Trumps Krim-Krieg

Das deutsche Kartell kriegt mit

Autor: U. Gellermann
Datum: 12. November 2018

Manchmal, denkt man, manchmal muss man doch bei Trump gar nicht hinhören: Großfressig, lärmend, pöbelnd kommt der US-Präsident daher. Immer im Frechheit-Siegt-Modus. Zwar war Russland zeitweilig von Trumps Verbal-Attacken verschont geblieben. Aber wer sich in diesen Tagen mit der Verkündung neuer „Strafmaßnahmen“ gegen Russland beschäftigt, der erkennt gefährliche Parallelen zur Clinton-Obama-Administration: „Man werde auch weiter gegen diejenigen vorgehen, die aus der illegalen Annexion der Krim durch Russland Profit schlagen wollen”, teilte das US-Finanz-Ministerium mit, verkündet die weltgrösste Nachrichten-Agentur Reuters freudestrahlend. Und die DEUTSCHE PRESSEAGENTUR (dpa) verkündet tapfer unisono. Wer hat von wem abgeschrieben? Die „dpa“ von „Reuters“ oder umgekehrt? Ganz sicher schreibt der Rest ab: Von der TAGESSCHAU über DIE WELT bis zum österreichischen STANDARD. Alle reichen die sogenannte Nachricht bis hin zur Wortwahl weiter: Statt „Sezession“ wird das Wort „Annexion“ benutzt, statt neutraler Weitergabe von Informationen wird die US-Propaganda-Trommel gerührt, jenes fatale Instrument, mit dem man Kriege vorbereitet.

Doch wenn sich der gesammelte Unverstand in den Redaktionen mal die Mühe machen würde, die neue Erpresser-Botschaft der USA näher anzuschauen, dann wäre statt schlichter Weitergabe einer Agenturmeldung ein wenig Analyse und Hintergrund durchaus angesagt. Schon der Überbringer der Botschaft ist ein Unikat: Der „US-Sondergesandte für den Ukraine-Konflikt, Kurt Volker“. Die USA leisten sich also einen eigenen „Konflikt“ -Botschafter, eine Art Kriegs-Kommissar für den unerklärten Krieg der US-Handpuppe, Petro Poroschenko, Präsident der Ukraine, gegen Russland. Und wen haben wir denn da als Sanktionsbotschafter? Einen verdienten Geheimdienstmann: „Kurt Volker begann seine Karriere in der Außenpolitik 1986 als Analyst bei der Central Intelligence Agency“, teilt uns die englischsprachige WIKI mit. Was sich da so bedeutungsvoll „Analyst“ nennt, ist nichts anderes als der Spion im Gewand der Wissenschaft. Gern mit dem militärisch-industriellen Komplex verbunden und immer in der Vorkriegs-Gangart.

Nur logisch, dass solch ein Kriegs-Vorbereiter dem damaligen Sondergesandten der USA im Bosnien-Konflikt, Richard Holbrooke, attachiert war. Holbrooke wurde mit diesem Satz gegenüber Slobodan Milošević berüchtigt, als er dem seine Begleit-Truppe vorstellte: „Diese Soldaten befehligen die amerikanischen Luftstreitkräfte, die bereitstehen, Sie zu bombardieren, wenn wir nicht zu einer Einigung gelangen“. So ausgebildet musste Kurt Volker geradezu 1997 bis 1998 in den Stab von Senator John McCain wechseln, zu jenem McCain, der später in der Ukraine zündelte. Dass ein so fähiger Kriegs-Bürokrat wie Kurt Volker 1999 zum stellvertretenden Direktor des privaten Büros des NATO-Generalsekretärs George Robertson wurde und dort seine Talente der Aggressions-Maschine NATO lange zur Verfügung stellte, hat jene Folgerichtigkeit, die man bei Allzweckwaffen schätzt.

