Bitte, Donald! Bleib!

Polen wird demographisch überleben

Autor: U. Gellermann
Datum: 12. August 2019

Er will nach Hause gehen. Donald, der Fels in der internationalen Brandung. Und nicht allein. Er will sie mitnehmen, die 35.000 US-Soldaten aus den Standorten Stuttgart, Grafenwöhr und Ramstein. Er will uns allein lassen. Der brutalen Gewalt der Russen und wer uns sonst noch überfallen will, überlassen. Angst breitet sich aus im Land. Auch will Donald all die schönen Waffen mitnehmen. Nach Polen. Als ob die da sicher wären. Die Polen können alles brauchen. Auch die entzückenden 20 Atombomben vom Typ B-61, die noch in der beschaulichen Vulkaneifel lagern. Auch damit wollen die Polen ihre wehrtechnische Blöße bedecken. Jene Sicherheitslücke, die der Russe sofort ausnützen würde, wenn es gerade keiner sieht.

Klar ist, dass die polnische Armee auch jene deutschen Tornado-Kampfjets braucht, die im Rahmen der "nuklearen Teilhabe Deutschlands" die US-Atombomben laden würden, um sie dann über feindlichen Zielen abzuwerfen. Aber was sollten die vereinsamten Tornados nur anfangen, wenn Donald die Bomben nach Polen verlegt? Und alles nur, weil Deutschland bisher keine zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in die NATO-Rüstung investiert, sondern nur rund 1,36 Prozent. Da kommt die US-Botschafterin in Polen, Georgette Mosbacher zu der Erkenntnis: "Polen erfüllt seine Zahlungsverpflichtung von zwei Prozent des BIP gegenüber der Nato. Deutschland tut das nicht. Wir würden es begrüßen, wenn die amerikanischen Truppen in Deutschland nach Polen kämen." Und wenn einer zu Polen WIR sagen kann, dann natürlich die US-Botschafterin.

Die Ängste in Polen treiben die farbigsten Blüten: „Falls Russland die westlichen Länder angreift, dann kann die Nato Atomwaffen gegen sie benutzen“, erklärte General a.D. Waldemar Skrzypczak unlängst dem polnischen Webportal „Wirtualna Polska“. Und jeder weiß, dass Polen zur westlichen Wertegemeinschaft gehört. Da sind Atombomben immer bestens aufgehoben. Und während in anderen Ländern der Einsatz von Atombomben tiefe Sorgen auslösen mag, sieht der polnische General das eher kühl: Dass Polen zum nuklearen Schlachtfeld werden könnte wie seinerzeit während des Kalten Krieges befürchtet, sei zwar ein inakzeptables Szenario für Polen, „Aber wenn Krieg ausbricht, dann fragt niemand nach unserer Meinung. Und wir können nicht unsere geografische Position verändern.“ Und weil das Land weder seine geografische noch seine politische Position ändern will, hat Polen schon lange vorgesorgt. Schon früh hatte der damalige Generalleutant Tadeusz Tuczapski eine „demografische Vorsichtsmaßnahme“ vorgeschlagen: Demnach sollten in einem Bunker ausgesuchte junge Frauen und Männer die Keimzelle für die Wiederauferstehung Polens nach einem Atomschlag bilden. So kühn denkt der deutsche NATO-Partner Polen.

Doch wenn die Polen ihr Gen-Material schon in Bunkern in Sicherheit bringen wollen, könnten sie sich auch sicher genug für eine Konfrontation mit ihrem russischen Nachbarn fühlen. Immerhin rechnete die „Gazeta Wyborcza“, dass die russischen Panzertruppen in drei Tagen von der weißrussischen Grenze nach Warschau gelangen könnten. Wer so sicher mit einem russischen Überfall rechnet, der ist eigentlich zu fantasievoll für Atomwaffen. Immerhin will sich die polnische Luftwaffe mit 32 neuen US-Kampfjets „Harpia Program“ ausrüsten. Die könnten dann ihre Bomben ruck-zuck über die Grenze schicken. Ärgerlich für sämtliche polnischen Nachbarn: Ein atomarer Angriff der Polen auf Russland, auch wenn er als Selbstverteidigung deklariert wäre, würde einen russischen Konterschlag auslösen. Und der radioaktive Niederschlag einer Atombombe kann sich über einige tausend Quadratkilometer verteilen. Doch während die Polen ihr Genmaterial in einem speziellen Bunker verwahren, wären die Deutschen ohne jede "demografischen Vorsichtsmaßnahmen". Pech gehabt.

