Trumps Video-Show

Echte Geisterbahn mit falschen Iranern

Autor: U. Gellermann
Datum: 12. Juni 2019

Treten Sie näher, treten sie ran, wir zeigen Ihnen das echte Tanker-Brennt-Video, fast noch echter als die Computershow des damaligen US-Außenministers Colin Powell zur Begründung des Überfalls auf den Irak. Tatsächlich kann man auf dem Video Öl-Tanker erkennen. Und da brennt auch was. Tatü, Tata. Und irgendwie ist da auch ein Boot. Über solche Boote sollen Leute Im Iran verfügen. Ja, meine Damen und Herren, die Iraner, die sind so blöd, die senden scheinbar eigene Boote durch die Gegend. Schon wegen dieser Blödheit müßten die bestraft werden. Wahnsinn! Diese Inszenierung findet ein Publikum in Deutschland. Schreibt doch die total ernstzunehmende BILD-Zeitung: "Trump legt sich nach Attacke auf Öl-Tanker im Golf von Oman fest. ‘Das riecht förmlich nach dem Iran". Ja, meine Damen und Herren, das riecht förmlich aus dem Video heraus! Und die Geräusche: Brizzel-Bruzzel-Brazzel. Einfach grauenhaft. Geradezu schiitisch.

Nein, nein, die Medien wollen Sie keineswegs verarschen. Sie machen nur ihren Job: Es gibt Tanker, es gibt Trump, es gibt den Golf. Also, das sind doch harte Fakten. Da weiß der öffentlich-rechtliche NDR flugs: "Hamburger Tanker offenbar angegriffen". Offenbar! Das klingt nach Offenbarung. Und man weiß noch mehr: "Nach Angaben aus Sicherheitskreisen hat mindestens ein Torpedo das Schiff auf der Steuerbordseite getroffen". Tja, mindestens. Dürfen es noch ein paar mehr sein? Immerhin haben die Sicherheitskreise was angegeben, seien Sie froh, dass die keinen ausgegeben haben, dann würden Sie noch kriegsbesoffener werden. "Zweites Schiff vermutlich auch von Torpedo getroffen", berichtet der vortrefflich-rechtliche NDR. Sag ich doch, meine Damen und Herren, es kann immer noch einer mehr, sein, der ganze Golf ist voller Torpedos! Und im Hintergrund singt der Chor der Iranischen Revolutionsgarden: "Einer geht noch, einer geht noch rein!" Wenn das kein Beweis ist! Und im Keller der Sendeanstalt proben sie das schöne Gedicht: "Der Sicherheitskreis, was der nicht weiß, das interessiert doch einen Scheiß."

Tja, meine Damen und Herren, spielen wir mal den Original-Ton der Zeitung "Die Welt" ein: "Der Mut des iranischen Soldaten grenzt an Draufgängertum: Auf hoher See, auf dem Bug eines kleinen iranischen Schnellboots stehend, nähert er sich dem nahe der Straße von Hormus beschädigten Öltanker „Kokuka Courageous“. Siehste, Springers Halbwelt-Blatt war wieder selbst dabei, die Kriegs-Zuhälter von der Berliner Axel-Springer-Straße wichsen nicht mehr nur auf ihre Schreibtische, nein, diesmal lieber gleich in die Hirne der Konsumenten. So geht Krieg! Erst in die Hirne, dann in die Hose. Da sind die "Faktenfinder" der Tagesschau viel vorsichtiger, man fragt: "Sind die Aufnahmen authentisch?" Na klar, so authentisch wie jede Geisterbahn. Denn das US-Militär habe gesagt: "Die Menschen an Bord des iranischen Schnellbootes vom Typ "Gaschti" seien dabei 'beobachtet und aufgenommen' worden, wie sie am Donnerstagnachmittag - also nach den Vorfällen - eine nicht explodierte Haftmine wieder vom Schiffskörper entfernt hätten." So dämlich können nur Iraner sein: Erst eine kaputte Haftmine anbringen und die dann noch, unter den Augen der US-Spionage-Satelliten zurück in die Plastiktüte stopfen und wieder nach Hause bringen.

