Kippa auf, Hose runter

Vorkriegszeiten brauchen Propaganda

Autor: U. Gellermann
Datum: 03. Juni 2019

Wenn es um Israel geht, lassen sich deutsche Medien nicht lumpen: Was immer Menschen gegen Israel sagen mögen, immer ist es ihnen Antisemitismus. Erst recht, wenn die USA einen Sanktionskrieg gegen den Iran initiieren, den zur Zeit wichtigsten Konkurrenten der Israelis. - Jüngst in Berlin: Anlass für eine Demonstration war der alljährliche Al-Kuds-Tag, jene Erinnerung an die israelische Besatzung und Einverleibung Jerusalems. Zwar hatte ein Teilungsplan der Vereinten Nationen vorgesehen, dass Jerusalem unter internationale Verwaltung zu stellen sei, aber den Staat Israel hat das nie sonderlich gekümmert. Entsprechend hartnäckig beharren die Palästinenser und die mit ihnen verbündeten Länder darauf, dass die Besetzung Jerusalems ein Ende haben müsse. Was wie ein jährliches Ritual erscheint, ist für die Palästinenser ein Ringen um jenes bisschen Recht, das ihre legale Existenz in Israel fordert. Aber die Lumpen in den deutschen Medien brandmarken dieses Ringen routiniert als „antisemitisch“. Und der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, rief die Deutschen dazu auf, am Tag der Al-Kuds-Demonstration zum Zeichen der Solidarität mit den Juden Kippa zu tagen. Die Kopfbedeckung, die religiöse Juden in der Synagoge tragen.

Der Berliner Innensenator der rot-rot-grünen Koalition, Andreas Geisel, ließ dann auch gleich die Hosen runter. Schon vor Beginn der Demonstration wußte er: „Eine der widerlichsten Versammlungen, die es in Berlin gibt." Denn Israels Innenpolitik, die Unterdrückung palästinensischer Ansprüche auf Palästina, ist längst zur Innenpolitik der Bundesrepublik geworden. Und während diese Haltung gern als Ergebnis eines Lernprozesses aus dem Rassismus des Nazi-Regimes ausgegeben wird, ist sie doch nur Teil einer deutschen Außenpolitik, die Iran als Feind, Saudi-Arabien und die USA aber als unbedingte Freunde begreift. Eine Politik, die für Waffenexporte nützlich ist und als geostrategisch sinnvoll verkauft wird. Zum einen wird der Sinn darin gesehen, auf der Seite des vermuteten Gewinners im bewaffneten nahöstlichen Dauerkonflikt zu stehen. Zum anderen kennt das deutsche Glaubensbekenntnis nur einen Welt-Gott, die USA. Dass der vermeintliche Gewinner, der Staat Israel, seine Unterdrückungspolitik bisher mit latentem Krieg bezahlt, kümmert den Lieferanten von U-Booten nicht. Auch der Import israelischer Killerdrohnen vom Typ Heron TP, deren Vorgänger die Bundeswehr bereits für Afghanistan und nun für Mali geleast hat, stärkt die sonderbare Waffenbrüderschaft. Die USA-Gläubigkeit hat Deutschland bisher mit der offenen Verwicklung in den afghanischen und den syrischen Krieg bezahlt. Kaum verdeckt ist man auch am saudischen Krieg im Jemen beteiligt.

Wenn die blinde Israel-Solidarität zur Staatsräson wird, tauchen die alten Frontlinien aus dem Vergessen an die Oberfläche: Das Springer-Frontstadtblatt BZ weiß: "Berlin stellt sich dem Schandmarsch entgegen". Der Redaktion war nach dem Verschwinden der DDR der Hauptfeind verloren gegangen. Mit den Kritikern Israels gibt es ihn endlich wieder. Auch die FAZ, dass Blatt mit dem Bildungsanstrich, lässt alle intellektuellen Hemmungen fallen und nennt die Berliner Demonstration "Ein Marsch der Verschwörer". Und wer fragt, wogegen man sich denn verschworen habe, der findet im Frankfurter Zentralorgan der besitzenden Klasse "einen jungen Mann mit einem Pappschild, auf dem stand: 'Juden gegen Apartheid in Israel'. So einfach. Wer gegen Apartheid ist, der ist ein Verschwörer gegen die Staatsräson. Die gibt es zwar nicht im Grundgesetz, aber der Bundespräsident, ein Verfassungsorgan, ruft den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster an und zum Kampf gegen einen nebulösen Antisemitismus auf. Ein guter Feind, durch kein Gesetz definiert und nirgends ernsthaft belegt, taugt für politische Kampagnen zur Formierung der Wahlbürger. Die angeblichen Volksparteien verlieren ihre Massenbasis, die Europäische Union ihren mondänen Glanz, die Bindungskraft tradierter Politikvorstellungen bröckelt. Nur ein guter Feind kann den Zusammenhalt retten.

Gerade zur rechten Zeit soll es vor der Golfküste Anschläge auf zwei Öltanker aus Saudi-Arabien gegeben haben. Das meldet der Hauptfeind des Iran, die saudische Diktatur. Zwei Fotos der Nachrichtenagentur AP sollen die Anschläge belegen. Den arabischen Tanker umringt eine Ölsperre, eine schwimmende Barriere, die das Ausbreiten von Öl auf dem Meer verhindern soll. Dies deute daraufhin, dass ein Ölleck befürchtet wird. Erzählt AP. Die Bilder erinnern in ihrer Dürftigkeit an jene Computeranimationen, die der US-Außenminister Colin Powell der Weltöffentlichkeit präsentierte, um den Überfall auf den Irak zu rechtfertigen. Angebliche mobile Bio- und Chemiewaffen-Labore sollten die UN überzeugen. Im Irak-Krieg starb eine halbe Million Menschen. Und er dauert, als Bürgerkrieg etikettiert, immer noch an.

Die USA wollen einen Konkurrenten ihres Fracking-Öl ausschalten. Israel will den Einfluß des Iran im Libanon und in Syrien verhindern. Und Deutschland will irgendwie auch dabei sein. Doch immer noch sind die Deutschen nicht für einen Krieg zu begeistern. Da braucht man starke moralische Geschütze. Da muss der Kampf gegen den Antisemitismus als ethische Tarnung herhalten, um den erklärten Erzfeind des Westens mit Krieg zu überziehen. Dass die heruntergelassenen Hosen auf beiden Seiten Beschnittenes der Abrahamiten zeigen, mindert die gefährliche Lust auf den Krieg leider nicht. Vor dem Krieg sind alle Religionen gleich. Sein Gott ist nur der Profit.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 19. Juni 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Lieber Michael Kohle,

Versäumt habe ich ihnen zu danken für die Übersetzung des Briefes von Sara Roy, geschrieben am 4.6.2019 an die Mitglieder des deutschen Bundestages.
Dieses hole ich hiermit nach.

