Goodbye USA

Trump ist die Chance

Autor: U. Gellermann
Datum: 29. Mai 2017

Einmal, nur der intellektuellen Übung wegen, könnte man doch mal die Begründung für die Aufrüstungs-Apelle der NATO an die Kassen der Verbündeten ernst nehmen: Demnach sollen die Völker der westlichen Welt demnächst zwei Prozent ihrer Wirtschaftskraft mehr für die Rüstung ausgeben. Die NATO-Länder spendieren insgesamt jetzt schon über 750 Milliarden Euro für erstklassige Panzer, mörderische Raketen und Atomwaffen zur Herstellung radioaktiver Krüppel. Davon soll es demnächst mehr und noch mehr geben. Weil die NATO-Länder sich verteidigen müssen, heißt es.

Man wird ja wohl noch fragen dürfen: Gegen wen? Gegen Russland, das seit der Abschaffung des Zarismus keinen größeren Angriffskrieg mehr unternommen hat? Gegen China, das eher für eine große Mauer zur Verteidigung bekannt ist als für Kriege gegen andere Länder? Gegen Nordkorea, das mehr Raketen bei der Erprobung verliert als es in feindliche Ziele bringen würde? In der historischen Statistik bliebe nur noch Deutschland, ein Staat, der in seiner Geschichte mit fast allen anderen Krieg angefangen hat. Im Ernst? Angela Merkel erklärt dem Rest der Welt den Krieg, Ursula von der Leyen setzt die Bundeswehr aufs Pferd, kommandiert „Lanzen einlegen!“ und schon muss sich die NATO gegen die deutsche Leitkultur verteidigen?

Bleibt als halbwegs glaubhafter Aggressor nur noch der islamistische Terror. Und, haste nicht gesehen, schon sind die ersten U-Boote auf Terroristenjagd, werden die besten Interkontinentalraketen punktgenau auf Vororte von Brüssel, Pariser Banlieues oder das sauerländische Oberschledorn gerichtet. Alles Gegenden, aus denen nachweislich islamistische Terroristen kamen. Auch die riesigen Panzerarmeen der NATO werden in der Kosten-Nutzen-Rechnung komisch aussehen: Der Stückpreis für den deutschen Klasse-Panzer Leopard 2 soll bei rund drei Millionen Euro liegen. Wieviele dieser Exportschlager wird man demnächst rund um den Berliner Weihnachtsmarkt gruppieren, um den nächsten Anschlag zu verhindern?

Halt! Sagen bedeutende Strategen vom Rang eines Jens Stoltenberg. Der NATO-Generalsekretär hat ja immerhin Wirtschaftswissenschaften studiert. Halt: Da ist ja noch der IS! Zwar nennt sich der Islamische Staat islamisch, aber die Arbeiterwohlfahrt hat mit Arbeitern ja auch nichts mehr zu tun. Der IS ist ein Geschäftsmodell arbeitsloser sunnitischer Verlierer des Irak-Krieges, das von Erpressung, Raub, Mord und Totschlag ebenso lebt wie von Spenden aus Saudi-Arabien und Katar. Aber die Interkontinentalraketen der NATO mit den dazugehörigen Atomsprengköpfen einfach nach Saudi-Arabien und Katar zu schießen, würde NATO-Partner behelligen: Nicht nur Donald Trump macht Geschäfte mit den Saudis, auch die deutsche Rüstungsindustrie will ihre lukrativen Märkte nicht gefährden. Also könnte man dem IS vielleicht ein lukratives Angebot machen, um dessen Dauerkrieg in Syrien, dem Irak und anderen Ländern zu beenden. Aber zur Zeit geben alle Länder der Welt zusammengerechnet etwa 1750 Milliarden US-Dollar für Rüstung aus. So viel schöner Profit. Und das meiste davon wird in den USA erwirtschaftet. Wenn nun zum Beispiel der Islamische Staat als Feind wegfiele, wer soll dann den guten Grund für mehr und noch mehr Rüstung liefern?

Donald Trumps jüngste Forderung an die NATO-Verbündeten, sie sollten doch deutlich mehr zahlen als bisher, trifft zum ersten Mal bei den sonst so ergebenen US-Freunden auf Skepsis. Wenn man genauer hinschaut sogar auf Widerstand: „Wir Europäer haben unser Schicksal selber in der Hand“, hatte ausgerechnet die gläubige Atlantikerin Angela Merkel Anfang des Jahres gesagt. Und während bei manchen NATO-Gegnern noch Trumps Wort-Fetzen von der obsoleten NATO durchs Gehirn geistert, wäre es für die West-Europäer tatsächlich an der Zeit, ihr Schicksal von den USA und deren völlig unberechenbarem Präsidenten abzukoppeln. Noch nie gab es in Deutschland eine so gründliche Abneigung gegen einen US-Präsidenten wie in diesen Tagen, noch nie war die Ablehnungsfront so breit: Von den National-Konservativen bis zu echten Linken reicht der Ekel vor einem wildgewordenen US-Elefanten, der bisher keinen Porzellan-Laden ausgelassen hat. Trump ist die Chance für eine zumindest relative Eigenständigkeit der Deutschen.

Der Text der Startseite wurde von Angelika Kettelhack lektoriert.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 11. Juni 2017 schrieb marie becker:

noch eine kleine Beobachtung:
wer ist hier Infantil?
Trump findet seine Pendants auch in deutschen landen: Motto deinen Feind nehme ich zum Freund. Ich umschmeichle den Mexikaner...
Unglaublich eine solche Geste an der (Trump)"Mauer" von jemand, der vorher einen Mauerbau durchaus würdigte durch seine Ergebenheit in das DDR-Regime!


Am 07. Juni 2017 schrieb marie becker:

ein Nachtrag zur Frage "Sinn einer Macht für Merkel" unter "Trump ist die Chance" :
Die neue Seidenstraße dürfte mit Merkels Wendung gen China zu tun haben, denn dort wächst eine Supermacht heran, die bald die Weltwirtschaft zu beherrschen versteht....
( ein hochinteressanter Artikel in der LMD berichtet) das heranwachsen geht sicher nicht geradlinig, aber bleibt bei Misserfolgen nicht stehen.
auch damals bei den Querelen mit dem EU-Mitglied Griechenland tauchte bereits das horrible Management der EU gegen das Ursprungsland Europas auf; es wurde gezwungen, Merkels Plänen entsprechend, sein Tafelsilber zu verkaufen

tja, und dazu gehörte Piräus, heute in der Hand von Cosco , dem chinesischen Schiffahrts - und Logistik - Riesen.

könnte doch sein, dass sie aktuell ihren Fehler einsah, der ja auch damals schon zu einem Grexit hätte führen können und damit zum Zusammenbruch ihrer Hoffnungen auf Führerschaft in der EU. Sie konnte den Bruch gerade noch mal umschiffen...und Schuldige finden.

nun versucht sie im asiatischen Bereich Fuß zu fassen, auch um der Pleite willen, die Erdogan ihr bescherte mit dem Flüchtlingsvertrag und allen üblen Konsequenzen daraus.


Am 05. Juni 2017 schrieb marie becker:

Und welchen Sinn sollte eine Macht für Merkel machen?

Das ist eine Frage, die man sich bei allen macht- und kriegsgeilen Leuten und bei allen, die nach Geld und riesigen Vermögen gieren stellen kann.
i.ü. da auf der Höhe ihrer Macht in der NATO/EU doch ein recht eisiger Wind weht, wendet sie sich ja schon an China und Indien


Am 04. Juni 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Hallo Mark Tempe,
die USA werden den Einfluss auf die EU niemals aufgeben, weil Russland unser unmittelbarer Nachbar ist, und die USA ein vorrangiges Interesse hat, unabhängig, wer denn Präsident ist, Russland zu schwächen, und die EU zu spalten.
Die politische Schwäche Trumps macht ihn noch unberechenbarer, denn sein Wille an der Macht zu bleiben, obwohl er mit dem Rücken an der Wand steht, lässt ihn möglicherweise schwerwiegende politische Entscheidungen treffen. Den Austritt aus dem Klimaschutzabkommen meine ich nicht, denn wird er seines Amtes enthoben, oder nach der ersten Amtszeit nicht mehr gewählt werden, kann das Rad der Geschichte, eigentlich unmöglich, zurückgedreht werden, und die USA ist wieder dabei. Im übrigen wird es viele Jahre dauern, bis der Ausstieg ein Ausstieg ist, und Merkel ist beleidigt, und akzeptiert die Wahl Trumps nicht, weil ihr Weltbild ins Wanken geraten ist, und das kann sie nicht verknusern. Trump ist aber auch undankbar. Die Bestrebungen Deutschlands sind schon länger wieder in Richtung die erste Geige spielen zu wollen, und den anderen Mitgliedsstaaten der EU zu sagen, wo es lang geht. Griechenland ist und war in besonderer schmerzlicher Weise betroffen, von der Eiseskälte der Deutschen Bundesregierung, und da hat Merkel und Co. von den USA gelernt, was es heißt ohne Rücksicht auf Verluste, Entscheidungen gegen die Interessen der Völker durchzusetzen.
Der hässliche, kleine Giftzwerg Schäuble hat genau das in seiner Bösartigkeit unterstützt, und Griechenland sehenden Auges in den Abgrund hat stürzen lassen.
Diese EU hat versagt, mit und ohne die USA, und die Völker brauchen etwas anderes als klein kapitalistische Krämerseelen, die nicht über den Tellerrand glotzen können, und keinen Mut haben, die Interessen der Völker in den Mittelpunkt ihrer Politik zu stellen.Sie faseln von Menschenrechten und Werten; diese spielen wohl in der EU keine Rolle, wenn es um die hohe Jugendarbeitslosigkeit geht, wo eine ganze Generation ihrer Lebensperspektiven, ihrer Fähigkeiten, und der gesellschaftlichen Teilhabe beraubt werden. Das alles, und von den unbegleiteten Kindern- und Jugendlichen, alleine in Deutschland sind es Tausende könnte hier noch lange geschrieben werden, doch will ich den Uli nicht überstrapazieren in seiner Geduld, und beim Thema bleiben wollen. Was allerdings nicht wünschenswert ist, wenn Deutschlands "Schicksal" mit einem Führungsanspruch, offen formuliert, in der EU, einhergeht, um es den USA nur eben in Europa, gleichzumachen, wenn das doch gelingen kann, dann ist Merkel nicht mehr böse, auf den Donald.


