Rede des venezolanischen Botschafters

Samuel Moncada vor dem Ständigen Rat der OAS

Autor: U. Gellermann
Datum: 26. Februar 2019

Deutsche und internationale Medien sind voll von Meinungen aller Art über die aktuellen Ereignisse in Venezuela. Zumeist erteilt man den Venezolanern Ratschläge: Sie sollten doch auf die Europäische Union oder die USA hören. Vor allem aber sollten sie ihren Versuch einer linken Orientierung ihres Landes aufgeben. In diesem dissonantem Konzert der Besserwisser und der Freunde der imperialistischen USA veröffentlichen wir einen O-Ton:

„Herr Präsident,

Es wurde ein Haufen von Lügen, Unwahrheiten, Manipulationen und Verleumdungen konstruiert; eine ganze Parallelwelt zur Realität, eine ganze alternative Fantasie, die dazu dient, Millionen von Menschen über das, was in Venezuela geschieht, zu verwirren. Heute komme ich, um mit der Realität in Kontakt zu treten und der Welt zu sagen, was unsere Wahrheit ist.
Zuerst möchte ich klarstellen, was hier passiert ist, in Bezug auf welche Regierung die OAS anerkennt. Das ist die erste Farce, ein Schwindel, ein Betrug, ein Trick, ein Manöver, eine Manipulation. Sie alle versuchen, zu tricksen. Doch es funktioniert weiterhin für sie, und sie wiederholen es immer wieder.

Ein unzulässiger Beschluß

Herr Präsident,
Der einzige Weg, wie ich als Vertreter des venezolanischen Staates und Vertreter der Regierung des Verfassungspräsidenten Nicolás Maduro Moros, ordentliches Mitglied dieser Organisation mit allen seit mehr als 70 Jahren ausgeübten Rechten, ohne Verletzung des Völkerrechts, ohne Gewalt, ohne Betrug, ohne Manipulation und ohne Willkür, von diesem Stuhl aufstehe, besteht darin, daß Sie, Herr Präsident, in Ihren Händen den von der Außerordentlichen Generalversammlung der OAS angenommenen Beschluß erhalten, in dem 24 Mitgliedstaaten für die Aussetzung der Rechte des venezolanischen Staates in dieser Organisation gestimmt hätten.

Der Generalsekretär der OAS lügt

Herr Präsident,

Ohne diese Resolution der Generalversammlung ist jede Handlung null und nichtig, und würde sich in der Zerstörung dieser Organisation niederschlagen. Was wir gerade vom Generalsekretär gehört haben, ist falsch, er lügt, er betrügt, er sagt es vor allen Leuten. Aus diesem Grund haben sich die Mitgliedstaaten des CARICOM2 bei ihm darüber beschwert.
Es ist nicht wahr, daß eine Resolution des Ständigen Rates mit 18 Stimmen einen Mitgliedstaat ignorieren kann. Es ist falsch, es ist nur Propaganda. Die einzige Strafe, die in allen Statuten dieser Organisation auf einen Staat angewendet werden kann, ist der Ausschluß und dieser erfolgt mit 24 Stimmen in einer Generalversammlung der Außenminister, und das ist nicht geschehen. Alles andere ist falsch, es gibt einen Berg von Lügen, der einfach in sich zusammenfällt, wenn ich hier sitze, alles zusammenbricht, die Lüge zusammenbricht, der Betrug zusammenbricht. Lügen Sie nicht weiter, suchen Sie sich die notwendigen 24 Stimmen der Versammlung und dann werde ich rechtmäßig aufstehen.
Sie drohen ständig damit, unsere Visa zu entziehen. Dies zu tun, wäre ein Betrug. Die USA nutzen ihre persönliche oder bilaterale Feindschaft mit Venezuela, um unser multilaterales Funktionieren zu beeinflussen. Wir haben die Beziehungen zu den USA bereits aus bilateraler Sicht abgebrochen.
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Wir müssen all dies abbauen und Licht in die Dunkelheit der Lügen aus der Sicht der Mehrheit der Bevölkerung und der internationalen Öffentlichkeit bringen.
Jedem Staat steht es frei, anzuerkennen, wen er will, aber sicher ist, daß es, um uns hier rauszuholen, notwendig ist, die Charta einzuhalten. Genug von diesem Betrug!
Lassen Sie uns nun den Kern der anderen Themen untersuchen.

Eine verkehrte Welt

Herr Präsident,

Eine Welle der Selbstverkündigung zieht sich durch die Hemisphäre. In Venezuela steht ein Kongreßabgeordneter auf einem Platz und erklärt sich zum Präsidenten; in Miami versammeln sich Touristen in einem Restaurant und proklamieren sich selbst zum Obersten Gerichtshof Venezuelas. Hier, in diesem Raum, verkündet der Generalsekretär sich selbst zum Chef der OAS und beginnt, Staaten zu ignorieren und Befehle zu erteilen, ohne die Befugnis dazu zu haben. Er beginnt, Befehle im Namen der Staaten entgegenzunehmen. Er ist nicht der Chef der OAS. Er spricht, als wäre er der Präsident dieser Staaten, aber das funktioniert nicht so. Bitte, Sie müssen verstehen, was die Funktion von diesem Herrn hier ist! Wenn er zum Krieg aufruft, verletzt er alles, was er hier tut.

Eine ganze Epidemie von Selbsternennungen

In der OAS hat sich ein Mitarbeiter der Washingtoner Propaganda-Gremien zum Botschafter Venezuelas erklärt, ohne daß jemand versteht, wie er diesen Posten besetzen kann. Deshalb sitzt er nicht hier, weil er sich selbst verkündet hat!
Um die Verwirrung noch zu vergrößern, erklärt sich ein USA-Senator zum Chef unserer Bolivarischen Nationalen Streitkräfte und bedroht unsere Offiziere in Venezuela. Ein Berater des Weißen Hauses erklärt sich selbst zum Eigentümer unseres Öls und beraubt das venezolanische Volk von mehr als 30 Milliarden Dollar in nur einer Woche, während wir alle darüber diskutierten, welcher Artikel der Verfassung auf die Situation anwendbar ist, und um die Liste nicht noch zu verlängern, erklärte sich Herr Trump, der Chef der oben genannten selbsternannten Personen, auch zum Eigentümer und Herrn der natürlichen Ressourcen, Gebiete und Siedler der Kolonie, die er Venezuela nennt.
Wir haben eine wahre Epidemie von Selbsternennungen.

Eigenmächtigkeiten und Diebstahl venezolanischen Eigentums

Herr Präsident,

Was ist hier los? Wie erklären Sie sich diesen Alptraum? Betrachten wir es Stück für Stück.

Die selbsternannte venezolanische Regierung genehmigte die Enteignung des Eigentums unseres Volkes durch die USA-Regierung für Dutzende von Milliarden Dollar. Er akzeptiert, daß ein Senator aus Florida einen Mitarbeiter von USA-Ölfirmen zum venezolanischen Botschafter in diesem Land ernannt hat. Er sagte auch, daß er bereit sei, USA-Truppen zur Invasion in Venezuela zu autorisieren, und sogar ein USA-Kongreßabgeordneter erinnerte ihn daran, daß USA-Militärinterventionen nur vom USA-Kongreß genehmigt werden können. Um die Liste nicht zu lang zu machen, verteidigten die Selbsternannten die Maßnahmen der wirtschaftlichen Erstickung gegen unser Volk, denn sie erzeugen das notwendige Leid, damit das Militär beschließen kann, ihn an der Macht zu unterstützen.

Washington‘s Marionette

Herr Präsident,

Der Staatsstreich ist in Washington siegreich, wo jeder die Plünderung unserer Nation feiert, aber es war ein Mißerfolg in Venezuela, wo der Anführer den Schutz der Botschaften ausländischer Regierungen braucht, sogar zum Schlafen.
In unserem Land bedroht Washingtons Marionette an einem Tag den bolivarischen Streitkräften, damit sie ihm gehorchen; an einem weiteren Tag beschuldigt er sie der Korruption und des Mordes; dann an einem dritten Tag bietet er ihnen Amnestie und Vergebung an; und an einem vierten Tag besticht er sie. Schließlich, wenn das alles scheitert, droht er damit, sie mit der USA- Streitmacht zu ermorden. Das ist nicht das Verhalten eines venezolanischen Präsidenten, das ist das Verhalten eines Agenten im Dienste einer fremden Macht.
Es ist offensichtlich, daß die Marionette auf Anweisungen aus dem Ausland gehorcht, insbesondere von hier in Washington. In Venezuela ist der Staatsstreich gescheitert, und die bolivarischen nationalen Streitkräfte sind zusammen mit dem Volk eine Garantie für Frieden und Freiheit für die Nation. Von hier aus senden wir dir eine Botschaft des Stolzes. Wir sind stolz auf unsere Streitkräfte, weil sie einer Welle, einem psychologischen Krieg, Bestechungsgeldern und Drohungen widerstanden haben. Heute haben sie gerade neue Sanktionen verhängt, weil sie glauben, daß ein diplomatisches Visum das höchste Glück eines venezolanischen Generals ist.

Ich bin stolz auf meine Diplomaten hier bei der OAS, gegen die sie einen Krieg geführt haben, damit sie die Seite wechseln. Sie haben ihnen Geld und Visa angeboten. Sie haben sie bedroht, aber sie haben sich gewehrt. Ich bin stolz auf meine Diplomaten in den Vereinigten Staaten (von Amerika), die bedroht und bestochen wurden, aber sie sind in ihre Heimat gegangen, wie sie sein sollte, als die Pflicht eines jeden Mannes und Frau, die ihr Land bewundern und respektieren. Wir sind Patrioten, wir sind keine Verräter!

