AUFSTEHEN? Aber ohne Gewalt!

Keine gelbe Weste in Berlin und um Berlin herum

Autor: U. Gellermann
Datum: 12. Dezember 2018

Im Nachbarland Frankreich ist der Aufstand unterwegs: Die da unten haben die Schnauze voll. Von denen da oben. Von ihrer schlechten Lage. Vom parfümierten Geschwätz der Eliten. Beim richtigen Aufstehen kann schon mal was kaputt gehen. Sogar am Arc de Triomphe soll was abgebrochen sein. Ach Gottchen, ob dem Herrn Macron auch ein Zacken aus der Krone gefallen ist? Jedenfalls hat er schnell ein kleines Kompromiss-Angebot an die "Gelben Westen" verbrochen. Und das soll sogar Geld kosten. Aber die Westen haben es noch nicht angenommen. Wie auch? Denn Ihre zentralen Forderungen: “Schluss mit der Obdachlosigkeit, Höhere Progression der Einkommenssteuer, und Anhebung des Mindestlohnes auf 1.300 Euro" sind noch nicht erfüllt. Auch der Dressman im Präsidentenamt, den die Gelben nicht wollen, darf immer noch präsidieren.

Nun sollte man meinen, die Sammlungsbewegung AUFSTEHEN, das Konstrukt von Wagenknecht und Lafontaine, würde dem französischen Aufstand Beifall spenden. Eine Delegation der Berliner sei nach Paris unterwegs und würde mal nachfragen, wie  man denn Regierungen unter Druck setzt. Und auch, wie man Bewegungen in Gang bringt. Doch statt eines menschlichen Dialogs zum Thema liest man auf der technizistischen Website der deutschen Aufsteher von Bernd Stegemann, einem Gründungsvater von AUFSTEHEN, zu den gelben Westen: "Ich denke, wir sind, Gott sei Dank, noch zwei Minuten vor der Explosion, die gerade in Frankreich passiert." Und die Gründungsmutter, Sahra Wagenknecht, sagt: "Dass der Protest durch Gewalt unterlaufen wurde, bedauere ich."

Es explodieren die Mieten. Die militärische Gewalt französischer und deutscher Truppen in Mali unterläuft gewaltsam jedes nationale und internationale Recht. Natürlich unterlaufen der Militär-Koalition auch immer mal Tote. - Gott sei Dank sind die französischen Freunde auf den Straßen nicht zimperlich. Die bedauern gar nix. Denn die Gewalt der kapitalistischen Verhältnisse macht Rentner zu Bettlern. Die Gewalt der Ausbeutung führt zu brutaler Armut. Und sieh mal einer an: Zwei Drittel der Franzosen unterstützen nach wie vor die Proteste der gelben Westen. Die Popularität des Präsidenten hingegen sinkt weiter. Sagen die Umfragen. Statt den Forderungskatalog der "Gelben Westen" auf der Website von AUFSTEHEN zu posten, fordert die deutsche Sammlungsbewegung dort "Eine Regierung der politischen Vernunft". Was haben wir verpasst? Ist AUFSTEHEN kurz vor der Regierungsbildung? Denn man schreibt auf der Site bereits eine "Präambel zu einem Regierungsprogramm".

AUFSTEHEN sammelt anscheinend noch. Redet aber bisher nicht mit den vorhandenen Bewegungen. Doch man liest in der Präambel: "Es geht nicht um das perfekte Programm, sondern es geht um einen konkreten, praktischen, zügig umsetzbaren Einstieg in einen Richtungswechsel der Politik." Ein Einstieg in den parlamentarischen Aufstieg? Denn erst "Ende März wollen wir die Ergebnisse zusammenführen, darüber im Internet abstimmen und schließlich im Frühsommer auf einem Kongress und breit in der Gesellschaft diskutieren. Die Resultate dieser Diskussion sollen eine Messlatte sein für Wahlprogramme und Kandidatinnen und Kandidaten von Parteien." Konkret wird AUFSTEHEN bisher kaum praktisch. Aber Parteien aller Art werden von AUFSTEHEN eine Messlatte geliefert bekommen. Die werden sich aber freuen.

Jean-Luc Mélenchon, – Kopf der Bewegung „La France insoumise“, das „Unbeugsame Frankreich“ und Chef der äußersten Linken im französischen Parlament – unterstützte die Bewegung vom ersten Tag an. Er hat die Gewalt der Gelbwesten als „legitimes Mittel der Revolution“ bezeichnet. Der deutsche Linken-Chef Riexinger faselt von rechtem Potenzial der "Gelbwesten". Die deutschen Linken sind offenkundig auf der Suche nach einem amtlichen Schalter. Um die Bahnsteigkarten zu lösen. Um dann den Bahnhof aber ordnungsgemäß zu stürmen! Der revolutionäre Fahrplan hängt doch schon aus: "Ende März" – verspricht AUFSTEHEN – "wollen wird die Diskussion zusammenführen." Das soll dann "zur Grundlage neuer Mehrheiten im Bundestag und einer neuen Regierung unseres Landes werden". Vorher aber ist noch "Frühsommer". Mit der Lokomotive ist eher im Spätherbst zu rechnen.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 24. Dezember 2018 schrieb antares56:

Ich möchte hier noch auf einen üblen Schmähartikel eines gewissen Herrn Stefan Kuzmany vom Lügenblatt "Spiegel/SPON" hinweisen:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sahra-wagenknecht-wer-braucht-einen-aufstand-kolumne-a-1245331.html

Ein typischer Artikel des Lügenblattes "Spiegel/SPON", keine Empathie, nur das geile Gefühl zur gehobenen Mittelschicht zu gehören. Und solange man dort weiter Regierungspropaganda verbreitet wird es diesen Schmierfinken weiter gut gehen. Da stört natürlich eine von Wagenknecht mit unterstützte Bewegung wie AUFSTEHEN!
Und wer glaubt überhaupt noch "Journalisten", die nur noch regierungsnahe und -erhaltende Artikel schreiben? Der AUFSTAND wird auch in der BRD kommen!


Am 17. Dezember 2018 schrieb R. R.:

Ein übler Propagandatrick ist es, Demonstranten als gewalttätige Randalierer hinzustellen. Daß dieser Trick nicht immer funktioniert, zeigt die trotzige Reaktion des Politikers Bosbach als er einer Talkshow den Rücken kehrte.

Und warum sollte ein Mensch, aus Marokko oder Algerien nach Schlaraffenland Deutschland kommend, Märkte überfallen und Menschen erschießen!? Warum sollte er dazu nach Deutschland kommen wo er das doch in seinem Heimatland genauso tun könnte -- ohne Gefahr zu laufen von einem Aufgebot mit 7000 Polizisten verfolgt zu werden!?

Die Antwort ist durchschaubar: Das Imperium wehrt sich so wie es schon immer tat: Mit Panzern gegen wehrlose Menschen!

Wer das nicht versteht, lege sich einfach wieder hin.


Am 17. Dezember 2018 schrieb Klaus Bloemker:

@Des Illusionierter
- "radikaler gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Systemwechsel"

Ich glaub, dies ist doch die falsche Seite für mich. Ich will keinen radikalen Systemwechsel. Den hatten wir schon ein paar mal - meist zum Unguten.


Am 17. Dezember 2018 schrieb Ev Bender:

Wer, wie die Aufstehen-Truppe in Berlin, solche Querfront-Flöten wie Uwe Hiksch in der Mannschaft hat, der geht verdient unter.


Am 16. Dezember 2018 schrieb Des Illusionierter:

Zu dem Site-Umzug von Aufstehen:

Man hat sich offenbar von zwei Gründungsmitgliedern den Web-Auftritt für lau einrichten lassen, und jetzt schicken die aus welchen Gründen auch immer plötzlich eine Rechnung, die als überhöht empfunden wird. (btw: ich weiß, was IT-?Spezialisten? für Stundensätze haben)
Generell hat Aufstehen auch mich nicht davon überzeugt, dass da mehr ist als heiße Luft und evtl. ein guter Wille.
Möglicherweise ist der Zeitpunkt für eine Massenbewegung in D noch nicht gekommen, und die viel gavierenderen Zweifel habe ich, was den Anteil der Linken an einer solchen Massenbewegung angeht, solange sie so zahnlos und kastriert daherkommt. Was wollen wir mit einer Linken, für die ein radikaler gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Systemwechsel nicht mal in Gedanken vorkommt?


