Ein Staat gibt seine Tarnung auf

Der äußere Feind wird immer wichtiger

Autor: U. Gellermann
Datum: 04. Juni 2018

Anders als die Getöse-Debatten der politischen Rechten vermuten lassen, findet die Auflösung des deutschen Staates weniger an seinen Grenzen statt. Auch wenn die Grenzen des Nationalstaates Teil seiner Legitimation und seines Handelns sind. Doch wer zur Zeit die Auseinandersetzung der EU-Staaten und ihres Führungs-Landes Deutschland mit den Trump-USA um die Zoll-Grenzen erlebt, der weiß, dass die von den Libertären gepredigte grenzenlose Freiheit in der Porno-Industrie ganz gut läuft, aber ansonsten zur Zeit drastisch ihre Grenzen findet.

"Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet." Nach diesem Kernsatz aus dem kommunistischen Manifest scheint sich der deutsche Staat weitgehend zu richten. Gemütlich sitzt der Leiter der VW-Abteilung "Internationale und Europäische Politik", Jens Hanefeld, im Auswärtigen Amt. Draussen zittern die betrogenen Käufer von Diesel-Autos vor Fahrverboten, vor Wertverlusten und Notverkäufen. Drinnen sitzt ein VW-Konzernvertreter, wie die Made im Staats-Speck. Vielleicht hat genau er der Kanzlerin diesen schönen Satz zum Plappern aufgeschrieben: "Es ist unsere Aufgabe, der Industrie zu sagen: Ihr müsst verloren gegangenes Vertrauen selber wieder gut machen. Das ist nicht die Aufgabe der Politik."

Für Vertrauen in den Staat ist natürlich Frau Merkel zuständig. Denn die Wirklichkeit karikierend hält sich in der Bevölkerung hartnäckig die sozialdemokratische Hoffnung auf einen "fürsorglichen Staat". Natürlich ist der Wohlfahrtsstaat eine Schimäre. Aber diese Mischung aus Täuschung und Selbsttäuschung wird dringend gebraucht: So gilt Hartz Vier als soziale Hilfe und nicht als das was es ist: Ein Zwangssystem zur Zähmung der Ausgegrenzten. Aber Herr Hanefeld von VW schreibt keine Kanzler-Reden. Er sitzt im Vorstand des Forum Ebenhausen: Das Forum ist der Freundeskreis der Stiftung Wissenschaft und Politik e.V. Ein Verein, der sich den strategischen Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zum Ziel gesetzt hat. Wie zufällig heißt der Vorstandsvorsitzende Eckart von Klaeden (Cheflobbyist des Daimler-Konzerns, ehemals enger Vertrauter von Angela Merkel, Staatsminister und CDU-Abgeordneter). So verwaltet der Staat an dieser Stelle die "gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse." An der Dieselfront hat der Staat frech die Tarnung der Wohlfahrt aufgegeben: Scheiß auf die Gesundheit der Bevölkerung, Scheiß auf Verantwortung gegenüber den Verbrauchern.

An anderer Stelle ist diese Preisgabe des sozialen Tarnanstrichs noch brutaler: Im Pflegebereich, in dem es längst nicht mehr um die Pflege alter Menschen geht, wie mancher immer noch glaubt, sondern um den Profit einer Industrie, die mit der Verwahrung welken Fleisches dealt. Gerade erst kursiert ein offener Brief von Angehörigen und Betreuern an die Führung der Vitanas-Pflegekette: "Schmutzige Flure und Zimmer, verdreckte Balkone, Reparaturen, die nicht mehr erledigt werden", darüber hinaus "immer weniger Betreuungspersonal, unwissendes, täglich wechselndes Leasingpersonal". Im August 2017 wurde der kleine Vitanas-Pflegekonzern (zu der Zeit 4.400 Mitarbeiter) an die "Oaktree Capital Management" verkauft. Was so romantisch nach Eichenlaub klingt, ist eine knallharte Profitmaschine von 82 Milliarden US-Dollar Anlagekapital. Patienten werden als Renditeobjekte begriffen. Die Angestellten der Heime, die der "Oaktree" gehören, gelten als Akkord-Arbeiter zur Produktion von Profit. Der schönste Merkel-Satz zum Pflegenotstand: "Es wird mehr Standard da reinkommen.“ Aus dem Merkelschen ins Deutsche übersetzt: Scheiß auf die Verantwortung gegenüber den Alten und Kranken. – Das ist der wahre Standard.

Wer seine Tarnung als fürsorglicher Staat aufgibt, der muss mit dem Aufmucken der Nicht-Versorgten rechnen. Die erste und bewährte Methode zur Prophylaxe gegen Aufmucken ist der "Äußere Feind". Wer einen äußeren Feind hat, der darf im Inneren Ruhe verlangen: Ein bedrohtes Land soll die Reihen schließen. Spätestens seit der "Krim-Krise" ist es die bewährte, imaginäre russische Bedrohung, die schon den Nazis, später auch der jungen Bundesrepublik zur Formierung nach innen gedient hat. Zwar gibt es keine russischen Truppen an den deutschen Grenzen, es gibt auch keinen Wirtschaftskrieg mit Russland, selbst der alte ideologische Krieg zwischen einer sozialistischen Sowjetunion und dem kapitalistischen Lager sollte sich eigentlich nach deren Ende erledigt haben. Aber so ein über Jahrzehnte aufgebautes Feind-Bild wirft man nicht einfach weg: DER RUSSE ist immer noch als Schreckgespenst zu gebrauchen.

Erst jüngst musste das alte Gespenst erneut zur Propaganda herhalten: "Die Bundeswehr baut in Ulm ein neues Kommandozentrum für die Nato auf. Mit der Aufrüstung reagiert das Bündnis auf die expansive russische Außenpolitik der vergangenen Jahre.". So tutet der Sender "ntv" in das alte Horn um neuen Schrecken zu verbreiten. In einem Moment, in dem die von Trump geführte USA total expansiv die Welthandels-Bedingungen zu ihren Gunsten ändern will, kann nur die verstärkte Anbetung der NATO von den transatlantischen Wirren ablenken. Und es klappt: Keines der gängigen Medien fragt wo und wann denn die russische Außenpolitik die Grenzen der üblichen Diplomatie überschritten hat. Denn die ehrliche Antwort wäre, dass die Russen uns „unsere“ Krim und „unser“ Syrien abgenommen haben. So viel Ehrlichkeit vertrügen nicht mal die Opfer von "Tagesschau" und "BILD" ohne innere Verwerfungen. Und um die Bedrohungslüge weiter zu illustrieren, will die NATO mal wieder eine neue Eingreiftruppe schaffen: 30.000 Soldaten soll sie umfassen, die bei einer Krisensituation innerhalb von 30 Tagen verlegt werden können. Die mehrfache magische DREI kommt auch in bösen Märchen vor. Selbstverständlich soll Deutschland eine führende Rolle in dem neuen Bereitschaftskontingent spielen. So greift die Eingreiftruppe mit Vorliebe in die Steuertaschen der Deutschen und soll ihnen zugleich das Gefühl von Wichtigkeit verleihen.

