Trumps Kriegs-Klima

Kramp-Karrenbauer zum Befehlsempfang in Washington

Autor: U. Gellermann
Datum: 23. September 2019

Schon im vergangenen Juni hatte das Pentagon angekündigt, weitere 1000 Soldaten in den Nahen Osten zu schicken, "um amerikanische Truppen und nationale Interessen in der Region zu schützen." Ende Mai hatten die Vereinigten Staaten ihre Truppen im Nahen Osten um 1500 Soldaten verstärkt. Zuvor hatte das US-Militär unter anderem einen Flugzeugträgerverband und eine Bomberstaffel in die Region verlegt. Nachdem die jemenitischen Huthi-Rebellen sich gegen den mörderischen Krieg, mit dem die Saudis die zivile Bevölkerung des Jemens überziehen, mit einem Drohnenangriff auf zwei Ölanlagen in Saudi-Arabien gewehrt haben, will Präsident Trump seinen saudischen Freunden noch mehr Truppen senden. Im Hintergrund droht der unerklärte Krieg der USA gegen den Iran, den Verbündeten der Huthi-Rebellen, zum offenen, heißen Krieg zu werden. Trump heizt das Kriegsklima an.

Aus New York versendet Greta Zarro, Organisationsdirektorin von „Beyond the War“, Mails zur Mobilisierung für einen Marsch gegen die US-Kriegsmaschine. Man trifft sich an der Northwest corner of Herald Square near 34th St & 6th Ave in Manhattan. Und Greta begründet, warum die Friedensbewegung und die Klimabewegung zusammenkommen müssen. Unter anderem, weil das US-Militär pro Tag mehr Öl verbraucht als das Land Schweden. Parallel kamen aus der Mecker-Ecke der deutschen Friedensbewegung drastische und unqualifizierte Vorwürfe gegen die "Anhänger der CO2 Glaubensgemeinschaft" der neuen Umweltbewegung. Leute, von denen man weiß, dass sie sich in militärischen Strukturen und Abrüstungsthemen gut auskennen, warfen sich plötzlich zu Klima-Experten auf und diskriminierten die bewegten Schüler und Studenten. Warum? Neid auf Jugend und Zulauf? Substanzielles war nicht zu erkennen.

Zeitgleich zu den von Greta Zarro Mobilisierten fliegt die deutsche Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer nach Washington, um ihren Amtskollegen Mark Esper zu treffen. Zwar behauptete die deutsche Regierung bisher, sie wolle sich an einer US-"Mission" gegen den Iran nicht beteiligen. Aber in einem Papier der "Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik" kann man lesen "Deutschland sollte zum Erhalt seines außenpolitischen Gestaltungsanspruchs und zur Wahrung seiner Interessen eine Mission mitentwickeln und sie gegebenenfalls führen." Schön friedlich klingt das Wort "Gestaltungsanspruch". Gemeint ist die militärische Durchsetzung deutscher Außenpolitik auf dem Trittbrett der USA. Wenn man wissen will, wessen Interessen gemeint sind, dann muss man sich nur die Sponsoren und Mäzene der "Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik" ansehen: Vom Auswärtige Amt, über die Deutsche Bank AG, die Airbus Group und die Robert Bosch Stiftung GmbH sind alle versammelt, die dem Krieg näher stehen als dem Frieden.

Und wer sich Mark Esper, den US-Minister und Gastgeber der Kramp-Karrenbauer in Washington anschaut, der entdeckt in dessen Lebenslauf, dass er lange als Vizepräsident für Regierungsbeziehungen bei Raytheon beschäftigt war. Die Raytheon Company baut und verkauft so schöne Sachen wie Torpedos und Marschflugkörper. Außerdem produziert Raytheon Radar-Systeme für fast jedes Kampfflugzeug der US-Air Force. Für diese Company ist ein Krieg eine erstklassige Maßnahme der Verkaufsförderung. Da weiß man, ohne am Treffen in Washington teilzunehmen, was Esper der Dame Kramp-Karrenbauer sagen wird: "Please listen, Annegret my dear, Rheinmetall will also make a profit, sure." Beglückt kann Annegret dann auf dem Weg nach Hause in Düsseldorf bei Rheinmetall vorbeifahren und dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Ulrich Grillo, sagen: "Eure letzte Spende an die CDU von 33.000 Euro war ja ganz nett, aber im Ernstfall sollte es schon ein wenig mehr sein."

Während man sich zwischen Waltham, Massachusetts (Sitz der Raytheon Company) über das Bißchen Krieg sicher einig wird, ist in Deutschland ein gemeinsamer Kampf von Frieden- und Umweltbewegung noch nicht in Sicht. Das ist gut für das Kriegsklima.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 28. September 2019 schrieb Ernst Blutig:

Bei den Friedensbewegten habe ich bei etlichen den Eindruck, daß sie alles sind/sein wollen..nur nicht Antikapitalisten. Von Moshe Zuckerman gibts einen Vortrag bei den Pleisweiler Gesprächen in dem er die psychische Substanz deutscher Bürgerlichkeit analysierend und historisch ableitet. Man merkte ihm an, daß er vorsichtig formulieren musste, um das deutsche Publikum nicht zu verstören...

Auch bei den Nachdenkseiten-Machern beschleicht mich dieser Eindruck immer öfter. Auch hier sei wieder auf Zuckermans Hypothesen verwiesen. Es ist eine Emphase, die selbst die stärksten Kritiker in diesem Land unsichtbar verbindet. Diese Affenliebe zum Kapital und zur Arbeit um JEDEN Preis.

In einem Interview wurden von den Sprechern der deutschen fridays4future auch noch der allergrösste Schwachsinn, der ihnen in der Realitätsflucht ihrer Gegner angedichtet wird, so brilliant gekontert und beantwortet, daß ich mir die Frage stellte, woher die diese Messerschärfe in ihrem Alter haben. Dann habe ich mich an die 68er-Bewegung erinnert. Die waren nicht viel schärfer undauch nicht viel älter.
Damals gab es auch diese Zuckerman-Bürgerlichkeit neben den Protesten. Es ist nur so, daß in den letzten 50 Jahren diese "Zuckerman"-Deutschen derart infantilisiert wurden, daß sie Wissenschaft nicht von Personenkult unterscheiden können, ich behauopte sogar WOLLEN.
Der infantile Durschnittsdeutsche will seine Führer und sein Geld und daß sich nichts ändert. Ausser auf Befehl.


Am 26. September 2019 schrieb Karola Schramm:

Von "Kampf-Knarrenbauer" wie der Spitzname schon sagt, kann fast nichts bis gar nichts erwartet werden.

Trampels Kriegs-Klima ist auch unser Klima. Und dass diese politischen Damen ein Glück für die Wirtschaft so und überhaupt und für die Kriegswirtschaft insbesondere sind besteht darin, dass sie selber keine Meinung haben und die, die sie haben, genau der Meinung entspricht, die deutsche Politiker immer haben mussten: Ganz im Sinne der USA! Adenauer hat es vorgemacht - für CDU-ler ein Vermächtnis und für SPDler ein Verhängnis!