Berührt vom Inhalt des Briefes, der mehr als deutlich macht wie wichtig es ist Auschwitz, Bergen Belsen, Esterwegen, Ravensbrück niemals zu vergessen und die Stimme laut da zu erheben, wo eine Politik ein Volk als gleicher anerkennt, als ein anderes. Ein Überbleibsel der faschistischen Ideologie, die nie auf- und bearbeitet wurde in der Nachkriegszeit und immer noch oder wieder in einigen Hirnen rumgeistert. Ganz sicher finden sich im heutigen Bundestag Enkel der Faschisten wieder. Man sollte sich mal die Mühe machen nachzuschauen wer insbesondere in der CDU/CSU seine Eltern oder Großeltern beerbt hat.

Hoffentlich hat Sara Roy eine Antwort erhalten die mehr als eine Eingangsbestätigung ihres Briefes beinhaltet.

Vielen Dank, Michael Kohle


Am 10. Juni 2019 schrieb Hella-Maria Schier:

Ohne differenzierte und nüchterne Analyse gibt es keinen Lernprozess aus der Geschichte, so schlimm sie auch gesesen ist. Betroffenheitsgefühle genügen nicht, bleibt man bei ihnen stehen, öffnet man Manipulation und Geschichtsmissbrauch Tür und Tor.
Es ist aber schon seltsam, dass es intellektuellen Linken nicht gelingen sollte, die allgemeine geschichtlichtliche Lektion aus dem 3.Reich über den speziellen Fall hinaus zu abstrahieren: nämlich, wie verhindert man in Zukunft Faschismus und Völkermord, egal von wem an wem?
Ganz offensichtlich ist eine g r u n d s ä t z l i c h e Auseindersetzung mit dem Thema nicht erwünscht. Sonst würde man Faschismus auch unter seinen Tarnungen erkennen.
Man soll aber den Faschismus nur da erkennen, wo es opportun ist

Antwort von U. Gellermann:

Einen Zusammenhang zum Thema kann ich kaum erkennen, Uli Gellermann


Am 09. Juni 2019 schrieb Hanna Fleiss:

Eines verstehe ich nicht bei der Diskussion: Meiner Ansicht nach sind auch die Palästinenser Israelis, denn sie leben im Staate Israel. Ich würde sie als unterdrückte palästinensische Minderheit bezeichnen wollen. Jedenfalls werden sie so behandelt.

Die Frage von ein oder zwei Staaten
ist doch heute, nachdem das palästinensische Gebiet geteilt ist, völlig illusorisch. Wie soll denn ein Staat auf zwei getrennten Territorien existieren? Nein, es ist ganz eindeutig, die Palästinenser sollen von den israelischen Machthabern so weit schikaniert werden, dass sie von selbst auswandern und Israel sich dann mit "Recht" ein jüdischer Staat nennen kann. Gegenwärtig ist das keinesfalls der Fall, die Palästinenser sind keine Juden. So aber war doch die UNO-Resolution überhaupt nicht gemeint, jedenfalls damals nicht. Und als damals schon die Palästinenser vertrieben wurden, da hätte die UNO eingreifen müssen. Was nicht geschah. Und auch heute sieht die UNO tatenlos zu, die Verurteilungen Israels reichen nicht aus, wenn man seine eigenen Beschlüsse durchsetzen will.

Ich denke aber, es geht bei der heutigen vor allem bundesdeutschen Antisemitismus-Diskussion eigentlich um etwas ganz anderes: nämlich darum, über dieser Diskussion die heute wirklich wichtigen Probleme, die aufgrund der Bundespolitik entstanden sind, vergessen zu machen. Das hat nichts damit zu tun, dass mir dieses Thema gleichgültig wäre, aber ich denke, da werden wir wieder mal manipuliert.


Am 08. Juni 2019 schrieb Ole Bienkopp:

Antwort von U. Gellermann:
"Wie leider üblich gehen Sie auf die Kernfrage - welches Israel denn denn in seiner Existenz anerkannt werden soll - nicht ein. Sie sind argumentativ auf der Flucht, Dialog geht anders.

Nun, aus Sicht Israels hat man sich total zu unterwerfen. Die wie ein Fetisch betriebene Forderung an alles und jeden, erst einmal "das Existenzrecht Israels anzuerkennen" als Grundvoraussetzung überhaupt nur eines Gespräches, impliziert, daß man sich der jeweils gerade gültigen Definition Israels, was es alles als "seinen Besitz" ansieht, bedingungslos zu beugen hat.

Es gibt meines Wissens kein zweites Land auf dieser Welt, das so einen Anspruch erhebt. Die existieren einfach! Nur Israel verlangt zusätzlich, seine Existenz "anzuerkennen". Allerdings wird die Sache kompliziert, wenn man es völkerrechtlich betrachtet. Denn, egal, wie man auch zu dem Teilungsbeschluß der UNO von 1947 (Resolution 181) stehen mag - ich halte ihn für die folgenschwerste und falscheste aller UN-Resolutionen überhaupt, so ist doch exakt hier das berüchtigte "Existenzrecht" als völkerrechtlicher Titel gesetzt!

Allerdings eben das Existenzrecht ZWEIER Staaten! Indem aber Israel konsequent die Gründung des zweiten Staates, Palästina, verhindert und dessen Staatsgebiet besetzt hält, und inzwischen auch offiziell annektieren will, unterläuft es die Resolution 181, aus der es sein eigenes Existenzrecht ableitet. So gesehen stellt vor allem EIN Staat dieser Welt das Existenzrecht Israels in Frage:

Israel selbst!