Der Putschversuch ist gescheitert

Das Scheitern des Putsches ist so deutlich, daß sie die Verfassung bereits aufgegeben haben, um ihr Handeln zu rechtfertigen. Jetzt ist ihr Maximalgesetz ein Übergangsgesetz, das es ihnen erlaubt, auf unbestimmte Zeit an der Macht zu bleiben. Sie haben es bereits genehmigt. Jetzt brauchen sie keine Wahlen und müssen auch keine anderen öffentlichen Befugnisse anerkennen. Es ist die reine und harte Diktatur, die all jene, die diese Ungeheuerlichkeit unterstützt haben, ohne Argumente zurücklässt, weil sie für eine Rechtsrepublik gekämpft haben.
Der Zweck dieses Treffens ist, daß man in Venezuela keine Wahlen abhalten kann und man die Marionette mehrere Jahre dort stehen lassen muß, denn nach dem, was wir hier hören, ist das System so schlecht, daß man zuerst Chavismo beenden muß, man muß all diese Menschen loswerden, überall, sogar die Gouverneure, sagte der Superexperte, man muß alle Gouverneure loswerden, um eine Wahl aufzurufen. Alle Wahlen waren schlecht, sie waren schrecklich, außer, wenn sie in der Nationalversammlung gewonnen haben, da waren sie wunderbar. Sie erkennen die Farce nicht, was sie tun, ist, die Diktatur in Venezuela zu rechtfertigen. Ihnen gingen die Argumente aus, weil der Putsch fehlschlug, der Putsch in Venezuela existiert nicht!

Der Staatsstreich ist gescheitert, weil seine Anführer in Venezuela niemandem ein Gehalt zahlen, sie kontrollieren kein einziges Polizeiauto, sie stellen keine Ausweise aus, sie eröffnen keine Schule, sie produzieren nicht einmal ein Faß Benzin. Es ist eine erbärmliche, surreale Phantasie, eine Fiktion, die ihren Meistern in den Vereinigten Staaten dazu dient, zu plündern.
Weil die wahre Natur dessen, was geschieht, nicht ein Staatsstreich ist, sondern ein Projekt, das Venezuela in eine Kolonie verwandeln soll, die von einheimischen Lohnarbeitern nach der Art von Puerto Rico regiert wird. Diese Selbsternannten sind eigentlich eine USA-Repräsentanz in Venezuela und keine nationale Regierung. Das war schon immer das US-amerikanische Kolonialmodell, im Gegensatz zu den Europäern schicken sie keine Herrscher aus der Metropole, sondern nutzen ihre lokalen Mitarbeiter als Administratoren. Dies ist ein Versuch, Lateinamerika als Hinterhof des Imperiums zurückzuerobern, das von dem am meisten Selbsternannten regiert wird: Donald Trump.

Das eigentliche Objekt dieses gesamten Aggressionsprozesses ist auszurauben und zu plündern. Der größte Raubüberfall in der Geschichte Venezuelas fand letzte Woche statt. Die Regierung von Herrn Trump hat dem venezolanischen Volk mindestens 30 Milliarden Dollar in Ölraffinerien, auf Bankkonten der Zentralbank von Venezuela und der staatlichen Erdölgesellschaft PDVSA3, bei Schuldverschreibungen geraubt, und ich sage aus Zeitgründen nichts weiter mehr.

Die räuberische Trump-Doktrin und der Kolonialherr Bolton

Herr Präsident,

Herr Bolton, ein Berater des Weißen Hauses, hat erklärt, daß er bereits Ölkonzessionen in Venezuela an USA-Unternehmen verteilt. Als unsere Ölraffinerien gestohlen wurden, war die erste Person, die sich mit den Managern des Unternehmens zusammengesetzt hat, kein Venezolaner: Es war Herr Bolton, derselbe Mann, der heute Indien und andere Länder bedroht, die Öl aus Venezuela kaufen. Herr Bolton erklärte sich selbst zum kolonialen Verwalter des venezolanischen Öls.

Es ist die Trump-Doktrin, die erklärte, daß er seine Truppen nur dann in andere Länder schicken würde, wenn fünfzig Prozent der Beute eingenommen werden. Ich übertreibe nicht; Millionen von Menschen haben gesehen, wie dies in sozialen Netzwerken erklärt wurde. Es ist die Lehre vom Krieg um Öl, von Gier, Haß und Ehrgeiz.

Die Trump-Doktrin wird durch andere europäische Länder ergänzt. Die Bank of England hat dem venezolanischen Volk mehr als 1,2 Milliarden Dollar Gold gestohlen, nur weil sie es können. Es bedarf keiner Erklärung.
Mit der Rückkehr der Plünderung des Kolonialismus wird das Vertrauen in die Bankeinlagen aller Länder der Welt bei amerikanischen und britischen Banken zerstört. Die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich würden den Menschen die Ersparnisse stehlen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Es geht darum, diejenigen zu plündern und anzugreifen, die an ihr Versprechen von Neutralität und Unparteilichkeit glauben. Das Völkerrecht und alle Verträge verlieren an Bedeutung, wenn Schwindel und Gier die moralische Grundlage von Imperien sind. Es ist die Trumpfdoktrin: Der Gewinner bekommt die Beute. Mindestens 50%.

Ein gigantischer Diebstahl ...

Herr Präsident,

Und mit der größten Plünderung unseres Volkes seit Jahrhunderten, mit gigantischem Diebstahl und der größten Kapitulation erreichen wir die berüchtigte humanitäre Krise.

Die Propagandamaschine verbirgt die Motive der Aggression, und das Ausmaß des Raubes konzentriert sich auf die humanitären Motive der Diebe, die, inzwischen in eine Art Mutter Teresa von Kalkutta verwandelt, eine enorme Sorge um das Leiden des venezolanischen Volkes empfinden. Wir müssen den Plünderern danken, daß sie uns die Krümel aus der Beute, die sie genommen haben, anbieten.
Indem sie die wirtschaftlichen Quellen des Landes zerstören, verursachen sie eine massive Verletzung der Menschenrechte unseres Volkes, was zu Chaos und maximalem kollektivem Leid führt. Sie benutzen unser Volk als Geiseln, um den sozialen Frieden zu zerstören und die Stärke der Nation zu schwächen; das ist ein Zermürbungskrieg. Die Aggressoren erzwingen eine Erzählung von humanitären Rettern. Sie wollen jetzt die Regierung stürzen, weil sie die Hungrigen und Kranken retten müssen, die sie selbst hervorgebracht haben.
Wenn sie sich wirklich um die Bedürftigen kümmern wollten, würde die bloße Rückgabe der gestohlenen Waren sofort helfen, aber das ist nicht das Ziel. Von den 30 Milliarden Dollar, die gestohlen wurden, werden 30 Millionen angekündigt, um die Folgen des Verbrechens zu lindern; das ist eine unmoralische und barbarische Handlung, und das ist das, was sie „humanitäre Hilfe“ nennen.
3 Petróleos de Venezuela S.A. ist die größte Erdölgesellschaft Lateinamerikas und Venezuelas größter Exporteur. Sie wurde 1976 im Zuge der Verstaatlichung der Erdölindustrie des Landes gegründet und unter dem Kürzel Petroven bekannt.

...und eine gigantische Propagandaaktion

Es geht um eine gigantische Propagandaoperation. Die einfachste Lösung besteht darin, die Maßnahmen der ausländischen Erpressung unseres Volkes zu beseitigen, aber wenn man bedenkt, daß es um die Durchsetzung einer kolonialen Regierung geht, müssen die Almosen mit ausländischer militärischer Gewalt verteilt werden. Ebenso erkennen dies einige Herren in Miami, die sich selbst zum Gericht erklären und die bereits eine militärische Invasion gegen ihr eigenes Land durch die Vereinigten Staaten genehmigt haben, an. Sie haben es gestern hier in diesem Gebäude gesagt.

Perversität und Unmoral

Herr Präsident,

Echte humanitäre Hilfe kann nur neutral, unabhängig, universell, unpolitisch und auf Wunsch des Empfängerlandes geleistet werden. Sie darf niemals für Erpressungs- oder Aggressionszwecke verwendet werden, geschweige denn zur Rechtfertigung eines Krieges. Diese Falle wird von ernsthaften humanitären Organisationen wie dem Internationalen Roten Kreuz oder den Vereinten Nationen deutlich gesehen, die sich geweigert haben, sich an dieser Propagandaoperation zu beteiligen, weil sie das Wesen dessen angreifen, was den Humanismus in der Welt ausmacht: Vertrauen, Wohlwollen und Frieden.

Wenn sie zusätzliche und endgültige Beweise für die Perversität und Unmoral dieses aggressiven Projekts wollen, finden sie das in der Tatsache, daß der Verantwortliche für die heutige USA-Operation genau derselbe ist, der 1986 den geheimen Transport von Waffen für den Bürgerkrieg in Nicaragua in Flugzeugen organisiert hat, die als humanitäre Hilfe getarnt wurden und Waffen, als wären sie humanitäre Hilfe, zur Ermordung von Nicaraguaner schickte.
Es gibt keinen größeren Zynismus in der Botschaft, die sie an die Welt senden. Es sind die gleichen Akteure, die gleichen Tricks, es ist die gleiche Vortäuschung des Interesses an denen, die leiden.

Es sind dieselben widerlichen Botschaften, die an einem Tag das Interesse an venezolanischen Kindern bekunden, und am nächsten Tag sagen sie, daß sie bei uns einmarschieren werden, um Hilfe zu bringen. Sie werden uns töten, um uns zu retten. Sie werden uns bombardieren, um uns zu ernähren. Es ist der koloniale Humanitarismus, der Erleichterung bringt, aber am Ende den Eroberungskrieg verkauft.

Gestern hat Präsident Trump an seiner Südgrenze eine Sicherheits- und humanitäre Notlage erklärt. Bedeutet das, daß er Lebensmittel und Medikamente an Migranten schicken wird, die sich seiner Grenze nähern? Nein, er wird die Mauer für sie bauen.

Ist es unmöglich zu glauben, daß diejenigen, die in den USA Kinder in Käfige sperren und demütigende Mauern bauen, aufrichtig sind, wenn es um venezolanische Kinder geht? Wenn du Venezuela helfen willst, drohe keine Kriege an und gib das zurück, was du unserem Volk gestohlen hast.

Kalkulierte Grausamkeit der selbsternannten Belagerer

Herr Präsident,

Nun zum letzten Punkt. Was wird jetzt passieren?
Der gescheiterte Putsch hat die Tarnung der kolonialen Invasion entfernt. Die Selbsternannten haben kein nationales Gespür für das Land, damit es ihnen folgt. Jetzt sind sie verzweifelt mit gröberen, frecheren, schärferen Drohungen. Im Sumpf eines wahnsinnigen Plans gefangen, können sie ihn nur mit immer gefährlicheren und widerwärtigeren Aktionen retten.

• Der erste ist die Politik der kalkulierten Grausamkeit. Sie werden Venezuela als ein gigantisches Experiment der wirtschaftlichen Entbehrung behandeln und darauf warten, daß das Land in sich zusammenbricht und es dann so aussieht, als wären sie die Retter. Sie glauben, daß in wenigen Wochen das nationale Leiden unerträglich sein wird und die Bevölkerung wie eine belagerte Stadt der Antike von selbst aufgeben wird.

