Iran überfällt Europa

USA schützen Russland mit Raketen

Autor: U. Gellermann
Datum: 04. Februar 2019

So schön können Traditionen sein: Es sind rund zehn Jahre her, dass US-Präsident George W. Bush einen Raketenschild ankündigte, der Europa in erster Linie vor "Terroristen" und "Schurkenstaaten" wie dem Iran und Nordkorea schützen sollte. Präsident Obama nahm diese Pläne zum bedingungslosen Schutz von Europa auf, und die NATO, die berühmte Europa-Schutzorganisation, durfte dann 2007 im südrumänischen Deveselu die Raketen-Abwehr-Basis eröffnen. Im Mai 2016 erfolgte der erste Spatenstich auf dem polnischen Flughafen Słupsk-Redzikowo für die zweite Anti-Raketen-Raketen-Station in Europa. Auch die natürlich auf dem Gebiet des ehemaligen Warschauer Paktes. Der Flughafen hat Tradition: Von hier aus flog die deutsche Luftwaffe im Polenfeldzug Angriffe auf das Land, in dem die Wehrmacht hausen sollte – wie schon seit dem 30-jährigen Krieg keine andere Armee mehr. Und das die deutsche Armee dringend als Sprungbrett nach Russland brauchte.

Tatsächlich könnte man annehmen, dass Bush und seine diversen Nachfolger Recht hatten: Bisher gab es weder aus dem Iran noch aus Nordkorea Raketenangriffe auf Europa. Und weil Russland ja irgendwie auch zu Europa gehört – zumindest wenn man die Ansprüche der EU in geografische Wahrheit umsetzte – wurden auch die Russen vor Überfällen aus dem Iran geschützt. Zwar haben bereits damals Kritiker des US-Raketenschilds behauptet, die Iraner würden keineswegs über so weitreichende Raketen verfügen und die Nordkoreaner hätten nicht das geringste Interesse an einem Raketenüberfall auf Europa, die wollten sich höchstens vor den aggressiven USA schützen. Aber was zählt Theorie, die Fakten zählen! Und tatsächlich gab es bisher keine Raketen-Angriffe der Schurken auf die Guten, obwohl die Antiraketen-Station in Polen immer noch im Bau ist und die in Rumänien erst im Mai 2016 in Betrieb genommen wurde. Da kann man mal sehen, wie wirksam bereits ein Versprechen der USA ist.

Nun haben die Russen schon bei der Planung der Schutz-Raketen an ihnen herumgenörgelt und tun es bis heute immer noch. Sie werfen doch den USA glatt vor, dass die mit dem Bau des tollen Schutz-Schildes gegen die Grundlagen des INF-Vertrages verstießen. Den bilateralen Verträgen zwischen der Sowjetunion und den USA über die Vernichtung aller landgestützten Flugkörper mit kürzerer und mittlerer Reichweite von 1988. Und in der schrecklichen Logik des Krieges ist es tatsächlich so: Denn wenn sich die eine Seite mit neuen Waffen gegen die andere absichert, also scheinbar unangreifbar macht, dann senkt sie die Hemm-Schwelle für den Start eines neuen Krieges: Wir sind ja nahezu unverwundbar, rufen die USA den Russen hinter dem Raketenschild zu. Und wer das annimmt, der kann einen eigenen Angriff viel eher riskieren. Nun weiß die Welt aus dem Irak, aus Libyen und vielen anderen Kriegen, dass die USA immer nur Kriege führen, wenn man sie unbedingt dazu zwingt. Und weil die Russen offenkundig annehmen, dass die armen Amerikaner in eine solche Zwangslage geraten könnten, haben sie sich zum Ausgleich für den US-Schild ein neues Schwert, pardon, eine neue Rakete angeschafft: Die SSC-8. Die soll länger sein als im INF-Vertrag erlaubt. Deshalb kündigt US-Präsident Trump den Vertrag. Zwar laden die Russen alle Welt ein, die neue Rakete mal nachzumessen, die sei gar nicht so lang. Aber wer will das schon so genau wissen. Es geht um Vertrauen! Und, siehe Raketenangriffe aus Nordkorea und dem Iran: Man kann, man muß den USA nur trauen!

Schon die Logik des Kriegs zu begreifen ist für viele deutsche Politiker ganz, ganz schwierig. Auch reist man nicht mehr so gern, seit die Regierungsflugzeuge so häufig nicht abheben wollen. Ohnehin sollen die Zollstöcke im BAUHAUS knapp geworden sein. Deshalb sagt dann die Kanzlerin ohne lange nachzumessen: "Russland hat den Vertrag verletzt". Und der Außenminister, der bestimmt zwei, drei Minuten länger nachgedacht hat, weiß genau: "Ein Vertrag, dem zwei Vertragsstaaten angehören und der von einer Seite verletzt wird, der ist faktisch außer Kraft gesetzt." Faktisch ist so praktisch: Faktisch hat sich die NATO nach dem Ende des Sozialismus immer näher an Moskau rangerobbt, faktisch haben sich die USA mit den Kriegen im Irak und in Libyen zum Herrscher des arabischen Raums gemacht und komplettieren diese Herrschaft gerade mit einem blutigen Krieg im Jemen, der von Trumps Killern aus Saudi-Arabien exekutiert wird. Klar, für die komplette Pax Americana, für den totalen Frieden unter dem Schirm der USA, fehlen noch ein paar Staaten. Aber, werden sich die Damen und Herren im deutschen Außenministerium sagen: Frieden ist Frieden. Gleich wie blutig.

