Der Putin-Hass

Deutscher Journalismus ist blind und blöd

Autor: U. Gellermann
Datum: 05. April 2016

Vorausgeschickt: Ich bin kein Freund von Putin. Wie ich auch kein Freund von Obama bin. Beide sind Sachwalter oligarchischer Interessen. Und ich bin kein Freund von Oligarchen. – Ich bin ein Freund des echten Journalismus. Ein Freund solcher Kollegen, die sich den Verstand weder von ihren Abhängigkeitsverhältnissen noch von ihren eigenen Vorurteilen trüben lassen. Der Wunsch nach solchen Freunden macht einsam.

Mit großem Pomp segelt durch die deutschen Medien die Enthüllung über eine Briefkastenfirma in Panama, die allerlei Gelder aus allerlei Ländern von allerlei Leuten ins steuerliche Nirgendwo geschleust hat. Brav, sollte man sagen. Doch nahezu alle Schlagzeilen enthalten den Namen Putin: „Das ist Putins Zirkel der Macht“ (FOCUS), „Offshore-Deals reicher Putin-Freunde“ (SPIEGEL), „Geflecht von Briefkastenfirmen Putin-Vertrauter“ (TAGESSCHAU). Aber den wirklichen Höhepunkt leistet sich der Aufmacher der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG: „Die heimlichen Millionengeschäfte des Putin-Zirkels“. Begleitet von handcolorierten Portraits im HÖRZU-Stil der 60er Jahre und gefolgt von nahezu drei ganzen, großen SZ-Seiten zum Thema. Da kreißt der Berg und kreißt, um dann einen einzigen Namen zu gebären: Den eines Cellisten aus Putins Umgebung, der in Panama einen Briefkasten unterhielt. Kein Messi-Aufmacher, kein Poroschenko-Aufmacher, obwohl die, anders als Putin, höchstselbst einen Briefkasten in Panama hatten.

Panama: Ein Land, das mal zu Kolumbien gehörte und von den USA gewaltsam „selbstständig“ gemacht wurde. Ein Land das mal einen Präsidenten hatte, der 16 Jahre lang auf der Gehaltsliste der CIA stand, und als er mal nicht botmäßig war, vom US-Präsidenten George Bush mit einer 24.000-Soldaten-Invasion inhaftiert wurde. Ein Land, das bis heute von den USA dominiert wird. Der US-Dollar ist offizielles Zahlungsmittel. So ein Land kann nichts unternehmen, was die USA nicht wollen. Aber die wollen offenkundig das Steuerschlupfloch nicht schließen. Man könnte ja auf ein hauseigenes Steuerflüchtlings-Asyl aufmerksam werden.

Denn seit Jahr und Tag leisten sich die USA einen ganzen Steuerflucht-Staat: Den zweitkleinsten Bundesstaat Delaware. Dort hat eine Kaum-Bis-Nix-Steuerpolitk etwa 600.000 Briefkastenfirmen angelockt. Neben der Elite der US-Wirtschaft – Apple, Google, Coca-Cola, Wal-Mart und Berkshire Hathaway von Warren Buffett – residieren dort auch deutsche Firmen unbehelligt: Die Familien Porsche, Piëch und Quandt, außerdem der Verleger Hubert Burda, die Kaffee-Dynastie Jacobs und die Bank-Sippe derer von Finck haben dort eine feine Adresse. Das wäre ein Recherche-Projekt, da gäbe es Namen und sozial unsittliche Verhältnisse zu enthüllen: Ganze Fortsetzungsromane wären zu erwarten.

Aber die Oligarchen-Familie du Pont de Nemours (sie besitzt den weltgrößten Chemiekonzern, ist dick im Sprengstoff-Geschäft und Inhaber eines fetten General Motors-Anteil, der Clan verfügt über ein Milliarden-und-Abermilliarden-Vermögen) unterhält in Wilmington, der größten Stadt des Steuerbetrugs-Staates Delaware, seit 1903 den „Wilmington Trust“, die erste grosse Familienstiftung der USA. Und an den du Ponts kommt keiner vorbei: Nicht diverse US-Präsidenten und offenkundig auch nicht die „400 Journalisten aus 80 Ländern, die ein Jahr zusammen gearbeitet haben“ wie uns die SÜDDEUTSCHE hochtrabend wissen lässt.

Wer genau deckt den Delaware-Steuerbetrug? Wer von den Clinton-Wahlspendern zum Beispiel hat sein Geld in Delaware? Welche Rolle spielt der organisierte US-Steuerschwindel im TTIP-Abkommen? Wo bleibt das Interview mit dem deutschen Finanzminister zu diesem Thema? Das alles wäre bereits ein erstes Gerüst für ein solides journalistisches Projekt, weitere Hilfen könnten den Kollegen auf Nachfrage geliefert werden. Zu fürchten ist allerdings, dass ein solches, wirklich spannendes Vorhaben an der landesüblichen Feigheit scheitern wird.

