Resozialisiert die Republik!

Hoeneß muss Bundespräsident werden

Autor: U. Gellermann
Datum: 11. August 2016

Uli Hoeneß ist zurück. Nicht nur zurück aus dem Gefängnis, wo er wegen ein paar schäbiger Millionen nicht gezahlter Steuern schmachten musste. Nein, bald wird er auch wieder Chef bei Bayer München sein. Das ist christlich, das ist eine „Wiedereingliederung in die Gesellschaft“, was ja wohl das Ziel des Strafvollzugs ist. Doch wer dabei stehen bleiben will, der handelt am verdienten Uli Hoeneß schändlich. Er war der große Mann, der den deutschen Fußball beruhigend übersichtlich gemacht hat: Jahr für Jahr wurde Bayern München deutscher Meister, das wußte man immer schon ein Jahr im Voraus. Das vermied Infarkte und andere Krankheiten, die aus Stress entstehen. Und trotzdem hat man den Mann in den Kerker geworfen. Hier ist nicht Wiedereingliederung angesagt, hier kann das Programm nur Wiedergutmachung heißen: Wenn uns im kommenden Jahr der allseits geschätzte Bundespräsident Gauck verlässt, kann es nur einen geben der im folgt: Uli Hoeneß.

Die neuen deutschen Militär-Herausforderungen würde nach dem nötigen Wechsel des Bayern-Präsidenten ins Bundespräsidentenamt zu einem kernigen Mia-san-Mia mutieren und im Ausland jenen heilsamen Schrecken verbreiten, der dem Waffenexport erst die nötige Fahrt verliehe. Auch die Frage, wer denn an der Spitze der EU-Tabelle stünde, würde sich durch diese Personal-Rochade für die nächsten Jahre erledigt haben: Was erlauben Martin Schulz, Jean-Claude Juncker oder Herman Van Rompuy? Die Zwerge werden abgeräumt, Deutschland vor noch ein Tor. Was die Merkel bisher heimlich erledigt hat, das vollbringt unser Mann vom FC Bayern demnächst öffentlich: Heute gehört uns das Badetuch am europäischen Pool und morgen die ganze Welt.

Allerdings würde die Hoeneß-Wiedergutmachung bei Bayern München eine Lücke reißen, die unmittelbar geschlossen werden müsste. Aber im Aufsichtsrat des Vereins sitzt immer noch der verdiente Martin Winterkorn, den man hinterrücks bei der Volkswagen AG abgelöst hat. Martin Winterkorn sollte die Nachfolge von Hoeneß antreten, das wäre das Geringste an Resozialisierung was dem Mann zustünde. Hat er nicht dem deutschen Dieselmotor jene Weltgeltung verschafft, die ihm zusteht? Und nur, weil seine Ingenieure ein cleveres Abgasmanagement erfundenen haben, musste der brave Mann mit schäbigen 28,6 Millionen Euro in Pension gehen. Das schreit nach Wiedergutmachung. Die Millionen Autofahrer, die dank der Winterkorn-Abgasbremse beruhigt über Land fahren, würden diese Beförderung aus dem Dunkel eines Fußballverein-Aufsichtsrates in das Scheinwerferlicht eines Bayern-Präsidenten sicher beglücken.

Wer jetzt fragt, wo denn eigentlich Peter Meyer geblieben ist, der hat einen feinen Sinn für Gerechtigkeit. Peter Meyer verfügt nicht nur über einen seltenen Namen, sondern einst auch über die rund 20 Millionen Mitglieder des ADAC. Das Mitglied des Wirtschaftsrates der CDU wurde vor zwei Jahren in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vom Vorsitz des Allgemeinen Deutschen Automobil-Club entfernt, nur weil bei der Wahl des ADAC-Autopreises „Gelber Engel“ das rauskam, was der ADAC vorher reingegeben hatte. Bei der Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen stand ziemlich regelmäßig eines aus dem Volkswagenkonzern auf dem Platz eins, was auch immer die ADAC-Mitglieder gewählt hatten. Und wer beobachtet, wie hilflos der jetzige VW-Chef mit den Abgasmanipulationen des Konzerns umgeht, der kann sich seinen Nachfolger denken: Peter Meyer. Der Mann der unbedingt Wiedergutmachung verdient, muss an die Spitze des Ladens, der vor lauter Wiedergutmachung in den USA in Deutschland lieber gar nichts macht. Dieses Muster an nationaler Bescheidenheit verdient einen Vorstandsvorsitzenden wie Meyer, der vorsichtshalber schon jetzt einen Wohnsitz in der Schweiz hat.

