Saudis kämpfen für Menschenrechte in Jemen

Deutscher Rüstungskonzern liefert die Rechts-Hilfe

Autor: U. Gellermann
Datum: 03. November 2016

Hoppla, wird sich der letzte deutsche Präsident des UN-Menschenrechtsrates Joachim Rücker, unser SPD-Mann aus Schwaben, gedacht haben: Hoppla, da sind sie ja wieder, die Saudis, als die erneut in den UN-Menschenrechtsrat gewählt wurden. Von den Saudis weiß man ja, dass sie als wesentliches Menschenrecht die Scharia auf Vorrat halten, inklusive Enthauptungen, Steinigungen und Folterei aller Art. Für einen Wimpernschlag könnte Rücker sich gefragt haben, ob das Land denn wirklich ausgerechnet in den Menschenrechtsrat gehöre, aber dann hat er sich wahrscheinlich an die Milliarden und Abermilliarden erinnert, die Deutschland mit den Saudis im Rüstungssektor umsetzt und war überzeugt: Wenn einer sich um Menschenrechte kümmert, dann doch wohl die Saudis. Inzwischen ist Joachim Rücker zum Job des neuen Beauftragten der Bundesregierung für die „Stabilitätspartnerschaft im Mittleren Osten“ gewechselt. Zu dieser Gegend gehören Saudi Arabien wie auch der Jemen.

Besonders intensiv sorgen sich die saudischen Freunde Deutschlands um die Menschenrechte im Jemen. So gründlich, dass die Opfer ihrer Bomben – gern Frauen, Kinder, Alte, Zivilisten aller Art – gar nicht mehr an Menschenrechte denken müssen. Denn seit dem letzten Jahr führen die Saudis im Jemen etwas durch, das in deutschen Medien vornehm eine „Militärintervention“ genannt wird. Na klar, wer eine blutige Diktatur ein „Königreich“ nennt, der muss einen völkerrechtswidrigen Überfall auf ein Nachbarland auch eine „Intervention“ nennen. Und wer sich die Partner dieser „Intervention“ ansieht, der weiß, dass die Menschenrechte der Jemeniten in guten Händen sind: Denn neben Saudi-Arabien bomben dort Bahrain, Katar, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten, eine prima Mischung aus islamischen Diktaturen und einer laizistischen. Unterstützt werden sie von Freiberuflern der al-Qaida im Jemen (AQAP) und eines Ablegers des Islamischen Staates (IS). Alles bekannte Kämpfer für Menschenrechte.

Islamischer Staat? Ist das nicht die Truppe, die so tapfer von Ländern wie Großbritannien, Frankreich und den USA bekämpft wird? Mag ja sein, aber den USA zum Beispiel gehört im jemenitischen Balhaf eine Erdgas-Verflüssigungsanlage, und auch wenn die Öl- und Gasvorräte im Jenem nicht riesig sind: Kleinvieh macht auch Profit. Diese schönen Gewinne darf man auf keinen Fall dem Einfluss des Iran überlassen, von dem die USA, weitgehend zu Unrecht behaupten, er sei der Initiator des jemenitischen Bürgerkrieges. Und dann haben die jemenitischen Rebellen jüngst auch noch einen Militärstützpunkt der USA im Jemen erobert. Der Stützpunkt Al-Anad wurde in der Vergangenheit von den USA gern als Drohnen-Rampe im Anti-Terror-Kampf genutzt. Und die US-Soldaten trainierten dort zudem jemenitische Spezialeinheiten. Da kommen dann al Quaida und IS als Hilfstruppen gerade recht, um die alten Herrschaftsverhältnisse wieder herzustellen.

Um die jemenitischen Menschenrechte macht sich auch ein deutscher Konzern verdient. Der verdient nämlich jede Menge Kohle durch die Lieferung von erstklassigen 1.000-Pfund-Bomben aus der MK-Serie an die Saudis: Die Rheinmetall AG. So trug dieser Rüstungslieferant jüngst noch zur Illuminierung einer Beerdigungsfeier im Jemen bei. Dabei kamen doch glatt 140 Menschen ums Leben. Um deren Rechte muss sich schon keiner mehr kümmern. Dass seit März 2015 die saudische Luftwaffe Angriffe auf Ziele im Jemen fliegt, dass die jeminitische Hauptstadt Sanaa, eine der ältesten Städte der Welt, bald so aussieht wie Aleppo und diese mörderischen Zerstörungen in Kooperation mit den USA und deutschen Rüstungsfirmen verbrochen werden, das ist den deutschen Medien einfach nicht aufgefallen.