Statt dessen: Putin. Seit dem Tag, an dem der russische Präsident den Kapital-Transfer aus Russland in den Rest der Welt weitgehend gestoppt hat, steht er auf einer Hass-Liste westlicher Medien. Es sind die selben, die immer von der Freiheit des Marktes schwätzen, die der russischen Konkurrenz keinen Platz lassen wollen. Erneut beweisen deutsche Medien, dass dieser organisierte Hass blind und blöd macht. Zu blöde sich von den FREUNDEN in den USA zu lösen, sind sie freiwillig blind für die Gefahr, die sich aus dieser einseitigen Haltung für die Deutschen ergibt. Eine Gefahr, die in Afghanistan, in Libyen und Syrien zu besichtigen ist.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 10. April 2016 schrieb Burkhard Ohligs:

Wer in einem System seine Brötchen verdienen will, gar Karriere machen will, muss dessen Lied singen. Das geht natürlich nur ohne Rückgrat und einen Koffer voll dümmlicher Rechtfertigungen. Was ganz gewiss fehlt, ist die Fähigkeit, die kommenden Konsequenzen des eigenen Handelns in der Zukunft zu begreifen.


Am 08. April 2016 schrieb Günther Monas:

Falscher Alarm, deutsche Journalismus ist am Rotieren:
BILD hat soeben entdeckt, Putin selbst hat die Panama-Affäre erfunden! Juchhuu!


Am 06. April 2016 schrieb Uschi Peter:

Mit dem Alkoholiker Jelzin hatte die USA Russland fast im Sack. Der böse Putin hat ihnen denZugang zu Russlands Ressourcen und Vermögen versperrt. Aber ohne einen ständigen Kapitalfluss und den Kreislauf des Öls und anderer Bodenschätze ist der Kapitalismus am Ende. Daher der Hass gegen Putin. Aber wenn die Imperialisten die Welt ausgesaugt haben, gehen wir alle unter. Also machen wir uns von ihnen frei!


Am 06. April 2016 schrieb antares56:

Herzlichen Dank für diesen ausgezeichneten Artikel! Das musste mal geschrieben werden!
Ich war am Montag wirklich entsetzt, wie unsere Medien alle gemeinsam Putin als Aufmacher für die "Panama-Papiere" benutzten, und das obwohl gerade sein Name nicht in den Papieren vorkam. Seit gestern haben die meisten das Bashing erstaunlicherweise wieder eingestellt.


Am 06. April 2016 schrieb Jens Humml:

Da glaubten wir in Ihnen nun ein klugen und zudem noch mutigen Mann "getroffen" zu haben - und dann das:

"Vorausgeschickt: Ich bin kein Freund von Putin. Wie ich auch kein Freund von Obama bin. Beide sind Sachwalter oligarchischer Interessen. Und ich bin kein Freund von Oligarchen..."

Um Gottes Willen in vorauseilendem Gehorsam gegenüber wem auch immer vorbeugend darauf hinzuweisen: Nein, nein - ich bin kein "Putin-versteher" - niemals nicht! - das hatte ich von Ihnen nicht erwartet.

Und dann noch: die sind ja alle gleich - ein Sichtweise, die in ihrer Banalität kaum zu unterbieten ist.

Was soll man dazu sagen: "Auch Du, Brutus..?!"

Antwort von U. Gellermann:

Da haben Sie sich – aus selbstfabrizierten Schein-Zitaten – einen schönen Pappkameraden gebaut. Zur Oligarchen-Feststellung fehlt Ihnen natürlich jedes Argument.


Am 06. April 2016 schrieb Hans Rebell-Ion:

Alle reden von "STEUER-PARADIESEN"!?
Ich nenne sie beim wahren Namen: KAPITAL-HÖLLEN!!!
(Hölle der Name des Totenreichs geht auf germ. *haljo „Unterwelt" zurück, das sich auch in altengl. hell und altfrz. helle bezeugen lässt; nach der Christianisierung der Germanen vor allem für die christliche Vorstellung der Hölle gebraucht, bezeichnete hel schon vorher das Reich der Toten; ein Anschluss an germ. *hel“a" „bergen" wird vermutet; so hätten die Germanen die Hölle als das "die Toten Bergende" bezeichnet.)


Am 06. April 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

Der Künstler des Wortes, Lutz Jahoda wird ja einen Gedicht- Prosa Band mit dem preisgekröntem Reiner Schwalme, Karikaturist, Zeichner und Grafiker, wenn ein geeigneter linksorientierter Verlag gefunden ist, herausgeben. Meine Bitte ist eine Info zu bekommen, wo das "Werk" dann käuflich erworben werden kann.


Am 06. April 2016 schrieb Ernst Blutig:

Nachdem ich gelesen habe, daß zur Zeit Ausmalen trendy ist, ergaben sich mir beim Lesen der "Panama Paper" Berichte Parallelen: Schreiben nach Zahlen, das neue Lieblingshobby der embedded journalists.

Daß es aber so derartig offensichtlich ausgeschlachtet wird...