Man mag es drehen und wenden wie man will: Die aktuelle deutsche Literatur entspricht nicht mehr ihren großen Traditionen. Kenner wissen, dass die Wurzeln deutscher Sprachmächtigkeit in den Volksmärchen gewachsen sind. Und wenn es einen gibt, der den Deutschen einen neuen großen Roman geschenkt hat, dann ist es der Erfinder des Sommermärchens, einer wunderbaren Erzählung über die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland: Der unvergessene Wolfgang Niersbach. Einst DFB-Präsident, dämmert der verdiente Mann nun in irgendeinem dunklen Abseits, lutscht an seinem Bundesverdienstkreuz und ist eigentlich doch zu Großem berufen. Und nur weil er das Märchen durch ein paar düstere Millionen an die dunkle FIFA erschaffen hat, ging er seines Amtes verlustig. Lebt die Literatur nicht auch von der schwarzen Seite der Seele? Kennt das deutsche Märchen nicht neben der Gold- auch die Pech-Marie? Also. Mindestens sollte Niersbach Präsident des Schriftstellerverbandes werden. Besser noch wäre er an der Spitze der Frankfurter Buchmesse aufgehoben, bei der jedes Jahr viele Millionen Euro mit immer weniger Inhalt umgesetzt werden.

Ganz Deutschland muss eine einzige große Resozialisierungs-Anstalt werden! Doch was machen wir mit einer Kanzlerin, die „Wir schaffen das“ versprochen und doch nur die Flüchtlinge in die Türkei geschafft hat? Was können wir für eine Verteidigungsministerin tun, die das Grundgesetz so lange biegt bis es bricht? Was mit einem Finanzminister, der notorisch Koffer mit Geld verschwinden lässt? Uli Hoeneß: Bitte übernehmen Sie!


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 14. August 2016 schrieb altes fachbuch:

@Karl Heinz Bernhart
Geschätzter forist!!
ich stimme ihnen voll zu!
nur bezieht sich der galerist und meine bescheidenheit auf die fähigkeit oder die sinnhaftigkeit der resozialisierung DIESER REPUBLIK!!!
dessen überschrift als aufruf verstanden, positioniere ich mal mit NEIN!!


Am 13. August 2016 schrieb Karl Heinz Bernhart:

@ altes fachbuch

Resozialisierung macht immer Sinn, wo es um jemanden geht, der sich nicht als der Gesellschaft enthobener und ihrem Gesetz somit nicht Unterworfener fühlt, also eines der Mitglieder unserer Eliten (denen der Macht & des Geldes) Das Elend ist doch, dass sich immer genug Idioten finden, die für die eine oder andere dieser Gestalten Partei ergreifen, statt zu erkennen, dass jemand der nicht aus Not Gesetze bricht, sondern weil er meint, das stünde ihm zu weil er´s kann, kein gewöhnlicher Krimineller ist sondern etwas viel Schlimmeres: eine Säule der postdemokratischen Korruptokratie


Am 12. August 2016 schrieb Michael Kohle:

Bei seinem Amtsantritt vor den versammelten Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates legt der Bundespräsident folgenden Eid ab: ?Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. ?

