Ungarn raus, Niger rein

Die Zukunft der Europäischen Union ist schwarz

Autor: U. Gellermann
Datum: 15. September 2016

Ungarn raus aus der EU! Forderte jedenfalls der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn und wahrte dabei die gewohnte lëtzebuergesche Zurückhaltung. Denn natürlich könnte er beim Rauswurf auch an Polen denken. Auch an Tschechien, die Slowakei und Österreich. Alles Länder, die sich brutal gegen Flüchtlinge abschotten. Alles Länder, in denen die bürgerliche Demokratie ordentlich beschädigt ist. Alles Länder, die in der einen oder anderen Weise der Eurokratie zu widersprechen wagen. Und wenn man mal beim Rauswerfen ist: Was ist eigentlich mit den baltischen Staaten?

Ginge es nicht um die Aufnahme von Flüchtenden, sondern um die Ursachen der Flucht, müsste sich die EU natürlich komplett selbst rauswerfen. Selbst bei AfD-Wählern soll sich rumgesprochen haben, dass zu den wesentlichen Fluchtursachen Kriege gehören. Und an der Spitze der weltweiten Waffen-Exporteure stehen Länder wie Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Die beiden letzteren waren führend an der kriegerischen Zerstörung Libyens beteiligt. Und es gibt kaum einen Krieg in Afrika, an dem die alten Kolonialmächte nicht wenigsten ein bisschen mitgemischt haben. Also, wenn einer was davon versteht, die Völker der Welt in Bewegung zu setzen, dann die EU. Unter sachkundiger Hilfe der USA versteht sich.

Nicht wenige Flüchtlinge verlassen ihre Länder auch, weil sie schlicht hungern. Hunger herstellen, dass ist für die Europäische Union die leichteste Übung: Afrikanische Futtermittel billig einkaufen, in der europäischen Hühnchenmast verwenden, die „besseren“ Hühnerteile selber fressen, Flügel, Hälse, Füße, Knochen und Innereien nach Afrika exportieren, mit Niedrigstpreisen für das Abfallfleisch die heimische Geflügelproduktion kaputt machen und so eines der Wunder kapitalistischer Ökonomie bewirken: Mit dicken Hühnchen magere Afrikaner und fette Profite erzeugen. Damit das so bleibt, drückt die EU gerade diverse „Economic Partnership Agreements“ mit afrikanischen Ländern durch: Freihandelsabkommen, die in Afrika die Freiheit des Neoliberalismus herstellen: Allein Kenia würde der Abbau der Zölle auf europäische Importe nach Schätzungen eines kenianischen Wirtschaftsinstitutes jährlich bis zu 110 Millionen Euro kosten.

Sehr störend in diesem Szenario freier Kriege und freien Handels sind jene Araber und Afrikaner, die sich einfach nicht mehr zu Hause erschießen oder erhungern lassen wollen und die Verursacher ihres Elend besuchen. Doch auch für die hat die genialische EU gute Vorschläge: Im afrikanischen Land Niger soll ein Asyl-Zentrum entstehen. In Agadez, im Zentrum des afrikanischen Staates Niger, eine der ärmsten Nationen der Welt, werden schon jetzt etwa 120.000 Migranten pro Jahr durch die Stadt geschleust. Niger bietet sich an: Analphabetismus und Armut beherrschen das Land, die Eliten sind korrupt, der französische Staat bezieht von dort 40 Prozent seines Uranbedarfs. Damit das ungestört weiter geht, werden Offiziere der „Forces Armées Nigériennes“ in Frankreich auf der Elite-Militärschule von Saint-Cyr ausgebildet. Rund um die Förderstätten herrscht schon seit langem die französische Armee.

Um diesen Defacto-Kolonialstatus endlich in eine Dejure-Legalität zu überführen, sollte Niger zu einer Art überseeischem Gebiet der EU werden: Regiert würde dann in Brüssel, verwaltet in Nigers Hauptstadt Niamey. Doch das alles wird nicht ausreichen, wenn Niger zum Lager für die Konzentration afrikanischer Flüchtlinge erkoren wird. Man kennt das aus den provisorischen Flüchtlingslagern in Frankreich oder Italien: Die unwillkommenen Gäste begehren manchmal auf. Das verlangt eine straffe Ordnung. Auch wenn Israel bisher nur Kandidat für den Beitritt in die EU ist, haben doch die Israelis die größten Erfahrungen, wie man eine große Menge Flüchtlinge auf kleinem Raum hinterm Zaun hält: Der Gaza-Streifen gilt als weltweit bestens organisiertes Lager. An der israelischen Armee wird deshalb bei den Plänen der EU kein Weg vorbei führen.

Das alles kostet natürlich erstmal Geld. Aber allein Ungarn bekommt jährlich 2,7 Milliarden netto aus der EU-Kasse. Bei den anderen Flüchtlings-Verweigerungs-Ländern ist es ähnlich. Polen steht mit 8,42 Milliarden Euro an der Spitze der Almosen-Empfänger der EU. Auch deshalb ist der Vorschlag des gelernten Gemeindeangestellten Asselborn so brillant: Ungarn raus, das könnte Platz für Niger rein bringen. Das würde der Europäischen Union jene Perspektive eröffnen, die im Lissabon-Vortrag in unerreichter Lyrik formuliert wurde: „Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte.“

Hier kann man auf Gellermann hören:

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20160914/312538847/selbstzensur-eingebaut-tv-experte-stimmungsmache-ard-zdf.html


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 19. September 2016 schrieb Hella-Maria Schier:

Noch etwas zur AfD:
Auch wenn sie für mich nicht infrage kommt, drückt sie eindeutig eine Strömung aus, die in der Bevölkerung, und zwar europaweit, vorhanden ist und mit der man sich befassen muss.
"Pfui" sagen und sich an seiner eigenen moralischen Überlegenheit erfreuen, hilft da nicht viel weiter, zumal die moralische Überlegenheit der Übrigen ein sehr wackliges Gerüst ist. Es zählt ja nicht nur, was im Vordergrund geschieht.
Besonders fatal finde ich es, diejenigen, die rechtspopulitisch gewählt haben als Menschen pauschal abzulehnen und Personen wie Jutta Ditfurth, die eindringlich mahnen, mit solchen Leuten generell nicht zu sprechen, da man das nur mit besonderer Schulung (ihrer?) könne, wecken mein Misstrauen.
Geht es ihnen in Wirklichkeit um Spaltung eines Widerstands gegen den Elitenkurs ?
Nicht jeder Mitläufer ist ja ein Agitator.
Sympathisanten begegne ich im Beruf immer wieder, sie mögen nicht meine dicksten Freunde sein, aber sie sind normale Menschen, eher selten fanatisch und eher kulturskeptisch dem Islam gegenüber als rassistisch.
Angst vor dem Islam haben eine ganze Reihe eigentlich netter Menschen auch außerhalb der Rechtswähler , ich erlebe es überwiegend bei Frauen.
Statt sie alle, einen Großteil der Bevölkerung also, zu verdammen und zu tabuisieren, wären offene klärende Gespräche und ehrliche Analysen wichtig. Wenn die eine Seite etwas , den Islam z.B., schwarzmalt, sollte die andere ihn nicht als weiß darstellen, sondern so wie es ist, meist ein Grauton. Sonst macht sie sich unglaubwürdig.

Auch werden in der Flüchtlingsfrage längst nicht alle Aspekte offengelegt, auch nicht von den Linken.
Das führt in der Bevölkerung auch zu Irritation und Misstrauen.
Es geht immer nur um die Moral der Bürger und die Frage, ob sie fremdenfeindlich sind oder nicht.
Das rührt an die NS-Zeit und verbietet damit automatisch alle weiteren Gedanken und Einwände, die anderen Interessen im Wege sein könnten.
Aber hier geht es um hohe Politik, nicht nur darum, ob Herr Schmidt ein netter und kulturell aufgeschlossener Mensch ist.
Da sind einmal die Verflechtungen, die Uli Gellermann hier erklärt.
Aber auch Zusammenhänge mit Wirtschaft und Sozialsystem bei uns und leider nicht offen diskutierte Projekte gewisser Strategen der Welt von morgen, wie George Soros mit seiner Open Society, um nur einen zu nennen.
Da liest man dann von ganz anderen Motiven des Willkommens für Flüchtlinge, als Hilfsbereitschaft.
Dass Pläne existieren, die das Schicksal aller Menschen betreffen, aber nicht offen besprochen werden ("Verschwörungstheorie" New World Order), muss zwangsläufig immer mehr Misstrauen wecken.
Die Linken befassen sich nicht damit, weil sie durch die (wahrscheinlich geförderte) Fixierung auf den Nationalismus als Hauptfeind zwischen dem sozialistischen Internationalismus und dem der globalen Wirtschaftseliten bei manchen Themen kaum noch unterscheiden.
National ist schlecht, international ist immer gut, weil national am schlimmsten - fertig.
Das führt zu ständigen Verwirrungen, welche die psychologisch viel gewiefteren Eliten propagandistisch für sich nutzen.

Antwort von U. Gellermann:

„Die“ Linken gibt es nicht.


Am 19. September 2016 schrieb altes Fachbuch:

nun haben unsere EU-oberen gellermanns idee aufgegriffen, die satire rausgenommen (und/oder nicht begriffen) und in bratislava die marschroute für ein militaristisches und aggressives europa vorgegeben!!
eine europäische "verteidigungs"politik als DAS einigende in dem auseinander driftenden konstrukt.
natürlich picken sich DE und FR die rosinen der zusammengelegten verteidigungshaushalte raus. ob die ostländer ihre jugend als kanonenfutter hergibt, wird sich zeigen.
es sieht so aus, als würde künftig fast nur noch aus der rüstung das heilige wachstum generiert. die floskeln zu beschäftigung und wohlstand kann man beim ziel der SCHWARZEN null und dem kommen von ceta/ttip gleich ignorieren;) und alternativen wie die autowirtschaft, die deut. banken oder wlan-fähige vibratoren hängen doch ein bissel durch, da setzt der dax lieber auf heckler&koch.....
wenn nun auch noch das abendland eigenständig mit den anglikanern, den russen und asiaten um die ressourcen wetteifern/krieg führen will, wird es eng auf dem (noch blauen) planeten.
da können dann schon mal bombenkrater "versehentlich" bei den falschen oder eigenen leuten entstehen!!


Am 19. September 2016 schrieb Hella-Maria Schier:

Die meisten der Informationen über die Praktiken der EU in Afrika und den arabischen Ländern dürften der großen Mehrheit der Bürger der EU nicht bekannt sein. Wieviele Leute sehen sich schon sporadische kritische Dokumentationen auf Arte oder Phoenix nach 23h an?
So hängt natürlich das Weltbild ganz schief. und zwangsläufig kommt es zu falschen Schlüssen einschl.. Schuldzuweisungen. Das passiert ja schon innerhalb der EU, man denke nur an Griechenland. Aus diesem verzerrten immer noch Tageschau-Weltbild heraus entstehen u.a. auch Rassismus und Rechtspopulismus.
Für Flüchtlingeströme, die man verursacht hat, trägt man die Verantwortung - nicht zuletzt auch Großbritannien und die USA, die sich davor bislang drücken.
Es fällt aber auf, dass es bei keinem anderen Thema, Putin und Russland ausgenommen, so schnell zur Frontenbildung und hochgekochten Emotionen kommt, und ich frage mich, ob das der Sache förderlich ist, denn es bewirkt, dass die Meinungskontrahenten nicht mehr miteinander reden. -

Zwischengedanke: Wem nützt das und wer will vielleicht genau das?- Auch ohne bewusste Verschwörungspraktik leben die Medien einfach von Sensation, Emotionen und Polarisierung. -

Es ginge ja noch, wenn die Kontrahenten sich zumindest auf persönlicher Ebene heftig anbrüllten, danach aber das Gespräch fortführten, anstatt es abzubrechen, dann könnte vielleicht auch mal was dabei herauskommen.
Man sollte nicht zu sehr an vordergründiger Harmonie kleben, auch wenn die zeitgemäße Haltung zu sein scheint, dass wirkliche Diskussionen unpopulär sind.
Vieles, auch die Einordnung rechts und links, ist heute ja sehr schwammig und auch viel komplexer geworden.
Das macht es den Ordnungsfreaks schwer mit der Schubladenzuordnung.
Die Eliten wissen das längst, weben ganz unideologisch ihre Netze auf allen Seiten und ziehen die Fäden, die in der Situation jeweils den meisten strategischen Nutzen bringen. Das kann heute rechts sein und morgen "links" oder beides gleichzeitig. Es ist nicht so schwer für sie, denn sie haben es über lange Zeit gelernt und entwickelt.

