Die Sprach-Mörder

Am Beispiel eines süddeutschen Drecksblattes

Autor: U. Gellermann
Datum: 10. April 2017

Der Mann von Welt, die Frau mit Ambitionen: Wenn sie nicht gerade die FRANKFURTER ALLGEMEINE zum Kopf führen, dann lassen sie ihre Synapsen von der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG geistreicheln. Natürlich haben die papierenen Blätter nicht die generalisierende Wucht einer TAGESSCHAU, und sie tragen Blut und Hoden auch nicht so penetrant vor wie die BILD-Zeitung. Aber sie sind stilbildend. Wer die Edelfedern und Edelfeigenblätter der Republik liest, der ist schon selbst Stil: Better people. Die SÜDDEUTSCHE wird gern von anderen Journalisten gelesen: Man verständigt sich. Und die SÜDDEUTSCHE hat sogar einen Rechercheverbund mit den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten NDR und WDR: Man recherchiert, sieh an, sieh an, fast wie früher. Wegen all dieser Lorbeeren ist die SÜDDEUTSCHE ein Musterbeispiel dafür, wie die deutsche Sprache – hat sie den öffentlichen Raum erreicht – zum Zwecke des Mordens umgebracht wird.

Kaum ein wichtiger Politiker galt auch den deutschen Medien als so völlig verlogen wie der aktuelle US-Präsident Donald Trump: Aus seiner Umgebung stammt der Ausdruck „alternative Fakten“, ein viel belachter Tölpel-Begriff für blanken Schwachsinn. Und seine Kriegserklärung gegen die Medien wurde als Beweis für seinen Kampf gegen die Wahrheit genommen. Dann, zur Begründung einer gewöhnlichen Raketen-Mörderei auf einem syrischen Flughafen, sagte die professionelle Schweinebacke Trump diesen Satz: Der syrische Diktator Assad habe mit seiner "barbarischen Attacke sogar wunderschöne Babys brutal ermordet“. Aus einem süßlich gespitzten Mündchen tropfte ein verschwiemeltes „sogar“ in die internationalen Medien und der Schalter wurde umgelegt: Donald Trump musste die reine Wahrheit gesagt haben, denn er befeuerte den Krieg. Halleluja. Und er führte als postfaktischen Beweis für Assads Giftgas-Verantwortung die „wunderschönen Babys“ an. Ja, sagt da der Mann in der Armani-Uniform aus der Redaktion der SÜDDEUTSCHEN, wenn sie wenigstens hässlich gewesen wären. Aber wunderschöne Babys, das geht gar nicht! Und dann macht sich der Herr Kornelius an seinen samstäglichen Aufmacher.

„Trumps Schlag gegen Assad“ lautet die Titel-Zeile jüngst. Da steht nicht: Der amerikanische, militärisch-industrielle Komplex mit der Rückendeckung der islamo-faschistischen Saudis lassen mal wieder die Reste eines laizistischen Staates bombardieren. Ein "Schlag" schreibt da einer, wie von einer gerechte Bestrafung. Unterwegs zum Morden hat es der Herr Redakteur gern persönlich. Deshalb faselt er auch in der Unterzeile des selben Artikels mittelalterlich von einer „Herausforderung“ Trumps gegen Putin. Man will doch die unschuldig-weiße Seite Eins der SÜDDEUTSCHEN nicht mit der Wahrheit beflecken, mit den Gedärmen und der Scheiße, die aus toten Leibern quellen wenn Raketen ihr Ziel gefunden haben. Weiter im Text geraten die ziemlich gewöhnlichen Terroristen in Syrien zu edlen „Aufständischen“ und die USA werden „Mit ihrem Angriff neues Gewicht“ erlangen. Man sieht ihn vor sich, wie er vor pubertierender Erregung schwitzt, der kriegsgeile Redakteur. Jene fröstelnde Angst vernunftbegabter Wesen, dass die Militärmächte USA und Russland in Syrien direkt aufeinander treffen könnten, die kennt der Redakteur nicht.

„Die Hinweise verdichten sich, dass Syriens Machthaber für den Chemie-Waffenangriff verantwortlich ist“, steht auf der Seite Zwei der SÜDDEUTSCHEN. Immer wenn sich Hinweise scheinbar wie von selbst verdichten, war der Kriegs-Dichter unterwegs. Der dichtet hier und verdichtet dort und schon hat er einen echten Hinweis. Zum Beispiel den Giftgasangriff von Ghuta vom 21. August 2013, den schreibt die SÜDDEUTSCHE ohne jeden Beweis der Regierung Assad zu. Störende Fakten, wie der US-amerikanische Investigativjournalist Seymour Hersh, der zu anderen Ergebnissen kam, oder die Aussage der Abgeordneten des türkischen Parlaments Eren Erdem und Ali Şeker, die aufgrund von Gerichtsakten der Staatsanwaltschaft von Adana den türkischen Geheimdienst und dschihadistische Milizen für den Giftgasanschlag verantwortlich machten, verschwinden einfach. Da baut der Redakteur doch lieber diesen Satz: „Während westliche Geheimdienste mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Einheiten der Regierung für die Attacke verantwortlich waren…“ Wer mag bei der SÜDDEUTSCHEN die hohen Wahrscheinlichkeiten herstellen? Sicher der Kollege, der den irakischen Massenvernichtungswaffen, die ein westlicher Geheimdienst vor dem Irak-Krieg schlicht erfunden hatte, einen hohen Schein von Wahrheit verliehen hat und immer noch nicht wegen Beihilfe zur Kriegshetze vor ein ordentliches Gericht gekommen ist.

Damit der permanente Anschlag auf die deutsche Sprache und die Wahrheit gut verkleistert wird, lässt die SÜDDEUTSCHE auch den Chefredakteur Kurt Kister auf die geschundenen Objekte los: Die Attacke der US-Navy habe bewiesen „Man muß ernst nehmen, was Amerikas Präsident sagt.“ Kister kann nicht schreiben, dass Trump mit dieser Attacke jenen Grad von Wahnsinn aufweist, den die deutschen Medien ihm seit Monaten attestieren. Nein, Kister freut sich über den neuen Trump: „Da sitzt ein Wutbürger, der Marschflugkörper losschicken kann.“ Damit auch jene Leser, die es mit dem Lesen nicht so haben, den Kurs der SÜDDEUTSCHEN verinnerlichen, darf ein schlechter Karikaturist noch schnell Assad, Putin und den iranische Präsidenten Hassan Rohani mit dieser Unterzeile bedenken: „Eine Tomahawk und drei Heuchler“. Man hat sie mit Raketen bestraft, die Heuchler, erzählt der Zeichner, den auch der „Stürmer“ jederzeit angestellt hätte. Gleich daneben erklärt die SZ, dass die wunderbaren Tomahawk-Präzisionsraketen „seit dem Irak-Krieg 1991 über 2000 mal abgefeuert wurden.“ Ohne Präzision zieht doch der süddeutsche Redakteur nicht in den Krieg, selbst wenn er ihn nur Konflikt nennt. – So bringt ein Drecksblatt Tag für Tag die deutsche Sprache um, um auch dem mörderischsten Krieg einen gebildeten Anstrich zu verleihen.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 18. Mai 2018 schrieb Karola Schramm:

Mit dem Lesen dieses Artikels bin ich leider spät dran. Dennoch - er beeindruckt mich tief und er ist ja so richtig in seiner Deutlichkeit, dass mir nur noch bleibt, was Merkel auf einer Sicherheitskonferenz,(2006) als Zitat von Madame Albright von sich gegeben hat:"Die zentrale, außenpolitische Zielsetzung lautet, Politik und Handeln anderer Nationen so zu beeinflussen, dass damit den Interessen und Werten der eigenen Nation gedient ist. Die zur Verfügung stehenden Mittel reichen von freundlichen Worten bis zu Marschflugkörpern."

Nichts von Frieden, nichts von fairen Verhandlungen, nichts von demokratischer Einstellung anderen Ländern gegenüber, die ja auch eigene Interessen haben.
Es gilt das primitivste Vorgehen, dass es seit der Steinzeit gibt. "Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein." Mit allem Drum und Dran.
Kopfschüttelnd sehe ich, wie tief unsere Medien gesunken sind.

Darum danke, Uli Gellermann, für diese radikale Aufklärung. Sie tut weh. Sehr weh zu sehen, wie Menschen, von Beruf Journalisten, sich hinreißen lassen, so für Krieg und Vernichtung für die Bundesregierung, das Parlament und letztlich für Merkel zu schreiben und damit alles gut zu heißen, was diesen in ihrem Zerstörungs- und Größenwahn alles so einfällt.


Am 13. April 2017 schrieb Thea Rann:

Hallo Ulli vielen, vielen Dank für Deine klaren Worte zu der menschenfeindlichen Strategie der Kriegsherren aus Übersee und den treuen westlichen Vasallen (zwar nicht neu, aber immer wieder erschreckend). Um so freudig überrascht war ich über die vielen zustimmenden und ergänzenden Beiträge aus unterschiedlichen Sichtweisen. Ich möchte noch ergänzend hinzufügen: Bei Anne Will am am 9.4. kritisierte Jan van Aken den US-Militärschlag als Bruch des Völkerrechts. Mrs.Kornblum (ehem.US-Botschafter in der BRD), wies das scharf zurück. Das träfe nicht zu," das Völkerrecht muß sich den Gegebenheiten anpassen". Na toll. Endlich mal die Wahrheit rausgeplästert. Was schert uns das Völkerrecht. Wir richten uns nach den westlichen Werten: demokratiefeindlich, rassistisch, ungerecht und willkürlich gegen Andersdenkende. Ob in Chile, Afghanistan, Irak ,Libyen.... oder sonst wo in der Welt.Ich hoffe und wünsche, dass die Ostermärsche 2017 mehr Teilnehmer haben als in den vergangenen Jahren. Es wäre notwendiger den je.


Am 13. April 2017 schrieb Roman Gärtner:

@ Ulrike Spurgat

Sie haben vollkommen recht.

Ich hab ja erst kürzlich erwähnt das wir hier gar nicht so weit voneinander entfernt sind.

Ich hatte auch Hoffnungen aber auch Vorahnungen.
Die Hoffnung, die ich bei Trump hatte, ist schnell zerstört worden.

Aber eine Hoffnung, ein Ziel (mit oder ohne Trump) bleibt:
Frieden (, Freiheit und "Wohlstand") für alle Menschen.

Und das jeder, der diese(s) Ziel(e) nicht unterstützt, zu kritisieren ist, ist notwendig.
Dazu gehören natürlich auch die "Sprach-Mörder" (Medien).

Ich versuche, gerade die Medien, schon länger drauf hinzuweisen das ihr "Übereifer" in bestimmten Bereichen/bei bestimmten Themen eher negative Auswirkungen hat...vieles sogar noch schlimmer macht.
Sie verstehen es scheinbar nicht, können nicht anders oder wollen es gar nicht verstehen/ändern.

Und ja, der "Papier-Protest" wird nicht mehr ausreichen.
Wir müssen auf die Straße...in Massen.
Aber nicht wie "Pulse of Europe", sondern mit klar definierten Positionen die jeder ohne "Angst" * unterstützen kann/sollte.