• Die zweite ist noch schlimmer, während sich die moralischen, wirtschaftlichen und militärischen Widerstandsfähigkeiten der Nation verschlechtern und geheime Operationen zur Rechtfertigung externer Militäraktionen vorbereitet werden, wissen wir, daß es in diesem Moment geheime Militärbewegungen gibt, die wir angeprangert haben. Ich möchte vor zwei Dingen warnen: Entweder hatte der USA-Botschafter Carlos Trujillo vor einigen Monaten übernatürliche Vorhersagekräfte, als er ankündigte, daß die kolumbianischen Streitkräfte Präsident Maduro angreifen würden, und zwar unter dem Vorwand des ELN4. Das hieße, er hörte damals als ein mit wunderbaren Kräfte beschenkten Mann das, was der kolumbianische Botschafter erst heute gesagt hat; oder sie befinden sich in einem Plan, den sie seit mehreren Monaten kennen. Sie sagen mir, welche sie bevorzugen: die übernatürliche und mystische Erklärung oder den geheimen, heimlichen, grausamen und erbärmlichen Plan.

Haß und Gier der USA-Kolonialisten

Sie sind die Reiter der Apokalypse: Hunger, Krieg und Tod, um zu erobern. Alles im Namen des Humanitarismus, der seinen grausamen Ehrgeiz verbirgt.
Nur verdrehte Köpfe, mit Haß und Gier vergiftete Seelen können solche abscheulichen und niedrigen Pläne entwerfen. Das sind die Werke krimineller Organisationen und nicht verantwortungsvoller Regierungen. Sie treiben die Region in den Abgrund, während Propagandamaschinen die internationale öffentliche Meinung hypnotisieren.

Auftrag an eine Friedensbewegung

Es gibt noch ein letztes Szenario: Die öffentliche Meinung in den USA selbst kann reagieren und Trump in ihrem Namen ablehnen, der ihre Streitkräfte in Kolonialkriegen gegen Länder auf diesem Kontinent einsetzt, die den Kontinent bereits zu einer Zone des Friedens erklärt hatten.
Es ist auch möglich, daß eine Friedensbewegung entsteht, die verhindert, daß die Todeshändler, einschließlich des Generalsekretärs, der ständig zum Krieg aufruft, die Welt im Namen ihrer Gier nach Öl und Herrschaft täuschen.
Die Nationen der Region und der Welt können beschließen, die Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen und der OAS selbst zu verteidigen und das militärische Abenteuer der Anhänger der Trump-Doktrin, der Doktrin von den 50%, abzulehnen.

Unser Volk versteht auch die existenzielle Gefahr, mit der es konfrontiert ist, und stärkt sein patriotisches Gewissen, Frauen und Männer, Zivilisten und Militärs aus allen Regionen und sozialen Schichten, die sich zu einer mächtigen nationalen Bewegung für die Rettung der Heimat und für den Frieden organisieren. Diese Reaktion schwächt die Kräfte der Zerstörung und lässt keinen Raum für diejenigen, die dieses gefährliche Abenteuer initiiert haben.
Wir befinden uns im Prozeß der zweiten Befreiung unseres Heimatlandes und werden an unserer Pflicht nicht scheitern.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 04. März 2019 schrieb simone birgersson:

Wahrscheinlich schon wieder nah am folgenden Thema möchte ich auch unbedingt noch die Gelegenheit nutzen meinen Dank auszusprechen für die Veröffentlichung dieser Rede voller Herzblut und alle diplomatischen Gepflogenheiten ignorierend als flammende Anklage gegen die verbrecherischen Maßnahmen der USA und ihrer Epigonen. Auch sie zeigt, dass noch nicht alles verloren ist für die bolivarische Revolution, denn hier spricht nicht jemand, der einfach nur seine Funktion auf diplomatischer Bühne erfüllt und dem an reinem Machterhalt gelegen ist sondern einer, dem das Fortkommen und die Freiheit seines Volkes ein echtes Bedürfnis zu sein vermittelt. Es tat gut, das zu lesen.
Als Beleg für für die besondere Perfidität des konterrevolutionären Vorstoßes letztes Wochenende, der getarnt als humanitärer Einsatz mit Lebensmitteln für die hungernde Bevölkerung die Grenze öffnen sollte für die militärische/paramilitärische Intervention kann man auch den Zeitpunkt dieser Aktion betrachten: fast auf den Tag genau 30 Jahre nach el caracazo, dem antineoliberalen Hungeraufstand in Venezuela vom 27.-29. Februar 1989, bei dem bis zu 3000 Menschen starben unter einer losgelassenen Armee. Übrigens einer Armee, deren Offiziere damals noch, wie aus den meisten lateinamerikanischen Ländern, ausgebildet worden waren in der berüchtigten ?escuela de las americas? in Panama später Georgia/USA. Und, hier schließt sich der Kreis dann auch beinahe ganz banal wieder, zu dieser Armee hat auch der Vater des derzeitigen ?Interimspräsidenten?, ein Wilmer Guaidó, gehört als Pilot der Luftwaffe (wenn man den Berichten glauben darf). Der ist heute Taxifahrer auf den kanarischen Inseln. Und der konnte sich nicht entblöden eine Kundgebung zur Unterstützung seines Sohnes abzuhalten in Santa Cruz/Teneriffa ausgerechnet vor einem Denkmal zur Verherrlichung der Francquisten und ihres Sieges (sic!) über die spanische Republik.

El Caracazo war der Ausgangspunkt für die Bewegung der Bolivarischen Revolution und Hugo Chavez gewesen. So sollten wohl 30 Jahre später die Lebensmittel endlich angeliefert werden, die damals im Verlaufe des Aufstandes und danach von den Händlern und Importeuren zurück gehalten und gehortet worden waren. Woran einen das wohl erinnert. Es reicht nicht die akute Auslösung einer Hungerkrise durch wiederholte Lebensmittelhortungen bis heute, nicht die Drohung mit einem Krieg, nicht der Versuch, die Venezolaner gegeneinander aufzuhetzen; das ganze wird verpackt in eine extrem zynisch symbolische Erinnerungsbotschaft an das Volk von Venezuela nach dem Motto, wenn ihr euch unterwerft und dem Spuk des Bolivarischen Aufstandes ein Ende bereitet, dann bekommt ihr auch wieder die Krumen, die vom Tische fallen.

Die unterlassene Verstaatlichung der Lebensmittelproduktion war wohl einer der größeren Fehler des Chavismus seit 1999, kann man heute konstatieren. Es herrscht eben noch kein Sozialismus in Venezuela. Deshalb kann ich die Nörgeleien über die Korruption auch nicht so ganz nachvollziehen. Sie gibt es in allen Ländern des amerikanischen Kontinents, ebenso wie in Nahost oder Afrika, in Europa wird über die Geißel der Korruption geklagt in Griechenland, Rumänien oder Italien und und. Und nur ganz Blinde haben noch nicht gemerkt, dass sie auch hier im Lande massiv Einzug gehalten hat, z.B. bei der Wohnungsvergabe. Korruption gehört für mich zum Kapitalismus wie der Krieg, sozusagen KKK, hat meines Erachtens gerade in krisenhaften Phasen des Kapitalismus eine stützende Funktion für das System. Wieso soll also gerade eine relativ schwache Nation wie Venezuela in Zeiten des Umbruchs und unter den derzeitigen Bedingungen massiven äußeren Drucks als erstes die Korruption beseitigen können? Dazu müßte vorrangig die noch vorhandene Macht der Eliten und der gehobenen Mittelschicht gebrochen werden.

Und, darf man sich positionieren? Fragt sich ein Teil der Linkspartei. Oder kommt man so in den Geruch, mit einem ?Diktator? zu kungeln. Die Angst vor der Elitenpropaganda, das mangelnde Rückgrat, welche beide die Grundlage vergessen lassen, dass es gerade die antiimperialistische und grundlegend internationalistische Zielrichtung ist, die in der derzeitigen Phase der Schwäche sozialistischer Bewegungen weltweit helfen kann diesen Trend umzukehren. Für einen großen Schluck sind wir derzeit zu schwach jeder für sich, aber viele kleine Becher füllen das Fass auch und bringen es irgendwann zum Überlaufen.


(Als Aufmunterung ein Beispiel für ein Becherchen gibt es hier - auf dem Youtube-Video von „Democracy Now“ zu sehen: der kurze Auftritt einer Codepink- Aktivistin auf der Presekonferenz des Washingtoner Guaidó-Gesandten ab Minute 2.50. Kleine Aktion, aber mutig und durchaus wirkungsvoll. „Democracy now“: alteingeführte linke Bürgerrechtsbewegung in den USA, "Codepink" etwas gewöhnungsbedürftiges Erscheinungsbild auf der Webseite und bei der Farbgebung (statt Rot nur Rosa???), aber einfach mal ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=PH3AfGO-RvU
Was mich dann noch kurz zu den Zweifeln, die @Fachbuch und @Kohle so anbringen, führt, deren Beiträge ich ansonsten immer wieder gern und mit Interesse konsumiere. Bei dem einen durch seine unbedingte Parteidisziplin, welche am Ende die Frage übersieht, welcher Art Gehalt diese Partei zu bieten hat und dafür wählbar sein soll, wenn ihr die basalen Werte abhanden kommen, mit denen man eine sozialistische - ja selbst eine sozialdemokratische - gesellschaftliche Zielrichrichtung verbindet. Da hat selbst Syriza mehr Mumm, wenn sie die Anerkennung Guaidós ablehnt und klar Maduro unterstützt.


Dem anderen gönne ich seinen Fatalismus, vielleicht ein Ergebnis beständig wiederkehrender Anläufe zur Veränderung des großen Ganzen ohne je den großen Wurf erreicht zu haben. Aber muß es sich darin äußern, alle anderen, deren Fell sich noch sträuben kann, auch gleich entmutigen zu wollen. Oder, um es genauer durch Brecht im „Lob des Zweifels“ ausdrücken zu lassen: "Schönster aller Zweifel aber, wenn die verzagten Geschwächten den Kopf heben und an die Stärke ihrer Unterdrücker nicht mehr glauben." (1939)

im übrigen weiß ich noch zu berichten, dass die Initiatoren des Parteitagantrags nicht einfach aufgeben wollen, sondern einen neuen Anlauf für die Parteigremien vorbereiten. Ist natürlich nicht dasselbe.
So, nun mache ich wirklich einen Punkt. Ich weiß, es ist mal wieder recht ausführlich geworden, dafür tue ich Abbitte. Aber weise auch vorwitzig darauf hin, dass ich nun mal in letzter Zeit kaum Platz in der Galerie beansprucht habe statt dessen.
Aber wahrscheinlich liest das sowieso kein Schw. mehr, so spät wie ich komme

Jedoch, dem Galeristen das Anfängliche noch mitgeteilt zu haben war mir ein Anliegen.