Am 15. Dezember 2018 schrieb Michael Riecke:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

#Klaus Bloemker: Der gute Herr Bloemker versteht da wohl einiges falsch. Unser Exportüberschuss ist darauf zurück zu führen,
das wir seit Jahren durch Lohn- und Sozialdumping Exportüberschüsse erzeugen. Vermutlich ist ihm nicht bekannt, dass die Überschüsse des einen, die Defizite des anderen sind. Es ist nicht die Aufgabe der Gelbwesten H. Macron ein schlüssiges Konzept vorzulegen, damit die Staatsverschuldung und die Export- Defizite Frankreichs auf einen deutschen Level gebracht werden. Und wir sehen ja gerade wie unsere Exportweltmeisterschaft durch H. Trump zu bröseln beginnt.


Am 15. Dezember 2018 schrieb altes Fachbuch:

die gelbwesten haben sogar ein manifest mit 40 forderungen verfasst:
https://deutsch.rt.com/europa/80823-manifest-gelbwesten-ende-austeritatspolitik-volksentscheide/

und zwar so präzise und im imperativ, da kann "würde statt waffen" nicht mithalten!


Am 15. Dezember 2018 schrieb Katrin Höpfner:

Lieber Herr Gellerman,

kennen Sie diese Mai von #Aufstehen an die Follower der Bewegung:

"Wir möchten Euch informieren, dass wir vorläufig auf die Domain aufstehenbewegung.de umgezogen sind. Hintergrund ist eine juristische Auseinandersetzung mit einer Firma, die versucht, die noch junge Sammlungsbewegung zu beschädigen."

Was soll das denn?

Antwort von U. Gellermann:

Das liegt leider auf der bisherigen Linie von AUFSTEHEN: Unprofessionell und kalt. Man muss sich nur diesen Satz in der Mail vor Augen halten: "Konkret geht es um einen Konflikt mit zwei Initiatoren der Sammlungsbewegung." Man bleibt anonym und behauptet immer noch es gäbe "rund 167.000 Unterstützerinnen und Unterstützer" obwohl die Mehrzahl der dort gelisteten Menschen einfach mal aus Interesse auf die Site gegangen sind. Eine Fehleinschätzung, die bei den Urhebern der Site zu schwerer Beratungs-Resistenz führt. Ein Jammer.


Am 15. Dezember 2018 schrieb Kaus Bloemker:

Staatsverschuldung - Schulden als Anteil des Bruttoinlandsproduktes 2018

Frankreich - 99 %
Deutschland - 62 %

Handelsbilanzdefizit / Überschuss 2017

Frankreich - minus 90 Mrd Dollar
Deutschland - plus 244 Mrd Euro

Mir ist unklar, wie die gilet jaunes / die Gelben Westen die obige Statistik für Frankreich verbessern wollen. - Frankreich kann auch Griechenland werden.

Antwort von U. Gellermann:

Die zitierte Statistik ist kaum von den Gelbwesten zu verantworten. Warum sollten sie dann an deren „Verbesserung“ arbeiten? Das sollen doch jene makronisierten Eliten tun, die die französische Karre in den Dreck gefahren haben und, so ganz nebenbei, vielen normalen Franzosen das Dreck-Fressen beibringen wollen.

An der Spitze der deutschen Sozialstatistik stehen zur Zeit jene 13,7 Millionen Menschen, die laut dem Paritätischen Gesamtverband von Armut betroffen sind. Wehe den Schwätzern, wenn die mal gelbe Westen anziehen.


Am 15. Dezember 2018 schrieb Ottoer Straßburger Bismark:

Zu Helmut Schachisch: Der Strasburger Terrorist wurde nun tatsächlich auf der Flucht erschossen!


Am 14. Dezember 2018 schrieb Karola Schramm:

Zu Herrn Piechotta.
Antwort auf ihre Frage kurz und bündig: JA. Sie haben Nachhaltiges geschaffen.

Wir haben wunderbare ethisch-moralische Richtlinien an die Hand bekommen, die den Menschen erst zum Menschen machen. Ohne diese wäre der Mensch ein höher entwickeltes Tier und wäre noch unter der Tierebene anzusiedeln, weil sie anders sind als Tiere. Tiere fressen andere Tiere weil sie Hunger habe. Sie quälen nicht aus Lust oder Rache andere Lebewesen, was Menschen machen.

Durch Gandhis Aktionen ist Indien von GB frei geworden. Die Kraft dazu fand er im Hinduismus u.z.T. auch anderen Religionen.

Durch Jesus`s Aktionen feiern wir Weihnachten. Er hat Gott den Menschen als Liebenden Gott näher bringen wollen, was die kath. Kirche, die ihn quasi okkupiert hat, zu verhindern suchte. Die Protestaten hatten einiges verbessert, doch viel Fälschung ist immer noch dabei, da die Bibel am Anfang gefälscht wurde. Im Kern jedoch gilt er als "Erlöser der Welt," da seine Lehre auf Frieden, Nächstenliebe und Toleranz beruhte, ähnlich der Weitslehrer aus dem fernen Osten.

Buddha und Laotse haben als Weisheitslehrer auch die damalige Gesellschaft stark beeinflusst, die auch heute noch einen tiefen Einfluss auf viele Menschen weltweit haben. Die Regeln, Medition etc. können von alle Menschen erlernt werden und dienen der "Menschwerdung" des Menschen, ohne diese er wie ein Tier wäre.

Die Eigenschaften, die Sie dann aufzählen wie Gier, Dummhei etc. sind Entscheidungen, die die Menschen selber treffen, wenn sie so sein wollen. "Bitte sehr" sagen dann die Weiseitslehrer.
Keiner wird sie zwingen, anders zu sein. Die "freie Entscheidung" haben wir als Menschen. Tiere haben sie nicht.

Antwort von U. Gellermann:

Nur prophylaktisch: Eine Debatte zur Frage ob denn Widerstand mit oder ohne Gewalt besser sei, (beides ist denkbar) wird nicht weiterverfolgt, sie führt vom Thema weg.


Am 14. Dezember 2018 schrieb Hannes Hauser:

Ich bin Herrn Gellermann für die schonungslosen Zeilen sehr dankbar. Obwohl sie mir eine letzte Hoffnung nehmen. Aber besser jetzt, als später, wenn ich noch mehr Hoffnung investiert habe.


Am 14. Dezember 2018 schrieb Karola Schramm:

Mehr Depression geht nicht, die einen beim Lesen befallen kann, und vielleicht U.Gellermann beim Schreiben dieses schönen Stückes auch befallen haben könnte.

Es stellt sich nicht mehr die Frage:"Was ist los mit den Linken in DE", sondern man kann nur noch resigniert feststellen, dass die Linke und alles was mal dazu gehörte, entweder unter einem Höhenkoller leidet oder aber so unterirdisch doof geworden ist, dass sie politisch auch keine Rolle mehr spielt.

Aber so irre sind die Politiker/innen, die sich in den Medien noch äußern, wenn es darum geht, Farbe zu bekennen. Riexinger - man kann abwinken und sagen: "Ach der..." klagt über Rechte, die dabei sein sollen und man merkt, dass er kein Linker ist. Nicht mal ein empathischer Mensch, der nachvollziehen kann, dass es, wenn es um Ausbeutung geht, alle Menschen betroffen sind unabhängig von der Hautfaarbe, der Nation oder politischen oder religiösen Einstellung. Dass es nur noch um OBEN und UNTEN geht. Dieser Mann war mal Gewerkschafter!!!

Und die liebe Sahra, Gründungsmutter, bedauert, dass Gewalt dabei gewesen ist, was mich nur noch fassungsloser macht.

Keine Gratulation an die tapferen Gelbwesten oder an Melonchon über die Medien als Solidaritätszeichen. Verkopft bis in die Haarspitzen und kein herz-liches Wort für die, die sich weigern, Abschaum zu werden, zu dem sie gemacht werden sollen.

Wie alle anderen Berufspolitiker sind sie zu reich geworden, um mit Herz und Kopf zu verstehen, was sich derzeit in Frankreich abspielt und DE mit der Agenda 2010, Schröders vergiftetes Erbe, abgespielt hat und noch heute wirkt.

Armes Land, das keine echte, starke und mutige Opposition mehr hat. Da tröstet tatsächlich nur noch das Internet-Netz und einige politische Blogs, die nicht müde werden, Opposition vom Schreibtisch aus zu betreiben und, wenn es geht, auch auf die Straße zu holen, wie am Samstag, 15.12. der Verein Aktion/Arbeitsunrecht e.V. auch in Berlin vor dem Spielwarenladen Toys R Us für mehr Arbeitsgerechtigkeit protestiert. In Aachen und Siegen sind auch Aktionen angemeldet. Bei Interesse:Website anschauen.


Am 14. Dezember 2018 schrieb Artur Aschmoneit:

Hervorragende Analyse. Danke!


