Prima Betriebsklima

Greta ist total ferngesteuert

Autor: U. Gellermann
Datum: 07. Oktober 2019

Die Versuche, die Friedensbewegung zu schwächen, sind zahlreich. Der letzte massive Versuch, vorgetragen ausgerechnet über die eigentlich achtbare VVN Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, flankiert von ein paar Redakteuren der JUNGEN WELT, galt einer behaupteten Querfront von LINKS zu RECHTS. In der sollte unter anderem Ken Jebsen mit seiner sehr effektiven Plattform (KenFM) sein Wesen treiben. Jebsen wurde in Acht und Bann getan. In einer Mischung aus Eitelkeit (Das ist aber meine Friedensbewegung, ätsch) und falschverstandenem Marxismus (Wer Marx nicht gelesen hat, darf nicht mitmachen, bäh) wurde auf den friedensbewegten "Montagsmahnwachen" rumgetrampelt und so die Breite der Bewegung erfolgreich auf einen harten, sterilen Kern reduziert.

In diesen Tagen scheint eine ähnliche Inszenierung die FRIDAYS FOR FUTURE-Bewegung zu treffen. Nicht selten kommt die scharfe Kritik aus der Friedensbewegung. Gern fokussiert der Widerspruch auf Greta Thunberg, das Gesicht einer Bewegung, die ein paar Millionen junger Menschen weltweit auf die Straßen bringt. Menschen, die sich Sorgen um die Umwelt und ihre eigene Zukunft machen. Thunberg, so der Verdacht ihrer Kritiker, könne diese riesige Bewegung wohl kaum allein organisiert haben. Über die Kräfte hinter hier wird weitgehend gemutmaßt. Dass die FRIDAYS FOR FUTURE-Jugendlichen den Kampf gegen die Hochrüstung bisher nicht in ihren Fokus genommen haben, wird ihnen ebenso zum Vorwurf gemacht, wie man Greta Thunberg vorwirft, dass sie von Ex-US-Präsident Obama empfangen wurde.

Es ist noch nicht lange her, dass mehrere Millionen primär junge Menschen für schärfere Waffengesetze in den USA demonstriert haben. Obwohl auch das eine beachtliche organisatorische Leistung war, gab es keine Frage nach den möglichen Hintermännern. Auch dass mit Emma González ein sehr junges Gesicht die Bewegung prägte, kümmerte kaum. Nicht einmal das dicke Lob von Barack Obama, der den Schülern in einem Brief "Ausdauer, Entschlossenheit und Solidarität" attestierte, konnte das Mißtrauen der heutigen Greta-Kritiker damals wecken. Klar: Die Organisationen Never Again MSD und der March for our Lives lagen den Aktivisten der Friedensbewegung thematisch näher als die Aktionen für die Umwelt. Aber Menschen, die in Bewegungen sind und an deren Spitze dieser Satz geäußert wurde: „And if solutions within the system are so impossible to find, maybe we should change the system itself“ (Greta Thunberg), denen sollte man näher treten, wenn man Veränderungen will.

Die Website SENIORA.ORG, ein Publikations-Instrument, dass sich explizit gegen den "grassierenden Kriegswahnsinn" ausspricht und zu Recht als ein Organ der Friedensbewegung begriffen wird, alarmiert in diesen Tagen: "500 Wissenschaftler erklären: Es gibt keinen Klimanotfall". Ein wichtiger Unterzeichner und Hintermann dieser Erklärung ist der ehemalige Hamburger Umweltsenator Fritz Vahrenholt. Nicht unbedingt ein Wissenschaftler, aber lange Zeit Vorstandsvorsitzender des RWE-Tochterunternehmens RWE Innogy und anschließend Aufsichtsrat des Unternehmens. Seit Jahren ist RWE als Dreckschleuder bekannt. - Ein weiterer Hintermensch und für die internationale Gesamtorganisation der neuen Klima-Deklaration zuständig ist der niederländische Professor Guus Berkhout. Der arbeitete lange genug bei der Royal Dutch Shell, einer notorischen Umweltsau, um als gut bezahlter Lobbyist zu gelten. Das scheint die eigentlich seriöse SENIORA nicht zu kümmern.

Wenn nun die neue Jugendbewegung die ältere Friedensbewegung als Verbündeten entdecken würde? Oder auch umgekehrt, wenn die erfahrenen Friedensmarschierer geradewegs auf die Greta-Anhänger zugingen? Eine grauenhafte Vorstellung für die Herrschenden. Denn das würde das gute Betriebsklima, das die Rüstungsindustrie zwischen Politik, Medien und dem großen Geld hergestellt hat, erheblich stören. Also muss der gute alte Spaltpilz her: Hat bisher immer geklappt: Die Bewegungen sollen schön separiert bleiben und wenn dann noch die eine die andere nicht kompatibel findet, ist das noch besser. Da die Friedensbewegung sich als antikapitalistisch versteht, könnte sie bei diesem Greta-Zitat locker andocken "Es gibt doch nur ein paar Hundert Firmen, die für den gesamten CO2-Ausstoß stehen. Und es gibt nur sehr wenige extrem reiche Männer, die Tausende Milliarden dadurch verdient haben, den ganzen Planeten zu zerstören, obwohl ihnen die Risiken bekannt waren. … Um den Planeten zu retten, müssen wir den Kampf gegen sie und ihre Firmen und ihr Geld aufnehmen und sie zur Verantwortung ziehen.“ Und dass immerhin weiß die Kooperation für den Frieden (DFG-VK): "Durch Rüstung, Militär und Kriege werden jedoch enorme CO2-Emissionen frei, die bislang nicht in den Berichten des Weltklimarates auftauchen. So heizt die Rüstungsindustrie die Klimakrise weiter an. Der gesamte 'Krieg gegen den Terror' verursachte beispielsweise seit 2001 1,2 Milliarden Tonnen CO2. Das US-Militär ist der größte Einzelverbraucher fossiler Brennstoffe weltweit mit einem Verbrauch von 48 Millionen Litern Öl pro Tag."

Aber vielleicht ist es ja bequem, das Phänomen Greta als ferngesteuert zu behaupten. Man könnte glatt neue Leute kennenlernen, neue Aspekte erfahren und neue Bündnisse eingehen. Da geht es Bewegungen wie den Menschen: Man wird älter. Da ist das Gewohnte allemal besser als das Neue.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 24. Oktober 2019 schrieb Hella-Maria Schier:

„And if solutions within the system are so impossible to find, maybe we should change the system itself" (Greta Thunberg), - ich weiß nicht, also mich macht es schon ein bisschen nachdenklich, wenn Figuren wie Soros und Rockefeller, dominante Träger besagten Systems, eine Bewegung befürworten bzw. unterstützen, die Positionen gegen eben dieses System vertritt. Und auf andere wirkt das eben auch etwas seltsam und nicht gerade vertrauenerweckend. Nachvollziehbar!


Ihr kritischen Alternativmedien habt uns zu lunteriechenden, mit allen Wassern gewaschenen Profilern ausgebildet, die vor keiner Erkenntnis zurückschrecken. Beschwert euch jetzt nicht über das Ergebnis, wir machen gerade Praktikum.


Soros - Farbenrevolution! Eine weltweite Klimabewegung wäre eine besonders große, wie ja die New World Order des New American Century auch die Welt umspannen soll. Soros nimmt echte Protestbewegungen ins Visier und unterwandert und instrumentalisiert sie für seine bzw. die Zwecke seiner Klasse. Wenn die Klimakämpfer d a s nicht wollen, sollten sie sich und anderen den kritischen "verschwörungstheoretischen" Blick nach oben doch keinesfalls verbieten!
David Rockefeller ist der Oberzyniker überhaupt, sinnlos ihn an den Denk- und Gefühlsmaßstäben von Alltagsmenschen zu messen. Diese Leute leben nicht in unserer Welt und sie denken und fühlen nicht wie wir!
Rockefeller kommt vom Öl-Imperium hat aber seine Beteiligungen am Öl angeblich abgestoßen. Aus Angst vorm Klimakollaps? Könnte ein Indiz sein, dass in seinen Augen die Zeit der Fossilen Brennstoffe eh vorbei ist. Wo investiert er jetzt?


-Der Klimakampf genießt viel öffentliche Unterstützung und hat die Mainstreammedien überwiegend hinter sich! Ohne die Zustimmung der so mächtigen Ölkonzerne offensichtlich, die können zwar weltweit die Messergebnisse fälschen, aber gegen den roten Teppich für Greta können sie offenbar nichts unternehmen. Klimaprotest ist politisch korrekt - die Friedensbewegung nicht!
Behörden gaben ihren Mitarbeitern frei für die kürzliche große Klima-Demonstration. Also grünes Licht von oben. Für Büchel oder Ramstein bekäme ich niemals frei.

Die Tage unterschrieb ich eine Petition gegen die drohende bis 25ährige Inhaftierung mutiger amerikanischer Friedensaktivisten. Man will sie für viele Jahre in Zellen sperren - aber Greta Thunberg wird bei all den Großen des Westens der Teppich ausgerollt!
Gegen Krieg? Deutlich die meisten Fridays for Future würden die (Oliv-) Grünen wählen, welche die weitere Eskalation atomarer Selbstvernichtungsgefahr vorantreiben, ganz abgesehen vom CO2-Monster Militär.

Antwort von U. Gellermann:

Es ist leider rund um die FFF-Bewegung üblich geworden allgemeine Befürchtungen zu artikulieren, die nicht durch Beweise gestützt sind. Wer auf erhebliche Teile der Jugend der Welt bei der Änderung der selben verzichten kann, der soll nur so weiter machen.


Am 18. Oktober 2019 schrieb Elke Zwinge:

Wenn eine breitere Protest-Bewegung entsteht, eine Dynamik wie die von FFF sich entwickelt, freue ich mich, weil sie ein tatsächlich enorm wichtiges existierendes Problem anspricht und sich vehement für Veränderung erkannter Mißstände einsetzt. Und dazu noch einen globalen Horizont hat. Dass die FFF nicht im ungeschützten gesellschaftlichen Raum agieren, dass sie selbst gewissermaßen Eingebettete in unserer Gesellschaft sind, welche wahrlich nicht viel zur Aufklärung der Zerstörung von Mensch und Umwelt beiträgt, muss uns doch klar sein, dass ganz unterschiedliche Kenntnisse und gesellschaftspolitische Positionen bei einem sich aufmachenden Widerstand vorliegen. Wie kommen manche dazu, Vorwürfe zu machen, was die Bewegung (die ja keine homogene sein kann) oder Greta alles an Erkenntnissen antikapitalistischer und/oder wissenschaftlicher Grundlagen NICHT berücksichtigt? Ich empfinde es als überheblich, wenn eine ausschließlich kritische "Analyse" (die auch mit falschen Fakten oder unbewiesenen Schlussfolgerungen hantiert) notwendiges gemeinsames Handeln negiert. Vor lauter Sorge um mißbrauchte oder fern gesteuerte Jugendliche wird das "Potential" dieser Klimabewegung nicht wahrgenommen. Eine Bewegung, die spürt und weiß, wieviel in unserer Gesellschaft falsch läuft, die durchaus einen Blick über den Tellerrand wirft. Auch wenn sich unter ihnen einige sträuben mögen, sich mit Zerstörung durch Krieg und Militär, durch Cyberwaffen, Uran-Munition, agent orange und vieles mehr zu befassen, ist das doch erst einmal zu akzeptieren. Erkenntnisse kommen nicht von heute auf morgen, gerade dann sind sie erschwert, wenn sie brisant werden, so dass medial schnell gegengesteuert wird.
Die komplexe Realtät, nicht Fiktion einer Zerstörung von Mensch und Umwelt, die Verseuchung von Wasser, Erde, Luft zu erfasssen und auch zu ertragen, ist nicht einfach! Nicht für 99%, aber auch nicht für 1%, wenn die Profitmaximierung darunter leidet.

Immerhin weit verbreitet ist die Einsicht, dass etwas nicht stimmt, auch dass die Konzerne/Multikonzerne einen großen Anteil daran haben. Ist Zorn darüber nicht angebracht? Gerade bei Jugendlichen ein begrüßenswertes Privileg! Bei allen vorgebrachten Kenntnissen/Vermutungen seitens vieler Kommentatoren betreffend der hinter der Bewegung stehenden Interessen wie Soros, Otpor, die es ja tatsächlich gibt und die nie ruhen werden, möchte ich jedoch fragen: kapitulieren wir davor? Ich empfinde die Herangehensweise von Uli Gellermann, D. Pohlmann, Siera, H.Kopp, B.Queck, M. Leo, J. Becker und alle anderen, die die widerständige Potenz der FFF begrüßen, positiv damit umgehen als die mutigste und engagierteste angesichts der vielen Zweifler bei den Linken. Festzustellen ist, dass bisher auch diejenigen mit gestärkt werden, die seit Jahren in einzelnen Umweltbereichen kenntnisreich arbeiten und in der augenblicklichen Dynamik mehr zu Wort kommen.
Wie lange und in welcher Form die Bewegung sich hält und wächst, hängt auch von uns ab (bin in der Friedensbewegung). Attac hatte anfänglich auch viel Aufmerksankeit, auch Occupy. Lassen wir all die jungen und dazu gesellten alten Widerständler nicht allein und nicht auf der Strecke und nicht gekauft von neoliberalem embedded. Wer anfängt zu leben und zu kämpfen gegen den Strom, verdient sich die ersten Sporen. Es gibt ganz erfahrene KämpferInnen. Siera hat einige genannt. Nicht spalten lassen angesichts des objektiv wirklich dramatischen Zustandes der Welt. FFF, auch Greta und Entourage haben eine Dynamik los getreten innerhalb einer widersprüchigen Gesellschaft, die Widersprüche aller Art erzeugt. Gut so! Nur in Bewegungen kann es ja vorwärts gehen.


