Da fährt der CIA-Chef John Ratcliffe nach Moskau und die Rheinmetall-Medien in Deutschland überschlagen sich: Ratcliffe soll eine Warnung an die Russen überbracht haben! Mit dieser angeblichen Nachricht wird die Behauptung, die Russen wollten bei Gelegenheit die NATO angreifen, verbreitet und der nützliche Russenhass vertieft: Wenn die Russen die NATO überfallen, dann überfallen sie uns, und für diesen Tag müssen die Deutschen auch den letzten Cent hergeben, damit sie vor den bösen Russen geschützt werden!
Profitable Botschaft
Um die profitable Botschaft der Rüstungsindustrie unter die Leute zu bringen, lässt der bewährte Springer-Konzern den ehemaligen BND-Chef August Hanning in seinem „Telegraph“ auftreten: Der warnte vor einer „unterschätzten Bedrohung durch Russland“ und einer „naiven Pazifismus-Haltung“ in Deutschland.
Putin und Hitler
Solche „Nachrichten“ lassen die Rheinmetall-Aktien um 33 Prozent in die Höhe schnellen und sollen den ideologischen Rückhalt der Kriegsgewinnler in der Bevölkerung steigern. Wie üblich werden die zentralen Botschaften der Rheinmetall-Fraktion in allen deutschen Medien gleichförmig wiederholt, und es wimmelt von Wörtern wie „offenbar, könnte sein, wahrscheinlich“, was auf den Wahrheitsgehalt der „Nachrichten“ hinweist. Leider mutiert die Lüge im Bewusstsein der Konsumenten zur Tatsache, wenn sie nur oft genug wiederholt wird. Um die Verleumdung komplett zu machen, wird in der WELT der frühere Ukraine-Sondergesandte der Trump-Regierung, Keith Kellogg erwähnt: Der hatte Putin unter anderem mit Hitler verglichen und vor einem Dritten Weltkrieg gewarnt.
Dritten Weltkrieg vorbereiten
Wer einen Dritten Weltkrieg vorbereitet, tut gut daran, dem Feind eine Weltkriegsabsicht zu unterschieben: So wird der Feind zum Aggressor, und die tatsächliche Weltkriegsfraktion kann sich als Friedens-Engel darstellen und die eigenen Absichten als notwendige Verteidigung ausgeben.
Schuldenregel des Grundgesetzes
Auch und gerade um die wachsenden Rüstungs-Ausgaben durchzuwinken, hatte der Bundestag am 8. März 2025 die „Schuldenbremse“ des Grundgesetzes demontiert und ziemlichen Klartext geredet: „Ausgaben für Verteidigung und bestimmte sicherheitspolitische Ausgaben ab einer bestimmten Höhe sollen künftig nicht mehr auf die Schuldenregel des Grundgesetzes angerechnet werden“.
Parlament hat Bremse gelöst
Das Parlament hat jene Bremse gelöst, die das Land vor der Fahrt in den Krieg schützen sollte. Auch deshalb müssen die Regime-Medien jeden Anlass nutzen, um die „Kriegstüchtigkeit“ der Deutschen zum Kamikaze-Blindflug zu formieren. Wer Deutschland aus den Fesseln der Kriegsfraktion lösen will, muß für die Neutralität des Landes plädieren. Nach dem Artikel 13 des Nordatlantikvertrags von 1949 ist der Austritt aus der NATO möglich. Aber das wird ohne kräftigen außerparlamentarischen Druck nicht geschehen: Raus aus der NATO - rein in das Vergnügen der Selbstbestimmung!