Am 04. Juni 2017 schrieb Mark Tempe:

Ein wahrhaft geeintes Europa würde eine politische, wirtschaftliche und (ja auch) militärische Macht darstellen, mit der sich anzulegen ein unkalkulierbares Risiko wäre.
Ein geeintes Europa mit Russland wäre eine Macht, mit der sich dann wohl Niemand mehr anlegen würde.
So wie die EU ist, ist sie ein Popanz und nach außen höchstens komisch, wenn man denn einen etwas abstrusen Humor hat.
Demzufolge stellt Trumps Forderung nach mehr europäischer Eigenständigkeit in militärischen Fragen eigentlich nur das in Frage, was Europa seit Jahrzehnten tut, sich auf die faule Haut legen und ansonsten Alles dem großen Bruder jenseits des großen Teiches überlassen.
Dies entsprach auch bisher durchaus den Interressen des amerikanischen Establishments. Nun haben sich die Winde gedreht.
Es gibt keinen mehr, dem man in den Arsch kriechen könnte. Und das Geschrei wird übermächtig und allgegenwärtig.
Ja liebe Freunde und Freundinnen, so ticken wir Europäer.
Es ist nur noch eine Schande.
(Witz:
Warum ist die M. so sauer auf T.?
Antwort: Weil sie T. nicht wie seinem Vorgänger hintenrein kriechen kann. Da ist nämlich besetzt, weil schon jener seltsame Scheich, König, oder was weiß ich, was er von Gottes Gnaden ist, aus S.A. drinsteckt.)

Antwort von U. Gellermann:

Und welchen Sinn sollte eine Macht für Merkel machen?


Am 04. Juni 2017 schrieb marie becker:

"Wenn man dann in Israel landet, ist der Weg vom Thema dorthin doch arg weit gewesen. "

mag ja sein, Uli, er ist aber weiterhin "risikoreich" und wird von denen, die ihn endlich gehen müssten gemieden ; Land annektieren ist nur ein "Verbrechen" des bösen Russen...und schleichende Annexion der Westbank gibt's ja nur in der Phantasie von Antisemiten...
Vorsicht übrigens Netanjahu hat größeres im Blick...


Am 02. Juni 2017 schrieb Michael Kohle:

Egal, an welchem losen Faden wir auch ziehen - und es gibt nicht nur einen, nicht zwei, es gibt viele, die darauf harren endlich mal geflissentlich zur Kenntnis genommen zu werden - das Ende ist nahe, dass nämlich von welchem Strickgut auch immer bald nichts mehr übrig sein wird. Gellermann schreibt „Good bye USA“ - wenn es nur so einfach wäre. Sollte die Verschwörungstheorie tatsächlich zutreffen, dass ein Co-Pilot - nur um sich angeblich von seinen unerträglichen Depressionen zu entledigen, zu „befreien“ - gleich einen vollen Jet an die nächstbessere Wand klatscht, sollten wir das tunlichst als Gleichnis erkennen. Ein Gleichnis, das erschreckend unsere aktuelle Situation in der „globalen Gemeinschaft für (Sach-)Werte und anderes Gemischtes“ zu beschreiben vermag.

Sollte sie - die Theorie und die doch einzig zulässige Sichtweise - gar nicht stimmen, sondern nur eine üble Trickkiste sein, um uns paliativ und/oder mutwillig wegen irgendetwas - und sei es auch noch so peripher - hinter die Fichte zu führen, sollte uns das genauso zu denken geben. Ereignisse wie Nineeleven zu Gessler-Hüten hoch-„sterilisiert“, jegliche Infragestellung der offiziellen Version mit sofortigem Liebesentzug bestraft (bzgl. Liebe siehe Orwell 1984), was wäre denn, wenn es anders gewesen wäre, wie auch immer? Gelle, das wollten wir lieber dann doch nicht wissen. Anderes, was nicht nur für sakro-sankt sondern zu absoluten Tabus erklärt wurde oder noch wird, von selbsterkorenen Instanzen, die allen Grund hätten, gefälligst ihre Schnauze zu halten - jene gerne verwendeten Bannstrahlen, die mit Anti? beginnen zum Beispiel, das nehmen wir einfach so hin, lassen es zu. Nur weil uns allerlei Gniffkes auf der Payroll der Interessierten in eigener Sache Tag für Tag, Stunde für Stunde die Story vom Pferd eintrichtern können und wir - nur weil heute Nachmittag der Kindergeburtstag ansteht oder morgen Abend der Gang zum Rock am Ring, der fünftausendste Tatort oder die 50.te Wiederholung von Pretty Woman. - für anderes keine Zeit haben.
Doch, das sind gute Gründe.

Von was ich überhaupt rede? Habe mal wieder hier Kommentare gelesen. Und dann hinterher die Zeilen zum Wochenende auf Counterpunch. Die meisten Beiträge sind dort die ganze Woche über gut. Am Freitag braucht es mehr, Saturday and Sunday heißt es zu überbrücken. Heuer über fünfzig bestimmt lesenswerte, überaus informative Artikel. Von den ersten zehn habe ich bis jetzt drei davon gelesen. Nach dem Dritten konnte ich nicht mehr anders, obwohl ich zum o.g. Gellermann-Erguss schon meinen Senf abgegeben hatte, sah ich mich geradezu dazu gezwungen, hier Laut davon zu geben. Beim ersten Beitrag - Michael Hudson: Are students a class - dachte ich gleich, na bravo, noch ein Grund, ein Anlass Gellermanns Ratschlag zu folgen „Good bye USA“. Reicht doch völlig und vollauf, die Zukunft dieses Landes in die Tonne zu treten. Nix mehr Great Again. Hinter der arg blassen headline verbirgt sich bzw. folgt eine Zeitbombe, bei der die brennende Lunte schon in Sichtweite ist.

Na gut, dachte ich mir, erstens bist du kein Student mehr und zweitens keiner aus dem land of the free. Wage auch zu bezweifeln ob die Gefahren, auf die Hudson hinzuweisen müssen glaubt, bei den Trägern der gebündelten Intelligenz überhaupt ankommt. Trifft sie ja schließlich nicht, Kind und Kegel der 1%-Elite. Und Intelligenz beim Rest - schlappe 99% - kann es ja nicht geben, sonst hätten sie schon längst Basta von sich gegeben. Genug, es lockt schon Andrew Levine mit seinem Beitrag „Does It Matter How Trump Goes Or Even That He Does“? Spielt es eine Rolle, wie er geht? Oder besser: Geh mit Gott, aber geh!

Passt zum Galerie-Artikel wie die Faust aufs Auge. Trump der Totengräber? Nur ein Satz dazu, als Gruss aus der Küche: All jene von uns, die glaubten, Trump ist nur ein Widerling mit kranken Instinkten und dem Temperament eines unbedarften Teenagers, muss nun feststellen - dass die ganze story von und mit ihm - der Stoff für ein historisches Drama wird (nicht: werden könnte).

Ja und der dritte Artikel? Hat erst einmal nicht allzu viel mit dem Abschiedsagen zu den USA zu tun. Eher mit dem, was wir erst neulich wieder aber eigentlich schon seit Jahren immer wieder vernehmen mussten. Siedlungsbau! Was kann denn an Siedlingsbau so schlecht, so schlimm, so böse sein. Selbst wenn es Siedlungsbau im West-Jordanland ist, jenem Streifen Land - viel Steine, wenig Brot - der de facto und zumindest gut eingebläut in unserem Hirn dem Judenstaat zusteht? Es ist ein langer Reisebericht, länger noch als viele meiner eigenen Kommentare hier zusammen, von einer Reise ins besagte Siedlerland. Eine in Pakistan gebürtige Frau Dr. für Anglistik an der Tufts Universität, Wissenschaftlerin an einer Unversität in New Jersey, Kunstprofessorin in New York und Abu Dhabi, ich liste das nicht umsonst auf. Fawzia Afzal-Khans Augenzeugenbericht, genau:
Eyewitness in the (un)Holy Land! Erinnert man sich des Geturtels, das unsere Frau Dr. für Physik mit ihrem - wie er behauptet und sie immer wieder gerne bestätigt - besten Freund Binjamin Netanjahu - seines Zeichens Ministerpräsident von Israel in Pressekonferenzen und anderswo so performen, drängt sich einem bei der Lektüre dieses Artikels dann doch der Gedanke auf, der Herr Seibert sollte doch seiner hochintelligenten Chefin diesen aufregenden Bericht mal zur Kenntnis geben. Am Besten anlässlich bzw. vor dem nächsten Besuch des Erlauchten.

Antwort von U. Gellermann:

Good bye USA: Das ist alles andere als einfach. Aber überlebenswichtig. – Wenn man dann in Israel landet, ist der Weg vom Thema dorthin doch arg weit gewesen.


Am 01. Juni 2017 schrieb altes Fachbuch:


"wenn historische Vergleiche gern hinken . . ."

- als langjähriger abonennt sage ich ihnen, dass es nach oktober 88 den sputnik nicht mehr gab. wie bananen eben - waren die deshalb verboten??
- der sputnik war ein digest eines VERLAGES, nicht der SU oder unserer freunde!! und nichts verkaufte sich damals besser, als nihilistische "glasnost" ohne ansatz für "perestroika", zumal der sputnik devisenbeschaffer für den verlag war:)
- ist die beseitigung eines staates noch eine "veränderung"?? dann wünsche ich mir die gleiche konsequenz bei jetzigen "reformierungen":)
- hasselhoff, die scorpions und pink floyd haben den rang des "auslösers" gebucht!!

ihr vergleich hinkt nicht nur: er soll eine "spalt"-theorie (ausnutzen von irritationen und verwerfungen in den medienmaschinen??) unterstützen, die ich nicht begreife!?

Antwort von U. Gellermann:

Die DDR war ein ordentlicher Staat. Da gab es keine Zufälle: Neues Deutschland brachte um Thema am 19. November unter der Überschrift „Mitteilung der Pressestelle des Ministeriums für Post- und Fernmeldewesen“ folgende Meldung: „Berlin (ADN). Wie die Pressestelle des Ministeriums für Post- und Fernmeldewesen mitteilt, ist die Zeitschrift ‚Sputnik‘ von der Postzeitungsliste gestrichen worden. Sie bringt keinen Beitrag, der der Festigung der deutsch-sowjetischen Freundschaft dient, stattdessen verzerrende Beiträge zur Geschichte.“ Zu der Zeit war ich mehrfach in der DDR. Die schweren Irritationen bei Durchschnittsbürgern aber auch bei journalistischen Kollegen waren deutlich erkennbar.