In wenigen Wochen findet der nächste NATO-Gipfel statt. Noch hat die deutsche Regierung also Zeit, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Deshalb ist die Mahnung des US-Botschafters in Deutschland, Richard Grenell, nur als freundschaftliche Erinnerung zu verstehen: "Es ist wirklich beleidigend zu erwarten, dass der US-Steuerzahler weiter mehr als 50.000 Amerikaner in Deutschland bezahlt, aber die Deutschen ihren Handelsüberschuss für heimische Zwecke verwenden." Beleidigungen kann eine so stolze Nation wie die USA natürlich nicht hinnehmen. Und der Preis für den Verbleib der USA auf deutschem Boden ist doch nicht zu teuer: 80 Milliarden Dollar, was is das schon angesichts eines atomaren Infernos, das die Polen offenbar bereit sind zu riskieren.

Aus Sorge um den Fortbestandes deutscher Gene: Bitte, Donald! Bleib! BITTE.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 09. Oktober 2019 schrieb Paul Herder:

@RobSeghers Das mit dem "in die Zange nehmen" ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Es ist Ausdruck einer sich verändernden geopolitischen Konstellation. So wie auch der Brexit.


Am 16. August 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@ Jan Szyborski:

"Typisch deutsche Überheblichkeit. Die Angst der Polen vor Russland hat Gründe."

Ja, die Deutschen sind überheblich. Das finden wahrscheinlich nicht nur die Polen. Sondern z.B. auch die Griechen.

Und die Angst der Polen vor Russland?

Die ist wahrscheinlich doch größer als die Angst vor den Deutschen. (Und einer Überheblichkeit, wie sie Hitler gegenüber den Polen hatte).

Antwort von U. Gellermann:

Hitlers „Überheblichkeit“ landete in Gleiwitz. Dort begann der 2. Weltkrieg. Kein Russe weit und breit.


Am 16. August 2019 schrieb Michael Weiß:

Der General Waldemar hat anscheinend den Dr. Strangelove geschaut ohne zu verstehen, daß es eine Satire ist.
Aber nur zu, Herr General, auf in den Bunker, am besten schon jetzt.
Sie müssen verhindern, dass uns der Russe nach dem Atomkrieg schon wieder bedroht.


Am 15. August 2019 schrieb Michael Kohle:

Am 12. August 2019 schrieb Jan Szyborski:
Typisch deutsche Überheblichkeit. Die Angst der Polen vor Russland hat Gründe.

Und hinterher hat es gehörig Kopfnüsse und Ohrenziehen gesetzt auf der Galerie. So, dass er wohl keine Traute mehr hatte, der Arme, seine Gründe zu offenbaren. Dem Manne kann geholfen werden. Würde ihm gerne Mausfelds gerade erschienene kleine „Bibel“ über „Angst und Macht“ empfehlen. Falls er dem Galeristen eine Zustelladresse zukommen lässt, wäre ich gerne bereit, ihm das wahrlich erhellende Werk als Geschenk zukommen zu lassen.


Am 14. August 2019 schrieb Herbert Breitmaier:

Herbert BreitmaierLieber Herr Jan Szyborski:
Sie haben sehr sehr Recht mit Ihrer klugen Aussage:"Typisch deutsche Überheblichkeit. Die Angst der Polen vor Russland hat Gründe." Bitte schalten sie doch vorher gern Ihre hoffendlich zweite Gehirnhälte ein: Die NICHTANGST der Polen vor den DEUTSCHEN hat auch ihre Gründe! Denn die haben doch nur über 5 Millionen Polen und mehrere Millionen jüdischer Menschen auf polnischem Territorium während ihrer edlen Besatzungszeit bestialisch zu Tode
gebracht.


Am 13. August 2019 schrieb Peter Meiser:

Soll etwa eine neue Form des Lebensborn das Überleben kranker Hirne absichern?


Am 13. August 2019 schrieb Paulo H. Bruder:

Die Angst der Polinnen und Polen lasst uns ernst nehmen und ihnen die gesamte Bundeswehr samt AKK schenken! Die USA sollten ihr hierzulande stationiertes Militär abziehen und an der Grenze zu Mexiko stationieren ...