Am 02. März 2019 schrieb Brigitte Mensah-Attoh:

Ich bin keine Insiderin und durchschaue längst nicht alles.
Aber - es ist immerhin ein strategisches Muster erkennbar,
und es ist wie immer:
Die USA spielen sich wieder mal als die humanitären Retter auf,
die wie in diesem Fall das venezolanische Volk vor dem Hungertod zu retten suchen.
Als ob die USA-Seite schon jemals an etwas anderem als am Blutvergießen interessiert gewesen wären!!!
Und diese makabere Situation in Venezuela erinnert wieder verdammt an die Zeit vor dem Irakkrieg. Sie dient lediglich der Einstimmung auf eine militärische Intervention. So wie Saddam Hussein nach Strich und Faden verteufelt worden ist - genauso ist das Ziel jetzt Nikolas Maduro, den es zu beseitigen gilt.

N. Maduro konnte Hugo Chavez zwar noch niemals das Wasser reichen,
und man wunderte sich eins ums andere Mal über diesen "Fehlgriff",
ihn als Nachfolger eingesetzt zu haben. Trotzdem ist das aber noch lange kein Grund, diesen geleckten Günstling Amerikas hoffähig zu machen,
ihn hochzuloben, als sei er d e r Heilsbringer für Venezuela.

Es ist nichts als bloß wieder eine Intrige - ein von langer Hand vorbereiteter nächster Krieg. Der Geleckte ist allenfalls eine willfährige US-Marionette,
mit der die Trump-Regierung ihre schmutzigen Interessen durchzusetzen sucht!


Am 02. März 2019 schrieb Georg Moritz:

"Die Rückschritte schreiten voran" sagte mein Erzeuger auf meine Frage nach seinem werten Wohlbefinden. Nun, es gibt auch Fortschritte.

Julio Escalona, Ex-Botschafter Venezuelas bei den Vereinen Nationen in einem Interview mit TeleSur:

"Venezuela hat bemerkenswerte diplomatische Erfolge erreicht. Das Verhältnis zwischen Krieg und Politik betreffend, galt in der Zeit von Clausewitz, daß der Krieg die Fortsetzung der Politk mit anderen Mitteln sei. Das hat sich heute umgedreht: die Politik ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln, das heißt, daß der Krieg heutzutage vom politischen Kampf abhängt. Das bedeutet, daß während Venezuela auf dem diplomatischen Parkett Fortschritte erzielen kann, der Krieg hinausgeschoben ist. Das heißt aber auch, die Entscheidung zum Krieg ist gefallen. Die Entscheidug Trumps, uns militärisch anzugreifen ist gefallen. Darüber gibt es keinen Zweifel".

Und jetzt sind die Zivilgesellschaften dran, sich massiv zu artikulieren, Demos, Proteste... was gibt's noch? Aber vor allem in den USA wäre das vonnöten. Da bin ich leider kein "Influencer"... ach so ja, sonst auch nicht.

Weiter führt Escalona aus, daß jeder Zeitgewinn Venezuela in die Hände spielt, weil die Weltöffentlichkeit mit der Zeit mitbekommt, daß Venezuela im Recht ist, die USA im Unrecht, und sich mit jedem Schritt weiter isoliert. Praktisch jede außenpolitische Aktion der USA ist völkerrechtswidrig.

Die größte Gefahr geht von der vom Pentagon dominierten NATO aus, die in den letzten Jahren Funktionen der UNO ursupiert hat (Stichworte Krisen-Management und Sicherheitspartnerschaft) und, obwohl sie sich formell der UNO und dem Sicherheitsrat derselben unterworfen hat, ständig die Charta der Vereinten Nationen verletzt.

Es handelt sich im großen also um einen Kampf zwischen UNO und NATO.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=0yhYNFdNND4 - in spanischer Sprache

Sehr aufschlußreich ist auch das Interview, das Abby Martin mit Alfred De Zayas, dem Berichterstatter für Menschenrechte der UNO, geführt hat (https://www.youtube.com/watch?v=ii5MlQgGXyk - ich habe es gesichert, Youtube könnte ja was passieren, nicht wahr) in englischer Sprache - Money Quotes:

"What is particularily macchiavellian, what is particularily cinical is to cause an economic crisis that threatens to become a humanitarian crisis (...) and then to say "oh, we are going to offer you humanitarian help, we are sending you so and so many tons of humanitarian assistance through USAID, we are sending it to Colombia and we are going to deliver it..."

"There is personal criminal liability for the impact of these sanctions. I mean, I am certain that the increase in child mortality, the increase in maternal mortality, the increase [of] deaths for lack of insulin or lack of anti-retroviral drugs is a direct result of this blockage."

Es gibt gezielte Blockaden von Zahlungsabwicklungen durch die USA, die den Einkauf von Medizin verunmöglichen, z.B. Insulin und Dialyse-Zubehör.

Ich hoffe daß Venezuela genug Zeit hat, daß sich die Völker dieser Erde gegen den Rabauken USA endlich zusammentun und - nein, nicht ihm eins auf die Nase geben sondern sagen: "Hey, Arschloch! willst du weiter mitspielen? Dann sei keins mehr." So einfach.


Am 01. März 2019 schrieb Des Illusionierter:

Ich finde die Interessenlage zwischen USA und Venezuela ziemlich einfach und übersichtlich. Venezuela hat Erdölvorräte und die US-Oligarchen wollen sich diese aneignen. Und sie werden das auch tun weil sie es können. Die Mitglieder der westlichen ?Wertegemeinschaft? eiern herum und hoffen, vom Kuchen zu profitieren. Russland wird wegen Venezuela keinen Nuklearkrieg riskieren. China ebensowenig. Wenn also nicht das Volk der USA so kriegsmüde ist, dass es millionenfach aufsteht und diese Kriegspläne verhindert, dann sehe ich schwarz für die Autonomie von Venezuela.

Skrupel kennt das US-Imperium nicht.


Am 01. März 2019 schrieb Michael Kohle:

Jetzt also doch! Dem Galerist ist tatsächlich das Thema Venezuela untergekommen, tata! Seit Wochen wenn nicht Monaten schon hat Gniffke und Kollegen Tag für Tag dieses Thema schon ihren Gebetsmühlen gewidmet, das globalzentral bereitgestellte Bildmaterial mittels dem üblichen Transatlantik-Blah in der Endlosschlaufe dem dafür Zwangsgeld entrichtenden Publikum übergebraten. Der plebs in Transatlantika ist längst eingenordet, wartet eigentlich nur noch auf die tollen „Sondermeldungen“, auf ins Unermeßliche steigende body-counts und - ohne sowas darf es keinesfalls enden - auf den im Namen der Freiheit und auf dem Altar der Menschenrechte geschändeten gröSaZ, den zur aktuellen Hatz auserkorenen sozialistischen Hundsfott, Nicolas Maduro. Wir dürfen gespannt sei, mit welchem mitfühlenden Verfahren er aus dem Verkehr gezogen werden wird. Wird Gaddafis Exitus - letale Darmspiegelung by Bajonett - überhaupt noch getoppt werden können? Wie wohl Donald Hillary kontert? Ob er schon übt? Hier die Vorlage: https://www.youtube.com/watch?v=Fgcd1ghag5Y! Weil es so schon passt: der von Trump zur Durchführung Beauftragte - ein gewisser Marco Rubio - hat tatsächlich schon dazu getwittert.

Die Zeit sei reif für die Gaddafizierung, gab er von sich. Wohl wissend, was er fordert.
Ob dieses Plädoyer des Botschafters vor der Vereinigung US-amerikanischer Hinterhöfe von großem Erfolg beschieden sein wird? Sitzen dort im Publikum doch fast ausschließlich nur Statisten und Sprechpuppen, denen das Fell längst imperial über die Ohren gezogen wurde, Mitleid oder gar Verständnis für seines Landes prekäre Lage ist da nicht zu erwarten. Einem der wenigen letzten Staaten mit Tendenz zu halbwegs sozialem Gebaren hat es gefälligst an den Zwickel zu gehen. Die Hinterhöfe vom Monroe-Komplex sind bald alle besenrein. Hoffentlich, dann kann aufmüpfigen Provinzen in old europe - jene, die immer noch nicht begriffen haben - an die Gurgel gefahren werden. O-Ton Trump? Nöö, eher wohl O-Ton NYT, von zwischen den Zeilen jedenfalls! Oder besser noch, man ziehe sich in der ARD-Mediathek den letzten Beitrag von Kontraste gestern Abend (28.2.) rein. Da stellte sich mir nur eine einzige Frage: hat da - um bei Botschaftern zu bleiben - der von der US-Niederlassung oder doch der Kollege, Jeremy I. für I., mitgemeddelt, das Script geliefert?

Egal, langweilig jedenfalls wird es nicht werden, wenn das Thema Maduro in naher Zukunft erledigt sein dürfte. Für Folgeaufträge ist längst gesorgt. Der Nächste steht schon an. Lange werden Bibi&Salman nicht mehr auf die Auftragsdurchführung warten wollen . Es wundert mich dann auch nicht, dass die Diskussion hier auf der Galerie schnell in eine Hatz nach roten eher wohl pseudo-roten Heringen ausartet. Was hätte es denn geholfen, wenn besagter Soli-Antrag zustande gekommen, gar auch noch zu 100% durchgegangen wäre? Oh, da hätte die transatlantische Verwertegemeinschaft aber gebibbert vor Angst?

