Regierung will mehr Elend

Programm zum Brückenbau in Arbeit

Autor: U. Gellermann
Datum: 27. August 2018

Heute schon im Park gewesen? Lag mal wieder ein Obdachloser auf ihrer Lieblingsbank? Im Vorraum Ihrer Bankfiliale haben sogar drei Obdachlose übernachtet? Und die rochen auch noch ungewaschen? Oder lag jüngst einer von denen tatsächlich in ihrem Hauseingang? Empörend, oder? Die machen sich breit, die ohne eigene Wohnung. Von denen gibt es inzwischen ja auch fast einen Million. Offiziell. Inoffiziell werden deutlich mehr vermutet. Keine Arbeit haben offiziell 2,385 Millionen Menschen. Dass auch hier die Wahrheit längst den Rahmen der Lügenstatistik sprengt, wissen, außerhalb der Propaganda-Instrumente der Bundesregierung, alle die bei Verstand sind. Und auch der Zusammenhang ist klar. Kein Job, keine Wohnung.

Doch mitten in dieser Not schlägt der wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministers zu und fordert das Ende der "Mietpreisbremse". Die sei unwirksam und kontraproduktiv. Denn Deutschlands Mietpreise stiegen trotz Bremse immer weiter. Der bezahlbare Wohnraum würde trotz der Bremse immer knapper. Und so löst der Beirat ein schönes Medienrauschen aus, dass wie ein nasser Lärmvorhang vor den wahren Problem hängt: Kann die Bremse bremsen, wird gefragt und die Antwort lautet: Im Prinzip ja, es müsse nur mal jemand auf die Bremse treten. Überraschung. Applaus! Applaus! Und der Beirat tritt vor den Lappen, verbeugt sich und bekennt sich zur Verschrottung der Bremse.

Der Vorsitzende des Beirats heißt Professor Dr. Hans Gersbach. Ein blöndlicher Bürokat mit Seitenscheitel schaut aus seinem Foto auf eine Welt der Ökononmie heraus und der kennt sich aus: Bei einer funktionierenden Mietpreisbremse wäre ein Teil der möglichen Neubauprojekte nicht mehr profitabel, spuckt er in die soziale Suppe. "Profitabel" ist das Schlüsselwort. Gersbach war schon in Heidelberg und in Basel Professor. Und bei der Profitanstalt McKinsey Global Institute in Washington hat er auch schon Kohle in der Rationalisierung verdient. Seine diversen Gehälter garantieren ihm ein parasitäres Luxusleben, und das Wort Mitleid kennt er nur im Zusammenhang mit sich selbst.

Der Volkswirtschaftler Friedrich Breyer, auch ein Mitglied des "wissenschaftliche Beirates", schlaumeiert vor sich hin, wenn er sagt, wegen der begrenzten Möglichkeit von Mietsteigerungen gebe es nur wenig Anreiz für Neubau und Modernisierung. Breyer ist Mitglied im Verein für Socialpolitik, dessen "c" im Vereinsnamen keineswegs für Christliche Barmherzigkeit steht, sondern für neoliberale Grausamkeiten aller Art, von dem der Soziologe Rudolf Hickel zu sagen wusste: "Hier präsentiert sich ein Armutszeugnis, das belegt, dass diese vorherrschende Ökonomik aber auch nichts aus der Finanzmarktkrise gelernt hat". Dieser Breyer kotzte der galoppierenden Armut jüngst ins Gesicht: "Man kann nicht für jeden Bedürftigen eine Sozialwohnung schaffen".

Der Markt, versuchte der Beirat öffentlich zu verbreiten, nur der Markt könne den Bau von mehr Wohnraum lösen. Längst agiert der Markt und sein Profitgesetz. Und wer in Deutschland durchschnittlich etwa 3.305 Euro den Quadratmeter an Wohnfläche für eine Eigentumswohnung zahlen kann, dem spendet der Markt auch eine schöne Wohnung. Denn statt der erhofften Sozialwohnungen, solchen Bleiben, die sich auch ärmere Menschen leisten könnten, steht der Bau von profitablen Eigentumswohnungen im Zentrum der Gier der Bauwirtschaft und ihrer Vertreter in der Politik. Auch deshalb schreibt der Wissenschaftliche Beirat des Wirtschaftsministeriums in sein Gutachten, dass der soziale Wohnungsbau "zurückgefahren werden" sollte. Der "Markt" kann einfach keine soziale Konkurrenz ertragen.

Der Beirat des Bundeswirtschaftsministers ist der organisierte Beweis eines mafiösen Kartells aus Bau-Wirtschaft und Politik, das Wohnungsnot und Obdachlosigkeit herstellt. Denn immer noch gehören der Bundesrepublik und ihren Gliederungen jede Menge Grundstücke, der wesentlichen Voraussetzung für das Bauen und die dort existierende Spekulation. Und immer noch wird das Baurecht, der gesetzliche Rahmen für alles Bauen, in Bund Ländern und Kommunen ebenso geschaffen wie ausgeübt. Und immer noch sind so ziemlich alle Parteien an Wohnungsspekulation und der Entrechtung der Wohnungssuchenden beteiligt.

Ein exemplarischer Beweis für diese Koalition ist das Land Berlin. Dort wird die Regierung von einem rot-rot-grünen Bündnis gestellt. Dort ist der Zuzug neuer Wohnungssuchenden besonders hoch. Dort liegt auch der Mietpreis mit 10,80 Euro je Quadratmeter hoch genug für wachsende Wohnungsnot. In diesem Berlin gab es in Pankow ein Grundstück der Bundesbahn, den ehemaligen Güter- und Rangierbahnhof Pankow, der 1996 stillgelegt wurde. Die Bundesbahn war Eigentum der Bundesrepublik Deutschland, die schon lange von einem Parteienkartell aus CDU, SPD und FDP regiert wurde. In der Berliner Landesregierung stoßen aktuell noch die angeblichen Oppositionsparteien GRÜNE und LINKE zum Kartell hinzu. Denn natürlich konnte das Grundstück der bundeseigenen Bahn nicht preiswert für eine preiswerte Wohnbebauung an das Land Berlin abgegeben werden. Auch die Bahn muss schließlich Profit machen. Und natürlich konnte das nun landeseigene Grundstück nicht von einer landeseigenen Gesellschaft so preiswert bebaut werden, dass preiswerter Wohnraum geschaffen werden konnte. Denn der private Investor auf dem Grundstück, das arme Möbelhaus Krieger, musste doch auch Profit machen. Deshalb werden von den 2000 Wohnungen jetzt 70 Prozent teure Wohnungen für den Profitmarkt sein.

Der Pankow-Deal, nur ein Muster für die bundesweit üblichen Verfahren, wurde auf einer Immobilienmesse in Cannes von der Senatorin Katrin Lompscher (Linke) gefingert. Kann sein, dass die ehemalige, gewiss redliche Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bauakademie der DDR einfach nicht mehr wusste, wo ihr der Kopf stand: Champagner hier, Austern dort und alle zehn Minuten ein Rolls Royce auf der Croisette, der Promenade in Cannes, kann auch tapfere Herzen aus dem Takt bringen. Zumal die Senatorin ihren damals klügsten Mitarbeiter, Andrej Holm, längst im Rahmen einer Stasi-Intrige auf dem Altar der Koalitionsdisziplin mit der SPD geopfert hatte. Ach ja, Holm war ein Spezialist gegen Gentrifizierung. Und Gentrifizierung ist das schöne neue Wort für Profitmaximierung auf dem Wohnungsmarkt.

