BlackRock, Spiegel & Karrenbauer

Russenangst macht Umsatz und Macht

Autor: U. Gellermann
Datum: 02. September 2019

Erst neulich wieder: "Russischer Geheimdienst womöglich in Mord an Exil-Georgier verwickelt" war im Hamburger SPIEGEL zu lesen. Auch wurde der Mörder ein "mutmaßlicher" genannt. Im Artikel wimmelt es nur von „soll“ und „möglich“. Wie fast immer, wenn es um die Russen geht, triumphiert der Konjunktiv über den Journalismus. Drohend geht der Russe um in den deutschen Medien. Flugs tauchte der mutmaßlich Ermordete auch im FOCUS auf: „Spur in Berliner Fahrrad-Mord führt zu russischem Geheimdienst“. Und im Berliner TAGESSPIEGEL: „Nun verdichten sich Hinweise auf eine Verstrickung Russlands“. Immer, wenn sich Hinweise wie von selbst verdichten, sind Dichter am Werk. Legenden-Dichter der Angst vor Russland. Da kann nicht mal das eigentlich seriöse Onlinemagazin TELEPOLIS beiseite stehen. In einem Artikel über den Mordfall schreibt das Heise-Projekt unversehens: „Im Jargon der russischen Nachrichtendienste wurden Mordoperationen, weil bei ihnen meist Blut fließt, verharmlosend als `nasse Sachen´ bezeichnet.“ Zusammenhang zum Fall? Null. Verdächtigung? Hundert.

Diese jüngste Kampagne, eine von den vielen, vielen im Verdächtigungs-Dauerfeuer gegen „den Russen“, lässt fragen, wem das nützt. Die Energie-Industrie macht prima Geschäfte mit den Russen. Die Automobilindustrie auch. Ebenfalls Siemens, Bayer, SAP. Die einzigen, die am Geschäft mit der Angst vor den Russen bombig verdienen, sind die Unternehmen der Rüstungsindustrie. Allen voran RHEINMETALL. Und kratzt man an der Fassade der RHEINMETALL-Besitzverhältnisse, dann findet man BlackRock, das Finanzmonster, das dort seinen dubiosen Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzenden Larry Fink als Vertreter des Großaktionärs installiert hat. Larry Fink gilt als mächtigster Mann der Wall Street und BlackRock gilt als das größte Finanzimperium der Welt. Das verwaltete Vermögen des Konzerns lag Ende 2017 bei 6,29 Billionen Dollar. Das Glaubensbekenntnis dieser Umsatzmaschinen heißt Profit, Profit, Profit. Und den wirklich fetten Profit macht man immer noch mit Waffen. Deshalb schüren die Dealer des Todes die Angst vor Feinden, vorzugsweise den Russen, die seit Adolf Hitler die Lieblings-Hassobjekte der deutschen Rüstungsindustrie sind, als RHEINMETALL noch „Reichswerke Hermann Göring“ hieß und stolz den Namen des Führerstellvertreters trug und man sein Geld mit dem Nazikrieg und mit Zwangsarbeitern verdiente.

Nur kurz nahm eine erschrockene deutsche Öffentlichkeit an, dass Friedrich Merz das Monster BlackRock in der deutschen Regierung vertreten würde. Aber inzwischen erledigt die mögliche Kanzlerin Kramp-Karrenbauer das schmutzige Geschäft persönlich. Sie hat sich erst jüngst entschieden dafür ausgesprochen, europäischen Rüstungspartnern bei den strengen deutschen Exportregeln entgegenzukommen. Sie will die Umgehungsstrecke deutscher Rüstungsunternehmen wie RHEINMETALL legalisieren, die ihre blutigen Hände in Italien, Ägypten oder in Südafrika waschen lassen. Neben Larry Fink sitzt im RHEINMETALL-Vorstand Ulrich Grillo. Der leitet den Ausschuss für Rohstoffpolitik beim Bundesverband der Deutschen Industrie: Man muss sich doch um die Sicherung kriegswichtiger Rohstoffe kümmern. Als Vizepräsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie gehört Grillo zu den wichtigsten Lobbyisten des Landes. Wer es für Zufall hält, dass BlackRock und die deutsche Waffenindustrie die Angst vor den Russen schüren, muss ein kompletter Idiot sein: NATO, Trump und die Karrenbauers brauchen den Feind für den Umsatz ihrer Freunde in der Wirtschaft und für die politische Macht: Nichts macht Wähler dümmer als ein böses Feindbild.