Natürlich verlangt der böse äußere Feind auch mehr innere Sicherheit. Die Justiz, so macht die Propaganda weis, ist total unabhängig. Deshalb hat das unabhängige Bundesverwaltungsgericht jüngst die Staats-Sicherheit entscheidend verschärft: Der Auslandsgeheimdienst BND darf weiter in Deutschland an einem privaten Internetknoten, am "Deutschen Commercial Internet Exchange (DE-CIX), Daten ohne Ende abgreifen. Wer seinen Blick vom Begriff "Auslandsgeheimdienst" tatsächlich ins Ausland lenken lässt, der guckt in die falsche Richtung. Nicht nur weil mit dem Begriff "Putin-Versteher" längst der innere Feind zum Agent des äußeren mutiert ist. Sondern auch, weil dieser vom Bundesverwaltungsgericht gefällte Spruch eigentlich in das Fach des Bundesverfassungsgerichtes fiele. Wenn es einer anriefe. Doch schweigen Regierung und Parlament. Zu schön ist die Datenmenge, über den der dubiose Dienst demnächst grenzenlos verfügen darf.

Durch den Datenknotenpunkt fließen jeden Tag mehr als fünf Terabyte pro Sekunde, in Form von E-Mails, WhatsApp-Nachrichten, Chats, Social Media Posts – von über 700 Internetdiensteanbietern aus mehr als 60 Ländern. Aus Russland genauso wie aus dem Nahen Osten, aus Asien wie auch aus Deutschland. Das muss man Massenüberwachung – also eine Überwachung ohne konkreten Verdacht. Damit wird der Artikel10 des Grundgesetzes – "Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich" – mal eben in die Tonne getreten.

Der im Manifest markierte Ausschuss für die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse funktioniert fast reibungslos. Der soziale Tarnanstrich blättert zwar ab, aber die Kapitalverwertungs- und Schutzmaschine namens Deutschland bekommt ein neues, schimmerndes Blechkleid: Eine prima Rüstung zum Schutz vor dem äußeren Feind.

Ein Video zum deutschen Medienzirkus und zum äußeren Feind:
https://youtu.be/5JhnEamf0VI


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 08. Juni 2018 schrieb Josef Schmidt:

Zap.
Da erklärt uns jemand im Fernsehen die Geschichte - komplett neu. Jetzt sind die Russen die Bösen, haben Mitschuld an Stalingrad. Ich staune.
Zap.
An anderer Stelle erklären uns amerikanische "Wissenschaftler" das fantastische Universum in simplen Worten - Crash, Bang, Boom. Ich staune.
Zap.
Da kommt eine Serie und zeigt, wie die Menschheit von Vampiren bedroht wird - erste Kinder in Grundschulen halten das schon für Realität. Ich staune.
Zap.
Da ist die Tagesschau. Sie sagt, was wir denken sollen. Die Avatare der Regierung verpacken Nachrichten für Blöde, sorgfältig in ausgewählte Wort-Geschenke-Hülsen. Es ist so jenseits vom gesunden Menschenverstand, was da behauptet wird. Ich staune.
Zap.
Da kommt der ARD-Rechercheur zu Worte- er hat Schaum vorm Mund. Man hat die Olympia-Riege aus Russland gesperrt. Doping? Na ja, das Land ist nach USA, Australien, Deutschland und Frankreich auch beim Doping nicht´wirklich vorne. Aber: Es ist Staats-Doping. Das ist was ganz anderes. Ich staune.
Zap. - Aus.
Was geht ab, hier, in Deutschland, Europa? Wo bleiben Wahrheit, Fairness? Kenn jemand das Wort "Beweise" - und ist das was anderes als "Behauptung"?
Wie in der Ukraine herrscht auch hier ein überraschendes Versager-Team, von niemandem gewollt, keine Majorität hinter sich habend - aber an der Macht. Manipulativ, mittelmässig - Mutti.
Flaschen aller Länder, vereinigt euch - möchte man rufen. May, Merkel, Poroschenko, Berlusconi (ja, der ist noch im Rennen), ach und die baltischen Marionetten und Polen nicht zu vergessen: Sie und unsere amerikanischen Freunde sowie Freund Netanjahu zeigen uns Realität 2.0:
Eine Welt am Draht. Doch wer hält eigentlich die Fäden in der Hand?
Seit ich die Seite der rationalgalerie gefunden habe weiss ich zumindest, dass ich nicht alleine grübele.

Antwort von U. Gellermann:

Die Zuschrift bezieht sich auf das Video:
https://kenfm.de/


Am 08. Juni 2018 schrieb Michael Riecke:

Der berühmte Putin- Kritiker Bu......... wie?
wurde ermordet und der ganze westen stand auf, inklusive unseres allseits geschätzten Bundespräsidenten. Am nächsten Tag wurde die Wiederauferstehung gefeiert. In einer Pressekonferenz des ukrainischen Geheimdienst. Na ja, da geben die Geheimdienste wenigstens noch Pressekonferenzen. Wenn das keine Transparenz ist. Genau wie der Giftanschlag auf die beiden Skripals in England, mit einem der gefährlichsten Giften. Auch sie sind wieder auf den Beinen. Was heckt der Schurke im Kreml wieder aus? Will er bei der Fußball WM unsere National Elf vergiften? Vorausgesetzt sie führt vor Russland.

Antwort von U. Gellermann:

Die Zuschrift bezieht sich auf das Video:
https://kenfm.de/


Am 07. Juni 2018 schrieb Hans Tigertaler:

"Die jüngere Generation ist der Pfeil, die ältere der Bogen." (John Steinbeck)

Wer hat uns verraten

Die abscheulichsten Täter seit dem Zweiten Weltkrieg in der deutschen Politik heißen Gerhard Schröder und Joschka Fischer. Dass das Führungspersonal einer alten Arbeiterpartei als ausdrückliches Parteiziel festlegte, das Leben ihrer Mitglieder und Wähler nicht zu verbessern, sondern sie möglichst zahlreich niederzutrampeln in einen extra zu gründenden kerkergleichen "Niedriglohnsektor", dürfte in die internationale Parteiengeschichte eingehen als nach den Nazis bizarrste aller Perversionen. Auch dem grünen Lumpenproletarier und Kriegshetzer haben seine revolutionär drapierten Anfänge in der Schlägerpose als Camouflage und zugleich Empfehlung für eine steile Karriere auf seiten der selbst ununterbrochen Kriege führenden Finanzaristokratie gute Dienste geleistet.

Ihr demagogisches Vehikel aber war und ist, auch bei ihren Nachfolgern heute, die ungemein wirksame Generationenlüge.

Die allgegenwärtigen Behauptungen über die Wirkungen der Veränderungen im Verhältnis der erwerbstätigen zu den nicht erwerbstätigen Bürgern, darin der sogenannten Überalterung, lassen sich jedoch leicht entkräften; volkswirtschaftlich sind sie einzig relevant als abhängige Variablen der Arbeitsproduktivität und schon seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts, erst recht heute und mit ziemlicher Sicherheit auch in Zukunft, unproblematisch. Die Steigerung der Arbeitsproduktivität in den Industrieländern war stets und evident erheblich größer als die Erhöhung z.B. des Altenquotienten. Seit über hundert Jahren sorgen also die jeweils aktiven Generationen selbst, vor allem durch die technische Steigerung der Produktivität, für deutlich mehr Potential, als es zu ihrem Ruhestand bedarf; die generelle Wohlstandsmehrung ist der Beweis. Der entgegenstehenden Konkurrenz über den Ausbeutungsgrad menschlicher Arbeit (Lohndruck) wäre allerdings durch internationale Vereinbarungen und Sanktionen abzuhelfen nötig. Elend und Not zu verbreiten, vermochte allein die Dazwischenkunft von Kriegen. Dass die Deutschen ein demografisches Problem wegen Überalterung hätten, kann deshalb nur als Zusammenspiel allgemeiner Dummheit und besonderer Impertinenz verstanden werden, welcher letzteren die Dämpfung der Lebensansprüche der Bevölkerung das konstitutionelle und fortwährende Bedürfnis ist.

