Glatt gelutscht: Sonneborn

Zweiter Weltkrieg von Russen begonnen

Autor: U. Gellermann
Datum: 30. September 2019

Seit Jahr und Tag gaben sich Konservative und Rechte große Mühe, die Geschichte umzuschreiben. Mit dem Trick-Begriff „Totalitarismus“ setzten sie das Nazi- mit dem Sowjet-Regime gleich und schoben so der Sowjetunion zumindest eine Mitschuld am 2. Weltkrieg zu. Diese Geschichtsfälschungsfigur fand nun ihren Höhepunkt in einer Entschließung des EU-Parlamentes, das tatsächlich diesen Satz absonderte: „ … dass die unmittelbare Folge des Molotow-Ribbentrop-Pakts, auf den am 28. September 1939 der Grenz- und Freundschaftsvertrag zwischen den Nazis und den Sowjets folgte, darin bestand, dass zuerst Hitlers Truppen und zwei Wochen darauf Stalins Truppen in die Republik Polen einmarschierten . . . und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs den Weg bereiteten“. Der Molotow-Ribbentrop-Pakt, gemeinhin Hitler-Stalin-Pakt genannt, ist der Dreh- und Angelpunkt einer Gleichsetzungs-Ideologie, die eine vorgebliche Schuld der Russen konstruiert. Seit dem Kalten Krieg wird mit diesem Konstrukt das Feindbild des bösen Russen an die Wand gemalt.

Solche historischen Fakten wie der Überfall auf Polen durch deutsche Truppen mussten bei der Entschließung ebenso unter den Tisch fallen wie die Millionen Toten, die von den sowjetischen Völkern im Kampf gegen Hitler-Deutschland zu beklagen waren. Auch dass der Überfall der deutschen Wehrmacht im Oktober 1938 auf dieTschechoslowakei mit freundlicher Duldung der westlichen Mächte Frankreich und Großbritannien trotz deren Garantien im Münchner Abkommen der eigentliche Auftakt des 2. Weltkriegs war, konnte das EU-Parlament keinen Moment von seiner Geschichtsblindheit heilen. Großbritanniens und Frankreichs höfliche Zurückhaltung haben Hitler fraglos zu weiteren Raubzügen animiert. Der alte Anti-Sowjetische Reflex, längst in die aktuelle Russo-Phobie überführt, ist einfach zu wichtig für das Aufpolieren jenes Feindbildes, mit dem sich damals wie heute die NATO-Hochrüstung begründen lässt. Noch ist der NATO-Zwei-Prozent-Beschluss nicht in allen EU-Ländern umgesetzt. Da muss noch eine Hass-Schippe nachgelegt werden.

Nach der Besetzung der Tschechoslowakei, im Frühjahr und Sommer 1939, als die Ausweitung des Hitler-Kriegs vor der Tür stand, begannen Verhandlungen zwischen England und Frankreich einerseits und der Sowjetunion anderseits. Im März 1939 begonnen dauerten sie etwa vier Monate. Gegenstand war ein mögliches Militärbündnis der Mächte gegen Nazi-Deutschland. Den Regierungen war klar, dass der Krieg mit Deutschland vor der Tür stand. Der Vorschlag der Sowjets sah deshalb vor, dass die Sowjetunion, England und Frankreich sich gegenseitig verpflichten sollten, einander unverzüglich jeden, auch militärischen, Beistand zu leisten, falls gegen einen dieser Staaten eine Aggression unternommen werden würde. Der britische Gegenvorschlag sah nur eine einseitige Verpflichtung der Sowjetunion vor. Sie sollte sich zur Hilfeleistung an England und Frankreich verpflichten, die ihrerseits der Sowjetunion gegenüber absolut keinerlei Verpflichtungen übernehmen wollten. Lloyd George, zeitweilig britischer Premier, schrieb im Sommer 1939 in der französischen Zeitung „Ce Soir“: „Neville Chamberlain (brit. Premier), Halifax (brit. Außenminister) und John Simon (brit. Finanzminister) wünschen kein Übereinkommen mit Rußland." Um nicht isoliert und unvorbereitet in einen Krieg mit Hitler-Deutschland zu geraten, gewann die Sowjetunion durch den Molotow-Ribbentrop-Pakt zumindest Zeit zur Vorbereitung auf einen unvermeidlichen Krieg.

Der EU-Feindbild-Entschließung stimmten aus Deutschland – neben den obligatorischen Totalitarismus-Theorie-Verfechtern von CDU und SPD – auch Ska Keller und Sven Giegold von den Grünen und Martin Sonneborn, der Erfinder der Spaßpartei DIE PARTEI, zu. Bei den GRÜNEN, deren ideologische Gründung von maoistischen Funktionären und ihrer Russophobie beeinflusst wurde, erstaunt die flotte Bereitschaft zur düsteren Ausstattung eines Russlandfeindbildes kaum. Bei Sonneborn erklärt sich sein mangelndes Geschichtsbewusstsein aus seinem Besuch der katholischen Ursulaschule, einem katholischen Privatgymnasium in Osnabrück. Das war in einer Zeit, als katholische Einrichtungen noch garantierte Wähler-Reservoire der CDU waren. Da wurden komplizierte historische Zusammenhänge gern zugunsten klerikaler Vereinfachung brutal umgeformt. Der Martin hat einfach nichts anderes gelernt.

