Übergroße Koalition für Apartheid

Von AfD bis Linkspartei gegen die Israel-Boykott-Kampagne

Autor: U. Gellermann
Datum: 20. Mai 2019

Das arme Israel: Seit ein paar Jahren schon gibt es eine multinationale Kampagne, die den israelischen Staat auffordert, seinen arabisch-palästinensischen Bürgern volle Gleichberechtigung zu gewähren. Die Unterstützer der "Boycott, Divestment and Sanctions- Kampagne (BDS)“ stützen sich dabei auch auf einen UN-Bericht aus dem Jahr 2017, der festhält, dass das palästinensische Volk insgesamt Opfer rassistischer Diskriminierung ist. Und der weiter berichtet, dass innerhalb Israels eine Marginalisierung der arabischen Staatsbürger stattfindet. Solche Formen der Herrschaft nennt man seit der weißen Minderheits-Diktatur über die farbige Mehrheit in der Republik Südafrika Apartheid. Das arme Israel verfügt über die schlagkräftigste Armee im Nahen Osten und setzt sie auch ein. Gern immer wieder gegen die Palästinenser. Aber das arme Israel fürchtet sich vor einer Boykott-Bewegung

Nach wie vor gibt es die Zwangsumsiedlungen von Palästinensern, um illegalen israelischen Siedlungen Platz zu machen. Immer noch verhindert die israelische Administration, dass Palästinenser in ihre Häuser und Ländereien zurückkehren. Weiterhin wird den Palästinensern das Recht auf Freizügigkeit und Aufenthalt verweigert, das für die jüdischen Israelis selbstverständlich ist. Selbst die israelische Zeitung "Haaretz", ein Leitmedium des Landes, titelte jüngst: "Israel wählt Apartheid". Und begründete: "Fast alle Israelis wollen, dass die Apartheid weitergeht. Auf dem Höhepunkt der Chuzpe nennen sie dies Demokratie, obwohl mehr als 4 Millionen Menschen, die an ihrer Seite leben und unter ihrer Kontrolle stehen, kein Stimmrecht bei den Wahlen haben. . . . Natürlich spricht niemand darüber, aber in keinem anderen Regime auf der Welt gibt es eine Gemeinde neben der anderen, in der die Bewohner einer Siedlung, die als Westjordanland - Siedlung bezeichnet wird, das Wahlrecht haben, während die Bewohner der anderen, in einem palästinensisches Dorf, nicht. Dies ist Apartheid in all ihrer Pracht, deren Existenz fast alle jüdischen Bürger des Landes fortsetzen wollen."

Der Kampf gegen die Apartheid in Südafrika war auch deshalb erfolgreich, weil der Freiheitskampf der farbigen Afrikaner international von einer großen Boykottbewegung gegen das Apartheids-Regime unterstützt wurde. Im Fall Israel helfen keine U-Boote aus Deutschland, nicht einmal die eigene Atombombe schützt vor der unbewaffneten Macht des kulturellen und wirtschaftlichen Boykotts. Wahrscheinlich deshalb musste jüngst im deutschen Bundestag eine übergroße Koalition für die keineswegs wehrlosen, aber ehrlosen Israelis in die gefährliche Bresche springen: Allen voran sprang die AfD, ihr zur Seite grätschte eine CDU-CSU-SPD-GRÜNE-FDP-Gemeinschaft mit einem Anti-Boykott-Aufruf; selbst die Linkspartei hüpfte mit einem eigenen Antrag in das gemachte Bett namens Anti-Antisemitismus. Haben die Israelis aber Glück! Das ist genau jenes Glück, das sie zur Zeit brauchen können. Immerhin drohen die USA dem Iran mit Krieg. Einem Krieg, der den unliebsamen Konkurrenten der Israelis ausschalten könnte. Ein Krieg, den der israelische Premier Netanyahu vor dem US-Kongress gefordert hat. Ein Krieg, in dem die Israelis dringend internationale Rückendeckung brauchen werden. Die liefert ihm jetzt der Bundestag schon vorbeugend.

Natürlich wurzelt der unbedingte Pro-Israel-Reflex in der deutschen Geschichte: Die schweren deutschen Verbrechen an den europäischen Juden geben diesem Reflex den Anstrich der ehrbaren Wiedergutmachung. Dass hier nichts anderes bedient wird als israelische Politik, dass sich der Bundestag zum moralischen Büttel der Unterdrückung der Palästinenser macht, fällt schnell auf, wenn man den Gründungsaufruf der BDS-Kampagne kennt: Dort wird gefordert, Israel müsse gemäß internationalem Recht die „Besatzung und Kolonisierung allen besetzten arabischen Landes seit Juni 1967 einschließlich Ost-Jerusalems“ beenden, das „Grundrecht der arabisch-palästinensischen BürgerInnen Israels auf völlige Gleichheit“ anerkennen, und die illegalen israelischen Siedlungen auf Palästinensergebieten aufgeben. Das soll, glaubt man dem Chor der Anti-BDS-Beschliesser, antisemitisch sein? Dieser inflationäre Missbrauch des Begriffes antisemitisch führt zu nichts anderem als zur Verwischung des deutschen Alltags-Rassismus und nutzt zudem der AfD im Versuch, sich vom Gaulandschen Fliegenschiss deutscher Geschichte reinzuwaschen.

Tatsächlich ist der AfD-Antrag zum BDS der Höhepunkt an Servilität, wenn in ihm gefordert wird, die deutsche Bundesregierung solle „mit der israelischen Regierung Konsultationen zur gemeinsamen Bekämpfung des Antisemitismus jedweder Ausprägung . . . initiieren“. Wie die offenkundige Preisgabe nationaler Souveränität zum nationalen Geklingel der AfD passt, wird sicher bald von den links angestrichenen Antideutschen erklärt werden. – „Sadistisch. Bösartig. Mörderisch“. So beschrieb Noam Chomsky eine 29-tägige Offensive Israels in Gaza, bei der fast 1.900 Menschen getötet und fast 10.000 verletzt wurden. Dass der US-Linguist Chomsky als Sohn jüdischer Eltern geboren wurde, wird die deutschen Philosemiten nicht daran hindern, das Zitat als antisemitisch zu verfluchen, wie sie den Kampf gegen die israelische Apartheid in diesen Tagen bundesamtlich zu verbieten versuchen. Verbote der Realität sind auf Dauer zum Scheitern verurteilt.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 21. Mai 2019 schrieb Elias Davidsson:

Jeder Jude weiß, dass hinter den pro-israelischen Bekenntnissen, tiefen Antisemitismus steckt. Dafür haben wir die Aussage von Golo Mann aus 1960 bei einem Treffen der Industriellen in Düsseldorf:

