USA will Krim zurück

Neuer Vorstandsvorsitzender, altes Geschäftsmodell

Autor: U. Gellermann
Datum: 06. Februar 2017

Die Krim, das weiß doch fast jeder, ist altes amerikanisches Gebiet. Deshalb hat die neue US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, auch klar gemacht, dass die Sanktionen gegen Moskau bis zur Rückgabe der „annektierten“ Halbinsel Krim bestehen bleiben werden. Und zwar soll die Krim der Ukraine gegeben werden, so wie einst Nikita Chruschtschow in einer Wodkalaune die Krim an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik verschoben hat. Aber wenn die Ukraine erstmal in der NATO ist, spielt das für die USA keine Rolle mehr.

Was eine Rolle spielt: Von Sewastopol auf der Krim, dem Heimathafen der russischen Schwarzmeerflotte, sind es nur noch 1.273,07 Kilometer bis nach Moskau. Von Sewastopol aus könnten in aller Ruhe diese und jene „BGM-109 Tomahawk“, wunderbare raketengetriebene Lenkwaffen, auf Moskau abgefeuert werden. Von diesen Dingern hat die US Navy genug auf Reserve, um den Moskauer Himmel zu verfinstern. Natürlich auch mit atomaren Gefechtsköpfen. Erst im Oktober 2016 wurden Tomahawk-Marschflugkörper gegen Ziele im Jemen eingesetzt. Der Start erfolgte vom Zerstörer USS Nitze aus gegen Radarstationen der Huthi. Wahrscheinlich ist der Jemen auch altes amerikanisches Gebiet.

Das Gebiet der Ukraine scheint vorläufig die US-Filial-Leiterin Merkel zu übernehmen. Jedenfalls redete die Dame so, als sie jüngst ihren Kiewer Stellvertreter, Petro Poroschenko, in Berlin traf: „Ich möchte ausdrücklich die Reformen, die in der Ukraine durchgeführt wurden, begrüßen“ und Merkel fuhr fort: „Wir unterstützen diese Schritte der ökonomischen Umordnung und der Umordnung des gesamten Staates natürlich durch deutsche Beratung“. Umordnung? Bankenpleiten, Korruption, Inflation in der Ukraine: Das klingt eher nach Un- statt nach Um-Ordnung. So also sieht deutsche Beratung aus.

Und doch bekennt die Filial-Leiterin auch Sorgen: „Wir haben in den letzten Stunden wieder erfahren, dass der Waffenstillstand nicht existiert und dass es gefallene Soldaten zu beklagen gibt“. Über die Panzer der ukrainischen Armee, die sich gegen die Vereinbarungen des Minsker Abkommens in der Ost-Ukraine bewegen, klagte die Merkel nicht. Kein Ton auch über das ukrainische Personal, das seit dem zweiten Minsker Abkommen, beharrlich die dort formulierte Forderung ignoriert, die Gebiete der Selbstverwaltung der Oblaste Donezk und Lugansk festzulegen. Obwohl im Abkommen, bereits im Februar 2015 geschlossen, der Zeitraum der Umsetzung festgelegt ist: „Unverzüglich, innerhalb von 30 Tagen nach der Unterzeichnung dieses Dokuments.“

Nikki Haley, die lauthals vor den Vereinten Nationen das „aggressive Verhalten Russlands“ behauptete, wurde von Sarah Palin unterstützt. Wer sich erinnern mag: Palin war diese dümmlich-aggressive US-Politikerin, die auch schon mal sicher war, dass der Irakkrieg von Gott festgesetzt gewesen sei. Die Palin nannte die Haley eine „Mama Grizzly“, eine echte Bären-Mutter. Dieser Ehrentitel war für eine Frauengruppe reserviert, die von der Palin bei diversen US-Wahlen protegiert wurde. „Grizzlies sind überaus besitzgierig“, sagt ein Lexikon, „was ihr Fressen betrifft, und greifen jeden an, der ihrer Beute zu nahe kommt“. – Und so hat zwar der Vorstandsvorsitzende der USA Incorporated gewechselt, aber die Geschäfts-Philosophie ist die selbe geblieben: Alles gehört uns. Und auch, wenn es uns nicht gehört, wollen wir es wieder haben.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 09. Februar 2017 schrieb Marc Britz:

Während sich die Panzer der ukrainischen Armee nun seit geraumer Zeit in der Ost-Ukraine mit den von Merkel als geradezu unappetitlich eingestuften Nebeneffekten "bewegen", waren die US-Regieseure des Kiev-Putsches - Fuck-the-EU-Buddies Victoria Nuland und Geoffrey Pyatt - bis zur Amtsübernahme Trumps auch nicht untätig, bzw. anderswo bereits am weiterzündeln. Pyatt ist mittlerweile US-Botschafter in Athen, wo er mit Nuland bis zu deren "Rücktritt" an der "Wiedervereinigung" Zyperns bastelte. Der bereits in Verhandlung befindliche Plan enthält faktisch die Neugründung Zyperns unter einer Doppelregierung beider Volksgruppen in der die bisherige türkische Besatzungsmacht dann praktischerweise als nun legitimierte NATO-Truppe für die nötige "Sicherheit" sorgen könnte.
Dieser von Nuland vermittelte Plan verletzt natürlich nicht nur den in einem früheren Referendum geäußerten Willen der Bevölkerung des Westteils, sondern auch die Verfassung der Republik Zypern und das Völkerrecht. Bei Erfolg hätten türkische Kräfte quasi den Fuss in der EU, mit allen Rechten und ohne irgendwelche Pflichten, und eine völkerrechtswidrige Besatzung mit anschließender ethnisch motivierter Siedlungspolitik würden nachträglich gerechtfertigt. Zypern wäre dann eine nette kleine Zeitbombe wie Bosnien oder der Kosovo. Das Ziel der Übung ist die Türkei wieder auf NATO-Kurs zu bringen, die Vormacht der Briten auf der Insel zu übernehmen, etwas vom kürzlich dort gefundenen Gas abzukriegen und -hauptsächlich - die Front gegen Russland vom Mittelmeer her aus enger zu ziehen. Dass diese Pläne wegen Trump auf Eis gelegt werden darf ebenfalls bezweifelt werden.


Am 08. Februar 2017 schrieb altes Fachwerk:

wie viel trump steckt schon drin in den jetzigen und anstehenden ereignissen und entscheidungen??

mehrere foristen haben es schon angedeutet: die clinton/obama-krake unterbindet oder verzögert durch alten mehrheiten und juristische tricks die übergabe der regierungsgeschäfte an die neue gewählte legislative!! heute konnte nur durch zustimmung durch den vizepräsidenten die neue bildungsministerin vom senat bestätigt werden. ein novum!!.
es wird ostern, und das neue kabinett wird vom senat nicht durchgewunken:)
kein wunder, dass trump mit erlassen oder dekreten regieren muss, und per twitter dies der welt mitteilt! man muss trump nicht mögen, aber man sollte beobachten, wie der bürgerliche staat auf mögliche politische veränderungen reagiert und/oder sie bekämpft!! und dies selbst im eigenen lager.
in einer pseudodemokratie darf eben volkes wille nicht passieren, weil die parlamentarische/bürokratische exekutive plus judikative was dagegen hat! natürlich im auftrage bestimmter interessensgruppen des kapitals und der wirtschaft, wer glaubt schon ans primat der politik:)
man stelle sich vor, eine linke konstellation welcher gestalt auch immer entscheidet sich in unserem ländle, die kriegsgefahr per exportverbot von waffen einzuschränken!! jede wette, dass das bundesverfassungsgericht dies als verfassungsbruch untersagen würde, weil die unternehmerischen freiheiten eingeschränkt werden!! die gleichen, die den krieg erlauben, würden den frieden verbieten:)
apropos politik und ukraine
am 17.02. beginnt in münchen die sicherheitskonferenz!! wundert es jemanden, dass es jetzt im osten knallt??