Über 2,5 Millionen Menschen sind nach UN-Angaben seit Beginn der „Militärintervention“ bis Dezember 2015 zum Verlassen ihrer Häuser als Binnenflüchtlinge gezwungen worden. „Der Krieg im Jemen geht im Gegensatz zu dem in Syrien fast unter, da die Flüchtlinge bei uns nicht ankommen“, sagt Michael Winter, der gerade für die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ im Jemen war. Er geht natürlich auch unter, weil die Jemeniten kaum eine Chance haben nach Deutschland zu fliehen. Aber seine weitgehende Ausblendung verdankt er primär einem Medien-System, das den Krieg in Syrien als Propaganda-Waffe in der psychologischen Kriegsführung gegen Russland nutzt. Während Kriege der US-Koalitionen natürlich immer das Menschenrecht auf ihre Seite haben und schon deshalb weniger Aufmerksamkeit verlangen. So kann es nicht ausbleiben, dass keiner weiß, wissen will, dass die Rheinmetall AG nur der Nachfolger der „Reichswerke Hermann Göring“ ist. Ein Nazi-Betrieb, der sich schon sehr früh um die Menschenrechte von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern gekümmert hat, indem er ihre Leiden durch organisiertes Zu-Tode-Schuften verkürzte. Hoppla, wird jetzt der frühere Präsident des UN-Menschenrechtsrats Joachim Rücker sagen, das kann ich doch nicht wissen. Und außerdem: Außenminister Steinmeier hat dem bisherigen deutschen Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf für seine neuen Job auf den Weg gegeben den "ganzen Werkzeugkasten der Außenpolitik" zu nutzen. Und in diesem Kasten ist deutsche Geschichte einfach nicht drin.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 05. November 2016 schrieb Manfred Ebel:

@ Ilona Kessler, mit dem Zitat belegen Sie, dass Sie lesen können. Mit dem letzten Satz, dass Sie das Zitat nicht verstanden haben.

An Sie und auch Herrn Weiß: Die Beiträge zeigen den Wert eigenen folgerichtigen Denkens auf Grundlage gelernter Gesetzmäßigkeiten.


Am 05. November 2016 schrieb Michael Weiß:


@ al. Fachbuch: Sie haben recht, man sollte nicht für die (meisten) anderen sprechen. Ich denke, daß es Schule und Elternhaus im "Unrechtsstaat" geschafft haben, in mir grundlegend eine auf Antifaschismus und Völkerfreundschaft basierende Geisteshaltung zu verankern. Das Pionier- und FDJ- Grußzeremoniell hatte ich nicht als autoritär im Sinn, sondern eher reale Zwänge, welche Duckmäusertum und Korpsgeist förderten. Insofern haben sich vielleicht die Verhältnisse gar nicht sehr gewandelt. Die DDR und der Ostblock standen unter enormen Druck der NATO-Staaten, wodurch auch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse innerhalb litten, das ist mir bewusst. Was die Herdplatte betrifft: Ich habe keine Ahnung, ob das Gegengewicht RUS, China u.v.m. eines Tages so mächtig sein wird, dass es die Fehler des heutigen Imperiums wiederholt. Momentan scheint mir unser Überleben von ihm abzuhängen, da der Westen jegliche Skrupel, jegliches Maß und jeglichen Anstand verloren hat. Mittlerweile wird offen gefordert, die Vetos (natürlich nur die russischen) im UN- Sicherheitsrat zu ignorieren, damit man endlich Syrien ent-assadisieren und noch ein paar 100tausend Menschen mehr mit demokratischen Präzisionswaffen bekannt machen kann, ohne dass der aggressive Russe dazwischenfunkt. Wenn aus Regierung und Presse des eigenen Landes solch verbrecherischer Unsinn in der Maske besorgter Friedensapostels daherkommt, ist fünf vor zwölf wohl lang vorbei.


