Trittbrett-Imperialismus

Grüne und Atomkonzern gegen Gazprom

Autor: U. Gellermann
Datum: 11. Februar 2019

Reden wir übers Geschäft: Über der Ostseepipeline Nord Stream 2
ballen sich schwere ideologische Wolken. Rund um den russischen
Staatskonzern "Gazprom" und seine Mit-Investoren, die BASF Tochter
Wintershall und deren Partner hofft man einen guten Schnitt zu machen.
Die US-Fracking-Industrie, die zur Zeit ein paar echte Absatz-Probleme
hat, will natürlich auch Geld verdienen. Und, kaum getarnt durch den
französischen Staat, ist da auch noch der französische Atomkonzern
Areva, der das Unternehmen Gazprom zu Recht als echten Konkurrenten
auf dem europäischen Energiemarkt begreift. Und dann gibt es da noch,
scheinbar am Rande, eine Gruppe griechischer Reeder unter Führung von
Peter Livanos. Der Mann lebt in der Schweiz, sein Vater war trotz
seines griechischen Namens US-Bürger und ein prima Freund des
Papandreou-Klan. Reden wir über Milliarden, reden wir über legale
Korruption, reden wir darüber wie Kapitalinteressen die Regierungen
steuern.

Aber solch brutale Profitwahrheiten darf man natürlich der
Bevölkerung nicht zumuten. Deshalb braucht das Kapital immer wieder
neue Kleider. Den jüngsten Kostümball hat die Französische
Regierung inszeniert, als sie die EU-Bestimmungen für den
Energie-Import so ändern wollte, dass Energie zumindest teurer
geworden wäre. Lauthals argumentiert haben die Franzosen aber mit der
"Abhängigkeit Europas von russischem Gas". – Im finnischen
Dörfchen Eurajoki, nicht weit vom Bottnischen Meerbusen, baut der
französische Konzern Areva das größte Atomkraftwerk Europas. Auf
dem finnischen Markt treffen der russische Energie-Anbieter Gazprom
und sein französischer Konkurrent Areva direkt aufeinander. Im
afrikanischen Mali löst der Konzern Areva, der dort rund 5.000 Tonnen
Uran abbauen will, Markt-Probleme mit Hilfe der französischen Armee
und der Bundeswehr. Das ist deutlich unkomplizierter und billiger als
der Unterhalt der vielen EU-Parlamentarier.

Vorne auf der Bühne wird das beliebte Stück über die Freiheit der
Ukraine aufgeführt, durch deren Gebiet die bisherige Gaspipeline
führt. Auch die Polen spielen angeblich eine Rolle, denn die können
an Nord Stream 2 einfach nichts verdienen. Hinter dem Vorhang wird
einfach nur Geld gezählt. Immer, wenn ein Stück von Freiheit gespielt
wird, melden sich die GRÜNEN: Reinhard Bütikofer, Chef der
Europäischen Grünen, meinte jüngst: "Doch durch das verbohrte
Festhalten an Nord Stream 2 hat Berlin europäische Zerrissenheit
statt europäische Verständigung gefördert“. Bütikofer hat seine
politische Karriere beim maoistischen Kommunistischen Bund
Westdeutschland (KBW) begonnen. Damals hat er sich als Agent Chinas
begriffen und war deshalb ein Feind der Sowjetunion. Obwohl die
Sowjetunion schon länger abgetreten ist, funktioniert der alte
Feind-Reflex immer noch. Deshalb ist es Bütikofer auch völlig egal,
dass er heute zum Agenten eines Atomkonzerns wird und und ohne große
Umwege die imperialistischen Interessen der französischen Regierung
vertritt. Schließlich besorgt "Areva" der "Force de dissuasion
nucléaire de la France" den Stoff, der die Atomstreitmacht der
französischen Streitkräfte am Leben erhält.

Ein anderer Mann mit Reflexen aus der Vergangenheit ist der
Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU). Auch
der will einfach nicht wahrhaben, dass es die Sowjetunion nicht mehr
gibt. Also behauptet er: "Die Politik der Bundesregierung in Sachen
Nord Stream 2 ist seit Jahren einseitig, ohne Rücksicht auf die
mehrheitliche Ablehnung in der EU und vor allem die
Sicherheitsbedenken unserer osteuropäischen Nachbarn". Aber Röttgen
hat auch aktuelle Gründe für seine Feindschaft gegen Russland: Er
ist Vorstandsmitglied der in Berlin ansässigen transatlantischen
Denkfabrik Atlantik-Brücke. Diese Fabrik fabriziert eine unbedingte
Freundschaft zu den USA. Und weil die Freunde aus den USA ein echtes
Fracking-Absatz-Problem haben, kümmert sich die Atlantik-Brücke um
Problemlösungen. So macht sich der GRÜNE zum Agenten der
französischen Atomindustrie und der SCHWARZE zum Agenten der USA. So
rückt die vom Obergrünen Winfried Kretschmann propagierte
schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene immer näher.

Auf der Felseninsel Revithoussa vor Piräus, befindet sich ein
Gasterminal für flüssiges Erdgas (LNG – liquified natural gas) aus
den USA. Die Betreiber-Gesellschaft DEPA wurde 2005 "zur
Liberalisierung des Erdgasmarktes" gegründet. Und wo Liberalisierung
draufsteht, ist Kapitalkonzentration drin: Eine ganze Garde von
griechischen Schiffseignern wie Peter Livanos betreibt das Geschäft
mit dem US-Fracking-Gas. Schließlich hat zum Beispiel Livanos seine
Tanker an den amerikanischen Energiekonzern Cheniere vermietet. Da ist
eine amerikanische Herkunft von nutzen. Manchmal reicht auch eine
Wahl-Verwandschaft: Angela Merkel, die beste deutsche Freundin der USA
seit Konrad Adenauer, will den Bau des ersten großen LNG-Terminals in
Deutschland finanziell unterstützen. Er soll vom deutschen Staat mit
500 Millionen Euro über Kredite, Subventionen oder Verlustübernahmen
gefördert werden. Man sucht schon Standorte: Stade an der Elbe und
bei Brunsbüttel am Nord-Ostsee-Kanal wären möglich.

