Der heilige Johannes schmückt eine neue Münze der Europäischen Union: Der Heilige aus dem bulgarischen Rila-Gebirge hat sich der Sage nach von Kräutern ernährt. Ob er der Bevölkerung des ärmsten Landes in der EU praktische Hinweise für die Versorgungslage geben will?

Rheinmetall in Bulgarien

Eigentlich sollte die Mitgliedschaft in der EU die Dividende für Bulgariens Rolle im Ukrainekrieg sein. Denn das Land war seit Beginn des Ukraine-Krieges ein Lieferant von Waffen und Munition in den NATO-Krieg. Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat sogar eine Waffenfabrik in Bulgarien aufgebaut, um von dort NATO-Standardmunition in die Ukraine zu liefern. Aber Munition kann man nicht essen.

Höchste Kinderarmutsrate in der EU

Bulgarien hat eine der höchsten Kinderarmutsraten in der EU. Zwar wächst die Zuwanderung aus Bulgarien nach Deutschland, aber die löst die sozialen Probleme des Landes nicht. Auch die NATO-Mitgliedschaft der Bulgaren haben dem Land nur Militäreinsätze gebracht: Die bulgarische Armee war, bzw. ist, an internationalen „Einsätzen“ in Kambodscha, Angola, Tadschikistan, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Eritrea, Afghanistan und auch im Irak beteiligt. Im Dezember 2008 waren in Afghanistan 480 Soldaten stationiert. In Bosnien ist Bulgarien mit 117 Soldaten an der Mission Althea vertreten. Bei Kampfeinsätzen im Irak wurden 13 bulgarische Soldaten getötet. Die NATO produziert Gräber, aber keine goldenen Berge.

„Transparency International“: Bulgarien korrupt

Die EU will 2,6 Milliarden Euro nach Bulgarien überweisen. Wohin das Geld fließt, weiß „Transparency International“: Laut deren Korruptionswahrnehmungsindex gehört Bulgarien zu den korruptesten Ländern der EU. Man darf davon ausgehen, dass die Euromilliarden ohne große Umwege direkt in die Taschen von Kiril Domuschiev, einem bekannten Milliardär des Landes gehen.

Ursula von der Leyen in Bulgarien blockiert

Bei einem Besuch der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einer Rüstungsfabrik im bulgarischen Sopot zeigte die bulgarische Bevölkerung, was sie von den EU-Eliten und ihren anti-russischen Positionen hält: Aufgebrachte Bürger blockierten den Besuch der Dame.

Bulgaren sehen Russland nicht als Feind

Kostadin Kostadinov, Chef der Oppositionspartei "Vazrazhdane" brachte es auf den Punkt: "Wenn die Europäische Union sich auf einen Krieg mit Russland vorbereitet, soll Ursula hierherkommen und das sagen. Über 80 Prozent der Bulgaren sehen Russland nicht als Feind, jedoch sehen sie den Feind in der Politik der EU, sie sehen den Feind in Ursula, sie sehen den Feind in der NATO-Politik.“ Offenkundig begreifen viele Bulgaren das schändliche Spiel.