Am 04. November 2016 schrieb altes Fachbuch:

@m.weiß

es gibt mindestens 2 möglichkeiten, zur erkenntnis zu kommen oder zu lernen:
- entweder man fasst so oft auf eine rote herdplatte, bis man die bedeutung des wortes "heiß" erlitten und damit begriffen hat, um dann auf den grill zu greifen
oder
- man akzeptiert ohne selbstversuche ein gebot, fasse niemals auf eine rote herdplatte, und bekommt dieses naturwissenschaftlich in ursache und auswirkungen erklärt, verbunden mit verhaltenshinweisen zur prävention und auch zur gegenseitigen hilfe bei gefahr, und auch die aufgabe grill erschließt sich einem!!

die letztgenannte variante, die in der ddr übrigens gesamtgesellschaftlichen ansatz hatte mit dem ziel, allseitig entwickelte soz. persönlichkeiten zu bilden und formen, möchte ich ungern im kontext von autoritär stehen lassen.
wenn der pioniergruß für sie eine phrase war, ist es für mich unredlich, sich verallgemeinernd hinter "den meisten anderen" zu verstecken!
ich frage sie, ob es zwischen der "Gegenwart eines mächtigen Gegenpols" und den bröckelnden fassaden in der ddr zusammenhänge gab, und ob die es sich aussuchen konnten bzw. dieser gegenpol schlussendlich ihnen selbst genutzt hat?
sie benennen das destruktive und die lebensunfähigkeit dieser derzeitigen gesellschaftsordnung, um im nächsten satz eine bessere ordnung illusorisch zu nennen?? da sind wir wieder bei der herdplatte;)
und dann schließen sie mit der hoffnung, dass (wieder) andere (nicht sie) ein gegengewicht bilden. merke, prinzip herdplatte: wird denen das bilden dieses gegengewichtes gut tun?? den unterschied macht auch, dass in diesem gegengewicht KEIN friedensgebietendes land dabei ist, da alle kap. organisiert sind:
"Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens." (marx, vor 170 jahren!!!)
das gilt auch für Russland, china....

mein bedarf an herdplatte ist gedeckt, lasst uns was rationales machen!


Am 04. November 2016 schrieb Ilona Kessler:


Da Faschismus zur Zeit wieder verstärkt Thema ist, hier ein bemerkenswertes Zitat von Ignazio Silona (ital. Schriftsteller 1900-1978): "Wenn der Faschismus wiederkehrt wird er nicht sagen: 'Ich bin der Faschismus'. Nein, er wird sagen: 'Ich bin der Anti-Faschismus'.

Aus Angst vor aufgeblasenen rechten Schreckgespenstern stürzen wir uns auf der linken Seite in den Abgrund.


Am 04. November 2016 schrieb Michael Weiß:

Auch mich erschreckt dieses tägliche Déjá-vu. Alles, was mir im DDR- Geschichtsunterricht versucht wurde zu vermitteln, über den faulenden parasitären Kapitalismus und seinen zwangsläufigen Weg in Totalitarismus und Krieg, konnte ich damals kaum verstehen, angesichts der bröckelnden Fassaden und des Autoritarismus im sozialistischen Alltag. Der damalige Pioniergruß war mir, wie den meisten anderen, nur eine hohle Phrase, über die man sich keine Gedanken machte. Erst heute verstehe ich, was die Bereitschaft für Frieden und Sozialismus bedeuten sollte. Jetzt erschließt sich, dass nach WK II nur die Gegenwart eines mächtigen Gegenpols 45 Jahre lang die militärisch- industriellen Kriegstreiber des Kapitals halbwegs im Zaum zu halten vermochte.
Erst jetzt, wo sich die vereinigte BRD pendelnd zwischen unterwürfigem Vasallentum und ignorantem Größenwahn auf den Weg macht, als Anführer einer EU-Armee ihre Kolonialkriege künftig selbst auszufechten, jetzt habe ich das Gefühl Geschichte live zu erleben. Wir scheinen tatsächlich nur noch wenige Schritte von einem großen Krieg oder einer Totalüberwachungsdiktatur entfernt zu sein. Alles ist möglich im Namen von 'Demokratie und Menschenrechten'. Die völlig absurde Situation, dass nunmehr nicht einfach der Kampf um Rohstoffe in Kriege führt, sondern vielmehr der Überfluss und die Konkurrenz um die Vermarktungsrechte, macht deutlich, wie destruktiv und lebensunfähig die derzeitige Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung ist. Da eine bessere momentan illusorisch scheint, ist meine einzige Hoffnung ist, dass sich mit China und Russland sowie möglichst vielen anderen Ländern ein neues Gegengewicht bildet, was den Westen mit der realen Gefahr der eigenen Vernichtung von seiner derzeitigen globalen Amokfahrt abbringt.