Auf dem US-Trittbrett wird es eng: Unklar ist, ob die französische
und die deutsche Regierung gemeinsam Platz finden. Beide hoffen, dass
die größte Militärmacht der Welt ihre Interessen vertritt. Aber das
kostet: NATO-Steuer und jetzt auch noch Fracking-Gebühren. Und immer
teurer wird auch der Medien-Apparat, der den jeweiligen Wählern das
schauerliche Spiel als Demokratie verkauft.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 18. Februar 2019 schrieb Albrecht Storz:

Geht noch mehr Realitätsverweigerung und "Augen ganz fest zukneifen" wenn es vorne und hinten mal wieder nicht passt?

Wie kann es geschehen, dass bald 100% derer, die in Deutschland die Diskurshoheit besitzen, keine eigenen Interessen sondern nur noch die Interessen anderer (USA, NATO, Finanzindustrie, Energiewirtschaft, internationale Konzerne) verfolgen?

Zum einen steckt da natürlich besonders viel Geld dahinter. Aber muss es nicht auch noch so sein, dass heute besonders viele Menschen zu anstands- und haltungslosen Knechten und Bütteln herangewachsen sind?

Wie muss sich so ein Scholz, so ein Altmaier, so eine Merkel, so ein Seehofer, ..., ja sogar so ein Mike Pence fühlen, wenn das gesamte Selbstwertgefühl aus Buckeln und Dienen abgeleitet wird?

Rückgrat- und meinungslose Befehlsempfänger an allen höchsten und einflussreichen Stellen. Null Courage, Null Selbstwert, Null Unabhängigkeit, Null Widerstand, ...

Menschliche Krüppel, entweder weil sie moralisch auf dem Tiefpunkt sind, oder Abhängigkeit und sklavisches Buckeln und Schleimen mögen.

Als Lohn darf man dann in einer schönen, neuen Welt mit Smarthome, SUV und Zweitporsche, Yachten, Bonusmiles, vornehmen Restaurants und Hinterzimmertreffen mit Wichtig-Wichtig-Leuten "leben".

Ich glaube, der Film "Die Truman Show" beschreibt wahrscheinlich am allerbesten die Situation von so Leuten wie KlebermitCimVornamen, Miosga, Will, Jauch, Plasberg und wie sie alle in den Medien heißen, genauso wie eben die Polit-Chargen aller Couleur.

Ja, ich fürchte, einige, vielleicht sogar die meisten, glauben das was sie verzapfen, weil sie in einer "Truman-Show" gehalten werden, in der nie soviel Information aus der Realität eindringt, dass sie irritiert werden könnten. Der Rest macht das leider sehr menschliche Vermögen, Dinge nicht sehen zu können, die er nicht sehen will.


Am 15. Februar 2019 schrieb Alexander Kocks:

@ Altes Fachbuch,
der Speed & Distance Table der Waterman Steamship Corporation gibt die Entfernung der
Referenz-Häfen Bremen - Baltimore/Maryland mit 3998 Nautical Miles an. Das macht also für Hin-und Rückreise 7996nm. Wenn man davon ausgeht, dass ein solcher Tanker 18 Knots pro Stunde zurücklegt, also 432 Etmal pro 24 Std
beträgt die gesamte Rundreise 18,5 Tage auf See plus 4 Tage Hafenzeit, für jede Rundreise ca 22,5 Tage bei schönstem Wetter und max 4 Knoten Gegenwind für das Schiff. Wenn Sie jetzt noch einen älteren Tanker nehmen der HFO (heavy fuel oil) verbrennt, praktisch unrafiniertes Öl, können Sie ausrechnen wie viel Dreck aus dem Schornstein quillt. Ich schätze mal, dass ein solcher Tanker ca 35/40 tons HFO pro Stunde auf See verbraucht und ca 5 tons HFO oder Gasoil pro Hafentag. Damit kommt man auf 787,5 tons HFO auf See und 20 tons für die Hafenzeit. Sollte der Tanker keinen Shaft Generator haben, dürfen Sie nochmals ca 5 tons Gasoil oder Diesel-Oil für die Generatoren hinzu rechnen. Und daran kann man den ökologischen Wert dieser Tanker
bewerten.

Antwort von U. Gellermann:

Ich bitte um Verständnis dafür, dass die Diskussion um die Tanker an diesem Punkt beendet wird.


Am 15. Februar 2019 schrieb altes Fachbuch:

herr metzroth, ich bitte sie!!!
die zitierte studie vergleicht tatsächlich kubik gegen kubik in einer einheit.
ja, verflüssigt ist 1m³ erdgas nur ca. 4 liter lng. allerdings bemisst die studie beides in m³, wegen äpfel und birnen;)
glauben sie wirklich, wegen einem lng-tanker pro tag würde die welt solch affen um eine pipe machen??
um bei ihren zahlen zu bleiben:
- die russ. pipe ist 1200km lang und bietet permanent gas, ohne umwandlungsprozesse
- lng aus usa oder australien oder katar ist wie viel weiter und müsste in der förderung plus transformation plus transport wie viel billiger sein, als die pipe??
- 2 tage be- plus 2 tage entladen plus die atlantiküberquerung hin und zurück macht sicher (mehr als) ein bis zwei wochen?? wenn also pro tag auch nur 1 tanker ankommen soll, brauchen sie wie viele?? 365 stück nur um north-streamII zu kompensieren;)
- die globale tankerflotte ist jetzt schon ausgebucht!! wir reden über kommenden bedarf, der die transportpreise sicher steigen lässt;) moderne und große tanker bedienen und/oder gehören china!! wer also fracking gas verkaufen will, muss tanker bauen! deindustrialisiert wie der westen sich gebietet, bestellen die tanker in asien um den dollar zu retten???