Am 13. August 2019 schrieb Des Illusionierter:

Dass nach Abzug der US-Truppen aus Deutschland hier Vlad, der Blutrünstige einfallen würde wird wohl keinen klar denkenden Menschen beunruhigen. Was wir in den letzten 20 Jahren aus Russland hören und sehen konnten, scheint mir alles Andere als beunruhigend. Verglichen mit dem ständigen Affentanz aus Washington DC (Ich bitte alle Affen um Entschuldigung wegen des Vergleichs!) sehen wir in Moskau eine kühl abwägende, rationale, keineswegs kriegsgeile Politik. Von deren diplomatischer Raffinesse können sich die selbstermächtigten US-Weltenherrscher eine ganz dicke Scheibe abschneiden!

Falls die Schutzgelderpresser - äh - Freunde ihre Truppen hier abzögen, wäre ich weniger besorgt, dass „der Russe" sofort dieses Machtvakuum auszufüllen versuchen würde, sondern eher, dass Deutschland jenes Schicksal drohen könnte, das bisweilen solche Länder ereilt, aus denen das Imperium seine Berater und Brunnenbohrer abgezogen hat.

Einfach so abziehen, ohne verbrannte Erde zu hinterlassen, das können andere besser als die Yankees.


Am 13. August 2019 schrieb Hans Informat-Ion:

Zu Jan Szyborski: Ja!, Polens Angst vor Stalin hatte >GründeGründeDas waren >historische< Gründe, aber Polens heutige Angst hat >hysterische< Gründe! Wenn das >ATOMKRIEGS-THEMA< nicht so tragisch-final wäre, dann könnte man den Artikel als >Humor< genießen, aber es ist leider rabenschwarzer Humor ? zum >Totlachen< geeignet!!!


Am 13. August 2019 schrieb Klaus Bloemker:

Die US Außenpolitik ist domiert von Nahost, Israel, Iran etc.

Israel und seine US Lobby, Trumps Berater, angefangen bei seinem Schwiegersohn, seinem Sicherheitsberater Jaohn Bolton, seinen Redenschreibern und Wahlkampftrategen interessieren sich nicht groß für Russland und was es auf der Krim oder in der Ukraine macht.

Und Polen? Da sind ca. 4.500 US Truppen stationiert. In Deutschland aber bisher noch 50.000. Ich bezweifle, dass die nach Polen verlegt werden sollen.

Die Galerie hier hat eine Überbetonung von Amerika - Russland und auch dem deutschen 'Feindbild Russland'. Das ist doch ein Karikatur aus Sowjetzeiten.

Antwort von U. Gellermann:

Der herrschenden Kalte Krieg in der Außen-und Militär-Politik der USA, Deutschlands und den atlantisch orientierten Medien ist die Karikatur der 50er Jahre. Als hätte der handelnden Westen nicht bemerkt, dass die Sowjetunion seit geraumer Zeit verschwunden ist.


Am 13. August 2019 schrieb Matthias Brendel:

Matthias Brendel:
Ich habe grosse Angst.
Wenn der Ami weg ist, dann greift doch der Russe sofort an!
Oder etwa nicht?
Hat nicht der Russe jegliche Gelegenheit genutzt uns zu überfallen?
Wie?
Hat er nicht?
Noch nie?
Waren das immer wir, oder Frankreich oder sonst wer, die umgekehrt Russland angegriffen haben?
Dann baut ja alles auf Lügen auf, was bei unseren Elitenschlaubergern als Glaubensbekenntnis gilt!
Na,ja aber der Putin, der ist doch so pöse? Muss man da nicht...?

Spass beseite:

Wir hätten die einmalige Chance, nicht mehr Ziel von atomaren Raketen und geplanter Hauptkriegsschauplatz der NATO zu sein.
Die 80 Millarden für neue Massenvernichtungswaffen könnten in Kindertagesstätten, Altenheime, Krankenhäuser, Brücken und andere sinnvolle Dinge gesteckt werden, was auch dem Aussenhandelsüberschuss nützen würde, den die Amis ja auch ständig bemeckern.
Wir könnten mit dem vielen Geld halb Afrika zu Selbsthilfe verhelfen und in Brasilien die Regenwälder vor Mac Donalds retten.
Die öfters mal brennenden Wälder in Meck Pom, wo noch die alten Munitionskisten aus dem kalten Krieg lagern und ständig neue Grossfeuer bilden, könnten dann endlich auch von der Bundeswehr beseitigt werden.
Die Kriegshandwerker in Bayern und Baden müssten halt umgeschult werden. Who cares?
Und last not least müssten wir auch nicht mehr ständig grosse Summen raustun für die Amis , die uns jetzt so absolut selbstlos und zärtlich "beschützen".
Allein, unsere ReGierung wird das schon zu verhindern wissen.
Fähige Inhaber von Doktortiteln mit kriegslüsternen Namen, wie Knarrenbauer und von der Leichen sind bereits an den entscheidenden Schaltstellen installiert.
Nicht zu vergessen Herr Merz, der uns vielleicht auch noch lange Freude bereiten könnte.
Wäre ja noch schöner, wenn im traditionellen Kriegsschauplatz und Land des totalen Krieges D sich etwas ändern würde.
Es ist allerdings schon etwas grotesk, wenn der kleine Grenell uns dieses grosszügige Angebot macht und wir gar nicht daran denken dürfen, es anzunehmen.
Schade drum, denn es ist nach Gorbatschows und Putins Angeboten zu Frieden und Zusammenarbeit vermutlich die "letzte Ausfahrt Brooklyn", die uns noch bleiben wird.
Frau Dr.Dr.Dr. Dr. hc Merkel, wie ist es denn mal mit einer neuerlichen Wende, so frei nach dem Motto, jetzt einfach mal ganz was anderes wagen, z.B. Frieden und Zusammenarbeit,in ganz Europa so wegen Nachruf und so?

Ich fürchte aber, dafür sind sie dann doch nicht schlau genug, oder werden Sie am Ende vielleicht erpresst von den transatlantischen "Freunden"?


Am 13. August 2019 schrieb Klaus Bloemker:

Man muss die Sache auch unter folgendem positiven Aspekt sehen:

Durch den US Truppenabzug werden Wohnungen frei. Die übernimmt dann eine Immobilienfirma und bietet sie am Markt als Eigentumswohnungen an.

Ich überlege mir jetzt schon, ob ich so eine kaufen soll. Aber wo am besten? In Grafenwöhr oder Ramstein?

Antwort von U. Gellermann:

Wie gut, dass es den „Markt“ gibt: Tatsächlich werden die Grundstücke nach einem atomaren Krieg noch günstiger werden.


Am 13. August 2019 schrieb Uschi Peter:

Richtig, das ist die größte Sorge deutscher Politiker und der Eliten, denn "der Russe steht schon im Vorgarten" (Volker Pispers). Wie kann das Deutsche Reich ohne den transatlantischen Freund USA bestehen? Der Russen-Kommunismus lauert schon mit Enteignungen und Gehirnwäschen (die es nie zuvor im Westen gab).
Übrigens konnte Polen sehr wohl seine Geografie ändern, siehe 1945. Das dürfte wohl die leichteste Übung sein. Wenn die Polen weiter so ihr Kriegsgeschrei ertönen lassen, bekomme auch ich langsam Angst. Bis dahin halte ich mir Augen und Ohren zu.


Am 12. August 2019 schrieb Ernst Blutig:

"Falls Russland die westlichen Länder angreift, dann kann die Nato Atomwaffen gegen sie benutzen"

Wie endverblödet die polnischen rechten Warmonger sein müssen, und deren Wahlvolk dazu, macht dieser Satz deutlich, wenn man ihn vergleicht mit der Geschichte der großen NATO-Übung seinerzeit unter Helmut Kohl.

Der hat, als er die Pläne der USA hören durfte, daß man im Notfall, wenn mal wieder "der Russe" ins Land fällt, Deutschland mit Atombomben für den Russen uninteressant, also platt, mache.
Kohl verließ auf diese Offenbarung hin unter scharfen Protest das damals grösste NATO-Manöver der Neuzeit.

Bomben aufs eigene Land? Das war selbst Helmut Kohl, nebst Willy Wimmer, zu viel des, achsialen, GUTEN.

Jetzt mal im Ernst, liebe polnische Genossinnen und Genossen. Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, daß die USA ihre Bomben in Russland only zünden werden, nur weil die NATOgrenze von germnay anch poland verlegt wurde?
Oder seid ihr inzwischen so borniert?