Dass eine der Töchter von Ulrich Grillo, Gabriela Grillo, über Jahre als Dressurreiterin und Olympiateilnehmerin die Fassade des Waffen-Funktionärs tünchte, mag ein Zufall sein. Doch das ästhetische Dressurreiten, der Glanz, den edler Sport und elegante Pferde verbreiten, helfen das dreckige Geschäft zu verdecken. Wer mag schon an aufgeplatzte Bäuche oder zermanschte Gliedmaßen denken – alles bekannte Folgen der RHEINMETALL-Produktion – wenn die TV-Mikrophone das Schnauben der Rösser an ihre Zuschauer senden und andächtige Reporter von Reitern sprechen, die mal wieder für Deutschland Medaillen einsammeln. Für Deutschland ist das nicht, was im Rheinmetall Erprobungszentrum Unterlüß geprobt wird. Dort, am Rand des idyllischen Naturparks Südheide, nicht weit von Celle, wird der Krieg geübt. Wird kühl die Zahl der Toten berechnet, die RHEINMETALL-Munition erzielt. Jene Toten, die den Profit der AG erzielen.

Unweit vom Rheinmetall Erprobungszentrum Unterlüß wird man am 7. September 2019 Clara Tempel treffen können (s. Link). Clara ist für den Frieden in den Knast gegangen, weil sie an einer Besetzung der Startbahn des Atomwaffenlagers Büchel teilgenommen hat und verhaftet wurde. Sie ist auch an der Aktion „Rheinmetall Entwaffnen“ in Unterlüß (s.Link) beteiligt. Es gibt sie, die Friedensbewegung. Was auch immer in deutschen Medien zusammenmanipuliert wird.

FÜR DEN FRIEDEN IN DEN KNAST:

https://youtu.be/4MDjomTcazo

Aufruf zur Rheinmetall-Aktion:

https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org/aufruf-zur-demonstration/


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 09. September 2019 schrieb Samuel Hirschmann:

BlackRock hat überall seine Finger im Spiel. Erst vor wenigen Tagen wurde in Saudi-Arabien eine neue Außenstelle eröffnet. Und wie die Firma konkret Lobbyarbeit betreibt, hat Anfang September eine Studie der "Campaign for Accountability" gezeigt.
Black Rock versucht mit allen Mitteln staatlichen und juristischen Kontrollen zu entgehen. Der Autor Francis Nenik hat die Studie in seinem "Tagebuch eines Hilfosen" am 4.9. zusammengefasst und gezeigt, dass Black Rock nicht nur auf die bekannten Elitenetzwerke mit den Republikanern setzt, sondern zunehmend auch Demokraten ins Visier von Großspenden nimmt, die das Geld dann auch dankend annehmen.


Am 09. September 2019 schrieb antares56:

Da har die Trollarmee von ARD und ZDF sowie SPON, SZ. Zeit etc jetzt aber was zu tun - man will ja in der Öffentlichkeit nicht als Kriegspropagandist wahrgenommen werden! Obwohl sie alle es sind!


Am 09. September 2019 schrieb Roman Wezenberg:

Ja, brauchen wir dringend. Panzer mit Besenstilen, Marinehubschrauber die nicht über dem Wasser fliegen können, Düsenjäger die nur tagsüber fliegen dürfen und unzählige weitere Meldungen über den maroden Zustand der BW belegen das. Also wenn man den propagierten, hanebüchenen Legenden glauben schenken mag. Ich tue mich damit schwer. Aber Waffen schaffen Frieden, das weiß man ja. Wenn sich die Kleinen streiten, ziehe eine Knarre und schieße in die Zimmerdecke oder lass die Kleinen damit deren Disput selbst klären. Man fühlt sich auch persönlich viel geiler wenn man ne Magnum in der Hose hat und damit die zu kleinen Klöten kompensiert. Und Rheinmetall achtet wie die Regierung akribisch drauf, daß die Waffen nur in "gute Hände" gelangen. Was gibt es daran auszusetzen? Mehr Geld für Waffen? Ein klares "Ja". Die Spießer die meinen ein Dach über den Kopf, sauberes Wasser, Strom und Nahrung seien wichtiger, sind doch linksgrünversiffte Gutmenschen. Eine Kugel hilft viel schneller bei Hunger als ein halbes Hänchen. Oder will das jemand bestreiten? Und wieviel Hunger kann man schlagartig mit den geilsten Bomben auslöschen? Also mal Füße still halten, wa. Frieden ist überbewertes Wunschdenken, braucht keien Sau. Ich werde jetzt erstmal meine Katzen treten..Schönen Abend noch.


