AfD: Das Oppositions-Fake

Alice Weidel verlässt den Bankenplatz Schweiz

Autor: U. Gellermann
Datum: 26. November 2018

Welch ein schönes Theater in den Medien und im Bundestag: Der Flüchtling ist an allem schuld! tönte es aus den Mündern der AfD-Funktionäre. Und auch: Wir sind DAGEGEN! Huch, gab sie sich oppositionell, die Nachgeburt der CDU namens AfD. Dem Schoß des reaktionären Wallmann-Flügels der Christdemokraten entkrochen, eingesammelt und konstruiert von Freunden der deutschen Wirtschaft, schminkte sie sich lange Zeit mit Erfolg auf alternativ. Das geschickte AfD-Geschrei wurde gern und oft von den Medien verstärkt und so auf die Straßen gebrüllt.

Nein, wie ist das schick! Die stramm rechte AfD leistet sich mit Alice Weidel als Chefin ihrer Bundestagsfraktion eine echte Lesbe, die mit ihrer Lebensgefährtin in der Schweiz lebte: Ein Lebensentwurf, den man eher bei grünalternativen Menschen erwartet und nicht an der Seite des braun-alternativen Vogelschiss-Gauland. Weidels Wohnort im schweizerischen Biehl hatte steuerliche Vorteile: Nach einer Studie der OECD liegt die Abgaben- und Steuerlast in Deutschland für Alleinstehende bei 49,4 Prozent, in der Schweiz bei nur 21,8 Prozent. Nun zieht sie um: An Weidels neuem Wohnsitz Berlin ist immerhin die nette Kostenpauschale für Bundestagsabgeordnete von 4.339,97 Euro monatlich steuerfrei.

Nun also gilt für Frau Weidel: weg aus der Schweiz. Aus eben dieser Schweiz stammte auch die erste der bekannt gewordenen Unternehmens-Spenden: Rund 132.000 Euro hat die "PWS Pharmawholesale International AG" an die Dame Weidel persönlich überwiesen. Dass Unternehmer mit ihren Spenden Erwartungen verbinden, weiß jeder. Nur die AfD tut so, als wüßte sie nichts: Sie schweigt eisern wie Krupp-Stahl. Auch der Verwendungszweck der Spende ist entlarvend: Offenkundig hat sich die Weidel mit dem Geld jede Menge Zuneigung auf Facebook erkauft, ein Wahlkampf-Trick der üblen Art.

Die nächste Spende von 150.000 Euro für die AfD war noch deutlicher: Das Geld kam von einer niederländischen Stiftung, die eine "Bedrohung der europäischen Identität" fürchtet. In Wahrheit geht es auch bei diesem illegalen Geldfluss um eine Bedrohung deutscher Gesetze zur Parteienfinanzierung. Kein Wunder, dass die verwirrte AfD als Quelle für die milde Gabe erstmal eine belgische Stiftung nannte, statt der ziemlich reinrassigen niederländischen Familie Floris Marinus Berkhout und Meike Berkhout-Huidekope.

Doch damit nicht genug: Als nächster in der Liste zwielichtiger Spender für die AfD findet sich der Name des Milliardärs August von Finck. Der lebt wie die Weidel in der Schweiz, aus rein steuerlichen Gründen versteht sich, und hat schon kräftig für FDP und CSU im Vorfeld der Senkung der Mehrwertsteuer auf Hotelübernachtungen gespendet. Rein zufällig rekrutierte die AfD bei ihrem Start ihre Kader gern aus den Reihen eben dieser Parteien. So zufällig wie die Promotion der Alice Weidel von der Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) unterstützt wurde.

Wie man in der linksalternativen schweizerischen Zeitung WOZ lesen konnte, wurde die AfD schon in ihrer Gründungsphase durch den Milliardär von Finck gefördert: "Wie der WOZ und dem «Spiegel» vorliegende Rechnungen dokumentieren, wurden die Ausgaben der Partei mit einem Umweg über eine Münchner Kommunikationsagentur bezahlt. Als Mittelsmann soll Ernst Knut Stahl fungiert haben, der als rechte Hand von Fincks in zahlreichen Verwaltungsräten des Familienimperiums sitzt". Wahrscheinlich wird der Weltkriegs-Fan Alexander Gauland die Öffentlichkeit demnächst wieder mit einem verschwiemelten "Wir haben Fehler gemacht" abspeisen. Wie bei den Spendenaffären zuvor.

Wer immer die AfD für eine Oppositionspartei gehalten hat, dem ist ein schwerer Fehler unterlaufen. Die AfD kommt aus den von ihr so genannten "Altparteien", sie ist in dem dort üblichen Sumpf groß geworden und nährt sich mit jenem Saft, der ihre unbedingte Gefolgschaft zur Wirtschaft sichert: Korruptions-Geld. Die Alternative für Deutschland ist ein übles Fake einer Opposition.

RT DEUTSCH zum Prozess
SÜDDEUTSCHE GEGEN GELLERMANN

https://deutsch.rt.com/inland/79802-sueddeutsche-versus-gellermann-juristisches-debakel/


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 02. Dezember 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Die AfD ist keine Oppositionspartei, sagt Uli Gellermann.

- Das kann man sagen, wenn man unter Opposition 'Systemopposition' versteht. Also eine anti-kapitalistische Opposition. Das ist die AfD nicht. Sie ist liberal-kapitalistischer als es die CDU-CSU ist.

- Ist sie deshalb keine Opposition? Waren die Proteste in Chemnitz keine Opposition? Sind die 26% AfD Wähler in Sachsen keine Opposition? Anti-kapitalistisch sind die nicht.

- Die Rationalgalerie hat ein rein marxistisches Deutungsmuster. Danach ist die AfD natürlich keine Opposition.

Antwort von U. Gellermann:

Die AfD tut so als sei sie Opposition. Von der Opposition erwartet man, dass sie eine Alternative zu den herrschenden Parteien ist. In ihrer programmatischen NATO-Nähe war die AfD natürlich nie Opposition. Jetzt wird ihr auch noch Korruption nachgewiesen. Tatsächlich sind auch Nazis in Opposition: Zu allem was human ist.


Am 01. Dezember 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Herr Kohle, ihren Kommentar habe ich mehrmals durchgelesen und komme zu dem Ergebnis, dass ich ihn falsch eingeordnet habe und bitte um Nachsicht meiner, wie ich jetzt erkenne, falschen Antwort.
Es ging um Erich Mühsam.
Leider kann man Missverständnisse nicht an einem Tisch sitzend aus der Welt schaffen, dann muss es eben so gehen.


Am 30. November 2018 schrieb Ralph Höpfner:

Lieber Uli Gellermann,
in Zeiten von 'Shock and Awe' und gezielter Verwirrung
schätze ich Ihren Blog 'Rationalgalerie' und Ihre 'Die Macht
um Acht' als Stimmen, die vor diesem Sumpf und dieser Nasfühurng
warnen. Wie es nur wenige andere tun wie 'Rubikon', 'KenFm' und die 'NachDenkSeiten'.
Und natürlich nehmen Sie freudig zur Kenntnis, wenn sich Ihre Bekanntheit in den
Zuschriften widerspiegelt. Und nicht nur die, sondern auch die Aktualität sowie die kritische
Sichtweise auf die 'verstaatlichte News'.
Mit meinem Leserbrief zu 'AfD-das Oppositions-Fake' wollte ich nicht behaupten, Weidel und Gauland
seien so ewtas wie die Wiedergänger eines A.H..
Hervorheben wollte ich, dass die HERRSCHENDEN erfahren und geübt darin sind...zunehmend
kritischen Äusserungen der 'öffentlichen Meinung' gegenzuhalten, indem sie Campagnen starten,
politische Bewegungen anstossen, Parteien gründen und die allseits ach so unbescholtenen NGO's
ideell wie materiell fördern.