Man kommt also eigentlich nicht umhin, in jedem Fall wieder genau hinzusehen, für alle Möglichkeiten offen.. Die emotionale Bindung an bestimmte Gruppen und lang nicht aktualisierte Sichtweisen kann dabei im Wege stehen. Das heißt nicht, dass die Ideale nicht mehr stimmten, eher, dass die Gegner heute unterschiedlichere Gesichter haben und der schlimmste und gefährlichste nicht zwangsläufig derjenige ist, der im abschreckendsten Gewand daherkommt. Interessant dabei die Reaktion der deutschen Öffentlichkeit auf Clinton und Trump, die aus lauter moralischer Empörung über den ekligen Rassisten und Flüchtlings- und Schwulenfeind Trump ganz ignoriert oder vergisst, dass ihr eigenes Schicksal, einschl. natürlich dem unserer Flüchtlinge ,durch die imperialistische Kriegstreiberin und Rüstungsliebling Clinton wohl viel mehr gefährdet wäre. Der sonst natürliche Gedanke an die eigene Sicherheit wird einfach ausgeblendet mithilfe von Trumps moralischen Profil.
Beänstigend , wie gut die PR funktioniert.


Am 18. September 2016 schrieb Heinz Schneider:

„Es gibt einige afrikanische Länder, in denen Staatlichkeit praktisch nicht mehr existiert. Die Eliten dieser Länder regieren nur die Hauptstadt, die Öl- und Diamantenfelder und die Routen, um beides außer Landes zu bringen“ (Dr. Boniface Mabanza). Diesen erschließt die EU nun ein weiteres Geschäftsmodell, nämlich Lager. Es sind aber nur wenige afrikanische Länder, auf die diese Beschreibung zutrifft.

Warum demonstrieren Europäer massenhaft gegen TTIP und CETA, ignorieren aber seit Jahren die weit dramatischeren Folgen der EPA? Weil uns die eigene Hähnchenbrust näher ist als der nach Afrika verscherbelte Rest? Weil unsere Wirtschaft aus Müll noch Geld macht, wir im Gegenzug noch Kaffee in Minikapseln bekommen und die dafür notwendige Aluminiumproduktion nicht mal unsere saubere Umwelt verschmutzt, sondern nur die afrikanische?

Stimmt alles auch, ist aber nicht die ganze Wahrheit. Tatsächlich fehlt der Anmaßung der europäischen Union, den afrikanischen Ländern vorzuschreiben, wie sie zu wirtschaften haben, jede ökonomische Grundlage. Eigentlich müssten wir, ein alternder, schrumpfender, politisch der Handlungsunfähigkeit entgegendämmernder Kontinent mit stagnierender Wirtschaft, heilfroh sein, wenn das schnell wachsende, junge Afrika uns die Gnade erweist, mit uns wirtschaftlich zu kooperieren. Dann könnten wir den Zusammenbruch unserer Ökonomie, den wir noch durch sinnlosen zwanghaften Konsum fabrikneuen Schrotts mit künstlich reduzierter Lebensdauer ein wenig hinauszögern, zu Lasten aller versprochenen Klimaziele und unseres eigenen Nachwuchses im Übrigen, auf längere Zeit und zum beiderseitigen Nutzen noch eine Weile vermeiden, um derweil intelligentes Produzieren und Lebensqualität förderndes Schrumpfen zu lernen.

Die Abwehr der Folgen europäischen verantwortungslosen Handelns durch das verharmlosend „Sicherung unserer Außengrenzen“ genannte Aussperren von Menschen ist fast das einzige, was das im Rechtpopulismus versinkende Europa im Inneren noch zusammenhält. Gemeinsam ist uns nur noch die Absicht, eine Mauer zu errichten!

Diese europäische Anmaßung funktioniert nur, weil die afrikanischen Länder sich bisher noch teilen lassen. Also absehbar nicht mehr lange.

Sollten wir unsere erstarrten politischen Eliten nicht rechtzeitig zur Vernunft bringen können, steht uns eine betrübliche Zukunft bevor.

Ich empfehle dazu das furiose Buch des ugandischen Ökonomen Yash Tandon „Handel ist Krieg“. Es sei eine papierdünne Wand, die den Süden noch davon abhält, seinen Unterdrückern auf Augenhöhe entgegenzutreten, meint er, eine psychologische Barriere, ein Unterlegenheitsgefühl aus den frühen Zeiten des Kolonialismus, wach gehalten in einem narkotischen Nebel der Propaganda. Doch der Niedergang des kapitalistischen Megasystems habe schon begonnen. Seine Gegner warten an den Grenzen.
Tandon rät: "Wenn das kapitalistische Schiff tatsächlich zu sinken beginnt, sollte niemand mehr an Bord sein. Also sollten wir umsteigen, in viele kleine, rettende Boote“.


Am 17. September 2016 schrieb Manfred Caesar:

In der Tat, ich sehe schwarz für die EU.


Am 17. September 2016 schrieb Pat Hall:

"Wähl deine Worte mit Bedacht:
Bedenke stets der Worte Macht!"
© Wolfgang Lörzer,
so ist es,
allein der Irakkrieg hat viele Billionen Dollar gekostet,nebst der Zerstörung und Plünderung unter Aufsicht von US-Militärs und tausenden Toten wegen eines Anschlags in New York.
So wähle ich meine Worte und frage mich ob 3000 Tote es rechtfertigen Chaos & Destruction mit Billionen Aufwand zu verüben ?
Wie viele Arbeiter braucht es in dieser Rüstungsproduktion und wer wird sie Bezahlen ?


Am 17. September 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Gaza. Ein gequältes, ihrer Menschenwürde beraubtes Volk wurde zur Kenntnis genommen, in diesem Artikel. Eine entsetzliche Vorstellung, dass Völkermord immer gesellschaftsfähiger werden kann.
Dem Verfasser danke ich ausdrücklich, dass "vergessene Volk" in seinem, wichtigen Artikel zu erwähnen.
@Pat Hall
Dank an sie, für ihre Kommentare.


