbst droht die AfD im Osten endgültig die Linke als dortige Volkspartei abzulösen. Nur in Thüringen könnte Ramelows Partei vielleicht noch knapp vor der Höckes bleiben.


Am 08. März 2019 schrieb Albrecht Storz:

Wesentliche Veränderungen sind hierzulande nicht mit Parteien zu machen. Zu schnell haben die mit genug Geld ihre Handlanger ganz weit oben positioniert. Und bestimmen dann entweder die Richtung oder machen zumindest genug Wirbel, so dass gar niemand zu etwas kommt.

Eine Bewegung, die Veränderung erreichen will muss von ganz unten kommen. So wie die Gelbwesten. Hier undenkbar. AUFSTEHEN war leider der Totalausfall. Deutsche müssen eben immer Köpfen (in dem Fall Wagenknecht) nachrennen. Anderen Köpfen. Ja nicht auf den eigenen hören.

Ich habe seit Monaten die Gelbe Weste vorne im Auto liegen ... und noch keine einzige andere in einem anderen Auto gesehen! Hier in einem Ballungsgebiet. Desillusionierend.


Am 08. März 2019 schrieb Klaus Bloemker:

"Die Linkspartei nimmt Abschied von sich selbst" - sagt Uli Gellermann.

Und woran liegt das? Weil Rosa Luxemburg ermordet wurde und es gibt keine Nachfolger - jüdische Revolutionäre - mehr in Deutschland. Wir wissen alle, wo die geblieben sind.

Gregor Gysi? Dieser "Strippenzieher manifestierte, dass es keine Skepsis gegenüber Europa oder der EU gäbe."

Gysi hat auch jüdische Vorfahren (einen jüdischen Urgroßvater mütterlicherseits und eine jüdische Großmutter väterlicherseits) - aber das reicht offensichtlich nicht aus, um ein jüdisch-sozialistischer Revolutionär zu sein.

Da sieht es bei Bernie Sanders in Amerika schon etwas besser aus. Er kommt ja auch aus Brooklyn und nicht aus Ost-Berlin.

Antwort von U. Gellermann:

Die dämliche Juden-Schnüffelei hat wenig mit dem Artikel zu tun. Wer die deutschen Revolutionäre unbedingt nach dem Glaubensbekenntnis sortieren will sollte sich wenigsten sachkundig machen. Die Eltern von Bebel, den beiden Liebknechts oder Thälmann sind nicht in die Synagoge gegangen.


Am 08. März 2019 schrieb Heinz Schneider:

"...ohne den Aufbau einer Partei, die den politischen Prozess hätte fortführen können, übernimmt Maduro das Projekt Chavez und es fällt in sich zusammen" schreibt Heinz Dieterich im npla. Wenn ein amerikanischer Krieg gegen Venezuela verhindert wird, dann verdanken wir das wesentlich nicht- europäischen Parteien, vor allem der KP Chinas. Wenn eine relevante Partei in Deutschland dazu etwas beitragen wird, dann wird es die LINKE sein.

Es stimmt, an Bewegungen mangelt es nicht, auch nicht an Vernetzung, aber umso schmerzhafter an Orientierung, an Strategie. Ohne einen Wiederaufstieg linker Parteien wird sich daran nichts ändern.

Des Galeristen Lob auf die aus den Ruinen der SED auferstandene PDS teile ich, weil es mutig war und, eine List der Geschichte, schließlich relevanten Teilen der nicht dem neoliberalen Irrsinn verfallenen Sozialdemokraten vor der politischen Bedeutungslosigkeit bewahrte.

Heute hat die gesamte Linke im reichen Westen ein Problem mit dem Internationalismus; genauer: sie hat keine strategische Antwort auf den Wohlstandchauvinismus ihrer Mitbürger. Die LINKE versucht das aber noch am ernsthaftesten.

Schließlich: the economy. Es gibt zunehmende Kritik am Kapitalismus, aber kaum ein Ahnung, wie er zu überwinden wäre. Die SPD versucht zumindest die Revitalisierung eines, eher paternalistischen, Sozialstaatskonzepts. Wichtig genug.

Aber ernsthaftes Bemühen um Transformationsstrategien, um Wirtschaftsdemokratie, um die entstehenden solidarischen Wirtschaftsformen, um Wege aus dem Kapitalismus erkenne ich am ehesten bei den LINKEN.

Genug Anlass jedenfalls, um einen Abgesang auf diese Partei wegen eines Tagesordnungspunkte für, vorsichtig ausgedrückt, nicht zielführend zu halten.

Antwort von U. Gellermann:

Der wesentliche Punkt der Sorge um die Linkspartei ist ihre Haltung zur EU: Sowohl ihrer mangelnden Opposition gegen die EU als auch wegen des Platzes den sie der AdD damit einräumt.


Am 07. März 2019 schrieb Harald Risch:

Nun ja, lieber Herr Gellermann, Die Wette würde ich ja gern halten. Zu dumm, dass ich vorher weiss, dass Sie sie gewinnen werden.

Warum nur erinnert mich der heutige Zustand der Medien an längst überwunden geglaubte Zeiten?

Ihnen jedoch kann man für Ihre Unerschütterlichkeit und Kraft, mit der Sie den Menschen die Augen zu öffnen versuchen, nicht genug danken.


Am 07. März 2019 schrieb altes Fachbuch:

aschermittwoch darf jeder in die bütt;)
wer ist denn nun der blödmann?? und hat sich nicht die mehrheit der diskutanten schon längst von der PdL verabschiedet, wenn sie je dazugehörten!!?? ich wette auch, dass diese keine gelben westen zu hause haben!!
der galerist führte aus: "Wer dann trotzdem das Dokument des jüngsten Bonner Parteitages liest, der findet eine Fülle kluger und wichtiger Forderungen zur Veränderung der Europäischen Union. Aber keine Fundamental-Opposition."
ist wer in dieser diskussion auf diesen widerspruch (klug, wichtig, veränderungen vs. fundamental) eingegangen?? hat dieses dokument überhaupt jemand gelesen? alle meine lernfragen wurden erstickt von der kritik an meinem beharren auf administrative dinge auf dem PT.
egal, ich bin eh ein "Betonmischer aus der dogmatischen Marxismus-Fraktion":) eigentlich schizophren, dass meine sorte PdLer überleben lassen wollte!!
ich würde nur verstehen wollen, was mit diesem thema erreicht werden sollte, und ob die diskussion dies erbracht hat?