Das war nicht nur so in den 1968'er Jahren, in den 'Hippie-Centren' in California, in Height-Ashbury,
LA und in der 'Frisco-Bay', mit all den 'Agit-Prop-Truppen', in Chile (!!) und sogar in Vietnam mit diesen
'christlichen' und 'religiösen' 'Selbstmorden'. (Sorry, in der Kürze geht es nicht anders.) Das gehörte
und gehört zur Dramaturgie der 'Gegenöffentlichkeit', der 'Counterinsurgency': dazu: Die Instrumentalisierung des
Aufbegehrens und deren Verdrehung in gesteuerte Populismen: Man stopft die Wut den Wütenden
ins Maul zurück, bezeichnet ihr Aufbegehren als Terror.....und setzt alles daran, die eigene Allmacht
mit allen noch so hinterhältigen Mitteln durchzusetzen und zu erhalten.

Ehrlich, Herr Gellermann, nach den NÜRNBERGER FOLGEPROZESSEN, gegen die Banken und
die Industrie, nach Czichons Recherche über die Zahlmeister der NAZIS, nach W.Reichs 'Massenpsychologie und Faschismus',
nach Karlheinz Deschners Werken, nach Karl-Heinz Roths Büchern über 'Die andere Arbeiterbewegung',
nach Edward Bernays 'Propaganda', Walter Lippmanns 'Die Öffentliche Meinung', besonders nach Prof. Dr.Rainer Mausfelds
Vorträgen zu 'Warum schweigen die Lämmer?', können wir doch nicht die Wahrnehmung abwehren...hier wird mit der
AfD gezielt ein rechter Popanz finanziert, unterstützt und aufgejazzt, der die 'Linke' in Angst versetzen soll, in
'Shock and Awe', um sie zu domestizieren auf 'das kleinere Übel'. (Eberts nächtliche Telefonate mit Groener über die
Stimmung der Wall-Street Geldgeber für das 'neue' Deutschland ab 1918.)
Selbst wenn dann der zuständige Minister einer von der SPD ist, mit Namen sogar Heil heisst und ein wahrer Hubert ist...
mit abgebrochenem Studium wie dieser FDP-Lindner.


Am 30. November 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Damit kein Missverstädnis aufkommt:

Bundestagswahl 2017

AfD im Bund - 12,6 %
AfD in Sachsen - 26,0 %

LINKE im Bund - 9,2 %
LINKE in Sachsen - 16,1 %

Ich meine nicht, die AfD rekrutiere Wähler der Linken. Wo die AfD stark ist, ist die LINKE auch relativ stark.

Es ist aber etwas paradox, dass die AfD (und ihr 'faschistischer Flügel') gerade in der Ex-DDR so stark ist. Die war doch früher der 'antifaschistische deutsche Staat', zumindest offiziell.

Antwort von U. Gellermann:

Sie versuchen sich und andern vorzumachen, dass die AfD ein Ost/SED-Problem sei: Mit der Wende in der DDR wurde nahezu alle DDR-Eliten durch Leute aus dem Westen ausgetauscht. Dazu gehörten natürlich auch die kompletten Ideologie- und Meinungsapparate. Auch der Verfassungsschutz, der Gründervater des Terror-NSU und seiner Derivate, siedelte in den Osten. Die Rechts-Entwicklung im Osten ist ein genuines Westprodukt. Wie schon bei der Frage nach der nationalen Entwicklung sind Ihre Kenntnisse bar historischer Zusammenhänge.


Am 30. November 2018 schrieb Klaus Bloemker:

@altes Fachbuch

Vielleicht sollte der LINKEN mal zu denken geben (als ursprünglich SED Nachfolgepartei), warum die AfD in der Ex-DDR die meisten Stimmen bekommt.

In Sachsen waren das 26% - genau so viel wie die LINKE (16%) und die SPD (10%) zusammen. Und warum gerade die Ost-AfD sich besonders völkisch-deutsch gibt.

Die Dagdelen kommt allerdings nicht aus dieser Tradition.

Antwort von U. Gellermann:

Immer tapfer Fakten ignorieren: Die AfD rekrutiert ihre Wähler aus fast allen politischen Lagern. Ihre Programmatik ist nahe an den Programmen von CDU-CSU. Bei der Wählerwanderung zur AfD waren es jede Menge CDU- und SPD-Wähler die zur AfD gewandert sind. Einäugigkeit hilft selten bei der Analyse.


Am 30. November 2018 schrieb altes Fachbuch:

hier ein beispiel, dass es einen unterschied zwischen oppositionspolitik und oppositionsrhetorik gibt!
ein interview mit s.dagdelen, die als einzige BT-abgeordnete bei der erarbeitung des un-migrationspaktes in NY bei der UNO war!

https://de.sputniknews.com/politik/20181129323130592-migrationspakt-afd-verschaerfung/

die afd fehlte:(
wo der geist nicht blitzt, da donnert die stimme!!


Am 29. November 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Merkel und Deutschland.

Sie hat gesagt: "Ich bin die Kanzlerin aller Deutschen. Das schließt auch die ein, die hier dauerhaft leben."

Ist der Bundestag auch die Vertretung aller, die in Deutschland leben oder nur der deutschen Staatsangehörigen?

Merkel scheint da keinen Unterschied zu machen. (Hat sie das Grundgesetz nicht unter ihrem Arm?)

Die Unterscheidung 'deutsch oder nicht-deutsch' ist für die AfD zentral. Und sie beansprucht - mit Rückgriff auf 1.000 Jahre gloreicher deutscher Geschichte - neu zu bestimmen, was deutsch ist und wer dazu gehört.

Meiner Ansicht nach ist diese Frage ja erst nach der Wiedervereinigung neu aufgeworfen worden und man kann sie nicht einfach vom Tisch wischen, indem man 'Nazi, Nazis' ruft und auf die falschen Parteispender verweist.

Übrigens, wenn man mich fragen würde, was deutsch ist, würde ich sagen: Die Romantik mit Joseph von Eichendorfs "Aus dem Leben eines Taugenichts". Ja , das ist deutsch. Heines "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten ..." nicht zu vergessen.

Antwort von U. Gellermann:

Die“ Deutschen leben in einem historisch-kulturellen Raum, der älter ist als die Bundesrepublik und deren Bundestag. Was für die AfD zentral sein mag, ist in diesem Zusammenhang irrelevant. Vom Tisch wischen muss man deren äußerst geringe Kenntnisse über die Deutsche Nation, die sich bei ihr in der billigen Abgrenzung gegen die „Fremden“ erschöpft. Ob die AfD-ler Heine oder Eichendorf kennen, ist ungewiss, dass sie den deutschen Nationaldichter Heine nicht verstehen, ist sicher.


Am 29. November 2018 schrieb Albrecht Storz:

Ich kann Frau Schramm nicht vollumfänglich zustimmen, aber halte ihre Aussagen auch nicht für so dramatisch, wie es hier abgefrühstückt wird.

Angesichts eines die Regierung stützenden Parteienblocks, der jeden Tag einen kleinen weitern Schritt Richtung Krieg mit Russland junckert, kann ich das aufgeregte Geschrei über die AfD nicht mehr hören.

Dass die AfD Erfolg hat, liegt an den etablierten Parteien und deren Handeln. Daran ändere ich durch Geschrei und Entrüstungsgehabe nichts.

Wenn sich die Linke einfach mal darauf einigen könnte, was sie eigentlich will, wäre das viel dienlicher als ewiges Rätselraten darüber, wie viel Nazi in dieser oder jener bürgerlichen Partei steckt. (Die Antwort ist übrigens erschreckend einfach: in JEDER mehr oder weniger viel)


Am 29. November 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Ist die AfD eine Oppositionspartei? - Die Frage ist gut.

In meinen Augen ist sie etwas anderes. - Sie beansprucht, die 'deutsche Identitätspartei' zu sein. (Mein Begriff.)

