Der Mogel-Trump

Syrien zerschlagen um Öl zu schützen

Autor: U. Gellermann
Datum: 27. Oktober 2019

Immer noch haftet Donald Trump der Ruf des "Vielleicht-Doch" an: Vielleicht ist er doch anders als Obama und andere US-Präsidenten, vielleicht setzt er doch nicht die alte imperialistische Strategie der USA fort, vielleicht will er doch insgeheim den alten Ost-West-Konflikt beenden. Hatte er doch mal gesagt, die USA „können nicht weiter der Weltpolizist sein“. Ausgerechnet auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asad in der westirakischen Provinz Anbar, in einem Land, in dem immer noch rund 9000 US-Soldaten Weltmacht demonstrieren, verkündet er die angeblich neue Rolle der USA. Auch in Afghanistan, ein Land aus dem Trump ebenfalls Truppen abziehen wollte, sind derzeit etwa 14.000 amerikanische Soldaten stationiert. Schließlich hat er jüngst den kompletten Rückzug der US-Truppen aus Syrien verkündet. Aber mitten im Oktober schreit der alte Immobilienhai "April, April" und will lieber die syrischen Ölfelder schützen. Mit diesen Grundstücken ist noch Geld zu machen, die gibt der Profiteur aus reinen Schutz-Gründen nicht her.

Die Vokabeln "Schutz" oder "Sicherheit" bekommen im Mund des US-Imperiums immer einen fauligen Geruch: Mal musste man angeblich zum Schutz der Frauenrechte nach Afghanistan, dann wieder zum Schutz der allgemeine Menschenrechte in den Irak, in Libyen gab es es sogar eine Flugverbotszone zum Schutz der Demokratie. Da ist der Schutz von Ölfeldern immerhin ehrlicher: Panzer zum Schutz von Marktanteilen, das ist ungewöhnlich offen. Für die Opfer dieser Offenheit ist die Begründung für ihren Tod allerdings gleichgültig.

Auf der Schutzlinie liegt auch der jüngste Kramp-Karrenbauer-Vorschlag: „Schützen sie Nordsyrien vor der Vernichtung – bevor es zu spät ist“ schreibt die Regionalregierung der kurdischen Autonomiezone in Syrien an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und der FOCUS gibt einer deutschen Stimmung nach, wenn er schreibt: "Ölfelder werden geschützt, Kurden nicht". Man erinnert sich noch an die Schlagzeilen über die Helden von Kobane, an die kurdische Hochburg des Widerstandes gegen den IS. Die Kurden sind die tragische Figur in einem Kampf um Rohstoffe und Militärstützpunkte. Sie leben verteilt über den Iran, die Türkei, den Irak und Syrien. Schon vor dem Ende des osmanischen Reiches sind sie ohne eigenen Staat, ohne Schutz ihrer Ethnie und sind seit dem kolonialen Sykes-Picot-Abkommen vom 16. Mai 1916 auf das Wohlwollen ihrer jeweiligen Gastgeber angewiesen. Im Irak erlangten sie im Gefolge des US-Krieges die "Autonome Region Kurdistan". Und sie spekulierten offenkundig im Ergebnis des Krieges gegen Syrien auch hier zumindest einen Anteil vom syrischen Kuchen zu bekommen. So verständlich dieser Wunsch sein mag: Im Bündnis mit den USA, die sich einen Dreck um die Interessen der Kurden kümmern, sind sie nur zum Partner in einem imperialen Rohstoff-Krieg geworden.