* dafür in irgendeine Ecke gedrängt zu werden oder sich zu "verlaufen" wie zB bei Pegida.


Am 13. April 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Roman Gärtner
Trumps Wahl ist folgerichtig die Antwort auf die Macht- und Kräfteverhältnisse der USA.
Das, was ihn letztendlich in der Bewertung unterscheidet ist, seine hemdsärmelige Art, die über das hinweggetäuscht hat, wofür er denn wirklich steht: Für ein Amerika, was die Welt beherrschen will; dessen Konzerne die Rohstoffe und Bodenschätze den Völkern klauen wollen, und das vermittelt er genauso, denn das ist Amerika zuerst; er macht es nur direkter, und man wollte ihm glauben, in hoffnungslosen Zeiten für Millionen Menschen, die abgehängt sind. Strohhalme erfüllen ihren Zweck.und dann stellt sich raus, dass er Teil des Systems ist. Was sollte er denn anderes sein ?. Für die Welt ist es eine Gratwanderung, weil er unberechenbar ist, und der Kampf auch noch in einer Klasse untereinander statt findet. Die Einschätzung, auch hier, was Trump angeht, war von Hoffnungen und Wünschen geprägt, und das kann nicht klappen, wenn es um knallharte wirtschaftliche und politische Interessen geht. Er will der Welt zeigen, wo der amerikanische Kapitalistenhammer hängt; und das er einem Interesse folgen wird, Gier, Geld, Macht und Unterdrückung der Völker in der Welt, alles was sich Amerika in den Weg stellt. Russland wird weiterhin bekämpft werden müssen, weil ohne Feinde kann das System nicht überleben,weil es immer weiter, höher und schneller muss, und wenn wir, die Völker der Welt die Kriegstreiber nicht bremsen, indem wir zu Millionen auf die Straßen, auf die Plätze der Städte ziehen, und unsere Stimmen international erheben: Raus aus der NATO und die alte und wichtige politische Forderung: Nie wieder Krieg wird sich das Kriegskarussel weiter drehen, und man wird immer und wieder versuchen Russland zu provozieren. Russland weiß was Krieg bedeutet, und das weiß Amerika nicht.
Der Krieg wird, wenn, in Europa stattfinden, von den USA, dem größten Kriegstreiber aller Zeiten, angezettelt, aber selber nicht betroffen..... Mutig ist Amerika nur,wenn es sich in einer vermeintlich stärkereren Position befindet, ansonsten zündeln sie, und werden immer nützliche Idioten finden, die ihre Drecksarbeit machen, weil sie sich ein dickes Stück vom Kuchen erhoffen. Vielleicht ist der Kuchen schon lange verteilt, oder er reicht nicht für die, denen er immer wieder vor die Pinocchio Nase gehalten wird. Amerika kann nicht Frieden, aber das wirklich unfassbare ist, dass Deutschland auch nicht Frieden kann, und unterwürfig, zipfelig, unselbständig, nach oben buckeln und nach unten treten, geblieben ist.
Die Geschichte lehrt uns, daraus zu lernen, und das alle, die können, auf die Straße müssen um das zu verteidigen, was den Menschen zum Menschen macht. Frieden mit den Völkern in der Welt, Die Fähigkeit zur Liebe schließt aus, dass wir aufeinander los gehen und uns die Köpfe einschlagen,während die, die das wollen auf den Golfplätzen rum lungern. Internationale Solidarität ist das Zauberwort, und eine menschen verachtende Politik zu bekämpfen. Und das die Damen und Herren Schreiberlinge, mit verantwortlich sind, für das, was sie schreiben,versteht sich von selbst.
Wichtig ist nicht die Veröffentlichung, sondern aufzuschreiben, was mich umtreibt, nachdem ich deinen Artikel mehrmals gelesen habe, um ihn verstehen und einordnen zu können. Komplizierte politische Zusammenhänge, verknüpft mit der Frage der Interessen, und auf das heruntergebrochen, dass Menschen verstehen, was du schreibst, und das ist der Unterschied zu denen, die hier ihr berechtigtes Fett, abkriegen.


Am 13. April 2017 schrieb Roman Gärtner:

Auf die "wunderschönen Babys" und die "Beweise" der Geheimdienste.

Den Friedensnobelpreisträger hat man noch gewarnt, Trump, der sich ja auch mit dem "deep state" angelegt hat, nicht.

Und zu ARD-"Faktenfinder", "Fake News"-Polizei bei Fakebook und Google "Fakten Check" usw.:

Für viele Menschen war "1984" eine Warnung, für die Clique eine Blaupause.


Am 12. April 2017 schrieb Otto Bismark:


Der Gipfel von allem ist aber doch wohl die Einrichtung des sogenannten ARD-Verfikationsteams. Man glaubt seinen Augen nicht zu traun, bevor man durch Eingabe in die Suchmaschine Gewissheit erlangt hat, so etwas wurde wirklich in Werk gesetzt http://www.presseportal.de/pm/29876/3605381! Es verschlägt einem die Sprache, hier wird mit den Mitteln des zwangsabgerubelten Normalverbrauchers eine neue Art von Zensur ins Leben gerufen! Wir dürfen noch diejenigen bezahlen, die alles aus dem Netz und sonstigen Quellen, das nicht in das Raster des Mainstreams paßt als Fakenews verreißen.


Am 12. April 2017 schrieb Roman Gärtner:

Genau das ist doch der Clou, den ich versucht habe zur erklären.

Die, die zZ Trump loben bzw. seinen Völkerrechtsbruch kleinreden, haben ja nicht über Nacht grundsätzlich ihre "Meinung" über Trump geändert (meine Annahme/Vermutung).
Ich denke die wollen diesen "Psychclown" immernoch loswerden (jetzt braucht man nicht mal mehr den "Mord im Weißen Haus" (Joffe)).

Bisher hatte man wohl nichts in der Hand um ihn wirklich loszuwerden...sie haben ihn "nur" ausbremsen können (zu Recht).
Er bleibt aber, trotz des Raketenangriffs ("US-Normalität"), oder gerade deswegen, ein unkalkulierbares Risiko.

Die Geihmdienste ließen ihn, im Gegensatz zu Obama, direkt ins Messer laufen.
Sie haben ihn nicht gewarnt das da etwas nicht stimmen könnte.

Damit ist die Falle zugeschnappt.

Jetzt hat man etwas gegen ihn in der Hand, einen Völkerrechtsbruch.

Für die scheinheilige Clique ist das doch in doppelter Hinsicht perfekt.

Das Vertrauen in das Völkerrecht, und das man sich daran hält, sowie die Bedeutung/Funktion des (Welt-)Sicherheitsrates ist auf einem Tiefpunkt.

Es wäre ein Paukenschlag wenn man ausgerechnet jetzt Trump, den Präsident der USA, für einen Völkerrechtsbruch zur Verantwortung ziehen würde (zu Recht).

Damit wäre er als US-Präsident untragbar.

Zwei Fliegen mit einer Klappe.

Man könnte das verlorene Vertrauen wieder etwas aufbessern UND man wäre Trump los.
Ausserdem würde man dafür sogar Zuspruch aus der Opposition bekommen.

Das ist eine Win-Win-Win Situation.

Nicht falsch verstehen.
Ich kann sehr gut ohne Trump leben, ich hätte ihn auch niemals gewählt.
Als Demokrat muss auch ich das Ergebnis einer Wahl akzeptieren.

Ich kann sehr gut damit leben wenn er für den Völkerrechtsbruch zur Verantwortung gezogen wird ABER, und hier trennt sich dann die Spreu vom Weizen, das muss man dann bei allen Völkerrechtsbrüchen so handhaben (und nicht nur bei Trump, weil er einem nicht passt).

Das man danach wieder zur "US-Normalität" zurückkehrt ist "nachvollziehbar".

Die, die ihn zZ loben, hätten doch kein Problem damit dieses Szenario (mein Gedankenspiel/meine "Verschwörungstheorie") auszuschlachten um hinterher dann wieder wohlwollend die "US-Normalität" zu begleiten/unterstützen.

Ich bleibe dabei:
Der Clique ist alles zuzutrauen...ohne Wenn und Aber.

Antwort von U. Gellermann:

Das alles ist Spekulation. Und erneut: In welche Falle soll Trump denn getappt sein? Er bewegt sich nur in der US-Normalität. Für einen Oligarchen nicht ungewöhnlich.


Am 12. April 2017 schrieb altes Fachbuch:

kommt der Sprach-Mord vor dem Redeverbot??

müssen wir bald froh sein, überhaupt von den medien beschallt zu werden? vielleicht liegt die zukunft der nachrichtengewinnung ja im zwischen-den-zeilen-lesen?
google führt das fakten-check-label ein. gefunden wird also künftig nur noch, was google als "wahr" einstuft. google ist ein KONZERN, die arbeiten gewinnorientiert - wird wahrheit dann käuflich oder durch strafen gefügig bzw. verschwindet sie gar? getilgt, gelöscht, versteckt durch privat-kapitalistische gedankenpolizei, teilweise getrieben durch staatliche oder juristische vorgaben??
fratzebook und ähnliche social media sollen bis 50 millionen bußgeld zahlen, wenn (rechtlich schwammig) hasskommentare oder lügen innerhalb von stunden nicht gelöscht werden!!

privatunternehmen wird die kontrolle über das netz übergeben.
der auftrag: löscht oder zahlt!!
alles wird still und leise passieren, und die gesetzliche basis ist in arbeit, siehe toleranzgesetz der eu, das netzwerkdurchsetzungsgesetz der brd und weitere kleine schweinerein unserer oberen:)

sehr lesenswert:
https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20170412315305952-google-macht-sklaverei-mit-seinem-faktencheck-publizist/


Am 12. April 2017 schrieb Roman Gärtner:

Ich glaube man hat Trump eine "Falle" gestellt und er ist natürlich reingetappt.

Trump sollte mit allen Mitteln verhindert werden...er wurde trotzdem Präsident.
Trump wird seitdem permanent vorgeführt...für alles was er sagt und macht.
Trump muss weg...so die Parole.

Und ausgerechnet jetzt wo er völkerrechtswidrig ein Land bombadieren ließ verwandelt er sich zu "everybody's darling"?

Ich denke er ist jetzt genau da wo man ihn, und alle anderen Präsidenten vor ihm, zu denen er ja jetzt auch gehört ("Trump ist endlich US-Päsident!" *jubel*), haben wollte, in der Zwickmühle.

Er hat zwar einige kriegslüsterne Sozipathen befriedigt, aber er hat sich auch definitiv strafbar (und erpressbar) gemacht.

Und was wäre das für ein Schauprozess wenn man Trump wegen einem Völkerrechtsbruch aus dem Amt fegen könnte!
Das wäre DER Triumph der Scheinheiligkeit!

Donald "Psychoclown" Trump weg, die "Wertegemeinschaft" könnte sich feiern, und dann geht's wie gewohnt weiter.

Ich mein das Bush jr. noch frei rumläuft ist mehr als ein Witz, das Obama den Friedensnobelpreis bekommen hat ist auch nicht für jeden "nachvollziehbar" usw.