Seit 1980 ist das deutsche BIP pro Kopf verdreifacht, gleiche Verteilung auf alle Sektoren unterstellt, wäre also dreimal so viel zuzumessen. Dennoch gelten die komfortablen Einkommens- und Sozialverhältnisse selbst der damaligen Zeit, die ausnahmslos jedem Menschen ein geregeltes Leben ermöglichten, heute in der Welt der herrschenden Banden als unbezahlbar. Der als "Umbau" von der Regierung Schröder & Fischer verübte Abbau des bei weit geringerer Produktivität über ein halbes Jahrhundert lang ohne weiteres bezahlbaren Sozialstaates stellt den wohl größten Raub der deutschen Geschichte dar: Gegen diese hekatombenhafte Umverteilung zugunsten Weniger waren selbst die Nazis, die Europa ausplünderten, bloß Waisenknaben. Die wirklich einschneidenden Folgen, etwa der dauerhaften Massenarbeitslosigkeit auf die Volkswirtschaft, werden in ihrer Bedeutung verschwiegen; ein Grad dafür, welche sonderbare Art "Wissenschaftler" inzwischen in den Institutionen der Wissenschaft Platz genommen hat.

Doch unablässig wühlen die akademischen Mietmäuler - fast täglich geistern Meldungen über die Renten in den Massenmedien, und stets beschwören sie den antagonistischen Generationenkonflikt: Die aktive Generation hinterläßt den kommenden Generationen "nur" Schulden, wie es es seit Jahren heißt. Und die Wissenschaft? Sie schweigt allenfalls, und das ist noch der Ehrlichen in ihren Reihen bestes Teil.

Nun denn:

Alle Schulden, welche die aktive Generation macht, macht sie innerhalb der aktiven Generation. Die Höhe der Schulden, die sie eingeht, entspricht centgenau der Höhe der Forderungen, die sie dadurch hervorruft. Die jeweils aktive Generation steht ganz offensichtlich in ihrem Verpflichtungs-, ihrem Schuldensaldo mit sich selbst im Verhältnis eines Nullsummenspiels.

Und wenn eine Generation stirbt, vererbt sie nur insoweit Schulden, als sie den Beweis ihrer Existenz vererbt, die centgenau gleichen Forderungen. Also stehen hinsichtlich ihres Schuldensaldos die Generationen nicht nur mit sich selbst, sondern auch untereinander im Verhältnis eines Nullsummenspiels (Eine Generation schuldet wirtschaftlich sich selbst und anderen Generationen prinzipiell rein gar nichts). Professoren der Volkswirtschaftlehre haben dies zu wissen; schon in ihrem eigenen Studium begegnete ihnen der Lehrsatz: Der volkswirtschaftliche Geldsaldo ist Null.

Darüber hinaus:

Hinsichtlich der materiellen Güter wird jeder Generation in den Industrieländern mehr Vermögen vererbt, als die vorherige übernommen hat (nur Kriege haben bisher Ausnahmen begründet). Der Generation, die angeblich "nur" Schulden erbt, wird in Wahrheit das größte Vermögen in der bisherigen Menschheitsgeschichte hinterlassen.

Wenn also Generationen grundlos, systematisch und in haßschürender Weise aufeinander gehetzt werden, für wen ist das gut? Ganz offensichtlich sollen die Probleme von Haben und Nichthaben, von arm und reich, auf Alt und Jung verdreht werden. Die ultima ratio dieser Botschaft lautet: Liebe Leute, nehmt nicht unsere Villen ins Visier, sondern schlagt Vater und Mutter tot.

Wie ist es möglich, dass diese Sorte Politiker und Wissenschaftler, statt im mildesten Fall sofort in der Versenkung zu verschwinden, sich nicht nur in der Öffentlichkeit halten kann, sondern sogar jede Kritik an ihren Lügen in den Massenmedien vollständig ausgeschaltet hat?

Auf all ihren Gebieten erkennbar: die Volkswirtschaftslehre ist in kürzester Zeit durch Säuberungen, korrupte Neuberufungen, lobbyistische Bestechung und feiges Schweigen zu einer geschmierten Afterwissenschaft herabgesunken. Hinter den unverschämten Lügen der vernetzten Akteure aus Spitzenpolitik, Parteien und Wirtschaft steckt die Erwartung auf Geschäfte von ungeheuerlicher Bombastik. Es ist dies das Vorhaben, die Bevölkerung auseinander zu treiben, ihren formellen Zusammenhalt, der sich vor allem in den Solidarversicherungen äußert (1 bis 4 Prozent Verwaltungskosten), gewinnbringend zu sprengen. Schon nach den beglückenden Erfahrungen in anderen Ländern konnten sie hoffen, mit der Umlenkung auf ihre Konten vom Notgroschen der kleinen Leute wie in England bis zu 40 Prozent zu stehlen, ohne dass man ihnen die Hälse umdreht.

Der ökonomische Quark der politischen Creme und ihrer "wissenschaftlichen" Wasserträger will einem schier unerträglich erscheinen. Da eine strafrechtliche Aufarbeitung dessen, was mit so putschartiger, nach meiner Auffassung krimineller Energie bis in die Hallen der Wissenschaft vorgedrungen ist und ex cathedra volksverhetzende Wirkung entfaltet, in unserem Staat kaum möglich erscheint, ist die Wissenschaft der Volkwirtschaftslehre wohl nicht mehr zu retten.

Die Betriebswirtschaftslehre, also die Systematisierung des ökonomischen Alltagswissens anhand von Hilfswissenschaften, hat mit ihrem reziproken Approach, wie zum Beispiel der einzelwirtschaftlich richtigen Entgegensetzung der volkwirtschaftlichen Identität von Sparen und Schulden, die gesamtwirtschaftliche Sichtweise der VWL korrumpiert. Diese Volkswirtschaftlehre gilt es zu zerschlagen, denn ihr bornierter BWL-Blick hat die unbestechliche Gesamtschau in das Glotzen von Al Capone und Lucky Luciano verwandelt.

Zukünftigen Hochschulreformern wäre zu empfehlen, die volkswirtschaftlichen Lehrstühle aufzulösen und nach wissenschaftlchen Kriterien neu aufzubauen.


Am 07. Juni 2018 schrieb Pat Hall:

Spontan :
Dieser Staat wird niemals seine Tarnung aufgeben denn dieser ist von den USA unterwandert.
Ob DEUTSCHE WELLE in englischer Sprache sollte man auch mal hinterfragen wer dieses Intrumentment beherrschert.
Alles bleibt wie es ist zeugt auf Phoenix die Befragung der Bundeskanzlerin.
Diese ganze Sippe gehört abgschafft damit sich in diesem Land etwas ändert .