Die Russen, die seit 1971 vertraglich über einen Militärstützpunkt in Syrien verfügen, haben sich bisher als zuverlässige Partner der Regierung Assad bewiesen. Und sie nennen die Dinge beim Namen, wenn sie den US-Truppen in Syrien Öl-Diebstahl vorwerfen. Denn unter dem Vorwand, die Region vor dem IS zu bewahren, ist das US-Militär in der Umgebung der syrischen Ölförderung unterwegs. Noch wird das syrischer Öl von der "Syrian Petroleum Company" gefördert und vermarktet, einer Gesellschaft, die immerhin zur Hälfte dem syrischen Staat gehört und einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung des Lands und zum Staatshaushalt leistet. Wer über das syrische Öl verfügt, der beherrscht das, was vom syrischen Staat noch übrig ist. So entlarvt sich der "Schutz des Öls" als Griff nach dem Schlüssel der Existenz Syriens.

Die Kurden in Syrien sind die größte ethnische Minderheit des Landes. Ihr Anteil an der Bevölkerung liegt bei 10 Prozent. Viele von ihnen kamen zwischen 1924 und 1938 aus der Türkei ins Land, als sie dort vom türkischen Militär bedrängt wurden. In einem Land, in dem vielen Ethnien und unterschiedliche Religionen nebeneinander wohnen, ist der Dialog zwischen den Gruppen die Voraussetzung für dessen Existenz. Nur so wird Syrien überleben und auch den Kurden eine Heimat bieten können. Der Oligarch Trump will von solchen Perspektiven nichts wissen. Ihn interessiert Macht und Profit. Aus den Resten eines zerschlagenen Syriens können Gestalten wie Trump immer noch Gewinne pressen. Wer sich mit Verbrechern dieser Sorte verbündet, besudelt sich.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 04. November 2019 schrieb Harald Pfleger:

An Trump gibt es sehr viel zu kritisieren und das wird auch getan. Trump unterscheidet sich aber von seinen Vorgängern, indem er schon vor seiner Wahl versprach, einen Ausgleich mit Russland zu suchen. Das ist auch der Grund, warum er von seinen innenpolitischen Gegnern und von der westlichen Presse so bekämpft wird. Seine Treffen mit Putin werden nur kritisiert und ins Lächerliche gezogen. Die Begegnung mit Putin beim G-20 Gipfel in Hamburg wurde von unseren Medien kaum erwähnt. Die G-20 Demonstrationen in Hamburg waren bei unserer Elite auch deshalb so unbeliebt, weil sie sich in erster Linie nicht nur gegen Trump, sondern eben gerade auch gegen die wirklichen Kriegstreiber, wie die derzeitige Opposition in der USA, sowie im Prinzip alle Staaten der NATO richteten. Trump ist auch der einzige, der sich mit der nordkoreanischen Führung trifft. Aber seine Gegner wissen bereits im voraus, dass auch hier nichts Gutes herauskommt. Das Amtsenthebungsverfahren will man einleiten, weil Trump die amerikanischen Truppen zurückholen will und einen Ausgleich mit Russland sucht. Dieser Zusammenhang muss gesehen werden und in diesem Punkt schließe ich mich dem allgemeinen Trumpbashing nicht an.

Antwort von U. Gellermann:

Der Artikel ist natürlich nicht allgemein sondern sehr konkret.


Am 31. Oktober 2019 schrieb Cornelia Praetorius:

Zu Dritter Steins Kommentar mit Trump-Zitat und U.G.s Ergänzung: Man muss unterscheiden zwischen dem, was Trump will (was auch nicht immer gut ist, aber hier schon) und dem, was seine (Un-)Sicherheitsberater wollen und oft auch durchführen - verdammt harter und gefährlicher Job US-Präsident zu sein mit anderer als der gewohnten pol. Ausrichtung . Die sich jetzt der Ölquellen bemächtigen, die 95% des syr. Ölvorkommens ausmachen, sollen Geheimagenten der USA und private 'Sicherheitsfirmen' sein, die sich wohl schon lange eine goldene Nase gemacht haben mit solchen Geschäften. In Afghanistan sind ähnliche oder gleiche Kräfte schwer im Mohnanbau beschäftigt und wollen deshalb da auch nicht raus. Wenn Trump später ergänzt, er begrüße die Initiative, die Ölquelle zu 'sichern', 'jetzt aber richtig', KÖNNTE das auch bedeuten, dass man ja mal die Syrer dafür bezahlen könnte, statt ihnen ihr eigenes Öl zu verkaufen. Zuviel Möchte-könnte-wäre? Könnte auch bedeuten, dass er noch einen anderen Plan hat. Wir werden sehen.