Jetzt hat man die Möglichkeit alles zu korrigieren...oder zu "steuern" (kommt wohl auf Trump an)...
...es interessiert eh niemanden das einige Heuchler ihre "Meinung" (oder Politik) 5x mal im Monat ändern...

Frau Merkel hätte absolut kein Problem damit.
Für Scheinheilige ist das natürlich "nachvollziehbar", genau wie der Völkerrechtsbruch.

Antwort von U. Gellermann:

Völkerrechtsbrüche sind für die USA nichts Neues. Es gab weder bei Bush noch bei Obama einen Prozess. Wer hätte sie auch anklagen sollen. In welche Falle soll Trump denn getappt sein? Er bewegt sich nur in der US-Normalität. Für einen Oligarchen nicht ungewöhnlich.


Am 12. April 2017 schrieb altes Fachbuch:


ein beispiel, wie die ARD fake-news verhindern will:)
"Am 8. März strahlte RT ein Interview mit dem Leiter der schwedischen Ärzteorganisation "Ärzte für Menschenrechte", Marcello Ferrada de Noli aus. In dem Interview erhebt der Arzt schwere Anschuldigungen gegen die Oscar-prämierten und vom Westen gefeierten und finanzierten Weißhelme.
Für das ARD-Verifikationsteam schien klar: Ein derartig kritisches Interview mit einem renommierten schwedischen Arzt muss von RT manipuliert worden sein. Nur einen Tag nach der Veröffentlichung auf RT Deutsch fragte der Wissenschaftsjournalist Herbert Hackl im Namen des ARD-Verifikationsteams bei de Noli nach, ob das RT-Interview mit ihm nicht aus dem Kontext gerissen wurde. Dieses Team ist ein Zusammenschluss von ARD, BR, ARTE und 3Sat, der sich der Aufklärung von angeblichen Fake-News verschrieben hat."

die antwort des ehrenwerten schwedischen professors hier: https://deutsch.rt.com/gesellschaft/49053-ard-fake-news/

da ernähren wir mit der gez-gebühr ein "Verifikationsteam" und bezahlen damit auch noch die zensur!


Am 12. April 2017 schrieb Gabriele Thamke:


Der Leiter des schwedischen Ärzteteams "Ärzte für Menschenrechte", Dr. Marcello Ferrara de Noli, gab RT ein Interview über die Weißhelme. ARD fragt bei ihm nach, ob das Interview - so wie ausgestrahlt - korrekt gewesen sei.
Die Antwort wird dem Nachfragenden nicht gefallen haben und ich kann mich einer diebischen Freude nicht entziehen.
Nachzulesen bei RT deutsch heute früh
https://deutsch.rt.com/gesellschaft/49053-ard-fake-news/.


Am 12. April 2017 schrieb randy andy:

Hochachtung lieber Uli Gellermann, wie immer mit scharfer Klinge (im Sinne der Worte) den Punkt genau getroffen.
Was mich bereits fast zum Wahnsinn treibt, ist diese tägliche Beleidigung jeglichen Intellekts im Mainstream und in den ÖR.
Da werden Fakten, Daten oder bereits vor langem offen gelegte Beweise verdreht, verformt oder einfach weggelassen und dabei Meldungen produziert, wo selbst deine letzte Gehirnwindung vor Schmerz aufschreit.
Übst du dann daran Kritik oder zeigst ihre "Fehler" auf, bist du schwups in der VT-Ecke oder überhaupt gleich ein Rechter.
Zum aktuellen Giftgas-Fake sind ja die bei allen auftauchenden Hinweise "mutmaßlich" das reine Feigenblatt der Redaktionen um im schlimmsten Fall wenn es schief geht sagen zu können "wir haben ja darauf hingewiesen". Das macht für mich die ganze Sache noch verabscheuungswürdiger und es erinnert mich stark an die Aussagen vor 70 Jahren "wir haben ja von nichts gewußt" :-(
Ich habe nur eine Frage an diesen ganzen Presstituierten : "Ist es wirklich so schwer zu verstehen, dass sich die Menschen endlich eine Zeit des Friedens auf diesem Planeten wünschen ?"
p.s.: Giftgas Idlib; keinem einzigen dieser Kriegshetzer ist bis dato wirklich aufgefallen, dass die Meldungen darüber bereits Stunden VOR dem Luftangriff auf das al-Nusra Munitionslager lanciert wurden.


Am 12. April 2017 schrieb Heinz Schneider:

Die Biedermänner lassen den Brandstifter gewähren, hoffend, er stecke nur die Häuser ihrer Nachbarn in Brand. Die Biedermänner möchten in Ruhe ihren Geschäften nachgehen und dabei nicht gestört werden von aufmüpfigen "Handelspartnern" oder Flüchtlingen.

Die Biedermänner feiern euphorisch ihre brummende Wirtschaft, ihr Erfolgsmodell. Störenfrieden schicken sie die Mafia, schmutzige Hände mögen sie nicht. So kann es ewig weitergehen.

Nur der Benzingeruch vom Dachboden stört ein wenig........


Am 12. April 2017 schrieb Brigitte Klara Mensah-Attoh:

Aber woher stammen ursprünglich diese Giftgas-Waffen fragt sich der angeekelte Laie. Aus nicht verbrauchten Beständen Israels? - das wäre ganz vielleicht eine Erklärung - sie beantwortet aber nicht längst die noch viel interessantere Frage nach dem Produzenten... Ist es BAYER, ein anderer Profiteur des Todes?
Es ist schlimm, daß man vor lauter Sand in den Augen nicht mehr klar sieht. Aber schlimmer noch, daß banale Erklärungen immer wieder "verfangen".

Fest steht, daß Chemie- und andere Waffen etra IRGENDWO (?) profitabel hergestellt wurden. Zum Zwecke der Ermordung von unliebsamen, unwichtigen "Menschen", Menschen, auf die es nicht ankommt und die es in den Augen der Giftgas-Anwender nicht verdient haben zu leben ....
Schließlich geht es ja um Höheres, um "den-Fuß-in-die Tür-kriegen" - zum Zwecke der Weltherrschaft


Am 12. April 2017 schrieb Michael Weiß:

Nichts charakterisiert diese deutsche Polit-Elite besser als ihr nacktes Entsetzen, angesichts eines US-Präsidenten welcher dereinst militärische Zurückhaltung und politische Kooperationsbereitschaft mit dem "Russen" andeutete, und ihre Euphorie jetzt, da er wieder Exklusiv-Anspruch auf die globale Lizenz zum Morden erhebt. Bei soviel Kriegsbegeisterung unserer Schreibtischtäter wünscht man sich fast die Zeiten des kalten Kriegs zurück. Damals schienen Politiker und Journalisten noch von einer gewissen Skepsis beherrscht, angesichts eines drohenden Atomkrieges.


Am 12. April 2017 schrieb Anke Zimmermann:

Süddeutsche Zeitung? What? Kenn ich nicht.

Aus aktuellem Anlass. Neu im Programm!

Wie Michael Lüders geGansert wird!
Stück in drei Akten

Berater der Politik spricht Wahrheit aus.
Nein, doch, ja!

Namhafte Verschwörer, Will, KornblumLeyen rücken den Frame "zurecht".

Ich muß jetzt ein Buch kaufen,
aus Solidarität!

Wird langsam voll in der Verschwörungsecke,
das macht es etwas gemütlicher.


Am 11. April 2017 schrieb Karola Schramm:

Nun hat Trump das getan, was alle von ihm wollten. Er hat gehorcht, braver Junge. Ich hatte ihn anders eingeschätzt, trotz seiner Frauen verachtenden Reden; die höre ich auch von Frauen und Männern hier.
Wenn hier in DE, im ö.r.TV im Presseclub spekuliert werden kann, wie man Trump beseitigen kann und auf "Mord im weißen Haus" kommt, Josef Joffe war es, meine ich, dann lebte Trump gefährlich. Jetzt nicht mehr. Er hat seinen Kopf aus der Schlinge gezogen - nun wissen alle Kriegstreiber, dass er einer von ihnen ist.
Was die Medien in DE angeht, kann ich nur Uli Gellermann zustimmen. Lange habe ich gebraucht um den Spruch zu verstehen „Der Fisch stinkt zu erst vom Kopf her." Aus einer Rede von unserer Bundeskanzlerin auf der Münchener Sicherheitskonferenz im Jahre 2006: „Die zentrale außenpolitische Zielsetzung lautet, Politik und Handeln anderer Nationen so zu beeinflussen, dass damit den Interessen und Werten der eigenen Nation gedient ist. Die zur Verfügung stehenden Mittel reichen von freundlichen Worten bis hin zu Marschflugkörpern." Schon damals kam es zu keinem Aufschrei in den Medien ob einer derartigen, demokratiefeindlichen und kriegstreibenden Rede. Der gute Geschmack, der Sinn für Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden, die solidarische Fürsorge für andere, das Verstehen anderer Länder und die Rücksichnahme auf diese, gibt es seit der Zusammenlegung beider deutscher Staaten nicht mehr. Deutschland ist zwar größer geworden, aber nicht besser und scheint in das Denken von 1933 oder nach 1945 zurückgefallen zu sein. Im Schatten des "großen Bruders USA" entwickelt sich Deutschland wieder zu einem Land, dass Freude an Krieg, Zerstörung und Machtmissbrauch hat und bereit ist, mit jedem kriegerischen Massenmörder zu paktieren. So, wie die Grenzen beider Länder gefallen sind, so sind auch die Grenzen für Frieden und Gerechtigkeit gefallen. Nicht nur in der Politik, sondern auch in den Medien, die sich als willige Helfer instrumentalieren lassen und auch noch stolz darauf sind. Sie schämen sich nicht, wenn sie Lügen verbreiten, genauso wie Politikerinnen und Politiker sich nicht schämen, wenn sie es tun. Darum stinkt der Fisch zuerst am Kopf und dann der Rest.

Antwort von U. Gellermann:

Mit der Bitte um Nachsicht, nicht um Recht zu behalten, nur der Analyse wegen: Oligarchen wie Trump muss man nicht mit dem Tode bedrohen, um die Kriegspolitik der USA fortzusetzen. Die Mehrheit seiner Klasse verdient sich an dieser Politik dumm und dämlich. Das hat man dem Herrn, der nicht unmittelbar mit der Waffenindustrie verwandelt war, erklärt. Und von Profit versteht er was. Weiter nichts.


Am 11. April 2017 schrieb Michael Kohle:

Gellermann schafft es auf seine bekannte, prägnante Art Schreibtischtäter zu entlarven. Dieses Mal am Beispiel des von der teutschen Edel-Elite - in der Regel akademischer und/oder neureicher Pseudo-Adel - hochgeschätzten Mitgliedes jenes investigativen Kampfverbands, im Stahl-Gewitter der panama-papers erstmals auf der Bühne erschienen. Die SZ, meine Süddeutsche, wie sie liebevoll von ihren Abonnenten geherzt wird, nur noch eine Karrikatur jenes Nobelblattes von früher, das wir - die übriggebliebenen Alumni der angeblich linksliberalen Presse - doch einst so geschätzt hatten. Zu Sprach-Mördern mutiert , eher wohl ruiniert, die Enkel der Leyendeckers und Prantls? Kornelius heißt jedenfalls der Thronfolger, der Standartenführer der Prätorianergarde der imperialen Presse, doch, das passt. Und doch ist er nur einer von Allzuvielen, die sich nur bemüßigt ersatzweise bedrängt fühlen, all das was Stunden vorher von den Pateninstutionen à la NYT oder WP aus Gottes eigenem Land als abgestimmte, einzig zulässige Sprachregelung verkündet worden war, penibelst abzukupfern. Was für eine erhabene Leistung.