Am 12. August 2019 schrieb Michael Kohle:

Hätte einen Vorschlag zur Güte. Lasst uns unsere angestammten Gebiete östlich der Oder-Neisse-Grenze wieder zurücknehmen, Schlesien, Pommern und Ostpreußen. Die Polen dürften dafür ihre alte, saftige Scholle, derzeit in Weißrussland und vorallem in der Ukraine gelegen, wieder selbst bewirtschaften. Win-Win also für alle, für Deutschland, für Groß-Polen. Auch für die ach so schonungsbedürftigen Zwergstaaten dahinter. Selbst Russland würde profitieren, wollte nicht Gorbi schon zu Strickwestenzeiten an Wolgaufern dem Kamerad Helmut sein Königsberg überbretzeln? Risiko senken, Kosten sparen, kein Sichtkontakt mit Polen aller Art, der gute, der wohlmeinende Deutsche als Puffer, der Leopard als Schutz!

Wie, was? Der Willy hat unsere o.g. Gebiete ein für allemal per „Kniefall“ den Polen als Geschenk vermacht, so wie einst Chruschtschow anlässlich einer Wodkawette die Krim an die sowjetische Ukraine? Wer damals wen reingelegt hat, werden wir wohl nie erfahren. Der Ort des historischen „Kniefalls“, von dem es heißt, er habe den Polen für alle Zeiten den guten Deutschen belegen und die Oder-Neisse-Linie bestätigen sollen, das „Ehrenmal für die Toten des Warschauer Ghettos“. Zuvor ein bescheidener Kranz am Denkmal des unbekannten Soldaten am Pilsudski-Platz. Dem Krasinski-Platz, der mit dem Denkmal zum Andenken an den Warschauer Aufstand, der nunmal rein gar nichts mit dem im Ghetto zu tun hatte, hatte der spätere Friedensnobelpreisträger nicht einmal seine Aufwartung gemacht. Was also soll ein Pole eigentlich heute wie damals über diesen Kniefall denken, wo man doch mit den Ghettobewohnern nie allzuviel am Hut hatte. Eine Meisterleistung dennoch, dem Polen die Angst vor den West-Hunnen gänzlich zu nehmen. Aus West mach Ost, so geht Übertragung!

Der Pole hat also Angst vor dem Russen, wie selbst hier in der Galerie noch einmal per Kommentar bestätigt wird. Seien wir doch einmal noch demutsvoll mitfühlend, zeigen Verständnis für die Unbill des Polen und verzichten auf den Schutz, den uns der Weltenherrscher seit fünfundsiebzig Jahren wohlwollend zukommen lässt und lassen ihn gen Osten - näher zum Ziel - weiterziehen. Auch wenn es dem Wohl Europas gewiß dienlicher wäre, die Tat- und Schaffenskraft des global verstreuten US-Militärs würde sich endlich mal wieder auf das eigene homeland fokussieren. Dort gäbe es schließlich reichlich zu tun, um Demokratie, um Freiheit, um Frieden und Menschenrechte zu schützen, Überleben zu gewährleisten, nicht nur das klimatechnische. Wenn alle verfügbaren US-carrier-groups auch mal den Potomac hochschippern würden, um die ganzen irregewordenen Machthaber dort zur Vernunft zu bringen versuchen oder sie - besser noch - ein für allemal in abgelegenen Reservaten - wie gehabt mit den Ureinwohnern auch - zu entsorgen.

Würde dem so geschehen, eines könnten wir gewiß sein, der nächste Friedensnobelpreis würde endlich mal wieder auf wahrlich Verdiente treffen können. Die Alternative hingegen - die konsequente Weiterverwendung von Ramstein, Grafenwöhr etc. dann östlich von Warschau inkl. der Verwahrung des Goldschatzes von Bücheln - hätte kaum einen konservierenden Effekt auf den Weltfrieden und würde jeglichen Investorenschutz infrage stellen. Was mich mehr als nachdenklich stimmen sollte, dass sie es ernst meinen, sind die unter der Maßgabe von „Make Poland great again“ vorgehaltenen Gen-Verwahrungs- und Aufzuchtlager. Klar, die einstige Präsenz der Herrenrasse im Generalgouvernement muß ja Spuren hinterlassen, die Funktion der Reichs-Heldenzucht-Institute überzeugt haben.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Ami go home!

Ansonsten gilt nämlich:

Maikäfer flieg, der Ami will den Krieg,
der Ami weilt im Polenland,
alle dort sind hirnverbrannt, Maikäfer flieg.


Am 12. August 2019 schrieb Pjotr 56:

@ 12. August 2019 Jan Szyborski:
"Typisch deutsche Überheblichkeit. Die Angst der Polen vor Russland hat Gründe."
Frei von jeglichem Nationalismus kann ich nur konstatieren:
Lieber ein überheblicher deutscher Pazifist, als ein paranoider Pole (oder Balte).