Am 13. Oktober 2019 schrieb Werner Fröhlich:

Aber hallo,

es war mir leider nicht möglich noch einen verspäteten Kommentar unter dem wie immer guten Text abzusondern. Darum auf diesem Weg.

Die Aktivistis von Baumhäusern, FFF, Ende Gelände, bis XR sind fein miteinander verbunden und deutlicher fitter als es im Kommentarstrang bisher aufschien. Die sind längst beieinander mit ihren unterschiedlichen Konzepten der Wehrhaftigkeit und durchmischen sich intensiv.

So leicht wie es bisher gelang jede Bewegung umzulenken oder zu diskreditieren (@ Hartmut Barth-Engelbart), sind sie nicht 'aus ihrer Spur' zu bringen.
Das allein Systemänderung das Klima rettbar macht, ist längst in vielen bewegten Köpfen verankert. Antikapitalismus hat gute Chancen zum anerkannten Konsenz zu werden.

Ich emfehle allen Skeptikern das intensive Kennenlernen der Aktivisti bei gemeinsamen Aktionen des Ungehorsams gegen das legalisierte Unrecht. Was zusammen gehört, muss sich zusammen wehren.

An der Immunisierung der Kiddies vo FFF gegen olivgrüne Seelenverkäufer darf von jedem, jederzeit gearbeitet werden - sie haben das durch ihre Existenz bereits mehr als verdient.

Bei den Menschen vom Hambie, Ende Gelände und auch XR sehe ich keine Gefahr der reformistischen Übernahme von Parteiengeschwätz - die verfügen längst über eine gesunde Grundimunisierung.


Am 13. Oktober 2019 schrieb Ulrike Spugat:

@ Bernd Röhner,

gestatten sie einige Anmerkungen zu ihrem Leserbrief:

Sowohl mit der Friedensbewegung bin ich seit jeher auf das engste verbunden, in den achziger Jahren mit dem klaren Bekenntnis damals zur Sowjetunion, den politischen Kämpfen meiner Genossen die vom Berufsverbot betroffen waren, aber vor allem dem: Nie wieder Faschismus und Krieg ! bin ich auf immer verpflichtet. Seit den Anfängen "Krefelder Appell" bin ich dabei.
Umso mehr bleibe ich bei meiner kritischen Haltung, denn der Rheinländer spricht: "Von nix küt nix!"

Davon ausgehend, dass die kritischen Geister nicht einfach nur kritisch um des kritisch sein Wollens sind dürfte doch völlig klar sein. Ihre Frage müsste doch lauten....Was begründet denn die Kritik ?

Es war in den achziger Jahren überhaupt kein Problem mit Leuten zu demonstrieren, die andere Bewertungen, auch in der Friedensbewegung vorgenommen haben: Z.B. stand für mich außer Frage, dass die DDR auf gar keinen Fall solange es Waffen gibt, diese, also ihre in die Tonne hauen kann, darüber wurde beispilesweise heftig gestritten. Kein Problem denn später traf man sich dann auf ein Bier. Bis heute habe ich nicht missen wollende Kontakte zu linken Sozialdemokraten, zu poitisch Andersdenkenen, zu Anarchisten, zu fortschrittlichen Christen, zu kritisch denkenden Leuten. Aus einem antifschistischen Elternhaus kommend mit einem kommunistischen Vater war es völlig normal, dass die Bude voll mit Frauen und Männern gewesen ist, die wahrlich nicht alle Kommunisten waren und eben genau das war überhaupt kein Problem.
Kritik ist etwas normales und ich halte überhaupt nichts von einem Konsens, der mich nicht überzeugt. Im übrigen halte ich es da mit Lenin: Eh man sich zusammentut, sollte das Trennende klar benannt sein." (Aus dem Gedächtnis wiedergegeben)



Am 13. Oktober 2019 schrieb Bernd Röhner:

Eine jüngere, eine andere Generation entwickelt den Geist und den Mut, auf die Katastrophen unserer Zeit zu reagieren - anders als der große "Burgfrieden", der seit einigen Jahrzehnten zumindest in Europa zu herrschen scheint in der Frage der Grenzen des Systems. Ich bedaure es sehr, dass sich so wenige Kommentatoren nicht der Sache selbst, sondern der Person der Greta T. widmen und altmeisterliche Mutmaßungen über eventuelle Hintermänner oder das Fehlen einer "Programmatik" anstellen. Sollte man nicht eher sagen: Wie armselig eine entwickelte bürgerliche Gesellschaft, in der nicht etwa die organsierte Linke, die erwachsenen Klugköpfe, die führenden Geister der Wissenschaft und Kunst, sondern 12 bis 18 Jährige (sorry, natürlich auch jünger oder älter) auf den Notstand des Klimas, auf das Versagen der politischen Eliten lautstark aufmerksam machen. Und dafür ernten sie ausgerechnet von Erwachsenen, von ebenso kritisch Denkenden, den Vorwurf, sie wären Ferngesteuerte, Naive, Missbrauchte. Wenn es so um die Fähigkeit der linken und anderweitig kritisch eingestellten Mittelschichtsvertreter steht, dass sie wie dereinst die spießigen Eltern gegenüber der protestierenden Jugend in den Fünfzigern und Sechzigern vor allem ihre überwältigende Autorität und enorme politische Weisheit ausstellen wollen, dann geschieht es zu Recht, dass die systemerschütternden Anstöße von anderen Orten und später Geborenen kommen werden. Nur wird es dann noch mehr weh tun zu erkennen, dass es nötiger gewesen wäre, die naturgemäß eifernde Jugend-Bewegung, die erfahreneren Friedenskräfte, die dialektisch intakt gebliebene Linke und ökologisch konsequent denkende Erwachsene einander nahe zu bringen und die Kräfte zu bündeln. Täusche ich mich, oder ähneln einige Autoren nicht eher dem vergnatzten Autofahrer, der die Straße wegen der Schülerdemo oder Extinction Rebellion Blockade nicht weiter befahren kann auf dem Weg zu der Stelle, wo er seinen wohlverdienten Lohn erarbeiten und später gehaltvolle Vermutungen über die Unreife der "Anfänger" verfassen darf?


Am 13. Oktober 2019 schrieb Klaus Bloemker:

Am Berge Sinai,
da sprach der Herr:
Fahre keinen SUV !

Nun spricht der Herr
zum Juden, Muslim und zum Christ:
Ich gebe euch noch eine Frist.

Die ist bis Montag Morgen
Mehr Zeit
könnt ihr nicht borgen.

Da sagt der Christ nur 'Amen'.
Der Muslim schreit 'Erbarmen'.

Der Jude spricht auf Yiddisch
seinen letzten Kaddisch.
_________
Doch Greta macht sich keine Sorgen.
Sie wird auferstehen, am Dienstag Morgen.


Am 12. Oktober 2019 schrieb Ute Plass:

"Personalisierungen sind ein bewährtes Spaltungsinstrument. Das hat auch jüngst noch einmal der Rufmord an Julian Assange gezeigt. Doch leider ist der kollektive Gedächtnisverlust auch im sich progressiv fühlenden Milieu mittlerweile so groß, dass das Wissen darüber verlorengegangen ist."
(Rainer Mausfeld )


Am 12. Oktober 2019 schrieb Heinz Schneider:

#Altes Fachbuch
Es ist offenkundig kompliziert mit der freien Entwicklung des einzelnen als Bedingung für die freie Entwicklung aller. Marx´ Satzstellung ist eindeutig. Ohne die Fähigkeit der einzelnen zur Kooperation mit anderen einzelnen wird´s nichts mit dem neuen Sozialismus. Dessen Kern besteht darin, dass ökonomische (Kapitalismus) und staatliche (Realsozialismus) durch gesellschaftliche Machtausübung ersetzt wird. Gesellschaftliche Macht setzt zwingend die Fähigkeit voraus, Menschen zu freiwilliger Zusammenarbeit und kollektivem Handeln zu bewegen. Partei oder Programm wären Ergebnis dieses Handelns und nicht dessen Voraussetzung.

Grüner Kapitalismus setzt auf eine Veränderung der Machtbalance zwischen Staat und Kapital zwecks Erhaltung der Ökosysteme. Dazu gibt es keine sinnvolle Alternative, solange die Sozialisten zur Organisation gesellschaftlicher Macht, also kollektiven Handelns, nicht in der Lage sind. Auch hier also: eine logische Reihenfolge.

Antwort von U. Gellermann:

So schön das Zitat aus dem Kommunistischen Manifest auch ist: Dieser Strang der Diskussion ist weit vom Thema entfernt und endet deshalb hier.


Am 11. Oktober 2019 schrieb altes Fachbuch:

"Die FFF-Bewegung ist keine Partei und hat kein Programm. .... Auch deshalb könnte eine andere Bewegung auf sie zugehen"
gedanken:
- die anderen bewegungen werden sicher aus ähnlichen interessensgruppen kommen und schon bei den ökologen mitmarschieren, also die bewegten-anzahl kaum exponential erhöhen!?
- wie viel zusammenarbeit, loyalität und solidarität sind ohne verbindlichkeiten (programmatik, konstituierung, statute, verträge oä....) zu erwarten!?
- das system wird mittelfristig die schulschwänzerei sanktionieren und damit FfF an die normalität konditionieren. warum soll ich als anders aufgestellte bewegung also ein "fremdes" thema unterstützen, welches künftig meine eigenen kräfte zersplittern würde?
der zitierte klaus dörre prophezeit mit blick auf wahlprognosen einen "grünen kapitalismus", der allerdings kein nachhaltiger werden würde!
und damit lege ich mich für mich mal fest: ich werde nicht als teletubbi oder lemming wechselnden event"bewegten" folgen! diese teure öko-charade wird die spaltung arm/reich vorantreiben. mal sehen, was die widerspruchsblinden sich dann einfallen lassen;)

Antwort von U. Gellermann:

Bisher ähneln sich die Interessengruppen kaum. Für die Friedensbewegung wäre ein Zusammengehen eine drastische Verjüngung. Eine Zersplitterung setzte sowohl Nähe als auch Dissens voraus, beides ist bisher nicht gegeben. Man werkelt getrennt nebeneinander. Ein Dialog kann neue Erkenntnisse bringen.


Am 10. Oktober 2019 schrieb Heinz Schneider:

Die vielen klugen roten Kommentare zeigen wohl an, dass nicht verstanden werden will, was der Galerist meint.
Er spricht nämlich von Bewegungen.

Die Kommentare berufen sich gern auf Marx, ohne zu verstehen, dass die Grundbestandteile des Marxismus sind: die Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft, die Feststellung, dass eine andere Gesellschaft möglich ist und die "wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt".

An welchen der vielen Widersprüche wird sich aber wirkliche Bewegung am Ende des Industriezeitalters entwickeln, werden sich die gesellschaftlichen Kräfte zu einem Projekt bündeln? Es spricht jedenfalls viel dafür, dass das einigende Moment die ökologische Krise ist.
Die Kritik des für die Bewegung Blinden ist jedenfalls praktisch unpolitisch.

Es hat offenbar immanente Gründe, dass der Kapitalismus von Krise zu Krise taumelt, seine schärfsten Kritiker von einst aber währenddessen in der Versenkung verschwinden.
So entsteht in Europa gesellschaftliche Polarisierung zwischen einem grünen und einem Blau-braunem Lager. Die Linke verabschiedet sich, und die Grünen träumen vom grünen Kapitalismus.
62% der FFF-Demonstranten würden die Grünen wählen, so eine Studie der TU Darmstadt. Warum das so ist, wird auch in diesem Forum klar.
Klar ist aber auch: "Es kann einen grünen Kapitalismus geben, aber keinen nachhaltigen" (Klaus Dörre).


Am 10. Oktober 2019 schrieb Ute Plass:

Mich verwundert das Misstrauen und die Erwartungshaltung gegenüber einer 16jährigen Schülerin. Es gilt acht zu geben, sie und all die jungen Menschen die sich derzeit in der FfF-Bewegung artikulieren, nicht in die Ecke zu stellen, wie das eine Jutta Ditfurth mit Extension Rebellion versucht.