Antwort von U. Gellermann:

Trump wird zu den Ölquellen korrekt zitiert: „Wir werden niemals einem wiederhergestellten IS die Ölfelder überlassen!“ Kurz zuvor hatte noch erzählt, der IS sei Dank ihm vollständig besiegt. Das alles ist er selbst, keiner zwingt ihn dazu. Wer das glaubt, der glaubt auch das Märchen vom guten König. Der Plan von Trump heißt Profit.


Am 31. Oktober 2019 schrieb Karola Schramm:

Im Grunde ist es völlig egal, ob nun ein "völlig Verrückter" wie Trumpel oder Bush jr. oder ein "fast Heiliger" wie Obama amerikanischer Präsident ist. Sie alle sind an diese "Pax Amerikana" gebunden und verhalten sich auch so. Sie stehlen und morden, lügen und betrügen aus Staatsräson.

Tragisch, dass sich der Rest der sog. westlichen Welt diesem amerikanischen Wahnsinn unterordnet.
Trumpel kann, will und darf nicht - "Amerika first" - an Werte und Moral denken, weil diese gar nicht im Programm dieser amerikanischen und westlichen Eliten vorkommen.

Merkel, die eigentlich eine verheiratete Sauer ist, wobei dieser Name besser zu ihr passt, weil er ehrlich ist, sowie die unedle Dame "Krank-Knarrenbauer sind ähnlich gestrickt. Obwohl zur sog. "alten Welt" gehörend, sind sie, wie fast alle in Regierung und Bundestag hörige Vasallen dieses amerikanischen Größenwahnsinns.

Ölfelder wachsen nicht nach, lieber Uli Gellermann, Menschen schon und bei der Überbevölkerung - was zählen da Menschenleben?

Erich Fromm hat mal in einem seiner Werke von einer "nekrophilen Gesellschaft" gespochen. In dieser geht es um Freude am Toten und Töten. Das Unlebendige zieht sie an und Menschen, die Robotern gleichen - gehorchen können, sind immer gute Krieger.
Rainer Mausfeld erklärt in einem Vortrag: "Die Angst der Machteliten vor dem Volk" (auf youtube) dass sich die USA überhaupt nicht an internationale Gesetze gebunden fühlen. Sie stehen ÜBER dem Recht und führen einen "psychologischen Krieg" gegen die eigene Bevölkerung. Sie soll und muss intellektuell lahm gelegt werden. Auch wir hier im Westen.

Ja! "Wer sich mit Verbrechern dieser Sorte verbündet, besudelt sich" schreiben Sie lieber Uli. Nicht nur das. Er macht noch viel mehr. Er unterstützt sie, bestätigt sie und ist genauso wie dieser - nur nicht in meinem Namen! Ich protestiere und sage Nein gegen eine derartige, miserable, heuchlerische und mörderische deutsche Politik.


Am 30. Oktober 2019 schrieb Karola Schramm:

Liebe Uschi Peter,

jetzt weiß ich nicht genau, ob das, was Sie sagen, Ironie oder Ernst ist?
Jedenfalls: Trump hat und braucht kein Korsett. Der ist sich seines Geldes und damit seiner Geldmacht und der Macht seines Amtes, sehr wohl bewusst. Er ist ein notorischer Ausnutzer, Lügner und Manipulierer. Und das können unsere Politiker hier ja auch inzwischen sehr gut.


Am 29. Oktober 2019 schrieb Matthias Brendel:

Trump, Killeri, Merkel, Karrenbauer, Merz, Lagarde, sie alle dienen auf verschiedene Weise, aber ebenso treu wie stetig dem militärisch-industriellen Komplex und der braucht das Schmiermittel Öl.

