EURO-Balkan

EU zerbricht und will doch größer werden

Autor: U. Gellermann
Datum: 21. Oktober 2019

Sie haben ihn noch mal verschoben, die EU-Staats- und Regierungschefs, doch beim West-Balkan-Gipfeltreffen im Mai 2020 soll er endlich erfolgreich auf die Tagesordnung: Der Beitritt von Albanien und Nordmazedonien wird in normierten Medien angemahnt, als wären die beiden Länder das Eldorado der Neuzeit und Jean-Claude Juncker der Pizarro unserer Tage. Sollen die beiden Armenhäuser das reiche, aber fliehende England ersetzen?

Die Arbeitslosenrate in Nordmazedonien wird 2017 mit 23,7 Prozent angegeben und ist wahrscheinlich höher. Der einzig prosperierende Wirtschaftszweig ist die Korruption. Die Staatsverschuldung liegt bei 4,0 Mrd. US-Dollar und die Wunden des Bürgerkriegs Anfang 2001 sind kaum verheilt. In Albanien ist die Lage kaum besser: Die Arbeitslosenrate lag 2014 offiziell bei 17,9 Prozent. Die Auslandschulden des Landes betragen 8,437 Milliarden US-Dollar. Es boomt nur der Drogenhandel und die Kriminalität: Der US-amerikanische Botschafter in Albanien, Donald Lu, wußte von vier größeren Clans im Land, welche 20 Familien in einem weiten Spektrum von kriminellen Aktivitäten kontrollieren. Das HANDELSBLATT nennt Albanien "Europas Kolumbien“.

Weder gibt es handfeste ökonomische Gründe für die EU-Erweiterung noch eine neue Option in der EU-Einwanderungspolitik. Denn nicht wenige der Bettler auf den Straßen Westeuropas kommen aus eben jenen Staaten, die ein bewußtloser Mainstream so gern aufnehmen würde, obwohl jeder, der bei Verstand ist, weiß: Armen Ländern und Menschen hilft man besser an der Quelle der Armut, nicht durch Auswanderung. Doch der neunmalkluge SPIEGEL gibt eine Antwort auf die Frage nach dem WARUM der Aufnahme-Drängelei: "Die EU will mit einem neuen Anlauf bei der Erweiterung auf dem Westbalkan auch dem wachsenden Einfluss Russlands und Chinas in der Region entgegenwirken."

Die sattsam bekannte, üble Geostrategie ist der Motor der EU-Erweiterung. Zwar wurde Albanien bereits im April 2009 NATO-Mitglied und die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Nordmazedonien dürfte spätestens 2020 das 30. Nato-Mitglied werden, aber sicher ist sicher. Denn in den Akten des Westens ist vermerkt, dass die vom Bund der Kommunisten Mazedoniens erkämpfte Teilrepublik innerhalb Jugoslawiens bis 1991 existierte. Da gab es natürlich zeitweilig einen russischen, einen sowjetischen Einfluß. Und im einst sozialistischen Albanien gab es kräftige chinesische Einwirkungen. Heute haben die Chinesen die Konzession für den Flughafen von Tirana erworben. Sie planen, den Hafen zu erweitern und bauen für 200 Millionen Euro eine neue Straße nach Mazedonien. Die Volksrepublik ist inzwischen der zweitgrößte Handelspartner Albaniens.

Eine schrille Begleitmusik zur Balkan-Debatte liefert das deutsche Feuilleton mit einer Diskussion um den Literaturnobelpreis für Peter Handke. Der Schriftsteller wird im SPIEGEL mit der Überschrift "Dieses krasse Nebeneinander von Werk und Scheiße" bedacht und die "taz" notiert "Eine unzivilisierte Wahl". Längst ist das Feuilleton GRÜN und die kriegstreibende Rolle Außenminister Fischers und seiner Epigonen muss bis heute beschwiegen werden. Da stören die klaren Worte Handkes das Bild sehr: "Mit Bildern und Worten kann man am meisten schwindeln und am meisten verdienen“, wußte der Schriftsteller zu den Begeisterungsmedien während des Jugoslawien-Krieges anzumerken. Und als er zu den Bombenangriffen auf Jugoslawien in Anspielung auf die Auschwitzbehauptung der Fischers und Scharpings erklärte "Damals waren es Gashähne und Genickschußkammern; heute sind es Computer-Killer aus 5000 Meter Höhe", musste er dringend zum geschmähten Außenseiter des Literaturbetriebs gemacht werden.