Selbstverständlich wollen die Presseagenturen und ihre Weitergabe-Agenten in den deutschen Redaktionen ihre Konsumenten mit all diesen schmutzigen Einzelheiten über den US-Sondergesandten für den Ukraine-Konflikt, Kurt Volker, nicht belasten. Ihre Zuschauer und Leser könnten ja ins Nachdenken geraten. Und als Denkhilfe versteht sich zum Beispiel die „dpa“ auf keinen Fall. Erstrangig will die Agentur Profit machen. Denn Information ist einen Ware. Deshalb haben ihre 680 Beschäftigten im Jahr 2015 auch etwa 90,7 Millionen Euro Umsatz erzielt. Und wer hinter dem Namen DEUTSCHE PRESSEAGENTUR eine Art staatliche Stelle vermutet, liegt nicht so völlig falsch. Denn die „dpa“ ist ein Unternehmens-Mix von privaten Verlegern und und öffentlich- rechtlichem Rundfunk, der immerhin 11,64 % am Gesamtkapital hält. Wer das Sagen in dieser Agentur hat, ist an ihrem Chefredakteur gut zu erkennen: Sven Gösmann war so lange Politikchef der Welt am Sonntag und stellvertretender Chefredakteur der Bild, dass ihm die Prägung durch das Haus Springer in Fleisch und Blut übergegangen ist: Nur keinen echten Journalismus anstreben, die Konsumenten sollen betrogen werden.

So erleben wir in diesen Tagen erneut ein Kartell der schlimmsten Sorte: Die US-Zentrale legt eine Drohung vor, die Agenturen geben sie ohne Fragen und Zusatz-Informationen weiter, die braven deutschen Massenmedien verabreichen sie untertänigst ihren Konsumenten und die Rüstungs-Industrie hat große Mühe, ein fettes Grinsen zu verstecken: Trump macht da weiter, wo die Clinton-Administration aufgehört hat und die NATO bekommt weitere Gründe zur Waffenbeschaffung geliefert. Irgendwann muss das verflucht teure Zeug allerdings eingesetzt werden. Am besten in Kriegen. Sonst stimmen die Umsatz-Zahlen nicht mehr. Wie das dann für die Bevölkerung ausgeht, ist zur Zeit im Jemen zu beobachten: tödlich und qualvoll.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 16. November 2018 schrieb Johannes Stwrtetschka:

Vielen Dank an den Galeristen, aber auch an die unermüdlichen Kommentatoren! Ich traue mich mal und benutze das "Du" als allumfassende Anrede:
Vielen Dank an Euch Kommentatoren, die Ihr mir bei jedem Beitrag auf's Neue zeigt, dass ich mich noch NICHT, wie in einem eben gelesenen Kommentar, in Orwell's "1984" befinde, dass es noch Menschen mit intakten Herzen und Gehirnen gibt und die noch in der Lage sind, beides, seiner Bestimmung gemäß, zu benutzen!
Bei so manchen Gesprächen und Diskussionen mit Zeitgenossen, die man schon kennt oder die einem über den Weg laufen, vermisse ich diese Fähigkeiten schmerzhaft - und es werden anscheinend immer mehr!
Wie schon Aldous Huxley in "Wiedersehen mit der schönen neuen Welt" prognostizierte, werden in der Zukunft (unserer Gegenwart) keine mündigen Bürger, sondern lediglich noch nützliche Idioten benötigt!
Huxley schrieb den ersten Teil "Schöne neue Welt" 1931 und verlegte seine Dystopie in das Jahr 2500, in der Annahme, dass die für eine solch deformierte Gesellschaft nötigen Techniken und Praktiken, erst in einigen hundert Jahren so ausgereift sein würden, um flächendeckende Anwendung zu finden.
1957 - 26 Jahre später schrieb er "Wiedersehen mit der schönen neuen Welt" und stellte ernüchtert fest, dass es nicht mehr einige hundert Jahre dauern wird, sondern bereits zum neuen Millenium entscheidenden Veränderungen stattfinden würden.......
Ich bin erschüttert, wenn ich sehe, wie viel von dem, was Huxley vor 60 Jahren prognostizierte, bereits Wirklichkeit geworden ist!
Für alle, die es interessiert hier noch ein Link, zu einem von mehreren Beiträgen um Aldous Huxley bei youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=Uz8pXlXwqUQ