Sonneborn galt lange Zeit als ein Querdenker mit Ecken und Kanten. Die paar Kanten sind offenkundig durch die EU-Parlamentszeit glattgelutscht: Auch Spaß-Opposition ist anstrengend, und auf Dauer sehnt der Mensch sich doch nach dem Mainstream, aus dem er angeblich ausgestiegen ist. Bei dieser Reise heim ins Reich der Bürgerlichkeit helfen 160.000 Euro EU-Diäten jährlich sehr. Am schnellsten bekommt man sein Rückkehrer-Ticket, wenn man sich gegen die Russen wendet. Das freut die aus den 50er Jahren übrig gebliebenen Kalten Krieger und die Rüstungsindustrie. Die Rüstungslobby braucht immer Feindbilder, die den Verteidigungs-Etat begründen und so den Umsatz erhöhen. Von einem Satiriker wie Sonneborn hätte man witzigere Schreckgespenster erwartet: Der „Iwan“ ist seit Hitler als Klischee in Gebrauch und sehr abgenutzt. Sonneborn könnte sich, der Originalität halber, doch dem gefährlichen monegassischen Feind und seiner 116 Mann starken „Compagnie des Carabiniers du Prince“ widmen.

Ein Satz der EU-Entschließung ist besonders pikant; mit ihm wird erinnert, „dass EU-Mitgliedstaaten das kommunistische Regime gesetzlich zu einem ‚kriminellen Regime‘ und die Kommunistische Partei zu einer ‚kriminellen Organisation‘ erklärt“ hätten. Augenscheinlich kommt hier der Wunsch einiger baltischer Staaten und Polen zum Ausdruck. Aber vielleicht ist diese Formulierung doch dem Komiker Sonneborn zu verdanken, der einfach mal erleben möchte, wie die Volksrepublik China und ihre führende kommunistische Partei auf diese interessante Formulierung reagieren wird. Sicher wird Martin, der Lustige, im Konfliktfall mit einem fröhlichen „April! April!“ antworten: So geht die neue EU-Außenpolitik.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 03. Oktober 2019 schrieb Ulrike Spugat:

Kurt Schumacher einer der übelsten antikommunistischen Hetzer (Ostbüro). der vor Arendt in seiner Promotion von 1926 genau in dieses Horn des Totalitarismus blies. (Faschismus-Kommunismus).
In den neunziger Jahren hat man den Begriff des Totalitarismus mit der Extremismus- Doktrin erweitert, bzw. eingeführt.
Uwe Backes vom Hannah Arendt-Institut mischte fleißig dabei mit.
Besagt, dass "Links" und "Rechtsextremismus" die sogenannte "freiheitlich, demokratische Grundordnung" zerstören wollen, ungeachtet der historischen Tatsachen, dass die Zerstörung der Weimarer Republik und die Machtübertragung an den Faschismus ohne die treibende Kraft von Großkapital und Uerstützung der bürgerlichen Reaktion niemals hätte funktionieren können.
Im Modell der Extremisms-Doktrin wiederholt sich die formale Methodik.
Die Stellung zum GG ist relevant, eine inhaltliche Beurteilung ist natürlich nicht beabsichtigt.
Dem "Verfassungsschutz" obliegt die Entscheidung festzustellen, wer denn "verfassungswidrig" sei und beim "Linksextremismus" hat ein besonderes Augenmerk zu liegen
Besonderes Augenmerk liegt beim "Linksextremismus."
"Der Schwur von Buchenwald, der sich dem antifschistischen Erbe auf immer verpflicht hat und erst den Kampf einstellen wird, "wenn auch der letzte vor den Richtern der Völker stehen wird." "Nie wieder Faschismus und nie wieder Krieg !"
Tag der Selbstbefreiung war der 11. April 1945.
Fachbuch hat darauf hingewiesen, wie es dem VVN an den Kragen geht.


Am 03. Oktober 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@ Uli Gellermann

„Mit dem Trick-Begriff "Totalitarismus" setzten sie das Nazi- mit dem Sowjet-Regime gleich."

Diese Gleichsetzung kommt von Hannah Arendt aus ihrem Buch 'The Origins of Totalitarianism' (1951).

Antwort von U. Gellermann:

Auch kluge Frauen können irren, Uli Gellermann


Am 02. Oktober 2019 schrieb Ingo Rudolph:

Meine Frau und ich haben uns nach dem Versagen der Partei DIE LINKE in ihrer Rußland- und Venezuela-Politik ganz bewußt zur Protestwahl für DIE PARTEI entschieden. Das war wohl ein Fehler, denn DIE PARTEI ist offensichtlich keine solche, sondern ein Satire-Verein, der den Verfall der Demokratie nicht aufhalten kann und will.
Wie kann man aber den Befürwortern des Totalitarismus-Entschlusses des EU-Parlamentes klarmachen, dass sie aus Dummheit, Verblendung oder Haß den Faschismus wieder salonfähig machen und ihn als das kleinere Übel betrachten?! Waum schweigt die UNO als Verkörperung der Lehren aus der Menschheits-katastrophe? Wie kann man den Holocaust relativieren? Meine Frau wurde 1939 in Leningrad in einer jüdischen Familie geboren, erlebte oder besser erlitt die ersten und schlimmsten 7-8 Monate der Blockade. Das Trauma verblasst nicht und derartige Entschließungen machen zusätzlich Angst.
Sicher ist der Entschluß antirussische Propaganda aber das macht ihn nicht weniger gefährlich. Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch sagte B.Brecht nach dem Krieg. Vielleicht kann man hinzufügen: ...und er liegt wieder in den Wehen.


