Reklame statt Journalismus

Tagesschau-Redaktion versteht sich als Werbeagentur

Autor: U. Gellermann
Datum: 02. Oktober 2019

Millionen Tagesschau-Zuschauer sehen sich das wichtigste Nachrichten-Produkt Deutschlands an und glauben: Das ist Journalismus. DIE-MACHT-UM-ACHT, die analytische Begleitsendung der Tagesschau beweist an einer Reihe von Meldungen: Die öffentlich-rechtliche Sendung macht immer wieder schlichte Reklame. Ein Klassiker dieser Billig-PR ist diese Überschrift der Radaktion: „Kramp-Karrenbauer in Washington - Hormus-Einsatz nur als europäische Mission“. Mit dem Wort „Einsatz“ wird landläufig eine gute sportliche Leistung charakterisiert. Zum Beispiel: ‚Die Mannschaft zeigte einen sehr guten Einsatz‘. Das Wort „Mission“ hat einen eher religiösen Zusammenhang: Die Kirchen missionieren, mit Vorliebe werden sogenannte Ungläubige missioniert und vom rechten Glauben überzeugt. Also will Frau Kramp-Karrenbauer, glaubt man der ARD, in der Straße von Hormus, gemeinsam mit den USA die Iraner missionieren? Quatsch. Die Dame will sich an einem möglichen Krieg der USA beteiligen, am liebsten unter dem Mantel der Europäischen Union. Mit den Tarnwörtern Einsatz und Mission verbreitet die Tagesschau also keine Nachrichten sondern Reklame. Ausgerechnet für die sogenannte Verteidigungsministerin, die auch besser Rüstungs- oder Kriegsministerin genannt werden müsste.

Diese Überschrift „Abkommen unterzeichnet - Trump verlegt US-Truppen nach Polen“ klingt wie eine echte Nachricht. Ist aber nur die primitive Weitergabe einer Information der US-Regierung. Zur Nachricht könnte diese Meldung werden, wenn die Hamburger Redaktion der Tagesschau mal ein paar Fragen stellen würde.
An die polnische Regierung zum Beispiel: Steht ein russischer Angriff bevor, müssen deshalb Truppen der USA nach Polen? Auch eine Frage an den US-Botschafter wäre sinnvoll: Was sollen die US-Truppen in Polen? Die Russen reizen? Und schließlich müßten echte Journalisten im Kanzleramt nachfragen: Unser NATO-Partner USA verschärft durch die Verlegung von Truppen den Spannungszustand an der polnischen Grenze. Was bedeutet das für die Bundesrepublik? Was für die Bundeswehr? Was für den Frieden? – Aber all diese Fragen stellt die Redaktion der Tagesschau nicht. Sie gibt nur brav weiter, was die USA vorgeben. Anscheinend versteht sich die Redaktion als eine Art PR-Agentur der USA. Peinlich. Dumm. Gefährlich. Und ganz sicher: Kein Journalismus.

Der totale Höhepunkt der Verwechslung von Werbung und Journalismus ist diese Meldung von Carsten Kühntopp aus dem ARD-Studio in Kairo: „Leichtathletik-WM in Doha Katar - klein, eigen, reich an Flüssiggas“. Hört sich gut an, oder? Kein Wort über die Scharia in Katar. Kein Wort darüber, dass Katar eine Diktatur ist. Kein Wort über die unmenschliche Behandlung ausländischer Arbeiter in Vorbereitung auf die Fußballweltmeisterschaft. Da sitzt Carsten Kühntopp auf seinem faulen Arsch in Kairo, lebt gemütlich auf Kosten der Gebührenzahler und recherchiert nicht mal im Internet, geschweige, dass er aus dem Caféhaus aufsteht und sich die Verhältnisse in Katar mal selbst ansieht. Da macht er lieber Reklame für Katar: „klein, eigen, reich“, wie schön für den Emir. Vom wem wird der angebliche Journalist bezahlt? Vom Emir?