Am 08. Juni 2019 schrieb altes Fachbuch:

da klammert jemand den industriellen mord aus und kommt besser weg, als jemand, der sowohl die israel-apartheitspolitik wie die al-kuds-/bds-bewegung kritisiert??
wie darf man das stehen lassen lassen, als wären nach 1945 die juden wie columbus auf der suche suche nach indien auf palästina gestoßen!!??
die mussten da hin so wichtig, wie zur selben zeit eben westberlin als zaunspflock eingeschlagen wurde!! keine siegermacht wollte die überlebenden!! und es gibt keine zufälle, weil die wissen, wie man geld macht!!
palästina hat nur eine chance, wenn china und russland die kosovo-karte ziehen: aber dann wissen wir auch, dass der 3. WK schon läuft!!
j.kutcher macht just pr mit dem jahrhundert-deal in arabien, der KEINEN palästinensischen staat vorsieht!!
al-kuds liefert die argumente, GEGEN die diplomatie und das völkerrecht

und dies, lieber @m.britz ist die antwort auf ihre lernfragen!!
kein stllv.krieg beiderseitig, sondern umsetzung der un-resolutionen!!
ODER
was auch ein ziel sein kann: f**k the UN, make america great again!
ade völkerrecht und un!!
die bundesregierung hat schon mit der nivellierung des wehrdienstgesetz reagiert!!
egal, frau pau und mit ihr gehört die pdl an den schandpfahl, weil....
keine ahnung sogar die bremer grünen die sexi finden und in berlin eine mieterhöhungs-sperre von 5 jahren diskutiert wird.
wird man hier nie erfahren;)

Antwort von U. Gellermann:

Nach wie vor gehen Sie der Frage aus dem Weg, welchem israelischen Territorium denn die Existenz gesichert werden soll. Da kann dann man prima über alles fabulieren, auch über das was dieser oder jener hypothetisch sagt, aber einem ernsthaften Gespräch aus dem Weg gehen. Was bleibt ist Geschwätz.


Am 08. Juni 2019 schrieb Ulrike Surgat:

@ Günther Mann,

rechtfertigen sie die Handlungen des israelischen Staates ?
Ihren Kommentar kann man so verstehen.
Weil ihrer Ansicht nach Israel von Europa u.A. das Töten gelernt hat ist das heutige Ermorden eines anderen Volkes gerechtfertigt ?
Relativieren halte ich für völlig unangebracht angesichts des Mordens an den Palästinensern die in einer extrem schwachen Posiotion sind und das seit Jahrzehnten.
Solidarität mit Palästina !


Am 07. Juni 2019 schrieb Guenther Mann:

Wenn wir den Faktor deutscher industreller vernichtung von menschenleben mal ausklammern, ist unsere europäische haltung zu den aktionen des stattes israel immer noch äussert fragwürdig, dopplezüngig, doppelunmoralisch.
Größtenteils aus europa stammende kolonisten, lassen sich, aus welchen gründen auch immer, in einem anderen teil der welt nieder und nehmen es in guter europäischer tradition in besitz. kommt uns bekannt vor:, usa, mexico, canada, argentinien, brasilien...alles hochgeachtete staaten, heute, weil es zur zeit ihrer entestehung kein TV gab: das abschlachten der "indianer" ist nicht in bildern dokumentiert.
die rrbauer israels haben 1800 jahre lang keine waffen geführt.
und wären dabei fast ausgerottet worden.

jetzt haben sie von den europäern gelernt und wenden in Palästina an.
wer die israelis deshalb angeht, darf auch alle anderen kolonialmächte angreifen, dazu noch deutschland, holland, ungarn, österreich, die Schweiz, die baltischen staaten und die türkei. also los!

alles was in europa heute steht ist das ergebnis von millionen kriegstoten, völkermord, ethnische säuberungen und sstigen vernbrechen.


Am 06. Juni 2019 schrieb Fleiss Hanna:

@ Karola Schramm

Ich stimme Ihnen ja in vielem zu, aber in einem nicht: dass zum Beispiel Trump der Böse ist, der die ganze Weltpolitik kaputtschlägt. Natürlich schlägt er sie kaputt, aber er tut das im Auftrag bestimmter Kreise der USA. Die können sich durchaus auch einen anderen Präsidenten vorstellen, der sicher auch so seine persönlichen Macken hat, aber er wird das tun, was von ihm verlangt wird. Indem ständig auf die Person Trump eingeschlagen wird, verschweigt man den Kapitalismus, der die wirkliche Ursache für die Existenz eines Trump als US-Präsident ist. Der Kapitalismus ist die heilige Kuh, nicht der Trump. Indem wir ständig von der Propaganda auf die mehr oder weniger kapriziösen politischen Persönlichkeiten gelenkt werden, gelingt es ihr, großen Teilen der Bevölkerung weiszumachen: Nur der Trump muss weg, dann wird alles gut, dann haben wir auch wieder eine richtige Diplomatie usw. Diese Versuche der Propaganda, uns zu verblöden, kannst du sehr gut im Wahlkampf beobachten. Es geht immer um Köpfe, niemals um das System.


Am 05. Juni 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Otto Bismarck,

ausdrücklich stimme ich ihnen zu, insbesondere was ihren Hinweis auf den großen und revolutiönaren Karl Marx angeht.
Dafür danke ich ihnen.


Am 05. Juni 2019 schrieb Karola Schramm:

Sollen doch die Menschen demonstrieren und ihre Anliegen auf die Straße bringen können. Sie haben des Recht auf ihrer Seite.
Warum hängt sich dann ein BP in diese demokratische Veranstaltung rein, kontaktiert den Präsidenten des Zentralrats der Juden und beide kungeln dann aus, wie die Menschen, die an diesem Marsch teilnehmen, am besten diskreditiert werden: Antisemitismus! DAS ist dann das Zauberwort und man könnte fast meinen, in dem dieses Wort immer wieder bei jeder sich bildenden Gelegenheit, wenn es um Widerspruch bei Ungerchtigkeiten seitens Israels geht, sie innerlich dankbar sind, dass sie dieses Erbe der Nazidiktatur manipulierend für sich verwenden können.
So was ist nicht nur menschlich nicht gerechtfertigt, sondern auch politisch der falsche Weg.

Israel darf keinen Freibrief für jede Art von Krieg gegen unliebsame Nachbarn bekommen, weil es den Holokaust gegeben hat.

Dass die USA sich immer freuen, wenn zwei sich streiten, ist bekannt. Haben sie es doch fast in den Genen, für sich selbst Profit daraus zu schlagen und noch mehr kleine Brände und Brandsätze zu legen, damit es so richtig schön kracht; denn erst dann können sie mit ihren Soldaten einmarschieren und die betreffenden Länder besetzen.

Große Politik von kleinen, dummen Geistern gemacht, geht immer in die Hose und provoziert ein militärisches Abschlachten von Menschen, das sofort völkerrechtlich bestraft werden muss und zwar ohne Rücksicht auf die jeweilige Nationen.


Am 05. Juni 2019 schrieb Albrecht Storz:

Am 05. Juni 2019 schrieb Otto Bismark:
" Was jetzt nottut ist Karl Marx ..."