Hoeness ist wirklich der (!) Kandidat. Die Kraft dem Wohle des Volkes widmen, hat er das nicht über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte bewiesen? Zumindest das leibliche Wohl wurde per Wurstfabrik schließlich beständig gefördert. Dass er den Nutzen zu mehren versteht, wenn auch nicht für alle aber immerhin ein paar Wenigen (der Sinnspruch mia san mia deutet darauf hin) bzw. einem einzelnen Gleichen, wer wollte das bestreiten. Schaden vom Volk gewendet? Aber sicher doch. Hat er tatkräftig dazu beitragen können, dass ein Kokser mit Berufsziel DFB-Bundestrainer gerade noch ferngehalten werden konnte. Dank des Drogenscreening-Experten Uli H., der den entscheidenden, wohlmeinenden Hinweis gab (Und, der war? In Schamhaaren speichert sich Kokain nachhaltiger, so der Experte, was dann auch zutraf!)
Auch und gerade das Wahren und das Verteidigen des Grundgesetzes und der Gesetze des Bundes wird ihm bestimmt nicht mehr allzu schwer fallen, nachdem er erfahren durfte, dass pro dem Staat entzogener Euromillion gerade mal ein halber Monat Freigang im Freistaat zu absolvieren ist. Die Pflicht gewissenhaft erfüllen, aber gewiß doch, die Frage nur: was ist ein Gewissen? Gegen jedermann?
Und auch noch üben? Ob es daran scheitern dürfte?

Nein, der Uli soll mal lieber wieder Bayern-Präsident werden, das ist sein Lebenswerk, neben der Wurstfabrik und dem Konto im Zürcher Börsenviertel. Um das Präsidentenamt, um dessen zukünftige Besetzung sorge ich mich mehr. Ad hoc würden auch mir einige heiße KandidatInnen einfallen.

Gut, sie war nie Außenministerin, auch keine Senatorin. Aber unzweifelhaft eine Frau, die erste unseres Staates. Was für eine Hillary zu gelten hat, sollte auch für unsere hochgeschätzte Frau Schadt gelten. Und das als Mätresse ersatzweise Nebenfrau, auch ein Novum in der Geschichte. Das hätte auch den großen Vorteil, dass der Dampfplauderer weiterhin unter Verschluss wäre. Da es nach der Zwangswahl einer Frau in den USA auch hier nicht anders ausgehen darf - der Trend ist gesetzt - muss es auch hier im Reichsprotektorat eine Frau werden. Wenn nicht Schadt, dann vielleicht Bettina, Bettina Wulff, auch sie hat doch reichlich Erfahrung auf Bellevue. Was ja auch eine Art von Resozialisierung wäre, für sie und Bill, äh Christian. Was ja auch für meinen ewigen Geheimtipp Margot K. gälte. Sie brächte mehrere eindeutige Vorteile mit sich. Frau, auch hier nicht zu leugnen. Dazu bestens bekannt in der Szene und den mitentscheidenden Qualitätsmedien. Kein nobody also und die Für-oder besser-Wider-Kommentare längst geschrieben! Und dazu: zum einen die Kontinuität im Amte, wieder ein/e ehemalige(r) protestantischer AmtsträgerIn, diesmal sogar Bischöffin. Und ein ehemaliger Beifahrer könnte - da renommierter Sozialdemokrat - so wie beim letzten Mal auch ein Vorschlags-SMS bei der Antragsperson lancieren. Jetzt, wo doch Dorris ausgezogen ist, wäre da doch ein anderer Aspekt mit zu bedenken?

Aber wir sollten uns Spekulationen, gute Ratschläge tunlichst verkneifen. Vertrauen wir darauf, dass die Sozen und die Wie-auch-immer-Grünen schon die Wunschkandidatin der zurückhaltenden Kanzlerin zu benennen vermögen, zu ihrem aller größten insgeheimen Wohlgefallen natürlich.


Am 12. August 2016 schrieb Andreas Schell:

Als Mensch mit langer Leitung musste ich jetzt Ihren Artikel mehrmals studieren und sogar Sekundärliteratur wälzen, bis mir ein Licht aufging und ich endlich wirklich sehr herzlich lachen konnte. Danke, Herr Gellermann.
Apropos Artikel und herzlich lachen. Ein Vorschlag für einen evtl. noch witzigeren Beitrag hätte ich Ihnen zu unterbreiten. Drucken Sie doch einfach mal die ersten Artikel unseres Grundgesetzes, gerne auch das Ganze, wörtlich ab. Ich glaube, das darf man gebührenfrei. Etliche Artikel könnte man vor aktuellem Hintergrund auch kommentieren, ja, evtl. sogar eine Law-Comedy-Serie draus machen. Da schmeißen Sie sich weg, ich sag´s Ihnen!