Am 06. September 2019 schrieb Rita Koslowski:

Lieber Herr Gellermann,

Ihre Artikel lese ich gern und regelmäßig. Aber ihre Anmerkungen zu Leserbriefen,wie jüngst der zu Oetker, sind fast noch besser!


Am 06. September 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@Otto Bismark

"Die Kapitalverwertungsquote bei Rüstungsgüterfertigung ist enorm"

Das ist richtig. - Und warum sind die so hoch, höher als z.B. in der Textil- oder Möbelindustrie? Weil Rüstungsgüter Staatsaufträge sind.

Dadurch ist Krupp so enorm reich geworden. Reicher als August Oetker durch die Herstellung von Backpulver.

Antwort von U. Gellermann:

Jüngst wurde bekannt, dass der Oetker-Konzern gemeinsam mit dem Hamburger Verlagserben Michael Jahr sowie verschiedenen Adeligen die Münchner Elektroniksystem-und-Logistik-GmbH (ESG) übernehmen werde. Die wurde vor mehr als 50 Jahren ins Leben gerufen, nachdem der Bundeswehr die Starfighter reihenweise vom Himmel fielen. Seither ist die Firma mit der Entwicklung von Rüstungstechnik befasst, und hat einen jährlichen Umsatz von mehr als 250 Mio Euro.


Am 05. September 2019 schrieb altes Fachbuch:

"rheinmetall entwaffnen" wird nicht funzen!!
- rheinmetall baut und verkauft nur (meistens in eu-kooperation:) VERTEIDIGUNGS- und ABSCHRECKUNGSgüter zumeist für ausländische kundschaft, weil wir deutschen ja so friedliebend sind und das zeug nicht brauchen. diese eu-sache setzt uns leider unter zugzwang - wir müssen eben bündnis- und vertragstreu sein:), auch wenn wir doch selbst lieber humanistischer sein wollten, wegen unserer geschichte .... und blablabla!
- für die importeure gelten endverbleibsklauseln. verteidigen sich die saudis also nach gleichem WERTEsystem wie israel oder die freie welt, ist alles chic;) und nix gegen den export einzuwenden. würden die saudis schweinefleisch haben wollen, würden wir auch keine fragen stellen, was die damit vorhaben.
- konversion funzt nur mit russenstahl!! ist bewiesen - der ganze ehem. ostblock ist komplett abgerüstet, incl. der industrie. frieden herrscht eben nur, wenn die bei uns kaufen. übrigens fehlen auch unsere gläubigen flugscharenschmiede bei den demos, die marschieren nur in diktaturen bis diese weg sind
- "Es gibt sie, die Friedensbewegung." wenn es denn die EINE wäre, wäre das eine bastion und der frieden sicher! aber es gibt so viel wichtigeres trennendes, und solange dies nicht ausdiskutiert ist, ist frieden sekundär!! erfolgreicher ist der widerstand gegen die windkraft;) DAS macht sinn beim bundesdeutschen.
- ich habe die tn- und unterstützerlisten gelesen. wieso fragen dgb, verdi oder igm nicht ihre kollegen, ob sie lieber bratpfannen fertigen würden? RICHTIG: sie alle stehen nicht in den listen. vorm brandenburger tor ja, vorm werkstor der kollegen nein!!

Antwort von U. Gellermann:

Rheinmetall verkauft jede Menge an die Bundeswehr, u. a. Panzer.
Gerade Clara Tempel und die Rheinmetall-Aktion sind Beispiele für die Lebendigkeit der Bewegung. Leider hat hat sie im Parlament kaum Partner.


