Endlich Waffen für die Ukraine!

Das deutsche Internet von Moskau gesteuert

Autor: U. Gellermann
Datum: 11. Februar 2015

Es braust ein Ruf wie Donnerhall durch die Medien: Der Westen sollte doch - zumindest wenn die nächsten Verhandlungen scheitern - endlich Waffen für die Ukraine liefern. Experten sind zu hören, die laut darüber nachdenken, welche Waffen in welchen Mengen denn zu liefern wären. Auch was man sich das kosten lassen soll und kann wird erörtert. Doch redet keiner über die ukrainische Armee. Dass schon im Irak-Krieg - brav an der Seite der siegreichen USA - 1.650 ukrainische Soldaten bei der militärischen Missionierung der Irakis geholfen haben, will niemand erinnern. Auch der Eisatz der "95. luftbeweglichen ukrainischen Brigade" im Kosovo spielt in der aktuellen Kriegsdiskussion keine Rolle. Jemand könnte auf die Idee kommen, dass die Kiewer Regierung eigentlich über erfahrene Truppen verfügt.

Auch an militärischem Gerät mangelt es der ukrainischen Armee nicht: Jede Menge Kampfpanzer - darunter der T-84, eine eigene ukrainische Weiterentwicklung des sowjetischen T-80 - stehen zur Verfügung. Das Mehrfachraketenwerfersystem BM-21 ist einsatzfähig, mit den Selbstfahrlafetten 2S3 und 2S5 Giazint stehen prima Panzerhaubitzen zur Verfügung, deren Geschossspuren an den Häusern in der Ost-Ukraine und den dort ermordeten Zivilisten gut zu erkennen sind. Die im Zusammenhang mit dem Flug MH 17 der Malaysia-Airlines berüchtigten 9K40 BUK-M2 Boden-Luft-Raketen sind in ausreichender Zahl vorhanden und die ukrainische Luftwaffe verfügt sogar mit der Tu-160 über das größte Kampfflugzeug der Welt. Außer den internationalen Waffenschiebern würde keiner sagen müssen, der Kiewer Armee mangele es an Waffen. Also geht es all denen, die nach mehr Waffen für die Ukraine rufen entweder darum, die Russen zu provozieren, oder darum mit den Waffen auch Instrukteure, also Truppen in die Ukraine zu senden oder um beides.

Eine weitere tödliche Lücke im Kampf gegen die Russen stellen deutsche Medien gern im "Kampf um die Deutungshoheit" fest. Angela Merkel ging so gar so weit: "Wir müssen uns damit auseinandersetzen, mit Missinformationen, Infiltrierung und Verunsicherung." Und wer jetzt gedacht, sie könnte die unsägliche Einheitsfront deutscher Medien in der Ukraine-Kriegsberichterstattung meinen, der irrt. Gemeint waren zum einen russische Medien in Deutschland. Wer dann aber den einzig relevanten deutschsprachigen TV-Sender mit russischen Wurzeln - RT Deutsch - im "Quotenmeter" der gleichnamigen Website sucht, der wird den Sender nicht einmal gelistet finden. Dass seine Nahe-Null-Quote wesentlichen Einfluss auf die deutsche Öffentlichkeit haben sollte, ist eine Behauptung aus dem Reich der Propaganda.

Zum anderen aber, so klärt uns die FAZ auf, ist "Eine ganze Armada Blogger und Websites damit beschäftigt, Moskaus Sicht der Dinge in die Welt zu tragen." Das zielt auf den Feind im Inneren. Auf jene Rest-Vernunft im Netz, die sich einem Krieg in Europa entgegenstemmt. Es wird der Eindruck erweckt, dass Sites wie die "NACHDENKSEITEN, "german-foreign-policy" oder die RATIONALGALERIE aus Putins Portokasse finanziert werden. Nachts empfangen sie wahrscheinlich Anweisungen über russische Kuriere, tags erhalten sie jede Menge Wodka gratis. - Dass Medienkonsumenten die gleichförmige deutsche Mehrheitsmeinungslandschaft einfach satt haben, dass sie nach Alternativen suchen und sie auch finden, das versteht der deutsche Durchschnittsredakteur einfach nicht. Und so denkt er denn offenkundig auch, die Umfragen in denen deutsche Medienkonsumenten dem Mainstream beharrlich das Misstrauen aussprechen seien von GAZPROM hergestellt worden.

Für das Waffen-in-die-Ukraine-Szenario fehlt bisher der Ruf nach atomarer Gleichstellung der Ukraine. Denn tatsächlich verfügt Russland über A-Waffen und die Ukraine nicht. Und wenn Senator McCain diese Sicherheitslücke nicht bald öffentlich beklagt, dann werden sich sicher die Schreibtisch-Generale Josef Joffe von der ZEIT oder Stefan Kornelius, bei der SÜDDEUTSCHEN beamtet, mit der Forderung nach atomarer Aufrüstung der Ukraine melden. Dann allerdings sollte jeder der kann das Weite suchen: Der radioaktive Fallout einer Atombombe kann sich über einige tausend Quadratkilometer große Gebiete verteilen.