Antwort von U. Gellermann:

Das Ziel des Artikels: Die Linkspartei und ihr Publikum daran erinnern was sie war und aufzeigen was sie zunehmend seltener ist. Und deutlich machen, dass es ziemlich blöd ist, wenn man sein Profil verliert sich den anderen Parteien ähnlich macht: Siehe SPD.


Am 06. März 2019 schrieb Reyes Carrillo:

Da ist dir ein großartiger Artikel gelungen, lieber Uli! Wie zu lesen, sprichst ja Vielen aus der Seele. Deinen traurigen, aber kraftvollen Abgesang hat sich die Partei schließlich redlich verdient, auch wenn es nach wie vor einige großartige Leute in ihren Reihen gibt. Wie schon dein Europa-Artikel vor einigen Wochen, ebenso ein gnadenloser Abgesang, trägt auch dieser viel Kraftvolles. Wut ist ein wunderbarer Kraftquell und Abgesang ist Therapie inklusive des Keims für Neues. Es wird sich zeigen, wohin es mit der PdL, aber auch allen anderen linken Parteien in Europa und natürlich auch weltweit, s. Lateinamerika, geht. Die Prognose ist extremst düster. Die hyperaggressive imperialistische, kolonialistische und neoliberale Welt wähnt sich kurz vor dem Endsieg. Diese historisch aufgeladene Vokabel taugt, betrachtet man sich die extrem menschenverachtende Grundhaltung der heutigen Protagonisten. Schön, dass es dich mit deiner zuverlässigen Haltung gibt, werter Recke!

Ach ja: Irgendein offenbar karnevalgestimmter Witzbold wollte hier doch allen Ernstes das skandalöse Verhalten der Parteitagsleitung bzgl. des Solidaritätsantrags mit Venezuela mit innerparteilichem Regelwerk entpolitisieren, haha. O-Ton: „warum mir regeln so wichtig sind? sollte jemand links in einen kreisverkehr einfahren?“ Hä? Dass dieser ansonsten völlig humorbefreite Zeitgenosse - wenn auch schrägen - Humor kann, überrascht natürlich.


Am 06. März 2019 schrieb H. Ich:

Jede sozialistische/kommunistische Bewegung zu jeder Zeit seit 1848 ist zu einem etwa konstanten Anteil mit Kräften durchsetzt, denen die ganze Sache zu anstrengend ist und die potentiell bereit sind, die Friedensangebote, die die Bourgeoisie ihnen macht, wohlwollend zu prüfen.
Die Partei "Die Linke" hat genügend sog. Genossen/innen die nichts, aber auch gar nichts mit Sozialismus/Kommunismus am Hut haben. Diese Schaumschläger - ehemalige SPDler, ehemalige DDR-Bürger, die, jetzt in der "Demokratie" angekommen, so tun, als wären sie für sozialistische Verhältnisse und in Wahrheit verraten diese Typen den Staat der sie hat arbeiten und studieren lassen. Sie verraten die Arbeiter und Angestellten, die ihnen bei Wahlen immer wieder ihre Stimme gaben und geben. Diese Partei ist auf allen Ebenen nicht mehr wählbar.
Der oben genannte "konstante Anteil" der Bewegung hat sich durchgesetzt.
Der andere, aufrechte, ehrliche Teil dieser Partei sollte sich von der Parole "wir müssen innerhalb der Partei für Veränderung kämpfen" schleunigst verabschieden und sich eine wirklich sozialistische Alternative suchen. Sie ist vorhanden.....nur nicht im Bundestag und nicht mit einem Salär von Euro 7000-8000 monatlicher Zuwendung.
Korrumpierung von politischen Mandatsträgern ist keine neue Spielart im Kapitalismus. Und ein Großteil der Partei "Die LINKE" ist...??..siehe oben.

Antwort von U. Gellermann:

Die Zuschrift ist kaum durch Belege abgedeckt, sie erschöpft sich wesentlich in Beschimpfungen, ist weitgehend frei von Fakten und Argumenten und mag/kann offenkundig nur selten an den Artikel anknüpfen, die sie angeblich kommentiert.


Am 06. März 2019 schrieb Des Illusionierter:

Systembedingt machen (fast) alle Mandatsträger dieselbe Metamorphose durch. Beispielhaft zu sehen an Figuren wie J. Fischer. Das System honoriert jeden Politkasper der bei der Stange bleibt mit reichlich Geld und Perspektiven. Nicht viele können dem widerstehen. Sämtliche Missstände in menschlichen Gesellschaften haben dies als Wurzel! Und damit nur ja nichts Besseres nachkommt wird dafür gesorgt, dass schon die Kinder mit Milch der neoliberalen Denkungsart aufgezogen werden.


Am 06. März 2019 schrieb Heinz Schneider:

Ist nicht die eigentlich relevante Frage, was denn eine konsequent linke Partei wäre?

Wenn nur eine Oppositionspartei wirklich links ist, wer soll dann linke Regierungen stellen? "Soll unsre Köchin regieren den Staat, muß sie den Staat wie die Küche kennen." Lag Brecht daneben, sollte die Köchin, statt sich in der Küche die Finger schmutzig zu machen, lieber das bedingungslose Grundieinkommen beantragen, um mittels der dadurch gewonnen "Freiheit" ein Kochbuch zu schreiben?
Ist es also eher links, Anderen gute Ratschläge zu geben, anstatt selbst zu kochen?

Zugegeben, im imperialem Westen ist so verstandene Selbstverwirklichung im größeren Stil denkbar, weil ja wieder Andere kochen, Kleider nähen, Lebensmittel erzeugen.
Auch in Venezuela? Die Menschen dort bedürfen unserer Solidarität! Aber auch die Regierung? Ist der Sozialismus des 21. Jahrhunderts gescheitert, obwohl die ihn ausführenden wirklich links waren? Oder weil die Köchin nicht dazu gekommen ist, den Staat zu regieren?

So viele Fragen.

Antwort von U. Gellermann:

Viele Fragen werden in der Aktion beantwortet. An Aktionen (Bewegung) auf den verschiedensten Ebenen mangelt es nicht. Es mangelt an Vernetzung. Da war „Aufstehen“ eine bisher vergebliche Hoffnung.


Am 06. März 2019 schrieb Thomas Pelte:

Kann mir jemand erklären, wie die
Linkspartei mit ihrem R2G-Kurs, d. h.
mit einer total neoliberalen ("Schwarze
Nullen") und sich zunehmend milita-ristisch gebenden ( z. B. Venezuela - das Völkerrecht mit den Füßen tretend, Russophobie) SPD sowie mit den ebenfalls neoliberalen, transatlantisch russophoben Olivgrünen, einen grundlegenden Politikwechsel (als schwächstes Glied in dieser Koalition) bewerkstelligen will?




