Der lange Arm der CIA

Libyen-Krieg will nicht enden

Autor: U. Gellermann
Datum: 08. April 2019

Es ist ein zynischer Witz: Ausgerechnet die G-7-Staaten fordern „ein Ende der Eskalation in Libyen“. Unter den G-7-Staaten sind genau jene Länder, die sich 2011 in die libyschen Bürgerproteste auf der Seite der Gaddafi-Gegner eingemischt hatten. Mit dem Ziel, den Präsidenten Muammar al-Gaddafi zu stürzen. Schnell wurde der Mann in den westlichen Medien zum Diktator erklärt, schnell wurden Ziele wie Freiheit und Demokratie proklamiert, und noch schneller griffen die USA, Großbritannien und Frankreich am 19. März 2011 mit einer Luft- und Seeblockade in die internen Auseinandersetzungen in Libyen ein. Rund 50.000 Tote und ein paar Jahr später dauert der Krieg immer noch an.

Schon damals spielte der Auslandsgeheimdienst der USA, die CIA mit seiner Handpuppe General Chalifa Haftar, eine herausragende Rolle: Der einstige Offizier der Libyschen Armee setzte sich 1987 mit Hilfe der CIA in die Vereinigten Staaten ab, sagte sich von Gaddafi los, wurde amerikanischer Staatsbürger und arbeitete einige Jahre lang für die CIA. Haftar ist inzwischen ein mächtiger Warlord und ein Gegner von Fajis as-Sarradsch, der eine angeblich international anerkannte Regierung in Tripolis leitet. As-Sarradschs Regierung wird von Milizen aus Misrata sowie von den Muslimbrüdern und der Türkei und Katar unterstützt. Die alte Anti-Gaddafi-Koalition ist zur Zeit also auf der Seite einer Regierung, die eher islamistisch orientiert ist. Wie weit mit dieser Verbindung das alte, vorgebliche Ziel westlicher Freiheit und Demokratie zu erreichen ist, mag keiner beantworten.

Die Zeit, in der die USA in und um Libyen schalten und walten konnten, wie sie wollten, scheint vorbei zu sein. Ihr verlängerter Arm, Chalifa Haftar, dessen Truppen in den vergangenen Monaten die wichtige Erdölinfrastruktur wie Bohranlagen, Pumpstationen und Ölterminals eingenommen haben, macht sich relativ selbstständig. Überdeutlich wurde dieses Streben nach Selbständigkeit, als er im Januar 2017 Russlands einzigem Flugzeugträger einen Besuch abstattete und von dort aus eine Videokonferenz mit dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu abhielt.

Wenn die G-7-Staaten jetzt so tun, als seien sie eine Friedensmacht, dann wollen sie einerseits vergessen machen, dass einige von ihnen an der Zerstörung des relativ friedlichen Libyen beteiligt waren und dass sie, seit sie 2014 Russland aus der Kooperation ausgeschlossen haben, nur noch begrenzt handlungsfähig sind. Auch deshalb ist dem Wort des russischen Außenministers Sergej Lawrow besonderes Gewicht beizumessen, der die libyschen Konfliktparteien zu einem Dialog ohne Vorbedingungen aufrief. Wie schon in den syrischen Kämpfen wird auch in Libyen deutlich: Russland kehrt zu seiner Bedeutung im arabischen Raum zurück.

Libyen hatte zur Zeit der Sozialistisch Libysch-Arabischen Volksdschamahirija unter Gaddafi eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen des afrikanischen Kontinents. Die Sozialversicherung der Einwohner umfasste die kostenlose medizinische Versorgung sowie Witwen-, Waisen- und Altersrenten. Frauen hatten in der Gaddafi-Zeit, verglichen mit anderen arabischen Ländern, eine hohe Bildung. Bei einer Scheidung durften sie das gemeinsame Haus oder die Wohnung behalten. Es gab Kindertagesstätten für berufstätige Frauen, sowie Frauen in klassischen „Männerberufen“ wie Polizistinnen oder Pilotinnen. Libyen war ein wohlhabendes und weitgehend friedliches Land, die Gewinne aus seinen Rohstoffressourcen wurden zu einer fortschrittlichen, nahezu egalitären Sozialpolitik eingesetzt. Die Basis dafür ergab sich aus der Verstaatlichung von ausländischen Ölkonzernen wie Exxon, Shell und Texaco.

Auch die wesentlichen deutschen Medien klatschten 2011 dem militärischen Überfall der US-geführten Allianz auf Libyen Beifall. Kein Wort des Bedauerns über die Zerstörung des Landes, kein Wort der Trauer über die Toten, erst recht kein Wort über die Verantwortung der NATO. Am 70. Geburtstag möchte der Militär-Pakt nur ungern an seine mörderische Rolle in Libyen erinnert werden. Erneut bestätigen sich die westlichen Medien als Schweigekartell gegen die historische Wahrheit.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 14. April 2019 schrieb Ole Bienkopp:

...und die "Qualitätsmedien" lügen schon wieder auf Syrienkrieg-Niveau!

Anfang der Woche (?) hörte ich im Radio (Dlf Kultur), daß "Russland eine Libyen-Resolution im UN-Sicherheitsrat "blockiert" hätte". Zwischen den Zeilen konnte man dann lesen, daß GB eine Resolution eingebracht hätte, die nur Chalifa Haftar und dessen Truppen zum Einhalten auffordern sollte. Russland schlug vor, die Resolution zu ändern, so daß ALLE Parteien zur Waffenruhe und zu Verhandlungen aufgefordert würden - das wiederum scheiterte am Widerstand der USA!!