Der Wettbewerb der BERLINALE hat begonnen.
Es kann deshalb zu Verzögerungen der Leserpost kommen.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 15. Februar 2015 schrieb T Meyr:

Danke Herr Zimmermann fürdie berechtigte Frage. Ich habe hier auch noch einen Link http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/42769

Antwort von U. Gellermann:

Wie üblich bei T Meyer hat seine Zuschrift nichts mit dem Artikel zu tun. Wer den Link anklickt erreicht einen sprachlich und inhaltlichen schwachen SZ-Artikel von Axel Hacke. Der Autor ist mit u. a. mit dem flauen Scherz-Buch "Der weiße Neger Wumbaba" bekannt geworden.


Am 14. Februar 2015 schrieb curti curti:

@ André Burguete

Und weiterführend diese für Rußland (jedenfalls im Sinne des politisch und medialen mainstream):

http://www.hintergrund.de/201502133426/politik/welt/der-raeuberbaron.html

P.S. Das psycholgische Profil von Thaci und Yaz dürfte ziemlich deckungsgleich sein. Auch Chodorkowski hat sich hier im Westen schnell als das gezeigt was er wirklich ist, also nix devote Nummer aus Berlin. Die Strippenzieher wissen genau, wer funktionell geeignet ist. Kein Wunder wenn man aus dem "gleichen Holz" geschnitzt ist und wie gut das es Deppen wie z.B. die Beck gibt. Slava Psychopath!


Am 13. Februar 2015 schrieb André Burguete:

Blaupause für die Westukraine:

http://principiis-obsta.blogspot.de/2012/04/der-mafia-staat-kosovo-und-das-camp.html


Am 13. Februar 2015 schrieb Pat Hall:

Die Fragestellung des Herrn L .Zimmermann an sich grenzt schon an Frivolität!
Die ganze Welt weiß was in der Ukraine passiert und wie der Umsturz zustande kam.

Vielleicht ist diese Person ja auch im Auftrag der Bundeswehr im Einsatz um sich in den Social-Medias einzumischen. Das hat die Bundeswehr jedenfalls auf ihren Spionagezettel.


Ich möchte mich daher den Wünschen von @Andre Burguete anschließen,und Dank an U.G. für seine besonnene Antwort.


Am 12. Februar 2015 schrieb Andre Burguete:

Meinen Respekt für die Geduld, die Sie Herrn Zimmermann gegenüber an den Tag legen. Das ist bei Weitem nützlicher, als das in vielen Blogs leider übliche, bloße Abbügeln Andersdenkender bzw. schlechter Informierter. Ich hoffe, Herr Zimmermann weiß Ihre Freundlichkeit zu schätzen und überdenkt seine Einwände. Eine wirkliche Demokratie wird ohne unabhängige Presse und ein intelligenteres Finanzsystem auch weiterhin nur Illusion bleiben. Seiten wie Ihre werden die Informationslandschaft langsam, aber nachhaltig verändern. Verlieren Sie nicht den Mut.


Am 12. Februar 2015 schrieb Luis Zimmermann:

Sie scheinen ja alles über die Ukraine zu wissen, bis hin zur Bewaffnung der Armee. Aber über den Dirigenten dieses Krieges, Herrn Putin, verlieren Sie kein Wort. Trauen Sie sich nicht oder haben Sie für Putin volles Verständnis?

Antwort von U. Gellermann:

Den Ukraine-Krieg dirigieren die USA:

1.
Die USA haben ihr Militärbündnis fast bis an die russische Grenze geschoben.
2.
Sie haben einen Regime-Change finanziert, mit dem die auf Russland orientierte Oligarchen-Gruppe gegen die auf auf den Westen orientierte ausgewechselt wurde.
3.
Die Neuen in Kiew haben den Russisch sprechenden Teil der Ukraine mit der Abschaffung des Russischen als Amtssprache provoziert.
4.
Als die Menschen in der Ost-Ukraine dagegen friedlich protestierten, wurden ihre Demonstrationen verboten und ihre Sprecher verhaftet.
5.
Begleitet wurden die Kiewer Repression gegen Leute, die nicht anderes wollten als die Katalanen oder Wallonen, von Drohungen à la Timoschenko: Atombomben auf Russischsprachige zu werfen, dem Massaker in Odessa und der Mobilisierung faschistischer Freischärler.
6.
Der Illegalisierung des Referendums für einen Autonomiestatus in den östlichen Bezirken folgte die Einordnung der Vertreter Ost-Ukrainischer Interessen durch Kiew als "Terroristen".
7.
Dass sich die Ostukrainer gegen den Feldzug der Kiewer Regierung ab einem bestimmten Moment mit Waffen wehrten scheint mir nur logisch.
8.
Der Beschuss ostukrainischer Wohnhäuser und anderer ziviler Einrichtungen durch Regierungstruppen hat den beginnenden Bürgerkrieg weiter verschärft.