Sicher wird uns der Bauminister bald mit einem großzügigen Brückenbau-Programm überraschen. Denn Obdachlosigkeit, soll er gesagt haben, Obdachlosigkeit unter freiem Himmel geht gar nicht.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 04. September 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

Nach intensivem Lesen des Artikels fällt mir bei den Leserbriefen, meine eingeschlossen folgendes auf, nämlich, dass die genannten anderen Themen, die mindestens so wichtig für den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang sind, wie die sich nicht schließende Wunde der jüngeren Geschichte, wo Mord,Totschlag, Hetze, das Leben vieler Menschen bestimmte uns zu recht immer wieder aufwühlt.
Der Artikel kippt der Politk ihre Versäumnisse, ihre Unfähigkeiten,ihr schluderiges Verhalten, ihre dümmliche Arroganz, ihr unqualifiziertes Gequatsche..........
Worüber ausführlicher gesprochen werden muß ist:
"Privat vor Staat"
Die Bedeutung, die Konsequenzen, was das für eine Gesellschaft bedeutet zeigt der Inhalt des Artikels in aller Deutlichkeit.
Kein gesellschaftlicher Bereich und das sogenannte private Leben der Menschen ist von dieser menschenverachtenden POlitik ausgeschlossen. "Das private ist politsch."
Wie ich lese, ob es der verrottete, die Lachnummer der Republik, um den Flughafen handelt, ob es die maroden Schulen sind, ob es der Stellenabbau im öffentlichen Dienst ist, alles nachzulesen um dann beim Wahn, den Staat als Beute den KOnzernen zum Fraß vorzuwerfen, was der Galerist nur anders ausgedrückt hat, die widerliche Marketing Kampange von der schrecklichen , glattgebügelten Pickelhaube, wie auf der Spiele-Messe zu sehen, damit soll die Bundeswehr immer gesellschaftsfähiger gemacht werden, um schlaftrunken in den letzten aller Kriege zu fallen.
Die Institutionen für das Volk brechen auseinander, ein Stück vom Nährboden, dass dem Faschismus zugeordnet werden kann, weil die konkrete gesellschaftliche Erfahrung genau dieses bestätigt.
Clara Zetkin hat in einer ihrer letzten Reden ausdrücklich vor dem Zerfall der Institutionen gewarnt.
Das Volk soll, wie immer den "Gürtel enger schnallen," gleichzeitig wird für den Erhalt und die Festigung, natürlich interessengebunden derer gesorgt, die wenn nötig reagieren werden, um noch die letzten Grundrechte in die Tonne zu treten. (Verfassungsschutz, BUndestag mit 709 vollgefressenen (dann gehts zum Sport) Abgeordneten, deren KNete sich auf wundersame Weise vermehrt, während einer alten Frau, die lächerliche Rente, die das Leben menschenwürdig absichert hinten und vorne nicht reicht und das Land schläft. Ist es nun die besondere Leidensfähigkeit bei vielen ? Oft höre ich den Satz, den ich auch nicht mehr hören kann: "Wir können sowieso nichts machen." ES ist wie Mehltau, der sich über das Land gelegt hat.
Lehrermangel, Personalmangel in der Kranken und Altenpflege, (Mitmenschen MÜSSEN in ihren Ausscheidungen stundenlang liegen, weil das Personal fehlt).
Suppenküchen, Flaschen sammeln, Obdachlose, wenig verdienende, die 2 und drei Stellen haben, die allerdings oft nicht reichen, das Leben zu sichern, um dann beim Amt zu landen und deren ekelerregenden Schikanen ausgesetzt zu sein, weil die kleinen Sachbearbeiter (nicht alle) plötzlich mit einer Macht ausgestattet worden sind, mit Daumen hoch oder Daumen runter.
Ein Unding, dass Sachbearbeiter über Weh und Ach, also über die menschliche Existenz bestimmen können und die Willkür, dass nur, wenn du parierst, dir das nötigste zum Leben gegen wird. Es sind keine Almosen und die Politik weiß lange, insbesondere Fischer, Schröder und Co. was sie mit ihrer Gesetzgebung angerichtet haben; die Reichen reicher zu machen auf dem Rücken der Ärmsten, wie immer alte sPD: Staatstragend, staatstragend, unselbständig und das Volk sich selbst überlassend und als Verräter in die Geschichte eingegangen und wenn es denn soweit ist, mögen sie langsam in der Hölle schmoren.
Degenhardt singt in einem seiner Lieder: "Der Wind hat sich gedreht im Land."
"Drumherumgerede" "Drumherumgequatsche", "Drumherumgelaber" und gut ist, dass der Galerist, die Sprache zur Klärung und Aufklärung nutzt, dass würde "Väterchen Franz" auch so sehen.


Am 03. September 2018 schrieb altes Fachbuch:

"Fourty years after - dieselben Themen und Probleme - nix gelöst. Viel Geschwafel.
Und jede Menge 'Dummenfang'!"

bei allem respekt für alles und jeden:
aber wer die mietpreisbremse und das betteln um jede einheit sozialwohnung als anti-kapital-istisch feiert, wer "...den Werkzeugkasten des Rechtsstaates zu einer Veränderung dieses Zustandes... noch lange nicht ausgeschöpft...." sieht, der sollte glauben, dass schon rosinante schlauer als ihr reiter war!!!
intellektuellen kommt man nicht mit dem manifest bei, sondern mit der fabel um die ameisen und der grille:)

in "Fourty years" ist die objektive wirklichkeit so, dass der brückenbau nicht mehr ausreicht oder auto's drunter parken oder diese flächen grösstes spekulationsobjekt (nachfrage??) sind, und grillen ausgestorben sind.

dabei ist wohnungsnot nur die eine kleine baustelle der gesamtgesellschaftlichen situation!!!!

diese wirklichkeit wird mehr "aufklärung" bewirken, als jedes (zu kaufende) buch, jedes video von anti-kommunisten.

darin begründet sich mein historischer optimismus;)


Am 03. September 2018 schrieb Heinz Schneider:

Die große Koalition feiert sich gerade für eine soziale Großtat. Sie hat das Rentenniveau bis 2025 bei 48% gesichert!!?

Rund 30 % ihres Einkommens wenden die Menschen in Deutschland für die Miete auf, Tendenz steigend.

Über 50% ihres Einkommens wenden Millioenen von Menschen in den Großstädten für die Miete auf, Tendenz rasant steigend.

Der Markt hätte eine Lösung: Die Privatisierung der Brücken zwecks Vermietung von Wohnplätzen, vorrangig für Rentner. Für stadtnahe Brückenplätze wird auch Wohngeld gezahlt, wir sind ja ein Sozialstaat.

Die Politik hat keine Lösung, weil die Aufhebung des Privateigentums an Grund und Boden unter Kommunismusverdacht steht. Dass weitsichtige Ökonomen dies schon lange Marx für notwendig hielten, so what?

Nachtrag: Der verblichene "Unrechtsstaat" auf deutschem Boden kannte keine Freiheit, es gab Zuzugsbeschränkungen in die Großstädte. Gott sei dank leben unsere Rentner in Freiheit. Jeder darf wohnen, wo er will. Das weitere regelt der Markt.