Am 05. März 2019 schrieb Ssdi Ali:

Danke Uli. Ich küsse deine Hand. Da du mir aus dem Herzen redest.
Langen Atem wünsche ich dir und Gesundheit


Am 05. März 2019 schrieb Karola Schramm:

Es ist einfach so, dass die Linkspartei sich wie eine normale Partei sieht, die nun auch im BT vertreten ist.
Ihr Rolle als Oppositionspartei kann sie daher nicht sehen und annehmen.

Sehe ich mir die beiden Spitzenleute dieser Partei, Kipping und Riexinger an, sind sie genau das, was diese Partei auch nach unten hin ist: Angepasst, ohne Biss, ohne oppositionelle Visionen. Nichts.
Kipping spricht auf ihrer Homepage z.B. fast nur von "Ich habe, Ich will, Ich werde" etc. Sie sieht sich, nicht die Oppositionsführerin. Sie kann nicht Opposition sein, weil sie nie bedroht wurde, es nie schwer hatte. Sie war so was wie auf "Rosen gebettet" in der DDR groß geworden.
Bei Riexinger sieht es biografisch zwar anders aus, doch ab einer bestimmten Gehaltsstufe verlieren diese Menschen ihre Wurzeln. Als Gewerkschafter könnte er doch mal richtig oppositionell loslegen, aber das kann er nicht. Er "schwebt" zwischen den Welten von "Arbeiterklasse und Geldelite."

Wenn eine Partei, die ja auch, wenn man will, als einen "Köper" sehen kann, nicht Kopf und Herz hat und die Füße nicht auf die Erde bekommt, fehlt ihr der Charakter. Sie taumelt irgendwie so vor sich hin, ist ein Spielball ihrer eigenen Launen, Vorlieben und Hobbys, die auch mal sozial sein können - aber Opposition und ernsthaft gefährlich ist sie nicht.

Gisy hat lange Zeit diese Partei dominiert und fiel auf durch seine oppositionellen Reden, auch gegen Merkel. Wie es aussieht, scheint das auch nur reine Freude an der Rhetorik und Diskussion gewesen sein, denn wie sonst kann er seiner Partei jetzt raten, nichts gegen die EU - Europa zu sagen? Hier ist nicht nur ein "Strippenzieher" am Werk, sondern ein ausgefuchster Opportunist, der - wie alle anderen auch "als Fettauge auf der parlamentarischen Suppe" einmal schwamm und nun gute Rat-Schläge gibt, wie die Linkspartei da auch weiter mitschwimmen kann.

Um gegen den Strom zu schwimmen, braucht es viel Kraft und den Willen, am Ziel (demokratischer Sozialismus, Weltfrieden, Solidarität) anzukommen.

Diese Links-Partei, die zu einem Mix aus Teeny-Club, studentischen Pseudo-Intellektuellen und Dummschwätzern mutiert oder heruntergekommen ist, für die Politik, wie es aussieht, nur eine Spielwiese ist, auf der man sich selbst darstellen kann, wird das nicht können.


Am 05. März 2019 schrieb altes Fachbuch:

lieber galerist,
bedauern ist nicht wirklich eine rationale kategorie. und sie setzt bedauernswertes voraus, von dem ich hier unter proportional erfahre!

faktencheck mit dem journalisten gellermann:
ein dringlichkeitsantrag ausserhalb der antragsfrist von 6 wochen muss von 50 delegierten (mit beschließender stimme?) bei der antragskommission eingereicht werden, damit er dann auch behandelt werden MUSS!!
gab es diese 50 stimmen (ca. 10% aller delegierten)?? den bericht der antragskommission kann ich leider nicht finden:( und der tagesspiegel spart das leider auch aus!!
die darstellung, dass der tagungsleiter das autark entschied, ist schwer zu glauben.
warum mir regeln so wichtig sind? sollte jemand links in einen kreisverkehr einfahren?

butter bei die fische, kollege m.müller;)
und dann "glaube ich ... irgend etwas .... klingt so ... scheint ...", is klar;)

"Die Europäische Union ist nicht so, wie wir sie wollen. ... Dagegen will DIE LINKE einen Neustart der Europäischen Union. Gemeinsam mit anderen linken Parteien stehen wir für einen grundlegenden Politikwechsel in der Europäischen Union. .. Die Europäische Union muss zu einer tatsächlich demokratischen, sozialen, ökologischen und friedlichen Union werden. Die Vertragsgrundlagen der Europäischen Union sind dafür nicht geeignet. Die Europäische Union braucht einen Neustart mit einer vollständigen Revision jener vertraglichen Grundlagen, die militaristisch, undemokratisch und neoliberal sind... Neustart der EU heißt, die Prioritäten umkehren: Nicht die Freiheit des Marktes steht an erster Stelle, sondern die Interessen der Mehrheit der Menschen. "

das stammt nur aus der einleitung des wahlprogramms und klingt wenig nach merkelianisches weiterso!!

Antwort von U. Gellermann:

1. Der Tagungsleiter selbst wurde von mehreren Medien (u. a. RT Deutsch) unwidersprochen zitiert.

2. Der folgenden Quelle
https://cuba-si.org/2067/solidaritaetsaktion-fuer-venezuela-auf-dem-pa
ist das korrekte Antragsprozedere zu entnehmen.

Wer mit dem alten EU-Apparat „neu“-starten will, will nicht neu, sondern weiter so.


Am 05. März 2019 schrieb Michael Mller:

@ altes Fachbuch

Es geht glaube ich nicht darum der LINKEN irgendetwas anzudichten. Einfach mal Butter bei die Fische.. Alles was an Vorwürfen wegen Unterwanderung usw. hier geschireben wurde, hat leider verdammt viel Wahrheit in sich. Und was nützen 8-10% bei Wahlen, wenn sich Kipping, Gysi und Co. nicht mal die leiseste Kritik an der EU leisten. Das klingt für mich wie ein merkelianisches "Weiter so". Und bedeutet es nicht letztlich, dass sie nicht wirklich was verändern wollen (mal abgesehen von offene Grenzen für alle.. )?

Und was das Sein und das Bewusstsein betrifft... Bei manchen in der LINKEN scheint inzwischen das Sein das (sich seinen Idealen) Bewußt-Sein eingeholt oder überholt zu haben. Und damit bewegt man leider nur noch eine der vielen durch die ZeitgeistAgenda bewegten Minderheiten ... und nicht die Massen.


Am 05. März 2019 schrieb Uwe Waltersbacher:

Chapeau!
Brillant analysiert!