Investigativus ehem. Hans Leyendecker gibt mir dann auch das Stichwort. Gelegentlich und doch immer seltener ward er noch gesehen, als - welch Überraschung - Experte auf dem heißen Stuhl bei Plasbergs „Hart aber fair", wobei Hans L. ausschließlich zu den kommoden Figuren zählte, hart anzugehen waren immer nur die Anderen, längst zurechtgebissen eben. Lang, lang (6 Jahre um genau zu sein) ist es her, dass besagter Kämpfer für Recht und Wahrheit empört den ultimativen Ehrenpreis für einen Journalisten zu Ehren Henri Nannen ablehnte. Der Grund? Den Preis hatten auch Bild-Redakteure - ebenfalls mit dem Prädikat „investigativ" gehuldigt - zugesprochen, das ging für Hans L. nun mal gar nicht. Es hätte ihm etwas läuten müssen. Denn heute sitzt bei Herrn Plasberg u. A. längst ein Julian Reichelt, immer dann wenn es ums Überleben der Menschheit geht und darf den unverzichtbaren Chef-Ankläger geben. Man sieht es ihm an, den Scharfrichter würde er allzu gerne auch noch geben.

So auch wieder diesen harten und gar nicht fairen Montagabend, bei Plasbergs Lynchmob. Da müsste es eigentlich eine deftige Programmbeschwerde dazu hageln, die sogar einem Rundfunkrat eingängig sein müsste. Jedem halbwegs mit Hirn ausgestatteten, zwangsgebührenzahlenden Zuschauer müssten die Stirnadern nicht nur geschwollen sondern geplatzt sein ob der unerträglichen Ohnmacht, sich der unverschämten Penetranz der Reichelts, der Helbergs, selbst der Plasbergs zu erwehren. Und das nach Will einen Tag zuvor und Illner und Lanz letzte Woche. Bei Lanz hatte man noch gestutzt. Was, Lüders darf ausreden und wird sogar noch mit wohlklingenden Worten dazu aufgefordert? Mein umgehender Gedanke: Ah, der Herr Baron von Rabe? Das kann nichts Gutes bedeuten.

Der nächste, der gerade beginnende Weltkrieg hat mit den beiden ersten wohl kaum noch etwas gemeinsam. Die Drehbuchschreiber allerdings für diese anstehende Folge Rambo III haben sich dort schlau gemacht und bedient. Im ersten Weltkrieg, ob an Marne oder Somme, hob jeder Schlachtplan für den vermeintlich finalen Schlag, ob von Seiten der Hunnen oder der auf der Gegenseite aktiven ewigen Friedenskoalition, mit einem ordentlichen Kanonendonner an. Ohne eine tagelange Ouvertüre per flächendeckendem und vorallem unablässigem Artilleriebeschuss ging da nichts ab. Gelernt daraus wurde damals zwar auch nichts, aber sei´s drum, der Ansatz gibt auch für heute etwas her. Und so sind im Skript wieder reichlich Haubitzen und Kartätschen mit vorgesehen, allerdings sind es heuer die Artillerieverbände der transatlantischen Medien und des Öffentlich-rechtlichen Fernsehens, dem Nordatlantischen Verteidigungsbündnis in Freundschaft verbunden.

Das seit längerem bereitgestellte „textbook" hat allerdings mit unvorhersehbaren Widrigkeiten zu kämpfen. Wer konnte denn schon ahnen, dass zum Zeitpunkt der ersten Fanfarenstöße sich ein derartiger Widerborst als commander-in-chief gerieren würde und nicht die eigentlich dafür vorgesehene , bestens geeignete Gorgone. Im ersten Frust wurden alle zur Verfügung stehenden Mittel und Wege zum Einsatz gebracht, um zu versuchen den Widerling noch rechtzeitig aus dem Verkehr zu ziehen, was mißlang. Und dann, surprise, surprise: aus dem Paulus war plötzlich ein Saulus geworden. Binnen nicht mal einer Woche von „Assad geht mir am Oberschenkel vorbei“ hin zu „Weiche, Satanas - tot oder lebend", frei nach dem Motto "was geht mich mein saudummes Geschwätz von vorgestern an", der Wahlkampf ist ja schließlich vorbei .

So ganz über den Weg trauen wollen ihm die wahren Herrscher des Imperiums dennoch nicht. Und so beharken sie ihn mit aufdringlicher Aufforderung, doch gefälligst so weiterzumachen um seine „Ernsthaftigkeit" zu belegen und klagen die Vorlage einer entsprechenden Strategie ein. Taktik reicht ihnen nicht mehr. Wohl schon zu unterwürfiger Gefolgsamkeit zusammengebissen, beordert der mißtrauisch Beäugte prompt auch noch einen Flugzeugträger vor die Küste Nordkoreas, ja reicht denn das immer noch nicht? Die Reichsprotektorin Ost Merkel glaubt da postwendend auch noch einspringen zu müssen und läßt via Liz Mohn u.a. verkünden: Assad muss weg, mit ihm wollen wir keinesfalls weiter leben. Die Gute hat wohl mitbekommen, dass Donalds secretary of state mit dem Marschbefehl nach Moskau verfrachtet wurde, dem angeblichen Männerfreund Wladimir heimzuleuchten, er könne ein weiteres Wohlverhalten der Wertegemeinschaft nur erwarten, wenn er seinen Kumpan Baschar sausen lässt.

Ist doch nur der Schlächter Assad, den der doch eigentlich recht passable Putin zu fahren lassen hat und alles wird gut. Sogar über die Krim und Neurussland - so vermeldet die ein odere andere wie immer gut unterrichtete Quelle - könnte man dann - wenn es unbedingt sein muß - reden.
Donnerwetter, so was nennt man neuerdings Diplomatie, mal Gorbi fragen, der weiß, was hinter solchen Versprechungen steckt. Wäre doch nur der Assad? Auf den Leim gehen natürlich viele, nur dürfte der Hintergedanke nicht nur von Frau Merkel der sein, dort in Damaskus so eine Art „griechisch/irakische Lösung" zu platzieren. Eine - vornehm ausgedrückt - Technokratenregierung, wenn irgend möglich unter der schützenden Hand bzw. Knute einer Troika, in diesem Falle wohl gestellt von der SWP zu Berlin. Gar die Herren Perthes, Kaim? So würde aus einem day after ein day tomorrow. Ist doch toll! Feuchte Träume!

Braucht man wirklich noch mehr Indizien um zu erkennen, daß eine erschreckende Verschärfung der - wie es neuerdings so heißt - geopolitischen Lage nicht mehr zu leugnen ist? Nein, eines Colin Powell im UN-Sicherheitsrat bedarf es nicht mehr, der sein letztes Probefläschchen an Aftershave, gefüllt mit Mehl, als Beweis hochheben musste, so ging Massenvernichtswaffen und Irakkrieg II! Heutzutage geht das gänzlich ohne Beweis, man muss nur etwas oft genug behaupten und notfalls belegte Erkenntnisse aus früheren Zeiten mit Vehemenz leugnen, so wie beispielsweise zu Giftgasattacken. Wer will denn nachprüfen, ob der Flugzeugträger wirklich von einem nordkoreanischen Gummiboot gerammt wurde. Hat ja schließlich damals ganz in der Nähe im Golf von Tonking auch prima geklappt. Konnte doch hinterher forsch fast das gesamte Nordvietnam platt gebombt werden, stimmts Herr Kissinger? Sicher, Kinder waren seinerzeit nicht zu Schaden gekommen, beautiful babies schon gar nicht, ganz gewiß nicht. Nicht in Hanoi und auch nicht heuer in Mossul oder in den ganzen sonstigen von US-Bomben geplätteten Städten im Irak, in Syrien, im Yemen.

Ich muß zum Ende kommen, das Maß ist voll. Doch, ein Schmankerl hätte ich noch. Auf so etwas sind bisher noch nicht einmal unsere Schreibtischtäter und Rattenfänger gekommen. Um mir nicht den Vorwurf von fake-news einzuhandeln, zitiere ich in der Originalsprache aus einem Artikel von gestern auf counterpunch, mit aufrichtigem Dank an Paul Street, einem der letzten Mohikaner unter den Aufmüpfigen.

„MSNBC´s disgraceful imperial cheerleader Brian Williams set a new standard for obsequious war worship. "We see these beautiful pictures, at night, from the decks of these two U.S. Navy vessels in the eastern Mediterranean,“ Williams ejaculated during a Thursday night broadcast. The anchor even quoted a line from Leonard Cohen, „I am guided by the beauty of our weapons." Williams continued: „They are beautiful pictures of fearsome armaments making what is for them a brief flight over to this air field."

Noch Fragen?


Am 11. April 2017 schrieb altes Fachbuch:

henker, henker: haltet ein!
mich dauert dieses arme schwein!

diese kister's, kornelius's, reichelt's etc. sitzen sonntags neben uns in der kirche, und vergebung ist! die machen ihren job, wie beschäftigte bei rheinmetall auch.

eine besondere verantwortung kann man denen nicht abverlangen: sie sind lediglich angestellte und haben einen „herausgeberrat" unmittelbar vor der brust: "Der Herausgeberrat bestimmt die grundsätzliche inhaltliche Ausrichtung und das Erscheinungsbild der "Süddeutschen Zeitung" und fällt wichtige personelle Entscheidungen." siehe http://www.bdzv.de/nachrichten-und-service/branchennachrichten/artikel/detail/sueddeutsche_zeitung_mit_neuem_herausgeberrat/
diesen herren gehört auch die zeitung. die familie schaub ist damit so reich geworden, dass sie zu den 80 reichsten deutschen zählt (also, nur der dieter natürlich:)
auch die geschichte der "gmbh"-entwicklung mit der namhaften beteiligung der r.bosch-gmbh (die familie hält platz 33 der reichsten in DE) bis 1970 deuten doch wohl eher nicht auf das eigene selbstbild hin: "Laut ihrem Redaktionsstatut erstrebt die Süddeutsche Zeitung ?freiheitliche, demokratische Gesellschaftsformen nach liberalen und sozialen Grundsätzen?. Sie wird als „gemäßigt links" beschrieben." (wiki)
die SZ war quasi die gewerkschaftszeitung im südwesten.
nach dem rückzug der gründergeneration (vom medienmogul dieter schaub gibts bei wiki nicht mal ein foto), der versuchten zusammenlegung aller printmedien im südwesten (ist ja keine unwesentliche ecke in DE) und dem wechsel in der medienwelt hin zu online-medien gilt die SZ noch immer als leitmedium: geschätzt werden ca. 1,5 millionen konsumenten!
und auch die gehen im september wählen!

und die wette gilt, dass die SZ bereits ihr unbedenklichkeitslabel für den fakten-check hat:)


Am 11. April 2017 schrieb Thomas Nippe:

Der Dreck und Mist, der aus dem deutschen "Medienwald" kommt, ist nicht mehr auszuhalten
Ich möchte noch auf einen Aspekt hinweisen: wir erleben seit Jahren die Wiederbelebung der Thesen Von Carl Schmitt, dem Kronjuristen des Ns-Faschismus. Er erhielt als einer der wenigen Akademiker nach 1945 Berufsverbot. Staatliche Souveränität, Machtausübung und Rechtsordnung waren für Schmitt untrennbar mit der Figur des Ausnahmezustands verbunden, d.h. mit der Entgrenzung staatlicher Gewalt Zitat: "Souverän ist der, der über den Ausnahmezustand gebietet." Das ist längst zum Regierungsparadigma in weiten Teilen der EU geworden (siehe Frankreich, Belgien, Italien und die Niederlande.) Da darf die BRD nicht abseits stehen.