Am 01. Juni 2017 schrieb marie becker:

NUR Kleinkindbenehmen oder was?
Wenn du nicht mehr mit mir spielen willst, dann spiel ich eben mit anderen, z.B. mit den Chinesen oder Indern
Bei denen kann ich noch Riesengeschäfte machen ...


Am 01. Juni 2017 schrieb Ernst Blutig:

Return of the Son of Charaktermaske

Es ist schon sehr lustig, wenn man jetzt liest, daß Macron einen erfreulichen neuen Kurs mit Russland und zu Putin fährt, wo vorher noch alles ausgepackt wurde an Fisimatenten gg. die USA der Trump-Regierung, was früher schlicht diplomatische Beziehungen, Geheimdiplomatie oder rotes Telefon (aus gutem Grund) genannt wurde, und seit der Niederlage des US-Establishments (das eine...nicht das andere. das hat ja gewonnen haha) wahlweise als "von Russland" oder "von Putin" oder "Russland UND Putin" oder "russischen Hackern" im "Dienst von Putin" (oder Russland oder... usw. blabla) beeinflusst unisono von der alldeutschen Pressköterei agitpropagiert wurde.

Das gleiche gilt für den lange Zeit von mitterechts geschleuderten "Antiamerikanismus"-Vorwurf. "Antiamerikanismus" der jetzt "neuer Kurs" heisst und mir persönlich nun endgültig nach deutscher Großmannssucht stinkt und nicht nach Kritik an us-amerikanischen Imperialismus, Menschen- und Völkerrechtsbrüchen oder Ausbeutung.
Aus dem Maul aus der rechten Ecke hat diese eh schon immer sehr völkisch gestunken, selbst wenns nur mit Flötentönen kam oder rot angemalt.
Einer der zentralen Werkzeuge des Kapitalismus ist immer noch die Mimikry. Der Mummenschanz. Oder auf gut Marx: die Charaktermaske.


Am 01. Juni 2017 schrieb Marc Britz:


Der neu entdeckte "Anti-Amerikanismus" Merkels ist ungefähr so ernst zu nehmen wie Schulzens "Sozialdemokratie". Er ist nicht mehr als eine vom Wahlkampf abgenötigte Geste, die auch jene CDU-Wähler an die Partei binden soll, denen langsam schwant, dass am transatlantischen Neoliberalismus etwas faul sein könnte.
Merkel weiss dabei aber genau, dass hinter den Kulissen der Trump-Scharade die Maschinerie genauso, wenn nicht gar besser, weiterläuft. Die offen zur Schau gestellte Abneigung gegen Trump eignet sich nur bestens dazu einerseits zurecht bestehende und wachsende Ressentiments gegenüber den USA zu bedienen und um andererseits doch Dienst nach Vorschrift für die Kriegstreiber von der Wall-Street zu machen.
Es ist meiner Ansicht nach Aufgabe der Linken, diesen doppelbödigen Merkel-Anti-Amerikanismus, der auch von "National-Konservativen" und manchen "liberalen" Trotteln geteilt wird, vom "echten" Antiamerikanismus, der sich gegen die Wallstreet und ihren bewaffneten Arm - die NATO - und ihren politischen Arm - die Staatsmaschine USA samt Vasallen- richtet, sauber zu trennen. Wir müssen schon klar machen dass unsere Abneigung nicht daher rührt, dass gerade der falsche Milliardär die Macht hat, sondern dass überhaupt die Milliardäre die Macht haben. Ich habe dabei auch kein Problem mit dem Begriff "Antiamerikanismus." Anti-Amerikanismus ist lediglich Anti-Imperialismus der Ross und Reiter beim Namen nennt.

Antwort von U. Gellermann:

So sehr ich der Warnung vor dem Doppelcharakter des Merkelschen Anti-Amerikanismus zustimme, so sehr warne ich zugleich davor, das Neue nicht zu erkennen: In den Medienmaschinen zum Beispiel hat die permanente USA-Ist-Unfehlbar-Propaganda bei nicht Wenigen dazu geführt, dass sie selbst an ihre Fakes geglaubt haben. Die daraus entstandenen Irritationen und Verwerfungen im Ergebnis eines brutalen Kurswechsels müssen ausgenutzt werden.

Als die DDR-Führung im September 1988 den „Sputnik“, die Zeitung der sowjetischen FREUNDE verbot, war das einer der Auslöser der Veränderungen in der DDR. Auch wenn historische Vergleiche gern hinken . . .


Am 31. Mai 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Was aus meiner Sicht zu kurz kommt ist, dass sowohl Trump, als auch Merkel in erster Linie, die eigene Bevölkerung, und vor allem ihre Wähler becircen wollen.
Trump, nach innen stark unter Druck, die mögliche Amtsenthebung, die Russland Kontakte, die aufgebauscht werden, dass es demnächst knallen könnte, die irren Rüstungsausgaben, die man nicht mehr so hinnehmen will, usw. Das Signal ist, dass er es richten wird, und Europa endlich mehr zahlen soll. Der allergrößte Anteil der amerikanischen Rüstungsausgaben wird dafür genutzt, überall in der Welt die Rüstungsnase reinzustecken, und zu stationieren, wo immer möglich. Also ist es die innere Angelegenheit der USA, nur kann Trump es nicht mehr, wie Obama auch, rechtfertigen im eigenen Land. Wer sich als Pfannkuchen präsentiert, wird als solcher verspeist; Frau Merkel. Sie nimmt wohl an, dass es lange vergessen ist, wie unterwürfig, wie peinlich, wie unkritisch sie jede Sauerei der USA mitgemacht hat, und auf einmal dreht sie sich, wie ein Fähnchen im Winde, und zeigt Trump, wo das deutsche Hämmerchen hängt ? Höre ich genau zu, sagt sie,dass das deutsch/amerikanische Verhältnis untrennbar miteinander verbunden ist und bleibt. Der Sturm im Wasserglas, und demnächst kriecht sie wieder in Richtung Washington. Der Galerist schreibt in seinem Artikel, die Chance einer Befreiung, bzw. er bietet die Möglichkeit, sich darüber einfach mal Gedanken zu machen, ob es nicht endlich an der Zeit ist, den Rockzipfel der USA los zu lassen ? Das "Goodbye USA" hat mich neugierig, auf den Inhalt des Artikels gemacht. Nicht mehr und nicht weniger, und das ist einer der vielen Gründe, dass die Galerie, bzw. der Galerist immer wieder den Nerv trifft, und die Freiheit des Denkens in hohem Maße unterstützt und fördert. Im übrigen, egal ob Trump oder Merkel:
Beide versuchen von den wirklichen Problemen in den jeweiligen Gesellschaften, abzulenken. Würde die Verfassung, der Zustand der EU einer wirklichen Analyse unterzogen werden, flögen uns die Mitgliedsstaaten der EU um die Ohren, und das gilt es, um jeden Preis zu verhindern. Trump ist Teil der 1%, und deren Interessen vertritt er, und Merkel ist die Gehilfin der "marktkonformen Demokratie," ein Widerspruch in sich, und eine der Wortkreationen, die der Neoliberalismus glänzend beherrscht, um Inhalte und Bedeutungen umzudeuten, oder aber geschichtslose und hohle Begriffe in die Welt zu setzen. Trump wird auf Linie getrimmt werden, ohne das er es merkt, und Merkel ohne die USA ? Das war ihr größter Wunsch, als sie noch in der DDR lebte, endlich einen Pass in der Hand zu halten, der ihr die Möglichkeit gibt, ins "gelobte Land" der "Freiheit" zu reisen.
Warum ist sie denn nicht dorthin ausgewandert ? Nun gut, man weiß, dass die handelnden Personen austauschbar sind, wenn es um die Systemsicherung geht.
Der Galerist hat beizeiten, als viele, auch hier, die Hoffnung hatten, dass Trump eine Politik macht, die die Völker aus der Zange der USA befreien, gewarnt, und ist dafür, zu Unrecht angegangen worden. Es ist nicht erfreulich, doch er hat, wie so oft, eine unbestechliche Sichtweise der politischen Verhältnisse, mit den Analysen, die klar und unnachgiebig, den Finger in die Wunden legt, und das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheidet.
Dafür ist zu danken, denn in diesen oftmals verwirrenden, politischen Zeiten ist es wichtig, dass Klarheit in die Gedanken gebracht werden kann.
Unverzichtbar; die RATIONALGALERIE mit ihrem Hausherrn.


Am 31. Mai 2017 schrieb altes Fachbuch:

lieber galerist;)
"..öffnet sich ein spalt..., den man nutzen sollte.." (sinngemäß)

nur als lernfragen gemeint:
- die "diskrepanz, der pseudozwist, die forderung nach verselbständigung europas" lediglich in der medien-widerspiegelung bedeutet doch erst mal was genau konkretes oder reales???
- "den spalt nutzen" bedeutet nun welche handlungsanleitung für wen und wie???

und an alle demokratiegläubigen und nur wegen der intellektuellen übung:
wer sich den umgang des systems mit argentinien, brasilien, venezuela, zypern, griechenland, brexit, den wahlkämpfen in holland, österreich und france ansieht, dazu das gezeter um den gewählten amipräsident, die einmischung in der türkei, in polen und ungarn - glaubt da irgend jemand, die treten friedlich ab?? künftig verknüpft die eu leistungen aus dem strukturfond mit dem kohäsionsfond: geld kriegt nur wer pariert!!!
in einem land xy gewinnt z eine wahl, eine bewegung abc zwingt die bestehende regierung zu x......
glaubt wer an eine nelkenrevolution a la portugal oder eine reformierbarkeit dieses systems?? glaubt jemand, die räumen das feld, wie die bösen kommunisten 1989??

der spalt könnte ein canyon mit gefälle sein, zukunft wird diesen nie durchfließen, nur untergang!!