Am 05. März 2019 schrieb Charlotte Ullmann:

Lieber Uli,

ja, eine sehr scharf-analytische, jedoch überaus pessimistische Sicht auf die Linkspartei.

Diese sitzt aber auch schicksalhaft zwischen 2 Stühlen. Opposition versus Anpassung.

2004/5 angetreten mit der WASG, eine Protestpartei gegen die Agenda 2010, vorrangig rekrutiert aus dem linken SPD- und Gewerkschaftsmilieu. 2007 fusionierte sie mit der PDS.

Diese Fusion brachte das große Dilemma. Protestpartei ade. Ein Aderlass der WASG um 50 %.
Viele waren weg, die ernsthaft den Kapitalismus abschaffen wollten, wohlwissend, dass die PDS sich schon längst im Schoße kapitalistischer "Sachzwänge" wog, Privatisierungen kein Tabu mehr waren, besonders in Berlin und den neuen Bundesländern.

Das brachte eine unheilvolle Spaltung mit sich, hier die "Reformer" (um Gysi, Katja Kipping) dort die "Fundamentaloppositionellen (um Sahra Wagenknecht).

Übrig geblieben waren auch diejenigen, die von einer großen gesamtdeutschen Linken träumten, wie ich zum Beispiel. Gemeinsames sehen, nicht Trennendes, die alte Hypothek der Linken überwinden.

Was vom Parteigeschehen nach außen dringt, sind höchstens Querelen, jetzt zum Beispiel um Sahra Wagenknecht.

Deswegen zeigt sich immer ein Zerrbild in der Öffentlichkeit, das der Gesamtbefasstheit einer Partei nicht gerecht wird.

Es gibt durchaus noch wesentliche Ansätze in der Linkspartei, die es erlauben würden, von einer fortschrittlichen Partei zu sprechen, wenn, ja wenn es nur die einfachen Mitglieder gäbe.

Vorstellungen etwa zu einem grundlegenden Paradigmenwechsel in der Art und Weise unseres Lebens und Arbeitens.

Zum Beispiel mit der Idee und Konzeption eines linken Grundeinkommens (BGE), das bei seiner Durchsetzung in der Lage wäre, den versteinerten (kapitalistischen) Verhältnissen den Kampf anzusagen.

Aber jetzt kommt das große Skandalon, das der Linkspartei m. E. wirklich den Hals brechen könnte, und zwar nicht erst in ferner Zukunft.

Es gibt eine Strömung in der Linkspartei, die für das oben erwähnte linke BGE kämpft. Ein namhaftes Konzept, von ihr selbst entwickelt (BAG-Grundeinkommen), eine durch und durch revolutionäre Idee und Möglichkeit zur radikalen Veränderung der Gesellschaft, also Oppositon pur zu vielem, was besteht, eine Chance ohnegleichen, auch den veränderungswilligen Nerv der Zeit treffend.

Ebenfalls in Abgrenzung zur AfD!

Wie reagiert die Führung unserer Partei?

Mehr als ablehnend, den Mitgliederentscheid, der gerade mit Unterschriftensammlung herbeigerufen werden soll, frech und in antidemokratischer Weise unterminierend.

Folglich kommt es einer Quadratur des Kreises gleich, dieses linke BGE in das Programm der Linken zu hieven.

Denn die Bundesspitze hat sich gegen ein Bedingungsloses Grundeinkommen verschworen, sogar gegen das linke, es möge jetzt noch 10 Jahre und länger in der Partei diskutiert werden, bis man überhaupt daran denken könne, eine Programmänderung diesbezüglich vorzunehmen.

Bis dahin ist die Gesellschaft, wird dem kein Einhalt geboten, in eine noch neoliberalere Richtung enteilt, auch mit den landauf, landab heiß diskutierten Grundeinkommenskonzepten .

Damit säße die Linke keineswegs nur noch zwischen den Stühlen der SPD und der AfD.

Die AfD, durch und durch dem Kapitalismus freundlich gesonnen und alles andere als oppositionell, ihren (Protest) - Wählern höchstens oppositionellen Sand in die Augen streuend, ist schon gar nicht einem linken BGE zugeneigt.

Genau damit könnte die Linke nach allen Seiten hin wieder Kontur gewinnen, ohne in den Sack der SPD, der Grünen oder der Afd gehauen zu werden.

Aber das erkennt die Linkenführung nicht, noch nicht einmal eine Sahra Wagenknecht.

Stattdessen lässt sich die Linkenführung hin- und herreißen zwischen Anpassung an alte Zustände (Arbeitsgesellschaft) und (neoliberale) Opposition und merkt nicht, dass der digitale gesellschaftliche Zug längst in Richtung Enthumanisierung aller Lebensverhältnisse rast, alle Parameter neu bestimmend, den Wert der Arbeit, den Wert des Individuums, sämtliche bisherigen Kämpfe gegen den Kapitalismus, sämtliche Zähmungen über Bord reißend, die unglaublichen Chancen arbeitserleichtender, arbeitszeitverkürzender und arbeitsbefreiender Potentiale digitaler Technologie zum Nutzen aller Menschen außer Acht lassend.

Wer das nicht erkennt und nicht zum Wohle aller Menschen mit geeigneten Mitteln (linkes BGE) eingreift, dem ist nicht mehr zu helfen.

Liebe Linke, Deine Chance ist gekommen, Dich aus der Zange behäbiger Einverleibungen zu befreien!

Es wird Zeit, Dein Profil wieder zu schärfen!

Antwort von U. Gellermann:

Der Artikel befasst sich wesentlich mit den EU-Positionen der Linkspartei. Eine Diskussion über das „Grundeinkommen“ wir deshalb an dieser Stelle nicht fortgeführt.


Am 05. März 2019 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Erst mal im Deutschen Bundestag angekommen ist offenbar
( a u c h) für DIE LINKE der Grund, (so wie die inzwischen etablierten GRÜNEN) alsbald die eigenen hehren Ziele aufzugeben, ehemalige Prinzipien zu verwässern und sie zu vergessen.
SOLIDARITÄT zum Beispiel!
Vor allen Dingen die Linke müßte das doch wissen! nämlich daß
am Ende bloß noch ein Mischmasch ohne Biß (Typ Kroko) herauskommt! Traurig aber wahr. Damit scheint bereits das Ende eingeläutet!
Also wirklich kein triftiger Grund mehr, weiterhin Mitglied zu bleiben!

So bleibt nur noch zu hoffen, daß der LINKSPARTEI nicht auch noch die Neugier abhanden gekommen ist, was kritisch-wohlwollende Stimmen zu sagen haben:
Tipp: RATIONALGALERIE aufmerksam studieren - das würde den ganzen linken MdBs gut zu Gesicht stehen und könnte sie vielleicht aus ihrem Dornröschenschlaf erwecken.
Allerdings eine große Hoffnung, nö, die habe ich nicht!