Bis zum Punkt 8. kann ich keine wie auch immer geartete Rolle Putins feststellen.


Am 12. Februar 2015 schrieb André Burguete:

@ Volker Rudolph

fein durchschaut!

Da es vollkommen unwahrscheinlich ist, dass Generalissimus Poroschenko irgendwelche militärischen Entschlüsse ohne vorherige Konsultation seiner englischsprachigen Berater fasst, liegt folgende Deutung seiner scheinbar hirnlosen Einsatzbefehle und des sinnlosen Sterbens von Ukrainern auf beiden Seiten nahe:

Plan A (gescheitert): Krim wird ein zweites Camp Bondsteel

Plan B (in Arbeit): nach dem Grundsatz "besser die halbe Ukraine ganz als die ganze Ukraine halb" eine Föderation ablehnen, die Abtrünnigen durch Militärgewalt zum bewaffneten Aufstand reizen und dadurch unüberbrückbare Gräben menschlichen Leids schaffen. Von Russland vorgeschlagene Erhaltung der Ukraine als Staat mit föderativer Struktur in Minsk für unannehmbar erklären und damit weiter militärische Einsätze Kiews für einen vorgeblich angestrebten "Endsieg" rechtfertigen. In diesem Zuge: verheizen problematische Bataillone (Asow etc.) und - angesichts einer drohenden Niederlage
durch die Separatisten - Rechtfertigung vom westlicher Militärhilfe. Daraufhin offene russische Intervention im Donbass und - im besten Fall - Aufteilung der Ukraine in zwei Staaten. Ostukraine bindet sich wirtschaftlich
und militärisch eng an Russland, die Westukraine wir zum zweiten Kosovo.
Plan C wäre der dritte Weltkrieg, den nur ganz kranke Hirne ausbrüten können. Ich bin zwar gegen Lobotomie, aber in diesem Fall...


Am 12. Februar 2015 schrieb Ernst Grobschmied:


Haben wir doch etwas Verständnis für unsere Kriegstreiber in Wort und Tat.



Wie anders sollten sie denn ihren widersprüchlichen Konflikt lösen ohne ihr `Gesicht zu verlieren´, einst aus Geldgeilheit, Macht-, und geostrategischen Gründen, den Putsch gegen die rechtmäßige Ukraine-Regierung mit `Geld aus dem Nichts´ (Mindestreserve 1%) finanziert und gefördert zu haben (Nuland - Konrad-Adenauer-Stiftung...)?


Selbst alles militärisch-mörderische Anstürmen gegen die eigene, Ost-Ukrainische Bevölkerung führt nur zu `Nichteinsichtigkeit´ der Russisch sprechenden Bevölkerung. Es will einfach nicht in deren Köpfe rein, dass man sie nicht mehr will. Sie sollen doch gefälligst verschwinden. 
So ist natürlich vorauszusehen, dass auch die aktuellen Friedensbemühungen scheitern werden und nur Alibi sind, um anschließende Kriege zu rechtfertigen.



Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Denn auch der Homo Oeconomicus, der sich als Krönung der Menschwerdung in der Marktgerechten Demokratie des Rest-Staates etabliert hat, kann noch etwas von unseren direkten Vorfahren lernen.



ANTI-ZYKLISCH HANDELN. Konfliktlösungsstrategien sind gefragt und den Herren Kriegstreibern schmackhaft zu machen. 
Bonobos zeigen wie es geht, MACH LIEBE STATT KRIEG. 
http://www.scinexx.mobi/dossier-detail-91-11.html



Vielleicht ein Riesenmarkt Pfizer. 
Lasst VIAGRA vom Himmel regnen, dann erleben wir auch noch das nächste Jahrzehnt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sildenafil


Am 12. Februar 2015 schrieb curti curti:

@ Peter Peinlich

Nachvollziehbar und teilenswert!

Während Eigendorf (anvertrauter Mann von WELT) und Marschall (Tagesspiegel) am Dienstag in der phoenix-Runde emsig bemüht waren, politische und persönlich negative Psychogramme über Putin/Rußland zu modellieren, gab es dort gestern ein Bekenntnis für Panzer-Poro, unseren armen, bemitleidenswerten Faschisten von nebenan. Faschist u.a. aus dem Grund, weil sein öffentliches Bekenntnis zur Bevölkerung im Donbass im Kern nichts anderes widerspiegelt als eine faschistische Gesinnung, die er weiterführend mittels faschistischer Horden wie dem AZOV-Bataillon (KIEW-treue Verteidiger - O-Ton ARD-Lilischkies) praktisch umsetzen läßt. In deren Verständnis soll das Land "gereinigt" werden vom "Unrat" und anschließend den Strippenziehern ungestört dienbar sein für die Kapitalisierung der Bodenschätze.

https://www.youtube.com/watch?v=GH7Xk2gB20I

Gleich im Anschluß gab es noch einen Eigendorfschen (anvertraute Frau vom ZDF) Bericht über Minsk, der Putin darstellt als isoliert und allein am Tisch, auf dem Teppich und überhaupt aus einer völlig anderen Welt. Der Rest sonnte sich im trauten Reigen vor den Blitzlichtern. Kurzum - bizarres Kopfkino. Sinnbildlich fehlte zu diesem stinkenden Gesamtkäse ein eingeblendetes Laufband mit dem Text "Denken ist gefährlich, sei vielmehr heilfroh das Du bei uns, den Guten bist".