Am 17. September 2016 schrieb altes Fachbuch:

@u.gellermann
respekt und auch danke für die souveräne entscheidung, den foristen wieder mit diskutieren zu lassen;)

@a.siegmund
sie wurden fair behandelt, und sie wurden auf die einhaltung des themas hingewiesen. ein nochmaliges überlesen des thread's reicht dazu! und sie wurden nicht blockiert, sondern der moderator bemühte sich. die debatte eben am thema festzumachen! und ihre weiteren "vergehen" (wie sie das verniedlichen) waren einfach wenig rational. ihre argumentationsführung (trotz tlw. stimmiger einzelargumente) ließen keine andere schlussfolgerung zu, als dass sie rus-bashing betreiben wollten, und auch betrieben.
in der diskussion wurde auch nicht IHR thema aufgegriffen (thema gibt der galerist vor und war eben die EU), dafür erhielten sie das feedback der mitforisten, welches ihre argumentationslinie mit verursachte!!
in diesem sinne;)
"Wähl deine Worte mit Bedacht:
Bedenke stets der Worte Macht!"
© Wolfgang Lörzer


Am 17. September 2016 schrieb Andreas Siegmund:

Es wäre wohl fair gewesen, mich auf die Einhaltung des Themas hinzuweisen und bei weiterem "Vergehen" zu blockieren. Aber erst das Thema aufgreifen und mich dann plötzlich zensieren hat schon einen komischen Beigeschmack.

Abgesehen von meinem bereits diskutiertem Kommentar finde ich den Artikel auf den Punkt getroffen. Nur denke ich, dass die EU die Menschen nicht aushungern möchte, Sie sind der EU einfach egal. Manchmal braucht man ja auch Arbeiter für die Mienen nach denen später kein Hahn kräht. Und um die Waffenexporte am laufen zu halten braucht man Kämpfer, am liebsten Radikale, die muss man nicht lange überzeugen.

Antwort von U. Gellermann:

Sie wurden zweimal veröffentlicht.
Und: Die Menschen sind den Konzernen der EU und der USA nicht „egal“. Sie verdienen doch gern an ihnen. Bis zum Tode.


Am 16. September 2016 schrieb Pat Hall:


@altes Fachbuch,Ihrem Beitrag nach z u beurteilen tragen Sie sich mit allerlei ungelösten Fragen herum.
Als mein Werdegang als Seemann ab 1964 begann,war die Welt noch einigermaßen in Ordnung obwohl Kriege schon im Gange waren.
Internet & Information war zur damaligen Zeit nicht möglich.
In den westlichen Häfen konnte ein Seemann machen was er wollte,in den Häfen kommunischten Ländern ob China oder Russland.war der Hund begraben,na und ?
Selbst bis in den 80-90gern haben die Menschen in Europa ihr Leben und ihren Unterhalt bestreiten können,oder ?
Ihre Frage warum Ungarn raus,Niger rein resultiert Wahrscheinlich aus der Frage dass dieses EU-Konstrukt ein Völkerrechtswidriges Konstrukt ist und die EU den Bürgern nicht Gerecht ist,oder ?

Russland muß sich keine Sorgen um Wettlauf und Ressourcen auf diesem Planeten zu machen,denn Gas & Öl haben sie selbst genug.

Daher sollte sich der Westen auf Diplomatie und die Kunst des Verhandels verständigen.
Das kennt eigentlich schon jedes Schulkind aus der Schule !


Am 16. September 2016 schrieb altes Fachbuch:


DIE WAHRHEIT LÜGT IN DER MITTE

es liegt mir fern, partei für irgend jemanden in der diskussionsrunde zu ergreifen, oder die streit"kultur" zu bewerten. und ich verkneife mir daher bewusst schon mal mein geliebtes "aber", was nicht gut sein kann in einer RATIONALgalerie!
ich meine, dass jeder zuerst die möglichkeit haben sollte, seinen gedanken zu formulieren und zu äußern und damit zur diskussion zu stellen! die fakten und behauptungen sollten erstmal realisiert und verarbeitet werden, missdeutigkeiten müssen hinterFRAGT werden!! man kann nicht alles wissen, aber respektieren, dass jemand anderes seine gedanken mit mir an diesem ort teilen will!! und ist man unterschiedlicher meinung - dann ist es eben so!!
rede- und denkverbote zieren keine rationalgalerie, insbesondere wo sonst der chor sich auf bürgerrechte beruft!
man ist nicht pro-amerikanisch, wenn man kritisch AUCH zu russland steht! das sind tot-schlag-argumente, damit diskussions- und kommunikationsfeindlich und eines rationalisten nicht wirklich würdig!

zur wahrheit gehört auch, dass die EU keinen Außenminister hat und dieser schon gar nicht Jean Asselborn ist!! und trotzdem bezichtige ich den galeristen nicht der unwahrheit;)

Antwort von U. Gellermann:

DIE WAHRHEIT IST IMMER KONKRET

Andreas Siegmund beliebte zu einem Artikel zur EU nicht zum Thema zu schreiben sondern eine der langweiligsten und dümmsten Mainstream-Einwände der Erde zu erheben: Aber der Russe! Diese Flucht vor dem Thema löst bei einer Reihe von Lesern die Frage nach den Grenzen der Diskussion aus.


Am 16. September 2016 schrieb altes Fachbuch:

"Ungarn raus, Niger rein und/oder die Zukunft der Europäischen Union ist schwarz"

- spielt bei dem technokratischen konstrukt EU ein territorialer aspekt für die mitgliedschaft überhaupt noch eine rolle??
- und würde nigers mitgliedschaft in der EU irgend jemanden aufregen? hauptsache mitglieder und beitragszahler und markt! ich würde zur begrüßung gleich den ESC und eine Fussball-EM dort austragen;)
- wieso soll sich das bestreben nach grenzenlosem markt (hauptziel der EU) wegen so'nem tümpel mittelmeer aufhalten lassen? italien und frankreich sind da unsere vorreiter, bevor andere sich breit machen.
- die mittel- und osteuropäer wird niemand ausladen! die werden als konsumenten unserer exporte benötigt, und natürlich als spielwiese für die künftigen militärischen experimente
- deren alimentierung ist pillepalle!! die deutsche bank soll wieder 13 mia in amiland abdrücken müssen!
- und ruhig bitte mit dem ausladen: die briten haben gleich gar nicht solange warten wollen. die griechen wollte gleich gar niemand gehen lassen, obwohl da 100e mia verseknt werden - und bautzen ist ja auch noch in der EU!!
- die zukunft der EU ist schwarz?? das sehe ich auch so;)


