Spendet für Julian Assange

Solange der Journalist noch lebt

Autor: U. Gellermann
Datum: 04. Dezember 2019

Seit Wochen sitzt der Journalist Julian Assange in Isolationshaft in einem englischen Militärgefängnis. Er sitzt in einer Haft, die nach allen Menschenrechten eine Form der Folter ist. Der Mann, der nichts anderes gemacht hat, als Kriegsverbrechen der USA im Irak an die Öffentlichkeit zu bringen, der Mann, der über Jahre zu einem Exil in der Londoner Botschaft Ecuadors gezwungen war, dieser Mann sitzt ohne Anklage, ohne Rechtsgrundlage und fast ohne Kontakt zur Außenwelt im „Britischen Guantanamo“. Denn die USA, die Kriegsverbrecher im Weißen Haus und der US-Armeeführung, wollen den Mann in ihre Fänge bekommen. Damit er für immer zum Schweigen gebracht wird. Auf diesem Weg zur Eliminierung des Zeugen der US-Verbrechen erlebt Julian Assange eine Haft, die jedem Menschenrecht widerspricht.

Schon lange treffen sich die Berliner Freunde und Unterstützer von Julian Assange (candles4assange) jeden Mittwoch gegenüber der US-Botschaft am Brandenburger Tor zu einer Mahnwache. Diesmal soll Geld für das Opfer des US-Machtwahns gesammelt werden. Denn Julian braucht Geld: Für Anwälte und die Organisation rund um ein Leben in Haft. Die Spenden sind auch ein materielles Zeichen der Solidarität. Denn die Machthaber in den USA und England wollen den tapferen Menschen im Knast verrecken lassen. Zwar haben sie so ziemlich alle Gesetze bürgerlichen Rechtes außer Kraft gesetzt, aber vielleicht können gute Anwälte seine Lage bessern. Ganz sicher erreicht ihn die Nachricht von dieser weiteren Solidaritätswache: Das mag nicht viel sein, aber es ist viel mehr als die schweigenden, feigen deutschen Medien leisten. Es ist mehr als eine deutsche Regierung bereit ist zu tun, die gern über Menschenrechte redet, im Fall Assange aber ein tödliches Schweigen bevorzugt.

Kommt am 11.Dezember 2019
um 19.00 Uhr zur US-Botschaft in Berlin.

Zeigt dem Schweigekartell die Zähne.

Hier kann man spenden:
https://defend.wikileaks.org/donate/


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 07. Dezember 2019 schrieb Uschi Peter:

Das Land, das anderen Menschenrechte beibringen will, ist selbst der schlimmste Menschenrechtsverletzer. Das sieht man schon daran, dass seine Soldaten unbeschränkt in den überfallenen Länder schalten und walten können wie sie wollen und vor Ermittlungen geschützt sind. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag darf nicht gegen US-Bürger ermitteln, geschweige denn sie anklagen .Es werden immer nur afrikanische "Machthaber" angeklagt. Kein westlicher Staatsmann wagt es, Kritik an Guantanamo zu üben. Die USA und ihre Vasallen haben die Welt im Griff. Und es gibt immer noch Menschen, die in den USA die Leuchte der Demokratie, der Menschenrechte und absurderweise des Friedens für die Welt sehen.


Am 06. Dezember 2019 schrieb Marius van der Meer:

Kleiner Tipp zur Demo am 11. Dezember um 19 Uhr für Julian Assange vor der US-Botschaft: Wer nicht von Mr. Grenell und Kumpanen abgelichtet werden möchte kommt einfach als "Julian Assange-Doppelgänger". Ich hoffe, es kommen so viele, dass sie nicht wissen, welchen "Julian" sie sich zuerst schnappen sollen. Masken gibt es u.a. hier:
celebrity-cutouts.de
Julian Assange Maske aus Karton


Am 05. Dezember 2019 schrieb Weber-Herzog-Musiktheater:

Wir kommen! Großartige Aktion!!!