Antwort von U. Gellermann:

Wo liegt der Spalt? Im Subjektiven: Die Eliten der jeweils herrschenden, politischen Strömungen in der EU und der USA sind sich nicht mehr so einig wie noch vor Monaten. Das widerspiegelt sich vorrangig in den herrschenden Medien. Es sind die selben, die noch bis jüngst in Treue fest mit den USA gesungen haben, die jetzt tatsächlich kritisch (!) die Trump-Zwei-Prozent-Forderung referieren, bzw. Zweifel an der Forderung aus dem Merkel-Schulz-Lager weitergeben. Zum ersten Mal seit langer Zeit wird die atlantische Botschaft nicht mehr kompakt vermittelt. – Handlungsanweisungen vergebe ich nicht. Ich rege politisch Denkende und Handelnde zum Nachdenken an: Ist ein Bündnis gegen die NATO über die bisher bekannten Kräfte hinaus denkbar? Kann es eine Bewegung von Steuerzahlern gegen die wahrscheinlichen Haushalts-Belastungen geben? Der Spalt ist sichtbar, wie kann der Hebel aussehen? Mit welchen Anti-Trump-Kräften in den USA kann es ein Internationales Tribunal geben? Mit den Umweltbewegten? – Der Pro-Amerikanismus war bisher eine feste Größe der Bewusstseins-Industrie. Wenn sich das ändert, sollte es eine Reaktion der angeblichen Antiamerikaner geben.

Illusionen über eine „Nelkenrevolution“ mache ich mir ganz sicher nicht.


Am 31. Mai 2017 schrieb Reiner Müller:

Ich muss da nochmal nachhaken. Warum? weil wir mit dieser Ihrer Meinung aus meiner Sicht die Wähler zur CDU treiben.
Es wird kein "Goodbye USA" geben.
Am gründlichsten hat das a.m.S. Alfred Müller hier http://www.nachdenkseiten.de/?p=38529 dargelegt.
Besser hab ich meine eigenen Ansichten nicht vertreten gesehen.

Antwort von U. Gellermann:

Merkel versucht sich von Trump zu distanzieren, nicht von den USA. Eine zu enge Anbindung an Trump schadet ihr vor den Wahlen. Mehr ist das nicht. Albrecht Müller erwähnt in seiner Argumentation diesen Satz "Merkel nutzt den virulenten Antiamerikanismus“ der mehrfach falsch ist: Erstens ist es der dumme ideologische Begriff (von Merkel über die ARD bis zu Schulz gebräuchlich ) der zur Abwehr von Kritik an den USA (nicht nur an Trump) dienlich war und ist. Ihn virulent zu nennen trifft auch und gerade die Friedensbewegung. Und zweitens geht es in meinem Artikel nur um den ersten Spalt der sich zwischen den deutschen Eliten und den USA auftut: Der sollte genutzt werden. Wie das Wähler zur CDU treiben sollte ist mir ein Rätsel.


Am 31. Mai 2017 schrieb Ralf Thielken:

Der Hauptfeind steht im eigenen Land!
Die geheuchelte Entrüstung deutscher Politiker nebst Medienanschluss dient nur einem Ziel: Stärkung bzw. Ausweitung der eigenen Machtpositionen.
Diese Chance wird genutzt. Imperialismus ist das, habe ich gelernt.
Ich halte es nicht für ausgeschlossen, daß sich irgendwann irgendwo auf diesem Planeten amerikanische und deutsche Soldaten gegenseitig totschießen.

Antwort von U. Gellermann:

Wenn der Hauptfeind aber doch seit Jahr und Tag die Haupt-Hilfe vom Welt-Feind USA bekommt?


Am 31. Mai 2017 schrieb Otto Bismark:

Lieber Herr Gellermann,
nur, was bringt diese Chance, so sie denn genutzt würde der Welt? Eigenständigkeit der Deutschen? Mit Verlaub, von einem Studienfreund wurde mir ein Zitat überliefert, das dessen Vater aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft mitbrachte. Danach war bei den Amis damals verbreitet, daß man den Deutschen keine leeren Konservendosen überlassen dürfe, die würden daraus sofort ein Maschinengewehr bauen!
Und Recht hatten sie, haben die Deutschen wohlgemerkt auf politischem Gebiet nach Bismark etwas Vernünftiges zustande gebracht? Ich kann mich nicht erinnern. Und aus diesem Blickwinkel war offensichtlich sogar die Reichsgründung von 1871 ein Fehler, den nach meinem Eindruck der Gründer später wohl auch erkannt haben dürfte. Was haben wir der zivilisierten Welt, nachdem völkerrechtlich das jus ad bellum obsolet geworden war denn gebracht? Tod und Verderben! Soll das denn schon wieder losgehen? Anders könnte es wohl nur werden, wenn wir endlich begriffen, daß wir nur als Einer unter Vielen ohne Führungsanspruch einen Beitrag zu einer wirklich friedlichen Welt leisten können. In der eben nicht der Profit des militärisch-Industriellen Komplexes ausschlaggebend ist, sondern das Wohl der Menschen! Das ist aber überhaupt nicht in Sicht beim Exportweltmeister, der nur wegen seiner absolut kleineren Volkswirtschaft nicht auch noch Rüstungsexportweltmeister ist. Wie also sollen wir aus der Nummer herauskommen?

Antwort von U. Gellermann:

Eine Trennung von den USA würde nicht automatisch eine Besserung der Lage in Deutschland bedeuten. Aber die Gegner einer friedlichen Entwicklung unseres Landes wären deutlich geschwächt. Immerhin.


Am 30. Mai 2017 schrieb altes Fachbuch:

ist schon interessant, wie merkels umwelt lobend und tadelnd die wahlergebnisse anderer länder wertet, was für andere länder schon tiefste einmischung und manipulation wäre?

wird trump zuhause innenpolitisch gegrillt, kommt nun mit merkel und co. das außenpolitische und diplomatische flankenfeuer dazu!! das ziel impeachment ist klar.

nebenbei hat sie dem m.schultz als eu-überbleibsel sein lieblingsthema weggenommen. nur eine stärkung der krake europa "rettet" unsere werte und den wohlstand:)
https://www.youtube.com/watch?v=5T4lgoqJDog&index=6&list=RDMMtN-fdeGh6WE

in 6 wochen ist g20 in hamburg. das thema "alle gegen einen"!! schon jetzt ist klar, dass ergebnisse neben der isolierung trumps nicht gewollt sind. auch wird der widerstand richtung anti-trump kanalisiert, nicht anti-system:(

nun habe ich weder mit trump noch merkel was am hut, bleiben also wieder 4 verlorene jahre!


Am 30. Mai 2017 schrieb Uschi Peter:

Was wissen wir vonTrump? Nur das , was uns die Lügen(Lücken)presse einhämmert. Man hat ihn von Anfang an diffamiert und in den schlimmsten Farben geschildert. Er konnte machen, was er wollte, es war immer falsch. Nicht einmal die 100 Tage wie anderen Präsidenten hat man ihm gegönnt. Das soll keine Reinwaschung sein, sondern zeigen, dass ein US-Präsident Gefangener des MIMBK (siehe dort) ist. Obwohl Obama der größte Massenmörder ist, der durch seine ganze Amtszeit nur Krieg geführt hat, wird ihm gelobhudelt. Er wird als Friedensengel hingestellt.
Trump hat n.m.M.drei entscheidende Fehler gemacht:
1. Er wollte sich mit Russland vertragen
2. Er wollte die "Auslandseinsätze" verringern
3. Er hat sich mit den Medien angelegt.
Damit hat er sein politisches Todesurteil gefällt.

Antwort von U. Gellermann:

Alles worauf ich mich in meinem Artikel stütze ist von Herrn Trump selbst formuliert. Trump diffamiert sich selbst.


Am 30. Mai 2017 schrieb Elke Zwinge-Makamizile:

Dankkbar für U.Gs Kommentare, die uns aus der unsäglichen Logik der Trumps, Merkels, Stoltenbergs usw. wenigstens gedanklich befreien kann und die irrsinnigen Politiken der westlichen Werte-Nato-Gemeinschaft vor Augen führen. Gäbe es nicht überall Menschen, die nicht mehr mitmachen wollen - sogar der Papst klagt an- und gäbe es nicht Regierungen, die keinen Profit der Rüstungsindustrie für ihr Land brauchen, die Gegenentwürfe, konkret und theoretisch zu dem Kriegs-Irrsinn auf die politische Bühne bringen-ich meine China, Russland, Shanghai-Kooperatin, die ALBA-Länder- man könnte schier verzweifeln. Die ständigen Strategie-Wechselbäder der imperialen, neoliberalen Ländern ist doch die, wie kommen wir als Profiteure am besten davon? Da wird auf allen Seiten ausprobiert hin und her, was ist für diese oder jene Fraktion in den USA oder EU am günstigsten?
Da sitzt man nun gebannt vor deren Schachzügen. Analysiert, betrachtet, aber am liebsten würde ich alle Figuren vom Brett schmeißen...jedenfalls fühle ich U.G. an meiner Seite oder ich an seiner.. Das brauchen wir.
Es gab einen Kommentar hier mit dem schönen Vorschlag von Generalstreik, da wird der BIP-Prozentsatz am besten auf 0 gesenkt.

Wie gräßlich die westl. Wertegemeinschaft wieder ist, zeigt ihr neuerliches Unvermögen, den Syrien-Krieg endlich aufzugeben. Lese hier:

schwerer-schlag-fuer-zivilisten-eu-verlaengert-syrien-sanktionen/

aus https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/05/29/

Übrigens:
Ich fand es ganz prima, dass U.G.s Text bei sputniknews erschien.
Er ist auch breit im Netz. Wir wünschen ihm gute körperliche Genesung, geistig-moralisch ist er ja wie immer in Hochform!


Am 30. Mai 2017 schrieb Reiner Müller:

Goodbye USA?
Liebgewordener Uli Gellermann, ich bin etwas verwundert, daß Sie als gut informierter Blogger auf die Anti-Trump-Schiene "trumpeln".
Das machen andere Medien auch.
Sogar die Junge Welt, Kipping von den Linken? da ist man sich mit ?Schulz-Honecker? einig? aber warum?
Brett vorm Kopp?
Was macht Trump?
Er "trumpelt mächtig, weil er kaum ein "Bein an die Erde" kriegt.
Er schlägt sich mit denen die auch nicht nett zu ihm sind - im eigenen Haus.
Er wehrt sich gegen die gesamte Clinton-Clique (Obama immer mit dabei). Der Syrien-Angriff - war das nicht eine Verzweiflungstat um zu Hause mehr Luft zu kriegen?
Verstehen kann man Trump nur, wenn man täglich die Medien CNN, NYT, Washington Post und und verfolgt.
Eine Machtclique gegen eine andere. In den USA.
Genutzt von seinen Gegnern wird Thema: Trump und Russland.
Das Ziel ist ein Amtsenthebungsverfahren. Ok.
Trump ist halt aus einem anderen Machtzirkel in Amerika.
Das gefällt uns hier nicht?
Also möchten wir wieder die Clintons?
Das was deutsche Medien hier verfolgen ist doch die Politik von Clinton-Obama-Merkel etc...oder?
Tagesschau vorneweg.
Das wollen Sie - und viele andere zurück?
Man muß nicht mit allem einverstanden sein, was Thierry Meyssan analysiert.
Aber drüber nachdenken und nüchtern einschätzen wäre doch sinnvoll.

