Jagdszenen in Chemnitz

Medienkonzern und Verfassungsschutz pro Chemnitz

Autor: U. Gellermann
Datum: 07. September 2018

Endlich: Der Chef des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, zweifelt an Hetzjagden in Chemnitz, er hält sogar „gezielte Falschinformationen" für möglich. Klar: Sicher hat die AfD in einem Chemnitzer Hinterhof ein Video mit Schauspielern gedreht und dann ins Netz gestellt. Ob es wohl vor oder nach einem Instruktionsgespräch der AfD-Spitze mit dem Verfassungsschutz war? Doch noch vor dem dubiosen Geheimdienst-Chef hatte die Chemnitzer "Freie Presse" einen echten Entlastungsangriff gefahren. Ihr Chefredakteur schrieb: "Wir, die Redaktion der Freien Presse, haben uns bewusst entschieden, für das Geschehen am Sonntag von Anfang an den Begriff Hetzjagd nicht zu verwenden, weil er aus unserer Sicht nicht zutrifft." Ein paar Worte später, im selben Artikel, entfährt diesem Muster eines Journalisten dieser Buchstabensalat: "Es gab aus der Demonstration heraus Angriffe auf Migranten, Linke und Polizisten. So wurde Menschen über kurze Distanz nachgestellt. Insofern wäre der Begriff "Jagdszene" noch gerechtfertigt." Na klar, so eine Jagd ist doch eher gemächlich, da wird nicht gehetzt. Außer bei Hetzjagden eben.

Ein großartiger Angriff auf die Hetzer, die immer über Hetzjagden berichten, kam auch vom Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Sachsen: "Nach allem uns vorliegenden Material hat es in Chemnitz keine Hetzjagd gegeben". Ja, wen haben wir denn da? Da ist jene sächsische Justiz, die vier Jahre lang einen Haftbefehl gegen einen wichtigen NSU-Zeugen nicht vollstrecken mochte: Es handelte sich um den Zwickauer Neonazi Ralf Marschner. Er konnte unbehelligt in die Schweiz abhauen.

Die Chemnitzer "Freie Presse" sitzt in der Tasche der "Medien Union GmbH Ludwigshafen". Der Laden gehört der Milliardärs-Familie  Schaub. Und der gehört auch die Süddeutsche Zeitung. Ein journalistischer Fels in der Brandung der Fake-News, wie wir spätestens seit ihrem Beleidigungs-Prozess gegen die RATIONALGALERIE wissen. Interessant für die ideologische Wirrnis ist auch, dass sich das eigentlich linke Magazin Rubikon den Standpunkt der Chemnitzer Freien Presse zu eigen macht, wenn auch mit einem so verstümmelten Zitat, dass es einer Fälschung gleichkommt.

Welch eine schöne Querfront: Vom Verfassungsschutz über den Milliardärs-Mainstream bis zum linken Rand. Und wozu das alles? Um von einer sehr einfachen, schlichten Tatsache abzulenken: In Chemnitz wird ein Mensch erstochen. Die Täter werden unter Migranten vermutet. Da finden sich in Chemnitz Bürger zusammen. Warum? Um Gericht über Verdächtige zu halten, die noch nicht feststehen? Um der Polizei zu helfen? Um des Opfers in Trauer zu gedenken? Ganz zufällig finden sich auch AfD, Pegida und die rechte Pro-Chemnitz-Truppe ein. Alles Laienrichter? Hilfspolizisten? Nein. Die Bürger kamen, ihrer Angst vor den Fremden ein Ventil zu geben. Und die rechten Socken, um aus dem Toten ein braunes Süppchen zu kochen. Zugleich soll hinter diesem Vorhang eine rechte Unterwanderung von Polizei und Justiz verschwinden. Angeblich um der AfD das Wasser abzugraben. Bis man selbst im braunen Sumpf sitzt. Dass man dabei auch jene Chemnitzer entmündigt, die freiwillig an den Rechts-Aktionen als menschliche Schutzschilde für Nazis teilnahmen, dass man sie von ihrer Verantwortung frei spricht, ist verantwortungslos.

Und natürlich soll so auch der Satz des Berliner FDP-Politikers Sebastian Czaja "Antifaschisten sind auch Faschisten" salonfähig werden. Damit die alte Gleichsetzung von LINKS UND RECHTS möglich ist. Damit so ein bißchen Hitlergruß zur Kostümierung gehört: Die Autonomen ziehen sich schwarz an, und die Nazis recken halt den Arm. Folklore. Vor allem aber sollen die eigentlichen Gründe für die Massenflucht verschwinden. Oder haben die Chemnitzer gegen den Afghanistan-Krieg demonstriert, der uns Ende 2016 mehr als 250.000 Asyl-Bewerber beschert hat? Auch in den Medien, die so heftig über Chemnitz rätseln, spielt dieser und andere Kriege keine Rolle. Denn wie eine kaputte Öffentlichkeit immer schon wusste, dass Antifaschisten auch nur Faschisten sind, weiß sie auch, dass die Friedensbewegung voller Chaoten steckt, oder Neu-Rechte Querfrontler die Szene bestimmten.

Das folgende Video, das es angeblich nicht gibt oder eine Fälschung ist basiert auf AfD-Facebook-Postings:

www.youtube.com/watch?v=pgBnYvEEbns


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 12. September 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Vielleicht ist im Zusammenhang von Hetzjagd und Sachsen folgendes interessant:

Nach Amerikas Eintritt in den Ersten Weltkrieg, war das erste deutsche Opfer einer Hetzjagd der Sachse Robert Prager aus Dresden.