Antwort von U. Gellermann:

Der Justizminister Eric Holder (Kabinett Obama, Februar 2009 bis April 2015) hat wochenlang auf seine Bestätigung durch den Senat warten müssen: Übliche Spielchen. Wenn es eine „Krake“ war, dann kam die von den Republikanern. Jede Menge Dekrete wurde auch von Obama erlassen. Romantik hilft nicht bei der Analyse. – Die Behauptung über das Bundesverfassungsgericht ist nicht nur spekulativ sondern auch von keiner Ahnung getrübt.


Am 08. Februar 2017 schrieb sigrid sigrid:

In dem ganzen Zusammenhang möchte ich noch auf eine konkrete Sache hinweisen, die von Trump erwähnten 'Sicherheitszonen' in Syrien. Mir liegt ein Artikel des libanesischen Generals Amin Hoteit in frz. Sprache vor mit dem Titel:
"Die Sicherheitszonen Trumps oder der neue Plan zur Aufteilung Syriens". Der Autor beruft sich hauptsächlich auf israelische Quellen. Danach wäre vorgesehen, Syrien in vier Regionen aufzuteilen:
- eine erste Zone im Nordosten, von Hasaka bis zum Euphrat, für die 'demokratischen Kräfte Syriens',
- eine zweite Zone nördlich von Aleppo bis zur türkischen Grenze unter türkischer Verwaltung,
- eine dritte Zone im Süden vom Golan über Danaa bis Soueida offiziell unter jordanische Verwaltung, implizit aber an Israel,
- eine vierte Zone im Westen von der Küste bis nach Homs unter russische Verwaltung.
So glauben entsprechende Kräfte in der neuen Administration Trump, den Sieg der syrischen Armee umgehen zu können, indem sie gleichzeitig die Interessen Russlands, der Türkei und Israels berücksichtigen. Um dieses Ziel zu erreichen, möglicherweise über die UNO, soll Russland eingebunden werden.
Das hat mit politischer Annäherung an Russland nicht viel zu tun. Man versucht, die russische Regierung einzuwickeln, um seine eigenen Ziele besser zu erreichen. W. Putin als 'good guy' zu bezeichnen, kostet nichts. Hier wurde lediglich die Taktik geändert, nicht die Ziele des US-Establishments.
Und wenn man jetzt noch das Verhalten
gegenüber den Palästinensern und dem Iran betrachtet ....
Das hat mit einer Aufgabe der Strategie 'regime change' nichts zu tun.
Eine Art 'regime change' scheint man wohl auch in der EU anzustreben, indem man die extreme Rechte hätschelt. Der neue US-Botschafter bei der EU sagte in einem BBC-Interview, dass er die EU zerschlagen wolle, 'Trump liebe keine supranationalen Strukturen'. Das mögen Sprüche sein, aber auch hinter Sprüchen stecken Gedanken..
Ich bin auch nicht für diese Art von EU, aber zurück zu Nationalstaaten mit Hilfe der extremen Rechten? Nein, danke!
Dem Glauben, mit Trump wäre mehr Frieden möglich oder ein Ausgleich mit Russland, kann ich nur Skepsis entgegen bringen.


Am 08. Februar 2017 schrieb altes Fachbuch:

"Neuer Vorstandsvorsitzender, altes Geschäftsmodell"
ODER
bestimmt der vorsitzende das modell oder das geschäftsMODELL (nicht die geschäftsphilosophie!!) den vorsitzenden??

die richtige beantwortung dieser frage macht den linken aus!!
der galerist weist zurecht daraufhin, dass die vorturner regelmäßig wechseln, ohne dass die (ideelle) philosophie des tatsächlich existierenden (materiellen) geschäftsmodells sich ändert!! das sein determiniert das bewusstsein, und so ist es nur konsequent abzuleiten, dass das "modell" die vorsitzenden produziert, hofiert und ggfls. austauscht, wenn es gefahr für seine geschäftsgrundlage sieht - und damit insgesamt abgeschafft gehört!!
natürlich macht es mehr spaß, auf medienereignisse wie den führungswechsel in amiland zu sehen und mit zu spekulieren, wie einige foristen das tun. aber da könnte man sich auch fragen, ob eintagsfliegen tagebuch führen!!
solange man sich mit obamas, clintons, trumps, putins, einarmige, schwule und lesben, stehend- sitzend- pinkler und ausländer, punker oder bekloppte....... beschäftigt, ist man von der MODELLFRAGE abgelenkt!!

und das ist ziel des medienrummels in germany, weil das modell einen neuen vorturner vorsieht!!
dieser darf allerdings dessen philosophie nicht stören:)

das wort demokratie habe ich nicht zufällig vergessen!!


Am 08. Februar 2017 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

An Trump beunruhigt mich wohl am meisten dessen einseitige Unterstützung Israels - sprich des verschlagenen Staatsoberhauptes Nethanjahu. Diesem schlägt - pünktlich ab dem US-Präsi-Wechsel bzw. dank Trump - anscheinend die Stunde:
Den israelischen Unrechtsstaat illegal, dafür aber umso rasanter zu vergrößern, den unrechtmäßigen Siedlungsbau voranzutreiben bzw. ihn nachträglich zu legalisieren.
Krimineller Landraub - die USA haben hier m. W. jedoch noch nichts zurück gefordert. Und komisch, das Ganze ist deutlich weniger im öffentlichen Fokus als die Krim.


Am 08. Februar 2017 schrieb Jurgen Berg:

@ U. Gellermann

Klar, deren atomare vernichtungsphantasie ist bekannt. Aber nochmal: "Fragezeichen": sie könnte ja am Ende auch Maus sein?
Ich persönlich sehe mehr Fragezeichen als Antworten.


Am 07. Februar 2017 schrieb Jurgen Berg:

Trump spielt Katz und Maus, aktuell auch mit Netanjahu?

Voltairenet-Auszug:
http://www.voltairenet.org/article195199.html

"Innerhalb von zwei Wochen haben viele Dinge begonnen, oft mit größter Diskretion. Die donnernden Erklärungen des Präsidenten Trump und seines Teams haben willentlich für Verwirrung gesorgt und ermöglichten ihm, seine Mitarbeiter trotz eines teilweise feindseligen Kongresses bestätigen zu lassen.

Verstehen wir doch, es ist ein Krieg auf Leben und Tod, der zwischen zwei Systemen in Washington begonnen hat! Lassen wir also die atlantischen Medien die oft widersprüchlichen und untereinander uneinheitlichen Sprüche kommentieren und beschäftigen wir uns nur mit Fakten.