Halte es für ertragreicher, wenn geschaut wird, wie es gelingen kann, dass Umwelt/Klima/Friedensbewegte sich gemeinsam für das gute Leben aller
engagieren. Wenn das nicht gelingt, wird's weder was mit sog. Klimarettung noch mit friedfertiger Welt:


Am 10. Oktober 2019 schrieb Albrecht Storz:

Am 09. Oktober 2019 schrieb SIERA:
„Es kann doch einfach nicht sein, dass sich vernunftbegabte Menschen dazu hinreißen lassen, Argumente wie „ ...die sollen erst mal ihre Handys wegwerfen?

Das ist perfide Polemik, ad hominem, Infokrieger-Technik.

Es ist kein Argument (und hat auch nie jemand behauptet), dass das Gros der FFF-Bewegte nicht dadurch auffallen, besonders Umweltbewusst zu sein. Es ist eine Beobachtung, die ich uA auch an den eigenen Kindern, Nachbarskindern, etc. mache.

Ich sehe da verführte Kinder, verführt, weil sie "Äction" und "Fun" gegen Langeweile und Schulalltag tauschen dürfen, von denen vielleicht eine kleine Minderheit bereit wären, für die Ziele die dort vertreten wären, Einschränkungen in ihrem Lebensentwurf und -Standard hinzunehmen.

Wenn ich nichts selbst tun muss, keine Nachteile zu erwarten habe, sowieso nicht weit im Voraus denke (was nun einmal für Jugendliche natürlich und typisch ist) kann man leicht irgendwelche Forderungen brüllen - und danach beim Mäc eine paar Burger abmampfe und dabei Videos auf Youtube hochgeladen. Hat jemand schonmal von Bedenken gehört, dass das Internet ein unglaublicher CO2-Produzent ist? Wurde das auf Demos thematisiert?

Hier wird völlig unkritisch und ohne jede Analyse und Beobachtung eine künstlich verursachte Bewegung in den Himmel gehoben.

Mensch, Leute, werdet erwachsen! Sonst ist alles nur noch infantil.

Antwort von U. Gellermann:

Der völlig argumentfreie Satz stammt doch von Ihnen. Wie auch das Link, dass zur albernen Behauptung führt, „Der Klimawandel dient offenkundig nur als Vehikel, um den kommunistischen Umsturz durchzuführen.“


Am 10. Oktober 2019 schrieb Xaver Philipp Schlesinger:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

bei allen Respekt aber es geht mir vollkommen ab wie links der Mitte leicht nachprüfbare Erkenntnisse in Bezug auf Fridays for Future und Greta Thunberg ausblenden. Nach eigenen Angaben und laut der Mitorganisatorin Miriam Eichelbaum ist Fridays for Future selbstständig und unabhängig. Fridays for Future sei aus dem Nichts entstanden, unabhängig und an keine Organisation gebunden.

Bei genauerer Betrachtung finden sich im Hintergrund jedoch mehrere Personen mit ihrer eigenen Agenda. Diese Hintergrunde ist die Geschichte von Vorsitzenden von Unternehmen dessen Erfolg parallel zur prominenz von Greta Thunberg steigen und ihren nützlichen Kindern. Es zeigt sich dass mindestens mehrere Personen mit ihrer eigenen Agenda im Hintergrund stehen. Man sollte also vorsichtig sein bevor man sich an das Schicksal von Fridays for Future oder Greta Thunberg kettet oder in die befohlene Angst oder Panik verfällt.
https://einfache-standards.blogspot.com/2019/06/innenpolitik-wer-steckt-hinter-greta.html

Fridays for Future ist weder selbstständig noch unabhängig. Fridays for Future wurde von Mitgliedern des Club of Rome gestartet und wird auch weiterhin von ihnen organisiert. Parteien welche die Dynamik hinter Fridays for Future nicht verstehen oder willentlich ausblenden kommen ihrer Aufgabe nicht oder nicht vollständig nach. Und Parteien welche dieser Dynamik blind folgen und gegen die Interessen ihrer Wählerschaft handeln haben es nicht verdient gewählt zu werden.
https://einfache-standards.blogspot.com/2019/05/innenpolitik-was-steckt-hinter-fridays.html

Die Fahrverbote forcieren einerseits zusätzliche Überwachungsmaßnahmen zur Durchsetzung und Kontrolle der Fahrverbote. Andererseits erzwingen Fahrverbote mindestens für jene die persönlich oder beruflich auf ihre Fahrzeuge angewiesen sind Neukäufe. Eine allgemeine Verbrauchssteuer in Form einer CO2-Steuer würde die unteren und mittleren Einkommensschichten am meisten treffen. Und alternative Möglichkeiten werden wenig bis gar nicht debattiert. Die zusätzlichen Belastung und dessen Folgen werden stattdessen als gut, richtig und wichtig umgedeutet und verklärt. Dazu kommt dass wenig bis gar nicht über die Verwendung der Einnahmen aus einer CO2-Steuer debattiert wird. Mit ihrer Zustimmung sind Fahrverbote und eine CO2-Steuer jetzt schon geeignet Linke und Sozialdemokraten bei ihrer Wählerschaft noch unbeliebter zu machen.
https://einfache-standards.blogspot.com/2019/07/innenpolitik-die-emissions-hysterie.html

Antwort von U. Gellermann:

Das Link führt zu einer Site, die z. B. diesen Satz aufführt: „Dazu kommt das Phänomen dass die Linke ihr Ziel verfehlt, wenn sie die reichen mehr verachten als sich für die unteren und mittleren Einkommensschichten einzusetzen.“ Die krude These wird nicht belegt. Auch dieser Satz „Ob es in den letzten Jahren einen parteiübergreifende Linksruck gab ist heftig umstritten.“ ist aus der Luft gegriffen und nicht belegt. Es wird eine Nähe der FFF-Bewegung zum Club of Rome kritisch angeführt und nicht erwähnt, dass der Club das Wirtschaftswachstum begrenzen will und sich somit antikapitalistisch positioniert, wird verschwiegen. Vor allem: Die Zuschrift bezieht sich nicht auf den Artikel.


Am 09. Oktober 2019 schrieb Karola Schramm:

zu Ute Plass:
Richtig Frau Plass. Doch hören Sie sich die Reden von Greta an und dann wissen Sie mit Sicherheit, wohin die Reise geht und wohin sie nicht hingeht. Sie klagt und droht die Wirkungen an - "Ihr habt...." und geht dann in die "Wenn - dann-Rhetorik" - die Panik und Angst auslösen soll, was ja auch geschehen ist und weiter am "Kochen" gehalten wird.

Die Ursachen des Ganzen erwähnt sie an keiner Stelle, denn täte sie es, dann hätte sie klare Namen und Organisationen nennen müssen,, denen sie diese Umwelverbrechen an den "Kopf hätte werfen müssen " die die Verantwortung für dieses ganze Klima-Dilemma haben.

Nun bleiben diese anonym im Dunkeln und unsere Kinder und Jugenlichen der 1 Panik machenden Demonstration im Leben aufgesessen? Um was zu erreichen? Misstrauen gegen Eltern, Schule??

Nebenbei:: Marc Bitz beschreibt in seinem Kommentar die Reaktionen in Griechenland treffend und die verbale Gewalt die entsteht, wenn mehr als nur "Wenn - dann" - eingefordert wird.

Antwort von U. Gellermann:

In den Reden von Thunberg & Co. kann ich keine verbale Gewalt feststellen. Auch anonyme Dunkelmänner sind bisher nicht bewiesen sondern behauptet.


Am 09. Oktober 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Gedanken zum Artikel und den Leserbriefen:

Gelernt habe ich zu hinterfragen, zu reflektieren, nachzudenken und einzuordnen und kritisch zu bleiben.
Überzeugt bin ich, dass die meisten der hier Schreibenden sehr wohl über das Nachdenken, was sie denn schreiben und dass sie informiert sind versteht sich doch von selbst. Den Kommentaren zu entehmen, wo meist Argumente zu finden sind. Sie muss man nicht teilen, aber stehen lassen können, als das was sie sind: Ein Beitrag zu einem wichtigen Thema, kontrovers diskutierten Themas, mit dem vom Galeristen verfassten Artikel als Grundlage. Eine STERNSTUNDE in der GALERIE !
Mit Kritik muss man umgehen können und sie ernst nehmen.
Bismarck und auch Albert Stortz , Koba, Schmidt, Hummls und andere äußern sich, wie ich finde, differenzierter als die, die Thunberg und Co den roten Teppich ausrollen.
Meine Tochter und ihre Freunde, die kritisch und nachdenklich sind stellen viele genau dieser Fragen, die auch hier immer wieder auf den Tisch des Hauses kommen und sie haben noch keine abschließende Meinung zu dieser Frage. Fachbuch fragt zu recht, wo die Reise hingehen soll.
Ich jedenfalls danke all den hier Lesenden und Schreibenden, völlig egal, ob ich den Inhalt der Kommentare teile oder nicht, dafür, dass sie sich zu Wort melden. Dass ist die Bewegung die weiterbringt und dafür gibt es ein dickes DANKE an den Galeristen, der einen Artikel geschrieben hat, die diese in die tiefe gehende Diskussion möglich macht.

Antwort von U. Gellermann:

Unter all den Lesebriefen gibt es keinen der Thunberg und Co. den roten Teppich ausrollt.


Am 09. Oktober 2019 schrieb Michael Kohle:

Die Lage war noch nie so ernst wie heute? Stimmt! Fragt sich nur welche Lage? Die der Eisbären in der Arktis, die ob der nachweislich kalbenden Eisberge bald kaum mehr eine Eisscholle zum kurzfristigen Luft holen finden können. Oder jene Grosswetterlage in den absolut bombensicheren „Zentralen“ des Fünfecks nebst der stählernen Wetterfahne zu Brüssel, die derzeit - nur u.a. - ihrem baldigen Großevent, dem „Defender 2020“ entgegenfiebert. Nur mal schnell die Welt retten!
Und da kommt mittenmang das Mädchen mit dem bösen Blick, die Greta. Recht hat sie schon, die Gute. Überall Venedig und Palmen an den Ufern bei angenehmen Temperaturen auch im Winter mag zwar geil sein. Aber mittelfristig, so scheint ihr klar geworden zu sein, könnte die Chose weniger positiv ausgehen. Und deswegen heißt es: Jugend der Welt, kommet her zu mir, ich will euch erquicken.

So ganz neu ist diese „Entwicklung“ ja nicht. Nicht mit der Welt, in engerem Rahmen aber allemal. Die etwa gleichaltrige Jeanne aus dem lothringischen Dorf Domremy, soll - so heißt es heute noch - anno dunnemals Stimmen gehört haben, woraufhin sie sich auf einen Dorfzossen schwang und flugs nach Old-Orléans ritt um dort dem gierigen Engländer aufs Haupt zu schlagen und Frankreich zu retten. Nachtragend wie die (bis heute noch) sind, haben sie das arme Mädchen flugs gekrallt und auf einem damals üblichen Grillrost ruhig gestellt, etwas was Leidensbruder Julian wohl noch bevorsteht.

Nicht dass die ganzen eggheads weltweit - abertausende „Fachkräfte“ in Denkpanzertürmen konzentriert, gesponsort von wenigen Wohlmeinenden, jenen mit dem ganz großen Klingelbeutel - die Geschäftsidee vergessen hätten. Müssen sie doch ohne Unterlass Strategie-Papiere nebst Taktik-scripts verfassen, vornehmlich für die wichtigste Aufgabenstellung ever, wie nämlich die Werkauftragsgeber vor jeglichen Substanz- und Umsatzerwartungsverlusten zu bewahren sind. Die als brauchbar eingestuften, via Wiki und anderswo zusammengeglaubten „Ideen“ - eines relaunch für würdig empfunden - werden in den mit den zuhauf zur Verfügung stehenden Propaganda-Kanälen Testmärkten zugeführt.

Nur selten „the shit hit the fan“ oder führt sogar - oh Graus - nicht zum gewünschten Ergebnis. 1990 hat es noch geklappt mit der Projektzielsetzung, das zarte Töchterchen Naiijirah vom kuwaitischen Botschafter zu Washington durfte vor dem US-Kongress die von der PR-Agentur K&H wohl aufbereiteten Schauermärchen über Brutkästen zum Besten geben. Nach daraufhin angezetteltem „desert storm“ juckte dieses oscarverdächtige Bühnenspiel keine Sau mehr in Transatlantika. Ein paar Jährchen später dann jedoch nicht mehr so ganz. Bana Alabed aus dem damals vom Schlächter Assad belagerten, doch von guten IS-Rebellen befreiten Ost-Aleppo, heute mit zehn Jahren längst in der Versenkung verschwunden. Das doppelte Wunderkind - von tief aus den IS-Katakomben performte 1a-WLAN-Nutzung zur Verbreitung von „Erlittenem“ in Oxford-Englishwording— war dann auch prompt „kriegsverwendungsfähig“ für eine Einladung vor der UN. Die Nachrichtenkanäle der Wertegemeinschaft berichteten stolz.

