Der Chef des Bundesnachrichtendienst (BND), Martin Jäger, redet einem Krieg mit Russland das Wort: „Dieser unerklärte Krieg ist nicht mit herkömmlichen militärischen oder rechtlichen Kategorien zu fassen. Wir befinden uns nicht im Verteidigungsfall und werden trotzdem angegriffen.“ Was in diesem Hetz-Satz fehlt, ist das Wort „noch“. Noch sind wir nicht im Krieg, erklärt der gefährliche Herr Jäger. Aber kurz davor.
Russischer Angriff auf Deutschland behauptet
Martin Jäger ist weisungsgebunden: Der BND ist als Bundesoberbehörde dem Bundeskanzleramt untergeordnet. Jäger sagt nichts, was nicht mit dem Bundeskanzler abgestimmt ist. Sein Chef heißt Friedrich Merz, der hatte am Tag zuvor gesagt, Russland führe nicht nur Krieg gegen die Ukraine, sondern gegen Europa und auch gegen Deutschland. Zwar erklärt Merz den Russen noch nicht den Krieg, aber er behautet, dass die Russen Krieg gegen Deutschland und Europa führen würden. Der scharfe Hund Jäger behauptet einen russischen Angriff auf Deutschland, sein Herrchen bestätigt diese Behauptung.
Kriegsangst muß geschürt werden
Die Kriegsangst muß geschürt werden, denn tatsächlich rangiert in den Umfragen die Furcht vor einem Krieg mit 34 Prozent hinter den Sorgen um die Steigerung der Lebenshaltungskosten mit 53 Prozent. Da hatten sich die Kriegsvorbereiter mit ihrer False-Flag-Aktion am Leipziger Flughafen so viel Mühe gegeben, aber die Deutschen haben sich nicht ausreichend beeindrucken lassen. Jetzt muß der BND ran. Doch auch dem trauen die Deutschen nicht: Seit den Enthüllungen von Edgar Snowden weiß man: Die „Dienste“ überwachen primär die eigenen Bürger.
Die Dienste sind der Sumpf
Spätestens seit der Beteiligung des Bundesamt für Verfassungsschutz bei der Gründung der rechten Terror-Organisation „NSU“ ist deutlich: Die deutschen Geheimdienste führen ein Eigenleben. Dass in diesen Tagen Ermittler des Bundeskriminalamts (BKA) den Ex-BND-Präsidenten August Hanning wegen landesverräterischer Ausspähung, Auskundschaften von Staatsgeheimnissen, versuchtem Landesverrat und geheimdienstlicher Agententätigkeit festgenommen haben, zeigt erneut: Die Dienste legen den Sumpf nicht trocken, sie sind der Sumpf.
Mehr und noch mehr Profite
Wer Krieg führen will, muß die Dienste instrumentalisieren können. Das betrifft sowohl False-Flag-Aktionen wie die Drohne am Leipziger Flughafen als auch die Produktion von Fake-News. Dazu gehört fraglos ein angeblicher russischer Angriff, wie ihn der Chef des Bundesnachrichtendienst in die Welt setzt. In all jenen Fällen gibt es nicht den Hauch eines Beweises. Was es gibt, sind politische und ökonomische Interessen. Figuren wie Minister Pistorius und Kanzler Merz wollen sich in ihrer Rolle als Kriegsmarktschreier politisch wichtig machen. Im Rahmen des Wettbewerbs „Wer ist der schärfste Hund im Land“, beißen sie um sich und hoffen, diesen Wettbewerb zu gewinnen. BlackRock, Rheinmetall & Co. sind sich sicher, dass sie im Rahmen der permanenten Aufrüstung mehr und noch mehr Profite machen werden.
Illusion, einen Krieg gegen Russland zu gewinnen
Sollten Ökonomie und Politik ihren Wettbewerb bis zum Krieg führen, hoffen ihre Hintermänner, von der Vernichtung verschont zu bleiben. Aber dass sie rechtzeitig ein sicheres Exil in den USA finden werden, ist zweifelhaft. Es bleibt ihnen die Illusion, einen Krieg gegen Russland gewinnen zu können. Für Illusionen lässt die russische Armee allerdings wenig Platz.