Am 16. September 2016 schrieb Pat Hall:

Ich habe kein Interesse mehr mir die Meinungen des Mainstream anzu hören /anzusehen und freue mich über Tatsachen bei der Rationalgalerie lesen zu können.
Bemerkenswert ist für mich,dass einige Menschen die Gegenwart & Vergangenheit nicht auseinander halten können wie z.B. Putin / Stalin ?
Auch wenn man mich in die Schublade des "Putinversteher" hineinstecken möchte.
Ich verstehe alle Mächtigen dieser Welt,insbesondere die Macht- Politik der USA mit ihren täglichen Drohnen morden die vom Deutschen Boden mit Zustimmung unserer Regierung ausgeht,kann mir das Einer erklären ?
Der "Westen" will ,so mein Eindruck, die syrische Menscheit auslöschen um ohne Widerstand auf deren Ölquellen zurück greifen zu können.
Nebenbei ist auch der Weg frei den Iran herauszufordern.
Die Angst der AMI´s ist schlicht weg Weltweit nicht genügend Ressourcen zu bekommen um ihre Militärmaschen in dei Luft zu bekommen und dann wären sie im Arsch und die Rache lässt Grüßen...


Am 16. September 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

@ G. Mann
Gute Gedankengänge doch auch A. Siegmund ist für seine Denke mit verantwortlich. Konditionierung hin, Konditionierung her. Der Mensch hat den Willen, die Freiheit des Denkens, und die daraus resultierende Verantwortung hinterfragen zu können, zu reflektieren, sich zu informieren.
Irgendwann ist es genug, den Menschen die Verantwortung, auch für die Geschichte nicht zuzumuten, oder was auch immer.
Ohne genau hin zugucken und ohne glas klarer Analyse gibt das nix.


Am 16. September 2016 schrieb Günther Mann:

@Andreas Siegmunds Russland

Ihre Nachricht: Halloo Herr Gellermann, vielen Dank dafür, dass Sie diese Nachricht veröffentlicht haben. Andreas Siegmund ist persönlich daran völlig unschuldig, aber seine Denkweise offenbart uns, dass es dem durchschnittlichen Deutschen, durch 100-jährige Hirnwäsche unmöglich geworden ist, für den Bereich Russland/Sowjetunion/Zarenreich irgendetwas positives zu entdecken. Wir wurden so programmiert. Hinsichtlich Franzosen und "Juden" war es ähnlich. Hat jeweils ein paar Millionen Tote gekostet diese Denkfehler zu korrigieren.
Denkfehler: Stalin war kein unfähiger General, er war gar kein General. Er war Politkier und tat genau das Richtige für die Menschen in seinem Verantwortungsbereich. Der Sieg über einen barbarischen Aggressor gab ihm recht. Die Sowjetsoldaten kämpften nicht aus Angst vor Strafe gegen die "Deutschen", sondern um ihre Heimat von Invasoren zu befreien. Das haben die Deutsche noch nie getan: es ist mir kein bewaffneter Widerstand von Deutschen gegen irgendwelche bewaffneten Eindringlinge bekannt. Deshalb können wir die Russen nicht verstehen.


Am 16. September 2016 schrieb Heino Illoinen:

Chapeau! Leider wird das vom Westen und dem Mainstream, nicht so verbreitet, sonst müssten sich die Mehrheit im Westen in Grund und Boden schämen. Denn der relative Wohlstands des Westens, beruht in erster Linie auf Lebenslügen, die da u.a. wären, sie alleine auf Grund von Fleiß und Erfindergeist, wären dafür verantwortlich. Das Problem daran, dies wird von den Herrschenden und Mainstream nicht hinterfragt, bzw. richtig gestellt. Denn schon immer haben zu dem Wohlstand des Westens, Kriege, Kolonialismus, Ausbeutung und Ressourcenverschwendung gehört, Wir also im Westen tragen eine erhebliche Mitschuld an dem Elend in der Welt.

Solange aber der Westen mit seinen gerade einmal 10% der Weltbevölkerung, den Rest der Welt als seine Kolonien betrachtet und auch so behandelt, braucht sich niemand im Westen über Flüchtlinge zu beschweren. Wie sagt schon Jean Ziegler in seinem Buch sehr treffend: "DER WESTEN EIN IMPERIUM DER SCHANDE"


Am 16. September 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

@ A. Siegmund
Wenn ich lese, was sie von sich geben könnte ich kotzen !!!!!
Unreflektiert, empathielos, mehr ist dazu nicht zu sagen.
Gut Uli, dass du uns an diesem "intelligentem Kommentar" teilhaben läßt.


Am 16. September 2016 schrieb Jan Petersen:

@Andreas Siegmund

Der Herr Siegmund will offensichtlich die USA reinwaschen, da hat er lange zu tun: Von Lateinamerika bis zum Irak und Libyen: Wer das klein redet, ist ein Freund der Mörder.

Wes Geistes Kind der Herr ist, lässt sich auch in diesem Satz von ihm erkennen: "Nur Russland ist alles andere als ein Opfer! Vor dem Überfall der Nazis hat man mit den selbigen aber noch schnell Polen geteilt." Vor dem Überfall der Deutschen auf Polen war der Welt klar: Die Nazis wollten Russland kassieren. Geradezu demütig hat die Sowjetunion damals um ein Bündnis mit England und Frankreich zur Abwehr von Hitler-Deutschland gebettelt. Aber die wollten zu gern einen Krieg Deutschlands gegen die Sowjetunion haben, um als lachende Dritte den Krieg ohne eigene Opfer zu gewinnen. Deshalb brauchte die Sowjetunion im Kampf gegen den Faschismus Zeit und Vorfeld. Oder hätte der Herr gern die Nazis gleich durch Polen bis an die sowjetische Grenze durchmarschieren sehen sehen? Was der Mann von sich gibt, das ist übelste CDU-Stahlhelm-Fraktion (Dregger, Gauland und andere). Da kann ich Herrn Gellermann nur zustimmen:Einfach eklig.