Am 15. Februar 2019 schrieb Ines Wegner:

Bekannte haben mich auf Ihre Site aufmerksam gemacht. Ihre Texte gefallen mir sehr gut. Bitte nehmen Sie mich in Ihren Newsletter auf.

Antwort von U. Gellermann:

Danke für das Lob, Ihre Mail-Adresse ist nun im Verteiler.


Am 14. Februar 2019 schrieb altes Fachbuch:

zu guter letzt wird der freiheitlich demokratische rechtsstaat uns vor den grünen und konzernen retten!!
das rückwirkungsverbot hat "verfassungs"rang, dessen preisgabe mich allerdings auch nur darin bestätigen würde, dass die "herrschaft des unrechts" so alt wie das GG selbst ist;)
dies zu detaillieren, untersagt die EU: verlinken oder zitieren kann teuer werden!!
freiheit sieht anders aus!
hhmmmm, demokratisch fehlt;)
jo, man kann nichts gegen die entwicklung auf demokratischem oder rechtsweg ändern!!!


Am 14. Februar 2019 schrieb Volker Metzroth:

Bei grundsätzlicher Zustimmung zum Artikel und den meisten Kommentaren habe ich gewisse Zweifel an den Rechenbeispielen von "altes Schulbuch".

Ich lasse mich als Nicht-Physiker gerne belehren, falls ich falsch läge, aber der Kommentator vergleicht hier ggf. Äpfel mit Birnen, bzw, Kubikmeterangaben für für den selben Stoff einmal gasförmig, zum anderen mal flüssig.

Das verflüssigte Gas hat noch ungefähr 1/600 des Volumens, weshalb m.E. die Gasmenge von 150,685 Mio m³ ungefähr der verflüssigten Menge von 251.000 m³ entspricht.

Rein theoretisch bräuchte es daher eines der Riesentanken mit bis zu 260.000 m³ Fassungsvermögen, um die gleiche Menge wie die Pipeline zu transportieren.

Das soll natürlich nicht die Argumentation gegen das Fracking-Gas relativieren, ich denke aber, richtige Aussagen müssen auch mit korrekt geschilderten Fakten untermauert werden. Und da habe ich hier eben punktuell meine Zweifel.


Am 14. Februar 2019 schrieb Michael Riecke:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

unsere Sicherheit wird nicht nur am Hindukusch verteidigt sondern auch an den LNG Terminals Deutschlands. Endlich sind wir nicht mehr angewiesen auf das russische Erdgas. Mit den USA haben wir einen verlässlichen Partner der sich an die Verträge hält. Wir, die älteren, erinnern sich noch an die Zeiten der 60er, 70er und 80er Jahre, wo uns der Russe, damals zum Teil noch der Iwan, den Gashahn abgedreht hat. Jetzt haben wir einen Lieferanten der sich an Verträge hält. Nicht dieser sprunghafte Putin, der Verträge bricht und uns unter Druck setzt. Herrn Minister Altmeyer sei Dank.Es bleibt nur zu hoffen, dass die selben Firmen und Planer, die den BER und Stg. 21 geplant haben, auch die LNG- Terminals bauen. Dann brauchen wir uns keine Sorgen machen.


Am 13. Februar 2019 schrieb Michael Kohle:

Bingo, Gellermann, Volltreffer! Dienstagabend, im Heute-Journal - auf dem Zweiten sieht man bekanntlich besser - die Meldung von der bedingungslosen Kapitulation. Der offizielle Unterwerfungsakt fand im passenden Rahmen statt, der ausgewählte Krönungssaal gab schon was her für die angesetzte Veranstaltung namens „Investorenkonferenz“ für die Vorführung des angeblich doch souveränen deutschen Volkes am Nasenring in die Manege des Imperiums. Sogar der Statthalter von overseas wollte es sich nicht nehmen lassen, dem Festival der Bücklinge und der Kratzfüsse beizuwohnen. War zwar nur der Vize-Energieminister, der kurz im Bild in der Menge gieriger Möchtegern-Investoren auftauchte, aber für eine Bananenrepublik reicht das allemal.

Deutschland steigt ab sofort beim Frackinggas ein, dem Stoff aus all den ganz naheliegenden Förderregionen, vornehmlich aus Gottes eigenem Land . So hieß es also. Zwei, wenn nicht drei Standorte für die erforderlichen Terminals, bei Gellermann war es nur eines. Der Dicke vom Dienst, der engste Vertraute der Kanzlerin, der Kurier der Reichsprotektorin Ost also, dem Bundeswirtschaftsminister seines Zeichens hat sich dazu durchgerungen, die doch bisher für seine Chefin so sakrosankten Marktkräfte mal so mir nichts dir nichts außer Kraft zu setzen. Nix mehr mit dem Wirken von Angebot und Nachfrage, nix mehr mit Nutzen mehren, erst recht nicht mit Schaden von uns - dem Souverän - wenden. Nicht mal mehr das Wohl der deutschen Großindustrie, ansonsten doch für die Kanzlerin der als unversehrt gebotene heilige Gral. Und Klimawandel, Umweltschutz - war da vielleicht mal was? Nöö, ganz bestimmt nicht.

Die virtuelle Premiumströte ntv verkündet gestern - wie ein scheues Reh: „Flüssiggas-Import erleichtert - Altmaier umgarnt US-Energieindustrie“, versteckt es heute aber schon wieder in den vernebelten Katakomben der Archiv-cloud. Dennoch, dieses Zitat muß - eine echte Altmaier- Sprechblase - muss sein: „Mit LNG können wir Gas von noch mehr Anbietern beziehen und so unsere Versorgungssicherheit weiter erhöhen - am Ende muss es aber natürlich zu wettbewerbsfähigen Preisen geschehen“. Selbst LIZ’ens Lohnschreiberlinge reagieren skeptisch, ebenfalls dick und fett vermelden sie „US-Gas bisher nicht konkurrenzfähig“. Den entsprechenden Artikel https://www.n-tv.de/wirtschaft/Altmaier-umgarnt-US-Energieindustrie-article20854025.html verlinke ich jedoch aus einem ganz anderen Grund.