Antwort von U. Gellermann:

Aus dem verlinkte Artikel des Voltairenet zwei beispielhafte Zitate:

1. „Die donnernden Erklärungen des Präsidenten Trump und seines Teams haben willentlich für Verwirrung gesorgt und ermöglichten ihm, seine Mitarbeiter trotz eines teilweise feindseligen Kongresses bestätigen zu lassen.“

Absichtliche Verwirrung, um die eigenen Mitarbeiter durchzusetzten? Das ist tatsächlich verwirrend verwirrt.

2. „Zur Lösung des Konflikts in der Ukraine ist Donald Trump auf der Suche nach einem Weg, um den Präsidenten Petro Poroschenko hinaus zu werfen. Er hat deshalb im Weißen Haus dessen Oppositionsführerin, Julia Timoschenko, empfangen, und zwar noch bevor er einen Anruf von Präsident Poroschenko akzeptierte.“

Wer Frau Timoschenko kennt, der muss, wenn Trump die Dame favorisiert, vermuten, dass Trump die Lage in der Ukraine verschärfen will.


Am 07. Februar 2017 schrieb Uschi Peter:

Achtung! Die Umformung der Welt geht weiter. Mal nach Rumänien schauen, da ist eine Ukraine 2.0 im Entstehen oder? Die wirklich Herrschenden der USA wie Soros und Co. geben keine Ruhe. Wenn Trump nicht wenigstens in Ansätzen mitzieht, ist seine Amtszeit noch kürzer als die Kennedys. Bei J.F.K. haben anfangs noch alle gejubelt über das Glamourpaar. Der hat aber auch nicht so deutlich gegen das Establishment gesprochen und fleißig in Vietnam bomben lassen. Auch gegen Castro hat er seine Giftmischer geschickt. Der Trump hat nichts dergleichen getan und sogar mit Frieden gedroht. Da sollte er sich nur warm anziehen. Uns bleibt nur übrig, abwarten und keine Prognosen stellen.


Am 07. Februar 2017 schrieb Benno Herbst:

"Die Krim, das weiß doch fast jeder, ist altes amerikanisches Gebiet."
Das ist vollkommen richtig. Da gibt´s gar nichts zu lachen. Das ist so.
Schon zu Janukowitschs Zeiten, das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, fingen die Amerikaner an, Quartier zu machen, wie man im Militärjargon sagt. Sie waren der festen Absicht, sich auf der Krim fest einzunisten. Zu diesem Zweck requirierten sie in Sewastopol, der Heldenstadt, bereits Quartiere, vornehmlich Schulen und ließen diese, natürlich mit einer entsprechenden internationalen Ausschreibung aber nach den Standards der US-Navy zur Unterbringung von Militärangehörigen herrichten. Meines Wissens waren es schon 6 Objekte. Im Frühjahr 2014 war schon ein weiteres Sanierungsabjekt im Internet ganz offen ausgeschrieben.
Wenn die Ukrainer, natürlich mit der uneigennützigen Hilfe der US-Army, die russische Flotte aus ihrem Stützpunkt vertrieben hätte, wäre die siegreiche ukrainische Flotte, oh Verzeihung, ich verschrieb mich, natürlich die US-Navy im Kriegshafen der Heldenstadt Sewastopol vor Anker gegangen. Über Sewastopol sollten Sternchen und Streifen wehen. Das wäre DER Triumpf Obamas über Putin gewesen, den er sowieso nicht leiden konnte und ihn deshalb immer wie ein Oberlehrer mit erhobenem Zurechtweisungs-Zeigefinger versuchte klein zu machen.
Und dieser ungezogene Putin, um es mal auf diese eine Person zu reduzieren, hat ihm nicht den Zeigefinger sondern den Daumen gezeigt, wo er hingehört. Wwoohh!
Tja, und in der Nähe von Feodossia sollte ja auch ein Camp für US-Spezialkräfte entstehen. Die bereits dort angelandeten GIs machten sich dann aber ganz schnell vom Acker, als sie merkten, was sich auf der Krim in diesem Frühjahr 2014 tat. Das war so ganz anders als in der "übrigen" Ukraine, wo sich im ganzen Land US- und Natomititärs und Geheimdienstler ungehindert tummelten.
Ich wollte nur mal unterstreichen, daß es sehr wohl richtig ist, wenn von "altem" amerikanischen Gebiet geschrieben wird. Diese Objekte werden doch wohl vor der Renovierung in US-Besitz gewechselt sein.
Mir ist allerdings nicht so richtig klar, welche Rolle der Janukowitsch dabei gespielt hat. Ihm wird doch immer unterstellt, daß er angeblich rußlandfreundlich gewesen sei. Vermutlich hat er versucht mit seinem Präsidentenarsch auf zwei Stühlen zu sitzen und hat sich dazwischen gesetzt.
Aber meiner Ansicht nach war nicht die "geringe" Entfernung zu Moskau das Wesentliche wegen der Krim. Von Donezk, Luganzk oder Charkow sind es keine 700 km bis Moskau. Da gibt es so gut wie keine Vorwarnzeit für die Russen mehr, falls sich die US-/Natotruppen hätten dort einquartieren und ihre Raketen dort stationieren können.
Ganz offensichtlich hatten die Amis mal was von der Zarin der Großen Katharina II. gehört, der da der Ausspruch nachgesagt wird, wer die Krim beherrscht, beherrscht das Schwarze Meer.
Wer sich die Karte mal anschaut mit den Augen von US-Militärs, weiß um die Wahrheit.


Am 07. Februar 2017 schrieb Herr Wurzelzwerg:

Es ist ja richtig, man weiß nicht, ob man es falsch oder richtig macht, wenn man sich ins Trump-Bashing einreiht. Und dass es eine gezielte Kampagne der Bundesregierung ist, auch um Zustimmung der Bevölkerung zu erhalten, darüber gibt es hoffentlich keine Unklarheiten bei Ihnen? Die Medien sind da sehr aktiv. Sollte man ein paar Wochen scheintot gewesen sein und plötzlich aufwachen, fragt man sich, ob man in der falschen Welt aufgewacht ist.

Dass Trump keinerlei progressive Politik machen würde, müsste doch von vornherein klargewesen sein. Ein paar gute Absichten hat er geäußert während des Wahlkampfs, aber man weiß doch, wie solche Sprüche dann im Sande verlaufen - nicht nur hierzulande, sondern vor allem in den USA.
Dass er Israel in seinen Plänen unterstützen würde, daran gab es doch von vornherein keinen Zweifel. Und dass er kein Freund von Assad und des Iran ist, auch nicht. Genauso, dass er in einer Ukraine dreinschlagen will. Allzu überraschend kommt das bei mir alles nicht an. Er ist ein Präsident der äußersten Rechten der USA.

Was mich an der ganzen Sache ärgert: Dass Sie auf die Propaganda der Bundesregierung insofern hereinfallen, als Sie die "neue" US-Politik völlig auf Trump konzentrieren, die gewöhnliche US-Politik personalisieren, sich also in das Trump-Bashing der Bundesregierung einreihen und damit vom "Normalfall" der US-Politik ablenken. Es ist schwer, derzeit die US-Politik anzugreifen, ohne Trump in den Mittelpunkt zu stellen - aber genau das hätten Sie machen müssen. Trump unterscheidet sich nicht allzusehr von Obama, er gehört nur zur anderen Fraktion des US-Kapitals und setzt seine "eigenen" Akzente.