Am 16. September 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Guten Morgen @ Altes Fachbuch
"Die Wahrheit ist einfach"
27 Millionen Tote im 2.Weltkrieg, verursacht vom faschistischem Deutschland.
Das werden die Menschen, auch im heutigen Russland nie vergessen, und wir sollten dieses auch nicht tuen.
Generationen werden ihre Angehörigen schmerzlich vermissen. In Russland spielt dieses immer und wieder eine wichtige Rolle.
Was Gorbatschow und Jelzin angerichtet haben zeigen die Konsequenzen, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, bis heute sichtbar sind. Das Russland ausgeplündert werden soll, möglichst auf dem "Grabbeltisch" fürn Appel und ein Ei dürfte doch aufgefallen sein. Die Interessen sind doch klar, und liegen auf der Hand: Bodenschätze. Wer die Hoheit über die Währung hat, hat natürlich die Macht. So, das ist das Eine.
Das Gesellschaften sich ändern, und verändern müssen liegt in der Natur der Bewegung, der gesellschaftlichen Verhältnisse. Es geht darum, aus meiner Sicht, keine andere Weltanschauung zu akzeptieren. Und der Marxismus ist eine Weltanschauung. Von Truman bis Adenauer, Hitler usw. ist das ein Gesetz, in Beton gegossen. Präsident Putin hält seine Hand für Völkerverständigung, für Frieden, für Kooperation immer, besonders in Richtung Deutschland. Mich beschämt es in hohem Maße, wie mit unserem Nachbarn Russland umgegangen wird. Die USA haben das Sagen; nur die sind weit weg, und Europa muss mit den unsäglichen Konsequenzen, der irrsinnigen Sanktionen leben. Die USA machen ihre Geschäfte, auch mit Russland weiter. Der Zusammenbruch der Sowjetunion war sicherlich eine Katastrophe, doch dass der Kapitalismus seinen Siegeszug, ungebremst in die Tat umsetzen konnte, hat die fortschrittlichen Kräfte der Welt in erheblichem Maße geschwächt. Doch, das Leben geht weiter, und die Möglichkeiten von Änderungen sind immer gegeben, solange wir leben. Und in welcher Gesellschaft gibt es keine Widersprüche ?

Antwort von U. Gellermann:

Den Zerfall der Sowjetunion alleine Gorbatschow zuzuschreiben ist zu kurz gegriffen. Angefangen von den stalinschen Verbrechen bis zum Verfall von Produktion und Demokratie in der Breschnew-Zeit: Es gibt eine Menge Verantwortliche. Das ändert nichts daran, dass der amerikanische Imperialismus ein blutiges Monster ist.


Am 16. September 2016 schrieb Andreas Siegmund:

Natürlich gehört Russland nicht zur EU, USA aber auch nicht, diese wurde aber im gleichen Zusammenhang erwähnt.
Natürlich gehört die USA mit Ihrer Außenpolitik zu dem größten Verbrecher der letzten 100 Jahre, daran besteht überhaupt kein Zweifel!
Nur Russland ist alles andere als ein Opfer! Vor dem Überfall der Nazis hat man mit den selbigen aber noch schnell Polen geteilt. Was ist mit dem Krieg in Afghanistan / Prager Frühling? Und wie die USA haben die Sowjets in vielen Konflikten eine Partei militärisch unterstützt (Korea Krieg, Vietnam) um eigene politische Interessen zu vertreten. Und so wie für die USA sind/waren die Menschen auch für die Sowjets total egal!

Und noch ein Kommentar zu den vielen Opfern der sowjetischen Bürger im zweiten Weltkrieg.
Die schier unglaubliche Zahl von 27 Millionen Menschen schreibe ich zu einem großen Teil auf die Unfähigkeit der sowjetischen Führung. Es wurden Menschen mit bloßen Händen gegen hochausgerüstete Soldaten in den Kampf geschickt und wer sich weigerte wurde auf der Stelle von den eigenen Leuten erschossen.
Ich kriege das Kotzen, wenn ich lesen muss, dass ein Stalin als erfolgreicher General bezeichnet wird. Mindestens ein drittel der Opfer sind auf seine Unfähigkeit als General und seine unmenschliche, sadistische Führung zurückzuführen.

Antwort von U. Gellermann:

Ich hab ein wenig überlegt, ob ich diese Zuschrift veröffentlichen soll: Sie schreiben einen Teil der sowjetische Opfer des Kampfes gegen Hitler-Deutschland der sowjetischen Führung zu. War es die, die den Krieg begonnen hat? Hat sie Hitler an die Macht gebrach? Ihre Portionierung der Verantwortung klingt mir eklig nach Rechtfertigung der deutschen Verbrechen.

Und: Die Kriege im afrikanisch-arabischen Raum hat die EU nicht mit Russland gemeinsam geführt sondern mit den USA. Wer das versucht zu vertuschen, der macht sich mit den Völkermördern gemein.


Am 16. September 2016 schrieb altes Fachbuch:

@ u.spurgat, @p.hall
"Ist es denn wirklich so schwierig der Wahrheit zu begegnen ?"

als besucher der RATIONALgalerie reizt mich das wort und der umgang mit der wahrheit, ohne dass ich sie kenne!!
ich teile im ersten reflex ihre positionen zum post von a.siegmund!! und der galerist hatte es ja eigentlich geklärt, da die RF tatsächlich nicht zur EU gehört. konsequent wäre auch die feststellung gewesen, dass a.siegmund das thema verfehlt hatte, da es nicht um waffenexporte an sich, sondern um die eu-politik geht!
ABER, und ich liebe den widerspruch;)
das heutige russland ist nicht mehr die sowjetunion. im "unsterblichen regiment" habe ich angehörige, mir tun ihre worte also gut, aber sie verklären auch die wahrheit, auf die sie sich berufen!!
der multiethnische zusammenschluss in der sozialistischen sowjetunion, dessen wissenschaftlicher, kultureller und wirtschaftliche aufbau, das zusammengehörigkeitsgefühl als sowjetvolk hat mit dem restrussland, das wirtschaftspolitisch oder sozioökonomisch eindeutig kapitalistisch ausgerichtet ist, NICHTS mehr zu tun!
man sollte die überlegung in erwägung ziehen, dass die erinnerungskultur und der patriotismus auch missbraucht werden!
ich wiederhole meinen respekt und mein gedenken an alle opfer des 2.WK, aber das jetzige russland funktioniert nach dem gleichen prinzip - kapitalismus bedeutet krieg!!
vielleicht sollte man nach der enttäuschung mit den linken, auch eine desillusionierung bezüglich russlands in die überlegungen einbeziehen??
so viel zur wahrheit, wie auch immer sie lautet!