Ja, ich weiss, die Liste ist natürlich unvollständig!
Auch unsere Leitmedien sind seit sehr langer Zeit nur noch NATO Pressestellen.
Das Schöne daran ist, dass die reale Lage mittlerweile so verfahren ist, dass jedes Kind bemerkt, wohin die Reise gehen soll.
Das Schreckliche daran ist, dass wir staunend zusehen müssen, wie sie, die die Weltpolitik dominieren, ohne grossen Widerstand, Tag für Tag unseren gemeinsamen Lebensraum vermehrt in ein vergiftetes Trümmerfeld verwandeln, siehe Hiroshima, Vietnam, Chile, Libyen, Iran, Syrien etc...
Die einzige politische Hoffnung scheint im Osten zu liegen, doch hier wird uns dank saudummer Sanktionspolitik auch jeden Tag die Hoffnung auf Frieden und Kooperation Stück für Stück genommen.

Was aus den Menschen wird, die jetzt schon am Rande dahin dümpeln, wenn hier auch noch der Restwohlstand sich in einen allgemeinen Niedergang verwandelt, wage ich mir nicht vorzustellen, aber es passiert gerade, vor aller Augen.


Am 29. Oktober 2019 schrieb Uschi Peter:

Das ging ja schnell! Aber Trump kann doch ohne Korsett nicht stehen, lieber Uli! Bedenke die Nöte dieses Mannes! Der ist wirklich nur eine Marionette wie alle vor ihm.

Antwort von U. Gellermann:

Der Oligarch tut mir sooo leid.


Am 29. Oktober 2019 schrieb Henner Schneidereit:

Wer immer noch an den guten König Donald glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.


Am 28. Oktober 2019 schrieb Uschi Peter:

Schon die Art wie Trump über die Ermordung von Al-Baghdadi spricht, zeigt die ganz erbärmliche Menschenverachtung der Yankees: "er starb winselnd wie ein Hund". Mag Trump auch gute Vorsätze gehabt haben, im Endeffekt herrscht der miltärisch-industrielle Komplex, auch Tiefer Staat genannt, in USA und über die Welt. Trump ist in dieses Korsett eingebunden. Er kennt das Schicksal aufmüpfiger Vorgänger. Die USA haben seit ihrer Gründung ständig Kriege geführt, immer um Macht und Einfluss und um Ressourcen. Solange die Welt sie nicht in die Bedeutungslosigkeit verabschiedet, geht das so weiter, schlimmstenfalls mit der Vernichtung unserer Erde. Das ist Kapitalismus/Imperialismus.

Antwort von U. Gellermann:

Der arme Trump: Er muss eine Korsett tragen! Ja, dann isser auch für nix verantwortlich.


Am 28. Oktober 2019 schrieb altes fachbuch:

auf die gefahr hin, dass ich der ahnungsloste idiot bin: aber wie viel trump steckt drin in dem desaster, was momentan das bild von der amerikanischen außen- und sicherheitspolitik gibt??
trump vermisste die kurden am d-day in der normandie;) trump ist so was von beschäftigt, sein hinterteil innenpolitisch zu behaupten, und per handelskriege sein "america first" durchzusetzen, dass dem die rolle des weltenlenkers geschweige denn imperialen gestalters weder zuzutrauen ist, noch angedichtet werden kann!
sicher lässt er seine (auch wähler) ebenso-selbstdarsteller in uniform minimal gewähren. aber die große eskalation, wie von killary befürchtet, blieb doch aus. das syrien geklaute öl ist wirtschaftlich doch keine größenordnung. man wird donald erzählt haben, dass der erlös wenigstens zur finanzierung der "befreiungsmission" beitragen würde. wie der drogenanbau in afghanistan oder mittel/südamerika für die cia-refinanzierung! das geht als deal durch!