Immer noch suchen die westlichen Strategen nach Vorfeldstaaten für einen Krieg mit Russland, nach Landeplätzen und Aufmarschgebieten. Dass die Sowjetunion längst verschwunden und ihr Nachfolgestaat nicht sozialistisch ist, spielt keine Rolle. Auch die Wandlung Chinas zu einer Marktwirtschaft mit staatlichen Anteilen scheint an den Ideologen in den Denkfabriken des Westens vorbeigegangen zu sein: Zu gut lässt sich das alte Vorurteil in der neuen Konkurrenz-Situation benutzen. Zur Mobilisierung für einen EURO-Balkan, der weder den Völkern des Balkans noch denen West-Europas nützt.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 21. Oktober 2019 schrieb Klaus Madersbacher:

Dem neuesten Träger des Nobelpreises für Literatur wird von allen möglichen Seiten vorgeworfen, angesichts des NATO-Überfalls Partei für Serbien genommen zu haben. Ungeachtet der unbestrittenen Qualität seines literarischen Schaffens sei das der Grund dafür, dass er den Nobelpreis erst jetzt bekommen hat. Ein stramm westlich-humanistisch orientierter Teil der Journaille vertritt überhaupt die Ansicht, dass jemand wie Peter Handke sich mit seiner Grabrede für Slobodan Milosevic eine derartige Ehrung für alle Zeiten verscherzt haben sollte.

Das zeigt, dass das derzeit bei uns vorherrschende Geschichtsbild der von der Propaganda der NATO/des Westens vermittelten Erzählung entspricht. Nachdem diese Erzählung/dieses Narrativ von den Massenmedien und zu deren unverzeihlicher Schande auch von vielen "Qualitäzmedien", "Kultursendern" etc. lang und breit ausgewalzt und verbreitet worden ist, braucht man sich darüber nicht zu wundern.

Ein unverdächtiger Zeitzeuge, nämlich der Ankläger beim Nürnberger Prozess gegen die Naziführer Walter Rockler lässt keinen Zweifel aufkommen über die Natur des Angriffs der NATO auf Jugoslawien und stellt diesen auf die gleiche Stufe wie den Angriff Nazideutschlands auf Polen. Übrigens nicht geheim, sondern in einem Leserbrief an die Chicago Tribune am 23. Mai 1999, der natürlich nur über bestimmte Websites weiterverbreitet wurde, während die Allgemeinheit von dem Geplärr eines Jamie Shea zugedröhnt wurde.

Nun, wahrscheinlich haben die meisten von denen, die jetzt großspurig über Peter Handke herziehen, keine Ahnung von dem, was sich in Jugoslawien tatsächlich abgespielt hat.

Daran wird sich wahrscheinlich nicht viel ändern, da sie auch weiterhin auf ihrem "Wissensstand" beharren bzw. kaum dazu kommen werden, diesen zu hinterfragen. Sie werden also weiterhin mit ihrem Schmutz vermeintlich gegen Peter Handke herumschmeißen und nicht mitbekommen, dass sie in Wirklichkeit sich selbst und ihre sogenannten humanistischen Werte beschmutzen, die nix anderes sind als ein billiger Propagandaschmäh.

Als "Arschlöcher" hat Peter Handke sie mehrmals bezeichnet. Wie sonst sollte man Menschen bezeichnen, die der Öffentlichkeit, die zu informieren sie berufen sind, auf Zuruf jeden beliebigen Dreck servieren?

(Walter Rocklers Leserbrief gibt´s auf www.antikrieg.com)


Am 21. Oktober 2019 schrieb Guenther Mann:

@altes fachbuch: Tito wollte nicht nur Albanien nicht, er wollte auch deutschland nicht. Er wollte nicht einmal deutsche Yugoslawen. In der von Tito mit initiierten bewegung blockfreier staaten war keines der beiden deutschländer vertreten oder eingeladen worden.

Antwort von U. Gellermann:

Die beiden Deutschländer waren auch keineswegs blockfrei.


Am 21. Oktober 2019 schrieb Marc Britz:

Lernfrage@ Hannah Fleiss

"denn gerade in den Balkanländern gibt es immer noch ein kommunistisches
Potential"

Wen meinen Sie damit? Wo machen Sie das aus?

In Albanien z.B. sehe ich einerseits eher grosses Interesse an der Wiederbelebung der mittelalterlichen Stammesregeln (Kanun) inklusive Ehrenmord bzw. Familienkrieg und andererseits grosse Aufgeschlossenheit gegnueber der Missionierung durch US-amerikanische evangelikale Christen.