Er wurde im April 1918 von einem Mob gelyncht. Man hängte ihn - als 'feindlichen Ausländer' - an einem Baum auf und zog ihn drei mal hoch. Dazu rief der Mob: "One for the Red, one for the White, one for the Blue." - The Red, White and Blue ist ein Name für die amerikanische Flagge.

Ja, ja. die 'feindlichen Ausländer'.

Quelle: 'Letzter Schultag in Kaiser-Wilhelmsland. Wie der Erste Weltkrieg die deutsche Sprache für immer veränderte'.


Am 10. September 2018 schrieb Albrecht Storz:

Am 10. September 2018 schrieb Hella-Maria Schier: ...
Danke! Dazu meine volle Zustimmung.!

Unbegreiflich ist mir auch Herr Gellermanns "Argument" die Chemnitzer hätten ja auch nicht gegen Fluchtursachen wie Kriege und Regime Changes demonstriert (ich finde die Aussage nicht mehr, aber in der Galerie läuft gerade einiges technisch schief, habe ich den Eindruck).

Sonst noch was? Das angesichts einer 100jährigen Friedensbewegung die mit Ach und Krach gerade einmal pro Jahr einen Ostermarsch auf die Gicht-Beine kriegt ANGESICHTS einer seit dem letzten Weltkrieg nicht mehr dagewesenen Militarisierung von Staat und Gesellschaft!

Und jetzt sollen die Chemnitzer für dieses flächendeckende Versagen DERER, die sich als LINKS verstehen, in die Verantwortung genommen werden?

Hier herrscht leider gerade nicht mehr die Rationalität vor die bisher einer "Rationalgalerie" wohl anstand, angesichts der massiven Triggerimpulse aus den Spinfabriken der Repupsblik und ihrer Trollarmee.

Antwort von U. Gellermann:

Angesichts der körperlich scheinbar gesunden, johlenden Hitler-Arm-Recker jüngst in Chemnitz ist Ihr Verweis auf kranke Beine beim Ostermarsch besonders geschmackvoll.


Am 10. September 2018 schrieb Hella-Maria Schier:

'Die braven Chemnitzer machen die bürgerliche Tarnung für die Nazis, das meint ?Schutzschilde?. '

Und wie sollen sie das verhindern? Indem sie gar nicht mehr gegen Vorhaben der Regierung protestieren? Nazis können schließlich überall dazukommen, wogegen sich die Regierung keinen Protest wünscht.
Dann heißt es z.B. , man dürfe heute nichts gegen die EU sagen, denn das stärke die Rechten, nicht gegen die Macht der Wallstreet demonstrieren, denn das täten auch die rechten Antisemiten ...
De facto darf man schon nicht erwähnen, dass es Gewalt von Flüchtlingen gibt oder radikale Muslime in Deutschland, ohne, dass die Linken einen 'rechts' nennen. Aber das ist grundfalsch.
D a s schürt gerade den Hass bei denjenigen, die dergleichen erleben und ihren Freunden. Warum beschäftigt man sich nicht lieber offen mit den Ursachen jener Gewalt?
Flüchtlinge sind traumatisiert und entwurzelt, jeder würde dann mehr zu Gewalt neigen, das kann man doch der Bevölkerung erklären, statt es zu leugnen. Ein Teil der Muslime haben noch Sitten wie Ehrenmord und Zwangsheirat. Natürlich führt das zu Problemen, wenn Gesetzesgeber nicht den Mut haben, so etwas in Deutschland nicht zu tolerieren. Dann fürchten Bürger natürlich zu recht, dass hier rechtsfreie Räume und Chaos entstehen könnten. Warum schafft unser Staat hier keine klar erkennbare Rechtslage und -praxis?? Äußern sich Bürger hierüber besorgt oder empört, wozu sie das Recht haben, sind sie schon sofort 'Nazis' und daher sind sie natürlich sauer auf Regierung und Linke - wie soll man dem überhaupt entkommen??

Antwort von U. Gellermann:

Man muss nicht dorthin gehen, wo die Rechten ihre Aktion durchziehen.


Am 08. September 2018 schrieb Lutz Jahoda:

WUNDER GIBT ES IMMER WIEDER
oder
AUCH KURZDENKER
KÖNNEN GELEGENTLICH
HILFREICH SEIN

Wer hätte gedacht,
eines Tages der AfD dankbar sein zu müssen?
Somit sei Herrn Maaßen diese Bild- und Tondokumentation wärmstens empfohlen.


Am 08. September 2018 schrieb Reyes Carrillo:

Lieber Uli, ich danke dir herzlich für diesen aufklärenden Artikel und vor allem für deine klare Haltung! Es ist nämlich in diesen Zeiten leider auch kein Verlass auf die großen Portale der sog. Gegenöffentlichkeit. Die Nachdenkseiten (alle Autoren) fahren gegenwärtig eine groß angelegte, elitäre Besserwisser-Kampagne zu Chemnitz, die nur noch Staunen macht. Sie übernimmt nicht nur Sahra Wagenknechts einseitiges, das rechte Phänomen sträflich ausblendendes Argumentationsmuster von den fast ausschließlich sozioökonomischen Ursachen des deutschen Rechts-Rucks, sondern tanzt sich gelegentlich sogar noch unter die Limbo-Latte unseres Telepolis-Autoren Jochen Mitschka. (bei #aufstehen bin ich natürlich trotzdem dabei.) Nochmal: Innigen Dank für deine zuverlässige, eindeutige Haltung!