"Nun, meine Ausführungen galten dem Antisemitismus, und ich darf nicht schließen, als ob es ihn überhaupt nicht gegeben hätte. Es gab ihn, es gibt ihn auch heute noch - Mit uns allen steht es aber so, daß es unsere Pflicht und Schuldigkeit ist, unsere antisemitischen Gefühle strenger zu kontrollieren, als vor der jüdischen Katastrophe. Das ist vor allem eine Frage der Selbstzucht und des Willens. Wer nicht erzogen werden will, wer nicht aufgeklärt werden will, der kann es gerade in dieser Sache von außen her nicht. Hier haben wir etwa den Staat Israel. Er ist, man kann das wohl sagen, das arbeitsamste, tapferste, opferwilligste, am stärksten idealistische Gemeinwesen, das es heute auf Erden überhaupt gibt. Nichts von "jüdisch-zersetzend" hier, nichts von jüdischer Geschäftemacherei oder jüdischer Drückebergerei oder jüdischer Körperschwäche und was noch. Hier sind die Juden Soldaten, und gute Soldaten, das haben sie gezeigt und sie sind Arbeiter, und gute Arbeiter, das haben sie gezeigt und blühende Gärten aus der Wüste gemacht - Ich bewundere die Politik der deutschen Regierung gegenüber Israel, sie ist geradlinig und unbeirrbar und von hohem moralischen Willen diktiert.“

Die guten Soldaten, die Golo Mann so bewundert, haben einige Jahre vorher 750.000 Palästinensern aus ihrer Heimat vertrieben und ihre Dörfer zerstört. Deutsche, die den III Reich nicht mehr bewundern dürfen, haben nun ein Ersatz gefunden um zu bewundern.


Am 21. Mai 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@ Michel Kohle
- "derzeitige Israel etwa neun Millionen Einwohner."

Davon sind etwa 20% Palästinenser, also leben in Israel gut 6 Millionen Juden. Wer sind die? - Die Washington Post schrieb kürzlich dazu:

"The majority of Israel?s Jews aren?t the descendants of Holocaust survivors; they are Sephardic Jews with ancestry in the Middle East and North Africa, or refugees from the former Soviet Union. The Sephardic and Soviet Jews are not connected to the Holocaust."

Also: Die Mehrheit der israelischen Juden sind orientalische Juden oder kommen aus der früheren Sowjetunion - "not connected to the Holocaust".

In Deutschland herrscht aber die unsinnige Meinung, die Juden in Israel seien überwiegend Hitlerflüchtlige und Ghetto- und Lagerüberlebende (bzw. deren Nachkommen).

Irgendwie scheinen die Leute hier nicht zu begreifen, dass die meisten israelischen Juden aus zionistischer Überzeugung dahin gegangen sind. Oder aus pragmatischen Gründen, weil sie für Kanada kein Visum bekamen.

Israel ist nicht der Staat der Hitlerüberlebenden. - Eher mittlerweile der Staat der orthodoxen Juden aus Brooklyn / New York.


Am 21. Mai 2019 schrieb Michael Kohle:

Ich habe nicht das Vernichtungslager Ausschwitz, das KZ Ravensbrück und den Todesmarsch überlebt, um von so genannten "Antideutschen" und Konsorten als "Antisemitin" beschimpft zu werden."

Dank an Ulrike Spurgat, die mit diesem Zitat einer der letzten Überlebenden jener Horrorjahre, endlich einmal jenen anderen Aspekt - eher ein schmähliches Verbrechen - aus der Versenkung hervorgehoben hat: der posthume schändliche Mißbrauch von Millionen Leidenden für eigene, niedere Zwecke!

Der im Grunde lächerliche Kniefall des deutschen Hohen Hauses vor dem Gesslerhut tendenziös begründeter Forderungen aus eindeutig lokalisierbarem Lobbytum erfolgte schließlich nur auf der Schleimspur des Capitols zu Washington, wo Gleiches schon längst statt gefunden hatte. Endlich, so scheint es aus der „Waschmaschine“ angeordnet worden zu sein, kann Großdeutschland auch mal wieder etwas zu Eretz Israels und König Bibis Wohlbefinden beitragen, ohne mit dem Scheusal im Oval Office direkt in Verbindung gebracht werden zu können. Egal aus welchem Winkel ich die Chose betrachte, sie bleibt nur widerlich. Als junger Mensch, zwanzig Jahre im mit Adenauer kaschierten Nazi-Folgestaat - auf imperialen Vasall geschminkt - konditioniert, erfuhr ich zum ersten Mal über die Bücher zum Auschwitz-Prozess, was damals so abgegangen war. Es gab und gibt keine Worte, das den Schrecken, das Elend und den Schmerz der Menschen, der Individuen damals beschreiben könnte, die Bösartigkeit des aktiven deutschen „Sonderbeamtentums“ auch nicht. Als ich dann noch Kenntnis davon erhielt, dass ausgerechnet jener Elite-Jurist, der die Grundlage für diese Schandtaten legte und kommentierte - die Rassengesetze nämlich - hinterher als „unabkömmlich“ galt, Jahrzehnte bei Adenauer als rechte Hand - selbst in den Verhandlungen mit Ben Gurion seine skills zum Einsatz brachte - begann ich zu zweifeln am noblen, am edlen Wirken der Strahlemänner im Wirtschaftswunderland. Nur mal das Foto zu Rate ziehen, wie damals der Konny und der Benny grinsend die Köpfe zusammenstecken, wohl eingedenk der Möglichkeiten mit dem Holocaust, bis zum jüngsten Tage. Irgendwas muß ja damals die berechtigt nach Rache und Gerechtigkeit gelüstenden Überlebenden überzeugt haben, Ruhe zu geben.