Am 01. September 2018 schrieb Jürgen Heiducoff:

@altes Fachbuch
Dem spontanen „Aufstehen" und dem unregulierten Widerstand muss Aufklärung vorausgehen, wenn nicht destruktive und blinde Gewalt herrschen soll. Und zu den Mitteln der Aufklärung der Massen gehört neben den Medien vor allem das persönliche Argumentieren. Vorbereitung und Hilfe dabei ist auch die Rationalgalerie.
Ohne Aufklärung entsteht mit Hass durchsetzte blinde Gewalt. Diese wiederum führt vor allem
Nach der Beschreibung des tragischen Zustandes um die Obdachlosen komme ich doch am Ende meines Beitrages zu der Feststellung, wer die Schuld daran trägt: der Staat, die öffentliche Verwaltung und Polizei. Und der Werkzeugkasten des Rechtsstaates zu einer Veränderung dieses Zustandes (Anzeigen, Dienstaufsichtsbeschwerden bis zur Klage, aber auch öffentliche friedliche Demonstrationen) ist noch lange nicht ausgeschöpft. dazu, dass auch Unbeteiligte und Unschuldige zu Schaden kommen. Und das dient als Grund, gewaltsame Methoden des „Aufstehens" zu kriminalisieren.
Das ist mühsam, aber es muss einem „Aufstehen" voraus gehen und es ständig begleiten.


Am 31. August 2018 schrieb Klaus Bloemker:

@Wolfgang Oedingen,
Sie schreiben zu 'Die Macht um Acht':

"Sehr geehrter Herr Gellermann, ...

Ich denke es tut der Sache gut, wenn Sie Ihre Gesten etwas einschränkten."

Das denke ich nicht. Mir gefällt seine Gestik auch wenn sie etwas theatralisch wirken mag. Er wirkt dadurch nicht unnahbar, unanfechtbar. Wie die Tageschau meint zu sein.

Antwort von U. Gellermann:

Die Zuschrift bezieht sich auf dieses Video:

https://kenfm.de/die-macht-um-acht-8/


Am 30. August 2018 schrieb Lutz Jahoda:

WEITERE PUTZKOLONNEN
FÜR HAMBURG GESUCHT

Vertrauen würzen mit Verkürzen
sorgt für saubere Küchenschürzen
im verkeimten Koch-Saloon.
Doch zum Glück gibts digitale
Klarheitsbringer-Newsportale.
Dank an Jebsen und Dein Tun!

Antwort von U. Gellermann:

Die Zuschrift bezieht sich auf dieses Video:
https://kenfm.de/die-macht-um-acht-8/


Am 30. August 2018 schrieb Alexander Kocks:

Wertester Herr Gellermann,
darf ich Ihnen sagen, dass ich weder der Tagesschau noch der ZDF Sendung HEUTE über den Weg traue.
Ich glaube denen noch nicht einmal die veröffentliche Zeit jeweils eingeblendet kurz bevor die Sendung beginnt.
Beide Sendungen vermeide ich regelmäßig, da es was die tägliche Information angeht Zeitverschwendung ist.
Diese Lautsprecher der Regierungen und der etablierten Parteien sind was mich betrifft mehr als überflüßig.
Ich lese jeden Morgen und jeden Abend für 1 Stunde im Internet auf ausgesuchten Seiten im In- und Ausland die neuesten Nachrichten.
In meiner Stammkneipe liegen drei Tageszeitungen aus die ich regelmäßig lese und so glaube ich aus den so bezogenen
Informationen mir mosaikartig ein Bild vom Geschehen in der BRD und in der Welt machen zu können. Den Staatsfunk
benutzen meine Frau und ich nur noch um ausgesuchte Filme zu schauen (meine Frau liebt Inspektor Barneby und die Münster Krimis)
und das wars dann auch schon. Ich bin ein entschiedener Gegner der Rundfunk Zwangsgebühr, denn ich glaube diese
Zwangsgebühr ist ursächlich für die Arroganz und Abgehobenheit der beiden Staatssender in denen nach meiner Meinung keine
Journalisten mehr tätig sind, sondern Beamte. Die in den Nachrichtensendungen werkelnden Journalisten wirken auf mich wie
Staatssekretäre aus dem Kanzleramt oder den diversen Ministerien.
Ich bin für die ersatzlose Abschaffung der Rundfunkgebühr damit diese "Journalisten" wieder lernen wie hart man arbeiten muß um das
Vertrauen seiner Brötchengeber zu bekommen und um das tägliche Brot zu verdienen.

Antwort von U. Gellermann:

Fielen die Rundfunkgebühren weg, hätten wir noch die Privaten. Unter deren Quotendruck sind die öffentlich-rechtlichen Sender immer schlechter geworden. Was Zuschauer, Hörer durchsetzen müssten: Dass die ÖR-Sender für ihre Zahler arbeiten. Das Instrumentarium (Staatsverträge, Rundfunkbeiräte) existiert. Aber es gibt keine Bewegung, die das gute Recht der Zahler durchsetzt. Und wie immer beginnt die Bewegung mit Aufklärung.

Die Zuschrift bezieht sich auf dieses Video:
https://kenfm.de/die-macht-um-acht-8/


Am 30. August 2018 schrieb Michael Kohle:

Obdachlosigkeit unter freiem Himmel - Freilandhaltung also - geht gar nicht? Natürlich nicht, da gibt es sicherlich bessere Lösungen. Zwar gibt es nur in wenigen Städten die in Paris beliebten Metro-Schächte mit vollintegrierter Heizung und steter Proteinversorgung (Vorsicht: der nackte Schwanz ist nicht zum Verzehr bestimmt, da arg zäh!). Aber Brücken werden hierzulande ausreichend vorgehalten, auch wenn manche ob ihrer Statik etwas risikobehaftet sein dürften. Aber so weit dürfte der Quartiermeister Altmeier bestimmt nicht gedacht haben. Eher wohl an die erweiterte Käfighaltung, wie wir sie vermehrt aus den Städten der ehemals dritten Welt kennen und sie auch schon hie und da in der Sachwertegemeinschaft in leider noch immer nicht reichlicher Menge aufzufinden sind. Sage nur: Grenfell-Tower.

Erforderlichenfalls lassen sich solche Konstrukte dann zügig für die allfällige Bekämpfung der Untermieter (Kakerlaken) kurzfristig leeren und hinterher komplett neu befüllen. Da kann bestimmt auch das probate Rotationsverfahren, das wir von den NATO und ihren Bataillonen an unserer bedrohten Ostgrenze kennen, eingesetzt werden. Die Rundum-Vollbelegung wäre gewährleistet. Und bei richtiger Organisation hat jeder potentielle Obdachlose auch seine Zeit ohne freien Himmel über sich., wie versprochen. Was noch hinzukommt: auch für die körperliche Ertüchtigung kann so gesorgt werden. Die u.a. von der Apotheken-Rundschau dringlichst empfohlene Bewegung, die geht ganz schnell herzustellen bzw. abzufordern. Sollte bisher ein Fahrstuhl gestellt worden sein (welch ein überflüssiger Luxus), wird der für die oberen Stockwerke (von Etage 5 bis 30 und darüberhinaus) einfach softwaretechnisch gedrosselt wenn nicht ganz eingestellt. Die Ingenieure von VW stellen da gerne ihre Expertise zur Verfügung. Das passende Projekt-Motto dazu, am Reichstagsrednerpult oder in einer Talkshow der Wahl vollmundig verkündet: Nicht fördern, nur fordern! So kann übrigens in marktwirtschaftlicher Weise die Nachfrage nach den weiter oben gelegenen Wohn-Klo’s gezielt gesteuert werden.