Der sich daran routinemässige anschliessende Diskurs (der ja immer einer Reinwaschung der unschuldigen deutschen Krämerseele ähnelt), daß ja "deswegen nicht alles automatisch kriminell sei" ist auch wie aus dem Leerbuch für Fachkräfte des Tautologenkongresses.

ACH WIRKLICH?

Ich stelle mir die Frage, auf welcher gesetzlichen, oder wenigstens amoralisch vergesellschafteten Basis bereits eine SOLCHE Stufe der "Nichtkriminalität" überhaupt existiert?

Das wäre in etwa, ach was, ES IST EXAKT so, als würde man eine Diskussion zur Abschaffung von Wirtschaftskriminalität fordern und diskutieren, nachdem letztere bereits gesetzlich abgesicherte Praxis ist und man nun rabulistische Kniffe sucht, um den BEGRIFF "Wirtschaftskriminalität" endlich loszuwerden.
Per Gesetz oder Verordnung. Hat ja auch schon beim Begriff "Arbeitslosigkeit" prima funktioniert. Einfach den Begriff abschaffen, dann ist man das Problem los, ganz ungeniert infantil!

Dann wäre man alle Sorgen los und das Kind neoliberaler Kapitalismus wäre endlich frei,kann einfach vorne und hinten laufen lassen und das sein, was er eigentlich schon immer war:

Wirtschaftskriminalität ohne automatisch "Wirtschaftskriminalität" spielen zu müssen.

Dann herrscht auch in Deutschland wieder die erste Bürgerpflicht, nämlich Ruhe, und keiner muss mehr "Diskutieren" oder "Investigativ" spielen.

Infantiler Regress 2016.


Am 06. April 2016 schrieb Gerhard Wirth:

Der Artikel trifft den Nagel genau auf dem Kopf. Keine Politiker der etablierten Einheitsparteien mit ihren angeschlossenen Medien möchten die Wahrheit verbreiten. Den USA und dem Großkapital treu ergeben und immer zu Lasten der Durchschnittsbevölkerung. Warum fühlen sich Politiker bei den Bilderberger denn so wohl? Politiker und das einflussreiche Kapital sind eine Gemeinschaft und dafür lassen sie sich dann von dem Volk wählen. Doch das traurigste ist, dass sie gewählt werden um sich anschließend als "Volksvertreter? an das Kapital zu verkaufen.


Am 06. April 2016 schrieb Heinz Schneider:

Politiker , die den Reichen das Reicherwerden erleichtern, machen einen schlechten Job, wusste schon Keynes. Was dann entsteht , sind Oligarchien und ein moderner Feudalismus. Das Wesen des Feudalismus besteht darin, dass Wenige ökonomisch nutzlosen Reichtum anhäufen und zu diesem Zweck Viele unter elenden Bedingungen für sich schuften lassen. Die kapitalistische Ökonomie stürzt das freilich in die Krise. Aus der großen Krise der nicht mehr funktionierenden Marktwirtschaft sind im letzten Jahrhundert Sozialismus und Faschismus erwachsen, stellte Karl Polany fest. Sehr viel Hoffnung, es möge uns die erste Alternative gelingen, habe ich nicht. Die zweite Alternative braucht, um mehrheitsfähig zu werden, eins ganz dringend: Feinde.
Ach, wenn doch unsere Journalisten und Politiker wenigstens noch intellektuell in der Lage wären, Keynes zu lesen!!!


Am 06. April 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

"Wem nutzt das und wer bezahlt das?"
Die Gesetze machen das möglich, weil dieses System um jeden Preis erhalten bleiben muss.
Und diese scheinheiligen Politiker, die eben diese Gesetze verabschiedet haben tummeln sich doch in einem Bett mit denen, auf die sie jetzt losgehen (müssen).
Also wenn das nun der "Knaller" des Jahres sein soll Putin wieder an den Pranger zu stellen und zu verdreschen grenzt ja fast an eine "Meisterleistung." "Und täglich grüßt das Murmeltier." Ein Nebeneffekt könnte aufkeimendes Mitgefühl für Putin sein. Es mag sein, dass die, die sich Journalisten nennen dafür bezahlt werden, Informationen auf einem möglichst niedrigem Niveau zu halten, um selbständiges Denken in der Gesellschaft verhindern zu wollen, sichert ihnen aber nicht den Platz im" Nest." Auch sie sind den Gesetzmäßigkeiten des freien Marktes mehr oder weniger ausgeliefert.- Die Akzeptanz, dass eine Handvoll zwielichtiger Gestalten, die Geschicke der Welt lenken und nur die Informationen bei uns landen welche genehm sind, lässt doch tief blicken. Und die so wichtigen Namen, sind wohl auch auf den Sanktionslisten gefunden worden? Na, welch ein Zufall.
Das System wird nicht in Frage gestellt. Alle tuen so, nach Muttis Art: Das ist alternativlos.
Der obszöne Reichtum und die bittere Armut,die diese Verbrechen der wundersamen Geldvermehrung in Form von Betrug auf allerhöchster und abgesegneter Ebene möglich gemacht haben
werden hingenommen, wie von gottgegeben. Es ist ein ziemlich effektives "Geschäftsmodell."
Eigentlich ist es egal. Kapital wird immer WEge suchen und finden. Das liegt in der Natur von Kapital. Und die Ausbeutung von Mensch und Natur nimmt ihren Lauf.-
Der Artikel lässt die Journalisten so richtig alt aussehen, und das ist gut so.
Es werden immer mehr vorbeikommen, die Qualitätsjournalismus lesen wollen.-
Über Putins Politik kann man geteilter Meinung sein,
doch die geschichtliche Verantwortung Deutschlands ist untrennbar mit Russland verbunden. Mit diesem Hintergrund muss eine differenzierte unabhängige und emanzipierte Politik möglich sein.