Die Tagesschau-Redaktion hat sich aus einer Mischung von Faulheit, Dummheit und Gehorsam angewöhnt, die Meldungen aus Agenturen unbesehen einfach weiterzugeben. Aber das ist nicht ihr Job. Sie soll JOURNALISMUS machen, Zusammenhänge aufzeigen, Hintergründe berichten, dem Zuschauer ein Gesamtbild geben. – Diese und andere Produkte der Tagesschau-Redaktion zeichnet DIE-MACHT-UM-ACHT-Redaktion, die Alternative zur Tagesschau, mit einem Warndreieck aus. "Denn kaputte Nachrichten", so Uli Gellermann, "machen Köpfe kaputt. Davor warnen wir." Bei dieser Aktion helfen die Zuschauer der MACHT-UM-ACHT mit ihren Mails. Unter der folgenden Mailadresse DIE-MACHT-UM-ACHT@KENFM.DE können die Zuschauer weitere Vorschläge für Warndreiecke einsenden. Dafür bedanken wir uns herzlich.

Hier geht es zum Video:
https://www.youtube.com/watch?v=5Pk5zDiOc8Y


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 07. Oktober 2019 schrieb Uschi Peter:

Wieder ins Schwarze getroffen, lieber Uli, hart aber genau! Aber wer kümmert sich um die "Mission in der Straße von Hormus"? Lassen wir doch die guten westlichen Missionare wirken. Wir erregen uns über die wirklich weltbewegenden Themen wie die Klimakatastrophe und die Knechtung der guten Freiheitsaktivisten in Hongkong. Das "dumme Volk" wird immer auf Nebenschauplätze verwiesen um Dampf abzulassen. Das ist die äußerst geschickte Ideologie des Westens. Wer geht noch für den Frieden auf die Straße, wenn "der Russe im Vorgarten steht"(Volker Pispers)? Das wäre für die Herrschenden zu gefährlich. Oder kann sich jemand vorstellen, dass die USA und ihre Nato ihren Anspruch auf die Unterdrückung der Völker der Welt aufgeben und aus den überfallenen Ländern abziehen? Die Politiker sind ihre willigen Vollstrecker und die Journalisten ihr Sprachrohr. Das beschreibt der leider zu früh verstorbene Udo Ulfkotte sehr deutlich in seinem Buch "Gekaufte Journalisten". Noch ein Wort zu den "Nachrichtensendungen". Da möchte ich H.Koba zustimmen. (Nur dass ganz andere in der Hölle schmoren müssten.) Diese Sendungen sind Propagandaschleudern oft übelster Sorte.Wir dürften uns nicht so großspurig über die Nachrichtensendungen anderer Länder erheben. Es wird auch nur das berichtet, was Mainstream sein soll. .


Am 07. Oktober 2019 schrieb OB Brauerhoch:

Der verkniffene Knifke ist ins Schwäbische akommandiert--vielleicht wirds jetzt in Tagesschau und -themen etwas objektiver
und vor allem Nachricht und Meinung deutlich getrennt. I hope so..und Sie?
Hoffentlich hat der neue Chefredakteur kein so ausgeprägtes Rußlandfeindbild!


Am 06. Oktober 2019 schrieb altes Fachbuch::

die vorgebliche pluralität im freien werte-westen aufgrund allein schon der vielzahl der medien entlarven. dem ist nämlich nicht so!!
es macht sinn, sich die aufgaben des presse- und informationsamtes, welches der kanzlerin direkt unterstellt ist, anzusehen!!
auch die urquelle aller nachrichten, die deutsche presseagentur, als bündnis aller wichtigen medien als gesellschafter/eigentümer (!!) und alleinige (!!) kunden ist interessant!

der einheitsbrei ist kein zufall. "demokratische" kontrolle
oder einflussnahme ausgeschlossen
nicht nur die politischen vorgaben, auch die stilistischen "mittel" wie verdrehung, in zweifel ziehen, lügen oder auslassungen sind dem geschuldet - und machen keinen unterschied zu dem, was man den "diktaturen" unterstellt!!
zusammen mit repressiven gesetzen (netzdurchsetzungsgesetz/judikative) oder strukturen (antonius-stiftung/executive) und der bundeszentrale für politische "bildung" komplettiert sich das bild eines manipulationssystems als teil eines auch staatlichen unterdrückungsapparates!!