Gegenüber der hierzulande vorherrschenden Geistesfolter ein klares Zeichen/Bekenntnis zu setzen ist in zweifacher Hinsicht sinnvoll - aus Solidarität und zur Stärkung der eigenen, psychischen Abwehrkräfte. Alternativ bleibt irgendwann nur noch der Schreikrampf und soweit sollte es nicht kommen!


Am 11. Februar 2015 schrieb Peter Peinlich:

Ich finde es ist langsam an der Zeit, unseren Speerspitzen-Demokratie-, Heils- und Wohlstandsversprechern aus Politik, gehobener und niederer Stammtischgesellschaft sowie dazu unseren verantwortungslosen, dafür aber um so willfähigeren Medienschaffenden einmal unmißverständlich klarzumachen, daß wenigstens ICH bei ihrer hysterischen Kriegstreiberei nicht mitzutun gedenke.

Und da diese ?HEERschaften? dazu auch die absolute Deutungshoheit über unsere Worte, unsere Diskurse und so über unsere Gedanken allein für sich in Anspruch nehmen, denke ich mir, es müßte auch ohne viele Worte aber dafür auf den ersten Blick gehen.

Das St. Georgs-Bändchen am Revers scheint mir ein ganz probates Mittel, um gerade auch ein Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls an jene Menschen zu senden, die unsere Oberen - in unserem Namen - mit immer mehr Waffen auf den rechten Pfad von Demokratie, Wohlstand und westlicher Freiheit zu zwingen trachten.


Am 11. Februar 2015 schrieb Volker Rudolph:

Sehr schön!

Aber da es der ukrainischen Armee an Personal fehlt, das sich für den CIA-gesteuerten Poroschenko jubelnd verheizen läßt, sind VSA-Waffenlieferungen gerechtfertigt! Die ersatzweise erforderlichen VSA-boys können doch mit dem russischem Gerät nicht umgehen!


Am 11. Februar 2015 schrieb Manfred Ebel:

Uli und Leser/Kommentatoren,

dass unsere Gegner Gift und Galle spucken, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aufklären, aufklären! ist das, was wir derzeit machen können und müssen.
Schon auch deshalb, weil die kriegslüsternen Waffenhersteller, -händler und deren Politprotagonisten einzig gebremst werden durch Putins direkte Ansage, dass Russland niemals eine Invasion auf sich zulassen wird und es dann kein Mitteleuropa mehr gibt. Ausreichend viele Timoschenkos gibt es aber, die lieber heute als morgen die A-Bombe werfen.

Es ist schrecklich, dass diese Art und Zuspitzung der Konfrontation überhaupt möglich ist.

Oft wird gefragt, was in den Köpfen der Politdarsteller vorgeht. Machen wir uns auch hier nichts vor: Je "höher" die erklommene Sprossenleiter in der kapitalistischen sozialen Hierarchie, desto ausgeprägter die geistige Korrumpiertheit, desto ausgprägter der Wahn von Rechhaberei und Omnipotenz.
Hier noch einmal ein Beispiel dafür:

https://www.youtube.com/watch?v=nZSvEx5r9AQ 0:20 - 0:24 und 3:59 - 3:52

Wir sollten keine Illusionen haben, dass diese Wahnsinnigen zur Besinnung kommen. Sie tatkieren, um doch irgendwie an ihr Ziel zu kommen.
Wir können nur beitragen, dass die Massen zur Besinnung kommen und dieses Pack zum Teufel jagt.


Am 11. Februar 2015 schrieb André Burguete:

Sollte Frau Merkel - als deutsche Bundeskanzlerin - noch über so etwas wie eine
"Restwürde" verfügen, dann müsste Sie angesichts der heute von Ben Hedges in Polen gemachten Ankündigung der Entsendung von US-Ausbildungstruppen nach Kiew, der Verlegung von US-Erdkampfflugzeugen nach Deutschland und in Kenntnis der durch Sergej Arutonow angekündigten, zwangsläufigen russischen Reaktion auf derartige Handlungen innerhalb der nächsten 48 Stunden die transatlantische "Partnerschaft" kündigen. Sofern hinter der Aktion in Minsk auch nur ein Fünkchen Aufrichtigkeit steckt und ihr das Wohl ihres Volkes und seiner Nachbarn am Herzen liegt, kann sie es unmöglich hinnehmen, während noch laufender Verhandlungen durch einen vorgeblichen "Verbündeten" in einer solchen Weise vorgeführt zu werden. Dies ist eine offene Kriegserklärung nicht nur an Russland, sondern an den gesamten Eurasischen Kontinent. Sollte sie sich hier einfach nur wegducken, wäre es für sie besser,
gleich in Weissrussland um Asyl zu bitten. Was für eine Schande!