Am 05. April 2016 schrieb henry paul:

Wieder wie üblich SCHNELLSCHUSS.
Es war doch offensichtlich was und wer diese "Botschaft" abgesondert hatte.
a) Von Mascolo bin ich enttäuscht
b) die US-Presse-Mafia hat einen Coup gelandet
c) Das Ziel ist die Diffamierung PUTINS
d) Deutschland ist eines der grössten Steuerschlupflöcher der Welt
e) die dtsche Regierung ist an diesen LEGALEN Möglichkeiten im grossen Stil selbst beteiligt
f) Schaum, Blasen, Luftfürze, Aufregerstoff- nix weiter!
Wer im internationalen Geschäft mitmischen will, muss Sub-Firmen und Sub-Quellen haben- ob es nun den "Sauber-Leuten" passt oder nicht. Deswegen ist das alles legal.
Mich interessieren die il-legalen Sauereien der EU viel mehr


Am 05. April 2016 schrieb Klaus-Jürgen Bruder:

passt doch:
die deutsche Kanzlerin diffamiert einen Journalisten, dessen Tätigkeit noch zu Recht als journalistische bezeichnet werden darf, er habe den türkischen Ministerpräsidenten „bewusst verletzend“ vorgeführt.

die deutschen Hofschreiber, die heute den Beruf des Journalisten füllen,
führen den russischen Präsidenten bewusst verletzend als Inhaber eines Machtzirkels vor, mit dem einzigen „Argument“ er kenne einen, der macht, was die deutschen Steuerhinterzieher als ihr Vorrecht ausüben

die deutsche Kanzlerin schweigt dazu:
passt doch!


Am 05. April 2016 schrieb Lutz Jahoda:

Die Dringlichkeit unverzüglichen Geraderückens der Fakten,
hat die Rationalgalerie bewogen,
aus ihrem gewohnten
Montag-Donnerstag-Rhythmus
auszusteigen, um den journalistischen
Notebooknutzern, Tastenbeschmutzern,
Vernunftsbeleidigern, Kriegsverteidigern,
Schuldumschichtern
und Wahrheitsvernichtern
mehr als nur ein paar Takte anzusagen.
Leser verachtend manipulierend,
sinnverfälschend fehlinformierend.
Diese Schuld - Schwestern und Brüder
eines einst ehrbaren Berufsstandes -
habt Ihr Euch selbst aufgeladen,
um des schnöden Mammons willen.
Stigmatisiert mit dem Brandzeichen
der Ehrlosigkeit bewussten, rücksichtslosen,
unverschämt charakterlosen bis zur Verdummung einnebelnden Tuns, Leser, Hörer und Fernsehzuschauer in die Irre
zu führen. Dieses Vergehen wird -
wenn Ihr wenigstens Euch selbst gegenüber ehrlich sein möchtet - bleisohlenschwer an Eurem Gewissen hängen -
bis ans Ende Eurer Tage!
Dies war heute - schreibe und sage -
meine seelenerleichternde Klage.


Am 05. April 2016 schrieb Michael Kohle:

Ein ganzes Jahr - so wird voller Stolz berichtet - will man an dieser "Aktion Donnerschlag" gearbeitet haben. Man? Die ersten Stunden outet sich als „man" erst einmal jenes Blatt aus München, das in letzter Zeit - sind es Monate, wohl eher Jahre - alles versucht, seinen einstmals angedicheten journalistischen Ruf und Ruhm auf dem transatlantischen Roulette-Tisch meistbietend zu versetzen. Ein gewisser "John Die" soll sich doch ausgerechnet beim bajuwarischen Sturmgeschütz gemeldet und ein ganzes Terrabyte „Hochexplosives" feil geboten haben. Wie der deutsche Zwangsglotzer nächtens von Donnerschlag-Tag1+1 dann erfahren durfte, kannte der investigative Journalist beim Anruf von John Doe weder John Doe (was Wunder!) noch das Firmenkonglomerat aus Panama-City. Er musste sich wohl erst einmal schlau machen.

