Allenthalben wird die Eindämmung eines Grippe-Virus als „Kampf“ bezeichnet. Nicht wenigen reichen die gewöhnlichen Gewalt-Metaphern nicht: Joe Biden sieht einen „Krieg gegen das Virus“, laut Premierminister Netanjahu befindet sich Israel  „in einem Krieg gegen einen unsichtbaren Feind“, und selbst der Regierungs-Ökonomie-Lautsprecher Hans-Werner Sinn behauptet: „Wir befinden uns im Krieg gegen Corona“. Da ist Bolognas Kardinal Matteo Maria Zuppi gern dabei, er sieht im Kampf gegen das Coronavirus einen zermürbender "Krieg" gegen das Böse.

Lingua Tertii Imperii

Der Krieg kennt immer zumindest einen Feind. Und der Krieg entwickelt seine eigene Sprache. In Anlehnung an die LTI, die Lingua Tertii Imperii – die Sprache des Dritten Reichs – an die Notizen des Philologen Viktor Klemperer aus den dreissiger Jahren darf sie Lingua Virus Imperium, „LVI“, genannt werden. Denn in der täglichen Propaganda und auch in den alltäglichen Unterwerfungs-Riten ist unter dem Namen „Corona“ längst ein Imperium errichtet worden.

Dritt-Impfung eine völlig normale Forderung

Ein Krieg braucht eine ihm angemessene Sprache: „Auffrischungs-Impfung“ ist so ein neues Kriegs-Wort, das sowohl verharmlost – denn wer hätte was gegen eine Erfrischung – als auch zur Aufrüstung im Krieg gegen das Virus aufruft. Wo gestern noch über die Zweit-Impfung spekuliert wurde, da ist heute die Dritt-Impfung eine völlig normale Forderung. Während die Spritzstoffe lange Zeit als Wunderwaffen im Krieg gegen das Virus galten, müssen sich jetzt Zweifel an ihrer Wirksamkeit mehren. Denn wie jede Rüstungs-Industrie, so will auch die Pharma-Industrie mehr und mehr produzieren.

20 Millionen Auffrisch-Impfungen

Einer der Generäle im Krieg gegen das Virus ist Kanzleramtschef Helge Braun. Er verlangt eine starke Beschleunigung der Corona-Booster-Impfungen. "Wenn es nach mir geht, müssen wir bis Weihnachten rund 20 Millionen Auffrischimpfungen erreichen", sagte der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Dafür brauche es eine organisatorische Abstimmung zwischen Bund und Ländern. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben bisher rund 2,7 Millionen Menschen eine Auffrischungs-Impfung erhalten.

Wenn nur genug geboostert wird

Da ist noch ein schönes neues Kriegswort: „Booster“. Als Booster wird in der Raumfahrttechnik und bei militärischen Raketen eine Hilfsrakete bezeichnet, die beim Start eingesetzt und dann abgeworfen wird. Booster, das im Friedens-Englisch einfach nur „verstärken“ bedeutet, gibt der LVI einen modernen Schwung. Nicht nur durch die Anglifizierung, die im Deutschen immer den Klang des Modernen hat. Auch die sprachliche Nähe zur Rakete verspricht, dass der Kampf gegen das Virus wie eine Rakete abgehen kann, wenn nur genug geboostert wird.

Impfschutz gegen eine Ansteckung lässt nach

Eine neue Studie aus Großbritannien erzählt: Der Impfschutz gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus lässt bereits einige Monate nach der vollständigen Impfung nach. Bei Biontech nahm die Schutzwirkung innerhalb von vier Monaten um 14 Prozentpunkte ab und sank auf 74 Prozent, bei Astrazeneca waren es 10 Prozentpunkte innerhalb von drei Monaten. Der Schutz vor einer Ansteckung lag dann nur noch bei 67 Prozent. Dass die „Studie“ von Medien wie der „New York Times“ oder dem Wirtschaftsmagazin FORBES gesponsert wurde, lässt Interessen der Anzeigenkunden vermuten.

Zweifel im Endkampf

Zur Zeit kämpft die Propaganda mit neuen Schwierigkeiten: Galten doch die Spritzen als Wunderwaffen im Krieg gegen das Virus, verlangt das Profit-Interesse der Pharma-Industrie geradezu Zweifel an der dauernden Wirksamkeit der Stoffe im Endkampf: Die Konzerne brauchen Verbraucher, die immer wieder neu zur Spitze greifen. Der Gesundheits-Junkie ist der Ideal-Konsument.

Kriegs-Propaganda durch Verschweigen

Mit gröberen Zweifeln an den Wunderwaffen geht die Medienmacht auch gröber um: Zwar berichtet das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) über 156.360 aus Deutschland gemeldete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung mit den mRNA-Impfstoffen Comirnaty (BioNTech Manufacturing GmbH), Spikevax (MODERNA BIOTECH SPAIN, S.L.) sowie den Vektorimpfstoffen Vaxzevria (AstraZeneca AB) und COVID-19 Vaccine Janssen zum Schutz vor COVID-19 von Beginn der Impfkampagne am 27.12.2020 bis zum 31.08.2021. Da funktioniert die Kriegs-Propaganda wie auch früher üblich durch einfaches Verschweigen: Wer will sein Stalingrad schon in den Massenmedien reflektiert sehen?

Im Krieg dürfen die toten Opfer nicht angeschaut werden

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen ist das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. Wenn diese Behörde, die dem Bundesministerium für Gesundheit nachgeordnet ist, so viele Verdachtsfälle von Nebenwirkungen bei Impfungen feststellt, wäre der Schritt zur wissenschaftlichen Vergewisserung die Obduktion. Aber die bleibt aus. Eine Erklärung für diese Sicherheits-Lücke bleibt ebenfalls aus. Im Krieg dürfen die toten Opfer nicht näher angeschaut werden.

Un-Geimpfte sind Feinde

Dass nächst dem Virus selbst die Un-Geimpften die Feinde sind, versteht sich aus dem Wunsch nach Personalisierung des Feindes. In Hamburg trennt ein Zaun auf dem Weihnachtsmarkt die Geimpften von den Un-Geimpften, Weltärztebund-Chef Montgomery spricht von einer "Tyrannei der Ungeimpften“, die Billig-Talkerin Maybrit Illner darf im ZDF die Frage aufwerfen "Kein Schutz, keine Freiheit – Lockdown für Ungeimpfte?" Im Krieg gegen den unsichtbaren Feind sind sichtbare Hass-Objekte ein wichtiges Ziel der Propaganda: Mit dem Kampf gegen die personalisierten Feinde ist die Front gut zu schließen.

Querdenker zu Verbrechern gemacht

Weil der Krieg offenkundig noch nicht gewonnen ist, müssen die feindlichen Truppen unbedingt zu Verbrechern gemacht werden. Die Feinde, die Gegner des Corona-Regimes, werden gern unter dem Begriff „Querdenker“ zusammengefasst, auch wenn die vielen normalen Bürger, die Sorge um die Demokratie haben oder Sorgen wegen der gefährlichen Folgen der diversen Spritzstoffe, sich selbst nicht alle als „Querdenker“ bezeichnen würden. Aber der Name ist griffig und mit Differenzierungen kann sich die Lingua Virus Imperium nicht aufhalten.

Der Feind ist Antisemit

Und weil es in Deutschland bisher kein größeres Verbrechen gab als den Mord an den europäischen Juden, muss der Feind zum Antisemiten gemacht werden. So jüngst Patrick Gensing in der „Tagesschau“: „Antisemitismus bei Querdenkern“. Weil, so Gensing, manche Gegner des Corona-Regimes die Gesundheitsdiktatur mit der Nazi-Herrschaft vergleichen, verharmlosen sie das NS-Regime, und wer das macht, der ist nach Gensing Antisemit.

Günter Grass - Antisemitischer Nobelpreisträger

Das Bequeme am Antisemitismus-Vorwurf ist seine Totalität: Mit angeblichen Antisemiten muss man sich nicht inhaltlich auseinandersetzen, da reicht das Verbrecher-Etikett. Gensing hat mit seinem Buch "Der Terror von Rechts“, schon Übung in der intellektuellen Brandmarkung: Weil Günter Grass einst Israel kritisierte, machte Gensing ihn zum "antisemitischen Nobelpreisträger“.

Thüringer Verfassungsschutz

Dieser primitive Hass Gensings auf Andersdenkende bringt ihn dazu, ausgerechnet Stephan Kramer, Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, zu zitieren, der nichts belegt, aber behauptet: Dass eine angeblich verbreitete NS-Verharmlosung im "Querdenken-Milieu“ ein "deutliches Zeichen für den Einfluss und die Übernahme der Szene durch Rechtsextremisten" sei.

Der Hass, den der Hund auf den Wolf hat

Woher das überbordende Gefühl kommt, das ist ziemlich deutlich: Es ist der Hass, den der Hund auf den Wolf hat, denn der Hund erinnert sich am Beispiel des Wolfs, dass er frei sein könnte. Aber wie so viele im Land, so ist es auch bei Gensing: Man gehorcht brav der Obrigkeit, will das aber nicht mal vor sich selbst eingestehen.

Peinlich reingefallen

Vor allem wenn ehemalige Oppositionelle und Intellektuelle nach ein wenig Zeit bemerken, dass sie auf einen Regierungs-Trick reingefallen sind, müssen sie jene, die von Beginn an wussten, dass „Gesundheit“ nur das neue Modewort für Paternalismus ist, als Gegner betrachten: Über Jahre, Jahrzehnte gar, war man sicher, das System zu durchschauen: diesmal ist man blind und glaubt statt zu denken, statt zu zweifeln, statt zu analysieren. Das ist extrem peinlich.

Die Wahrheit führt zum politischen Tod

Es ist ausgerechnet Karl Lauterbach, der Dummschwätzer und Corona-Prediger, der in einer WDR-Sendung den entscheidenden Hinweis für die Ursache der Stummschaltung vieler Intellektueller gibt: „Die Wahrheit führt in sehr vielen Fällen zum politischen Tod.“ Das ist es, was viele unserer ehemaligen Freunde fürchten: ihren politischen Tod. Wer ein Rezept kennt, diese tödliche Grenze zu überwinden, wird gebeten sich zu melden.

 

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Noch ein wichtiger Beitrag/Link zu Krieg und Apartheid:

https://rumble.com/vp67uf-deutsche-fassung-ethikprofessorin-julie-ponesse-geben-sie-ihre-rechte-nicht.html

Stephan Hain
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@ Albrecht Storz
12. Nov 2021 | 13:11:49 #33180

Die dauernde Kriegsrhetorik seit Beginn dieser „Krise“ ist widerlich! Der Menschheit wird eine permanente Bedrohungslage und Alarmbereitschaft suggeriert, um von der Vorbereitung der in Wahrheit...

@ Albrecht Storz
12. Nov 2021 | 13:11:49 #33180

Die dauernde Kriegsrhetorik seit Beginn dieser „Krise“ ist widerlich! Der Menschheit wird eine permanente Bedrohungslage und Alarmbereitschaft suggeriert, um von der Vorbereitung der in Wahrheit geplanten Installation einer dystopischen Zukunft für alle Völker abzulenken! Darüber auch nur nachzudenken oder sich gar dazu zu äußern ist „Sabotage, Hochverrat“ oder im Neusprech „Verschwörungstheorie oder rechtsoffenes Querdenken“.

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Des Illusionierter
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Das ist mal ein richtig guter Beitrag in "Zeichen" von corona.
DANKE !

Bodo Alexander
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Wir befinden uns in einem Krieg. Und wie in einem Krieg sind nicht etwa die Feinde (oder "DER Feind") das Schlimmste,

---- sondern die Deserteure, die Verweigerer, die Wehrkraft-Zersetzer sind die Schlimmsten auf der ganzen Welt!

Krieg ist...

Wir befinden uns in einem Krieg. Und wie in einem Krieg sind nicht etwa die Feinde (oder "DER Feind") das Schlimmste,

---- sondern die Deserteure, die Verweigerer, die Wehrkraft-Zersetzer sind die Schlimmsten auf der ganzen Welt!

Krieg ist pervers. Und daher sollte man angesichts dessen Perversität sich nicht wundern, dass gefangene gegnerische Soldaten nach internationalen Reglements gut behandelt werden müssen, Nahrung, Zugang zu ärztlicher Versorgung, .... Verbot von Misshandlung -

während Deserteure regelmäßig "standrechtlich" ermordet werden. Ganz nach "Recht" und "Gesetz". Hat nicht ein Marinerichter Dr. Filbinger noch Jahrzehnte später sagen können: "was damals rechtens war kann heute nicht unrecht sein!"? Musste der nicht etwa deswegen gehen sondern vielmehr wegen seiner Unfähigkeit, die Show wie die anderen mitzuspielen. Was muss so einer auch so halsstarrig sein. Andere, wie sein Weggefährte Öttinger, sind da smarter und deshalb auch noch heute im Geschäft.

Also nochmal: die Kriegsrhetorik macht es erst möglich: die Deserteurs-Rhetorik, die Ungeimpften-Seuchen-Rhetorik, die Herdenimmunitäts-Zersetzer-Rhetorik.

Der behauptete Krieg - sei es gegen angebliche, in Höhlen hausende Terroristen, die Flugzeuge in Wolkenkratzer steuern - sei es gegen angebliche Schlächter, wahlweise in Libyen, im Iran, in Syrien, in Nordkorea, in Ägypten, in der Ukraine - sei es gegen den Klimawandel - sei es gegen das unsichtbare Corona-Monster - ohne erklärten Krieg keine Helden, keine Opfer - und keine Deserteure und Zersetzer um Exempel statuieren zu können.

"Krieg" (bzw. die, die den Krieg erklären) fordert immer Opfer von allen. Und die, die diese Opfer nicht freiwillig erbringen wollen - etwa weil sie sich nicht dem Risiko an der Front aussetzen wollen - oder weil sie nicht das Risiko der "Impfung" auf sich nehmen wollen - sollen erkennbar die schwersten Opfer von allen bringen müssen: wenn nicht gleich standrechtlich erschießen, dann aber wenigstens beruflichen Niedergang, finanzielle Einbußen, gesellschaftliche Ächtung - und noch ein bisschen Spießrutenlauf per Testpflicht, und Erschwernis bei dem Erlangen des Lebensnotwendigsten wie Nahrung und Alltagsbedarf ...

Die braven "Soldaten" im Krieg, an der Front wie an der Heimatfront, werden nur dann weiter freiwillig ihre Opfer (lebenslange Schädigung durch eine GENinjektion) bereit sein zu bringen, wenn den bösen, rücksichtslosen, vaterlandslosen Verweigerer noch viel größere Opfer abverlangt werden.

;-( (Vorsicht! Teile des Textes könnten hyperbolischen Sarkasmus enthalten.)

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Albrecht Storz
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@altes Fachbuch
"einem pispers zu unterstellen, dass er plötzlich systemfreund oder zu doof sei"

Ad 1) es wird Pispers nicht UNTERSTELLT, sondern er gehört seit der von allen Kanzeln der Welt ausgerufenen "Corona-Pandemie" wie viele ehemalige...

@altes Fachbuch
"einem pispers zu unterstellen, dass er plötzlich systemfreund oder zu doof sei"

Ad 1) es wird Pispers nicht UNTERSTELLT, sondern er gehört seit der von allen Kanzeln der Welt ausgerufenen "Corona-Pandemie" wie viele ehemalige Salon-Sozis (Wecker, Wader, Niedecken, Westernhagen, Lindenzwerg und andere) zu den "neuen" Demokratiefeinden, solche, die sie mal vehement öffentlich bekämpft haben.

Zur Erinnerung: Das Testament des Volker Pispers - Ein Interview zu seinem Abschiedstext von Uli Gellermann am 05. März 2021: https://www.rationalgalerie.de/home/das-testament-des-volker-pispers

"Aus gegebenem Anlass möchte ich mich an dieser Stelle von allen Coronaleugnern, selbsternannten Querdenkern, Afd-Fans und rechten Extremisten distanzieren."

Ad 2) "nur weil dem galeristen dessen nicht-meinung zum corona-zwist nicht passt"
Es geht kaum um eine "Nicht-Meinung", die Uli Gellermann "nicht passt" - es geht um das von Pispers und seinen gleichgesinnten, gehirngewaschenen Kulturschaffenden auf den Kopf gestellte Demokratieverständnis, was immer sie mal darunter verstanden haben mögen...

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Brigitte Breidenbach
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Guter Artikel, eine Sache stimmt nicht.

"Und weil es in Deutschland bisher kein größeres Verbrechen gab als den Mord an den europäischen Juden..."

Es gab das deutlich größere Verbrechen des Mordes an und Todes von 27 Millionen Sowjetbürgern. In...

Guter Artikel, eine Sache stimmt nicht.

"Und weil es in Deutschland bisher kein größeres Verbrechen gab als den Mord an den europäischen Juden..."

Es gab das deutlich größere Verbrechen des Mordes an und Todes von 27 Millionen Sowjetbürgern. In manche Wessibirne wird das wohl nie vordringen. Die 6 Millionen toten Juden "stehen auf Platz 2".

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AF aus TF
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Die Manipulation und die Lügen haben Hochkonjunktur. Nur ist es aber so, dass seit Jahrzehnten Begriffe/Worte, deren Inhalte eine gewisse Vertrautheit und eine Konstante in unsicher werdenden Zeiten bedeutete mehr und mehr entleert und entkernt...

Die Manipulation und die Lügen haben Hochkonjunktur. Nur ist es aber so, dass seit Jahrzehnten Begriffe/Worte, deren Inhalte eine gewisse Vertrautheit und eine Konstante in unsicher werdenden Zeiten bedeutete mehr und mehr entleert und entkernt werden, um sie mit geschichtslosen und nichtssagenden Inhalten zu befüllen die beliebig einsetzbar zu nutzen sind. Was heute noch eine gesamtgesellschaftliche Wort Bedeutung hat gilt ab Morgen nicht mehr, weil neue Wortkreationen gewachsene Inhalte und deren Bedeutung eben diese nicht mehr hat, wie die echten menschlichen Bedürfnisse, wie die z.B. nach Nähe und Miteinander von künstlich erzeugten abgelöst werden. Da stellt man Zusammenhänge in einem System her, und das mit einer heißen Nadel gestrickt, dass mit den Pensionsansprüchen alter Faschisten, sofern sie noch leben - die übrigens schwindelerregende Höhen haben - überhaupt keine Probleme hat. Das sollte Gensing, der Schlaumeier einmal zur Kenntnis nehmen. Vielleicht auch die Tatsache, dass Reparationszahlungen von deutscher Seite nach Faschismus und Krieg an die tief verletzten und erniedrigten Völker die Nazi Deutschland skrupellos, hinterhältig und mit solch einer Brutalität überfallen und abgeschlachtet hat bis heute abgelehnt werden und somit das Leid der Völker weiterhin nicht anerkannt ist.

Ein guter Artikel, der den Stier bei den Hörnern packt und Victor Klemperer in einem wie ich finde richtigen und einordnenden Zusammenhang nicht nur erwähnt, sondern deutlich das große Verdienst Klemperers würdigt.

"Es gibt in der LTI keinen anderen Übergriff technischer Wörter , der die Tendenz des Mechanisierens und Automatisierens so nackt zutage treten ließe, wie dieses "gleichschalten". ( LTI Notizbuch eines Philologen, Leipzig 1976, Seite 165, Verlag Philipp Reclam jun.)

Glaubensfragen lösen vielfach den machmal mühsamen Weg der Erkenntnis ab.
"Psychologie der Massen" von Gustave Le Bon von 1932 und in Westdeutschland und den USA immer wieder neu aufgelegt worden ist und so seinen Weg in die Lehrbücher über Menschenführung und Rhetorik hat finden können sind der "Massenseele" folgende Eigenschaften zuzuordnen:

- Die Masse sei intellektuell gehemmt und durch die völlige Entpersönlichung des einzelnen ganz und gar unkritisch. Da setzt Le Bon eine Masse voraus, die durch die kapitalistische Manipulation so geformt wurde.

Nach Le Bon ist das Unbewußte (Irrationale) das Geheimnis der Massenkräfte........dass Unwirkliche könnte in gewissen Fällen wahrer sein als das Wirkliche ???????? Der Einzelne sein nicht mehr er selbst, sondern ein Automat geworden. Er billigt zwar in Ausnahmefällen den Massen durchaus heroische E, die igenschaften zu, dennoch ist seine Grundkonzeption die Massenverachtung. Der Anteil der Unbewußten sei bei der Masse ungeheuer , der Anteil der Vernunft sehr klein. Nichts Beständiges gebe es in der Masse als das Erbgut der Gefühle. Die Massen seien "weibisch", das heißt triebhaft, beweglich, erregbar und "knetbar".
Es könnte noch weiter gehen, aber es reicht mit dem.
Zu Wilhelm Reich "Massenpschologie im Faschismus" muss ich leider an anderer Stelle kommen, denn um Reich gerecht zu werden bräuchte es einen eigenen Artikel.
Auch über die Kunst der Täuschung, die man in der psychologischen Kriegsführung anwendet, wo Worte vor allem das Gegenüber zu erniedrigen, zu bestrafen und Kniffe und Techniken anwendet was Schopenhauer als "die Kunst, recht zu behalten" nennt gäbe es so einiges zum Schreiben.

"Die Sprache ist die unmittelbare Wirklichkeit des Denkens." (Karl Marx)

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Ulrike Spurgat
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Natürlich sind wir im Krieg oder im Kampf. Im Informationskrieg, im Gesundheitskrieg, im Impfkrieg, im Krieg - wie hat es Warren Buffet so schön formuliert - Arm gegen reich. Und man kann noch viele andere Fronten in Stellung bringen. Und gerade...

Natürlich sind wir im Krieg oder im Kampf. Im Informationskrieg, im Gesundheitskrieg, im Impfkrieg, im Krieg - wie hat es Warren Buffet so schön formuliert - Arm gegen reich. Und man kann noch viele andere Fronten in Stellung bringen. Und gerade die Sprache und Rhetorik dient nur dazu, die Deutungshoheit zu erringen und zu festigen, egal wie wahnsinnig und absurd sie auch sein mag. Und über Menschen, die fabulieren es gehe hier um die "Volksgesundheit" oder um ein gefährliches, "endemisches, furchtbar tödliches Virus"; über diese Trottel kann ich schon lange nicht mehr lachen. Im Grunde tun sie mir fast schon leid, denn am Ende werden sie nur Bauernopfer sein, sie taugen noch nicht einmal mehr als jämmerliche Märtyrer. Und da wir im Krieg sind, darf auch der Wiederstand mit Worten deftig ausfallen, hier in der Rationalgalerie genauso wie in vielen andern Blogs und Foren derer, die sich diesem Schwach- und Wahnsinn der gerade passiert nicht beugen wollen. Und ja, Kritik darf sein und ist sogar erwünscht. Aber nur solange sie sachlich und vom Niveau her auf Augenhöhe stattfindet. Aber solange nur das übliche blabla stattfindet und man beim zweiten Satz schon wieder in eine der üblichen Ecken gestellt wird und ausser diffamierung inhaltlich nichts übrig bleibt, ist die Grundlage der Diskussion entwischt und es ist nur wieder die allseits ermüdende Agitation und dazu ist mir jedenfalls inzwischen die Zeit zu schade. Und wenn einer Foristin hier die Vergleiche unpassend erscheinen, möchte ich gerne ihr Urteil zu je zwei Gegenüberstellungen zur Coronalage der Nation hören. Denn wenn man das liest, sollte man doch wenigstens im Geiste Corona für sich abschaffen. Ich möchte denen, die noch einen Gedanken an eine "Seuche" verschwenden manchmal einfach nur zurufen : Ihr seid lange genug einem Hoax hinterher gerannt, seht zu, das ihr wieder in die Bahn kommt.

Meldung vom 9.11.21: Die Französische Gesundheitsbehörde rät unter 30 jährigen vom Moderna Impfstoff ab.
Meldung vom gleichen Tag, 9.11.21: Moderna beantragt Eu- Zulassung für Kinder unter 12 Jahren.

Und dann rechtzeitig zum Karneval folgende Idioten.

Meldung Focus Online, v. 11.11.21: Top Virologe Drosten stellt klar, wir haben keine Pandemie der Ungeimpften.
Markus Söder via Twitter, am 11.11.21: Die einzig echte Chance gegen Corona ist das Impfen. Bayern reaktiviert die Impfzentren.

Und dann noch, der nützlichste aller Pharmastiefelknechte setzt noch eins oben drauf, daher mein persönlicher
Favorit.

Karl Lauterbach bei Maischberger, 11.11.21: Lauterbach schlägt Alarm! Impfung kann uns nicht mehr retten.

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Ingo Czichowski
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@Stephan Hain
Danke für den Hinweis auf den Artikel im "Philosophie-Magazin":
Nun, 2 Tage nach dem 9.11., weiß ich, dass es "in der Restbevölkerung brodelt", die "Grenzen der Solidarität mit Ungeimpften nicht unendlich weit entfernt sind" und...

@Stephan Hain
Danke für den Hinweis auf den Artikel im "Philosophie-Magazin":
Nun, 2 Tage nach dem 9.11., weiß ich, dass es "in der Restbevölkerung brodelt", die "Grenzen der Solidarität mit Ungeimpften nicht unendlich weit entfernt sind" und "zunehmende Formulierungen(!)" "die Impfverweigerung in die Nähe von Kapitalverbrechen rücken". "Dass die Konnotation „Verbrecher müssen bestraft werden“ bei denen, die sich angesprochen fühlen sollen, aufkommen, überrascht wenig".
Die Drohung am Ende: "Die durch Montgomery, Wieduwilt und andere artikulierte moralische Empörung über das unvernünftige, andere schädigende, unsolidarische Verhalten von Impfverweigerern wird nicht ohne Konsequenzen sein."
Welche, wird (noch) nicht verraten. Aber Leinen werden gelöst, in aller geheuchelten Unschuld. Lingua Tertii Imperii.
Selbstverständlich werden derartige Konsequenzen den für die Epidemien Verantwortlichen (als da wären: die Agrarindustrie, die Autoindustrie, die Reiseindustrie, die kurzsichtige, zur Vorsorge unwillige Politik usw.) nicht angedroht. Das Übel an der Wurzel zu packen wäre radikal, aber der Stärkere hat immer Recht und ist von Rechts wegen unschuldig.
"Die Zumutung, dass wir wir die unvermeidlichen Epidemien des postindustriellen Zeitalters als eine höhere Art der Zumutung auf uns nehmen sollten, ist eine modische Frechheit" schrieb Ivan Illich 1973, "Was die Epoche seit der Kristallnacht bestimmt, ist die wachsende Selbstverständlichkeit des bodenlos Bösen, .. .das heute zum Thema für die gehobene Diskussion über Atom, Gen, Gift, Gesundheit und Wachstum geworden ist."
Und "je ärmer die Menschen sind, um so hilfloser werden sie zu Opfern immer billigerer Medizin" ,diese aber bietet "keine Rettung vor der Flut von Giften und Strahlen und Waren und Zeitgenossen, die Mensch und Tier kränken wie nie zuvor".

"Weitgehend sind Gesundheit und Verantwortung technisch unmöglich gemacht worden". Wenn Illich mit dieser Schlussfolgerung Recht hat, ist der Corona-Streit weitgehend sinnlos. Es bleiben die politischen Fragen.

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Heinz Schneider
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"Die Sprache als Werkzeug im Krieg"....
ist keine einseitige geschichte, so wie kein krieg einseitig ist!?
der "widerstand" und andere markieren doch ihr revier mit ebenso martialischen, absolutistischen, vereinnehmenden, "alternativlosen"...

"Die Sprache als Werkzeug im Krieg"....
ist keine einseitige geschichte, so wie kein krieg einseitig ist!?
der "widerstand" und andere markieren doch ihr revier mit ebenso martialischen, absolutistischen, vereinnehmenden, "alternativlosen" wahrheits- und mehrheitsbeanspruchenden floskeln, was sie ja auch der gefahr der interpretation nach rechts außen oder der anschlussfähigkeit dahin aussetzt!
und ist dieser schwanzvergleich an phrasendrescherei für irgend etwas gut?
ich bin auch gegen schwarz-weiß-malerei: einem pispers zu unterstellen, dass er plötzlich systemfreund oder zu doof sei, nur weil dem galeristen dessen nicht-meinung zum corona-zwist nicht passt, ist so ein beispiel!!
man DARF sich vor dem thema auch wegducken, man MUSS sich nicht positionieren - und was man sagt, muss nicht seine meinung sein!!
DAS nenne ich frieden in der kommunikation;)

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altes Fachbuch
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Der Leser hat seine Seite gewählt: Auch die Pharma-Industrie braucht Anhänger.

Uli Gellermann
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