Zur Zeit des Kalten Krieges, war die Bundesrepublik 'WESTdeutschland', mit der Betonung auf 'West'. Wir waren Teil des 'freien Westens' und haben die EU promoted. Wir wollten nicht primär deutsch sein.

Dann kam das Ende des Kalten Krieges und die Wiedervereinigung. Da stellte sich für uns die Frage: Was sind wir nun? WESTdeutschland waren wir nicht mehr und DDR auch nicht mehr. Also was sind wir jetzt und was ist jetzt Deutschland?

Diese Frage nach der deutschen Identität gibt es erst seit der Wiedervereinigung. Und die Zuwanderung und der Islam in Deutschland hat die Frage verstärkt.

Antwort von U. Gellermann:

Spätestens seit der 1848er Revolution und der Reichseinigung 1870/71 ist die die deutsche Identität Thema.
Die AfD ist in diesem historischen Zusammenhang eher ein Fliegenschiss. Riecht aber brauner.


Am 29. November 2018 schrieb Karola Schramm:

Liebe Frau Spurgat, es liegt mir fern Sie zu veräppeln. Was ihr Vater und die, die Sie nennen geleistet haben, weiß ich zu schätzen. Von der SPD reden wir besser nicht, denken Sie an u.a. Ebert und Noske, diese SPD-ler, die damals schon die Kommunisten, Anarchisten ans Messer des Kapitals geliefert haben.

Mir ging und geht es darum, auf den Artikel von U.Gellermann meine Meinung zur AfD und deren Auftreten im BT mitzuteilen, weil man sehr wohl über die Körpersprache merken kann, ob jemand wahrhaftig bzw. authentisch ist oder nicht.

Wobei ich insgesamt das Verhalten der sog. demokratischen Parteien im BT als äußerst undemokratisch erlebe; auch das Hantieren mit den Handys während einer Debatte, vorneweg die Kanzlerin, die alle auf ihr Smartphon starren und wischen, halte ich für äußerst abstoßend. Daran sieht man auch, wie unwichtig diese Demokraten ihren eigenen Bundestag nehmen und was für schlechte Vorbilder sie für unsere Kinder und Jugend sind.

Also - nichts für Ungut. Ich schätze Ihr Engagement und ihren berechtigten Zorn auf die Politik, aber bitte nicht gegen mich. Ich sehe manches auch so wie Sie, gehe nur anders damit um.


Am 29. November 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Sorry, Herr Kohle, was sie da schreiben ist mir einfach zu hoch verortet und hat mit dem, wie ich und was ich denke, wohl eher weniger zu tun.
Erich Mühsam wurde ganz bewusst von mir gewählt in diesem Zusammenhang und den Zusammenhang haben sie dann nicht herstellen können.
Keiner ist perfekt.

Im übrigen würde ich sie bitten, differenzierter zu sein und meine Beiträge, nicht plakativ, sondern inhaltlich zu betrachten, denn Bewertungen setzen ein hohes Maß an Wissen und Erkenntnis voraus.
Nie würde ich die Begriffe: "Mauerfall" "Intoleranz" "Toleranz" benutzen wollen.
Grundsätzlich gehe ich vom Klassenstandpunkt aus.


Am 28. November 2018 schrieb altes Fachbuch:

lieber galerist
wieso endet letztendlich immer die debatte in einer "linken" schelte??
ich meine, das vorgegebene thema zielt auf die entzauberung der afd! und obwohl im leitartikel deren potente geldgeber oder "glaubensgenossen" enttarnt werden, wird lediglich ein "versagen" der "linken" bejammert!
die linken im parlament können nur leisten, was deren 8-10% hergeben. "geschickt eingefädelt" durch die SPD wurde nun die afd zur oppositionsführerin:) damit stärkte sie quasi die große koalition, in die sie ihr eigener spd-bundespräsident wegen der "nationalen verantwortung" nötigte!! zufälle kennen der galerist und ich nicht:)

es wird nicht passieren, dass "die linke" die bessere welt verkündet und sie überkommt uns!! uns muss ein ende der "rechten welt" überkommen, damit "linkes" neues bewusstsein wird!! grüne, spd-ler und PdLer #stehenauf und ein hofmann vom dgb(?) fordert ein lohnabstandsgebot!!!

wie viel börsenangelegte betriebsrenten und jetzige beschäftigung ZWINGEN spd und gewerkschaften zwischen krieg und frieden (in welchem feld auch immer umwelt/soziales/migration/aussenpolitik) immer für die BÖRSE zu entscheiden?

die wenigen gewählten "linken" versuchen über das grundgesetz und parlament die wähler aufzuklären, die sie wiederum nicht wollen - und dafür kann man BEIDE nicht verurteilen! DAS SEIN BESTIMMT DAS BEWUSSTSEIN!
irgend wann muss auch die galerie sich positionieren: aufklärerische hilfe für die WAHRE opposition oder geniessen des unterganges des "abendlandes":)

Antwort von U. Gellermann:

Wenn man viele Hoffnungen hat, kann man enttäuscht werden, so werden dann nicht selten jene scharf kritisiert, die man zumindest im Vergleich schätzt.


Am 28. November 2018 schrieb Michael Kohle:

Ist es schon wieder soweit? Anscheinend schon! Allerorten soll wohl mit gezieltem Griff in die Mottenkiste, irgendein Sieg oder besser noch der Endsieg herbeigezaubert werden. Und so schlecht stehen die Anzeichen nicht. Hoppla, die Hellas und die sonstigen Hellen fühlen sich bemüßigt, sich zu outen. Die „Linken“ sollen es mal wieder sein, die für allen Unrat seit dem letzten Polsprung verantwortlich sind, dabei ist doch echtes und wahres „linkes“ Denken und Handeln seit vielen Jahren wenn nicht Jahrzehnten, seit einem Jahrhundert gar in die Diaspora verbannt, verdonnert und kartätscht und zum Rückzug in die tiefsten Katakomben verbannt. Die paar Nasen, die dort kauernd noch glauben, linke Politik betreiben zu können und zu müssen, die sollen also für den Untergang des Abendlandes verantwortlich sein?
Pardon, mir wird einfach nur übel, wenn ich - ausgelöst von einer wahrlich gelungenen Philippika unseres Galeristen - solche Pro-Alternative-Plädoyers zu lesen habe. Was da so niveaumäßig an der Null-Linie entlangschrammt, ist schier nicht auszuhalten. Sorry, Frau Spurgat, ich kann und will mir ihre Zurückhaltung nicht leisten, Intoleranz hat keine Toleranz verdient. Der von ihnen neulich aus der Versenkung hervorgeholte Mühsam, Erich durfte schließlich auch keine erfahren,. War er doch fürwahr einer der Ersten von der Sorte, die auf der „Gegenseite“ verortet wohl als Märtyrer hochverehrt und in Kampfliedern als Held verwurstet worden wäre.
Die AfD habe doch gar nichts mit dem Nazi-Ansatz zu tun? Mit Verlaub - wenn ein Herr Gauland solch einen Eindruck vermeiden will, sollte er sich einer gemäßigteren Sprache befleissigen, sage nur „Vogelschiss“. Was will der „Dichter“ uns denn dann mit diesem Kloaken-Begriff und mit dem Braun seiner ewig-getragenen karierten Joppe rüberbringen? Friede, Freude, Eierkuchen? Und Alice W., die Meyer-Lansky des neuen Sammlungsbeckens? War es nicht toll, wie sie neulich direkt vor dem Kanzlerinnen-Thron kräftig mit dem rechten Fuss aufstampfen zu müssen glaubte unter noch kräftigerem Zetern? Für unsere Frau Schramm hier auf der Galerie wohl ein durchschlagender Beweis dafür, dass „diese Frau eine rednerische und körperliche Ausstrahlung“ aufzuweisen vermag. Mich erinnert das „Auftreten“ der noblen Dame im Hohen Hause eher an das, von dem einst ein angewiderter Beobachter ausgerechnet von ihrem Idol berichten mußte (notfalls googeln, die Suchworte Stampfen und Senatspräsident genügen vollauf). Primitiv meine Anwürfe? Gewiß doch, musste mich schließlich wenigstens einmal an das Niveau anpassen.
Sind wir nicht alle Bluna? Besoffen noch dazu! Wo es doch so einfach wäre, einfach nur mal das Hirn einschalten nämlich. Eins und eins zusammen zu zählen. Und nicht immer nur alles aus der Perspektive des eigenen Bauchnabels - reichlich gefüllt mit Flusen aus dem Kopf - sehen. Schon mal überlegt, woher dieser Dreck im Bauchnabel kommt? Doch bestimmt nicht aus dem Bauch heraus! Das sind ausschließlich milde Gaben der Propaganda.
Behaupte mal locker, wer sich auch nur mal besinnt und sich etwas schlau zu machen versucht, wird wohl zu anderen Schlüssen kommen (müssen), als dem, dass die Alternative die alternativlose Alternative ist. Sicherlich, die Linken sind derzeit nicht gerade das Gelbe vom Ei, waren sie es jemals? Hätten sich die, die vorgaben sowas wie „links“ zu sein vor etwas mehr als achtzig Jahren sich nicht gegenseitig die Köpfe eingeschlagen, hätten womöglich wenige Jahre später schlappe fünfzig bis sechzig Millionen „Menschen“ mehr sich des Lebens erfreuen können. Statt dessen hat „Linkes“ damals beharrlich übersehen, dass „Rechtes“ irgendwelchen Flusen nachgehen durfte, ein Volk, ein Reich, ein Führer z.B.
Wie, das ist heute ganz anders? Schön wär’s! Was fehlt, sind nur noch zwei passende Nasen! Für einen Gauland, eine Weidel, einen Meuthen oder Hocke würden die bereit stehenden Knobelbecher des Reichskanzlers doch noch etwas zu groß ausgefallen. Die andere Nase? Was nämlich noch fehlt, ist ein Stangenhalter wie Franz von Papen! Ein Exkanzler vom christlichen Zentrum! Einer, der es satt hat mit den Sozen die Macht zu teilen und sich anderweitig die Macht zu sichern hofft. Fällt jemandem was auf? Treffen die letzten Aussagen nicht auch wunderbar auf unseren Fritze zu? Hat der nicht gestern das Ähnliches verlautbart?
Es nervt und zwar gewaltig! Da hat der Kapitalist, das neoliberale Gesocks aller Orten, die Habsucht des einen Dagobert-Promille, das Blackrock-Gewürm, die (Sach-)Wertegemeinschaft so gut wie die ganze Welt im Griff und wer allein trägt für das nicht vorhandene Wohlbefinden des erniedrigten und beleidigten Pöbels die Verantwortung? Fast wie über eine längst ausgestorbene Spezies wie die Saurier, machen sich die „Haltet-den-Dieb“-Krakeeler über all das her, von dem sie behaupten, es wären Feinde der Gemeinschaft, des Wohlstands, da linksradikal „angehaucht“!
Die Allzweckwaffe „Feind“, mal kurzzeitig anno `90 abhanden gekommen, erfreut sich längst wieder fröhlicher Urständ. Da das Generve mit dem „war on terror“ allmählich langweilig wird und die zum Meucheln anstehenden Protagonisten langsam „aussterben“, müssen jetzt wohl wieder die „Linken“ ran. Da ein Putin, ein Assad, ein Erdogan sich nachhaltig weigern, das Fell über die Ohren gezogen zu bekommen, wo sie doch gar nicht „links-angehaucht“ sind, China als wichtiger „Handelspartner“ mal besser nicht wg. kommunistischer Umtriebe angepinkelt wird - könnte ja Umsatz kosten - werden gerade noch die letzten linken Reservate eingeebnet. Venezuela, schätze mal, die sind längst überreif. Kuba? Nöö, die sind besser als ewiger Watschenmann für die Gringos zu gebrauchen. Ausserdem, wird es allmählich Zeit, den Fidel in Rom heiligzusprechen. Jetzt wo er endlich tot ist, der Sauhund. Ein Wunder brauchts dafür? Ja ist es denn kein Wunder fast siebzig Jahre dem CIA durch die Lappen zu gehen?
Linkes in Deutschland? Schon etwas peinlich, dem fast leblosen, längst von allen Schläuchen entsorgten, dahinsiechenden, zum Skelett Abgemagerten auf der Intensivstation ausgerechnet Leben einhauchen zu wollen, indem man ihn anherrscht mit einem #Aufstehen! Das wird - zugegeben, ich hatte anderes erwartet - wohl nichts mehr werden. Die Zeichen der Zeit künden es. Der einzige Soze, der sich pro #Aufstehen auszusprechen wagte verließ gerade seine Fraktion, er wird seine Gründe gehabt haben. Und Ludger von den Grünen? War der nicht mal derjenige, der den beliebtesten Außenminister jemals mit Hurenvisa in die Bredouille brachte? Der soll sich mal was erlauben, Frau Baerbock wird schon wissen wie sie dem die Luft abdreht. Und Frau Wagenknecht? Aus ihren letzten Auftritten bei Will oder anderswo lässt sich nur ableiten, dass sie zwischenzeitlich wohl die doppelte Menge Valium konsumiert, um auch wirklich nicht aufzumucken. Ihr aufreizendes rotes Kleid ist ja auch schon jungfräulich weiß geworden, schämt sie sich? Frau Kipping wohl nicht, die soll neuerdings ein AfD-blaues Kleid auftragen. Dümmer geht’s wirklich nicht oder weiß die Gute vielleicht mehr?
Übrigens ...
da gäbe es derzeit schon einen Grund, sich doch mal auf die Hinterfüße zu stellen. Auch da der Grund ein Griff in die Mottenkiste. Kanonenbootpolitik! Damals vor Marokko, dann Golf von Tonking, heuer vor der Krim. Einfallsreichtum und Zündeln ist angesagt. Der NATO-Jens keifte zuerst und rief die Mobilmachung aus. Und viele folgten dem Rattenfänger. Jetzt auch noch CDU- Abgeordnete, mit dem Namen Hardt allerdings kein Wunder, kann kaum reden, mit dem rasselnden Säbel im Maul. Und das Maasmännchen will mal wieder den Kollegen Lawrow zum Kleinbeigeben überreden, toll!


Am 28. November 2018 schrieb altes Fachbuch:

nach ihrer sichtweise, liebe frau schier, kann ich den nazis auch was abgewinnen: die bauten endlich und gute autobahnen!!??


Am 28. November 2018 schrieb Hella-Maria Schier:

Als Oppositionspartei habe ich die AfD nie gesehen sehen, außer in puncto Flüchtlingsfrage und Migration. Da hat sie gerade als einzige den Migrationspakt zur Sprache gebracht. Das finde ich gut, auch wenn es die AfD war. Die Linken passten. Wie auch beim Thema Meinungsfreiheit. Ich kenne inzwischen etliche linke schon öffentlich wirksame Sprechverbote, von der AfD kenne ich bisher noch keine.
Wie für Sahra Wagenknecht geht für mich bis zum nächsten Polsprung die Sonne im Osten auf und im Westen unter, egal ob das Rechte oder Linke sagen. Ich muss denjenigen nicht lieben oder sein übriges Leben gutheißen, dem ich hin und wieder in einem Punkt recht gebe. Dieses Kontaktschuldgetue unserer Superlinken, die tatsächlich leugnen, dass die Sonne im Osten aufgeht, wenn die AfD das sagt, finde ich so dumm, albern, kindisch und primitiv, dass ich mich frage, wie man auf dem Denkniveau Politiker werden konnte.
jeder hat da natürlich seine eigene persönliche Gefühlslage, aber ich finde AfD- Bashing ziemlich langweilig, weil das Establishment von CDU bis Linksaußen das den lieben, langen Tag tut. Und zwar in einer Weise, dass man sich beim Zähneputzen vor dem Spiegel fragen muss, ob man denn heute auch schon seinen Pflichtanteil davon erledigt und dem Teufel genügend abgeschworen hat. So etwas nervt mich. Für penetranten moralischen Gruppendruck dieser Art, wie er in der Linken herrscht war ich noch nie empfänglich, weil ich nur Standpunkte einnehmen kann, die mich persönlich mit schlüssigen Sachargumenten logisch und intuitiv überzeugen. Aber ständig werde ich in meiner eher linken Umgebung genötigt, nach dem simplen Schema rechts böse - links gut zu funktionieren. Das hat für mich früher mal im Wesentlichen gestimmt. Aber die Linken haben es verspielt, sie waren weder Weihnachtsmann noch Christkind , um so mehr versuchen sie anscheinend derzeit wenigstens Engel zu sein, bzw, so zu erscheinen, statt mal von ihrem hochmoralischen Thron herunterzukommen und sich unter die profane Menschheit zu bequemen.
für die ''korrekte'' Sichtweise ist ein linksgrüner Kriegsbefürworter immer noch moralischer als ein Friedensaktivist bei der AfD, wie Rainer Rothfuß.
Ist ein beliebiges Volk, dass seine Kultur einfach in Ruhe leben will, sich also ''abschottet'' ohne andere zu behelligen, unmoralischer als ein weltoffenes, multikulturell gemischtes, dass auf den Grenzen der anderen herumtrampelt, sich also imperialistisch gebärdet. Warum eigentlich? Bestimmen hier nicht die globalistische Wirtschaftsbedürnisse die ''linke'' Moral? Diese ist doch das Imperium, das die Grenzen loswerden und sich alles einverleiben will. Und das ist neuerdings ''links'', wenn man sich dagegen wehrt, ist man ''rechts''. PRfalle zu. Gut gedreht. weil sich alles um den Rassismus drehen soll, der davon ganz sicher nicht schwindet. Man kann ihn mit einer Diktatur unterdrücken, aber abschaffen kann man ihn so nicht.

Antwort von U. Gellermann:

„Friedens-Aktivisten“ von der AfD sind so verlogen wie die gesamte Partei: Im Programm der AfD steht ein Bekenntnis zur NATO.


Am 27. November 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Frau Schramm, um es nicht zu ignorieren antworte ich ihnen, wie folgt:
Ob Frau Weidel, besonders viel von denen gelernt hat, die ihr Geld damit verdienen, insbesondere Politikern ihren selbstverliebten Spiegel bedienen, indem sie Leute, wie Weidel lehren, sich so zu präsentieren, dass keiner merken soll, was der Wahrheit näher kommen kann, dass sie nämlich hochbezahlte Dampfplauderer sind. Sie wollen manipulieren, lügen, verdrehen und das mit Mimik und Gestik, die jeder,der bis drei zählen kann bemerken wird und sich lustig darüber macht.
Darum geht es überhaupt nicht.
Was soll denn die harmlose Antwort auf die reaktionäre, blutige Geschichte im Faschismus, von deren Kämpfern ich geschrieben habe und dessen Erbe. Ich gehe mal davon aus, dass sie mich nicht veräppeln wollen.
Entweder sie wollen oder sie können nicht verstehen, was ich geschrieben habe.
Erstes wäre völlig unverständlich, wenn man sich äußern will, auch zu Themen der Geschichte.


Am 27. November 2018 schrieb Udo Heunemann:

Sehr geehrter Herr Gellermann,
mein Name ist Udo Heunemann, ich bin 62 Jahre alt, von Beruf Dipl.-Ing. für Elektroenergieanlagen, bin verheiratet, habe zwei Kinder (24 und 28 Jahre alt) und bin in Saalfeld an der Saale geboren.

Ich schätze Sie als einen der Journalisten ein, die sich ein gerüttelt Maaß an Realitätssinn bewahrt haben (davon gibt es leider nicht mehr viele). Erstaunlich ist für mich immer wieder (obwohl es menschlich sein mag), dass Sie offensichtlich unbewusst gelegentlich einseitig "austeilen". Man kann zur AfD stehen wie man möchte - das erlaubt grundrechtlich verbriefte Meinungsfreiheit. Was mich deutlich irritiert, ist dieses Abstempeln in der Art "... es gibt immer wieder Blöde ...". Wer entscheidet, wer blöde ist und wer nicht. Würde ich Sie jetzt nach dem durchschnittlichen Blindstromanteil eines 5-kW-Wechselstrommotors im S2-Betrieb fragen, hätten Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit keine passende Antwort parat - Sie sind deshalb aus meiner Sicht nicht blöde. Ein typisch "hinkendes Beispiel", da wir uns im Bereich naturwissenschaftlicher und technischer Erkenntnisse bewegen.

Politische Meinungen sind genau betrachtet Glaubensfragen. Hier scheint mir die Blöd-Bescheinigung erst recht unangebracht. Es sei denn, man betrachtet sich selbst als Besitzer des Steines der Weisen - den Eindruck habe ich bei Ihnen nicht. Alles was mit AfD zu tun hat, ist für Sie "unapetitlich", "ekelhaft" etc. - das ist Ihre Meinung und durchaus akzeptabel. Alles was unter dem Deckmantel als nationalsozialistisches Gedankengut daher kommt, ist für mich ebenfalls inakzeptabel und verurteilenswert. Wenn die AfD insgesamt ein "Oppositions-Fake" zu betrachten wäre, welche Oppositionspartei wäre denn kein "Fake"?

In einem Ihrer Kommentare kann man erahnen, dass Sie das ähnlich sehen. Wenn ich Ihnen die Frage stelle, was genau ich bei der nächsten Landtags- oder Bundestagswahl wählen soll, wird es für Sie ganz gewiss schwierig, eine für Sie und für mich befriedigende Antwort zu geben. Alle unsere Politiker geben ihren Charakter (falls vorhanden) an der Bundestagsgaderobe ab. Im Parlament sitzen darüber hinaus nicht wenige Personen, die offensichtlich einen IQ nicht wesentlich über ihrer Körpertemperatur haben - das würde ich als Demokratie-Fake (um bei Ihrer Wortwahl zu bleiben) bezeichnen. Von politischen Eliten kann hier kaum noch die Rede sein.

Der Skandal um die Parteienspenden für die AfD mag mehr oder weniger gerechtfertigt sein. Die Bundestagspartei, welche keine vergleichbare Unregelmäßigkeiten auf dem "Kerbholz" hat (quatitativ hochwahrscheinlich über der in Rede stehenden), möge den ersten Stein werfen.

Eine über ein Jahrzehnt agierende Bundeskanzlerin verkündet Ihre Betroffenheit über die ca. 4,4 Millionen Kinder in Deutschland, die unter der Armutsgrenze leben - das ist ekelhaft und unappetitlich.

Die gleiche Bundeskanzlerin verkündet welch reiches Land Deutschland ist und wie gut und gerne alle hier leben - gehen Sie einfach mal auf Bahnsteige in den großen Städten und Sie treffen zu jeder Zeit Menschen die in Müllkübeln und Abfalleimern nach Pfandflaschen suchen - das ist ekelhaft und unappetitlich.

Die gleiche Bundeskanzlerin befürwortet das deutsche Militär-Kontigent in Afgahnistan, wo ebenfalls seit mehr als einem Jahrzehnt Freiheit und Demokratie am Hindukusch verteidigt werden - das ist ekelhaft und unappetitlich.

Fragen Sie mal meine Frau, was nach 47 Jahren rentenversicherter Zeit (das bedeutet, Sie hat eingezahlt) auf Ihrem Rentenbescheid steht (870 €) - das ist ekelhaft und unappetitlich.