Besonders zufriedenstellend sind die vorgenannten Alternativen zum Freiland-Obdach allerdings nicht. Nicht nur, dass für weitere U-Bahn-Strecken, Brücken und vorallem Wohnsilos willige Investoren nicht ausreichend bereitstehen dürften. Schließlich hat sich herumgesprochen, daß ihre Rentabiliät zu wünschen übrig lässt (die ersten Rückbauten sind zu vermelden, siehe auch hier: Grenfell, aber auch: Genua). Insbesondere ermangelt es erforderlicher Kapazitäten der internationalen Baubranche. Sind die Leistungsträger doch ausgebucht bis zum Sankt-Nimmerleinstag. Wenn nicht hierzulande beim Bau der ganzen benötigten Nobelschuppen, dann eben in Abu-Dhabi und sonstwo da unten. Und mittelfristig dürfte der Nachfrageschub aus Syrien mit eingeplant werden müssen, hoffentlich! Klotzen, nicht Kleckern, so ist es angesagt!

Außerdem wenn nicht vorallem: es bedarf besserer Methoden dem Wohnungsmangel Herr zu werden, impulsgebenden nämlich, für neue Märkte. Und falls man es dem Peter bei einem seiner letzten Besuche in den Staaten nicht gesagt hat, die gibt es,tatsächlich. Die sind dort zwischen den Meeren auch landesweit nicht mehr zu übersehen, die Trailerparks. Trailerparks? Da muss man erst einmal wissen was „trailer“ sind. Also…genau…das sind jene gerade noch für ein, max. zwei Menschen nutzbare, aufgeblasene Sardinenbüchsen. Das „wigwam" für den neu aber zügig entstandenen Stamm der homeless people overseas. Da kommen schon mal so ein paar Tausend von diesen Ungetümnen zusammen auf einem Fleck, in einem Park! „Park“? Also, von der Park-Avenue aus Monopoly ist er bestimmt nicht abgeleitet, die Parkgebühren eher schon. Eher wohl dank Orwells neusprech dem mit positivem Momentum versorgtes Zusammenrottungs-Gelände sich jeglichen Märkten Verweigernder. Ähnlich den Favelas, die wir 2014 so begeistert in Brasilien besichtigen durften. Wir machen doch sonst auch jeden Scheiß - pardon - mit, der von drüben rüber schwappt. Warum also nicht diesen auch?

Was würden sich da nicht für Chancen eröffnen, anbieten, aufdrängen, sapperlot? Für die Industrie und das produzierende Gewerbe, für den Handel, für alle Dienstleistungssektoren. Die passenden Fachkräfte dazu nicht zu vergessen. Endlich könnte der Inlandsnachfrage der erforderliche Impuls versetzt werden. Dem Herrn Wirtschaftsminister läuft bestimmt schon das Wasser im Munde zusammen. Der roten Null im Finanzministerium bestimmt auch, die Unterbringung in Blechbüchsen wäre Gift für den HartzIV-Bezug. Dumm allerdings: woher nehmen und nicht stehlen, das Gelände für die ganzen trailerparks, in ausreichender Menge für die unabsehbaren Massen an home-less-people hierzulande. Die herrschende Besiedlungsdichte ist da ziemlich kontrapunktiv. Brachliegende Flächen bieten sich allenfalls im Osten der neueroberten Länder an. Wo liegt die Uckermarck? Da gibt es doch sicherlich noch die ein oder andere saure Wiese in Investorhänden.

Schließlich ist in naher Zukunft mit einem neuen Heer an Wohnungslosen zu rechnen, eines das nicht mal klein ausfallen dürfte. Auch hier sind unsere Freunde von drüben - from the land of the free - beispielgebend. Irgendwoher mussten dort die ganzen Trailerbesatzungen herkommen. Und sie kamen und das reichlich. Und woher? Die sub-prime-Krise wars wohl. Hört sich gar nicht dramatisch an? Na, übersetzt vielleicht schon. Die ganzen „faulen“ Kredite für die 150%-Finanzierungen dürften es gewesen sein beim Häuslebaue. Von „Schaffe, schaffe …“ zu diesem Zweck war zuletzt nur noch wenig zu vermelden gewesen. Wieviele Jahre liegen jetzt schon hinter uns, in denen die Zinsen auf niederstem Niveau zu dümpeln hätten, um Heerscharen von Leistungsträgern aus der ewig blühenden, immer wachsenden Wirtschaft in üppigste Eigenheime zu locken? Als ob das alles in Stein gemeißelt sei, der für die Ewigkeit, Fast-Null-Zins, die tollen Jobs der Doppelverdiener, und was sonst noch alles. Da reift Potential ohne Ende hierzulande.

Einfach mal durch Vororte von Städten oder Städtchen und Dörfer auf dem flachen Lande fahren und aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen. Man glaubt es nicht, was da in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen ist, gestampft wurde. Vom Allerfeinsten alles, das Einzige was gelegentlich noch fehlt: der schwimmbadgroße Pool. Dafür ist die Parkfläche in der integrierten Tiefgarage groß genug für den Daimler von Papa, für den SUV der Mama und das Cabrio fürs Töchterchen. Für den Sohnemann wird der marmorgeflieste Parkplatz vor der Eingangshalle vorgehalten, falls der mal von Harvard oder Stanford vorbeischaut, wenn er bei der Gelegenheit den Porsche aus Untertürkheimt abholt. Wäre „man“ wirklich voll des Neides, würde „man“ sich wünschen, die Lehmann-Brüder würden auch hier mal wieder vorbeischauen. Aber wer wäre denn so böse? Im Gegenteil, es müßte einen wohl beruhigen, geradezu in Sicherheit wiegen. Nein, wirklich nicht, wir brauchen absolut keine Angst zu haben, dass in naher Zukunft was schief laufen könnte. Auch nicht mit den diversen Projekten von Uschi, von Jens und mad dog Davis. Fürchtet euch nicht! Oder weiß Angela Merkel mehr?


Am 30. August 2018 schrieb altes Fachbuch:

@ Jürgen Heiducoff

mit respekt, sie sind diplomierter militärwissenschaftler und wundern sich, dass es in imperialistischen zeiten obdachlose gibt?? das ist so abzusehen und notwendig, wie der freie fall jedes gegenstandes auf die erde - wissenschaftlich eben! siehe smirnow https://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4rwissenschaft#Sowjetische_Definition

mitleid, ohnmacht, scham, traurigkeit.... sind sicher nicht kategorien ihrer wissenschaftlichen ausbildung, und auch nichts, was als widerstand taugt!!
im richtigen leben vollzieht sich eine klassenauseinandersetzung. bleiben sie bei theatralen "trägödien", oder STEHEN SIE MIT AUF, um ihren fahnen- und offizierseid zu erfüllen??


Am 30. August 2018 schrieb Michael Riecke:

Sehr geehrter Gellermann,

vielen Dank für die Beschreibung und den Hintergrund dieser "Wissenschaftler". In den MS und ÖR- Medien kein Wort wer diese "Wissenschaftler" eigentlich sind und welchen Interessen sie dienen. Wissenschaft und Wissenschaftler sind immer neutral und objektiv. Das sieht man ja auch bei den "Rentenexperten", den Herren Raffelhüschen" und Bösch- Surpan.


Am 30. August 2018 schrieb Andreas J. Bittner:

Hallo, Herr Gellermann,

ich weiß nicht, ob "Die [dunkle] Macht um 8" immer irrer wird oder Sie immer besser :-) aber Ihre 8. Folge war einfach spitze! Danke!