Jetzt also auch die Gretel! In der UN, sogar der Irre aus dem Oval Office lauscht ihrer Rede. Sie setzt ihren bestens geübten Asperger-Blick, den bösen Blick auf. Wenigstens den, sonst zeitigt ihr Verhalten die Gillberg-Kriterien in keiner Weise. Anreise vorher werbewirksam auf America-Cup- Highperformance-Segler, tagelang damit die Lautsprecher auch was zu berichten haben. Der ganze Zirkus: harmlos? Gewiß, ihr ist wahrlich nichts vorzuwerfen. In einer Welt, in der der/die mit den meisten (virtuellen und/oder getürkten) Followern der King respektive Queen ist, sowieso nicht.

Trotzallem, egal ob und wer dahinterstecken möge, egal wer am anderen Ende der Marionettenschnüre „führt“, ihr Ansinnen ist bis dato einfach nur löblich. Dass der ganze Zirkus von FFF allmählich auch in die Gefilde der Friedensbesorgnis rüber wabern könnte, kann selbst Gniffke Nachf. nicht leugnen. So manches Freitags-Geplappere vor Mikros - auch noch in der Macht um Acht auf Sendung - lässt gelegentlich hoffen. Nicht nur der Teufel CO2 auch der Beelzebub - der kapitalistische, der neoliberale Imperativ - steht zwischenzeitlich im Fadenkreuz mißtrauischer Beobachtung der FFF-Bewegung. Besser keine Zusammenführung mit irgendeiner evtl. doch noch existierenden Friedenbewegung. Wäre wohl eher kontrapunktiv. Es würde völlig genügen, dem „Großen bösen Wolf“ das Lammpelzchen von den Schultern zu reissen.

Unser ewiges Gemähre vom bösen MIK, vom kriegsgeilen Imperium und seinen depperten Vasallen nervt doch nur noch. Vielleicht begreifen die Freitags-Schulschwänzer es eher, wenn wir ihnen statt der entgangenen Mathe-Stunden mal Rechenaufgaben geben, wieviel CO2 wohl die zwanzig US-Flugzeugträgerverbände so am Tage oder in der Stunde verbraten. Ein Flugzeugträgerverband, das ist nicht nur ein lütter Kahn, da sind auch noch mindesstens zwanzig Zerstörer und Sonstiges im Beipack. Und die umrunden regelmäßig die eine oder andere Hemissphäre unseres sowieso geschändeten Planeten. Wem dieses nicht genügen sollte, darf auch gerne mal hochrechnen, was die achthundert oder mehr „Auslandsniederlassungen“ der Menschenfreunde aus dem „home of the braves“ so zum geleugneten „Klimawandel“ beizutragen haben, die US-Marine unterwegs darf auch nicht vernachlässigt werden. Und, und, und … Und wenn das nicht reicht, wie wärs noch mit einer Englischstunde? Da gäbe es bspw. Folgendes: https://www.counterpunch.org/2019/09/27/10-ways-that-the-climate-crisis-and-militarism-are-intertwined/. All das würde für’s erste mal reichen.Reichlich Beschäftigung zum „Schlau machen“! Friedensbewegtes kann später folgen.

Antwort von U. Gellermann:

Was die Frontfrau der FFF-Bewegung mit der Brutkasten-Lüge zu tun hat wird ewig ein Rätsel bleiben, außer die Erwähnung soll als Diffamierung hängen bleiben. Der aus dem Oval Office meinte das ironisch: "Sie wirkt wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut. So schön zu sehen!“ Der Mann lauscht nicht, der twittert.


Am 09. Oktober 2019 schrieb Albrecht Storz:

Herr Gellermann, Sie schrieben

"Wenn es einen Beleg dafür gäbe, dass BP, Gates oder andere "Milliardärkumpels" hinter der FFF-Bewegung stäken, wäre das interessant. "

nun habe ich nicht die Mittel, Zeit, Möglichkeiten, so etwas zu untersuchen. Ich kann mich als arbeitstätige Zivilperson nur auf eine holistische Analyse der bei mir vorliegenden Informationen berufen. Das sind keine Beweise. Aber wenn das, was man ahnt, wahrscheinlicher ist, als das was man glauben soll, ... wenn das, was beim eigenständingen addieren von "1+1" heraus kommt besser zur sichtbaren Welt passt, als das bei uns tagtäglich medial verbreitet "=5"?

Ich habe hier einen Link auf eines Seite, die politisch fragwürdig ist.

Aber hier werden Informationen über die Finanzierung der XR zusammengetragen. Ich kann leider diese Behauptungen dort nicht überprüfen. Wissen Sie dazu etwas?

https://sciencefiles.org/2019/10/07/extinction-rebellion-teil-eines-aktivistensumpfes-mit-gesellschaftlichem-umsturz-als-ziel/

Was wäre, wenn Friedensfreunde für ihre Demoteilnahem finanzielle entschädigt werden könnten ... und warum ist das nicht der Fall, bei XR anscheinend aber wohl?

Warum finanzieren (wenn es stimmt) Milliardäre wie Soros oder Schwarz eine Weltuntergangssekte (was die XR im Kern sind) aber nicht etwas Fortschrittliches wie die Friedensbewegung?

Nun, das ist eine rhetorische Frage.

Ich erwarte keine Veröffentlichung dieses Textes. Hoffe aber auf Ihre Kenntnisnahme.

Antwort von U. Gellermann:

Unter der angegebenen Quelle findet sich nichts zur Finanzierung oder düsteren Hintermännern der FFF-Bewegung: Dafür dieser Unsinn, der einer “Compassionate Revolution” unterschoben wird:

"Die derzeitige Gesellschaft ist ungerecht und nicht mehr haltbar. Sie muss vollständig verändert werden. Es muss einen sozialen Wandel, „richtige Gleichheit“ geben und Armut muss beseitigt werden. Die Versatzstücke sind durchweg aus kommunistischen Parteiprogrammen abgeschrieben. Der Klimawandel dient offenkundig nur als Vehikel, um den kommunistischen Umsturz durchzuführen.“

Es gibt ganz sicher keine KP, die z. z. Klima-Kämpfer unterstützt. Das ganze ist mit einer Grafik garniert, die nichts beweiset und alles behauptet. So oder ähnlich läuft die Kampagne gegen FFF ständig.


Am 09. Oktober 2019 schrieb SIERA:

Es kann doch einfach nicht sein, dass sich vernunftbegabte Menschen dazu hinreißen lassen, „Argumente“ wie „...die sollen erst mal ihre Handys wegwerfen“ oder „ meine 13-jährige Enkelin weiß auch nicht, worum es bei FFF geht“ anzuführen. Informieren und differenzieren ist angesagt! Ununterbrochen wird `das Kind mit dem Bade ausgeschüttet`. Dass auch Eltern bei FFF auftauchen , wird ihnen zum Vorwurf gemacht, und wenn Eltern irgendwo vor irgendeiner Schule in einem SUV gesehen worden sind, dann wird das zur Statistik erhoben. Die Krönung ist die „Infantilisierung der Weltpolitik“ am Beispiel der Demos in Griechenland : 1. kann davon keine Rede sein, dass Kinder die Macht haben und 2. -um im Bild zu bleiben -würde ich dann doch lieber von einer Senilisierung gepaart mit Kriminalisierung der Weltpolitik sprechen , die seit Jahrzehnten zu Millionen Toten, Kranken und Flüchtenden führt. Die meisten von uns sind keine Klimawissenschaftler, nehme ich an; aber es gibt die Möglichkeit, sich darüber zu informieren, ob der Treibhauseffekt ein natürlicher oder anthropogener ist. Bei meiner Recherche wäre ich bei dem 1% der Wissenschaftler, die den menschengemachten Klimawandel im Gegensatz zu 99% Wissenschaftlern abstreiten, mindestens skeptisch. Wer Menschen aus dieser Liste schätzt: Vandana Shiva, Naomi Klein, Noam Chomsky, A.C. Grayling, Philip Pullman, Rowan Williams, Bill McKibben , könnte sich Gedanken darüber machen, warum auch sie die Protestbewegungen unterstützen – oder von wem sie ferngesteuert sind...


Am 09. Oktober 2019 schrieb altes Fachbuch:

bevor ich mich auf jemandes seite schlage, will ich doch wissen, wohin die reise gehen soll.
einige freuen sich hier schon wissend, über den von g.thunberg angedrohten "systemwechsel", sollten sich nicht innerhalb dessen lösungen finden! was meinen sie oder FfF mit "systemwechsel"??
ähnlich die formulierung: ".....worüber Ihr reden könnt, ist Geld und die Märchen von einem für immer anhaltenden wirtschaftlichen Wachstum......".
was will sie?? ich meine, wenn sie den gigantischen aufwand für die globalen lieferketten (lt. s.wagenknecht sind das 25% der weltemmissionen!!), wenn sie die überproduktion insgesamt meint, wenn sie also co2-einsparung durch reduzierung des wirt. wachstums auf das gesell. notwendige will, dann muss man pkw und flugreisen nicht verteufeln und infrastruktur blockieren!!
weiter sagt sie: "Wie könnt Ihr es wagen zu glauben, dass man das lösen kann, indem man so weiter macht wie bislang - und mit ein paar technischen Lösungsansätzen?"
also, was will sie?
wie sieht ihr morgen aus?

Antwort von U. Gellermann:

Die FFF-Bewegung ist keine Partei und hat kein Programm. Das ist typisch für Bewegungen. Auch deshalb könnte eine andere Bewegung auf sie zugehen: Ohne Vorbedingungen.


Am 08. Oktober 2019 schrieb Jens Humml:

Schon seltsam - dieser kometenhafte Aufstieg, welch selbiger sie in unglaublich kurzer Zeit nach Davos führte, wo sie wohlwollend Aufnahme im erlauchten Kreise der wahren Herren dieser Welt fand, und der es ihr zuletzt erlaubte, ihre Klage den Völkern der Erde in deren feiste Gesichter zu schmettern.

Wir wissen nicht was andere da sahen.
Ich sah da eine stockarrogante Göre.
Und deren Phrasen sind alles andere als neu.

Nun ist es ja ein alter Hut, das man in diesem Alter doch mit viel Enthusiasmus nach den Hebeln der Macht strebt - den wie etwas zu regeln sei, "richtig" nämlich, weis man da "schon lange".
Zudem - mit Angst läßt sich doch ganz hervorragend durchregieren - jedwede Zumutung schluckt so das gemeine Volk ohne großes Murren.
Schon seit längerem beschleicht uns der leise Verdacht, man könnte den Grünen eine ähnliche Rolle zugedacht haben, wie sie in den 30iger Jahren des 20. Jh einer NSDAP.zukam.

Ich glaube nicht, daß eine Friedensbewegung, die diesen Namen verdient, sich auf solche zweifelhaften Bündnisse einlassen sollte.
Nicht jeder Feind meines Feindes ist mein Freund
"Durch Rüstung, Militär und Kriege" werden in erster Linie Tote produziert und Staaten zerstört - dem ist entgegen zu treten.
Auf sog. grüne Umweltbewegungen kann man da nicht zählen - die finden das ja gegebenenfalls sogar noch toll - dem Klima zu liebe.

Antwort von U. Gellermann:

In der FFF-Bewegung ist niemand zu sehen, der „nach den Hebeln der Macht“ strebt. Belege für Arroganz sind nicht zu entdecken, und auch von Ihnen nicht belegt.


Am 08. Oktober 2019 schrieb Brigitte Queck:

Lieber Ulrich Gellermann !
Ich teile Ihre Einschätzung, dass GEWISSE KRÄFTE DIE FRIEDENSBEWEGUNG SPALTEN WOLLEN !
Wenn junge Menschen auf die Strasse gehen und sich dafür interessieren, was um sie herum passiert und ihre Kritik an Missständen unserer Gesellschaft anbringen, sollten wir ALS FRIEDENSBEWEGTE DAS ERST MAL GUT FINDEN !!
Und wenn Gretea Thunberg den Satz gepägt hat:?And if solutions within the system are so impossible to find, maybe we should change the system itself? (Greta Thunberg) UMSO MEHR !!
Ein paar von unseren "Müttern gegen den Krieg Berlin-Brandenburg" hatten sich den Friday youth in Berlin mit UNSEREN PLAKATEN ANGESCHLOSSEN:
" US/NATO-Kriege weltweit mit Miniatomwaffen(Uranwaffen) die schlimmsten Umweltkiller"
Wir hatten viele gute Diskussionen mit den jungen Menschen und werden auch das nächste Mal hingehen !