Nein, gewiß nicht! Aber - mit Verlaub - ein ehrbares Zeichen für Empathie wäre es schon gewesen. Jetzt mal ehrlich, das Intonieren der Internationalen dürfte sich wohl fürderhin erledigt haben. Schon frappierend sicherlich, dass ausgerechnet Vertreter der „Linken“ meinen, sich nicht solidiarisch erklären zu müssen mit den baldigen Opfern der Troika dss Bösen, Pence und Pompeo und Bolton. Pompeo? Genau, heute hochtönender Außenminister, zu besseren Tagen Direktor der Centralen Intelligenz. Und wo war - u.a. natürlich nur - die Agentur rührig? Wo wohl! Hätte man eigentlich wissen müssen. Wer erinnert sich sich nicht gerne an jenen genialen Satz vom Genossen Walter: „Niemand hat die Absicht ...“. Und jetzt ein déja vu gefällig? Der Oberste Wadenbeißer namens Bolton verlautbarte neulich wie folgt, O-Ton: “I can say unequivocally there is no US government involvement in this at all.” Dann wird es wohl so sein.

Welchen Grund sollte man denn noch haben, solch eine Staatspartei, überhaupt noch jemanden zu wählen? Als ob wir wirklich keine anderen Probleme hätten. Hat man dem Dritten im Bunde zugehört, als er neulich in München weilte, sollte man es eigentlich wissen. Lange wird er nicht mehr Ruhe geben, das Murren war unüberhörbar. Pence ante portas! Ob der gute Mann damit zufrieden sein wird, wenn die zwei Prozent vom BIP allein schon durch Anpassung des Nenners erreicht werden? Die ganzen Umtriebe des Imperiums in Summe ergeben nur dann einen Sinn, wenn als Ziel die unipolare Welt gefordert ist. Etwas weniger dick aufgetragen: wenn wenigstens die letzte Prophezeihung von Orwell in seinem 1984 verhindert werden kann, dass nämlich Eurasien - ob beleidigt oder nicht - sich doch von Ozeanien abwendet, lossagt.
Wurde nicht schon sonst alles an Orwell’schen Ideen umgesetzt und übertroffen? Wäre doch nur logisch und konsequent, auch noch diesen Weg einzuschlagen. Aber so helle sind unsere herrschenden Narrenkappen hierzulande nicht. Plärren sie doch - nur um des lieben kurzfristigen

Profits wegen - ohne Unterlass von ihrer Wertegemeinschaft, von Frieden, Freiheit und Menschenrechten, offenkundig und ausschließlich Orwell’sches neusprech. Wes Geisteskind unsere Machthaber so sind kann übrigens jeden Tag kurz vor der Macht um Acht erfahren werden. Wenn mal wieder die Böööööörse in Ehrfurcht erschauert, wegen eines Fürzleins einer trächtigen Kuh im hintersten Minnesota vielleicht oder einer umgefallenen Tüte Popcorn in Montana.

Die aktuelle, die finale Variante zur globalen Lagebeurteilung hatten wir noch nicht. Ernst, aber nicht hoffnungslos, schön wäre es. Die österreichische Sicht - hoffnunglos aber nicht ernst - wird dem Zustand der Welt schon eher gerecht. Schaute man genau hin - was man besser nicht tun sollte - wird einem sofort klar: Sehr ernst ist es und mehr als hoffnungslos. Und gewiß nicht nur wegen Trump, der dient nur als Turbo. Was selbst die Pest im Mittelaltter nicht geschafft hat, dieses Mal wird es nicht zu verhindern sein, das bittere Ende der Welt nämlich. Das Erfreuliche, dieses Mal werden wir es kaum mitbekommen, ein Blitz draußen und aus ist. Nein, nicht die üblichen Verdächtigen wenden uns ins Nirwana beamen, da sorgt schon der selbstberufene Weltenretter selbst dafür. Aus lauter Mitgefühl für seine Schäfchen. Die können doch nicht dem großen bösen Wolf überlassen werden. Venezuela, Iran? So betrachtet doch nur peanuts.


Am 01. März 2019 schrieb altes Fachbuch:

nun wurde also wie erwartet aus einer unkommentierten rede des ven. aussenministers der abgesang auf die PdL!

ich gebe mich geläutert! ohne die PdL wird die welt auch ein viel schönerer ort, und venezuela muss nicht unter derer ignoranz leiden!

j.bildstein's 6 jahre leben und arbeiten vor ort werden von 3 kurzvisiten getopt! der vorwerfende ("wenig differenzierend") beweist seine ANALYSE mit verallgemeinerungen und pauschalierungen und haut gleich mit der historischen verurteilung um sich!?
das nenne ich diffenziert und faktisch:)
ich habe jahre in hauptausschüssen und präsidien von parlamenten auf kommunaler ebene mitgewirkt. spielt keine rolle!!
das zitat (prahlte, parteitagsregie,...) eines sonst gerügten mediums (tagesspiegel) überragt alle anderen fakten!

was die solidarität betrifft: ich habe hier 1 colli "stilles wasser" und meine hausapotheke zur abholung bereit gestellt. mehr gibt mein regelsatz nicht her!! aber dies ist materieller, wirklicher und helfender, als jede worthülse, jedes lippenbekenntnis oder jeder appell von selbstdarstellern!

gibt's die PdL nicht mehr, sind wir diese leute auch los. deshalb schließe ich mich der hiesigen konsequenz an;)

Antwort von U. Gellermann:

Falls die Linkspartei als ernsthaft linke, parlamentarische Kraft die Bühne verlassen sollte, wäre das ein Verlust. Dass der venezolanische Außenminister einen Abgesang auf die PdL gesungen habe, ist nicht erkennbar. Erkennbar ist, dass der aktuelle Parteitag der PdL über einen Antrag zur Lage in Venezuela wg. der Parteitags-Regie hat nicht abstimmen können. Das Zitat des Herrn Rico Gebhardt ist belegt.


Am 01. März 2019 schrieb Ernst Blutig:

Das wahnwitzige dabei ist ja, daß man ausgerechnet als ansonsten von rechten Staats- und Justizhardlinern zu jeder x-beliebigen Tages- und Nachtzeit als linker Anarchist und innere Sicherheitsgefährder diffamierter genau diesen durchgeknallten Sicherheitsexperten aus dem rechtsnationalen Lager, denen immer staatliche Integrität das höchste zu schützende Gut sei (siehe u.a. G20 et. al.) noch erklären muss, daß hier einem GEWÄHLTER Präsident in einem demokratisch legitimierten Staatsapparat MIT GEWALT GEDROHT wird, mit Gewalt von aussen an den Staatsgrenzen konfrontiert wird und daß das einfach nicht geht, nach den Spielregeln des eigenen, des westlichen Justizverständnisses!
Das ist die Perversion der Perversion dieser Maskerade, in der diese Masken fallen und die nächte Maske sichtbar wird.
Es mutet im direkten Vergleich geradezu als Witz an, wenn man Russland unbewiesen vorwirft, sich IRGENDWIE in die staatlichen Belange der USA eingemischt zu haben bei Wahlen, also EINFLUSS nahm und dann qualitativ und quantitativ vergleicht wie die EINMISCHUNG UND EINFLUSSNAHME des westlichen Mehrwert-Korpsgeistes unter der Anleitung der USA bzgl. Venezuela REALISIERT wird.
Mit der Konsequenz, daß man Russland massiv sanktioniert und medial diffamiert und im "Fall Venezuela" der Westen" sich selbst noch als gerechter humanitärer VerHelfer des Völker- und Mesnchenrechtes geriert.

Das sprengt inzwischen jeden Maßstab, das ist bereits die Umwertung aller Werte, das ist 1984 Neusprech und Neudenk.


Am 01. März 2019 schrieb Reyes Carrillo:

@joe Bildstein

Ich war in den letzten Jahren drei Male in Venezuela – diese Beobachtungen wie Sie sie hier notieren, habe ich in der von Ihnen wenig differenzierenden Weise nicht gemacht. An allen ist etwas dran, natürlich, die Dimension jedoch je nach politischer Perspektive und Konditionierung sehr unterschiedlich bewertbar. Wichtiger aber als meine freilich sehr bescheidenen und nur punktuellen Eindrücke sind es die Berichte von Freunden und Bekannten aus Venezuela, die sich in der Beobachtung anders als Sie äußern. Man muss ja nicht die euphemistischen Beobachtungen, die scheinbar Roger Waters aus Venezuela zu hören bekommt übernehmen, wiewohl ich seine Video-Botschaft in ihrer Hauptforderung für absolut richtig und wichtig erachte. Die Wahrheit wird wohl dazwischen liegen.

Unstrittig ist, dass Maduro, gemessen an Chávez, eine schreckliche Nullnummer ist, intellektuell überfordert, narzisstisch, ignorant und ein hohler Phrasendrescher, wie ihn wohl nur sozialistische Parteien gebären können. Unergründlich, warum Genosse Hugo Chávez ausgerechnet diesen Mann zu seinem Nachfolger auserkoren hatte.

Dessen ungeachtet ist der wenig Geliebte der gewählte, legitime Präsident des Landes und garantiert immerhin noch Reste (ob kläglich oder nicht) der großartigen bolivarianischen Revolution. Die Solidarität mit Venezuela und seiner gewählten Regierung ist deshalb das Minimum dessen, was jeder auch nur rosa angehauchte Halblinke als seine Pflicht und Selbstverständnis zu bekunden hat! Die PdL hat sich mit dem auch hier aufgegriffenen Parteitags-Skandal als nicht einmal mehr auch nur strategisch wählbar gezeigt. Wer als Linker gegen diesen erneuten Regime-Change-Versuch des Imperiums in Lateinamerika nicht mit aller Kraft prodestiert, der verrät Salvador Allende und Víctor Jara, der verrät Fidel Castro, er verrät Ché Guevara, Camilo Torres und "Pepe" Mujica und und und - vor allem verrät er die Abertausende von Ermordeten, Gefolterten und Geschändeten, die die USA in diesem ihrem "Hinterhof" zu verantworten haben. Pfui Teufel! Und sie verraten in einem einzigen Streich alle Revolutionen von Unten gleich mit! Ich spucke aus vor diesem geschichtsvergessenen Pack, das sich die Linkspartei Deutschlands schimpft!

Unbedingt einig mit Ihnen bin ich an dieser Stelle:

¡Hasta la victoria siempre!

Danke, Uli, für die Einstellung des Textes!