Am 02. Oktober 2019 schrieb Hanna Fleiss:

Ja, ein sehr guter Beitrag zum Thema EU und Antikommunismus. Wichtig ist meiner Ansicht aber noch zu erwähnen, dass die Rote Armee erst bis zur Curzon-Linie wieder vorgerückt ist, nachdem die polnische Regierung in London Asyl fand und Polen als Staat demnach aufgehört hatte zu existieren. Darauf hatte Stalin sehr genau geachtet.
Sowieso, dieser Teil "Polens", das heißt 'Westbelorußland und auch die Westukraine, wurde der jungen Sowjetunion, die sich dagegen nicht wehren konnte, von Pilsudski-Polen 1920 geraubt. Die Rote Armee hatte also mit ihrem "Einmarsch in Polen" nur die Ergebnisse des ersten Weltkrieges wiederhergestellt. Dass die Antikommunisten, die sich in der EU versammelt haben, der manipulierten Öffentlichkeit die Mär vom "Überfall der Bolschewisten auf Polen" weismachen wollen und damit der Sowjetunion Mitschuld am zweiten Weltkrieg geben wollen, ist infam - sie wissen es nämlich richtiger. Sie fressen ihren eigenen Propagandadreck - jetzt gegen das kapitalistische Russland gerichtet, ihm noch nachträglich eine "Mitschuld" aufbürdend. Ich selbst kann aufatmen, ich bin unschuldig, ich habe diese Lumpen nicht gewählt.

Was mir an dem Beitrag nicht so recht gefallen will, ist der Bezug auf den nun wirklich unwichtigen Sonneborn und dann noch der Versuch der Erklärung seines Abstimmungsverhaltens durch eine katholische Kindheit. Ich bin der Ansicht, man kann katholisch sein und muss deshalb aber nicht antikommunistisch abstimmen. Nein, das liegt alles viel tiefer, denn wer alles hat für diese EU-Resolution gestimmt? Waren das alles Katholiken? Wie gesagt, Ulli Gellermann, den Sonneborn hätten Sie sich in diesem Beitrag sparen können.

Mir liegt die EU-Resolution im Wortlaut vor, und ich kann mein Entsetzen über soviel plumpe Geschichtsfälschung und Pflege des alten Antikommunismus überhaupt nicht mit Worten ausdrücken. Aber ich frage, wer hat eigentlich von dieser EU ein anderes Abstimmungsverhalten erwartet?

Antwort von U. Gellermann:

Wie in der Leserdiskussion zu sehen: Es gab und gibt Illusionen über Sonnerborn.


Am 02. Oktober 2019 schrieb Karola Schramm:

Habe jetzt mal ein wenig nachgelesen auf den NDS, die auch einen empörten Artikel darüber schrieben und auf Infosperber, der zuerst über diesen Skandal berichtete.

751 Mitglieder hat das EU-Parlament. 535 stimmten mit Ja, 66 mit Nein, 52 Enthaltungen und etliche Abwesende.

18 polnische Mitglieder brachten diese Resolution zur Abstimmung ins Parlament.
Da tauchen doch noch andere Fragen auf: Wer sind diese 18? wo kommen sie her? wie heißen sie?
War nicht Merkel in Polen bevor v.d.L. EU-Präsidentin wurde und hat für diese geworben? Und was wissen die 535 Ja-Sager über den 2. WK? Sind es echte, politisch Interessierte oder sind sie nur auf's Geld aus?

Denke ich mal kurz an Rumänien. Dieses Land hat alles ausgeschöpft, was die EU so hergibt, um Mitarbeiter mit nach Brüssel zu nehmen. Sie alle bekommen viel Geld. Und was tun diese Leute für ihr Land? Rumänische Frauen sitzen hier in Großstädten auf den Straßen und betteln sich Geld zusammen, um damit in Rumänien zu überleben, weil es sonst so gut wie nichts gibt. Wo fließt das EU-Geld hin?

Und Polen? Selber ein Land das in der Nazi-Zeit genauso judenfeindlich eingestellt war wie die Nazis, spielt sich jetzt als Opfer auf, obwohl als aktiver Täter jederzeit überführt werden kann.
Und der Landraub an der Tschecheslowakei, auch da waren sie beteiligt und müssten, als Katholiken mea culpa, mea maxima culpa reuevoll an ihre Brust schlagen. Dann bekämen sie vielleicht einen klaren Blick für ihre Schuld. Aber nein.

Es ist so, wie nach dem Krieg und heute noch in Deutschland. Es gab keine Nazis. "Opa war kein Nazi" ist ein interssantes Buch, in dem diese Verleugnung der eigenen Schuld gut dargestellt wird. Mitscherlichs Buch, "Die Unfähigkeit zu trauen" über das, was geschah, hat nirgendwo stattgefunden!

Dass nun eine gesamt europäische Geschichtsverdrehung stattfindet und letztlich "DIE Kommunisten" sowieso alles Feinde der Demokratie sind und von allen der EU zugehörigen Staaten als "Kriminelle" und die Staaten als "kriminelle Regime" gelten sollen die man verfolgen muss, IST das Resultat dieser eingeforderten kollektiven Verleugnung.