Da wird nämlich mal so ein „Monstrum“ aufgeboten, wie sie uns unser geschätztes altes Fachbuch in diesem Zusammenhang als quantitätsmäßig erforderlich mal - dankenswerterweise - nach- bzw. hochgerechnet hat. Klar, diese Basisinfo stammt von „nord stream 2“ höchstselbst, und ist - wer hört es nicht, das übliche Gezetere, über die fake-news von allgegenwärtigen Russentrollen verzapft, wenn sie nicht gerade Wahlen meddeln - schiere Propaganda, aber sicher doch. Aber egal, ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und da von dpa stammend ja nichts als die absolute Wahrheit. Mit den uns vom Fachbuch gelieferten Zahlen lässt sich dann gut an die Rechenaufgaben gehen. Solch einen Moloch - gut und gerne mit der Titanic vergleichbar - über den Nordatlantik zu hetzen just in time, einmal gen Ost beladen, einmal gen West leer, das will was heißen, an den CO2 Ausstoß darf da nicht gedacht werden. Und dann das Ganze mal 100, mal 1.000, mal 10.000 zu nehmen - je nach Bedarf altmaierischer „Versorgungssicherheit“ - da käme was zusammen. Donnerlüttchen! Da werden ja die Kreuzfahrtschiffe blass vor Neid.

Wo doch der Eispanzer der Arktis sowieso rapide abnimmt, dann teilweise kleinteilig irgendwo in der Nordsee herumschwappt und vor allem unterhalb der Wasserlinie sich dem warmen Golfstrom - den wir doch überhaupt nicht brauchen - entgegen stemmt. Da wird doch bestimmt das Bisschen neu hinzukommender Dickschiff-Verkehr kaum was ausrichten können, gar nie nicht. Nicht zu vergessen, dass es ja nicht allein bei den schwimmenden Zeppelinen bleiben wird. Will den Isländern und Grönländern nicht zu nahe treten, aber irgendwoher werden die Piraten schon auftauchen, um den permanenten Begleitschutz per US-Flugzeugträgern und sonstigen NATO- Schaluppen abzufordern und einzuklagen. Zu irgendwas müssen die 2 bis 4 Prozent vom BIP ja herhalten. Besser als wenn damit dem Bären das Fell über die Ohren gezogen werden muß. Oder es die Sozen dieses Volksvermögen mit einer abstrusen Rentenreform verschleudern würden. (Vorsichtshalber hier ein: Ironie Ende!)

Antwort von U. Gellermann:

Diese Zuschrift wurde brutal gekürzt. Weil sie deutlich länger war als der Artikel. Auch das ist einmalig. Denn selbst Kürzen kostet Zeit. Ein kosbarer Stoff.


Am 13. Februar 2019 schrieb Pat Hall:

Vielen Dank für die Recherchen zum Thema Northstream 2 und den Hintergründen dazu.
Ich werde diese Muppetshow um diese Pipeline amüsiert verfolgen können.


Am 13. Februar 2019 schrieb Michael Schneider:

Lieber Uli,

Danke für diesen hervorragend recherchierten und glasklaren Artikel über die neue transatlantische Front gegen Gaszprom/ Nordstream 2 /Russland und die schwarz-grünen Trittbrettfahrer des US-Imperialismus. Indem die Grünen hier wieder mal ihren vorauseilenden Gehorsam unter Beweis stellen, könnten sie sich in der Tat das Entre-Billet für die nächste schwarz-grüne Bundesregierung verschafft haben.


Am 12. Februar 2019 schrieb Max L.:

"Altmaier will mehr Flüssiggas aus USA" - und die Tagesschau vermeidet um jeden Preis die Erwähnung des Wörtchens "Fracking".

https://meta.tagesschau.de/id/140860/deutschland-soll-mehr-fluessiggas-aus-usa-importieren#comment-3746685

A propos "Vermeidung" - andere nennen es Untertdrückung, Verschweigen oder "Lückenpresse" (was ich wiederum für zu harmlos halte):

In einem Artikel über das "Napalm-Girl" - gemeint ist die damals 9-jährige Vietnamesin auf einem berühmten Foto von 1972, die jetzt in Dresden unter viel Scheinheiligkeit geehrt wurde - schafft die Tagesschau die komplette "Vermeidung" des Kürzels "USA" oder irgendeines Begriffs, der darauf hindeuten könnte. "Noch immer kämpfe sie mit den Folgen der ihr im Krieg zugefügten Verletzungen" beklagt sich die Gniffke-Red. "Sie sei zum Symbol des Leidens unschuldiger Kriegsopfer geworden" weiß sie zu zitieren. Schuldige scheint es aber nicht zu geben. Zu blöd aber auch, dass es keine Russen oder Chinesen waren.....

https://www.tagesschau.de/inland/napalm-girl-friedenspreis-103.html

(Immer vorbehaltlich späterer Änderungen der Texte, wie ich sie bei der Tagesschau schon häufig erlebt habe, ohne Hinweis auf die ursprüngliche Version)


Am 12. Februar 2019 schrieb altes Fachbuch:

nur north-streamII allein hat eine jahreskapazität von 55 MIA m³!!
das sind 150,685 MIO m³ am tag!!
die größten lng-tanker fassen 260.000 m³. man braucht also ca. 580 tanker amt tag, nur diese eine menge auszugleichen! ende 2015 gab es global ca. 430 tanker mit kapazitäten zwischen 125-180.000 m³. die tanker brauchen je 2 tage be- und entladezeit und ca. 2% der ladung für die eigene versorgung und kühlung - jede 50. fuhre ist also umsonst! tanker transportieren NUR gas, fahren also immer eine tour leer!
die hauptlieferländer wären usa, katar und australien.
um die infrastruktur der lng-variante herzustellen, kostet es das 2,x-4,x fache der pipeline treibhausgasemmission!