Am 05. September 2019 schrieb altes Fachbuch:

der gute galerist hat recht: der iwan ist immer böse, weil unsere waffen verkauft werden MÜSSEN!! er (der russe) ist außerdem hinterlistig, weil man ohne krieg auch mit ihm geld machen könnte. ABER dann ist die rendite zu dürftig und es würden die non-american PRODUZENTEN via HANDEL geld machen, was die globale FINANZOLIGARCHIE allerdings außen vor lassen würde!! und DAS geht ja nun mal gar nicht;) ganz sicher will kolja den westen nur abhängig machen und technologien klauen! kollege bloemker weiß das;)
sucht man nach zahlen, wird man durch ein wirrwarr an definitionen ausgebremst. ist nicht alles rüstung wo krieg draufsteht;) und so beträgt der anteil dt. rüstung am BIP lächerliche 0,25%!? wieso dann 2% vom BIP in die "auf/s-rüstung" gesteckt werden sollen?? fragt die demokraten aller couleur und die medien;): und die wollen auch keinen krieg, lediglich die beschäftigung vieler gewerkschafter und monetäre exporterlöse sichern oder ALTERNATIVLOS immaterielle werte verteidigt sehen!
anders allerdings sind unsere 0,25% BIP plötzlich platz 3-5 (je nach quelle) im ranking der rüstungsexporteure oder ca. 10% der weltweiten exporte!? wenn die 2% erreicht werden ist der absolute betrag gleich mit den rüstungsausgaben vom iwan - und dann haben die den "rest" der nato auch noch gegen sich!
zahlen sind komisch;)
traurig ist der ausstieg von thyssenkrupp aus dem dax:( andererseits folgt denen MTU aero engines , ex-sponsored by KKR (natürlich eine finanzgruppierung:)

ergänzungen:
lieber galerist, zum triumvirat und zur überschrift gehört damit auch die wirtschaft!! die 4 säulen (wirtschaft, finanzoligarchie, massenverdummung und politik) zelebrieren einen wirtschaftskreislauf, der nur werte vom BIP abschöpft!!
ob das dann zwingend krieg bedeutet (siehe fam. klein), mag zumindest denkbar noch mal eine andere sache zu sein!


Am 05. September 2019 schrieb Otto Bismark:

Karola Schramm, nur damit keinerlei falsche Vorstellungen aufkommen. "Drauflos knallen und hinterlistig Drohnen abwerfen,..." - da geht es keineswegs um Spaß, das bringt die meiste Kohle. Die Kapitalverwertungsquote bei Rüstungsgüterfertigung ist enorm, allein darum geht es. Den richtigen Krieg angezettelt, dann ist das Verlangen nach Nachschub unersättlich!


Am 04. September 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@Karola Schramm

[Russland hat] "Einen Präsidenten, der achtsam ist. Der das Land, dem er vorsteht, nicht den gierigen nie satten Raubtierkapitalisten zum Fraß vorwirft."

Nun ja, der Geheimdienstmann, der er ist, hat er die Raubtieroligarchen beseitigt.

Und achtsam ist er auch, was sonstige Opposition anbetrifft.

Wird Uli Gellermann - der große Freund Russlands - eigentlich von Putin finanziert? Manchmal kommt es mir so vor.

Antwort von U. Gellermann:

Putin versorgt das Büro der RATIONALGALERIE im Winter kostenlos mit Erdgas, die Belieferung mit мороженое stockt zur Zeit.


Am 04. September 2019 schrieb Karola Schramm:

Wer das höchst informative Buch von Werner Rügemer "Die Kapitalisten des 21. Jahrhundert" gelesen hat, wird sich über diesen Artikel von Uli Gellermann nicht wundern. Auch nicht über "Krankkarrenbauer", Merz oder den Spiegel. Denn die meisten Politik-Darsteller sind gute Doppel-Strategen, umgangssprachlich auch "hinterhältige und/oder verlogene, ja auch heimtückische Menschen, mit denen man im privaten Bereich nichts zu tun haben will. Im Berufsleben werden sie gemieden.