Antwort von U. Gellermann:

Tatsächlich gäbe es die Möglichkeit einer demokratischen Kontrolle: Die Rundfunkräte. Aber auch die sind in jenes Parteien-System eingeordnet, das erfolgreich Demokratie vortäuscht.


Am 06. Oktober 2019 schrieb H. Koba:

Die Tagesschau startete am 01.10.1956. Keine Nachrichten, nur kurze Filmeinspielungen. Ab 02.03.1959 verlas dann ein Herr Köpke - als erster Nachrichtensprecher der Tagesschau - das, was verlangt wurde.
Am 21.03.1960 startete der "Schwarze Kanal" im DDR-Fernsehen. Moderiert von Karl-Eduard von Schnitzler. Das ist derjenige, den auch auf dieser Seite die Mehrheit der Diskutanten zum Teufel wünscht. Wo er ja auch nach seinem Tod ist. Im Himmel würde er sich - so nehme ich an - nicht wohlfühlen. Gott sei Dank. Kleines Wortspiel. Karl-Eduard von Schnitzler begann seine erste Sendung - wie gesagt am 21.03.1960 - mit folgenden Worten:
?Der Schwarze Kanal, den wir meinen, meine lieben Damen und Herren, führt Unflat und Abwässer; aber statt auf Landwirtschaftliche Felder zu fließen, wie es eigentlich sein müßte, ergießt er sich Tag für Tag in hunderttausende westdeutsche und Westberliner Haushalte. Es ist der Kanal, auf welchem das westdeutsche Fernsehen sein Programm ausstrahlt: Der Schwarze Kanal. Und ihm werden wir uns von heute an jeden Montag zu dieser Stunde widmen, als Kläranlage gewissermaßen.?

Seit über sechzig Jahren läuft die Tagesschau. Nichts hat sich geändert. Damals Unflat - heute Unflat.
Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Und bitte, bitte keine Erklärung darüber, was doch der "von Schnitzler" fürn Arschloch war. Er hatte Weitblick...?. obs dem ein oder anderen passt oder nicht.

Antwort von U. Gellermann:

Das DDR-Gegenstück zur Tagesschau war die „Aktuelle Kamera“. Der „Schwarze Kanal“ – der nicht Gegenstand des Artikels und der Debatte ist - begriff sich als Gegenstück z. B. des ZDF-Magazins mit Gerhard Löwenthal, das auch nicht Gegenstand der Debatte ist.


Am 06. Oktober 2019 schrieb Ingo Rudolph:

Für mich ist die Tagesschau weniger eine Art Produkt-Reklame im Sinne von Werbung, sondern strategisch gezielte Verdummung, die mich immer wieder auf´s neue wütend macht. Das ganze geschieht angeblich im öffentlichen Auftrag, aber die Öffentlichkeit ist völlig ausgeklammert, obwohl sie zur Bezahlung verdammt ist. Es lebe der Rechtsstaat. Das erinnert an den Volksempfänger der Nazizeit; für´s Programm musste man damals nichts bezahlen. Da ist unser Rechtsstaat schon weiter.


Am 05. Oktober 2019 schrieb Matthias Brendel:

Warum bekomme ich immer so ein beklommenes Gefühl, wenn ich in unseren öffentlich-rechtlichen Kanälen die Nachrichten schauen muss?
Warum muss ich dann immer an Ede Schnitzler denken, über den ich schon als Westkind so ausgiebig gelacht habe?
Jeder denkende Mensch glaubt diesen, jeden Tag aufs Neue verzapften, Schwachsinnscocktail aus Lügen, Verdrehungen und Unterlassungen nicht mehr.
Die ersten 3-4 Minuten gibt es meist Frau Merkel, wie einst Mao überlebensgross, in irgendwelchen Ehrungen, meist im Ausland, die Drecksarbeit der Militarisierung macht jetzt Frau Knarrenburger, dazwischen bringt man etwas farbige Aufstände mit dem Hinweis auf fehlende Demokratie, die vom Wertewesten initiiert und gesteuert werden, so ist alles prima verteilt und wir müssen es nur noch ausbaden und bezahlen.

Wie wählt man eigentlich eine Regierung, die sich für die Interessen der Mehrheit einsetzt?
Ist so etwas grundsätzlich hier noch möglich?