Am 21. Oktober 2019 schrieb altes Fachbuch:

nicht mal tito wollte albanien. und stalin nicht tito's jugoslawien:) gallische dörfer auf dem balkan!
l. neesen killte sich wiederholt 69 hours durch albanische clans und rottete dörfer aus, um (natürlich) sein mädchen vor albanischen kriminellen zu retten;)
herzlichen glückwunsch zu dieser idiotischen erweiterung!! aber bevor sich albanien mit chinesischer zahnpasta pflegt, lieber noch mehr einwanderung und heimgeholte kriminalität;) übrigens sind die gar nicht so egomanisch und lassen dem dt. finanzamt schon so einiges zukommen. das problem bleibt doch, dass deren "geschäfts"bereiche vom dt. gesetzgeber liberalisiert wurden
und die "nebenwirkungen" wegen dem kampf gegen den "terror" (ohne dem rechten) für pillepalle keine ressourcen lässt;)
andererseits ist made in germany doch auch schon chinesisch, und lt. artikel bauen die jetzt auch noch die infrastruktur aus? komische welt.
kommt mir vor, der westen besetzt die claims, lässt sie aber von china sanieren,
um dann mit intakter infrastruktur (gibt schöne strände in albanien) dem chinesen zu sagen: du kommst hier net rein:) begleitet mit waffengeklirr und einem blinzeln in beiden augen: win-win!
schweizer fussballer feiern den aufstieg großalbaniens, die türkischen dürfen das (zu recht) für ihr land nicht! kosovaren leben in einem (nicht anerkannten) "staat, für rojava und die krim oder katalonien oder palästina geht das nicht. die würfeln eben schlecht!
manchmal versteht man die afd-wähler!

Antwort von U. Gellermann:

Was der Film “Be taken by Albania” mit dem Artikel zu tun hat bleibt unerfindlich.


Am 21. Oktober 2019 schrieb Lutz Jahoda:

PATIENTENBLATT EUROPA

Die EU ist krank und siecht dahin.
Die Zeichen stehn auf Sterben.
Das Fehlkonstrukt lag von Beginn
An auf kassiern und erben.

Drum sei hiermit verkündet,
Geschrieben und begründet:
Nur Nehmen und nichts Geben,
Ist Gift für jedes Leben!


Am 21. Oktober 2019 schrieb Guenther Mann:

obwohl eine zuschrift, die nicht mit einem Uli-Gellermann -lob beginnt, kaum chancen auf veröffentlichung hat, wage ich es meinem entsetzen zu ausdruckverleihen.
entsetzen ob der an hochmut grenzenden überheblichkeit sogenannter westlicher kommentatoren und beurteiler.
erinnerung an solchige: im balkanösen zustand von heute war das territorium des heutigen deutschlands ++ bis vor knapp 150 jahren: dutzende warlords, die sich jahrhundertelang gegenseitig bekriegten und zeitweilig 50% der bevölkerung auslöschten.
wir alle sind vom balkan nur 150 Jahre weit entfernt!