DIE TANKER VERSION STINKT!! die pipeline ist konkurrenzlos, umweltfreundlicher, zukunftssicher! alle gegenargumente sind nicht ökologischer oder wirtschaftlicher, sondern politischer natur!
manchmal denke ich, dass nur die vasallentreue geprüft wird!

alle zahlen sind aus dieser studie:
https://www.nord-stream2.com/media/documents/pdf/de/2017/04/thinkstep-treibhausgas-profile-fur-erdgas-transporte-2017-03-24.pdf


Am 12. Februar 2019 schrieb Manfred Caesar:

Liebe Uli ,

vielen Dank für die interessanten Details.da wird manches klarer.
Eine Frage ist mir bisher immer noch unklar : Warum hat Fr.Merkel den Bau nicht verboten?
Ich habe allerdings den Verdacht ,daß die pipeline fertig gebaut wird und der Betrieb dann verboten. Frei nach Joschka : "Es spielt keine Rolle wofür das Geld ausgegeben wird ,Hauptsache die Deutschen haben es nicht."


Am 12. Februar 2019 schrieb Karola Schramm:

Erschreckende Nachrichten, lieber Uli Gellermann. Und nun?

Wie kann der Widerstand organisiert werden - oder kommt der erst dann, bzw. kann erst kommen, wenn Fakten gesetzt werden, z.B. in Brunsbüttel ein LNG-Terminal gebaut wird mit Sicherheitsbedenken aus der Bevölkerung in Richtung Umwelt,- Tier- und natürlich auch Menschenschutz?

Jedenfalls wird deutlich, dass das große Geschrei um Klimaschutz, der ja auch bedeutet, die Mutter Erde zu schützen, eine riesengroße Betrugs-Propaganda ist. Es wird über unsere Köpfe verhandelt und wir erleben "die Diktatur der Demokraten." Wer sich für Fracking" einsetzt, ist niemals ein Umweltschützer und ein echter Grüner und auch Norbert Röttgen ist niemals ein echter Christ, wie es die Christdemokraten in der Partei nie waren und jetzt auch nicht sind. Da zählt die Gier nach Macht und Geld durch Speichel lecken und Füße küssen. Das können sie.
Für Schutz von allem Lebendigen auf der Erde braucht es Menschen, die Nein sagen können, die einen festen, reifen Charakter haben und sich nicht scheuen, sich auch mit den Reichen und Mächtigen anzulegen.
Ich will kein Fracking Gas und ich bin sicher, dass dieses Ansinnen der Bundesregierung auf sehr starken Widerstand der Bevölkerung stößt. Die Zeiten Adenauer bis Merkel sind vorbei!

Und dass es das Internet gibt und ich Uli Gellermann und viele andere lesen kann, die mich richtig aufklären ist einfach schön und kann unsere Rettung sein.


Am 12. Februar 2019 schrieb Christine Full:

Hallo Herr Gellermann,

super Artikel, obwohl ich die ganzen Einzelheiten eigentlich garnicht wissen wollte. Es ist manchmal besser den Kopf im Sand zu verbergen, so wie es das Gros unserer Mitbürger tut. Die leben ruhiger, mir hingegen ist jetzt schlecht.
Eine Frage habe ich aber: was ist "legale Korruption"? Steht das im Duden als Erklärung für Lobbyismus?

Antwort von U. Gellermann:

Legale Korruption ist natürlich auch Lobbyismus und alles andere, von der Parteispende angefangen bis zur Bauchpinselei: „Mein Gott sind sie intelligent Herr Abgeordneter!“ Billig aber effektiv.


Am 12. Februar 2019 schrieb Michael Riecke:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

erst einmal vielen Dank für diesen hervorragenden Artikel. Man kann wohl schon als Erfolg verbuchen, dass Röttgen (Muttis Klügster) im DLF als Vorsitzender der Atlantikbrücke vorgestellt wurde, als seinen Senf zu Nordstream 2 gegeben hatte.


Es ist schon sehr interessant, wer sich von den "Grünen" aus dem Schützengraben wagt. Gerade die ehemalige "Avantgarde der Arbeiterklasse" aus dem KB, die noch nie einer produktiven Arbeit nachgegangen sind und uns schon damals (1968/69) sehr suspekt waren, reißen nun als "Grüne" die Klappe auf und fordern das amerikanische Flüssig-Gas zu importieren. Sind diese Figuren noch oder schon wieder besoffen? Mein Vorschlag: Das amerikanische Flüssig- Gas wird an Terminals in der Ukraine geleichtert und in einer Pipeline quer durch die Ukraine, die baltischen Staaten und Polen in den Westen geleitet. Dieses Model hätte den Vorteil, jeder dieser Staaten könnte Durchleitungsgebühren kassieren. Der Vorteil für uns wäre, die Gas-Terminals und die Pipeline werden nie fertiggestellt, weil die Gelder dafür in den korrupten Taschen der ukrainischen Führung verschwinden und wir sind weiter auf russisches Erdgas aus Nordstream 2 angewiesen. Man nennt so etwas auch " Win- Win"-Situation.


Am 12. Februar 2019 schrieb Udo Heiland:

Ich kann mich nicht für jeden von Uli Gellermann verfassten Artikel bedanken. Dieser hier sei Anlass zum Dank auch für alle früher verfassten Artikel. Die hier gezeigten Zusammenhänge einem breiten Publikum verständlich zu machen wäre vielleicht auch eine dankenswerte Aufgabe für die in letzter Zeit etwas schmalbrüstig gewordene "Anstalt".