Haben wir Linke nicht andere Aufgaben, als für die eine oder andere imperialistische Seite Partei zu ergreifen? Ich will Ihnen nicht unterstellen, dass Sie das bewusst tun, aber unterm Strich bleibt es bei diesem Ergebnis. Ob Sie wollen und begreifen oder nicht.

Antwort von U. Gellermann:

Der Jammer ist, dass Sie viel Meinung haben, aber wenig Ahnung: Von den 11 Artikeln des neuen Jahres auf der Start-Seite der RATIONALGALERIE haben sich ganze drei mit dem Herrn Trump beschäftigt. Davon auch noch einer (Trump den Krieg erklären - Von Merkel bis Links: Die Querfront steht), der genau die von Ihnen beklagte mediale Anti-Trump-Front höchst kritisch beschreibt. Was mich an Ihnen ärgert ist a) dass Sie auf die von Ihnen selbst imaginierte Wirklichkeit reinfallen, und dass Sie sich, von dieser Pseudo-Wirklichkeit ausgehend b) für einen Lehrer in linkem Journalismus halten ohne einen Schimmer davon zu wissen.


Am 07. Februar 2017 schrieb Herr Wurzelzwerg:

Ich will nicht behaupten, dass Trump mir auf irgendeinem Gebiet, in dem er seine Hände drin hat, gefällt. Er ist ein US-Multi, er verhält sich wie ein US-Multi und hat anscheinend Ärger mit der anderen Truppe US-Multis. Wenn ich behaupten würde, das sei meine Welt, das wäre eine dicke glatte Lüge.
Aber ich habe ein Aber. Wenn man wie ich kritisch fernsieht, kommt man an den Punkt, wo man beim Namen Trump derzeit Hautjucken kriegt. Nicht nur, weil es anscheined kaum noch andere politische Themen in Bundesdeutschland gibt, nein, auch deshalb, weil man beim Thema Trump zu leicht mit den BRD- und EU- Herrschaften in einem Kuschelbett zusammenliegt, ohne dass man es begreift, wie es dazu kommen konnte.
Ist aber nicht schwer, es zu begreifen.
Wer die Dame Merkel, den Herrn Röttgen und Konsorten sowie die Medienhuren Will, Plasberg etc. ansonsten nicht ertragen kann, muss sie heute doch ganz sympathisch finden, schließlich halten sie von Trump noch weniger als man selbst. Sonst würde man die doch reden und schreiben lassen und ansonsten sich einen schönen Tag machen - oder? Ich stelle fest, dass die Medienpropaganda wirkt, und zwar auch bei Leuten, die von sich behaupten, sie seien die Gescheiten und lassen sich doch nicht von denen einwickeln!

Wir wissen hoffentlich alle, dass die Proteste gegen Trump in den USA von Soros und Co. organisiert und finanziert werden. Wir wissen alle, dass Merkel ganz andere Motive als wir hat, wenn sie Trump verdammt, weil er für bestimmte Emigranten aus moslemischen Staaten ein Einreiseverbot verhängt hat. Das Herzchen sieht den Balken im eigenen Auge nicht - was ist denn der 10-Punkte-Plan von Valetta? Er ist doch auch ein Einreiseverbot, und zwar ein noch schlimmeres als Trumps. Die Flüchtlinge, die nach Libyen zurückgeschickt werden, gehen, wenn man die Berichte gelesen hat, in die Hölle zurück. Zurückgeschickt von den Heuchlern der EU. In Valetta fiel kein Wort zu den Ursachen der Flüchtlingsbewegungen nach Europa.
Und das ist nur ein einziges Beispiel, wie wir gegen Trump aufmunitioniert werden sollen.

Nein, ich bin fest der Ansicht, wer sich links sieht, macht da nicht mit. Sonst sitzt er mit diesem ganzen Pack in einem Boot!

Ich weiß, es ist schwer, sich nicht zu Trump zu äußern. Aber wir sollten nicht vergessen, dass wir, wenn wir es tun, die Geschäfte derjenigen erledigen, mit denen wir nichts im Sinn haben. Sofern wir uns Linke nennen.

Antwort von U. Gellermann:

„Wir sollten. . . „schreiben Sie und meinen mit dem Plural wohl auch die RATIONALGALERIE, die sich auch nicht mehr „zu Trump äußern sollte.“ Trump vertritt eine Fraktion der Herrschenden in den USA. Bisher ist erkennbar, dass diese Fraktion eine Israel-Politik wünscht, die eine ganze Region in die Luft zu sprengen droht. Diese Fraktion nennt den Iran „Terrorstaat Nummer eins“ und ist dabei mit dieser Linie einen neuen Kriegsherd zu schüren. Und der aktuelle Artikel markiert die brandgefährliche Fortsetzung der US-Ukraine-Politik. Darüber sollten „wir“ schweigen? Das wäre so sinnvoll wie über das Wetter zu schweigen, nur weil Frau Merkel auch darüber redet.


Am 07. Februar 2017 schrieb altes Fachbuch:

ooops, gerade gelesen: https://de.sputniknews.com/politik/20170206314419507-Kiew-neues-regelungs-format-ukraine-Krise/

vor tagen schon hatte die timoschenko minsk in zweifel gezogen:
- keine amis dabei
- die festlegungen bevorteilen "separatisten", weil stillstand
- poroschenko bleibt am ruder

deshalb die rückbesinnung auf das budapester memorandum von 1994: als die ukraine damals die atomwaffen an russland abgab und kernwaffenfreiheit versprach, war das an garantien für ihre souveränität und unantastbarkeit der grenzen gekoppelt. und siehe da, garantiemächte sind ua. die von minsk ausgeschlossenen amis und briten!!

war es nicht timoschenko, die in einem telefonat mit n. shufrych die russen persönlich mit maschinengewehren massakrieren wollte, gar atombomben zur liquidierung der 8 millionen russen auf der krim und im donbass einsetzen wollte??

aufpassen, was da passiert!!


Am 07. Februar 2017 schrieb Reiner Welter:

Wer Trump als möglichen Friedensengel einschätzt, der muss sich nur seine Iran-Poltik ansehen. Für die hat er gerade vom russischen Außenminister eine Ohrfeige einstecken müssen: „Der Iran trägt zum Kampf gegen den ‚Islamischen Staat‘ (IS) bei, indem er — auf Bitte der legitimen Regierung in Damaskus — bewaffnete Verbände in Syrien unterstützt.“


Am 06. Februar 2017 schrieb altes fachbuch:

der friedensnobelpreisträger obama hat die usa auch diplomatisch ins abseits gestellt!!
kriege entfachen und zerstörungen anrichten, failed states hinterlassen - das geht gut! ABER das leben geht ja weiter, was passiert dort, wer regelt wie den nachlass?? einen krieg führt man normaler weise, um was zu gewinnen - und das haben die amis nicht! sie verkörpern zunehmend den größten feind in der welt, haben spätlasten wie den terror an der backe und haben außer dem selbstbefriedigungskreislauf rüstung-krieg wenig gewonnen! jegliches renommee in jeder beziehung ist weg, es bleibt nur die angst vorm ami!
keine amis in minsk dabei, keine amis in astana dabei - das provoziert ein ads- system. gottes erwähltes land ohne einfluss:), schlimmer noch, es wird ignoriert!!
ein anderer aspekt ist die abfolge der ereignisse. nach der niederlage um aleppo muss anderswo der krieg her, um wieder von syrien abzulenken!! also ukrainische leichen, um von al hasaka (dem syrischen erbil) den fokus zu nehmen! da kann eine rückenkranke timoschenko auch mal auf klofrau machen, wenn ihre botschaft für aufmerksamkeit nicht mehr reicht.

spielt da die frage nach einem vorstandsvorsitzendem noch eine rolle??
auch der powers sah man äußerlich an, dass sie einen sche*ßjob macht, nun kommt halt eine nikki, mit ein bissel frieden, wenn die anderen machen, was der vorsitzende will....
es ist und bleibt das gleiche geschäftsmodell, und das ist der imperialismus!