Am 04. März 2019 schrieb altes Fachbuch:

was ist denn hier los getreten worden?? ist das noch RATIONALgalerie oder schon rosenmontag??

keiner definiert den standard, aus welcher sicht wir also die PdL hinrichten sollen!! nehmen wir das manifest, oder die verletzte egomanie jeder couleur , weil die PdL nicht macht, was "linke, wer auch immer sich so definiert??" jeder couleur und meist unorganisiert aber meinungsfrei so eben machen sollten?

wenn ich mir das parteienspektrum im bundesgermanien so ansehe, würde mir die PdL definitiv als hauptfeind auffallen. die sind suspekt: tarnen sich mit ihrem namen und ... ach ja, einem punkt;) außerdem nehmen die jemandem anderes das LINKS und ROT weg, wer auch immer das sein mag.

ich kann mich erinnern, dass ich in dieser galerie als bajonettträger und 2. reihelatscher hinter den wahren demokraten beschrieben wurde, die sozen oder gewerkschafter waren! der zähneknirscher riet zur PdL-wahl beim bundeswahlkampf!!
was ist passiert??
01.03.2019 u.gellermann
"Falls die Linkspartei als ernsthaft linke, parlamentarische Kraft die Bühne verlassen sollte, wäre das ein Verlust."

weiß der galerist etwa, dass die spaltung kommt und die ikone nicht zufällig unpässlich ist??
spekulation, wie vieles hier diskutierte eben;) und da bin ich mal vorsichtig, was die "beurteilungen" zur ddr-historie betrifft:) der sieger schreibt die geschichte: ich eine neue biographie:)

die PdL ist nun mal eben da!! welchen schaden macht ihre existenz bei 8-10% wählerpotenzial, die eben nicht spd oder afd wählen?? eine vernichtung der PdL bedeutet nicht eine übergabe der %e an manifest-linke!! ob sie nützt?? keine partei ist zu was nütze!!
wer in diesem saale verlangt von einer partei, die sich zum parlamentarismus und reformismus BEKANNTE eine revolution - und wieso darf man von den anderen (revolutionären, pssst) hier nicht reden!!!??
zuletzt schafft das sein bewusstsein!! "die elenden" (hugo) und/oder "auferstanden aus ruinen" sind die szenarien, die das feld lichten oder die massen bewegen werden: nicht diese debatte am rosenmontag!!

Antwort von U. Gellermann:

Wem nicht auffällt, dass der Artikel ein Bedauern über die Entwicklung der Linkspartei formuliert, der hat auch keine Lust sich inhaltlich mit dem Text auseinanderzusetzen.


Am 04. März 2019 schrieb Guenther Mann:

in Venezuela brennt es und die deutschen benabelschauen sich wieder mal genüßlich.

@Manfred Caesar: schuld ist wieder mal der Jude Soros (zur abmildeung wurde noch und andere hinzugefügt).
alles was hier stattfindet sind Alibi-Diskussionen.
Eine Spezies, die allein in D jährlich 4.000 männer frauen und kinder dem Gott Automobil opfert, ist halt nicht reif zum überleben.Die küchenschabe schon eher.
ein populus der sich davor fürchtet von Migranten (14 Fälle) ermordet zu werden und deshalb hunderte andersaussehende jährlich hetzt und zum teil tötet
dasselbe populus (ich möchte das Wort Pöbel vermeiden) hat nichts gegen Treppen - jährlich 14.000? Todesopfer oder 1.400 ?
dagegen hilft auch eine linkspartei wie aus dem märchenbuch nichts.

Antwort von U. Gellermann:

In der RATIONALGALERIE würde eine Formulierung wie „der Jude“ nie zugelassen. Und es gab sie auch nicht sinngemäß.


Am 04. März 2019 schrieb Uschi Peter:

"Nur nicht daran erinnern, dass zu Europa auch Russland gehört und dass die militarisierte EU natürlich gegen Russland gegründet wurde und bis heute als Sprungbrett der NATO in den Osten genutzt wird."
Das ist wieder einmal eine traurige aber richtige Einschätzung von Uli Gellermann. Für alle, die den Atlas lesen / sehen können, der größte Teil Europas ist Russland. Der Rest ist nur ein Wurmfortsatz.
Was Venezuela betrifft, hat sich die Linke schäbig bis verräterisch verhalten. Aus der ehemals antikapitalistischen
Arbeiterpartei ist ein angepasstes liberalistisches Anhängsel der Staatsparteien geworden. Nur noch ihre Sitzordnung deutet auf links hin. Dieses Verhalten zu den ehemaligen Freunden zeigt es:
"Dass man im Fall Venezuela nicht als erstes über die Innenpolitik des Landes, sondern über die Interventionen der EU und der USA reden müsse, dieser Reflex des Internationalismus ist großen Teilen der Linkspartei verloren gegangen."
So wurde der Antrag "Solidarität mit dem bedrohten Venezuela zu demonstrieren" "als krass diffamiert".
Danke für diesen Beitrag!


Am 04. März 2019 schrieb Michael Müller:

"Die Rose, die Rose war rot, so rot... und bleich war die LINKE, so bleich wie der Tod. Die Rose, sie blühte und starb wie sie... Adieu, Adieu... Mon Amie"

https://www.youtube.com/watch?v=9u7eGCWGOPg (das Original von Gerry Wolf gesungen)

Damit stirbt die LINKE. Ich hatte ja noch die Hoffnung, dass sich der Flügel um Wagenknecht und Lafo durchsetzt, aber Kipping, Riexinger und Ramelow haben anscheinend gewonnen. Traurig aber wahr. Die LINKE hat sich komplett zwischen U-Booten (u.a. Liebich, Kipping, Lederer) und Genderwahn zerreiben lassen und dabei vergessen, was eigentlich ihr ureigenes Klientel ist (das nun aus Enttäuschung und Frust eine AfD wählt, welche dieses Klientel noch bitter enttäuschen wird)

Ruhe in Frieden du LINKE, die diesen Namen seit einer geraumen Weile nicht mehr verdienst.

P.S.: Meine letzte Hoffnung ruht eigentlich darauf, dass S.W. vielleicht doch den Mut hat wirklich aufzustehen und vielleicht eine neue KPD (unter welchem Namen auch immer) gründet und ein wirklich revolutionäres Programm gemeinsam mit allen linken Kräften (MLPD usw.) entwirft. Doch daran zu glauben fällt arg schwer.