Was die Friedens-Umweltbewegung angeht, so gibt es sie. Doch ich habe den Eindruck, dass leider diese Greta-Freitags-Bewegung erst einmal alle Jugendlichen aufsaugt, die sich nicht glücklich fühlen und jetzt, in der Masse, Opposition lernen können und auch das Nachdeken über Zusammenhänge und das, was sie mit einer Anti-Kriegs-Bewegung gemeinsam haben und verbindet.


Zudem gibt es viele Friedensbewegte, die eher nicht in der Öffentlichkeit zu finden sind um im Stillen arbeiten, wie Meditationsgruppen, die eine große, wenn nicht sogar die größte Wirkung haben. Bei diesen steht der Begriff "Kampf" nicht im Vordergrund sondern "Frieden und Liebe."


Am 26. September 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@Ulrike Spurgat

Ich habe Sie schon richtig verstanden, was die 'Gesetze des Kapitals' anbetrifft.

Als gute Marxistin-Leninistin meinen Sie, alle Kriege beruhten auf dem Kapital- Profitinteresse der Kapitalisten.

Das war aber z.B. für die US Invasion des Irak 2003 nicht der Fall. - Weder die US Ölindustrie noch die Waffenindustrie haben den Krieg promotet sondern politische Ideologen mit ihrem 'regime change' und der 'Neuordnung des Nahen Ostens' - auch im Interesse Israels.

Und das kapitalistische Profitinteresse ist auch jetzt für den US - Iran Konflikt nicht ausschlaggebend.

Wenn ich sage: 'Krieg zahlt sich nicht mehr aus, man zahlt drauf', meine ich damit z.B. den US Steuerzahler, der draufzahlt.

Natürlich verdient die Waffenindustrie daran. - Aber Sie dürfen nicht meinen: Derjenige, der an einem Krieg verdient, ist auch derjenige, der entschieden hat, dass der Krieg geführt wird !

Und zu dem, was der Uli schreibt: Trumps Soldaten sind Drohgebärde. Er ist primär an seiner Wiederwahl interessiert. Dafür kann er aber keinen Krieg gebrauchen mit toten amerikanischen Soldaten und einem erneuten Fiasko wie im Irak.

Antwort von U. Gellermann:

Wer die militärische Hegemonie hat, hat sichere Absatzmärkte, geopolitische Vorteile gegenüber der Konkurrenz und hält sich die Gläubiger vom Hals. Um das zu erkennen muß man kein Marxist sein. -Drohgebärden mit der Kriegsflotte sind nur effektiv wenn die Gegner annehmen müssen, dass die auch eigesetzt wird. Da kann man sich auf die USA doch immer verlassen.


Am 26. September 2019 schrieb altes Fachbuch:


nachfragen:
- nun hat fkk in amiland doch tatsächlich bestätigt, dass germany sich NUR innerhalb einer europäischen "initiave" gegen den iran beteiligen sich will!! sie lehne die amerikanische politik des "maximum pressure" ab, um sich einen diplomatischen weg zum erhalt des atomabkommens (und des iran. marktes;) zu erhalten!
sieht man nicht daran, dass provozierte konflikte reine (plan)wirtschaftliche beschaffung für NATIONALE rüstungsunternehmen (arbeitgeber, beitragszahler sv) sind?
- das macht das alles nicht weniger schlimm, ABER germany ist KEIN trittbrettfahrer mehr!! mit und nach 1989 ist denen osteuropa als markt geschenkt worden. dennoch kam hartz IV!! nun ist auch diese wiese abgegrast, wohin die esel lenken??? es BRAUCHT neue wiesen!! und dieses problem hat trump auch, und putin auch, auch china bald auch...
stimmt dann die these vom "befehlsempfang" noch??
- ohne trump zu verharmlosen oder die kriegsgefahr runter zu spielen: aber spielt ER nicht einfach nur monopoly?? sucht er einfach nur nach "gastgeber"länder, die seine fußtruppen ernähren und unterhalten müssen?? die 2% fordert er doch auch nur als obolus für seine heimische rüstungswirtschaft ein!! besser stetige und stetig wachsende profite, als bei 300% aussichten zu verdampfen? es gab schon friedensnobelpreisträger mit kriegerischer vita. meine meinung bleibt: die friedensbewegten müssen sich mehr mit den profitierenden unternehmen anlegen, als mit schauspielern!
- liebe frau peter: wie wollen sie beide greta's (frieden+klima) zusammen kommen lassen, wenn sie die eine gleich in die klapse verbannen??

Antwort von U. Gellermann:

Wir sind bereit, uns zu beteiligen, aber nur im Rahmen einer europäischen Mission“, sagt Frau Kamp-Karrenbauer zu einem Marine-Einsatz in der Straße von Hormus. Da wird das Wort „nur“ zum bitteren Witz und das Wort „Mission“ zur sakralen Decke der blutigen Missionierung der iranischen Bevölkerung. - Solche wie Trump spielen immer Monopoly: Mal um die Central-Park-Straße, ein ander mal mit Leib und Leben anderer Leute Kinder.


Am 26. September 2019 schrieb Gaby Kamphaus:

Seit Jahren lese ich die Rationalgalerie. Auch dieser Artikel beweist, dass man hier immer gute Analysen und aktuelle Einschätzungen findet.


Am 26. September 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Klaus Bloemker,

zitieren sie bitte richtig:
Gesetze mit den Gesetzmäßigkeiten des Kapitals zu versuchen gleichzusetzen hat was, allerdings keine Wert.
Die Antwort des Galeristen ist klar und eindeutig.


Am 25. September 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@ Ulrike Spurgat
"Trump ... feuert die Kriegsgeilheit an."

Das stimmt so nicht. Jetzt nicht und 2002 war er auch erst gegen den Irakkrieg (zahlt sich nicht aus, meinte er), dann hat er nur zögerlich zugestimmt.

Er ist zwar ein egomaner Idiot aber besonders kriegsgeil ist er nicht.

Und die Gesetze des Kapitals? - 'War doesn't pay anymore' - Krieg zahlt sich nicht mehr aus, man zahlt nur drauf. (Ganz abgesehen von den Toten und Verletzten.)

Antwort von U. Gellermann:

Trump lässt seinen Freunde die Saudis die jemenitische Bevölkerung zerbomben. Trump will weitere 1000 US-Soldaten nach Polen verlegen. Das bringt dem Rüstungskapital jede Menge Profit. Noch Zweifel an der Kriegs-Geilheit?


Am 25. September 2019 schrieb Uschi Peter:

Auch wenn meine Meinung wieder zu hart erscheinen mag: Warum regt sich die Klimaaktivistin nicht über die Kriege der westlichen Kriegstreiber und -verbrecher auf? Die sind die schlimmsten Umweltzerstörer. Davon kein Wort. Diese Kriege haben Millionen Menschen- und Tierleben gekostet und wurden von den Grünen mitgetragen und - J. Fischer - gefördert. Städte, Dörfer, ganze Landschaften wurden zerstört. Die DP-Uran-Munition der USA wird Menschen über Jahrzehnte schädigen. Wer profitiert von dem Ganzen? Als verantwortliche Eltern hätte ich meiner Tochter eine psychiatrische Betreuung zukommen lassen, statt sie diesem Stress auszusetzen und sie von einschlägigen Kreisen vereinnahmen zu lassen.