Antwort von U. Gellermann:

Grundsätzliche gesellschaftliche Änderungen sind nur außerhalb der Parlamente möglich.


Am 05. Oktober 2019 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Die RATIONALGALERIE ist es, die durchzusteigen hilft. Sie ist wie ein Kompass - wie ein LICHT im Dunkel!


Am 04. Oktober 2019 schrieb Klaus Bloemker:

Nun will ich der Rationalgalerie mal erzählen, was Reklame / advertising für ein Produkt oder eine Dienstleistung ist:.

DO GOOD AND TALK ABOUT IT - Das ist das Motto. (Ich habe in der Branche gearbeitet.)

Also, mach was Gutes und rede darüber. Es hat keinen Sinn, billigen Schrott zu produzieren und den schön zu reden - das merken die Konsumenten.

Ich denke, so ist es auch in der Politik.

Antwort von U. Gellermann:

Lesen hilft sehr:

„Kramp-Karrenbauer in Washington - Hormus-Einsatz nur als europäische Mission“ - Mission & Einsatz, Wording als Reklame.
„Leichtathletik-WM in Doha Katar - klein, eigen, reich an Flüssiggas“ - Statt Scharia und Sklavenarbeit, Reklame durch verschweigen.


Am 04. Oktober 2019 schrieb Britta Keller:

Ein fundamentaler Satz:" Kaputte Nachrichten machen Köpfe kaputt". Und auch das ist die Wahrheit: "Die Tagesschau-Redaktion hat sich aus einer Mischung von Faulheit, Dummheit und Gehorsam angewöhnt, die Meldungen aus Agenturen unbesehen einfach weiterzugeben." Danke.


Am 04. Oktober 2019 schrieb Anna Behrens :

Medien-Aufklärung ist selten, Gellermann liefert das Handwerkszeug.


Am 04. Oktober 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@ Ingo Rudolph
"Wenn die westliche Zivilisation ... nicht gemeinwohlorientiert ... wird sie untergehen."

Ich denke, das westliche Modell von Marktwirtschaft plus Demokratie und Sozialstaat (BRD ... ) ist bisher das historisch beste. - Der Sozialismus war es sicherlich nicht.

Auf einem anderen Blatt steht das kapitalistische Wachstumsstreben mit seinen ökologischen Folgen.

Aber Marx meinte ja, der Kapitalismus produziere unter seinen Möglichkeiten. (Aufgrund seiner Krisenanfälligkeit.) Wenn die Produktionsmittel erstmal vergesellschaftet sind - dann kann noch viel mehr produziert werden.

Antwort von U. Gellermann:

Nach Ende der Sowjetunion hatte der Kapitalismus nicht mal mehr einen wesentlichen Gegner. Und was hat das „beste“ System aus diesem Sieg gemacht? Vom Irak über Libyen bis Jemen: Krieg. Hunger und Elend in weiten Teilen der Welt. – Da dieser Strang der Diskussion vom Thema des Artikels wegführt ist er hier beendet.


Am 04. Oktober 2019 schrieb Karola Schramm:

Ich denke. lieber Uli Gellermann, dass das, was derzeit in den Medien geschieht, KEINE Reklame ist, sondern eine bewusste Irreführung der Bevölkerung durch Euphemismen, also der Schönrederei!

Es wird die Aufklärung, das Fragen und Infrage-Stellen, was guten Journalismus ausmacht und wozu die Medien per Gesetz sogar verpflichtet sind, einfach verweigert. Sie vermeiden diese wie der Teufel das Weihwasser.

Kürzlich wurde ich von einer seiner guten, mir lieben alten Bekannten von einem Kaffeeklatsch wieder ausgeladen, weil - wie sie sagte - ich zu negativ sei, ihr Angst mache und sie dann nicht mehr schlafen könne. Wir hatten uns zuvor bei einem Treffen über Politik und speziell die Tagesschau unterhalten. Sie schaut sie regelmäßig und gehört wie bei vielen anderen zum Leben dazu.

Hatte Merkel nicht, zum Beginn der Finanzkrise, alle Leitmedien-Chefs ins Kanzleramt gebeten, bitte nur noch im Sinne der Regierung zu berichten, damit die Menschen im Land nicht geängstigt werden? Und geht diese Beeinflussung der Medien durch die Regierung Merkel nicht immer noch weiter?
Wir werden willentlich und wissentlich jeden Tag von der Tagesschau betrogen und belogen, weil es die Kanzlerin will?!!

Ob es nun die US-Truppen sind, die jetzt in Polen stationiert sind - die Anti-Russlandhetze muss ja irgendwie glaubhaft gemacht - der Russe könnte unter Putin auf die Idee kommen - in Polen einzumarschieren. Das sind so perverse agitative subtile Handlungen, die ein normaler Mensch nur gefühlsmäßig wahrnehmen kann und nicht sofort über den Verstand. Der wird dann von ganz täglichen Begebenheiten in Beschlag genommen.

Oder diese Weltmeisterschaft in Katar - es geht um eine kollektive Ruhigstellung der Bevölkerung durch die Gleichschaltung der Presse!

Wer von den vielen Menschen, die traditionell die Tagesschau sehen, hat denn die Zeit, sich andernorts besser oder ausführlicher zu informieren? Da muss man lesen und suchen und wo fängt man an? Welcher Blog ist vertrauenswürdig, welcher nicht? Welcher sagt die Wahrheit und wenn, was ist die Wahrheit?
Es reicht einfach nicht, nur misstrauisch zu sein.

Als vor Jahren die ersten deutschen Beteiligungen an den US-Kriegen stattfanden und diese als Missionen ausgegeben wurden, war ich so irritiert, dass ich dachte, ich sei nicht ganz richtig im Kopf. Ich fragte und fragte und alle, die ich fragte, sagten, dass man das heute so nenne. Missionen kannte ich als christliche Mission, wollte als Jugendliche, als Albert Schweitzer Anhängerin gerne als Missionsschwester nach Afrika und merkte dann langsam, dass hier positiv besetzte Begriffe wie "Mission" geklaut wurden, um negative, wie "Kriegseinsatz", unsichtbar zu machen.

Der Bevölkerung jedenfalls ist kein Vorwurf zu machen. Sie will und muss informiert werden. Dass diese Journalisten sich mit auf die Seite der Kriegstreiber und Unterdrücker stellen und kein schlechtes Gewissen dabei haben, hängt, das will ich ihnen mal zugute halten, sicher auch damit zusammen, dass sie von ihren Chefs angehalten werden, genau so über Katar zu schreiben:Klein - eigen - reich. Damit hat man die herrschende Klasse dargestellt, nicht das Ganze. Es wird selektiert und eine selektierte Berichterstattung ist ja nicht verboten.

Ja! "Faulheit, Dummheit und Gehorsam" sowie eine ganze Menge Identifkation mit den mächtigen, anderen politischen Gruppen und unserer Regierung prägen die Arbeit der Tagesschau-Journalisten.

Der Fisch stinkt vom Kopf. Die Merkel-Regierung muss weg.


Am 03. Oktober 2019 schrieb Klaus Bloemker:

Die Römer haben doch auch immer gesagt, wenn sie einen Aufstand niedergeschlagen haben, sie hätten das Gebiet BEFRIEDET. Euphemismen zu benutzen, ist keine Erfindung der Tagesschau.


Am 03. Oktober 2019 schrieb Ingo Rudolph:

Wenn die westliche Zivilisation mit ihren `westlichen Werten´ auch weiterhin nicht das Potential findet zur gemeinwohlorientierten gesellschaftlichen Umgestaltung, wird sie untergehen. Es braucht wahrscheinlich weniger Streit über Totalitarismus und seine Spielarten. Der Faschismus ist Ausdruck des ultimativen Imperialismus, einer Kultur des Todes und der Kommunismus Ausdruck vielfältiger Versuche, dem zu entkommen, aber das leider bisher nicht erfolgreich. Die Gleichsetzung von beiden dient ausschließlich der Diffamierung der gesellschaftlichen Emanzipationsbewegung; also Kurs halten mit `unseren westlichen Werten` in die nächste, vielleicht die letzte Katastrophe und Diffamierung aller Versuche, der historischen und der aktuellen wie in China, Rußland, Kuba, Venezuela u. a..
Um Deutschland ist es wie immer besonders schlecht bestellt, da fällt mir nur noch Heines Spruch ein: "Denk ich an Deutschland ...."


Am 03. Oktober 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@ Otto von Bismark

"Manchmal hat man schon den Eindruck, der Sekretär für Agit/Prop im ZK der SED arbeitet noch. Anders kann man sich das einfach nicht erklären."

Das klingt gut, ist aber falsch. Es bedarf bei uns keiner zentralen Propagandastelle. - Es ist unser 'Konsens der Demokraten', der unseren Diskurs (wie man neumodisch sagt) steuert.

Antwort von U. Gellermann:

Die ARD ist das mediale Zentrum des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks. Und die Tagesschau ist der zentrale Taktgeber bundesweiter Nachrichten.


Am 03. Oktober 2019 schrieb Lutz Jahoda:

FRAU
ANNEGRET KRAMP-KARRENBAUER
ZUM TAG DER WIEDERVEREINIGUNG

"Aus Gegnern wurden Kameraden",
Sagt die Frau für Wehreinstieg.
Wem zu Nutzen, wem zu Schaden?
Gab´s nicht schon mal solchen Laden?
Also Finger weg von Krieg!

ERINNERN HILFT DER ZUKUNFT,
FRAU MINISTERIN!
DIESE EMPFEHLUNG
GILT AUCH DEN NACHRICHTENPORTALEN
ARD UND ZDF.


Am 03. Oktober 2019 schrieb altes Fachbuch:

lieber galerist;)
bezugnehmend auf den post von o.bismark hinterfrage ich, ob agitation und propaganda ost-erfindungen sind oder ob es dafür west-pendants/analoga (auch strukturell) gibt!?
ist, das, was sie REKLAME nennen, schon PROPAGANDA und darf man dann die stattfindende dauerhafte beschallung schon INDOKTRINATION nennen?
unterstellt wird den bösen kommunisten, dass die das STAATsmonopolistisch betrieben und organisiert haben: ist das heute anders, wo JEDES medium von ebenso monopolistischen quellen gespeist werden!?

Antwort von U. Gellermann:

Natürlich ist die ARD-Reklame eine Form der Indoktrination (siehe z. B. Hinweis von Alexander Kocks zu Katar und Syrien).


Am 03. Oktober 2019 schrieb Alexander Kocks:

Ich vermute, der ARD Herr in Kairo sitzt nicht im Kaffeehaus, sondern an der Bar seines 5 Sterne-Hotels und erklärt sich dort zusammen mit Kollegen von anderen westlichen Sendern die Welt. Würde er aber nur mal den Barkeeper befragen würde er erfahren, dass der Herrscher von Katar der größte Finanzier der Muslimbrüder ist und führend an der Zerstörung Syriens und Libyens durch Finanzierung und Ausrüstung der islamischen Terroristen beteiligt war und ist.


Am 03. Oktober 2019 schrieb Otto Bismark:

Manchmal hat man schon den Eindruck, der Sekretär für Agit/Prop im ZK der SED arbeitet noch. Anders kann man sich das einfach nicht erklären.


Am 02. Oktober 2019 schrieb Wolfgang Altpeter:

Wieder eine sehr gute Sendung von Uli Gellermann und seinem Team. Ich glaube man könnte locker 2 Stunden über den Mist der Tagesschau berichten. Beim ZDF würde das aber nicht reichen. Allein schon Klaus Kleber (ich erinnere an das Interview mit Kurz oder die Verkündung des russischen Einmarsches) würde die Zeit ausfüllen.


Am 02. Oktober 2019 schrieb Hans-Jörg Rechtsteiner:

Zur 1. Nachricht (Kramp-Karrenbauer): Die Formel vom "mehr Verantwortung übernehmen" stammt bekanntlich vom früheren Bundespräsidenten Gauck und meinte unmissverständlich die deutsche Beteiligung an Kriegshandlungen. Es handelt sich um eine Framing-Formel, die der friedliebenden Bevölkerung den Krieg als normales und unverzichtbares Mittel der Politik schmackhaft machen will. Die entsprechende Begeisterung der MM ist Kriegspropaganda. Nichts anderes.

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