Meine Damen und Herren, hoch verehrtes Publikum, nirgendwo werden Sie so raffiniert beschissen wie beim Öffentlich-Rechtlichen. Nach der Zwar-Aber-Methode. Was spricht für die Authentizität, fragt die ARD und beantwortet sie sogleich: "Wie die Aufnahmen zustande gekommen sind, ist unklar. Möglicherweise wurde das Material von einer Drohne gefilmt. Die Qualität der Bilder ist allerdings nicht sehr hoch, sodass nicht viele Rückschlüsse möglich sind. Durch einen Abgleich von Video und Fotos des beschädigten Tankers lässt sich aber feststellen, dass auf den Aufnahmen wohl das Schiff zu sehen ist. Sowohl die Zeichen auf der Außenwand als auch die Aufbauten auf dem Schiff sprechen dafür." Alles klar? Trumps Geisterbahn findet Fans. Den Ehrenplatz in der Faktenschinderei bekommt das MÖGLICHERWEISE. Aber dann, dann geht der Wagen der Geisterbahn in die Kurve, und der düstere Abgleich der Bilder lässt Grauenhaftes feststellen: ES IST WAS ZU SEHEN!!!! Was auch immer. Zwar wissen wir nix, aber wir senden schon mal was.

Wo, verdammt, sind die Iraner, die Trickser? Am unteren Bildrand, oben oder gar dahinter? Wissen wir doch, wie geschickt der Iraner sich tarnt. Schon seit Jahren tut er so, als würde er an einer Atombombe basteln, aber keiner hat sie gesehen. Wer seine Bombe so gut tarnt, der täuscht auch Tanker vor. Deshalb darf die Tagesschau auch texten: "Mutmaßliche Angriffe auf Tanker -
USA und Großbritannien geben Iran Schuld". Vom sicheren Schreibtisch in Hamburg aus haben sie alle viel Mut angesichts der US-Geisterbahn, von Maß keine Spur. Und das Amen der redlichen Mächte USA und Großbritannien spricht für sich: Die waren schon im Irak, die haben schon alle möglichen dreckigen Krieg gemeinsam gemacht; wenn einer weiß, wer Schuld ist, dann die. Die seriöse Frau May, der hundertprozentig vertrauenswürdige Herr Trump. Die werden doch nie und nimmer lügen. Oder?

Ganz hinten kommt der "Faktenfinder" Patrick Gensing um die Ecke der Horror-Schau vom Tage: "Viele Nutzer in sozialen Medien weisen zudem darauf hin, dass die USA den Krieg im Irak mit gefälschten Bildern legitimieren wollten. Später mussten die USA einräumen, dass vermeintliche Beweise falsch waren." Später, später, nur nicht heute. Denn damals war die Tagesschau und der nahezu komplette Rest der deutschen Medien auch dabei. Als gelogen und betrogen wurde. Aber diesmal sind sie um ein MY schlauer: Man war im Netz, und da gibt es soziale Medien. Doch der Öffentlich-Rechtliche bleibt asozial. Man bereitet den Krieg mit vor. Durch die Weitergabe der US-Propaganda. Ohne an die eigene Rolle zu erinnern, damals im Irak-Krieg.

Treten Sie näher, treten Sie ran, meine Damen und Herren, Sie können ihren Enkeln noch erzählen, Sie wären dabei gewesen. Als man die nächste Fuhre Leichen per Reklame vorbereitet hat. Falls Sie nach dem atomaren Konflikt noch Enkel haben.

Israel-Iran-USA
Ein gefährliches Dreieck
Veranstaltung im BUCHHÄNDLERKELLER BERLIN
Dienstag 25. Juni 20.30 Uhr
10623 BERLIN-CHARLOTTENBURG CARMERSTRASSE 1,
Moderation: Uli Gellermann


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 16. Juni 2019 schrieb Jürgen Bruhn:

Sehr geehrter Herr Gellermann

Ja eine Frage habe ich tatsächlich,
kannten Sie auch Menschen die Dresden überlebt haben ?
Ich möchte auf keinen Fall irgendetwas relativieren, aber die einseitige Behandlung von Kriegsverbrechen stört mich sehr. Seit meiner Geburt höre ich nur die Geschichtsversion der Alliierten. Was ich aber gelernt habe in meinem Leben, so muß man immer beide Seiten kennen um sich ein Urteil zu bilden. Wenn ich heute das abschlachten von Menschen sehe, wegen Massenvernichtungswaffen die es nie gab, oder wegen Säuglingen die angeblich aus ihren Brutkästen gerissen wurden, so bekomme ich ernsthafte Zweifel. Diese Institutionen die für diese Lügen verantwortlich sind, gab es schon vor 1933. Ich bin mir sicher dadurch das Sie überlebende persönlich kennen, haben Sie eine andere Sichtweise wie ich, trotzdem weiß ich, das auch Sie ein denkender kritischer Mensch sind.
Vielleicht können Sie ja nur ein wenig Verständnis für meine Zweifel aufbringen.

Antwort von U. Gellermann:

Ich kannte und schätzte den Dichter Heinz Czechowski, er hat das Dresdner Inferno überlebt. Er war mit mir einig: Die Bombenangriff begannen in Coventry und die alliierten Angriffe waren waren falsch, aber Reaktion auf einen Krieg den die Nazis begonnen hatten.


Am 16. Juni 2019 schrieb Andreas Schell:

Sie lügen wieder einen Krieg herbei und wir werden ihn erleben, auch wenn weltweit nirgends eine Mehrheit dafür zu finden ist.

Das geht doch schon bei Sätzen los wie "Der Iran hat es getan". Hat er nicht. Der Iran ist ein Staat. Die meisten Einwohner des Iran haben mit den Öltanker-Anschlägen nichts zu tun. Vielleicht sogar kein einziger?

Das hier - eine Gegenstimme - ist nicht Deutschland, dessen Bevölkerung, genau wie die des Iran, keinen Krieg will, sondern nur eine einzelne Meinung von einem Querdenker in einem vom Mainstream abgelegenen Forum.

Und deswegen wird natürlich in Kürze mit der Bombardierung begonnen.


Am 16. Juni 2019 schrieb Paulo H. Bruder:

Grandiose Satire! Dank.


Am 16. Juni 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@ Uli Gellermann
"Israel begreift sich als US-Knüppel"

Es ist eher so: Israel versucht mit seiner US-Lobby (die 'Weisen von Zion' in Washington) die USA als Knüppel für seine Interessen zu benutzen. Das war beim Irakkrieg 2003 schon so.

Antwort von U. Gellermann:

Spätestens seit die Israelis die ägyptische Armee (die größte in diesem Raum) geschlagen haben, gelten die Israelis als Wächter des Sues-Kanals für die westliche Welt und deren Öl-Versorgung. Die israelische Armee kann ausreichend „boots on the ground“ stellen, das muss man als Wächter.


Am 16. Juni 2019 schrieb Ernst Blutig:

Man kann den alten Witz vom Architekten, der nix weiß und deshalb einen Kreis malt, auch ummünzen:

Wenn der Journalist nix weiß, schreibt er was vom Sicherheitskreis


Am 15. Juni 2019 schrieb Klaus Bloemker:

Alle reden vom 'USA - Iran Konflikt'. Es ist aber eher ein Israel + Saudi Arabien - Iran Konflikt. Israel und seine US-Lobby traut sich wieder mal kaum jemand zu erwähnen. Ähnlich wie vor dem Irakkrieg 2003.

Manche halten es ja für eine antisemitische Verschwörungstheorie zu behaupten, Israels Lobby in Amerika bestimme die US Außenpolitik im Nahen Osten. Sitzen in Washington etwa 'Die Weisen von Zion'? - Ja, das ist aber diesmal keine zaristische Fälschung.

Antwort von U. Gellermann:

Natürlich gibt es hier eine Wechselwirkung: Israel begreift sich als US-Knüppel zur Bedrohung und Disziplinierung der Araber. Das hat mit Weisen und Zion nichts zu tun. Israel gefährdet damit ständig seine Existenz. Das ist zionistischer Schwachsinn.


Am 15. Juni 2019 schrieb Udo H.:

Einfach toll, diese Technik der Iraner.! Haben sie doch ganz offensichtlich Haftminen mit Raketen und/oder Torpedos angebracht. Mit denen würde ich mich nicht auf einen Krieg einlassen, wer weiß, über was sie sonst noch alles verfügen.