Habe vorhin gehört (gehört zwar nicht direkt hierher -, dass die künstliche Intelligenz zur Chefsache von unserer Kanzlerin gemacht wurde. Die kann sie wirklich gebrauchen. Ich fürchte nur, diese Chefsache geht ebenso schief wie alle früheren, ob es die Klima- oder die Bildungs-Chefsache ist.


Am 11. Februar 2019 schrieb Des Illusionierter:

Ich verfolge die unsägliche Diskussion um die neue Erdgaspipeline aus Russland über die Ostsee nach Westeuropa mit ungläubigem Erstaunen. Es gibt tatsächlich in unserer Idiotokratie eine Fraktion von TransatlantikerInnen, die Deutschland allen Ernstes von US-Frackinggas abhängig machen wollen, wenn dabei nur ?den Russen? geschadet wird. Der Schaden für die Europäische Wirtschaft ist denen völlig gleichgültig, ganz zu schweigen von dem Umweltschaden durch den erforderlichen Dauerverkehr der neuen, garantiert umweltschädlichen Gastankerflotte über den Nordatlantik, die Amerika jetzt schon baut. Dem ?Nato-Oliv-Grünen? Bütigkofer, der als Eurokrat sein transatlantisches Unwesen treibt, scheint die Umwelt inzwischen ohnehin scheißegal zu sein.
Scheißegal scheint es den Damen und Herren TransatlantikerInnen auch zu sein, dass sich die Anzeichen für eine Abkehr Russlands von "Werte-Europa" mehren. Diesen VollpfostInnen scheint es zudem egal zu sein, dass "Werte-Europa" auf diesem Wege vollends zu einer Kolonie der USA degenerieren wird - ganz ohne Kolonialkrieg innerhalb Europas. Das hat es meines Wissens in der Kolonialgeschichte so noch nie gegeben.


Am 11. Februar 2019 schrieb Uschi Peter:

"Die US-Fracking-Industrie, die zur Zeit ein paar echte Absatz-Probleme
hat, will natürlich auch Geld verdienen. Und, kaum getarnt durch den
französischen Staat, ist da auch noch der französische Atomkonzern
Areva, der das Unternehmen Gazprom zu Recht als echten Konkurrenten
auf dem europäischen Energiemarkt begreift" sehr richtig!

Die Ukraine wird bedauert, weil sie bald nicht mehr die Pipelines anzapfen kann, um das russische Gas zu stehlen.. Das Geschrei um die "Abhängigkeit von Russland" soll die tatsächliche sklavische Abhängigkeit Europas / Deutschlands von den USA übertönen. Gleichzeitig wird verschwiegen, wie die Umwelt durch die Gastransporte der USA über die Meere geschädigt wird. Auch die Kosten für die LNG-Terminals sind wahrscheinlich höher als die Anlagen für die Pipelines. Vor allem das Gas wird teurer. Ich denke, hier sind echte Kapitalisten, Unternehmer, Leute die rechnen können, am Werk. Da sieht man, wer die Macht hat und am längeren Hebel sitzt. Kann sich Deutschland überhaupt aus der Umklammerung der USA lösen? Ich fürchte - nicht.


Am 11. Februar 2019 schrieb Lutz Jahoda:

STANDPUNKT und AUFRUF

Wo bleibt in der Mainstreampresse die
Wahrheit?
Hier, unbestechlich, tritt sie ans Licht.
Gellermann hält nichts von Aufklärungsrarheit.
Er zeigt uns in überschaubarer Klarheit,
Woran es in dieser Geldwelt gebricht.

Diese erfrischende Schrift zu verbreiten,
Die meines Erachtens Besondre von heut,
Bitte ich über Längen und Breiten,
Auf dem Weg in bessere Zeiten:
Nie wieder Futter sein, für diese Leut!

ANMERKUNG::
Obschon es laut Duden -
was weißt du d´n -
nur "das Rare" gibt,
bitte ich, mir die Rarheit der Wahrheit
als Kunstfreiheit zu gestatten.


Am 11. Februar 2019 schrieb Otto Bismark:

Wie immer klar und deutlich: Es geht um Profit! Und um mal den alten Marx hervorzuholen: Die Profitrate fällt tendenziell und deswegen ist es unerläßlich, immer neue Profitquellen zu erschließen. Komisch ist nur, in Deutschland wollen die sogenannten Umwelt- bzw. Klimaschützer absolut nicht merken, daß außerhalb unserer Grenzen völlig anders gedacht und gehandelt wird. Kein Atomausstieg, kein Kohleausstieg, keine Umweltzonen und was da noch so gepredigt wird. Und wenn man jetzt noch Nordstream 2 tot macht, dann sieht es so aus, als wüßten wir so gar nicht mehr, was wir eigentlich wollen. Gibt es hier eigentlich noch jemand, der weiter denkt als bis zur nächsten Wahl?


Am 11. Februar 2019 schrieb Harald Pflegert:

Lieber Uli Gellermann,

schönen Dank für den Artikel. Ich habe Herrn Bütikofer neulich mit seiner Kritik an Nordstream II im Fernsehen wahrgenommen und war mal wieder über die Grünen erschrocken. Bei Herrn Röttgens Auftritten überrascht mich schon gar nichts mehr. Warum sagt eigentlich unsere "Verteidigungsministerin" nicht der Bevölkerung, dass unsere Soldaten wegen dem Rohstoff Uran in Mali sind? Ich höre immer nur, sie müssten dort die Demokratie verteidigen. Wie gut dass es da noch die Rationalgalerie für echte Informationen gibt!


Am 11. Februar 2019 schrieb Matthias Brendel:

Danke Uli,
kurz und bündig, die Interessen offenzulegen ist eine Kunst, die unsere Premium Medien leider vergessen haben.


Am 11. Februar 2019 schrieb Dieter Wolf:

Großartig, endlich mal ein faktenreicher Kommentar zu diesem Skandal, danke.


Am 11. Februar 2019 schrieb Arnulf Rating:

Lieber Uli,

einfach gut!

Danke!