Antwort von U. Gellermann:

Weder Ulrike Spurgat noch Pat Hall habe Russland mit der Sowjetunion verwechselt. Allerdings gibt es eine, für die Nachbarn Russlands wichtige, Ähnlichkeit: Im Vergleich der Großmächte sind die USA um vieles aggressiver als Russland.


Am 15. September 2016 schrieb Pat Hall:

Danke Ulrike S. für Ihre Meinung ,Wer am meisten Leid über unsere einst schöne Welt verursachte.
Einigen Menschen scheit es noch immer nicht klar geworden sein das Kriege stets mit Lügen der USA anfingen,egal ob Laos,Vietnam mit Agent Orange -Gifte zur entlaubung des Regenwaldes,Korea,Afghanistan ,die Lüge über den Irak und Foltererungen der Gefangenen bis hin zum Waterboarding.
Guantanamo ist immer noch existent,na wenn Andreas Siegmund sich über den russischsen Waffenexport empört.sind bei diesem Leser die Scheuklappen wohl eng geschnürt ?


Am 15. September 2016 schrieb Gerda Vonbun:

Was ich sagen wollte : A. Sigmund "empört" sich, das Russland nicht als Waffenlieferant angeprangert wird. Ja, was meint denn der gute Herr bezüg lich der USA ! ? Doppelmoral, Hörigkeit ?

An Herrn Gellermann : habe noch nie einen so treffenden, intelligenten "straight to the point" Beitrag gelesen. Es wird immer nur wegen der Flüchtlinge gejammert
und niemand will sich mit den Wurzeln des Elends beschäftigen (was Sie im Gegensatz tun). Der Rest ist unnützes, einseitiges, stupides, blindes, verlogenes Geschwätz. Ja, DE, FR, GB, USA & Konsorten haben überall ihre "Griffel " (salopp) drin. Auch, wenn ich den Begriff "westliche Werte" nur höre, bekomme ich Brechreiz ! Was für Werte bitte ? Nennt das Kind doch beim Namen : Geld, Gier, Macht, Profit, Versklavung, Verwüstung, Genozid...... "Menschenrechte = Deckmantel von Menschenverachtung.
Hochachtung vor Ihrer Intelligenz, allumfassende Sicht und Integrität.


Am 15. September 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

@Andreas Siegmund
Ist es denn wirklich so schwierig der Wahrheit zu begegnen ?
Die ehemaligen Sowjetvölker, die den höchsten Blutzoll gezahlt haben, mit dem Leben ihrer Brüder, Schwestern, Mütter, Vätern, und den vielen nicht Genannten, sind nicht auf eine Stufe mit denen zu stellen, die für Kriege, für Waffenlieferungen, für Unterdrückung, der Verachtung von Menschenrechten, für Menschenhandel; alleine in Deutschland sind Tausende Kinder- und unbegleitete Jugendliche verschwunden, sich zu verantworten haben
Differenzierung ist das Zauberwort.
Und wie gesagt: "Russland ist nicht Mitglied der EU." Allerdings ein sehr wichtiges Land in Europa.
Ihre Position wird sogar von einigen in der Linkspartei vertreten. Gehts noch ?


Am 15. September 2016 schrieb Flash Flash:

Sehr geehrter Herr Gellermann!
Falls Sie meinen (wie in Ihrem Artikel erwähnt), daß sich AfD-WählerInnen für die Fluchtursachen (die übrigens auch in den bürgerlichen sog. Massenmedien kaum eine Rolle spielen) interessieren, täuschen Sie sich.

Bekanntlich rufen diese z.B. nicht deshalb "Merkel muß weg!", da die deutsche Regierung an vorderster Front die Fluchtursachen schafft, sondern die Flüchtlinge "herein" läßt.
Zumal diese in deren Augen sowieso "Untermenschen" sind, die es nicht besser verdient haben.

Derart primitiv und brutal funktionieren Nationalismus (der ohne einen Rassismus nicht zu haben ist) und letztlich Faschismus.

Antwort von U. Gellermann:

Das ist doch schön wen einer alle AfD-Wähler und deren Beweggründe kennt.


Am 15. September 2016 schrieb Thomas Ramdas Voegeli:

Ich habe Artikel und Kommentare gelesen und sage:
In der Tat. U. Gellermann. Ich lasse Dich hoch leben. Die Kombination von Recherchiertem mit eigenem Spirit zu kombinieren ist spärlich anzutreffen.

Soll es ein Witz sein? Gebe es Stimmen von Sesselwärmern in Bruxelles, welche einen mal eingefangenen Staat aus der heimeligen Stube der EU RAUSschmeissen wollen? Wäre es nicht einfacher, Orban und seine Getreuen ein bisschen verunfallen zu lassen? Reichen die Arme derer, welche hinter den Sesselpupsern in Brüsse. stehen, nicht mal so weit mehr, dass sie echte Politiker beseitigen können? Ach ach, waren das noch goldene Zeiten, als man sich eines im Freiluftlincoln fahrenden Kennedys mittels eines einfachen Gewehrschusses entledigen konnte.

Sie rotiert, die Elite. Sie haben nicht mehr die Inspiration, nicht mehr den grossen Plan, nicht mehr die Sicherheit, welche sie über tausende von Jahren begleitet hat.


Am 15. September 2016 schrieb Argonauitiker:

Herrlich bissiger Artikel.

Vielleicht sollte man auch mal die Überlegung in Betracht ziehen, all die, die diese Art Europa wollen, weil sie davon profitieren, rauszuwerfen und alle Andern Europäer das Wagnis gehen lassen, daß sich Verbindungen aus den Menschen entwickeln. Aber natürlich sollen die Befürworter dieses Wirtschaftseuropas nicht leer ausgehen. Ich denke für die Konstrukteure des Wirtschaftlichen Europas sollte aber ein kleines Land genügen, denn soviel profitieren nicht davon. Vielleicht Luxemburg? OK, geben wir Belgien noch hinzu, jetzt wo sie doch so schön die Bürokratie dort aufgebaut haben.

Alle Luxemburger und Belgier, die jedoch nicht mit dieser Art Europa einverstanden sind, dürfen natürlich raus. Die dort gebliebenen können dann in ihrem schönen neunen Land gerne nach ihren 500.000 Regeln leben, und wegen mir aus noch ein paar Millionen Regeln hinzudichten und TTIP und CETA schenken wir ihnen auch.