Am 01. März 2019 schrieb Otto Bismark:

Ja, es ist leider immer wieder dasselbe. Klingt zwar sehr ideologisch, muß aber sein. Auf wessen Seite steh ich, das ist die Frage. Und damit verbunden ist auch der von altes Fachbuch thematisierte Aspekt, welches Venezuela gemeint sein könne. Nehmen wir bloß mal die skizzierte Gefahr, die PdL hofiere einen Diktator. Das Problem beginnt doch dort, wo man sich von der Gegenseite in deren Sprachregelung, hier "Diktator", in Syrien "Schlächter", gern auch "Machthaber" usw. hineinmanövrieren läßt. Und das hat zunächst überhaupt nichts mit der tatsächlichen Politik zu tun. Das ist in unserem Fall immer noch ausschließlich eine Angelegenheit der Venezuelaner selbst, sonst tappt man unweigerlich in die Falle des "Regimechanges" hinein. Libyen, Syrien und und und lassen grüßen! Und was wäre denn mit der Krim und deren Bevölkerung? Warum darf die dann eigentlich ein bestimmtes nationales und politisches Regime nicht wollen? Cui bono? Und dann die Linke selbst. Was spielt es für eine Rolle, welcher Teil der Linken wo mit welchem Antrag gescheitert ist. Wichtig ist, was macht diese Partei für eine Politik, wenn sie denn Politik machen darf (siehe Thüringen!) und welche Ziele vertritt sie. Kommt es denn darauf an, welche Zensuren sie etwa von ihrem (eigentlichen) politischen Gegner erhält? Wichtig wäre doch, daß sie unermüdlich für eine Einheit aller linken Kräfte kämpft. Damit man wie eben derzeit kaum noch möglich politisch wirksam links wählen kann. Ich jedenfalls habe den Eindruck, wenn man die Linke wählt, tut man das nicht. Und wähle sie deswegen auch nicht.


Am 01. März 2019 schrieb Michael Riecke:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

vielleicht muss bald auch die BRD wieder "Verantwortung" übernehmen und mit der Nato in Venezuela intervenieren. Genug Idioten in der Regierung hätten wir ja. Die PdL könnte dem vermutlich auch zustimmen. Da sie ja nicht genug Arsch in der Hose hatte eine klare Resolution für Venezuela in Bonn zu formulieren. Ich fürchte bei der Europa- Wahl die "Die Partei" zu wählen. Da hat man zumindest mal was zu lachen.Und Herr Sonneborn macht ja nicht den schlechtesten Job dort. Im Gegensatz zu den korrupten Herrn Elmar Brok, der nicht mehr antritt.


Am 01. März 2019 schrieb altes Fachbuch:

die rede liest sich gut. sie ist zu genau diesem zeitpunkt und in dieser situation auch stimmig, was auch kein PdLer anzweifelt!!!
allerdings scheint es auch ein anderes venezuela zu geben, das j. bildstein hier schon skizzierte, und welches die PdL über ihre stiftung ebenso untersuchte!! seit venezuela anfang/mitte januar "2 präsidenten" hat, bemüht man sich um die findung eines standpunktes, um nicht einer debatte aufzusitzen, die PdL hofiert einen "diktator".
hier ein insider:
https://www.rosalux.de/publikation/id/39922/die-alternative-waere-krieg/
jeder rationalist würde sofort nicken - erst erkenntnis, dann denken, dann entscheiden!
maduro und seine leute scheinen die demokratie und ihre verfassung erst wieder gefunden zu haben, als (um beim maulwurf-bild zu bleiben) die kacke am dampfen war!! die situation im land ist NICHT nur dem extremen druck des auslandes zu verdanken!
dann folgte ich dem galeristen und suchte und fand den artikel mit dem "fürchterlichem zitat" des versammlungsleiters im tagesspiegel vom 26.02.2019!
https://www.tagesspiegel.de/politik/europa-parteitag-in-bonn-venezuela-solidaritaetsaktion-entzweit-die-linke/24034668.html
mitnichten also hat auch nur EIN einziger delegierter gegen die solidarität mit venezuela gestimmt!!
und dieser artikel zeigt auch die chronologie dieses FORMAL NICHT INHALTLICH abgewiesenen antrags!!
- in jeder organisation wie parteien oder institutionen gibt es statute, wahl- und redaktionskommissionen, wahl- tages- und geschäftsordnungen
- der antrag wurde im vorfeld nicht abschließend behandelt, weil die debatte, welches venezuela (maduro, guaido, das volk??) man denn wie unterstützen soll noch läuft, und daher nicht auf die tagesordnung gesetzt.
- die "linken" der "linken" hatte schon eine abfuhr bei einem antrag zur "nichtreformierbarkeit der EU" bekommen!!!
- im bundestag, wo sie ihren "auftritt" nicht zelebrierten obwohl ihre forderungen an die regierung gerichtet sind, hätte man die truppe (natürlich alles fraktionsleute, die beim feind parteivorstand randale machten) des saales verwiesen!!! das ist also nicht stalinistisch!!
- auf einem parteitag gibt es delegierte (wahl-, stimm-, rederecht) und gäste (beratend, konsultativ)!!! wie viele delegierte hatte in abwesenheit der fraktionschefin ihre stellvertreterin auf der bühne?? und wieso distanziert sie sich heute von einem plakat ihrer begleiter?? "https://twitter.com/HeikeHaensel"???
- jede ag, jede initiative, jede plattform, JEDER hätte im umfeld des PT die möglichkeit gefunden, für sein anliegen zu werben, spenden oder unterschriften zu sammeln etc.. was hinderte hänsel und co. ebenso zu ARBEITEN?? und wieso haben die zum punkt aussenpolitik der EU nicht ihren standpunkt in der diskussion verteidigt?? und wie bitte schön sollte konkret welche solidarität wem wie helfen??

in meinen augen ist ein (fraktions)teil der PdL mit 2 anträgen ge"scheitert" und produzierte sich, wie eine ads-kolonne!
denen ging es nicht um venezuela!

ob ich damit mit ALLEN linken oder der PDL durch bin??
die pauschalisierungen in der hiesigen "diskussion" werden mich nicht abhalten, links zu wählen. allerdings hat das mit der PdL auch nichts zu tun!!!

Antwort von U. Gellermann:

Auf dem Parteitag der Linkspartei lag ein Antrag zu Solidarität mit Venezuela vor. Die Parteitagsregie hat eine Abstimmung über den Antrag verhindert. „Was ich verhindern konnte, war, dass der Antrag zu Venezuela vom Parteitag behandelt wird“, prahlt Rico Gebhardt, Sitzungsleiter des Parteitages. Das hat mit Demokratie nichts zu tun. Und wer das „gescheitert“ nennt, kann sich aus dem Dialog über innerparteilichen Demokratie verabschieden.

Wer sich in einer Situation, in der USA und EU sich in in die inneren Angelegenheiten Venezuelas einmischen, der Solidarität verweigert, spielt das Spiel der USA. Die GRÜNEN und deren Rolle in der Vorbereitung des Jugoslawienkrieges lassen grüßen.


Am 28. Februar 2019 schrieb Des Illusionierter:

Die Linke - als wählbare Partei war?s das für mich. Was bleibt? Nicht Wählen!

Deutschland bräuchte dringend eine Boykottbewegung gegen die sogenannten Wahlen - wie andere Bananenrepubliken. Wird aber im Lande der Waberärsche und Dreifachkinne nicht funktionieren


Am 28. Februar 2019 schrieb Alles nur Satire:

Es ist eine Schande, das auch diese wahren Worte nie die Wirkung zeigen werden, die ihnen zustehen.

Das diese Rede von viel zu wenig Leuten gelesen werden wird.

Für den deutschen marktradikalen Journalismus ist das Ignorieren dieser Rede ein weiterer Beweis ihrer Nichtsnutzigkeit als Informationsquellen.


Am 28. Februar 2019 schrieb Der vom Helmholtzplatz:

Maskenball, Maskenfall, die Katze ist aus dem Sack. Anmerkungen wie die des Atlantikbrücken beLiebigs oder des Hr. Nord (beide MdB, PdL) zum nicht debatierten Venezuelaantrag auf dem EU-Parteitag der PdL in Bonn sagen alles. Der Schulterschluss dieser Querfrontler im vergangenen Herbst auf der großen Demo in Berlin mit den neoliberalen Kriegsparteien trägt nun seine Früchte. Die Gier nach Geld, Pöstchen und einem Zipfelchen Macht frist Seele auf. Wie das von Otto W. einst beschriebene Nutellaglas: "Denn nur wo Scheisse drauf steht ist auch Scheisse drin. Da weiß man was man hat. Persil(schein)!" BeLiebigkeit, Wurstigkeit und Eitelkeit sind heutzutage die Haupteigenschaften eines "erfolgreichen" Bundetagsabgeordneten, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Der offene Brief von Heidi Langer spricht für sich, danke dafür liebe Heidi.
https://deutsch.rt.com/inland/84966-offener-brief-an-gysi-eintreten-fuer-eu-nicht-internationalismus/


Am 28. Februar 2019 schrieb Thomas Pelte:

Bitte um einen Beitrag in Gellermannscher
Qualität zum letzten Parteitag der
Linkspartei (v.a. die Verhinderung einer
Solidaritätsresolution/Venezuela durch den Parteivorstand sowie durch das dröge Verhalten der Delegierten/Russlandantrag
(Gehrke) sollte auch nicht fehlen/schön
wäre auch, wenn es R2G ans Leder geht.
Stellungnahmen in linken Medien dazu
sind leider sehr rar (z.B. Nachdenk- seiten).
Ich danke schon im Voraus für den
prononcierten, engagierten Artikel.


Am 27. Februar 2019 schrieb Uschi Peter:

Ich könnte nur allen potentiellen Angriffszielen / Ländern der USA und ihrer Vasallen raten: schaut euch genau an, was aus den Völkern wurde, denen die USA den "Frieden und die Demokratie" gebracht haben. Seht vor allem genau hin, wie die "guten Freiheitskämpfer" mit íhren "Unterdrückern" umgegangen sind (Hussein, Gaddafi usw.). Glaubt ihr, euch wird es besser gehen als den Völkern Afghanistans, Iraks, Libyens, Syriens? Es sind alles zerstörte, in die Steinzeit zurück gebombte "failled States". Aber Russland muss sich auch sehr genau überlegen, wie es sich in dieser Situation verhält, weil jeder Schritt eine Hetzkampagne der USA, wenn nicht Schlimmeres nach sich zieht. Die USA mit ihrer immensen Rüstung würden auch vor einem Angriff auf Russland nicht zurückschrecken - wenn sie sich Siegescha


Am 27. Februar 2019 schrieb Guenther Mann:

2 Generationen von Deutschen fragen sich wie Ihre Eltern und Großeltern zu Mitverantwortlichen an den Verbrechen des 1.000jährigen Reiches werden konnten? Für schicke schwarze UNIFORMEN VON BOSS und für bunte Svastika-Wimpel und fetzige Marschmusik waren die zum Morden bereit.
Was bitteschön ist denn seitdem anders: jeder von uns liebt die US-Kultur, Jeans und Rock'n Roll, Coka Cola Mäc Windows und Smartphone. Dafür schauen wir weg beim weltweiten Morden dieses Staates.
Kennedy ist ein Berliner und Obama ist (halb)schwarz und Trump ein Tölpel.
An allen Verbrechen des US-Systems ist jeder einzelen Deutsche Steuerzahler und Konsument mitverantwortlich. Me too.


Am 27. Februar 2019 schrieb joe bildstein:

Hallo Uli,

habe 6 Jahre in Venezuela gelebt u gearbeitet, kenne das Land wie meine Hosentasche u habe 2 Militaerputsche docht miterlebt. Wunderbare Menschen, ein reiches Land , in allem.

Wie sagte Herr Negroponte "South America is ours".

In jedem Land suedlich von Texas herrscht eine weisse Klasse die 95% von allem haelt, und das seit 1492.

Evo Morales war der erste Praesident indigener Herrkunft auf dem Kontinent - seit 1492 - u wurde vom weissen Mann wie der letzte Dreck behandelt, man erinnere sich an die Durschsuchung seines Flugzeuges im Fall Snowden.

Chavez startet in Venzuela mit wunderbaren Ideen und hatte das Volk 110% hinter sich, welche muede war den "Gringos" die Taschen zu fuellen.
Seine Ideen sind leider in Korruption, Vetternwirtschaft und Misswirtschaft untergegangen. Maduro kann Chavez nicht ersetzen, in keiner Hinsicht.
Maduro hat vieles falsch gemacht u die Klasse um Ihn herum fuellt sich die Taschen. Der Mittelstand ist abgewandert nach Miami oder Spanien.
Venezuela ist Durchgangsland kolumbianischer Drogen, Caracas fest in der Hand der Drogenbosse.

Die Menschen leiden mittlerweile in einer Art wie es der weisse Mann es sich nicht vorstellen kann.

China hat massiv in Venezuela investiert, Oel, Waffen, Handel. Fast jeder kleine KraemerLaden , selbst in kleinen Staedten ist heute im Besitz von Chinesen.

Das Land ist unendlich reich an Oel, leider kommen nicht mal 2% bei den Menschen an.

Das Imperium im Norden wird sich nicht den Vorgarten verderben lassen, wie bereits geschrieben oben "South America is ours", dazu ist jedes Mittel recht.

9/11 wir erinnern uns?
Fast niemand erinnert sich das 9/11 der Tag war als Kissinger Allende in Chile abschlachten lies - 1973.

Europa ist nicht mehr als ein laecherlicher Zaungast.

Wer Zeit u Mut hat liest das Buch von Galeano " Las Venas Abiertas de America Latina"

http://www.alliteratus.com/pdf/gesch_geg_lateinamerika.pdf

Hast la victoria - siempre

Antwort von U. Gellermann:

Trotz aller Fehler die Maduro gemacht haben mag: Keine USA, keine EU gaben das Recht sich in die inneren Angelegenheiten Venezuelas einzumischen. Hände weg von Venezuela!


Am 27. Februar 2019 schrieb Hans Informat-Ion:

Venezuela, die altbekannte US-Masche eines Regime-Wechsels zugunsten von Öl, Gas, Bodenschätze usw. ? in letzten Jahren in Iran, Irak, Libyen, Syrien, Ukraine und nun in Venezuela es mal wieder versuchen ? wie immer gegen Völkerrecht Planung einer kriegerischen Einmischung in Innere Angelegenheiten fremder Staaten!


Am 27. Februar 2019 schrieb Ernst Blutig:

Die Partei "Die Linke" hat sich soeben selbst erwürgt. Und nicht nur das, sie hat offenbart, was das Parlament tatsächlich ist, eine oppositionslose Dependence derer, die die Macht haben im Land und das sind ganz stinknormale ordinäre Großkapitalisten in Form des alteingesessenen Großbesitzadels und der wenigen Bürger, denen man erlaubt hat sich dazuzutrollen seit der industriellen Revolution dank ihres erwirtschafteten Reichtums.

Nun versucht sich diese Schicht/Klasse halt wieder mal im Bereichern, via NATO/USA. Da scheisst man gerne aufs Völkerrecht oder auch mal aufs Menschenrecht, oder drauf was die UNO oder der eigene parlamentarische Ausschuss dazu zu kritisch sagen hat.

Was in Venezuela abgeht oder abgehen soll (in Kürze wohl Angriffskrieg durch USA/NATO) ist der letzte Dammbruch des "westlichen Wertesystems", dessen Wert nichts anderes war und ist als der Mehrwert oder der Mehrwert eines Anderen, den man sich mit brutaler militärischer Gewalt einverleibt, während man dem eigenen Bürgerlein das Märchen von der humanitären Maßnahme verkauft - und die dieser sogar noch ohne Nachfragen abkauft. Gibt ja evtl. auch was dabei zu gewinnen. Öl.

Das nennt sich dann "Verantwortung übernehmen".
Wahrscheinlich ist es die gleiche Verantwortung mit der der deutsche Staat, als Rechtsnachfolger des Nazistaates Deutschland bis 1945, nach 1945 den Opfern deutscher Kunstfertigkeiten und kultureller Leitfähigkeit die Entschädigung verweigert. Malsehen was dann so in ein paar Jahren der Rechtsnachfolger dieses Staates so alles an verantwortung NICHT übernimmt, während man die Latrinenparole "Verantwortung übernehmen" über die Oberschichtenmedien posaunt.

Dann wird die Freiheit (sich nehmen zu dürfen, was man will) wohl auch in Venezuela verteidigt.

Es gibt hierzualnde ein Kinderbuch, in dem ein Maulwurf herumwandert, um heruaszufidnen, wer ihm auf den Kopf geschissen hat.
Das müsste man abgewandelt als Erwachsenenbuch für die deutsche Burgeoisie veröffentlichen:
Der Maulwurf, dem man auf den Kopf geschissen hat und herumwandert, um sich bei allen zu bedanken, daß er mitmachen darf. Sollte man evtl. auch beim nächsten Parteitag der "Die Linke" verteilen.


Am 27. Februar 2019 schrieb Albrecht Storz:

Wir sind Bürger eines Völkerrechtsbrüche und Kriege unterstützenden Staates. Als Konstituente (Wähler) und Finanzierer (Steuerzahler) dieses Staates sind wir direkt verantwortlich für dessen Tun und Haltung.

Wir müssen zum zivilen Ungehorsam gegen diesen Unrechtsstaat übergehen. Ansonsten tragen wir direkte Mitschuld und Verantwortung für alles, was in unserem Namen verbrochen wird.


Am 27. Februar 2019 schrieb Lutz Jahoda:

KURZKOMMENTAR
ZUM BEGINN
DER CLIFFHANGER-SERIE
"DIE LINKE":

Linke Hand am linken Griff
Und sicher abgesprungen?
Welches Lied wird neuerdings
Im Federbett gesungen?
Abgesprungen, ausgerutscht,
Und durch Schweigen mitgeputscht?
Ist dies der Weg der Linken?
Falls ihr nickt, werd ich gewiss
Nicht artig mit euch hinken.

NACHSATZ:
Der RATIONALGALERIE
Dank und Gruß, uns Lesern die Rede
Samuel Moncadas in voller Länge zur Kenntnis gebracht zu haben.


Am 27. Februar 2019 schrieb Karola Schramm:

Klare Worte - wunderbar gesprochen die was Schreckliches offenbaren: Krieg und immer wieder Krieg. Auf allen Kanälen und auf allen Ebenen: Physisch, psychisch, intellektuell und geistig. Durchgeplant und angezettelt von den USA und bestätigt durch deutsche Politiker und der EU-Länder, wobei einige, wie Italien und Spanien, nicht mitmachen.
Das gibt Hoffnung, zeigt aber nicht, wie die blutrünstigen Drakulas aus den USA zu stoppen sind. Venezuela ist das erdölreichste Land der Welt. Melanie Klein hat das in ihrem Buch: "Die Schockstrategie" hinreichend erklärt und ich habe es immer noch nicht zu Ende gelesen, weil es mich immer wieder schockiert und in eine hilflose Erstarrung versetzt.
Von daher gilt meine große Bewunderung denen, die sich nicht abschrecken lassen, mutig aufstehen und sich der Verteigung stellen, wie auch immer die aussehen mag.
Danke Uli Gellermann für Ihr standhaftes Stehenbleiben für Frieden und Gerechtigkeit.


Am 27. Februar 2019 schrieb Marc Britz:

Die unverfrohrene, zu allen Mitteln bereite Unverhohlenheit, mit der sich der US-EU-Imperialismus sich der Nation Venezuelas zu bemächtigen sucht, fordert die Solidarität aller Imperialisten.

Wer sich, wie die LINKE, hingegen so offen zur Unterdrückungsmaschinerie der EU und durch Unterdrückung von Solidaritätsbekundungen auch zu der Gewaltpolitik der USA bekennt, hat keine Unterstützung sondern Verachtung verdient.

Und wenn derjenige, der hier im Forum gern die Anwesenheit überprüft, wenn es um die zweifellos notwendige Solidarität mit Russland geht, angesichts dieses offenkundigen Verrates der LINKEN auf kritiklose Parteidisziplin pocht, bleibt diesem nur zu sagen: Diese Art von stalinistischem Kadavergehorsam hat endgültig ausgedient!


Am 27. Februar 2019 schrieb R. R.:

Hallo Herr Gellermann,

vielen Dank für Ihr Statement: "Verrat an der internationalen Solidarität ist die Botschaft vom Parteitag der LINKEN."

Ausgezeichnet formuliert, sollte jeder verstehen und jeden der das bisher noch nicht verstanden hat zum Nachdenken anregen.

Natürlich hat auch das Volk von Venezuela das Recht auf Selbstbestimmung. Und natürlich ist Solidarität kein Eingriff in deren Souveränität sondern dient der Unterstützung.

Daß mit Benzin übergossene und angezündete Mülltransporte, an der venezolanischen Grenze aufgefahren, keine solidatische Hilfe sind sonderen Provokationen, müssen wir hier sicher nicht diskutieren.

Aber wenigstens mal erwähnen. Herzliche Grüße.


