Unter dem Tarn-Namen „Reform“ will die Bundesregierung heute dem Verfassungsschutz und dem Bundesnachrichtendienst mehr Möglichkeiten des „aktiven Eingreifens“ geben. Aktives Eingreifen, das gab es in der jüngeren Geschichte der Dienste, als zwischen 2000 und 2007 die Terrorgruppe NSU mordend durch das Land zog; eine Gruppe, die vom Verfassungsschutz gegründet wurde. Der Nachrichtendienst stand erst händereibend daneben, um dann schließlich die angesammelten Akten über die Terroraktion komplett zu schreddern.
NSU-Akten bis zu 120 Jahre „geschützt“
Als besonders „aktiv“ darf das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) gelten, das 1939 in einer „Reform“ die Gestapo, die Kriminalpolizei und den Sicherheitsdienst (SD) der SS eng zusammengelegte. Was im Jahr 2000 der Akten-Vernichtungs-Aktion entging, wurde mit einer „Sperrfrist“ bis zu 120 Jahren „geschützt“. Keiner darf die Akten lesen und den Zusammenhang zwischen dem politischen Willen der Obrigkeit und den Aktivitäten der Dienste veröffentlichen.
Charaktermasken wollen sich in den Krieg schleichen
„Aktives“ Eingreifen bedeutet vor allem, dass der BND, eine Organisation, die eigentlich für die Auslands-Spionage zuständig ist, ab jetzt auch für das Innland zuständig sein soll. Das riecht nach Kriegsrecht. Aber der sogenannte „Verteidigungsfall“, der vom Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates und einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament erklärt werden müsste, ist bisher nicht ausgerufen. Die Parlaments-Charaktermasken wollen sich in den Krieg reinschleichen und ihn noch nicht erklären: Das könnte ihre Absichten zu früh erkennbar werden lassen.
„Kleiner Landangriff“ Russlands
Das "Wall Street Journal" prophezeit in seiner Ausgabe vom 11. August 2026, dass Russland schon im Herbst einen „kleineren Landangriff“ auf die NATO verüben wird. Dass man die offiziellen Stellen Russlands zu dieser aggressiven Behauptung nicht zu Wort kommen lässt, versteht sich: Denn Russland gilt als der Feind an sich, mit dem redet man nicht; vor allem, wenn man eine Propaganda-Lüge auf dem Meinungsmarkt erfolgreich verkaufen will.
„False Flag-Operation“
Aufmerksame Beobachter warten auf eine „False Flag-Operation“, eine Provokation, die sich als Akt Russlands etikettieren läßt: Das wäre genau jenes aktive Eingreifen der Dienste, das die Bundesregierung plant: Warum soll man auf einen Krieg warten, wenn man seinen Beginn selbst inszenieren kann?