Am 14. Dezember 2018 schrieb Marc Britz:

@ Kollege Fachbuch

Dass ich einem Fachbuch, das sonst fleissig Lenin zu zitieren weiss, mal erklären muss was ein Systemwechsel ist, hätte ich nicht gedacht. Hier also ein Beispiel: Der Wechsel von einem System, in dem die Sklaverei der grossen Masse Bedingung der Freiheit der ganz Wenigen ist (also dem Kapitalismus), zu einem System, in dem die freie Entwicklung jedes Einzelnen Bedingung der Freiheit Aller ist (also dem Sozialismus). Wie man von A nach B kommt, haben die Gelbwesten prinzipiell schon kapiert. Zwinker! (Frag mich nur, ob sie von alleine drauf gekommen sind und ob sie - wenn sie so weiter machen - auch wirklich bei B ankommen).


Am 14. Dezember 2018 schrieb Michael Riecke:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

Frau Wagenknecht hat völlig recht. Soweit wie in Frankreich sind wir noch nicht. Wir sind weiter. Frankreich hat noch kein Hartz 4 Regime mit diesen unsäglichen und willkürlichen Sanktionen bis zur wirtschaftlichen Auslöschung der Sanktionierten. Man möge mich verbessern wenn so etwas vergleichbares in Frankreich existiert. Natürlich kommt aus unseren Medien wieder die Begründung: Herr Marcon hat seine wohlbringenden Reformen nicht richtig kommuniziert. Wo er doch von unseren Medien noch gejubelt wurde. Es ist einfach nur ein Kommunikations- Problem. Bei uns wurde Hartz 4 von den Spitzenpolitikern wie Schröder, Clement und Müntefering bestens, auch mithilfe der Blödzeitung, kommuniziert. Mich wundert es immer wieder, woher nehmen solche Typen wie dieser Marcon die Arroganz so zu handeln.
Im Moment hat der Anschlag in Strasburg etwas Luft aus den Aktionen der Gelbwesten genommen. Gibt es da einen Zusammenhang? Komisch ist nur, der Täter ist noch nicht gefasst. Obwohl ganz Frankreich nach ihm fahndet. Er wird garantiert von einer Polizeistreife in den nächsten Tagen erschossen.
Danke für diesen tollen Artikel.

Antwort von U. Gellermann:

Die Voraussage ist eingetroffen.


Am 14. Dezember 2018 schrieb Norbert Piechotta:

Ohne Gewalt? Das ist so wie: wasch mich, aber mache mich nicht nass. - Die Historie zeigt, dass die idealistisch-idealisierten Gewaltlosen - LEIDER - kläglich gescheitert sind. Oder haben Buddha, Laotse, Jesus, Mohamed, Ghandi, ... tatsächlich etwas Nachhaltig-Veränderndes zu Gier, Dummheit, Verbrechen, Machtstreben, Leid, Krieg, Hunger, Entmenschlichung, Allmachtsphantasien, Kapitalismus, Pseudo-Sozialismus/Pseudo-Kommunismus, Neoliberalismus, Korporatismus, ... schaffen können?


Am 14. Dezember 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Fachbuch, Helmut Schaschisch.
Vielen Dank und dem, was gut überlegt geschrieben steht, kann ich weitestgehend beipflichten.


Am 13. Dezember 2018 schrieb altes Fachbuch:

anders als kollege britz lass ich die gelbwesten erstmal machen: das ist DEREN aufbegehren, DEREN antwort auf DEREN wirtschaftliche notsituation, entstanden durch die sozialliberale abzocke ludwig des XVItens!
und so vielschichtig die armut ist, so vielschichtig ist die zusammensetzung der bewegung! und wie überall laut erfahrungen mit der krake "zivilgesellschaft" alles eingelullt wird, lehnen die gelbwesten JEDE partei oder gewerkschaft ab! wir wollen ESSEN, nicht labern! und siehe da: der wochenlange zivile widerstand (strassenblockaden) macht wirtschaftlichen schaden und DESHALB wird man erhört!
UND nein: systemwechsel (watt is ditte?) steht nicht auf der agenda: gebt jedem 2 stück vom kuchen, und wir päppeln die bäckerei an die börse, bis die pinguine croissants futtern.
sicher wird es versuche der vereinnahmung durch ALLE des systems geben, aber auch noch soros ins boot zu holen, ist zumindest höchst spekulativ. und wir kommentatoren sollten die auch nicht lagern zuordnen. wir sind nicht involviert, kriegen es selber nicht besser gebacken, und sollten deshalb den gelbwesten respekt entgegenbringen!
den #aufstehen-fans bietet sich die situation so nicht!! offensichtlich ist die not der alimentierten "bildungsfernen" nicht existenzbedrohend genug, sich eine gelbe weste überzustreifen. wer in germany eine strasse blockiert, hätte auch schnell viele knöllchen am hals und den führerschein los!! protest und demo erlaubt wenn erlaubt ja, aber stvo ist eben gesetz:) wenn widerstand plötzlich kostet, dann siegt wieder mal die "demokratie."
die gelbwesten sind mit ihrem chaos schon erfolgreicher, das kopfgesteuerte künstliche implantat der dt. linken diskreditiert sich durch "regel"konfirmität selbst.


Am 13. Dezember 2018 schrieb Helmut Schachisch:

Ich bin nicht in den sog. sozialen Medien unterwegs...Facebook, Twitter, Instagram...ich kann mit alledem nichts anfangen. Doch genau diese Informationskanäle - via eingestelltem Video - waren - so höre und lese ich - der Auslöser der sog. "gelben Westen" im Nachbarland. In kürzester Zeit waren hunderttausende auf den Beinen und hatten und haben weiterhin die Schnauze voll. Wohlgemerkt in Frankreich!
Genosse Gellermann und all die anderen, die sich auf dieser Seite tummeln, könnten doch auch einmal etwas ins Netz stellen. z.B. "flaschensammelnde Rentner" in der BRD und darunter der Slogan "Wir haben die Schnauze gestrichen voll"! Das wird dann millionenmal angeklickt und ruck zuck sind in Deutschland die Massen auf der Strasse, demonstrieren gegen die da oben, solidarisieren sich mit den Brüdern und Schwestern in Frankreich, jagen diese ganzen Berliner Volkszertreter von SPDCDUAFDLINKEFDPGRÜNE zum Teufel und geben nicht mehr den Migrant*innen die Schuld an ihrem Elend.
Soll ich noch ein Märchen erzählen?
Von Wagenknecht, Lafontaine - beide SPD - der eine voll, die andere auch seit sie ihn kennt (Sarah möchte den Kapitalismus ala Ehrhardt..das sagt alles), Bülow (Zitat: ich werde immer SPD-Mann bleiben) Begemann, Vollmer...kein Kommentar - irgendetwas zu erwarten wäre doch wohl zuviel verlangt, oder? Also lassen wir die Kirche im Dorf und nehmen Lenin ernst. Seine Aussage über die Deutschen und Revolution ist hier hinreichend thematisiert worden. Wir sind halt Deutsche. Und sollte der gesamte Planet sozialistisch sein... dieses kleine, rückständige Dorf Deutschland lässt sich nicht unterkriegen und sammelt weiter Flaschen. Mann/Frau muss sich irgendwie selbst verwirklichen. Ende.

Kurz zurück nach Frankreich, genauer nach Straßbourg: Ein terroristischer Anschlag genau zur rechten Zeit. "Cui bono?"
Zitat:
"Wir müssen von Zeit zu Zeit Terroranschläge verüben, bei denen unbeteiligte Menschen sterben. Dadurch lässt sich der gesamte Staat und die gesamte Bevölkerung lenken. Das Primäre Ziel eines solchen Anschlages sind nicht die Toten, sondern die Überlebenden, denn die gilt es zu lenken und zu beeinflussen.?
(Vincenzo Vinciguerrra) italienischer Faschist. Mitbegründer der NATO-Untergrundorganisation GLADIO.
Würde mich nicht wundern, sollte der Straßbourger Kriminelle auf der Flucht erschossen werden. Tote können bekanntlich nur schweigen. Und es wird Luft aus den Gelben RettungsWesten gelassen.
In diesem Sinne.......gehabt Euch wohl.