Am 08. September 2018 schrieb Henner Cyslak:

Sie sollten den Behelfs-Mazis die sich neuerdings auf Ihrer Seite tummeln keinen Propaganda-Platz einräumen. Es gibt doch genug Ecken im Netz wo sie Volk-und-Führer spielen dürfen. Muss doch nicht hier sein.

Antwort von U. Gellermann:

Echte Nazi bekomen keinen Platz in der GALERIE. Allerdings wird auf ein breites Meinungs-Spektrum wert gelegt.


Am 08. September 2018 schrieb Klaus Bloemker:

Die Frage ist doch, ob man auf der Basis des 20 Sekundenvideos, wie Seibert sagen konnte - die Tagesschau meldete 27.8.:

BUNDESREGIERUNG PRANGERT "HETZJAGDEN" AN

"Solche Zusammenrottungen, Hetzjagden auf Menschen anderen Aussehens, anderer Herkunft ..."

Das Video zeigt jedenfalls keine Zusammenrottungen. Die 20 Sekunden da sind nicht nicht der Zentrum der Demonstrationen.

Was Merkel von Anfang an nicht wahr haben wollte: Chemnitz war eine Revolte gegen SIE. - Daher 'Widerstand, Widerstand'.

Es ging nicht primär um den Tod eines deutsch-Kubaners sondern um Merkel und 'ihre Migranten', die die Chemnitzer nicht haben wollen. - Schwer zu verstehen?

Antwort von U. Gellermann:

Eine neue Brille könnte helfen. Neue Gehirne sind schwer erhältlich. Aber immerhin: Sie bekennen sich öffentlich zur Nazi-Parole vom „Widerstand“. Spreizen sie auch Ihre Finger zu einem W? So macht es gern die NPD. Oder hat die AfD schon neue Zeichen? Wahrscheinlich Vogeldreck am Revers.


Am 08. September 2018 schrieb manfred caesar:

Lieber Herr Gellermann ,
vielen Dank für Ihre Informationen:Etwas irritiert hat mich daß die "Freie Presse" das Gegenteil von der SZ behauptet und beide der Fam. Schaub gehören.
Wie sehen Sie eigentlich daß sowohl der Generalstaatsanwalt (Name unbekannt) als auch der Chef des VS Maaßen das Gegenteil von Frau Merkel behaupten,sie also der Lüge bezichtigen. Was wird sie tun ?

Antwort von U. Gellermann:

Der Verfassungsschutz setzt auf die AfD. Die Merkel noch nicht.


Am 08. September 2018 schrieb Karin Weidner:

Die Chemnitzer denken, sie marschieren gegen Merkel und die Ausländer. Und marschieren doch gegen sich selbst: In ein Viertes Reich.


Am 08. September 2018 schrieb Jörg Wiedmann:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

wenn nach Ihrer eigenen Aussage die sächsische Polizei und die sächsische Justiz bereits von rechts unterwandert sind und man von diesem Umstand ablenken will:
Wozu benötigten die Nazis in Chemnitz dann "menschliche Schutzschilde" ?
Zum Schutz vor wem oder was ?
Linke Gewalttäter gibt es ja nicht -wenn man den Aussagen von Herrn 100% Schulz oder Herrn Stegner nach den G20 Krawallen in Hamburg (500 verletzte Polizisten, die natürlich alle selbst schuld sind -haben das Ganze ja provoziert-) Glauben schenkt.
Zu G20 und Hamburg, wo es wirklich Hetzjagden und Jagdszenen gab:
Haben sich die Hamburger Bürger ebenfalls freiwillig als menschliche Schutzschilde für "Globalisierungsgegner" zur Verfügung gestellt ?
Oder besteht nicht auch die Möglichkeit, dass in beiden Fällen irgendwelche Chaoten die Situation und viele Menschen vor Ort einfach schamlos für Ihre Zwecke ausgenutzt und missbraucht haben ?

Antwort von U. Gellermann:

Die braven Chemnitzer machen die bürgerliche Tarnung für die Nazis, das meint „Schutzschilde“.


Am 08. September 2018 schrieb Franz Witsch:

Ich glaube, Du bist, lieber Uli, nicht ausreichend informiert.
Nach meinen Informationen könnte es zutreffen, dass es keine "Jagdszenen..." gegeben hat. Vgl. z.B. den TP-Artikel unter dem Link " https://heise.de/-4157288 ". Man sollte generell mit Begriffen wie "Querfront" und Sätzen wie "Linke sind gut; Rechte böse" sparsamer umgehen. Sie vernebeln analytische Bemühungen, in denen Linke zuweilen gar nicht gut wegkommen. Das heißt nicht, dass man sich dem Schema "Links=Rechts" verpflichtet fühlt.

Antwort von U. Gellermann:

Einen Satz der eine Links-Rechts-Gut-Böse- Schema behauptet ist bei mir nicht zu finden. Der TP-Artikel schwätzt von „unschöne Szene(n)als von Rechtsradikalen“, Chemnitz als ästhetische Problem, und „eine(r) Gegenbewegung, die sich in Hysterie steigerte“, also ein psychisches Priblem der Anti-Mazi-Demonstranten behauptet. Und die „Jagdszenen“ werden von der Chemnitzer Lokalpresse festgestellt.