Übrigens: ob Gleiwitz, Irak oder jetzt möglicherweise Iran - der Unterschied der Systeme wird (auch auf anderen Gebieten) immer geringer. Es ist letztendlich alles nur ganz gewöhnlicher Kapitalismus.


Am 15. Juni 2019 schrieb Klara Mensah-Attoh:

DANKE!
All das Aufgezählte hat Uli Gellermann wieder perfekt präzisiert!
Es entspricht Eins zu Eins meinen eigenen Befürchtungen und
Gedanken angesichts dieses brennenden Tankers.

Auch dieser initiierte "Beweis" erinnert doch verdammt an die
infantilen Handzeichnungen (und Lügen von Collin Powell),
mit denen man dem Irak 2003, kurz vor dem längst geplanten
Militärschlag, den Besitz von versteckten Chemiewaffen "nachgewiesen" und für die letzten Zweifler einen plausiblen Grund
für die Notwendigkeit eines militärischen Eingreifens geliefert hat...

Den Amis ist KRIEG der allerallerhöchste Lebenszweck.
Wieder scharren sie und ihre Freunde in Israel mit den Hufen,
wanns denn endlich wieder los geht.
Nichts tun sie lieber als Blut vergießen, koste es was es wolle.
Aber niemals auf eigenem Territorium - dafür aber sonst überall
auf der Welt.

Wann wann endlich fängt die Welt an, die Amis dafür zu ächten??
Bevor alles zu spät ist.


Am 15. Juni 2019 schrieb Christa Meixner:

Hallo Herr Gellermann!

Da haben sie an Ihrem Geburtstag ja mal wieder einen rausgehauen !
Herzlichen Glückwunsch dazu
und alles Gute zum 74 sten.
Bleiben sie bloß gesund !!!


Am 15. Juni 2019 schrieb Jürgen Bruhn:

Sehr geehrter Herr Gellermann

Seit 1945 zieht sich die Kriegspolitik der USA wie ein roter Faden durch die Geschichte. Ich habe darüber die Bücher von Daniele Ganser gelesen, vielleicht ist er Ihnen ein Begriff.
Was ist, wenn diese Geschichte schon 1933 angefangen hat. Ich meine die Hetze über einen Brutalen Diktator, der sein Volk unterdrückt, es ausbeutet, und die übelsten Verbrechen begeht.
Wann fangen die Lügengeschichten an und wem sollte man in einem besetzten Land noch glauben ?

Antwort von U. Gellermann:

Dass die Nazis üble Verbrecher waren konnte man z. B. in ihren Folterkellern und KZ besichtigen. Ich kannte Menschen, die die SS- und SA-Tiere dort überlebt haben. Noch Fragen?


Am 15. Juni 2019 schrieb altes Fachbuch:

wozu sollten sich die manipulatoren überhaupt mühe geben??
das bildungssystem hat die schafe schon so abgerichtet, dass der blick lediglich auf futtersuche fokussiert ist. was juckt das die, wie es den kamelen geht. futterneider weniger - daumen hoch!!

der tag wird werden, dass forderungen nach krieg von den schafen kommen, nur um das grün der eigenen wiese zu erhalten!


Am 15. Juni 2019 schrieb Guenther Mann:

Seit Jahren schon zeigt in unserem Haus (4 Toiletten bei 4 Bewohnern) der Wasserverbrauch genau zwischen um 20:01 und 20:15 Spitzenwerte


Am 15. Juni 2019 schrieb Alexander Kocks:

Zuerst einmal handelt es sich nicht um einen Hamburger Tanker, sondern das Schiff ist im
Besitz einer japanischen Reederei. Eine Hamburger Firma organisiert lediglich die technischen Belange dieses Schiffes, d.h. Gestellung der Besatzung, Reparaturen, Erneuerung der erforderlichen Klassifikation etc. Der japanische Eigner selbst spricht davon dass die Besatzung einen Fluggegenstand der sich dem Schiff näherte beobachtet hat und kurz danach eine Explosion hörte.

