Der Ex-Unilever-Manager und Nato-Generalsekretär Mark Rutte will mit einer Gruppe von 22 Staaten die Straße von Hormus „befahrbar“ machen. Er folgt offenkundig der Forderung des irren Trump, der seit vier Wochen gemeinsam mit Israel einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Iran führt.

Israel und USA haben Krieg begonnen

Donald Trump hat, seit die USA gemeinsam mit Israel den Krieg im Iran begonnen haben, schon einiges probiert um zu signalisieren, er habe alles im Griff. Der US-Präsident hat den Krieg, der mittlerweile in seine vierte Woche geht, schon mehrfach für "so gut wie beendet" erklärt. Wer bei Verstand war, wußte, dass der Iran nicht einknicken würde. Man weiß in Teheran, dass man mit der Straße von Hormus ein Faustpfand in der Hand hält.

Teheran: Keine Verhandlungen vor Kampf-Ende

Zudem sind die Forderungen von Donald Trump von den Iranern nicht annehmbar. Trump fordert vom Iran, sein Raketenprogramm für fünf Jahre im Austausch für Frieden einzustellen. Es ist eine von sechs Verpflichtungen, zu denen der US-Präsident Teheran drängen will. Und ein Zeichen dafür, dass sich die Positionen von Washington und Iran weiter voneinander entfernen. Das Weiße Haus weist zudem Forderungen nach einem Waffenstillstand zurück, während Teheran darauf besteht, dass Verhandlungen nicht beginnen können, bevor die Kämpfe enden.

Nato-Drohungen haltlos

In dieser Situation droht Rutte mit der NATO. Doch ein Eingreifen der NATO im nahen Osten würde den Krieg nur ausweiten, nicht beenden. Denn innerhalb weniger Stunden, nachdem die USA und Israel Anfang März Teheran bombardiert hatten, flogen iranische Raketen in alle Richtungen und trafen US-Stützpunkte in Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, der Türkei und anderswo. Welche NATO-Staaten wollen dieses Risiko eingehen?

Iranische Raketen erreichen US-Stützpunkte

Seit der Iran zwei ballistische Mittelstreckenraketen auf den gemeinsamen britisch-amerikanischen Stützpunkt Diego Garcia abgefeuert hat, wissen die Gegner des Iran, dass dessen Khorramshahr‑4-Rakete über 3.800 Kilometer weit fliegen kann. Die Entfernung zwischen Ankara, der Hauptstadt des NATO-Landes Türkei und Teheran beträgt nur 1.694,29 km Luftlinie. Die USA liegen außerhalb dieser Reichweite. Die Entfernung zwischen Teheran und der US-Air Base in Ramstein beträgt weniger als 3.600 km. Welcher NATO-Staat will dieses Risiko eingehen?

Iran weiß, wo man Partner findet

Dass der Iran erwägt, mit China verbundene Schiffe sicher durch die Straße von Hormus passieren zu lassen, zeigt, dass die Islamische Republik weiß, in welcher Region sie Bündnispartner finden kann. Wer sich den Weg durch die Straße von Hormus freischießen will, der riskiert den Weltkrieg.

Auch in dieser Lage wäre Deutschland gut beraten, wenn es neutral und nicht an die Befehls-Strukturen der NATO gebunden wäre.

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