Antwort von U. Gellermann:

Die Zuschrift bezieht sich auf dieses Video:
https://kenfm.de/die-macht-um-acht-8/


Am 30. August 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

"Griechenland, ein gequältes Volk von Merkel und dem Giftzwerg Schäuble der Knute, der deutschen, die Zucht und Ordnung den "faulen Griechen" in einer Weise die Luft zum Atmen genommen hat, die ihresgleichen sucht und heute weiß man, dass das griechische Volk zu denen in der EU gehört, die mehr arbeiten als die Deutschen.
Und Tsypras, der ein ganzes Volk belogen hat und es sehendes Auges in den Abgrund hat stürzen lassen soll schmoren, da wo es sehr lange, sehr wohlig warm sein wird. Ein Verräter ist das, passend zu seinen Schwestern und Brüdern der sPD, die im Verrat, also im Betrug eine ganz lange und blutige Geschichte haben, die wissen was Verrat bedeutet. - Die Augsburger Puppenkiste mit der Muppet Show regieren das Land mit ihrem Staatssender.
Die GALERIE bleibt unverzichtbar und die „Macht um acht“ auch und das Buch ist aktueller denn je. „

Antwort von U. Gellermann:

Die Zuschrift bezieht sich auf dieses Video:
https://kenfm.de/die-macht-um-acht-8/


Am 30. August 2018 schrieb Wolfgang Oedingen :

Sehr geehrter Herr Gellermann,

meine Zeilen fallen mir nicht leicht, weil ich weiss, wie
schnell ich missverstanden werden kann.
Als langjähriger Leser Ihrer von mir hoch geschätzten
Artikel in der Rationalgalerie, bitte ich Sie mir keine bösen
Absichten zu unterstellen.
Ich denke es tut der Sache gut, wenn Sie Ihre Gesten
etwas einschränkten. Dass Sie nur die Ausführungen
für sich sprechen lassen und mehr da sitzen in Art der
Tagesschausprecher also weniger Emotion. Dass Sie
engagiert hinter der Sache stehen, ist ja nun zweifelsfrei,
das braucht meiner Meinung nach nicht extra betont zu werden.
Würde mich sehr freuen, wenn meine Worte bei Ihnen
so ankommen, wie ich sie meine.

Antwort von U. Gellermann:

Sehr geehrter Herr Oedingen,

vielen Dank für die fraglos wohlmeinende Kritik. Schon meine Mutter mahnte immer: „Rede mit dem Mund, Junge, nicht mit dem Händen!“ Und so ist es geblieben: Wenn mich etwas bewegt, dann bewegen sich auch meine Hände. Unverbesserlich.

Die Zuschrift bezieht sich auf dieses Video:
https://kenfm.de/die-macht-um-acht-8/


Am 29. August 2018 schrieb Jörg Klein:

Vertrauen Sie der Tagesschau? Na, ich auf keinen Fall!

Antwort von U. Gellermann:

Gemeint ist dieses Video:
https://kenfm.de/die-macht-um-acht-8/


Am 29. August 2018 schrieb Petra Jammesfahr:

Die neue "Macht um Acht" ist super gut. Danke.

Antwort von U. Gellermann:

Gelobt wird dieses Video: https://kenfm.de/die-macht-um-acht-8/


Am 29. August 2018 schrieb Reinhard Lerche:

Wenn ich hierzu meine Meinung sagen würde, würde morgen ein Überfallkommando mich einbuchten!
Dazu gehören Wörter wie -
dazwíschen+hauen
Bombe+werfen
Profitgierige+wegsperren
Unersättliche+enteignen


Am 28. August 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Eine sprachliche Anmerkung.

Was soll man von einer Politik und Leuten halten, deren Deutsch so ist, dass sie nicht wissen: Die Miete ist der Preis für die Nutzung einer Wohnung. Die Miete hat keinen Preis. Sie IST der Preis. Der Begriff 'Mietpreis' ist Nonsens und damit auch die 'Mietpreisbremse'.

'Mietenbremse' wäre richtig. Besseres Deutsch brächte vielleicht auch eine bessere Politik.


Am 28. August 2018 schrieb Marc Britz:

Gesundheitswesen, Bildungswesen, Verkehrswesen, Wohnungswesen. Ausverkauft.
Alles in private Hand. Der Staat wird von den von Gellermann hier exponierten Agenten soweit abgetragen, bis er nur noch die für die besitzende Obrigkeit interessanten Grundfunktionen besitzt: Nämlich den polizeilichen und militärischen Schutz der Besitzverhältnisse in In-und Ausland.
Das was gemeinhin als Zivilisation bekannt ist, wird so rein zu Gunsten des privaten Profits dem Staat abgenommen. Und wenn dann wieder einmal die nackte Aggression unter den der so der Zivilisation beraubten Habenichtse aufflackert, fragt sich die schrumpfende Bewohnerschaft des Elfenbeinturmes in ihren hauseigenen Medien wieder scheinheilig schockiert, woher sie denn kommt, die Aggression.


Am 28. August 2018 schrieb Alles nur Satire:

Es ist ganz einfach.

Jeder muss Profit (Gewinn) machen.

Wer das nicht kann, fällt aus der marktradikalen Achterbahn (das Leben).

Gerät auf die Rutschbahn der sozialen Schieflage , die besteht aus HARTZ IV, Obdachlosigkeit, völliger Armut, Flaschensammeln (damit wenigstens der Beitrag für die Zwangskrankenkasse entrichtet werden kann) und/oder dem sozialverträglichen Suizid.

Frau Merkel, als leitende Mitarchitektin hat kürzlich vernehmen lassen, das Schieflagen auf jeden Fall zu vermeiden seien (Das entsprechende Video ist nicht mehr in der ZDF-Mediathek zu finden).

Die soziale Schieflage in Deutschland und der EU kann sie nicht gemeint haben, denn davon hat sie keine Kenntnis, schon aus Interessenlosigkeit.

Wohin die soziale Wohnungsreise mit r-r-g in Berlin hinging, war schon Ende 2016/Jan. 2017 zu erkennen, als Holm von der spd abgeschossen wurde.

Der Wohnungsmarkt Großraum Berlin ist einfach eine Goldgrube, selbst alleine West-Berlin konnte zwischen 1949 und 1998 ganz alleine für ausreichende Bauskandale sorgen, nur von spd und CDU gemanaged.

Auch Lompscher hängt vermutlich am Amt und den zahlreichen Vergünstigungen, die auch der sie wählende Pöbel berappt. Die Reichen beteiligen sich nur zu einem geringen Teil, siehe Cum EX (bis jetzt 32 Mrd. ?), und andere Steuervorteile des Bundes.

Praktiziert Lompscher nur gelebten Pragmatismus, das Herz wohnt links, die Geldbörse sitzt rechts, das Hirn muss an die Altersversorgung denken?

Und sie steht sowieso unter Dauerdruck, medial und politisch.

Die Bausenatorin die angeblich nicht bauen will, dann den Blankenburger Süden doch bebauen will, erst 6.000, dann 10.000 Wohnugen, aber vorher müsse eine Infrastruktur hergestellt werden, die aktuelle Bauplanung geht in der zweiten Stufe bis 2035, der Endplan für den Komplettbau hat bis jetzt vorsorglich keine Jahresangabe, die Sache mit dem Postengeschacher um die fachfremde (ist das in der Politik jemals ein Ausschlußkriterium gewesen?) Jugendstadträtin Obermeyer.

Der Berliner Tagesspiegel (Holtzbrinck-Gruppe) trommelt dazu wie entfesselt, aber das tun die immer. Die BZ ist sicher auch dabei.

Ist die Frau nur etwas ungeschickt oder gar ein U-Boot von Putin? #bring Berlin down again.