Am 13. Dezember 2018 schrieb Gideon Rugai:

@Marc Britz

Ja, das Szenario der gesteuerten Opposition als möglichen Hintergrund sehe ich auch,.Es würde zu Soroscher Chaosstiftung inkl. Hegelscher Dialektik passen : "Probleme" stiften, "Reaktion" provozieren, "Lösungen" (aus der Retorte) anbieten. Es geht mir auch nicht um eine gewaltsame Revolution und schon gar nicht darum hier ausufernde Strassenschlachten zu erleben, denn es gibt immer (Macht-) Gruppierungen, die aus dem daraus entstehenden Unfrieden Profit jeder Art zu generieren (auch über Leichen) bereit sind.
Sind die Gelbwesten allerdings eine spontan aus dem Volk enstandene Protestbewegung, begrüße ich geradezu das Fehlen eines ideologischen Unterbaus und dessen Wortführer, die sich nur allzu oft in ihren ideologischen Konstrukten einmauern und den eigentlichen Gegenstand der Ideologisierung und Idealisierung, nämlich den Menschen mit seinen natürlichen, grundsätzlichen Bedürfnissen ihren ideologischen Denkkonstrukten vollständig unterordnen : In dem Sinne , dass wir nicht mehr wirklich miteinander kommunizieren, sondern nur noch , aus "ideologischer" Sicht ÜBER einander und unsere zahlreichen Komplexe und entspr. "Problemlösungs-Strategien"schwatzen (siehe Niedergang der SPD oder eben auch "Aufstehen"). Was wiederum im 20 Jh. in ein Zeitalter des Krieges der Ideologien mit Eisernen Vorhängen mündete. Aber leider kriecht neben den Hetzern, Populisten, Neufaschisten und Möchtegern-CheGuevaras auch die Fraktion der Chefideologen aus ihren Löchern um die Welt abermals mit Kopfgeburts- Kaiserschnitten zu malträtieren und da ist mir jedes eindeutige Arschloch, das sich direkt als solches zu erkennen gibt 1000mal lieber, als diese Zombieprozessionen ideologisch-verkopfter Besitzstandswahrer geistiger Reinheit.
So wie Einstein es mal auf den Punkt brachte: Mit dem Denken dieser Zeit können die Probleme , die eben aus dieser Denke heraus entstanden sind nicht gelöst werden.
Oder wie , ich glaube Keynes, es mal sinngemäß formuliert hat: Im Kapitalismus herrscht die seltsame Ansicht, dass gemeine Menschen mit gemeinen Motiven schon irgendwie für das Wohl der Gesellschaft sorgen werden.
Da zähle ich neben "dem Kapitalisten" die Spezies"Chefideologen" eindeutig dazu....


Am 13. Dezember 2018 schrieb Marc Britz:

Die Frage ist nicht ob sich die radikale Linke oder die radikale Rechte sich der Gelbwesten bemächtigen könnte, sondern ob hier berechtigte Anliegen der Bevölkerung nicht von ganz anderen Kräften missbraucht werden.
Obwohl ich den Forderungen der Gelbwesten und auch der Aktionsform der Bewegung grundsätzlich Sympathie entgegen bringe, bleibe ich Bewegungen, die quasi aus dem Nichts und nur auf dem milliardenschweren Manipulationsinstrument und Geheimdienstschnittstelle Facebook entstehen, und die sich medial nur durch ein einziges Attribut - dem der gelben Weste - auszeichnen, skeptisch gegenüber. Zumindest so lange, bis ich es besser weiss.
Bis dahin riecht mir die Sache doch zu sehr nach "Orangener Revolution", "Weisshelm" und "Arabischer Frühling."

Warum die Skepsis? Makron ist ein Erzfeind der Trump-Administration. Kann doch gut sein, dass hier ein Turbokapitalist aufgrund Meinungsverschiedenheiten die Verteilungsfrage untereinander betreffend den anderen kaltstellen will. Kleiner Gefallen von Pompeo - so unter Freunden.
Verdächtig auch - der Forderungskatalog der Gelbwesten stellt meines Wissens nach nirgendwo die grundsätzliche Systemfrage: Politische Unterrepräsentation, gieriges Finanzsystem, mörderischer Imperialismus und verbrecherische Ausbeutung interessieren nur in soweit, als das eigene Portemonnaie betroffen ist. Man will mehr vom Kuchen, nicht den Kuchen aus dem Fenster werfen, weil er grundsätzlich gesundheitsschädlich ist.

Aus mindestens zwei Gründen braucht das Establishment in Frankreich ohnehin keine Angst zu haben: Zum einen erlaubt der jüngste Geheimdiensteinsatz in Strasbourg (wer glaubt hier an einen Terroranschlag?) die gewaltsamen Unterdrückung der Gelbwesten unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung. Zum anderen können Bewegungen ohne legitimierte Führung und auf lange Frist angelegte Organisationsstruktur keine bleibende Veränderung herbeiführen. Wenn dann noch das revolutionäre Programm fehlt, ist schnell Schicht im Schacht. So oder so, es wird zu Weihnachten leider keine heissen Macronen geben.

Was Aufstehen betrifft, habe ich mich auf diesen Seiten ja schon hinlänglich geäussert: Immer noch kein Programm, keine wie auch immer legitimierte Führung , keine politisch wirksame Organisationsstruktur, und - am aller wichtigsten - keine wirksame Medientechnik.
Und da wir es hier mit Bahnmetaphern haben: Der Zug ist abgefahren!


Am 13. Dezember 2018 schrieb Guenther Mann:

Dass jede Gesellschaftsform einmal zu Ende geht, dürfte sich inzwischen hermgesprochen haben. Kommt nur darauf an mit wieviel Energieumsatz und wie viel menschlichen Opfern dies geschieht. Die französiche Revolution von 1789 war mit einigen zigtausend geköpften Menschen aus der abgehobenen Schicht der Würdenträger (Kirche und Adel) eine vergleichsweise humane Art des System-Change, im Vergleich zu dem, was uns droht. Im ancien regiem war alles noch echt: die Leibeignen waren echt, der Commerz war echt, die Kriege waren echt, das Geld, das sich im Umlauf befand war (mehr oder weniger) echt, die Verantwortlichen waren echte Menschen. Moralische Verbrecher, aber immer noch Menschen mit Kreislauf und Zahnschmerzen.
Das ist im Kapitlaismus ohne Kapital anders: das Geld ist nicht echt, nur Faksimile, die Verantwortlichen sind keine Menschen sondern Städte: Washington, Brüssel, Paris, Berlin oder Gebäude: Kreml, Pentagon...
Selbst Gott ist nicht mehr Gott, er ist jetzt "die Märkte"!!
Wenn die Märkte was verlangen, dann aber pronto.
Der deutsche Steurzahler gibt den größten Haufen Geld für Hygiene aus: sauber gewaschenes Hirn mittels der größten zwangsfinanzierten Hirnwäschemaschine der Welt: ARD+ZDF+mindestens zwanzig Anhängseln. Dort dürfen dann Gestalten wie Matkus Lanz und Helene Fischer das Volk unterhalten.


Am 13. Dezember 2018 schrieb Wolfgang Ringel:

Lieber Uli Gellermann

REVOLUTION IN DEUTSCHLAND?

Da traute schon vor einem Jahrhundert ein bestens bekannter Mann den Deutschen nichts ordentliches zu:

Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas. Wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich erst mal eine Bahnsteigkarte!
/* Lenin Wladimir Iljitsch (Uljanow; 1870 -1924, russischer Revolutionär, Begründer der Sowjetunion */

Ansonsten ist es mit aufstehen allein nicht getan:

Aufstehen ist zwar wichtig, reicht allein nicht aus. Die Gründe: Ein Teil fällt nach dem Aufstehen wieder um. Und ein anderer Teil schläft im Stehen weiter.
Also ist es wichtig, das die Menschen nicht nur aufstehen, sondern rundum aktiv werden!


Am 13. Dezember 2018 schrieb Thomas Fricke:

GALLISCHER HAHN UND DEUTSCHE AUFSTEHER

Und wieder kräht der gallische Hahn,
Diesmal in einer gelben Weste.
Bei uns bleibt alles in der Bahn,
Wir freun uns auf die Weihnachtsfeste.

Und überhaupt kann die Gewalt
Nur ausgehn von staatlicher Behörde,
Weshalb Pariser Lärm auch bald
Die deutschen Aufsteher verstörte.