Am 03. November 2016 schrieb Manfred Ebel:

@ Gideon Rugai, damit sprechen Sie wohl aus, was die meisten hier (!) beschäftigt. Auch ich habe wiederholt in den Geschichtsbüchern nachgelesen, weil die Übereinstimmung der Symptome so nachdrücklich ist.
Die Meisten hier sind die Wenigen im Lande.
So wie Sie das aussprechen - man könnte den Glauben an die Menschheit verlieren. Ich bin da dicht dran.
Mich halten die Wenigen und meine Selbstverpflichtung aufrecht, es wenigstens zu versuchen. Darin sind wir uns wohl auch einig.

Anbei: Für Kriege sind Nazis und Faschisten nicht unbedingt Voraussetzung. Es geht auch ohne, wie wir alltäglich sehen. Aber wir sehen auch die zugrundeliegenden politisch-ökonomischen Bedingungen, die Kriege immer wieder zwingend hervorbringen. M.E. muss man genau das immer wieder betonen.


Am 03. November 2016 schrieb Gideon Rugai:

Noch bevor ich den Hinweis auf die "Hermann-Göring-Werke" las, nahm die Frage in mir Gestalt an, ob D (und seine anscheinend reinkarnierte Drittreichs-Rüstungsindustrie) jetzt wieder dabei ist sich irgendwie , irgendwo ein neues Spanien anno 1936 zu "millitärischen Testzwecken" zu suchen um dort Legionen (statt "Legion Condor" vielleicht die Friedens-Legion "NATO-Güte" ? ) oder zumindest profitables Kriegsgerät einmarschieren zu lassen ? Gehöre ich zu den wenigen, denen zunehmend ein Felsblock im Magen liegt, weil die Ereignisse seit der Weltwirtschaftskrise 1929 bis zum "Zurückschießen" im Sep. '39 solch erschreckende Parallelen zu den heutigen Geschehnissen aufweisen bzw. das Script dahinter - mit ein bisschen aufgemotzt-gutmenschlich-globalisierter Hightech-Fassade - immer das Gleiche zu sein scheint ?
Und noch bevor ich den krakeelend-kleinerten Kurt vernahm, dachte ich an so viele komplett verdunkelte, geifernde Kommentare aus den Grauzonen menschlicher Hirnregionen, die man heutzutage überall lesen muss und die dringend nahelegen, dass die Sache mit der medialen Hirnwäsche, dem Mind-Control anscheinend bestens funktioniert - und sei es nur deswegen weil man verlernt hat (oder verlernen will / soll) seinen eigenen Mind etwas besser zu kontrollieren.
Die Borniertheit, Geschichtsvergessenheit, Trägheit, gepaart mit kognitiv-dissonant geprägter Ignoranz und grenzenloser Dummheit (nach Einstein) macht mich sprachlos und manchmal auch sehr sehr wütend.
Und wie der kleinerte Kurt glauben sich auch unsere bundesdoofen Handlanger jener "Führungseliten" diesen kompletten Un- und Irrsinn den sie verzapfen tatsächlich selbst ??
Das kann doch alles nicht wahr sein, oder ?