Doch die USA bekommen deutsche Hilfe bei ihren Schutzbemühungen. Der CDU-Parlamentarier Roderich Kiesewetter und der SPD-Abgeordnete Rolf Mützenich haben tolle Anregungen: Russland soll seine Marschflugkörper vom Typ SSC-8 so weit nach Osten verlegen, dass sie Europa nicht mehr erreichen können. Eine irre Schutzlogik: Die USA sind mit ihren Anti-Raketen-Raketen schon so weit im europäischen Osten wie möglich, da sollten sich die Russen doch in den asiatischen Osten verziehen! Dass die Russen längst eine Kontrolle ihrer SSC-8 angeboten haben: Macht nix, wenn man trotzdem nochmals nachfragt, schindet das Eindruck. Was fehlt, ist ein Angebot an den Iran. Der könnte doch seine Raketen-Abschussrampen nach Rumänien verlegen. Denn seit 2004 ist Rumänien Mitglied der NATO. Und die NATO versteht was von Raketen.

Wer diesen Vorschlag für verrückt hält, der hat die deutsche Außenpolitik nicht verstanden: Mit einem Minimum an Verstand versuchen deren Experten ein Maximum an Wirrnis zu erzielen. Das nennt man Augen-Maas.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 09. Februar 2019 schrieb Heinz Schneider:

Ein chinesisches Sprichwort reicht aus, um die Weltlage zu erfassen: "Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen".

Dieser Wind muss schon kräftig wehen, wenn Francis Fukuyama jetzt der Linken vorwirft, am Zerfall des Liberalismus mitschuldig zu sein, weil sie Identitätspolitik betrieben habe statt, wie es sich gehört hätte, Klassenkampf. Da hat er recht, sowohl was den Zerfall als auch, was die Linke betrifft.
Hätte nämlich die Linke ihren Job gemacht, hätte der von ihr stets prognostizierte Untergang des Neoliberalismus längst zu einem progressiven Systemwechsel geführt. Mindestens hätte wir jetzt in Herzen des kollabierenden Systems Friedensdemos, Arbeitskämpfe und gut organisierte politische Streiks.

Hat sie aber nicht, und unsere Rosa hätte wieder gesagt: "Ein Blick um uns in diesem Augenblick zeigt, was ein Rückfall der bürgerlichen Gesellschaft in die Barbarei bedeutet."
Übrigens meinte sie tatsächlich "Gesellschaft", und nicht "korrupte, gehirngewaschene NATO-Marionetten". Sie war klug, Maggie Thatcher auch, anders als die verschwörungstheoretische "Linke".

Zurück zum Anfang: Schutz der Außengrenzen, Mauern und Rüstungswahn markieren das Ende der westlichen Dominanz und den Zerfall der darauf basierenden Weltordnung, Windmühlen die Überlegenheit der gelenkten chinesischen Ökonomie und ihre Potentiale zur Beherrschung der ökologischen Krisen. Die Krim steht für das Ende der alten, die Seidenstraße für den Aufstieg der neuen Weltordnung. Diese wird, weil die Chinesen niemals kolonialen oder imperialen Wahnvorstellungen verfallen waren, eine multipolare sein. Das können wir auch in Afrika besichtigen, in der Wiege der Menschheit emanzipiert man sich gerade, weil man wählen kann. Europa ist noch unentschlossen.

Aus allen diesen Gründen richten sich die Kündigung des INF - Vertrages und der atomare Aufrüstungsschub weniger gegen Russland, sondern vor allem gegen China. Im Gegensatz zu den USA hat sich China zwar verpflichtet, niemals als erste Atomwaffen einzusetzen, aber unverschämter weise offenbar eine Zweitschlagskapazität aufgebaut, die die USA jetzt überwinden wollen.
Das Gleichgewicht des Schreckens ist zurück. Damit es ein Gleichgewicht bleibt, müssen wir wieder auf die Straße.

Deja vú im Hofgarten zu Bonn, wie wär´s?


Am 09. Februar 2019 schrieb ltes Fachbuch:

es gibt keine zufälle!
mögen die beiden groko-larven dumm genug gewesen sein, sich durch wortmeldung zu entblöden!
die gefahr geht von der institutionalisierung des russland-bashing bis zur kriegsvorbereitung aus!!
hier ein seziertes beispiel, wie staat, bildung und medien das in personalunion des Direktors des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel praktiziert:
https://deutsch.rt.com/meinung/83895-wenn-schon-denn-schon-professor/

wie viele dieser krause`s gibt es noch?
wie sehen möglichkeiten und chancen der "selbstreinigung" von behörden, bildungseinrichtungen, medienunternehmen und/oder berufsverbänden ... aus??
man jagt plagiatore, aber kriegshetzer werden gefördert?
wenn das nicht greift, ist NICHT die AFD das problem - aber der krieg (be)greifbar!!