und den fake mit bagdadi schenkt man ihm für seine ego und PR;)
trump schließt stationierungsabkommen ab, um für seine truppen herberge zu besorgen. suwalki kennt der nicht!
sicher ist trump keine taube! aber die kosten des gewaltmonopols und das scheitern des monopolaren weltbildes seiner vorgänger scheinen die amerikanischen wähler zu animieren, lieber einen trottel, der sich mit "freunden" um arbeitsplätze für seine landsleute fetzt, als "liberale", die zugunsten von ergebnislosen krieg und bündnis/werte-geschwätz die armutszahlen in amiland hochtrieben!!
und dann noch drei gedanken:
- der ami *ackt weltweit ab. überall regt sich widerstand und china und russland geben denen wirtschaftliche oder militärische unterstützung! wollen die kurden wieder eine heimat in einem syrischen staat, werden die den amis freundschaftlich den weg gen erbil zeigen;)
- syriens energiebasis wird künftig eher im östlichen mittelmeer gewonnen (gas), deshalb gibt es auch keine militärischen aktivitäten des bündnisses (syrien, russland, iran ...) die letzten 75-100km richtung al-hasaka zu marschieren!!?? da gibts keinen IS mehr. wer sollte also die SAA aufhalten, wenn nicht ein befehl aus moskau??
- syrien hat den krieg gewonnen, aber nicht den frieden!! flutet der osmane diese sicherheitszone mit flüchtlingen, wer ernährt die dann??? weihnachten kommt, ich höre schon das gejaule der kommenden "humanitären krise" zumal "zufällig" auch noch die UN-kassen leer sind;)
ich mag den ami nicht, und lobe nicht den donald!

aber mein feind, oder wollte ich den syrern helfen, ist der neokoloniale ansatz der DEUTSCHEN außenpolitik, jetzt den lückenfüller zu mimen!!

Antwort von U. Gellermann:

Die Besetzung der syrischen Ölfelder hat die Qualität eines Flugzeugträgers vor der Küste und soll das Gewaltmonopol der USA durchsetzen: Kusch Syrer! Oder wir machen Deinen Staatshaushalt kaputt bis in den Hungertod Deiner Kinder.


Am 28. Oktober 2019 schrieb Lena Dähne:

Das ist echter Klartext: Oligarchen bleiben Oligarchen, auch wenn sie Kreide gefressen haben. Danke.


Am 28. Oktober 2019 schrieb Lutz Jahoda:

DONALD -
SCHUTZHEILIGER DES MONATS

Wir schützen gern, wenn ihr bezahlt,
Sprach einst schon Al Capone.
Ein altes Bild, nur neu gemalt
Von Trump, der Blondzitrone.

Auch wir, die Deutschen, löhnen brav
Für Ramsteins Strahlenpflaster.
US-Wolf knurrt, das Deutsche Schaf
Trägt stumm das Drohnenlaster.

Schlecht gefüttert wird gezittert
Zwischen Weltmachtfronten.
Wahlvolk sitzt auf leeren Konten.
Donald lacht und twittert.


Am 28. Oktober 2019 schrieb Alexander Kocks:

So sehr ich bedauere dass die US Truppen nicht
komplett Syrien verlassen, so ist doch mit dieser Entscheidung der USA zum Schutz der Ölreserven Syriens Truppen dort zu belassen die Maske endgültig gefallen. Dieser Entschluss ist auch unter dem Druck der gesamten US-Elite und der Europäer gefallen. Jetzt kann die rohstoffarme Bundesrepublik mit Hilfe von Frau Karrenbauer und Frau Merkel vielleicht doch noch dazu beitragen die syrischen Rohstoffe zu plündern äh schützen und nebenbei noch Demokratie, Menschenrechte, Recht und Ordnung nach Syrien bringen und den Kurden zu ihrem eignen Staat verhelfen. Syrisches Öl von US-Trucks zum Irak transportiert so liest man, soll auf dem Markt zu USD 38 pro Barrel angeboten werden. Es muss nur noch geklärt werden ob die Lieferungen FOT - Free on US-Truck Westirak erfolgen oder von den US-Lieferanten noch auf Trucks des Käufers umgepumpt werden. Im Handel sind klare und eindeutige Lieferbedingungen notwendig um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Die USA sind hier gefragt über die
Lieferbedingungen sofort Klarheit zu schaffen. Im Vergleich zum Weltmarktpreis von ca USD 60/Barrel wird sich die Welt um dieses Freedom-Öl wie beim Sommerschlußverkauf am Wühltisch prügeln.