Am 13. Dezember 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

Frau Wagenknecht, meine Skepsis ihrer Bewegung gegenüber ist nicht weniger geworden. Im maßgeschneiderten Kostümchen geben sie eine wirklich gute Figur ab, doch ich werde den Gedanken Gedanken nicht los, dass sie lange im System und der damit verbundenen Komfortzone angekommen sind, denn die Kuscheldecke im warmen Nest der Abgeordneten im Deutschen Bundestag lähmt das Denken und die Handlungsmöglichkeiten. Internationalismus ist das Zauberwort. Kapitalismus kann man nicht schön tapezieren und sicher wissen sie das.-
Frankreich kämpft für bessere Lebensbedingungen und Solidarität muss Ehrensache sein. In allen Ländern der EU sind ähnlich gelagerte gesamtgesellschaftliche Probleme und der Klassenkampf wird weiter gehen. Diese Friedhofsruhe macht ratlos und es fordert Mut sich gegen das System zu stellen und Macron, der sich wochenlang weggeschlossen hat bietet nun etwas an: Die Reichensteuer, eine wichtige Forderung der Gelben Westen, wird es nicht geben, denn Konzerne sollen nicht belastet werden. Das ist mal was ganz neues,was von dem Schnösel gesprochen wird. Er fragt frech, was es denn gebracht hat, dass es die Reichensteuer gegeben hat. Ganz einfach, dass Leben der Menschen, der ärmeren war um einiges leichter im Alltag und diese Ignoranz eines Politikers, der sich in nichts von denen unterscheidet, die in der EU ihr Unwesen treiben. Die Politik, ob in Frankreich, oder anderswo in Europa hat kein Korrektiv; sie machen, was sie wollen und Widerstand wird diskrediert, vor allem von Deutschland und seinen Medien.
Schmierlappen- und Lappinnen, wie die Siems, von der WELT z. B., die rücksichtslos klar macht, dass der Widerstand zerstört werden muss, egal wie, ist eine ihrer Aussagen. Thatcher und Schröder hätten genau so gehandelt und das war richtig so. Die Diktatur der Hochfinanz und Macron ist dort zu Hause und der Abbau der sozialen Errungenschaft seit Jahrzehnten hat nun das Fass zu Überlaufen gebracht. Sie wissen nicht, wie sie über die Runden kommen sollen, große Teile des Volkes,während die Reichen in Saus und Braus leben.
Den Herrschenden geht mal wieder die Düse, denn der Funke darf nicht nach Deutschland überspringen, dafür gibt der MMS alles.
ntv, "Experte" im Zwirn mit Schaum vor dem Mund: ...keinen Zentimeter, dem brandschazenden Mob in Frankreich und Macron kriecht zu Kreuze........."
WELT, Gersemann kommentiert: " Macron wird zum Risiko Faktor in Europa."
Der Wunsch von Politik und MMS und Wirtschaft war wohl, dass Macron der zweite Schröder im Brioni Anzug und mit Cohiba Zigarre wird, der für den größten Sozialschlag nach 1945 politisch verantwortlich ist und mit gnadenloser Brutalität und Härte Tausende, sehenden Auges in den Abgrund hat stürzen lassen. Frankreich droht nun, dem drittklassigen Italien hinterherzustolpern, so Gersemann.
Sie sprechen von "sozialen Wohltaten," so, als wenn es an ihren Knipp geht.
Steingart der üble Bursche wirft Macron, seine "Großzügigkeit" vor, denn die Rechnung würde früher oder später "der EZB zugestellt" und Draghi kann die Geldmaschine anwerfen.
Zyniker, gewissen- und skrupellose Schreibtischtäter," die weder Mitgefühl, Anstand noch an irgendetwas anderem ein Interesse haben, was über ihren eigenen, kleinen Bauchnabel und dem, was monatlich auf ihrem Konto ist, hinaus geht. Schreiberlinge, Lügenbolde, Lenin nannte sie "Spitzbuben" bei Göbbels gelernt und die einheitliche Propaganda funktioniert, wie am Schnürchen und schafft es auf subtile, manipulative schleimige Weise, Herz und Hirn zu besetzen und zu vernebeln. Fein, dass es die "Macht um acht" gibt und den Schreiberlingen die Schweißperlen weiterhin auf die Stirn treibt ist ein Wunsch zu Weihnachten.
Mit beispielloser Verachtung geht die französische Regierung mit ihren schwerbewaffneten Handlangern gegen die berechtigten Proteste und Forderungen der Gelben Westen vor.
Am letzten Wochende waren 90000 Polizisten im Einsatz, die man wie Kettenhunde von der Leine los gelassen hat. Großmachtspolitik, Militarismus und Umverteilung von unten nach oben passt nicht für Menschenrechte, gesellschaftlichen Fortschritt und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker.
Die AfD mit 12,6 %,Streiks am Montag bei der Bundesbahn, Hundertausende Arbeitsplätze stehen in unserem Land auf der Kippe. Opel, VW, Bayer........
Knapp eine Million Obdachlose, von ihnen leben über 50000 tatsächlich und dauernd auf der Straße, unter Brücken, in Parks, in Bahnhöfen......
katastrophale Zustände in Alten- und Pflegeheimen. 13000 Stellen, die Spahn großkotzig ankündigt, sind nicht mal für jede Einrichtung eine Stelle. Makulatur, Schönredereim Beschwichtigung und Lügen, ach ja und Hetze, sind die wackeligen Pfeiler, worauf die Republik steht. Aufstehen ist an der Zeit, nicht nur für "Aufstehen."
Danke für einen erhellenden und wichtigen Artikel.


Am 13. Dezember 2018 schrieb Klaus Madersbacher:

O wie gut, dass niemand weiß, dass ich Pamela Anderson heiß und nur ein Busenwunder bin und keine deutsche Linke > http://antikrieg.com/aktuell/2018_12_06_diegelbenwesten.htm


Am 13. Dezember 2018 schrieb Otto Bismark:

Ach, es ist schon traurig. Mit der Linkspartei hatte ich ja schon lange abgeschlossen. Aber nun auch noch Wagenknecht als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet? Naja, Deutschland eben!


Am 13. Dezember 2018 schrieb Heinz Schneider:

Ja, die da unten haben die Schnauze voll. Genauer sind es nicht die da ganz unten, sondern die untere Mittelschicht. Menschen, die jeden Tag zur Arbeit müssen. Und wollen. Und begriffen haben, das sie jetzt dran sind, nachdem die ganz unten ans Limit gedrückt wurden. Die verstehen, dass sich die Folgen der maßlosen Bereicherung der Reichen von ganz unten langsam, aber unerbittlich höher und höher fressen.
Analyse:
"Was tun im sich hayekanisch einigenden Europa, wenn die herkömmlichen Kanäle demokratischer Interessenartikulation durch zwischenstaatliche und schuldrechtliche Verpflichtungen verschlossen sind? Wenn konstruktive Opposition unmöglich ist, bleibt für diejenigen, die sich nicht damit begnügen wollen, auf Lebenszeit Schulden abzuzahlen, die andere für sie aufgenommen haben, nur destruktive Opposition..., auch wenn Ihnen als Argumente nicht Geldscheine zur Verfügung stehen, sondern nur Worte und, vielleicht, Pflastersteine." (Wolfgang Streeck, Gekaufte Zeit, 2013).

Schnauze voll in Frankreich heißt noch lange nicht: Auch in Deutschland. So ist es, da könnte sich Sahra Wagenknecht mit einem Megafon auf den Alexanderplatz stellen wie einst der KBW in jeder Kleinstadt und den Aufstand aufrufen. Die Folgen wären: Keine.

Die deutschen Linke, auch die sich radikal gebende, hat noch nicht verstanden, dass es ihr Versagen ist, wenn die untere Mittschicht sie nicht als ihre Interessenvertreter erkennt. Denn sie ist es auch nicht. Die Arbeitenden sind für Sie "Spießbürger" , "verdummte Massen" oder Besitzstandwahrer (letzteres bevorzugt für Sozialdemokraten neoliberalen Zuschnitts und kulturell überlegene Kosmopoliten).

Das allerdings ist in Frankreich kaum besser. Deswegen werden gelbe Westen getragen, und nicht rote Fahnen.


Am 13. Dezember 2018 schrieb Andreas Gehrmann:

"Aufstehen" möchte eine "linke Mehrheit" aus LINKE/GRÜNE/SPD mobilisieren, die sich dann anschickt, die Regierung zu übernehmen ... lach ...
Das habe ich mehrfach so gehört, u.a. bei einem ersten Treffen in D´dorf.
Nur, so habe ich mich gefragt, was ist daran jetzt links?
Und was zum Henker hat ein Ludger Vollmer dabei zu suchen? Geht´s noch?
Nein, das alles ist nur weiße Salbe - eine Beschäftigungstherapie für die Unzufriedenen, die sich für links halten.
Passieren wird gar nichts, solange in Deutschland das Bier nicht ausgeht und die Gartenzwerge nicht verboten werden.