Am 27. Februar 2019 schrieb Otto Bismark:

altes Fachbuch: Völlige Fassungslosigkeit, wie man durch "sauberes" Trennen (divide et impera) Sachthemen verschwinden lassen kann. Weil wir über das EU-Wahlprogramm reden, reden wir nicht über die verbrecherischen Machenschaften des Imperialismus in Venezuela? Also wenn das keine Steilvorlage für Atlantiker und derartige Konsorten ist, weiß ich nicht!


Am 27. Februar 2019 schrieb Harry Ruderisch:

Lieber Uli Gellermann,

danke für die Veröffentlichung der Rede des Botschafters. Das ist die zornige Wahrheit und zugleich konsequente Demaskierung der imperialen hässlichen Kriegsfratze. Die Linke hat auf ihrem Parteitag das einfache Volk von Venezuela verraten! Mit großer Teilnahme verfolge ich das Geschehen in Venezuela und wünsche dem Volk von Venezuela den Sieg.


Am 27. Februar 2019 schrieb R. R.:

Deutsche und internationale Medien sind nicht voll von Meinungen sondern verbeiten Lügen!


Am 27. Februar 2019 schrieb altes Fachbuch:

ein bissel honig um's maul, viva la venezuela, um das thema zu "tangieren", sprich die eintrittskarte zu sichern - und dann LINKEN-schelte!!??
das thema hier ist venezuela, beim PdL-parteitag war es das EU-wahlprogramm!! eisbären vs. pinguine, und bekanntlich kennen die sich nicht!
wer also hier in der galerie das thema ignoriert, um sich um so mehr an anderen auszutoben, der sollte sich prüfen lassen, welchem framing er erlegen ist;)
natürlich entscheidet über sowas der hausherr, was auch eine botschaft ist!!??

Antwort von U. Gellermann:

Zitiert nach RT Deutsch:

Parteitagsleiter der Linkspartei prahlt: "Konnte Soli-Antrag zu Venezuela verhindern"

"Rico Gebhardt, langjähriger Partei- und derzeitiger Fraktionsvorsitzender der Linken in Sachsen, hat gegenüber dem Tagesspiegel erklärt, dass die Entscheidung des Parteitages, auf dem Gebhardt als Tagungsleiter fungierte, sich nicht mit dem Solidaritätsantrag für Venezuela zu befassen, auf sein Konto geht. Gebhardt wörtlich: „Was ich verhindern konnte, war, dass der Antrag zu Venezuela vom Parteitag behandelt wird.“

Verrat an der internationalen Solidarität ist die Botschaft vom Parteitag der LINKEN.


Am 26. Februar 2019 schrieb Georg Moritz:

Eine hervorragende Rede, im Original hier zu finden:

https://www.youtube.com/watch?v=9iTv-gL97F4

Der einzige Hunger, den es in Venezuela gibt, ist der Hunger nach Macht und Einfluß. Für die seit der Kolonialzeit gewachsene, aus sich selbst sich reproduzierende und in ihrer eigenen Wertewelt lebende Gesellschaft der Besitzenden ist die gewohnte Ordnung der Dinge, der Gesellschaft und der Besitz- und Machtverhältnisse seit Beginn des Chavismo (durch seine Erfolge) massiv gestört. Damit haben sie aus ihrer Sicht ja nicht unrecht.

Sie sieht seit der Chávez-Zeit ihren Einfluß schwinden und ihre Pfründe massiv bedroht. Weil sie aus der Mehrheit der Bevölkerung keine Unterstützung erfahren (warum sollten sie die auch bekommen?) werfen sie sich dem großen kapitalistischen Bruder aus dem Norden an den Hals.

Der Patriotismus, den sie behaupten, betrifft nur ihre Welt. Ich kenne das, ich habe es selbst erlebt, nachdem ich als 12-jähriger 1974 via Auslandsschuldienst meines Vaters an die Deutsche Schule Antonio Varas in Santiago de Chile kam. Der Putsch war ein paar Monate her. Ich blieb dort, bis ich 18 war.

Es hat mich immer mehr als verwundert, wie selbstverständlich meinen Mitschülern ihre Privilegien und die ihrer Familien waren, mit welcher Verachtung und Rassismus (damals kannte ich das Wort noch nicht) sie auf die Bewohner der Poblaciones (Slums) in Santiago herabsahen, mit welchem Haß und Spott sie von "Pencas" oder "Penquistas" sprachen (penquearse = sich besaufen) und die Anhänger von Allende meinten, die Linken allgemein. Ich suchte und fand meine wahren Freunde woanders.

Die Erfahrungen aus dieser Zeit haben mich davor bewahrt, Kapitalist oder auch nur selbstzufriedener Bundesbürger zu werden, obwohl ich das Zeug dazu gehabt hätte. Wahrscheinlich zuviel Zeug dafür. --

Keiner unterschätze die Folgen, welche die Alphabetisierungs-Kampagne der Chavistas in Venezuela hatte! Die Leute lesen, bilden sich fort, die in den Barrios Lebenden sind keine "Peones" mehr. Und sie verstehen ganz genau, was Samuel Moncada vor der OEA gesagt hat.

Der Trommelwirbel für Rancas geht weiter, und der Gesang des Agapito Robles ist nicht verstummt (Bücher von Manuel Scorza). Kolonialismus ist in Südamerika noch nicht zu Ende.

Wenn es Venezuela gelingt, sein Devisen-Portfolio so zu verändern, daß es sein primäres Exportgut hauptsächlich in Remimbi/Yuan, Rubel und Rupien verkauft, meinswegen auch Euro, könnte die Bolivarische Republik als das Land in die Geschichte eingehen, das den Untergang der Hegemonie des Petrodollars, und damit des Imperiums USA, eingeleitet hat.

Andere Staaten haben das ja schon versucht, und wir kennen die Folgen. Diesmal sind die "Regime-Change"-Aktivitäten aber so stümperhaft, daß sie (hoffentlich!) bei allen, die einigermaßen denken können, zu einem massiven Vertrauensverlust in die USA führen. Hoffen wir das Beste.

¡Viva Venezuela! y viva Cuba, claro que sí.


Am 26. Februar 2019 schrieb Thomas Hohnerlein:

Großartig, lieber Uli. Solche Stimmen braucht es, zumal, seit die Linke. die Seiten gewechselt hat. Welch ein Stolz, welch eine Verve und welch eine Wut und Entschlossenheit bei Samuel Moncada und welch eine Verkommenheit, Korruptheit und Schamlosigkeit bei weiten Teilen der deutschen Linken. Sie sollten Venezuela verteidigen oder zur Hölle fahren!


Am 26. Februar 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Für die Veröffentlichung und die Solidarität mit Venezuela ganz herzliche Dank.
Die USA haben dieses erdölreiche Land lange auf ihrer Speisekarte und versuchen mit ihren miesen Sanktionen das Land in die Knie zu zwingen. Ziemlich sicher kann man sein, das man es mit Charakterschweinen allererster Güte zu tun hat. Kein Mensch, der im anderen den Menschen erkennt kann zu solchen unfassbaren Sauereien fähig sein. Der ganze Haufen von Kriegsverbrechern und das sind nicht nur die USA, Deutschland gehört dazu und dieser Micker Maas, der nun wirklich eine Null als Außenminister ist, fordert bereits wieder, was der Präsident Venezuelas zu tun hat, denn wenn nicht, dann gehts ihm wie z.B. Gahdafi, schwatzt wieder einer von den Amis. Manometer, was sind das für Flaschen, mit all den anderen, die mit in der Flaschenkiste zum Abholen bereit stehen. Ein paar ZUgeständnisse, dass man den USA aber auch mal die Meinung geigt, darf wohl so zu verstehen sein, dass man nicht als komplette Vollpfosten vor seinen Wählern stehen will, zumal es sich meist im nichtige Angelegenheiten handelt, um Empörung, oder dem "Schmuddelkind" Trump den deutschen Zeigefinger zeigt und der ist selbstredend schwer beeindruckt von deutscher Politik, die es immer noch nicht gelernt haben, dass trotz Rechtsnachfolge Faschismus sie ihr deutsches Streben nach mehr Macht in der Welt besser lassen sollten, denn das kann nicht gut gehen, wie uns die Geschichte lehrt,
Ich kann dieses Geschwafel, dieses Gelaber von diesen unfähgigen Strolchen, die unfähig sind, weil ohne hochbezahlte Berater, hochdumme Politiker nichts auf die Reihe bekommen.Deutschland, "Michelland," weder Substanz, Haltung, noch den notwendigen Bezug der Geschichte. Klar ist, dass der Kapitalismus diesen Dreck nach oben spült und immer Handlanger, Stiefellecker und Vassallen die Drecksarbeit, als politische Söldner machen und davon gibt es schließlich genug. Kein zweites Chile, wo das Blut des chilenischen Volkes bis Heute nicht getrocknet ist. Die CIA werden noch brutaler, skrupelloser und rücksichtsloser vorgehen, denn sie haben dazugelernt und ich hoffe, Venezuela auch, dass genügend Waffen zur Verfügung und ja: Genauso sehe ich das und bitte kein moralin, wer angegriffen wird hat jedes Recht der Welt sich zu verteidigen. Punkt.
Dieses elende Werte Geschwafel: Werte kann man nicht verordnen, Werte kann man nur leben!
Eine Friedensbewegung würde ich heraufbeschwören, wenn es etwas nutzen würde......
Auf dem Parteitag der "Linken" haben sich an der Stelle, wo es um Anträge zur Solidarität mit Venezuela und um das Verhältnis zu Russland ging, die Kräfte durchgesetzt, die die Anträge, zur Klärung dieser Fragen, verhindert haben. Na dann Prost Mahlzeit, solche "Linken," die lange im System angekommen sind, braucht kein Mensch und nein, ich verallgemeiner nie, da ich differenziere. Allerdings halte ich es für sehr bedenklich, dass zu solch, wichtigen internationalen Fragen, Kleingeist, Mutlosigkeit, Nabelschau und was weiß ich noch, sich durchgesetzt haben,alles, nur mit links hat das wahrlich einen feuchten Kehricht zu tun. Man möge mir meine Wut nachsehen.
Armes Deutschland, mit solch einer "Linken" ist kein Staat zu machen.
Solidarität mit Venezuela und mit allen geknechteten und erniedrigten Völker in der Welt.
"Proletarier aller Länder vereinigt euch." (Das Manifest der kommunistischen Partei)

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