Dann schien aber die Post so richtig abgegangen zu sein, so ungefähr vor einem Jahr. Rein zufällig gab es da diese ehrenwerte Organisation ICIJ mit Sitz in Washington DC - unweit von Fort Meade - die gleich signalisierte, umgehend Mittel, Köpfe und Dollars bereitwillig bereitzustellen. Klar, bei dem Namen: Internationales Konsortium investigativer Journalisten, das Mobile Einsatzkommando transatlantischer Mediengleichschaltung! Die Frage, seit wann es dieses Konstrukt gibt, wollen wir mal lieber nicht stellen, ebenso wenig wie die Frage nach seiner Halbwertszeit.

SZ, ICIJ? Was war jetzt zuerst da, das Huhn oder das Ei? Übersetzt man SZ nicht mit Süddeutscher Zeitung sondern mit Steuerungszentrale, löst sich der gordische Knoten von alleine. Und so ist die Federführung von SZ auch wieder stimmig.

Das, was man letzte Nacht in der ARD alles so sehen durfte vom Stammsitz der ICSJ in Washington D.C., die ob ihrer Funktion obergeile Stoßtruppführerin, die erste Seite der payroll des Konsortiums, die bonfortionös ausgestatteten Bürohallen, also Eintagsfliegen sehen anders aus. Es sieht wohl eher danach aus, dass sich die NSA - dank wohlwollender Unterstützung der führenden Stiftungen des obersten Promille - ein Verwurstungs- und Vermarktungsbüro für die ansonsten nutzlos herumsiechenden Datenbestände einrichten durfte. Wir werden wohl noch viel Spass haben damit.

Zum Thema ist eigentlich alles gesagt, Gniffke und Co überschlagen sich schier, die Qualitätsprintmedien kommen kaum hinter her. Nimmt man nur die Filme von letzter Nacht wird einem schon klar, warum diese Leistungsträger des transatlantischen Journalismus ein ganzes Jahr benötigten, um die angebliche Bombe, die sie aus einem Fürzchen gebastelt haben, hochgehen zu lassen. Zu den dürftigen Leistungen des investigativen Journalisten hat Uli Gellermann schon alles Treffende gesagt. Seit heute Nacht - ihres ungebremsten, flächendeckenden Dilettantismus gewahr geworden - bin ich nur noch entsetzt darüber, zu was sich Menschen verführen und missbrauchen lassen, hergeben. Sollten jemals diese „Herrschaften" ob ihrer Taten vor den Kadi gelangen, es wird nicht ohne Zubilligung größtmöglicher mildernder Umstände abgehen können. Lafontaine hat einmal in einem treffenden Zusammenhang jene Sekundärtugenden erwähnt, die auch zur Tätigkeit in Konzentrationslagern befähigen würden. Diese Tugenden sind keinesfalls verloren gegangen, sie werden gut gepflegt.

Ach ja, zur Bärenjagd wollte ich auch noch etwas los werden. Irgendwo stand irgendwann mal zu lesen, das die NSA behauptet die Erkenntnis beweisen zu können, jeder Mensch auf dem Globus hätte zu jedem anderen über maximal sieben Zwischenstufen Kontakt. Als ich jetzt hörte, dass der Patenonkel von Vladimirs Töchterchen von vor über 30 Jahren auch des mehrfachen Briefkastenbesitzes in Panama und anderswo entlarvt wurde, wurde mir ganz übel. Die ganzen handgemalten Bildchen von Vladimir, nebst Patenonkel in jugendlichem Alter und den ganzen anderen milliardenhortenden „Schweinehunden" in Putins Umfeld haben mir ganz schön zugesetzt. Mit der Methode könnte bestimmt auch die zwischenzeitlich Heilige Mutter Teresa als schändlichste Puffmutter nieder gemacht werden, wenn es der Wahrheitsfindung dienen könnte. Der ARD-Inquisitor heute Nacht hat dann sogar - auf unsere Kosten sicherlich - sogar dem o.g. Patenonkel beim Cello-Spielen in Moskaus Konzerthallte gespannt gelauscht bzw. aufgelauert. So wie er auf der Vorderkante des Klappstuhls herumrutschte, muss er wohl überlegt haben, dem "Verbrecher“ vorn auf der Bühne an die Gurgel zu springen. Dirty Harry lässt grüssen! Das Maß ist voll!


Am 05. April 2016 schrieb Günther Lachmann:

Wenn Gehirnmasse durch Hass und Debilitaet ersetzt wird, muss es einen
schuldigen Proxy finden. Da wird es unseren Medien aber leicht gemacht.
Der Feind ist schnell gefunden; gesteuert von den Polit-Jingles (denn
mehr kann der Yankee nicht bieten – only Jingles!) aus der US-Admin,
über die Atlantikbrücke. (Manchmal frage ich mich, ob unsere
Mainstream-Journalisten schmerz-unempfindlich gegen die Schere sind.)
Nun, dass Putin den Proxy ersetzt, ist ja auch nicht neu, in den Medien
der Wertegemeinschaft NATO & Co. Panama mit seinem Kanal (zwischen
Atlantik und Pacific), welcher den Schiffbruch der US-Washington
Kriegsmarine vermeiden soll, wenn sie um das stürmische Patagonien herum
fahren muss, hält ja in der Mossack Fonseca nicht nur die wenigen,
genannten, Privatpersonen und Firmen in den „Umschiffungs“ Registern,
sondern auch Jene Kategorie, welche unter das Kriterium „Die Guten & die
Unschuldigen“ fallen. Seltsam ist es doch dabei, dass kein Amerikaner
auf der (we are shipping for you any amount) Liste steht. Lieber U.
Gellermann, haben die Amis etwa ganz harmlose Gruende fuer den Transfer?
Aber nicht doch! Schnell wurden aus reichen US-Anlegern black-listed
Verbrecher und/oder Drogenschmuggler. (Wie hoch ist eigentlich der
Waschmittelverbrauch zur Zeit in den US.- Ach ja, ich habe die
Terroristen fast vergessen.)
Es lebe die globale Korruption der Banken.


Am 05. April 2016 schrieb Christel Buchinger:

Danke, lieber Uli, für den scharfen Extrablog!
Zwei Anmerkungen:
a) auch ich glaube nicht, dass die Herrschaften Journalisten, die du angreifst, blind und blöd sind. Das würden sich unsere Eliten niemals leisten. Die brauchen willige Wadenbeißer, Leute, die bereit sind, sich mit Haut und Haar zu verkaufen. Und die ohne Skrupel das Geschäft des Kapitals verrichten.
b) Putin und Obama würde ich nicht gleichsetzen. Obama hat nach glänzendem ersten Wahlsieg eine solch traurige Figur abgegeben, einer der großspurig demokratische und soziale Versprechen machte und sich anschließend in Hose. Vielleicht, weil man ihm bedeutet hat, dass solcherart Präsidenten kein langes Leben haben? Kann sein. Putin hingegen hat (mit anderen zusammen natürlich) die Macht der russischen Oligarchen wirksam begrenzt. Zum sichtbaren Wohl seines Landes, das anderenfalls in die Katastrophe gesegelt wäre, auf dem Kurs, den Jelzin vorgegeben hatte. Formale Demokratie nimmt Putin dabei nicht so wichtig. Ob er es könnte, wenn er wollte, weiß ich nicht. Aber gemessen beispielsweise an unseren EU-Bürokraten, ist sein Verhalten zu demokratischen Normen nicht herausragend schlecht.


Am 05. April 2016 schrieb Angie Birnbaum:


Die etwas andere Auswertung der PanamaPapers

Zunächst erst mal das Positive:
Mit der „geleakten" Mossack Fonseca-Datenbank stehen für eine professionelle Auswertung ausreichend Daten zur Verfügung.
Auch wenn sie nur einen Teil der Steuerschlupfloch-Problematik abbilden, sind sie jedoch schon aussagekräftig genug für einen Teilüberblick.
Als logischer erster Schritt müßte nun eine grobe quantitative und qualitative Auswertung nach folgenden Gesichtspunkten folgen (Beispiel siehe Anlage):


1. Von welchen Ländern mit angeschlossenen Offshore-Zentren sind die meisten Offshore-Firmen angemeldet worden.
Daraus lässt sich zumindest im Überblick die Verflechtung der jeweiligen Regierungen/ Finanzverwaltungen mit den steuerflüchtigen Firmen/Bürgern ermessen.

2. Welche Nationalitäten bzw. Länder stellen welchen Anteil an den Offshore-Firmen bzw. den Steuerflüchtlingen.

3. Danach kann man die „aktivsten" Steueroasen auf Basis der PanamaPapers, identifizieren, eingrenzen und benennen.

4. Die Nationen mit den quantitativ meisten Steuerflüchtlingen müssten ihre Gesetzgebung und ihre Steuerverfolgungsbehörden grundlegend verbessern und aufwerten.

Die bisherige sensationsgetriebene Hervorhebung einzelner prominenter Bürger trägt mehr zur Verschleierung denn zur Offenlegung der Gesamtzusammenhänge bei.
Ein Armutszeugnis für das sogenannte Rechercheteam von der Südeudeutschen etc.

Übrigens Russland als Nation ist gemäß seiner Bevölkerung und seines BIPs erst sehr weit hinten zu finden.
Die Hervorhebung von Putins sogenannten ?Vertrauten? unterstreicht zusätzlich den Verschleierungscharakter der sogenannten Enthüllung.