Hatte neulich einen Traum, wie in einem Jahrhundert einmal die Verantwortlichkeit für die Geschehnisse im Nahen Osten in den ersten Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts offenbart werden würden. Die Wertegemeinschaft war’s, im Traum repräsentiert von gierigen Lefzen von Oel- und Rüstungsmagnaten, ergänzt um die immer zu jeder Schandtat bereiten, gerne Zuarbeit leistenden Sadisten. Triebe ausleben ist so schön. Meistergeschäftig voran die Lakaien aus Berlin, die Feinarbeit übernehmend. Nur immer fein die Köpfe schief halten - so wie eine Angela, ein Heiko es besonders gut können - dann fällt die Hinterfotzigkeit nicht so auf. Und so war es dann auch geschehen,nur im Traum? Groß-Israel stand irgendwann - wie von Altvorderen feucht erträumt - am Euphrat, eigentlich überall da, wo vor zweitausend Jahren schon mal zwölf Stämme ihre Ziegen hüteten. Und die dort immer noch lebenden Eingeborenen waren freundlichst durchgereicht worden, meist irgendwohin zwischen Maas und Oder (Memel war mal) zwischengebunkert. Die Raute hatte sich geöffnet, mit offenen Armen war man empfangen worden, im Traum wie auch in der Realität. Jahrzehnte später hatten die Zuwanderer der zweiten Völkerwanderung es dann auch geschafft.Sich breitzumachen nämlich. Die ehemals dort vorhandenen Altbürger hatten sich in entweder in Ankerzentren jenseits der Landesgrenzen verflüchtigt, in Polen, in der Slowakei, in Transsylvanien oder in kleinen En- bzw. Exklaven in der Lausitz zusammengerottet, in der Uckermarck und auch in den Hügeln des Erzgebirges .„Neu-Gaza“ oder „East-Bank“ waren gar nicht so böse gemeint. Nicht, dass sich die in letztgenannten Gebieten nur geduldet hausenden Rest-Stämme nicht gewehrt hätten, dem konnte jedoch regelmäßig abgeholfen werden. Dann wachte ich schweißüberströmt auf… und lag da und sinnierte. Mir wurde schnell gewahr, wenn jetzt schon der unwiderstehliche „Morgenstern“ (Mordwaffe aus dem Mittelalter) des Vorwurfs „Antisemit“ zum Einsatz gebracht werden muß, dann kann es mit dem Zielerreichung bei „BDS“ ja gar nicht so übel stehen. Solange also im Supermarkt am Gemüse- und Obststand nicht Überwachungskameras mit Profilerkennung installiert sein werden, können wir ohne Schaden jedenfalls Abstand nehmen vom käuflichen Erwerb von Produkten bestimmter Herkunft. Den Rest erledigt der Disponent, Artikel mit sich der Abszisse nähernden Umsätzen haben bekanntlich nur ein Schicksal. Es sei denn, das herrschende Regime stellt die Versorgung auf Lebensmittelmarken um. Dann - natürlich - haben BDS-Freunde endgültig verschissen.

Übrigens!

Laut aktuellem Wiki zählt das derzeitige Israel etwa neun Millionen Einwohner. Davon sind seit dem seit letztem Jahr gültigen Gesetz zum jüdischen Nationalstaat sechs Millionen mit dem richtigen Eintrag im Pass. Sechs Millionen Juden nach siebzig Jahren Neu- bzw. Wiederbesiedlung - eine reife Leistung. Was allerdings auch bedeutet, dass ein Israel-Projekt ohne Holocaust gar nicht … ein organisatorisches Unding … Aufhören, Aufhören!!! Shit, pure Antisemitism! Distanziere mich dann auch gleich wieder, reumütig, muss da was mißverstanden haben. Dennoch, das müssen damals Einige auch begriffen haben, der Papa von Bibi z.B., der Benzion! der soll doch schon in den zwanziger, dreißiger Jahren des vorige Jahrhunderts rührig gewesen sein… Was sagt Wiki dazu: „…war ein israelischer Historiker und zionistischer Aktivist. Weiter war er als Sekretär Zeev Jabotinskys, des „Vaters des revisionistischen Zionismus“, und als revisionistische Führungsfigur der zionistischen Bewegung in Amerika tätig.“ Zum Austragen des Sohnemannes Benjamin war man aber mal kurz nach Tel Aviv gejettet. Das aber war 1946! Wenigstens für die Irrfahrt der MS St.Louis hat er anno 1939 wohl keinen Bock gehabt einzuschreiten, oder wie oder was?


Am 21. Mai 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@ Cornelia Praetorius
- jüdischer Staat ..."ein Vorbild für alle anderen Völker"

David Ben-Gurion hat es so gesagt:

"I believe in our moral and intellectual superiority to serve as a model for the redemption of the human race".

- Ich glaube an unsere moralische und intellektuelle Höherwertigkeit / Überlegenheit, ein Modell zur Erlösung der Menschheit zu sein.

Was ist denn eine "moralische superiority"? - Sie mögen intelligenter als andere sein. Aber moralisch höherwertig?

Israel beansprucht für seine Politik den 'moral high ground' - Und Petra Pau kauft ihnen diese Überheblichkeit ab.


Am 21. Mai 2019 schrieb Cornelia Praetorius:

Lieber Herr Gellermann,

ich schätze Ihre Kommentare sehr und stelle Ihnen hiermit mein Schreiben zum BDS-Thema an Petra Pau sowie alle Vorsitzenden der BT-Fraktionen zur Verfügung.

Liebe Frau Pau,

ich bin entsetzt und empört, dass keine der Fraktionen des Bundestages - auch DIE LINKE nicht - den Schneid hat, der unsäglichen Antisemitismus-Debatte (um nicht zu sagen -Hetze) den Zahn zu ziehen. Ihnen allen scheint nicht klar zu sein, dass gerade mit der permanenten Leugnung der Lebensrechte der Palästinenser und der Behauptung, die Israelis hätten das Recht, auf dem ehemals palästinensischen Gebiet ihr eigenes Staatsgebiet zu errichten, indem sie die dortige Bevölkerung immer weiter verdrängt, vertreibt, umbringt, beraubt, - dass dadurch Ihrer aller Antisemitismus zutage tritt, denn Palästinenser sind Semiten wie die Juden selbst und hätten wahrscheinlich einen Modus gefunden zusammen zu leben, wenn nicht Zionisten schon immer und vor der Shoah ihnen gewaltsam Land genommen hätten und zu diesem Zusammenleben offensichtlich nicht bereit sind. Sie waren sogar bereit, ihr Land aufzugeben, wenn ihnen in dem israelischen Staat gleiche Rechte gewährt worden wären. Das Angebot bestand.

Was sich hier in Deutschland zu diesem Thema abspielt, ist ein Grund mehr, schamrot zu werden über die Unfähigkeit mit Fakten umzugehen und mittels diplomatischen Geschicks zur Beilegung des Dauerkonflikts beizutragen. Bei dem enormen Einfluss, den Deutschland in der EU hat, könnte damit viel erreicht werden.
Die Menschen, die in der BDS-Kampagne nicht aufhören, die Beendigung dieses schrecklichen Konflikts zu fordern - ausgerechnet sie sollen diskriminiert werden? Was für einen Weg beschreitet Deutschland? Wir sind auf dem besten Wege, ein Unrechtsstaat zu werden, wenn wir nicht einmal erlauben wollen, dass rechtschaffene Israelis die Untaten ihres eigenen Staates kritisieren und debattieren. Wer sind wir denn, dass wir glauben, das unterbinden zu können? Israel erhebt den Anspruch "ein Staat wie alle anderen" zu sein und nimmt sich die schlimmsten Apartheid-Staaten zum Vorbild. Sie wollen jedoch auch ein jüdischer Staat sein und scheinen vergessen zu haben, dass ihr biblischer Auftrag ist, "ein Vorbild für alle anderen Völker zu sein". Ein Vorbild an Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Friedfertigkeit.