Am 28. August 2018 schrieb altes Fachbuch:

- "Die Linkspartei prügelt (bashing) offenkundig gern auf sich selbst und ihre Inhalte und Wähler ein."
im anderen fall würde man ihr den zentralismus und fehlende innerparteiliche demokratie vorwerfen
- "Ich beschreibe nur das was sie tut oder eben nicht tut."
und ich erfahre bei ihnen deren nur schlechtes!? ist das wirklich so, dass es nix gutes gibt?
die lompscher holt bei den investoren mehr wohnungen raus als beantragt: siehe krieger-projekt oder blankenburg süd. die will mansarden ausbauen lassen, wenn man denn baumkronen stutzen dürfte. ihre planungen dauern solange, weil sie auf bürgerbeteiligung und mitsprache pocht!! die berliner cdu fordert schon, die bauplanung beim OB müller anzusiedeln, eben weil die lompscher so "gut" ist:)
- "Es gibt kein Bundesrecht das Hilfe für Gentrifizierung vorsieht."
es gibt auch kein gesetz, das gentrifizierung verbietet!! aber viele gesetze und klauseln, die soz. wohnungsbau ausbremsen. das problem ist der kapitalistische ozean, in dem keine sozialistische insel schwimmen kann;)
- "Nur gibt es unverbesserliche Romantiker die gehofft hatten, mit der LINKEN sei das nicht zu machen."
vielleicht sollte man diese romantiker dann mal erden, und nicht noch deren ressentiments füttern. eine PdL in regierungsverantwortung kann nur verhindern, nicht verändern (siehe ozean-insel)
- "Fragen Sie doch mal Frau Lompscher von wann bis wann sie auf der letzten MIPIM... gewesen ist."
nun, sie kennen die speisekarte und den ausblick auf die croisette. folge ich ihrem journalistischem anspruch, gehe ich davon aus, dass sie dabe

Antwort von U. Gellermann:

Der Artikel handelt wesentlich von Obdachlosigkeit, von der Gentrifizierung und vom Beirat des Wirtschaftsministers. Ja, am Rand auch von der Linkspartei. Die leider auch in der Mieterbewegung nur am Rand steht. Und in der „Regierungsverantwortung“ bisher nichts an sozialer Grausamkeit auf dem Mietensektor verhindert. Zur MIPIM: Über Jhre habe ich in der Senatsverwaltung für Bauen & Wohnen gearbeitet. Bis heute kenne ich dort Quellen.


Am 28. August 2018 schrieb Jürgen Heiducoff:

Es bedarf keiner besonderen Aufmerksamkeit, um in der deutschen Hauptstadt festzustellen, dass die Zahl der Obdachlosen in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist.
Da kommt Mitleid auf und die Ohnmacht, nichts für sie tun zu können, was sie aus dieser katastrophalen Lage befreien könnte. Und es kommt Scham auf, wenn ich sehe, dass ausländische Touristen die zum Teil hilflosen Menschen bemerken.
Mitleid, Ohnmacht, Scham ? alles destruktive Gefühle, die nichts ändern, keine Konflikte lösen, aber ein weiteres destruktives Gefühl, nämlich Traurigkeit hervorrufen.
Und Wut kommt hinzu, wenn gewissenlose Menschen Obdachlose demütigen, sie verletzen oder gar anzünden. Das erinnert an mittelalterliche Zustände.
Es ist eine Tragödie, die sich da in aller Öffentlichkeit abspielt ? in einem der reichsten Länder der Welt.
Diese Tragödie ist aber nicht dramatisch genug, um täglich die Medienaufmerksamkeit herauszufordern. Ein Interview mit diesem oder jenem Opfer des neoliberalen Kapitalismus ist nicht spektakulär genug für die Titelseiten der Boulevardpresse.
Bleibt nur noch festzustellen, dass die staatliche Gewalt komplett versagt hat. Denn Artikel 1 des Grundgesetzes lautet:
?Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.?


Am 27. August 2018 schrieb Uschi Peter:

"Dieser Breyer kotzte der galoppierenden Armut jüngst ins Gesicht: "Man kann nicht für jeden Bedürftigen eine Sozialwohnung schaffen"." Da gab es ein System, das bezahlbaren Wohnraum für alle bereitstellte (Menschenrechtsforderung Artikel 23 und 24). Die geringen Mieten brachten aber nicht genug Geld für Sanierungen ein. Die Leute demonstrierten für schön renovierte Wohnungen. Wieviele von denen, die heute auf der Straße hausen, waren dabei? Beides geht nicht: billige Wohnungen und toll saniert.
Dieses System schuf jedem die Möglichkeit, mit seiner Hände Arbeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, soweit die Ausübung nicht durch das Embargo des Westens begrenzt war (Menschenrecht als Auflage an den Staat). Dann gibt es aber kein unendliches Wachstum und die täglichen Bananen und billigen Reisen bleiben aus.
Aber jeder kann "frei" seine Meinung sagen, wenn sie nicht der veröffentlichen Meinung entgegensteht.


Am 27. August 2018 schrieb Ralph Höpfner:

Ach, wie war es doch vordem mit Willy Brandt, dem Kanzler, so genehm:
mehr 'Demokratie wagen' statt 'Fassadendemokratie' und 'Lückenpresse';
Ausgleich mit dem 'Osten' statt 'Russia and Putin-Bashing';
Abitur und Uni für Arbeiterkinder statt 'Jehnsemit de Konjunktur, jehnsemit' und Fachkräftemängelbehebung im 'goldenen Handwerk': Pflegekräfte, Ärzte, Gastro...;
Sozi-aal-Wohnbau und preiswerte Stadtwohnung für 'Otto' und 'Lieschen' statt
Gentrificäschen und Immo-Fettlebe, weil Wohnung kein 'vermehrbares Produkt' ist wie 'Goldbärchen' und Lakritze;
(Luxuswohnungs- und Büroleerstand 'nationwide' bei über 25% !!!) es also gar keinen Markt nicht wirklich gibt, nie irgendwo - und das alles ist wie in der Ex-DDR: staatlich künstlich subventioniert (Wo also ist da das Unternehmerrisiko - vgl. 'dürre-Bauern-Opferspende' ?);
Verringerung des Individualverkehrs, Ausbau des ÖPNV statt mit Steuergeldern
bezahlter Umbau von DB-BAHN und POST zu 'coolen' 'Finanzinvestkonzernen',
(als könne man 'Mutterns Brüste' zum 'ewig sprudelnden profitablen Quell' machen wie die 'Rivers of Babylon');
Umweltschutz und Recycling statt immer neuer 'Nachhaltigkeitsaufkleber', in deren Organisationen EX-Grüne vorsitzen;
und...um darauf zurückzukommen: BILDUNG statt VERBLÖDUNG, GEWERKSCHAFTEN statt 'ADAC-ähnlicher' Betreuung wie bei 'Mutti';
...hab ich was vergessen?
Fourty years after - dieselben Themen und Probleme - nix gelöst. Viel Geschwafel.
Und jede Menge 'Dummenfang'!