Am 06. Februar 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Hat Samantha Power nur ihr flottes Kostüm gewechselt ? Andere Farbe ?
Denn Nikki macht ja den Papageien bei den Vereinten Nationen.
Sie mischen, wie angenommen, wieder fleißig und munter mit; der Kriegstreiber Nr. 1 in der Welt: Die USA. Der Schoki Präsident will verhindern, dass Putin und Trump, wenn es denn zu einem Treffen kommt, eventuell einer politischen Lösung näher kommen können, und das soll verhindert werden, und der Besuch beim Auslaufmodell Merkel, und die erneuten, politischen Unruhen, die just in dem Moment aufflammen, wo mögliche Veränderungen möglich werden, lassen tief blicken. Im Vorfeld wird soviel politisches Porzellan zerschlagen, dass es eine Menge an Zeit braucht, es wieder zu reparieren, wenn es dann noch möglich ist. Poroschenko ist an einer politischen Lösung nicht interessiert. Der Karren steckt tief im nationalistischem, faschistischen und korrupten politischen Sumpf, deswegen der Besuch bei der "Filialleiterin" einer Republik, wie Lutz schreibt,die im "Haben" wollen, wie man weiß, den Amis in nichts zurücksteht, sagt die Geschichte. Oliver Stone, der Regisseur spricht in einem Artikel bei RT über beabsichtigtes Zurückhalten von politischen Informationen, die Krim betreffend, in den USA, um politische Meinungsbildung zu verhindern. Die Bevölkerung der USA weiß so gut wie nichts, wie die politischen Zusammenhänge denn wirklich sind. Sie wissen das, was sie wissen dürfen und glauben sollen. Das die USA, mit einem Präsidenten Trump die Souveränität von Völkern akzeptiert ist mit ihrem Selbstverständnis, alles und jeden im amerikanischen Sinne missionieren zu wollen, und allen, auch denen, die nicht wollen, und das sind zunehmend immer mehr, ihre Vorstellung von "Demokratie" aufzuzwingen, muss erst auf den Prüfstand. Präsident Putin wird wohl vorsichtig und genau hinschauen, was da so die Ecken rumkommt. Er wird 1989 wohl ganz oben auf seinem Zettel stehen haben, und das ist gut so. Vielen Dank für Deinen Artikel, der die grauen Zellen wieder sehr in Bewegung bringen konnte.


Am 06. Februar 2017 schrieb Gideon Rugai:


"Politik ist die PR-Abteilung der Waffen Industrie", so ähnlich hat es mal Frank Zappa formuliert und es vermehrt sich mein Eindruck, dass die herrschende Spezies, in den uns führenden Politiker Etagen diese Formulierung bitter ernst nimmt.

Zappa hat andernorts aber auch gesagt, dass er nicht an "Den Atomkrieg" glaubt (oder die Atomkriegs Hysterie bzw. das Schüren von Ängsten mit Hilfe dieses Bedrohungsszenarios - welches es wiederum wesentlich einfacher macht die Bevölkerung in bestimmte Richtungen vor allem auf emotionaler Ebene zu manipulieren oder auch zu spalten ) -und zwar aus einem einfachen Grund : Schlecht fürs Geschäft der USA Global Incorp.! Und Zappa hat schon Ross und Reiter benannt als man sich noch verträumt im Hippierausch nackig am Boden wälzte - im Grunde genommen stimme ich ihm zu oder um einen Fassbinder Filmtitel zu Hilfe zu nehmen : "Angst essen Seele auf" - da kann man noch so viel rationalisieren und politisieren um sich wahlweise auf- oder abzuregen.
Dennoch: Es bleibt die Befürchtung, dass je mehr elitäre Puppenspieler dereinst mit dem Rücken zur Wand stehen mögen, diese lieber im Affekt u. zwecks "Reset" alles in die Luft jagen, als eine Niederlage (bzw. deren totales Versagen) einzugestehen.
Von einem längst fälligen Paradigmenwechsel, ohne das diese Klientel wieder ihre klebrig-gierigen Wurstfinger dazwischensteckt, mal ganz abgesehen.


Am 06. Februar 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Vielen Dank Robert Winter.
S.Wagenknecht sollte vielleicht genauer lesen, was "Team Sahra" in ihrem Namen den Lesern ihrer Rundmails klar und unmißverständlich sagen will, und besonders bei wichtigen, politischen Anliegen sollte die dahinterstehende Haltung klar erkennbar sein, um eben genau Missverstehen, wie dieses zu vermeiden.


Am 06. Februar 2017 schrieb Robert Winter:

@ Ulrike Spurgat
Der Satz stammt aus einer Rundmail von Sahra Wagenknecht (Team Sahra) und erscheint unter der Überschrift „Trump-Hysterie – was für Linke jetzt wirklich wichtig wäre!“. Da ich auch von Frau Wagenknecht viel halte, hat er mich sehr erstaunt. Denn er ist völlig beziehungslos, nennt weder Ross noch Reiter und ist nur im Zusammenhang mit Trumps „nationaler“ Politik zu verstehen.


Am 06. Februar 2017 schrieb Fred Neumann:

Selten so gelacht: "Alles gehört uns. Und auch, wenn es uns nicht gehört, wollen wir es wieder haben." Viel genauer kann man die USA nicht charakterisieren. Danke.


Am 06. Februar 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@Robert Winter
Wo, und in welchem Zusammenhang hat Sahrah Wagenknecht dieses gesagt?
Von Frau Wagenknecht nur ansatzweise anzunehmen, mit Rassismus irgendetwas zu tuen zu haben zeigt die Wirkung der Verdrehung, der Lügen, des Weglassens, oder Hinzufügens, wenn es denn irgendwie passt. Wem nutzt es, muss die Frage sein ?
Ohne näheres darüber zu wissen, was sie nun, wie, wo, wann gesagt hat steht für mich außer Frage, dass Frau Wagenknecht in irgendeiner Art und Weise etwas mit Rassismus zu tuen hat.
Mir hat sie wesentlich besser gefallen, als sie wirkliche, linke Positionen hatte, und sie auch klar vertreten hat, und vielleicht nun auch dem Wahn des Mitregieren Wollens um jeden Preis verfallen ist, statt das zu tuen, wofür sie gewählt wurde: Für eine Politik einzustehen, die die Arbeits- und Lebensverhältnisse der Menschen im Land verbessert, doch mit rechts, wo und wie auch immer, hat eine Sahrah Wagenknecht nichts zu tuen