Am 04. Dezember 2019 schrieb Ullrike Spurgat :

Danke für den so wichtigen Aufruf, der für Mitmenschlichkeit, Würde, Mut und Hoffnung steht.
Wo sind sie denn all die, die den Mund immer so voll nehmen, wenn es um die ach so strapazierten Menschenrechte geht.
Was sind denn das für "Kollegen," die Julian vergessen, ignorieren im Regen stehen lassen um sich weiter mit denen im Bett rumzulümmeln, die mit dafür sorgen, dass ein Mann, der alles riskiert hat für die Presse- und Meinungsfreiheit, (auch für die Schreiberlinge des MSM) entsetzliches durchmachen muss. Um ihr sicheres Plätzchen fürchten sie, dieses charakterlose Pack. Sie wollen bestimmen, wer das Recht auf Menschenrecht hat; dieser erbärmliche anbiedernde, seltsam unkritische Haufen von nichtsnutzenden Schreiberlingen, die ihren Verstand, ihr Herz, ihr Mitgefühl auf dem Altar einer korrupten Bande von Gangstern und kleinkapitalistischen Krämerseelen täglich für eine Handvoll Silberlinge opfern. Unselbständig, abhängig und rockzipfelig.
Ein echter unbestechlicher Journalist ist Julian Assange. Wir dürfen niemals vergessen, dass Julian Assange eines der größten Opfer bringt für seine Überzeugung und zum Nutzen aller Menschen.
Menschenunwürdig hat der Sonderbeauftragte der UN festgestellt sind die Haftbedingungen von Julian. Selbst die ärztliche Versorgung ist nicht wirklich gewährleistet. Die kleine, stinkende Bundesregierung tut das, was sie am besten kann: Schweigen, Aussitzen, Ignorieren, sich unwissend stellen und das mit sinnentleerten Gesichtern und ihrer einstudierten Sprache.
Danke Julian ! Wir sind an deiner Seite und wir lassen dich und deine Angehörigen nicht im Stich.
Dem Vater von Julian steht der Schmerz, die Unsicherheit darüber, was mit seinem Sohn geschehen kann, wenn die rechtlose USA weiterhin Druck ausübt ins Gesicht geschrieben.
Ein mutiger und aufrechter Mann, der Vater von Julian. Auch er braucht Solidarität in seinem einsamen Kampf. Egal wieviele Menschen an seiner Seite stehen, die Momente, die er ganz alleine ist mit dem Wissen, dass das Leben seines Sohnes an einem seidenen Faden hängt, da weiß nur er selber was das bedeutet.
Isolationshaft ist Folter !


Am 04. Dezember 2019 schrieb Thomas Hohnerlein:

Lieber Uli,

dazu wäre es ganz zweckdienlich eine Bankverbindung zu haben?! Oder ist nur daran gedacht, auf der Kundgebung zu sammeln?

Antwort von U. Gellermann:

Das ist noch die einzige Finanzadresse die wir haben:https://defend.wikileaks.org/donate/


Am 04. Dezember 2019 schrieb Christopher Freibott:

Lieber Uli,

vielen Dank für diese Mail.
Ich beobachte auch mit großer Besorgnis die Ereignisse um Assange, es macht mich wütend ohne Ende zu sehen, mit welchen Verbrechern wir es zutun haben.
Gerne würde ich an der Mahnwache teilnehmen, habe es auch schon oft überlegt, zu einer zeitlich passenden mal hoch zu kommen. Leider muss ich arbeiten und die Strecke ist für ein paar Stunden Demo dann auch zu weit. Ich würde euch aber gerne etwas spenden, nur weiß ich nicht wohin. Gibt es auch ein Spendenkonto?

Nochmals tausend Dank an dich und allen Organisationen dieser Mahnwachen! Im Gedanken bin ich bei euch, ich hoffe, dies auch irgendwann mal real tun zu können.

Antwort von U. Gellermann:

Das ist noch die einzige Finanzadresse die wir haben:

https://defend.wikileaks.org/donate/

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