Damit ist unsere behauptete "Leitkultur" einmal mehr nur eine Leid-Kultur für andere. DIE LINKE sollte sich erinnern, dass es ihr gut zu Gesicht stehen würde, Anwalt für die Schwächeren zu sein. Das wiegt weit mehr als die Koalitionsfähigkeit oder das Washingtoner Wohlwollen.


Am 21. Mai 2019 schrieb Jochen Scholz:

JOCHEN SCHOLZ AN DIE ANTRAGSTELLER ZUR BDS-KAMPAGNE

Sehr geehrte Damen und Herren,

"Germany, shame on you and your anti-BDS resolution", schreibt Gideon Levy in der Haaretz

https://www.haaretz.com/opinion/editorial/a-win-for-deniers-of-the-occupation-1.7256989/a-win-for-deniers-of-the-occupation-1.7256989

Im Editorial heißt es weiterhin: " The strategic investment in public diplomacy and nurturing German guilt for the Holocaust paid off; this is the first time that a major European parliament has declared the BDS movement anti-Semitic."

Diese schallende Ohrfeige haben Sie sich alle redlich verdient. Zwei persönliche darf ich hinzufügen

"Israelische Palestinensergebiete" ist im AfD-Antrag zu lesen. Das ist zwar Original Erez Israel, geht jedoch 180 Grad am Völkerrecht vobei, und

die Linksfraktion fabuliert von der Judenverfolgung als Grund für die Staatsgründung Israels. Von der Balfour Declaration scheinht sie noch nie etwas gehört zu haben.

Sie halten offensichtlich kollektiv die neueste Variante von "am deutschen Wesen...." zur Feier des 70-jährigen Jubiläums unserer Verfassung für angemessen. Ich finde sie, mit Verlaub, zum Kotzen.


Am 21. Mai 2019 schrieb rudolph bauer:

Altes Fachbuch zitiert in seinem Kommentar: Die Partei Die Linke "versteht .... dabei (antisemitismus) als eine bestimmte Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden, die sich als Hass gegenüber Jüdinnen und Juden ausdrücken kann. Antisemitismus richtet sich in Wort und Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen und religiöse Einrichtungen.“ Das ist wortwörtlich abgekupfert aus der sog. (sprachschwurbeligen) Definition des Antisemitismus durch die International Holocaust Remembrance Association, abgesegnet von der deutschen Bundesregierung, die offenbar selber nicht in der Lage ist, den Antisemitismus-Begriff vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte präzise zu bestimmen. Wozu gibt es eigentlich einen Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages?


Am 21. Mai 2019 schrieb Salim Spohr:

Daß es in Deutschland eine, wie Sie zutreffend schreiben, "übergroße Koalition" gegen den Boykott Israels gibt, ist ein deutliches Zeichen zumindest eines eklatenen Mangels an Urteilskraft wenn nicht an Sinn für Gerechtigkeit oder gar Ausdruck einer kaum für möglich gehaltenen Einhelligkeit von Korrumpiertheit unserer Politiker. ? Da möchte ich gern auf jenen Artikel ("Blubad in Gaza") aufmerksam machen, den ich vor Jahren mit Blick auf jene Ereignisse auf islampress.de gestellt hatte, die Herrn Chomsky so irritiert hatte: http://www.islampress.de/2009/01/06/blutbad-in-gaza/


Am 21. Mai 2019 schrieb Ernst Blutig:

Man könnte ganz fies sein und behaupten, daß jeder Nichtjude der Israel als Notwendigkeit eines jüdischen Staates sieht, in dem nur Juden leben sollen, mindestens struktureller, Antisemit sei, denn es ginge ihm um nichts anderes als darum die Juden im eigenen Land loszuwerden. Israel das Weltghetto (das der Weltnazi gerne raiden möchte).

Die andere Seite ist aber genau die: "Nie mehr wieder!" Der Spruch ist ernst gemeint und nach dem Massaker der Deutschen an den Juden (und Jahrhunderte lang Pogrome und Morde in allen möglichen Ländern) haben sich Israelis eben geschworen, daß nichts und niemand mehr genau das mit ihnen anstellen wird.
Ich halte das in JEDER Konsequenz für sehr nachvollziehbar. Erst Recht vor dem Hintergrund der antisemitischen Haltungen vieler Muslime. Und die haben auch oft keine linken emanzipatorischen aufklärerischen Haltungen, eher das glatte Gegenteil. Palästina wird erst frei sein, wenn man sich von diesen Rechtsextremen befreit hat. Das gilt auch für Israel und seine Rechtsextremen.


Am 21. Mai 2019 schrieb Michael Riecke:

Da sag noch einer die Fliegenschiss- Partei ist antisemitisch. OK, das mag für die obere Elite der Partei verbal zutreffen. Aber das Fußvolk? Dabei ist die ideologische Ausrichtung der AfD gar nicht soweit von der israelischen Regierung entfernt. Und wann wird die Deutsche Botschaft in Israel nach Jerusalem verlegt? Herr Maas jetzt sind sie gefordert. Oder ist das etwa schon passiert und wir haben das nicht mitbekommen im aufregenden Europawahlkampf


Am 20. Mai 2019 schrieb Lutz Jahoda:

THEODOR HERZL,
DER MEHRFACH ENTTÄUSCHTE

Von Deutschland ohnerhin, aber von der gegenwärtigen Welt erst recht, wenn er noch leben würde, und vor allem von Herrn Netanjahu und dessen Politik.
Theodor Herzl, am 2. Mai 1860 in Pest (Ungarn) geboren, verstorben am 3. Juli 1904 in einem Gebirgsort der Rax, unweit von Wien. Begründer des politischen Zionismus, dessen Bewegung zur lebendigsten Kraft in der modernen jüdischen Geschichte wurde.

"In der Zionsfahne Falten
Wird dereinst dein Sarg gehüllt.
Was du schworst, wir werden´s halten,
Und dein Sehnen wird erfüllt."

Diese vier Schlusszeilen sprach Max Nordau nach Theodor Herzls Tod auf dem 7. Zionistenkongress 1905 in Basel.

Was sich nicht erfüllte, war Herzls Mäßigungswunsch, der schon damals die Schwierigkeiten voraussah, als die Türkei noch das arabische Palästina im Griff hatte und Herzl nicht wissen konnte, wie berechnend sich Großbritannien später verhalten würde.
Mit dem ursprünglichen Teilungsvorschlag der UNO-Vollversammlung am 29. November 1947: 55% für den Staat Israel und nur 42% des Landes für die arabischen Palästinenser hatte der Ärger begonnen.
Inzwischen pumpt Israel von den Süßwasserlagerstätten des Westjordanlands rund 450 Millionen Kubikmeter Trinkwasser ab, so dass für die Palästinenser nur noch 150 Millionen Kubikmeter übrigbleiben.
Theodor Herzl liegt inzwischen in einem Ehrengrab in Westjerusalem, und ich glaube nicht, dass er mir verübeln würde, gerade jetzt uns allen der Für-und-Wider-Gemeinde seine Worte von einst in Erinnerung zu rufen:
"Ich glaube nicht an unsere politische Tugend, weil wir nicht anders sind als die anderen modernen Menschen und uns in der Freiheit zunächst der Kamm schwellen würde. Vielleicht wird der Kampf zuerst gegen manche bösen, engherzigen, beschränkten Juden geführt werden müssen."
Und schließlich notierte Herzl noch, was den deutschen Parlamentariern der Gegenwart getrost peinlich sein darf:
"Wird man nicht sagen, dass ich den Antisemiten Waffen liefere? Warum? Weil ich das Wahre zugebe? Weil ich nicht behaupte, dass wir lauter vortreffliche Menschen unter uns haben?"
Mein Abschluss-Statement:
Schade, dass ausgerechnet meine Freunde, die Linken,
Derart blind durch die Geschichte hinken.