Am 06. Februar 2017 schrieb Hella-Maria Schier:

"Trump kommt da sehr gelegen..." schreibt Lutz Jahoda und dieser eine Satz in dem sonst schluessige Gedicht verwirrt mich nun doch etwas. Denn unseren Mainstream-Politikern und transatlantischen Journalisten kam ja Trump offenbar nicht gelegen nach ihrem Geschrei zu urteilen. Sie hatten Clinton gewollt und darauf gebaut. Sie war die Kandidatin der Globalisierer, die meines Wissens eng mit dem militaerisch-industriellen Komplex verknüpft sind. Wer klamuesert das mal alles auseinander? Das Wesen des Kapitalismus ist jedenfalls international, globalistisch, wie auch bei Marx und Lenin zu lesen. Somit könnte der nationalistisch orientierte Kapitalismus nur untergeordnet existieren und es scheint auch schluessig, weil die Gesinnung immer dem Geld folgt und die groesste Macht mit dem meisten Geld einher geht. Etwas Mentales, wie Nationalismus kann also nie ueber die primäre Macht- und Geldgier dominieren, er ist jedoch ein altbewährtes Vehikel.Das Kapital jedoch steht ueber alldem.


Am 06. Februar 2017 schrieb Michael Kohle:

Zum Thema ist Reichliches und Treffliches dar- und offengelegt, auch von meinen Vor- und Frühmitkommentatoren. Letzte Woche hatte ich mich noch dazu seltsam angerührt gefühlt, dass unser neuer Kanzlerinnenwiderborst nur dumm von Minsk dahergeschwafelt und sich der üblichen erzürnt erhobenen Stimme ob der Krimdiebstahls enthalten hat. Lange hat man ihm sein Eimerchen im Sandkasten nicht gelassen, Kapo Schulz hat sich seither auch tunlichst der Stimme zu dem Thema enthalten. Wie hatte ich es noch formuliert: „Mit mir nicht!" Diese drei mageren Wörtchen würden - in direktem Kontext zu den kriegsgeilen Transatlantikern - völlig reichen, ihn tatsächlich zu einem ernsten und ernstgemeinten Kandidaten mutieren zu lassen. Es hat wohl nicht und wird auch nicht so sollen sein.

Das bemitleidenswerte Niveau, auf dem sich auch und gerade unsere Frau Dr. phys. bewegt - immer noch und immer wieder - ist mit fortschreitender Zeitdauer nicht mehr auszuhalten. Donald hat seinen Bannon, wen nur mag Angela haben. Im Grunde verhält sie sich - sie, die Kinderlose - wie im Kindergarten. „Fuchs, du hast die Gans gestohlen, gib sie wieder her, sonst muß ich den Jäger holen, mit dem Schiessgewehheher" als weise politische Maxime zu propagieren, geht es noch dümmer? Von Völkerrechtsbruch zu faseln oder besser dumm daher zu schwätzen? Sie, als in der realsozialistischen Uckermarck Aufgewachsenen sollte wohl wissen, was es mit dem Selbstbestimmungsrecht so an sich hat. In dem Zusammenhang darf ich die Filialleiterin höflichst darauf verweisen, dass sich auf diesem Gebiet ihr BigBoss overseas auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Um das hier nicht zur unendlichen Geschichte ausarten zu lassen, verweise ich auf
zwei besonders unappetitliche Verhaltensweisen. Zum Einen jenes Gebahren, dass sich Washington einst glaubte leisten zu können in und um Nicaragua in den Achtzigern unter Ronald Reagan. Da wurde sogar der spätere Schuldspruch des Internationalen Gerichtshofs zu den wenig völkerrechtlich abgesicherten Aktivitäten der USA außer Landes mit einem kurzen hämischen Abwinken lächerlich gemacht. Die Aktivitäten in Nicaragua seien aus Sicherheitsüberlegungen der USA notwendig gewesen, basta. Noch deftiger: die Apology bill von 1993, mit der - so Wiki - sich die USA für die widerrechtliche Annexion des unabhängigen Königreichs Hawai'i entschuldigten. Dabei hat man es aber auch gleich bewenden lassen. Für solch eine Methode ist sich sogar ein Vladimir Putin bestimmt zu schade.

America first! Wann je hätte das nicht gegolten. Mit diesem wahrlich humanen Ausspruch wird doch vornehmlich das Anrecht auf den Ersten Rosinenpicker von Welt untermauert. Einer der wenigen positiven Aspekte hingegen, die ich - für mich ganz persönlich - aus der Trumpwahl abgeleitet hatte, war neben dem finalen Umlaufbahnverglühen von Hillary Clinton auch jenes von Samantha Power. Heute wissen wir mehr. Vom Regen in die Traufe! Die Teufelin mit dem Beelzebub bzw. -bübin vertrieben. Dass dieser Kanthaken Power noch zu übertreffen wäre, wer hätte das gedacht. Schaut man unter Nikki Haley in das Buch der Bücher - genannt Wiki - wird einem Angst und Bange, jedenfalls wenn man die englische Version beizieht. Da findet sich nichts, was nicht für sich schon alleine jedem den Angstschweiss in Sturzbächen das gebeugte Rückgrat hinunter rauschen lassen würde. Wenn schon der Dicke vom Duo „Dick und Doof 2.0“ Lindsay Graham schenkelklopfend und prustend seinem Partner John McCain zum Besten gibt, dass diese Nikki „a strong supporter of the state of Israel" sei, ist das Meiste schon gesagt. Ihre Anti-Abtreibung-Position spielt da schon fast keine Rolle, mehr. Und dass ausgerechnet sie, als Tochter von eingewanderten indischen Eltern, für eine Verschärfung der Einwanderungsgesetze agiert, sagt doch alles über den Grad der Bildung. Aber sie ist immerhin lernfähig. Binnen zwei Monaten sogar, wohl weil es der Karriere diente? Den der mit ihrer Unterstützung - dem Governor of South Carolina - aufgestellte Flaggenmast mit Spalterflagge - die confederate flag - wäre es wohl kaum etwas geworden mit Karriere. Ein Monat später wurde auf ihr Geheiß das Unding wieder entfernt. Es hatte für die Einsicht allerdings des Charleston-church Massacre bedurft. Neun Tote inkl. Pfarrer, eine Senatorin niedergestreckt von einem weißen Retter der Enterbten. Das gibt natürlich zu denken!

Ich konstatiere: nach den wenigen Wochen, in denen Donald im Oval Office vornehmlich seine mir doch etwas zu groß geratene neue Unterschrift übte, ist es mir absolut noch nicht möglich, zu erkennen wohin der Hase läuft. Da sind mir noch zuviele Haken, zuviel Widersprüchliches. Könnte auch daran liegen, dass wo ein Hase ist auch lt. Grimms Brüdern ein, zwei Igel sind. So manches an den Bewegungsübungen von Trump lässt die Vermutung keimen, dass da gerade ein Widerstreit abläuft zwischen dem Hasen Trump und den Igeln, die von sich geben: ick bin all hier!
Sollte der Commander in chief und damit ex definitonae eigentlich ein Herr der Nasenringe, demnächst selbst am Nasenring geführt werden? Möglich, wenn nicht sogar höchstwahrscheinlich! Ich weiß allerdings immer noch nicht, was das kleinere Übel wäre. Ein Donald, der sämtliche Klötzchen im Kindergarten umwirft, der wäre mir eigentlich lieber. Der würde nämlich auch unserer Filialleiterin gehörig am Nasenring zupfen und ihr kräftig ihr Kanzlerinnen-Leben vergällen. Bei allem was wir von ihrer Sicht der Dinge und ihrem Handeln wissen, könnte das nicht zu unserem Nachteil sein.