Ich verorte Sie einfach mal in der Welt der Reichen und Schönen - da ist natürlich alles in Ordnung. Ich glaube nicht, dass die AfD auch nur im Ansatz eine Änderung herbeiführen wird - wenn ich mir jedoch die Bundestagsreden (z.B. Dr. Curio) anhöre, erlebe ich, dass wenigstens mal darüber geredet wird, was bisher generös verschwiegen wurde.

Ich erwarte von Ihnen keine Antwort. Wahrscheinlich werden Sie sich mit Blödis nicht abgeben. Sollten Sie wirklich bis hierher gelesen haben - vielen Dank.

Antwort von U. Gellermann:

Reich bin ich nicht, schön? - Auch wenn die AfF fraglos sehr geschickt ist: Wer auf ihre Oppositions-Rolle reingefallen ist hat sich weder die Mühe gemacht ihr Programm zu lesen (Ja zur NATO, nix Gescheites zu Rente) noch sich mit ihrer Gründungs-Geschichte beschäftigt. Zu den Wurzeln der AfD habe ich eine ganze Reih von Fakten geliefert. Leider setzen Sie sich damit nicht auseinander. Steine habe ich schon gern auf andere korrupte Parteien geworfen. Diesmal beschäftigte ich mich mit einer Partei, die von sich behauptet Opposition zu sein und weise präzise nach, dass sie aus dem bekannte Sumpf kommt und gerne mit macht. Dazu kann ich bei Ihnen nichts lesen.


Am 27. November 2018 schrieb Karola Schramm:

Danke lieber Uli Gellermann für Ihre Beurteilung.
Ich erlebe es schon als einen Fortschritt, nach jahrelanger Lethargie im Bundestag, wenn mal eine Partei Krach schlägt gegen Merkels Politik und der schweigenden Zustimmung des Parlaments, wobei die "Opposition" der AfD auch nur punktuell vorhanden ist.

zu Frau Spurgat.
Ich verstehe Ihren Ärger nicht. Ist es so schlimm, wenn ich aufzeige, dass Weidel rhetorische Qualitäten hat, die andere nicht haben? Und dass eine Kanzlerin oder ein Präsident nur so viel Macht, wie ihr oder ihm von Parlament oder der Bevölkerung gegeben wird? Entzieht das Parlament oder die Bevölkerung durch Wahlen die Zustimmung, sind diese Menschen ihre Macht los.


Am 27. November 2018 schrieb Emmi Menzel:

Danke, lieber Uli, für Deine hervoragenden Recherchen. Wenn das alles die GewerkschaftskollegInnen, die AfD wählen, wüßten....


Am 26. November 2018 schrieb Armin Vollmer:

Ich würde dem Herrn Gellermann raten, dringend einen Arzt zu konsultieren! Was schlägt er denn als echte Oppodition so vor? Etwa die Grünen?Da ich ein EX-Linker und jetzt überzeugtes AfD-

Antwort von U. Gellermann:

Echt AfD: Wer nicht ihre Meinung teilt, ist krank. Kein Argument, nirgends.


Am 26. November 2018 schrieb altes Fachbuch:

@k.schramm
ich schätze, dass die meisten menschen nicht programmatisch wählen, sondern umfragen folgend!

die afd ist in konkurrenz zur strasse (pegida) installiert worden, um die "parlamentarische demokratie" vor eien 1989 zu bewahren!

und NEIN: die personenbezogene alleinschuld-zuweisung an merkel zieht nicht!! die dt. WIRTSCHAFT braucht die zuwanderung. die zuwanderung der 4mio ossis nach der wende und der braindrain aus osteuropa ist schon verpufft. neue opfer braucht das reich!
sie monieren merkels fähigkeiten?? 4 jahre ost-abi reichen für die 100 jahre kanzlerschaft, wenn ich akk dazu zähle:) das beklagenswerte ist doch die fehlende beurteilungs- und kritikfähigkeit der west-cdu`ler;)
im übrigen hatte merkel keine ddr-diktatur-biografie. alle "dissidenten" hatten mindestens studiert oder diplom!? böse kommunisten:)

reden sie sich da gerade (aus psychologischen gründen:) die afd schön, weil sie sich anders wo nicht in opposition genug befinden?

welche parteispenden bekommt eigentlich die PdL, wo sie von ALLEN sprechen??
gibt es eigentlich weltweit etwas ähnliches, wie die enteignung der sed und der ddr-massenorganisationen nach 1990??

der schwachpunkt der demokratie ist die IDIOTIE der wähler, die auf die blaukaschierte npd reinfallen! sie scheinen das zu bedauern, was mir fr. spurgats aufregung verständlich macht!!

mit der afd wird " Ein Arsch und eine Backe" ganz anders??
ein arsch hat zwei backen, sollte sie das überraschen!?


Am 26. November 2018 schrieb Otto Bismark:

Es müßte doch inzwischen zum Allgemeinwissen gehören, aus welchem Schoß die AfD gekrochen kam und mit welchem Personal sie dabei angefangen hat. Und der größte Bluff, ich will das Modewort fake bewußt vermeiden war dabei doch, den Begriff Alternative zu okkupieren. Denn es handelt sich bei dieser Partei doch nicht ansatzweise um eine Alternative noch dazu für Deutschland, sondern allenfalls um einen Aufguß schon mehrfach Dagewesenens. Leider und das zeigen auch einige der Kommentare ist das wohl nicht recht klar und daraus erklärt sich auch die immense Zustimmungsrate dieser Partei. Anstatt durch eigenes Denken und Vergleichen das üble Spiel zu erkennen, das seit Jahrhunderten und immer aufs Neue mit dem Volk getrieben wird und daraus Schlüsse zu ziehen, wird immer wieder in gewohnter althergebrachter Weise den Etablierten hinterher getrottet und werden deren Vertreter gewählt. Daß das nichts bringt müßte längst klar geworden sein, Beispiele gibts doch zuhauf, ob nun Kretzschmann in Baden-Würtemberg oder Ramelow in Thüringen, nichts ändert sich! Und da soll ausgerechnet die AfD aus der Reihe tanzen? Ein Narr, der so etwas glaubt!


Am 26. November 2018 schrieb Manfred Caesar:

Lieber Uli ,
Ihre Kritik an der AfD ist sicher nicht ganz unbegründet. Aber was schlagen Sie stattdessen vor?

Antwort von U. Gellermann:

Auf eine schwere Frage eine unbefriedigende Antwort: Im Parlament bewegt sich nichts, außerparlamentarische Alternative bieten sich (noch) nicht an.


Am 26. November 2018 schrieb altes Fachbuch:

"Das Oppositions-Fake" komplettiert mit dem widerpart, der fake-regierung, macht die fake-demokratie aus;)
natürlich ist die afd nichts weiter, als ein installiertes überdruckventil oder eine sollbruchstelle!! das geplante wahlangebot, wenn die scheindemokratie nicht mehr zieht!

besorgniserregend ist doch, dass nahezu 15% der wähler nicht auf die idee kommen, dem überhitzten kessel einfach die energiezufuhr abzudrehen!! weg mit allen fakes wäre eine zeitgemäße OPPONIERENDE forderung!
aber wer will schon als biologisches wesen "vernünftig" nur existieren, wenn in einer scheinwelt auf kosten anderer goldene löffel und kloschüsseln den unterschied zum auswurf der "gesellschaft" ausmachen!!

die wähler KÖNNEN, SOLLEN und WOLLEN nicht auf diese wahrheit kommen!!

als zwangsbeigetretener betrachte ich die GEZ als vergnügungssteuer, die besserwessis mit mitleid - und g. krause kann im dschungel-camp verrotten!!

glückwünsche dem galeristen und herrn kohle für die beiträge:)


Am 26. November 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Frau Schramm,
das Erbe der Kommunisten, der Antifaschisten, der aufrechten Sozialdemokraten, der Freidenker, der Anarchisten verbietet es mir, den Emotionen freien Lauf zu lassen und meinen Senf zu dem abzugeben, was sie so schreiben, doch konnte ich in der Galerie lernen das "Wesentliche vom Unwesentlichen (noch differenzierter) zu unterscheiden." (Bin nicht sicher ob von Marx oder von Lenin) und nicht aus der Rolle zu fallen, obwohl mir dieses nicht zu tun, zugegebenermaßen nicht leicht fällt. Dank dem Galeristen und meinen kommunistischen Vater würde es freuen, dass ich es tatsächlich mittlerweile kann.