Anlage:
Kurze Auswertung der Mossack Fonseca-Datenbanken gemäß
https://briankilmartin.cartodb.com/viz/54ddb5c0-f80e-11e5-9a9c-0e5db1731f59/embed_map

Rangfolge nach Firmen (begrenzt auf min. 4000Firmen/Oase :

1. UK mit Guernsey,Jersey und Isle of Man
ca. 45.000 Firmen ( 10,7 x Russland)

2. Schweiz mit Liechtenstein (ca. 70% deutsche Eigner)*
ca. 41.000 Firmen (9,8 x Russland)

3. Hongkong + Macao(China) ( 60% Chinesen + 30 % Briten)*
ca. 38.000 Firmen 9 x Russland)

3. USA mit Bahamas und Panama (ca. 80% US-Eigner)*
ca. 24.000 Firmen ( 5,7 x Russland)

4. Luxemburg (ca. 65% Deutsche)*
ca. 11.000 Firmen ( 2,6 x Russland)

5. Arabische Emirate
ca. 7.300 Firmen ( 1,8 x Russland
)
6. Uruguay
ca. 4.900 Firmen ( 1,2 x Russland)

7. Russland
ca. 4.200 Firmen

8. Singspore (ca. 30% Briten, 30% Chinesen, 20% Deutsche)*
ca. 4100 Firmen ( 0,97 x Russland)

* Bei einzelnen Steueroasen sind gemäß der u.g. Quelle soweit bekannt vorsichtige Schätzungen der Anteile der Nationalitäten vorgenommen worden
"STEUEROASEN Ausgabe 2015: Die neue Offshore-Welt"
https://books.google.de/books?ISBN=3802909046

Vorsichtige Schätzung des Anteils der beteiligten Nationalitäten
:
Platz 1 + 2 Großbritannien und Deutschland
Platz 3 +4 USA und China
Platz 5 + 6 Araber und Lateinamerikaner
Platz 7 Russen

PS.:
Wie man sieht, sind die hauptsächlichen Offshore-Zentren. wie zu erwarten, in Großbritannien und der Schweiz zu finden. Aber auch Honkong und die USA** sind nicht weit dahinter.
Die Europäer (Briten und Deutsche) sitzen mal wieder in der ersten Reihe, gefolgt von den Chinesen und US-Amerikanern**.
Die Russen folgen abgeschlagen im hinteren Drittel.

** Dies trotz bequemer landeseigener Möglichkeiten, wie z.Bsp. Deleware!


Am 05. April 2016 schrieb Benny Thomas Olieni:

Danke für diesen Artikel, der sehr berechtigte und eigentlich auch naheliegende Fragen aufwirft, die die politisch korrekten Lügenmedien natürlich nicht stellen dürfen, bei Strafe der ökonomischen Vernichtung...

Nachfolgend einige Zeilen zu den "Panama Papers" von Zero Hedge zur Geschichte der Mossack-Familie - und dazu, daß das Steuer$paradies nun zumindest zum Teil in den USA seinen Fortgang findet, mit Familie Rothschild als einem der Protagonisten für die Steuerhinterziehungs-Dienstleistung.
Einzelheiten finden sich unter dem Link unten.

"Jurgen Mossack´s family landed here in the 1960s. During World War II, his father had served in the Nazi Party´s Waffen-SS, according to U.S. Army intelligence files obtained by the ICIJ. Once in Panama, the elder Mossack offered to spy on communists in Cuba for the CIA." And yes, Mossack Fonseca may now be history, and its countless uberwealthy clients exposed, but none other than Rothschild is now delighted to be able to fill its rather large shoes.

http://www.zerohedge.com/news/2016-04-03/mossack-fonseca-nazi-cia-and-nevada-connections-and-why-its-now-rothschilds-turn


Am 05. April 2016 schrieb dario vo:

Ja, dass ist in der Tendenz sicher richtig. Der Tagesschau war gestern die Intonierung eindeutig zu entnehmen. Meine hannöversche Dorfpresse hat heute aber Sigmundur David Gunnlaugsson im Visier.
Nun ist der Madsackkonzern sicher kein Leuchtturm der Pressefreiheit. Island ist bei Investoren wohl auch nicht beliebter als Argentinien noch letzte Woche.
Trotzdem werden sich die Panama-Papiere wohl kaum auf Putin eingrenzen lassen.


Am 05. April 2016 schrieb Andreas Buntrock:

"Wo bleibt das Interview mit dem deutschen Finanzminister zu diesem Thema?"
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Der Herr Schäuble kann gerade nicht -
er ist bis auf weiteres bei der Familie Du Pont in Wilmington/Delaware als Taufpate tätig.


Am 05. April 2016 schrieb Gert Flegelskamp:

Ein etwas anderer Beitrag als üblich findet sich bei Telepolis (2 Seiten)
http://www.heise.de/tp/artikel/47/47867/1.html
Findet man dann noch heraus, dass die Organisation ICIJ, hervorgegangen aus der CPI und sich dann noch die Finanziers (u.a. Soros und die Ford-Foundation) betrachtet, kommen einem schon Zweifel an der deutschen Schilderung. Außerdem stellt sich die Frage, warum ausgerechnet ein Provinzblatt wie die Süddeutsche Adressat dieser Datenflut war. Vielleicht, weil man sicher sein konnte, dass die Putin ins Spiel bringen wird?