Am 25. September 2019 schrieb altes Fachbuch:

natürlich haben die g.zarro, der galerist und DIE mitkommentatoren recht, die ein zusammengehen von friedens- und klimabewegung fordern! ohne frieden brauchts kein klima und mit dem klimawandel und seinen folgen wird es keinen frieden geben!
für die pennäler von FfF macht schule keinen sinn, wenn man keine zukunft auf diesem planeten hat. und auch jedem anderen ist klar, dass GEMEINSAM kämpfen mehr sinn macht.
nun muss man nur noch begreifen, dass beide themen die kap. produktionsweise als verursacher und damit zum feind hat!!
und im hinterkopf weiß das auch JEDER entscheidungsträger. ABER ohne wachstum fliegen denen die "arbeits"märkte und sozialsysteme um die ohren!!! und weil genau vor diesen fragen allseits gekniffen wird, tapsen einige initiative naivblöd im meinungsbild rum oder sind die ig metall oder bce "feinde" des wandels!!
die duebel-frage (ich will dem galeristen nichts vorweg nehmen;) nach unterschieden in der lobbyszene ist doch nichtig!! man kann doch nicht kriegstreiberei und ausbau alternative energie gleichsam verteufeln, nur weil die sicher lobbyismus und ausbeutung als gemeinsames merkmal haben!?
herr duebel, krieg und der klimakollaps sind deutlich mehr an massaker an völkern oder ihre "kulturlandschaft". wer in dieser zeit einen postkartenausblick aus jedem SEINER fenster haben will, soll deutlich mehr für energie zahlen!!! ihr "demok. souverän" will es so! wer solar und windkraft nicht will und gleichzeitig andere öko-maßnahmen blockt, sollte auf den seychellen ausgesetzt werden;)

was mich freut - die teure amitechnik hat ihren nimbus der unfehlbarkeit verloren!! die patriot taugen nix:)
drum, indianer, vereinigt euch!


Am 25. September 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

ass die Bevölkerung in den USA kriegsmüde nach den verheerenden Völkermorden der vergangenen Jahrzehne ist gut möglich, die Gesetzmäßigkeiten des Kapitals lassen sich jedoch nicht aushebeln, daran kann es keinen Zweifel geben.
Trump sieht eine neue Weltordnung vor die die Mickey Mouse unter seiner Herrschaft als Vorbeter, als Bestimmer, als Kriegsherr kontrolliert und sanktioniert und zwar nach seinem Willen.
Die Welt hat sich den USA zu unterwerfen und ihre Politik muss mit der Politik der Ganoven und Verbrecher (t.B. die Rüstungskonzerne) kompartibel sein; ansonsten gibts den Satz heiße Ohren. Humanitäre Hilfe wird jedem Land verwehrt, dass sich nicht unter den blutigen Stiefel der USA beugt. Vor den Internationalen Strafgerichtshof gehört die Bande, wie auch die sinnentleerte und entkernte Merkel.- Der israelischen Anwalt Omer Shatz und sein französischer Kollege Juan Branco haben Klage vor dem Internationalen Strafgerichtshof gegen europäische Poitiker erhoben: "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" lautet die Anklage. In dem Fall geht es um "die Toten im Mittelmeer." Merkel ist dabei.-

Die USA sind arm wie die Kirchenmäuse, Millionen von Menschen sind ausgegrenzt, leben aus Mülltonnen, in Autos, in Zelten, unter Brücken. Kinder sind obdachlos, Rassismus ist an der Tagesordnung. Eine erbärmliche Lebenswirklichkeit und Trump spielt mit dem Feuer. Lenkt ab von den wirklichen Problemen im eigenen Land und feuert die Kriegsgeilheit an indem er andere Länder zwingt ihre Rüstungsausgaben zu erhöhen, (Polen hat dem natürlich zugestimmt, mit ihrer rechtsnationalistischen Regierung) die den amerikanischen Haushalt entlasten sollen.
Alle gewachsenen Institutionen, die nach Faschismus und Krieg notwendig waren sollen zerstört werden und die Lippenbekenntnisse und jämmerlichen Absichtserklärungen gehören, wie all die korrupten Regierungen der Welt auf den Müllhaufen der Geschichte.

"Es gibt wichtigere Dinge, als im Frieden zu sein."
(USA, Außenminister Haig vor dem amerikanischen Senat, 9.1.981)
"Die erstrangige und wichtigste Aufgabe der künftigen Strategie Amerikas im weiten Sinne des Wortes ist die Erhaltung und Festigung unseres politischen Systems, und diese Aufgabe ist wichtiger als der Frieden......... (R.Strausz-Hupe/W. Kitner/St.T. Posony, A Forward Strategy for America", New York, 1961, S. 402
"Man darf nie vergessen, dass man es mt Verrückten zu tun hat....." Der amerikanische Sozialphilosoph John Sommerville über die Hochrüstungspolitiker in der Durchbruch zum Frieden. Eine amerikanische Gesellschaftskritik, Darmstadt 1973, S.49


Am 25. September 2019 schrieb Klaus Bloemker:

Es ist in Amerika, was Krieg anbetrifft, so:

Die Militärs sind eher zurückhaltend, die Politischen eher die Aggessiven. So war die Meinung der Militärs nach dem iranischen Abschuss einer US Drohne, man solle ein iranisches Schiff versenken, der Besatzung aber vorher sagen, das Schiff zu verlassen. Bei dem Drohenabschuss seien keine Amerikaner ums Leben gekommen also solle man auch keine Iraker töten.

Die Politischen, Bolten und Pompeo waren aber dafür, Ziele im Iran anzugreifen, auch wenn es dabei Tote gäbe. - Trump hat sich dann im letzten Moment gegen Bolten entschieden und ihn dann entlassen.

Dass die Militärs eher zurückhaltend sind - denn sie müssen den Krieg ja führen - das war schon bei dem Iraqkrieg 2003 so.

Sie waren skeptisch und nicht besonders enthusiastisch. Sie meinten, wenn, dann brauche man 700.000 Soldaten. Rumsfeld hat ihre Bedenken zur Seite gewischt und meinte, 250.000 würden reichen, da die Iraker ja froh seien, wenn Saddam gestürzt ist und sie würden kooperieren.

Das war dann allerdings nicht der Fall.

Antwort von U. Gellermann:

Trump will weitere 1000 US-Soldaten nach Polen verlegen: Das ist das Klima.


Am 24. September 2019 schrieb Achim Duebel:

Lieber Herr Gellermann,

Ihre Kommentare lese ich immer gerne.

Sie muessen den Deutschen zu diesem neuen Kommentar aber schon noch erklaeren, worin der grosse Unterschied zwischen dem Lobbyismus von Raytheon und dem Lobbyismus von Enercon bestehen soll.

Die einen massakrieren fuer Umsatz und Gewinn kleine Voelker, die anderen unsere Kulturlandschaften und den originalen, schon lange politisch marginalisierten, Umweltschutz.

In beiden Faellen wird eineKontrolle des demokratischen Souveraens durch irrwitzige Propagandakampagnen ausgehebelt.

Siehe die Webseiten der hunderten Buerger- und Umweltinitiativen in diesem Land gegen die Totalindustrialisierung. Als Beispiel www.wattenrat.de

Bei Propagandakampagnen lautet die erste Frage immer: cui bono?