Am 21. Oktober 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Der MMS denkt nach, ob er den U. Gellermann bittet Kurse in Sachen Journalismus anzubieten. Mal sehen wann eine Anfrage den Galeristen erreichen wird.
Journalismus vom Allerfeinsten.
Die EU ist ein Konstrukt der herrschenden Klassen: Reaktionär, militaristisch, unsozial. Die Völker sind der Spielball der Herrschenden in den Händen, wo sie wie Knetgummi bearbeitet werden.
Kapital braucht Armut die es selber produziert. Es braucht die soziale Verzweiflung, das üble Konkurrenzdenken, die Illusionen, die es mit den künstlich erzeugten Bedürfnissen schafft um echte menschliche Bedürfnisse, nach Miteinander, nach Nähe, nach Entwicklung und gesellschaftichem Fortschritt der der Gesamtgesellschaft zugute kommt möglichst im Keim zu ersticken.
Perspektiven für die genannten Länder sind gleich null. Sie werden geknebelt, haben zu spuren und sind in einem hohen Maße von der EU abhängig, wenn es um ihr Weh und Ach im Land geht, also um die Lebenswirkichkeit der Menschen. "Man kann den Fluß nicht anschieben" und man kann den unterschiedlichen Stand der Produktionsmittel in den EU Ländern nicht gleichschalten. Die EU kann keine Perspektive haben, außer mit dem Gewaltmonool, der Unterdrückung und des Blut vergießens der Völker. Ihnen ist alles zuzutrauen um ihr Machtgefüge, koste es was es wolle zu erweitern. Sie kommt aus den Tiefen der Geschichte der Reaktion schmeißt sich ein Mäntelchen über und vergisst dabei, dass nicht alle völlig verblödet sind. Ein sehr guter Artikel !
Danke für die ERwähnung Peter Handkes, dessen Buch "Der kurze Weg zum langen Abschied" unvergessen bleibt. Eine gute Wahl die Preisverleihung. Nur, wie ist es möglich, dass unsere links-liberalen-grünen Moralapostel nicht gefragt wurden, ob sie denn mit der Vergabe des Preises an Handke einverstanden sind. Die Presse- und Meinugsfreiheit, wie auch die Freiheit der Kunst sind lange in Gefahr. Preise für Künstler, die sich beispielsweise der BDS (Roger Waters) anschließen werden kurzfristig wegen "Antsemitismus" ausgesetzt. Für einen syrischen Künstler in Aachen, mit der Begründung, dass er den Kunstpreis nicht erhält, weil er sich nicht ausreichend von der BDS distanziert. Dass ist Zensur in seiner übelsten Form. Mich erinnert das an die faschistischen Zeiten in unserem Land.
Ausgerechnet von der taz, dem Grünen Käseblatt saust mal wieder die moralische Keule auf die Köpfe derer, die sich erlauben zu Hinterfragen, Nachzudenken, zu Relektieren und sich auch noch den Luxus in dieser Quark schreibenden Republik zu erlauben, selbstständig zu denken und auch noch zu bewerten.
Arme, mickrige grüne Pusteblume.
Ihr Doppelmoralisten und elenden Heuchler ! Göring die Luther Hure. Gut zu wissen, wer nach 1989 bei den gestrigen GRÜNEN gelandet ist.
Geht endlich in eure Dreckssecke, wo ihr erkennen könnt, dass noch zu Beginn der achziger Jahre Teile der GRÜNEN Sexualität mit Kindern verharmlost haben, vorausgesetzt sie findet ohne Gewalt statt. Selbstbestimmung für Alle. Eine unerträgliche Auffassung.
Für glasklare Analysen waren und sind die GRÜNEN nicht bekannt.
Unfassbar, dass es Wissenschaftler gegeben hat, wie die Sexualforscher Rüdiger Lautmann und Helmut Kentler, die die Anliegen der GRÜNEN unterstützen
Dass Kinder sich in Macht- und Abhängigkeitsverhätnissen zu den Erwachsenen grundsätzlich befinden, wobei es den Erwachsenen dadurch möglich ist die Fähigigkeit der Manipulation für ihre ureigensten Interessen einzusetzen fand keine Berücksichtigung.
Cohn-Bendit sah sich ständig von kleinen, flirtenden Mädchen umgeben, schreibt er in seinem Buch des Titel mir entfallen ist. Der grüne Narzisst beschreibt, wie es sich anfühlte, wenn Kinder an seinem Hosenlatz spielten und was sich dann in seiner Latzhose abspielte, dass war ihm wichtig.
Lungert der nicht im heutigen EU Parlament für die Grünen rum ?
Scharf angegriffen wurde Lautmanns Standpunkt von G. Amendt (Sozialwissenschaftler) der Lautmann zu recht vorwarf, die Leiden der Kinder völlig außer Betracht zu lassen.-
Sollen sich die, die das vertreten haben, vielleicht es noch heute insgeheim tun mit all denen sprechen, deren Leid lebenslänglich ist, die unter Schlafstörungen, unter Ängsten leiden, weil die Wunden nicht wirklich heilen können. Diese verletzten Menschen haben einen Vertrag mit der Zeit geschlossen....Allerdings stellen sie die berechtigte Frage: "Wie lang ist Zeit.?
Mit den Ereignissen leben lernen mehr geht nicht sagen die die es erleiden mussten.


Am 21. Oktober 2019 schrieb Hanna Fleiss:

Und ist das Ländle noch so klein, man kann Profit aus ihm herausholen. Nebenbei erspart man sich Umwege beim Transport von Kriegsgerät Richtung Russlands Grenzen - vorerst. Damit es klappt, wenn "es losgeht". Aber recht haben Sie, Ulli Gellermann, diese Beitritte nützen weder den Menschen Albaniens noch Nordmazedoniens, sondern allein der EU, die zudem noch Kanonenfutter für ihre Kriege dazubekommen würde. Man kann mit Fug und Recht von einer Milchmädchenrechnung reden, denn gerade in den Balkanländern gibt es immer noch ein kommunistisches
Potential, das natürlich durch einen Beitritt des Landes zur EU gleich mitentsorgt werden soll angesichts der Herrlichkeit des EU-Paradieses.