Hinzu kommt auch noch ein ganz einfacher - psychologischer - Trick. Schaffe dir ein Feindbild und so hältst du deine Ehe, deine Familie und ja, sogar ein Land oder sogar die ganze EU zusammen. Ein gemeinsamer Feind verbindet. Er macht die "Schotten" zum Denken und Fühlen und zur Ehrlichkeit dicht. Das wissen Kinder schon im Kindergarten und dann in der Schule - da wird das Mobbing genannt.

Man behalte IMMER im Hinterkopf: Merkel ist ausgebildet in Agitation und Propaganda. Sie kennt alle Tricks, die verbinden und teilen. Sei es durch Erpressung, durch schöne, falsche Versprechen und natürlich Geld. Dass das natürlich auch die Kriegs-Industrie freut, liegt auf der Hand. Ohne Feindbild keine Aufrüstung!
So einfach ist das.
Die Frage für mich ist die: Kann man vor dem europäischen Gerichtshof oder sonst irgendwo diese Resolution samt Abstimmung anfechten, weil sie falsche Fakten bzw. Lügen einsetzt?


Am 01. Oktober 2019 schrieb Lutz Jahoda:

Auch Satire kann gelegentlich holpern:
Von schwach auf der Brust bis hin zu karthagisch.
Doch wie Martin über sich selbst zu stolpern,
Ist tragisch.


Am 01. Oktober 2019 schrieb Lena Bendemann:

Erst glatt gelutscht dann geschluckt: Fertig ist der Drops Sonneborn. Als ob man sich bei solch einer wichtigen Entschließung auf die "dämliche AfD die vorher für Verwirrung gesorgt hatte" rausreden dürfte! Eine Entschuldigung wäre das mindeste.


Am 01. Oktober 2019 schrieb Guenther Mann:

An Michael Rieke
"in fünf Jahren beschließt das EU- Parlament, dass US- Truppen im Januar 1945 das KZ Auschwitz befreit haben."

-von den Russen!


Am 01. Oktober 2019 schrieb Michael Riecke:

Sehr geehrter Herr Gellermann,
in fünf Jahren beschließt das EU- Parlament, dass US- Truppen im Januar 1945 das KZ Auschwitz befreit haben.


Am 01. Oktober 2019 schrieb altes Fachbuch:

danke, herr p.meter, dass sie das machen;)
ohne geschichte hat man keine zukunft!!! und teletubbiland wird gerade wieder darauf konditioniert, dem ökonomischen riesen aber politischem zwerg, zu seiner "verantwortung" zu zwingen!!
sowohl brest-litowsk als auch versailles waren auf revanche ausgelegt!! die bösen kommunisten wollten per DEKRET keinen krieg mehr. das kap. deutschland MUSSTE dafür umso mehr!! JEDEM WAR DAS KLAR!!
beide waren außenpolitisch isoliert, weil der werte-westen beide aufeinander hetzen wollte!! ergo schlossen BEIDE mit den heutigen initiatoren des schwachsinns (polen, lettland, estland...) nichtangriffspakte!!
der böse russe wollte die entente wiederbeleben, westeuropa wollte nicht. nach münchen wollten die russen gar truppen nach tschechien entsenden, polen verweigerte die passage!!
der hitler-stalin-pakt sah vor, dass beim aufhören der existenz (?) der republik polen die SU an die curzon-linie vorrücken darf und das baltikum als interresensphäre dem iwan zugeschlagen wurde. der status quo von 1918 sollte wieder hergestellt werden!!
und siehe da, 14 tage NACH der kapitulation polens, nahm die SU das territorium unter kontrolle!!

sollte die aktuelle diskussion den bösen iwan als verursacher entlarven, wären doch noch einige km² land im osten zu "befreien"??
wichtiger als sonneborn oder andere schmeißfliegen ist der fakt, dass dem VVN-BdA der status gemeinnützigkeit entzogen wurde!
UND wenn das "zufällige";) versagen der werte-westen-diplomatie 1939 stimmt, wer schützt uns dann JETZT vor WKIII???


Am 01. Oktober 2019 schrieb Otto Bismark:

Herzlichen Dank für den tollen Artikel, wobei die Themenkreise Geschichtsfälschung und Stimmverhalten des einzelnen Abgeordneten gar nicht voneinander getrennt werden können, das eine ist ohne das andere nicht möglich. Und Martin Sonneborn hat sich nun mal exponiert, da muß er sich nicht wundern, daß er Prügel bezieht, wenn so etwas in die Hose geht. Denn dieses Thema war nun doch viel zu ernst und brisant als daß ein solcher Lapsus passieren darf. Wenn es denn einer war! Was mir aber am wichtigsten erscheint sind Gellermanns Ausführungen zum "Sehnen nach dem Mainstream". Ich erlebe das in meiner Tätigkeit als Kommunalpolitiker mit meiner kleinen (5 Mandate in einem Gemeinderat mit insgesamt 30 Stadträten) widerspenstigen Fraktion selbst hautnah. Das ständige gegen den Strich bürsten, um das man bei kritischem Herangehen an viele Gegenstände überhaupt nicht herumkommt, das hält so mancher nicht aus. Denn da ist man eben beim Kuscheln mit der Macht nicht dabei, da wird man gelegentlich auch etwas aussätzig behandelt, vereinsamt und muß ordentlich einstecken können. Zwar funktioniert wahrer Parlamentarismus eigentlich nur so, aber die wenigsten "Volksvertreter" sind sich dessen bewußt. Wie hat der Galerist so treffend formuliert, "glattgelutscht", das trifft es m.E. ziemlich gut. Und es ist eben so, daß jeder Spaß einmal aufhört und dann kommt der Ernst des Lebens resp. der Politik, dann beginnt das Kesseltreiben. Und wer sich das nicht vorher genau überlegt hat, den trifft es dann hart. Und über N.S. müssen wir gar nicht reden, für die Spaßpartei gewählt und dann sofort bei den Grünen untergekrochen! Ich glaub, ich hab den auch gewählt, aber so irrt man sich gelegentlich!