Am 12. August 2016 schrieb altes fachbuch:

@Karl Heinz Bernhart
Ging es dem galeristen um NAMEN??
wollen wir odenwaldschulenabsolventen oder pädophile bundestagsabgeordneten, die kokser im obersten hause, die über´s rad oder in der steinlosen wüste stolpernden "verteidigungs"minister wirklich namentlich erwähnt wissen?? die letzte amazone nimmt aufs schlachtfeld lieber einen kreißsaal mit , denn gewehre, die geradeaus schießen!!

"gutti" ist wie hinz und ..xyz, und damit belanglos, wenn man sich sorgt, um das WESEN!!

was ist das für eine republik?? und macht das ansinnen resozialisiserung sinn??


Am 12. August 2016 schrieb Alles nur Satire:

Herr Gellermann,
also ehrlich, wie Sie mit UNSEREN LEISTUNGSTRÄGERN dieser MARKTKONFORMEN demokr..kr..kr.. umgehen, ist..., ist..., ist...
Es wird dem unermüdlichen Wirken und Schaffen der Damen und Herren einfach nicht gerecht (gerächt).

Da machen und tun diese Leute genau das was sie am besten machen und tun können, werden dabei reich, ziehen auch mal in die Schweiz, bekommen systemrelevante Orden für systemrelevantes und eigennütziges Schaffen und was machen Sie, Herr Gellermann?

Sich lustig!

Das sogar so unterhaltsam, das man sich entscheiden muss,

lachen (ob des gelungenen, bissigen, satirischen Textes)

oder kotzen (ob der endlosen Liste von Egoisten und Lügnern, die das System züchtet).

Ich bin noch in der Entscheidungsphase.


Am 12. August 2016 schrieb Gideon Rugai:

Vergebeliche Mühen ! Menschen wie der kleinerte Gert halten das derzeitige System tatsächlich noch für "demokratisch" (was das heute bedeutet lässt sich am Vortrag "Warum schweigen die Lämmer?" bei YT einzusehen - ich weise nochmals darauf hin - bestens nachvollziehen), die Struktur für "rechtsstaatlich", das allgemeine Gepräge für "Uns geht´s ja noch Gold".
Ergo ist jede berechtigte als auch eloquent vorgetragene Kritik diffamierend, boshaft, nestbeschmutzend, der Kritiker generell ein Querulant, zumindest aber der schwarz-rot-goldenen Demokratie nicht würdig.
Und was Gertchen längst gefressen hat, würgt Gert bestimmt nicht mehr hoch, selbst wenn ein erstes Unwohlsein die Selbstzufriedenheit stört....da muss das Gschwür im Ulcus halt erstmal durchbrechen und die standardmäßig verabreichte Beruhigungs-Medikation komplett versagen.
Das dauert ;)


Am 12. August 2016 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Resozialisiert die Republik - WELCH KÖSTLICHES SCHMANKERL!
Wer in aller Welt könnte dagegen sein, daß Hoeneß mindestens diese Wiedergutmachung zusteht - als kleine Entschädigung für erlittenen Kerker und erst recht die verpaßten Zocker-Einnahmen bzw. -freuden. Klar, daß ihm dafür doch mindestens das Amt des Bundespräsidenten zuteil werden müßte. Eines aber würde das christliche Bayern-Bild trefflich abrunden:

Der Freistaat sei offenbar größter deutscher Waffenexporteur. 55% aller deutschen Waffen kämen aus Bayern (so hieß es am 02.08.2016 bei Phönix). Da wäre Hoeneß doch genau der Richtige, der dem schleimigen Obergauckler locker das Wasser reichen könnte.
Gauck hat bekanntlich keine Skrupel, deutsche Kriegsteilnahme gutzuheißen,
Hoeneß - nicht weniger skrupellos, könnte als sein Nachfolger noch eins draufsetzen und diese bayrischen Waffen in bekannter Christlicher Manier vorm Export segnen.
Auf daß die Milliarden sprudeln!