Am 11. Februar 2019 schrieb Alexander Kocks:


Ja es ist eine Tatsache, dass griechische Reeder wie verrückt in Flüssiggastanker investieren. Bei Reedereien ist dieser Herdentrieb historisch und wird wie immer in Überkapazitäten und folgerichtig in Pleiten enden. Die Banken die diese Schiffe finanziert haben werden dann wieder vom Steuerzahler
gerettet. Egal ob es griechische oder deutsche
Banken sind die diese Schiffe finanziert haben,
der nordeuropäische Steuerzahler wird retten müssen. Das System kann man gerade wieder bei der Landesbank von Niedersachsen bewundern. Griechische Reeder haben noch den Trick auf Lager nach einem speziellen griechischen Gesetz die Schiffe in exotischen Ländern zu registrieren, d.h. man gründet gem.

Einem griechischen Gesetz eine Offshore Firma zB.in Piräus und muss lediglich einen geringen Betrag pro Jahr an Einnahmen in diese Firma einbringen, die Schiffe werden dann in Steueroasen wie zB Liberia registriert und man macht die dicken Gewinne im exotischen Ausland und so setzt sich das im Artikel beschriebene Personal der hiesigen Parteien auch für die Steuerplanung griechischer Reeder ein.
Was beim Flüssiggastransport unter den Teppich gekehrt wird ist das enorme Risiko dieser Transportart. Es ist wohl der Traum eines jeden Terroristen einen solchen Tanker unter seine Kontrolle zu bekommen und ein Unfall mit Flüssiggas z.B. in Nordenham oder
Wilhelmhafen wird wohl noch in Bremen für ernste Probleme sorgen. Deshalb ist der Bau und Betrieb dieser Schiffe extrem teuer wegen der Sicherheitsauflagen. Zudem steht Die US-Fracking Industrie auf tönernen Füssen und bei der bekannten Vertragstreue der US-Amerikaner sollte sich kein Germane wundern wenn er sich in ein Paar Jahren im Winter den Arsch abfriert.


Am 11. Februar 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

..was bleibt, wenn man die letzten Zeilen dieses runden und in sich schlüssigen Artikels gelesen hat ? Die Anerkennung vor einem Journalisten, der mehr als sein Handwerk versteht, der mit klaren, schnörkellosen Worten, deren Inhalt und Sachkenntnis, sowie deren tiefergehende Bedeutung, zu mehr Einladen, als zum Konsumieren, wie der Artikel zeigt.

Gellermann ist ein Ausnahmetalent und wird immer wieder noch besser.
Ein Stachel im faulenden MSM Fleisch.

Er drängt in seinem Artikel, auf seine ihm ganz eigene Art, sich zu informieren, sich zu suchen und zu finden in Zeiten, wo der unangenehme Individualismus immer mehr Einzug in die Herzen und Köpfe des Volkes hält. Er macht ganz deutlich, warnt, legt den Finger in die Wunden und lässt keine Entschuldigungen zu, dass wir mal wieder nichts gewusst haben wollen, von dem, was sich seit Jahr und Tag an Schleiern über unser Land legt, denn auch dieser, wie ich finde, Ausnahmartikel sagt: Lies , denke nach, ordne ein und ziehe Schlussfolgerungen, die bestenfalls in Erkenntnis und Handlung münden sollten.

Ein alter "Sponti Spruch:" "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt," und "Allein machen sie dich ein."

"Bildet Banden !" Vorhin gelesen.
Und ausgerechnet die dämliche Roth war von "Ton Steine Scherben" (die Anarchisten der linken Musikscene) in einem anderen Leben die Managerin....was für eine Schande und was gibt es für Wendehälse, die GRÜNEN sollten auch Anwärter für den Pappnasen Preis sein, diese miesen Kriegstreiber.

Ossietzky, Tucholksky und Mühsam danken mit ihren unvergessenen, bis heute aktuellen Werken, ihren Artikeln, ihrer Prosa und Poesie, ihrer Liebe zum Leben, zu den Menschen und ihr kompromissloser Kampf für eine bessere Gesellschaft, dafür steht auch der Galerist mit aufrechtem Gang ein, mit spitzer Feder und dem feinen Humor, der einen trüben Tag etwas fröhlicher machen kann. Danke !


Am 11. Februar 2019 schrieb Heinz Schneider:

So funktioniert guter Journalismus: Wer? Wen? Interessen offenlegen, damit sich der Leser seines eigenen Verstandes bedienen kann. Aufklärung!

Im "Science" ist im letzten eine Studie erschienen, die die klimarelevanten Emissionen des US-Frackinggases untersucht. Danach ist die Nutzung des US-Flüssiggases etwa so klimaschädlich wie die Nutzung von Kohle. Damit dürfte, die wegen der erforderlichen Kühlung auf -90 Grad extrem aufwendigen Transporte eingerechnet, heimische Braunkohle klimatechnisch dem US-Gas deutlich überlegen sein!

Trotz dem subventioniert die EU den Import des Frackinggases seit 2014 mit steigenden Milliardenbeträgen, weil es sonst gegenüber dem russischen Erdgas zu teuer und auf dem Markt chancenlos wäre. Letzteres braucht keine Subventionen, erspart aber nach Einschätzung der Bundes -Regierung gegenüber der Kohle aber 40-50% an klimaschädlichen Emissionen.

Spätestens 2050 muss die Verbrennung von Öl, Kohle und Gas beendet sein. Wer dann wohl die Abschreibung der subventionierten Infrastruktur für das Frackinggas bezahlt?


Am 11. Februar 2019 schrieb Alles nur Satire:

Sauber recherchiert.

Einige Protagonisten benannt, Zusammenhänge sichtbar gemacht und somit die dünne Firniss der Demokratie-Scheinheiligen aus der Politik und ihrer Auftraggeber aus den Konzernen (staatlich oder privat spielt dabei keine Rolle mehr) locker enttarnt.