Am 26. November 2018 schrieb Albrecht Storz:

Wen wundert's. Heute geht nichts mehr ohne Millionäre oder Milliardäre im Rücken.

Das gilt übrigens für die Grünen, die sPD, die, cDU/cSU ebenso, ganz zu schweigen von der F.D.P.

Naja, für die sPD scheinen die Gelder nicht mehr so üppig zu sprudeln ;-)


Am 26. November 2018 schrieb Michael Kohle:

Wie verlogen und feige die herrschenden Herrschaften hierzulande so zu herrschen versuchen, zeigt sich an diesem Beispiel. Im aktuellen Falle durch tatkräftiges „Unterlassen“ und „Schweigen“ geoutet, der dritte Affe mit der Hand vor dem Mund ist gefragt. Da hätte es beste Gelegenheit gegeben, sich von dieser jetzt auch noch von Gellermann entlarvten Pseudo- Alternative zu distanzieren und ihr cora publico einen kräftigen Hieb hinter die Ohren zu versetzen, aber nichts da. Komisch, auf der anderen Seite des Hauses hat es doch bestens „hingehauen“ vor nicht gar zu langer Zeit. Da durfte eine Kampf-Klampfe namens Drachentöter im Hohen Hause auftreten und nicht nur zupfen und singen, sondern auch noch ein paar warme Worte in Form von Verbalinjurien loswerden. Und statt einer saftigen Rüge ob der unzulässigen mündlichen Äußerungen setzte es sogar ein Wort voll des Lobes vom Besteller und Auftraggeber, dem Präsidenten der ehrenwerten Gesellschft und dem zweiten Kopf im Staate. Und das Haus tobte, trampelte mit den Füssen, johlte und klatschte. Selbst einer der ach so Gescholtenen stimmte in den Chor mit ein.
Dieses umwerfende Ereignis, eine satirische Bundestags-Heute-Show mit einem Professor als Welke und einem Biermann als Hassknecht fand vor vier Jahren statt, anlässlich des Fünfundzwanzigjährigen des Falls der Mauer. In eine wahre Wutrede artete es aus, saßen doch drekt vor dem Chefankläger Vertreter, eher wohl die Nachkommen jener aus einem nicht mehr existierenden Land, das doch den zu feiernden Anlass erst möglich gemacht hatte. Heuer zum 29. Jahrestag des gleichen Ereignisses war natürlich alles ganz anders. Ernster, nein, total ernst, da durfte kein Bänkelsänger mehr auftreten. Schließlich war es auch der 80. Jahrestag der Reichskristallnacht, der Pogromnacht wie es heutzutage korrekt zu heißen hat. Seltsam, auch bzgl. dem damit eigentlich prima in Bezug stehenden 95. Jahrestag des neunten November, der von den Vorkommnissen zu München, war keine Erwähnung zu verzeichnen, obwohl es doch mehrere Todesopfer gegeben haben soll. An der Spitze der nicht genehmigten Veranstaltung ein Protagonist und Mitveranstalter (übrigens zufällig auch der Auftraggeber von fünfzehn Jahren später). Ähnlich wie einst Luther auf der Flucht vor Papst&Kaiser auf die Wartburg zog um die Zeit für die Bibel-Übersetzung zu nutzen, durfte damals der Rädelsführer (das „Rädels“ wird zehn Jahre später ersatzlos gestrichen) auf den Freisitz der bayrischen Justiz, die Festung Landsberg ziehen und darf dort - meist gut besonnt im gitterlosen Fenster sitzend - seine Bibel „Mein Kampf“ verfassen.
Für die Feierstunde des Hohen Hauses am 9. November 2018 gab es Wichtigeres als Anlass. Der neue Bundestagspräsident benannte bei der Eröffnung dieses unseren Nineeleven als „Schicksalstag der Deutschen“. Die Zahl 100 toppt natürlich alles: Vor hundert Jahren hatte ein deutscher Sozialdemokrat doch tatsächlich einmal die Gelegenheit bekommen, eine Republik auszurufen bzw. er durfte einem anderen treulosen Ex-Genossen zuvorkommen. Dessen „Räterepublik“ musste tunlichst verhindert werden. Dem Balkonauftritt des Sozen scheint man nicht so recht getraut zu haben, Doppelt genäht hält bekanntlich besser. Die Entsorgung des Widersachers Karl L. nebst Begleitung Rosa L. nicht mal zwei Monate später am Landwehrgraben - durchgeführt von national und patriotisch gesinnten Zuarbeitern der sozialdemokratischen Republik, ließ dann nicht nur die bis auf Weiteres regierenden Sozen besser schlafen.
Wenn also heute der Sozialdemokrat und Bundespräsident F.W. Steinmeier die Rede zum Hundertjährigen halten darf, so bedarf es schon eines gehörigen Quantums an Fingerspitzengefühl. Er plädiert für einen "Patriotismus mit leisen Tönen und mit gemischten Gefühlen“. Schließlich muß auch des achtzigjährigen „Jubiläums“ gedacht werden und dem was da noch daraus erwuchs, dem Holocaust. Selbst das gängige Stichwort „Antisemitismus“, jener Geisteszustand die vorgenannte Aktionen auch früher schon befeuert hatte, war vorsichtig verklausuliert und in Watte gepackt vom Hüter des Bellevue angesprochen worden. Und dann das, Zitat aus SZ: „"Berlin ist nicht Weimar und wird es nicht werden." Wer immer nur vor der Wiederkehr des Gleichen warne, "droht neue Herausforderungen aus den Augen zu verlieren". An dieser Stelle kommt der Beifall nur aus der AfD.“
Um so einem fauxpas vorzubeugen hätte die Regie dann vielleicht doch besser zum Stilmittel des Auftritts eines Schauspielers gegriffen. Hat sie zwar, aber der aufgebotene Schauspieler durfte allein eine Version der Fenster- bzw. Balkonrede „Es lebe die Republik!“ von anno Achtzehn darbieten. Zu dem was in den fünfundzwanzig Jahren seinerzeit hinterher so abgehen „durfte“, da gab es wohl nichts Gescheites zu rezitieren? Weit gefehlt! Bertolt Brecht hätte dazu ganz gut
angestanden, oder ist der immer noch out, nur weil ihn einst ein McCarthy mal als Kommunist vors Komitee geschleppt hatte? Ein Auszug aus dem Brechtschen Werk „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo UI“ hätte sich schon angeboten für einen getragenen Vortrag, oder? Eine einzige Zeile hätte völlig gereicht: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch....“. Zum einen wurden diese Worte längst auf einem jüdischen Kulturtag von jeglicher Schuld freigesprochen, wenn nicht als wohlfeiles Kontra gegen Antisemitismus geadelt. Als Positionierung für den vortragenden Künstler bei der Feierstunde hätte sich eine Stelle zwischen der Regierungsbank und der Oppositionsführerin angeboten. Ob dann vielleicht der Pferdefuß zum Aufstampfen wieder zum Einsatz gekommen wäre? Das geht schließlich gar nicht, bei Lesben von fruchtbarem Schoss zu schnabulieren!