Am 24. September 2019 schrieb Albrecht Storzt:

So lange sich die Linke mehrheitlich so naiv gibt wie hier, habe ich keinerlei Hoffnung. Geht es vielen nur darum, endlich wieder ein Teil einer großen Bewegung sein zu wollen, egal wohin das führt?

Der ganze Greta-Hype ist durchgängig gescriptet. Wer das nicht erkennt tut mir Leid. Wer glaubt, wenn man mit den FFF's mitmarschiert könnte man auf die Richtung in die der Zug geht, Einfluss nehmen, träumt.

Der Hype wird mit einem Schlag verpuffen wenn die Ziele in greifbarer Nähe sind:

- Gesellschaftliche Akzeptanz für neue Atomkraftwerke als "Brückentechnologie" in eine angeblich "CO2-freie Zukunft" (lachkotz).

- Und ein neuer Raubzug an den Bürgern, indem man diese dazu bringt um eine CO2-Steuer regelrecht zu betteln.

Kretschmann hat auf dem Parteitag gesagt, wir hätten eine CO2-Steuer von 10%, die Schweden und Schweizer von 110%. Es ist klar wo man hin will: richtig fett Kohle beim Volk abgreifen. Und wo das Geld hinwandert, was damit gemacht wird, sollte jedem klar sein, der das Personal in den "oberen Polit-Etagen" ankuckt.

Welches Volk ist so blöd und demonstriert für seine eigene höhere Besteuerung? Nur die Deutschen!

Antwort von U. Gellermann:

Viele der Leserbriefschreiber der Galerie sind aktiv in der Friedensbewegung. Sie haben dort gelernt, dass man sein Ziel gemeinsam mit anderen Menschen verfolgen kann und muss. Wer das nicht begreift, ist nicht naiv sondern ein Sektierer. Die geben gern die konkrete politische Arbeit zugunsten isolierter aber steriler Reinheit auf.


Am 24. September 2019 schrieb Svenja Kemper:

Ein Zusammengehen der beiden Bewegungen würde beiden helfen: Die Umweltbewegung könnte sich weiter politisieren und die Friedensbewegung könnte an Breite und Kraft gewinnen.


Am 24. September 2019 schrieb Albrecht Storz:

Es ist jetzt schon abzusehen, was wir durch FFF gewinnen werde:

nachdem schon die "Energiewende" aus den Taschen des einfachen Bürgers bezahlt wurde, werden wir jetzt noch mit einer CO2-Abgabe beglückt.

"Härtefälle" in der Industrie werden gewiss wie beim EEG auch bei der CO2-Besteuerung "abgefedert" (sprich: befreit). Oder es finden sich wie immer bei solchen Vorhaben genug Schlupflöcher, die leider nur den großen Konzernen ein entkommen ermöglichen.
Der Normalbürger muss dann eben frieren für's Klima.

Ich kann ja durchaus verstehen, dass Kinder mit einem naiven Politikverständnis gesegnet sind. Aber wenn dann auch noch Erwachsene diese Kindersicht aufnehmen, dann ist etwas sehr im Argen.

Jeder sieht doch klar vor Augen wo der aktuelle, durchorchstrierte Hype hinführt:

Eine Renaissance der Atomkraft sowie noch weiter steigende Gewinne der Großkonzerne und Schwerstreichen werden unter dem Strich die "Erfolge" der FFF sein.

Kann dankend verzichten.

Leute, Greta ist EIN KIND!

Was wir hier heute beobachten ist eine verdeckt gesteuerte Bewegung die Greta als Gesicht missbraucht.

Antwort von U. Gellermann:

Es ist geradezu albern, eine außerparlamentarische Bewegung für Regierungshandeln verantwortlich zu machen.


Am 24. September 2019 schrieb Marc Britz:

Liebe Reyes Carillo,

"Natürlich ist die Gefahr groß, natürlich ist Misstrauen angebracht. Aber nachdem nach einem Jahr noch nicht einmal schemenhaft die vermuteten verborgenen Strippenzieher der Bewegung sichtbar geworden sind, könnte es sich, ich weiß, der Gedanke ist Reizgas, möglicherweise um eine Bewegung handeln, die einfach ohne linken Segen und politische Schulung für sich ein planetarisches Überleben reklamiert. Für Marc Britz ist allein dies ein Makel. Und vor allem, dass Greta Thunberg von „Kuhfürzen" spricht. Geht?s noch? Ok, das war die Antwort auf ein Greta-Zitat von Uli. Trotzdem.?

Es interessiert mich ehrlich gesagt wenig, wer oder was hinter dieser Bewegung steht. Noch weniger interessiert mich, ob die Bewegungsteilnehmer linken Segen haben oder eine politische Schulung genossen haben (wo gibt?s die eigentlich noch?). Dass mein Seitenhieb mit den Kuhfürzen polemisch war, haben Sie selbst bemerkt. Mich interessiert die faktische Effektivität einer Bewegung:

Vor Allem weil ich gerade Uli für jemanden halte der mit Sicherheit nicht zum Arzt muss, habe ich mir dann tatsächlich doch nochmal Greta´s Rede vor dem Klimagipfel angehört. Nun tut Greta mir nur noch leid. Hat schon was perverses, wenn ein zu Recht emotionalisiertes Kind so an der Nase herumgeführt wird. Ihre Platitüden stammelnd heult Sie vor Wut im Angesicht der versammelten Verantwortlichen - und die zollen auch noch Beifall dafür. Das grenzt meiner Ansicht nach schon an Kindesmissbrauch. Vor allem, da wir ja wissen, dass die von Greta bezichtigten einen Teufel tun werden, ihre Machenschaften zu ändern. Mit anderen Worten: Effekt gleich Null.

Effektiv sind die Gelbwesten auf der Strasse, deshalb kommen sie nicht mehr im Fernsehen; effektiv wären Parteien im Parlament, die einen wirklichen Systemwechsel auch legal einleuten, aber sie gibt es nicht; effektiv wären Medien, die uns aufklären, aber die senden Greta. Die übernimmt für uns das Heulen, ändern wird sie nichts. Fallen wir doch bitte nicht auch auf diesen Mist herein.

Antwort von U. Gellermann:

Der Artikel fokussiert auf eine andre Greta: „Greta Zarro, Organisationsdirektorin von „Beyond the War“.


Am 24. September 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Eine Bemerkung zu einem Kommentar:
Rupp in die Nähe von Broder zu rücken zeigt ein Geschichtsverständnis ohne Geschichte.


Am 24. September 2019 schrieb Heinz Schneider:

Ich bin doch sehr verunsichert. Habe ich doch mein Denken viel zu sehr von einem Manifest beeinflussen lassen, ohne mir darüber Gedanken zu machen, dass daimit ein Fabrikantensohn aus Wuppertal wahrscheinlich hinterrücks den Kapitalismus retten wollte. Ich bin auf Friedensdemos gelatscht, ohne vorher zu prüfen, ob die friedenbewegten Jugendlichen aus Verhältnissen stammen, wo Eltern und Großeltern sie unterstützen. Ich bin gar in die Gewerkschaft eingetreten, obwohl diese arbeitsschwänzende Bewegung von der Regierung derart wohlwollend unterstützt wurde, dass ich sogar die Beiträge von der Steuer absetzten konnte.

Und jetzt schreibe ich in einem Forum, ohne zu wissen, wer da seine Finger im Spiel hat und dafür sorgt, dass die klügsten Beiträge allesamt in Rot angezeigt werden.