Am 08. Oktober 2019 schrieb Eckehard Irkens:

"Klimawandel"- Man weiß es nicht, man kann sich auch keine eigene fundierte Meinung bilden, dafür werden einem die Quellen vorenthalten bzw. nicht dargelegt.
Was sicherlich richtig ist das der Ressourcenverbrauch dramatisch zu hoch ist.
Ja es ist zu wünschen dass sich die kritischen Geister, egal ob Frieden, Umweltschutz oder Klima zu einem Bündnis finden werden.
Aber wundert sich ernsthaft jemand darüber das die Lehmwerfer nun mit Lehm werfen?
Die herrschenden Gruppen denken in Quartalsabschlüssen und Wahlperioden, da bleibt kein Platz für die Gestaltung einer gesellschaftlichen Gesamtzukunft. Da denkt man lieber vom Ende her, ohne zu erklären wo dieses denn nun sein soll oder fährt gleich auf Sicht.
Die Proteste der FFF werden vereinnahmt und in Geschäftsmodelle umgewidmet. Vom angeblich von "Putin inszenierten Protest" nun zu Mutties Liebling in 1-2-3.
Durch das quantitative easing der EZB ist die "Geldmenge" in der EU enorm vergrößert worden und dieses neue "Vermögen" sucht nach Anlagemöglichkeiten, die es nicht mehr findet. Da kommt der "Klimawandel" und das CO2 als ein wunderbares neues Geschäftsfeld gerade recht.
Das ist Kapitalismus, da kann aber das Mädel aus Schweden nichts für.
Die Bundesregierung will bis 2023 40 Mrd. ? Steuergeld in den Klimaschutz investieren, dolle Sache. Wo das Geld herkommt wissen wir, auf wessen Konten es landet werden wir nicht erfahren, ob die Maßnahmen überhaupt eine Wirkung entfalten, kann nicht kontrolliert werden.
Ein Träumchen für die Shareholder.

Da ist es natürlich einfacher auf eine 16 Jährige einzuprügeln, schlag den Boten.
So geht teile und herrsche.


Am 08. Oktober 2019 schrieb ltes Fachbuch:

komische zeiten,
wird sich die, wegen einem unterschlagendem fandbon gekündigte, kassiererin fragen. wovon schwätzen die da alle: die pro und contra wissenschaftler, medienleute, ideologen und politiker, selbstdarsteller und -vermarkter, die neuen bewegungsikonen und ihre jünger??
und wo und wieso soll ich mich da wiederfinden? wieso soll ich mich in deren "debatte" um ein spekulatives morgen kümmern, wo sich gestern niemand sorgte, wie mein heutiger materieller und sozialer status ein anderer hätte sein können!!??
aaaah, ja. das böse CO2 macht den unterschied, ein ES, eine unperson oder etwas nicht-mensch. DAFÜR lohnt sich engagement;)
und wie ehrlich ist dieses engagement eigentlich? wäre das klima im eimer, müssten doch die jetzigen wissenschaftler etwas TUN, und die künftig studierenenden müssten alle techn. oder naturwiss. kurse belegen??
schmelzen die polkappen, bringt das süßwasser die klimapumpe golfstrom zum erliegen und eine eiszeit droht. das lehrte die wissenschaft und bildung vor jahren. wenn das schon nicht mehr stimmt, warum soll ich bei der verfallszeit neuen apocalyptischen behauptungen glauben schenken?
und NUR das co2;) will der technologisierte wertewesten die schurkenstaaten von ihren rohstoffeinkünften abschneiden?? werden hier märkte in futuristisch neu und sauber in prähistorisch und dreckig geteilt? die ozeane werden wärmer und niemand spricht vom methanhydrat in 500m tiefe, verwunderlich oder absicht?
die gurus werden interpretieren, verändern wird sich die welt nicht. wenn ich die nadel gegen einen joint tausche, werde ich nicht weniger abhängig;)
also ignoriere ich all diese wohldosierte "protest"-pop-kultur und kümmere mich um die nächste mahlzeit!

Antwort von U. Gellermann:

In der FFF-Bewegung sind weder Nadel noch Joint bestimmend.


Am 08. Oktober 2019 schrieb Ernst Blutig:

Es wird nicht mehr lange dauern, dann schlägt die Berichterstattung um von neutral bissiger Note hin zu offener Gegnerausrufung.
Im Mittagsmagazin, dem Magazin für Schwartenmagen statt Hirn, hat man sich schon kaum noch zurückhalten können beim Interview ÜBER, nicht mit (!), der "extinction rebellion" in penetrantester Kleber-Art herumzu-"aber"n über den Begriff "rebellion" und ob die "Aktivisten" auch ja bloss gewaltfrei seien und gesetzestreu, während man die Hongkonger Gewaltausbrüche schon fast frenetisch bejubelt.
So geht Herrschaftswissen, so geht "manufacturing consent"( Noam Chomsky), so geht das Deutschland der Geld und Adelseliten.

Über den Begriff "extinction" wurde nicht eine Silbe gesprochen, wie überhaupt der wohl grösste Wissenschaftlerkonsens aller Zeiten fast völlig ignoriert wird in den Medien., und wenn dann wird ÜBER die Wissenschaft gefaselt.
Das schliesst sich nahtlos an an rechte Propagandamethodik und ihrem neuesten "cherry picking" Machwerk über eine angeblich von aussen, von einer fremden Macht, "ferngesteuerte" Greta Thunberg, was sich wiederum anschliesst an Nazipropaganda vom unsichtbar hinter den Kulissen die Fäden des Schicksals (der Deutschen, denn andere haben keins) seit geraumer Zeit auch Slawen.
DAS Deutschland das geht so.


Am 08. Oktober 2019 schrieb Krysztof Daletski:

Danke für den Artikel. Der wirft die praktische Frage auf, was inhaltlich das Verbindende zwischen Umwelt- und Friedensbewegung ist. Ich denke nicht, dass es da sinnvoll ist, auf die Umweltzerstörung durch Kriege und Militär zu fokussieren. Die sind zwar unbestreitbar, aber dem Ziel einer friedlicheren Zukunft kommen wir nicht dadurch näher, dass Geschosse in Zukunft aus Wolfram statt aus Uran gefertigt werden.

Das Verbindende ist m.E. darin zu sehen, dass sowohl die Ursache von Umweltzerstörung als auch von Kriegen der viel zu hohe Ressourcenverbrauch in den Industrieländern ist, oder, um dem kürzlich verstorbenen Immanel Wallerstein Tribut zu zollen: in den "Zentrumsländern" [1]. Die dabei entstehenden Abfallprodukte verursachen Umweltschäden (z.B. durch Deponierung in der Atmosphäre) und der Ressourcenzufluss wird gewaltsam abgesichert, wozu auch (aber nicht nur) das Militär gehört. Es ist kein Zufall, dass das weltgrößte und alles andere in den Schattenstellende Militärbündnis, die NATO, im wesentlichen aus Zentrumsländern besteht. Wenn Patrick Keller von der Adenauer-Stiftung die NATO als "Schutzmacht der Globalisierung" bezeichnet, dann kommt dadurch zum Ausdruck, dass dieses Militärbündnis dem gewaltsamen Aufrechterhalten dieser Wirtschaftsordnung und der Ressourcenextraktion aus der "Peripherie" dient. Und damit auch der fortwährenden Umweltzerstörung.

[1] Für eine (etwas veraltete, weil noch von 2000) Einteilung siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Weltsystem-Theorie


Am 08. Oktober 2019 schrieb Albrecht Storz:

Jemand, der Benachteiligte, Arme, an den Rand Gedrängte, Ausgegrenzte Menschen im Blick hat und soziale Verantwortung spürt, kann sich nicht einer Bewegung anschließen, die erkennbar diese Zustände zementiert und verschlimmert.

Mit dem trojanischen Pferd "KLIMARETTUNG DURCH CO2-Einsparung" werden die sozialen Spaltungen verschärft. Alles bisher Erkennbare richtet sich gegen die Armen und Schwachen, Extremisten wie die XR vertiefen die gesellschaftliche Kluft. Vorstellbar sind Straßenschlachten von XR ("CO2 ist böse") gegen Gelbwesten ("Wir müssen zur Arbeit gelangen können, und wenn es nur mit dem Auto auf vertretbare Weise geht, darf uns das nicht arm machen").

Dazu kommt noch, dass der FFF-Bewegung jegliche Ernsthaftigkeit fehlt. Die, die da demonstrieren sind doch genau die, derentwegen Amazon und Co am allermeisten Lieferfahrten machen müssen!

Lasst doch die Kinder machen. Wer will sie denn davon abhalten?

Aber wenn wir uns einem dummen (nicht durchdachten, wahrscheinlich fremdgesteuerten) Protest anschließen, begeben wir uns freiwillig in Mithaftung.

Natürlich werden die Armen, Arbeitenden, Abhängigen und Abgehängten unter dem, was da rauskommt wie immer am meisten leiden. Und wer dabei mittut, kann keinerlei Glaubwürdigkeit mehr einfordern.

Alles was bei FFF rauskommen wird, ist das Gute Gewissen der Grünen Mittel- bis Oberschicht, die Förderung derer Wärmepumpen und E-Autos, und ein weiteres auseinandergehen der Schere zwischen Arm und Reich.

Die AfD wird von diesem neuerlichen Coup (nach dem der Migrations-Förderung) wieder prächtig profitieren.

Antwort von U. Gellermann:

Dass die Regierungen aus Bewegungen machen was sie für nützlich halten ist nicht neu. Die Bewegungen dafür verantwortlich zu machen ist wenig sinnvoll.


Am 08. Oktober 2019 schrieb Hermann Kopp:

Lieber Uli!

Volle Zustimmung zu Deiner Einschätzung – mit einer Ausnahme. Anders als 2014f, als in der Tat relevante Teile der Friedensbewegung, leider!, auf Distanz zu den „Montagsmahnwachen“ gingen, kommt heute, entgegen Deiner Behauptung, keine „scharfe Kritik“ der FFF-Bewegung aus der Friedensbewegung. Nun gut: Der Begriff „Friedensbewegung“ ist nicht patentiert; wer immer es möchte, kann von sich straflos behaupten, dazuzugehören. Selbst als die Bundeswehr reklamierte, die „größte deutsche Friedensbewegung“ zu sein, sah sich kein Staatsanwalt oder Richter bemüßigt, dagegen einzuschreiten.

Aber: Schon bei zahlreichen Ostermärschen dieses Jahres kamen Aktivistinnen und Aktivisten der kurz zuvor entstandenen FFF-Bewegung zu Wort. Die beiden bundesweit tätigen Dachorganisationen der Friedensbewegung, die Friedenskooperative und der Bundesausschuss Friedensratschlag, bemühen sich seit Langem um eine enge Zusammenarbeit mit der Umweltbewegung und, seit der Entstehung von Fridays-for-Future, mit diesen vor allem jungen Leuten. Ich selbst arbeite seit vielen Jahren im BA Friedensratschlag mit und kann dir versichern: Über Vieles geraten wir uns in die – aus Altersgründen oft nur noch spärlich vorhandenen – Haare; für eine möglichst enge Zusammenarbeit mit FFF sind wir alle. Das schlägt sich z.B. auch im Programm des diesjährigen Ratschlags nieder, der, wie üblich, am 1. Dezemberwochenende (7./8.12.2019) an der Uni Kassel stattfinden wird. Und zu dem erneut rund 400 Teilnehmer*innen erwarten werden.

Antwort von U. Gellermann:

Das Beispiel ist zur Nachahmung empfohlen. - „Aus“ der Friedensbewegung meint nicht „die“ Bewegung. Aber die erwähnte „SENIORA.ORG“ z. B. ist „aus“ der Bewegung.


Am 08. Oktober 2019 schrieb Otto Bismark:

Lieber Uli Gellermann,

voll Sorge habe ich nicht Ihren Aufsatz, sondern die vielen Kommentare gelesen. Wobei ich bei ersterem auch in gewisser Weise den Eindruck habe, Sie selbst verfallen in die Fehler, die Sie Ihren Kritikern vorhalten. Nämlich die alte Regel des Teilens und Herrschens zu vergessen. Denn das ist das Substrat, auf dem wir klein gehalten werden. Natürlich entsteht bei FFF der Eindruck, dass nicht alles reine Lehre ist. Und? Wichtig ist eine Frage: Betreutes Demonstrieren oder nicht. Wie bei #unteilbar. Das herauszufinden ist allerdings nicht so einfach, dazu muss man miteinander reden. Auch das ist nicht einfach, wer redet beispielsweise mit einem alten Sack von 68 Jahren respektive nimmt den ernst? Deswegen habe ich meine 13jährige Enkelin gefragt, ob sie FFF-Anhänger kenne, ja, sagte sie, viele sind Feuer und Flamme, und als ich weiter gefragt habe, was die denn wollen, hat sie geantwortet, "das fragen wir uns auch ". Wenn man den jungen Menschen eine progressive Rolle zuerkennen möchte, was sehr nötig ist, dann muss man sie aufklären und Ihnen Ziele vermitteln. Ob das funktionieren kann, es ist den Versuch wert, aber wahrscheinlich unendlich schwierig. Sicher müssen wir mit der Aufklärung bei unseren eigenen Kindern und Enkeln anfangen. Sonst bleibt alles altkluges Geschwätz, denke ich.