Peter Handke hat nicht nur geredet und geschrieben, er hat gehandelt. Das verzeihen ihm die Presstituierten der Sudelmedien nicht. Er hat gewusst, was er tat, welche Folgen ihm seine Stellungnahme zu Serbien und ganz besonders zu Milosevic einbringen würde. Die dann auch prompt eingetroffen sind. Ein aufrechter Mensch, auf den der ganze geballte Hass und Dreck des Westens geworfen wird. Ihm wurde ja schon mal ein Literaturpreis rückwirkend aberkannt wegen seiner Haltung zum Jugoslawienkrieg der NATO. Und jetzt die neuerlichen schmutzigen Anwürfe. Sogar Elfriede Jellinek, die nicht seine politische Freundin ist, hat ihn im Namen des freien Wortes unterstützt, und das will was heißen. Wer wie Handke von der Meute in den Dreck gezogen wurde, weiß diese Unterstützung zu würdigen. Die Geschichte wird ihn bestätigen.


Am 21. Oktober 2019 schrieb Albrecht Storz:

"Die EU will mit einem neuen Anlauf bei der Erweiterung auf dem Westbalkan auch dem wachsenden Einfluss Russlands und Chinas in der Region entgegenwirken."

Die Parallel zur Einhegung Russlands durch das NAhTOd-Vorrücken nach Osten ist offensichtlich. und damit ist auch klar, dass "Europa", EU, nichts mit dieser Entwicklung zu tun hat, also im Sinne des Verfolgens von eigenen Interessen.
Es ist pure US-Interessenpolitik die in allen höheren politischen Gremien der westlichen Welt exekutiert wird.

Die EU ist ein Appendix der USA , und die USA ist ein Appendix des MIK und der Milliardärsclique, die diese Welt beherrschen.


Am 21. Oktober 2019 schrieb Marc Britz:

Ein hervorragender Artikel, der in Thematik und Einsicht in Deutschland seinesgleichen vergeblich suchen wird. Zur Bilanz der Bananenrepubliken Albanien und Nord-Mazedonien wäre allerdings noch der dort grassierende aggressive Chauvinismus hinzuzufügen. Beide Länder hegen nicht unbeträchtliche Gebietsansprüche an ihre zum Teil bereits zur EU gehörenden Nachbarländer: Albanien würde sich gern den Kosovo einverleiben und beansprucht Gebiete in Nord-Mazedonien sowie die griechische Region Eipiros. Nord-Mazedonien hätte gern die griechische Region Mazedonien mitsamt der zweitgrößten Stadt Griechenlands, Thessaloniki. Letzterer Anspruch hat es besonders in sich, da er auch durch die von den US-Amerikanern kürzlich durchgesetzte Namensänderung von F.Y.R.O.M auf Nord-Mazedonien befeuert wird. Denn wo es ein „Nord“ gibt, muss es in der Fantasie Skopjes auch ein „Süd" geben, in dem es irgendwelche imaginierten "Brüder" zu befreien gilt. Es handelt sich bei diesem US-Streich also um einen prima Schalthebel auf Krieg - wann immer der nächste Balkankonflikt wieder politisch opportun ist. Dass sich die EU diesem Spiel mitverschrieben hat, war zwar zu erwarten, stellt aber in den Augen der von der EU ohnehin schon gebeutelten Griechen einen weiteren Verrat an ihrer Souveränität dar.


Am 21. Oktober 2019 schrieb Carsten Hanke:

In der Tat hat Herr Gellermann Recht mit seinen Artikel. Ergänzend sei nur erwähnt, dass diese Staaten nicht nur wegen ihrer wirtschaftlichen Schwäche für die künftige EU- und Nato Politik billige Erfüllungsgehilfen sein werden, es geht hier auch um geostrategische Vormachtstellung. Man bedenke, dass mit der Seidenstraße, die China mit weiteren Staaten wieder entwickeln will, die Vormachtstellung der EU und Nato schwindet und die Anreinerstaaten wirtschaftliche Alternativen dann besitzen könnten. Hinzu kommt noch, wenn Russland und China in diesen Ländern produziert, mögliche Embargopolitik des Westens gegenüber Russland und China gar nicht zur Wirkung kommen.
Letztendlich fatal wird die Situation der überwiegend armen Bevölkerung sein, da durch westliche Fremdherrschaft der soziale Wohlstand dort kaum eintreten wird. Diese Politik des Westens ist das neue Kolonialzeitalter des 21.Jahrhundert.


Am 21. Oktober 2019 schrieb Marie Bergamnn:

Die EU ist ein Instrument der NATO. Und die NATO it ein Instrument für den Krieg. Das bestätig dieser Artikel erneut.


Am 21. Oktober 2019 schrieb Frieder Hasenkamp:

Sahra Wagenknecht: „Diese EU ist krank und stirbt”. Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Liest sie auch auch RATIONALGALERIE?

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