Am 24. September 2019 schrieb Reyes Carrillo:

Ein paar Worte zu dem Ausschnitt aus dem Artikel, der hier hauptsächlich reflektiert wird. Ich gebe Uli völlig Recht: Die Feststellung oder auch Hoffnung, „fridays for future“ und die Friedensbewegung mögen irgendwann und irgendwie zusammenfinden, da sie organisch zusammen gehören, ist völlig berechtigt. Eine Vision, für die man den Autor, so ist in manchen Kommentaren zwischen den Zeilen zu lesen, geradezu einen Arztbesuch anempfiehlt. Dass Linke diese – ungemein erfolgreiche - Bewegung kritisch sehen und misstrauisch beäugen, ist so richtig wie normal. Bloß: Die gesamten vielfältigen Aggregatzustände linken Leidens vor dem Hintergrund einer globalen Pulverisierung der linken Idee, tanzen da natürlich auch Tango. Allem voran wird – wie immer in solchen Fällen – die vergleichsweise unpolitische Agenda der Klimaaktivisten kritisiert, auch wenn diese freilich der Hauptgrund bzw. der Garant dafür ist, dass der Kapitalismus die Kids – noch – gewähren lässt. Die Häme und Diffamierung der Bewegung und Greta Thunberg persönlich als dumme Idioten, als Hampelkinder an der Schnur des militärisch-industriellen Komplex’ oder des Ökofaschismus scheint offenbar besonders „alte, weiße Männer“ herauszufordern. Rainer Rupp meets Henryk M. Broder. Kotz.

Das ist wie mit „rezo“ und der Ströer Content Group: Alles kann, nichts muss. Hauptsache, der nützliche Idiot ist verortet.

Natürlich ist die Gefahr groß, natürlich ist Misstrauen angebracht. Aber nachdem nach einem Jahr noch nicht einmal schemenhaft die vermuteten verborgenen Strippenzieher der Bewegung sichtbar geworden sind, könnte es sich, ich weiß, der Gedanke ist Reizgas, möglicherweise um eine Bewegung handeln, die einfach ohne linken Segen und politische Schulung für sich ein planetarisches Überleben reklamiert. Für Marc Britz ist allein dies ein Makel. Und vor allem, dass Greta Thunberg von „Kuhfürzen“ spricht. Geht’s noch? Ok, das war die Antwort auf ein Greta-Zitat von Uli. Trotzdem.

Ich bin überzeugt, dass diese Bewegung an einer Politisierung nicht vorbei kommen und engen Hautkontakt mit den global Friedensbewegten bekommen wird. Man kann nur hoffen und wünschen, dass sie in den dann entscheidenden Phasen der ideologischen Falle entkommen kann. Jeder antikapitalistische Kampf unter sozialistischem Banner wäre in dieser Epoche schon im zarten Entstehen verloren.


Am 23. September 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Alexander Kocks,

auch mich beschäftigte die Frage, wer das seine Finger mit im Spiel hat.

Die Ökolobby und Investoren mischen dort mit. Die Zusammenhänge habe ich noch nicht erfasst; ich arbeite dran.

Luisa-Maria Neubauer z.B. neuerdings meist an Gretas Thunbergs Seite ist keine Schülerin mehr, sondern politische Aktivistin der jungen GRÜNEN.
Neubauer bekam von der GRÜNEN-nahen Stiftung Heinrich Böll ihr Stipendium für die Göttinger Uni- als Danke schön für erfolgreiche PR Arbeit.
Der schwedische Finanzjongleur Ingmar Rentzhog spricht in einem Interview darüber, wie er Greta Thunberg unter seine Fittiche nahm. Kein Unbekannter beim globalen Klimawettbewerb. 2017 gründete er die dubiose Klimaschutz-Organisation "We don`t have time" als Aktiengesellschaft.
Erstmal heißt das nichts, dass Greta Thunberg aus einer wohlhabenden und angesehenen schwedischen Familie stammt. Über was weiß ich wieviele Ecken ist sie mit dem Klima- und Nobelpreisträger Svante Arrhenius verwandt, der 1895 eine der ersten Theorien zum Treibhauseffekt vorstellte. Kein Zufall und gelegen kommt es auch.
Viele Fragen, die eine Antwort wollen.

Antwort von U. Gellermann:

Svante Arrhenius ist seit 1927 ziemlich tot. Aber wer weiß . . .


Am 23. September 2019 schrieb H. Koba:

@ Ist dieser Satz von Greta "And if solutions within the system are so impossible to find, maybe we should change the system itself" idiotisch? Und wenn er nützlich sein sollte: Für wen bitte?
Gut, Herr Gellermann, kann sein das ich falsch liege. Ich bitte - setzte voraus, das Sie mehr Einblick haben als ich, - nur um eine Erklärung: Sie schreiben auf ihrer Seite seit langer Zeit, werden aber bisher - das wird sich ja hoffentlich bald ändern - nie zu den wichtigsten kapitalistischsten Foren eingeladen. Bald diskutieren Sie mit Trump, Merkel, Obama, und bringen ihr/unser Anliegen vor. So wie Greta. Lassen Sie es mich wissen wann es soweit ist. Ich sitze dann unter den Zuhörern.

Antwort von U. Gellermann:

Bald werde ich von Frau Merkel zum Kaffee eingeladen: Sobald die RATIONALGALERIE Umfragewerte erzielt wie Greta. Und wenn Sie Sich erinnern wie schnell die Dame nach der Fukujima-Nuklearkatastrophe eine Anti-AKW-Position aufs Papier gemalt hat dann können Sie sich dem Thema nähern. Bis dahin haben Sie sicher Zeit genug statt Witze zu machen auf meine Fragen einzugehen.


Am 23. September 2019 schrieb Harald Kolbe:

Das Zitat aus einem Papier der DGAP finde ich bemerkenswert. Allerdings konnte ich auf den Seiten der DGAP es nicht verifizieren. Können Sie mir die genaue Quelle nennen?

Antwort von U. Gellermann:

Das ist die Quelle:
https://dgap.org/de/think-tank/publikationen/dgapkompakt/ein-schiff-wird-kommen


Am 23. September 2019 schrieb H. Koba:

Ein gemeinsamer Kampf von Friedens - und Umweltbewegung. Wäre wünschenswert. Aber noch - wie gesagt noch - wird diese Umweltbewegung in Deutschland hauptsächlich von den Positionen der "Grünen" dominiert. Da ist Vorsicht geboten.
Den letzten Satz von "Ulrike Spurgat" unterstütze ich in jeglicher Hinsicht.
Zitat: " Solange das nicht klar ist, werde ich diese Bewegung kritisch sehen." Zitatende. Alles andere können Interessierte ihrem Text entnehmen.
Eines sollte jedoch klar sein: Im Kapitalismus kommt nicht jemand "einfach so" mal zum Wirtschaftsforum oder zu einer Audienz beim Obama. So wie Greta Thunberg. Wäre doch albern zu glauben, so wie von den MSM vorgebetet, es handele sich um ein demokratisches Herangehen.