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/peter-orzechowski/der-dritte-weltkrieg-schlachtfeld-europa.html


Am 11. Februar 2015 schrieb Lutz Jahoda:

Wenn ich den Ausdruck Chuzpe verwende, so häufig nur, um die Worte unverfroren oder dreist zu vermeiden. Wenn ich allerdings an JohnMcCain denke, drängt es mich, verstärkend noch die Worte schamlos, ungehörig und frech hinzuzufügen.
Da sagte man mir, ich möge doch Vergebung walten lassen, schließlich sei der Mann achtundsiebzig und inzwischen etwas weich in der Birne.

Nun ja, ob mehr oder weniger weich, sollte uns gestattet sein, ihm zum Thema "hingemetzelt" die Bilder aus Odessa vom 2. Mai 2014 zu zeigen und ihn gleichzeitig daran zu erinnern, was er einst rücksichtslos der nordvietnamesischen Bevölkerung angetan hat.

Als Jagdbomberflieger der US-Navy gehörte er einst zu den "Piloten im Pyjama", nachdem auch er abgeschossen worden war und einige Jahre als "prisoner of war" die nordvietnamesische Gastfreundschaft hatte genießen dürfen.

Keineswegs geläutert, gehörte er bei der Sicherheitskonferenz in München zu den Befürwortern von Waffenlieferungen an Kiew. Auch Frau Albright, die ehemalige Außenministerin der USA, war dieser Meinung.. Eine Kamera zeigte ihr Unverständnis, als Angela Merkel deutsche Waffenlieferungen ausschloss.
Wolfgang Ischinger, der Vorsitzende des Münchner Zusammentreffens, das von hellsichtigen Betrachtern bereits als Münchner Unsicherheitskonferenz bezeichnet wurde, hatte das Thema "Zusammenbruch der Weltentwicklung" auf die Tagesordnung gesetzt.

Sollte er damit den Zusammenbruch der Vorstellungen gemeint haben, von der Bevölkerung unterstützt, Europa vereint gegen Russland wehrhaft aufgestellt zu sehen, wäre ihm zu attestieren, dass er recht hat und einiges bröckelt.
Was in München nicht zu vernehmen war, dass an den Rissen nicht die Russen, sondern die US-Strategen längst schon mit ihrem political fracking arbeiten.
Erinnert sei an den Chef des Strategischen Luftkommandos, General Curtis LeMay, der sich in den Fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts als "Faust der Welt" fühlte und die Sowjetunion "between sunset and sunrise" lieber heute als morgen auslöschen wollte. Als stellvertretender Generalstabschef der US-Airforce war er während des Vietnamkrieges noch einmal zitiert worden, als er sagte, die Vietnamesen zurück in die Steinzeit zu bomben.

Dazu wäre nur noch zu sagen: Fange nichts an, bevor du dir nicht genau überlegt hast, wie du es zu Ende bringen willst.
Hier diesen Rat noch auf amerikanisch, falls Frau Merkel demnächst die Herrschaften in Washington auf Augenhöhe verblüffen möchte: Begin nothing until you have considered, how it is to be finished.


Am 11. Februar 2015 schrieb Manfred Caesar:

Wir sind im Jahre 30 n. Orwell !
Lüge ist Wahrheit, Krieg ist Frieden!
Die Wahrheit kommt aus dem Wahrheitsministerium, täglich frisch auf den Tisch.
Der Ruf nach A-Waffen für die Ukraine ist bereits erschallt: Niemand anderer als Berthold der "Ver"Kohler schreitet tapfer voran:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/kommentar-von-berthold-kohler-zur-ukraine-13413935.html
Kommentare,die ihn vorsichtig darauf aufmerksam machen,daß er dabei selbst verbruzzeln könnte werden gnadenlos gelöscht. Bei der FAZ ist die Umerziehung im vollen Gang.Wer sich sträubt ist ein Dummkopf,Nazi ,Dumpfbacke etc.:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/moderne-und-aberglaube-die-dummheit-blueht-13414273.html.
Übrigens so dämlich, daß sie den Unsinn selbst glauben,den sie verbreiten, können die Redakteure gar nicht sein.Sie müssen, sonst ist der Job weg.


Am 11. Februar 2015 schrieb Christoph Simon:

Lieber Herr Gellermann,

danke für die Informationen zum verfügbaren ukrainischen Waffenarsenal, das ja offensichtlich doch umfangreicher ist als Steinschleudern und Blasrohre.