Antwort von U. Gellermann:

Seit geraumer Zeit kontaktiere ich Leute im FFF-Alter, um einen Zugang zu dieser Denke zu finden. Es ist ein beidseitiger Dialog. Z. Z. bastle ich an einem öffentlichen Treffen der beiden Bewegungen, nicht wissend ob mir das gelingt, wenn ja wird man es in der Galerie lesen können.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Reinhard Lerche:

zu A. Storz:
Man kann die FFF- (. . .) nicht bewerten ohne zu wissen, dass
- Teile der "bisherigen" Ölindustrie (siehe zB "BP", früher "British Petroleum" heute "Beyond Petroleum"(!)) massiv in Alternative Energien investiert haben.
Das ist das Problem bei der Werbung: Gemessen am Umsatz waren die sog. Investitionen Peanuts. Groß Aufgeblasen wie all die schmucken Greenwashing Fassaden wir der Kunde vera. . .
Mir ist eine Jugend die die Murmel auf den Schulter nutzt wichtiger, als Splittergrüppchen die theoretisch die Revolution können aber praktisch isoliert sind.
Seit Jahren sehen wir Bewegungen kommen und gehen. Aber Kindern und Jugendlichen können die Herrschenden nicht das Mäntelchen: Rechts, Linksradikal, Gewalttätig oder oder oder anhängen.
Und sicherlich wird die Bewegung umarmt - aber solange diese personell wächst, wird der Druck auf Industrie, Reiche, Politik und Ungläubige wachsen. In zwanzig Jahren wird keiner sagen können: Das habe ich nicht gewusst!


Am 07. Oktober 2019 schrieb Max L.:

@ Hanna Fleiss: Ich bezweifle, dass Merkel, Obama und Soros sich für Greta und ihre Bewegung begeistern. Ich vermute viel eher, dass sie versuchen, sie zu vereinnahmen. Und deshalb ist bei Greta auch das Hauptproblem, dass sie sich vereinnahmen LÄSST.

Der große Unterschied zwischen "Fridays for Future" und anderen Protestbewegungen ist das Durchschnittsalter der Teilnehmer. Wir haben gerade heute davon gehört (natürlich klein aufgemacht, es geht ja nicht um Hongkong...), dass es bei den "Extinction Rebellion"-Protesten mindestens in London und Amsterdam (das sind bekanntlich chinesische Städte - Entschuldigung, ich kann mir den Seitenhieb einfach nicht verkneifen, der ist natürlich nicht an Sie gerichtet, sondern z.B. an die Tagesschau) Festnahmen wegen ein paar Blockaden gab (Flughäfen wurden nicht lahmgelegt - na ja, Sie wissen, was ich meine). Die Bilder von schwerverletzten Demonstranten der "Gelbwesten" in Frankreich kennen wir, ebenso Bilder aus Hamburg oder Stuttgart usw.

Aber die "FFF"-Demonstranten sind überwiegend Kinder. Kein Politiker wird wollen, dass wir Bilder von Festnahmen, Verletzten oder gar Toten zu sehen bekommen, das würde sich auch nicht mit "gewaltsamen Protesten" rechtfertigen lassen (die ja nur in Hongkong ok sind). Anders ausgedrückt: Man kann keine Gewalt gegen Kinder ausüben. Also muss eine andere Strategie her. Gefallen tun den Genannten die Proteste unter Garantie nicht: Sie wissen nicht genau, wie sie damit umgehen sollen, und sie fürchten, so handeln zu müssen, wie sie es eigentlich nicht wollen. Und deshalb jetzt die Vereinnahmung. In Sachen "Extinction Rebellion" sieht das ganz anders aus. Hier berichtet die Tagesschau ungerührt: "Bei der Bundesregierung blitzten die Aktivisten ab."


Am 07. Oktober 2019 schrieb Martin Leo:

Das ist auch meine Meinung, dass die Klimaschutzbewegung um so wirksamer wird, je mehr sie sich mit der Friedensbewegung verbindet. Das gilt m.E. aber unbedingt auch für die Flüchtlingssolidarität, der die antimilitaristische und antikapitalistische Orientierung fast vollkommen abgeht und die deswegen Gefahr läuft, einer interventionistischen Außenpolitik nur ein humanitäres Feigenblatt zu verschaffen. Eine ständige Heerschau von Eitelkeiten, die fortlaufenden Abgrenzungen und Rechthabereien sowie die sich darauf gründenden unüberschaubaren Lagerbildungen verhindern, dass Menschen und Bewegungen voneinander lernen. Anstatt auf diese Jugendbewegung selbst lernend zu zugehen und auf diese Weise auch selbst Gehör zu finden, haben wir unsere Urteile schon in den entsprechenden Schubläden. Die Politisierung junger Menschen findet vor unseren Augen statt. Wir sind bescheuert, wenn wir sie nicht da abholen, wo sie stehen. Und vielleicht muss auch von uns manch einer (von diesen oft jungen Leuten) abgeholt werden.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Hanna Fleiss:

Ich bin der Ansicht, dass es sich bei der Greta-Bewegung um ein hocherwünschtes Placebo handelt. Vielleicht nicht von Anfang an, aber wenn sich eine Merkel, ein Obama und ein Soros für sie begeistern, werde ich sehr misstrauisch. Diese Bewegung nützt ihnen also, muss man konstatieren, wenn man sich die Frage stellt, wem sie nützt. Merkel nutzt sie z. B. für eine neue Steuer, die CO2-Steuer, die ganz bestimmt nicht fürs Klima, sondern für die Aufrüstung und den kommenden Krieg gegen Russland genutzt wird, wie auch die Soli-Steuer bekanntlich nicht für den Aufbau Ost, sondern als Strafzahlung an die NATO für die Verweigerung der BRD an der offenen militärischen Beteiligung am Irakkrieg der USA benutzt wurde. Und da ich gerade beim Thema Krieg bin, ein Hinweis darauf, dass die NATO derzeit alle Vorbereitungen trifft - bis zur Generalprobe -, den Krieg gegen Russland an den Grenzen zu testen. Und angesichts dieser Gefahr für uns alle benötigt die Friedensbewegung die Greta-Bewegung, um Menschenmassen auf die Straße zu bringen? Für die sogenannte Friedensbewegung spricht das zumindest nicht. Greta sollte sich anschließen, aber Initiator des Protestes gegen die Kriegsvorbereitungen muss unbedingt die Friedensbewegung sein. In diesem Fall werden wir auch sehr schnell begreifen, wie ernst die Regierungen das Thema Klima überhaupt nehmen.
Leider aber kann ich trotz Fernglas keine Friedensbewegung, die man so nennen kann, erblicken. Die Greta-Bewegung wäre auch in diesem Fall ein Placebo. Die Greta-Bewegung wäre dann für alle und jeden brauchbar.

Antwort von U. Gellermann:

Wenn die neue Jugendbewegung die Ziele der Friedensbewegung übernähme, wäre sie kein Placebo sondern der Staatsfeind.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Lutz Jahoda:

WE LOVE TO ENTERTAIN YOU
DIE ÖL- UND WAFFENMULTIS
IM ENTSPANNUNGSMODUS

Das zwischenmenschliche Klima zu splittern.
Mit Wortklaubereien zu Tode reiten.
Bewährte Praktik aus Weimarer Zeiten.
Klappt doch wieder! Kein Grund, um zu zittern!


Am 07. Oktober 2019 schrieb Ute Plass:

@ Carola Schramm:

"....ihre Kindheit kann ihr nicht geraubt worden sein - sie denkt nicht an die Kinder, deren Leben in Afrika, Indien oder sonstwo per Drohnen wirklich täglich geraubt werden. Sie befindet sich samt aller anderen Jugendlichen im materiellen Bereich, ähnlich wie Politik, Medien; Industrie.

Pauschale Behauptung, behaupte ich.
Könnte es sein, dass dieser junge Mensch mit Namen Greta und viele andere junge Menschen unter den, von Ihnen aufgeführten, Verhältnissen (mit)leiden?

"Veränderungen können jedoch erst wirklich stattfinden, wenn sich das Bewusstsein verändert in Richtung: Frieden, Freude, Liebe, Achtsamkeit, Verantwortungsgefühl, Respekt, Solidarität, Rechtmäßigkeit, Wahrheit und Wahrhaftigkeit, uvm."
Genau daran erinnern (auch) viele junge Menschen, und dafür gilt es Danke zu sagen,.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Albrecht Storz:

Man kann die FFF- und verwandte Bewegungen (bis hinein in die Grünen) nicht bewerten ohne zu wissen, dass

- Teile der "bisherigen" Ölindustrie (siehe zB "BP", früher "British Petroleum" heute "Beyond Petroleum"(!)) massiv in Alternative Energien investiert haben. Natürlich wird auch dort für den ("Return of Invest", der ROI der Kapitalisten) lobbyiert

- Bill Gates, und mit ihm sicher auch andere Milliardärskumpels, auf "neue Kernenergie" ("Terrapower") setzen und dort massiv investieren. Auch dort verlangt das kapitalistische System einen ROI, selbst wenn diese Milliardäre die besten, selbstlosesten Menschen der Welt wären - was sie aber gewiss nicht sind.

- heute massive Umgestaltungen von Gesellschaften nach Ideen und Vorstellung einzelner Milliardäre durchgeführt werden, unter Zuhilfenahme von Wissenschaft, Thinktanks, PR-Agenturen, Politikern, das ganze Besteck bis hin zu Agenturen ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter und deren Kontakte

Wenn man angesichts dessen sieht, dass zB die FFF-Bewegung innerhalb von wenigen Wochen überregionale Workshops organisieren und dafür mobilisieren kann, so muss man mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn einem nicht die Parallelen etwa zu dem professionellen Vorgehen zB von "Adopt a revolution" auffällt.

So lange die ganze FFF-Bewegung einzig den Fokus auf CO2 legt, weiß ich genau worauf das hinaus läuft: weiter wie bisher - nur wieder mit (CO2-neutraler) Kernkraft. Was hat das mit Frieden zu tun?

Man mag zur Zusammenarbeit zwischen Friedensbewegung und FFF aufrufen - nur: aus dem Falschen kann nichts Richtiges entstehen. Und FFF ist komplett falsch gebürstet. (Oder hat jemand beobachtet, wie die Kiddies auf den Demos massenhaft ihre Smartphones weggeworfen hätten?)

Eine Bewegung kann aus zwei Gründen groß werden:
aus der echten Solidarität Vieler gegen alle betreffende gesellschaftliche Zustände
oder
durch Astroturfing und mit massiven Finanzmitteln sowie Unterstützung aus Medien und Politik und aus dunklen Hinterzimmern.

Antwort von U. Gellermann:

Wenn es einen Beleg dafür gäbe, dass BP, Gates oder andere „Milliardärkumpels“ hinter der FFF-Bewegung stäken, wäre das interessant. So bleibt es eine ziemlich langweilige Behauptung. Wer dann auch noch die im Artikel erwähnte effektive US-Schüler-Organisation von Never Again MSD und March for our Lives ignoriert, will offenkundig nicht diskutieren, sondern räsonieren. Wer dann auch noch das im Galerie-Artikel erwähnte Fake („500 Wissenschaftler erklären: Es gibt keinen Klimanotfall“) und dessen entlarvte Urheber nicht erwägen will, der kneift, statt zu argumentieren.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Hans Huthmann:

Sg. Hr. Gellermann!

Die Auswirkung des Co2 auf eine Erderwärmung sind so gering, dass diese als Messtoleranz angesehen werden können. Die Klimaschwankungen sind zu fast 100% den Solaren Zyklen zuzurechnen. Laut NASA sind wir gerade auf den Weg zu einem neuen Minimum und es wird die nächsten ca. 10 -15 Jahre kälter werden.

Ich kann hier leider kein pdf einstellen. Habe einige sehr gute Artikel und wissenschaftliche Abhandlungen zu diesen Thema. Wenn Sie mich kontaktieren, kann Ihnen diese senden.