Am 12. August 2019 schrieb Karola Schramm:

Lachen, mit dem Kopf schütteln und mich dann fragen: wie krank oder psychisch kaputt muss man sein, um so was von sich zu geben, wie die genannten Polen? Ist die ganze Welt nur ein großer Kindergarten, in der die dümmsten nichts anderes gelernt haben, als Krieg zu spielen?

Wie kann man nur denken oder in Plänen schmieden, dass die eingefrorenen, tollen polnischen Gene (geht das nicht in Richtung Rassismuss ?) wenn sie denn den tollen Frauen implantiert worden sind - auf welcher Erde würden sie leben können, wenn sie raus kommen aus dem Bunker?

Und was bedeuten diese 50.000 amerikanischen Soldaten in DE? Meinetwegen dürfen alle nachhause gehen, wie Trumpel es so schön kindgerecht sagt. Dachte er dabei vielleicht an den süßen, kleinen Außerirdischen aus den 1980 Jahren" E.T. nachhause telefonieren?" Und jetzt daraus macht: "E.T. nachhause holen."

Es geht nicht um die Gene, lieber Uli Gellermann, das weiß die Epigentik schon länger. Die Gene an sich sind dumm. Sie können nur mit der Umwelt interagieren, sagen die Epigenetiker.

Tja, vielleicht landet dieses Wissen ja auch mal in Polen und Trumpel geht freiwillig in einen Kindergarten, denn er hat viel nachzuholen.


Am 12. August 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Ein immer noch schwieriges politisches Thema sehr gut in diesem aktuellen Artikel punktgenau und treffend im politische Geschehen des Galeristen verarbeitet.

Vielen Dank dafür !

Die östlichen Länder in der EU sind den USA von jeher näher als der EU.

Dass die Geschichte neu geschrieben werden soll lässt im rauschenden Blätterwald der MSM in Deutschland und Polen und anderen Ländern in der EU keine Zweifel mehr zu.

Zu den Feierlichkeiten am 31. 8.2019 zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges, der auf den 1. September fällt wird Trump in Polen der wichtigste Gast sein und nicht Präsident Putin.
Wie treffend, dass es den Russen gibt, denn wenn nicht, müsste man ihn erfinden.
Keinem anderen Land wird mit soviel Verachtung, Entmenschlichung und ständiger Verletzung ihrer Würde und ihren berechtigten und notwendigen Reaktionen auf die größen Kriegstreiber mit ihrer NATO begegnet wie Rußland. Man wird zurückgeworfen in der Geschichte.
Die "große soziale Frage" in der EU, worauf die Herrschenden dort keine zufriedenstellende Antwort geben können hat den sozialen Zündstoff für Unruhen in den Ländern. Da kann man sich doch auf die Schenkel klopfen und sich des Lebens erfreuen, dass es den ewigen, unsterblichen zu hassenden Russen gibt. Ein Feindbild, eine gern gesehene Ablenkung der brisanten eigenen Probleme im Land, denn "kleine Kinder, auch polnische werden immer wieder gerne vom Russen gefressen."
Der fanatische Russenhasser, der einstige US-Chefideologie Brzezinski war ein häufiger Gast der polnischen Politiker Clique.
Trump wird die Gunst der Stunde bei seiner Rede, die er am 31.8. 2019 bei der genannten Zeremonie halten wird , der deutschen, schlaffen Politik im wahrsten Sinne des Wortes, Feuer unterm Allerwertesten zu machen.
Amiland steht mit dem Rücken an der Wand, die exorbitante Verschuldung, die unfassbare Verlendung von Millionen von Menschen Aus den Socken haut einen die Höhe des Rüstungshaushaltes. Die Amis sind arm wie die Kirchenmäuse. Stimmen im Land werden immer lauter angesichts der Höhe der Militärausgaben und so macht Trump klar, wer der Herr im Haus der Kriege ist.
Die Flucht von Trump nach Polen könnte man auch sagen, wo man ihn lieb hat und ihn hofiert. Hier ein Bömbchen, da ein Bömbchen dem Russen vor die Haustüre gestellt wird ihn in Schach halten und der Rüstungsindustrie, insbesondere der amerikanischen und der deutschen nutzen.
Denkmäler werden in Polen zerstört, Straßen werden umbenannt. Eine erschreckende Entwicklung, wenn man um die bewegte Geschichte des polnischen Volkes weiß, denn der zweite Weltkrieg wurde an der Ostfront entschieden.
Aus eigener Tasche sollen die Polen den Zuhälter USA bezahlen, sozusagen ein Schutzgeld.
Dem Russen näher auf den Pelz rücken lässt sich Polen was kosten. Dieses Geld wird allerdings, wie in allen Ländern in der Eu, die sich im Würgegriff der NATO befinden, deren Obebefehlshaber ein Amerikaner ist an anderen Stellen, wo es dringend gebraucht wird, fehlen.
Was geschieht eigentlich, wenn Rußland irgendwann einmal der Kragen platzt ?
Darüber sollte man nachdenken.
Meine Hochachtung vor Präsident Putin und dem Ausnahmediplomaten und Außenminister Lawrow lässt mich zu folgender Aussage kommen: Ohne die beiden besonnenen, erfahrenen und überlegten Politiker würden wir noch näher am letzten aller Kriege sein.
Die PiS, die derzeit führende reaktionäre, polnische Partei bürgerlicher Nationalisten lässt eine Aussage des Sprechers Blazej Spychalski von Präsident Andrzej Duda aufhorchen, gerade weil sie so nichtssagend daherkommt, ......... "dass Einladungen nicht historischer, sondern von zeitgenössischer Natur sind." Bezogen auf die Frage, warum Putin nicht eingeladen ist.
Ein polnischer Blogger schreibt dazu:
....."Die Erfinder dieser Abweichung in der Sprache haben jedoch nichts zu befürchetn, denn die FORMLOSE,SOZIALE MASSE wurde so weit gebracht, daß es keine weiteren Einwände gibt und auch nicht zu erwarten sind.
Wo sind denn die Stimmen der Kulturschaffenden und Wissenschaftler im Land. Kein Widerstand, kein Echo heißt, dass man mit dem einverstanden ist was im heutigen Polen politisch geschieht, nämlich, dass die Geschichte nicht durch die Vergangenheit geschrieben wird.
Dort werden fortschrittliche Stimmen und Andersdenkende genauso unterdrückt wie in unserem Land.
Hoffentlich verschwinden die Amis endlich aus Deutschland und kommen nie mehr wieder !!!