Da hatte ich ein Deja vu, denn genauso lief es ja mit den Syrien-Resolutionen seinerzeit (ab 2011/12) auch. Der Westen wollte "Assad" zum Waffenstillstand verpflichten, Russland (und China) ALLE Kriegsparteien - was vom Westen aber immer abgelehnt wurde. Und in den Nachrichten hieß es dann "Russland und China blockieren im Sicherheitsrat eine wichtige Resolution für Syrien".

Daß Russland und China seit dem Syrienkrieg so "unkooperativ" sind, hat seine Ursache ja auch im Libyenkrieg. Damals ließen sie die Resolution zur "Flugverbotszone" zu, welche die USA (unter Federführung Hillary Clintons) und vor allem Frankreich dann nutzten, um Luftangriffe auf die libysche Armee zu fliegen, und damit quasi die Luftwaffe für Al Kaida stellten.

Das Ergebnis des heutigen Dauerkrieges kommt dem Westen übrigens sehr gelegen. Vor allem Frankreich, die nun vorerst nicht fürchten müssen, daß ihre afrikanische Kolonialwährung, der CFA-Franc, seine Rolle in Afrika verliert. Bekanntlich hatte Ghaddafi ja vor, zuammen mit anderen afrikanischen Staaten eine neue, afrikanische Universalwährung einzuführen. Und wer die Währung kontolliert, kontolliert die Staaten...


Am 11. April 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

"Ausbildung für einen Einsatz gegen Ghadaffi" titelt am 10.12.1990!!! die Ost-CDU Zeitung:
Neue Zeit.
"Die USA haben eingeräumt, daß der amerikanische Geheimdienst CIA mehrere Hundert Libyer im Tschad für Guerillaeinsätze gegen Libyen ausgebildet hat.

Nach offizieller amerikanischer Darstellung hat der vor einer Woche gestürzte tschadische Staatschef Hissene Habre unter den 2000 Libyern, die zwischen 1983 und 1987 gefangen genommen wurden, 700 Überläufer gegen das Ghadaffi Regime angeworben.
Sie seien im Rahmen eines amerikanisch-tschadischen Militärabkommen in einem Lager bei Ndjamena von amerikanischen Ausbildern in Kommando und Sabotageakten trainiert worden.
Libyen nannte die angebliche Verschleppung seiner Staatsbürger einen Piratenakt und forderte eine Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrates. Laut libyscher Nachrichtenagentur häten die Amerikaner 17 Libyer erschossen, die eine Evakuierung abgelehnt hätten".


Am 11. April 2019 schrieb Heinz Schneider:

"Geben Sie unseren sogenannten Absatzmärkten den gleichen Lebensstandard, wie wir ihn heute haben, und sie werden erleben, dass nicht nur die in der politischen Macht der Nation, sondern auch in der wirtschaftlichen Stellung des Einzelnen sich ausdrückende Vormachtstellung der weißen Rasse nicht aufrecht erhalten werden kann."
Die im Industrieclub Düsseldorf 1932 so Angesprochenen ernannten den Referenten 1 Jahr später zum Reichskanzler.
Was hat sich seitdem geändert? Aus Nation und Rasse ist "der Westen" geworden. Sonst nichts.

Die libysche Volksrepublik war nur möglich, weil es die Sowjetunion und das sozialistische Lager gab, mit dessen Implosion sind die Voraussetzungen für die ökonomische Befreiung der 3. Welt zunächst entfallen. Erst der Aufstieg Chinas änderte die Lage wieder, die "Gegenspieler-These" Des Illusionierten teile ich. Die Einwände dagegen führen ins Nichts. Es geht immer auch um Interessen, natürlich. Vor allem geht es aber um Souveränität. Die Entwicklung der chinesischen Investitionen in Afrika ist darauf zurückzuführen, dass ihre Bedingungen besser sind als die der Europäer. Die Kolonialmächte reagieren gekränkt, sind aber politisch hilflos. Sie sind auch ökonomisch hilflos, ohne Rohstoffraub und Billigstarbeit funktioniert ihr schöner neoliberaler Kapitalismus nicht. Wohlstand für alle ist für ihn vollkommen ausgeschlossen.

Es ist auch nicht so, dass das neoliberale Wirtschaftsimperium den Interessen aller Menschen zuwiderhandelt. Seine Macht beruht darauf, dass es viele Menschen dazu bringt, gegen ihre eigenen Interessen zu handeln. Freiwillig, denn sein KZ für diese ist der Konsumismus. Für die anderen, soweit sie sich nicht in Armut und Elend fügen wollen, gibt es einstweilen Lager und "sichere Außengrenzen".
Wenn das nicht mehr reicht, den Krieg.

Aimé Césaire schrieb 1950: Hitler "gestattet es, die Dinge durchs Vergrößerungsglas zu sehen und zu begreifen, dass die kapitalistische Gesellschaft in ihrem gegenwärtigen Stadium außerstande ist, ein Völkerrecht zu begründen, wie es sich als unfähig erweist, eine individuelle Moral zu begründen. Ob man will oder nicht: Am Ende der Sackgasse Europa steht Hitler. Am Ende des nach seinem Überleben trachtenden Kapitalismus steht Hitler. An Ende des Formalhumanismus und der philosophischen Abdankung steht Hitler" (Über den Kolonialismus).