Aber heute muss ich dann doch mal die SÜDDEUTSCHE in Schutz nehmen, hat sie doch gerade einen für ihr Außenressort ungewöhnlich seriösen Beitrag veröffentlicht:

http://www.sueddeutsche.de/politik/ukraine-konflikt-einen-sieg-wird-es-nicht-geben-1.2344320

In dem Gastbeitrag beschreibt Erhard Eppler schlüssig und deutlich, worin die Interessen der USA tatsächlich bestehen.

(Wie Sie schon ankündigen, wird die SZ aber sicher in Kürze wieder ein ganz anderes Bild zeichnen, entworfen vom Team des Wahrheitsdesigners Stefan Kornelius.)


Am 11. Februar 2015 schrieb curti curti:

Wozu noch Waffen, wenn der Krieg auch hier in D bereits in vollen Zügen um sich greift, scheinbar "erfolgreich". Es ist einer der besonders hinterhältigen Art, konkret gegen den Intellekt und betrieben seitens Politik und MSM gegen das eigene Volk. Als Waffen dienen perfider Lug und Trug, hohle Phrasen allenthalben, kurzum Propaganda in Reinkultur. Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum - komplett atomisiert. Anders ist das täglich zunehmende, frenetischer werdende Dauerfeuer, bei dem die Opferzahlen (Quoten) steigen, nicht mehr zu erklären. Diese Feststellung ist die Ultima Ratio, nicht zuletzt gefestigt durch die pathologischen SIKO-Ergüsse eines Blumencron in der FAZ.

Er ist aber nur ein Knabe in einem riesigen Chor, der wiederum eingebunden ist in ein monströs aufspielendes Orchester, das dem staunenden Publikum die Hohelieder von Demokratie, Freiheit und allerlei Werten zu geigen bemüht ist, aber unfähig hierzu auch nur eine einzige Note korrekt zu lesen, geschweige denn zu verstehen.

Gerade die letzten Tage haben zu dieser Feststellung geführt. Beide Eigendorfs hatten Auslauf und konnten ihrer Lieblingsbeschäftigung noch intensiver nachgehen, lügnerische Propaganda stets im Focus. Im letzten Presseclub ging der Münchhausen des EhNaMag (SPIEGEL-Neef) sogar soweit, neben seiner Wiederholung unbeabsichtigter Raketentreffer in Wohngebiete, zu betonen, daß die Bevölkerung im Donbass gehijacked sei. Warum dann die Flüchtlinge in deutlicher Mehrheit nach Rußland fliehen und nicht zum Kämpfer für den "Wertekanon" des Westens, auch als Panzer-Poro bekannt, blieb in seinen Ausführungen irgendwie auf der Strecke. Äh, da war doch was, richtig, z.B. die psychopathischen Schreie wie er den Krieg gewinnen will - Donbass verelenden lassen und Kinder in die Keller statt in Schulen. Und siehe da, er läßt es auch exakt so ausführen von den KIEW-treuen Verteidigern wie dem faschistischen AZOV-Bataillon. Dafür reicht ein solcher SPIEGEL dann nicht, die Wahrheit zu zeigen ist nicht sein Ding..

Gleichzeitig können die phöenix-Runden jetzt durchaus mit Sprechautomaten bemannt werden, entweder in der Besetzung 4:0, manchmal auch 3:1. Der Eine ist dann das zierliche Feigenblatt, mit dem ein wenig Konterpart vorgegauckelt wird. Gestern nahm Pleitgen diese unrühmliche Rolle ein. Selbst ein Stürmer von WELT findet man so letzte Woche als eher nachdenklich bis mahnend innerhalb einer Meute von Willigen, die angeführt wird durch die Fackel der (Un)"Freiheit" namens Denison. In seiner bekannt "freimütigen" und vor allem lautstarken Manier unterstreicht er dort zum Rundenschluß, daß es egal sei was Merkel und Hollande jetzt treiben, denn WIR Amerikaner machen so oder so unser DING, auch wenn es den Europäern nicht gefallt. Herzlichen Dank Mr. Denison für den Schlag auf den Hinterkopf, der leider nur bei sehr weinigen richtig verstanden wird oder zu neuer Erkenntnis führt. Ihre Freiheit ist ergo auch in diesem Punkt nicht die der Mehrheit, leider.

Das Denken und Tun anderer bestimmen und dirigieren zu wollen, kann weitaus schwerwiegendere Folgen nach sich ziehen als eine rein physische Verletzung. Es stellt nichts anderes dar als eine besonders pervertierte Form des Mißbrauchs, der zu einer schweren psychischen Krise führen wird ab dem Zeitpunkt, wenn man erkennt wie sehr man nur benutzt worden ist für Zwecke und Ziele, die eigentlich nicht die eigenen sind. Bleibt nur zu hoffen das sich mögliche Aggressionen gegen die Verursacher richtet!