Am 11. April 2017 schrieb Hannes Niesslbeck:

Süddeutsche lese ich schon lange nicht mehr, zu groß die Enttäuschung über den Wandel des Blattes in den letzten 10 Jahren.

Natürlich hat Herr Kornelius ein Problem die Kurve zu kriegen. Ähnlich ergeht es auch dem "Qualitätsjournalisten" Carsten Luther von der ebenso "renommierten" ZEIT. Noch vor wenigen Wochen wurde von diesem Mann Trump in einem Artikel auf ZEIT Online wie folgt charakterisiert:

[Trump ein] totalitärer Blender und betrügerischer Dilettant - sexuell übergriffiger Rassist, pathologischer Lügner und nervöser Egomane - Aufmerksamkeitsspanne eines pubertierenden Rotzlöffels - Serienbankrotteur, Rechnungspreller und Steuertrickser - dieser irrationale, affektgetriebene, empathielose Selbstdarsteller

So etwas wäre, fände man eine derartige Hasstirade auf Facebook, ein Grund für den Herrn Maas, wegen "hate speech" zu ermitteln, aber in einem Leitmedium scheint das alles erlaubt und geduldet zu sein.

Dieser Herr Luther und auch sein Bruder im Geiste Kornelius hat nun natürlich Probleme wieder zurück zu rudern, jetzt wo Trump genau so agiert, wie sich diese Kriegstreiber das gewünscht haben.

Erstaunlich, wie schnell sich die Beurteilung unserer "Edelfedern" bezüglich Trump in den letzten Tagen geändert hat.


Am 11. April 2017 schrieb marie becker:

"eine Kanzlerin, die sich immer und überall an die Seite der USA stellt, und deren völkerrechtswidrige Kriege, gegen wen auch immer, unterstützt macht es wieder..."

@Ulrike Spurgat
was kann man von einer Frau erwarten, die immer nur darauf bedacht ist, die nächste Sprosse der Karriereleiter zu erklimmen und dabei alternativlos alle Mittel einsetzt, die sich ihr bieten...unverständlich ist mir die Zustimmung , die sie weiter in der deutschen Bevölkerung und in Politkreisen erfährt. Ein Zeichen von Reife des Bürgers? ich suche danach..........


Am 11. April 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

Was sich über alle hier genannten Kriegstreiber und Kriegsverbrecher denke kann ich hier leider nicht öffentlich sagen!
Oder doch: Diese sollten doch mal in den Nürnberger Akten blättern!


Am 11. April 2017 schrieb Wolfgang Blaschka:

FRÜHLINGS-ENTFACHEN

1.
Kaum sprießt aus erwachenden Poren
das Grün in den Ästen hervor,
da schießt auch aus krachenden Rohren
die Kühnheit dem Westen empor.

Zum Ziel wurde Syrien erkoren,
dem Rache für Giftgas man schwor.
Zuviel und sehr früh ward geboren:
Verdacht als Gewissheit im Chor.

(Refr.:)
Die Knospen erglüh'n und die Kosten erblüh'n;
wo die Posten aufzieh'n, wird es grün in Berlin!
Frau Merkel ist lieb und beglückwünscht zum Hieb,
weil Herrn Trump endlich lieg' ja nun doch was am Krieg.

2.
Assad wurd' wie üblich verdächtigt
und Putin am besten dazu;
das hat schon genügt, um berechtigt
zu bluten: Der Westen schlug zu.

Herr Trump sah zum Schlag sich ermächtigt.
Das Völkerrecht hatte im Nu
die Krankheit, und lag übernächtigt
so völlig ermattet zur Ruh'.

(Refr.:)
Die Knospen erglüh'n und die Kosten erblüh'n;
wo die Posten aufzieh'n, wird es grün in Berlin!
Frau Merkel ist lieb und beglückwünscht zum Hieb,
weil Herrn Trump endlich lieg' ja nun doch was am Krieg.

3.
So geht die erbötliche Kunde
zu Ostern hinaus in die Welt,
konkret in die tödliche Runde
zum Trost an die Rüstung bestellt:

Fernost! Da steht China im Bunde
mit Un, der der Welt nicht gefällt.
Die Kosten für Krieg eine Stunde
sind uns bald in Rechnung gestellt.

(Refr.:)
Die Knospen erglüh'n und die Kosten erblüh'n;
wo die Posten aufzieh'n, wird es grün in Berlin!
Frau Merkel ist lieb und beglückwünscht zum Hieb,
weil Herrn Trump endlich lieg' ja nun doch was am Sieg.


P.S.: Allein die 59 Tomahawks haben 1,5 Millionen pro Stück gekostet, also 88,5 Millionen US-Dollar. Das "pazifische" Abenteuer dürfte deutlich teurer werden, ohne die Folgekosten; diese sind jedoch umzurechnen in die noch billigere Währung "Menschenleben".


Am 11. April 2017 schrieb antares56:

Und natürlich kein Wort in der SZ zu ihrem Artikel!? Ist das ein stilles Eingeständnis ihrer Fehler?


Am 11. April 2017 schrieb Uschi Peter:

"Der amerikanische, militärisch-industrielle Komplex mit der Rückendeckung der islamo-faschistischen Saudis lassen mal wieder die Reste eines laizistischen Staates bombardieren." So ist es wie schon seit Jahrzehnten. Anfangs waren es noch die "gelben Schlitzaugen" in Asien und nun die Moslems. Es gab nur Lügen zu den Überfällen der USA auf souveräne Staaten. Wenn ihnen nichts anderes einfiel, dann waren es die "berechtigten" Sicherheitsinteressen der USA.
Solange Trump zu seinen Wahlparolen (vorgeblich) stand, wurde er geprügelt. Heute aber ist er jedermanns Liebling:
„Man muß ernst nehmen, was Amerikas Präsident sagt." sagte Herr Kister. Die USA sind eben ein Mörderstaat


Am 10. April 2017 schrieb John Smith:

@ Andreas Schell:

Toller Kommentar und 100 % Zustimmung. Die Idee mit dem "Mob" lässt mich nicht mehr so recht los. Manchmal weiß ich wirklich nicht mehr, wie ich meinen Zorn noch abbauen soll; soviel Sport kann ich gar nicht machen...
Ich arbeite auch noch an einer feinen Liste, wenn man dann vielleicht gleich in den Spessart mitnehmen kann.
Hier ein schöner, weiterführender Aufsatz von Jörg Berger zu Flintenuschi und Jabba...
http://www.nachdenkseiten.de/?p=37774


Am 10. April 2017 schrieb Lutz Jahoda:

OSTERVERS 1
"Der Schlaf der Vernunft
gebiert Ungeheuer",
lehrte uns schon Francesco de Goya
Mit seinen Spätwerken über den Krieg.
Sein Bild "Desastress de la Guerra",
zeigt Goyas Erkenntnis, es gibt keinen Sieg.
Die Schreckenszeichnung
menschlicher Schand,
Projezierte ich gern an die Schlafzimmerwand
All jener, die den Krieg propagieren
und artikulierend provozieren.
Gegeben vor Ostern, mit Brief und Siegel:
Schämt Euch gefälligst! Verhüllt Eure Spiegel!

OSTERVERS 2
Sich vom Frieden entfernen, Mister Trump,
Ich sage es gern in Ihrer Sprache:
You are crazy absent-minded from peace -
Ich bezeichne es unverhüllt als mies:
Mit einem Fuß bereits in der Brache,
Die wir als die menschlich Schlimmste benennen:
Es ist Ihr erster rabiate Jump,
Wie wir ihn von Ihren Vorgängern kennen:
Der Sprung ins Scheußlichste aller Taten:
Erst die Wahrheit zu töten und dann die Staaten.
Ist dies Euer christlicher Osterbraten?
Das frag ich auch Euch, ihr Schreibtischsoldaten.


Am 10. April 2017 schrieb Ernst Blutig:

Eigentlich fehlt nur noch, daß die deutsche Pressköterei mit feuchtstolzen Augen das blutige Laken der Hochzeitsnacht in der Faust aus dem Fenster streckt und mit einer gewissen(losen) Rührung verkündet:
"SEHT HER, ER HATS GETAN!
König Trump hat sich und Syrien für unser Wohl und Fortkommen militärisch entjungfert."

Freilich musste da Filmblut herhalten, denn auf der syrischen "Jungfrau" waren schon lange vorher u.a. Frankreich, England und Deutschland und Türkei draufgestiegen im Gangbang der westlichen NATO-Werte.

"ius primae noctis" oder "droit du seigneur"nannte man das früher mal.

Wer nicht weiß was das ist: it "refers to a supposed legal right in medieval Europe, and elsewhere, allowing feudal lords to have sexual relations with subordinate women" oder das "right of the first night", ersatzweise auch Geld oder wie im Falle von Frau Syrien: ÖL


Am 10. April 2017 schrieb Erwin Gronau:

Nachfolgender Kommentar wurde von meta.tagesschau NICHT veröffentlich.

10.04.2017 - 10:31 | Syrien: Giftgas-Angriffe unter falscher Flagge?
Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass man von interessierter Seite versucht, möglichst viele Blendgranaten + Nebelkerzen zu werfen, um auch die zu desavouieren, die bisher ehrlich zu überzeugen wussten.
Anne Will als kritische Fachfrau anzuführen, die Herrn Lüders als interessengeleitet bezichtigt, geht für mich in die Richtung „Journaille" ! Und Frau VdL ist für mich als Mitglied der politischen Machtelite genauso glaubwürdig wie de Maiziere, Schäuble, Merkel, Oppermann, Gabriel et al!


Am 10. April 2017 schrieb Gideon Rugai:


Vor nicht allzu langer Zeit merkte ich zur Wahl Trumps an, erst einmal die ersten "100 Tage im Amt" zu beobachten - zunächst aus reinem Anstand (man will sich ja vom Politgesocks irgendwie abheben) aber auch um weder mit den Wölfen zu heulen, noch um mit den Schafen zu meckern (oder zu jammern)....ja...nun, nach dem neuesten Zwischenfall scheint sich mein persönliches Worst Case Szenario zu bewahrheiten : Obama war der Strohmann für die illusionäre schwarze Hoffnung auf ein besseres, gerechteres Amerika, Trump erfüllt den gleichen Job für die White Supremacy, die Blue Collars und die US-Variante des Wutbürgers. An Art und Weise des US Wahlkampfes, des immer schlechter werdenden Stils und der kaum noch kaschierten Verhöhnung und Manipulation des Wählers (egal welcher Ausrichtung)lässt sich auch der Umgang (ston) hiesiger Polit-Schranzen treffsicher prognostizieren....es geht ja schon los....
Ausserdem muss ich immer an Reagan denken und den damaligen Schachzug einen sprachbegabten B-Movie John Wayne zu installieren um die Welt aus US-Sicht wieder stolz als Nagel betrachten zu können, den es einzuschlagen gilt....