Am 26. November 2018 schrieb Ernst Blutig:


Da ich gerade von Bernt Engelmann das Buch "Das Reich zerfiel, die Reichen bleiben", in dem u.a. die 500 Reichen (Familien) aufgelistet sind, die schon seit gefühlten ewigen Zeiten die Geschicke der Politik und der Gesellcshaft zementieren, lese, weise ich nicht nur darauf hin, daß, oh Wunder, auch der Spender für AfD-Lieschens Weidel darin vorkommt, sondern zitiere auch eine Aussage über diesen Von Finck

„Rechts vom Gustl steht bloß noch Dschingis Khan“ und jenen „Industriekurier", einem ehemaligen Sprachrohr des Reichtums, mit
,„eine Demokratisierung der Betriebe…sei so unsinnig wie eine Demokratisierung der Zuchthäuser und Kasernen“

was Menschenbild (vgl. hierzu auch das von sPD und cdU bzgl. Hartz4!) und Verachtung vermitteln sollte, welche in solchen Kreisen gegenüber denen herrscht, die diesen Reichtum, zum Teil unfreiwillig, erarbeiten.

Das Trauerspiel dabei ist, daß diese Herrschaft es sogar noch schafft ihren konkurrenten Antisemitismus und Rassismus auf diejenigen zu übertragen, die sie so verachtend (ver-)brauchen und Teile der Verachteten noch mit Inbrunst diese Politik gegen sich selbst und ihresgleichen verteidigen.

Der alte Sumpf...


Am 26. November 2018 schrieb Lutz Jahoda:

ALICE´S ADVENTURES UNDERGROUND

Alice Weidels Nonsensgeschichte
hat kein Alice-Wunderland-Niveau.
Ihr fehlt die literarische Dichte,
ist höchstens ein Fall für Amtsgerichte,
und machte selbst dort die Richter nicht froh.


Am 26. November 2018 schrieb Karola Schramm:

Ich schätze, dass den meisten Menschen, die die AfD wählen, egal ist, wie sie entstanden ist.

Die AfD hat genau an dem Punkt der deutschen Politik Opposition gezeigt, als für alle BundesbürgerInnen sichbar wurde, was Merkel für eine Politik betreibt, nämlich die der Alleinherrscherin durch die Grenzöffnung in 2015. Vertuscht wird das Ganze durch ihre verschwurbelten Sätze, den des Schlechtredens anderer Länder, was allerdings beleidigend deutlich geschah und ihre Fähigkeit, mit heller Mädchenstimme die Bevölkerung ins Wachcoma zu reden. Männer und Frauen kuschten vor dieser "Mutti", die eher eine aus den Märchen entsprungene Stiefmutter sein könnte, als eine souveräne Staatsfrau, die sich aus ihrer DDR-Diktatur-Biografie gelöst hat.

Parteispenden bekommen alle Parteien und sich über die der AfD so aufzuregen, macht für mich keinen Sinn. Auch andere PolitikerInnen ziehen nach Berlin, nicht nur wegen der "Berliner Luft mit ihrem Duft."

Ich höre mir aus rein psychologischen Gründen sehr gerne die Reden von Weidel und anderen Frauen im BT an und stelle immer wieder fest, dass diese Frau eine rednerische und körperliche Ausstrahlung hat, die die anderen Frauen nicht haben. Sie spricht angstfrei, lässt sich nicht einschüchtern, ist schlagfertig, spricht deutlich alle Themen an und ihre Stimme ist eine erwachsene Stimme, die man ernst nehmen kann. Das manchmal pubertierende Geschrei der anderen Frauen aus den anderen Parteien dagegen klingt unglaubwürdig und überzogen. Auch Wagenknecht kann gegen Weigel nicht punkten. Sie (Wagenknecht) wirkt steif und unnahbar, das Rudern mit heraufgezogenen Armen wirkt hilflos.

Der Schwachpunkt der AfD sind die heimlichen Neonazis, die diese Partei bevorzugt belagern, weil sie über die NPD niemals gehört werden würden.

Bedenkt man aber, dass nach dem Krieg die meisten ehemaligen Nazis in die CDU gegangen sind und die Ost-CDU SED konform war, kann man vielleicht verstehen, dass die meisten Parteien im BT sich unreflektiert hinter Merkel stellten. Machmal mit einigen Ausnahmen wie die Linkspartei oder Verbesserungvorschlägen der anderen Parteien. Aber im Großen und Ganzen war der ganze Bundestag nebst Regierung:" Ein Arsch und eine Backe." Das ist jetzt anders. Und das finde ich gut.

Antwort von U. Gellermann:

Eine widerliche Art des Dummenfang. Natürlich stecken auch CDU-CSU-FDP und SPD Spenden ein. Aber die erzählen auch nicht, sie wären oppositionell. Leider gibt es im Fall der AfD immer wieder Blöde, die das wirklich glauben.


Am 26. November 2018 schrieb Markus Graber:

Eine Anmerkung zur Besteuerung in Biel: Bei den Staats- und Gemeindesteuern im Kanton Bern (in dem sich die Stadt Biel befindet) gilt man/frau nicht als Alleinstehend, wenn man mit Partnerin und Kindern in einem gemeinsamen Haushalt lebt.


Am 26. November 2018 schrieb Marc Britz:

Wer auch immer den billigen Rassismus der AFD jemals für eine Alternative hielt, hat mindestens ein irreversibel nach ganz rechts verschobenes moralisches Koordinatensystem. Und wer nach den von Uli so trefflich ausgeführten Verstrickungen der AFD genau mit jenem System, zu dem diese konservativ-völkische Arschgeburt vorgibt, die Alternative zu sein, immer noch glaubt, es ginge der AFD um irgendwelche Veränderungen, wo sie wirklich gebraucht würden, d.h. in Sachen Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit, legt eine Beratungsresistenz an den Tag, die nur noch reaktionär genannt werden kann. Deshalb ist das Gespenst des Protestwählers, den es angeblich von der AFD zurückzugewinnen gilt, auch genau das: ein von rationalen Agenten besser zu ignorierendes Phantasma.

Die alternative Partei, die Deutschland wirklich braucht, gibt es noch nicht. Und die Sammlungsbewegung #Aufstehen - die einzige dafür in Frage kommende Kraft - lehnt sich zurück und will sich erst im kommenden Frühjahr jenes Programm geben, das schon lange bei den Initiatoren in der Schublade liegt und nur wegen des Schauspiels der Basisdemokratie nicht schon jetzt herausgeholt werden kann. Ein Programm, das - laut eigener Aussage - kommenden Regierungen lediglich als Leitfaden gelten soll - eigene Parteien sind ja pfui (genau wie der Nationalstaat). Da haben die sicher nur darauf gewartet, die kommenden Regierungen. Weltfremder geht's nimmer.

Die Zukunft sieht dann so aus: Eine von Merz geführte Koalition der CDU mit den Atlantik-Kumpels von den Grünen, die sich von Vogelschiss-Gauland als Oppositionsführer (Führer, das gefällt dem sicher) in der Manege der billigen, aber umso gewalttätigeren Ressentiments herumführen lassen.

Und eines bleibt dann alternativlos gleich: die brutale Gier nach mehr vom vermeintlich Eigenen, also der Imperativ des Kapitalismus.


Am 26. November 2018 schrieb Pat Hall:

Waren es in grauer Vorzeit die "roten Socken" und Kommunisten auf die man im Parlament herum hackte,ist es nun die AfD die für allen Unbill herhalten muß.
Vergessen sind Kohl´sche schwarzen Kassen in Österreich & der Schweiz und dessen dubiosen Spender?
Niemand spricht von Steinbrück´s Hinterlist im Finanzwesen.

Antwort von U. Gellermann:

Die Betrüger von der AfD tarnen ihren miesen Rassismus als Patriotismus und machen auf Opposition. In Wirklichkeit laufen sie auch nur an der Leine des großen Geld. Ekelhaft.


Am 26. November 2018 schrieb Inge Stolte:

Das ist doch nur Teil einer Kampagne.


Am 26. November 2018 schrieb Werner Heitkamp:

Ein super Artikel! Das tut weh!

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