Am 13. Dezember 2018 schrieb Uschi Peter:

Auch wenn es uns nicht passt, noch kein Regime-Wechsel ist durch friedliche Wahlen zustande gekommen. Erst wenn das Volk aufsteht und zumindest mit Gewalt droht - wie in der DDR als einziger unblutiger Revolte der Geschichte - gibt es Änderungen. Aber die DDR war selbst schon am Ende. Da genügte ein ganz kleiner Stips.
Wie die Änderungen aussehen, hängt von der Stärke der Revoltierenden ab. Aber "die" Deutschen sind ein friedliches Völkchen und sind mit Brot und Spielen ruhig zu stellen. Ist ein Blutvergießen mit hundertenToten besser? Unsere Mühlen mahlen eben langsamer. Außerdem ist die Machtelite zu stark und würde die "Nazis, Rassisten, Verräter usw." schnell zusammenknüppeln. Auch der französische Staat wird nicht untergehen, selbst wenn Macron kleine Zugeständnisse macht.


Am 12. Dezember 2018 schrieb Gideon Rugai:

Ich habe es ja schon gesagt : D leidet am neurotischen Zwang der unbedingten Wahrung des dt. Betriebsfriedens - ob in irgendeiner kleinen Betriebs-Klitsche aufm Dorf oder in den Hohen Hallen des Reichstags.Natürlich will Die Linke keinen Massenaufstand, jetzt wo sie kurz davor ist gemäß der allg.Betriebsfriedens-Satzung alles ganz sauber und deutsch-ordentlich in trockene Sitzhandtücher zum Aufstehen zu verpacken. Unsere unrühmliche Vergangenheit mag da sogar Pate stehen - da hat man ja gesehen was passiert wenn das Kleinbürgertum aufsteht um braunen Lappen den Hausputz zu übertragen. Seitdem herrscht eher der Konsens des "Den Ball schön flachhalten - gibt sonst nur Ärger!". Das wurde zumindest meiner Generation immer schön eingehämmert....Sonst kommt der Lammert wieder und schmeißt aus dem Reichstag, was sich nicht an die üblichen Gepflogenheiten des dt. Betriebsfriedens hält!


Am 12. Dezember 2018 schrieb Ernst Blutig:

Der berühmte Vergleich mit der Zugfahrkarte zur Revolution, er nützt sich einfach nicht ab.

Allerdings muss man sagen, daß bei auch nur ANNÄHERND ähnlichen Zuständen in Deutschland die Knüppelgarden der herrschenden Geldeliten mit aller denkbaren Gewalt draufdreschen würden, dagegen wäre G20 in Hamburg et al. eine kleine Fingerübung gewesen.
Es käme gar nicht soweit.
Dafür sorgen allein schon Verwaltungsvorschriften zur Einhaltung korrekter Plakatgrössen und fürs Hochhalten derselben bei Demonstrationen.


Am 12. Dezember 2018 schrieb Jochen Scholz:

Sehr guter Hinweis von Christel Buchinger: Unterwanderung.


Am 12. Dezember 2018 schrieb Michael Kohle:

Es begab sich just zu der Zeit, als es dem Kaiserchen in seinen neuen Kleidern dringlich geraten schien, doch auch mal die ansonsten als quantité négligable abgetanen anderen zwei Drittel der Grande Nation anzusprechen, mit ernstem Gesicht und starrem Blick. Allerlei Spezereien - seiner hochwohllöblichen Meinung nach - hatten ihm seine Höflinge auf den Teleprompter geliefert. Ganz so sicher, dass die Gelbwesten davon gütig gestimmt würden und endlich Ruhe geben, schien er allerdings nicht zu sein.
Auf der anderen Seite des Rheins bei den Boches - vornehmlich bei den Schreiberlingen und Mikrofonmißbrauchern im Staatsrundfunk - zeigte man sich darob mehr als entsetzt, erzürnt, erbost. Abermilliarden, was er da mit reichlich Bücklingen und Kratzfüssen versprochen habe, so hieß es allerorten. Die habe er doch gar nicht, wird gejammert. Ist das nicht sowieso der Fall, wenn der Griff in die Tasche von Nackten zurückgenommen werden, das verschweigen die dem Elite-Drittel zuarbeitenden Herrschaften dann gerne einmal
Nicht nur dem L’Empereur im Mini-Versailles scheint also kräftig die Muffe zu gehen. Auch in Doitschlooond ist das der Fall. Leicht verspätet - schlappe sieben Monate - zum fünfzigsten Jubiläum ist das natürlich besonders bitter. Damals, da ging auch so richtig die Post ab auf den Feldern der Elysien und den Boulevards, auch wenn sich für den seinerzeit herrschenden Gottvater - ein Weltkriegsgeneral auch noch - auf den Straßen nur „chi-en-lits“ tummelten, Bettscheißer nannte er seine Gelbwesten. Und trotzdem: Missjöh le président seinerzeit vermeinte, erst einmal Zuflucht vor den Vandalen suchen zu müssen. Bei seinen gepanzerten Besatzungstruppen, direkt über dem Rhein. Von dort kehrte er alsbald moralisch gestählt zurück, versammelte sein ihm zugeneigtes oberes Drittel um sich, und knüppelte und kartätschte die Vertreter der beiden Rest-Drittel nieder. Bei ähnlichen Aktionen, z.B. der auf dem Platz des himmlischen Friedens einundzwanzig Jahren später, war der Wertewesten natürlich nicht mehr ganz so glücklich ob des Prozederes, aber was soll’s! Geholfen hat es allemal, fünf Jahrzehnte galt wieder „Ruhe ist des Bürgers erste Pflicht“!
Und jetzt kommt Gellermann daher und glaubt uns weismachen zu können, dass das doch alles eine wunderbare Gelegenheit - geradezu ein Stiefel-Tritt in den Allerwertesten - für die „Aufsteher“ sei oder sein könnte. Nicht, dass ich ihm widersprechen wollte. Aber auf die Idee sind Andere schon vor ihm gekommen. Weiß partout nicht mehr auf welchem Kanal - ob Sparte oder Premium - ich es erleben durfte. War aber schon umwerfend, sowas - wohl der eingeforderten Neutralität und Objektivität wegen, Karlsruhe wird es billigend in Kauf nehmen - beim Staats-TV geliefert zu bekommen. Sollten Aufsteher gelbe Westen tragen, so die Frage. Zuerst durfte sich der Herr Stegemann auslassen, der auch noch gleich Werbung für sein neues Buch nachschob, dann ging die Tür auf und Sahra - dieses Mal besonders gut gestylt - betrat die Bühne, ihr Auftritt bestimmt nur halb so lang wie die Schminke vorher. Bedenkentragendes war angesagt. Und dann - sollten die Wortfetzen dann doch allzu „pro“ ausgefallen sein - wurde auch noch der Herr Lucke aufgeboten zum allfälligen in Frage stellen des vorher Gesagten.
Au weia, wieder einmal. Man merkt die Absicht und ist verstimmt. Muß das wirklich sein, sich für jede hinterfotzige Absicht üblicher Rufschänder verwursten zu lassen, nur der lieben Präsenzsekunden auf der Mattscheibe wegen? Muß in jede Bärenfalle getappt werden? Reicht es nicht, seinen Namen in den Güllenachrichten der Nuhrs u.a. durch den Dreck gezogen zu bekommen?
Dass da gerade eine größere Geschichte abzulaufen hat, haben ein paar Kommentatoren ja schon mitbekommen und hier bereits Bezug genommen. Da soll doch tatsächlich wieder einer just zum richtigen Moment Allahuakhbar gerufen haben, zu Straßburg am Rhein, just dort, wo vor achtzehn Jahren schon mal der gleiche Weihnachtsmarkt als Bühne für eine Ouvertüre verwendet werden sollte. Dieses Mal hat es besser funktioniert, zwar nicht ganz mit dem Ergebnis vom Breitscheidplatz. Aber die mediale Aufmerksamkeit lässt nichts zu wünschen übrig.
Doch, doch, die Franzosen kennen ihre Pappenheimer, die mußten nicht einmal 1 und 1 zusammenzählen. Es reichte vollkommen, vom Innenminister zu hören, die höchste Sicherheitsstufe sei jetzt angesagt. Als ob „le peuple“ das nicht längst mitbekommen hätte, wo doch so gut wie jede größere Kleinstadt mit Kriegskanonen und Kampfanzug ausgestatteten Soldaten überfüllt ist. Von sowas dürfen die Flaggezeiger aus der christlichen Union bei uns immer noch nur träumen und müssen deswegen ihre Söldner nach Mali. Und dann, dass
Allahuh... war noch nicht so richtig den Lippen des Bösewichts entfleucht, setzte schon in der ganzen - gar nicht kleinen - Innenstadt das Schützenfest ein. Potzblitz! Entfleucht ist auch erstaunlicherweise - trotz des ganzen Aufgebotes an Sicherheitskräften - der, der den ersten Schuss abgab. Wenn jetzt der gute Chérif - nur Zufall, der Name, so wie damals bei Franco A. ganz in der Nähe auch - auf seiner Wanderschaft bald in Italien den Blattschuss empfängt, dann haben wir doch eine tolle Geschichte zusammen, oder? Wie maulte der französische Innenminister dann auch: widerlich diese Verschwörungstheorien. Nicht mal seine Gedanken darf man sich so machen. Die Gedanken sind frei? Mitnichten!