Am 20. Mai 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@ Christel Buchinger / Thomas Hohnerlein

- "Gründung des Staates Israel ... unterstützt von den Schutzmächten USA und Großbritannien."

STALIN WAR AUCH DAFÜR !

Was allgemein geglaubt wird weil es plausibel klingt aber falsch ist, Israel sei als Reaktion auf den Holocaust gegründet worden.

Der israelische Historiker Evyatar Friesel hat alle UN Protokolle in der Sache (Teilungsplan 1947) untersucht und kommt zu folgendem Schluss:

"Es gibt wenig Hinweise, dass der Holocaust einen Einfluss auf die Positionen der UN Mitglieder hatte. - Die zionistischen Vertreter, die vor der UN Komission zu Palästina erschienen, haben das Thema selbst kaum erwähnt.

Die große Mehrheit der UN Mitglieder betrachtete die Palästina Frage unter
konkreten politischen Interessen."

STALIN sah in der Etablierung Israels eine Schwächung der britischen Position im Nahen Osten und wollte dort selbst Fuß fassen. (Und Stalin ist ja nun nicht bekannt dafür, dass er Mitgefühl mit dem Leiden der Juden gehabt hätte.)

Quelle: Peter Novick, 'The Holocaust in American Life', 1999

Antwort von U. Gellermann:

Die UdSSR war das erste Land, das Israel zwei Tage nach dessen Unabhängigkeitserklärung am 14. Mai 1948 offiziell anerkannte. Und: „Wenn sogar Stalin hartnäckig dafür eintritt, den Juden einen eigenen Staat zu geben, wäre es dumm von den Vereinigten Staaten das abzulehnen“, sagte der Präsident der USA, Harry Truman.


Am 20. Mai 2019 schrieb Karola Schramm:

Vielleicht sollte international mal damit begonnen werden zu überlegen, warum es immer wieder zu Konflikten zwischen Palästina und Israel kommt. Immerhin ist dieses Land 1947 willkürlich aufgeteilt worden, damit beide Seiten, arabische und jüdische in Frieden leben können sollten. Die jüdische Seite hat sich inzwischen derart vergrößert, dass kaum Luft zum Atmen für die arabisch-palästinensische Bevölkerung bleibt.

So was macht wütend. Erst recht, wenn, wie ich gerade bei wiki las, Israel sich seit 2018 als "Nationalstaat des jüdischen Volkes" betrachtet. Das sagt Alles und bezieht sich, was auch richtig ist, auf die Verfolgung und Ausrottung Menschen jüdischen Glaubens, dem Holocaust, unter deutscher Nazi-Diktatur. Das ist eine Schuld, die wir als Länder-Karma immer an uns hängen haben.

Was aber nicht richtig ist, ist, dass die israelische Politik sich permanent auf dieses Geschehen beruft und glaubt, um sich gegen Palästina schützen zu müssen, nun rabiat mit Bomben und Ghettos gegen diese vorgehen zu müssen. Auch Iran hat hat unter diesem Holocaust-Trauma, das immer wieder belebt wird - bitter zu leiden.

Wenn ich das alles so lese, stelle ich fest, dass schon gar nicht mehr Frieden mit Palästina und Nachbarländern gedacht werden kann, zumindest auf der Ebene der politisch Handelnden. Sie stecken voll mit Hass und spucken Gift und Galle.

Dass die USA und die westl. Länder, insbesondere auch DE ebenfalls nicht fähig sind immer wieder für Frieden zu plädieren und sich den aggressiven Impulsen und Atten-Taten beider Seiten nicht konsequent in den Weg stellen, hat wohl noch andere Ursachen, die einerseits im wirtschaftlichen Bereich liegen. Kleine Kriegen bringen auch Geld und andererseits das "Spielen mit dem schlechten Gewissen der anderen, ehemaligen Täter", schafft devote Verbündete, die sich an die Seite des ehemaligen Opfers stellen. Wobei nicht vergessen werden darf, dass der Holocaust, neben der Ausrottung menschenunwertes Leben weltweit, nur ein Teil der national-sozialistischen Weltmachts-Reinigungs-Fantasien war.

Es reicht nicht, sich politisch angepasst an die Seite Israels zu stellen und sich gleichzeitig mit der neuen Weltbeherrscher-Macht USA an diversen völkerrechtswidrigen Kriegen mit und ohne Drohnen zu beteiligen, die auch wieder nur Elend und Leid schaffen.
Insofern ist dieses Theater, um die Boykott Israels Kampagne, reines Schmierentheater aus der untersten Schublade.


Am 20. Mai 2019 schrieb Klaus Bloemker:

"Das arme Israel" - trifft den Nagel auf den Kopf.

Uli erwähnt HAARETZ und Noam Chomsky - die werden aber bei uns nicht erwähnt. (Norman Finkelstein auch nie.)

In HAARETZ schreibt Gideon Levy gestern zur Bundestagsresolution:

GERMANY, SHAME ON YOU AND YOUR ANTI- BDS RESOLUTION

Was auch nicht erwähnt wird ist folgendes:

Die Presbyterian Church of America (1,5 Millionen Mitglieder) hat im vergangenen Jahr mit überwältigender Mehrheit dafür gestimmt, BDS zu untersützen. - Als Christen könnten sie die israelische Besatzungspolitik nicht gut heißen.

- Ich bin stolz auf die US Presbyterianer. (Sie sind Calvinisten wie ich auch :-)

Aber die 'liberale' FDP ist eine Schande.