Am 03. November 2016 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Kurt Kleinert.
Hass einem Mann auf Deutschland zu unterstellen, der jahrein, jahraus im Vermächtnis von Tucholsky, C v.. Ossietzky im Namen des Humanismus, des Antimilitarismus, dem unbedingten Frieden, und zur Freundschaft mit den Völkern der Welt, aufruft, dem die Sorge um unser Land, und den erbärmlichen Zustand der Welt umtreibt, und der die Feder, gut, dass es eine spitze ist, als Werkzeug zu nutzen weiß, erfüllt mich immer wieder mit Dank, diesem Mann der schreibenden Zunft das zu unterstellen ist eine maßlose Sauerei , um mit meinen Worten zu sprechen. Aufklären, informieren, die Gesellschaft wach rütteln, ist so wichtig in einer Zeit, in der die Verdummung und Verblödung durch die Medien des Zeitgeistes überhand nimmt. Öfter mal in der Galerie vorbei schauen.
Und die Nazis sind weg ? Nun ja, an den Weihnachtsmann zu glauben; und das im Himmel Jahrmarkt ist, hat in Deutschland eine lange Tradition.


Am 03. November 2016 schrieb Lutz Jahoda:

ABWAHL, NICHT NUR ERBETEN,
ABWAHL DRINGEND VONNÖTEN!

Wer sich die Wahrheit zu sagen getraut,
darf inzwischen erschreckend erkennen,
dass neuerdings unverschämt frech und laut,
ihn bös einen Deutschlandhasser zu nennen,
deutsches Regierungsgewissen erlaubt.

Zu sehen, wie geschichtsvergessen schaurig,
die Deutsche Eiche sich selbst entlaubt,
macht meinen Blick bereits weniger traurig.
Ein Narr, wer noch diesen Politikern glaubt!


Am 03. November 2016 schrieb altes Fachbuch:

lt. wiki "verdient" die rheinmatall ag seit 1889 ihr geld hauptsächlich mit waffen und damit mit krieg! da liegen bis heute schon einige "absatzereignisse" dazwischen. ob die kriege mit börsen- oder aktienkursen zusammenhängen??
i wo, das zu behaupten wäre arg ketzerisch, und das grundgesetz gebietet ja auch ganz was anderes;)
der umsatz 2015 lag um die 5,2 MIA ?. keine ahnung, wie viele menschenrechte man damit in einem jahr durch"bomben" konnte. fragt sich kollege kleinert, wie viele und welche menschenrechte überhaupt mit krieg durchsetzbar sind?
hauptaktionäe sind der DWS und ALLIANZ investfonds, also wohl die dt. bank(?)!! und natürlich die vielen kleinaktionäre, insbesondere die beschäftigten!! die dt. bank verspricht natürlich auch eine gewisse unternehmenskultur - und richtig, auch die rheinmetall kann nur nach schmierung was verkaufen:)
eine tarifverhandlung mag so verlaufen: der gewerkschafter fordert 5% mehr lohn und der vorstand schlägt ein, wenn 5% mehr umsatz wird!! und dann spielen beide dart auf einen globus, wer für den deutschen wohlstand seine erde umpflügen lassen muss!! bei dieser sorte umsatzplanung kann es auch mal freunde oder eigene leute treffen. sowohl gewerkschaft als auch firmenlobby werden den SPD(natürlich;)-außenminister triezen, der die sache organisiert, als wäre rheinmetall und holzmann oder krieg und ein bauunternehmen das gleiche!! krieg als beschäftigungssicherungsmaßnahme, präventiver krieg gegen angriffe auf unsere sozialsicherungssysteme!!
da müssen die begünstigten unserer bemühungen um die durchsetzung von DEREN menschenrechten schon verständnis haben, dass reichlich und teuer UNSERE munition verballert wird! menschenopfer? sind an der börse nicht notiert!! wie viele militärs bekommen rheinmetall-schecks als umsatzbeteiligung??
egal, elitepartner und parshipen wollen auch bezahlt sein:(
und ja: der russe ist viel schlimmer!! nicht der böse iwan, sondern die lieben saudis wurden in den menschenrechtsrat wiedergewählt. da macht rheinmetall nichts fasch;)


Am 03. November 2016 schrieb altes Fachbuch:

@k.kleinert
muss man seine "liebe" zum lande bekunden, in dem man krieg gut heißt??
waren oder sind die hindenburgs, die hitler, die adenauers bis merkel an der macht gewesen?? oder sind es firmen wie die rheinmetall?
im übrigen besuchen sie eine RATIONAL galerie: hass und ekel sind irrational:) der autor liefert eine analyse, sie nur eine bewertung seiner meinung.
sie werden verstehen, dass sich einige für die analyse mehr zeit nehmen;)??