Am 08. September 2018 schrieb Helmut Schachisch:

Nein, es ist nicht lustig. Ihre Kolumne bringt eigentlich alles auf den Punkt. Viele Kommentare bestätigen Sie. Das ist gut. Aber...ich breche eine Lanze für den faschistoiden Geheimdienst und bringe mich folgendermaßen in die Diskussion ein:

Endlich bringt ein Mann vom Fach Licht in die Debatte! Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen, der regelmäßig Politiker der AfD berät, wie sie einer Beobachtung durch seinen Dienst entgehen können, kann nach eingehender Analyse der Sachlage mit Sicherheit sagen, dass in Chemnitz keine Hetzjagden stattgefunden haben.

"Wenn es tatsächlich zu Hetzjagden gekommen wäre, hätte ja jemand eine muntere Fanfare auf einem Jagdhorn gespielt und es wären Pferde und Hunde im Einsatz gewesen", so Maaßen. Aus dem ausgewerteten Videomaterial sei außerdem hervorgegangen, dass keiner der Nazis, die Ausländer jagten, grün gewesen sei, es gab also definitiv keine Hetzjagd!", so der oberste Verfassungsschützer, dessen Dienst jahrelang die NSU-Morde "übersah". "Dazu hätte auch anschließend ein geselliger Umtrunk im Schützenhaus gehört. Dafür gibt es keine Belege."

Zwar sei in einem anderen Video von einem "Hase" die Rede, aber dabei muss es sich laut Maaßen um eine Fälschung handeln, um möglicherweise die Öffentlichkeit von der kommunistischen Weltverschwörung abzulenken.

"Außerdem jagt man ja bei einer Hetzjagd den Hasen und bittet ihn nicht, hierzubleiben", erklärt Maaßen, der den Einsatz eines V-Mannes im Umfeld von Terrorist Anis Amri verschleierte. "Die ganze Sache ist hochverdächtig."

Darüber, dass laut Maaßen das Video, in dem er gejagt wurde, eine Fälschung sein könnte, freute sich auch der betroffene Flüchtling. "Super, dann ist mir ja gar nichts passiert und meiner zusammengeschlagenen Bekannten geht es jetzt auch wieder gut! Danke, Herr Verfassungsschutzpräsident!"

Ich bin über alle Maaßen irritiert. Merkeln wir nicht wohin diese Republik steuert? Weidelemans heil. Petry dank. Den rechten Arm in die Höhe, der Körper in die Höcke. Meut(ern)hen wir nicht. Das Land wird wieder in Gau(s) eingeteilt und der Deutsche macht das, was er am besten kann: marschieren. Sieg ?..eh...? Laschet was gut sein.


Am 08. September 2018 schrieb Hugo Franz:

Gellermann ist der Größte! Er bringt alles in einem Abwasch: Den Kampf gegen Rechts, gegen Links (Rubikon), gegen den Mainstream und gegen die SZ wegen einer ordinären Beleidigungsanzeige. Bravo. Fast schon Egomanie der typischen Art.

Antwort von U. Gellermann:

Endlich mal ein echter Analytiker. Der typischen Art versteht sich.


Am 08. September 2018 schrieb Uschi Peter:

Ich finde es schlimm, dass hier nur eine Meinung als reine Wahrheit zugelassen wird. Alle anderen werden niedergebrüllt. Jede von der Staatsmeinung abweichende wird angezweifelt "tut nichts, der (Jude) Sachse wird verbrannt" frei nach Lessings Nathan. Jeder, der nicht die Staatsmeinung nachbetet, ist Rechtsradikaler, Nazi, Rassist. Ist das keine Diffamierung, kein Rassismus? Aber ja, die eigene Familie darf beschimpft werden, das heißt Meinungsfreiheit. Da werden Spitzel in Gruppen wie NSU oder Friedensbewegung eingeschleust und diese damit unglaubwürdig gemacht. Ja ich kann seitenlang Beispiele für meine Behauptungen anführen, aber die kann jeder der willens ist selbst aus dem Netz holen, nur zu.
Wieviele Bayern oder sonstige Westler haben gegen die USA - Nato-Kriege protestiert? Die Kriege wurden von Westparteien initiiert. Die einzigen Ostler der PdL waren dagegen. Warum wird hier pauschal gegen die Sachsen gehetzt? Ich stelle fest, dass bewusst der Sündenbock Osten bei der geringsten Kleinigkeit an den Pranger gestellt wird. Denken wir an die Lügen über Sebnitz, wo sogar der BK Schröder den Eltern (fälschlich) kondolierte. Die Ereignisse in Rostock, bei denen zum Glück kein Mensch zu Schaden kam, werden immer wieder hervorgehoben. Über die Toten von Mölln z.B. wird kaum berichtet. Der Osten wurde seit 1945 zum Monster aufgeblasen, das man bekämpfen muss. Und heute stehen deutsche Truppen wieder vor Russlands Grenzen. Die ersten Sirenen werden schon probeweise in gang gesetzt.
Allein eine solche Redeweise wie über „Chemnitzer sagt das Video, dass sie sich als "menschliche Schutzschilde für Nazis".missbrauchen lassen,
ist mehr als menschenverachtend. Wer sagt das und von wem wurde das gegen Chemnitz interpretriert? Ich stelle seit Jahren fest, dass kaum ein Satz in den Medien ohne Lügen auskommt. Es ist traurig, dass auch hier darauf hereingefallen wird. So wird der Graben zwischen Ost und West nur vertieft und wir werden kaum ein "einig Volk von Brüdern" Tell.