Am 07. Juni 2018 schrieb Michael Riecke:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

leider muss ich sagen, dass Sie wieder alle relevanten Themen auf den Punkt gebracht haben. Klar der Russe ist der Feind und die Bedrohung. Dafür nehmen wir gerne eine verrottete Infrastruktur, Suppenküchen (ich hoffe die ARGE zieht diesen "geldwerten Vorteil" den Nutzern vom üppigen ALG 2
ab) gerne in Kauf. Dafür investieren wir ja gerne 2 oder besser mehr % vom BIP in die Rüstung. Irgend wie kenne ich das alles noch aus den 60er, 70er und 80er Jahren. Allerdings ohne Suppenküchen und mit weitgehend intakter Infrastruktur. Was war damals nur anders? Natürlich, die BRD musste damals ja ein Bollwerk gegen den Sowjet- Kommunismus sein. Da hat sich das Kapital noch mit 10% Rendite zufrieden gegeben. Heute müssen es ja mindestens 20-30% sein. Da ist natürlich kein Verteilungsspielraum mehr für höhere Löhne, soziale Wohltaten und für Steuern. Dafür brauchen wir einen neuen kalten Krieg mit Suppenküchen. Jeder muss ein Opfer bringen. Vielleicht ruft unsere Kriegsministerin im Winter zu einer Kleider- Sammlung für unsere Soldaten vor Moskau auf. Frau Springer, Frau Mohn und Frau Kladden geben bestimmt ihre Pelze publikumswirksam in der Tagesschau ab. Alles schon mal da gewesen. Geschichte wiederholt sich. nur etwas anders.


Am 07. Juni 2018 schrieb marie becker:

@Ole Bienkopp

leider ist der Thread geschlossen: nur kurz: meine Bemerkung war komprimiert und daher zT missverständlich; wie verrottet unser parlamentarisches System ist, ist mir bewusst. gestatten sie mir von einem besseren zu träumen an dessen Spitze S.W. steht.


Am 06. Juni 2018 schrieb Marc Britz:

Es gab durchaus einmal eine Zeit, in der ein Staat der abstrakte Apparat war, für welchen er fälschlicherweise immer noch oft gehalten wird.
Da gab es Lehrer und Professoren, Bahn- und Post- Beamten, Offiziere und Soldaten, Verwaltungs- und Misterialbedienste usw. usf., alle mit dem Ideal einer Nation inspiriert, welche sie alle nicht nur individuell als wichtige Teilhaber einer grossen gottgefälligen Sache erscheinen liess, sondern sie auch mit Auskommen und Pension entlohnte.
Zu diesen Zeiten konnte man tatsächlich konstatieren, dass das Private ohnehin nur eine Täuschung sei, denn es war ja schliesslich der Staat, der das Privateigentum garantierte. Und so war es für progressive Kräfte nur eine Frage auf welche Weise man sich des Staatsapparates zu bemächtigen hatte um die Verteilungsfrage neu regeln zu können.
Heute ist der Staatsapparat selbst von profitorientierten Privatiers durchsetzt. Pflichtbewusstsein und Opferbereitschaft für die Nation? Pustekuchen! Wer heute die Verteilungsfrage neu regeln will, kann getrost das Gesamtsystem an jeder beliebigen Stelle angreifen. Es ist mit dem parlamentarischen Liberalismus wie mit dem sprichwörtlichen Sack: wenn man drauf schlägt, trifft es immer die Richtigen.


Am 05. Juni 2018 schrieb Hella-Maria Schier:

Zu den Zuständen in Altenheimen füge ich hinzu, dass viele alte Menschen Medikamente erhalten, die sie ruhig stellen, damit sie das Pflegepersonal weniger in Anspruch nehmen und, dass sie häufig in in Windeln koten müssen, statt auf die Toilette geführt zu werden, weil die einzige Pflegekraft, die die Insassen gerade für die Nacht fertig macht, nicht überall gleichzeitig sein kann. Und es ist keines der schlechtesten Altenheime, in dem ich diese Zustände beobachtete. Ich weiss von einigen, dass sie darüber nachdenken, sich das Leben zu nehmen, bevor sie gezwungen sein würden, unter solchen Umständen ihren Lebensabend zu verbringen. Die Zustände in Krankenhäusern sind ebenfalls schlimm, man braucht nur an die multiresistenten Keime zu denken, die für jeden eine weit wahrscheinlichere Todesursache darstellen, als Opfer eines Terroranschlages zu werden. Wo ist der Staat hier um Lösungen bemüht? Nichts davon zu sehen.
Der Staat will sich nicht für Belange der Bevölkerung engagieren, weder notwendige Gesetze verabschieden und durchsetzen, noch Gelder investieren. Schliesslich heisst die Maxime "weniger Staat". Dafür mehr Privatindustrie und die kann man nicht abwählen, wenn sie die Bedürfnisse nicht erfüllt. Auch zur Integration der Flüchtlinge werden nicht die erforderlichen Mittel investiert. Willkommen hin oder her. Es war nie ehrlich gemeint, sondern hatte verschiedene andere Hintergründe. Aber mit einem seltsamen Engagement des Staates bin ich nun auf meinem eigenen Arbeitsplatz in einer Physiotherapiepraxis konfrontiert: der neuen Datenschutzverordnung. Ab sofort dürfen Rezepte nicht mehr vorne an der Rezeption unterschrieben werden, da sie ja dann für andere Patienten sichtbar seien, was die Privatsphäre verletze. Dies hat zur Folge, dass nicht mehr die Rezeptionskraft, sondern wir Therapeuten uns darum kümmern müssen, dies mit in der Behandlungskabine und knapper Behandlungszeit noch mit zu erledigen, was nicht zu unserer Konzentration auf die Arbeit beiträgt und so auch nicht zur Erholung der Patienten. Aber Hauptsache, Frau Schmitz weiss nicht, dass Herr Müller einen Bandscheibenvorfall hat ... den meisten Patienten ist das ziemlich egal, eher neigen sie dazu, selbst laut und ungehemmt darüber zu reden.
Noch absurder ist uns nun untersagt, in den Kabinen mit den Patienten Privatgespräche zu führen, da die Kabinen nicht klangisoliert sind. Ja sollen wir den Patienten nun den Mund verbieten, wenn sie sich mal ausspechen wollen, was ja ganz natürlich ist? Oft genug auch über Stress bei der Arbeit... Und können sie nicht selbst entscheiden, wieviel sie von sich preisgeben wollen? Warum engagiert sich der Staat gerade hier? Wir werden von der NSA überwacht, google weiss wo wir sind, was wir tun, was wir mögen, was wir denken. Heute morgen im Radio wurden mir die Vorteile der Erkennung der Schrittmuster jedes Menschen erläutert, welch faszinierende Technik als " Schutz vor Terror"... facebook hätte gern, dass ich Gesichtserkennung zulasse. Ein böser Mitmensch könnte mein Gesicht ja missbrauchen. Facebook will mich schützen. Vor Frau Schmitz vermutlich. Wieder vor Herr Müller und Frau Schmitz natürlich. Ich bin gerührt. Mein Mitmensch, der Feind. Man traue ihm bloss nicht. Und wer schützt mich vor Facebook, Google, NSA und all unseren anderen Bewachern und Beschützern? Das Datenschutzgesetz?
Der Staat sucht sich sein Engagement nach denkwürdigen Kriterien aus.