Am 12. August 2016 schrieb Karl Heinz Bernhart:

Einen Namen vermisse ich in der Alumni-Liste ganz schmerzlich: "Gutti"!
Was wurde ihm in unserer Neidhammelgesellschaft nicht alles angetan:
Den Doktor hat man ihm abgesprengt, dem adeligen Herrn mit seiner Prinzessin. Über den Atlantik musste er flüchten, um sich eine neue Existenz aufzubauen bei den Freunden, die ihm noch geblieben sind.
Es ist eine Schande, wie wir mit unseren Eliten umgehen!


Am 12. August 2016 schrieb altes fachbuch:

@manfred.ebel
Wird dir bei gellemanns, mit sujets und metaphern gespickten, hoeneß-geschichte nicht bange?? diese widerspiegelung der realität in vollkommenen prosaischen worten - in einer rationalgalerie???

man muss an den galeristen die frage stellen, ob er bewusst den artikel nicht mit "hoeneß ist wieder da" begonnen hat!!??

kaum auszumalen, was da in meinem kopf abginge:)


Am 11. August 2016 schrieb Manfred Ebel:

@altes fachbuch, das Anforderungsprofil ist noch älter als Lenin: "Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens."
Zum Schlussatz ganz dialektisch: Das Kapital (Herrschaftsverhältnis, nicht etwa Geld/Wert) reproduziert sich aus sich selbst.


Am 11. August 2016 schrieb altes fachbuch:

@ Gert Kleinert

Die Zusammenfassung des autoren erfässt nur einige wenige personalvorschläge aus dem riesigen pool an kandidaten, welche sich allerdings durch besondere rechtsttreue mächtig aufgedrängt haben. wahlweise erweitern wir um die zumdicks, ackermänner, mehdorns, die emma-tussi... oder die zigtausenden unbekannten helden, die auf den steuer-cd´s stehen.
die anforderungen sind durch das platte niveau der abzulösenden gestalten allerdings auch sehr gering!
eine zusammenfassung tat auch not, um raum für die sprachliche brillanz zu lassen, denn nur die fakten wirken deprimierend!!
im übrigen ist die method(ik)e auch wissenschaftlich zu nennen. zähle viele einzelne gleichartige erscheinungen auf, abstrahiere etwas und komme zu einem allgemein gültigem schlusssatz - dem wesen!!
und da sind wir bei deinem irrtum. da der autor ausschließlich deutsche kandidaten erwähnte, unterstelle ich ihm in der tat, dass er die gesamte politische riege (incl. jedem nachfolger) meinte!!
dies ist mitnichten boshaft, weil es recht und billig ist, die boshaften an den pranger (das bellevue, die hardthöhe) zu stellen.
und es nicht diffamierend, die wahrheit zu sagen.

verweise auf dialektik verkneife ich mir, insbesondere die frage, ob nicht auch die ämter und positionen diese "menschen" produziert und ob dieses WESEN nicht weltweit sein unwesen treibt??


Am 11. August 2016 schrieb Christel Buchinger:

Ochh! und was wird aus meinem Vorschlag, den Beckenbauer zu nehmen? Dann hätten wir ganz nebenbei wieder einen Kaiser. Und wollten wir den nicht immer wieder haben?


Am 11. August 2016 schrieb Gert Kleinert:

Ihre Zusammenfassung ist boshaft und diffamierend. Sie nehmen eine Reihe von Einzelfällen und tun so, als sei diese das gesamte Deutschland. Eine miese Methode.


Am 11. August 2016 schrieb Lutz Jahoda:

DEMOKRATISCHE
RÜCKBAUBESTÄTIGUNG

Passt scho, lässt sich da nur sagen,
einäugig, systemgerecht!
In verbognen Rechtsstaattagen,
wär es unklug nachzufragen,
was genehm ist und was schlecht.