Antwort von U. Gellermann:

Im Artikel wird über den Verfassungsschutz geschrieben (West), die Medien Union GmbH Ludwigshafen (West)und die Chemnitzer, die seit bald 30 Jahren im Westen angekommen sind: Ein neuer Westen der von der Treuhand (West) geformt wurde, Gebrauchspolitikern aus dem Westen und von Medien, deren Eigner alle im Westen sitzen.


Am 08. September 2018 schrieb Gideon Rugai:

Mann, mann, ich könnte ebenfalls kotzen, wenn ich das verlinkte Video und dann so manchen Kommentar hier und dort dazu lese.Wenn sächsische Mitbürger beleidigt über die Bloßstellung von Chemnitz (sächs. "Gännnix") reagieren, sollten sie in allererster Linie an der Trockenlegung des allseits bekannten sächsisch-braunen Sumpfes interessiert sein, der gut dokumentiert, schon seit Jahrzehnten sein spackiges Amigo-Unwesen treibt.
Worauf es ankommt ist NICHT der Umstand ob es zugereiste Reichskriegsflaggen-Flachzangen sind oder in Chemnitz beheimatet.
Worauf es ankommt ist, dass diese stiernackigen Hirnis genau in die Kerbe hauen, die bestimmten Kräften innerhalb von Tiefstaat und festgerotzter brauner Soße seit 45 prima in die Hände spielen und äußerst gelegen kommen um das gesellschaftliche Klima weiter auszuhölen, zu erodieren und weiter Unfrieden zu schüren um darüber politische Ziele verwirklichen zu lassen, die wiederum nur denen nützen die daraus sowohl materiell wie auch ideologisch Profit generieren.
Die AfD/NPD/-GIDA etc.Rechtsrand-Dumpfbacken aus Chemnitz werden dann nach erfolgreicher Missionen genauso entsorgt wie seinerzeit die Schlägertrupps der SA (im Grunde die gleiche Mischpoke nur ohnen zünftige Uniform) nach dem die Naziführung sich wg. des " Bildes in der Öffentlichkeit" der SA-"Mohren" ruckzuck entledigt hat.
Und dann? Stehen dann die gleichen Heinis & Heidis 30-40 Jahre später wieder da und skandieren ihren geistigen Dünnschiss ?
Schläger und Hooligans sind immer auch gutes Kanonenfutter bzw. bewährtes Mittel zum Zweck.
Worum es VOR ALLEM auch geht ist, wie ein schelmischer Kommentator im YT-Kommentarbereich anmerkt, dass es sich durchaus um nachkolorierte (CGI-aufgemotzte) Bilder aus der Reichskristallnacht `38 handeln könnte - und nachgerichtetem Original Ton: Statt "Juden raus" heisst es jetzt "Ausländer raus", statt "Kauft nicht beim Juden" hiess es da "Sauft nicht beim Ausländer"...
Die Ironie der Geschichte wird sein, dass die selbsterwählten Retter des christlichen Abendlandes diesem den entscheidendenTodesstoß versetzt haben werden....und am Ende genauso frustriert, dumm, gewaltbereit und hasserfüllt dastehen werden wie heute..."Wir sind das Volk" - der verwirrten Hohlkörper, müsste es richtig heißen. Wie strunzdumm kann man eigentlich noch sein ????

Und über alles hübsch den Mantel der Lie....äh die Vakuumglocke der peinlich berührten Ignoranz und der "Politcal Correctness" gestülpt.

40 Jahre nach dem dt. Herbst (u. 80 Jahre nach den Rattenfängern mit Hakenkreuz) kommt jetzt der deutsche mondlos-kalte Winter. :


Am 08. September 2018 schrieb Anton Müller:

Vielen Dank für diesen Artikel.

Für mich wären die Jagdszenen gar nicht notwendig gewesen. Meine Meinungsbildung war bereits ausgereift als Menschen mit den Worten "Viehzeugs" und "Zecken" bezeichnet wurden. Sowas würde ich nicht mal für den jagenden Abschaum in den Mund nehmen.


Am 08. September 2018 schrieb Kostas Kipuros:

Liebe Foristen mit Hang zur Genauigkeit! Ich teile ja eure Sorgen über mögliche Unebenheiten im Sprachgebrauch, respektive Detailtreue bei der Bewertung umstrittener Sachverhalte (Achtung: keine Ironie!). Ja, klar, gerade in der derzeit aufgeheizten Situation macht es schon Sinn, sehr eng an den Fakten zu bleiben. Dennoch lohnt es sich einen, oder mehrere Gedanken an einige Frage zu verschwenden, etwa jener, ob die Wortwahl zwischen Hetzjagd und Jagdszenen Ausländerhasser beim nächsten Mal mehr Besinnung an den Tag legen lässt, oder ob es einen Unterschied für denjenigen macht, der als potenzielles Opfer betroffen ist. Allein die Stimmung, die besagtes Video vermittelt, lässt mich als Südländer erschauern. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was (mir) hätte geschehen können, wenn ich inmitten dieses Pulks geraten wäre. Mit Sicherheit aber hätte ich mir nicht den Kopf zerbrochen, ob ich nun in einer Hetzjagd oder in einer Jagdszene der Gejagte wäre! Und wenn Herr Maaßen so akribisch und Detailverliebt wäre, wie er jetzt vorgibt - hätte man dann nicht einen ganz anderen Verlauf des NSU-Prozesses und zuvor der Aufklärung der Mordserie erwarten dürfen? Vielleicht sogar die Verhinderung selbiger? Diesem Mann soll ich vertrauen, nur weil er Detailtreue vorgibt? Nein, ganz sicher nicht. Nicht einmal, wenn sich herausstellen sollte, dass das Video etwas anderes zeigt, als es vorgibt. Denn, das was derzeit in Deutschland abläuft, ist der Griff nach der Macht durch Straßenmob, rechtslastige Politiker, die auch dann keinen Nazi erkennen, wenn er die Hand zum Hitlergruß erhebt und deshalb permanent Entwarnung geben, obwohl schon Flammen lodern sowie Geheimdienste, die sich als Korrektiv“ einer verfehlten Politik wähnen. Dass ?besorgte Bürger? in diesem brandgefährlichen Spiel zu nützlichen Idioten, Steigbügelhaltern und Statisten degradiert werden, ist ihnen vermutlich noch nicht einmal bewusst. Man muss es ihnen genau deshalb klar machen. Danke, also lieber Uli für deinen aktuellen Beitrag.