Am 15. November 2018 schrieb Jan Dark:

So einfach so wahr: Was der Autoindustrie die Abwrackprämie, ist der Rüstungsindustrie der Krieg. Nur dass Nachrüstung dort Ausrüstung heißt und man uns glauben machen will, dass nur Diesel töten.


Am 14. November 2018 schrieb Michael Kohle:

Jetzt also auch noch Trump. Klar, die midterms liegen halbwegs ohne größere Schürfwunden hinter ihm und er braucht jetzt nicht mehr sein Versprechen von einst, mit „russia“ in besseres Einvernehmen zu kommen, erfüllen wollen. In zwei Jahren bei der nächsten Wahl hat die hirnlose Wählerschaft längst andere tolle Aussichten versprochen bekommen. Die gebetsmühlenhafte Verdonnerung der Krim-Annexion, eigentlich doch nur eine Heim-ins-Reich-Aktion ausgelöst durch einen mehr als unfreundlichen Akt - erwünscht, geplant und gesponsored von der edlen, menschenfreundlichen Wertegemeinschaft, ist für jeden etwas besser informierten Weltbürger als schiere Scheinheiligkeit zu entlarven. Und jetzt - ausgerechnet - kommt uns auch noch der „America first - Ein-Mann-Posaunenchor“ unter, der auf der ganzen Erdkugel unzählige rechtlose Provinzen wie bspw. Guam unter dem gnadenlosen Daumen führt, Aberhunderte von Militärlagern außer Landes zur eigenen Sicherung von „amerikanischem Frieden, Recht und Freiheit“ unterhält, eine weltumspannende Terrororganisation wie die US-Marine permanent vorhält, Organisationen per Knebelvertrag - wie die NATO - für eigene Zwecke schmählichst mißbraucht, notfalls dagegen aufmüpfige Regionen ins Mittelalter zurückbombt, längst Millionen auf dem Gewissen hat, aber nichts davon wissen will. Anderen schon beim ersten Piepser - wenn nicht vorher - schon mal vorsorglich die Drohne vorbeischickt.

Ein Aufatmen geht durch die deutsche verschworene Mediengemeinschaft, als ob der verlorene Sohn wieder reumütig nach Hause zurückgekehrt sei. Kann man sich doch jetzt wieder Wichtigerem widmen. Dem „deutschen Volke“ Dünnschiss auf die Augen und in die Ohren schmieren nämlich. Und sie kennen kein Halten mehr, die Gniffkes, die Reichelts und wie sie alle heißen. Allein was derzeit so abgeht, mit einer Penetranz ohnegleichen, geht auf keine Kuhhaut mehr. Schaut man allein die MuA, pardon - die Macht um Acht, gibt es eigentlich nichts Wichtigeres, als der Vorgang von Anfang Dezember - bereits als Hochamt der Demokratie gepriesen, wenn der Nachfolger oder die Nachfolgerin für die hl. Mutter Angela in den Adelsstand erhoben wird, erkoren für höchste Ämter. Parallel dazu, ohne Ende und vorallem ohne jegliches Fragezeichen, ein CSU-Knilch, der sich wohl nach der Wahl nächstes Frühjahr wie einst Bonaparte selbst zum Kaiser der EU krönen wird. Sein ewiges Gegrinse jedenfalls kündet davon. Dass da bis vor kurzem und über Jahre hinweg eine Wiedergeburt von Heydrich als oberster Verfassungsschützer rührig sein durfte ohne dass sich jemand darob echauffiert hätte, wundert nicht mehr. War er doch ein Satiriker ohne Gleichen, Linksradikales bei den Sozen zu verorten, eine Wahnsinns Pointe. Donnerwetter, so einer hat bestimmt auch dem NSU mit dem Tipp auf die Döner-Türken unter die Achseln gegriffen. Und sein letzter Mentor ist immer noch Innenminister und bleibt es wohl auch, wenn nicht die Frau mit der Richtlinienkompetenz, begreift wozu sie da ist.

Aber die Frau checkt ja auch sonst nichts, hat so gut wie nie was gecheckt. Gestern trabte sie im EU-Parlament zu Straßburg als Quietscheentchen ans Mikrofon, ein Knicks wie von Klein-Erna, als sie Langnase Oettinger grüßen wollte. Ihre Abschlussrede? Beifallsstürme einsammelnd, weit über den Plenarsaal hinaus. Ihrem french-lover Emanüel sprang sie zur Seite: Europa braucht eine eigene Armee, dem Freund von overseas sei nicht mehr zu trauen. Doch, da hüpfte mein Herz, kurzzeitig. Auch noch als ich vernehmen durfte, dass der tumbe Bigfoot aus dem Oval Office aber sowas von beleidigt sei darob. Womit wir wieder beim Thema wären, bei der abzusehenden Rückeroberung der Krim nämlich. Aufgepasst Donald, die nächsten beiden Heerführer für Barbarossa II, die hätten nachweislich mehr Erfahrung mit dem Bären und seinen Krallen, die müssen nur die Archive plündern. Dieser Tage saßen die Beiden ja schon einträchtig zusammen in Compiègne anlässlich des Hundertjährigen und haben die Aktenlage gesichtet. Bei der MuA und anderswo durften wir es sehen: das Buch mit den Aufmarschplänen war mehr als dick.

Übrigens ... im Jemen müssen gerade pro Tag tausende von verhärmten kleinen Kindern verhungern und verrecken, bloß weil unsere Angela dem Prinzen zu Riadh ihr Wohlwollen entzogen und eine gnädigere, sauberere Entsorgung per Präzisionsbomben aus deutschem Stahl von Rheinmetall verhindert hat. Und warum? Weil auch der Prinz MSB beleidigt war, hatte ihn doch sein abtrünniger Landsmann auch zutiefst beleidigt. Ein heißes Bad in Salzsäure, das Mindeste was der Saukerl verdient hat. Da soll mal Böhmermann froh sein, dass er sich noch nicht mit den Kamelf*ckern angelegt hat. Da wären die Herrschaften von Rheinmetall und Krauss- Mafei erst recht böse.


Am 14. November 2018 schrieb Matthias Brendel:

Dass man hierzulande mittlerweile wie ein störendes Element behandelt wird, wenn man gegen die gerade stattfindende Vorbereitung eines Nato Angriffskrieges plädiert spricht Bände.

Als Kind in den 60igern, wo man uns zumindest in sPD geführten Ländern noch sehr eindrucksvoll gegen Krieg und Totalitarismus in Stellung gebracht hat, hätte ich mir niemals zu träumen gewagt, einst in solch einer kriminell durchstrukturierten, orwellschen Gegenwart aufzuwachen.
Diejenigen, deren Bombengeschäft der Krieg ist, wittern schon wieder gewaltig Morgenluft.

Der Galerist hat Recht, wenn er sagt, die teuren Kriegsspielzeuge müssen auch zur Anwendung kommen, das ist immer das Ziel von Kriegswaffen und nicht die Verteidigung, wie man uns immer noch weiszumachen versucht.
Spätestens in der näheren Zukunft, wenn das mittlerweile als Normalität proklamierte Wachstum gänzlich aufgehört hat, werden auch die Verteilungskämpfe noch drastischer werden, dann blüht bekanntlich auch der Militarismus auf, und das gab es ja schliesslich alles schon mehrmals!

Man muss den Eindruck gewinnen es stecke ein geheimgehaltener Plan dahinter, beim dritten Mal soll es dann endlich klappen, anders ist es nicht zu erklären, warum man ständig die ausgestreckte Hand vom grossen osteuropäischen, natürlichen, synergetischen Partner zurückweist und weiter die Agenda des Zündelns mitgestaltet.
Um es noch einmal mit den Worten des schon oft hier zitierten Jean Jaures zu sagen:
Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich, wie die Wolke den Regen.


Am 14. November 2018 schrieb Heinz Schneider:

Leider unterscheiden sich Trumps Positionen nicht von denen seiner Vorgänger. Und auch nicht von denen des deutschen Außenministers, der gerade wieder in der Springer Presse die Sanktionen wegen der russischen "Besetzung" der Krim verteidigte. Nun ja, die meisten Menschen in Russland wissen im Gegensatz zu ihm noch, was eine Besetzung ist. Die Nachfolger der Besetzer vergessen gern.

Wer die Welt von China aus betrachtet, wie Frank Sieren im Deutschlandfunk Kultur (Die alternative Weltmacht), bekommt einen besseren Überblick. "Selbstverständlich, hier kämpft der Absteiger gegen den Aufsteiger. Gefährlich sind ja eher die Absteiger."

Sieren erläutert an den Beispielen Vietnam, Afghanistan und Irak, dass das Militär als Mittel zur Machtgewinnung schon lange nicht mehr gut funktioniert, hält die Sanktionen gegen Russland für falsch, weil es für Europa klüger wäre, Russland einzubinden und mit China z.b. beim Projekt Seidenstraße zu kooperieren.

Es gibt Lichtblicke im Journalismus. Im Berliner Außenministerium dagegen ist es zur Zeit leider stockdunkel.


Am 13. November 2018 schrieb Albrecht Storz:

Ira Kormannshaus,

WENN es eine Annexion war, dann aber eine FREUNDLICHE Annexion!

Wollten Sie sehen, wie es heute den (nachweislich mehrerer unabhängiger Umfragen!) mehrheitlich Russland zugeneigten Krimmern in der russlandfeindlichen Putsch-Ukraine ginge?

Schauen Sie einfach in die Ostukraine.


Am 12. November 2018 schrieb Rüdiger Becker:

Es sind diese Analysen, die Aufdeckung anderswo nicht gebotener Zusammenhänge, für die ich die Galerie außerordentlich schätze.


Am 12. November 2018 schrieb altes Fachbuch:

diese klasse recherche offenbart doch, dass solche leute wie volker gezüchtet und im system platziert werden!! eine demokratische wahl oder widerspruchsmöglichkeit ist gar nicht vorgesehen!!!
frau schramm, wenn man dies verallgemeinert, leben sie schon ewig in einer diktatur:) "emotionale erpressung" ist nonsens: einen taxifahrer nötigt man nicht zu rasen, man entlässt ihn, wenn er seine termine nicht schafft. ein reporter wird nicht genötigt zu lügen!! liefert er "ungewolltes", wird er einfach ignoriert! das ist wirtschaftliche erpressung! rede der "freiheit" das wort oder wir nehmen dir die existenz;) systemhuren überall, die existenzsorgen sollen den vergleich nur bildhaft machen!!

"Das deutsche Kartell kriegt mit"
im vorpommerschen wolgast hat die peenewerft wegen dem exportstopp von waffen nach saudi-arabien kurzarbeit angemeldet;) die jeminitischen häfen werden just mit diesen schiffen blockiert!! die stadt und der landkreis haben sämtliche haushaltsplanung auf eis gelegt, angeblich wollen 1000 arbeiter "auswandern"...
überlegt euch das: der rüstungsexport ist die existenzgrundlage eines landkreises in DE. ohne krieg geht es nicht mehr!!!


Am 12. November 2018 schrieb marie becker:

Kein Kommentar, nur ein Hinweis: bei YouTube gibt es eine vorzügliche Klärung des Unterschiedes zwischen Sezession und Annexion von Gabriele Krone-Schmalz, man sollte sie gelesen haben.


Am 12. November 2018 schrieb Manfred Caesar:

Lieber Uli ,

vielen Dank für die ausführlichen Informationen.
„Und als Denkhilfe versteht sich zum Beispiel die "dpa" auf keinen Fall."
Da muß ich Ihnen allerdings widersprechen.Das was uns die Medien, und natürlich auch dpa ,verabreichen ist betreutes Denken.


Am 12. November 2018 schrieb Karola Schramm:

Ja, es ist entsetzlich, dass es keine Scham-Grenzen für jede unverschämte, freche Lüge mehr gibt, die von Journalisten in die Welt gesetzt werden.

100 Jahre Ende des 1. Weltkrieges wird derzeit gefeiert und keine Ende der Kriegstreiberei durch den langen Arm der Propaganda, die willig von Journalisten übernommen wird.
Warum schweigen diese Leitmedien und verhalten sich wie Leithammel, die unbedacht ihre ganze lesende Herde in den Kriegsabgrund treiben?

Selbst Satire-Sendungen im TV, etwa "extra 3" oder "heute chow" von denen man meinen könnte, sie seien politisch sensibel und sähen die Verlogenheit, bzw. Heimtücke des politisch-dipolomatischen Geschäfts, versagen kläglich.

Lächerlichmachen der Politikerinnen und Politiker - auch aus anderen Ländern - ist Schein-Aufklärung, weil sie gerade deren politische Positionen auf diese "satirische" Art verbreiten. Aufklärung findet dabei nicht statt, sondern nur Verfestigung der politischen Leitmeinung wie: "Russland hat die Krim annektiert
und muss jetzt noch härter bestraft werden."

Während der Finanzkrise bat Merkel alle wesentlichen Leit-Journalisten ins Kanzleramt und bat sie, zukünftig im Sinne der Regierung zu schreiben. Es gab keinen Presse-Aufstand, wie er etwa bei dem ehemaligen BP Christian Wulff entstand, als dieser Krach mit einem Bild-Chef hatte. Wulff wurde vorgeworfen, die Presse beeinflussen zu wollen und kam auf die Abschussliste.

Dass Merkel selbiges noch extremer und deutlicher gemacht hatte nahm kaum ein Journalist zur Kenntnis.

Es ist inzwischen eine Tatsache, dass es zwischen Merkel und Journalisten regelmäßige Treffen im Kanzleramt gibt. Was dort besprochen wird, bleibt geheim. Aber man muss es auch nicht wissen. Wir merken es beim Lesen, Hören und Sehen fast aller Medien jeden Tag. Merkel hat mit ihrem Wissen von Agitation und Propaganda und Psychologinnen in ihrer Abteilung, alle öffentlichen Medien in der Hand. Diese wurden nie gezwungen, wie in einer Diktatur, regierungskonform zu schreiben, sondern - wie ich mir vorstelle - emotional erpresst. Sie hat die Chefredakteure da gepackt, wo sie am offensten und empfindlichsten sind - am Stolz und an der Angst. Sie sind Opfer und Täter der Mutterfigur und Machthaberin Merkel.
Dass es andere Journalisten gibt, zeigen die mutigen Webseiten, für die ich jeden Tag dankbar bin.
Ein interessantes Buch dazu:"Muttersöhne" von Volker Elis Pilgrim.


Am 12. November 2018 schrieb Ronald Wolf:

Eine prima Recherche und interessante Fakten. Das werden wir bei unseren ?Prämiummedien? nicht erleben. Immerhin sollen diese die Menschen blöde halten und für neue Kriege vorbereiten. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es Menschen ohne Gewissen gibt, muss aber wohl so sein, wenn man ARD/ZDF etc. sieht. Obama und Trump sind auch nicht sehr unterschiedlich, nur das der Eine bessere Reden hielt. Der Militärisch-Industrielle-Komplex hat alle US-Präsidenten im Griff. Deswegen brauchen sie immer Feinde und Einsatzgebiete. Den Kommunismus todzurüsten hat geklappt, mit China und Russland wird das nicht funktionieren. Schade um das Geld und die Resourcen die sinnlos und hirnlos vergeudet werden.
Danke lieber Uli für den tollen Beitrag.


