NATO-Brief an Putin

Bataillone, bitte senden Sie Bataillone!

Autor: U. Gellermann
Datum: 05. April 2019

Sehr geehrter Wladimir Wladimirowitsch Putin,

wir wissen natürlich, dass Sie ein viel beschäftigter Mann sind. Aber wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie sich unserem Anliegen widmen würden: Kommandieren Sie doch bitte ein paar Bataillone der Russischen Armee an eine Ihrer Westgrenzen. Am besten an die polnische, gern auch an ein Grenze zu den baltischen Staaten. Die sind besonders nervös. Das bisschen Mobilisierung kann für Ihre Armee kaum ein Problem sein. Denn Ihre Truppen sind doch weitestgehend im eigenen Land. Haben also eigentlich nichts rechtes zu tun. Anders als die Soldaten einer Reihe von NATO-Staaten, die ihre Armeen weit über die Welt im Einsatz haben, ob in Afghanistan, Irak oder Mali zum Beispiel, gammeln Ihre Leute doch weitgehend in den Kasernen rum und langweilen sich. Da müsste Ihnen doch unsere Bitte sehr willkommen sein.

Ganz im Vertrauen Wladimir Wladimirowitsch: Wir warten schon ganz lange auf ein paar ordentliche Truppenbewegungen von Ihrer Seite. Denn seit Jahr und Tag drohen wir unserer Bevölkerung mit Ihren russischen Horden. Vor allem in diesen Tagen, pünktlich zum 70. Geburtstag der NATO, senden und berichten die uns angeschlossenen Medien ständig von der „russischen Aggressivität“. Und was machen Ihre Soldaten? Die bunkern sich ein und spielen Karten und trinken Wodka. Soll das die berühmte russische Kampfbereitschaft sein? Da geben wir uns die größte Mühe, Sie als Gespenst an die Wand zu malen und und was machen Sie? Nichts! Und das schon seit Ende der 40er Jahre. Schön, damals hießen Ihre Formationen noch „Rote Armee“ und waren irgendwie kommunistisch, aber was soll der Unterschied sein? Russe bleibt Russe!

Sehen Sie mal Herr Putin, 70 Jahre lang erzählen wir unserer Bevölkerung, dass die Russen gleich, bald, fast sofort Ihre Grenzen überschreiten, und die kommen einfach nicht. Was glauben Sie, was uns das für eine Anstrengung kostet? Seit 70 Jahren immer denselben Text zu senden und zu drucken ist langweilig, auf Dauer auch für die Konsumenten unserer Botschaft. Die schlafen uns doch ein! Aber wir brauchen wache Steuerzahler, die mit Begeisterung ihr Geld für immer neue Flugzeuge, Panzer und Raketen abdrücken. Und wenn schon keine Begeisterung aufkommt, dann sollten die wenigstens aus Angst zahlen. Diese schöne Angst drohte nachzulassen, als vor Jahren der Sowjetladen geschlossen und der Warschauer Pakt aufgelöst wurde. Nicht, dass es in der Zeit davor einfach gewesen wäre, die russische Bedrohung als Tatsache zu verkaufen. Zumal diverse NATO-Staaten, allen voran die USA, diverse Länder militärisch angegriffen hatten. Gerade bei den intelligenteren Menschen löste die Wirklichkeit Zweifel an der Legende aus. Aber lange hat es geklappt. Mit Ihrer Hilfe müsste das auch heute noch möglich sein.

Es müssen ja keine Divisionen sein, Bataillone reichen schon. Könnten Sie nicht wenigstens die abtrünnigen Ukrainer im Donbass mit ein paar neuen Waffen versorgen? Oder müssen wir wieder altes Sowjet-Gift bei neuen Doppelagenten finden? Dass Sie dafür verantwortlich gewesen sind, haben zwar nur die ganz Blöden geglaubt, aber es hat die arme Theresa May damals jenes bisschen Reputation gekostet, die sie vor dem Brexit noch hatte. Lieber Herr Putin, müssen wir denn alles selbst machen? Wir haben es mit dem Putsch in der Ukraine und der Unterdrückung der russischen Minderheit doch wirklich versucht. Aber was kam von Ihnen? Wieder nichts. So kann das wirklich nicht weiter gehen.

Lieber Herr Putin,

Sie werden fragen „Und was hab ich davon“, wenn ich meine Truppen in Bewegung setze? Na schön, wenn Sie ein paar kleine Grenzverletzungen drauflegen, werden wir Ihnen den Status der Großmacht wieder zuerkennen, den Ihnen Obama aberkannt hat. Wenn Sie als Supermacht anerkannt sind, haben dann alle ordentlich Angst vor Ihnen. Das macht kreditwürdig. Davon leben die USA seit Jahren. Denn jeder Gläubiger weiß: Wenn er zu laut nach seinem Geld ruft, kommt man umgehend vorbei. Mit der US-Navy.

Hoffnungsvoll
Ihre NATO


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 10. April 2019 schrieb Gideon Rugai:

Zwischenzeitlich hat ja der klebrige Claus (natürlich mit elitärem "C" geschrieben) vom Zweiten Dummen Fernsehen den Vogel abgeschossen - anstatt dafür von den Jungs in Weiß abgeholt & Richtung Bonhöfer Klinik (für mental Derrangierte) eingeliefert zu werden....just for the record :
https://de.sputniknews.com/panorama/20190407324617628-zdf-claus-kleber-heute-journal-russland-reaktion/


Am 09. April 2019 schrieb Klaus Bloemker:

"Steuerzahler ... ihr Geld für immer neue Flugzeuge, Panzer und Raketen abdrücken." - wegen der russischen Bedrohung.

Die russische Bedrohung ist natürlich nicht der Grund, warum Trump von Europa mehr Militärausgaben fordert. (Das europäische Militärbudget übertrifft das von Russland heute schon bei weitem.)

- Trump ist ein Freund Putins.

- Trump will Europa ökonomisch schwächen. Er sieht Europa als Konkurrenz zu den USA.

- Trump will der US Rüstungsindustrie Aufträge verschaffen.

Jedenfalls hat das alles nichts mit russisch militärischer Bedrohung zu tun.

Eine Bedrohung wäre, wenn Russland seine Autos und Samoware in die Nato Länder exportieren würde. - DAS wäre eine Bedrohung :-) !


Am 08. April 2019 schrieb Weber-Herzog:

Lieber Uli,dieses Jahr werde ich die Moderation machen beim Ostermarsch. Ich finde

Deinen "Offenen Brief an Putin" so treffend, dass ich ihn gerne vorlesen würde bei der Abschlusskundgebung. Mit satirischem Unterton versteht sich! Und selbstverständlich würde ich auf Deine "Rationalgalerie" und Deine Sendung "Die Macht um Acht" hinweisen!

Bist Du einverstanden?Herzliche Grüße von mir und Christof, Christa

Antwort von U. Gellermann:

Selbstverständlich und gern, bitte mailt mir noch Ort und Zeit.


Am 08. April 2019 schrieb Uschi Peter:

Schöner Artikel und so lebensecht! Wie unsere Medien richtig lobten, ist die Nato die Friedensmacht Europas. Das bisschen Krieg in Jugoslawien diente auch nur der Erhaltung des Friedens und der Rettung der Albaner vor einem neuen Auschwitz......Kriege in aller Welt sind immer nur von den Einheimischen geführt worden. Die Nato wirkte da besänftigend und -siehe oben - friedenstiftend. Aber Spaß beiseite. Wie der klebrige Klaus so warnend tönte, steht die russische Armee ja schon im Baltikum, um die Letten usw. heim ins Reich zu holen. Wie schön wäre es dann, den Russen in die Schranken einer Regionalmacht zurück zu bomben. Sonst steht er bald "im Vorgarten" (Volker Pispers). Vielleicht macht uns Putin ja den Gefallen.
PS: Lieber Werner Hajek, ein bisschen mehr Geschichtskenntnisse würden Ihnen guttun. So wie die Sowjetarmee und ihre Verbündeten Manöver in... ... abhielt, mindestens ebensoviele veranstalteten die Natotruppen außerhalb der USA. Die mündeten dann sogar in handfeste Kriege: Korea, Vietnam, Irak, Afghanistan (nicht nur die SU, die zudem zweimal vom gewählten Präsidenten zur Hilfe gerufen wurde wie in Syrien), Libyen... und unzählige bezahlte Putsche.


Am 08. April 2019 schrieb Hans-Heiko Schlottke:

Satire der Sonderklasse, lieber Uli G.. Wie gern würde ich sie auf Facebook teilen.


Am 07. April 2019 schrieb Pat Hall:

Dieser Brief an Putin verbreitet sich wie ein Lauffeuer lieber Uli und bedarf keiner Briefmarke zusätzlich.
Auch den Bild-Zeitungsles*ern wird der Schock tief im Nacken sitzen..falls man es wagen wird diesen Bitt-Brief zu erwähnen.


Am 07. April 2019 schrieb Hella-Maria Schier:

"Na, da hätten wir doch was!" sagt Putin, "was soll ich mir immer selbst den Mund fusselig reden, wenn diese amerikanischen Idioten sowieso nicht zuhören...vielleicht wird dies hier ihnen den Mund stopfen und ihnen klar machen, das Mütterchen Russland auch ganz anders kann - Bühne frei für Wladimir Schirinowski! :
" Was ich den Amerikanern gerne sagen würde: ein Flugzeug war aus Malaysia nach China unterwegs. Es ist verschwunden: Flug MH370. Es gab einen Tsunami (2004): 300 000 sind auf dem Meeresgrund. Diese Operation nannten wir "Zeit zum Waschen".
Es verschwanden Schiffe. Das Schiff war da, jetzt ist es nicht mehr da. So können auch ganze Städte verschwinden: Washington war da - jetzt ist die Stadt nicht mehr da. Das weiße Haus war da, jetzt ist es nicht mehr da. Alle wachen morgens auf und sehen: Das weiße Haus ist nicht mehr da. Lasst uns suchen gehen. Wo ist Barack Obama? Läuft durch die Gegend nur in Unterhose, sein Haus ist nicht da und sein Sicherheitsdienst ist auch nicht mehr da. Nichts ist mehr da. Es gibt Schneestürme, die ganz Amerika mit Schnee zuschütten. Es gibt Wetterwaffen, die dafür sorgen können,dass in einer Stadt niemand mehr aufwacht. Weil der Luftdruck zu hoch ist - alle sterben. Ohne Explosion, ohne Rauch, ohne Molotowcocktails. Ganz einfach. Am nächsten Tag ist es ein anderes Land, eine andere Stadt. Eher gesagt: die Stadt ist nicht mehr da. Städte, Flugzeuge, Schiffe und ganze Armeen werden verschwinden. Ohne auch nur einen Schuss, ohne Radioaktivität. Darüber sollten die Amerikaner mal nachdenken. Wir haben Napoleon die Schnauze poliert, Hitler in sein Grab gebracht. Und die Amerikaner, die noch nie richtig Krieg geführt haben, stellen für uns rein garnichts da. Aber: Wollen die Russen Krieg? Nein!"

Quelle: uncut news Wladimir Schirinowski droht USA mit "Wetter und High-Tech-Waffen"
Quelle: uncut news Wladimir Schirinowski droht USA mit "Wetter und High-Tech-Waffen"
https://www.youtube.com/watch?v=xtWKD2I8HF0
Wladimir Schirinowski während der Ukraine-Krise vor laufender Kamera.
Im Hinblick auf die Ukraine drohte Wladimir Schirinowski, Vizechef der Duma, Parteivorsitzender der Oppositionspartei LDPR den USA: Video vom April 2014. Interessant sind die Waffen die er erwähnt. Waffen die das Wetter beeinflussen können. (und Erdbeben auslösen)
Dazu noch kurz:
Die Russen waren schon vor den USA durch deutsche Wissenschaftler nach dem 2. Weltkrieg im Besitz der HAARP-Technologie nach Tesla und arbeiteten an der Weiterentwicklung, während die USA sich noch ausschließlich auf Atomwaffen konzentrierten. Sie haben inzwischen nat. längst aufgeholt. 1977 wurden diese Waffen durch die Enmod Konvention von der UN in ihrer Existenz und in ihren Fähigkeiten der Wettermanipulation bestätigt und dann offiziell verboten. 1999 beschäftigte sich das EU-Parlament mit dem Thema und schloss mit der Feststellung, dass diese Technologie gefährlich, eine Waffe und klimaverändernd sei, die Bevölkerung Europas aber praktisch nichts darüber wisse und aufgeklärt werden müsse. Dies wurde von der EU-Komission meines Wissens - finde die Quelle gerade nicht - mit der Feststellung zurückgewiesen, man mische sich nicht in militärische Angelegenheiten. Das Parlament hat es ein paar Jahre später noch einmal versucht, offensichtlich mit dem gleichen Ergebnis. Inzwischen verfügen 8 Länder über entsprechende Anlagen. auch Deutschland. - angeblich nur Forschung...
Ich hab mal eine Sammlung von Quellen und Zitaten in meiner DFG-VK-Gruppe herumgeschickt - keine Reaktion, obwohl es um Rüstung und Militär geht. Wer das Thema zu breitenwirksam angeht und nicht genügend verrufen ist, bekommt Schwierigkeiten.


Am 07. April 2019 schrieb Heinz Schneider:

Mein fiktiver Presseclub mit 4 Journalisten aus 2 Welten. Mit Uli Gellermann (Rationalgalerie), Ulrike Hermann (TAZ), Klaus Remme (DLF), Moderation: Korbinian Frenzel (DLF).

UG: Das letzte Mal, als die Deutschen sich gegen die Russen verteidigt haben sind sie bis Stalingrad gekommen.

UH: Aber jeder hat ja schon mitbekommen, dass die Bewegungsfähigkeit der Bundeswehr eingeschränkt ist dadurch, dass die Hubschrauber und die anderen Fortbewegungsmittel zum Teil eben gar nicht tauglich sind. Deutschland wird nicht daran vorbeikommen, seinen Anteil an den Verteidigungsausgaben zu erhöhen.

KR: Was dieses Ziel angeht, da bleiben wir Zusagen schuldig. Das Problem scheint mir zu sein, dass die SPD diese Verpflichtungen, die politisch so schnell zu erklären sind, nicht wirklich erfüllen will, wenn es um robuste Mittel geht!

KF: Es nährt auch meine Zweifel, dass es helfen würde, wenn wir mehr für Militär ausgeben, dass so richtig die Bereitschaft, militärisch auch zu agieren oder es zumindest als Drohkulisse zu nutzen, in diesem Land auch gar nicht so weit verbreitet ist.

UH: Ich glaube, dasss ich da etwas spiegelt, was für die gesamte Gesellschaft gilt, nämlich, jeder tote Soldat ist ein Problem. Wir haben so wenig Kinder, so wenig Jugend, dass nichts mehr geopfert werden kann. Wozu das aber führt ist, dass der Krieg immer stärker technisiert wird und dass diese Idee, da marschieren Millionen von Soldaten irgendwo ein, völlig abwegig ist. Was stattdessen kommen wird, das kann man auch sehen an den Ausrüstungsprogrammen der Bundeswehr, dass man zum Beispiel verstärkt auf Drohnen setzt. Das Ideal ist auch in der CDU, einen Krieg ohne Menschen zu führen, weil wie gesagt jeder tote Soldat sofort dazu führt, dass die Gesellschaft keinen Krieg mehr führen will.

Nachtrag: Die Hoffnung, dieses Gespräch sei tatsächlich fiktiv, ist leider trügerisch. Nachhören kann man das im Deutschlandfunk Kultur unter dem etwas phantasielosen Titel: "Deutschland muss mehr für Verteidigung ausgeben". Fiktiv ist nur, dass Gellermann teilgenommen hat. Das ist selbstverständlich undenkbar, der ist ja aus einer anderen Welt.


Am 07. April 2019 schrieb Ricardo Rico:

Es ist nicht üblich, etwas so Gutes in einer deutschen öffentlichen Veröffentlichung zu lesen!


Am 07. April 2019 schrieb Margarete Schuster:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

Ihr Brief an Herrn Putin war in meinem Sinne. Beste Satire!
Ich würde Ihnen auch gerne etwas spenden, aber nicht über PayPal. Ich habe mein PayPal-Konto vor Jahren gekündigt, weil ich a) keine Lust mehr hatte ein amerikanisches Unternehmen zu unterstützen (huch, ich habe ja noch eine Amex-Karte) und b) weil ich in der Woche 10 Phishing-Mails die blöde PayPal-Kunden ausrauben wollen, bekommen habe.

Also gibt es noch eine andere Möglichkeit als über PayPal zu spenden?

Wenn nicht, auch gut!

Antwort von U. Gellermann:

Leider geht es nur über PayPal.


Am 07. April 2019 schrieb Klaus Bloemker:

Wie wär's denn Herr Gellermann ...

wenn Sie Putin vorschlagen, nicht seine hervorragenden Panzer an die Westgrenze zu schicken sondern die hervorragenden russischen Autos über die Grenze in die NATO Länder zu exportieren.

Das würde der NATO, BMW und VW so richtig Russenangst einjagen, die sie ja umbedingt brauchen. - Falls das mit den Autos nicht klappt, könnte Putin es mit dem Export von Samowaren versuchen.

Antwort von U. Gellermann:

Ist es bei Ihnen die seit Stalingrad normale deutsche Russophobie oder durch Nachkriegsmedien neu erworben?

Antwort von U. Gellermann:

Ist es bei Ihnen die seit Stalingrad normale deutsche Russophobie oder durch Nachkriegsmedien neu erworben?


Am 06. April 2019 schrieb Ernst Blutig:

@Hajek

Es ist die Haltung von Herrenmenschen, die statt von einer gültigen Objektivität mindestens "ihrer"Regeln (und das Völker-/Menschenrecht ist ja nichtmal ein Fall von "ihren Regeln", da gemeinsam von allen anderen Völkern mitgetragen also auch von Russen) ausgehend, jederzeit "ihre" eigenen Regeln aussetzen, verändern oder negiert wissen wollen, vor allem anderen, den vom Herrenmenschen beliebig nach Geschäftsinteressen definierten Untermenschen gegenüber.
Obwohl ich vergaß ja zu erwähnen, daß die USA ja ganz offiziell aufs Völker/Menschenrecht juristisch pfeifen. Vor allem, wenn sie es brechen.


Am 06. April 2019 schrieb Armin Gröpler:

Der Satire blüht die Rose
immer nur in Symbiose,
die mit sicherem Instinkt
sie mit Politik verlinkt.
Wie im trüben Teich der Wels
Sitzt sie ihr als Laus im Pelz.

Im parlamentarischem Garten
Braucht sie gar nicht lange warten.
Jede*r zweite von der Meute
dient ihr brav als fette Beute.
Nicht nur wegen großer Nasen,
vielmehr wegen hohler Phrasen.
Der Satire bringt das Glück
Stets die hohe Politik.
Man kann nicht nur an ihr ranken,
nein, man muss ihr auch mal danken!


Am 06. April 2019 schrieb camillo s:

wieder mal ein super beitrag des rationalgaleristen mit der gewohnten prise sarkasmus. übrigens auch die replik von fr. spurgat sehr passend.
kleine anregung: wollte nun auch eine spende absenden, als ich aber feststellen musste dass dies nur via paypal - eine frima aus dem "land of the free" (free wovon? vermutlich hauptsächlich von verstand...) mit der ich schon vor jahren, wegen deren impertinenten verlangen identitätsnachweise zu erbringen, sämtliche kontakte abgebrochen habe, möglich ist - hab ich den vorgang abgebrochen. wie wärs denn einfach ein spendenkonto mit iban anzuführen damit man die galerir unterstützen kann ohne die daran verdienen zu lassen
vg

Antwort von U. Gellermann:

Pay-Pal ist das einfachste und preiswerteste Spenden-Konto.


Am 06. April 2019 schrieb Der Linke:

Allein der Gedanke das unzählige Russen seit Jahrhunderten (ca. 144,5 Millionen!) die Russische Föderation annektiert haben, bringt die Nato-Strategen in ihrem Streben nach Freiheit und Frieden fast um, auch die Annektierung der Ukraine durch Ukrainer (hier aber nur Donezk und Lugansk) ist nach Meinung von westlichen Strategen nicht länger hinzunehmen. Nehmen wir einfach mal die frechen Syrer: die Syrer haben vor Jahrzehnten ungestraft in Syrien einfach die Macht ergriffen und ein Regime aufgebaut. Die salafistischen, wahabitischen, oppositionellen Rebellen aus dem Ausland müssen nun in mühsamer Kleinarbeit (Kopf abhacken, Raketen in Wohngebiete schießen, Minen legen, Frauen steinigen) gemeinsam mit der NATO das syrische Land von diesen Okkupanten befreien. Ständig fallen mongolische und slawische Horden über das Hoheitsgebiet der NATO her (die Mongolen im Jahr 1243 oder die UdSSR-Russen die im 2. Weltkrieg unter dem Vorwand der Bekämpfung des Faschismus das Deutsche Reich überfallen haben). Nehmen wir den brutalen Überfall Jugoslawiens (1999) auf die europäischen-transatlantischen Länder USA, Frankreich, BRD, GB…mit Hilfe der Nato wurde der brutale Überfall noch vor seiner Planung zurück geschlagen. Meine Analyse: Solange die Russen weiterhin die Russische Föderation besetzt halten wird die NATO bleiben was sie ist…eine verlogene, aggressive Militärkumpanei zum Abschlachten von Völkern und zerbomben Staaten…


Am 06. April 2019 schrieb Werner Hajek:


Lieber Kostas Kipuros,

die Liste von kriegerischen Aggressionen durch USA und NATO will ich gar nicht abstreiten. Ich setze noch einen drauf: In meiner Jugend wurde die "westliche Freiheit" gegen die Diktaturen des Ostblocks zusammen mit Diktaturen in Portugal, Spanien und Griechenland "verteidigt". Aber hier geht es mir um Folgendes: Wenn die Einen die Bösen sind (NATO), sind die anderen noch lange nicht die Guten (Russland). Ist Putin wirklich die Lichtgestalt, als die er hier dargestellt wird?

Antwort von U. Gellermann:

Putin wird in keiner Zeile als „Lichtgestalt“ beschrieben.


Am 06. April 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Putin an NATO

Liebe Kriegstreiber und Völkermörder,

zugegebenermaßen könnte auch mir des öfteren der "Kragen platzen," doch als ehemaliger KGB Mann........und mit einem Außenminister Lawrow, der, der Fels in der Brandung ist werden wir der Garant für den Frieden bleiben, da können sie machen, was sie wollen, außer sie wagen es die russischen Grenzen zu überschreiten, sie wissen trotz ihrer geistigen Verblödung was die Stunde denen geschlagen hatte, die uns vernichten wollten.
Wir sind es gewohnt für alles und jedes verantwortlich gemacht zu werden, vergessen werden wir nie was unseren Müttern, Vätern unseren Familien, unserem Land angetan wurde.

Die Geschichte ihr armseligen Gestalten, die froh sein können, wenn sie ohne Begleitung den Weg alleine nach Hause finden hat gesprochen, hat ihr Urteil gefällt und wir, die den Krieg der Kriege erleiden mußten werden wachsam sein und bleiben, in der Tradition des Friedens, dass steht im kollektiven Stammbuch Russlands, denn der kollektive Schmerz und das Wissen, was Frieden bedeutet wird uns nicht zu unbedachten Handlungen bringen können, auch wenn mir manchmal danach ist, dem einen oder anderen die Fresse zu polieren.

Ihr Angsthasen, ihr Völkermörder, ihr Kleingeister wollt uns kleinkriegen, denn nie habt habt ihr Sowjetunion/Russland aufgegeben, dass weiß ein jeder, der sich mit der Geschichte etwas auskennt. So sollen wir mit Sanktionen wirtschaftlich kaputt gemacht werden, mit dem Zwang zur Aufrüstung, denn Rüstung kostet viele Rubel, die an anderen Stellen dringend gebraucht werden. Die "Soziale Frage" stellt sich in Russland dringender denn je. Und wir haben dreimal am Boden gelegen und sind immer wieder aufgestanden. Euch geht doch die Düse und so soll es bleiben. Leider können wir ihrem Wunsch nicht nachkommen, denn unsere Soldaten wollen leben, wie ganz Russland. Meine Damen und Herren: Niemals werden wir vergessen, was es heißt zu hungern, zu frieren...... ins kollektive, historische Gedächtnis auf immer eingebrannt und "Nie wieder Krieg," dem werden wir solange verpflichtet bleiben, wie man unsere Existenzberechtigung militärisch nicht antastet, denn wir werden uns zu wehren wissen und das ist auch in den NATO Spatzenhirnen angekommen.


Am 06. April 2019 schrieb Dietmar Nischik:

Hallo Herr Gellermann,

haben Sie schon über die Veröffentlichung in der BILD nachgedacht?

Wie Gysi schon sinngemäss sagte, wenn es nur ein Gefühl der Bedrohung der russischen Anreinerstaaten durch Russland ist, ist es verdammt viel Aufwand mit den Natotruppen. Wenn es eine echte Bedrohung gäbe, wäre der Aufwand komplett sinnlos.

Antwort von U. Gellermann:

Die Bildzeitung wird sich nicht trauen. Ihre Leser könnten was lernen. Das ist im Springer-Programm nicht vorgesehen.


Am 06. April 2019 schrieb Kostas Kipuros:

Lieber Werner Hajek,

Ihre „objektive" Sicht ist in Wirklichkeit nur erbärmlich subjektiv/selektiv. Wie wäre es, wenn Sie in Ihrer Replik auf die russischen „Aggressionen“ (die nicht abzustreiten sind) die der westlichen "Wertegemeinschaft" gegenüber stellen würden - mir fällt da zum Beispiel Vietnam (Frankreich, USA), Kambodscha, Laos, Falklandinseln (Großbritannien), Afghanistan (ja, da waren auch die Russen, was die Amerikaner aber keinesfalls abgeschreckt hat, dort auch ordentlich Bomben abzuladen). Libyen, Irak und und und und ein. Einzig wichtig: Aber Millionen Tote. Aber das ist ja vernachlässigbar, denn diese Toten sind ja ungefragt für ihre Freiheit geopfert worden. Ach, im Grunde ist es langweilig und öde, immer die gleichen Fakten anzuführen, wenn sie doch immer wieder ignoriert werden. Sie, Herr Hajek, führen sich als objektives Korrektiv auf und sind doch nur Teil eines Schwarz-Weiß-Schemas. Es wäre einfach nur schön, dass Sie dies endlich anerkennen, dann könnte man ernsthaft debattieren.


Am 06. April 2019 schrieb Ernst Blutig:

Herr Gellermann, ja wissens denn nicht das Neuste? Die deutsche Elite hat jetzt ihr eigenes Russiagate und muss nicht in den Unterricht in die USA, da der Lehrkörper dort ein Leerkörper war. Man hat jetzt geleaktes Beweismaterial, von russischen Hackern! Die guten Hacker natürlich.
---
Man muss schon wirklich völlig ungebildet und borniert sein, wenn man das in großen Teilen völkerrechtswidrige Wirken der USA, samt ihren lickspittles from europe, vergleicht mit den Engagements der Russen in Syrien und nun Venezuela AUF EINLADUNG derer offiziellen Regierungen - völkerrechtskonform wohlgemerkt.

Aber bitte, bleiben wir doch alle sachlich. Am besten total nebensachlich...


Am 06. April 2019 schrieb Melanie Gatzke:

Hallo Herr Gellermann,

dieser Artikel ist der Hammer,. Da haben sie wirklich einen genialen Artikel gebracht.
Ich sage ja auch schon immer, es ist ja fast schon zu schön zu sehen, wie sich die Nato bemüht und Putin nichts macht, er schaut zu und rührt sich nicht, macht nichts, wahrscheinlich lacht er nur darüber. Danke für diesen herrlichen Artikel.


Am 05. April 2019 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Ich gratuliere Dir Uli zu diesem hervorragenden Text!

Aber mir gratuliere ich noch viel mehr - einem meisterhaften Rechercheur wie Dir begegnet zu sei, der mittels RG immer wieder aufs Neue überrascht,
und der für klareren Durchblick sorgt in diesen wirren Zeiten!

An dieser Stelle nochmals vielen Dank!


Am 05. April 2019 schrieb Werner Hajek:

Was für ein Glück, dass die welt schwarz-weiß ist. Wäre sie nicht so dann
-würden sich russische Soldaten auch in Syrien, Venezuela und der Ostukraine langweilen.
- würden in den 70 Jahren NATO russisch-sowjetische Soldaten kleine "Manöver" außerhalb der Landesgrenzen veranstaltet haben, z.B. 1953 in der DDR, 1956 in Ungarn, 1968 in der Tschechoslowakei, 1919 in Afghanistan.
Aber das war ja gar nicht so.

Antwort von U. Gellermann:

Schwarz auf weiss: Die Russen haben kein einziges NATO-Land angegriffen. Aber man tut seit langer Zeit seit so, als ob man sich gegen einen russischen Überfall verteidigen müsse. Das letzte Mal als die Deutschen sich gegen die Russen verteidigt haben sind sie bis Stalingrad gekommen.


Am 05. April 2019 schrieb Alexander Kocks:

Lieber Herr Putin,

bitte glauben Sie dem Gellermann nicht. Der Mann will nur auf sich Aufmerksam machen und ansonsten seinen Spaß haben.
Die Nato-Bataillone in den osteuropäischen Ländern sind dort auf Bitten der Regierungen von Polen und den baltischen Staaten und das sind souveräne Länder, die können und dürfen selbst Entscheiden ob sie amerikanische oder fremde Nato Truppen in ihrem Land begrüßen. Etwas ganz anderes ist es natürlich wenn Sie, Herr Putin, die Chuzpe haben russische Bataillone z.B. in Venezuela oder Kuba zu stationieren. Dann begeben Sie sich in die für Sie verbotene westliche Hemisphäre und verstoßen gegen die Monroe-Doktrin, was ernsthafte Folgen für Sie und Ihr Land haben wird. Das kann und wird die westliche Wertegemeinschaft nicht tolerieren.
Also lassen Sie Ihre Bataillone besser in Russland weit weg von Ihrer westlichen Grenze.

Am Besten stationieren Sie Ihre Truppen östlich des Ural, das wäre mal eine Vertrauen bildende Maßnahme. Wir glauben nach 70 Jahren den Wahrsagern im Westen sowieso nicht mehr, dass Sie die Absicht haben zu uns zu kommen und Europa bis zum Atlantik unterwerfen wollen. Selbst wenn Sie manchmal mit dem Gedanken spielen sollten doch Ihre Panzer in Marsch zu setzen, lassen Sie es lieber. Frau Merkel und ihre Koalition zusammen mit den GRÜNEN wird sofort ein Fahrverbot für alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor für die ganze Bundesrepublik verhängen und dann haben Sie den Salat. Außerdem ist die Infrastruktur, insbesondere die der Straßen in Deutschland so herunter gekommen, dass Ihre Panzer schon nach wenigen Kilometern, spätestens aber am Kamener Kreuz im Stau stehen werden.

Hören Sie bitte nicht auf Herrn Gellermann.

Mit besten Grüßen

Alexander Kocks


Am 05. April 2019 schrieb Ute Plass:

Großartig, dieses "NATO-Schreiben" an Putin, in dem die NATO zeigt, für was sie steht: Nicht-An-Tatsachen-Orientiert :-)


Am 05. April 2019 schrieb R. R.:

Putin an NATO als Antwort auf NATO an PUTIN

Liebe NATO,
lassen Sie mich zunächst mit Stalin antworten: Was wollen wir mit den Faschisten machen die unsere Frauen und Kinder bestialisch ermorden, unser Vaterland verwüsten und unsere Erde verbrennen!? Wollen wir etwa mit denen diskutieren!?

Sehen Sie liebe NATO, diese Frage war schon 1941 überflüssig. Wobei man hinzufügen sollte daß wir natürlich auch damals schon über die Flugblätter Ihrer faschistischen Vorfahren zum Thema "Konzentrationslager in der UdSSR" herzlich gelacht haben.

Fairerweise müssen wir jedoch zugeben, dass wir Ihre Idee mit dem Gulag Archipel zeitnah aufgegriffen haben und diejenigen da hineingesteckt haben die das verdient hatten.

Wenn Sie es also wagen sollten, jemals wieder ungefragt russischen Boden betreten zu müssen, wandern Ihre Faschisten unversehens in den Gulag und zwar reihenweise! Details zu diesen Lagern können wir uns sicher schenken, was Ihnen darinnen blüht wissen sie ja schon. Und falls Sie es gerade mal nicht wissen, lesen sie Archipel Gulag, das können Sie sogar im Internet bestellen.

Liebesgrüße aus Moskau!


Am 05. April 2019 schrieb Johannes M. BECKER:

Genial!
Bin gespannt, wie weit Dein Einfluss reicht.
Hast du die Stoltenberg, von der Leyen u.a. im Boot? DAS wär' mal was Endlich!


Am 05. April 2019 schrieb Otto Bismark:

Aber liest das Putin nun auch? Denn der hat sicher auch Sinn für gute Satire!


Am 05. April 2019 schrieb Harry Popow:

Vor ein Weltgericht mit Feuerspuckern

Nicht einmal diese harte Satire würden die Aufrüstungsschreihälse richtig einordnen können, dafür aber als ?Aggressionsbereitschaft? Russlands mit Unterstützung der Friedensfreunde aus aller Welt an die Wand malen. Nein, ein Weltgericht muss her wie im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess. Auf die Anklagebank mit ihnen: Alle, die nach höheren Verteidigungsausgaben schreien und wieder einmal den Schwarzen Peter den Russen in die Schuhe schieben, statt der NATO und den USA mit einem glasklaren STOPP in den Arm zu fallen. Aber gewiss doch Uli Gellermann, wenn gar nichts mehr helfen sollte...


Am 05. April 2019 schrieb Rudolf Reddig:

Eine hervorragende Ansage, die die ganze heuchlerische Verlogenheit des vorgeblich wertebasierten westlichen "Verteidigungs"bündnisses offenbart.



Am 05. April 2019 schrieb Lars Wegener :

Super-Text! Das kann nur Gellermann.


Am 05. April 2019 schrieb Christa Meixner:

Offener Brief an Putin.
Hallo Herr Gellermann !
Brillant, einfach nur brillant !!!
Eindrucksvoller kann man die NATO nicht bloßstellen.

Dran bleiben...

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