Am 11. Februar 2019 schrieb R. R.:

Ist doch klar: Deutsches Kapital schafft Arbeitsplätze in Russland. Die guten Deutschen Kapitalisten und damit wir's denen danken kriegen wir billiges Gas aus Russland, produziert von billigen Arbeitskräften. Eine sogenannte Win-Win-Situation, fälschlicherweise oft als Demokratie bezeichnet.

Und die bösen Polen wollen da auch noch Geld angeblich für den Tansit!? Eine faustdicke Lüge, denn die Polen wurden ja gar nicht erst gefragt.
Genausowenig wie die Indianer befragt wurden wegen der Pipelines duch ihr Heimatland. Und was die Ukraine betrifft: Da wird der Weg für Pipelines täglich freigeschossen und freigesprengt.

Darüber hat sich ja schon Hitler künstlich aufgeregt, also daß deutsches Kapital ins Ausland geschafft wird.
Jaja, die Guten Deutschen, füttern die ganze Welt durch. Und alle wollen nach Deutschland. So wird's zumindest behauptet. Muss ja nicht stimmen.

Und wenn man's logisch betrachtet kann das gar nicht stimmen.

Antwort von U. Gellermann:

Dieser Artikel behauptet an keiner Stelle, dass „Kapital ins Ausland geschafft“ wird.


Am 11. Februar 2019 schrieb Andreas Schell:

Das Theater um Nord Stream 2 offenbart doch nur das ganze Drama. Gebaut wird das Ding. Für Milliarden. Klar - wer würde sich die entgehen lassen.

Als der Bau der Pipeline entschieden wurde, war keiner mit dem erhobenen Zeigefinger zur Stelle.

Auch gibt es Analogien. Wir wissen schon sehr lange, welche Abgase Dieselfahrzeuge absondern. Daran hat sich seit meinem Chemiestudium im letzten Jahrhundert nichts geändert. Wir wissen, dass beim Betrieb von Atomkraftwerken eine sehr spezielle Sorte Müll entsteht, die über viele Jahrtausende sicher verstaut werden muss. Wir wissen, dass die Vorräte an Uran endlich sind. Wir wissen, dass Erdgas, genau wie Diesel, zu CO2 verbrennt. Wir wissen, dass die genannten Brenn- und Betriebsstoffe Erdgas, Öl, Uran bei uns nicht vorkommen oder sich der Abbau energetisch nicht lohnt. Energetisch heißt nicht finanziell! Geld kann man herstellen, Energie nur umwandeln.

Wir wissen, dass Rohstoffe, speziell die wichtigen Energierohstoffe, der Gegenstand aller kriegerischen Konflikte auf der Erde sind. Wir wissen, dass diese Rohstoffe binnen weniger Jahre, bestenfalls Generationen zur Neige gehen werden. Wir wissen, dass Rohstoff-Imperialismus in der Geopolitik eine wesentliche Rolle spielt und eine noch wesentlichere Rolle spielen wird, wenn die Rohstoffe verknappen. Wir wissen all das seit Beginn der Industrialisierung und haben immer wieder Kriege deswegen geführt. Spätestens seit der ersten Ölkrise Anfang der 1970er Jahre wissen es wirklich alle.

Wir bauen also weiter Autos und Pipelines. Die Franzosen bauen Atomkraftwerke. Der Bundesverkehrsminister ist ein schmieriger Autohändler und in der Parteispitze der Grünen kommen Personen vor, die aus Jux und Dollerei schon mehrfach den Planeten mit dem Flieger umrundet haben. Alle rüsten auf für die großen Kriege, die ausschließlich von Rohstoffen handeln werden. In den Ländern, in denen die Rohstoffe vorkommen, gibt es aus seltsamen Gründen sehr viele Waffen. Die stammen aus den Ländern mit den Waffenfabriken. Die Bevölkerung dort schlachtet sich aus sonderbaren Gründen ab. Die Schlaueren setzen sich in Richtung vermeintlich reicher Länder in Bewegung, nicht wissend, dass sie nirgends auf der Welt willkommen sind.

Machen wir's kurz: wenn Ihr wissen wollt, was wir anstelle von Pipelines, Autos und Waffen herstellen müssen, was wir mit der Energie, die uns noch zur Verfügung steht anstelle Auto Fahren und Flieger Fliegen tun müssen, und was wir unseren Kindern anstelle Zupfen und Wischen auf dem Flachbildschirm an Fertigkeiten beizubringen haben, damit wir weiter in unserem Land ohne Rohstoffe leben können: ruft mich an oder kommt selber drauf!


Am 11. Februar 2019 schrieb Hans-Heiko Schlottke:

Danke für diesen unverstellten Blick auf Hintergründe und Interessenlagen, die man in den sog. Qualitätsmedien auch bei angestrengtester Suche nicht findet.


Am 11. Februar 2019 schrieb Peter Heyckendorf:

Eine Klasse Beschreibung der Ist-Situation, sehr handgreiflich ein kompliziertes Thema/Problem dargestellt. Ich, als Hamburger-1968iger kenne diese ganzen Typen aus dem KB, früher "Arbeiterbund" und oder "SALZ" sozialistisches Arbeiter und Lehrlingszentrum in HH und SLZ, sozialistische Lehrlingszentrum in Hamburg. Ich war in der Kommune HH-Hochalle. Ich habe diese Typen schon damals durchschaut und es gab fürchterliche Auseinandersetzungen, bis zu körperlichen Angriffen von Denen. Das ein Kretschmann-KB jetzt Ministerpräsident von Baden-Württemberg ist und eine Ulla Schmidt vom KB uns Hartz-IV beschert hat (wo die SPD sich aktuell sagt, von trennen zu wollen) ist eine Wahrheit und zeigt den Charakter dieser Typen, sie sind einfach nur Wegwerfartikel. Stellen wir diese Typen politisch kalt und entblößen sie. Mindestens das haben sie verdient!

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