Am 28. Oktober 2019 schrieb Helene+Ansgar Klein:

Uns wundert, dass ein kritischer Geist wie Uli Gellermann beim allgemeinen 'Trump-bashing' mitmacht. Wer ist denn der "Verbrecher"? Der "Mogel-Trump" oder der US-amerikanische 'Tiefe Staat'? Rainer Rupp, der in einigen Lesebriefen beschimpft wird, weiß, wovon er redet, wenn er zwischen Trump und dem 'Militärisch-Industriellen-Komplex' (MIK) unterscheidet. Genau diese Unterscheidung macht Trump immer wieder; zuletzt in seiner Pressekonferenz vom 9. Oktober 2019. Was Trump an diesem Tag zu US-Kriegen, zu den Opfern dieser Kriege, zum Beenden dieser Kriege und zum MIK gesagt hat, kommt im Mainstream nicht vor. Lesen kann Mensch es z.B. auf www.ac-frieden.de unter 'Lesetipps'.

Antwort von U. Gellermann:

Trump ist ein guter Freud der saudischen Mörderbande und des israelischen Apartheidstaates. Beides prima Kunden des Militärisch-Industriellen-Komplexes. Wer da „unterscheidet" hat keine Ahnung.


Am 28. Oktober 2019 schrieb Hanna Fleiss:

Zweifel sind angebracht, dass es Trump wirklich nur um das syrische Erdöl geht. Durch das Fracking haben die USA doch selbst genügend Öl, dass sie es sogar nach Europa exportieren wollen, und wenn es ginge, würde er es vielleicht noch in den Mittleren Osten exportieren. Viel eher sehe ich in Trumps "Schutz des Öls" nicht nur eine zusätzliche Profitquelle, sondern vor allem eine Machtdemonstration gegenüber Russland. Denn darum geht es doch bei seinem "America first".

Zu den Kurden habe ich eine gespaltene Meinung. Nicht nur, dass die PKK eine pseudomarxistische Partei ist, die meiner Ansicht nach nicht das Zünglein an der Waage ist im gegenwärtigen Kampf der Kurden um
eine Heimat. Dass sie sich sogar den USA in die Arme geworfen haben (die sie jetzt fallenlassen), zeugt eigentlich davon, dass sie sich über ihre gegenwärtige Situation gar nicht im klaren sind. Und wäre Erdogan kein Kurdenfeind, würden sie sich ihm in die Arme werfen. Ich kann nur hoffen, dass sie ihre einzige Chance in der Zusammenarbeit mit Assads Syrien begreifen und wahrnehmen.

Antwort von U. Gellermann:

Öl ist ein Geschäft, dass in Dollar abgewickelt wird. Da ist der Profit nie „Genügend“.


Am 28. Oktober 2019 schrieb Des Illusionierter:

Es war noch nie anders:

Vergleichen wir Nordamerika noch mit Europa, so finden wir dort das perennierende Beispiel einer republikanischen Verfassung. Die subjektive Einheit ist vorhanden, denn es steht ein Präsident an der Spitze des Staates, der zur Sicherheit gegen etwaigen monarchischen Ehrgeiz nur auf vier Jahre gewählt wird. Allgemeiner Schutz des Eigentums und beinahe Abgabenlosigkeit sind Tatsachen, die beständig angepriesen werden. Damit ist zugleich der Grundcharakter angegeben, welcher in der Richtung des Privatmannes auf Erwerb und Gewinn besteht, in dem Überwiegen des partikularen Interesses, das sich dem Allgemeinen nur zum Behufe des eignen Genusses zuwendet. Es finden allerdings rechtliche Zustände, ein formelles Rechtsgesetz statt, aber diese Rechtlichkeit ist ohne Rechtschaffenheit, und so stehen denn die amerikanischen Kaufleute in dem üblen Rufe, durch das Recht geschützt zu betrügen.