Da die Iraner 40 Besatzungsmitglieder aufgenommen haben sollen und im Iran versorgen kann man genauso behaupten, die Iraner haben die angeblich nicht explodierte Haftmine von der Außenwand des Schiffes entfernt um größeres Unheil zu verhindern und gleichzeitig Beweise gesichert um die Herkunft der Mine zu bestimmen. Es dürft außerordentlich schwierig sein, auch für die iranische Marine, einem Tanker bei voller Fahrt, ohne dass die Besatzung etwas merkt, eine Haftmine an der Außenhaut anzubringen. Wenn überhaupt ist es wahrscheinlicher die Mine ist am Verladeterminal angebracht worden, obwohl auch das wegen der Sicherheitsmaßnahmen an diesen Tankerterminals außerordentlich schwierig ist. Eigenartigerweise gibt es keine Information darüber in welchem Land der/die Tanker Öl geladen haben. Das könnte nämlich einen Hinweis darauf geben welcher Geheimdienst hier eine „False Flag" Maßnahme unternommen haben könnte..


Am 15. Juni 2019 schrieb Gideon Rugai:

2006 kam ein US-Politthriller (Regie Steven Gaghan, "Traffic") in die Kinos, der mich schon beeindruckt hat: Ist die dort angeschlagene Tonart für die selbstverliebten, immer dienstbar-patriotischen Amis eher unkonventionell.
Zum Finale des Films wird dort eine (von der CIA "besorgte") Rakete von zwei pakistanischen Öl-Arbeitern ohne Perspektive, die naiv-unwissend als "Terrorhelfer" in "islamistische" Kreise geraten per "Selbstmordanschlag" in einen Tanker versenkt. Und auch wenn die beiden Pakistanis nicht direkt von der CIA angeworben wurden, zeigt der Film doch deutlich auf, wie die Lügen, Manipulationen, Ränkespiele und politischen Fäden die weltweit gezogen werden letztlich in dieses "Attentat" münden müssen - unausweichlich.
Der Titel des Films : "SYRIANA !"(sic!). Und der Handlungsbogen (in Kurzform bei Wiki nachzulesen) liest sich wie eine Blaupause zum aktuell schwelenden Konflikte rund um den Iran, Irak, Syrien, die Saudis etc. pp., bis eben zum Tanker aus Hamburg...
Wahrscheinlich haben Trump , Bolton, Pompeo und die restliche Kasperltruppe im Heimkino des "White House" wieder viel zu viel und zu lang ferngesehen ?
Ich habe mir gerade auch mal ein paar Kommentare (im Mainstream) zur neuen Tanker-Sau die durchs Weltdorf getrieben wird angeschaut : Da wird neben den üblichen blinden Reflexen aber auch laut& deutlich: "Sagt mal- ernsthaft jetzt- wollt ihr uns (schon wieder) verarschen !!??" gefragt....(sinngemäß) .

https://de.wikipedia.org/wiki/Syriana


Am 15. Juni 2019 schrieb Ralph Höpfner :

Lieber Herr Gellermann,

ich kann diese ‚wahre Begebenheit‘ nicht oft genug erwähnen und, mit Verlaub, nicht weit genug verbreiten lassen. Sie stammt aus dem Jahr 1898, handelt vom Beginn des unerklärten Krieges der USA gegen Spanien – Orson Welles hat sie mit anderem Wortlaut in seinem Film ‚CitizenKane‘ verwendet - und so geht sie:

“Girls delightful in Cuba Stop! – There’s no war in Cuba Stop! – Only prose poems Stop!”
(=Mädchen bezaubernd in Kuba Stopp!- Es gibt keinen Krieg in Kuba Stopp!- Alles nur Märchengeschichten Stopp!)
(US-Lt.General Joseph ‚Fighting Joe‘ Wheeler 1898 (1835–1906))
„You furnish the picture, I’ll furnish the war. “ (Randolph Hearst, Zeitungsmogul, ca. 1898)
(=Sie richten mir die Bilder ein, ich werde den Krieg inszenieren.)
(vgl.: CITIZEN KANE, Orson Welles)