Am 11. Februar 2015 schrieb Benny Thomas Olieni:

...während Dr. Merkele noch über die "5. Kolonne" des pösen Putin lamentiert, schaffen unsere britischen "Verbündeten" (und Besatzer) schon Realitäten:
Sie reden ganz offen davon, daß sie begonnen haben, 1.000 bis 1.500 Soldaten als sogenannte "facebook warriors" (Facebook Kämpfer) auszubilden!
Kein Scherz, grausige Realität.
Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/02/04/london-setzt-tausend-soldaten-als-facebook-warriors-ein/


Am 11. Februar 2015 schrieb Hans Jon:

Angela Merkel ging so gar so weit: "Wir müssen uns damit auseinandersetzen, mit Missinformationen, Infiltrierung und Verunsicherung." Ja!!! --- bitte Frau MerKILL sie "bedankten" sich im gleichen Atemzug bei OBAMA für die "WIEDERVEREINIGUNG" und "vergassen" die historisch wahre INFORMATION, dass genau an diesem Tag im Jan. 1990 GORBI "unserem" KOHL die "russische" DDR zur VEREINIGUNG mit der BRD "freigab"


Am 11. Februar 2015 schrieb Pat Hall:

Am 13. Februar vor 70 Jahren wurde Dresden duch britische & amerikanische Bomber an einem Tag vernichtet.
Alles wurde von ihnen abgefilmt,auf die Bevölkerung wurde keine Rücksicht genommen !
Wollen die Waffenbefürworter ein ähnliches Inferno in der Ukraine anrichten ?


Am 11. Februar 2015 schrieb Kay Macke:


Jetzt hatte ich sie vor ein paar Tagen noch so schön gelobt weil sie sich gegen einen krieg ausgesprochen hat - und muss dafür heute alles wieder relativieren: die Merkel behauptet doch tatsächlich der Grund für die bockige Ungläubigkeit und Aufmüpfigkeit der Deutschen läge einer russische Propaganda-Infiltration zugrunde! 



Was ist die deutsche Gesellschaft bloß für ein Spielverderber! Warum steht das ansonsten träge aber verlässliche Stimmvolk nicht geschlossen hinter Mutti? Sind die tatsächlich so doof und lassen sich von PUTIN hypnotisieren und fremdbestimmen? 



So die Botschaft jedenfalls zwischen den Zeilen. Wörtlich heisst es: "Wir müssen uns damit auseinandersetzen, mit Misinformation*, Infiltrierung und Verunsicherung", sagte die Kanzlerin. Sie sei zutiefst besorgt über die `Verunsicherbarkeit unserer Gesellschaften.´



Liebe Frau Merkel, wie sollen es denn die Russen - vornehmlich in Ihrer und der Tonart der Damen und Herren deutscher Journalisten: »PUTIN« es bewerkstelligen, die deutsche Gesellschaft zu "verunsichern"? Heißt es nicht durch die Bank durch von deutschen (systemkonformen) JournalistInnen RT Deutsch sei ein "offenkundiger mickriger, kleiner Propagandasender", der ignoriert und gar verboten werden müsse? Und DER soll jetzt die GANZE GESELLSCHAFT "verunsichern"?

Hingegen kann heute JEDER, der einen Internetanschluss sein eigen nennt und eine Tastatur bedienen kann - SELBST innerhalb von 30 Sekunden ergoogeln, dass die deutschen Leitmedien fast UNISONO uns - der deutschen Gesellschaft- regelrechte Märchen erzählen! MEINUNGEN einklopfen, statt FAKTEN zu BERICHTEN! IST NUN EINMAL SO!



Man braucht sich doch nur mal kurz im englischsprachigen Web umsehen um schnell zu erkennen, dass da ganz ANDERS Nachrichten verklickert werden! Im Ausland ist man sich übrigens ziemlich einig darüber, dass die deutsche Gesellschaft von ihren Medienschaffenden regelrecht für ein blödes Konsumvolk gehalten wird, dass nicht in der Lage ist eins und eins zusammenzuzählen. ARROGANTES PACK!! (abgesehen von wenigen Ausnahmen wie Uli natürlich! ;-)



Wenn die deutsche Gesellschaft "verunsichert" ist liegt es VIELMEHR daran



- dass ein deutscher Pastor-Bundespräsident seltsames, wirres Zeugs von sich gibt, dass irgendwie verdächtig nach Militarisierung denn für Frieden klingt - und mit dem man sich nun GAR nicht identifizieren möchte!



- dass eine deutsche Kanzlerin sich nicht EINDEUTIG und KLIPP UND KLAR von der Kriegstreiberei eines irrsinnigen Spinners wie McCain und der offenkundigen kriegslüsternen US-Politik im GESAMTEN DISTANZIERT!



-dass die deutsche POLITIK - und damit sind ALLE PARTEIEN gemeint - sich nicht laut und deutlich von den kriegstreiberichen USA distanziert! Jener USA, die ihren Ruf als "Demokratie-Erbringer" und "Vorkämpfer für Freiheit" mit dem Friedensnobelpreis-tragenden Drohnenmord- und Kriegspräsidenten Mr. Smiley-Obama endgültig versenkt hat! 