Am 30. September 2019 schrieb Uschi Peter:

Wieder ein sehr guter Beitrag, danke Uli! Kleine Erinnerung für die Unbelehrbaren: Großbritannien hat sich geduckt und die deutschen Bomben über sich ergehen lassen und Frankreich hat seine Tore weit geöffnet und sich mit Hitler arrangiert. Beide Staaten haben abgewartet, dass die Russen /Sowjets mit der Abwehr der Nazis selber eingehen - mit dem Zweitstärksten den Stärksten vernichten, soll der Kommunistenhasser Churchill gesagt haben. Und die feigen USA? Die haben wie in Japan und bis heute aus sicherer Entfernung, von oben und in der Nacht die Zivilisten und ihre Häuser als Brandopfer vernichtet, nicht die Soldaten und die Munitionslager.. Merkwürdigerweise blieben auch kriegswichtige Bauten und die KZs und Bahnstrecken verschont. Die USA und GB kamen auch erst "zu Hilfe"., als die Sowjets das Deutsche Reich fast schon niedergerungen hatte. Die Angst, dass die Russen bis zum Atlantik durchmarschieren könnten und sie keinen Fuss in Europa hätten, trieb sie an. Lieber marschierten sie in die für die Sowjets als besetzte Gebiete vorgesehenen Bereiche, wie Thüringen, ein und holten mal schnell an Technik und Kunst was sie mitnehmen konnten. Also keine Solidarität gegen den gemeinsamen Feind. Kaum war Deutschland geschlagen, haben die Briten schnell eine Division von alterprobten Nazimilitärs zusammengestellt zum Marsch gen Osten. War das nicht auch Churchill, der 1946 in Fulton/USA vom Eisernen Vorhang gegen die UdSSR sprach? Jedenfalls sind die alten Nazis nach dem Krieg , sanft gepampert, wieder in Westdeutschland zu Ansehen gelangt. Und ihre Enkel wollen es "bessr machen"? Wer ist hier kriminell?


Am 30. September 2019 schrieb altes Fachbuch:

nun hat der werte-westen seine kriegsjubiläen großartig gefeiert und hinter sich, da muss man dem bösen iwan seinen 75. tag des sieges versauen!!
"uuäääääh, der hat mir mein sandkuchenbackförmchen geklaut" - noch immer sitzt der sieger der geschichte im buddelkasten. und DER schreibt bekanntlich die geschichte, oder märchen;)
wär ja schizophren und paradox, man erklärt den iwan zum ewigen feind aber gratuliert ihm zum sieg. also man rüstet sich GEGEN den, und bedankt sich für die eigene befreiung!!?? hhmmm. in der teletubbi-welt des freien westens wird es kein aufhebens geben. keine ehrenhaine mehr?? mehr platz für parkhäuser zumal das in neu-fünf-land meist toplagen sind!!
ABER:
wenn die denn GLEICHgestellt werden:
- alle kriegsdenkmäler des WKII weg!
- alle kasernen u. truppenteile mit NS-bezug weg!!
- alle "devotionalien" weg
- NPD-verbot
..... das gilt incl. aller neuen "freien demokratien" insb. im baltikum und anderswo;)


Am 30. September 2019 schrieb Hans Informat-Ion:

Von der Sowjet- zur Russo-Phobie, vom Kalten zum Neo-Kalten Krieg ? es sind immer die gleichen Motive: Der Völker-Mörder USA ist nach 45 der große Kriegsgewinnler und will das weiterhin auch bleiben, >America first< sagt alles!
Egal ob die Russen kommunistisch oder oder nun kapitalistisch sind, sie waren und sind der Feind der USA! China, Syrien und Iran passen den >Interessen< der Amis auch überhaupt nicht! Übrigens, ich habe >Mein Kampf< gelesen, dort steht schon der Überfall auf die slawischen >Untermenschen< geplant! Dabei sind die >Arier< wie die Slawen indoeuropäischer Herkunft - aus der Gegend des Iran!


Am 30. September 2019 schrieb Piet Meter:

Der Artikel zur Entschließung des EU-Parlamentes zum Molotow-Ribbentrop-Pakt hat Sonnborn nur als Neben-Thema. Wichtiger sind die Überlegungen von Gellemann zum Überfall der deutschen Wehrmacht 1938 auf dieTschechoslowakei. So klar habe ich diesen Überfall bisher nicht als wesentliches Vorspiel zum 2. Weltkrieg begriffen.


Am 30. September 2019 schrieb Hans Guck:

Sonneborn macht es sich mit seiner Einlassung zur skandalösen Totalitarismus-Entschließung der EU der EU höchst bequem: Kein inhaltlicher Ton und schuld an seiner Blödheit ist die AfD. Sehr witzig.