Mutatis mutandis ist längst Mode:
Abzuändern, was notwendig ist.
Was heißt hier arm, malad, marode?
Noch läuft sie gut, die Amtsperiode.
Hoch lebe die Tücke, das Geld und die List!


Am 11. August 2016 schrieb Michael Weiß:

Super Idee, das. Dennoch habe ich begründete Zweifel, ob ein einfacher Steuernsparender Fußballfanatiker wirklich die nötige Qualifikation mitbringt, die dieses Amt heutzutage voraussetzt. Gauk hat die Latte in jeder Hinsicht extrem hoch gelegt. In Sachen militärischer Auslandsverwendungsbreite müßte der/die Neue eigentlich aus den Reihen der Grünen kommen.


Am 11. August 2016 schrieb Wolfgang Ringel:

Recht haben Sie, Hoeneß muss Bundespräsident werden. Er reiht sich würdig in die Reihe der Bundespräsidenten ein, mit Ausnahme von Gustav Heinemann waren alle Präsidenten ein Hohn. Ein Präsident wurde sogar geohrfeigt.
Auf einen Hohn mehr oder weniger kommt es nun wirklich nicht an.

Leider sind zwei Kandidaten, die es unbedingt verdient hätten, deutscher Präsident zu werden, schon verstorben.
Einmal ist es der Theologe Wolfgang Uhlmann und zum anderen die SPD-Politikerin Regine Hildebrandt. Alle bisherigen Bundespräsidenten hätten beide total in den Schatten gestellt.

Vielleicht sollten wir es man mit Friedrich Schorlemmer versuchen Und Daniela Dahn wäre ein Novum in Deutschland als erste Frau Präsidentin.


Am 11. August 2016 schrieb Anke Zimmermann:

"Kriminelle haben im Fußball nichts zu suchen" Uli Hoeneß

Antwort von U. Gellermann:

Eben. Deshalb: Rein ins Amt.


Am 11. August 2016 schrieb Manfred Ebel:

Vor exakt 100 Jahren brachte Lenin es auf den wesentlichen Punkt: "Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Imperialismus und jenem ungeheuerlich widerwärtigen Sieg, den der Opportunismus (in Gestalt des Sozialchauvinismus) über die Arbeiterbewegung in Europa davongetragen hat?
Das ist die Grundfrage des heutigen Sozialismus." Wohlgemerkt 1916 kennzeichnet er den auch heutigen Sozialchauvinismus und zu einer Zeit, als es noch gar keinen sozialistischen Staat gab!
Und dann definiert Lenin den Imperialismus. Im Kontext heißt es: "... der Imperialismus ist 1. monopolistischer Kapitalismus; 2. parasitärer oder faulender Kapitalismus; 3. sterbender Kapitalismus." (Auch die folgenden fünf Punkte muten an, als wären sie eben erst niedergeschrieben.)
Über das Parasitentum schreibt Lenin explizit: "Der Imperialismus bedeutet eine ungeheure Anhäufung von Geldkapital in wenigen Ländern ... Daraus ergibt sich das außergewöhnliche Anwachsen der Klasse oder, richtiger, der Schicht der Rentner, d.h. Personen, die vom "Kuponschneiden" leben, Personen, die von der Beteiligung an irgendeinem Unternehmen völlig losgelöst sind, Personen, deren Beruf der Müßiggang ist."

Wie exakt und glänzend bestätigen sämtliche von Dir genannte Hoeneß, Gauck, Schulz, Juncker, Van Rompuy, Merkel, Winterkorn, Meyer, Niersbach diese Wesensmerkmale des Parasitentums.
Da war doch der Vergleich mit dem Lehrmeister proletarischer Essayisten und die heutige würdige Fortsetzung dieser Tradition treffend?!

Quellenverweis: Lenin, Der Imperialismus und die Spaltung des Sozialismus, erste drei Absätze.


Am 11. August 2016 schrieb Siera:

Habe eben erst die Titel gelesen!
SUPER! "Hoeneß muss Bundespräsident werden" - ein wahrhaft würdiger Nachfolger Gaucks! Da kann das Schmierentheater erfolgreich weitergeführt werden!
Danke!