Dann machen wir eine schöne hohe Mauer drum, so schön und hoch, wie sie es auch derzeitig gewöhnt sind, wenn sie ihre Bereiche gegenüber den Mob absichern, um dahinter frei und unabhängig von ihren aufgestellten Regeln zu leben. Und dann bewachen wir sie auch gut, damit ihnen nur ja nichts passiert. Wir bauen alle Überwachungskameras hier ab, und bauen sie dort ein, natürlich nur zu deren Sicherheit. Aber was sollte ihnen schon passieren, mit so viel phantastisch ausgearbeiteten Regeln, dürfte alles wie in Butter laufen.

Also ich kann es nur empfehlen, es fühlt sich wunderbar an, gedanklich die Eliten einfach mal so nach Luxemburg/Belgien zu verschieben, und eine Mauer drum zu machen. Es fühlt sich irgendwie so leicht, so göttlich an.

Man könnte natürlich auch die Regeln einfach mal umkehren. Denen die jetzt unermeßlich Reich sind, nehmen wir alles weg, und verteilen es um, sodaß die Ärmsten die Reichsten sind und die Reichsten die Ärmsten.

Was, das geht nicht? Doch mit Regeln geht alles, denn es sind die von denen augestellten Regeln, die uns behindern, welche die diese Umerteilung zu ihren Gunsten bewirken.


Am 15. September 2016 schrieb Andreas Siegmund:

Warum wird, bei der Erwähnung von Waffenexporten, Russland unterschlagen? Auch sie bereichern sich an den Kriegen der Welt und am Leid der dort lebenden Bevölkerung.

Antwort von U. Gellermann:

Gehört Russland neuerdings zur EU? Ist mir glatt entgangen.


Am 15. September 2016 schrieb Pat Hall:

Ich schließe mich den glückwünschen der Kommentatoren an Uli G. und seiner meisterhaften und unersetzlichen Arbeiten und Texte gerne an.
Es freut mich auch sehr zu wissen dass seine Texte sogar Weltweit gelesen werden.


Am 15. September 2016 schrieb Chris Goldmann:

.... die Ursachen sind bekannt. Auch welcher Intention dahinter steckt. Gibt es doch die jüngste Entscheidung (i.V.m. der aus den Achzigern) in Sachen "Neuansiedlungsprogramm der EU-Kommission" (...wo ist das degenerierte Paralament?...). Und in diesem sind die nationalen Völker begraben.

Antwort von U. Gellermann:

Das „Neuansiedlungsprogramm“ ist von 2009, hat nie gegriffen und mit diesem Artikel nichts zu tun.


Am 15. September 2016 schrieb Wera Blanke:

Inhaltlich nicht neu für alle, die sich interessieren, so sind hier doch (wie oft, aber viel zu selten!), die Fluchtursachen wieder mal konzentriert auf den Punkt gebracht - meisterlich!


Am 15. September 2016 schrieb Lutz Jahoda:

Schließe mich der Aussage von Jürgen Heiducoff vollinhaltlich an. Bewunderung auch von meiner Seite, und ein dickes Danke an den Galeristen.


Am 15. September 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

.....da hör ich doch sehr gerne, mal wieder auf den "Gellermann."
"Der politische Journalismus ist keine Lebensversicherung. Das Risiko erst gibt seinen Antrieb." C.v. Ossietzky
Da war ich der Meinung,dass ein Pfeiler des Neoliberalismus, der sogenannte "freie Wettbewerb" ist "Freier Wettbewerb, für wen ?
Ein Dank ist fällig. Die Arbeit, deine Recherche, und alles was dazu gehört ist ein Wert an sich. Das Füllhorn, gefüllt mit ernst zu nehmenden Informationen, auf hohem menschlich politischem Niveau, bringen mich immer wieder zum nachdenken. Bin bestens informiert.
Ein "Knaller", dein Artikel.

"Es kommt nicht darauf an, wie viel Platz ein Volk unter der Sonne hat, sondern wie die Güter darauf verteilt sind." C. v. Ossietzky


Am 15. September 2016 schrieb Alexander Kocks:

Das, Herr Gellermann, wie man mit dicken Hühnchen magere Afrikaner und fette Profite erwirtschaftet haben Sie treffend beschrieben. Das lasst sich übrigens auf den gesamte Politik zum Agrarbereich der EU beziehen. Allerdings gefällt mir nicht, dass Sie das als eines der Wunder kapitalistischer Ökonomie bezeichnen.
Die EU vollbringt keine kapitalistischen Wunder sondern lediglich subventionierte Wunder der zentralistischen Wirtschaftsplanung unter Aushebung von Wettbewerb zu Gunsten der Exportwirtschaft und einiger Großkonzerne und das ist nach meinem Verständnis das genaue Gegenteil von Kapitalismus, oder nennen wir es besser freie Marktwirtschaft.

Antwort von U. Gellermann:

Der Aufbau der AKW-Industrie wurde vom Staat finanziert, die Rüstungsindustrie lebt nur von Staatsaufträgen, die Banken werden vom Staat gehätschelt oder heißt es gehedgelt? Die „freie“ Marktwirtschaft hat den Staat längst als Beute genommen.


Am 15. September 2016 schrieb Jürgen Heiducoff:

Er hat sich heute gleich zwei Mal selbst übertroffen - der Ulrich Gellermann.
Genial, nicht nachahmbar und unersetzlich.
Sein Name und seine Texte sind selbst im Fernen Osten bekannt.
Kann man die beiden Beiträge des heutigen Morgens nicht zur Pflichtliteratur für alle Volkszertreter des Bundestages erklären? Zumindest aber sollte ein seriöser Absender die auffrischenden und vor allem aufklärenden unverwechselbaren Qualitätsprodukte aus der Feder Ulrich Gellermanns den Abgeordneten in die E-Mail-Eingänge stellen. Wo nimmt er nur die Kraft her, nach dem detaillierten Recherchieren die Fakten in einen solch gelungenen Rahmen zu stellen?
Viele, so auch ich, neigen zum Sarkasmus, um diese neoliberale Wirklichkeit zu ertragen. Dies kann auf Dauer zu Resignation führen. Anders bei Gellermann. Der gibt Kraft, klärt auf, liefert Argumente zum aktuellen Zeitgeschehen. Unbezahlbar. Da wird auch der Unterschied des bezahlten und verkrampften zum intuitiven und wirklich freien Journalismus klar.

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