Ich persönlich sehe sie -also die Greta - als nützliche Idiotin, denn niemand kommt - wie schon erwähnt - einfach zum Weltklimagipfel oder zum Wirtschaftsforum in Davos und darf dort eine Rede halten. Wenn jemand da reden darf, dann ist das gewollt, von wem auch immer. Eine junge Schwedin, die dort reden darf, stellt keine Gefahr dar. Sollte diese "Umweltbewegung" - in Deutschland, oder weltweit, auch nur ansatzweise in ihrer Mehrzahl nicht nur eine Veränderung innerhalb des vorherrschenden Systems fordern, sondern explizit den Sozialismus als Alternative auf die Tagesordnung setzen, dann wäre aber sehr schnell die "Fresse dick". Ein Edward Snowden, der tatsächlich beim Wirtschaftsforum einige interessante Dinge erzählen könnte, wird nicht einmal per Videoschalte eingeladen. Wo war eigentlich diese kritische Öffentlichkeit, als Snowden aufgedeckt hat, dass wir alle abgehört, dass alle unsere Mails und Chats gelesen werden und dass die USA allein in Deutschland zehntausende Trojaner platziert haben, mit denen sie in Deutschland Strom, Wasser, Krankenhäuser usw. abschalten könnten und würden, wenn Deutschland sich wirklich gegen die USA stellen sollte. Wo war da die kritische Öffentlichkeit? Also Ball flachhalten, nicht gleich auf den erstbesten Zug aufspringen nur weil Menschen sich - wahrscheinlich-, es ist wirklich schwer zu durchschauen - vor den kapitalistischen Wagen spannen lassen.

Ich bin - wie anscheinend auch Frau Spurgat - hin und hergerissen. Auf der einen Seite wünsche und hoffe ich ein zusammengehen von Friedens/Umweltaktivisten, auf der anderen Seite weiß ich wie schnell solch` Bewegungen vereinnahmt werden. Diejenigen, die an den Stellschrauben des Kapitalismus sitzen sind alles andere als blöd.

Antwort von U. Gellermann:

Welcher Karren mag das sein? Der der Automobilwirtschaft? Der Reise- oder Agrarindustrie? Der der Energiekonzerne? Der Pharma-Industrie? Die mit denen verbundene Finanzwirtschaft? Alle ins Klimadesaster verwickelt.
Wer Behauptungen aufstellt sollte, wenn er sie schon nicht beweisen kann, zumindest logisch sein.

Ist dieser Satz von Greta „And if solutions within the system are so impossible to find, maybe we should change the system itself“ idiotisch? Und wenn er nützlich sein sollte: Für wen bitte?


Am 23. September 2019 schrieb Alexander Kocks:

Eine Bewegung wie die schulschwänzende Fridays for Future Bewegung, die von der Regierung wohlwollend unterstützt wird, macht mich eher mißtrauisch. Zum einen weil diese Bewegung für die Agenda der Regierung demonstriert und zum anderen, weil irgendjemand diese Bewegung finanziell und organisatorisch unterstützten muss.16 Jährige Schüler bekommmen eine solche Organisation ohne Finanzierung, professionale Planung und Logistik niemals auf die Reihe. Solange nicht öffentlich ist wer diese Unterstützer sind, bekommt diese Bewegung bei mir kein Bein auf den Boden. Im Gegenteil, wenn Hunderttausende von teilweise fanatisierten
Jugendlichen demonstrieren, dann werde ich immer skeptisch, solche Massenbewegungen erzeugen in mir immer Wiederstand
und Mißtrauen.

Was die weitere Verlegung von US-Truppen nach Saud Arabien betrifft, so verstehe ich das es sich um Einheiten mit THAAD Abwehrraketen handeln soll um die amerikanischen Truppen in Saudi Arabien und die saudischen Öleinrichtungen besser vor weiteren Angiffen zu schützen.

Diese US-Abwehrraketen haben allerdings den Nachteil, dass sie gegen Drohnen und Cruise Missiles unwirksam sind und an dem Problem
nichts ändern. Die jemenitischen Huthis haben den Saudis vorgeschlagen die kriminellen Luftangriffe gegen die Zivilbevölkerung des Jemens einzustellen, im Gegenzug würden die Huthis ihre Angriffe auf Saudische Ziele beenden. Jetzt muß man abwarten wie der Saudische Clownprince reagiert.

Gehen die Angriffe weiter, werden die Huthis den Saudis und US-Amerikanern aufs neue Beweisen müßen, dass sie in der Lage sind solche Angriffe jederzeit auszuführen. Schön wird das nicht für die Saudis, da dann ihre Ölproduktion weiter den Bach runtergeht. Den USA kann dass nur recht sein, da durch höhere Ölpreise die finanziell sich in Nöten befindende US- Frackingindustrie sich finanziell erholen könnte.
Mit einem Angriffskrieg gegen den Iran werden die USA sehr vorsichtig sein müßen, da jetzt bewiesen ist, dass die Iraner in der Lage sind den Ölfluß aus dem Persischen Gold zu unterbinden, was zu einer Explosion der Ölpreise und zu einem Kollaps der Weltwirtschaft führen würde. Keine schönen Aussichten für die Welt und für die Wiederwahl von Präsident Trump. Wäre langsam an der Zeit Frieden mit dem Iran zu machen.

Antwort von U. Gellermann:

Es sind und waren jede Menge echter Journalisten unterwegs, um die Quellen der Organisation zu finden. Ohne Ergebnis. - Würden Sie die Anti-Waffen-Proteste in den USA (weitgehend von Schülern getragen und organisiert) auch als „fanatisch“ bezeichnen? Die machen das auch ohne große Finanzierung und ziemlich professionell. - Dass Regierungen sich auf Bewegungen draufsetzen ist so neu nicht.


Am 23. September 2019 schrieb Lutz Jahoda:

SITUATIONSBERICHT
MONTAG, 23. SEPTEMBER 2019

"Prima Klima für Konzerne",
Schreibt die "junge Welt" von heute.
Sowas liest die Wirtschaft gerne,
Gibt sich weiterhin fünf Sterne,
Ignoriert die Armutsmeute.

Wo man hinschaut, nur Staffage.
Viel Verständnis wird geheuchelt.
Welt erstickt an ihrer Rage.
UNO kurz vor Großblamage.
Auch mit Worten wird gemeuchelt.

Marktradikal heißt unsozial?
Ich höre die Märkte lachen.
Die Branche ist glitschig wie ein Aal,
Haifischgierig und brutal,
Und wird so weitermachen.

Ressourcenschlucker Militär,
Der schlimmste Schadensfinger,
Macht es unsrer Umwelt schwer.
Auch Ratheon-Rocket Stinger.


Am 23. September 2019 schrieb Manfred Caesar:

Lieber Uli ,

ich schätze Ihre Kommentare sehr. Bei der Beurteilung der Klimafetischisten und der Friedensbewegung, glaube ich sitzen Sie einer Fehlbeurteilung auf: Die Friedensbewegung (gibt es die überhaupt noch ?) Will die Bevölkerung vor den Kriegstreibern schützen. Die Klimafetischisten sind genau von den Kriegstreibern gegen die Bevölkerung instrumentalisiert. Das kann nicht zusammengehen.