Am 12. August 2019 schrieb Des Illusionierter:

Das ist vollendete Paranoia:

Gegen eine eingebildete Bedrohung braucht Polen reale Angriffswaffen.

Was den polnischen Genpool angeht, da glauben solche Idioten offenbar an ein spezifisch polnisches Genom, in dem vermutlich auch die Sprache schon vorkodiert ist.

Heilige Einfalt, wie krass ist das denn?


Am 12. August 2019 schrieb Marc Britz:

Dachte eigentlich, Polenwitze seien nicht mehr PC. Sei's drum:

Warum will der Ami jetzt doppelt so viele Panzer nach Deutschland schicken? Antwort: Weil die auf dem Weg nach Russland noch durch Polen müssen.

@ Jan Szyborski
Könnten Sie die Gründe angeben? Bevor Sie aber mit den Sovjets kommen: Mit dem ehemaligen Nazi-Deutschland gibt es trotz guter Gründe doch auch keine polnischen Berührungsängste bei der militärischen Zusammenarbe


Am 12. August 2019 schrieb Harald Risch:

Verehrter Herr Szyborski,

die "Angst" Polens ist in erster Linie selbstgezüchtete Paranoia. Ein unverstellter Blick in die Historie dürfte auch Ihnen die Augen öffnen. Sicherheitsorientierte und auf gutnachbarschaftlichen Beziehungen begründete Politik ist in erster Linie eine Angelegenheit des guten Willens. Macht man sich zum Spielball des aggressivsten Militärbündnisses der Welt, dann fehlt dieser Wille offensichtlich!


Am 12. August 2019 schrieb Rob Seghers:

Trump ist keine Karikatur. Er it der Ausdruck amerikanischer Macht. Und sein Bündnis mit Polen nimmt DeutschLand in die Zange. Kein Grund zum lachen.


Am 12. August 2019 schrieb Marie Petersen:

Es ist immer wieder ein Vergnügen Gellermann zu lesen. Danke.


Am 12. August 2019 schrieb Jan Szyborski:

Typisch deutsche Überheblichkeit. Die Angst der Polen vor Russland hat Gründe.

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