Am 10. April 2017 schrieb ferdinand seubert:

Ich glaube, Herr Ignatz Wrobel wäre gern Ihr Freund gewesen.


Am 10. April 2017 schrieb Roman Gärtner:

Hier noch eine journalistische Meisterleistung aus den USA.

Lesen, Video anschauen und kurz darüber nachdenken.

Solche Leute erklären "uns", auch hier in D und Europa, die Welt und wie wir sie zu sehen haben, welche Leute "böse" sind und welche nicht, was "plausibel" und "nachvollziehbar" ist und was nicht usw.

http://www.foxnews.com/entertainment/2017/04/07/brian-williams-images-us-airstrikes-on-syria-are-beautiful.html

Eigentlich wollte ich das Video der moma-Redaktion für ihr "Tittytainment"-Block vorschlagen, nachdem man am Mittwoch od. Donnerstag so ein lustiges Video zeigte in dem eine ältere US-amerikanische Dame ihrem Gatten einen Streich spielte.
Was scheinbar niemandem aufgefallen ist, die Dame trug ein T-Shirt auf dem dick und fett "IN GUNS WE TRUST" stand.

Ich nehme an das man jetzt im moma wieder auf Cat-Content zurückgreifen wird...mit Katzenvideos kann man nicht so viel falsch machen.


Am 10. April 2017 schrieb Detlef Westerburg:

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Fotos im Netz, die mit dem Giftgasangriff in Syrien zu tun haben sollen per Google Bildsuche im Netz zu finden. (Eigentlich wäre das die Aufgabe der Presse. Man nennt das Recherche). Ich habe mich auf die Bilder beschränkt, die tote Kinder zeigen. Hierbei mußte ich feststellen, dass alle Fotos in diesem Zusammenhang alte Fotos sind. Im Anhang finden Sie die Fotos und im Text weiter unten die alten Weblinks. In Zeiten der gescholtenen "Lügenpresse" zeigt sich hier wieder mal ein Beispiel, wie News mit Archivbildern angereichert werden,um die Story glaubhaft zu machen.

Bild "syrien01.jpg" = http://wmslib1.weebly.com/year-in-review-2013.html (von 2013)
Bild "syrien02.jpg" = https://linkezeitung.de/2016/09/01/hillary-clinton-fuer-giftgaseinsatz-in-syrien-verantwortlich-nicht-assad/ (von 2016)
Bild "syrien03.jpg" = http://serdarkaramanlibey.blogspot.de/2013_08_01_archive.html (von 2013)
Bild "syrien04.jpg" = http://all-that-is-interesting.com/worst-chemical-weapons (von 2016)
Bild "syrien05.jpg" = https://wehateisrael.wordpress.com/page/2/?app-download=ios (von 2014)

Das einzige Bild, das noch nicht alt zu sein scheint ist das Foto, das Mrs. Haley hochhält. Es scheint also nur 1 "authentisches" Foto mit Toten zu geben!!! Siehe Bild 06, 07 und 08. Aber auch hier scheint etwas nicht zu stimmen. Alle Kinder auf dem Bild tragen scheinbar Schwimmsachen und sind nass. Der Angriff soll um 6:55 Uhr stattgefunden haben. Um diese Uhrzeit sind es in Khan Shaykhun - 70 km südlich von Idlib- ca. 13-15 Grad. Also wieso sterben bei einem Giftgasangriff morgens um 7 bei 13 Grad Kinder in Schwimmsachen? Die Kinder auf dem Foto sind alle nass (bei der Großaufnahme deutlich zu sehen). Das könnte natürlich daran liegen, dass man sie mit Wasser vom Gas reinigen wollte. Nehmen wir also diese Version an. In allen alten Aufnahmen von toten Kindern, sind diese aufgebart. Oder zumindest nebeneinander gelegt worden. Glauben Sie (aus rein psychologischer Sicht), dass die Helfer bzw. Retter, nachdem sie die Kinder entkleidet und gesaschen haben, und diese dann dennoch verstorben sind, diese Kinder wie Müll auf einen Pickup werfen? Sie würden sie nebeneinander aufbahren. Aber dieses Foto zeigt, kreuz und quer übereinander liegende Kinder (scheinbar auf einem Pickup). Beide Versionen sind für mich zum einen falsch oder (schlecht) gestellt. Die o.g. Auflistung habe ich natürlich auch den Medien zum Teil zukommen lassen. Natürlich -wie immer- ohne Feedback.


Am 10. April 2017 schrieb Roman Gärtner:

Hier noch ein Beispiel, an dem der Zerfall der "Wertegemeinschaft" und der Zustand eben dieser deutlich wird.

Herr Asselborn hat heute morgen im moma (Morgenmagazin) in einem Nebensatz kurz und knapp auf den Punkt gebracht um was es eigentlich geht (im Bezug auf die berechtigte Frage ob Trump bzw. die USA (erneut) das Völkerrecht gebrochen hat oder nicht):

Zitat Asselborn:
"[...] wir bräuchten eigentlich keinen Sicherheitsrat [...]"

Dann bräuchte man sich auch nicht mehr um die Gründe für das ein oder andere Veto kümmern und man müsste sich auch nicht mehr rechtfertigen...alles so mühsam und entlarvend.

Genau so wenig braucht diese "Wertegemeinschaft", diese Kämpfer für Frieden und Freiheit, Demokratie und Kritiker (gerne auch als "Gegner" bezeichnet).
Beides auch sehr mühsam.

Die Demokratie vor den Augen der Bürger, wenn es nicht gerade in Hinterzimmern passiert und nichts durchsickert, abzuschaffen, scheint wohl die große Kunst zu sein!

Kritiker kann man, in einer Welt in der sich alles nur noch um (Macht und) Geld dreht, ganz einfach platt machen (siehe mein Hinweis zur Anne Will Sendung).

Wer nicht mit der Herde läuft, oder laufen will, wird ausgegrenzt...geht alles ganz einfach und ohne großes Aufsehen (manchmal sogar Live und in Farbe!).

Wie nennt man das? Repression.
Und genau in so einem System leben wir.

Das ist natürlich (noch) "Jammern" auf hohem Niveau (uns * geht es ja (noch) gut), aber wie heißt es so schön:
"Wehret den Anfängen!"

Denn hinterher will niemand, von den Verantwortlichen, mehr etwas davon gemerkt oder gewusst haben.
Ist ja auch schon ein alter Hut.

*
Das Problem ist das Wort "uns". Menschenrechte, Völkerrecht, Demokratie, Wohlstand, Frieden und Freiheit usw. sind nicht nur für "uns", darauf hat jeder Mensch ein Recht.
Einige von "uns" sollten das endlich kapieren.
Mit "uns" spreche ich jetzt auch nicht den Großteil der Leser/Kommentatoren der Rationalgalerie (oder der NachDenkSeiten, oder KenFM) an, denn ich habe das Gefühl das "wir" uns hier im Großen und Ganzen einig sind:
Krieg ist NICHT Frieden!


Am 10. April 2017 schrieb dario vo:

Trendwenden im deutschen Journalismus sind immer interessant. Die neue Liebe zu Trump dürfte aber keinen Zusammenhang mit dessen Person haben. Trump bleibt ein alter Mann mit Talent zum Showmaster und hat sicher nur eine Unterschrift zu einer Entscheidung beigetragen. Aber er hat Berater und eine Regierung vom kryptofaschistischen Rand der US-Gesellschaft. Diese Mannschaft stört bei Freihanbdelsabkommen und Wirtschaftsinteressen der EU-Eliten, aber nicht beim militärisch Zugriff auf Rohstoffinteressen und somit bei der imperialistischen Destabilisierung gerade im halbnahen Osten (der nahe Osten beginnt ja an der Elbe).
Interessanter als die Süddeutsche war für mich der ARD-Presseclub vom 9.4. Dort war Juliane von Mittelstaedt in der Rolle der schießwütigen Frauke Petry zu bewundern. Man solle den gesamten syrischen Verhandlungsprozeß in die Tonne treten und gegen jedes Völkerrecht mit der NATO mal richtig durchbomben. Hat in Jugoslawien doch auch funktioniert. Es fehlte auch kein Mordaufruf gegen Assad. Bei uns bevorzugt man hier sicher den israelischen Ausdruck "gezielte Tötung" und sicher wird auch keine Staatsanwaltschaft reagieren.
Genau die zionistische Position zu Syrien hat Mittelstaedt propagiert aber nicht benannt. Sie sprach lieber von Interessen des Iran. Auch "gezielte Tötungen" gegen Despoten in Saudi-Arabien oder Kuwait kamen nicht zur Sprache. An der gelungenen Destabilisierung, Balkanisierung oder Kantonisierung Syriens hatten mit USA, EU, Türkei und Israel genau die ein Interesse, die sich nun als Retter der Bevölkerung aufspielen wollen.


Am 10. April 2017 schrieb marie marie.becker:

Das verhalten der Berliner Politriege passt völlig ins Bild des seit langem gepflegten Putin-Bashing..., das dazu dient den Konflikt Ost/West anzuheizen...

nur gut, dass Putin zu intelligent und pragmatisch und gelassen reagiert.


Am 10. April 2017 schrieb Karin Bitter:

Ich denke, dass es schlimmere Zeitungen als die "Süddeutsche" gibt. Warum nehmen Sie den ausgerechnet die auf´s Korn?

Antwort von U. Gellermann:

Mir gilt die SZ wesentlich als Beispiel für alle Mainstream-Medien. In der Kriegsthematik liegt sie allerdings unangefochten an der Spitze.


Am 10. April 2017 schrieb antares56:

Wieder einmal Danke für ihren Artikel. Und sie haben recht, die SZ ist tatsächlich ein Drecksblatt! Ein Diskussion mit kritischen Lesern findet dort nicht statt bzw. wird erst gar nicht zugelassen. Alle kritischen Kommentare werden einfach ohne Begründung wegzensiert! Dafür belügt man uns mit "Fakten" die keine sind!
Da schau ich dann doch lieber bei Sputnik nach!