Am 08. September 2018 schrieb V Heinrich:

Ach wie herrlich, da ist ausgerechnet der Häuptling des NS-Verfassungsschutz und Hauptsponsor des NSU, der Maaßen, für die Rechtsradikalen Pressevertreter, der absolut neutrale Zeuge, welcher der geneigten Öffentlichkeit Erklärt, da gab es keine Probleme mit Rechtsradikalen, alles nur Einbildung.
Wer nun noch nichts vom 4 Reich merkt, merkt gar nichts mehr.
Die Hauptaufgabe des NS-Verfassungsschutzes, war immer die einer NSDAP-Aufbauorganisation, nichts anderes. Personalbestand, 90% SD der SS zu Anfang, was ist da anderes zu erwarten?


Am 08. September 2018 schrieb Pascal Luig:

Danke Uli für deinen Artikel. Wir leben in verrückten Zeiten und die momentane Berichterstattung, auch in den uns nahen Medien, macht Sorge.


Am 08. September 2018 schrieb Adalbert Olma:

Lieber Herr Gellermann,
herzlichen Dank für den engagierten Artikel zu Chemnitz.
Auf den Nachdenkseiten unter der Überschrift „Chemnitz ist das punktuelle Brennglas" ist ein Interview mit Wilhelm Heitmeyer erschienen, das die gesellschaftlichen Hintergründe m. E. zutreffend analysiert, 1933 lässt grüßen:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=45875


Am 08. September 2018 schrieb Albrecht Storz:

Am 07. September 2018 schrieb Marc Britz

"Ach, und natürlich gibt es auch in Chemnitz aufrechte Antifaschistinnen."

Abgesehen von Ihrem unangebrachten Zynismus (... die Hasi-Mutti als Antifaschistin zu titulieren): Vielleicht gibt es in Chemnitz sogar auch einfach Menschen? Muss man "aufrechter Antifaschist" (oder Flüchtling) sein um bei Linken wie Ihnen überhaupt etwas zu zählen?

Antwort von U. Gellermann:

Das war keineswegs zynisch sonder durchaus lobend.


Am 08. September 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Herr "Fuck"
..... nun haben sie es dem GALERISTEN aber gegeben......
"Außer Spesen nichts gewesen."
In diesem Sinne.


Am 07. September 2018 schrieb Dieter Kulisch:

"Und der Telepolis-Text bedient das Links-Rechts-Schema so primitiv, wie es sonst nur die BILD-Zeitung kann."
Sieht so für Sie ein Argument aus ?

Zum eigentlichen Thema Hetzjagd bringen Sie nichts vor, außer, daß ein interpretationsfähiges Video eingestellt wird.
Der Text besteht aus Diffamierungen von Personen, die nicht Ihre Meinung teilen.
Wenn es um Rechte geht, sinkt das sonst außerordentliche Niveau Ihrer Artikel erheblich.

Antwort von U. Gellermann:

Bei Ihnen lese ich viel Meinung und keinerlei Fakt: Bei Telepolis heißt es zu Chemnitz: „Unschöne Szene von Rechtsradikalen“, also die Rechten waren nichts weiter als „unschön“. Und weiter: „dagegen formierte sich eine Gegenbewegung, die sich in Hysterie steigerte“. Also die linken Gegner, die nichts als ihre Bürgerpflicht gegen Nazis getan haben, waren hysterisch. Sicher halten Sie diese Niveau für toll. Peinlich.


Am 07. September 2018 schrieb Wer Billstedt:

Sie behaupten, dass das Magazin Rubikon den Standpunkt der Chemnitzer Freien Presse zu eigen macht, wenn auch mit einem so verstümmelten Zitat, dass es einer Fälschung gleichkommt. Können Sie das belegen?

Antwort von U. Gellermann:

Na klar: Die Autorin von "Die ideologische Mobilmachung
Über Chemnitz, die Jagd nach Videos, Pogrome und Glaubensbekenntnisse von allen Seiten, Andrea Drescher, zitert die Frei Presse nur so: „Die Aussagen des Chefredakteurs der lokalen Tageszeitung, der nicht nur selbst, sondern auch mit Mitarbeitern vor Ort war und sich klar von dem Begriff „Hetzjagd“ distanziert,." Den zweiten Teil spart die Dame aus: "Es gab aus der Demonstration heraus Angriffe auf Migranten, Linke und Polizisten. So wurde Menschen über kurze Distanz nachgestellt. Insofern wäre der Begriff „Jagdszene“ noch gerechtfertigt." das nenne ich manipulativ.