Am 05. April 2016 schrieb Anke Zimmermann:


Es ist nicht nur der Hass, es ist auch die Anmaßung unserer Medien, wie auch immer Putin verstrickt ist, so hat er sich dem russischen Volk zu erklären. Diese Arroganz, bei gleichzeitig völliger Faktenresistenz, muss pathologisch sein, wahrscheinlich eine Nebenwirkung wiederholter Gehirnwäsche. Mit ihrem ständigen Hass haben sie mich hassend gemacht, weil sie meine Bildung und meine Vernunft beleidigen. Sie haben es geschafft, daß ich als Sozialarbeiterin Menschen verhauen möchte, Journalisten. Für alle, zum innerlichen Abreagieren des Zornes und der Wut - Ringelnatz:

Vier Treppen hoch bei Dämmerung

Du mußt die Leute in die Fresse knacken.
Dann, wenn sie aufmerksam geworden sind, -
Vielleicht nach einer Eisenstange packen, -
Mußt du zu ihnen wie zu einem Kind
Ganz schamlos fromm und ärmlich einfach reden
Von Dingen, die du eben noch nicht wußtest.
Und bittest sie um Verzeihung - einzeln jeden -,
Daß du sie in die Fresse schlagen mußtest.
Und wenn du siegst: so sollst du traurig gehen,
Mit einem Witz. Und sie nicht wiedersehen.


Am 05. April 2016 schrieb Johannes M. Becker, Privatdozent Dr.:

Ging mir auch durch den Kopf.
Unglaublich, wie diese wissenden Dummköpfe dann noch wieder ihr Putin bashing zelebieren!
An Dich geht wieder einmal ein großer Dank!


Am 05. April 2016 schrieb Hugo Hurtig:

Deutscher Journalismus ist blind und blöd?
NEIN. Ist er NICHT. U.Gellermann hat Unrecht. Deutscher Journalismus ist weder blind noch blöd.
Es ist viel schlimmer: Er ist GLEICHGESCHALTET.


Am 05. April 2016 schrieb Klaus Madersbacher:

Wie sich immer wieder aus Umfragen ergibt, hat das deutsche Volk die Nase voll von Kriegen. Die Interessen der terroristischen Supermacht Vereinigte Staaten von Amerika sind ihm wurscht.
Das Problem dabei ist, dass das offenbar für bestimmte politische Kreise und gewisse Medien ein Problem ist. Warum es denen sooo wichtig ist, den Deutschen - ihren Landsleuten, wie man meinen möchte - Dinge aufs Auge zu drücken, die diese partout nicht haben/tun wollen, sollte doch herauszufinden sein! Geht es um Dollars, die in Delaware als Judaslohn warten? Hoffentlich nicht um die "Ehre," die Deutschen für die Interessen des "freien" Westens ans Messer zu liefern ...
Irgendwie wird´s langsam unverständlich.


Am 05. April 2016 schrieb Jochen Scholz:

Sieht man sich die Liste der Philanthropen an, die dieses „Internationale(s) Konsortium investigativer Journalisten" sponsort,
http://www.nachdenkseiten.de/?p=32707#more-32707
dem auch die Süddeutsche Zeitung angehört, kann ich einem Bekannten nur zustimmen, der von "diesem Münchner Drecksblatt" spricht, das sich noch immer der Tarnkappe linksliberal bedient. Bereits bei der medialen Vorbereitung des Krieges gegen die Bundesreublik Jugoslawien fungierte die außenpolitische Redaktion unter Joffe als Speerspitze. Sie lehnte nach Kriegsausbruch ein Interview mit dem Kriegsgegner Willy Wimmer ab. Am Ressortleiter Innenpolitik, Heribert Prantl, kam Joffe jedoch nicht vorbei. Der wollte und machte es dann Anfang April 1999.
Ich frage mich im Übrigen, wann unsere sog. Leitmedien endlich begreifen, dass sie die Deutungshoheit schon längst verloren haben: innerhalb weniger Stunden nach den Panama-"Enthüllungen" sprudelte das Netz nur so vor fundierten Sarkasmen, hier in Europa wie jenseits des Atlantiks.


Am 05. April 2016 schrieb Karin Masche:

Genau den Gedanken, dass es ja weitere Steuerparadiese gibt hatte ich heute auch.

Ich bin Stadtverordnete in Fulda, der Partnerstadt von Wilmington, Delaware.

Bereits 1998 hatte ich in einer örtlichen Alternativzeitung einen Artikel zu dem Steuerfluchtparadies Wilmington verfaßt
http://fuldawiki.de/fd/index.php?title=Wilmington

Im selben Jahr reichte ich dann auch das Thema als Vorschlag für die Medienawards der "Initiative für Nachrichtenaufklärung" ein, das dort unter die ersten zehn der blinden Stellen der Medienlandschaft gewählt wurde:
http://www.derblindefleck.de/top-themen/top-themen-1998/

2005 griff das Thema Werner Rügemer auf und schrieb 2010 dazu einen Artikel in ossietzky http://www.sopos.org/aufsaetze/4b82944aada33/1.phtml

Ganz aktuell spielt Wilmington Delaware auch wieder eine Rolle in einer der größten deutschen Firmenpleiten der letzten Jahre.
Gerne übersende ich Ihnen da weiteres Material!

Dran bleiben...

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