Am 04. März 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

"Ohne revolutionäre Theorie, keine revolutionäre Bewegung." (LENIN)
Ansonsten fällt mir zu den meisten Kommentaren nichts mehr ein.
Nach fast dreißig Jahren, seit es die DDR zu meinem außerordentlichen Bedauern nicht mehr gibt, die Reflexe sind dieselben oder heißt es die gleichen ?


Am 04. März 2019 schrieb Max L.:

Die Linke geht den selben Weg, den eher früher als später jede Partei in diesem System geht. Bisher waren die Grünen das schlimmste Beispiel - die mutierten innerhalb von nur 2 Jahrzehnten von einer "Raus aus der NATO"-Partei zu einer, die zusammen mit der NATO einen völkerrechtswidrigen Krieg führte.

In dieser Form wird das von den (zum wachsenden Teil nur noch so genannten) Linken schwer zu toppen sein. Alles in allem können mich die Entwicklungen aber nicht überraschen. Deshalb habe ich die Linke auch schon seit einigen Jahren nicht mehr gewählt (war bis 1998 Grünen-Wähler). Falls jetzt jemand fragt: "Welche Partei denn dann?" Antwort: Keine. Wegen erwiesener Sinnlosigkeit. Ich warte auf eine umfassende Systemreform, wenn die nicht kommt, kommt irgendwann eine Revolution. In eine nochmal neue Linkspartei von z.B. Lafontaine/Wagenknecht würde ich nach all den Erfahrungen im herrschenden System auch keine Hoffnung mehr setzen, allen inhaltlichen Übereinstimmungen zum Trotz.


Am 04. März 2019 schrieb Hans Informat-Ion:

Werte Zeitgenossen, was denkt ihr denn bloss über die Möglichkeit einer >linken<,
also kommunistischen >WeltverbesserungAlle bisherigen Verbesserer von Jesus bis Marx hatten Illusionen/Utopien, die in den seit 10T.J. >herrschenden< Zivilisationen mit >reichen< Herrschern
(sog. Kapitalisten), historisch bewiesen(!), nicht zu verwirklichen waren und sind!
Selbst wenn >LINKE< an die Macht kämen werden sie auch >Kapitalisten<, wie z.B.in der Sowjetunion und China (StaMoKap)! >Weltverbesserung< ist also eine (verständliche!) Sehn-Sucht, die aber wie alle Sehn-Süchte gem. Definition eine Krankheit, ein Leiden, ein unstillbares Verlangen sind, leider!!!
PS: >sensuth< (ahd.) = KRANKHEIT / LEIDEN an unstillbarem VERLANGEN!


Am 04. März 2019 schrieb Manfred Caesar:

Daß die Linken nur Blockflöten in einem neuen Orchester sind ,war schon lange unübersehbar.
Mit den Soros -(und anderen ) Milliarden kann man alles kaufen.


Am 04. März 2019 schrieb Paulo H. Bruder:

Richtig! Aber merke: Das Parteiengesetz macht's möglich. Der Bürgerliche (Karriere-)Parlamentarismus (medial und juristisch eingehegt) dient der "Transformation der Demokratie" (Johannes Agnoli) und "... des demokratischen Bewusstseins" (Peter Brückner). Ich will nicht so weit gehen zu behaupten, dass sich die "Reihe tapferer und unverbogener Genossen" zum "Blödmann" hergibt. Aber der Mut, darüber nachzudenken, könnte die Augen öffnen für ein Parteiverständnis, das über den Suppenengel-Tellerrand hinausschaut.


Am 04. März 2019 schrieb Jochen Willerding:

Das entspricht voll der Einschätzung der strategischen sozial-demokratischen Entwicklung der Partei, und zwar v. Anfang an, seit 1990. Insofern meine volle Zustimmung zu UG.
Allerdings haben sich "eine ganze Reihe tapferer und unverbogener Genossen" die Partei NICHT "aus der Hand nehmen LASSEN". Dies taten Gregor + Lothar gemeinsam mit den Brie-Brüdern + später dann noch mit Oskar! In der letzten Zeit wird das nur offensichtlicher, wie auf dem jüngsten EU-PT. Ärgern/aufregen wird sich darüber nur, wer in den 90ern diese Entwicklung nicht kommen sah oder nicht kommen sehen wollte.


Am 04. März 2019 schrieb Christel Buchinger:

Lieber Uli,

man kann nur noch mit Sarkasmus auf diese Linke reagieren, wenn man noch ein Herz in der Brust und ein funktionierendes Hirn im Kasten hat. 2005 als die Linke gegründet wurde und sich Linke mit Punkt nannte, haben wir damals gesagt, das wird uns noch auf die Füße fallen. Wenn sie versagt, und das war nicht auszuschließen, ja zu fürchten, dann wäre der Name im Eimer. Nun ist es also passiert. Aber das ist ja nicht das schlimmste. Auch nicht, dass man sie nicht wählen kann. Denn wir wissen, würde man mit Wahlen etwas verändern können, wären sie verboten. Das was fehlt, eine linke organisierende Kraft, war die Linke mit Punkt nie gewesen und geworden. Ein Wahlpartei halt. Damit war sie von Anfang an auf dem Weg, den die SPD und die Grünen eingeschlagen haben, nur ein wenig verspätet. Die Rechten in der Linken brauchten nur Geduld um mit ihrem eingeschlagenen Weg in den A* der Bourgeoisie zum Ziel zu kommen. #aufstehen konnte die organisierende Kraft nicht werden, das war abzusehen und zeigt uns die geringe politische Reife einer ansonsten klugen Frau Wagenknecht. Wehmut hilft nicht, sie ist rückwärts gerichtet. Um nach vorne zu gehen, muss man wissen, wohin. Das muss erst mal klar werden, muss man sich also klar machen. Die organisierende Kraft fehlt weiter und eine wählbare Alternative auch. Parlamentarischer Kampf und praktisch systemüberwindender Kampf sollten zusammen geführt werden. Hundert Jahre nach der Gründung der KPD, die damals zu spät kam, braucht es wieder eine Partei, die mehr ist als Wahlpartei, eine systemüberwindende Partei, also eine revolutionäre. Wir und du sind nicht in der Lage, diese Partei zu gründen. Aber wir können sagen, dass man sie braucht. Es ist nämlich und bleibt auch eine revolutionäre Tat, immer zu sagen, was ist. Wenn sie denn kommt, sind wir dabei!


Am 04. März 2019 schrieb Lutz Jahoda:

CAUTION:
SLIPPERY WHEN WET!
CHEWING GUM ALWAYS HELPFUL!