Am 07. September 2018 schrieb Albrecht Storz:

https://www.nachdenkseiten.de/?p=45875

Chemnitz ist das punktuelle Brennglas? - Wilhelm Heitmeyer im Interview

"Nach 30 Jahren der Forschung zu diesen Problemen bin ich der Empörungsrituale überdrüssig. Ich stelle dann immer den Fernsehapparat aus."

Ich auch.

Übrigens: Danke, Herr Gellermann, dass Sie die Diskussion zulassen und sich ihrer stellen.

Antwort von U. Gellermann:

Leider haben die NDS es versäumt Heytmeyer nach der Rolle des Verfassungsschutz zu fragen. Und sie sind spät dran:

https://www.rationalgalerie.de/kritik/deutsche-zustaende-die%20rette-sich-wer-kann-gesellschaft.html

https://www.rationalgalerie.de/kritik/wie-umstaende-zustaende-machen.html


Am 07. September 2018 schrieb Albrecht Storz:

https://www.heise.de/tp/features/Was-hat-Chemnitz-mit-Teile-und-Herrsche-zu-tun-4157288.html

zu den Videos:
das "Hetzjagd-Video" zeigt nichts über die vorausgehende Situation. Und mehr als ein "verjagen" kann ich darin nicht erkennen.

die weiteren Videos sind aus einem rechtsradikalen Mob heraus gefilmt. Natürlich sieht man darin rechtsradikale und gewalttätige Züge. Aber was sagt das über die Mehrheit der in Chemnitz Demonstrierenden aus? Allem Anschein nach handelt es sich auch um eine angereiste Gruppe. Sollen wir uns jetzt darüber wundern, dass die Rechtsradikalen sich von so einer Situation angezogen fühlen und dass sie rechtsradikal sind?
Ist das eigentlich nicht immer die gleiche Stimme, die vorsängerhaft "Raus aus unserer Stadt" skandiert (in die er offensichtlich vorher angereist ist) und ähnliche klar rechtsradikale Parolen blökt?

Ich dachte, man wäre inzwischen durch eine Fülle von Fals-Flag-Aktionen, Inszenierungen (Skripal, Whitehelmets, "Assad-Giftgasattacken", ...), tendenziöser und manipulativer Berichterstattung und Politikerhandeln genau entgegen ihren Versprechen und salbungsvollen Worten immun gegen solch eine Vereinnahmung durch den uns medial servierten Mainstream.

Antwort von U. Gellermann:

Über die bei der Aktion anwesenden Chemnitzer sagt das Video, dass sie sich als „menschliche Schutzschilde für Nazis“ haben mißbrauchen lassen. Und der Telepolis-Text bedient das Links-Rechts-Schema so primitiv, wie es sonst nur die BILD-Zeitung kann.


Am 07. September 2018 schrieb Cluster Fuck:

Sie werden immer besser, Herr Gellermann! Vom kritischen Journalisten, der den Finger in die Wunde legt, mutieren sie zum realitätsverweigernden Gutmenschen in seiner eigenen Wohlfühlblase. Wie konnte das geschehen? Oder waren Sie schon immer so und erst jetzt versteht Sie der geneigte Leser richtig?
Sie schmeißen mit Worthülsen um sich, die helfen sollen ihr Weltbild zu zementieren, ihr Interesse an WAHRHEIT, sofern sie nicht in ihre Weltsicht passt, ist kaum vorhanden, wie man an dem Artikel unschwer erkennen kann. Warum BEWERBEN Sie sich nicht bei der SZ? Sie würden mittlerweile prima da rein passen...

Antwort von U. Gellermann:

Hinsetzen, durchatmen, versuchen ein Argument zu finden. Falls Sie eins gefunden haben: Bitte mitteilen. An Wundern nehme ich gern teil.


Am 07. September 2018 schrieb Marc Britz:

Dank Ulis Text wird augenscheinlich wie hier die nächste Regierung zwischen den Vertretern der ideologischen und repressiven Staatsapparate vorbereitet wird. Geheimdienst und Massenmedien schaffen gemeinsam das nötige Klima für die nächste natürlich rein demokratische Regierungsbildung. Dass Globalismus out ist haben diese Kräfte mittlerweile nämlich auch kapiert. Und die CDU braucht ja Dank der mitlerweile hinter der AFD zurückliegenden SPD einen neuen Junior-Partner um weiter wie bisher zu machen. Machen? Was denn? Weltweit und bald auch noch mehr zu Hause: Krieg, Ausbeutung und Naturzerstörung. Also alles was Flüchtlinge produziert. Und in einer CDU/CSU/AfD Koalition kommt dann auch was zusammen gehört: Lauter nur um das eigene Wohl ? und nur um das - besorgte Bürger. Alle bereit führ ihr Wohl anderen Gewalt anzutun: Die einen in der NATO, die anderen in der HOGESA. Und alle von ihnen sind sich einig: Nazis sind Fake-News. Wenn wir Gegner dieser über Leichen gehenden Bande nicht bald in die Puschen kommen, können wir uns schon mal warm anziehen. Das Klima wird rauh.

Ach, und natürlich gibt es auch in Chemnitz aufrechte Antifaschistinnen. Vielleicht zum Beispiel jene Frau hinter der Kamera, die in den ersten Sekunden des von Uli verlinkten Videos ihren Schläger-Mann von fremdenfeindlichen Übergriffen, will sagen Menschenjagd, fernhalten will. Ihre Stimme aus dem Off: ?Hase du bleibst hier. Du bleibst hier! (Leiser) Du bleibst hier!? Empathie oder Eigeninteresse? Wer weiss, vielleicht wars Mutti?