Am 11. April 2019 schrieb Krysztof Daletski:

@Des Illusionierter:
Zur Bewertung der "Gegenspieler des US/EU Imperiums" (EU und USA bilden in vielen internationalen Gremien wie IWF, WTO, WIPO usw. eine Beutegemeinschaft und nutzen das Machtgefälle gegenüber afrikanischen Staaten gleichermaßen aus) sollte man vielleicht diejenigen zu Wort kommen lassen, die weiter unten in der Hackordnung stehen. Da schreibt z.B. Yash Tandon (Uganda) in "Handel ist Krieg" (Quadriga 2014, S.209):

"Aus meiner Erfahrung mit zahlreichen Organisationen der globalen Governance [...] heraus gibt es deutlich Anzeichen dafür, dass China und Indien (und auch Russland) auf der Basis von 'Solidarität' mit afrikanischen Nationen handeln. Auf ihre eigene Weise sind China, Indien und Russland ebenfalls revisionistische' Staaten (wie wir den Begriff in einem früheren Kapitel definiert haben); wie Afrika wollen auch sie die globale Ordnung verändern. In diesem Sinne stehen sie auf der gleichen Seite der Trennlinie zwischen dem Westen und dem Rest der Welt."


Am 10. April 2019 schrieb Alles nur Satire:

>Libyenkrieg darf / soll nicht enden<, wäre meiner unmaßgeblichen Meinung nach die passendere Überschrift gewesen.

Denn, das geostrategische Ziel der USA, mit ihren Hilfs-Banditen aus dem G7-Zirkel wollen eine größtmögliche Destabilisierung in Lateinamerika, Afrika, Asien und Ozeanien erreichen.

Nur dafür braucht die NATO das Geld, das die USA so vehement einfordern.


Am 10. April 2019 schrieb Michael Kohle:

@
Des Illusionierter

Fürnehm formuliert: Alternativrolle! Donnerwetter, sowas hätte ich jetzt auf der Galerie der Ratio aber nicht erwartet. Alles doch nur ein globaler Konkurrenzkampf? Nichts bekannt über die Untaten der Anderen und deren Interessen? Hat eigentlich nur noch gefehlt: wo gehobelt wird fallen Späne.

Als Kontra zum konkreten Fall von Gellermanns aktuellem Beitrag, bei dem sowohl Ross & Reiter als auch reichlich Zahlenmaterial - wenn man denn will - bekannt wäre, ist mir doch tatsächlich kein vergleichbarer Fall bei der Konkurrenz bekannt, wo ähnliches verzeichnet werden könnte. Kann der ach so Desillusionierte mir vielleicht ein wenig auf die Sprünge helfen? Und wenn, dann bitte auch noch zu Vorgängen mit fast identischem Strickmuster, wie bspw. Serbien/Kosovo. Irak, Syrien, Jemen, dazu hätte ich dann auch gerne das jeweilige Patenprojekt der Konkurrenz benannt, bitte(r)schön!

Ich will es jetzt nicht ausufern lassen. Deshalb ein Vorschlag zur Güte. Möchte auf einen ziemlich propagandafreien „Erlebnisbericht“ verweisen, von einer gewissen Frau Nina Markovic Khaze, gut zu Googeln mit den Suchworten ‚Tragedy fallacy‘. Sie erzählt von ihren „Erlebnissen“ von vor zwanzig Jahren in einer Schule zu Belgrad. 78 Tage dauerte die NATO-Aktion „Merciful angel“ (zu deutsch: gnädiger Engel!), gnadenlos, die erste Präsenz des deutschen „Landsers“ übrigens damals seit einem halben Jahrhundert. Unsere seinerzeit frisch ins Amt gewählten Gnadenbringer Gerd&Joschka konnten wohl nichts anderes. Da hat wohl damals nicht Reichsstatthalter am Brandenburger Tor kräftig mitgemeddelt hat im September1998 (Germanygate). Devotes Verhalten nämlich war hinterher angesagt wenn nicht eingefordert. Die nützlichen Idioten von Rot/Grün brauchten ja auch nur kurzzeitig ertragen zu werden. Im März 2003 war den Beiden wohl der Seifensieder aufgegangen und verkündeten kleinlaut ihr „Nein“ zum anstehenden Feldzug der Koalition der Willigen. Da stand dann jedoch schon der „mandshurian candidate“ aus der Uckermarck bereit, das unangenehme Interregium würde bald ein Ende haben, ein für allemal. Allerdings nicht ohne ein wahrlich opulentes Abschiedsgeschenk, auf der Schleife ein goldenes Hartz IV eingeprägt.

Übrigens: Untaten und Interessen gegenseitig aufrechnen? Würde nur böse enden!


Am 10. April 2019 schrieb Des Illusionierter:

Ich kenne die Hintergedanken bei der Stimmenthaltung zu jener unseligen UN-Resolution auch nicht. Aber ich bin überzeugt, dass wir davon weg kommen müssen, hinter solchem Verhalten moralische oder ethische Gründe zu suchen. Dass es bei politischen Entscheidungen NUR um Interessen geht wissen wir doch alle - auch wenn es manchmal schwer zu verdauen ist. Zur Zeit entsteht der Eindruck, dass das neoliberale Wirtschaftsimperium mit seinen Interessen dem Lebensinteresse der Menschen zuwider handelt. Aber können wir uns da so sicher sein, dass die anderen mächtigen Mitspieler grundlegend andere Interessen verfolgen? Ist es nicht vielleicht doch nur die Alternativrolle, welche diese Mächte als Gegenspieler des US-Imperiums übernehmen, die uns deren Wirken im Globalen Konkurrenzkampf als Quelle möglicher Verbesserungen erscheinen lässt? Ich bin da etwas im Zweifel, zumal den Untaten, die wir ständig aus USA erfahren, ein auffallender Informationsmangel (von der westlichen Propaganda abgesehen) über die Untaten der Anderen und deren Interessen gegenüber steht.


Am 10. April 2019 schrieb Karola Schramm:

Das ist immer wieder das große Drama, wenn die sog. "westliche Wertegemeinschaft" sich in anderer Länder Angelegenheiten einmischt - in denen sie zuvor - natürlich heimlich - mit Hilfe von Agenten Unruhe gestiftet haben die bis zum Bürgerkrieg führen.

Gut, dass Sie Uli Gellermann das Thema Libyen aufgreifenn und daran erinnern, wie weit forgeschritten dieses Land war in allen seinen sozialen und gesellschaftlichen Errungenschaften und Freiheiten, was leider bei den meisten Menschen in Deutschland so gut wie nicht bekannt war.

Was die westl. Medien angeht, haben sie haarsträubend berichtet und wieder einen richtigen Einsatz Deutschlands an der Seite ihrer Verbündeten gefordert und vor Enthaltungen und Pazifismus gewarnt.

Es war Guido Westerwelle, (er ruhe in Frieden) der sich für eine Enthaltung bei der Kriegspielerei der drei anderen im Sicherheitsrat aussprach.

Auch Syrien hatte sich ja wunderbar entwickelt und trotzdem wurde Assad, ähnlich wie Gaddafi, verteufelt und dämonisiert.
Diese "Spiele" gehörten zum Regime Change", bzw. Nationen-Building. Der Westen konnte sehen, wie toll sich Libyen als sozialistisch geführter Staat sehr gut funktionieren konnte, wenn die Verteilung stimmt. Auch der Abschied vom Petro-Dollar, den Gaddafi anstrebte und die Einführung einer eigenen Währung für ganz Afrika, hat sicher keine Freude in Frankreich und den USA ausgelöst. Außerdem sollte Gaddafis Einfluss auf ganze Afrika gestoppt werden.Er strebte die "Vereinigten Staaten von Afrika" an nach dem Vorbild der EU.

Teile und herrsche Politik, dazu Politiker mit Gier, Hass und Neid in den Augen, geraten immer in Versuchung, wenn es anderen Ländern gut geht, diese zu zerstören.

Wenn auch die Medien schweigen, so können wir reden und aufklären. Ich setze auf die Jugend, die jetzt auf die Straße geht und eine ordentliche Klimapolitik einfordert. Das muss nicht beim Klima bleiben und kann im weiteren Verlauf auch andere Themen einschließen. Etwa: Krieg oder Frieden. Für den Krieg, das wissen wir inzwischen, gibt es viele Wege. Für den Frieden nur einen und der heißt: Frieden.


Am 10. April 2019 schrieb Michael Kohle:

Libyen, inbesondere jene Geschehnisse, die für alle Zeiten mit einem „We came, we saw, he died“ einer kichernden Hillary verbunden sind, nur ein Beispiel von den immer inflationärer auftretenden Interventionen, die sich die sakrosankte Wertegemeinschaft glaubt, erlauben zu können. Das Kapitel VII der UNO-Charta hat dazu irgendwann das ursprüngliche Verbot aus Artikel 2, Ziffer 7 von Interventionen jeglicher Art ins Gegenteil verkehrt. Wäre seinerzeit im UN-Sicherheitsrat bei der Beschlussfassung - die sich posthum als Guido Westerwelles Sternstunde im Amte herausstellen sollte - Mister Bercow aus London präsent gewesen, er hätte in seiner unnachahmlichen Art verlautbaren müssen: No, No, No! Stattdessen gab es - überraschenderweise ohne ein einziges Veto - den Startschuss für dieses unsägliche Unternehmen. Gellermann rätselt, warum kein Veto von Russland und China? Hatte Wladimir im Kreml nichts Wichtigeres zu tun? Das Hemd näher als der Rock! An zwei, drei Fronten mitmischen? Nein danke, vorerst lieber nicht. Und China? Da ist sowieso immer langfristiges Denken angesagt: die Seidenstrasse wird’s schon richten.

Zwar wissen wir dank eines Wesley Clark, immerhin einem ehemaligen NATO-Oberbefehlshaber, dass Libyen schon etliche Jahre vorher auf jener to-do-list - unter dem Code ‚tabula rasa‘ -stand, auf der auch andere Kollegen von Muhammar G. gelistet waren. Irgendwann musste es dann schließlich losgehen, mit der Umsetzung von UN-Charta—Kapitel VII, wie heißt es dort: Intervention zulässig zur Verteidigung des internationalen Friedens, Aufrechterhaltung des Rechts und Schutz der Unabhängigkeit anderer Staaten. Heidewitzka! Zwei Plätzchen auf dem begehrten Stockerl waren ja noch frei. Man bedenke: Aktion Gold war noch ohne Startzeichen des Sicherheitsrates durchgegangen. Jetzt bei der Vergabe der Plätze bot es sich deshalb an, den Hansdampf aus dem Beduinenzelt für die Mutter aller Sonderbehandlungen vorzuziehen, mit einem (besonders) „robusten Mandat“ zu versehen. Sicherheitshalber! Beim Nachbarn auf der Liste - Bashar A. - war wohl kaum mit einer Enthaltung aus dem Kreml zu rechnen. Dagegen hatte der frischgebackene Friedensnobelpreisträger allen Grund, auf den Spuren seiner frühen Vorgänger zu wandeln. Nur wenige Jahre nach Aufhängen der vollmundigsten Unabhängigkeitserklärung ever fand sich die später mal ruhmreiche US-Marine genau da im Einsatz, wo einst auch die Vandalen schon mal alles platt machen konnten, im späteren Libyen nämlich. Zweihundert Jahre des Angedenkens, ein wunderbarer Anlass, doch mal wieder dort vorbei zu schauen und nach dem Rechten zu sehen.

Wem sagt dieser Name was: Bernard-Henri Lévy? Was hat der Erlauchte mit Libyens SchicksaI zu zun. Ich mache es mir leicht und platzsparend dazu. Völlig unverdächtig die Quelle und höchst aufschlußreich: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/bernard-henri-levy-versucht-sein-lebenswerk-zu-retten-15686112.html. Es war dieser Missjöh, Philosoph und Menschenfreund, der die Treibjagd auf Gaddafi glaubte einfordern zu müssen. Er war es, der damals in jedem Ameisen- und Misthaufen der Leitmedien transatlantikweit empört rührte und stocherte mit reichlich Material, von Centraler Intelligenz Zugestecktem oder auch nur Selbsterfundenem. Wie auf den Spuren von Papst Urban II, anno 1095, als der den ersten Kreuzzug anleierte. Da waren die Franzosen auch vorneweg.

Und jetzt gibts da also einen General Haftar der auftaucht wie Ziethen aus dem Busch. Allein schon sein Fuhrpark ist Beleg genug dafür, nicht nur was er im Schilde führt, sondern auch wer ihm das Patschehändchen führt. Die Frage, wer dem General die vorgeführte, schier endlose Kolonne von Toyota-Transportern mit passender Beiladung auf offener Ladefläche, spendiert haben mag, erübrigt sich eigentlich. Durften wir doch Identisches schon mal bestaunen, damals auf dem Zenit des Kalifats. Sollten wir jetzt den Lieferanten für einen neuen Großauftrag beglückwünschen oder wurde da nur etwas umgespritzt von beige/weiss auf Diarrhoe-Braun? Bereitgestelltes Bildmaterial vom Feinsten gab es noch dazu, auch von reichlich Panzern allererster Sahne. Was geht da wohl ab? Wir werden es erfahren, spätestens dann, wenn unser Gniffke an Haftar seinen Narren gefressen haben wird.


Am 09. April 2019 schrieb R. R.:

PS: Es gab überhaupt ne ganze Menge sozialer Errungenschaftn im Staate Libyen wie mir meine dort lebenden Verwandten berichten.

Auch die Lösung des Problems Wasserversorgung hat ganz deutlich gezeigt, daß Libyen durchaus in der Lage ist sich selbst und sein Volk zu versorgen und dafür weder EU noch USA benötigt.

Letztere sind es aber die genau das nicht wollen!


Am 09. April 2019 schrieb Pat Hall:

Mir blutet das Herz vor Schmerz denke ich an Libyen und was die Wertegemeinschaft daraus machte.
Danke an A.Kocks für die Auflistung aller Wohltaten des mutigen Gaddafi.
Möge das Land seine Zukunft selbst bestimmen können.


Am 08. April 2019 schrieb altes Fachbuch:


das schachspiel der großen geht eben einfach weiter. nach der starre der systemkonfrontation müssen die pflöcke neu gesteckt und claims strategisch besetzt oder ausgeschalten werden.
blöd also, wenn man den großen in die quere kommt bzw. auf verwertbarem sitzt!
und so musste eben auch dieses hier gelobte libyen weg. ich würde auch die positivliste um die rolle libyens bei der schaffung der afrikanischen union etc. erweitern. eine emanzipierung gegenüber den alten kolonialmächten ist nicht vorgesehen.
wer jetzt also noch von "bürgerkrieg" spricht, hält den IS auch für eine nationale befreiungsarmee!

irritierend für mich sind die positionen russlands und chinas, die im jahr 2011 der un-resolution 1973 zwar nicht zustimmten, aber sie auch nicht per veto verhinderten!! niemand soll mir erzählen, dass die beiden diesen dammbruch bei der aushebelung des völkerrechts nicht haben kommen sehen!?
damit gebe ich diesen beiden allerdings nicht die schuld!!
die gier des westens hätte eine resolution auch nicht aufgehalten


Am 08. April 2019 schrieb Des Illusionierter:

Wie anders wäre die Geschichte der Weltreligionen verlaufen, wenn es damals, als Dschieses Kraisst mit seinen Anhängern in Palästina herum zog, schon ein Imperium gegeben hätte mit der Option des Drohnenmordes gegen die Bösen!


Am 08. April 2019 schrieb Gideon Rugai:

"(...) und der gewaltsame Tod Osama Bin Ladens ist bis heute nur durch die entsetzten Gesichter einiger Vertreter des Wertewestens auf einem Foto belegt, allen voran Barack Obama und Killery, äh, Hillary Clinton."

Aber nur wenn man glauben will, dass es tatsächlich DER (Dialyse-)Osama war und nicht irgendein Bauernopfer, das ganz zufällig Ähnlichkeiten mit dem Abkömmling der Bush-Freunde aufwies und dessen Eliminierung gleich auch Geld in die Hollywoodkassen gespült hat (u.a. unter der Regie von Kathryn Bigelow).
Soweit ich weiß sind auch die Mitglieder des Tötungskommandos unter zweifelhaften Umständen ums Leben gekommen...sowas,tsstss.
Mehr hätte auch das Tapfere Schneiderlein nicht auf einen Streich erschlagen und PR.trächtig einsacken können....
There's no business like showbusiness und das Geschäft und die vielzähligen "Synergien" darin versteht keiner besser als unsere lieben "Befreier".


Am 08. April 2019 schrieb Matthias Brendel:

Wenn man auf der richtigen Seite steht, dann sind die Toten in den als böse gebrandmarkten "Unrechtsstaaten" eben nur Kollateralschäden, Weichziele, die unseren gerechten Interessen im Wege stehen, siehe auch Drohnenkrieg.

Die Allianz der Guten hinterlässt noch Jahrzehnte nach ihren verantwortungsvollen Eingriffen ins Völkerrecht, durch Uranmunition und Napalm vergiftete Landschaften, verkrüppelte Kinder, erhöhte Krebsraten und allgemeines politisches Chaos.
.
Aus einem einst blühenden Libyen hat diese Allianz der Guten einen Höllenort gemacht.
Wer ist der nächste?


Am 08. April 2019 schrieb Lutz Jahoda:

BESTÄTIGUNG

Den Familien in Libyen ging es wirklich sehr gut. Ich hatte eine Zeit lang Kontakt mit einem libyschen Studenten, der in der DDR studieren durfte.
Deshalb kann ich die zwölf Zeilen im Mittelteil von Gellermanns Beitrag vollinhaltlich unterschreiben.
Die Zeilen hätten es verdient, fett ausgedruckt zu werden.
Herzlichen Dank auch für die letzten sieben Zeilen zur Schande des Schweigekartells gegen die historische Wahrheit.

DIESES REIMKONSTRUKT
DEN HANDLANGERN
INS BLUTIGE DIARIUM:

Der Arm ist lang, die Schuld ist groß,
Die Straflosigkeit bitter.
Die Handlungen sind rigoros
Und münden in Gewitter.

Die Krake CIA trägt Gift
Im Dienst der Weltumarmung.
Ihr Tun ist bösartig versifft,
Satanisch die Umgarnung.

Ihr Auftrag ist rein pekuniär,
Das Codewort: "Puppentanzen",.
Mit möglichst fremdem Militär,
Zum Wohl der Großfinanzen.


Am 08. April 2019 schrieb Hans Tigertaler:

Hans Tigertaler:
Rekapitulation:

In den Bürgerkrieg eines Volkes von außen zugunsten einer Seite einzugreifen, ist in jeder Hinsicht ein "Skandal" und prinzipiell Unrecht. So sagt es Immanuel Kant.

Logik und Erfahrung beweisen es.

Denn ein Bürgerkrieg ist kein Klassenkrieg einer Minderheit gegen die Mehrheit. Der fremde Eingriff in den Bürgerkrieg eines Volkes ist für Kant "eine Verletzung der Rechte eines nur mit seiner inneren Krankheit ringenden, von keinem andern abhängigen Volks" und würde "die Autonomie aller Staaten unsicher" machen.

Auch der libysche Bürgerkrieg ist ein solcher Ausdruck unvereinbar erscheinender, als existentiell empfundener Ansprüche, bei der keiner Seite zu wünschen ist, im gewaltsamen Sieg über die andere Seite schon ihre Erfüllung zu finden. Wird ein solcher Sieg aber noch von außen befördert, ist die Saat fortzeugender Gewalt gewiss: Nicht in hundert Jahren kann die unterlegene Seite vergessen, was ihr zugestoßen ist und ihrem Gegenpart nicht verzeihen, dass ihr der Chance, ein mitbestimmender Teil des Gemeinwesens zu bleiben, durch fremde Einmischung genommen wurde.

Der scheußlichen Beweise für die Triftigkeit dieser Auffassung hat der Westen in den letzten Jahren eigentlich genug bekommen.

Von dieser kantischen Weisheit ist auch im Völkerrecht einiges zu finden, etwa in Artikel 3 des Zweiten Zusatzprotokolls zu den Genfer Konventionen von 1977 oder in der Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs im Streitfall Nicaragua gegen USA von 1986:

Formuliert wird dort ein unbedingtes Verbot militärischer Einmischung in die Bürgerkriege fremder Länder.

Doch unsere Bourgeoisie trappelt bereits regelrecht mit den Hufen, um die deutsche Jugend endlich wieder in neokolonialen Kriegen morden und sterben zu lassen. Nicht nur die CDU. Ich zitiere den toten Sozialdemokraten und ehemaligen Verteidigungsminister Struck wörtlich: "Einsatzgebiet der Bundeswehr ist die ganze Welt!" (2005) (Die Wehrpflicht der bürgerlichen Revolution ruhte auf einem einzigen Satz, und der lautete: Mitbürger, ein Feind überschreitet unsere Grenzen, zu den Waffen!)

Für den Wunsch, unseren blankziehenden Gewaltpredigern ihrerseits in die Fresse zu hauen, schämt man sich selbstverständlich immer wieder allzu gern.

Antwort von U. Gellermann:

Kein Grund sich zu schämen. Allerdings muss man die Gewinnaussichten gut abwägen.


Am 08. April 2019 schrieb Ernst Blutig:

Es geht also weiter. Das Ziel der USA/NATO ganz Nordafrika nicht nur zu destabilisieren, sondern in die Steinzeit zu bomben ist noch nicht ad acta gelegt.

"Als sich der damalige NATO-Oberbefehlshaber General Wesley Clark im Jahr 2001 bei US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld erkundigte, ob die amerikanischen Streitkräfte ernsthaft erwägen, den Irak anzugreifen, antwortete Rumsfeld: "Oh, schlimmer noch!" Er präsentierte ein als geheim klassifiziertes Memo, das er angeblich mit den Worten erläuterte: "Dies ist ein Memo, das beschreibt, wie wir in den nächsten fünf Jahren in sieben Länder einmarschieren, beginnend mit dem Irak, dann Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und schließlich, am Ende, in den Iran.""

https://www.heise.de/tp/features/Schwache-Staaten-schaffen-3366614.html?seite=all


Am 08. April 2019 schrieb Albrecht Storz:

Öffentlichrechtlicher Rundfunk und Fernsehen und Hauptmedien waren damals Kriegspartei auf Seiten der Brandstifter - wie heute!

Was soll man von denen erwarten? Dass sie ihre eigene Schande, ihr Totalversagen, eingestehen? Schön wär's.
Aber die ÖR fordern vielmehr immer frecher ihr immer höheres Zwangsgeld zum Weiterbetrieb ihres NATO-gesteuerten Leuteverdummungsprogramms.

Wir bezahlen fürs Belogen- und Schlecht-bis gar-nicht-informiert werden auch noch selbst. Geht's eigentlich noch perverser?

Die Gebühren sollte man als "Orwell-Abgabe" an den Pranger stellen.


Am 08. April 2019 schrieb Manfred Caesar:

Haftar ist jetzt auf der falschen Seite.


Am 08. April 2019 schrieb Alexander Kocks:

Hier die komplette Liste der Untaten die der
Diktator und Dämon Gaddafi seinem Volk angetan hat:

- Freies Studium und Ausbildung
- Studenten erhielten das Durchschnittsgehalt
des Berufes den sie studierten
- Studenten die im Ausland studierten erhielten
freie Unterkunft, ein Auto und pro Jahr Euro
2500,00
- Kostenlose Elektrizität
- Kostenlose medizinische Versorgung
- Frisch verheiratet Paare erhielten vom Staat
USD 50.000,00 als Geschenk
- Automobile wurden zum Herstellungspreis
frei von Zinsen verkauft
- Private Darlehen wurden frei von Zinsen vergeben
- Der Laib Brot kostete USD 0,15
- Benzin kostete USD 0,12 pro Liter
- Teile des Profits aus den staatlichen Ölverkäufen wurden der Bevölkerung direkt auf deren Konten überwiesen
- Bauern erhielten freies Land, Saatgut und Vieh
- Vollbeschäftigung und wer zeitweise Arbeitslos war erhielt den vollen Lohn so als wäre er weiterhin Beschäftigt

Das alles hätte schon gereicht um auf die Abschußliste der westlichen Eliten zu kommen allein schon wegen des schlechten
Vergleichsbeispiels für die westlichen Bevölkerungen. Die rote Linie überschritt Gadaffi mit der Installation einer Zentralbank in Form einer Staatsbank die vollkommen unabhängig von westlichen Zentralbanken
agierte.

Im Jahre 2010 kündigte Gaddafi die Kreation des Gold-Dinars an der als Währung in ganz Nord-West-Afrika gültig sein sollte und den französischen Kolonial-Franc abgelöst hätte und somit der kolonialen Ausbeutung der afrikanischen Länder ein Ende gesetzt hätte.
Ölexporte sollten von den Importeuren in Gold Dinars bezahlt werden, nicht mehr in USD.
Das war wohl der letzte Strohhalm der dem Kamel den Rücken brach.


Am 08. April 2019 schrieb R. R.:

Dem Volk von Libyen wünsche ich viel Erfolg beim Kampf gegen die Profitgier des Globalen Kapitalismus und bei ihrem Krieg zur Verteidigung ihrer Heimat und ihrer sozialen Errungenschaften!


Am 08. April 2019 schrieb Ullrike Spurgat:


Sieben Monate dauerten die Luftangriffe, im März 2011 von den USA und der NATO gestartet. Die Fliegertruppe flog 30.000 Einsätze, davon 10.000 Angriffe, warfen mehr als 40.000 Raketen und Bomben ab.

Die NATO zerstörte einen Staat, dem die Weltbank 2010 ein "hohes Maß an Wirtschaftswachstum und menschlicher Entwicklung, dass den anderen afrikanischen Ländern überlegen war," zugestehen musste. Gleichzeitig ermöglichte Libyien mit einer eigenen Staatskasse die Entwicklung unabhängiger Wirtschaftsorganisationen und einer afrikanischen Währung in Afrika. Die USA und Frankreich einigten sich auf eine Blockadepolitik.

Das die Wirtschaftskrise in den USA und die nicht enden könnende Gier nach Rohstoffen, nach Öl- und Gasreserven, sowie die unterirdischen, riesigen, fossilen Wassereserven, haben zu wollen, um sie dann zu verteilen ist eine Gesetzmäßigkeit des Imperialismus und da bleibt mir nur die Systemfrage in aller Konsequenzu zu stellen.
Von 16 Milliarden Euro, die von der Euroclear Bank in Luxemburg und Belgien für libysche Vermögenswerte gesperrt wurden, sind mehr als zehn Milliarden verschwunden. Seit 2013 sind Millionen von Euro von diesem Vermögen nach Libyen transferiert worden um das System zu befördern, dass den USA, die seit langem, arm, wie die Kirchenmäuse sind auf Biegen und Brechen zu installieren. Diese menschlichen Tragödien haben zu verantworten: Die größten Kriegsverbrecher aller Zeiten mit ihrem Handlanger NATO und ihren Verbündeteten, wie auch Deutschland, dass an kriegerischen Einsätzen beteiligt ist, bleibt der "Sündenfall" nach 1945 und alle, allesamt gehören vor den Internationen Strafgerichtshof, müssen dort angeklagt und verurteilt werden wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und mir wird schlecht, wenn man sich die Berichterstattung der ÖR manchmal ansehen muss. Zum Kotzen und ein herzliches Danke dem Galeristen, der den "Finger in die Wunde" legt und das bitte möglichst noch sehr lange. Zur CIA gibt es viel zum Schreiben......,doch hier nun nicht mehr. Der Kommentar würde die akzeptable Länge überschreiten. Apropos Länge: Michael Kohle, wo sind sie geblieben

Im Juli 2011 strömten ca. 1 700 000 Menschen in Tripolis auf den grünen Platz zur Verteidigung
ihrer Heimat und gegen die Aggression der NATO. Ihr Ruf: "Durch unsere Seele, durch unser Blut werden wir unsere Heimat verteidigen!" und "Die NATO, das ist die Barberei, Ghadafi, du bist die Zivilisation!"
USA, NATO und die Verbündeten bedeuten Krieg !


Am 08. April 2019 schrieb Wera Blanke:

Danke für dies Licht auf's Dunkle!


Am 08. April 2019 schrieb Andreas Schell:

Zur aktuellen westlichen Sorge um den "Frieden" in Libyen zwei Gedanken.

1. Das in Libyen vorkommende Rohöl lässt sich besonders kostengünstig zu Autokraftstoff umdestillieren. Niedriger Schwefelgehalt und hoher Benzinanteil sind der Grund. Schwarzes Gold eben.

2. Muammar al-Gaddafi wurde, so weit ich weiß, gepfählt. Man vergleiche. Saddam Hussein starb am Galgen und der gewaltsame Tod Osama Bin Ladens ist bis heute nur durch die entsetzten Gesichter einiger Vertreter des Wertewestens auf einem Foto belegt, allen voran Barack Obama und Killery, äh, Hillary Clinton.

Die beiden Letztgenannten gaben auch den Einmarschbefehl in Libyen. Erfolgreich? Aus Sicht ihrer Auftraggeber: na logisch!

Vielleicht sollte man Benzin als "Araber-Blut" verkaufen, damit der Zusammenhang noch klarer wird? Und noch ein Zusammenhang: je mehr Öl oder Gas in einem Land vorkommt, desto böser ist automatisch der so genannte Machthaber. Das gilt weltweit, falls es nicht schon einen "robust" abgesicherten Liefervertrag mit uns, den Guten, gibt.


Am 08. April 2019 schrieb Vera Langer:

Das ist die NATO: Eine Horde von Verbrechern, die unshuldige Völker überfällt.


Am 08. April 2019 schrieb Klaus Madersbacher:

Dass es 2011 keinen "Bürgerkrieg" in Libyen gab, hat mittlerweile sogar das britische Parlament in einem offiziellen Bericht bestätigt. Über diesen und ein paar andere Kleinigkeiten kann man sich in dem "Dossier Libyen" auf www.antikrieg.com informieren, wo dieses gigantische Verbrechen der NATO ziemlich eingehend dokumentiert ist.
"Militärpakt" klingt gut für eine Bande von Verbrechern, die es mit den Nazis leicht aufnehmen kann. Die Führer des Deutschen Reiches hat man seinerzeit aufgehängt, weil sie das "Verbrechen gegen den Frieden" (dieses wurde beim Nürnberger Prozess sozusagen aus der Taufe gehoben) begangen haben, nämlich die Planung, Vorbereitung und Durchführung eines Angriffskriegs.

Geht man nach diesen Kriterien, die seither Bestandteil des Internationalen Rechts sind, dann sieht es nicht besonders gut aus für die Führer der NATO, sollte diese verbrecherische Organisation eines Tages - hoffentlich bald - ihr wohlverdientes Ende finden, was ja durchaus möglich ist. Wer "damals" zu sagen wagte, dass das Tausendjährige Reich keine tausend Jahre alt werden wird, dem wurde kurzer Prozess gemacht. Heute ist natürlich alles ganz anders. Nun mal ehrlich - haben Sie schon daran gedacht, dass schon morgen Schluss mit lustig sein kann? So wie in Libyen?

Dran bleiben...

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