Die Vorbilder für Kriegsanlässe sind also älter als all die Picture-Shows aus dem Golf-von-Tonkin, von den Babys-aus-Brutkästen-reissen durch die Iraker in Kuwait,
älter auch als die zu Sender-Gleiwitz und Seit-Fünf-Uhr-Früh-wird-jetzt-zurück-geschossen. Schon die Pharaonen und Cäsaren Roms kannten diese Tricks der Verwirrung der Öffentlichkeit.
Heute kennen diese Tricks auch unsere Kita-Kleinen und praktizieren diese milliardenfach pro Tag. SELFIES nennen sie die und bieten gleich daneben Buttons für Like/Dislike an.
Warum lernen wir nicht von der Witzigkeit der Kleinen und nennen solche amtlichen Beweise nicht auch schlichtweg SELFIES? Buttons nebenan statt lange Propaganda-Kampagnen bis zum Krieg?
Und vergleichbar zu ‚Holly-Weird‘ (vgl. Gil Scott Heron), warum vergeben wir nicht dazu, zu SELFIES, auch auch Oscars, die wir nur anders nennen, z. B.. AMTHOR – wie der Entgegner von REZO? Auch Kategorien die Menge gäbe es dazu – oder nicht?
Also, haut rein!


Am 15. Juni 2019 schrieb Ronald Wolf:

Ich bin schwer enttäuscht. Da sitzen im Pentagon tausende gut bezahlte Kriegspropagandisten und etliche hoch dekorierte Militärs und dann fällt Ihnen nur so eine Gleiwitz-Story ein. Na gut, beim Vietnamkrieg hat so ein Ding als Vorwand noch funktioniert. Jetzt sind die Menschen auch nicht viel klüger, denn wer den USA-Politikern glaubt, hat nicht viel in Geschichte aufgepasst. Die wichtigste Frage ist doch immer „wem nützt es?".

Da sind wir aber ganz schnell bei den USA und Israel. Selbst äußerst konservative Medien kamen gestern zu diesem Schluss. Dafür gibt es ja jetzt diese Räuberpistole und ich werde mir die Nachrichten lieber nicht anhören, dass wird nicht auszuhalten sein. Wie beim Skripal-Fall wird der gesunde Menschenverstand und einfache Logik begraben werden.
Den Preis für den von den Staaten und Israel angestrebten Krieg werden wir Europäer bezahlen.


Am 15. Juni 2019 schrieb Lare Winter:

Wen Ihre Worte Kugeln wären lägen die Medien tot auf dem Boden. Danke.


Am 15. Juni 2019 schrieb Eva Leitner:

Ihr Text ist irre gut! Man spürt Ihren Zorn. Und er ist gerecht.


Am 15. Juni 2019 schrieb Johannes M. Becker, Privatdozent Dr., Friedensforscher:

Glänzend!
Aber: semper aliquid haeret - GERADE hierzulande, bei der Medienhörigkeit der deutschen Bevölkerung ("ja aber es war doch in der Tagesschau zu sehen!").
Glänzend!


Am 15. Juni 2019 schrieb Max L.:

Bitte mehr von dieser Emotionalität! Mir und vielen anderen geht es genau so - die Wut wird täglich größer, die Verzweiflung wächst ebenfalls, auch, weil ja nicht nur die Verbrecher von "Bild" nicht müde werden, uns in den Krieg zu hetzen.

Die Macht um Acht tut es auch, nur etwas subtiler, aber sie gibt den Darstellungen der USA immer breiten Raum und macht scheinheilig auf ein bisschen Skepsis, ohne jedoch klar Stellung zu nehmen und beispielsweise zu erklären, wem eine solche Inszenierung nützt und wem eben nicht.

Und erneut erleben wir das Thema Phänomen, dass Trump nach wie vor wegen angeblicher "Russland-Connections" oder irgendwelchen Gedönses wie "Klimaleugnung" kritisiert wird (dieses Thema könnte man auch ohne Trump angehen, wenn man wirklich wollte) , aber nicht für seine Drohungen, Erpressungen und Kriegserklärungen in Sachen Handel oder seine ständigen Schuldzuweisungen gegen genau die Länder, die auf der Abschussliste Washingtons stehen.

All das, gehe es um Venezuela, Syrien, Russland oder China und viele andere, wird stets mindestens zurückhaltend, oft aber gar wohlwollend begleitet. Kritik an Trump nur da, wo es kaum jemanden juckt, niemals da, wo es ans Eingemachte geht.

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