Am 07. September 2018 schrieb Ullrike Spurgat :

Für diesen klaren, eindeutigen Artikel bin ich dir von ganzem Herzen dankbar.
In der Hoffnung, dass Tausende diesen lesen, darüber nachdenken, den politischen Zusammenhang herstellen können, sich positionieren, der Geschichte die Ehre geben, aufstehen und laut sagen, was ist. Frei nach Rosa. Nie wieder Faschismus, Nie wieder Krieg und die größten Kriegshetzer aller Zeiten, die USA suchen währenddessen schon lange nach Gründen endlich den letzten aller Kriege anzetteln zu können, der Europa in Schutt und Asche legen wird und die feige Politik der Mickey mouse verstecken sich hinter ihrer Kriegsrethorik, wie immer.
Die mangelnde Auklärung, nach 1945 mit einem Rosenzüchter Adenauer an der Spitze, der dafür gesorgt hat, dass das Kabinett zum Gruselkabinett wurde, der die Faschisten gepampert hat, der die klare Aussage getroffen hat, dass der Beitritt in die NATO nur passieren wird, wenn deutsche Soldaten im Ausland nicht angeklagt werden und dass Faschisten, die sich schuldig gemacht haben zum Helfer wurden und so einer möglichen Verurteilung entgehen konnten, weil die Faschisten ihre Gesetze selber schreiben konnten. Was für ein Hohn für all die ermordeten, gequälten, erniedrigten, bespuckten und gefolterten Kämpfer, die aufgestanden sind und dieses mörderische System Faschismus unter Einsatz ihres Lebens mutig und entschlossen bekämpft haben. WEnn das alles nichts mehr nutzte wurden die Faschisten eben früher in Pension geschickt.So wurden die Gesetze verändert. In Rage könnte ich mich reden, doch will ich den Galeristen nicht überstrapazieren mit der Länge des Kommentares.
Nichts ist aufgearbeitet. Es ist eine Schande, diese üble Gleichsetzung, die der Galerist auf den PUNKT bringt und mein Verständnis hält sich mittlerweile sehr in Grenzen immer wieder nach Entschuldigungen für die zu suchen, dies nicht besser wissen können, dass heute wieder braunes Gedankengut gesellschaftsfähig ist. Für das, was ich denke bin ich ein ganzes Stück verantwortlich und wem ich mich anschließe genauso. Die Möglichkeit sich zu informieren ist gegeben und die RATIONALGALERIE ist ein Teil der alternativen Medien, die unbedingt zu empfehlen ist.
In den sechziger Jahren hat Fritz Bauer (Gemeralstaatsanwalt) in vorbildlicher Weise dafür gekämpft, dass es den Ausschwitz Prozess gegeben hat, dass Eichmann "geschnappt," in Israel angeklagt und verurteilt wurde und vieles mehr.
Bauer sagte in einem Gespräch, dass, wenn er sein Büro verlässt, er sich in "Feindesland" bewegt.
Die Probleme, die wir seit Jahren im Land haben geraten mehr und mehr in den Hintergrund und das beunruhigt mich sehr. Die Politik schreit nach politisch korrekt und viele schreien mit.
Ein in die Jahre gekommener Mann begegnet mir auf dem Weg nach Hause. Eine linksseitige Lähmung, die ihm das Gehen mit seinen Plastiktüten und seinem Stock sehr schwer macht und sein Gesicht ist angestrengt und gezeichnet von Schmerz und Kummer. Die Radfahrer haben ihn rücksichtslos weggeklingelt. Dass Leid dieses Mannes, einer von vielen, der deutlich macht, was in diesem Land wirklich schief läuft, in einem Land, wo der Neoliberalismus wie am Schnürchen funktioniert und vielen die so wichtige Differenzierung, warum auch immer nicht möglich ist.
Und der Gedanke, dass der Faschismus nur mit großen Teilen der Bevölkerung hat funktionieren können ist eine Tatsache und es genügt heute nicht mehr zu sagen: "Wehret den Anfängen."
Es hat lange begonnen und der braune Sumpf ist nie trockengelegt worden.


Am 07. September 2018 schrieb Karl Doell:

Will der Staat wieder mal Deutschland den Nazis ausliefern? So plump sollte sich Weimar nicht wiederholen. Kennt der Generalbundesanwalt nicht den Wortlaut des §125 des StGB, Landfriedensbruch? Jetzt muß der Staat handeln, nicht erst wenn die Executive in Lähmung verfällt.


Am 07. September 2018 schrieb Klaus-Jürgen Bruder:

Lieber Uli,

danke! Dein Beitrag bringt Klarheit in die Verwirrung:
Verstehen ohne in die Falle der Verharmlosung zu tappen.
Verstehen schließt Verurteilung keineswegs aus, aber
Verurteilung, die nicht auf die Springer-Zeitungsmasche rechter Begriffe wie „Mob“ angewiesen ist.
Verurteilung ohne Schaum vorm Mund!


Am 07. September 2018 schrieb Birte Langer:

Lieber Herr Gellermann, das hat ja gedauert. Auf diese Recherche warte ih seit Tagen. Beim nächsten Mal schneller bitte!


Am 07. September 2018 schrieb Kurt Kemper:

Falten, Fakten, Fakten! So kennt man die RAIONALGALERIE.


Am 07. September 2018 schrieb Lissy Berger:

Endlich löst mal einer den Knoten. Herzlichen Dank lieber Herr Gellermann. Super Recherche!

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