Trump ist NICHT die Chance für deutsche Eigenständigkeit"!
Das ist naiv.
Was Frau Merkel abläßt in einem Bierzelt ist Wahlkampf.
Das kann sie, weil sie wichtige amerikanische Einflüsse hinter sich weiß.
Oder?
Hat da jemand Illusionen?

Antwort von U. Gellermann:

Ungern wiederhole ich mich: Aber nach dem Trump mal kurz die NATO für „obsolet“ erklärt hat, will er jetzt, stärker noch als die Clinton-Fraktion, an der Rüstungs-Spirale drehen. Und den (wahrscheinlich kurzen) Moment, in dem sich die herrschenden Gruppierungen über den Kurs nicht so recht einig sind, nicht zu nutzen, das wäre schlicht unpolitisch. Dass die deutschen Atlantiker z. Z. schwer irritiert sind ist sichtbar. Ob und wie der Spalt zu verbreitern ist, das muss man testen und nicht denen, die es wenigstens versuchen wollen das Clinton-Etikett aufkleben.


Am 30. Mai 2017 schrieb Ronald Wol:

Die Rüstungslobby ist scheinbar unbesiegbar, weil konsequent rücksichtslos und international. Den Bürgern werden alte und neue Feinde suggeriert und die Mainsreammedien befeuern diese Kriegsideen. Da werden so mal nebenbei 700 Mio. für "notwendige" Panzer ausgegeben, weil die Bedrohungslage gewachsen wäre. Da geht einem der Hut hoch, vor allem. weil sich keine Proteste regen.. Der gewohnt brillante Beitrag fragt ja dann auch, wer die Feinde sein sollen. Als Nachtarbeiter höre ich viel D-Radio und D-Funk, immer wenn gegen Russland gehetzt wird schalte ich um. Fast jede Woche nimmt die Anzahl des Umschaltens zu.. Leicht zu erraten, wo es hingehen wird.
Der Vorwurf der Queerfront ist Quatsch.
Danke für den glasklaren Beitrag
Grüße aus dem Vogtland.


Am 30. Mai 2017 schrieb Karola Schramm:

Ja, was wäre wenn... die Politiker, Frauen und Männer, endlich aufhörten, "Räuber und Gendarm" zu spielen ? Wenn sie aufhörten, in jedem, der eine andere Meinung hat, gleich ein antidemokratisches Ungeheuer vermuten, welches radikal ausgelöscht werden muss ?
Feinde kann man sich machen. Immer schön provozieren bis einer die Nerven verliert. Das kennt man doch aus Kindergarten und Grundschule. Wurde jemals der Provokateur bestraft ? Nein - nie ! das wissen doch alle.
Und dieser neue Präsident da in den USA, wie heißt er noch ? Trump gesprochen erinnert er an Trampeltier. Also auf ihn mit viel Gebrüll, ruft die Kanzlerin mit ähnlichen Worten wie Anfang des Jahres, jetzt in Taormina, diesem wunderschönen Städtchen hoch auf dem Felsen in Sizilien. Ein Städtchen, welches Frieden und Freude ausstrahlt. Nichts davon eingeatmet. Vor Frieden und Freude schrecken diese politischen Knalltüten zurück wie der Teufel vor dem Weihwasser.

Trump kann sogar mehr sein als "die Chance für eine zumindest relative Eingenständigkeit der Deutschen." Er kann Merkels Politik widerstehen, er kann ihre Großmachtphantasien durchschauen und sie ausbremsen. Er kann, durch sein stoisches Beharren auf seine Politik auch der expandierenden EU und der Dauerkritik an den Exportüberschüssen Deutschlands dafür sorgen, dass die anderen EU Länder mutig werden und sich der deutschen Merkel-Diktatur=Austeritätspolitik, widersetzen.
Trump mag Merkel nicht. Das merkt man, das sieht man auf Fotos.
Trump ist ein Mann, der fragt, was jemand geleistet hat. Darum schätzt er Putin.
Was hat Merkel bisher geleistet ? Nichts. Vor ihrer Arbeit in der Politik ? Nichts. Jeder Mensch, der seine Familie heutzutage anständig durchbringt, leistet mehr, als Merkel je geleistet hat. Wäre sie mal Miss Germany oder Miss Welt gewesen, dann hätte Trump vielleicht Gefallen an ihr, denn sie hätte was geleistet - was für ihre Schönheit getan - aber so ? Nur Unglück über die EU-Länder gebracht, was keine Leistung sondern Unfähigkeit ist.

Trump mag sein wie er will. Er ist demokratisch gewählt. Er hat seine Haken und Ösen, ist schwer einzuschätzen, weil er sich nicht manipulieren lassen will. Das hat große Vorteile. Er zieht den Leuten die Masken vom Gesicht. Und wir sehen jetzt eine Kanzlerin, die sich anschickt diesen Präsidenten in der Welt schlecht zu machen, wie sie es mit Putin tat, mit der griechischen Bevölkerung - ja sogar mit den geflüchteten Menschen vor den westl. Kriegen, die sie selber rief und nun tausende in der Türkei in einem Ghetto festsitzen, was sie nicht müssten, wenn Merkel mit demokratischer Grundhaltung vorher mit ihren europäischen Kollegen geredet hätte.
Ja, ich setze auf Trump und damit auf eine ausgleichende Gerechtigkeit des Univerums, welches von Natur aus Frieden will.

Antwort von U. Gellermann:

Mit Verlaub: Die US-Wahlen sind – darin den unseren ähnlich nur offener – nicht demokratisch. Sie werden gekauft. Und wer wie Trump an der Rüstungs-Spirale dreht, der kann keine Hoffnung sein.


Am 30. Mai 2017 schrieb Hannes Niesslbeck:

Frau Merkel wendet sich wieder mal. Nach der Energiewende, der Flüchtlingswende (wenn auch verdeckt), wendet sie sich nun auch in der Außenpolitik. Wenn sie das genauso hinkriegt, wie die ersten beiden Wenden, dann macht mir das keine Angst.

Übrigens keine sehr schöne Metapher, die deutsch-amerikanische Freundschaft, die ja laut Merkel damals begonnen hat, als Kolumbus die Neue Welt entdeckte, als "Würgegriff" zu bezeichnen. Die USA würden uns doch niemals..., die US-Präsidenten lieben doch alle, oder etwa nicht?


Am 30. Mai 2017 schrieb Norbert Piechotta:

Ja - manchmal hilft nur zynisches verbales Schulterzucken, um den aktuellen korrupten Unsinn des MIMBK (Militärisch-Industrielle-Medien-Banken-Komplex) zu verkraften. - Letzlich geht alles Übel von dem faschistoiden Finanz/Banken/Zins/Zinseszins/FED/IWF/...System aus. NICHTS, GAR NICHTS wird sich ändern, wenn nicht endlich Alternativen - Richtung Prof. Hörmann - im wissenschaftlichen Bereich forciert werden ...


Am 30. Mai 2017 schrieb Mathias Hellbig:

Wenn ich ein Verschwörungstheoretiker wäre könnte ich auch folgendes sagen: Trump spielt absichtlich den Elefanten im Porzelladen, macht sich in Europa unbeliebt, dass das vereinte Europa jetzt noch schneller zu einem Multi-Kulti Europa ohne Kulturen dann leicht manipulierbar voran getrieben werden kann. Ich wurde vor Wochen noch ausgelacht als ich im Focus Kommentar schrieb, die Verluste von der AfD gehen auf das Konto von Trump und nicht auf jenes von Höcke. Trump verkörpert den Patriotismus genau so wie AfD, Le Pen, Wilders oder FPÖ. Das Trump so dümpelhaft auffällt, erschrechkt sogar viele national konservativ denkende Menschen. Diese Wechselwähler die die AfD hätte abstauben können und zum Teil bereits hatte , bleiben jetzt scheinbar doch lieber im CDU/CSU/FDP Lager weil dieser pöhse pöhse Trump Europas Wirtschaft zerstören will. Die AfD wird sich vorerst nur auf ihren harten Kern 10% verlassen können. Wenn Petry weiter ihr Unwesen treiben darf, dann vielleicht auch bald unter 5% wenn die Ossis vom patriotischen Flügel abspringen. Ich hoffe das die Verschwörungstheorie "Trump spielt ein falsches Spiel" nicht stimmt, denn dann haben wir Alle verloren. In wenigen Monaten sind wir schlauer. Ich habe ihnen Herr Gellermann vor einigen Monaten auch in einem Artikel widersprochen und sagte das nicht der Iran auf dem Plan steht sondern vorerst mal Nordkorea vorgeknöpt wird. Bei Trump muss man genau hin hören wie er mit den Wörter spielt. wenn er z.B.von schönen Waffen spricht, kann man davon ausgehen das er sich nur lustig macht. Der Iran hat sofort reagiert und sagte das SA jetzt gefüttert wird und später geschlachtet. Ich glaube über NKorea brauchen wir nicht mehr reden, dass ist noch eine Sache von höchstens wenigen Wochen.

Antwort von U. Gellermann:

Die Verluste der AfD gehen sie auf das Konto der AfD. - Schön, dass Sie die Agenda von Herrn Trump kennen. Angesichts seiner Forderung den NATO-Etat zu erhöhen kann ich nichts Lustiges an ihm finden.


Am 30. Mai 2017 schrieb Norbert Piechotta:

Ja - manchmal hilft nur zynisches verbales Schulterzucken, um den aktuellen korrupten Unsinn des MIMBK (Militärisch-Industrielle-Medien-Banken-Komplex) zu verkraften. - Letzlich geht alles Übel von den faschistoiden Finanz/Banken/Zins/Zinseszins/FED/IWF/...System aus. NICHTS, GAR NICHTS wird sich ändern, wenn nicht endlich Alternativen - Richtung Prof. Hörmann - im wissenschaftlichen Bereich forciert werden ...


