Die deutschen Einheitsmedien haben kollektiv weggeschaut und geschwiegen: Seit dem 1. Januar 2026 ist das „Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes“ in Kraft getreten. Und seit diesem Tag brauchen Männer zwischen 17 und 45 Jahren eine Genehmigung, um länger das Land zu verlassen. Auch der historische Kontext zum Volkssturm der Nazis fiel keinem der Meinungsmacher auf: Damals stand an den Wänden: „Männer zwischen 16 und 60 Jahren gehören an die Front - nicht in den Bunker“.
Sinnstiftung des Kriegs
Wahrscheinlich ist es nur der Mangel an Bunkern, die dem Pistorius-Ministerium den Klartext verbot. Stattdessen fiel dem Minister dieser Vertuschungs-Satz ein: „Sinnstiftend, attraktiv, digital: Mit dem Neuen Wehrdienst reagiert Deutschland auf die veränderte sicherheitspolitische Lage und die Anforderungen an die Landes- und Bündnisverteidigung.“ Der Sinn ist die „Kriegstüchtigkeit“, ein Begriff, der auch von Pistorius erfunden wurde und die Mobilisierung gegen Russland meint. Dass die „Modernisierung“ wesentlich für die Rüstungsindustrie „attraktiv“ ist, kann jeder erkennen, der bei Verstand ist.
Pistorius´ Kampfreserven
Während der NATO-Partner USA einen völkerrechtswidrigen Angriff gegen den Iran von seinem deutschen Stützpunkt in Ramstein führt, sichert sich Pistorius die Kampfreserven für den Tag, an dem der Iran gegen Deutschland zurückschlägt. Auch für den fortdauernden Ukrainekrieg, von der NATO provoziert und von Russland abgewehrt, wird Wadepuhl an die Reserven denken. Immerhin hat sich Wolodymyr Selenskyj schon über den mangelnden Nachschub von Patriot-Raketen beschwert. Zudem desertieren viele ukrainische Soldaten und entziehen sich der Mobilisierung.
Millionen für Rheinmetall
Der oberschlaue Bundesaußenminister Johann Wadephul hat schon dafür plädiert, das EU-Einstimmigkeitsprinzip wegen der ungarischen Blockaden bei Ukraine-Hilfen und Russland-Sanktionen abzuschaffen. Stattdessen solle die EU hier mit Mehrheitsentscheidungen agieren. Dass die deutsche RüstungsIndustrie von der Blockade eines 90-Milliarden-Kredits für Kiew nicht begeistert ist, versteht sich: So viele schöne Millionen für so viele Tote ist für Rheinmetall & Co. ein gutes Geschäft; die Meinung der toten Kriegsopfer tauchen in den Medien nicht auf.
Verschärfung der ideologischen Front
Die Toten mahnen offenkundig nicht zum Frieden, wie man auf den Denkmälern lesen kann. Die Toten spielen kaum eine Rolle in der Kriegsberichterstattung, und die Sender halten ihnen auch keine Mikros an die verzerrten Gesichter. Die Bombardierung einer iranischen Mädchenschule wird in deutschen Medien als „Vorfall“ runtergetextet, und der israelische Genozid in Gaza wird nicht beim Namen genannt. In dieser ideologischen Kriegsfront darf auch die Verschärfung der Wehrpflicht in den Medien keine Rolle spielen.