Antwort von U. Gellermann:

Wie leben mit Blechlawinen in unseren Städten, die den ÖPNV verdrängen, weil die Automobilkonzerne die Regierung in der Tasche haben. Wir finden im Fisch Plastikteile, weil die Plastikindustrie ihre Entsorgungskosten auf alle abwälzen darf. Wir atmen Krankmacher-Luft ein, weil weite Teile der Industrie die Luft längst privatisiert haben. Fetischismus? Ja, Profifetischismus. – Das Profitsystem führt seinen Krieg auf vielen Feldern.


Am 23. September 2019 schrieb SIERA:

Wenn Greta Thunberg sich kritisch zum Kapitalismus äußert - und das tut sie-, wird das gern in den MSM verschwiegen. In einer Rede in NY hat sie den Kapitalismus als das Hauptübel benannt. Siehe nachfolgend ebenfalls eine systemkritische Äußerung in einer Rede von Greta Thunberg:

“And if solutions within the system are so impossible to find, maybe we should change the system itself. We have not come here to beg world leaders to care. You have ignored us in the past and you will ignore us again. We have run out of excuses and we are running out of time. We have come here to let you know that change is coming, whether you like it or not. The real power belongs to the people.”

Alles ist zu finden, wenn man sich gründlich mit ihren Reden und Interviews befaßt und sie nicht aburteilt, weil ihr auch Gruppen hinterherlaufen, die wir nicht schätzen. Wenn Obama sie einlädt, sollte sie ihn nicht treffen? Marketing für einen guten Zweck ist immer sinnvoll. Kleines Beispiel: Wenn Sie am Abgrund stehen, drohen herunterzufallen und ein Arschloch reicht Ihnen seinen Arm, um Sie zu retten, fallen Sie lieber?

Und: Ja- es bleibt zu hoffen, dass Aktivisten wie Greta Zarro, Clara Tempel und viele andere für ihren Einsatz genauso bekannt werden und damit Einfluß nehmen können. Aber wehe, wenn "die Falschen" sie auch unterstützen! Viele sind schnell bereit, Aktivisten in die Pfanne zu haun, wenn Gruppierungen zu Unterstützern werden, die man ablehnt. Gerade daran krankt auch die "Friedensbewegung", die kaum noch eine "Bewegung" ist.



Am 23. September 2019 schrieb Marc Britz:

@Uli

Deine Quellenlage ist wie immer unerbittlich. I stand correced. Zwinkersmiley!

Oder auch nicht. Denn im Zitat redet Thunberg bezeichnenderweise lediglich von den Folgen für den Planeten. Für Planeten aber ist die Menschheit ohnehin nur ein wieder vergehender Parasitenbefall. Nirgendwo redet das personifizierte schlechte Gewissen des Liberalismus vom wirkliche Menschen befallenden Drohnenkrieg, von Depleted Uranium Ammunition, von Kleinwaffen und Landminen und den bekannten Folgen. Von diesen vom Kapital gerne eingegangenen kriegerischen "Risiken" sagt sie nichts und schwafelt statt dessen von Kuhfürzen. Vom ökologischen Fussabdruck einer Raptor-Drohne hat sie nichts konkretes zu berichten. Fistbump Obama, we cool!

Antwort von U. Gellermann:

Der Artikel will Greta nicht heilig sprechen. Er macht nur darauf aufmerksam, dass Friedens- und Umweltbewegung den selben Gegner haben. Ein gemeinsames Agieren wäre sinnvoll. Auf dem Weg dahin sind Beschimpfungen wenig nützlich.


Am 23. September 2019 schrieb Hans Tigertaler:

Kampf-Knarrenbauer


Am 23. September 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Sicherlich sind die klimabewegten Jugendlichen aus Verhältnissen, wo Eltern und Großeltern sie unterstützen. Wo sind denn die Jugendlichen, die Morgens ohne ein Frühstück zur Schule gehen, deren Eltern mit Fleiß und Mühe den Kampf ihres Lebens kämpfen; nämlich ihren Kindern zu einem besseren Leben zu verhelfen. Wer soll denn die Zeche bezahlen für den immensen Schaden an der Umwelt ?
Umweltschutz muss Menschenschutz sein !
Die Verursacher, wer denn sonst ? Kapitalismus in seiner übelsten Auswirkung ! Hilflose, gekaufte und korrupte Politiker, die ohne Ansage der LObbyisten, deren Berater keinen Buchstaben mehr aufs Papier bringen in der Lage sind. Die Markanbeterin Merkel macht weiter, immer weiter, bis alles in Scherben bricht.
Krieg ist der größte Umweltverschmutzer und die Knarrenbauer schwänzelt in die USA. Was für ein Witz: Kriegstreiber trifft Kriegstreiber. Wieso ist der Regenwald seit längerer Zeit kein Thema mehr beim MSM ? Regenwälder werden im Amazonas- Gebiet abgefackelt, dass dieses Billigfleisch auf den Tisch kommt und Trumps Rindfleisch wird demnächst auf den Tellern landen.
Man könnte sagen, dass es eine ökoliberale Bewegung ist. Flixbus ist dabei mit kostenlosen Busfahrten, allerdings nicht für ihre Busfahrer, die kommen von irgendwelchen miesen Subunternehmen. Über die miserablen Arbeitsbedingungen von Firmen, die sich da eingeklinkt haben sollte gesprochen werden. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir bei Friedensdemonstrationen von irgendwem kutschiert wurden und spätestens dann wäre die berechtigte Frage fällig gewesen: "Wem nutzt es ?"
Die simpelsten gesamtgesellschaftlichen Probleme sind nicht gelöst. Die miserablen Lebenswirklichkeiten in den Gemeinden und auf den Dörfern, wo Busse fehlen, Ärzte, Bäcker, wo Kranke in ein Krankenhaus gekarrt werden, dass Kilometer entfernt ist, wo der Kinderarzt nur mit dem Auto erreichbar ist und pflegende Angehörende von a nach b müssen um ihre Eltern zu versorgen. Mittlerweile müssen ambulante Kranken und Altenpflegedienste bei Anfragen ablehnen, weil sie keine Mitarbeiter finden, die diesen Knochenjob, der ihnen alles abverlangt, weil sie die Menschen wie Menschen behandeln wollen sich noch in der Lage zu sehen zu bewältigen.
All diese Fragen und mehr sind und bleiben Teil der großen sozialen Frage, wie auch Krieg und Frieden. Es ist nicht voneinander getrennt zu sehen.
Angesichts solcher miserablen Verhältnisse werden viele dieser Fragen falsch diskutiert.
Mein Auto ist weg, fahre Fahrrad, esse mal Fleisch, achte auf den Wasser und Strom- und Heizungsverbrauch. So bleibt für mich die wesentliche Frage, wer denn die Zeche bezahlt ?
Solange das nicht klar ist, werde ich diese Bewegung kritisch sehen.


Am 23. September 2019 schrieb Heinrich Triebstein:

Anlässlich einer FfF-Demonstration wurde auch ein Plakat gegen das Patriarchat gezeigt. Ich schlage vor, wir ordnen das Patriarchat historisch ein. Seit Renaissance, Reformation, Aufklärung und bürgerlichen Revolutionen ist das Zusammenwirken von Thron und Altar (Akteure in beiden Einrichtungen: Männer als Angehörige des schwachen Geschlechts) ersetzt worden durch die Herrschaft des Kapitals im Rahmen von Nationalstaaten, innerhalb deren Grenzen Menschen die Wahl haben zwischen unterschiedlichen Fraktionen einer Einheitspartei, der mit der AfD eine weitere Fraktion zugewachsen ist. Deren Vertreter schwören in ihrem Amtseid, Schaden vom Volk zu wenden und seinen Nutzen zu mehren. In Wirklichkeit folgen sie einem Wort von Henry Kissinger: "Dass Illegale tun wir sofort. Das Verfassungswidrige dauert etwas länger." CETA, TTIP und Konsorten streben die Verrechtlichung der Kriminalität der Konzerne an und führen zur endgültigen Bedeutungslosigkeit unserer Gewählten.

Was also bleibt dem Volk? Der Blick auf die friedlichen Revolutionäre in der DDR der 1980er Jahre, die dem Großen Bruder Stasi die rote Karte gezeigt haben.
Und was lernt das Volk aus der Erfahrung der DDR? Es reicht nicht, sich mit dem Hirten anzulegen. Wir müssen an den Besitzer der Herde.

"Wer etwas besitzt, hat Angst vor denen, die weniger oder nichts besitzen.", heißt es bei Margarethe Mitscherlich. Daraus folgt: Derjenige, der am meisten besitzt, hat die meiste Angst. Er belegt dies dadurch, dass er sich in seinen Türmen, seinen Yachten, seinen abgeschlossenen Residenzen einschließt. Er setzt sich aber mit seiner Angst nicht auseinander. Er überlässt es der Bewusstseinsindustrie, Ablenkung und Angst zu verbreiten. "Unterhaltung ist Untenhaltung", hat Florian Schröder bei Adorno entdeckt. Und wenn die Untenhaltung nicht mehr reicht, wird Angst geschürt. Gier frisst Hirn; Angst frisst Hirn und Mitgefühl, wirft den Einzelnen auf sich selbst zurück und überlässt ihn seiner Wut und seinem Hass, der immer auch Selbsthass ist. Da immer noch Männer das Sagen haben und das Patriarchat der Geschichte angehört, schlage ich vor, von "Fratriarchat" zu sprechen. Und wenn wir dies hinter uns gelassen haben, steht der Entfaltung der wahren Demokratie (Regierung des Volkes für das Volk durch das Volk) nichts mehr im Weg. "Buen vivir", "Sang Saeng", "Ubuntu", "Schalom",
"Humanitas", "Das gute Leben für alle" sind Stichworte, die in Richtung einer weltweiten Geschwisterlichkeit weisen, von der Papst Franziskus spricht.


Am 23. September 2019 schrieb Ute Plass:

Parallel kamen aus der Mecker-Ecke der deutschen Friedensbewegung drastische und unqualifizierte Vorwürfe gegen "Zopfgretel", Greta Thunberg,..."

Wer genau ist diese Mecker-Ecke, die sich zur Friedensbewegung zählt?

Antwort von U. Gellermann:

Z. B. Rainer Rupp auf KenFM.


Am 23. September 2019 schrieb Marc Britz:

Es gibt schon einen Grund warum niemand Greta Zarro kennt und jeder über Greta Thunberg spricht. Letztere äussert sich nirgendwo und zu keinem Zeitpunkt gegen den Kapitalismus per se oder gar gegen seine Folgen, den militärischen Imperialismus. Statt Wall-Street und NATO ins Gebet zu nehmen, predigt sie die wenig effektive persönliche Abstinenz für die Massen. Damit ist sie nichts viel mehr als das Backpfeifen-Gesicht eines Liberalismus des schlechten Gewissens. Wer mit Segelyachten des Hochadels auf Tour geht und mit Obama Fistbumps austauscht, ist diesem System keine Gefahr, sondern eine Hilfe. Eine Hilfe dabei, die zurecht entzürnte Jugend dazu zu verführen ein Symptom für die Krankheit zu halten. Finanzkrise, Flüchtlingskrise und Klimakrise sind alle Teil einer einzigen grossen Krise, der des imperialistischen Kapitalismus. Dieser muss zerschlagen werden. Dazu leistet Greta Thunberg keinen Beitrag, sie profitiert vom Glauben an eine Reformation. Greta Zarro hingegen müsste bei ähnlicher Popularität um ihr Leben fürchten.

Antwort von U. Gellermann:

Zitat Greta Thunberg:
"Es gibt doch nur ein paar Hundert Firmen, die für den gesamten CO2-Ausstoß stehen. Und es gibt nur sehr wenige extrem reiche Männer, die Tausende Milliarden dadurch verdient haben, den ganzen Planeten zu zerstören, obwohl ihnen die Risiken bekannt waren. … Um den Planeten zu retten, müssen wir den Kampf gegen sie und ihre Firmen und ihr Geld aufnehmen und sie zur Verantwortung ziehen.“


Am 23. September 2019 schrieb Hans Informat-Ion:

Seit der Gründung der USA vor 243J. führte dieses >Land der Freiheit & Demokratie< 93% seiner Zeit Kriege mit schrecklichen Kriegsverbrechen die nie verurteilt wurden von einem Völkergericht! Nach 1945 ging dieses Kriegstreiben weiter: http://www.terra-kurier.de/US-Kriege.htm


Am 23. September 2019 schrieb Ernst Blutig:

Seit heute hat man sich nun auch die russischen Umweltschützer zur Brust genommen, die ja heldenhaft gegen die Vorgaben (so habe man gehört) des umweltverseuchenden Regimes Plastikmüll von Papier und Bioabfall trennen wollend gehindert werden ihr freiheitlich demokratisches Tun zu realisieren.

Wenn es nicht diese traurige Realität der Verabschiedung eines Regierungsplans gegen die Klimakatastrophe gäbe, müsste man mal wieder lachen. Verabschieden - auf Nimmerwiedersehn, darf man annehmen - und Abschieben, die zwei großen christlichsozialdemokratischen und grünen Säulen des Kapitals. Da nimmt man gerne noch das Thema Umweltschutz und lässt das auch noch durchficken von den Berufs-Nudgern, um ein wenig antirussische Propaganda zu er-zeugen.

In Hongkong die randalierenden lustig sachbeschädigenden Freiheitsdemokraten - die in Deutschland aber sowas von aufs Maul bekämen von der Polizei... die müssten nichtmal was machen :D - in Russland jetzt die freiheitlich demokratischen Mülltrenner und Umweltschützer - die in Deutschland aber sowas von aufs Maul bekämen von der Polizei...usw.

Und das schlimme ist, daß es erneut Futter für die Rechten sein wird, um Klimaschützer, Mülltrenner und Umweltschützer zu diskreditieren, denn eine Kritik an diesen Medienmachwerken über eigentlich positive emanzipierende Inhalte wirkt auch immer als Kritik an diesen Sachinhalten selbst - im eigenen Land. Das wissen die auch. Das ist braune Propaganda.


Am 23. September 2019 schrieb Hannes Bender:

Wer die Kriegskatastrophe gegen die Klimakatastrophe ausspielen will ist ein Sektierer.


Am 23. September 2019 schrieb Marie Berger:

Wenn Friedens- und Umweltbewegung zusammen kämpfen würden, wären sie unschlagbar.


Am 23. September 2019 schrieb Heinz Schneider:

Wenn sich Umwelt- und Friedensbewegung nicht treffen, werden beide ihre Ziele nicht erreichen.
Der gemeinsame Nenner wäre die Reduktion.

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