Am 30. Mai 2017 schrieb Mathias Hellbig:

Oh, oh Herr Gellermann,

wie kann man sich nur so freuen das es jetzt weniger Rüstung gäbe wenn Trump aus dem Spiel ist.Im Gegenteil es wird noch mehr Rüstung geben. Mal abwarten was Macron und Merkel so alles veranstalten werden. Uns wird so manches noch um die Ohren fliegen. Ein Trump war für mich immer noch eine Hoffnung mit seinen deutschen Wurzeln. Macron wird für uns nichts übrig haben. Trump drückt er die Hand und bei uns wird er sie aufhalten. Mal drüber nachdenken wo Macron seine Karriere gemacht hat?

Antwort von U. Gellermann:

Weder denke noch schreibe ich, dass es mit Trump weniger Rüstung gäbe.


Am 30. Mai 2017 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Obwohl Atheistin bete ich doch jeden Tag, daß das Impeachment das Trump-Übel so schnell wie möglich beseitigen möge, und zwar bevor diese Lusche noch weitere Schäden anrichten kann.


Am 30. Mai 2017 schrieb joe bildstein:

"why we fight"
mehr ist dazu nicht zu sagen, oder zu schreiben...... es geht nur um Kohle u Marktanteile...

https://www.youtube.com/watch?v=1lMMPkni3yQ

wer glaubt wir sind die Kroenung der Schoepfung der muss im Vollrausch leben.

"Trump ist die Chance für eine zumindest relative Eigenständigkeit der Deutschen"

Als Anmerkung dazu nur das Zitat von Zbigniew Brzezinski
"Germans have the honour to be
tributable vasalls to the USA"

und daran wird sich auch in den naechsten 500 Jahren nichts aendern.....


Am 30. Mai 2017 schrieb Michael Schmidt:

Was hat der US-Elefant im Porzellan-Landen Europa eigentlich kaputt gemacht? Der Scherbenhaufen, den er dort angetroffen hat, liegt nicht in seiner Verantwortung. Europa hat sich selber gründlich zerlegt und arbeitet täglich weiter daran. Herr Trump ist somit eine willkommene Außenprojektion für das eigene innereuropäische Versagen.
Die relative Eigenständigkeit (Neudeutsch. Eigenverantwortung) "der Deutschen" sieht man in Syrien, Mali, Afganisthan, in den baltischen Staaten etc. und gerade das wirft Fragen auf, insbesondere zum Führungspersonal.


Am 29. Mai 2017 schrieb altes Fachbuch:

goodbye usa, weil trump DIE chance ist??

als zwangsbeigetretener bewohner der blühenden landschaften kann ich mich nicht einer gewissen genugtuung und des spottes entziehen, den mir der anblick auf diese welt und zeit bietet:)
endlich sind die besser-macher am ruder, regiert statt parteibuch die blanke kompetenz, werkelt die stasi in der produktion, sind die schwerter zu pflügen geworden, und herrscht demokratie statt altherrenrunden in parteihinterzimmern. die freiheit lässt uns alle zu brüder werden und in fairem wettbewerb zeigen unsere leistungsträger, wie marktorientiert und sozial für alle wirtschaften geht:)
ich bin sowas mit schenkelklopfen beschäftigt, dass mich weder das bip noch die 2 prozent was angehen können.

merkel will nun mit einem blub ihren kopf aus amerikanischen hinterteilen zerren?? es ist wahlkampf, dazu im bierzelt am himmelfahrt-wochenende, da kann sie auch mal vergessen haben, ihre dt. wirtschaftsbosse zu fragen.

und wie diese "scheidung" wieder inszeniert wurde: in der heimat der mafia treffen sich pseudo G's, die schlacht um die plätze bei gruppenbilder unvergesslich, das betroffene strammstehen bei der schelte - und der sagenhafte händedruck macrons. parallel das gemache mit dem verflossenen obama incl. kirchentag, promotion für dessen foundation und der dt. medienpreis!! wenn der galerist, klinkhammer und bräutigam nicht mal nominiert waren, dann ist das mit der leistungsgesellschaft wohl auch eine lüge??
inhalte bei diesen zusammenrottungen nebensächlich, melania hat die hand von dem trump(el) ausgeschlagen!!
was soll dann die merkel schon machen? putin einladen, dann hätte der sich jetzt macrons auftritt ersparen können:)

wird es eng auf dem planeten, und ist der dt. riese wieder zu spät erwacht?? die claims sind abgesteckt. die alten kolonialherren kümmern sich wieder um ihre reiche, die germany sich erst mal holen muss. bleibt wieder nur der weg nach osten, wo der viele raum ist?
ich stelle mir die welt vor, sollten die chinesen und andere tatsächlich alternativen zum panama- und suezkanal bauen!? dazu fliegt die eu wieder auseinander....

estland und auch griechenland zahlen schon immer diese 2 prozent?? was stellen wir uns da so an. armut gibt es in germany nicht, und geldverbrennen geht aus ökologischen gründen nicht (anders als bei den autos).

den trump haben ca. so viele menschen gewählt, wie es bei uns wahlberechtigte gibt. und die finden den immer noch gut;)

das goodbye ist gemache, das herrchen wird doch nicht die zügel loslassen;)


Am 29. Mai 2017 schrieb Lutz Jahoda:

PRIMAVERA SICILIANA
LEIDER VERSCHENKT

Donald Trump - taram-tam-tam -
gestaltete das Vorprogramm
rempelnd eisenhaltig.
Ätnas Eruptivgestein
hüllte sich in Wolken ein,
schämte sich gewaltig.

Die Menschheit fragt: Wer führt Regie
in dieser Slapstick-Family?
Etwa der blonde Dino?
Die NATO ist kein Kunstverein.
Wie wird wohl erst der Hauptfilm sein?
Leider echt! - Kein Kino!


Am 29. Mai 2017 schrieb Ernst Grobschmied:

wie immer.
Kann sich bei dem beschlossenen 2%-Rüstungs-Wachstum nur um ein klassisches und verbotenes Insichgeschäft handeln, deren Rechnung uns unsere gewählten Konzern-Vertreter aufs Auge drücken wollen.

Wir kennen das ja von der sogenannten Bankenrettung und dem ESM.
Vorstand der Bafin und EZB Jörg Assmussen empfielt 2007 erst den Banken und Landesbanken mit CDOs aufzurüsten, die Rechnung zahlt dann der Steuerzahler.
So blöde Bürger gibt es nur in Europa, die das zulassen.
Frage:
Könnte ein europäischer Generalstreik das BIP nicht um 2% senken, so dass die Bilanz Paranoia / Finanzierung wieder ausgeglichen ist ??


Am 29. Mai 2017 schrieb Michael Kohle:

@ Jürgen Heiducoff u.a.
"Diese Politik der Trump - Administration birgt die Chance, ja den Zwang für Deutschland und andere europäische Länder in sich, sich endlich aus dem Würgegriff der USA zu befreien."

Die letzten Tage waren hart, sehr hart. Jedenfalls für mich und mein Spatzenhirn. Erst der Massenviehauftrieb auf dem Reichsparteitag äh Kirchentagsgeländen, der Auftritt von allerlei Propheten dort, die Reinkarnationsfeier der „Deutschen Christen“, für eine bekennende Kirche gibt es schließlich längst keinen Anlass mehr. Der neue Slogan „du siehst mich“ eine gelungene Übersetzung des „Kommet alle her zu mir, ich will euch erquicken!“. Dann der Fassbieranstich (Ozapft iis) zu Brüssel anlässlich der Einweihung von minipax, Rumpelstilz mit seinen Babyhändchen setzte den Hahn gezielt auf den Spund, vom Donner gerührt die Umstehenden, leicht bis stark eingenässt. Schließlich die Festspiele im Amphittheater zu Taormina, jener Ort den wohl Schiller einst für die Schlussszene im Sinne hatte für jenes Gedicht, das mit „Zu Dionys dem Tyrannen schlich“ beginnen und mit „Gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte“ enden sollte. Nun, Schiller hatte Dionys nie besucht, sein Männerfreund Goethe jedoch, das war der, der das niedliche Örtchen aus dem Schneewittchenschlaf küsste und es fürderhin für den Tourismus bis heute öffnete. Goethe als Trendsetter, ob das den Wochenendgästen überhaupt eingängig war, wo sie gerade lustwandeln durften?

Wie famos diese Bühne gewählt worden war, dürfte wohl den meisten entgangen sein. Diese wunderschönen Bilder, die wir u.a. von Dr. Gniffke dargereicht bekamen, kündeten geradezu von dem Auftritt der Protagonisten nach der begeisternden Veranstaltung, das „da capo“ des Publikums muss überzeugend gewesen sein! Immer und immer wieder durften wir dieser Szene, die wohl auch der Sizilianische Tourismusverband - allein wegen des Ausblicks durchs Theatergemäuer - kräftig gesponsert hatte, gewahr werden. Voller Eintracht und Zuneigung standen die Götter in einer Linie zusammen. Nur das gemeinsame Arme-Hochreißen wurde unterlassen. Alles in Butter, oder was?

Schon beim ersten Anblick, ein seltsames Magendrücken nebst Bauchgrimmen. Gab es doch in solcherlei antiken Theatern auch das Auftreten der Erinnyen. Erinnyen? Das waren jene Figuren, die ein Aischylos in seinen Werken als Problemlöser einband, als die Rasenden, die Megären, die Furien und Rachegöttinen und manches ähnlich Bedrohliche. Sowas wie Gniffkes gab es damals auch schon. Lange ging es nicht und die Erinnyen waren für?s cora publico als Eumeniden - die Wohlmeinenden - beschwichtigend umbenannt damals.

Passt dann doch, irgendwie. Denn nur Stunden später offenbarte sich, zu was die Aufführung hatte - zumindest unter Anderem - dienen sollen. Die tollen Werte der Wertegemeinschaft, auf einen Schlag freihändig zerstoben. Die Wertegemeinschaft? Wie, wo, was? Die Freundschaft, gar der Musketierschwur „Einer für alle“ zerronnen. Warum? Nur weil der Freund unflätigerweise des Schwurs zweiten Teil „Alle für Einen“ eingefordert, eingeklagt hatte. So jedenfalls klang es, als unser Damon, mit dem Dolch im Gewande bzw. im roten Blazer mit drei Knöpfen, zurückgekehrt war. Noch nicht gleich auf dem Flugfeld, aber kurz danach auf dem eigens eingesetzten Aschermittwochtreffen der CSU. So ungefähr muss es geklungen habe, die Verabreichung eines Fehdehandschuhes, die Rache für die erlittene Demütigung, die Aufkündigung der Freundschaft - wenn auch nur ein Stück weit. Und der Pöbel im Saale tobte, trommelte mit den Füssen. Würg ihn Emil, riefen mal wieder die Ameisen ihrem Helden im Nacken des Elefanten zu. Selbst Horst brach fast in Tränen der Freude aus. Das er das noch erleben darf.