Am 20. Mai 2019 schrieb altes Fachbuch:

es macht einfach sinn, den antrag der pdl im ganzen zu lesen!!
und es bleibt zu bedenken, dass dieser antrag lediglich die antwort und alternative der pdl auf die parlamentarische initiative der anderen parteien ist.
richtig sind:
- die pdl "versteht .... dabei (antisemitismus) als eine bestimmte Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden, die sich als Hass gegenüber Jüdinnen und Juden ausdrücken kann. Antisemitismus richtet sich in Wort und Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen und
religiöse Einrichtungen."
- die pdl bestätigt die existenz israels als KONSEQUENZ jahrhundertealten antisemitismus
- UND als EINZIGE partei in der debatte verwies die pdl auf die vertreibungen der palästinenser hin und forderte "... eine friedliche Lösung, auf Basis der bisherigen UN-Resolutionen sowie der zwischen beiden Parteien geschlossenen Abkommen ...mit
zwei unabhängigen, lebensfähigen, demokratischen und miteinander kooperierenden Staaten"!!
- die pdl distanziert sich von BDS, weil " Der allumfassende Boykottaufruf führt in seiner Radikalität zur Brandmarkung israelischer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger jüdischen Glaubens."
- unterzeichnet haben den antrag frau wagenknecht und herr bartsch, vortragende die frau hänsel (soli mit venezuela), also die GUTEN linken

und nochmal!!!
kein pdl-ler hat FÜR den antrag der "Übergroße Koalition für Apartheid" gestimmt!

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/102/1910261.pdf

Antwort von U. Gellermann:

Im Artikel wird der eigene Antrag der Linkspartei erwähnt. Aber keiner hat die Partei gezwungen einen Antrag zu stellen. So wird sie zu einer Stimme im Konzert gegen die BDS-Kampagne. So wird sie natürlich auch Teil einer übergroßen Koalition. Alles darüberhinaus ist dem Artikel zu entnehmen und auch der klugen Zuschrift von Christel Buchinger und Thomas Hohnerlein auf dieser Seite. Beide Leser waren über Jahre engagierte Anhänger der LINKEN.


Am 20. Mai 2019 schrieb Albrecht Storz:

Tja, manche Menschen sind eben gleicher als gleich unter angeblich Gleichen. Juden (das ist, wie ich es verstehe, deren eigene Zuschreibung indem sie sich als klar abgegrenzte Gruppe und "auserwähltes Volk Gottes" definieren) scheinen doch allzuoft über den Gesetzen zu stehen, die für alle anderen Menschen gelten sollen. Eine Fülle von unbeachteten UN-Beschlüssen zB zur israelischen Siedlungspolitik belegt das. Wie die vielfältigen Sonderstellungen, die Israel in allen möglichen Bereichen bedenkenlos einnimmt (Atomwaffen, Kriegshandlungen, Sonderstatus zur EU, NATO als "Major non-NATO ally", Rüstungshilfen, ...)

Die Haltungen im Bundestag belegt wohl eines: keine Partei in Deutschland kann hoffen ohne dezidierte pro-israelische Position an die Futtertröge der Macht zu gelangen.

Ein Narr der Böses dabei denkt.

Und der für Deutsche wohl notwendige Disclaimer: ich schätze einen Haufen jüdischer Geisteswissenschaftler und Intellektuelle und Kulturschaffende (es sei einfach mal als Beispiel Philip Glass genannt, unter Vielen) und wäre der erste, der einem bedrohten Juden (wie jedem anderen Menschen) zu Hilfe kommen wollte.
Nur: heute sind es vor allem andere Menschen die bedroht sind. Menschen ohne "Zentralrat" und ohne vielfältige Organisationen und ohne maßgebliche Lobbygruppen in allen größeren Nationen und int


Am 20. Mai 2019 schrieb Gideon Rugai:

Ich könnte platzen ! Wie soll man da NICHT zum Verschwörungstheoretiker werden ? Oder , dass die mehrfach verfilmte "Invasion der Körperfresser" - nur oberflächlich als Sci-Fi Thriller inszeniert, in allererster Linie als warnende Metapher für die komplette Entmenschlichung & Gleichschaltung unserer "postmodernen" Gesellschaften diente, hier und heute richtig Fahrt aufnimmt ? Damals habe ich mich amüsiert und (irgendwie alamiert) gegruselt (ist ja nur Kino, hihi), heute kriege ich den Kloß im Hals kaum noch runtergeschluckt.
Tausend Dank auch an Buchinger & Hohnerlein für die extrem wichtige Ergänzung zum Gründungsmythos Israel und dessen unerhörte Erhöhung zur ?weltgeschichtlichen Emanzipation". Da waren die Amis wohl nicht schnell genug um sich dieses Attribut urheberrechtlich schützen zu lassen, wankt doch bereits auch der amerikanische Gründungsmythos, da immer mehr Stimmen zu vernehmen sind-eben auch US-amerikanische -die sich Nägel kauend fragen,ob auch die US-Gründungsväter nicht eher verschlagene Trickbetrüger von Schlage eines Trump waren und mit "We, the People" in allererster Linie sich selbst und ihre elitären Zirkel gemeint haben könnten und lediglich das Momentum u. die Parolen und Schlagworte der beginnenden Aufklärung für ihr kleines Husarenstück benutzt haben.Bei all dem darf man natürlich das Treiben der Briten und ihrer "City of London" nicht vergessen...

"Weltgeschichtliche Trickbetrügerei" wäre wohl auch der passendere Begriff für die in menschliche Dramen getränkte globale Schmierenkomödie die aktuell aufgeführt wird.
Das ist Orwell "Live" Leute ,nur viel bunter, ,zerstreuender, ablenkender u. mit soliden kapitalistischen Wellenbrechern versehen, die der gute George in seiner eher düster-pessimistischen Haltung jener Jahre so natürlich nicht voraussehen konnte. Dafür gab es aber vorher schon Huxleys "Schöne neue Welt" und da sind wir jetzt mittendrin und so trunken von uns selbst, dass es im Suff der Selbstbeweihräucherung auch niemand mehr merkt u.bier- bzw. koks-/cognacselig zur Seite schiebt was nicht sein kann weil es nicht sein darf (aber längst fester Bestandteil einer "Schönen Neuen Gesinnung" geworden ist).
Prost !


Am 20. Mai 2019 schrieb Franz Freudhammer:

Die BDS-Kampagne sehe ich als Akt der Verzweiflung, weil die Palästinenser seit 70 Jahren von der Weltgemeinschaft im Stich gelassen werden. Die gezogenen Vergleiche mit dem "Kauft nicht beim Juden", sind unzulässig, denn die waren Staatsterrorismus, vom Regime inszeniert und wohl auch eine Retourkutsche auf die Boykottkampagne von 1933 gegen deutsche Waren.
Boykotte treffen leider immer die Falschen, nicht die Verantwortlichen an einer Misere, sondern die Bevölkerung. Die Bundestagsentscheidung gegen BDS finde ich besonders heuchlerisch, weil dieselben Akteure bei unendlich folgenschwereren Boykotten und Sanktionen mitmachen, die Washington von ihnen fordert. Ich brauche die betroffenen Länder wohl nicht nennen und auch nicht das unsägliche Leid, das dadurch verursacht wurde und noch wird. Die AfD vertraute mit ihrem Nein wohl darauf, dass bei den potentiellen Wählern nur die Meldung ankam, man habe sich verweigert. Tatsächlich ging ihnen aber die Verurteilung der BDS-Aktion noch nicht weit genug. Aber das kann man ja generell feststellen, niemand steht so eng zu den israelischen Nationalisten wie die Rechten, nicht nur in Europa. Sie alle sind die schärften neoliberalen Klingen und die Förderer grenzenlosen Wirtschaftens. Wie aber geht das mit ihrem Nationalismus zusammen, den sie wie eine Monstranz vor sich hertragen?