Am 27. August 2018 schrieb altes Fachbuch:

nachfragen:

- wenn die bahn und damit der bund ex-ddr-volkseigentum verhökert, sollte alles ex-eigentum den ex-bewohnern zustehen?? ich rede nicht von peanuts: gssd/nva-übungsplätze und liegenschaften, ferien- und erholungsanlagen, gebäude und land ehemaliger staatlicher organe wie rathäuser, landkreisgebäude oder die der ex-parteien und -massenorganisationen, natürlich die reichsbahn und die forstwirtschaft, museen und denkmäler etc... wie eben auch wohnungsbestand!!
diese gigantische enteignung per einigungsvertrag, als politische vorgabe und eigentliche ursache, ist kein thema wert?
- wenn das land berlin vom bund den bahnhof kauft, bestimmt wie im richtigen leben der verkäufer den preis? der verkauf erfolgte 2009/2010!!! da gab es die lompscher noch nicht, die übernahm 2016 ihr amt! gibt es für das dinner in cannes belege??
- krieger hat die zusammenarbeit mit lompscher gelobt!!! und diese hat ihm erhebliche zugeständnisse (mehr wohnungen, insb. soziale etc...) abgerungen, und die flächen wären schon bebaut: https://www.tagesspiegel.de/berlin/neubaugebiet-in-berlin-pankow-das-umstrittene-pankower-tor-kommt-mit-2000-wohnungen/21211420.html
- never-ending-story holm! hier nochmal seine rücktrittserklärung: http://www.andrejholm.de/2017/01/16/erklaerung/
auch holm wäre NACH dem verkauf verbeamtet gewesen und hätte dann was verhindern können???
- anfang der 70iger beschlossen die bösen kommunisten im osten ein wohnungsbau- und modernisierungsprogramm!! ca. 2 millionen wohnungen wurde bei knapp 17mio einwohnerzahl gebaut! dafür mussten kommunen und genossenschaften kredite mit einer laufzeit von 40 jahren aufnehmen!!! ergo waren alle bauträger mit der wende verschuldet!! es war die brd, die 15%privatisierung des wohnungsbestandes forderte, sonst wären die wohnungsunternehmen per einigungsvertrag pleite gewesen (das eigentliche ziel!!!!)
ist es redlich, nach dem kompletten wechsel der rechtlichen wie finanziellen situation nun der pdl in landesvertretungen in der ausführung von bundesrecht asoziales vorzuwerfen?? DIE MÜSSEN DAS TUN!! SO FUNKTIONIERT WESTDEMOKRATIE!
- fördert das PdL-bashing die aufstehen-bewegung??? grünberg (schmock-ecke) ist da anderer meinung: "Die Aufgabe der Linken ist, diese Menschen aus der rein reformerischen Perspektive herauszuführen, dem Kampf eine antikapitalistische Dimension vermitteln und die Menschen, die mit Aufstehen in Bewegung gekommen sind, für eine Stimmabgabe für DIE LINKE zu gewinnen."

"aufstehen" muss irgend wann wählbar sein, und dann muss auch noch jemand wählbares existieren!!

Antwort von U. Gellermann:

Die Linkspartei prügelt (bashing) offenkundig gern auf sich selbst und ihre Inhalte und Wähler ein. Ich beschreibe nur das was sie tut oder eben nicht tut. Es gibt kein Bundesrecht das Hilfe für Gentrifizierung vorsieht. Und der Fall Pankow ist natürlich nur ein Muster: Im Rest der Republik ist all das schon lange üblich. Nur gibt es unverbesserliche Romantiker die gehofft hatten, mit der LNKEN sei das nicht zu machen. Zuletzt: Fragen Sie doch mal Frau Lompscher von wann bis wann sie auf der letzten MIPIM („The worlds leading property market - Palais des Festivals, Cannes, France)“ gewesen ist. 


Am 27. August 2018 schrieb Albrecht Storz:

Das verrückte ist doch, dass der "freie Markt" von unseren System-Politikern und der System-Presse wie ein goldenes Kalb vor sich her getragen wird (neben dem Gott Mammon, bzw. dessen Abkömmling, dem Profit) - aber dieser in Wahrheit praktisch nirgendwo tatsächlich existiert.

Jeder Markt wird reglementiert, jeder Markt wird geschützt, jeder Markt wird überwacht und gesteuert - selbst der relativ unkomplizierte Wochenmarkt - aber noch viel mehr etwa ein weltweiter Energie-
oder Rüstungsmarkt.

In dem Moment, in dem auf einem Markt ein übergroßer Teilnehmer auftritt, oder ein Teilnehmer, der mit den kontrollierenden und reglementierenden Kräften unter einer Decke steckt, ist es vorbei mit dem freien, für alle gleichen Markt. Und genau diese Situation haben wir auf praktisch allen lukrativen Märkten, von den Finanzmärkten ganz zu schweigen. Wo es noch nicht so ist geht die Entwicklung immer mehr dahin durch weitere Reglungen und Verrechtlichungen.

Schon allein die pure Verkomplizierung der Markt-Regeln bevorzugt größere Marktteilnehmer gegenüber kleineren auf Dauer immer mehr. Zig andere Methoden und Maßnahmen, meist unter Einbeziehung von teuren Anwaltskanzleien, werden angewandt um den freien, gleichen Markt für alle Teilnehmer zur reinen Farce zu machen.

Und trotzdem stellen sich Polit-Lautsprecher und Chefkommentatoren im Stundentakt hin um von freien Märkten zu dröhnen - aber der Kapitalismus hält nicht einmal seine eigenen Versprechungen ein.

Nun, warum sollte er auch. Der Mainstream lebt sowieso in einer Wahrnehmungsblase fern jeder Realität.


Am 27. August 2018 schrieb Karola Schramm:

Klasse Artikel, wie immer und anregend zum Weiterdenken.

Die Mietpreisbremse - ist diese nicht eine von einigen Bremsen, die die Bundesregierung unter Merkel eingeführt hat, damit es so aussieht, als würde " man" sich kümmern?

Die Mieten sind mittlerweile derart hoch, dass ich mich frage, was sie eigentlich bremsen soll. Selbst diese Bremse, die mich immer an "Arschbremse" beim Skilaufen erinnert - als Anfänger natürlich - kann diesen schlechten Zustand gar nicht aufhalten. Er muss radikal ohne Ausnahmen sofort gestoppt werden. Und dann müssen Untersuchen her, wo die Fehler im System liegen.

Ich denke, dass mit der Umstellung von DM auf Euro die Mieten NICHT halbiert wurden, sondern lediglich das Euro- zeichen das DM -Zeichen ersetzte.
Auf jeden Fall ist das bei einer ehemaligen Wohnung von mir so gewesen und bei der jetzigen auch. Ich habe gefragt. Als Beispiel mit glatten Zahlen: 300 Euro Grundmiete mit DM, gleichbeibend mit dem Euro jetzt. Die hätte halbiert werden müssen, weil mein Gehalt auch halbiert wurde von der DM zum Euro. Ein Vermieter sagte mir, dass 150 Euro aber viel zu wenig seien. Auf die Antwort, dass sich mein Gehalt aber auch um die Hälfte verändert habe, interessierte ihn nicht. Ich schätze, dass hier der "Hase im Pffeffer" des ganzen Miet- und Immobiliensystems liegt.

Aber dieses Thema schaut sich keiner an. Habe sogar einmal Oskar Lafontaine davon auf Facebook geschrieben - doch keine Reaktion. Und einen Ökonomen habe ich auch per Mail gefragt, ob das die Ursache der hohen Mietpreise sein könnte. Auch von ihm habe ich keine Antwort bekommen. Stattdessen plädiert er für höhre Löhne, genau wie Oskar. Okay, dachte ich mir. Wenn es höhere Löhne geben soll, können alle ihre Mieten bezahlen. Doch die im 2 Euro Bereich liegenden Lohn-oder Rentenerhöhungen können diese Kluft von Mieten und Gehältern/Renten nicht schließen.

Ich meine sogar, dass der Einzelhandel bei der Euroeinführung verpflichtet wurde, die DM Preise mit den Europreisen auszuzeichnen, weil einige doch versucht hatten zu schummeln.
Mieten und Immobilien waren davon ausgeschlossen, wenn ich mich richtig erinnere.