Antwort von U. Gellermann:

Der Artikel handelt nicht von CO2 sondern der Umwelt- und der Friedensbewegung.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Der vom Helmholtzplatz:

Sprache kann sehr wirkungsmächtig sein aber auch in die Irre führen. So ist es auch mit den Worten Klimawandel, Klimaleugner und, das ist des Pudels Kern, globale Erderwärmung.
Klimawandel, und somit auch der Begriff Klimaleugner, sind Wortkreationen der Öllobby und der Ölindustrie um die Bevölkerungen vom eigentlichen Problem, der globalen Erderwärmung abzulenken. Jeder
Mensch versteht das in einem fast abgeschlossenen System (hier Erdathmosphäre, aber auch im Wöhnzimmer) eine permanente Temperaturerhöhung zu unangenehen Effekten führen kann.
Klimawandel findet aber nicht im geschlossenen Wohnzimmer statt, darum geht es den Ölmultis. Die Gutachten und wiss. Expertisen zu den Auswirkungen des permaneten Verbrennens von fossilen Brennstoffen liegen in den Giftschränken von Shell, BP, Exxon etc., und das schon seit ca. 40 Jahren.. Durch die antropogene CO2-Produktion erwärmt sich die Erde global
was dann zu klimatischen Veränderungen führt. Wir sollten den Propagandisten der Ölindustrie nicht auf
deren propagandistischen Leim gehen, globale Erderwärmung, seine Ursachen und Folgen sind das Thema. Ich verweise hierzu auf Artikel bei Kenfm.de u.a. von Dirk Pohlmann und Matthias Bröckers.
Das Friedens- und Umweltschutzbewegungen nicht zusammenarbeiten ist gewollt, und eine Zusammenarbeit wird, sollte es doch dazu kommen, massiv torpediert werden. B´90 Die Grüenen sind ein
exemplarisches Beispiel dafür wie Umweltschutz- und Friedensbewegungen ursupiert und zerstört werden.

Die FfF-Bewegung ist m.E. (leider) nur ein willkommener Plazebo um dem Problem der globalen Erderwärmung ein Ventil für die Bevölkerungen zu geben. Umweltpolitisch geschieht nichts. Kyoto Protokoll, Paris und was weiß ich welche Klimaschutzmaßnahmen seit Jahrzehnten weltweit beschlossen wurden, nicht das Papier wert auf dem sie gedruckt sind. Auch die nun vorgeschlagenen Maßnahmen
der Bundesregierung aber auch die der Gruenen sind auch nur Plazebos und medialer Aktionismus.
In dem Zusammenhang möchte ich auf eine Vorderung der franz. Gelbwesten aufmerksam machen. Diese fordern z.B. die sofortige Umstellung der Fahrzeugflotte auf Wasserstofftechnik. Pläne für ein solches Vorhaben liegen z.B. seit Jahren bei BMW in der Schublade. Warum wurden und werden diese innovativen Techniken nicht genutzt? Diese Frage wird in Washington D.C. beantwortet.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Karola Schramm:

Uli Gellermann ahnt es: "Denn das würde das gute Betriebsklima, das die Rünstungsindustrie zwischen Politik, Medien und dem großen Geld hergestellt hat, erheblich stören."

Das gute Betriebsklima stellt Menschen dar, die sich einig sind. Ob es nun Schlechtes ist oder Gutes. Das Thema, das Produkt der Wille zu Macht und Herrschaft eint sie, es liegt auf der seelisch-geistigen, menschlichen Ebene, wenn auch seht tief, da echte Werte fehlen.

Die Proteste hingegen liegen alle auf der materiellen Ebene. Wenn dies oder das wegfällt, wird das Klima besser, Autoverbote in Städten, mehr Verkehr auf die Schienen, kein Fleisch mehr essen, nicht rauchen u.v.m.muss unterlassen werden. Eine herrliche Verhaltensdiktatur!

Man lässt diese "Kinder" gewähren; denn sie nehmen den Politikern viel drekige Arbeit ab.

Greta wird gerne als Kind gesehen. Dabei ist sie eine Jugendliche und hat viele Rechte - ihre Kindheit kann ihr nicht graubt worden sein - sie denkt nicht an die Kinder, deren Leben in Afrika, Indien oder sonstwo per Drohnen wirklich täglich geraubt werden. Sie befindet sich samt aller anderen Jugendlichen im materiellen Bereich, ähnlich wie Politik, Medien; Industrie.

Veränderungen können jedoch erst wirklich stattfinden, wenn sich das Bewusstsein verändert in Richtung: Frieden, Freude, Liebe, Achtsamkeit, Verantwortungsgefühl, Respekt, Solidarität, Rechtmäßigkeit, Wahrheit und Wahrhaftigkeit, uvm. Hätte diese Freitagsbewegung das "auf dem Schirm" würden sie automatisch sofort mit der Friedensbewegung kooperieren, sie wären automatisch auch Kriegs- und Kriegsdienstgegner und befänden sich im "seelisch-geistigen, menschlichen Bereich und auf einer wesentlich höheren Ebene als es diese betriebsblinden Politiker im Verband mit Rüstung und Medien sind. Dann wären sie auch eine echte Gefahr für diese!

Doch so wie es jetzt aussieht, sonnen sich beide Seiten in ihrem Erfolg. Die einen im abgeschotteten "Betriebsklima" wo unbedingte Einigkeit herrscht die stark macht und die anderen im Nein gegen andere Gruppen, sich schwächen und kraftlos werden, weil die vielen Egos es nicht ertragen können im Großen schönen Ganzen einzutauchen, was dann Weltfrieden mit einem guten Klima nach sich zöge.

Solange also das zwischenmenschliche Klima so miserabel ist, wie es derzeit in fast allen Gesellschaften ist, kann sich auch das Wetterklima nicht nicht zum Guten verändern.
Wir spiegeln und gegenseitig.


Am 07. Oktober 2019 schrieb H. Koba:

Sobald jemand der hier schreibenden eine gewisse Skepsis - mehr nicht, keine Ablehnung oder gar Verteufelung -dieser Kolumne entgegenbringt, gibt's vom Galeristen sofort die Belehrung. z.B. diese:
@ Jan Schmidt erwähnt:
Luisa Neubauer, das Gesicht der FfF-Bewgung in Deutschland, sicherlich einschlägig bekannt, entstammt der Familie Reemstma, sicherlich den älteren unter uns noch als Zigarettenfabrikant (R1, R6, Ernte 23...) bekannt.

Die Verbindung von Greta Thunberg zur Hochfinanz und zu altem Adel sind sicherlich hinreichend bekannt. Auch die Familie Casiraghi ist sicherlich an den "paar hundert Firmen" beteiligt, wenn der Enkel von Rainier und Gracia Patricia nicht gerade Regatten oder Autorennen fährt.

Herr Gellermann klärt wie folgt auf:
Auch Karl Marx kam aus einen konservativen Rabbiner-Haushalt. Engels aus einer Industriellenfamilie. Sehr verdächtig.

Marx und Engels in einem Atemzug mit Neubauer und Thunberg zu nennen das ist journalistische Hochleistung. Ich ziehe den Hut und verneige mich in Ehrfurcht.

Antwort von U. Gellermann:

Die wertende Einordnung vom Menschen im Ergebnis ihrer Herkunft kennt man sonst nur von Rassisten. Materialisten z. B. analysieren Menschen nach ihrem Sagen und Tun.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Ute Plass:

Lieber Uli Gellermann,

stimme Ihrer folgenden Anmerkung sehr zu:
"Wenn wir von allen Friedensbewegten als ?Eintritt? in die Bewegung ein antikapitalistisches Bekenntnis verlangen würden, wären wir schnell noch weniger. Man kann leider sehr gut das eine tun (z. B. für gerechten Lohn kämpfen) und das andere (gegen den Imperialismus kämpfen) lassen."

Welchen 'Reinheitsgrad' an Denken und Handeln stellen sich denn diejenigen vor, die junge Klima-AktivistInnen zu zeigen hätten? Diese sind auch
hier mit dabei:
https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/extinction-rebellion-plan-blockade-berlin/


Am 07. Oktober 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@Jan Schmidt
"Die Verbindung von Greta Thunberg zur Hochfinanz ..."

Den blödsten Kommentar, den ich zur Greta gelesen habe war: "Die Tussi aus Schweden kommt aus einem reichen Elternhaus" (Siehe, was Uli sagt.)


Am 07. Oktober 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Nur so: Karl Marx und Friedrich Engels haben sich beide ganz bewußt für ein Leben entschieden, was mit ihrer Herkunft eher weniger zu tun hatte, denn dort wäre es ihnen im Alltag besser gegangen. Für ein Leben bei denen, die erniedrigt, gedemütigt und verlassen gewesen sind. Sie waren Teil der Geknechteten und haben Opfer für Alle erbracht, ähnliches ist nicht bei Greta und Familie erkennbar.
Da würden solche Leute aber das Näschen rümpfen, wenn sie so leben müssten, wir Marx und Engels sich entschieden haben. (Familie Marx hat drei ihrer Kinder verloren). Dass ist etwas anderes und nicht zu verallgemein aus meiner Sicht.
Nix für ungut.

Antwort von U. Gellermann:

Eine gesellschaftliche Einordnung, die eine biologische Herkunft zur Grundlage der Analyse macht ist frei von Argumenten.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Klaus Bloemker:

"das gute Betriebsklima ... Rüstungsindustrie ... Politik, Medien und dem großen Geld."

Man kann hier noch hinzufügen: Und Eliteuniversitäten wie z.B. Harvard, die von Lockheed Martin und Raytheon gesponsert wird, um eine neue Generation von Waffeningenieuren auszubilden.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Jan Schmidt:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

Ihr Traum von der Einheitsfront zwischen den Resten der Friedensbewegung und FfF oder den anderen Gretaanhängern ist ehrenwert. Ich bezweifle aber die Ernsthaftigkeit der Systemwechselabsichten der Bildungsverweigerer:
Luisa Neubauer, das Gesicht der FfF-Bewgung in Deutschland, sicherlich einschlägig bekannt, entstammt der Familie Reemstma, sicherlich den älteren unter uns noch als Zigarettenfabrikant (R1, R6, Ernte 23...) bekannt. Die Familie veräußerte die Unternehmensanteile in den 80iger Jahren und hält heute Beteiligungen an Windkraftunternehmen und Containerschiffen. Wohl kaum der richtige Partner für eine gesellschaftliche Veränderungen. Ich werde immer mißtrauisch, wenn Töchter aus gutem Haus von Revolution reden...

Die Verbindung von Greta Thunberg zur Hochfinanz und zu altem Adel sind sicherlich hinreichend bekannt. Auch die Familie Casiraghi ist sicherlich an den "paar hundert Firmen" beteiligt, wenn der Enkel von Rainier und Gracia Patricia nicht gerade Regatten oder Autorennen fährt.

Die Umweltverträglichkeit und Effizienz von Wind- und Solarparks, für die auch schon mal das eine oder andere Wäldchen gerodet wird, ist auch diskussionswürdig, aber insgesamt ist die "Decarbonisierung" Deutschlands ein gigantisches Konjunkturprogramm in einem gesättigtem Markt. Daß es über Steuern finanziert werden soll, ist für die "hundert Firmen" natürlich noch viel besser. Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren war schon immer ein super Geschäftsmodell. Und wenn die "Politiker schwächeln", da kann eine frenetische Jugendbewegung auch schon einmal" die Gesellschaft diktieren".

Antwort von U. Gellermann:

Zweifel kann man durch Handeln beseitigen: Wenn z. B. die alte Friedensbewegung auf die neue Ökologiebewegung zuginge. Zu familiären Beziehungen: Karl Marx kam aus einen konservativen Rabbiner-Haushalt. Engels aus einer Industriellenfamilie. Sehr verdächtig.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Arnulf Rating:

Lieber Uli,

danke, dass Du diese beiden Themen anpackst.
Und so gut. Wo hast Du die DFG-Infos mit den Kriegs-Klimakosten her? Hast Du einen Link?

Antwort von U. Gellermann:

Hier ist der Link: https://www.dfg-vk.de/unsere-themen/kriege-und-konflikte/fridays-for-future-hei%C3%9Ft-auch-fridays-for-peace


Am 07. Oktober 2019 schrieb Ullrike Spurgat :

Eher selten, doch mit diesem Artkel kann ich mich nicht anfreunden, da mein tiefes berechtigtes Misstrauen nicht weniger wird. Ohne massive Kapitalismuskritik und auch die notwendige Abgrenzug an die, die den ganzen Schlamassel mit zu verantworten haben und überall mitmischen, also mit KOnsequenzen und mit weniger Lippenbekenntnisse in Form einiger Sätze, die allzuviel nicht aussagen, als das was jeder schon mal gedacht hat bleibt die Bewegung einiges schuldig.
Sich mit einem der größten Kriegsverbrecher der Welt zu treffen ist entweder selten dämlich naiv oder aber hat Kalkül. Klar, meine ich Obama den die jugendliche Greta getroffen hat. Als Mutter einer Tochter würde ich sicherlich an der einen oder anderen Stelle eingreifen. Und dass sie verwurstet wird die Greta, daran gibt es für mich keinen Zweifel.

Der genannte VVN und auch die "Rote Hilfe" sind nach 1989 erheblichen Veränderungen in den bis dahin geltenden Kräfteverhältnissen ausgesetzt. Die Antifaschisten, die den Faschismus am eigenen Leib erfahren haben brechen weg und es rücken Leute nach wo mir bei einigen schlecht werden könnte.....
Ist aber nicht das Thema und macht die Bewertung aber auch nicht einfacher.
Immer noch nicht ist klar, wer denn nun die Zeche bezahlen soll. Oder doch ?
Es werden wie immer die Ärmsten der Armen sein und das ist für mich Grund genug weiterhin Vorsicht walten zu lassen. Wo sind denn die lautstarken Demonstrationen für Schulklos, auf die keiner mehr freiwillig gehen will, für die Schulgebäude, die dringend saniert werden müssen.
Fenster schließen nicht, Heizungen fallen aus, Regen prasselt in Schulzimmer, Lehrer fallen aus usw.