Am 05. Juni 2018 schrieb Matthias Brendel:

Im Folgenden ein paar Bemerkungen zu den angesprochenen Problemen des enttarnten Staates im Pflegebereich und die Suche nach einer profitablen, nachhaltigen, europäischen Lösung:
Wann gibt es endlich Soylent Green?
Für die Jüngeren sei erwähnt: Das war eine Hollywood Produktion von 1973, bei der die Alten, ab einer bestimmten Altersgrenze, auf verschiedenen, sehr individuellen Wegen mit guten Designer Drogen angenehm, zwangsweise sterbebegleitet wurden und danach wurde aus den Leichen eben dieses Soylent Green hergestellt, eine Art Keks, den die Massen gerne zu sich nahmen.
Unter der Vorgabe der Nachhaltigkeit der Verwertungskette wird ein solches Verfahren für interessierte Industriekreise sicher bald ins Visier genommen.
Da könnte doch auch hübsch dran verdient werden und man hätte nicht immer die hässlichen Bilder von Sterbenden, die in ihrem eigenen Kot übernachten, weil die Pflege so toll organisiert ist.
Das Sterben als ein politisch gefördertes Lifestyle Event zu verkaufen, könnte neue Märkte schaffen, das Erleben des eigenen Dahinscheidens würde zum gesellschaftlichen Gradmesser der eigenen Wertigkeit erhoben und man könnte verschiedene Preisstufen von Hartzer bis zum leitenden Angestellten anbieten, was für ein grosser Markt....
Garnicht dran zu denken, was dieses Verfahren für die Welternährung bedeuten könnte!
Mir fallen auch sofort Namen ein, wer das organisieren könnte, da wäre ein Herr aus Hannover ganz vorn, der hat das Talent für eigentlich alles, inklusive Fernsehshow.
Vielleicht kommt es ja bald von Bayer/Monsanto auf den Markt, als Name wäre Eurokeks nicht schlecht, das wäre zumindest europäisch.
Man müsste das natürlich schon diskret machen, schon klar, aber es wäre der von Frau Merkel herbeigesehnte neue Standard der Altenpflege im Rahmen einer von Konzernen gesteuerten, fröhlichen, neuen Welt!
(Die politische Realität hat schliesslich bisher immer die SF Literatur an Schrecken und Zynismus weit übertroffen.)
Auf Gehts!


Am 05. Juni 2018 schrieb Heinz Fink:

@ Ulrike Spurgat
Vielen Dank für ihre extrem gehaltvolle Anmerkung.


Am 05. Juni 2018 schrieb Grieder Hansen:

"Anders als die Getöse-Debatten der politischen Rechten vermuten lassen, findet die Auflösung des deutschen Staates weniger an seinen Grenzen statt." Das musste verdammt noch mal mal gesagt werden! In all den Grenz-Debatten werden primär die Grenzen der Dummheit überschritten. Denn wie Gellermann nachweist findet die staatlich Auflösung weniger an den Grenzen statt sondern im Sozialgefüge. Aber unter der Tarnung der Sorgen um die Grenzen kann dieser Gauland seine Relativierung der Nazi-Zeit bequem unterbringen. Dem Mann hat offensichtlich der Reichsadler ins Gehirn geschissen. Aber keiner bringt ihn in eine dieser Anstalten, wo man den Patienten gut zu redet. Der Mann kann immer noch fei rumlaufen. So geht Rechts-Staat.


Am 05. Juni 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Uschi Peter
Vielen Dank ihren gehaltvollen Beitrag.


Am 05. Juni 2018 schrieb Andreas Bittner:

Ein echter Gellermann, wie immer auf den Punkt. Eine Freude, so etwas zu lesen inmitten des ör Mediensumpfes.


Am 05. Juni 2018 schrieb Ole Bienkopp:

Passend zum Thema eine wunderbare Analyse der "Anstalt" zum Thema "Briefgeheimnis", Artikel 10 GG und Überwachung:

https://youtu.be/G6SC8jVfaPw

Für mich als "gelerntem DDR-Bürger" ein schlimmes Deja-vu, denn daß die Wahrheit nur noch häppchenweise und auch nur im Kabarett verkündet wird... das hatte ich schon mal!

Apropos "Anstalt". Es ist ja auch bezeichnend für den Zustand dieser Medienwelt., daß eine Satieresendung sich genötigt fühlt, für die Inhalte ihrer Sendung eine Website unter der Überschrift "Faktencheck" zu betreiben, in der sich die Macher öffentlich dafür rechtfertigen müssen, daß die in einer Satiresendung (!!!) genannten Sachverhalte tatsächlich korrekt sind .- und nicht etwa künstlerisch extrem überhöht oder gar völlig an den Haaren herbeigezogen. Dabei wären Unkorrektheiten hier sogar von der künstlerischen Freiheit gedeckt!

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/fakten-im-check-der-anstalt-118.html

Ganz im Gegensatz zu den Nachrichtensendungen, die sich das nicht leisten dürfen - es aber regelmäßig tun.... Und deren "Faktenfinder" auch noch als verlängerte Propaganda fungiert...


Am 05. Juni 2018 schrieb Jens Humml:

Da ist uns jüngst andernorts "der Kragen geplatzt". Wir denken, es paßt schon:

Der vormalige "Führer" der "Freien Welt" (ja, auch an der Sprache wirst du sie erkennen) meinte einst, daß die "unverzichtbare Nation" (sic!) manchmal anderen - wohl weniger unverzichtbaren Nationen - "den Arm umdrehen" müsse, wenn sie nicht täten, was die Unverzichtbaren wollten, daß sie es täten.
Er war ein großer Freiheitskämpfer und ausgewiesener Demokrat.

Manchmal - bei einem Glas billigem Wein - wenn unser Zorn die Ketten der Vernunft sprengt und sich mit seinem bösartigen Bruder, dem Haß, verbündet, sehnen wir sie geradezu herbei - die strafende Hand Gottes, auf das sie endlich danieder fahre. Und wir malen uns aus, wie diese Strafe aussehen könnte - wir denken dabei an "Yellowstone" oder ähnliche Einrichtungen, die Gott in seiner unergründlichen Weisheit vorzuhalten für erforderliche erachtete ... und dann sind wir wieder nüchtern.
Ja, auch Gott zeigt in seinem Strafen doch recht wenig Differenzierungs-bereitschaft.

Uns ist nicht aufgefallen, daß am 8. Mai dieses Jahres ein Ereignis Erwähnung gefunden hat, welch selbigem man vor Zeiten noch einige geschichtliche Bedeutung beigemessen hatte. Andererseits durften wir am 9. Mai zur Kenntnis nehmen, daß an diesem Tage in Moskau eine Militärparade stattgefunden habe, anläßlich des - wir zitieren wörtlich - "sogenannten Tag des Siegs".

Weit sind sie gekommen.

Nun haben wir ein gewisses Verständnis für diejenigen, denen der Gedanke nach wie vor unerträglich ist, daß die großdeutsche Party eines einst ebenso großen Freiheitskämpfers vor Moskau zu ende war. (Vor! Moskau - da ist der "Froschfresser" ja weiter gekommen.)
Dieser Freiheitskämpfer hatte dummerweise nur die deutsche Freiheit im Sinn, was ihn zu völlig unerwarteten Feldzügen bewog - obwohl man ihm - zuletzt mittels eines "komischen Krieges" - doch zu verstehen gab, was man von ihm erwartete.