(D.h., die kümmerlichen, mikroskopisch kleinen Reste, die von Johnny Walker Bush und seinem "Ewigen Krieg gegen den Terror" noch irgendwie übriggeblieben waren. Also die unendlich geführten weltweiten US-Angriffskriege - Operation Enduring Freedom (OEF, englisch für `Operation andauernde Freiheit´), die der US-Rüstungsindustrie volle Auftragsbücher garantiert und die Beschäftigungsstatistik hübsch nach oben zieht.)



Was ist denn das übrigens ANDERES, als das, was Adolf Hitler früher gemacht hat? Als es im Zuge der Welteroberungspläne langsam einsamer und klammer wurde - sprich, die Gesellschaft langsam am Zahnfleisch zu kriechen begann - er die heimische deutsche Wirtschaft mit der Umstellung auf Rüstungsgüter zu einem Auftrieb verhalf? Die Umstellung der heimischen Industrie von z.B., Kochtöpfen auf Handgranaten. Die Umstellung auf Waffen- und Munitionsproduktion brachte eine "Quasi-Vollbeschäftigung"... (ohne auf die vielen Sklavenarbeiter (Kriegsgefangenen) eingehen zu wollen, die man zusätzlich dafür einsetzte). Seh ich da Parallelen zu den USA? Wo doch jeder zweite irgendwie mit der Rüstungsindustrie zu tun hat.. sei es als direkt Beschäftigter oder indirekt weil einer aus der Familie, der Verwandtschaft, dem Freundeskreis oder aus der Nachbarschaft damit zu tun hat?



Man liest heute über den wirtschaftlichen Aufschwung in den USA, liest aber gleichzeitig, dass vor allem die Aktien von Waffenhersteller um sagenhafte 40-50% anwachsen. Honi soit qui mal y pense...


Am 11. Februar 2015 schrieb André Burguete:

Albrecht Müllers Befürchtungen (http://www.nachdenkseiten.de/?p=24965#more-24965) haben leider viel für sich. Es gehört zu den typischen Merkmalen angelsächsischer Aussenpolitik, Interventionen aus eigennützigem Interesse durch Schaffung geeigneter Allianzen im Vorfeld so weit als möglich völkerrechtlich bzw. "moralisch" abzusichern. Friedrich der Grosse hat das sehr treffend mit den Worten demaskiert "Angreifer ist, wer den anderen zum Angriff zwingt". Frau Merkel und Herr Steinmeier wissen, dass die hermetische Schließung der Grenze zwischen der Ukraine und Russland weder technisch umsetzbar ist, noch von Russland akzeptiert werden kann, solange die Gefahr eines Genozids an der Bevölkerung des Donbass besteht. Die Amerikaner wissen ebenso gut, dass die rasche Lieferung von high-tech-Verteidigungsgerät an eine völlig demoralisierte und zu dessen Einsatz gar nicht ausgebildete Armee das Blatt nicht mehr wenden würde, sondern vielmehr die Gefahr bestünde, dass auch diese schöne Ausrüstung früher oder später in die Hände der hochmotivierten Kämpfer der Volkswehr fällt.

Ob Steinmeier, Merkel oder Hollande sich mit ihrer alarmistischen Aktion noch ein persönliches Alibi gegenüber ihren Völkern verschaffen wollen, oder ob sie nur vorgeschriebene Züge in einem abgekarteten Spiel tun, dürfte im Hinblick auf die Ausmasse der zu befürchtenden Katastrophe eher nebensächlich sein. Die einzige realistische militärische Option zur Rettung der Kiewer Junta wäre eine Intervention durch Bodentruppen der Nato unter noch zu schaffendem Vorwand (false flag), sofern die Vorstellung eines im Bürgerkrieg versinkenden "Somalia mit Atomreaktoren" für den Westen keine akzeptable Alternative ist. Welche Reaktionen von Seiten Russlands eine solche Intervention provozieren würde, darf sich jeder selbst ausmalen (ich habe mir noch nie im Leben so sehr gewünscht, im Unrecht zu sein). Merkels, Steinmeiers und Hollandes Initiative ist - ob eigenmächtig oder transatlantisch konzertiert - letztendlich nur eine weitere Einmischung in die Angelegenheiten eines souveränen Staates, die - wie Lawrow und Putin nicht müde werden zu betonen - nur zwischen den Konfliktparteien dieses Landes selbst geregelt werden können. Dazu kommen jedoch aus dem Kiewer Führerbunker keinerlei brauchbare Signale. Ich hoffe, dass Herr Steinmeier Diplomat genug ist um wirklich zu ermessen, welche Courage gegenüber den Hardlinern im eigenen Land und Verantwortlichkeit für die Menschen der Ukraine aus Vladimir Putins Bereitschaft spricht, diesen Verhandlungen Dritter über das Schicksal eines souveränen Staates überhaupt beizuwohnen und sich dadurch dem Stigma eines Verursachers dieses Konfliktes auszusetzen. Unsere drei westlichen Friedensfreunde scheinen in diesem Punkt bezeichnenderweise weit geringere Probleme zu haben.

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