Diese Szene im Bierzelt vom frischgeschminkten Medusenhaupt, die rasenden Worte der Schlangengekrönten dem niederträchtigen Ex-Freund overseas entgegen geschleudert, ich weiß nicht, wie oft dieser Wortfetzen uns zugeführt wurde. Dass uns Gniffke den Schlusssatz „Ich erkläre den Wahlkampf 2017 endgültig für eröffnet?“ erspart hat, ist nicht verwunderlich. Diese Top-Nachricht des Tages sollte wohl auch als Trailer, als Werbespot für das spätere Gottesgericht im Ersten bei Anne Will dienen. Dort ging dann ja erst so richtig die Post ab zum Thema „Größte Kopfwende aller Zeiten“. Alles nur eine konzertierte Aktion? Was denn sonst. Das was unser Mitgalerist Jürgen H. hier einforderte, sich eines Würgegriffs zu entledigen nämlich, gab es bereits gestern Abend in mehr oder weniger heftiger Ausprägung auch vom als Alt-Soze kaum mehr zu erkennenden Klaus von Dohnanyi zu hören. Wollte wohl einen auf Schulz-Effekt 2.0 machen. Nix da, dumm gelaufen! Merkels Macron - ein gewisser Röttgen - schüttelte über solcherlei Unfug gar heftigst mit dem Kopf um gleich darauf das gleiche bis kurz vorher Unfassliche als löbliches Schlusswort von sich zu geben. Das von Norbert R. zwischen den Zeilen mitgelieferte Verfallsdatum - 24. September 2017, Natozeit 1800 MEZ - wurde nicht zur Kenntnis genommen. Da war sie hin, die einzige, die letzte Chance für eine erfolgreiche Kampa im Willy-Brandt-Haus. Nun gut, im September 2021 : neues Spiel, neues Glück!

P.S.
Passte nicht zum Thema, darf aber keinesfalls unerwähnt bleiben. Beim Volksgerichtshof 2.0 gestern Abend im Ersten saß ja auch der Experte für angewandten Amerikanismus und Anti-Antisemitismus, Herr Professor Wolfssohn. Er konnte es sich einfach nicht verkneifen, uns einen gehörig überzubraten. Wir sind an allem schuld, auch wir hier von der Gellermann-Bewegung.
O-Ton Wolfssohn: Trump ist die Quittung für primitiven Anti-Amerikanismus! Gellermann schreiben sie sich das gefälligst hinter die Ohren.

P.P.S.
Nicht, dass hinterher wieder einer kommt und von nichts keine Ahnung gehabt haben will. Zur gefl. Kenntnisnahme: in der Gemeinschaft für angewandte Menschenwürde und -rechte wurde soeben das Menschenopfer wieder eingeführt. Damit der Rat der Ältesten und Weisen im Siebenerrund keinesfalls gestört würde, musste leider eine Kontinentalsperre rund um die Veranstaltungsinsel ausgerufen werden. Jegliche Möglichkeit der Bootslände in Jachthäfen wurde unterbunden. Insbesondere die Libyen-Regatta litt stark unter dieser Maßnahme. Die zu verzeichnenden Kollateralschäden waren es aber wert, wie wir ja von weiter oben wissen.


Am 29. Mai 2017 schrieb Mark Tempe:

"Wir Europäer haben unser Schicksal selber in der Hand" (Merkel)
und "Donald Trumps jüngste Forderung an die NATO-Verbündeten, sie sollten doch deutlich mehr zahlen als bisher..."
Erstens: Europa hatte sein Schicksal sehr oft selber in der Hand.
Was ist dabei `rausgekommen?
Zweitens: Trump fordert....!
Jeder amerikanische Präsident hat bisher "Irgendwas" gefordert.
Nutzen bei Erfüllung?- keine Ahnung und wohl nicht zu definieren.
Es gibt viele Menschen auf der Welt, die einem hilflosen Säugling den Schnuller aus dem Mund stehlen würden, wenn es ihnen einen Nutzen brächte. Das ist schlimm, sehr schlimm.
Aber es geht noch schlimmer, und dieses "Schlimmer" hat einen Namen.
Besagter würde das nämlich auch dann tun, wenn er keinen Nutzen davon hätte, einfach so, weil ihm gerade danach ist. Wer das sein könnte?
Dreimal dürft Ihr raten.
Ja, die EU, auch ohne Britannien, könnte unter gewissen Umständen tatsächlich sehr gut beraten sein, ihre militärische Verteidigungsfähigkeit auf allen Gebieten drastisch zu erhöhen.
Der mögliche Feind allerdings wäre dann wohl doch ein ganz Anderer als Viele heute noch glauben oder glauben wollen.

Antwort von U. Gellermann:

Fragen Sie mal die Vietnamesen oder Latinos, wie das so ist wenn die USA was in die Hand nehmen.


Am 29. Mai 2017 schrieb Carsten Hanke:

Trump und Co. in Europa bzw. in der gesamten Nato geben mit ihrer Hochrüstungspolitik doch nur das "politische Vermächtnis" zurück, welches sie im Auftrag ihrer Sponsoren der gesamten Rüstungslobby - gesamte militärische Komplex als Wahlkampfunterstützung seit Jahren erhalten haben. Diese Politik erzielt aber keine Profite sondern nur dann, wenn dieses Kriegsmaterial zum Einsatz kommt und deshalb muss man befürchten, dass neue Kriege inszeniert werden. Erste Anzeichen dafür bestehen bereits, wenn man die amerikanische Provokationen im chinesischen Raum bei den dortigen Inseln sieht oder um Nordkorea. Aber auch in Europa mit dem gespannten Verhältnis zwischen der Türkei und Griechenland, wo gleich zwei Nato-Länder sich gegenüberstehen reicht ein Funke um die Situation eskalieren zu lassen.
Selbst wenn jetzt einige Politiker die Gefahr erkennen und die Umsetzung ihre Eigeninteressen in Gefahr sehen, bedarf es doch den massiven Aufschrei der Bevölkerung in aller Welt. Besonders in Deutschland und Europa bedarf es den massiven Widerstand gegen diese Kriegspolitik. Es ist höchste Zeit zum aktiven handeln!!! Das wäre übrigens ein wichtiges Thema für den Bundestagswahlkampf, der zudem ständig auf der Agenda stehen muss!!!
Wacht endlich auf und handelt, denn Sprechblasen verpuffen, Taten und Aktionen sind gefragt.


Am 29. Mai 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ R. Bachmeier
Gellermann und Querfront in Zusammenhang bringen zu wollen ist kühn, kühner und nochmals kühn.
Sie sind aber ein "Bröcksken" sagt man am Niederrhein, wenn wenig argumentatives kommt, wie von ihnen gelesen.
Nationalismus ist anders zu verstehen, und auch zu bewerten, als die Nation, besonders nach der deutschen jüngeren Geschichte.
Differenzierung, ist das Zauberwort.


Am 29. Mai 2017 schrieb MATTHIAS BRENDEL:

Wir sind heute schon viel stärker, als Amerika, ho, ho, ho!
Wenn wir, anstatt Diesel Autos zu produzieren, nur noch "Anti-Isis-Panzer" herstellen würden, sähe die Waffenlage schon deutlich anders aus.
Griechenland kann davon erzählen:
Denen haben wir so viele Leopard Panzer verkauft, dass sie auf ewig pleite sein werden.
Dafür haben sie aber eine anständige Verteidigung, durch eben diese deutschen Panzer.
Nur so kann Zukunft Europas aussehen:
Eine NATO unter deutscher Führung muss her.

Robust und abwehrbereit, bereit auch jederzeit überall Verantwortung zu übernehmen und niemals pop(o)ulistisch zu denken.
Heute gehört uns Monsanto und morgen ......


Am 29. Mai 2017 schrieb Lisa Stegner:

So geht Journalismus: Packend in der Sprache, klar in der Aussage, und bestens recherchiert! Danke.


Am 29. Mai 2017 schrieb Rainer Bachmeier:

Jetzt auch Gellermann in der Querfront: "Von den National-Konservativen bis zu echten Linken reicht der Ekel vor einem wildgewordenen US-Elefanten, der bisher keinen Porzellan-Laden ausgelassen hat. Trump ist die Chance für eine zumindest relative Eigenständigkeit der Deutschen." So schleicht der Nationalismus durch die Hintertür und hat sich auch noch links verkleidet.

Antwort von U. Gellermann:

Was wäre denn dann der Internationalismus? Mit Trump Händchen halten?


Am 29. Mai 2017 schrieb Andreas Schell:

Fachliche Anmerkung noch: es sind nicht zwei Prozent mehr, es sind zwei Prozent der gesamt-Wirtschaftsleistung, des BIP, aufgerufen. Das ist nur der größtmögliche Betrag, damit der Anteil klein aussieht. Politiker haben auf das BIP ansonsten keinen Einfluss. In Deutschland wären das über 70 Milliarden. Heute sind es 37 Mrd für das Bundesministerium für Verteidigung inclusive "ziviler" Positionen wie Unterbringung und Sozialleistungen für die Leistungsträger, falls die überleben.

Wir reden nicht über zwei Prozent, sondern über eine Verdoppelung des Verteidigungsetats, zumindest ein Drittel mehr, je nach dem wie die Zahlen interpretiert werden! Viel Rüstung bringt eben schon immer viel Frieden, gell?