Am 06. Februar 2017 schrieb Ulrike Spurgat:


@ Mathias Brendel
"wir sind ein kleiner Haufen wacher Geister, möchte ich so stehen lassen können, "der zu vernachlässigen ist," auf gar keinen Fall."
Bezogen auf das Schreiben mag das zutreffen, doch die Außenwirkung, bis auf andere Kontinente darf auf gar keinen Fall unterschätzt werden, "denn steter Tropfen höhlt den Stein."
Der "Gellermann" wird nicht nur von sehr vielen Leuten gelesen, nein, er ist ein geachteter, gewissenhafter und dem politischen, linken Journalismus verpflichteter Mann.
Correctiv, diese Mediendreckschleuder, die mehr mit geheimnisvoll umnachteteten Vermutungen auf Spekulationen beruhende Aufsätze schreibt, soll nun genau dafür sorgen, dass die alternativen Medien, die mehr und mehr Zulauf bekommen an die "Gesinnungsschnüffeleileine" gelegt werden sollen, weil wohl die Auflagen von den Monopolisten Bertelsmann, Springer und wie sie alle heißen empfindliche Verluste zu verzeichnen haben, und die alternativen Medien, wie auch hier, an Zulauf und Zuspruch gewinnen. Ausgerechnet Correctiv. Der "Bock wird zum Gärtner" gemacht.
Umso wichtiger ist, und bleibt es , dass alternative Medien, wie hier viele Leser hat, und noch mehr bekommt. Man will unser Denken kontrollieren, und Einfluß nehmen auf unser Denken, Denen geht die Düse, dass wir mehr und mehr dahinter kommen, mit was für seelenlosen Schleimern wir es in Wirklichkeit zu tuen haben.
"Zeitungsenten," so hieß es früher mal, gab es schon immer, ganz früher auf den Marktplätzen. Wir sollen mundtot gemacht werden, und genau dafür steht der Saftladen Correctiv, die kein Problem damit haben Kommentare, zum Thema ihres Geschreibsels, sachlich, fundiert, gesellschaftskritisch nicht zu veröffentlichen, aber unreflektiertes Gesülze wird sehr gerne genommen.
Wir müssen wachsam sein und bleiben., und ihnen die Stirn bieten, denn selbständig ist Deutschland noch lange nicht.


Am 06. Februar 2017 schrieb Gerd Kemper:

@ Bender
Aber man muss doch den "Neuen" in Washington erstmal ausloten!


Am 06. Februar 2017 schrieb Lutz Jahoda:

DER MODER WITTERT MORGENLUFT
DEUTSCHLAND HILFT BEIM ATMEN

Heute gehört uns Deutschland!
Und morgen die ganze Welt!
Mit Umordnen hat Deutschland
schon einmal die Welt verprellt.

Was einst die Horden brüllten,
wird heute sanft getan.
Die kurzzeitig Zerknüllten
drehn längst erneut am Hahn.

Sie sind auf bestem Wege,
Europa zu kassiern.
Noch geht es ohne Schläge.
Die finanzielle Säge
taugt auch zum Okkupiern.

Trump kommt da sehr gelegen,
um nicht zu sagen: dumm.
Germania zeigt sich verwegen,
die Rechten polieren die Degen
und stoßen ins Vakuum.

Diesen Freiraum gewährte
schon immer die BRD
als russlandfeindlich bewährte
und ewig unbelehrte
Kriegerische in spe.

Verflucht sei Bonn für den Samen
und für die Belebung. Amen!


Am 06. Februar 2017 schrieb Robert Winter:

Diese Trump-Hoffnungen treiben seltsame Blüten. Bis hin zu einem sonderbaren Satz von Sahra Wagenknecht: "Wenn eine Frau oder ein Vertreter einer ethnischen Minderheit an der Spitze eines Konzerns Milliardengewinne einstreicht und Arbeitsplätze ins Ausland verlagert, dann verdient das den gleichen Widerstand, als wenn ein älterer weißer Mann das tut ….". So richtig der Satz ist, aber wer macht das denn? Oder soll das verschwiemelte Deutsch den Trumpschen Rassismus kaschieren?


Am 06. Februar 2017 schrieb Marie Bender:

Endlich mal eine klare Ansage aus der linken Ecke. Die sonderbaren Trump-Hoffnungen gehen mir ohnehin auf die Nerven.


Am 06. Februar 2017 schrieb Alexander Kocks:

Dass den USA die ganze Welt gehört ist doch ein alter Hut. Schon in den 90iger Jahren, als eine Dame namens Albright den deutschen Außenminister Jupp Fischer betreute, wusste diese zu berichten, dass es ungewöhnlich egoistisch von Russland sei, dass dieses Land Sibirien ganz für sich alleine haben wolle, wo doch die riesigen Bodenschätze dieses Gebiets noch unerschlossen seien und die Erschließung dieses Raums noch eine richtige Aufgabe für den Westen sei. An dem Wunsch die Schätze Russlands zu erschließen arbeitet man in den USA, und Europa immer noch und eine der eifrigsten UnterstützerInnen dieses Ziels ist die "US-Filialleiterin" in Berlin. Allerdings scheint sich die Dame in Berlin momentan etwas zurück zu nehmen, den ich bin echt verwundert, dass nachdem ukrainische Panzer in Donetzk gesichtet wurden die Sanktionen gegen Russland nicht verschärft wurden. Vor einigen Monaten wäre dies noch ein willkommener Anlass gewesen die Sanktionen zu verschärfen. Das Frau Merkel die Ukrainer wirtschaftlich beraten will würde ich, wäre ich Ukrainer, also ernste Drohung empfinden.


Am 06. Februar 2017 schrieb Andreas Schell:

Der amerikanische Präsident stiftet hauptamtlich Verwirrung, wo keine sein muss. Tägliches Medienge(t)witter und organisierte Empörung sind das eigentliche Ziel. Was wird er mit Russland machen? Was mit der Ukraine? Das weiß man nicht, nicht einmal er selbst, aber drüber reden ist toll! Im Bereich des Möglichen ist ein gleichzeitiger militärischer Konflikt mit China, Russland, den Philippinen, Nordkorea, Iran zusammen mit den bestehenden militärischen Engagements in Afghanistan, Syrien, Irak, (ich lasse mal die Afrikanischen Staaten weg, die sind "uns" ja nicht so wichtig). Ist das dann eigentlich schon ein Weltkrieg, oder darf's noch mehr sein? Allgemeines Achselzucken! Sind alle, die militärisch mithelfen, also zum Beispiel die deutsche Bundesregierung und die deutsche Berufsarmee, dann die neuen Alliierten? Sind alle anderen wirklich die Bösen?

Mir kommt die ganze Szenerie so vor wie der alte Witz mit der Verkehrsdurchsage: "Achtung, auf ihrer Autobahn befindet sich ein Geisterfahrer. Der Fahrer/ die Fahrerin in am Steuer: "das ist nicht einer, das sind Hunderte!"

Trump wird, in seinem Alter in einzelnen Fällen nicht völlig unwahrscheinlich, von der Demenz geplagt. Der Koffer mit dem nuklaren Knöpfchen in seiner Nähe wird von Herrn Bannon und ein Paar US-Provinz-Schützenkönigen bewacht, deren Horizont maximal an der amerikanischen Küste endet. Vor und hinter den Grenzen der Feinde in den rohstoffreichen Staaten der Welt lauern hirngewaschene Berufsmörder und warten auf "los". Das beruhigt nicht wirklich, aber da vollkommen unklar ist, was die wann machen werden, besteht, wie immer, eine gewisse Hoffnung für einen Teil der Weltbevölkerung.

Nicht die geringste Hoffnung besteht derweil in Deutschland, wo gerade ein harter Wahlkampf zwischen zwei deckungsgleichen politischen Programmen inszeniert wird. Schulz oder Merkel? Vollkommen egal, denn beide Sprechpuppen können Mitglieder der nächsten Bundesregierung werden. Ihre Herrchen in Finanz- und Konzernwelt sind sich in allen Punkten einig. Zusammen mit Trumps geistiger Inkontinienz ist der spannende deutsche Wahlkampf der totale Medienfüller. Genau so spannend wie die Lindenstraße.

Das Motto des Clubs, in dem täglich die Sektkorken knallen lautet: "Same shit, different asshole". Habe ich das schon mal gesagt? Ich habe den deutlichen Eindruck, dass sich kaum wer für eine Änderung interessiert. Was steht an? Genereller Gewaltverzicht? Enteignung des reichsten Zehntausendstels der Bevölkerung? Fundamentale Energiewende, weg von Öl und Kernkraft? Mit richtig viel Arbeit verbunden ist nur der dritte Punkt. Hey Linke, klingelt es? Ar-beit, in dem Fall sogar sinnvolle, nicht bloß n'Pöstchen! Die ersten beiden Punkte sind aus dem Stand heute(!) mehrheitsfähig(!). Klingelt es da auch nicht? Mehr-heiiit!!! https://de.wikipedia.org/wiki/Mehrheit

Verstehe: wer will schon an einer lebenswerten Zukunft arbeiten, wo doch die Lindestraße gerade so spannend ist.


Am 06. Februar 2017 schrieb Matthias Brendel:

Danke für den klugen Artikel, danke den engagierten Schreibern dieses Blogs, aber langsam müssen wir uns warm anziehen. Es naht der politische Perma Frost.
"Politik ist die PR-Abteilung der Waffen Industrie", so ähnlich hat es mal Frank Zappa formuliert und es vermehrt sich mein Eindruck, dass die herrschende Spezies, in den uns führenden Politiker Etagen diese Formulierung bitter ernst nimmt.
Schade ist, dass eine immer noch grosse Anzahl von Wahlberechtigten offensichtlich der Meinung ist, dass mit dem hiesigen Personal im Bundestag das "Allerschlimmste" vermieden würde.
Das stimmt eben so nicht.
Mein Eindruck ist und das habe ich in diesem Forum schon öfters betont, dass man zielgerichtet auf den dritten grossen Krieg marschiert. Das mag mit der Lage dieses Landes zu tun haben, mit Rohstoffknappheit, vielleicht auch mit übergrosser Bequemlichkeit, in der es sich viele Teilnehmer am politischen Prozess eingerichtet haben, aber eine ernstzunehmende Opposition dagegen kann ich noch nicht erkennen.
Wir sind ein kleiner versprengter Haufen wacher, aber zu vernachlässigender Geister.

Der von sogenannten NGOs finanzierte und von unserer "freien" Presse angeheizte Ukraine Krieg, wird jetzt wieder neu befeuert, unsere Vetreterin transatlantischer und grossdeutscher Interessen im Hosenanzug, macht sich mal wieder verdient.
Keine Rede vom über Nacht gebrochenen Abkommen, das damals Steinmeier mit Janukowitsch noch am Vorabend gemacht hatte, bevor die Sniper auf den Dächern das Werk der Farben Revolution vollendeten, jetzt sprechen wieder vermehrt die Waffen und klar ist natürlich: Es kann nur der Russe sein, der den Konflikt wieder anheizt. Genau wie damals bei MH17, es gibt immer neue Gründe für neue Massaker, gewöhnen wir uns daran.
Keine paar Wochen, nachdem wir endlich Frau Nuland losgeworden sind, wird wieder gezündelt.
Das hat System und wird flankiert von neuen Phantasien über eigene Atom Waffen für Deutschland in unseren Qualitäts Medien.
Der neue "Heiland" der die SPD gerade wieder auf die absolute Mehrheit hievt (ha,Ha), wird die gleiche Politik vertreten, so viel ist sicher und ein Trump garantiert ebenfalls gute Geschäfte für alle Produzenten aller Waffengattungen.
Alle sind nur interessiert am Tagesgeschäft, das ist der Lauf der Welt, wie sie sich uns heute darstellt.
So kann man eigentlich nur in Abwandlung des bekannten Bergarbeiter Slogans in die Menge rufen:
Krieg auf!


Am 06. Februar 2017 schrieb Aleksander von Korty:

Das die Russen gerne Vodka saufen ist gerade zu sprichwörtlich. Schließlich sagen wir nicht umsonst über ein stock besoffenen Mann, er sei 'voll wie tausend Russen'! Da bildete auch der ehemalige Generalsekretär er KPdSU in der UdSSR keine Ausnahme. Der Genosse Nikita liebte sein Wässerchen. Das er dabei im Zuge einer hochprozentigen Vodka-Laune die Krim der Sozialistische Ukraine schenkte, geschah also in volltrunkenen Zustand und somit war er zu diesem Zeitpunkt nicht zurechnungsfähig. Selbst vor einem deutschen Gericht werden einem Straftäter, der die Tat in Trunkenheit beging, mildernde Umstände zugebilligt. Also kann davon ausgegangen werden, dass die 'Schenkung' nicht durch einen rechtsgültigen Vertrag zustande kam und als rechtsunwirksam anzusehen ist. So gesehen hat die neue GRINGO-Botschafterin in den Vereinten Nationen, Nikki Haley, puren Unsinn geschwätzt, vermutlich ebenfalls in einer Bourbon-Laune.
Besoffene Politiker gibt es überall und selbst russische Selbstherrscher, wie Zar Alexander II. bilden da keine Ausnahme, denn der hat 1867, ebenfalls wohl volltrunken, Alaska für lächerliche 7,2 Millionen Dollar an die Gringos verhökert.
Ich empfehle daher Herrn Putin nun seinerseits seinen UNO-Botschafter anzuweisen von den Gringos die Rückgabe dieses Territoriums zu fordern, selbstverständlich gegen die Rückzahlung dieses lächerlichen Kaufpreises. Das Sümmchen wird Herr Putin bestimmt in seiner Portokasse haben! Der russische UNO-Botschafter sollte allerdings, im Gegensatz zu seiner GRINGO-Kollegin, bei seinem Auftritt in der UNO nüchtern sein !

Dran bleiben...

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