Am 30. September 2019 schrieb Ute Plass:

"Bei Sonneborn erklärt sich sein mangelndes Geschichtsbewusstsein aus seinem Besuch der katholischen Ursulaschule, einem katholischen Privatgymnasium in Osnabrück. Das war in einer Zeit, als katholische Einrichtungen noch garantierte Wähler-Reservoire der CDU waren. Da wurden komplizierte historische Zusammenhänge gern zugunsten klerikaler Vereinfachung brutal umgeformt. Der Martin hat einfach nichts anderes gelernt"
Dass "Der Martin einfach nichts anderes gelernt hat", stimmt so pauschal ganz sicher nicht.
Würde mich freuen, wenn Sonneborn erhellende Einlassungen zum Hickhack-Verfahren geben würde, die dann auch auf der Rationalgalerie eingesehen werden könnten.

Antwort von U. Gellermann:

Sonneborns Einlassungen zum Thema auf Twitter wurden bereits in der Rationalgalerie veröffentlicht: "Ich habe meine Stimmabgabe korrigiert. War eine unübersichtliche Situation, weil die dämliche AfD vorher für Verwirrung gesorgt hatte.“ Ein Link zum Artikel wurde ihm heute früh gemailt. Falls er mehr dazu sagen will wird auch das veröffentlicht.


Am 30. September 2019 schrieb marc berger:

Dieses wirklich dumme Rumprügeln auf Sonneborn ist doch ziemlich ärmlich und ich find es sehr schade, dass Du die Rationalgalerie für einen solchen Quatsch hergibst. Könnte man böse fragen: willste jetzt auch wenigstens ein bisschen Mainstream werden?
Erstens sollte man schonmal sauber recherchieren, wie er denn nun wirklich abgestimmt hat, zweitens funktionieren die Strukturen in der PARTEI eben ein bisschen anders als bei anderen, drittens ist Sonneborn in der letzten Wahlperiode der einzige Abgeordnete im Europaparlament gewesen, der den Laden wenigstens etwas und für einen einzelnen Abgeordneten erstaunlich wirksam aufgemischt hat und viertens ist der Mann nun schon ein paar Jahre zulange aus der Schule raus, als dass man nun so olle Kamellen aus der Schulzeit noch ernst nehmen könnte - die obendrein auch noch bloße Behauptungen sind. Und fünftens wäre das Verhalten eines einzelnen Abgeordneten frühestens erst dann soviel Geschrei wert, wenn man das der Fraktionen besprochen hat ... denn selbst mit der abwechselnd Ja/Nein-Methode hat der Herr Sonneborn weitaus vernünftiger gestimmt als die meisten der anderen Weltverbesserer. Und weil er ja alleine war natürlich sogar auch eindeutiger.

Antwort von U. Gellermann:

Der arme Herr Sonneborn!

Das sind seine Einlassungen z. Thema auf Twitter: "Ich habe meine Stimmabgabe korrigiert. War eine unübersichtliche Situation, weil die dämliche AfD vorher für Verwirrung gesorgt hatte. Ich schreibe es auf, sobald wir mit den Kommissaren fertig sind…“

Und er bekam den Artikel als Link gemailt: Wie andere auch darf er in der Galerie Stellung beziehen.


Am 30. September 2019 schrieb Antje Leetz:


Lieber Uli Gellermann,

ich danke Dir sehr für Deine so klugen Argumente. Dieser EU-Beschluss ist schmerzhaft für mich, da ich mich sehr verbunden fühle mit den Millionen Sowjetbürgern, die im Zweiten Weltkrieg umkamen, besonders mit einigen, deren Nachkommen ich kennenlernte oder die selbst unter großen Opfern an der Befreiung vom Faschismus teilgenommen haben wie Irina Ehrenburg oder Jelena Rschewskaja.
Andererseits tun mir auch die deutschen Soldaten lied, die entweder verblendet oder unwillig in den Krieg zogen und dort umkamen oder geschädigt wiederkamen wie der Schriftsteller Wolfgang Borchert. Nur wer niemanden kannte, der kann solch dummes und arrogantes Gerede von sich geben.


Am 30. September 2019 schrieb Horst Otto:

Lieber Uli Gellermann,

es ist, wie immer erfrischend, Ihre Texte zu lesen.
Allerdings gibt es eine Ungenauigkeit: 28. September 1939 >>> das war der August!!!

Und zum Thema Semsott: Es entwertet den Artikel, dass er explezit auf Sonneborn aufbaut, dessen Abstimmungsverhalten aktuell unklar ist, während Semsott bekannt ist.

Wünsche weiterhin gutes Gelingen!


Am 30. September 2019 schrieb Albrecht Storz:

Es ist unglaublich wie unter der Verpflichtung zur Völkerfreundschaft, die aus dem Grundgesetz wie auch aus internationalen Verpflichtungen, UNO-Deklarationen, Völkerrecht etc., sowie aus dem direkten Wunsch aller Völker erwächst, gleichzeitig regierungsamtlich und EU-weit Volksverhetzung betrieben wird. Direktes Ziel ist meist Russland. Aber auch China wird gerne genommen. Nach Bedarf ist es dann halt auch mal Libyen, Syrien, Afghanistan, Iran, vielleicht auch mal wieder Irak, oder was sonst so aktuell in das westlich-geopolitische Metzelwerk fällt.

Zu "dem Martin" kann ich nur sagen (da ich nichts dazu weiß), dass dem vielleicht auch mal bei der Fülle der Entschließungen (hat natürlich System die Abgeordneten zu überlasten) etwas "durchgerutscht" ist. Zumindest ist er mir bisher nicht als strammer "Anti-Russist" aufgefallen. Da gab/gibt es ja auch wahrlich genug im EU-Apparat. Wahrscheinlich ist das (da wo rausgesucht werden kann) Zugangsvoraussetzung.