Antwort von U. Gellermann:

Die AfD gehört insofern zum Thema, als sich diese Partei für die NATO und die deutsche Rüstungsindustrie einsetzt.


Am 09. Februar 2019 schrieb Thomas Pelte:

Ergänzung: Die in Rumänien und Polen
stationierten Anti-Raketen-Raketen-Systeme (ursprünglich seegestütztes
Aegis-System) sind laut US-Waffen-produzenten "sehr flexibel"; d. h. sie
können leicht und schnell von Defensiv-(Raketenabwehr) in Offensiv-waffen (atomar bestückte Marschflug-körper) verwandelt werden.
Daraus resultierende schwere Probleme für die russischen Luftabwehr:

1. Die Aufklärung kann nicht sofort differenzieren ob "defensive"
Patriot-Anti-Raketen oder offensive atomar bestückter Marschflugkörper
aus denWaffencontainern starten.

2. Extrem kurze Vorwarnzeiten; dadurch werden mit hoher Wahrscheinlichkeit alle atomaren Zweitschlagskapazitäten ("tote Hand"/KI-gesteuert) aktiviert. Genau deshalb wirft Russland schon seit Jahren den USA eine Verletzung des INF- Vertrags vor. Es ist also alles noch viel schlimmer: Militärisch-industrieller Rüstungs- komplex/Deep State/US-Kriegspolitik halten Nuklearkriege für führ- und gewinnbar und bringen uns damit der atomaren Hölle ein beträchtliches Stück näher.


Am 07. Februar 2019 schrieb Otto Bismark:

Noch eine kurze Bemerkung zu SPD-Mützenich und CDU-Kiesewetter. Deren Grundannahme dürfte wohl sein, der Gegner ist blöd, sonst hätten sie sich ihren "Vorschlag" sparen können. Denn die Absicht, die dahinter steckt ist es, das künftige Schlachtfeld in die Grenzen Rußlands zu verlegen. Weil es dem dümmsten deutschen Politiker ja so langsam dämmern muß: Bei der jetzigen Konstellation ist Mitteleuropa das künftige Kriegsgebiet, also muß etwas dagegen getan werden. Auf die Idee zu deeskalieren kommt man natürlich nicht, im Gegenteil. Nun ist bloß Putin nicht so dämlich, das nicht auch zu wissen und in seiner Politik zu berücksichtigen, an den Maßnahmen, die er trifft merkt man es deutlich. Er will seinem Volk einen Krieg innerhalb der Grenzen Rußlands nicht noch einmal zumuten, soweit sich das natürlich überhaupt steuern läßt. In dem Moment kommen nun unsere Oberschlauen und machen einen Vorschlag, der so durchsichtig ist, daß man sich schon schämen muß. Wenn es nicht so traurig wäre, es wäre zum Lachen. So aber wird eines deutlich: Wir werden von Politikern regierte, die den Kontakt zum wahren Leben längst verloren haben. Jeder verantwortungsbewußte deutsche Politiker müßte doch jetzt seine Stimme erheben und laut halt schreien! Halt zu neuem Wettrüsten, zu weiterer Aufrüstung überhaupt und zu jeglichem Säbelrasseln. Statt dessen erhöhen wir die Rüstungsausgaben weiter und faseln von Abschreckung im Osten! Grausam!


Am 07. Februar 2019 schrieb altes Fachbuch:

jenseits jeglicher persönlicher meinung kann man rational auch einfach mal konstatieren, dass der INF nicht mehr zeitgemäß ist!
wenn ringsum mit maschinengewehren aufgerüstet wird, können sich nicht zwei länder an pfeil und bogen klammern, weil das auf baumrinde festgehalten ist!
zusätzlich sind die "abrüstungs"- oder kontrollverträge schon immer so löchrig gewesen, verstöße beidseitig bekannt und toleriert, sodass dem eh geplanten auslaufen nun die bashing-kompenente (der russe hat schuld) hinzu kommt!
germany kann sich eigentlich nur retten, wenn es die zielscheiben von seinem territorium verbannt.
meine meinung: dies wird nie passieren!!

@frau schier
die welt ist nicht schwarz oder weiß, sondern bunt.
trump's reden vor der nation oder der anti-isis-koalitionen scheinen auch ihnen recht zu geben.
ABER eine friedenstaube ist trump sicher nicht


Am 05. Februar 2019 schrieb Hella-Maria Schier:

Ziel und Strategie der US- Imperialmacht sind Chaos und Destabilisierung, nicht direkte Übernahme der angegriffenen Länder, was sie nicht leisten könnten. Diese Taktik haben sie von den Briten gelernt, deren Imperium nie wirklich besiegt wurde sondern sozusagen mit dem der USA verschmolz. Zusammen bilden sie das westliche Imperium, welches so betrachtet nicht ganz mit den USA als solchen identisch ist. Nicht immer entsprechen seine Interessen genau denen der USA als Nation, sondern eher denen des weiter im Aufbau befindlichen Weltimperiums. Aus dieser Diskrepanz u.a. bezog Trump seinen Zuspruch bei der Bevölkerung mit "America First", was statt der imperialen die rein nationalen Interessen hervorheben sollte. Hier wurde das meist anders verstanden.

Hat Trump vielleicht auch wirklich anfänglich so gemeint, wie schon andere Präsidenten vor ihm, das können wir kaum wissen, weil sich nat. schwer gegen den Willen der Neocon-Imperialisten von New American Century regieren lässt.

Mich nervt oft, wie Leite um mich herum auf so rein persönlicher Gefühlsebene über Trump urteilen, weil ganz klar zu erkennen ist, dass diese Reaktion von den transatlantischen Medien provoziert wird.
Warum sollten die transatlantischen Global-Imperialisten aber Trump bashen, wenn ihre Ziele identisch wären?
Es sei denn, es wäre ein bewusster Trick der Thinktanks eine scheinbar rein national orientierte Fake-alternative zu bieten, die sich, wenn genug Anhänger gefunden sind dem imperialen Projekt anschließt.
Dies könnte dann ebenso auch für die AfD gelten, mit der die Medien ja ähnlich umgehen wie mit Trump. Also doch alles Imperialisten statt nationalistische Rückzügler...
Oder es gibt zumindest in den USA tatsächlich zwei verschiedene Machtgruppen, von denen die eine den Rückzug aus Syrien und Afghanistan tatsächlich gewollt hat.

Antwort von U. Gellermann:

Halten wir nüchtern fest: Trump war und ist als Vertreter der US-Rüstungs-Industrie unterwegs, wenn er von anderen NATO-Mitgliedern die Erhöhung ihres NATO-Beitrages einfordert.

Und wenn die AfD programmatisch behauptet „Die Mitgliedschaft in der Nato entspricht den außen- und sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands.“ und forfährt "Die AfD sieht im Bestreben, Verpflichtungen gegenüber den Nato-Bündnispartnern berechenbar zu erfüllen, eine wichtige Aufgabe deutscher Außen- und Sicherheitspolitik“, dann ist sie nichts anders als der verlängerte Arm des jeweiligen US-Präsidenten.

Und, um wenigstens in der Anmerkung den Zusammenhag zum Artikel herzustellen: Trump kündigt den INF-Vertrag und läutet eine neue Runde des Wettens ein.

Alles andere ist Gefühl, Gerücht, Geschwätz oder Wunschdenken.


Am 05. Februar 2019 schrieb Hans Informat-Ion:

Gegen a l l e Waffen-Konstrukteure, -Hersteller, -Besitzer und -Anwender helfen keine Irren-Ärzte/sog.Psychiater (Psyche= Leben, Iater = Heiler), denn diese Irren kennen gar kein gesundes Leben, die kennen nur "Kriegen"-Wollen ? und das ist letztlich tödlich!


Am 05. Februar 2019 schrieb Michael Kohle:

Sie“ behaupten zwar immer wieder, „sie“ seien die Guten, die einzig Guten, die einzige Hoffnung, für die Rettung der Freiheit, der Menschheit, der Welt. Zieht „man“ sich jedoch nur die Ergebnisse ihrer missionarischen Bemühungen der letzten siebzig Jahre rein, wird „man“ sehr nachdenklich. Besser wohl, „man“ bliebe entsetzt zurück, müsste „man“ zumindest, wenn noch halbwegs etwas Grips vorhanden sein sollte oder wäre. „Man“, das sind wir alle, die im gesamten Transatlantika - West- wie Ost - darauf harren, dass - mit welchen Mitteln auch immer - diejenigen, die noch nicht zum einzig zulässigen Reich „gestoßen“ werden konnten, sich endlich im Imperium einzufinden haben, ersatzweise zu nichts - schon gar nicht zu was anderem - mehr zu gebrauchen sind.

Selbst ein Darwin würde wohl heutzutage verzweifeln, würde er sich der letzten „Entwicklungen“ des homo neoliberaliensis transatlanticus annehmen. Müßte er doch konstatieren, daß seine Phylogenese - die Artentwicklung vom Einzeller über den Urfisch bis hin zum Affen und damit zum Menschen - zwischenzeitlich auch retrograde Formen anzunehmen fähig und in der Lage ist. Zumindest in der Theorie, Abertausende von klugen Köpfen in den think-tanks der „Freien Welt“ werden sich doch diese tollen Ansätze nicht durch die Lappen gehen lassen. Da gäbe es - nein - da gibt es viele kluge Ansätze, von denen wir bei der weiteren Aufzucht des Menschen zum Nutzvieh lernen könnten. Ist die wundervolle „Symbiose“ von Blattlaus und Ameise nicht eine besonders mustergültige Vorlage?

Verblüffend, was darüber zu lesen ist, ausgerechnet in einer virtuellen „Medienwerkstatt“. Für neoliberale Denkansätze geradezu genial: Blattläuse sammeln süßen Mehltau, Ameisen melken sie. Und dann - jemals eine bessere Argumentation pro NATO gelesen? - „im Gegenzug werden sie von den Ameisen vor Fressfeinden verteidigt“ und somit geschützt.
So hat jeder seinen Nutzen, heißt es dann an der Fundstelle noch, toll. Sind wir also alle Blattläuse? Nicht ganz, eine echte Blattlaus sammelt pro Tag soviel melkfähigen Honig wie ihr Körpergewicht hergibt. Soweit sind wir noch nicht, aber man arbeitet daran. Und irgendwann wird es auch soweit sein und nicht nur mit dem Leistungsniveau. Irgendwann wird es auch keine freischaffenden Blattläuse auf eigene Rechnung, keine Nichtzumelkenden mehr geben im Erdenrund. Das ist schließlich das Ziel der ganzen Anstrengungen im Ameisenhaus. Dort weiß man aber auch, die Honigbunker sind schließlich heute schon voll, außerdem gibt es längst die Laus ersetzende Honigsammelmaschine, die ohne jegliches Zutun von Blattläusen für reichlich Output und damit Input sorgen. Satter fressen als alle Ameisen schon sind, geht das überhaupt?