Frisch gebohnert sind die Pfade.
Rutschig bös für Linksmalade.
Trickreich glauben sie zu sein;
Doch sie stelln sich selbst ein Bein.
Marx und Engels seufzen: Schade!

Kipping kippt. Und Gysi gießt,
Um das Pflänzchen aufzurichten.
Chewing Gum steht schon bereit,
Um den Linksriss abzudichten.


Am 04. März 2019 schrieb Alexander Kocks:

Ja, es ist schwer sich von alten Lieben, insbesondere was die Politik angeht, zu trennen. Lange habe ich alle LINKEN Parteien
in Deutschland, aber auch im Ausland beobachtet und teilweise gewählt. Seit SYRIZA ist mit dem Wählen von Parteien die sich als Links, Sozialisten oder Sozialdemokraten bezeichnen Schluss. Ich kann mich der Einsicht nicht mehr verschließen, das diese sogenannten Linken, egal wie sie sich gerade nennen, lediglich das Ziel haben die regierenden Funktionäre auszutauschen um einige Zeit selber an den Fleischtöpfen zu sitzen um unverändert der Hochfinanz und dem Kapital den Steigbügel zu halten.

Sollte irgendwann mal eine Persönlichkeit
im Linken Parteienspektrum aufsteigen und durch die gelebte Politik glaubwürdig soziale Politik anbieten bin ich bereit meine Meinung wieder zu ändern.Ansonsten Herr Gellermann möchte ich Sie bitten gendergerechte Schreibe zu liefern, also Blödmann*Frau zu schreiben, sonst fühle ich mich als Mann diskriminiert. Wäre ich Mitarbeiter bei der Süddeutschen hätten Sie
schon wieder den Staatsanwalt am Hals.

Antwort von U. Gellermann:

Der mangelhaften Genderisierung wegen bitte ich um Entschuldigung.


Am 04. März 2019 schrieb Otto Bismark:

Lieber Uli Gellermann,

im Grunde ist es bereits vergebliche Liebesmüh, über die sogenannte Linke überhaupt noch ein Wort zu verlieren, das, was wir jetzt erleben, zeichnet sich bereits seit 2004 deutlich ab. Der Platz an der Futterkrippe des Imperialismus korrumpiert nun mal unwiderstehlich! Die wichtigere Frage gegenwärtig ist m.E., wie geht es weiter, wie könnte es gelingen, die wirklich progressiven, friedliebenden und demokratischen Kräfte zu einen. Hier sehe ich momentan noch keinen Ansatz. Und noch was zu R.R. Nach meiner Erfahrung aus der DDR war die Stasi ein Werkzeug der Partei, das was die Stasi getan hat, war von der SED abgesegnet. Allerdings hatten sich auch in dieser Partei Doppelstrukturen herausgebildet, es gab einen offiziellen Zirkel um Honnecker, der zunehmend entmachtet wurde und es gab die Strippenzieher hinter den Kulissen um Günter Mittag und Alexander Schalck-Golodkowski, die die Wirtschaft direkt in den Abgrund gesteuert haben. Und es wäre eine geschichtliche Aufgabe, die Rolle und Hintermänner allein dieser beiden Figuren zu recherchieren. Dabei würde man natürlich wieder auf alte Stasi-Strukturen stoßen, die daran sicherlich auch kein Interesse hätten, denn dann käme man vielleicht auch Gysi und Konsorten in die Quere.


Am 04. März 2019 schrieb Paulo H. Bruder:

Was heißt da "Blödmann"? Kann man etwas Anderes erwarten: vom Zusammenschluss frustrierter, unkämpferischer Sozialdemokraten in der Tradition der Scheidemänner und Noskes (oder hat die SPD sich jemals losgesagt von der Niedermetzelung revolutionärer Arbeiter im Namen von Ordnung und militaristischer Schneid?) mit Ex-SEDlern, deren Herkunftspartei aus dem Zusammenschluss einer stalinistisch gesäuberten KPD mit biedermännischen Sozialdemokraten hervorgegangen ist? Dass sich die (Un-)Sozial"demokratie" so lange hält, auch in der PdL-Verkleidung, sagt viel aus über die - inzwischen elektrifizierte - Radfahrermentalität und politische Verseuchtheit des Landes: preussisch, militaristisch, überheblich, arbeitsfleissbesessen, obrigkeitsergeben unterwürfig, undifferenziert in Treu ergeben, diesel-verlogen, pseudo-aufgekärt, jeglicher Selbstkritik abhold, immer am Vergangenen hängend, auch wenn es (Beispiel: Holocaust plus Netanjahu-Staatsraison) scheinbar negiert wird. Und #aufstehen? Eine Ikone (Vorsicht: Personalisierung!) macht noch keine Revolte. Der Trend geht hier ebenfalls Richtung Hinlegen, Kuscheln und vorprogrammierte Enttäuschung. #aufwachen!

Antwort von U. Gellermann:

In der Linkspartei sind eine ganze Reihe tapferer und unverbogener Genossen. Nur haben sie sich leider die Partei aus der Hand nehmen lassen.


Am 04. März 2019 schrieb R. R.:

Für Johannes M. Becker, Privatdozent Dr., Friedensforscher:

Politiker handeln nicht weil sie dabei sein wollen sondern handeln im Auftrag des Kapitals. Sie machen sich intransparent (undurchsichtig) um ihre Hintermänner zu verschleiern und stellen dafür sich selbst und ihr Parteiprogramm in den Vordergrund.


Am 04. März 2019 schrieb altes Fachbuch:

kann jemand bitte zusammenfassend darstellen, wie die perspektive des jetzigen europas und der EU künftig nach linker lesart aussehen soll!!
- noch mehr zentralisierung und stärkung der EU als gegenpol zum ami und eurasien?
- eine EU starker nationalstaaten?
- den status quo der EU und ihrer institutionen erhalten und festigen?
- eine reformierung der EU oder gar deren auflösung??
- worin besteht tatsächlich der disput zwischen kipping- und wagenknecht-flügel?

dann würde ich mich mit den akteuren beschäftigen!


Am 04. März 2019 schrieb Marc Britz:

Als Yanis Varoufakis seine DIEM25 Bewegung in der Berliner Volksbühne vorstellte, war Katja Kipping als prominente Unterstützerin anwesend. Beide eint anscheinend die Hoffnung, den Unterdrückungsapparat EU demokratisch reformieren zu können.