Erdogan rüstet auf und steht an Syriens Grenzen, Saudi Arabien wird weiterhin mit deutschen Waffen versorgt.
Und natürlich will ich wissen, welche Interessen bedient werden bei dieser Bewegung.
Kritik halte ich für mehr als berechtigt. Dass heißt ja nicht zwangsläufig zu spalten.
Schon komisch, dass gegen den Krieg, der der größte Umweltzerstörer auf dem Planeten ist nicht genauso viele oder noch mehr auf die Straße gehen. Umweltschutz ist Menschenschutz, da gibt es gar kein vertun.
Man kann nicht das eine tun und das andere unterlassen. Und wenn ich es noch hundertmal wiederhole, wird es ohne diese Erkenntnis ziemlich einseitig bleiben.
Auch Marx lesen kann nicht schaden; noch besser ist es zu verstehen, was dort geschrieben steht.

Ohne die große, soziale Frage und die Frage Krieg und Frieden als gesamtgesellschaftliche, noch besser als einer Frage, die die ganze Menschheit betrifft bleibe ich bei: "An allem ist zu zweifeln."
(Marx)

Antwort von U. Gellermann:

Wenn wir von allen Friedensbewegten als „Eintritt“ in die Bewegung ein antikapitalistisches Bekenntnis verlangen würden, wären wir schnell noch weniger. Man kann leider sehr gut das eine tun (z. B. für gerechten Lohn kämpfen) und das andere (gegen den Imperialismus kämpfen) lassen. Auch in der Gewerkschaft wären wir mit Maximalforderungen ganz schnell allein. Aber die RGO (Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition war ein historischer Fehler ,sagte damals die Internationale) .


Am 07. Oktober 2019 schrieb Alexander Kocks:

Nett von Ihnen Herr Gellermann, dass Sie sich
so für Greta und FfF Engagieren
Auch ich finde es gut wenn sich Jugendliche und Kinder für die Umwelt und Natur einsetzen.
Aber solange Personen wie Merkel und Obama und Organisationen die die EU und UN diese Bewegung unterstützen bleibe ich skeptisch und auf Distanz. Das Ergebnis für Frau Merkel läßt sich sehen: Sie konnte mit Unterstützung
der Bevölkerung (man hat quasi darum gebettelt) eine Steuer auf unser Atemluft einführen und hat damit den Spielraum die Erhöhung der Natobeiträge zu finanzieren. Frau AKK hat dann ja sofort nach der Einführung der
Steuer und ihrer Rückkehr von der USA-Reise der Nato diese Erhöhung zugesagt.
Ich bin sicher, von dem Tag an, an dem sich die Bewegung FfF mit der Friedensbewegung solidarisiert, ist Schluss mit Lustig. Dann gibt's eine Pressekampagne an den Hals die nicht mehr lustig ist und das straffreie Schulschwänzen wird der Vergangenheit angehören. Die Finanzoligarchie und die Rüstungsindustrie werden sich doch von Greta nicht die Geschäfte versauen lassen.
Die Tatsache, dass die Maßnahmen der Merkel-Regierung wie immer fast ausschließlich zu Lasten des unteren Drittels der Bevölkerung gehen, hält mich auf noch größere Distanz zur Greta-Bewegung. Jetzt erwarte ich von unserer Regierung noch die Erhöhung der MWST auf Nahrungsprodukte und dann kann Greta abtreten.

Antwort von U. Gellermann:

Ein Klassiker der Vereinnahmung von Bewegung durch herrschende Kräfte: Man setzt sich drauf um sich selbst wichtig zu machen aber auch, um die Bewegung zu verwässern und zu verfälschen und zu benutzen. Zur Erinnerung: Merkel und Fukujima und die AKW´s.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Gisela Vormann:

Lieber Uli Gellermann,

vielen Dank für den wichtigen Kommentar.
auch ich sehe es genau so.Als verbunden mit der VVN hab ich mich schon einmal sehr über sie geärgert, als dazu aufgerufen den "friedenswinter" von Rainer Braun initiiert, nicht zu unterstützen, weil auch die Montagsmahnwachen daran teilnähmen.Jetzt schon wieder das Gleiche? das hat doch System. Wir machen da nicht mit.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Gesine Strempel:

Dank für diesen Artikel. Sehr differenziert, kenntnisreich und guter Stil. Spannende Analyse. Gesine


Am 07. Oktober 2019 schrieb Marc Britz:

Das die Sache von FFF und Extinction Rebellion - also die Rettung eines menschenfreudlichen Klimas auf diesem Planeten - eine gute ist, sollte ausser Frage stehen. Dass sich geltungssüchtige Helikoptereltern hier mittels ihrer Kinder selbst verwirklichen steht auf einem anderen Blatt. Auch ist es durchaus beachtlich was für eine Organisationskraft diese Kinder und Jugendlichen entwickelt haben. Dass milliardenschwere NGOs wie Greenpeace und der WWF einen nicht unbeträchtlichen Anteil daran haben, ist eine andere Sache. Und wirkmächtig ist die Bewegung durchaus. Selbst der Papst, das Weltwirtschaftsforum in Davos und die Vereinten Nationen haben alle zur Audienz geladen. Dass es sich bei den Zuhörern allesamt um ausgewiesene Kinderschänder handelt, von denen kaum eine tatsächliche Änderung der Geschäftspraxis zu erwarten ist, ist wiederum nicht die Schuld Gretas oder die ihrer Fans.

Es ist unsere Entscheidung, welcher Seite wir mehr Glauben schenken wollen, der entgültigen Infantilisierung der Weltpolitik und dem damit verbundenen Greenwashing von Vatikan, Wall Street und UN oder der Guten Sache des selbstorganisierten und wirkungsvollen Klimaprotestes bestens selbstinformierter und darum so wütende Kinder. Die Antwort scheint eine einfache zu sein: natürlich letzteres. Und natürlich sollte die Friedensbewegung auf diese Bewegung zugehen, die Ziele sind ja, wie Uli hier zeigt, zumindest theoretisch die gleichen: Klimaschutz ist notwendigerweise Anti-Imperialismus.
Leider sieht die Praxis anders aus. Sowohl Extinction Rebellion als auch FFF distanzieren sich von linken Bewegungungen, nach eigener Aussage um den eigenen Kampf nicht zu dikreditieren. Das sollte man sich gut auf der Zunge zergehen lassen.

Ein persönliches Beispiel: Wegen meiner Kinder habe ich mehrere FFF-Veranstaltungen in Athen besuchen dürfen. Ich konnte nicht glauben, mit welch offener Feindseligkeit auf Gruppen reagiert wurde, die es wagten, darauf hinzuweisen, dass der von der Luftwaffenbasis in Larissa mitgeführte Drohnenkrieg gegen den Jemen massgeblich dazu dient den Petro-Dollar und die Erdölförderung aufrecht zu erhalten. Oder dass US-Firmen die chalkidische Landschaft zerstören dürfen um das dort vorhandene Gold aus der Erde zu holen. Oder das die Region Epiros, die artenreichste in Flora und Fauna Europas, demnächst US-amerikanischen und französischen Fracking-Firmen zum Opfer fallen wird. Realpolitische Fragen waren in dieser Welt der selbstgefälligen Phrasendrescherei nicht erwünscht. Sie wurden überschrien. Unter Anleitung von Eltern, WWF und Greenpeace-Aktivisten. Vermutlich damit der Instagram-stream nicht unnötig diskreditiert wird.

Natürlich brauchen wir eine breite Bewegung für Umweltschutz und Frieden. Wer seine Hoffnung allerdings auf FFF und ER setzt, kann diesbezüglich auch gleich auf den Papst, Sorros und die nächste Obama-Inkarnation hoffen.

Antwort von U. Gellermann:

Man kann Eltern für ihre Kinder verantwortlich machen, aber Kinder für ihre Eltern? - Der Vorwurf der „Obama-Inkarnation“ war bei der Schüler-Bewegung gegen privaten Besitz von Waffen in den USA (die von Obama heftig gelobt wurde) nicht zu hören oder zu lesen. Aber das steht bereits im Artikel.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Hartmut Barth-Engelbart:

Hallo Uli,

es ist nicht das erste Mal, dass die eigentliche Gegenseite im Hintergrund mit verschiedenen Kulissen spielt und diese von ihren Think-Tanks bedienen lässt und Spaltungen sät. Ob das nun die Frankfurter Schule oder die neue Frankfurter Schule ist, ist dabei ziemlich egal. OSS lässt aus dem Grabe grüßen, die hatten damals schon fast alle auf den Honorarlisten… Aber das war im Vergleich zu den aktuellen Winkelzügen alles nur PillePalle, auch, wenn es damals angesichts der Fehler der KPD , der SED, der KPdSU und der Kommunistischen Internationalen super gewirkt hat. Und die entscheidenden eben dann aber nicht entscheidenden Kräfte wurden zwischen den Blöcken und in der BRD zwischen SPD und KPD und dann zwischen SPD und SED aufgerieben.

Sie haben gut gelernt, Bewegungen und vor allem Bewegungspotential gegeneinander auszuspielen, ihre Figuren vorne dranzusetzen oder /und die aus dem Potential erwachsenden führenden Köpfe einzukaufen.

Es kommt darauf an, in diesen Potentialen mit diesen Potentialen zu arbeiten und Kenntnisse zu vermitteln. Da würden Leute wie Jens Scheer gebraucht, die sich nicht habenkaufen lassen. Den meisten von uns fehlen die naturwissenschaftlichen Qualifikationen, und die, die sie haben, werden ausgeblendet.
Das müssten auch Rational-Galeristen durchblicken


Am 07. Oktober 2019 schrieb Johannes M. Becker, Privatdozent Dr., Friedensforscher:

Du sprichst, besser: schreibst mir aus der Seele, lieber Uli. Hier an der Lahn arbeiten wir sehr bewußt am Brückenschlag zwischen der Friedensbewegung und den FfF. Und die Transparente "regime change statt climate change" tun gut zu lesen.
Nur auf diesem Wege kommen wir weiter. Sonst kochen die Herrschenden ihr Süppchen weiter ungestört.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Cornelia Praetorius:

Cornelia Praetorius:
Tut mir leid - dieser Artikel ist nicht toll, denn er zeugt von einem erheblichen Mangel an Information. Um nur eins zu nennen, warum hält Greta George Soros für so wichtig (ist er tatsächlich, allerdings in ganz desaströs gefährlicher Hinsicht: er ist der Regime-change Stratege schlechthin und scheint praktisch alle Massenbewegungen weltweit zu beieinflussen, zu finanzieren und zu steuern), dass sie auch mit ihm unbedingt shake-hands machen und ihre Aktion damit von ihm absegnen lassen muss? Wenn man sonst keine Zweifel an ihren Hintermännern und Sponsoren hat - der Kontakt sollte alle Alarmsignale in Gang setzen

Antwort von U. Gellermann:

Das ist eine weitere von vielen Behauptung in diesem Diskurs. Wer behauptet muß beweisen.


Am 07. Oktober 2019 schrieb DirkPohlmann:

Danke, Uli Gellermann.

Ich bin seit langem zum ersten mal optimistisch, dass sich etwas zum Guten ändern könnte, wegen der jungen Leute. Ich verzweifle nur an "meinen Leuten“.

Dass auch in Afghanistan und Pakistan die Mädchen demonstrieren, das ist das Verdienst einer erstaunlichen 16 jährigen. Alles auf dem Weg!

Wir alten Säcke müssen den jungen Leuten einfach nur helfen, mit aufpassen, dass sie nicht gekapert werden, gespalten werden, was OHNE ZWEIFEL versucht werden wird.

Ich bin nicht neidisch, dass sie schaffen, was wir halt seit Anfang der 80er Jahre nicht mehr geschafft haben, eine Bewegung auf die Straße zu bringen.

Wir müssen ihnen helfen, damit die Erkenntnis um sich greift: Gegen die globale Erwärmung hilft nur Systemwandel. Und da sind wir so nahe dran, wie seit dem Bonner Hofgarten nicht mehr.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Peter Heyckendorf:

Was soll die Aussage sein? Sehr enttäuschend der schwache Text von so einem klugen Kopf! Grippe?

Antwort von U. Gellermann:

Eine Meinung ohne jedes Argument. Schade.


Am 07. Oktober 2019 schrieb Ronald Wolf:

Ich befürchte, dass es gelingen wird die Bewegungen separat zu halten und vielleicht sogar gegeneinander auszuspielen. Diese Strategie hat in der Geschichte der Menschheit so oft funktioniert und ist ohne großen Aufwand zu bewerkstelligen.
Danke für den tollen Artikel.

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