Am 30. September 2019 schrieb Alexander Kocks:

Die geschichtlichen Fakten lassen sich nicht einfach durch eine Parlamentsabstimmung auf den Kopf stellen, insbesondere nicht durch die Diätengeier des EU-Parlaments die sich damit eher lächerlich machen. Dieser Beschluss wird natürlich einigen Medien zu Propagandazwecken dienen.
Als Satiriker würde ich mich eher dem gefährlichen vatikanischen Machthaber mit seiner Elitetruppe der Schweizer Garde zuwenden. Hier könnte jeder Schreibtischkrieger mal so richtig seinen Kampfgeist raushängen lassen.


Am 30. September 2019 schrieb Jens Bernert:

"Zweiter Weltkrieg war sowjetische Invasion in Deutschland"

Gniffke/Tagesschau: "Wegen unserer Berichterstattung aus Paris kommen wir erst jetzt zu einer Antwort auf die kritischen Anmerkungen zum Tagesthemen-Interview mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Jazenjuk. Die Kritiker des Interviews beanstanden diese Formulierung des ukrainischen Ministerpräsidenten: Wir können uns alle sehr gut an den sowjetischen Anmarsch in die Ukraine und nach Deutschland erinnern. Das muss man vermeiden und keiner hat das Recht, die Ergebnisse des zweiten Weltkrieges neu zu schreiben. Und das versucht der russische Präsident Herr Putin zu machen.“ Dabei wechselte Jazenjuk mitten im Satz von ukrainischer Sprache ins Englische und sprach von „Invasion“, was die Übersetzerin mit „Anmarsch" übersetzte. Somit ist nicht klar, worauf sich Jazenjuk in seinen Äußerungen bezog. Eine Intervention durch die Moderatorin war deshalb sowohl inhaltlich als auch technisch aufgrund der Simultan-Übersetzung nahezu unmöglich. Die Moderatorin hat im gesamten Interview nachweislich eine kritische Haltung gegenüber ihrem Interviewpartner eingenommen. Vorwürfe gegen die Redaktion der Tagesthemen und Pinar Atalay sind daher unbegründet.?
http://blauerbote.com/2016/02/27/ard-gniffke-zweiter-weltkrieg-war-sowjetische-invasion-in-deutschland/


Am 30. September 2019 schrieb Eckehard Irkens:

Zu Sonneborn kann ich nichts sagen, aber ?dass EU-Mitgliedstaaten das kommunistische Regime gesetzlich zu einem "kriminellen Regime" und die Kommunistische Partei zu einer "kriminellen Organisation? erklärt? hätten, finde ich humorig.
Böse Menschen würden "as wohl eine "Splitter- Auge- Balken- Analogie" nennen.
Und Dank für die Geschichsstunde, die Auffrischung scheint notwendig.


Am 30. September 2019 schrieb Andreas Lichte:

Hallo Herr Gellermann,

Sonneborn hat nach eigener Aussage dagegen gestimmt - siehe hier:

https://twitter.com/MartinSonneborn/status/1177123913752612864

und auch hier:

https://twitter.com/WundeIn/status/1177194283494981632

Semsrott hat wohl tatsächlich dafür gestimmt, was mich wirklich erschüttert hat. Das ist weder satirisch, noch komisch, sondern einfach nur strunzdämlich!


Am 30. September 2019 schrieb Eckhard Dietz:

Man kann nicht genug und immer wieder auf die Vorgeschichte des Molotow-Ribbentrop-Pakts hinweisen. Die Westmächte wollten absolut keine Zusammenarbeit mit der Sowjetunion (SU) gegen das faschistische Deutschland, das sie selber und vor allem die SU bedrohte. Sie verlautbarten diesen Unwillen aber nicht bzw. kaum ? so wie im Artikel beschrieben - sondern zogen die Verhandlungen unter Vorwänden in die Länge, schickten Verhandlungsführer ohne Kompetenzen bis aus Zeitgründen und um dem Zirkus ein Ende zu machen dieser Pakt wie ein Donnerschlag ins Kontor der Westmächte einschlagen sollte.

Leider war es auch ein Donnerschlag für die ungezählten Antifaschisten und Kommunisten, die in Deutschland und an allen Ecken und Enden Europas den Faschismus bekämpften, vor ihm fliehen mussten. -
Die Kommunistische Internationale hat mit dem Fehlen einer Informations- und Aufklärungskampagne an dieser Stelle auch versagt, was ihrer politischen Struktur und ihren materiellen Möglichkeiten in gleicher Weise geschuldet war.


Am 30. September 2019 schrieb Johannes M. Becker:

Glänzend, lieber Uli!!!

An dieser Frage scheiden sich halt der gute Weizen (oder Hopfen) und das Streu...

ps Bei den Grünen wundert mich (natürlich) nichts. DAS ist ja eines der Unterscheidungsmerkmale.


Am 30. September 2019 schrieb Vera Bergmann:

Dieser Sonneborn ist ein Scharlatan der Millionen Tote verhöhnt, nur eklig. Aber er ist nur Teil eines Systems, das bis heute mit der Totalitarismus-Theorie die Verantwortung des Kapitalismus für den 2. Weltkrieg leugnet und die Schuld den Russen zuschieben will. Da kann mn jede Hilfe brauchen.