Am 03. November 2016 schrieb Alfred Matejka:

@Kurt Kleinert
Ich gehe davon aus,dass der Hass von Uli gegen die Nazis keine Grenzen kennt. Da stehe ich voll und ganz hinter ihm .Der Schoss ist immer noch fruchtbar, aus dem das kroch .Ich möchte ein anderes Deutschland, kein (M)e(r)kelhaftes.


Am 03. November 2016 schrieb Alles nur Satire:

Tausendsassa Rücker, wie alle Politonanierer universell einsetzbar. Mit 65 noch im vollen Saft stehend, außenpolitische Werkzeugkästen mit sich umher schleppend.

Ich könnte das nicht. Deshalb bin ich ja auch nicht in Ämtern und Würden.

Mit Menschenrechten kennt der Mann sich aus.

Was wir links-grün-versifften Tagträumer aber mal endlich alle kapieren müssen ist, das es viele Menschen gibt, für die die westlichen Werte einfach nicht gelten können.

Wegen Profiten, die wir für uns erzielen müssen, weil die einfach den falschen Glauben haben, weil die in den falschen Ländern, an den falschen Orten leben.

Wir hätten die Saudis auch vor 20 Jahren einfach in die Steinzeit zurückbomben können.

Aber die haben soviel Geld, das wir denen für ihr Öl gegeben haben, und jetzt wollen die Militärgüter von uns haben. Sonst bomben wir sie doch noch dahin zurück, wo sie geistig noch nie herausgekommen sind.

Außerdem. ketzt kriegen wir das Geld auch wieder zurück. Win-Win!

Arbeitsplätze, verstehen sie?
Profite auch! Ach nee, DAS müssen sie nicht verstehen, ein zu komplexes Thema.

Wenn Sie die Welt verstehen wollen, gucken sie Tagesschau, heute-Journal, lesen Sie FAZ, Welt, SPON, ZON, dort gibt man sich alle Mühe mit Ihnen und ihrem Weltbild.

So schwer ist das doch alles nicht.


Am 03. November 2016 schrieb Max L.:

@ Kurt Kleinert:

Jemand, der sich für deutsche Firmen, die in der Tradition von vor über 70 Jahren auch heute noch wirken, schämt und diesen Skandal im Gegensatz zu z.B. ARD und ZDF (die dafür eigentlich da sind) auch benennt, hat einen Hass gegen Deutschland? Darüber sollten Sie nochmal nachdenken, und zwar dringend!

Die Tatsache, dass Hitler nicht mehr an der Macht ist, sondern wir in einer vermeintlichen Demokratie leben, macht die Sache übrigens umso schlimmer. Auch daran sollten Sie einmal einen Gedanken "verschwenden" (der wäre aber keineswegs verschwendet, sondern gut investiert).


Am 03. November 2016 schrieb alles richtig alles schön Isenhagen:

Der Beitrag enthält eine Wahrheit die hier in Deutschland kaum einer wissen will. Wir Deutschen leben mit Kolonialismus, Neokolonialismus oder der Zinsknechtschaft des IWF immer noch besser als ohne. Insofern sind wir zwar bereit an hohen kirchlichen Feiertagen unser Bedauern mit der Situation in den fernen Ländern zum Ausdruck zu bringen und auch diesen und jenen Obulus an vermeintliche Helfer zu spenden. Aber tatsächlich ändern wollen wir nichts denn wie gesagt mit ist besser als ohne, jedenfalls noch.


Am 03. November 2016 schrieb Kurt Kleinert:

Ihr Hass gegen Deutschland kennt keine Grenzen. Die Nazi-Zeit ist seit 70 Jahren vorbei. Aber Sie tun so, als wär Hitler immer noch an der Macht. Einfach nur ekelhaft.


Am 03. November 2016 schrieb Rita Spencer:

Es ist kaum zu ertragen, wie plump die ARD Nachrichten manipuliert. Ich gucke einfach nicht mehr rein.


Am 03. November 2016 schrieb Rainer Bestmann:

Eine brutale Persiflage der Nachrichten über Aleppo. Das Lachen bleibt einem allerdings im Halse stecken.

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