Nun, im folgenden wurde hier korrigierend eingegriffen - quasi Gleichklang hergestellt, wie sich nicht zuletzt aus einem mehr oder weniger bekannten Büchlein ergibt - Verfasser war ein hoch intelligentes aber recht widerwärtiges Subjekt, welches die Welt als Schachbrett (und uns demnach als Bauern) ansah. (Der Mann galt selbstverständlich auch als Demokrat.)

Daß die "Stoßrichtung", wie diesem zu entnehmen, mit derjenigen identisch ist, welche besagter Freiheitskämpfer einst verkündete - besonders in seinem als programmatisch bekannten Werke, für das sein Freiheitskampf titelgebend war - scheint eine wenig beachtete Auffälligkeit zu sein.

Und so dürfen wir den nunmehr dritten großen Rußlandfeldzug der jüngeren Geschichte erleben - jetzt unter dem Sternenbanner auf blauem Grund bzw. mit Streifen - und wir wünschten, daß die Party diesmal doch etwas früher enden möge - die Aussichten sind da noch recht wage.

Unser Wortschatz ist schlicht zu beschränkt, um einer angemessenen Beschreibung dessen Ausdruck zu verleihen, was wir in den letzten 5 Jahren zur Kenntnis nehmen mußten - die gängige Begrifflichkeit der Fäkalsprache träfe es nicht einmal ansatzweise.

Womit sind wir da bloß wiedervereinigt worden.


Am 05. Juni 2018 schrieb Uschi Peter:

„Die sozialdemokratische Hoffnung auf einen "fürsorglichen Staat. Natürlich ist der Wohlfahrtsstaat eine Schimäre."
"Wer seine Tarnung als fürsorglicher Staat aufgibt, der muss mit dem Aufmucken der Nicht-Versorgten rechnen"
Wir hatten schon einen Wohlfahrtsstaat. Leider hat der sich überhoben, zumal er im Würgegriff seiner kapitalistischen Gegner war. Und durch den dadurch bedingten Mangel wollten seine unzufriedenen Bürger endlich auch überallhin reisen und immer auch Bananen haben. Die fast 5 Millionen Arbeitslosen nach der Wende kamen ins Grübeln.
Die BRD ein Sozialstaat? Dieser „Wohlfahrtsstaat" musste nur ein Gegengewicht zur sozialistischen DDR bieten, was er aufgrund seiner finanziellen Überlegenheit auch leicht konnte. Wieso aber hatte dann die BRD eine viel höhere Verschuldung als die DDR?
Warum zahlt die BRD eigentlich Arbeitslosengeld? Weil sie anderenfalls als Menschenrechtsverletzer dastehen würde. Denn Recht auf Arbeit ist ein Menschenrecht!
Jeder der schon einmal arbeitslos war, kennt das Gefühl der Demütigung, auf Almosen angewiesen zu sein, obwohl er arbeitsfähig wäre.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, auch Deklaration der Menschenrechte oder UN-Menschenrechtscharta oder kurz AEMR[1], ist das ausdrückliche Bekenntnis der Vereinten Nationen zu den allgemeinen Grundsätzen der Menschenrechte. Es wurde am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Palais de Chaillot in Paris genehmigt und verkündet.
"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren."
Als Vorlage für die Artikel dienten die Unabhängigkeitserklärung der USA von Großbritannien von 1776 und die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte in Frankreich vom 26. August 1789.
Eine Auswahl aus diesen Artikeln:

Artikel 23:
1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.
2. Jeder ohne Unterschied hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.
4. Jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.


Am 04. Juni 2018 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

BRAAAAAAVO - unerreichbar wie immer: LUTZ JAHODA!!!!


Am 04. Juni 2018 schrieb Jenny Westpahl:

Ein typischer Gellermann ist die Verbindung von sozialer und psychischer Lage. Hier wirkt offenkundig der analytische Verstand des ehemaligen Creative Direktors. Diese Texte sind intellektuell und sprachlich eine Wohltat.


Am 04. Juni 2018 schrieb Lutz Jahoda:

RATING-AGENTUR
STRAW & BERRY
STUFT EUROPA WEITER AB

BEGRÜNDUNG

Das Weltfinanzkapital steht geschlossen.
Eine Kräh hackt der andren kein Auge aus.
Henry Ford hätte zu gern auf Rothschild geschossen.
Doch wie das so ist unter Banken und Bossen:
Sie tragen Konflikte stets unblutig aus.

Fürs Ausbluten zuständig sind stets die Dummen.
Erschreckend, wie viel sich noch kaufen lassen,
den Falschen zuapplaudiern und verstummen,
wenn Polizisten mit Schlagstock und Wummen
die Rechten verschonen, die Linken erfassen.

Die Pseudokratie, die schlau genutzte,
schläfert mit optischem Überfluss ein.
Genießen kann nur der Geldscheinverputzte.
Im Schatten verbleibt das armutbeschmutzte
Talmi-Europa mit Kesselstein.


Am 04. Juni 2018 schrieb Karola Schramm:

"Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet." Nach diesem Kernsatz aus dem kommunistischen Manifest scheint sich der deutsche Staat weitgehend zu richten."

Aber sicher doch. Kommunistisches Denken hat für solche Menschen immer seinen Reiz. Einige wenige werden reich und bleiben reich und die Masse wird gleichgeschaltet durch die Massenmedien. Geld gibt es für diese nur so viel, dass es nicht zum Verhungern kommt. Gute Arbeitsplätze fallen weg wegen mangelnder Investitionen der internationalen Industrie - zocken wird besser bezahlt und verhindert die elenden Auseinandersetzungen mit den Belegschaften und deren gewerkschaftlichen Vetretern - im Sinne des Wortes zu verstehen - da sie sich nur lauwarm für die Belange der Arbeiter einsetzen.

Dass diese asoziale Politik sich in alle Lebens-und Arbeitsbereiche hinein frisst ist nicht mal Kollateralschaden, sondern Prinzip. Das Nötigste ist gerade gut genug fürs Volk, die Völker der Welt.

Merkel ist keine Politikerin, sondern eine Managerin, genauso wie es sich die Bertelsmänner vorstellen. Ein Staat muss so geführt werden wie ein Unternehmen. Das vollzieht Merkel. Regierung und Parlament ziehen mit. Keine Opposition die ernst genommen werden kann. Wenn dann die AfD mal richtig stänkert, geraten alle "aus dem Häuschen" und schreien von extremen Rechten, die Deutschland und die Demokratie zerstören, mit denen nicht geredet werden darf. Ein gemeinsamer Feind schweißt auch hier alle zusammen. Der ganze Bundestag mit Bundesregierung: "Ein Arsch und eine Backe" bei der Zerstörung des inneren Gleichgewichts und demokratischen Verhaltens, des Friedensgebotes, einer friedlichen Politik und des Briefgeheimnisses. Alle Bereiche: Bildung, Schule, Gesundheit, Straßenbau, Mieten und Wohnen, Sportstätten, Universitäten. Alles wird platt gemacht. Eine Krise jagt die andere, von der Merkel Politik initiiert. Letzte Krise: BAMF. Markt-Diktatur pur- getarnt unter dem Mantel der Demokratie.

Standard ist der Mindeststandard, damit die Bourgeoisie, das wohlhabende Bürgertum, unbekümmert und ohne Angst vor Konkurrenz sich weiter ausleben kann. Geschützt wird das Alles durchs Militär, das ja nun auch im Inneren, bei Aufständen, eingesetzt kann.
Feudalistische Gleichmacherei mit den Errungenschaften des 21. Jahrhunderts: Auto, Telefon, Handy, Internet, Film und TV, Einbauküche und Wasserclosett. Anders als damals, doch immer noch die Ideolgie, dass die Masse Tiere sind.