Am 11. August 2016 schrieb Petra Steinert:

Das ist eine wirklich großartige Zusammenfassung prägender Skandale der letzten Jahre. Die Deutschen, die sich immer für besonders redlich halten, haben in den Eliten jede Menge Betrüger.


Am 11. August 2016 schrieb Aleksander von Korty:

Sehr geschätzter Herr Galerist,

wieder einmal ist Ihnen eine wunderbare, bissige Satire gelungen, sprachgewaltig, Informativ und köstlich zu lesen.

Ich habe nur eine Sorge, dass Ihr treffender Text von der Realität eingeholt werden könnte. Da das politische Gedächtnis der Menschen bekanntlich kurz ist, meist sogar noch viel kürzer als die Beine der Politiker-Lügen und der Speichel leckenden Zunft der Schreiberlinge in den bürgerlichen Main-Stream-Medien, muss damit gerechnet werden, dass die von Ihnen beschriebenen, zeitweilig in der Versenkung verschwundenen, tragenden Säulen des Systems, Martin Winterkorn, Peter Meyer und Wolfgang Niersbach tatsächlich nach einer kleinen Verschnaufpause (auch solche Leute brauchen mal Erholung und Urlaub) wieder in die höheren Sphären der Republik aufsteigen werden. Und warum auch nicht? Solche Leute, die sich bereits als einsatzfreudig und verdienstvoll erwiesen haben gibt es doch nicht wie Sand am Meer. Da muss doch geradezu auf bewährte Kräfte zurück gegriffen werden können!

Und Uli Hoeneß kann ich mir sehr gut als Bundespräsidenten vorstellen. Schließlich bringt er für die meisten deutschen Michels eine geradezu geniale Vorkenntnis mit. Fußball ist nun mal die beliebteste Tätigkeit aller männlichen und inzwischen auch vieler weiblicher Bürger. Wenn auch die Meisten nur vor dem TV-Gerät dabei die Hände bewegen um Chips und Bier dem Gaumen zuzuführen. Ein solcher Präsident hätte im Volk bestimmt eine Zustimmung, wie kein anderer Amtsinhaber zuvor. Der könnte sich mit Sicherheit sogar einer Direktwahl durchs gemeine Volk stellen und da wäre dann auch keine Stichwahl erforderlich, Und die Bananen Republik wäre um ein bahnbrechendes, plebiszitäres Element reicher!

Also: Stellt Uli zur Direktwahl auf ! Uli for Präsident !


Am 11. August 2016 schrieb Benny Thomas Olieni:

Und was soll aus dem Bundesgauckler Pfarrer Schmalzlippe werden, nach seinem Abtritt?

Kann die Menschheit es sich wirklich leisten, derartige Fähigkeiten brach liegen zu lassen?

Braucht das Zentralkomitee in Brüssel nicht dringend einen Manager zum Aufbau der EU-Fußball-Nationalmannschaft?


Am 11. August 2016 schrieb Hartmut Barth-Engelbart:

Schade, dass Du meinen Vorschlag Wolf Biermann nicht aufgenommen und weiterpropagiert hast:
http://www.barth-engelbart.de/?p=133823

Antwort von U. Gellermann:

Biermann wäre auch nicht schlecht. Aber es geht mir um ein Sozialisierungsprogramm. Und Biermann ist asozial.


Am 11. August 2016 schrieb Hans Dampf:

ANSCHLUSSVERWENDUNGEN
Merkel:

Wird Bürgermeisterin von Berlin, dann kann sie die in der Türkei zwischengelagerten Flüchtlinge bis BER "schaffen".

von der Leyen:
Bleibt was sie ist, denn wenn die Bundeswehr im Inneren eingesetzt wird macht sie ohnehin die grösstmögliche Karriere.

Schäuble:
Wird EZB-Chef und führt die DM wieder ein. Alle privaten Spareinlagen werden bei 500,00 DM gekappt und so der Bundeshaushalt auf einen Schlag saniert. Dann werden die Defizitkritien auf 0 gestellt und wer dagegen verstößt muss: siehe Merkel

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