Der KNDS-Konzern baut Kettenfahrzeuge und produziert Munition. Der Einstieg des Staates in den Konzern riecht nach Brand, Mord und Tod. Ein Staat, der sich im Vorkrieg befindet, sichert sich den unmittelbaren Einfluß auf die Kriegsindustrie. Schon ein Kanzler von BlackRock, einem der weltweit größten Investoren in der Rüstungsindustrie, baut eine feste Brücke zur Kriegswirtschaft. Doch mit der Beteiligung beim Leopard-Panzerbauer KNDS wird der Kurs gegen Russland überdeutlich: Über 100 Leopard 2 und rund 200 Leopard 1 sind bereits an der Ukraine-Front im Einsatz. Solche Angriffswaffen haben schon die Nazis am engen Zügel ihrer Regierung geführt: Die Kriegskonzerne IG Farben und Rheinmetall waren sowohl Sponsoren der NSDAP als auch fest in der Hand der Reichsregierung.
NATO-Pressure-Group
Der KNDS-Konzern wird demnächst von der Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kommandiert. Ihr Mann vor Ort ist der KNDS-Verwaltungsratschef Tom Enders. Der war Fallschirmjäger bei der Bundeswehr und steht als Reservist dort derzeit im Rang eines Majors der Reserve. Der Herr Major ist blendend vernetzt: Er war Mitglied der Verschwörungs-Gruppe Bilderberg-Konferenz und der NATO-Pressure-Group Atlantik-Brücke. „Europa hätte auf Kriegswirtschaft umstellen müssen“, erklärte der Major gegenüber dem FOCUS. Der ehemalige Airbus-Chef Enders bekam 37 Millionen Euro zum Abschied. Für ihn ist klar, dass er in Kriegszeiten wichtiger wird und noch mehr verdienen kann. Wer die deutschen Medien nutzt, weiß, dass der Russe, der deutsche Gewohnheitsfeind, bald kommt. Auch wenn kein festes Datum zu erfahren ist: Dass der Russe kommt, ist gewiss.
Russen Arriving
Zwar behaupet das Ursache-Wirkungs-Prinzip, dass jedes Ereignis (die Wirkung) auf eine bestimmte Handlung oder einen Zustand (die Ursache) zurückzuführen ist. Aber was ist mit diesem Prinzip, wenn die Ursache nur lang genug medial behauptet wird? Selbst wenn es sie real nicht gibt? Dann wird einfach behauptet, der Russe käme bald. Und falls die Bevölkerung nicht zur Gänze vom Russen Arriving überzeugt ist, wird vorsichtshalber einfach weitergerüstet und in dem Maße, wie der Deutsche aufrüstet, muß der Russe annehmen, dass sich die Aufrüstung gegen ihn richtet und dann muß er geradezu prophylaktisch weiter rüsten und diese Verteidigungs-Rüstung wird als Bedrohung verkauft: Was kann ein BlackRock-Kanzler unter diesen Umständen machen? Er muß geradezu Krieg führen.
Immer schneller wird auf Krieg zugesteuert
Auf diesem Weg wird jene self-fulfilling prophecy hergestellt, von der der Soziologe Robert K. Merton weiß: „Die selbsterfüllende Prophezeiung ist anfänglich eine falsche Bestimmung der Situation, sie verursacht [aber] ein neues Verhalten, das bewirkt, dass die ursprünglich falsche Auffassung richtig wird. Die vordergründige Gültigkeit der selbsterfüllenden Prophezeiung führt eine Herrschaft des Irrtums fort.“ Für die Kriegsindustrie handelt es sich allerdings nicht um einen Irrtum, sondern um ein profitables Geschäft; für sie hat es seine Richtigkeit, dass jeder Krieg mit einer Lüge beginnt. Und je gründlicher die seit der Nazi-Zeit bewährte Russen-Angst verbreitet wird, desto besser verkaufen sich die Aktien der Rüstungs-Unternehmen, desto schneller wird auf einen Krieg zugesteuert.
Sitzen die Chefredakteure?
Der Artikel 26 Absatz 1 des deutschen Grundgesetzes (GG) ächtet die Vorbereitung von Angriffskriegen: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.“ Wurde der BlackRock-Kanzler schon verhaftet? Ist Katherina Reiche bereits interniert? Sitzen die Chefredakteure der deutschen Medien schon in U-Haft? „Gefängnis für den Frieden“
sollte der Slogan der Stunde sein.