So scheinen sich Viele auf diese Handhabung des DM-Preises stillschweigend geeinigt zu haben. Gleiches vermute ich auch bei den extrem hohen unanständigen Gehältern dieser Damen und Herren in Regierungen und Wirtschaft. Darum kann sich auch die Schere zwischen Mieten und Gehältern/Renten/Sozialsätzen so weit öffnen.
Es wird einfach mit zweierlei Maß in einigen Bereichen gerechnet. Bei Gebrauchsautos lief es ähnlich.

Der Euro scheint der "Dukaten kackende Esel" für bestimmte Personen/Wirschaftsgruppen zu sein und deshalb muss er auch "auf Teufel komm raus" - und er kommt raus - wie wir sehen, gerettet werden.

Man hätte z.B. wie im Artikel erwähnt, das Grundstück in Pankow mal in DM denken sollen und dann in Euro. Dann wäre allen Beteiligten schon ein Licht aufgegangen. Doch wer bekennt ernsthaft, glücklich und froh zu sein, so billig an viel Geld zu kommen? Das kann man nur daran sehen, wie vehement das System, das für die Mehrheit der Menschen nur Ungemach und Leid verursacht, verteidigt wird.

"Jedem Anfang liegt ein Zauber inne" schreibt Hesse in einem Gedicht. Im Euro-Anfang lag kein Zauber, keine Freude, kein Frieden - sondern Gier. Große Gier und großer Betrug.

Antwort von U. Gellermann:

Beinahe hätte ich Thema verfehlt werten müssen: Es geht nicht um den Euro.


Am 27. August 2018 schrieb Detlev Matthias Daniel:

Die "sachverständigen Experten", das sind die Trainer, die dem Hamster im Hamsterrad zurufen, er müsse nur schneller laufen, dann drehe sich das Rad auch schneller...


Am 27. August 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

Sehr geschätzter Galerist, was waren das noch Zeiten, als ein Markt, ein Ort war, wo man sich traf,um sich auszutauschen, um Handel zu treiben, ein Ort des Miteinanders kurz gesagt.
Glaubt man den Schmierfinken diverser Medien und den ÖR, die so tun, als seien die "Märkte" selbständig agierende "Personen" und das säuseln einem die "Experten" ins Öhrchen.
Sätze,, wie: " Die Märkte fordern", die Märkte erwarten", die Märkte dürfen nicht enttäuscht werden". Nur, wer sind denn die "Märkte", die die Politik in diesem Land bestimmen ?
Die "Märkte" haben sich lange verselbständigt und ziehen die unfähigen Politiker am Nasenring durch die Manege.
So wird verheimlicht, vertuscht, vernebelt, dass es um anonyme, zusammengewürfelte Platzhalter geht, natürlich nicht um Personen, sondern dass die wirkliche Macht der "Märkte" schön geredet wird, dass keiner dahinter steigt, was das eigentlich für die Gesellschaften bedeutet, dass die "Märkte" der Politik das Heft des Handelns lange aus der Hand genommen haben, obwohl es vehement von der Politik bestritten wird. Da die Politik keinerlei Einflussmöglichkeiten mehr hat, weil das "Eigenleben" der "Märkte" die Regeln bestimmt und somit den Regierungen ihr Handeln aufdrückt, kann nur noch das "Prinzip Hoffnung" gelten. Kontrollverlust nennt sich das und wenn die Politik nicht funktioniert gibt es Mittel und Wege der Erpressung.
Neoliberalismus steht doch für "freie Märkte" und Milliarden wurden in kürzester Zeit freigegesetzt, um die "sogenannten, systemrelevanten Banken" zu retten. Im immer noch gebeutelteten Griechenland die deutschen und die französischen Banken rausgekauft und das griechische Volk leidet immer noch. Der UNHCR beklagt, dass die Gelder, die für die Flüchtlinge dringendst benötigt werden nur zögerlich eintreffen und auch Deutschland hat gekürzt.
Sie sind nicht verantwortlich für ihr Handeln. Jeder kleine Krämerladen ist voll verantwortlich und wenn er pleite geht, dann bittet meist die Bank zur Kasse, gnadenlos, brutal und staatlich unterstützt. Die Politik wird nie einen Crash riskieren.
Es ist wie im Tollhaus. Im Nachkriegsdeutschland gab es den erfolgreichen, sozialen Wohnungsbau, dann hat man privatisiert auf Teufel komm raus, gierige Schlunde haben alles geklaut und weggeatmet, was ihnen die Freiheit der "Märkte" geboten hat und bietet, dass alles hat der Steuerzahler vor langer Zeit bezahlt. Jetzt soll er wieder für etwas bezahlen, was bereits bezahlt ist, weil einigen Wenigen keine Grenzen aufgezeigt werden. Es muss doch erst wieder bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, um der Wohnungsnot ein Ende zu setzen und wer das bezahlt ist klar.Soviele Nieten, egal von welcher Partei sind nur noch schwer auszuhalten und die Obdachlosen, die, die wenig verdienen, die Alleinerziehenden, die Flüchtlinge, die armen Rentner, die, die von dem jämmerlichen Hartz4 leben müssen können sich die Nasen an der Scheibe platt drücken und darauf warten, dass sich endlich etwas für sie tut.


Am 27. August 2018 schrieb Ernst Blutig:

"Keine Arbeit haben offiziell 2,385 Millionen Menschen."

Dazu und zu ihren Sätzen drumherum passt ja die Meldung des FOCUS (Menschen mit Lesestärke verwechseln schonmal das F mit dem L):
"Nur eine Minderheit der Hartz IV-Empfänger ist arbeitslos" (1.1Mio laut LOCUS und DIW und ...)

Ja der Wahnsinn, dann sind ja von den 2,4Mio Menschen ohne Arbeit 1.1Mio gar nicht arbeitslos?
Weil arbeitslose Hartz4-Empfänger gibts ja gar nicht, denn die sind alle "unterbeschäftigt" und davon haben also "1.1Mio eine Arbeit"...

Also wenn das der Otto Reutter wüsste, Mensch...mich selber ham se ja schon länger als geheilt entlassen, aber was is mit dem Rest?


Am 27. August 2018 schrieb Lutz Jahoda:

GEGENWARTSBETRACHTUNG
EMPFEHLUNG VOM GEBER
WARNUNG AN NEHMER
WIRTSCHAFT AN POLITIK

Kein Ordern, kein Fordern: der Staat funktioniert!
Berlin hält die Spitze im Mietpreisboom.
Politiker zeigen sich schlau irritiert,
bleiben jedoch finanzpositioniert;
vom Volk zu Recht nicht bekleckert mit Ruhm.

Die Wirtschaft hilft gern, doch muss es sich lohnen.
Kritik zu ertragen, das ist euer Job.
Gefügige Mehrheit lässt sich nicht klonen.
Zucker den Folgsamen! Knüppel dem Mob!


Am 27. August 2018 schrieb Andreas Schell:

Immobilien sind Objekte der Spekulation. Alle machen mit und "der Markt" denkt für sie. Das ist das Problem.


Am 27. August 2018 schrieb Renate Werner:

Nichts charakterisiert diese Regierung besser als dieser Satz: "Obdachlosigkeit unter freiem Himmel geht gar nicht." Da ist die ganze Ignoranz dieser Mannschaft versammelt. Einfach super.


Am 27. August 2018 schrieb Heidi Schmid:

Das sind gepfefferte Artikel , großes Lob !
Auch an Michael Kohle - gut gemacht !

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