Vielleicht sollten wir uns auch mal von so alten Schinken lösen, auch wenn sie manches Richtiges gesagt haben mögen. Aber Marx sagt uns nicht, wie wir zB mit einer umfassenden "Wahrheits"-Hegemonie der Mächtigen umgehen können - und die Revolution ist leider bisher ausgefallen.

Wo finden wir die heutigen großen, menschlichen, ehrlichen, selbstgenügsamen (Weiter-)Denker?

Oder leben wir einfach in einer Epoche der generellen Vollverblödung? Mag ja sein. Sieht auch fast so aus. Nie waren die Lügen der Politik offensichtlicher. Und trotzdem geht alles weiter seinen neoliberalen-, menschen- und naturverachtenden Gang.

Antwort von U. Gellermann:

"Die erste notwendige Bedingung der Freiheit ist aber Selbsterkenntnis, und Selbsterkenntnis ist eine Unmöglichkeit ohne Selbstbekenntnis." - Karl Marx, Debatten über Preßfreiheit und Publikation der Landständischen Verhandlungen


Am 05. Juni 2019 schrieb Marc Britz:

@ altes Fachbuch

Ein paar Lernfragen meinerseits: Mal angenommen, dass „alles was um al-quds passiert iranischen ursprung hat“, es sich dabei also wirklich um "iranische interpretation, iranischen stellvertreterkrieg für xyz-zwecke und null-lösungspotenzial" handelt.

Rechtfertigt das ihrer Meinung nach ein quasi-institutionelles und bei Nichtbevolgung mit nicht unbeträchtlichen sozialen Repressalien belegtes Solidaritäts-Gebot mit dem Staat Israel, bei dem ein religiöses Symbol (die Kippa) für die propagandistisch-ideologische Teilnahme in einem mehr als säkularen, will sagen raubgierig materiellen, Stellvertreterkrieg der brutalen Hegemonialmacht USA herhalten muss? Welchen Stellvertreterkrieg sollte die Linkspartei eher mitmachen? Den der USA oder den des Iran? Oder sind Sie gar der Meinung, die USA führten mit Israel überhaupt keinen Stellvertrerkrieg in Palästina?


Am 05. Juni 2019 schrieb altes fachbuch:

@u. gellermann
faktencheck und lernfragen:
- alles was um al-quds passiert, hat iranischen ursprung, iranische interpretation, iranischer stellvertreterkrieg für xyz-zwecke und null-lösungspotenzial??
- wie viele palästinenser waren bei der demo? besser: wer war nicht von der hamas oder hisbollah??
- waren deren transparente und forderungen in übereinstimmung mit der diplomatisch angestrebten 2-staaten-lösung?? keine forderung nach vernichtung isreals??
- seit fast 15 jahre treten linke mit grünem/spd/pdl hintergrund gegen diesen StllvT-krieg auf:
- selbst muslimische verbände distanzieren sich: "hamas raus aus gaza!!"!!
- und wieso muss dann wieder die PdL die "kritik" erleiden, weil sie die EINE seite des problems verteidigt (existenz israels) incl. kritik an derem apartheitssystem und/aber die andere seite (existenz palästinas als staat!!) nicht negiert, aber die forderung nach liquidierung isreals kritisiert!!?? was sagt eigentlich unser aussenminister oder habeck??? haben die auch kritik verdient?

@liebe ulli.spurgat
ich lebe seit 30 jahren in einer "demokratie", wo es besser ist, seinen standpunkt nicht (mit)zuteilen;)
und ich komme aus einem land, da gab es soviel standpunkt, dass sich nichts vorwärts bewegte!
ausserdem treffen wir uns in einer RATIONALgalerie, wo denkweisen jenseits von standpunkten möglich sein sollten!!?? glaubst du, ich sage oder meine, was ich denke;)

Antwort von U. Gellermann:

Wie leider üblich gehen Sie auf die Kernfrage - welches Israel denn denn in seiner Existenz anerkannt werden soll - nicht ein. Sie sind argumentativ auf der Flucht, Dialog geht anders.


Am 05. Juni 2019 schrieb Otto Bismark:

Kurz noch zu Ullrike Spurgat. Die Linke kann man nicht mehr verstehen, das Thema ist durch! Egal auf welcher politischen Ebene, die sind angekommen im Politikbetrieb dieses Landes und dort wollen Sie bleiben, um jeden Preis. Alles Andere halte ich für illusionär, insbesondere von dort noch etwas konstruktives im kapitalismuskritischen Sinne zu erwarten. Nein, die können wir getrost vergessen. Was jetzt nottut ist Karl Marx und nichts weiter. Ich weiß natürlich, daß von dem mittlerweile ein nahezu unendlich langer steiniger Weg zur gesellschaftspolitischen Erkenntnis führt, dessen Ziel derzeit völlig ungewiß ist. Einen anderen gibt es aber nicht!


Am 04. Juni 2019 schrieb randy andy:

Ich muss vorweg schicken, dass mich dieses Thema (eigentlich ein schreckliches Wort dafür) schon länger interessiert und ich dadurch schon verschiedenste Analysen, wissenschaftliche Arbeiten, ältere geschichtliche Dokumentation etc mir angesehen oder gelesen habe.

Natürlich ist es auch für mich schwer eine gewisse Objektivität zu halten, mit dem Wissen von z.b.NAKBA.
Wo ich ja dann gleich beim ersten "Wahnsinn unserer politischen Anmaßungstruppe" bin; da Jetten alle feiernd unter Tränen nach Israel und bejubeln dort Seite an Seite mit Bibi die 70 Jahre Gründung Israels !?
echt jetzt? Was soll das sein? Ein Fest zu "Ehren NAKBA´s" ? Wau, na das bringt einen Frieden in dieser Region natürlich ganz weit nach vorne (Vorsicht Ironie)
Ich will jetzt gar nicht nachlegen, mit diesen Absurditäten der immer wieder kehrenden trauernden polit.Gemeinde, bei Ableben diverser verurteilter Kriegsverbrecher, die über viele Jahre einfach politisch-Medial rein gewaschen wurden, um sie dann medial zu beweinen.

Man möge mir verzeihen, dass ich Bibi nach meiner jahrelangen Kritik mittlerweile mag, denn keiner hält unseren westl.Politikern den Spiegel ihres Pharisäertums besser vor die Nase als Bibi. ^^
Es ist ja auch faszinierend, wie ein Bibi immer hofiert wird bei uns; Sorry aber es scheint sich noch keiner wirklich Mühe gemacht zu haben nachzusehen "Wie weit" Bibi und Co rechts sind. Das wäre bei uns in Europa gar nicht möglich eine Regierung derart rechts (außer mit freundlicher Obama-Genehmigung die Ukraine).

Nur Kritik an der einen Seite ist mMn aber zuwenig, denn was sich auf Seiten der Palästinenser abspielt, ist auch nicht wirklich "Friedens tauglich".
Die unterschiedlichsten Interessensgruppen führen dort ihre Machtspielchen durch (wie in Israel) und wie immer und auf beiden Seiten am Rücken der Bevölkerung.
Das ganze Thema ist ja nicht 70 sondern über 100 Jahre alt und schon so umfangreich, dass man es in einem Kommentar gar nicht wirklich darstellen kann.

Quellen zum selber recherchieren gibts genug.
z.b. gerade wieder zu einem aktuellen Thema "Was weiß Avigdor Lieberman? von Thierry Meyssan" gelesen.
Oder wer es Hardcore mag die Mossad-Seite DEBKAfile usw.
Es gibt sie aber auch die Menschen auf beiden Seiten wo das Hirn noch über die Ideologie siegt und deren Bloggs und Meinungen zeichnen ein Bild aus dem man doch noch Optimismus ziehen kann.

Für mich sieht es leider noch länger nicht nach friedlicher Lösung aus, denn mit Bibi sowieso nicht, mit "Spielern" auf der anderen Seite wie z.b. die Moslembruderschaft schon gar nicht und wie Uli Gellerman perfekt abschloss unter dem einzigen Gott, dem "Gott des Profits" überhaupt nicht.


Am 04. Juni 2019 schrieb Ullrike Spurgat:

Grundsätzlich stehe ich auf der Seite des unterdrückten und geknechteten palästinensischen Volkes, liebes @Fachbuch.
Was du schreibst ist insofern nachvollziehbar, was die Berücksichtigung von Argumenten angeht, wenn man keinen Standpunkt hat. Leider handelt es sich um keine Frage die neu ist. Meine Entscheidung für das geknechtete und unterdrückte palästinensische Volk einzustehen ist vor langer Zeit gefallen und die Situation des palästinensischen Volkes hat sich eher verschlimmert als verbessert. Die Gesundheitsversorgung, die entsetzliche Perspektivlosigkeit, die Ohnmacht, der Tod als ständigen Begleiter, die Ermordung eines ganzen Volkes lässt mir nicht die Möglichkeit z.B. Petra Pau als "Linke" verstehen zu wollen und zu können. Man hat auf der Seite der Schwachen zu stehen, man hat die "große, soziale Frage" zu stellen und man hat Israel hart zu kritiseren und wer das als "Linke" nocht ohne wenn und aber tut hat ein wirkliches Problem mit dem Klassenstandpunkt. Das ist wohl zuviel verlangt. Heute spielt der Zensur innen und außen eine wesentlich größere Rolle und man vermeidet die oft sinnvolle Konfrontation, weil man sich angreifbar machen könnte. Fatal aus meiner Sicht. Vor einigen Jahren wäre es undenkbar gewesen bei Kippa-Klein und anderen, wie der Pfeifchen rauchende Beck und andere von den Grünen im Gänseschritt vereint gegen ein unterdrücktes Volk auf die Straße zu gehen. Wann der Deckel vom Kochpott uns um die Öhrchen fliegt....., man wird sehen. Der Neoliberalismus ist eine Ideologie, die sich schleichend hinterhältig breit gemacht und man tut gut daran, den eigenen Standort und Standpunkt immer wieder zu überprüfen.
Und zum Schluss: Wer sollte auf der Seite des palästinensischen Volkes stehen, wenn nicht die Linken ?


Am 04. Juni 2019 schrieb Michael Kohle:

Hallo Uli,

Lassen wir zum Thema doch mal die zu Worte kommen, die allen Grund haben, sich zu äußern. Mit BDS ist doch nur eine Codewort gemeint, wie auch Kippa und was es sonst noch so alles gibt. Zur heutigen Nutzanwendung von „Antisemitismus“ als Totschlagskeule für alles und jeden, der als nicht „koscher“ zur herrschenden Meinung (und wohl Zielsetzung: Eretz Israe´l) entlarvt wird, hier ein offener Brief von einer gewissen Sara Roy, heute im counterpunch (https://www.counterpunch.org/2019/06/04/on-equating-bds-with-anti-semitism-a-letter-to-the-members-of-the-german-government/) aufgefunden. Empfehlung an Trolle aller Art, die glauben drauflos zetern zu müssen, vorher Wiki konsultieren.

4. Juni 2019
Über die Gleichsetzung von BDS mit Antisemitismus: ein Brief an die Mitglieder der deutschen Regierung von SARA ROY

An die Mitglieder der deutschen Regierung

Ich schreibe Ihnen in Bezug auf den Antrag, der neulich im Bundestag angenommen wurde und der BDS mit Antisemitismus gleichsetzt, Ich schreibe an sie als Jüdin, als Kind von Holocaust-Überlebenenden und über de Israelis-Palästinensischen Konflikt bestens informiert.

Meine Mutter Taube und Vater Abraham überlebten Auschwitz, neben manch anderen Schrecknissen. Mein Vater war der einzige Überlebende in seiner Familie von sechs Kindern und meine Mutter überlebte zusammmen mit nur einer Schwester aus einer Familie, die weit größer war als die meines Vaters. Ich weiß - ohne jede Frage - dass meine Eltern, wären sie noch am Leben, vom diesem Antrag, den Sie unterstützen werden, entsetzt wären. angesichts der offenen Leugnung und Unterdrückung von Toleranz und Erkenntnissen. Ich werde nicht wiederholen, was bereits Andere schon geschrieben haben um Protest zu ergeben gegen ihre Aktion. Aber ich habe einige Gedanken dazu, die ich gerne teilen würde.

Im September 2014 war ich von der Heinrich Böll Stiftung eingeladen, über Gaza und die schrecklichen Ereignisse in jenem Sommer zu reden. In der anschließenden Fragestunde war ein sichtlich erregter Herr aufgestanden.Er argumentierte heftigst, dass bei Deutschlands Geschichte es wohl schwierig wenn nicht unmöglich wäre für Deutsche,Israel zu kritisieren. Er hielt es für unzulässig für einen Deutschen, sich in solche Kritik einzulassen. Er schien sogar darauf zu bestehen, dass ich ihm da zustimme. Das tat ich nicht. Noch hätten es meine Eltern getan.

Meine Antwort an ihn damals ist die Gleiche wie die an Sie heute: Wenn Ihre Geschichte Ihnen eine Last und eine Pflicht auferlegt hat, dann ist es die, Recht und Gerechtigkeit zu verteidigen und keinesfalls Israel. Das ist es, was der Judaismus - nicht der Zionismus - fordert. Ihre Verpflichtung liegt nicht darin, Israel oder das Jüdische Volk zu etwas Besonderem zu machen oder Unrecht deshalb zu entschulden, weil es zufällig Juden waren, die es begangen haben. Es geht darum, Israel und die Juden auf die gleichen ethischen und moralischen Standards festzulegen, wie Sie es von jedem anderen Volk - inklusive Ihnen selbst - fordern.

Wenn Sie denken, dass mit der Unterdrückung jeglicher Kritik an Israels brutaler Besatzung - und mit der Bestrafung jener, die es tun - Sie den Staat Israel oder gar den Platz des Jüdischen Volkes in der Welt schützen und sichern, so sind sie schrecklich irregleitet. Ihre Verfahrensweise leistet genau das Gegenteil - indem Sie darauf bestehen, Juden als Ausnahme zu behanden, schwächen Sie uns, indem Sie uns wieder zu etwas Besonderem wenn nicht zu einer Abnormität werden lassen, zu einem Eindringling, nicht zu Europa gehörig. Es macht uns viel verletzlicher und ungeschützter vor dem Rassismus und dem echten Antisemitismus, der rund um die Welt gerade wieder auflebt.

Ihr Sinn von Schuld, wenn das das richtige Wort ist, sollte sich nicht auf Israel-Kritik fokussieren. Schuldig macht sich vielmehr, wer im Angesicht von Unrecht schweigt, sich still verhält, so wie es Ihre Vorfahren taten, während und nach dem Holocaust.

Ich habe eine weitverbreitete Familie an Faschismus und Rassismus verloren. Indem sie den Antrag unterstützen, der behauptet BDS sei antisemitisch - ohne Rücksicht - dann kriminalisieren sie das Recht auf freie Rede und Widerspruch, auch Jene, die diese Rechte auszuüben beschlossen haben. Genau so fasst Faschismus Fuß. Hinzu kommt, dass Sie damit auch die wahre Bedeutung von Antisemitismus banalisieren und entehren. Wie würden Sie das denn Taube und Abraham erklären wollen?

Sincerely,
Dr. Sara Roy

(Übersetzung von M.K.)


Am 04. Juni 2019 schrieb altes Fachbuch:

gääähn, gääähn - isreal und PdL-schelte!!!
vom galeristen lese ich, dass der ami konkurrenten ausschalten will und wird!!
ÖKONOMISCHE wohlbemerkt! der nahe osten wird in ein pulverfass verwandelt, weil es rohstoffe im sö-mittelmeer in direkter konkurrenz zu turkish-stream zu erobern gilt und der seidenstrasse keinen zugang zum mittelmeer zu eröffnen!! der gaza, der libanon, syrien, der iran, die türkei müssen destabilisiert werden, damit der ami den schnitt macht. das alibi ist der juden-schutz!!!
peripher ist der gewinn des mik's, trump hat sich so positioniert und bekommt von dt. medien sogar dafür unterstützung!!!! wer künftig geld verdienen will, MUSS bei america first einsteigen!!
ob ich das gut finde?? wichtiger ist doch wohl, was notwendiger weise passieren WIRD!!! das sein bestimmt das bewusstsein!! der krieg um die köpfe ist also nachrangig zu dem, was ökonomosch längst entschieden ist!! schweine trotten immer zum trog, solange er voll ist!!

und, liebe @u.spurgat
"Der Artikel handelt von Kriegspropaganda im Gewand des Kampfes gegen Antisemitismus."
ich bin sicher, dass p.pau und die PdL zur zwei-staaten-thematik mehr zu sagen haben: aber das existenzrecht isreals ist ein pflock dessen!! wenn ich also "für" etwas bin, sollte ich beide seiten berücksichtigen, wie ich beim "gegen" auch beide standpunkte zumindest beachte!! ob beim al-kuds-tag beide standpunkte repräsentiert waren, wissen nur die berliner;)

@all
wer KLEIN als namen für den AS-beauftragten lustig findet: der OST-beauftragte, der die blühenden landschaften verwaltet, heisst HIRTE!!
kein wunder, dass die schafe dunkelbraun werden;)

Antwort von U. Gellermann:

Gern redet man von „gesundem“ Schlaf. Der Ihre macht krank. Aber keine Sorge: Sie schlafen schön angepasst an den Mainstream, sie sind nicht allein. - Wer vom „Existenzrecht“ Israels schwätzt, der sollte sagen vom welchem Israel: Von dem in den Grenzen von 1967? Mit oder ohne Golan-Höhen? Oder gar vom biblischen Groß-Israel (Eretz Israel) inklusive des Libanon und einiger Teile Ägyptens, wie von den Zionisten gefordert? - Wer keine Ahnung haben will, wie Frau Pau und ihre Anhänger, der kann gut schlafen.


Am 04. Juni 2019 schrieb Michael Riecke:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

jetzt sind wir mit dabei. Zusammen mit dem Werte-Westen, der Friedens USA, dem pazifistischen Israel und der Vorzeige Demokratie Saudi- Arabien werden wir den Unruhestifter Iran in die Knie zwingen. Was wir leider 2003 versäumt hatten, mit in den Irak-Krieg zu ziehen, können wir jetzt mit den Stimmen der SPD nachholen und aus dem Iran eine Muster-Demokratie machen. Wie im Irak und den anderen Ländern die vom Werte- Westen befreit wurden. Jetzt können wir auch mit am Tisch sitzen, wenn das Fell des Bären verteilt wird.


Am 03. Juni 2019 schrieb Andreas Schlüter:


Lieber Rudolf, lieber Uli,

ja, man muss es feststellen, der neue Faschismus kommt nicht mehr anti-judaisch daher, sondern versucht Arm in Arm mit der Machtelite Israels, jüdische Menschen für sich zu vereinamen. Auch die Schriften des faschistischen Massenmörders Breivik, die dauernde Anwesenheit von Israelfahnen auf Kundgebungen der "Englich Defense League", wie die Rolle der AfD als Speerspitze für die Versuche, die BDS-Bewegung zu kriminalisieren, sind deutliche Indizien dafür. Vom Faschismus der US-Machtelite im Verein mit Israel ganz zu schweigen. Und es sei nochmals daran erinnert, der offenste Verbündete des damaligen südafrikanischen Apardheitsystems war, na, wer wohl, ISRAEL! Das ging bis zur Zusammenarbeit für die atomare Bewaffnung des südafrikanischen Siedlerfaschismus´. Das scheinen auch viele "jute Leute" in unserer Partei vergessen zu haben. Wie ist es sonst erklärlich, dass die Fraktion auch noch einen Antrag gegen die BDS-Bewegung, die eine geistige Tochter der Anti-Apardheitbewegung ist, nachschieben musste!

Antwort von U. Gellermann:

Der Artikel handelt von Kriegspropaganda im Gewand des Kampfes gegen Antisemitismus. Er ist sicher nicht die Vorlage für eine Faschismus-Diskussion.


Am 03. Juni 2019 schrieb Ullrike Spurgat:

Der Antisemitismusbeauftragte Klein, der Name passt irgendwie, im Geiste klein rast mit einem religiösen Symbol der gläubigen Juden durch Berlin. Religion ist Privatsache habe ich mal gelernt. Wozu braucht es einen Antisemitismusbeauftragten ? Fürs Seelenheil ? Der Faschismus wird nicht wirklich aufgearbeitet, es wird gelogen, dass die Balken sich biegen und moralisiert, dass es einem nur noch schlecht werden kann und das zieht bei großen Teilen des Volkes. Da war doch was, werden viele denken und die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau posaunt: "Wer das Existenzrecht Israels in Frage stellt, verhöhnt die Opfes des Holocaust und ihre Angehörigen." Sie hat noch eine abenteuerlichere Aussage dazu gemacht die an Blödheit nur durch noch blödere zu übertreffen ist, wie von Klein, der damit aber auch nicht größer wird: "Kampf gegen Antisemitismus eine Bürgerpflicht."
Wie ist es möglich, dass Politik einen zum geistigen Tiefflieger machen kann, dass es nicht mal mehr drin ist eine fundierte Analyse und Differenzierung des nicht endenwollenden Konfliktes Israel/Palästina auf den Boden der Tatsachen zu stellen, wie es der Artikel macht ?

"Solidarität mit dem Volk von Palästina!"
Evelyn Hecht-Galinski , die Tochtes des ehemaligen Zentralvorsitzenden der Juden in Deutschland, Heinz Galinski schreibt: "Es ist schamlos, wie deutsche Medien und Politiker wiederholt Besatzer und Besetzte versuchen gleichzusetzen. Seit Jahren hauen uns die ÖR den "Palästina Konflikt" um die Ohren, der in der Berichterstattung die völkerrechtswidrige Besatzung und den Landraub durch Israel verschleiern soll. Aufzurufen die Kippa zu tragen, zeigt wie weltfremd, wie ideologisch ignorant und verblendet dieser Haufen von Politikern in ihrem Wolkenkuckucksheim sind.
Die ÖR sollen und wollen vertuschen, dass viele Juden, wie auch die israelische Linke sich in dieser Frage eindeutig auf die Seite der Palästinenster und gegen den Staat der Rassentrennung Israel stellen.

Bedauerlich, dass eine andere Bewertung der ÖR nicht möglich ist, als die, dass sie ein bildungsfernes Werkzeug der herrschenden Klasse sind.
Die Kommunistische Partei Israels (KPI) und "Die demokratische Front für Frieden und Gleichheit (Haddasch) warnen vor den Versuchen der regierenden Rechtskoalition in der Knesset ds Nationalitätengesetz zu beschleunigen. Sie sehen es an, als ein rassistisches Gesetz, dass die Apartheid offiziell und offen einführt."

"Israel ist des internationalen Verbrechens der Apartheid schuldig," mit diesen Worten stellte Richard Falk 2017 einen damals erschienenen UN-Bericht vor, während seine Kollegin Virginia Tilley klarstellt: "Wir reden nicht länger vom Risiko der Apartheid, sondern von der Anwendung der Apartheid."
Auf Druck der USA wurde der folgenschwere UN-Bericht auf Eis gelegt, an den Tatsachen gab es nichts zu rütteln, denn die Beweise lassen sich nicht leugnen.
2017 tritt Dr. Rima Khalaf ist auf Druck der USA und Israels von ihrem Posten als Vorsitzende der Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Westasien (ESCWA) wegen des Berichtes der Israels Aparheidspolitik dem palästinensischen Volk gegenüber dokumentiert und gleichzeitig ruft der Bericht zur Unterstützung der zivilgesellschaftlichen BDS -Bewegung für die Rechte des palästinensischen Volkes auf.

Mahmoud Nawaaja, Generalkoordinator des nationalen, palästinensischen BDS-Ausschusses (BNC) sagt als Reaktion auf den Rücktritt von Dr. Rima Khalaf folgendes:

"Die Tatsache, dass ein UN Generalsekretär (Guterres ist gemeint) sich den Drohungen und Einschüchterungen der Trump Regierung gebeugt hat, um Israel wieder einmal aus seiner Verantwortung zu entlassen ist keineswegs neu. Die eigentliche Nachricht ist, dass dieses Mal Israel trotz all seines Einflusses in Washington , die Geister, die es rief, nicht wieder los wird."

"Der historische Bericht von ESCWA hat zwei bahnbrechende Präzedenzfälle für Palästina gesetzt. Es ist das erste Mal, dass ein UN-Gremium durch eine gewissenhafte und sorfältige Studie festgestellt hat, dass Israel ein Apartheid Regime über das gesamte palästinensische Volk verhängt hat. Auch die ESCWA Befürwortung von BDS als dem effektivsten Weg Israel für seine Kriegsverbrechen verantwortlich zu machen, hat einen wichtigen Präzedenzfall im US-dominierten System gesetzt."


Am 03. Juni 2019 schrieb Hanna Fleiss:

Die Leute, die sich heute als Beschützer Israels ausgeben und jeden, der die israelische Politik auch nur als undemokratisch verabscheut, als Antisemiten bezeichnen, sind in Wahrheit Philosemiten, keine wahren Freunde des israelischen Volkes. Philosemitismus ist eine Spielart des Antisemitismus. Wenn Netanjahu das wüsste! Wer beschützt eigentlich Netanjahu vor seinen falschen Freunden?

Die Bundesregierung ging ja schon mal so weit, von "gemeinsamen Werten" mit Israel zu sprechen. Ich konnte nur zustimmen, als ich daran dachte, auf welche Weise die DDR annektiert wurde, die Duplizität bot sich ja an. Unsere westdeutschen Brüder und Schwestern haben sogar das gesamte Territorium der DDR eingesackt und anschließend ausgeplündert auf Deibel komm raus. Israel hat es noch nicht geschafft, das gesamte palästinensische Land einzusacken, aber man arbeitet daran.

Und da stellt sich die Linkspartei hin und verurteilt die Palästinenser, weil sie sich dagegen wehren, zaghaft, geradezu schüchtern. Das muss man sich mal vorstellen: Aus Angst davor, als antisemitisch verschrien zu werden, fallen sie, die sich Linke nennen, in den Chor der Mörder des palästinensischen Volkes ein! Weit seid ihr heruntergekommen, verehrte Genossen.


Am 03. Juni 2019 schrieb Heinz Dieterich:

Brillant. Leider versteht Europa, mit wenigen Ausnahmen, nicht den Faschismus des 21. Jahrhunderts.


Am 03. Juni 2019 schrieb rudolf reddig:

der unten verlinkte Beitrag fasst in Worte, was sich wegen der in der BuDe vorherrschenden political (in-)correctness nur wenige vor allem sozial orientierte Leute so offen zu sagen trauen. Dabei tut das angesichts der Kriegsgefahr im Nahen Osten und der damit auch verbundenen Gefährdungen für die Existenz von Israel bitter not.

Wie krank muss jemand im Kopf und eine ganze Gesellschaft sein, die gegen Apartheit und für Multikultilarität weltweit und insbesondere für die Mitte Europas einzutreten vorgibt und gleichzeitig die in Israel nicht nur regierungsamtlich praktizierte Apartheit gegen die Palästinenser und auf Trennung der Volksgruppen orientierte Politik wegen der angeblichen Staatsräson (deutsche Schuld) gutheißt?

Mitmenschlichkeit in einer Gesellschaft kann nur beanspruchen, wer alle in ihr lebenden Menschen ein- und niemanden aus welchen Gründen auch immer ausschließt. Schon Marx schrieb 1848 in der Neuen Rheinischen Zeitung angesichts der Zerschlagung des großpolnischen Aufstandes durch Preußen, dass sich kein Volk emanzipieren könnte, wenn es ein anderes unterdrückte.

Wer außerdem ganz im Sinne von Uli Gellermann dem Gott Profit als einzigen wahren Herrn der Welt frönt, paktiert in Wahrheit mit dem Teufel und missbraucht dafür religiöse Gefühle von Millionen Menschen, wie es schon sehr lange immer wieder in der Geschichte passierte. Leider spielen nicht unerhebliche Teile von LINKEn dieses verabscheuungswürdige Spiel, Menschen wieder reif für den Krieg machen zu wollen, mit.


Am 03. Juni 2019 schrieb Hanne Berger:

Na, Sie traun sich was. Das finde ich gut und wichtig.


Am 03. Juni 2019 schrieb Hans Informat-Ion:

Wie schon die Nazis völlig unschuldige Juden rassisch verdammten, so werden heute die deutschen unschuldigen Kippa-Juden wahrscheinlich für die aggressive Politik Israels verantwortlich gemacht!
Ansonsten sind Juden genauso gefangen in ihrer religiösen Tradition wie alle übrigen Religiösen!


Am 03. Juni 2019 schrieb Ernst Blutig:

Also, sprach Vielhelm Zwo, auch Germanicus Geldboitl genannt:
"Ab jetzt kenne ich keine Deutschen und Juden mehr, ab jetzt kenne ich nur noch Kriege!"

In der Psychologie nennt man das glaube ich Übertragung, was die deutsche Herrschaft da macht. Und wo die deutsche Herrschaft ist, ist auch meist nicht ihr Kettenhund weit, das deutsche Volk.


Am 03. Juni 2019 schrieb Albrecht Storz:

"Vorsicht! Kippa-Missbrauch,"

Wieso denn Kippa-Missbrauch? Sind wir denn nicht alle irgendwie ein bisschen Juden? Oder zumindest angeblich gleich(berechtigt)?


Am 03. Juni 2019 schrieb Elias Davidsson:

Vieles stimmt in diesem Beitrag. Es fehlt aber ein deutsch-spezifischer Grund für die sog. Israelfreundschaft der deutschen Eliten. Dieser Grund heißt Antisemitismus. Seit dem II Weltkrieg ist offener Antisemitismus verpönt, aber man darf wohl zwischen guten und schlechten Juden unterscheiden. Die guten Juden sind eben Söldner des Abendlandes, jüdische Rassisten und jüdische Nazis. Die schlechten Juden sind Humanisten, Kriegsgegner, Menschenrechtler und jene, die einst als Zersetzer bezeichnet wurden. Golo Mann hatte einst diesen Typ des neuen deutschen Antisemit sehr gut bezeichnet. Die Antisemiten in Deutschland sind jene, die verrückten Juden eine Seil bieten um sich selbst aufzuhängen. Die sitzen in der höchsten Etagen der Bundesrepublik.


Am 03. Juni 2019 schrieb Lutz Jahoda:

WENN KNÜPPEL
WOHLFEILE SCHLAGWORTE TRAGEN
oder
NICHT ALLE, DIE DAS FEUER ANBLASEN, WOLLEN NUR KOCHEN.

Das Kind liegt im Brunnen, es liegt bereits tief.
Die Welt vergaß, ihn beizeiten zu decken.
Das Unglück geschah, als die Menschlichkeit schlief.
Profit war zwar wach, als die Ratio rief.
Zu spät, um die vielen Wunden zu lecken.


Am 03. Juni 2019 schrieb Michael Kohle:

@Hansen

Vorsicht! Kippa-Missbrauch, Kippa-Schändung ist Antisemitismus pur! Die Kriminalstatistik tut mir jetzt schon leid!



Am 03. Juni 2019 schrieb Georg Hansen :

@Bilstein
Danke für den Tip. Sp werde ich es ab jetzt auch machen.


Am 03. Juni 2019 schrieb Hannes Bremer:

Obwohl Ihre Inhalte stimmen: Ihre Sprache ist grob und verletzende. Das muß nicht sein!


Am 03. Juni 2019 schrieb Eva Hemmesfahr:

Klare Gedanken in klarer Sprache verfasst, danke!


Am 03. Juni 2019 schrieb joe bildstein:


Uli,
warum tust du dir das an? Die gesamte Schiessbude hat BDS zur Terrororganisation abgestemplet. Ich dnke jeder Volksbetreter in Teutonien hat mehr Angst vor der Antisemmi Klatsche als vor dem Tod oder der eigenen Schwiegermutter.

Ich selber trage Kippa immer wenn ich zum Finanzamt oder zum TUV gehe, dann geht's immer schnell und einfach, man merkt das alle zusammenzucken und mich schnell loswerden wollen. "Positiver Semitimus" nenn ich das.

Dran bleiben...

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