Am 12. November 2018 schrieb Ira Kormannshaus:

Lieber Uli,

ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie du darauf kommst, die Abtrennung der Krim von der Ukraine als Sezession zu bezeichnen. Im Januar 1991 gab es ein Referendum (ohne vorherigen Truppeneinmarsch), in dem sich 51,4% für Russland aussprachen. Der versoffene Jeltsin hat es aber schlicht verpeilt, das Thema in der Belovezhskaya Pushcha auf die Tagesordnung zu setzen. Also musste Russland mit dem durch Khrushchev geschaffenen Status quo leben. Das Referendum von 2014 war ein Witz, die Fakten waren durch das Militär längst geschaffen. Natürlich handelt es sich um eine Annektion.

Antwort von U. Gellermann:

Völkerrechtler wie Prof. Reinhard Merkel (Uni Hamburg)gehen davon aus, dass es im Fall der Krim um „Sezession“ handelt.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-krim-und-das-voelkerrecht-kuehle-ironie-der-geschichte-12884464.html
Und andere, die sich nicht der westlichen Propaganda ergeben haben, auch.


Am 12. November 2018 schrieb Lutz Jahoda:

IM STILLEN VEREINBARTES AUSGESPROCHEN
FÜR DIE ABSAHNER, DIE IHR SÜPPCHEN KOCHEN:

Es gibt selbstverständlich keine Modelle
Auf diesem speziellen Arbeitsbild.
Es bedarf auch keiner Frühstückskartelle,
Die Grundrichtung gibt uns die Vorteilsquelle:
Man spricht nicht darüber, man weiß, was gilt.

Daran nicht zu rütteln: Konzernherrenpflicht,
Gemäß des obersten Geldmachtgebots:
Wer nicht mit uns gehn will, den halten wir schlicht
Am Arm des Verhungerns, im Dienst unsrer Schicht,
Im Widerstandsfall auch geschäftlichen Tods.


Am 12. November 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Erik Hofman
Trump ist das kapitalistische "Schmuddelkind" und Obama der "Liebling" derer, die sich offiziell die Finger nicht dreckig machen wollen, dafür gibts sogenannte "saubere Waffensysteme."
Sie tun sich nix.
Sie sind beide, die Vertreter des Kapitals , insbesondere der Rüstungsindustrie.
Die einen schwätzen von "Werten," die anderen von "Amerika zuerst." Nichts kann ändern, dass der Kriegsnobelpreisträger ein Kriegsverbrecher bleibt und Trump in dessen Fußstapfen läuft so kann es sein, dass der noch einen Preis für die offene Kriegsunterstützung der Saudis im Jemen erhält. Sollen sie doch selbst in die Kriege ziehen, für die sie stehen und in dem Zusammenhang , die die von der Bundesregierung, die für Krieg und Auslandseinsätze stehen und dafür abgestimmt haben mit nehmen.; Für Kapital und Vaterland versteht sich von selbst.
Sie sind die größten Kriegsverbrecher aller Zeiten und sollen in der Hölle schmoren, bis zum Sankt Nimmerleinstag.


Am 12. November 2018 schrieb Erik Hofmann:

Immer wieder versuchen Sie Trump mit Obama gleichzusetzen. Das ist kein Journalismus den Sie immer so predigen, das Sturheit!

Antwort von U. Gellermann:

Eine Argument, eines nur, wäre nicht schlecht.


Am 12. November 2018 schrieb Svenja Komers:

Ein großer Bogen, sprachlich blendend, voller Fakten und konsequent für die Aufklärung.

Dran bleiben...

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