Rheinmetall - Uli sagt es ja, ist ein Tötungsunternehmen mit der größtmöglichen Tötungsreichweite unterwegs in der ganzen Welt.

Auch hier sieht man, dass Frieden nicht gewollt wird, nicht geplant wird, nicht mal fantasiert wird. Drauf los knallen und hinterlistig Drohnen abwerfen, macht diesen Leuten mehr Spaß.

Feindbilder lassen sich immer bilden; der Russe scheint das beliebteste zu sein.
Was hat er uns getan? Nichts. Er hat nur das, was andere gerne haben möchten: Land mit viel wichtigen, seltenen Erden.
Und er hat das, was andere nicht gerne haben: Einen Präsidenten, der achtsam ist. Der das Land, dem er vorsteht, nicht den gierigen nie satten Raubtierkapitalisten zum Fraß vorwirft.

Rheinmetall entwaffnen, denke ich, ist das Pferd von hinten aufgezäumt.
Es muss heißen: Politiker vor Gericht stellen, die Kriege planen, Waffen in aller Herren Länder verkaufen, sich an völkerrechtswidrigen Kriegen beteiligen und Kriege herbeihetzen.
Ursache sind die Politiker, die Rheinmetall halten und unterstützen. Also müssen die weg und dann verschwindet Rheinmetall von ganz allein.


Am 02. September 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Klaus Bloemker,

wie schön von ihnen zu lesen.

"Aber die Kommunisten gibt es nicht mehr."

Doch, mich !


Am 02. September 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@Ullrike Spurgat

Ja, die Russen / Sowjets hatten die höchste Zahl von Opfern im 2. Weltkrieg.

Und wissen Sie, wer an 2. Stelle kommt? Die Deutschen. - Der Krieg war auch für Deutschland eine Katastrophe.

Ulis ' Feindbild Russen' in Deutschland, das er immer wieder betont, sehe ich gar nicht. Es gab ein anti-kommunistisches Feindbild. Aber die Kommunisten gibt es ja nicht mehr.

Und sein heutiger Kommentar wirkt wie eine Ablenkung von den AfD Erfolgen. Hat die eigentlich ein besonders starkes 'Feindbild Russen'?

Antwort von U. Gellermann:

1. Wie langweilig: Nicht ein einziges Argument zum Artikel. - Bestes Beispiel für Russophobie ist der Fall Skripal: Die deutschen Medien behaupten bis heute die Skripals seien vom russischen Geheimdienst vergiftet worden. Beweise: Die Meinung von Theresa May und unbewiesene Behauptungen des britischen Geheimdienst. Das Fake von einer Opposition, die AfD, ist mit NATO-Anbeterei beschäftigt, das ist deren Form von Feindbildschnitzerei: Bewaffnet & teuer.

2. Die Deutschen haben ihre KK-Katastrophe mehrheitlich selbst verantwortet.


Am 02. September 2019 schrieb Uschi Peter:

Man kann ja sagen und schreiben, was man will, immer kriecht irgendwie der Russe heraus. Der in der Gestalt von Putin ist an allem Elend der Welt schuld:
„Steckt Wladimir Putin hinter den sexuellen Übergriffen in Köln an Silvester 2015/16" Das wenigstens glaubt Philipp Ruch, der Gründer des Zentrums für Politische Schönheit. Ein Interview mit dem Spiegel erlaubt aufschlussreiche Einblicke in das Weltbild des "Aktivisten".?(bei RTdeutsch gelesen) Da wird er wohl noch mehr auf dem Kerbbolz haben wie den II.Weltkrieg, die diversen Krisen, Trumps Sieg usw.
Danke für die Analyse!


Am 02. September 2019 schrieb Ullrike Spurgat:

Ein leidenschaftlicher politischer Journalist war Carl von Ossietzky (Herausgeber der Weltbühne)
Brandgefährlich für die Herrschenden in der Weimarer Republik, weil unbeugsam und aufrecht, dem Frieden bis zu seinem Tod 1938 verpflichtet. Ossietzky wußte um die Anziehung der Freikorps im Land, jene zurückgebliebenen und demoralisierten Überbleibsel von Soldaten des grauenvollen ersten Weltkrieges. Hitler, Göring, Hess gehörten dazu. Besonders ihr Hass auf die Sowjetunion machte sich deutlich in der Mobilmachung gegen die junge Sowjetunion.
Die GALERIE mit ihrem Herausgeber befindet sich in der ehrenwerten schreibenden Zunft Tradition von Ossietzky und Tucholsky. Entschlossen und mutig schreibt der Galerist gegen den unerträglichen moralisierenden Zeitgeist an, gegen den deutschen Miltarismus, gegen die Kriege an denen Deutschland zu seiner Schande wieder beteiligt ist, gegen faschistische Tendenzen und der deutsche Michel reibt sich die Augen und legt sich wieder hin, wird wach währenddessen die AfD immer mehr nach der politischen Macht im Land greift.
Der rote Faden der Ängste verfängt sich auf dem Weg in den gestrigen Schuhen.

Das folgende erscheint mir nocheinmal wichtig zu erinnern, denn Nichts ist vergessen und Niemand ist vergessen.
Kriegsschäden der Sowjetunion: Die Deutschen besetzten 1.554.000 km2 sowjetisches Gebiet. Das besetzte Sowjetland enthielt 45% des gesamten Weizens der UDSSR, 41% des Roggens, 90% der Zuckerrüben, 40% der Eisenbahnen.....................Es wurdn zerstört: 1.719 Städte, 70.000 Dörfer, 6.000.000 Häuser, .........26.000.000 Sowjetmenschen verloren ihr Heim-
b) Kriegsschäden der USA: KEINE !!!
Kriegskosten: Der Krieg kostete die Sowjetunion 485 Milliarden Dollar.
Kriegsgewinne: UDSSR: KEINE !, USA: 52 Milliarden Dollar-
20 Millionen Kriegswaisen hatte die Sowjetunion, 10 Millionen Zivilisten wurden ermordet oder sind an den Kriegsfolgen gestorben. Auf jeden gefallenen Soldaten der Alliierten kommen 8 Russen.

Klemperer hätte wirklich viel zu tun im Blätterwald der Schreiberlinge, wenn es sich deren Terminologie vornehmen würde.

Und ich bin den Hass auf die Sowjetunion/Rußland sowas von satt, ihr schreibenden Schmierfinken von der SÜDDEUTSCHEN (Bisalke), vom Tagesspiegel, (von Marschall, der adlige Schreiberling), von der taz, vom Spiegel. Schreibt doch endlich, was auf der schwarzen Seele schmort: An die Gewehre, der Russe steht vor der Türe !
Die Unsicherheiten, die ihr bewusst sprachlich vermittelt lassen erkennen, dass nichts aus der Geschichte gelernt wurde. In der rückwärtsgewandten Tradition arbeitet der heutige MSM. Von Weimar zum Faschismus, zur faschistischen Adenauer Republik als Steigbügelhalter von Wirtschaft Kapital und Politik, bis heute.

Danke für den Artikel.


Am 02. September 2019 schrieb Matthias Brendel:

Irgendwie komisch: Es stört sich niemand von unseren verantwortungsvollen Politikerinnen, dass die Firmen, die Namen, die Hintermänner, die Gleichen sind, wie damals vor Barbarossa, dass die gleichen Familien immer noch von Waffenproduktion und Handel leben.

Niemand stört sich an diesen doch auffälligen, kleinen, fiesen Tatsachen.
Es sind die gleichen Verflechtungen, wie in der ganz, ganz dunklen Zeit....
Egal, gesendet wird so etwas ja in unseren sehr guten Medien sowieso nicht.
Ich sehe mit blankem Entsetzen die neue Bundeswehr Plakat Aktion, mit der besonders an den touristisch frequentierten Orten die Hauptstadt zu plakatiert ist.
Frau Karrenbauer, die in ihrer neuen Rolle sogar "die schwarze Null" für angreifbar hält, klar wenn es um Waffen geht, ist jedes Mittel recht, macht mir Ekel und Angst.
Ich bete um "Fridays for Peace", als Veranstaltung für Jung und Alt, wir sollten diesen Zerstückelungsliebhabern etwas entgegensetzen, es scheint hier nur sehr Wenigen bewusst zu sein, dass diese geplanten Waffengänge mit dem so unglaublich aggressiven Russland, sich auf unserem Terrain abspielen sollen.

Wir sind die Karthager der Neuzeit, zumindest ist es so geplant!


Am 02. September 2019 schrieb Lutz Jahoda:

KOMMENTAR
ZUR UNBELEHRBARKEIT

Wir drehn uns im Strudel
Der Mensch ist die Nudel
Der Löffel hat Macht
Er dreht uns im Kreise
Und macht uns zur Speise
Die Wallstreet reibt sich die Hände
Und lacht.


Am 02. September 2019 schrieb Roland Krast:

Herr Gellermann,

herzlichen Dank für diesen ausgesprochen informativen Artikel. WO sonst kann ich so etwas lesen?
Sie sind eines der wenigen Lichter im bundesdeutschen journalistischen Nebelmeer.
Wären mehr Linke so realistisch wie Sie, dann würden die mit Sicherheit auch gewählt.
Bitte weiter so, Sie zu lesen ist immer ein Genuss!


Am 02. September 2019 schrieb Alexander Kocks:

Großartiger Artikel Herr Gellermann.
Die theoretische Grundlage für die Kampagne gegen Russland legte aber schon lange vor Hitler der britische Geograph Halford Mackinder im Jahre 1904. In seinem Artikel
"The geografical Pivot of History (der geografische Angelpunkt der Geschichte) hat Mackinder die Grundlage für die Geopolitik Großbritanniens vor dem 1.und 2. Weltkrieg und für die amerikanische nach dem 2. Weltkrieg beschrieben und festgelegt. Mackinder bezeichnete Russland als das Kernland, dessen Beherrschung zur Erringung der Weltherrschaft zwingend ist. Seither folgt die angloamerikanische Globalpolitik diesem Drehbuch und versucht mit allen Mitteln Russland unter seine Kontrolle zu bringen. Kurz gesagt, ohne die Unterjochung Russlands keine Weltherrschaft, denn die Größe dieses Landes, seine Bodenschätze und Anbauflächen für Nahrungsmittel sind entscheidend. Außerdem ist Russland der einzige Staat der es militärisch mit den USA und der NATO aufnehmen kann und diesem Ziel im Wege steht. Deutsche Politiker und Wirtschaftsführer haben in diesem Spiel lediglich eine Statistenrolle. Man kann sich darauf verlassen, dass die Angloamerikaner das Ziel so lang verfolgen werden wie es finanziell, militärisch und politisch möglich ist.


Am 02. September 2019 schrieb Hans Informat-Ion:

Apropos >RHEINMETALL<, diese Firma
heisst bei mir DRECKMETALL! Sie bekam dafür schon einen schwarzen Preis mit der folgenden Begründung: ?Sie treten dabei Umweltschutz, Frieden und Menschenrechte mit Füßen. RHEINMETALL fördert Krieg, ruiniert Menschenrechte und zerstört die Umwelt. Auch illegale Waffendeals, Steuerhinterziehung und Kriegstreiberei zeigen wie die Verantwortlichen von Rheinmetall für die Profitmaximierung Ethik und Moral missachten. Sie nehmen durch ihr Handeln den Untergang der Erde als Schwarzen Planeten in Kauf.?


Am 02. September 2019 schrieb Helene+Ansgar Klein:

Wie (fast) immer stimmen wir Ihren Analysen zu, Uli Gellermann! Nur, warum "NATO, Trump und die Karrenbauers" in einem Atemzug? Trump verfolgt seit seinem Wahlkampf das Ziel, mit Russland einen guten 'Deal' zu machen. Das hat mit "Angst vor den Russen" nichts zu tun!

Antwort von U. Gellermann:

Warum jemand, der Die NATO-Gebührenerhöhung durchpeitscht wir Trump, einen Deal mi Russland anstreben soll, ist mir nicht klar.


Am 02. September 2019 schrieb Pit Merker :

Ganz großes Jourrnalismus-Theater mit Fakten und Emotionen. Ihre Schreibe geht mir an Herz-


Am 02. September 2019 schrieb Ella Brinkmann:

"Es gibt sie, die Friedensbewegung" - ein optimistischer Satz. Aber die junge Frau ist toll und toll ist auch die Recherche rund um Rheinmetall, danke!

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