Nie hätte ich gedacht, dass ich Donald Trump mal verteidigen müßte. Aber das amtliche Verlautbarungsorgan der Regierung, die „Tagesschau“, lässt einen sogenannten „Ost-Europa-Experten“ zu Wort kommen, der die möglichen Verhandlungen zwischen Trump und Putin als “Theater“ kritisiert. Statt jeden auch noch so kleinen Schritt in Richtung Frieden zu begrüßen, zitiert der Mann den Militärtheoretiker Clausewitz: „Der Eroberer will keinen Krieg, der Eroberer will nur friedlich in das Nachbarland einmarschieren und die Gebiete übernehmen“. So verkürzt ist das Zitat falsch und vergleicht implizit Putin mit Napoleon, ist also ahistorisch.

Verhandeln, Verhandeln, Verhandeln!

Hätte er mit Clausewitz daran erinnert, dass der Krieg „die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ ist, wäre er auf einer intellektuell richtigen Spur gewesen. Denn der Ukrainekrieg war Ergebnis der politischen Absicht der Ukraine-Putschregierung, der NATO beizutreten. Auf dieser Spur hätte dem „Ost-Europa-Experten“auffallen können, dass man diese gefährliche Absicht politisch korrigieren und auf diesem Weg zum Ende des Krieges gelangen kann: Verhandeln, Verhandeln, Verhandeln! Das rettet Menschenleben.

Rheinmetall-Fraktion will Blut

Aber genau das will die deutsche Rheinmetall-Fraktion nicht. Das ist jene unselige Fraktion, die am Profit der Rüstungsindustrie interessiert ist und nicht daran, das Blutvergießen zu stoppen. Diese Horror-Fraktion hofft sogar, dass aus dem noch begrenzten Ukrainekrieg ein prima Weltkrieg wird, in dem noch mehr Blut vergossen und noch mehr Geld verdient wird.

Schlachtenbummler

Es sind die Bummler am Rande der Schlacht, Leute, die daran verdienen, wenn andere sterben. Jene ekligen Hyänen, denen der Geifer aus dem Maul tropft, wenn sie an die vielen Leichen denken, die sie verspeisen könnten, wenn es ihnen gelänge, den totalen Krieg herbeizuschreiben.

Medien-Handlanger in der EU

Die Rede geht, dass Trump ein Diesel-Abkommen mit Russland anstrebt, um die Zwischenwahlen in den USA zu gewinnen. Wenn das stimmt, dann sind die Wähler in den USA um vieles gescheiter als die Medien-Handlanger in der EU, die auf mehr Krieg setzen, um ihre Umsätze und die der Rüstungsindustrie zu steigern. Es ist für die Menschheit allemal besser, Trump gewinnt eine Wahl, als dass er einen Krieg begönne, den er nur verlieren kann.

Clausewitz in russischen Diensten

Der Tagesschau-Redakteur hätte allerdings von Clausewitz lernen können: Als der sich im Jahr 1812 moralisch nicht dazu im Stande sah, Napoleons Russlandfeldzug zu unterstützen, verließ er die preußische Armee und trat vorübergehend in russische Dienste. Im Falle des Redakteurs würde es reichen, wenn er sich auf die Arbeit des Journalisten beschränken würde: Beobachten und beschreiben, statt seine Konsumenten ideologisch für einen Krieg fit zu machen.