Glaubt man den deutschen Gewohnheits-Medien, dann droht dem Land mit der Wahl der AfD der allgemeine Weltuntergang. Auch die Gewohnheitsparteien von CDU über SPD bis GRÜN lamentieren von einer „Brandmauer“, die man zum „Schutz der Demokratie“ gegen die AfD errichten muß. Und das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet diese Partei akribisch. Es ist dasselbe Amt, das an der Gründung der rechtsextremen Terrorgruppe „NSU“ aktiv beteiligt war.
27 Prozent für AfD
Die AfD liegt im „Deutschlandtrend“, dem Umfrage-Instrument der ARD, bei 27 Prozent der Zustimmung, während CDU und CSU nur noch 22 Prozent erreichen. Die Reaktion der Gewohnheitsparteien: Sie stellen keine Fragen an sich selbst, sondern malen die AfD als aktuelles Gespenst an die Wand. Wer sich die Programmatik der AfD anschaut, der kann die Ähnlichkeit von AfD und der CDU-SPD-GRÜNEN Mehrheitspartei unschwer erkennen.
Dicke Dienstwagen und 1. Klasse
Die Haltung der Gewohnheitsparteien gegenüber der AfD ist vom Futterneid geprägt. Denn die Rechtsaußenpartei will an die üppige staatliche Versorgung der Parlamentsparteien ran: Allein aus Steuergeldern fließen über die „permanente staatliche Teilfinanzierung der politischen Parteien“ über 200 Millionen Euro direkt an die Bundestags-Parteien. Dieses Schweigegeld stammt aus „staatlicher Teilfinanzierung der politischen Parteien“, aus dem Gesetz über die politischen Parteien (Parteiengesetz). Hinzu kommt noch ein schönes Sümmchen aus den Diäten und anderen Privilegien, die sich die Parteien bei ihren parlamentarischen Raubzügen erobern konnten: Vom dicken Dienstwagen bis zur kosentfreien 1.-Klassefahrt mit der Deutschen Bahn.
Für die NATO
Um all diese schönen Vorzüge genießen zu können, hat sich die AfD in Kernfragen schon lange von ihrer Rolle als Oppositionspartei verabschiedet. Markant ist ihre programmatische Zustimmung zur NATO: „Die Mitgliedschaft in der Nato entspricht den außen- und sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands“ kann man im Programm der AfD lesen. Von der Rolle der NATO als Interventions-Armee der USA ist bei ihr, wie bei der CDU-SPD-GRÜNEN Mehrheitspartei, keine Rede.
Rüstungsindustrie wettbewerbsfähig machen
Wer für die NATO ist, der braucht die Rüstungsindustrie; deshalb findet sich im Antrag der AfD-Fraktion im Bundestag folgende Forderung: „Deutsche Rüstungsunternehmen am höheren Rüstungsetat beteiligen – Rüstungsindustrie wieder wettbewerbsfähig machen“.
Rüstung ist die Voraussetzung für Krieg. Und wer im Krieg „wettbewerbsfähig“ sein will, der muß viel Geld in die Hand nehmen.
Fit für den Krieg
Wer Deutschland für den Krieg fit machen will, der ist bei der AfD genauso gut aufgehoben, wie bei den Gewohnheitsparteien. Der herrschende Parlamentarismus ist ein beruhigendes System: Was immer man wählt, die Unterschiede der konkurrierenden Parteien sind klein genug, um den herrschenden Minderheiten keine Sorgen zu bereiten.