Am 20. Mai 2019 schrieb Gabriel Müller-Huelss:

Besten Dank für den Artikel und die klare und mutige Haltung!
Hier kann ein Jeder mit seinem Namen dagegen halten, so er nicht die Positionierung fast des gesamten Bundestages teilt:
https://www.openpetition.de/petition/online/wir-sagen-der-fdp-einsatz-fuer-menschenrechte-ist-nicht-antisemitisch
Bisher sind erst knapp über 2100 Unterschriften zusammen gekommen. Das mag daran liegen, dass die Petition, die von jüdischen Erstunterzeichnern initiiert wurde, nur wenig publik gemacht und verbreitet wird - was nicht weiter verwundert, wo einschlägige Kritik doch umgehend als antisemitisch diffamiert wird.
Es ist ein Graus zu sehen, was uns fortwährend von der etablierten Politik (einschliesslich der Partei Die LINKE) geboten und zugemutet wird.


Am 20. Mai 2019 schrieb Christel Buchinger:

Die LINKE im Bundestag hat bei dieser widerlichen Posse mitgemischt.
Die Gründung des Staates Israel sei eine „weltgeschichtliche Emanzipation", so steht es im Antrag der Linken zu BDS. Eine Emanzipation also, die auf der Entrechtung, Vertreibung und Ermordung eines anderen kleinen Volkes fußt. Angeleitet und unterstützt von den Schutzmächten USA und Großbritannien, die mit der Gründung dieses Staates durchaus eigene Ziele verfolgten: den Aufbau eines hochgerüsteten westlichen Brückenkopfes im Nahen Osten. Der neue Staat Israel setzt so die widersprüchliche Emanzipationsgeschichte Europas (dessen Teil er ist) fort, indem die eigene Emanzipation die Versklavung anderer nicht nur zulässt, sondern einschließt. All dessen ist die Linke, der vor über 150 Jahren ein gewisser Marx ein theoretisches Instrumentarium zur Analyse der Welt zur Verfügung stellte, nicht gewahr. Schlimm genug, aber es kommt viel schlimmer. Der Antrag der Linken ist eine wahnsinnige Unterwerfungsgeste, wahnsinnig, dabei durchaus auch wörtlich gemeint. Er wiederholt nicht nur die lügenhaften Gründungsmythen, er lügt eigenständig und kreativ, wenn er darlegt, BDS rufe zum Boykott „gegen israelische Künstlerinnen und Künstler, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Sportlerinnen und Sportler" auf und nennt ganz zum Schluss (der Vollständigkeit halber?) auch noch „gegen israelische Waren und Dienstleistungen". Haben wir alle da was falsch verstanden? Haben wir uns nur eingebildet, dass wir mit israelischen Wissenschaftlern und Künstlern, Soziologen, Malern, Musikern - gegen die Apartheit zusammen gearbeitet haben? Dass wir auf ihrer Seite standen? Auf der Seite derer, die in Israel zu unserem Kummer immer mehr zur Minderheit wurden? Nein, das war keine Einbildung. Denn BDS richtet sich nicht gegen Personen, nicht gegen Israelis und schon gar nicht gegen Juden, es richtet sich gegen eine Politik, die Menschenrechte und Völkerrecht verhöhnt. BDS ist solidarisch mit einem Volk, das auf dieser Welt kaum noch Fürsprecher hat, dessen Interessen geopfert werden. Es richtet sich nicht gegen Israel, sondern gegen einen Apartheitsstaat Israel. BDS wird es so lange geben, wie es die israelische Apartheit gibt. Da zu vermuten ist, dass die Meisten in der Fraktion DIE LINKE das wissen, lügen sie also. Aber auch hier kommt es noch schlimmer, sie hetzen. Es ist üble Hetze, wenn im Antrag steht: „Wo Boykottaufrufe in der Bundesrepublik Deutschland an antisemitische Positionen des Nazifaschismus erinnern, sind sie inakzeptabel und scharf zu verurteilen." Dass Linke uns (gemeinsam mit der AfD) in die Nähe des Faschismus rücken, ist uns noch nicht passiert und wir werden es auch nicht vergessen.

Bei anderer Gelegenheit hörte man noch den einen oder anderen Widerspruch aus der Fraktion. Jetzt herrscht Totenstille. Mit der Linken sind wir fertig.

Christel Buchinger und Thomas Hohnerlein

Antwort von U. Gellermann:

DIE ZUSCHRIFT IST EINE WICHTIGE ERGÄNZUNG DES ARTIKELS! DANKE!


Am 20. Mai 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Tarnen, tricksen,täuschen im Deutschen Bundestag in der "Aktuellen Stunde."
Der Strick um den Hals des Volkes wird enger gezogen und so übernehmen die Parteien die Arbeit der "Gedankenpolizei," Sie bestimmen, was man zu denken, zu fühlen und zu sprechen hat mit ihren subtilen Vorgaben. Wer ein Antisemit ist bestimmen wir ist die Botschaft der überbezahlten am Tropf der noch überbezahlteren Berater hängenden Politiker und wehe wer selbständig denkt, der wird aber flugs reglementiert und in der rechten Schublade verortet.
Ein wichtiger Artikel in heutiger Zeit, wo die Moralapostel, die ewig Gestrigen, die Wortsortierer, die Bestimmer ihr Unwesen treiben und der Antisemitismus wird so zur Waffe der Herrschenden um das Volk auf Linie zu bringen und letztendlich ist es die nicht aufgearbeitete dunkle Geschichte des Faschismus, die Spekulationen und Interpretationen Tür und Tor öffnen. beliebig, wer was und wie darüber denkt und das bietet eine ungeheueren Zündstoff in den jeweiligen Bewertungen und deshalb günstig für Kapital und Politik.
Vielen Dank für den interessanten, wichtigen, nachdenklichen und sauber recherierten Artkel. Um dem Artikel so einigermaßen gerecht zu werden müßte z.B. das heutige Bildungssystem auf den Prüfstand.

Besorgnisserregend mit wieviel Härte und Eisekälte seit Jahren ein ganzes Volk versucht wird unsichtbar zu sprechen, wie es die ÖR tun, wie es die Politik und der MSM mit plappert und seltsam unwirklich meist halb berichten, einseitig, mit einem schlechten Gewissen im Rucksack und die Nähe zur Politik und Kapital ist erbärmlich und armselig, auf jeden Fall aber ein lukratives Geschäft.
Der Michel spricht im Deutschen Bundestag.
Ob der Oberfaschist Globke noch im Kanzleramt hängt ? Und wenn ja, wo bleibt der Aufschrei der jüdischen Gemeinden ?