Wie Kipping tickt, weiss ich nur aus Interviews, aber ihre Haltung scheint sich in der PdL nun als Hauptkurs durchgesetzt zu haben.
Varoufakis konnte ich allerdings unlängst auf einer Wahlveranstaltung in einem Vorortgemeindhaus in Athen persönlich erleben. Er antwortete dort auf Fragen potentieller Wähler. Seine Antwort auf zwei Fragen sind besonders signifikant: Frage einer einfachen Hausfrau war, ob er sich vorstellen könne, dass es sich bei der Eurokrise um eine konzertierte Aktion amerikanischer Banken handelte, mit der diese Europa fundamental zu schwächen trachteten. Nein, so Varoufakis, zu so etwas sei man rein organisatorisch nicht fähig. Auf das Nachhaken der Dame, dass die FED doch eigentlich einer recht übersichtlichen Führungsriege unterstünde, konnte er dann aus Zeitgründen nicht mehr eingehen. Frage eines Rentners war, was Varoufakis vom Namensstreit um Makedonien halte. Varoufakis: Die Syriza-Entscheidung zur Namensfrage war notwendig, um die zukünftige Bildung eines Grossalbaniens wegen der ethnischen Zersplitterung F.Y.R.O.Ms und damit einen grösseren Einfluss der Türkei auf den Balkan zu verhindern. Der Rentner: Wo es ein Nordmazedonien gibt, wird von chauvinistischen Kräften bald die Frage nach dem Verbleib eines Südmakedoniens gestellt werden. Ein prima Schalthebel für Leute wie George Soros, der schon jetzt Schulbücher mit Karten eines vereinigten Mayedoniens drucken lässt. Varoufakis: Das ist eine Verschwörungstheorie: Wenn erst mal alle Balkanstaaten in EU und NATO sind, haben sich diese Probleme doch von allein erledigt.

Mir schien, dass Varoufakis Klientel, was ihre Heimat betrifft, besser über die Faktenlage und internationale Finanz- und Militärmacht bescheid weiss, als er selbst. Er liess diese Menschen enttäuscht zurück. Auch in Griechenland sind es nur rechte Parteien, die sich als Beschützer dieser Interessen und als Fundamentalopposition zur EU aufspielen. Wie in Deutschland gibt man diese Themen ohne Not an die Rechte ab.

Die AFD spielt, wie Uli richtig schreibt, Fundamentalopposition. Und sie bastelt in einem ihrer Thinktanks, dem Institut für Staatsforschung, schon mal an Ideen für ein Post-EU Europa. Denn ihre intellektuellen Kader geben zumindest vor zu wissen, dass man etwas nur dann zerstören sollte, wenn man auch eine vermeintlich bessere Alternative offerieren kann.

Dass eine Partei, wie die Linke, mit einer Rosa-Luxemburg-Stiftung im Rücken, nicht in der Lage ist, tragfähige Alternativen einer international friedlichen, gerechten und nachhaltigen politischen Europa-Idee zu entwickeln und diese medial wirkmächtig unters Volk zu bringen, ist an sich schon eine Schande. Dass sie sich nun aktiv dem imperialen Status Quo zuwendet, ist Verrat!


Am 04. März 2019 schrieb Olaf Teßmann:

Ich hoffe nicht, daß die Linke hinter Seehofer
zurücksteht, der, korrekterweise, bei Pelzig
mal geäußert hat:
"Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden." Die Linken hegen wohl nicht im Ernst die Illusion, daß sie in den Parlamenten etwas bewegen können. Täten sie das, wäre ihr Handeln ja fast noch schlimmer.


Am 04. März 2019 schrieb R. R.:

Die STASI hat doch alles getan um den Untergang der DDR bestmöglichst zu beschleunigen. Und das Ministerium für Staatssicherheit war das Ministerium was sich von selbst auflöste!

Die STASI war maßgeblich daran beteiligt, westliches Kapital in der DDR anzusiedeln um damit die Volkseigenen Betriebe zu unterminieren und die Privatisierung voranzutreiben. Gysi war einer der Strippenzieher.

Schrittweise hatte sich die SED von ihrer Führungsrolle verabschiedet, die Führung der DDR und der Volkswirtschaft lag in den Händen der STASI.

Und ja, das ist historisch belegbar.


Am 04. März 2019 schrieb Johannes M. Becker, Privatdozent Dr., Friedensforscher:

Du beschreibst den Jammer trefflich, lieber Uli. Ich frage mich, warum diese PolitikerInnen derart handeln? Nur weil sie "dabei" sein wollen?
So jedenfalls werden die Gelben Westen den Stuttgart 21-BefürworterInnen und den "Freie Fahrt für freie Bürger"-(Frauen kommen bei denen nicht vor)Adepten vorbehalten bleiben...
Ein Trauerspiel!

Antwort von U. Gellermann:

Dabei-Sein-Wollen ist ein mächtiger Faktor, auch die Illusion in den Parlamenten wirklich was zu bewegen.


Am 04. März 2019 schrieb Ursula Münch:

Lieber Uli Gellermann,

Deinen Artikel zum obigen Thema habe ich insgesamt mit großer Zustimmung gelesen und bedanke mich herzlich für ihn.
Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung leider nicht bestätigen, dass Gysi, Bisky & Co jemals ernsthaft das Positive an der DDR vor Verleumdungen in Schutz nehmen wollten. Ich schicke Dir dazu mal in einer gesonderten Mail die Kopie meiner Mitteiung an Arnold Schölzel mit 2 PDF als Anhang. In der ersten beschreibe ich u.a. das "Desinteresse" der PDS-Parteiführung an der Arbeit unserer kleinen Autorengruppe "Spurensicherung - so habe ich das erlebt". Ich selbst habe dann Jahr für Jahr auf dem Strausberger Friedensfest erlebt, dass sowohl Gysi als auch Bisky einen großen Bogen um unseren Bücherstand machten als wären wir Aussätzige. Gelegentliche Äußerungen wie "Es war nicht alles schlecht in der DDR" entsprangen m.E. vor allem taktischen Erwägungen.


Am 04. März 2019 schrieb Klaus Madersbacher:

Das werden ja sehr linke Linke sein, die mit den Rechten mithampeln ...
Was soll denn an dem ganzen Zirkus überhaupt links sein?
Die sind ja selbst Bluthunde ...


Am 04. März 2019 schrieb Lena Bremer:

Ein Trauerspiel. Gut beschrieben, erstklassig analysiert.


Am 04. März 2019 schrieb Michael Kohle:

Ein allerletztes Mal sollten wir es noch anhören dürfen:

https://www.youtube.com/watch?v=UXKr4HSPHT8

Ansonsten: R.I.P.

Es sei denn #Aufstehen meldet sich zurück. Dann aber bitte unter einem neuen Namen.

Vorschlag: #thewalkingdead !

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