Dann wird von diesen Feudalisten im Bundestag mit Hilfe aller gleichgeschalteten Medien kräftig gegen Linke gehetzt wegen ihrer sozialistischen Gleichmacherei, die ja so gefährlich ist, dass sie damit nicht durchkommen dürfen. Na klar, dann ginge es ihnen selber zwar nicht mehr an den Kragen, aber ihrer ausbeuterischen, egoistischen Macht würden Grenzen gesetzt und die Masse bekäme mehr Geld und Zukunftschancen für ihre Kinder und würde auch nicht mehr als Tiere gedacht.

Dass sich alle Linken im Bundestag und außerhalb derartig von den Herrschenden haben "ins Bockshorn jagen" und einschüchtern lassen, ist eine erschütternde Tatsache.

Doch glücklicherweise gibt es Ausnahmen, wie U.Gellermann mit seinem "Rundumschlag" hier im Internet, (wie viele andere auch) treffend beweist. Vielen Dank dafür, dass Sie uns immer wieder zum Nach-und Weiterdenken anregen.


Am 04. Juni 2018 schrieb Ernst Blutig:

Herr Gellermann,
gut gebrüllt^^.

Es gibt bei den Deutschen nur eine Angst, die die Aussenpolitik anleitet und das ist die vor dem slawischen Untermensch, dem Bolschewik, dem Kommunisten.

@ frau becker
"auch sie hat ein Verfallsdatum"

ja hat sie, aber der unterschied ist, daß sie das nötige kleingeld hat, damit sie eben NICHT in einem der finalen Mehrwertverwurstungsmaschinen namens Pflegeheimen ihr Dahinvegetieren erleben muss. Das ist nur denen Vorbehalten, die nichts haben.
Frau Merkel wird sich eine/n private/n Pfleger /in auf dem Landsitz leisten können.


Am 04. Juni 2018 schrieb Ulrike Spurgat:

Medienkritik, die Prioritätensetzung in der Galerie schafft den Spagat zwischen Politik, Kapital, Wirtschaft und gesamtgesellschaftlichen Interessen, die schonungslos der POlitik und all denen, die die Medien für ihre verkommenen Interessen nutzen können, mit einer besonderen Fähigkeit, die Buchse (Hose) runterzieht.
Was mich wirklich freut ist, dass die so oft vergessenen Themen, und damit sind all die Menschen gemeint, die in den Pflegeheimen, in der ambulanten Alten- und Krankenpflege zu Hause betreut werden einen Moment der dringenden Aufmerksamkeit hier bekommen, und dafür danke ich mehr, als in Worte zu fassen geht. Es sind dramatische Situationen, in denen sich unsere Alten und Kranken befinden. Meine Kollegen, die wirklich ernstzunehmen sind berichten von Mißständen, die mich vom Hocker hauen, und das nach längjährig konkret an der Basis arbeitend.
Sie berichten von verdünntem Schampoo und Duschgel, um zu sparen. Zeit, die Bewohner bei der Nahrungsaufnahme zu unterstützen haben sie nicht. Bewohner nehmen ab, weil sie nicht ausreichend Nahrung zu sich nehmen, nicht ausreichend trinken, aus Angst, dass niemand mit ihnen zur Toilette geht, weil sie das nicht mehr alleine können, und die Einsamkeit, das Alleinsein, sich abgeschoben fühlen, und die Angehörigen sind meist voll berüfstätig, oder aber leben in einer anderen Stadt, die mangelnde Ansprache, dass Zurückziehen auf sich selbst kann zutiefst isolierendes Verhalten zur Folge haben: Angst, Rückzug, Schwermut und die Trauer über die Zeiten,die nie mehr zurückkommen werden. Ein Bewohner erzählt mir bei einem meiner Besuche: "Wir warten auf den Tod." Wie erschütternd, und todtraurig sind solche Aussagen.
Der Krankheitsstand der Pflegekräfte ist um ein Drittel höher, als in den Krankenhäusern, wo fast 30% mehr an Gehalt möglich ist.
Sie kämpfen in vorbildlicher Weise meine Kollegen, nicht nur um die Würde des Menschen, sondern auch um bessere Arbeitsbedingungen, und um qualifizierte Mitarbeiter.
Eine Frühschicht in einem mir bekannten Pflegeheim eines privaten Betreibers zeigt sich folgendes: 56 sogenannte Bewohner, davon 25 schwerstpflegebedürftig, mit anderen Worten; bettlägerig, und in jeder Beziehung auf Hilfe angewiesen: Körperpflege, Essen, Bewegung, Betten beziehen, Medikamenteneinnahme. Eine Fachkraft, ein Praktikant und ein Altenpflegeschüler. Das wars, und das alles in einer dafür vorgegebenen Zeit, die aber die Dokumentationsmappe beiinhalten, weil dort jeder Furz notiert werden muss, um den Betreiber abzusichern, und die Kollegen zu kontrollieren. Und wenn Kollegen krank werden, müssen die die da sind die Arbeit mit übernehmen. Ein Doppelzimmer, ca. 24 qm. durch einen Vorhang getrennt kostet pro Bewohner, je nach Pflegegrad bis 1900 Euro, und damit ist nicht alles abgedeckt. Es gibt keine zur Verfügung stehenden Ärzte in den Heimen, begründet mit der freien Arztwahl. Die 13000 neuen Stellen, mit denen der Spahn hausieren geht, ist wenn die Kollegen Glück haben vielleicht eine Stelle mehr pro Einrichtung, was ich allerdings bezweifel.
Eine Gesellschaft, die die Alten und Kranken alleine sterben lässt, weil die Zeit nicht ist, die Hand zu halten, im sterbenden Menschen, den Menschen zu erkennen, und einfach für ihn da sein, und dem Leben ein würdevolles Ende zu geben, und dem Tod so ein wenig seines Schreckens zu nehmen versagt, wieder und wieder.
Vielen Dank für diesen Artikel, der wie ich finde ein ganz besonderer ist.


Am 04. Juni 2018 schrieb Elmar Widder:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

Ich heiße Elmar Widder und arbeite in der Redaktion des Demokratieblogs, einem kleinen Online-Blog aus Bayern in Deutschland (https://www.der-demokratieblog.de). In unserer Rubrik ?Gastkolumne?, die erst vor kurzem ins Leben gerufen wurde, veröffentlichen wir Artikel, die nicht von unseren eigenen Redakteuren verfasst wurden.

Da wir Ihren Artikel "Ein Staat gibt seine Tarnung auf", der heute in der Rationalgalerie und auf KenFM erschienen ist, toll finden, wollten wir fragen, ob wir ihn in unserer Gastkolumne weiterverbreiten dürfen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns diese Veröffentlichung erlauben würden und falls Sie im Gegenzug an einem unserer Artikel interessiert sein sollten, dann würden wir uns selbstverständlich erkenntlich zeigen .

Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich bereits im Voraus und versichere Ihnen meine vorzügliche Hochachtung.

Antwort von U. Gellermann:

Bitte bedienen Sie sich.