Am 10. April 2017 schrieb marie becker:

@Roman Gärtner

ja, hart aber fair ! Dank an Uli !!!

und Ihr Kommentar zu Will ebenfalls:
mein Entsetzen bei dieser Show kennt ebenfalls keine Grenzen, vor allem in bezug auf die deutsche Kriegsministerin: wie kann eine Frau, die angeblich 7 Kinder geboren hat , ständig in ihrem Hirn herumtragen wie sie und womit sie am "besten" und schnellsten möglichst viele Menschen umbringen lassen kann; sie selbst natürlich nicht, ihre Händchen bleiben rein wie ein Kinderpopo, der von einer Amme gepflegt werden muss, nicht von ihr selbst.
Die Eiseskälte, mit der sie ihre Sicht des Assadregimes vorträgt, ist erschütternd...
mich fröstelt, wenn ich an "unsre" Kids denke, die solche Vorbilder vorgesetzt bekommen...
und denen klargemacht wird, dass ihre individuelle Sicht nichts Wert ist, sie werden ebenfalls ( siehe wie mit Lüders umgegangen wurde) mundtot gemacht, es wird ihnen vorgeschrieben, was sie zu denken haben; wo ist die unabhängige Presse?????

meine Frage auch: was ist mit dem neuen Gesetz, das von Maaß auf den Weg gebracht wurde?
nur wieder ein Mittel um FREIE MEINUNG zu unterbinden? auch die klare Meinung : " NIE WIEDER KRIEG " und "RAUS AUS der NATO" !!!


Am 10. April 2017 schrieb Haejm Geiss:

Zu blöd um sich zu fürchten

Was in der letzten Woche an Volksverdummung und Scharfmacherei in deutschen Medien passiert ist, konnte einem, der noch immer ein wenig an Vernunft und Gerechtigkeitsempfinden glaubt, die letzte Hoffnung rauben. Wenn Trumps blinder Schlag gegen die syrische Regierung und das Völkerrecht nicht schon lange vor den kriegsgeilen Schlagzeilen geplant gewesen wären, könnte man sagen, die Raketen wurden von den Titelseiten der Zeitungen abgefeuert.
Und nun berichtet Telepolis von einer Umfrage, in der "nur" 26 Prozent der Befragten hinter dem völkerrechtswidrigen Angriff Trumps stehen. Ob sich darin nun kritische Vernunft ausdrückt und Einsicht in die ganze Verlogenheit der Politik oder die pure Angst- egal! Leider sind 26 Prozent der Befragten sogar zu blöd um sich zu fürchten.


Am 10. April 2017 schrieb Christoph Simon:

Mit folgenden Worten wollte ich vergangenen Freitag auf SZ-online das jüngste US-amerikanische Bombardement auf Syrien kommentieren. Der Kommentar war der SZ offensichtlich zu faktisch ? er wurde nicht veröffentlicht:

An die Bundesregierung:
Wer mit der demokratischen Grundordnung und der Gewaltenteilung vertraut ist, sollte wissen, dass vor der Verurteilung stets die Klärung der Sachlage ansteht. Ich erwarte nicht viel von Euch, aber so viel Anstand und Moral darf man schon einfordern.
So bleiben mir nur zwei mögliche Erklärungen für diesen vorauseilenden Gehorsam gegenüber der US-Regierung. Entweder geht es mal wieder ganz pragmatisch um geopolitische Interessen, oder aber unsere Regierung hat mittlerweile vor den Amis mehr Angst als vor den Russen.

Dieses Jahr werden die Friedensmärsche zu Ostern so wichtig sein, wie seit langem nicht mehr.


Am 10. April 2017 schrieb Jürgen Brauerhoch:

TRUMPS SCHLAG GEGEN ASSAD: Wie verbohrt muß eine Redaktion sein, die sowas auf die Titelseite setzt. Mal wieder, wie oft in letzter Zeit, voll daneben. Wenn, müßte es heißen: TRUMPs gefährliche Raketen-Idiotie!


Am 10. April 2017 schrieb Marc Britz:

Wie immer vielen Dank für den Klartext.

Aber jetzt mal im Ernst: Bitte seien Sie doch etwas nachsichtiger mit der Journaille! Die müssen im Moment nämliche ganz schwierige Kunststücke machen. Neben Männchen-Machen ist das eindrucksvollste dieser Kunststücke Trump einerseits als Putins Marionette darzustellen - wegen der Hacker, die nach der US-Wahl nun auch die Wahlen in Frankreich und Deutschland gefährden werden - und Trump andererseits als Verteidiger westlicher Werte zu feiern, weil er endlich tut was die NATO will. Da kann man als Schreiberling schon mal ins Schwitzen geraten, finden Sie nicht auch? Vielleicht sollten wir Journalisten eher feiern, die so - "differenziert" - denken können.

Noch etwas: Dass das Brandenburger Tor nach den Petersburger Anschlägen nicht in den russischen Farben angeleuchtet wurde war ja abzusehen. Aber wenn selbst die allein aus Höflichkeit gebotenen einfachsten Beileidsbekundungen ausbleiben ist das doch auch ein guter Gradmesser für den moralischen Stand der uns Regierenden: Tiefer sinken kann man nicht. Auch das haben jetzt wieder mehr Leute kapiert - wie selbst SPON besorgt feststellen musste.

Und da wir gerade vom Brandenburger Tor sprechen: Wo sind denn die ganzen Damen und Herren mit den von Soros gehäkelten rosa Mützen? Heute keine Zeit zum Demonstrieren weil das Gender-Studies-Seminar nicht ausfallen darf? Falsch! Trump hat halt gerade keine Frauen oder Homosexuelle verbal angegriffen, sondern nur einen völkerrechtswidrigen Raketenschlag gegen einen souveränen Staat befehligt. Letzteres geht schon okay, das ist etwas Anderes. Solange meine kleine Welt nicht betroffen ist, geh ich ohnehin nicht auf die Strasse. So geht liberale Logik und so passt die "kritische" Öffentlichkeit zur "kritischen" Presse wie der Arsch auf den Eimer.


Am 10. April 2017 schrieb Roman Gärtner:

Zum Artikel könnte man sagen:
"Hart aber fair" ;)

Übrigens, im Presseclub wurde, nach Joffe's "Mord im Weißen Haus!", auf die Frage wie man Trump loswerden könnte, nun zum zweiten mal zum Mord "aufgerufen".

Diesmal wurde die (hypothetische) "Frage", ob man Assad nicht mit einem "Tyrannenmord" beseitigen könnte, von "vielen" Zuschauern gestellt so das Herr Schönenborn gar nicht anders konnte und diese (hypothetische) "Frage" in die Runde warf.

Desweiteren wurde Assad sowohl am Freitag im "heute journal" von Frau Slomka als auch gestern von Frau Will als "Massenmörder" und "Schlächter" bezeichnet.

Zumindest bei der "heute journal"-Redaktion habe ich mal nachgefragt ab wann man denn ein Staatsoberhaupt mit diesem Titel schmücken darf und ob wir in Zukunft auch alle US-amerikanische Präsidenten so vorgestellt bekommen.
Eine Antwort habe ich bisher noch nicht bekommen (okay, es war Wochenende).

Zu Anne Will gestern:
Ist noch irgendjemand bei der Vorstellung der Gäste etwas aufgefallen?
Und kurz bevor Herr Lüders zum ersten mal etwas sagen konnte?

Das war der "versteckte" "Warnschuss" an die Kollegen und eventuell der Grund warum sich alle Meinungs- und Stimmungsmacher so einig sind bei bestimmten Themen.

Auch bezeichnend:
Frau Will ließ permanent zu das Frau von der Leyen und Herr Kornblum den Herren van Aken und Lüders ins Wort fallen.
Sie half auch Herrn Kornblum tatkräftig dabei Herrn Lüders zu diskreditieren als ihm das "Argument" nicht einfallen wollte.

Alles in Allem ein Armutszeugnis des ÖRR und von Frau Will (die mit dieser Masche aber keine Ausnahme ist, Herr Plaßberg kann das auch hervorragend).

Selbst ein "Blinder" konnte sehen was hier für ein Spiel gespielt wird (siehe 95 Seiten Kommentare).


Am 10. April 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Von der Medienlandschaft der Republik, ist, bis auf einige Ausnahmen; ich nenne den unbestechlichen, und den am Herzschlag der Themen schreibenden Uli Gellermann, nichts wesentliches und differenziertes zu erwarten.
Kein Dank würde reichen, um deine wertvolle, konsequente und kontinuierliche Arbeit zu würdigen, die in der Tradition von Carl von Ossietzky und Kurt Tucholsky steht. und den Herrschenden immer wieder die Harke zeigt Ob es wirklich Sinn macht, es angesichts der Ignoranzen in der Gesellschaft, lese ich hier des öfteren ? Natürlich macht es Sinn, genau das immer wieder zu tun. Die Frauen und Männer, die gegen den Faschismus gekämpft haben hatten wohl keine Zeit, sich diese Frage zu stellen, denn man kämpft oder man kämpft nicht, war eine der Antworten, die ich nach einer, im Nachhinein selten blöden Frage bekommen habe.
"Die Starken kämpfen ein Leben lang; diese sind unentbehrlich." (Brecht)
Wie kann Demokratie befördert, und gefördert werden, wenn die, denen die Medien "gehören" zutiefst undemokratisch sind ? Sie werden das schreiben, was sie schreiben dürfen und sollen; und was das ist bestimmt der, dem der Laden gehört, weil alle dort Beschäftigten, abhängig arbeiten. "Wes Brot ich ess; des Lied ich sing." Treffender ist es wohl kaum zu sagen.
Es ist der Kampf um die Köpfe des Volkes, und die künstlich, erzeugten Bedürfnisse sollen das Volk vom selbständigen Denken abhalten. "Wir haben nichts gewusst." Wird dieses Mal, nicht funktionieren können, weil die Möglichkeit sich Informationen zu holen groß genug ist, um es zu tuen. Der Artikel hält den Spiegel einer Gesellschaft vor, die wieder den Duckmäuser, den Angsthasen, also der Obrigkeit dient, und irgendwie sind Ähnlichkeiten mit der dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte zu spüren. Es besorgt mich, dass wir mit Konjunktivs zugeschüttet werden, und sie labern von Menschenrechten. Was für ein Hohn: Der größte Kriegstreiber aller Zeiten; die USA haben nun einen Mann an der Spitze, der uns noch das "Fürchten lehren wird." Diese Schreiberlinge sind mit verantwortlich, wenn das Karussell sich weiter in Richtung militärischer Konflikt: USA und Russland bewegt.
Als wenn sies drauf anlegen, und sie sich der Tragweite ihrer Verantwortung nicht bewusst sind. Um Auflagen geht es; nicht um Aufklärung, politische Meinungsbildung, und sachliche Informationen. Bis die Balken sich biegen, werden wir belogen, und kein Aufschrei geht durch die Republik. Deutschland und auch Deutschlands Medien haben faschistische Tendenzen, denn wer die Verhältnisse vom Kapital bestimmen lässt, und nichts dagegen tut, weiß wo die Reise hingehen kann, natürlich unter den heutigen Macht- und Kräfteverhältnissen.
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass Syrien kurz davor gewesen ist, den Krieg zu beenden, mit Russland und der Unterstützung des Irans. Das kann doch eine größenwahnsinnige Großmacht, wie die USA nicht hinnehmen, und so geschah dann das, was provoziert wurde, um dem Krieg neue Nahrung zu geben. Alle, aber auch Alle, die daran beteiligt sind und waren gehören vor den Internationalen Strafgerichtshof; und auch die, obwohl es nicht gehen wird, die mit Worten, Kriege klein oder groß reden; die lügen, die nur die Interessen der 1% vertreten, obwohl die Schreiberlinge sicherlich nicht zu den 1% gehören; sich aber mit ihnen gemein machen, sollen im Luther Jahr in der Hölle schmoren, bis zum Sankt Nimmerleinstag. Danke für den Artikel, der so hoffe ich, von Tausenden gelesen wird.