Am 12. Dezember 2018 schrieb Gabriel Müller-Huelss:

Einen jeden Morgen heisst es bei mir "AUFWACHEN" vor dem "AUFSTEHEN"

Seit Montag bin ich im Besitz einer Gilet Jaune, die auch ohne Bezug zum Auto ihren Einsatz finden wird.

Um den Franzosen meine Solidarität zu zeigen, habe ich folgende Petition mit vollem Namen gezeichnet:

http://castanerdemission.wesign.it/fr

In Deutschland auf die politische Linke zu warten, bedeutet - frei nach Samuel Beckett - WARTEN AUF GODOT

Für den wunderbar formulierten Artikel herzlichen Dank an den Autor!


Am 12. Dezember 2018 schrieb Lutz Jahoda:

DAS GELBE VOM EI
WAR VORM HUHN VORHANDEN.
MACHT UNS DIES BITTE
NICHT AUCH NOCH ZUSCHANDEN!

Tucholsky, Kästner, sogar Heinrich Heine,
Bert Brecht vor allem, dialektisch,
standen in Deutschland nie völlig alleine,
waren zwar Anreger fliegender Steine;
doch Mehrheit Deutsch reagierte eklektisch.

Schöpferisch arm, dem Alten verfallen,
heute der neuen Bequemlichkeit;
staunend betrachtend das Gelbe Krawallen,
das gallische Knistern, Brennen und Knallen:
Nein, AUFSTEHN ist dazu zurzeit nicht bereit.

Das Warten auf Wagenknecht oder Godot?
Geduld hat bislang nur selten geschadet.
Revolvere, algorithmisch begnadet,
wär gut, nur Vorsicht, falls zu heiß gebadet,
wär diese Möglichkeit auch nur fürs Klo.


Am 12. Dezember 2018 schrieb Pat Hall:

Lieber Uli vielen dank für den Satz :
Vom parfümierten Geschwätz der Eliten.

Das Volk hat mit "Aufstehen" die Gelegenheit sich zu positionieren.
Wenn Kommentatoren einen Mangel dieser Bewegung sehen,sind es genau diese Sesselpupser die goldene Löffel von IRGENDWEN erwarten,oder nicht ?
Ich erwarte Einsatz und kein Weiter so wie Bisher.


Am 12. Dezember 2018 schrieb Friedhelm Klinkhammer:

Lieber Uli, prima.


Am 12. Dezember 2018 schrieb Manfred Caesar:

Zum Unterschied von den krauts erwarten die Franzosen, daß Versprechen von Politikern eingehalten werden. Andernfalls gibt es heftige Beschwerden.
Inwieweit Schäden durch die Beschwerdeführer verursacht wurden oder ob mit der in krautistan bewährten Methode der schwarzen Männer ohne Hoheitsabzeichen gearbeitet wurde um die Beschwerdeführer zu diskreditieren, können wir nicht beurteilen.
Die Methode mit den schwarzen Männern soll einerseits die Demonstranten zum Nachmachen aufstacheln, andererseits kann das auch leicht außer Kontrolle geraten.
Inzwischen hat man eine in den USA inzwischen erprobte Erklärung gefunden : "Der Putin wars."Wenn etwas nicht planmäßig verläuft lag es an Putin. Das werden wir auch in germany noch häufiger hören.
Frau Wagenknecht hat damit ganz und gar nichts zu tun.


Am 12. Dezember 2018 schrieb Kostas Kipuros:

Kann sich noch jemand daran erinnern, als in Kiew ?Aktivisten? der Demokratie mit Eisenstangen, Stahlketten und Brandsätzen gegen die Polizei vorgingen? Wo war damals eigentlich der sorgenvolle Aufschrei der redaktionellen Gewaltgegner? Warum grub es weiland den westlichen Applaudierern des Anti-Janukowitsch-Putsches ob der Eroberung des Aufstands durch lupenreine Faschisten keine Angstfurchen ins Gesicht? Klar, das war natürlich keine Gewalt, denn es geschah ja im Namen der Demokratie, jener, die mit fünf Milliarden Dollar made in USA gesponsert wurde. So stimmt dann doch wieder die Welt, nicht wahr, Frau Rebecca Harms oder Herr Claus Kleber und wie ihr alle Gutmenschen heißt. Fällt euch eure Heuchelei wirklich nicht selber auf? Wohl nicht, denn sonst wäre euch permanent übel!


Am 12. Dezember 2018 schrieb Stefan Boehnke:

von wegen.

Die Malaise des Deutschen Establishments habe ich zur Kenntnis genommen und unten beim Libanesen eine gelbe Weste gekauft.

Und wenn ich nachher rausgehe, ziehe ich sie an. Und raus muß ich, weil der Bezirk X Berg heute morgen die 'Parkzone' unter mein Auto ausgedehnt hat. Leider ist der Anlasser kaputt und die drohenden Parkgebühren erfordern einen baldigen Werstatttermin.


Am 12. Dezember 2018 schrieb Dirk Krüger:

Lieber Uli,
deine Überschrift ist falsch.

Sie kann nur lauten: Aufstehen! Wenn uns die herrschende Klasse nicht hören will, dann mit Gewalt!


Am 12. Dezember 2018 schrieb Rena Bergner:

Die Website von #Aufstehen "technizistisch"zu nennen ist freundlich. Die Site ist steril, im Sinne von unfruchtbar.


Am 12. Dezember 2018 schrieb Albrecht Storz:

Kapitalismus tötet x-fach täglich auf der Welt, und auch direkt hier, vor unserer Nase.
Kapitalismus zerstört die Lebensgrundlage jeglichen Lebens täglich immer weiter, auf der ganzen Welt, und auch hier vor unserer Nase.
Kapitalismus zerstückelt die sozialen Bezüge und den lokalen Zusammenhalt der Menschen weltweit, und ganz besonders hier, direkt bei uns, direkt mit uns selbst, tagtäglich, immer weiter.

Aber die Gelbwesten, oder alle, die etwas daran ändern wollen, sind von vorne herein verloren: denn dabei könnte je jemandem etwas passieren, es könnte etwas kaputt gehen. Das geht ja gar nicht.

Deutschland ist das europäische Herzland der transatlantischen Einflussnahme, des globalen Neoliberalismus, der Kapitalistenherrschaft über die ganze Welt. Deshalb wird es in Deutschland nie Zweifel darüber geben dürfen, wer das Sagen hat. Und dafür sorgen nicht nur die Mächtigen selbst, sondern auch die ganze Bande von Einflussagenten, Büttel und Torhütern der Wahrheit in Staat und Gesellschaft, in Politik und Medien, in Soros-Organisationen und Stiftungen.

Ich habe die ganze Zeit auf ein Signal von AUFSTEHEN gewartet. Es ist ausgeblieben.
Wir müssen wohl ohne AUFSTEHEN aufstehen.


Am 12. Dezember 2018 schrieb altes Fachbuch:

wie kann das alles passieren??
sind jetzt über 200 jahre freiheit-gleichheit-brüderlichkeit passe, oder nie passiert?
just in diesem wirrwarr wurde auch noch spärlich das jubiläum der verkündung der menschenrechte begangen. natürlich von denen, die sie täglich missachten und -deuten!!
SPÄRLICH hat seinen grund: man soll sie eben nicht ernst und schon gar nicht in die eigenen hände nehmen!!
ein Édouard Louis porträtiert hier die gelbwesten treffend:
https://www.zeit.de/kultur/2018-12/gelbwesten-frankreich-gesellschaft-sozialitaet-klassen-gewalt-edouard-louis
und hebt insbesondere hervor, dass beim kampf um die "bäckereien" (gellermanns gleichnis) dass links und rechts keine rolle spielt, da BEIDE mit den krumen nicht auskommen!! aus VIELEN partikularbewegungen könnte EINE und dann nicht zuerst politische sondern soziale bewegung werden!! UNSER die bäckereien, funkhäuser, rüstungsbuden...
die schlichtungsansätze macrons sprechen bände, genau dieses zu verhindern: schüler, studenten, rentner, selbständige landwirte, hausfrauen, autofahrer, pendler- und provinzbewohner oder die der stadtrandghettos bekommen keinen mindestlohn!!! die haben nichts vom vorschlag. aber die franz. "mitte" wird sich gegen die belagerung ihres friedens in ihren städten wehren, natürlich helfen dann die institutionen incl. gewerkschaften der freiheit-gleichheit-brüderlichkeit sülze ihrer eigentlichen bedeutung zuzuführen!
passend und zeitgerecht hilft nun zur versöhnung ein (rrriiichtich) terroranschlag!

deutschland??
der kopf gehört nicht zum stütz- und bewegungsapparat, gelbwesten sind für #aufstehen kaum ein lidschlag, und umgekehrt!
bewegung entsteht, wenn im hause sahra/lafo kaminholz nachgelegt oder der rotwein im pokal nachgefüllt werden muss, und das personal in france weilt!!

auch mit melenchon bin ich vorsichtig, syriza lässt grüßen!! oder kompromitierendes a la russ.spur, golden shower, dubiose transaktionen...