(G.W.F.Hegel 1770-1831)


Am 28. Oktober 2019 schrieb Georg Hansmann:

Wer Trunp für eine Alternative hält hat keine Ahnung. Oligarchen haben keine Freunde, nur Profitinteressen.


Am 28. Oktober 2019 schrieb Piet Mondrian:

@Hella Berger
Ich hab die eklige Schleimerei von Rupp gelesen. Aber der war schon immer in der Westentasche von Trump. Was ich nicht verstehe: Warum lässt Ken Jebsen den Mann bei sich brabbeln? Der ist ja nicht nur politisch erledigt, der ist auch wirklich kein Journalist mehr.

Antwort von U. Gellermann:

Die Diskussion entfernt sich vom Thema des Artikels und ist in diesem Strang beendet.


Am 28. Oktober 2019 schrieb Hella Berger:

Lieber Herr Gellermann,

herzlichen Dank für diesen klaren Satz "Der Oligarch Trump will von solchen Perspektiven nichts wissen. Ihn interessiert Macht und Profit." Ander als Rainer Rupp, der auf KenFM eine devote Trump-Anschleimerei geliefert hat, wissen Sie noch was Herrschaftsverhältnisse sind. Trump ist eine schlimme Mogelpackung, aber das Leute aus der Friedensbewegung auf ihn reinfallen ist schon extrem peinlich. Damit dürfte nach Ihrem Artikel wirklich Schluß sein!


Am 28. Oktober 2019 schrieb H.Sauer:

Lieber Ulrich Gellermann

Heute musste ich leider in der Tagesschau hören dass die USA die Ölfelder „schützen“ bitte nehmen sie doch diese Meldung in die Macht um Acht auf. Sie haben irgendwann einmal bemerkt dass lt Redakteur ihrer Sendung nicht immer so ernst sein sollen. Ich hingegen finde, dass sie die In ihrer Sendung kritisierten Meldungen sehr Kabarettistisch rüberbringen Leider gibt es keine guten politischen Kabarettisten mehr Pispers und Schramm haben leider aufgehört Priol wird auch immer seichter die Anstalt ist leider total langweilig und belehrend Außerdem berichten sie nur über innenpolitische Themen wie Miete Maut usw, die zwar wichtig sind aber nichts mehr über Außenpolitik NATO Rüstung usw., die Ihnen und mir (jg 1939 als Kind in Hamburg den Krieg erlebt Vater jg 1906 in Russland verschollen) besonders wichtig sind. Von Figuren im Fernsehen wie in der heute Show Happy Hour usw. ganz zu schweigen. Die Friedensbewegung, in der ich einmal auch aktiv war hatte 2 Jahre wegen politischer Betätigung als Arzt Berufsverbot) ist tot dank Kipping und Co Die einzigen wagenknecht und Lafontaine, Die Grips haben sind weggemobbt.Was ich sagen will versuchen sie doch mal bei der Anstalt mitzumachen (Wenn man sie im zdf lässt) um ihr etwas Spirit mitzugeben und Aussenpolitik NATO Rüstung Russland usw mehr als Thema darzustellen. Den Witz hätten Sie auf jeden Fall.

Antwort von U. Gellermann:

Für die „Macht-um-Acht“ langte es zeitlich nicht mehr. Aber dafür ist der „Schutz“ auf der Startseite der RATIONALGALERIE. Ein Lacher blieb mir in der Kehle stecken.

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