Am 10. April 2017 schrieb Matthias brendel:

@ Andreas Schell:
Danke, der Absatz über die Co-Moderatorin der gestrigen Will Propaganda Show hat mir meinen Morgen Kaffee versüsst.
Jedes Mal. wenn ich diese Kriegsministerin sehe und höre, überkommt mich eine große Übelkeit.
Danke auch dem Uli für sein Engagement, mir wird in dieser bleiernen Zeit immer klarer, wie grosse Kriege gemacht werden und warum es immer wieder so geschehen musste, dass die Menschen, die darin zu Leichenbergen verarbeitet wurden, es nicht verhindern konnten, dass es passierte.
Das heutige System der Propaganda ist nahezu perfekt, wenn auch die Propagandisten sich irgendwann verantworten werden müssen, zumindest vor sich selbst im Spiegel.




Am 10. April 2017 schrieb Alexander Kocks:

Auch ein Redakteur der Süddeutschen oder Frankfurter Allgemeinen will ein angenehmes Leben haben, mit gutem Gehalt und möglichst vielen Vorteilen, die ja von Handel und Industrie, wie man hört, wichtigen Journalisten gewährt werden. Deshalb schreibt er das was sein Arbeitgeber von ihm erwartet oder andererseits, wäre er so unabhängig im Geiste, dass er etwas zu schreiben beabsichtigt was seinem Arbeitgeber gegen den Strich geht, würde er wahrscheinlich gar keinen Job bei diesen Blättern bekommen haben. Man darf wohl annehmen, dass kein leitender Journalist einen Job bekommt wenn er seinem potentiellen Arbeitgeber nicht im Laufe seiner Laufbahn seine politische und geistige Einstellung unter Beweis gestellt hat.
Ich habe beide Blätter lange gelesen und bin vor einiger Zeit zu dem Schluss gekommen, dass mich wohl der Hirntod erreichen wird wenn ich damit fortfahre. Zecks Erhalt meiner geistigen Gesundheit habe ich den regelmäßigen Konsum dieser Blätter eingestellt und lese diese nur noch wenn nichts anderes zu haben ist. So zum Beispiel vor kurzem bei einem Klinikaufenthalt in Ostwestfalen wo Sonntags nur BAMS und Frankfurter zu erhalten waren. Ich habe dort an 2 Wochenenden die FAZ gelesen und hab mich hinterher immer gefragt wie man sich eine solch geistige Folter antun kann und auch noch Geld dafür bezahlt.


Am 10. April 2017 schrieb Gerd Heber:

Unter der Überschrift „Syrien-Krieg - vier Szenarien“ lässt uns die TAGESSCHAU wissen: „Möglicherweise müsste Präsident Donald Trump tatsächlich erneut reagieren, sollte es einen neuen Zwischenfall geben.“ Da denkt ein Redakteur mit. Der arme Trump, steht da faktisch, der arme Mann „muss“ möglicherweise mal wieder ohne Grund und Beweis was bomben. Das ist Kotz-Journalismus: Ausgekotzt und mich kotzt es an.


Am 10. April 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Hanne Schmieder
Es mutet schon sehr seltsam, dass sie sich an dem Wort "Schweinebacke" stören. Viel zu nett, für diesen Kriegsverbrecher Trump, um sich dann geflissentlich, ohne ein Wort, über den völkerrechtswidrigen Angriff in Syrien zu verlieren, zurückzuziehen.
Übrigens, was sie abwertend als Gossensprache benutzen, ist eine Sprache, mit der Menschen aufgewachsen sind, die von ihnen keine Belehrung benötigen, was passt oder auch nicht.
Auf jeden Fall sind sie nicht inhaltlich geworden, sondern bei dem, was heute üblich ist: Wortwahl, Korrekt oder nicht, eben Äüßerlichkeiten. Werden sie inhaltlich, und sagen sie was zum Artikel, der inhaltlich wieder einmal gesagt hat, was gesagt werden musste, in all seiner Klarheit, und sie stören sich an der "Schweinebacke." Ich hätte ihn Arschgesicht oder Sackgesicht genannt, diesen aufgeplusterten und manipulierbaren Mann, der keine politische Meinung und Haltung hat. Mit Merkel müsste er sich gut verstehn:
Beides sind Opportunisten und deswegen brandgefährlich
Zum Artikel selber, später mehr.


Am 10. April 2017 schrieb Kurt Kerbel:

Das ist ein wunderbarer, geistreicher Frontalangriff auf eine der Hochburgen des Bildungsspießers. Wo sich eine Gemeinde verschanzt, die sich für informiert hält und doch nur epigonales Zeugs liest. Danke!


Am 10. April 2017 schrieb Heinz Schneider:

Kriegsangriffsgründe müssen immer wahr sein!


Am 10. April 2017 schrieb Andreas Schell:

Danke! Angemessen! Den Untergang der Süddeutschen Zeitung und ihre Umwandlung in eine Kriegsgazette, die Josef Göbbels gut gefallen hätte, verfolge ich als restlos enttäuschter Ex-Abbonnent seit Jahren. (Josef Göbbels kündigte seinen Selbstmord ja damals u.a. Harald Quandt an, aber der Hinweis auf solche Seil- und Verwandtschaften führt jetzt irgendwie vom Thema weg.)

Selbst Anne Will, die verdächtig ist, ebenfalls zu den fiesesten Propagandaschl...eudern der deutschen Geschichte zu gehören, räumte gestern Abend ein, "wir" wüssten aktuell nicht, wer die Chemiewaffen in der jüngsten syrischen Eskalation denn nun eingesetzt hätte. Das tat Sie spät in der Sendung, nach einer elends langen, von keinem der Teilnehmer unterbrochenen Redezeit ihrer Freundin Ursula v.d. Leyen. Wahnsinn! Wir wissen definitiv, dass Assad nicht so blöd ist, mitten auf der von den Russen geteerten Siegerstraße ausgerechnet einen solchen Angriff zu veranstalten. Wie wär's mit dieser deutlich glaubwürdigeren Formulierung: "ein Luftangriff der Syrischen Armee, *die im Gegensatz zu vielen anderen wirklich gegen den von der CIA, Saudi Arabien und Katar installierten IS kämpft* traf ein Munitionsdepot. Dabei wurden giftige Gase freigesetzt, wodurch viele unbeteiligte Personen getötet wurden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in dem Lager *der bewaffneten und von Terroristen durchsetzten Opposition* Giftgasgranaten gelagert wurden, die 2013, als Assad alle Chemiewaffen glaubwürdig zur Entsorgung abgab (und der Entsorger dafür den Friedensnobelpreis bekam), von irgend jemandem zurückgehalten wurden."

Mehrfach wurde gestern bei Anne Will (von anderen Teilnehmern, insbesondere durch die vollkommen undisziplinierte, offenbar persönlichkeitsgestörte Bundesverteidigungsministerin durch Zwischenrufe verstümmelt) darauf hingewiesen, dass die Amis damit eindeutig das Völkerrecht gebrochen haben. Unbeirrbar vertrat die Vertreterin der Bundesregierung, also des militärisch-industriellen Komplexes unter den wohlwollenden Augen des Super-Bösewichts "Jabba The Hutt" John Kornblum (ein ehemaliger Investmentbanker) die These, Assad müsse weg, also ein Regime Change herbeigeführt werden. Noch immer sagt sie das, die Vertreterin der deutschen Bundesregierung. Nach Afghanistan, Irak, Libyen. Nach der Erkenntnis, dass die USA seit über 70 Jahren weltweiter Bemühungen nirgends Frieden und Demokratie installieren konnten, sondern nur rücksichtslos Rohstoffwege absichern und dabei Millionen Tote produzieren. Sie fordert damit etwas, das dazu führen sollte, dass ein Mob sie aus ihrem Amt zerrt und sie zwecks Selbstfindung mit ihrem Kostümchen und ihrer blöden, die zu niedrige Fontanelle voluminös verhüllende Frisur bei Regen irgendwo im Spessart aussetzt.

Diesen Mob gibt es aber nicht, dank der regen Arbeit der Süddeutschen Zeitung, der Bild, des Stern, des Spiegel, ARD und ZDF, also der Atlantikbrücke e.V. unter ihrem Vorsitzenden Friedrich Merz, der ein hohes Tier bei Blackrock ist. Seitdem der grenzdebile Milliardär Trump mitspielt, unmotiviert Raketen auf Syrien schießt und Flugzeugträger nach Korea entsendet und endlich alle Anstalten macht, den dritten Weltkrieg vom Zaun zu brechen, hat er bessere Presse! Als er noch vom Zurückfahren des außenpolitischen Engagements der USA sprach, war ein unvergleichlicher Shitstorm die Folge! Der Bundesaußenminister und Berufslügner S. Gabiel findet den Beschuss Syriens verständlich! Hä? Die vollkommen gehirngewaschene deutsche Bundeskanzlerin sieht die Verantwortung für die Entwicklung allein bei Assad! Hä? Assad hat sicher eine Menge Dreck am Stecken. Unsere Bundesregierung aber auch.

Herr Gellermann, wir können argumentieren, schimpfen, schreien, Fäkal- und Gossensprache verwenden, oder so wie Sie Offensichtliches und gut Recherchiertes aufzeigen. Ein Konsument der normal-deutschen Medienlandschaft, der nicht über Ihre Fähigkeiten der Recherche verfügt und wegen deutscher Schulbildung nicht in der Lage ist zwei und zwei zusammen zu zählen, wird es nicht einmal bemerken. Die Deutschen glauben an Frau Merkel und ihre Deppen-Junta. Der Krieg muss halt jetzt einfach her. Tja: der Führer musste für seine Kredite auch in den Krieg. Siegessicher war er, der Führer, und die Banker und die Industriellen, die ihn ausrüsteten, wachten damals wie heute darüber, dass die Dinge ihren Gang gehen.

Und was kam und kommt dabei heraus? Die Kapitalclans wurden und werden nicht gestutzt. Nur ihre Lakaien und ihre Opfer.


Am 10. April 2017 schrieb Ronald Wolf:

Respekt !!! Klartext (wie immer) und diese ehrliche Wut über die Verlogenheit in den Elitemedien. Ich wünschte mir, dass ich so schreiben könnte. Aber diese Wut habe ich auch !!! Danke.


Am 10. April 2017 schrieb Reinhard Bauske:

Sie sprechen mir - wieder einmal - aus der Seele: die SZ verkommt immer mehr zum Drecksblatt !


Am 10. April 2017 schrieb Hanne Schmieder:

Was soll den der vulgäre Ausdruck „Schweinebacke“ den Sie dem Herrn Trump zuordnen? Ich finde, dass die RATIONALGALERIE eine solche Gossen-Sprache nicht nötig hat.

Antwort von U. Gellermann:

Der Begriff „Schweinebacke“ wird von der deutschen Synchronisation z. B. bei Filmen von Bruce Willis eingesetzt. Immer dann wenn Willis im Original „Motherfucker“ sagt, dann sagt der Synchronsprecher „Schweinebacke“. Zugegeben: Das englische Wort trifft es besser. Aber das wollte ich sensiblen Lesern ersparen.

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