Die strikt zu befolgenden „Hundert-Jahres-Pläne“ im Ameisenstaat braucht es dennoch weiterhin. Denn die ganzen „Melk-Experten“ auf den Etagen unterhalb des Penthauses, in dem die dispositiv Tätigen ihrer harten Arbeit nachgehen, müssen zur Sicherheit erst einmal weiter existieren, dem Einsatz zugeführt werden, es könnte ja ... und solange nicht alle Blattläuse von Welt dem einzigen, dem exzeptionellen Ameisenreich zuarbeiten und „abliefern“ sowieso.

Wie nur konnte es soweit kommen? Und das Schlimmste soll uns - den Blattläusen - ja noch bevorstehen, mutmaßen jedenfalls die den Ameisen zuarbeitenden oberen Chargen. Blattläuse ohne Zweifel auch sie, die ganzen dem obersten Blattlausverband - der Ameisenbrücke - zuneigenden Erwählten aus den vielfältigen Laus-Vertretungen oder den von den Blattläusen finanzierten Organisationen. Kann es denn wirklich sein, dass ausschließlich wg. des Arguments „Schutz für Honig“ die ganzen Elite-Läuse zum Büttel der Ameisen wurden? Wo doch längst auch der „Schutz“ zurück delegiert ist, an eigens erstellte Laus-Sondereinheiten, Ameisen nur noch beratend für diese tätig sind? Zum Schutz auch noch vor allerlei Krabbelgetier wie Blattläusen, das allein von der Ameise für die Ameise als gar erschröckliche Bedrohung erkoren und als Klabautermann aufgeboten wurde und wird? Und als ob der ganze gelieferte Honig nicht schon genug wäre, sollen die Blattläuse jetzt auch noch die erforderlichen Kampfmittel gegen die eigenen Artgenossen von den Ameisen beziehen oder zumindest entsprechende Beträge in adäquater Höhe abdrücken. Auch noch zu Sondereinsätzen ausrückt, um die Honigbeschaffung auch anderweitig zu sichern? Hält man das alles überhaupt noch im Kopfe aus?

Nein, natürlich nicht. Aber das hätte ja auch unserer Laus-Elite aufgehen müssen und hat es doch offensichtlich nicht. Das muß ja wohl einen Grund haben. Hat es vermutlich auch. Die Ameisen sind schließlich schlau, oder haben zumindest welche im Zugriff, die schlau zu sein meinen. Genau, die think-tanks! Kurz nachdem diese nämlich die Chose mit der Ameisen-Blattlaus-Symbiose aus der Theorie in die Praxis umgesetzt hatten ist ihnen auch das alte chinesische Sprichwort untergekommen, dem „Bevor du zum Fischen gehst, knüpfe ein Netz“. Das Rad, das Netzwerk war erfunden. Jetzt ging es nur noch darum, wie ein solches nachhaltig und ganzheitlich geschaffen werden kann. Nur mit gutem Zuspruch wäre ein solches nicht aufrechtzuerhalten. Mit genügend Bakschisch, vielleicht, würde aber viel zu teuer werden in the long run. Nein, das hatte gefälligst anders zu laufen. Da musste mal wieder der Bio-Experte ran. Und er lieferte ein zweites Mal, eine weitere Stufe in der Evolution zurück. Da gäbe es die Amöbe, gab die projektführende Ameise von sich. Zuerst hätte das Team die real existierende Gattung „chaos“ präferiert, sich dann aber doch auf die species „naegleria fowleri“ fokussiert, ob ihrer umwerfenden Funktionalität - weniger Geneigte nennen es Heimtücke - nämlich für den angestrebten Zweck: gezielt das Hirn anderer Lebewesen anzufressen um eine Verhaltensänderung in die richtige Richtung auszulösen. Auch wenn das sinnstiftende Wirken dieser Amöbe längst auch in allerlei Medien bestätigt sei, so dürfte dennoch ob der Obskurität wegen gewährleistet sein, dass der gezielte effektive Einsatz bei ausgewählten Blattläusen - Testfeld Ameisenbrücke als Vorschlag - bis auf Weiteres gut als Verschwörungstheorie verkauft werden könne. Der Projektleiter beendete damit seinen Powerpoint-Vortrag. Das Ameisen-Auditorium klatschte, einer trumpelte sogar mit den Füssen.


Am 05. Februar 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@ Uli
Was aber fehlgeschlagen ist, ist der 'regime change' in Afghanistan, Irak, Syrien und auch Libyen.

Die Konzeption der 'demokratischen (sprich westlichen) Neuordnung des Nahen Ostens'.


Am 05. Februar 2019 schrieb Matthias Brendel:

Danke auch an Andreas Schell.
Ihrem Text muss ich absolut nichts hinzufügen.


Am 05. Februar 2019 schrieb altes Fachbuch:

"irre schutzlogik", "minimum an verstand", "maximum an wirrnis"

herr gellermann:
diese fatalistische feststellung gilt ja nicht nur den verursachern dieser entwicklungen, sondern auch den konsumenten dieser medien und nutznießern wie abhängigen dieser neo"liberalen" zeit. vielleicht ist mein haus ja abbezahlt, bis es blitzt?


Am 05. Februar 2019 schrieb Klaus Bloemker:

Guter Artikel. Uli versteht was von Krieg und Frieden. Aber das hier ist falsch:

"faktisch haben sich die USA mit den Kriegen im Irak und in Libyen zum Herrscher des arabischen Raums gemacht."

Nein, sie sind damit gescheitert. Im Irak hat der Iran heute mehr zu sagen als die USA. - Aus Amerikas Invasion des Irak ist das Gegenteil herausgekommen als was sie vorhatten.

Antwort von U. Gellermann:

Der Irak war vor der US-Invasion ein ziemlich gut funktionierendes Land, dass im Nahen Osten eine eigene kräftige Stimme besaß. Nach 500.000 Toten im Ergebnis der US-Invasion ist der Irak zerstört und immer noch vom Bürgerkrieg zerrissen. Jetzt wissen die Länder in diesem Raum was ihnen blüht wenn sie nicht das tun, was die USA wollen. So geht Herrschen.


Am 04. Februar 2019 schrieb Uschi Peter:

Lieber Joe Bildstein,
Du hast im Prinzip recht, aber zuierst wird wohl Venezuela der Segnungen der westlichen Kultur teilhaftig werden. Ob die USA und Co, sich an Russland herantrauen werden? Auch Nordkorea ist im Fokus, aber die haben die Atombombe und der Ami ist von Natur aus feige. Er traut sich nur, Zivilisten aus großer Höhe zu bombardieren, möglichst nachts. Und nur wehr- und schutzlose Dörfer dem Erdboden gleich zu machen. Seine Soldaten fragen sich jedesmal beklommen, was die Überfallenen wohl gegen die guten Befreier haben. Die wollen doch nur ihr Bestes : Öl,Öl,Öl!


Am 04. Februar 2019 schrieb Karola Schramm:

Wenn man schon sagt, dass der "Teufel im Detail steckt" so ist das alt. Er steckt in der Verwirrung. Im Verwirrung machen, vom Kopf auf die Füße stellen, oder an die Seite, oder ganz durcheinander.

"Russland hat den Vertrag verletzt." Damit erfindet man einen Sündenbock und Sündenböcke sind dafür da, dass man getrost auf sie herumschlagen darf, verbal bis jetzt. Diese Sündenbockerfindung erhöht denjenigen, der sie ausspricht, automatisch zum guten Menschen, guten Staatsmann oder Staatfrau.

Es ist so wie in der Grundschule, oder wie bei Nachbarn. "Wenn es dem Nachbarn nicht gefällt, kann auch der Beste nicht in Frieden leben."

Bei allem Tohuwabohu: Der Westen ist so neidisch auf das schöne, große mit Erdöl gesegnetem Land, soviel Wald und Wäldern, dass er es sich gerne "unter den Nagel reißen würde." Doch wie? Genauso wie Gellermann es schildert und Trampel und Merkel und Maas es machen. Das Gute dabei. Sobald man das Spiel durchschaut hat, und Putin hat es durchschaut, nimmt zwar die Angst, die Bedrohung ab, doch das unwürdige, ehrlose Geplänkel der Aggressoren bleibt. Es ist ihr Spiel, ihre Krankheit des Irreseins. Die deutsche Bevölkerung macht da nicht mit. Sie hat kein Interesse an Kriegen und die Bundeswehr leidet an Soldatenmangel. Darüber können wir uns freuen.


Am 04. Februar 2019 schrieb Mario Costo:

ABM, SALT 1 und 2, INF -Verträge seinerzeit geschlossen zwischen zwei Systemen ohne wesentliche Konkurrenten. Aber die Welt bewegt sich weiter.
Heute haben wir letztendlich zwei Staaten als Vertragspartner, welche durch die jeweiligen Oligarchen regiert werden. Hinzu kommen Wettbewerber, welche ebenfalls in der Lage sind, hochwertige Waffensysteme zu produzieren. Ich meine das Scheitern oder besser gesagt, das Auslaufen der Verträge kommt Russland als auch den USA gelegen.
Steigt dadurch die Gefahr eines atomaren Krieges? Ich persönlich denke eher nicht. Auf der einen Seite ist Gazprom, welches mir gerne sein Erdgas verkaufen möchte und auf der anderen Seite ist Apple, welches mir sein I-Phone verkaufen möchte. Und von wem könnte Google die Daten sammeln, wenn alle im atomaren Krieg ihr Leben verlieren?
Der Kampf letztendlich gleicher Systeme geht um die Rohstoff- aber auch um die Absatzmärkte. Während der eine neue Waffensysteme entwickelt, versucht der andere diese mit Software unter seine Kontrolle zu bekommen. Derweil erfrieren die sozial Schwächsten im russischen Winter ebenso wie im Nordamerikanischen, ohne dass es einen Oligarchen auch nur die Bohne stört.
Und die Politiker? Wer die Parteien am besten sponsort, erhält deren Zustimmung. Wie sonst erklärt sich, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag nicht unterzeichnet hat? Und wer z.B. bei Liebherr nur an Baumaschinen und Kühlschränke denkt, kennt Liebherr-Aerospace nicht. Die bauen das Fahrwerk des Eurofighter, den wir u.a. an die Saudis verkaufen. Liebherr Maschinen sehen wir aber auch in den Minen von Russland und den USA und Familie Liebherr wohnt in der Schweiz. Die wäre bei einem Atomkrieg in Europa ebenfalls betroffen.

Der Kampf um Abrüstung ist nach wie vor wichtig aber der Kapitalismus zerstört die Erde und die darauf lebenden Menschen durch grenzenlose Ausbeutung und nicht durch einen Atomkrieg. Dessen Rendite wäre langfristig viel zu niedrig.

Antwort von U. Gellermann:

Die Rüstungs-Industrie wird auf die Profite von Apple keine Rücksicht nehmen (wenn der Laden nicht längs IT-Koordinaten für die Todes-Maschinen liefert. „Vernunft“ hat die Profiteure noch nie von Kriegen aller Art abgehalten.


Am 04. Februar 2019 schrieb Lutz Jahoda:

ABZÄHLREIM 2019

Wirre, Wirre, Wirre?
Nichts läuft in die Irre!
Alles läuft nach Musterplan:
Die Wallstreet dreht den Dollarhahn
Im Sinne der Konzerne
Bis hin zum Krieg der Sterne.
USA - ASU -
Raus bist du!


Am 04. Februar 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

ABM-Vertrag (ABM = Anti Ballistic -Missiles): wurde am 26 Mai 1972 in Moskau zusammen mit dem SALT-1-Abkommen von der UDSSR und den USA unterzeichnet.
"Jede Seite verpflichtet sich, keine Raketenabwehrsysteme oder deren Bestandteile auf See, in der Luft, im Kosmos oder bewegliche Ziele zu Lande zu schaffen, zu erproben und zu unerhalten," heißt es un Artikel V, und Artikel IX bestimmt, daß keine Seite Raketenabwehrsysteme "außerhalb ihres nationalen Territoriums" stationieren darf.

In der Gemeinsamen sowjetisch-amerikanischen Gipfelerklärung vom Dezember 1987 wurde Einverständnis erzielt, daß die Sowjetunion und die USA eine beide Seiten verpflichtende Erklärung ausarbeiten, den ABM Vertrag in der von 1972 unterzeichneten Form bei Forschungen, Entwicklungen und nötigenfalls Erprobungen, die laut Vertrag gestattet sind, einzuhalten und aus dem Vertrag im laufe einer vereinbarten Zeit nicht auszutreten.
Alles kann nicht aufgeschrieben werden, dass würde den Rahmen sprengen.
Sicherlich geht so ganz wichtiges verloren, aber der Inhalt bleibt klar ersichtlich.

Präsident Putin erinnert daran, daß der Vertrag 1987 unterschrieben wurde und die Liquidierung der mittleren und kürzeren Reichweite - von 500 bis zu 5.000 km vorsah.
"Es wurden bodengestützte Raketen liquidiert. Andere hatten die Sowjetunion nicht. Bei den USA waren es auch seegestützte und luftgestützte Raketen. Die hatten wir nicht. Deshalb war das vom Gesichtspunkt der UDSSR aus, eine einseitige Abrüstung
Warum ist die Führung der Sowjetunion auf diese einseitige Abrüstung eingegangen, weiß der Himmel." Dabei betonte er, daß im Falle des Ausstiegs der USA aus dem INF Vertrag Rußland die Systeme der luft- und seegestützten Raketen modernisieren kann , sie auf landgestützte umstellen kann.
"Wir werden sehen, was geschehen wird. Man versucht alles, um uns zu erschrecken, also müssen wir auch in ensprechender Weise antworten" - hat Putin gesagt.
Er hat ergänzt: "Wie sie verstehen, wenn es bei uns luft- und seegestützte Raketen gibt, so ist es keine Schwierigkeit, solche Systeme konstruktiv umzustellen, und sie entsprechend auf die Erde zu stellen, wenn es sein muß."
Putin hat bemerkt, Raketenwaffen mittlerer Reichweite "Kinshal" ("Dolch"), die in Rußland gebaut werden den INF Vertrag nicht verletzen. "Das ist einzigartig. Der Dolch fliegt 2.000 km, ist eine Überschallwaffe mit mehr als 10 Mach, die es in der Welt sonst nirgends gibt. Ja, wir haben sie, aber das ist kein Vetragsbruch zur Liquidierung der Raketen mittleren ud kürzerer Reichweite. Wo ist der Verstoß ? Es ist das System,dass an Bord eines Flugzeuges angebracht ist, und nicht auf dem Territorium." Zu den USA schreibe ich jetzt nichts, denn da gibt es genügend Verstöße gegen den INF Vertrag.
Eine persönliche Anmerkung: Rußland muss und soll alles tun, um Land und Leute zu schützen und ich danke meinem Freund Flori, der sich die Mühe der Übersetzung vom Russischen ins Deutsche gemacht hat.
Folgendes lese ich am Morgen in einem Buch, von W. Schlamm, Zürich 1959, "Die Grenzen des Wunders," Seite 185:
"Denn die ungeheuerliche Essenz des Konfliktes zwischen dem Kommunismus und dem Westen - so ungeheuerlich, daß niemand diese Tatsache zu erwähnen wagt - ist es, daß der Kommunismus am Frieden gedeiht, Frieden will, im Frieden triumphiert........Aber der Westen, wenn er am Leben will, muß glaubhaft entschlossen sein, Krieg zu führen. Denn auf Krieg bloß vorbereitet sein ist nicht genug."
Auf der Welle reiten sie immer noch, die kriegsgeilen Verbrecher und Mörder, insbesondere die USA will ich klar benennen und Deutschland wackelt mit und hinterher. Welches Stück vom Kuchen, die Amis den deutschen Politik Versagern versprochen haben, bleibt unklar, doch am Ende gibt es nix, dass weiß man doch: Heiße Luft in Tüten und ein weiteres hineinziehen in die Kriege dieser Welt. Pfui Teufel und schmoren, auf immer in der Hölle, bei Adenauer, bis zum Sankt Nimmerleinstag.


Am 04. Februar 2019 schrieb Otto Bismark:

Besonders an Jana Keller: Ohne den vom Galeristen so trefflich praktizierten Zynismus kann man sich journalistisch bzw. medial mit der derzeitigen Politik des Westens wohl nicht mehr wirksam auseinandersetzen! Denn man kann sich oft, herausragendes Beispiel Fall Skripal, des Eindrucks nicht erwehren, daß die Akteure nicht mehr bei Sinnen sind.


Am 04. Februar 2019 schrieb joe bildstein:

Tut einfach weh!

Russland u der Iran sind dran, daran besteht kein Zweifel, ist nur eine Frage der Zeit. Wir koennen die Bundeswehrmacht schicken oder GoldmanSucks, Letzteres ist einfacher und im TV gibt es weniger Blut.

Der weisse Mann will das diese Meschen endlich "befreit" werden., so wie in Libyen, Yemen, Irak, Afghanistan.....dafuer ist jedes, absolute jedes Mittel recht. Neue Maerkte muessen einfach her.

Es tut meinem Resthirn weh wenn ich den kleinen Heikooooooo reden hoere oder den Rolf aus Muetzenich.

70 Millionen Tote aus zwei Kriegen, 70.000.000 und wir haben nichts gelernt,.

Tut einfach weh!


Am 04. Februar 2019 schrieb R. R.:

Die Lüge von der Bedrohung aus dem Osten ist über 100 Jahre alt. Daran können wir sehen wie politisch rückständig Deutschland ist!


Am 04. Februar 2019 schrieb Ron van Bargen:

Zynismus ist Selbstschutz!


Am 04. Februar 2019 schrieb Andreas Schell:

So lange der deutsche Bundestag randvoll ist mit korrupten und gehirngewaschenen NATO-Marionetten aller (!) Parteien, hat eine öffentliche Diskussion über Rüstung, die schon heute riesigen, rasch noch weiter steigenden Rüstungsausgaben, oder gar den fragwürdige Nutzen dieses US-getriebenen Profitbeschaffungsprogramms keinen Sinn. Die Presse hat den Diskurs zudem komplett versaut: die Russen sind nun einmal böse und bedrohen uns. Punkt. ARD, ZDF, Spiegel, Stern, SZ, FAZ, BILD, wirklich alle Mainstream-Propagandatröten, die Atlantikbrücke und ihre Organisatoren, das macht zusammen knapp 1000 Personen der Upper Class, sind sich da doch einig. Einig darüber, was ihre Leibeigenen und die Dumpfbevölkerung zu denken haben, wenn denen überhaupt Zeit für's Denken bleibt.

Ja dann: auf in den Atomkrieg in Europa! Das ist doch auch das Einzige, was man gegen den bösen Feind tun kann. in den nächsten Jahren geht's dann mal wegen einer Kleinigkeit vom Typ "Skripal" oder "Straße von Kertsch" oder wegen eines bloßen menschlichen oder gar EDV-gestützten Versehens bei einer der vielen, stets frustrierten und besoffenen Verteidigungsarmeen los. Hätten Sie nur Holzprügel, würde es nicht einmal bemerkt. Aber so löscht es halt dann mal eine Mehrheit der Europäischen Bevölkerung aus.

All das passiert komplett ohne erkennbaren Grund, denn weder in Russland, noch im Iran, noch in Nord-Korea denkt irgend jemand auch nur eine Sekunde darüber nach, das rohstoffarme Westeuropa und seine verwöhnten Völker zu überfallen. Es gibt keinen Grund.


Am 04. Februar 2019 schrieb Jana Keller:

Der Artikel ist zwar elegant aber zugleich sehr zynisch geschrieben. Spott kann gut sein, Zynismus ist menschenverachtend!

Antwort von U. Gellermann:

Menschenverachtend ist eine Politik, die mit alten Feindbildern neue Lüge produziert.

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