Am 04. Juni 2018 schrieb Guenther Mann:

"4 grosse religionen haben wir: Geld, Staat, Nation und die Goetter"

mir gefällt die Reihenfolge, jedoch alle 4 gibt es nicht.
unser geld ist amerikanisches bedrucktes papier ohne jeden wert wenns ernst wird
unseren staat gibt es nicht, es gibt uns als angehörige (eigentum) dieses staates, es ist nicht unser staat sondern umgekehrt
nation (deutsche ) gibt es nicht, es ist eine marketing-idee des 19 Jh. die bewohner deutschlands sind mitnichten nativ miteinander verwandt.
und gott, na ja ,der ruht sich aus


Am 04. Juni 2018 schrieb Alexander Kocks:

Nachdem ich den Artikel von Uli Gellermann
zum unbeschränkten Abgreifen der Mails und Posts durch unsere Sicherheitsdienste heute gelesen habe beschleicht mich schon ein mulmiges Gefühl beim Kommentieren auf dieser Seite. Ich bin nämlich Merkel - und Regierungskritisch..
Aber Spaß muss sein.
An diesem Fall konnte man wunderbar die pavlovsche Reaktion der Staats- und Konzern-Medien bewundern, denn sobald nur das Wort Russland fällt tropft denen sofort der Geifer aus den Lefzen. Schöner konnten unsere MSM sich nicht blamieren. Das alles geschah auch noch zu Zeiten als unser Präses Steinmeier bei seien
Freunden in Kiev weilte und unser Riesenstaatsmann Heiko Maas quasi im Anflug auf Kiev war. Insbesondere von Herrn Maas bin ich schwer enttäuscht, hatte ich doch mit der sofortigen Ausweisung russischer Diplomaten
gerechnet, aber anscheinend war die Zeit zum
Reagieren zu kurz. Dafür blieb für Herrn Maas
aber noch die Zeit für einen Helikopterflug zur Grenze nach Lugansk und Donetzk um schon mal das Aufmarschgebiet der Bundeswehr zu inspizieren. Ich glaube Willi Brandt hat den schönen Satz geprägt: Jetzt wächst zusammen was zusammen gehört.


Am 04. Juni 2018 schrieb marie becker:

"Aus dem Merkelschen ins Deutsche übersetzt: Scheiß auf die Verantwortung gegenüber den Alten und Kranken. ? Das ist der wahre Standard."

und sie sitzt breitbeinig in der Runde hübscher junger Sportler als könnte es ihr nix anhaben, dass auch ihre Jugend längst vergangen und dass ihr gehabe nichts nützt, auch sie hat ein Verfallsdatum ...

wenn sie nun zu ihrer fehlerhaften Flüchtlingspolitik in Bezug auf das Bamf zur Kasse gebeten wird, muss sie damit rechnen, dass es eng um sie wird. Der Nebel wird gelüftet....

auch der "äußere Feind" wird ihr nicht helfen


Am 04. Juni 2018 schrieb willi uebelherr:

Dein anfang ist gut.
"Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet."

Aber der schluss:
".. Kapitalverwertungs- und Schutzmaschine namens Deutschland .."
Was soll das denn sein. Staat gibt es nicht. Staatsgewalt ist eine fiktive deklaration fuer Gewalt Instanzen. Jede person kann erklaeren, sie arbeitet beim "Staat", oder fuer ihn oder sonst was. Das ist ja wie im Christentum, die rennen in ein haus mit einem penis davor und beten zu einem gott, den es nicht gibt.

Im kopf ja, klar, da koennen wir alles generieren. Aber real? Wo wohnt der Staat, wie sieht er aus? Ich habe noch keinen gesehen. So ist es auch mit den goettern.

Die staatskonstruktion, eine kopfgeburt, kommt aus dem roemischen reich und wurde dort theoretisch begruendet. Cicero. Aehnliches gab es schon vorher. Archaischer.

Es geht also nach wie vor um sklaverei. Und solange die sklaventreiber und deren treiber machen koennen, was sie wollen, machen sie es. Religionen sind da sehr gut dafuer. Der Schein truegt. Auch der Geldschein oder die zahlen im computer.

4 grosse religionen haben wir: Geld, Staat, Nation und die Goetter. Und irgendwie funktioniert es auch bei dir. Seltsamer weise.

Was ist Deutschland? Eine region in West-Europa, die Deutschland genannt wird. mehr nicht.

Antwort von U. Gellermann:

Dass es den deutschen Staat nicht gibt wird Länder wie Afghanistan oder Mali erstaunen. Wo mag denn die Bundeswehr herkommen?


Am 04. Juni 2018 schrieb Eckart Kreitlow:

Lieber Uli Gellermann,

bist Du weiterhin damit einverstanden, dass wir Deine Emails mit den Links und den Verweisen zu Deinen interessanten und "den Nagel auf den Kopf treffenden" Beiträgen auf Rationalgalerie.de in der bisherigen Form auf Ostsee-Rundschau.de veröffentlichen dürfen?

Wenn ja, würde es uns einerseits sehr freuen und andererseits würden wir es auch gerne tun!

Antwort von U. Gellermann:

Aber gern: Über weitere Verbreitung meiner Artikel freue ich mich.


Am 04. Juni 2018 schrieb Andreas Schell:

Nachdenklich über Karin Fischers Kommentar gesessen. Das stimmt: es will keiner mehr wissen.

Marx' Theorien z.B. über die "systemimmanente Kapitalakkumulation" waren über weite Strecken gespenstisch präzise. Ähnlich auch das Szenario, das der Club Of Rome schon in den 70er Jahren über den Zustand der heutigen Welt zu prognostizieren im Stande war.

Wir aber wollen auch diesen Sommer mit dem Kerosinbomber in Urlaub fliegen, schön viel Auto fahren, Strom aus der Steckdose, Überversorgung mit möglichst billigen Nahrungsmitteln, die nur durch industriellen Raubbau mit dieselbetriebenen Schwermaschinen in diesen Mengen von den Feldern zu holen sind. Dass von dieser Sorte Dummheit die Veranstalter unermesslich reich werden, ihr Umfeld fast unbemerkt verarmt, die Bevölkerung der beraubten Länder und zuletzt auch der kleine, gefühlt reiche Teil der Menschheit verrecken wird, ist unerträglich. Die Analyse ist da. An Lösungen für die wahren Probleme arbeiten viel zu wenige. Auch deshalb "will das keiner wissen": weiter so ist eben viel einfacher.

Vielleicht finden unsere Kinder ja die verstaubte Literatur, die uns schon heute zur Verfügung steht und wollen wissen, wieso das alles keiner von uns wissen, erst recht nicht ändern wollte.

Antwort von U. Gellermann:

Nur nichts anstauben lassen: Da Manifest ist ein gesellschaftliches Werkzeug. Zu seiner Pflege gehört die Nutzung.


Am 04. Juni 2018 schrieb Ede Cyslak:

Der Tarnanstrich funktioniert doch: Die Mehrheit der Hartzer wählt immer noch genau die Parteien, die ihnen ihnen das System eingebrockt haben. Ihr Video beweist außerdem, dass der "äußere Feind" alle Zweifel überlagert: Die "Auferstehung" ist doch medial gelungen.


Am 04. Juni 2018 schrieb Karin Fischer:

Ihr Rückgriff auf Marx und Engels ist schön antik. Aber völlig sinnlos: Das will keiner mehr wissen.

Dran bleiben...

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