Am 30. September 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Vielen, vielen Dank, lieber GALERIST !

Die Geschichte hat ihr Urteil gesprochen ! Nürnberg wird ignoriert. Das Schmierpapeer habe ich gelesen; zum Arsch abwischen reicht es nicht. (Angenommene Texte, Europäisches Parlament 2019-2024, P9_TA-PROV (2019) 0021. Im Namen der Widerstandkämpfer, der Antifaschisten, der Kommunisten, der linken Sozialdemokraten, all derer die sich nicht mehr äußern können spuck ich aus.
Nürnberg, die Millionen von Opfer werden keine Ruhe geben können. Ihre Stimmen kann man laut und deutlich vernehmen, in den sowjetischen Familien, deren Leid niemals vergehen kann. Die Stimmen aus den Konzentrationslagern, von Teddy, von Carl von Ossietzky, von Erich Mühsam, von linken Sozialdemokraten, von Tausenden von Kommunisten, sie erzählen vom Abschlachten, von der Ausbeutung der Länder, von unendlichem menschlichen Leid. Im Widerstandslied "die Moorsoldaten," in den Texten derer zu lesen, die den von Nazi Schergen gefolterten, erdrosselten, verhungerten Menschen ihre Stimme geben, die sie ehren lässt den Atem stocken beim Lesen was ihne angetan worden ist. (Die schlaflosen Nächte des Vaters, die Sprachlosigkeit bleiben unvergessen) Der Klang der grausamen Stiefel , 900 Tage die seit Menschen Gedenken mörderische Blockade Leningrad bleibt auf immer eingebrannt untrennbar mit der "Leningrader Symphonie" verbunden, wo die Kultur einem Moment über die Barberei siegte.
Leningrad, in Stein gemeißelt: "Nichts ist vergessen und niemand ist vergessen."
"16. (Schmierpapier) ist zutiefst besorgt angesichts der Bemühungen der derzeitigen russischen Führung, historischen Tatsachen zu verfälschen und die vom totalitärem Regime der Sowjetunion begangenen Verbrechen schönzufärben, betrachtet diese Bemühungen als eine gefährliche KOmponente ......laber, laber." "17. ist besorgt darüber, dass nach wie vor Symbole totalitärer Regime in der Öffentlichkeit und zu kommerziellen Zwecken verwendet werden, und weist daraufhin, dass zahlreiche europäische Staaten die Verwendung von nationalistischer und kommunistischer Symbole verboten haben; so geht es immer weiter. Hannah Arendt hat mit ihrer Totalitarismus Doktrin" den Schreiberlingen einen Bärendienst erwiesen. In Deutschland kann man den Strauß aus der Kiste holen. Ist doch wirklich nix Neues der ewig Gestrigen und mögen sie noch so grün schwafeln. Ein seltsam dünn geschriebener Text, der wenig Aussage hat, dafür aber viel kleinbürgerliche Moral, die meist mit Verboten einhergeht
Sie sollen vergessen werden. Deutschland im nächsten Schlupfloch will sich reinwaschen, die verdammte Rechtsnachfolge von Faschismus, wo von den dreckigsten Faschisten nach 1945 an den Gestzen geschrieben wurde, die bis Heute eine Gültigkeit haben. Zu pass kommt es ihnen, dieser kurrupte und dümmliche Haufen von Nichtsnutzen, die Millionen kosten, die in den Ländern fehlen. Die LINKE hat dagegen gestimmt !
Für die junge Sowjetunion ging es ums nackte Überleben und die zwei Jahre, die mit diesem Nichtangriffsvertrag verhandelt wurden waren eine in der Geschichte zwingend notwendige Atempause und richtig. Dr. Gossweiler, 2017 fast einhundertjährig gestorben war Historiker, Faschismusforscher und Kommunist. Diesem Themenbereich hat er sich gewissenhaft, akribisch, kritisch, reflektiert hingebungsvoll gewidmet.


Am 30. September 2019 schrieb Anna Müller:

Wo findet man, wer wie abgestimmt hat. Woanders war zu lesen, dass Semsrott dafür gestimmt hat und dass die Zustimmung Sonneborns eine Falschmeldung sei.

Antwort von U. Gellermann:

Leider habe ich keine Rückmeldung auf meine Anfrage bei Sonneborn. Aber das Verhalten von Sonneborns Parteikollegen Semsrott (der mit den GRÜNEN gestimmt hat) kennzeichnet die Haltung von DIE PARTEI, Sonneborns Gründung.


Am 30. September 2019 schrieb Reinhard Kalinke:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

was Sie da über den Herrn Sonneborn schreiben, ist m.W. nicht richtig. Es gibt im Netz zahlreiche Quellen, die davon berichten, dass er sein Abstimmungsverhalten korrigiert habe. Das ursprüngliche 'Ja' war auch nicht irgendeiner Überzeugung oder Überlegung geschuldet, sondern seinem - m.E. ziemlich idiotischen - Prinzip, immer abwechselnd mit 'Ja' bzw 'Nein' zu stimmen. Zugestimmt hat m.W. aber sein Kollege Semsrott, der ja auch nichts Eiligeres zu tun hatte, als sich gleich einmal der Grünen-Fraktion anzuschließen.

Antwort von U. Gellermann:

Leider habe ich keine Rückmeldung auf meinen Anfrage. Aber das Verhalten von Samsrott kennzeichnet die Haltung von DIE PARTEI , Sonneborns Gründung.

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