Am 12. Dezember 2018 schrieb Harry Popow:

Devot kriechend?

Der Idealist wünscht sich Frieden und Freiheit, der Materialist als geerdeter und tatkräftiger Humanist denkt und handelt. Die Spannbreite des Handelns hängt vom Widerstand der Besitzenden ab. Wenn der Reichtum gesichert werden soll und keinen Ausweg als nur die Gewalt aus Schwäche heraus in Anschlag bringt, dann gehen die Hasen im Rausch aus Rache vor dem Löwen devot in die Knie?


Am 12. Dezember 2018 schrieb Max L.:

Vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag! Die Gewalt des Staates, die sich u.a. wie beschrieben äußert und noch weit darüber hinausgeht, die Gewalt der Reichen gegenüber den Nicht-Reichen (und beileibe nicht nur gegenüber den Armen - wenn man es so formuliert, kommt gleich wieder ein "bei uns ist niemand wirklich arm" um die Ecke), diese Gewalt wird wie selbstverständlich hingenommen, tagtäglich, unkommentiert und nicht einmal erwähnt.

Aber wenn ein paar Steine fliegen, die "öffentliche Ordnung" gestört wird, dann ist das natürlich "nicht hinnehmbare Gewalt", von der sich jeder sofort zu distanzieren hat, völlig egal, ob überhaupt klar ist, von wem die Gewalt zuerst ausging.

Natürlich würden wir alles es lieber sehen, wenn gewaltfreie Proteste zu Ergebnissen führten. Erfahrungsgemäß werden gewaltfreie Proteste aber medial (und damit öffentlich) gar nicht wahrgenommen. Die "Macht um Acht" und alle anderen interessieren sich nicht dafür - bis der erste Stein fliegt, Wasserwerfer anrücken und Tränengas alles vernebelt. Dann plötzlich sind sie dabei, um aber sofort alles verzerren und sich einseitig zu positionieren.

Übrigens gilt das alles nur für die "westlichen Demokratien", die sogenannten und selbsternannten. Wenn Menschen in Kiew oder Hongkong alles lahmlegen und teilweise wesentlich gewaltsamer agieren als dieser Tage in Frankreich, dann natürlich ist das etwas völlig anderes für Tagesschau & Co. Wenn die Staatsmacht dort dann durchgreift - häufig viel später als bei uns -, dann wird sich wieder einseitig positioniert, aber diesmal genau andersrum. In Paris werden über 1000 Festnahmen kühl vermeldet. Aber wehe der 1%-"Oppositionsführer" Nawalny wird in Moskau mal wieder wegen gezielter Provokation (Abweichen von der genehmigten Demonstrationsroute) vorübergehend festgesetzt! Das ist dann sofort die Hauptmeldung bei Dr. Gniffke, aber natürlich ohne Hintergrundinformationen.

Die verantwortlichen Redakteure der selbsternannten "Qualitätsmedien" machen dann auch noch auf blöd und können gar nicht verstehen, warum sie immer weiter an Glaubwürdigkeit verlieren. Dabei müsste für sie nur das, was in Hongkong recht ist, in Paris (oder Frankfurt, Stuttgart, Hamburg...) billig sein. Oder eben an allen Orten nicht. Wobei die Aufgabe eines solchen Mediums auch wäre, über die Verbindungen der Protestanführer (z.B. in Hongkong oder seinerzeit in Kiew) nach Washington zu berichten, weil die Proteste dann womöglich in einem anderen Licht erscheinen. Könnte man den "Gelbwesten" Connections nach Moskau nachweisen, würde man dies gewiss nicht versäumen. Aber auch so macht die unsägliche Doppelmoral aber einfach nur noch wütend.


Am 12. Dezember 2018 schrieb randy andy:

Ja leider leider ist die Aufstehen-Bewegung bis dato auf ihren Stühlen kleben geblieben :-(
...und das von einem Riexinger derartige Aussagen kommen war zu erwarten, denn wenn dir die Ideologie all deine Synapsen lahmgelegt hat, kommt eben nur mehr das fertig Indoktrinierte raus " BlubbBlubb rechts....BlaBla rechts....BeepBeep rechts..usw "

Wenn ich so die letzten 10-15 Jahre Revue passieren lasse, erschreckt es mich eigentlich, dass ich schon seit langem auf diversen Tagungen,Sitzungen etc ( wenn mal wieder strunzdumme Ideen oder durchgeknallte Ideologien verbreitet werden sollten) den Spruch losgelassen hatte "Anscheinend bedarf es eines neuen 1848, damit einige ihre Hirnwindungen wieder einschalten"


Am 12. Dezember 2018 schrieb Jutta von Freyberg:

Natürlich, ohne Gewalt, lieber Uli! Wo kämen wir denn hin, wenn das jeder täte? Etwa gar zu so etwas wie einer sozialen Demokratie, pfui Teufel! Aufstehen? Widersetzen? Nein, wieder setzen und sitzen bleiben.


Am 12. Dezember 2018 schrieb Katrin Werner:

Pünktliche zu Weihnachten: Bescherung. Aber das Frau Wageknecht mit mach! Die Sammlungsbewegung ist verstorben bevor die Krippe kommt. Ein Jammer.


Am 12. Dezember 2018 schrieb Christel Buchinger:

Gut gebrüllt, Uli! Und man kann auch nur noch brüllen! Es hat sich allerdings eine Untergruppe in Aufstehen gebildet. die Solidemos vorbereitet, bis jetzt in Berlin und München. Und gelbe Westen besorgt mit dem Aufdruck aufstehen. By the way: die Gewalttäter sind überwiegend zur Unterwanderung und Diskreditierung der Bewegung eingeschleust. Schwarz vermummte Linke lassen sich dafür wunderbar instrumentalisieren, ohne die Drahtzieher wahrzunehmen und die rechten Randalierer sind sowieso von den Temmes et al angeleitet. Aber die Gelbwesten werden das in den Griff bekommen.


Am 12. Dezember 2018 schrieb Johannes M. Becker, Privatdozent Dr., Friedensforscher:

Prima, lieber Uli.

Ich erlaube mir, einen Tucho beizusteuern - mit besten Grüßen allerseits von Johannes Maria


So steh ich nun vor deutschen Trümmern
und sing mir still mein Weihnachtslied.
Ich brauch mich nicht mehr drum zu kümmern,
was weit in aller Welt geschieht.
Die ist den andern. Uns die Klage.
Ich summe leis, ich merk es kaum,
die Weise meiner Jugendtage:
O Tannebaum!

Wenn ich so der Knecht Ruprecht wäre
und käm in dies Brimborium
- bei Deutschen fruchtet keine Lehre ?
weiß Gott! ich kehrte wieder um.
Das letzte Brotkorn geht zur Neige.
Die Gasse grölt. Sie schlagen Schaum.
Ich hing sie gern in deine Zweige,
o Tannebaum!

Ich starre in die Knisterkerzen:
Wer ist an all dem Jammer schuld?
Wer warf uns so in Blut und Schmerzen?
Uns Deutsche mit der Lammsgeduld?
Die leiden nicht. Die warten bieder.
Ich träume meinen alten Traum:
Schlag, Volk, den Kastendünkel nieder!
Glaub diesen Burschen nie, nie wieder!
Dann sing du frei die Weihnachtslieder:
O Tannebaum! O Tannebaum!

Unter dem Pseudonym Kaspar Hauser im Jahr 1918

ps.: Wer in der Region Marburg lebt, ist eingeladen zu "Weihnachten ist schon ´n gemeiner Trick" im Spiegelslustturm; am Montag, 17.12. um 18 Uhr hat es noch freie Plätze... (06421 682129)


Am 12. Dezember 2018 schrieb Der Linke:

„Wegen ungünstiger Witterung fand die deutsche Revolution in der Musik statt.“
Kurt Tucholsky

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