Henryk M. Broder: Die BDS-Anhänger bereiten die Endlösung der Judenfrage vor - diesmal im Nahen Osten
Er weiß ganz genau was er spricht, dieser Hetzer !

Israel ist ein imperialistischer Staat, der die Atombombe besitzt und die entscheidenden Produktionsmittel befinden sich in den Händen von Konzernen und ihrer Lobbyisten und Aktionäre. In Israel, dass einzige Land der Welt, in dem die allgemeine Wehrpflicht sowohl für Männer als auch für Frauen besteht.
"Gefängnis mit Meerblick" so nennen die Palästinenser ihr trauriges Leben ohne Perspektiven, wo die Morde an der Bevölkerung kein Ende nehmen, wo es den Schießbefehl von seiten Israels gibt, was nur noch fassungslos macht. Wo bleibt das Aufheulen und der Aufschrei der "Menschenrechtler" der Moralapostel, der "Werteverteidiger ?" Nichts. Das Schweigen im Walde, wenn es um die Fakten eines gedemütigten und gequälten Volkes geht. Mangelnde Gesundheitsversorgung, Unterdrückung ihrer Rechte, Not und Elend und dieses Volk braucht jede Unterstützung in der Welt, dass ihnen zu ihrem Recht verhilft, nämlich zu ihrem Selbestimmungsrecht für den Aufbau einer friedlichen und selbstbesimmten Gesellschaft.
Die BDS arbeitet vorbildlich mit ganz vielen Organisationen zusammen und weil viele Künstler, wie auch Roger Waters konsequent dem am Boden liegenden Volk beim Aufstehen helfen und ihnen so, wie auch andere, die Würde und das Recht auf Leben beschwören an ihrer Seite sind, sind sie nicht aus der Öffentlichkeit wegzudenken. Danke, BDS !
Esther Berajano soll noch zu Wort kommen:
"Es ist ganz besonders wichtig, dass alle in Deutschland, in denen ein menschliches Herz pocht, endlich erkennen, dass Kritik an der Politik Israels nicht mit Antisemitismus gleichzusetzen ist.
Ich habe nicht das Vernichtungslager Ausschwitz, das KZ Ravensbrück und den Todesmarsch überlebt, um von so genannten "Antideutschen" und Konsorten als "Antisemitin" beschimpft zu werden."
Esther Berajano, Jüdin, eine der letzten Überlebenden von Ausschwitz ist eine Unterstützerin des BDS. Sie setzt sich entschieden und unnachgiebig mit jeder Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie Kriege, Völkermorde, Rassismus und Antisemitismus auseinander, um diese zurückzudrängen.


Am 20. Mai 2019 schrieb joe bildstein:

Teutonien fest am Halfter des radikalzionistischen Apartheid Regimes.


Am 20. Mai 2019 schrieb altes Fachbuch:

@r.krüger und den galeristen
könnte jemand auch etwas zum entschließungsantrag (ziel, begründung, folgen) im BT, dessen diskussion mit den unterschiedlichen bis konträren standpunkten und zum abstimmungsverhalten erklären??
hat von der PdL ein einziger abgeordneter der vorlage zugestimmt?? kennt jemand deren entschließungsentwurf?

natürlich ist der BT-beschluss als persilschein für die israelische apartheidpolitik und die kriminalisierung derer kritik zu verstehen!
aber die bds-leute sollten ihre aufrufe auch so überdenken und formulieren, dass nicht die losung "kauft nicht beim juden" rausklingt!

hier die bt-debatte:
https://www.youtube.com/watch?v=gkYMkfGnyic

Antwort von U. Gellermann:

Kein Abgeordneter der LINKEN hat dem CDU-SPD-GRÜNE-FDP-Antrag zugestimmt. Die LINKE hatte einen eigenen Antrag. Daraus folgenden Zitate: „Aufrufe aus Deutschland zum Boykott israelischer Waren müssen klar verurteilt werden." Dann, etwas sanfter: "jeden Antisemitismus in BDS-Aufrufen zum Boykott von israelischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Künstlerinnen und Künstlern oder Sportlerinnen und Sportlern, sowie von israelischen Waren und Unternehmen zu verurteilen." Das ist zwar nicht identisch mit dem CDU-SPD-Antrag, aber es ist nah dran.


Am 20. Mai 2019 schrieb Rob Gärtner:

Die Abstimmung gegen die BDS-Kampagne im Bundestag ist eine Rückversicherung für Israel. Wenn der Krieg mit dem Iran losgeht - und man darf sicher sein, dass die Israelis dabei sind - wird der Bundestag zumindest gebraucht, um Israel von aller Schuld freizusprechen.


Am 20. Mai 2019 schrieb Rena Krüger:

Ein Jammer, dass sich die LINKE für so ein Fake hergibt.


Am 20. Mai 2019 schrieb Paulo H. Bruder:

Indem sie BDS als "antisemitisch" abstempeln, stellen sich die deutschen Antisemiten und Israels Herrenmenschen aller Schattierungen - auch diejenigen der "antideutschen" Variante - einen Persilschein aus. Es geht ihnen aber nicht um Moral, sondern um Eroberung und die Ausübung von Herrschaft ... wie schon die Alten sungen. Am 26. Mai: Bei der Europawahl BDS wählen! In Bremen BDS wählen!


Am 20. Mai 2019 schrieb Vera Gräber:

Das Parlament nutzt den Antisemitismus nur als Vorwand für seinen Pro-Israel-Politik. Danke für den klugen und kühlen Artikel.


Am 20. Mai 2019 schrieb Alexander Kocks:

Das ist ja das ganze Leid mit den Humanisten und Menschenrechtlern in den deutschen Parteien und auch in der Gesellschaft, dass
die Menschenrechte nur selektiv gelten und angewandt werden sollen, wie immer es gerade passt..
Sie können doch von einem aufrechten Deutschen der Haltung zeigen will nicht verlangen, dass er sich dem Vorwurf des Antisemitismus aussetzt und Partei für die Palästinenser ergreift. Die Gefahr an den Pranger gestellt zu werden und ggfls seinen Job, den Listenplatz in der Partei zu verlieren oder als Partei eine Pressekampagne an den Hals zu bekommen ist enorm. Als Rentner geht es mir da etwas besser denn ich habe weder berufliche noch politische Ambitionen, obwohl es mir doch unangenehm wäre, wenn sich die Antifa um mich kümmern würde. Ich versuche die Palästinenser soweit mir möglich in ihrem Kampf für ihre Rechte zu unterstützen, öffentlich und im privaten Kreis.

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