Am 29. Mai 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Wie man so sagt. "Kurz, knackig, und inhaltsschwer, auf den Punkt gebracht.
Vielen Dank, und weitere, gute Genesungswünsche.
"Wir Europäer haben unser Schicksal selber in der Hand," sagt Merkel.
Das wird ein Treppenwitz in der Geschichte werden. Deutschland zipfelt am Rockzipfel des großen Bruders, und man sieht Merkel die Enttäuschung an, dass alles was Deutschland unkritisch, unterwürfig, mit den Scheuklappen vor den Augen mitgemacht hat, wie eine Seifenblase zerplatzt ist, seit es den unberechenbaren Präsidenten gibt. Sie hat sicherlich mit ewigem Dank gerechnet, in dieser blutigen, dreckigen, und auf Lügen und Kriegen basierten Verbindung. Nichts von alledem. Deutschland und selbständig ? Das würde einiges voraussetzen, was der deutschen Politik, dem Michel nicht gegeben ist. Herdenlaufen ist die Devise.
Nicht Deutschland muss sein Schicksal in die Hand nehmen; Europa soll es richten, hat sie gesagt. Verantwortung dem Volk gegenüber gleich null.
Trump spiegelt die Widerwärtigkeit, die Verkommenheit, den Tanz ums goldene Kalb, und die Rücksichtslosigkeit der amerikanischen Politik wieder.
Den USA, dem Kriegstreiber Nr. 1 der Welt wurden nie ernstzunehmende Grenzen gesetzt, und sie sind immer noch dabei, sich die Welt unterzuordnen, und die sogenannte freie Welt hat mitgemacht, weil die Verlockung vom dicken Kuchen etwas abzubekommen, einfach zu groß gewesen ist, und dafür wurden die immer wieder aus der Krümelkiste herausgeholten Werte, die denen eh keiner abnimmt, in die Tonne gehauen. Nun stehen sie vor den Scherben dessen, was sie mit verursacht haben, und Merkel hat gute Chancen im September die Republik in den ewigen Schlaf zu befördern. Dieser üble Kerl in den USA geht mit der Knarre los, und benutzt sie, weil er wirklich davon ausgeht, dass das recht des Stärkeren die Grundlage seines Handelns sein muss. Von Kooperation, von der Selbstbestimmung der Völker, von Solidarität, von Miteinander hat dieser Präsident noch nie etwas gehört, und Menschen zählen nicht, außer sie vermehren den Reichtum einiger Weniger. Mit der Herde ist es allerdings so; dass, die hinterherlaufen in die Scheiße derjenigen treten, die vorlaufen.
1933-45 ist noch lange nicht aufgearbeitet, und immer mehr bringt die Sonne es an den Tag, und mit Politikern, wie Merkel, die Pickelhaube, Göring, oder der kleine Röttgen, der von Mutti ab und an mit einem neuen Dreirad beglückt wird, in der Weise, sich zu großen politischen Fragen der Außenpolitik zu äußern, besonders wenn es gegen die russische Föderation geht, kein Staat zu machen. -
"Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht."
Heinrich Heine


Am 29. Mai 2017 schrieb G. Pietrzak:

Wie sie kreischen, diffamieren, Merkel ruft zu mehr „Selbstständigkeit“ auf, na gucke, was ist denn los?

Es wird chaotischer, ein 4. Reich will in Europa auch keiner…was für eine verlogene Bande!

(und deshalb hoffte ich auf Trump…, entweder“ impeachen“ sie ihn oder er wird beseitigt)

Antwort von U. Gellermann:

Wer auf Trump hoff, der hofft auf die Rüstungs-Industrie.


Am 29. Mai 2017 schrieb Andreas Schell:

Ein NATO-Austritt wäre momentan schon fast mehrheitsfähig. Die beiden militärisch größten Bündnispartner, USA und die Türkei, werden (sogar laut Mainstream-Presse!) von nationalistischen, außenpolitisch vollkommen unberechenbaren, gefährlich blöden Despoten regiert. An Frieden und Sicherheit arbeiten, so steht es in Bild und Spiegel, weder Trump noch Erdogan. Die beiden lösen glatt morgen einen Bündnisfall aus - das sollen sie alleine machen!

In den Medien könnte man nach NATO-Austritt neue Feindbilder kreieren: die USA! Die Türken! Die Russen sowieso! Alle bedrohen uns, und retten kann uns nur eine leistungsfähige Raketenabwehr, eine neu zu beschaffende Armada von Drohnen und Munition bis zum Arsch! Militär ist alternativlos, für den Frieden muss geballert werden! Das klappt in Film und Fernsehen ja auch immer! Exportiert in alle Welt wird zukünftig in etwas härterer Konkurrenz zu anderen Mitbewerbern, aber das macht nichts. Schon die Führer der Saudis und die Kataris brauchen, so lange das Öl noch sprudelt, so viel Verbrauchsmaterial für ihre fragwürdigen Freizeitbeschäftigungen, dass es für alle reichen sollte. Also: Auftrag erteilt, auch wenn die immer abgefahreneren Stories bald überhaupt keiner mehr glaubt.

Der Steuerzahler, also die Leute, die Steuern zahlen, bezahlen die Aufrüstung. Die wichtigsten Steuereinnahmen kommen aus Mehrwertsteuer und Lohnsteuer, die zahlen alle Nutztiere mit dem dreifachen negativ-Attribut "abhängig beschäftigter Verbraucher". Messlatte ist das BIP. Das machen die Konzerne und die Banken. Auf Kapitaleinkünfte sind übrigens wenig Steuer und überhaupt keine Sozialabgaben zu entrichten. Die Vermögenssteuer hat Kohl 1997 abgeschafft. Zwei Prozent vom BIP sind ca. zwanzig Prozent des Bundeshaushalts. Unsere Steuern werden also in unerträglichem Maß für Waffen re-investiert, während schon heute mancher Rentner weder aus noch ein weiß (Aussicht: das wird sicher schlimmer) und die Bildung vor die Hunde geht. Aber nein, die Deutschen gehen nicht auf die Straße. Kommt ja schließlich auch gerade was Gutes im Fernsehen: ein Actionfilm, in dem das Böse mit tollen Waffen getötet wird, und dann ist alles wieder gut.

Die militärische Sicherheit muss es uns eben wert sein.


Am 29. Mai 2017 schrieb Jürgen Heiducoff:

Eine noch chaotischere und unqualifiziertere Politik als die Donald Trumps ist kaum vorstellbar. Den NATO ? Staaten schreibt er vor, dass sie ihr Militärbudget zu erhöhen haben ? ein Eingriff in die Haushaltspolitik anderer Staaten und damit in deren Souveränität. Eine Strategie, wozu und gegen wen diese Unmengen an Finanzmitteln für Rüstung verwendet werden sollen, bleibt er der Welt schuldig.
Vielleicht hat er noch keine Strategie? Doch es existiert eine: bei den Eliten im Hintergrund, die er möglicherweise selbst noch nicht kennt.
Unwichtig: denn mit der Forderung mehr Geld für Rüstung auszugeben, bedient er die Interessen der internationalen Rüstungskonzerne. Denen ist es letztlich egal, wofür, wogegen und wo überhaupt die Waffen gebraucht werden. Wichtig ist, dass deren Verkauf und Einsatz neue Aufträge und damit neue Profite folgen.
Diese Politik der Trump - Administration birgt die Chance, ja den Zwang für Deutschland und andere europäische Länder in sich, sich endlich aus dem Würgegriff der USA zu befreien. Es ist höchste Zeit, dass sich unser Land auf seine eigenen Interessen besinnt! Und zwar auf die des deutschen Volkes und nicht auf die der international verstrickten Rüstungsmonopole mit Firmensitz in Deutschland.
Übertrüge man die Brüsseler Schelte Trumps gegen die EU und besonders gegen Deutschland auf normale zwischenmenschliche Beziehungen, sollte man erwarten, dass sich die Bundesregierung jetzt auf ihre eigenen Werte und ihren eigenen Stolz stützend endlich zur Wehr setzen sollte. Aber vielleicht ist es dafür nach jahrzehntelanger Unterordnung unter die Interessen der Vereinigten Staaten bereits zu spät.
Sollte einem Präsidenten der USA, der hochwertige deutsche Waren auf seinem Markt ebenso wie den Exportüberschuss Deutschlands nicht mag, gezeigt werden, dass es anderenorts weitaus ergiebigere Märkte gibt, etwa im Osten unseres europäisch-asiatischen Kontinents?
Das von seriösen Handelsexperten längst als ineffizient betrachtete Embargo gegen Russland sollte nun sein Ende finden. Die deutsch-russischen Beziehungen sind endlich auf Augenhöhe und nach den Prinzipien der gegenseitigen Achtung zu gestalten. Und erst recht ist ein Ende der militärischen Abschreckung gegen Russland und deren Ersatz durch Kooperation geboten. Dies alles im Interesse eines stabilen und starken Europa! Und dazu gehört Russland!

Dran bleiben...

Schlagzeilen

Wenn Sie sich für die Artikel der Rationalgalerie interessieren und immer erfahren wollen, wenn es Neuigkeiten gibt, können Sie unseren RSS-Feed abonnieren:
RSS-Feed abonnieren

Kürzlich...

20. Mai 2019

DIEM25: Nutze den Tag, Rette die Welt

Glaubensbekenntnisse zur EU-Wahl mit Yanis Varoufakis Von inserem Mann in Athen für die RATIONALGALERIE
Artikel lesen

20. Mai 2019

Übergroße Koalition für Apartheid

Von AfD bis Linkspartei gegen die Israel-Boykott-Kampagne
Artikel lesen

15. Mai 2019

Tagesschau kann nicht Frieden

Tag der Befreiung ist in der ARD nicht vorgesehen
Artikel lesen

13. Mai 2019

Junge Welt gegen Wagenknecht

Ein Dialog zwischen Mellenthin und Gellermann
Artikel lesen

13. Mai 2019

USA treiben IRAN in den Krieg

Deutsche Regierung bildet saudische Offiziere aus
Artikel lesen

PDF dieses Artikels

Diesen Artikel herunterladen

Wenn Sie möchten, können Sie sich diesen Artikel auch als PDF-Datei herunterladen:
PDF-Datei laden

Artikel kommentieren

Brillant? Schwachsinn? Mehr davon?

Sagen Sie uns Ihre Meinung! Wir überprüfen Leserbriefe, bevor wir sie online stellen – nicht um sie zu zensieren, sondern um unsere Leser vor SPAM und Werbung zu bewahren. Über Kritik freuen wir uns!
Kommentar verfassen

Spenden für Medienvielfalt

Die Autoren dieser Seite verwenden viel Zeit und Sorgfalt bei der Recherche und beim Schreiben der Artikel. Wenn Sie die Rationalgalerie in ihrem Bestreben, zur Vielfalt unserer Medienlandschaft beizutragen, unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende. Jeder Beitrag hilft uns weiter: