Hilfe für Hohenzollern

Ein Herz für Prinzen und andere Erben

Autor: U. Gellermann
Datum: 29. Juli 2019

Die armen Hohenzollern: Erst hat ihr berühmtester Vorfahr, Kaiser Wilhelm II als Oberster Kriegsherr den Ersten Weltkrieg verloren, dann wurde die hochmögende Familie von ihren Untertanen zur Abdankung gezwungen, und jetzt wollen die Bundesrepublik und das Land Brandenburg nicht mal das Vermögen der Kaiser-Erben geräuschlos rausgeben: Skandalös! Man kann dem regierenden Pöbel eine gewisse Dezenz nicht absprechen: Immerhin hatten die Vertreter des hohen Hauses und der Regierung jahrelang geheime Verhandlungen um die Rückgabe des Hohenzollern-Vermögens geführt und so eine eher ungnädige Öffentlichkeit und deren unqualifizierte Meinung von einer öffentlichen Diskussion ausgeschlossen. Tatsächlich hat die niedrig geborene Kulturstaatsministerin Grütters sogar mitgeteilt, dass die Verhandlungen "mit dem Ziel geführt werden, eine dauerhafte Gesamtlösung für verschiedene Kunst- und Sammlungsgegenstände herbeizuführen“. Aber hat das leidende Kaiserhaus sein schon lange rückgefordertes Schloss Cecilienhof wieder in Besitz nehmen können? Bisher nicht!

Immer noch klebt an der Kaiserfamilie der Vorwurf der Kriegsverbrecherei, den die Siegermächte des Ersten Weltkriegs gegen den nahezu unschuldigen Kaiser Wilhelm erhoben hatten, nur weil dessen Armee Giftgas eingesetzt und 1914 das neutrale Belgien überfallen hatte. Diese Racheverleumdung bekleckert so lange die Ehre der kaiserlichen Familie, so lange deren Vermögen sich noch in den Händen der Nachfolger jener schändlichen November-Revolution befindet, die den tapferen Wilhelm II zur Abdankung getrieben hat. Zwar konnte der brave Finanzminister Christian Görke (Linke), die Wiederaufnahme des Vermögens-Verfahrens vor Gericht erreichen und sogar sagen: „Ich hoffe, dass es dann zu einer endgültigen Klärung dieses unerfreulichen Sachverhaltes kommt“, aber hat die kaiserlicher Familie schon ihr Land und ihre Schlösser wieder? Nein. Auch die Burg Rheinfels bei St. Goar will die aktuelle Justiz nicht rausrücken.

Georg Friedrich Ferdinand Prinz von Preußen, der Chef des Hauses Hohenzollern, muss sein Leben mit dem Verkauf von Bier der Marke „Preußens“ bestreiten. Zwar besitzt er die beschauliche Prinzeninsel in Plön und andere bescheidene Immobilien. Vor allem aber ist er im Vorstand des Deutsch-Amerikanischen Clubs, ihm zur Seite steht dort Richard Grenell, Trumps Statthalter in Berlin. Auch die BILD-Zeitung ist im Streit um den Besitz unerschütterlich auf der Seite des armen Erben: „Adelige wollen Besitztümer zurück, die vom Adel gebaut … wurden“, lässt das Blatt schreiben. Selbst gebaut! So ist es. Selbst die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, ein Profiteur im Gefolge der Novemberrevolution, ist „durchaus verhandlungsbereit“. Aber davon hat das Haus Hohenzollern seine Besitztümer immer noch nicht zurück

Es muss endlich Schluss sein mit der Diskriminierung der Erben stolzer deutscher Geschichte. Als erstes sollte der deutsche Staat den Hohenzollern die vielen Kaiser-Wilhelm-Denkmäler mit den dazu gehörigen Grundstücken übereignen. Denn, wo Kaiser Wilhelm draufsteht, ist auch Hohenzollern drin. Auch müsste die ARD den adligen Darstellern der prächtigen Hochzeit von Georg Friedrich Prinz von Preußen mit Sophie Prinzessin von Isenburg, die in einer dreistündigen Live-Übertragung ausgestrahlt wurde, ein ordentliches Honorar überweisen. Was hier allein an Produktionskosten gespart wurde! Und da solch wunderbare Bilder sonst nur in England zu haben sind, konnten auch beträchtliche Reise-Spesen vermieden werden.

Wie immer bei fundamentalen Fragen der Demokratie hat die BILD-Zeitung das letzte Wort: „Der Ruf, dem Adel Schlösser und Ländereien zu nehmen, erschallt immer wieder. Der Ruf muss nur zu Ende gedacht werden: Es gibt Tausende Familien, nicht nur Adelige, die Vermögen über Generationen halten.“ Genau so ist es. Erst klaut man dem Adel die Schlösser, dann sind die Reihenhäuser der Arbeiter dran, schließlich wird man den Obdachlosen noch die Brücken über ihren Köpfen nehmen. Wehret den Anfängen.


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 05. August 2019 schrieb Klaus Bloemker:

@ Karola Schramm

Ich will noch was zum Wald und dem Adel sagen. Nicht zu den Bäumen,
sondern den Tieren im Wald.

Das Jagdrecht war lange ein Privileg des Adels. Es gab auch die sogenannte 'Bürgerjagd'. Die Bürger durften aber nur Hasen jagen. Und das war gut so. Durch dieses Adelsprivileg wurde eine Überjagung verhindert.

Und heute ist es zum Glück immer noch so: Eine allgemeine Bürgerjagd in den Wäldern gibt es nicht. Man muss eine Jagdgenehmigung vom Waldbesitzer bekommen (kaufen). Und die ist zum Glück so teuer, dass nicht jeder Bürger sich die leisten und da jagen kann.

Sie sehen, ich bin ein großer Freund des Adels, auch wenn ich selbst kein blaues Blut habe. (Vielleicht sollte man noch mal darauf hinweisen, dass es keinen Adel mehr gibt. Es gibt nur Leute, die von Leuten abstammen, die früher adelig waren, als es den Adel noch gab.)


Am 03. August 2019 schrieb Ole Bienkopp:

Zu "Das Thema ist nicht die DDR" vielleicht ein wichtiger Einwurf:

Hier geht es ja ganz wesentlich um Brandenburg und die dortigen ehemaligen Besitztümer der Hohenzollern, nicht? Und da spielt das DDR-Recht schon eine gewaltige Rolle! Bzw. - ganz wichtig in dem Zusamenhang - das sowjetische Besatzungsrecht. Denn ein Großteil der Enteignungen an Land und Immobilien fand noch unter sowjetischer Kontrolle in der SBZ (vor Gründung der DDR) statt, und wurde bei der Wiedervereinigung explizit vom Grundsatz "Rückgabe vor Entschädigung" ausgeschlossen.

Und die Hohenzollern sind auch nicht die ersten, die versuchen, hier wieder den Fuß in die Tür zu kriegen. Auch die Welfen (unter Prügelprinz Ernst Haugust) haben das nach der "Wende" schon erfolglos versucht.


Am 02. August 2019 schrieb Karola Schramm:

An altes Fachbuch.
Dankeschön für Ihren in der Tat für mich aufrüttelnden Hinweis: "45% des Gesamtwaldbestandes gehören dem Adel!"
Na klar und dieser Wald - Nutzwald - wird genauso ausgebeutet wie Nutztiere und Nutzmenschen, die in niederen Stellungen und ohne Lobby. Es wird in Nichts investiert und frech genommen und die Politik merkt das nicht oder will sie nicht?!
Ich bin echt platt - theoretisch - habe jetzt wieder ein Argument mehr, wenn es darum geht, den Neoliberalismus zu erklären.


Am 02. August 2019 schrieb altes Fachbuch:

hilfe für den adel am beispiel der waldrettung

standesgemäß rotteten sich die unionisten am 01.08. im SCHLOSS moritzburg zusammen, um sich endlich ums klima zu kümmern;)
dass in 4 wochen dort gewählt wird, ist reiner zufall. niemand wird den schwarzen ihre ernsthaftigkeit beim bemühen um die "rettung UNSERES waldes" (klöckner, csu!!!) absprechen!!

wenn man denn nicht genau hinsieht, wem GEHÖRT denn UNSER wald!?
und siehe da, 1/3el UNSERES schönen landes ist wald, 1/5el des bundeswalds ist bayrisch(!).
ca. 45% des gesamtwaldbestandes gehört privatleuten. die größten waldbesitzer sind ...........??
adelsfamilien:), womit der kreis sich schließt!!
also will man jetzt den klimafond der brd (staatsmittel) um über 1 milliarde erleichtern, um dem armen adel seine einnahmen aus der waldwirtschaft zu garantieren!!! weil nur auf nutzwald bezieht sich der masterplan;)
so funktioniert "marktwirt. demokratie".
dt. brücken müssten aus dt. holz gebaut sein. und hängematten für obdachlose komplettieren unter dem aspekt sozialpartnerschaft den raubbau an mitteln, die eigentlich dem kampf GEGEN die (auch BAYRISCHE) ursachen des klimawandels gewidmen waren, und sozialprogrammen vorenthalten werden!!!
quelle: wald-prinz.de

not funny??
lustig ist der gedanke von azubis einer (west)dt. kommune, flaschenbutler aufzustellen, damit den fandüberlebenden der unwürdige griff in die müllkübel erspart bleibt!!
keine sorge, kein adliger betroffen, es sei denn, die dinger sind nicht aus UNSEREM holz!!


Am 31. Juli 2019 schrieb Uschi Peter:

Wieder eine gute Satire. Dass Eigentum verpflichten soll, ist gut gemeint gewesen. Man solle gute Werke damit tun. Das Gegenteil ist der Fall. Die Reichen haben Kriege angezettelt für noch mehr Eigentum. Und diese wollen jetzt natürlich das zurück haben, was dem Pöbel,.also den Alten und den Kindern der verbrecherischen DDR zur Erholung bzw. Gesundung diente. Mitnichten! Die haben doch diese Prachtbauten eigenhändig errichtet. Also raus ihr primitives Pack!

Antwort von U. Gellermann:

Das Thema ist nicht die DDR sondern die Forderung der Hohenzollern.


Am 31. Juli 2019 schrieb Klaus Bloemker:

Das alte Fachbuch schreibt:

"ich komme aus einer welt, da waren die straßen NUR nach revolutionären und widerstandskämpfer benannt."

Und ich komme aus einer Welt, in der meine Straße, ursprünglich Kaiserstraße hieß, dann ab 1933 Horst-Wessel-Straße und ab 1945 August-Bebel-Straße.

Ist es nicht ein verrücktes Deutschland, das seine Städte und Straßen ständig umbenennen muss?

Nun wohne ich in der Wittelsbacher Allee. Die hieß immer schon so. Der Adel hat halt was Beständiges.

Das GG sagt: "Eigentum verpflichtet". Adel aber auch: "Noblesse oblige".

Antwort von U. Gellermann:

Eigentum verpflichtet realiter zu gar nix: Z. B. zahlen die Eigentümer der Rüstungsbetriebe nix an die Opfer ihrer Waffen. Die Noblesse des Adels ist eine Schimäre der Yellow Press. Das ist die einzig erkennbare „Beständigkeit“


Am 31. Juli 2019 schrieb Reinhard Lerche:

Satire?
In meinen Augen nur vermeintlich!
Dieses "blaublütige" Pack, welches über Jahrhunderte Bauern und Arbeiter schon ab der Kindheit ausgepresst, beraubt und in den frühzeitigen Tod gefoltert - sprich gemordet - hat, fordert seinen "Ausgleich" für den entgangenen "Gewinn" seit dem 1.WK - hier in Person des Nachkommens eines geflüchteten Kriegsverbrechers.
Wir wollen weder unsern Kaiser, noch einen König, noch sonstigen adeligen Abschaum wieder haben. Die Brut gehört enteignet und deren Hilfsorganisationen für die derer "von" gehören verboten und verfolgt, damit dem Gesetz zu "Titeln" gegen alle Adeligen genüge getan wird. Ob der Erbe millionenfachen Mordens arbeitet oder Harz IV bekäme ist dann auch egal!

Was aber mag nun einen Demokraten dazu bewegen solche Forderungen eines Gauners und Diebes auch noch zu bedienen? :
-Reparationskosten nach dem 1.WK?
-Rentenzahlungen für Kriegsversehrte
-Rentenzahlungen für Witwen und Waisen
-Wiederaufbaukosten im DR

Und an der Stelle komm ich als Frager: Jahrhundertelang währt der Diebstahl des selbstherrlichen Adels. Wann werden diese Vampire enteignet?


Am 31. Juli 2019 schrieb Karola Schramm:

Ja, liebe Frau Spurgat, ich meine was ich schreibe und was ich schreibe meine ich auch.
Dass das auch alle anderen hier im Forum tun, davon gehe ich aus.

Schade, dass Sie sich an den Vogel-oder Blumennamen stören. Wären mir noch Flüsse eingefallen, hätte ich sie auch noch erwähnt. Zwischen Vögeln und Blumen sind Widerstandskämpfer sehr gut aufgehoben. Symbolisieren Vögel doch die grenzenlose Freiheit und Blumen das unvergänglich Schöne auf Mutter Erde, genau wie Bäume, Berge etc.


Am 31. Juli 2019 schrieb altes Fachbuch:

liebe frau schramm und spurgat;)
ich komme aus einer welt, da waren die straßen NUR nach revolutionären und widerstandskämpfer benannt.
zu der zeit gehörte mir auch alles. wenn ich allerdings davon was mitnahm, war ich ein dieb!!

1989/90 wurden wir erlöst: die eigentumsprofis fielen über neufünfland her! benannt als "treuhand"anstalt hinterließen sie verbrannte erde, auf der kohl blühende landschaften versprach!!
ich lernte: je weniger allgemeineigentum desto besser gehts dir, solange du auf kosten anderer leben kannst!! man tauschte also gewissen gegen banane, und niemand sollte über pegida/afd erstaunt sein: die bewusstseinsfördende banane lassen wir uns nicht mehr wegnehmen!!!

das schweriner schloss war eine ausbildungstätte für kindergärtnerinnen. heute tagt, wenn es will, mit unwichtigen ergebnissen, ein global nichtiges landesparlament zu debatten, ob man im neuen plenarsaal des barocken schlosses unter die röcke der besucherinnen sehen könnte;)!!

unwichtig, dass es an kindergärtnerinnen im land fehlt! in greifswald wurden lehrer ausgebildet, heute sucht man quereinsteiger und findet besitzer einer autoaufbereitung als lehrer mit weißen bartlosen nasenlöchern!! das kann ich belegen!
mich interessieren wohl die hohenzollern? die dekadenz ergreift die bürgerlichen. die meisten ehem. guts- oder herrenhäuser sind privatisiert und werden zumeist als pflege-, rentenheime oder pensionen benutzt. typisch für unser säkularisiertes system in kirchenhand;)

mögen die adligen sich kümmern: eigentum verpflichtet steht im grundgesetz!
also gebt denen die ruinen und verpflichtet sie zur wohltat!!
ok, muss selber grinsen;)


Am 31. Juli 2019 schrieb Cornelia Praetorius:

Ich stieß einmal bei einem Postversand nach Brandenburg auf die drei Ortsnamen, die mir die Kardinaltugenden der Hohenzollern zu ehren schienen: Kotzen, Motzen und Protzen.


Am 30. Juli 2019 schrieb Ulrike Spurgat:

Mittlerweile gehe ich davon aus, dass sie meinen, was sie schreiben, Frau Schramm.

Soviele Denkmäler, Straßen usw., wie es Widerstandskämpfer, Kommunisten z.B. gegeben hat kann es garnicht geben, dass sie nicht ausreichten eine Umbenennung mit ihren Namen locker vornehmen zu können.
Nun aber noch Blumen und Vogelnamen in einem Atemzug mit den Widerstandskämpfern zu nennen hinterlässt ehrlich gemeintes Kopf schütteln.


Am 30. Juli 2019 schrieb Albrecht Storz:

Auffallend: in der BW-Landesschau kam kürzlich ein Bericht mit dem Tenor: "Was täten die Hechinger nur ohne die tollen Hohenzollern? Und alle Hechinger lieben sie."

Hechingen liegt am Fuß der Burg Hohenzollern, im Zollern-Alb-Kreis. Der Hinweis, dass die Hofkonditorei Soundso noch heute die Burg beliefern darf, konnte auch nicht fehlen.

Selten so eine Quark-Schnitte in einem angeblichen Nachrichtenformat erlebt.

... es wird immer schlimmer ...

... wenn Kriege anstehen (demnächst mit BW so richtig heiß im Persischen Golf) wird Adelsverherrlichung offensichtlich auch nicht mehr als peinlich empfunden.


Am 30. Juli 2019 schrieb Karola Schramm:

Wiedermal Satire, mit der ich fremdel. Warum nicht gleich richtig deutlich?!

Wir leben in einer Postdemokratie, wie Colin Crouch in seinem gleichnamigen Buch beschrieben hat und diese wiederum führt über den Raubtierkapitalismus, der sich jetzt etabliert hat direkt in den Neo-Feudalismus und das ist die Stunde dieser Adeligen, Geld-Adeligen und unserer Politiker die sich mit diesen wiedermal verbündet haben. Ekelhaft deutlich zu sehen am Wochende in Bayreuth, als diese Schein-Eliten sich um Wagner scharten und das nachmachten, was Hitler vormachte.

Dass all diese Schlösser und der ungeheure Reichtum nur entstanden ist aus der Ausbeutung der Bauern und Arbeiter, verschwindet hinter der Gier dieser Hohenzollern-Dynastie. Auf ehrliche Art und Weise wird keiner so reich, es braucht politische Helfer.

Ich fände es sinnvoller, anders als U.Gellermann es ironisch beschreibt, alle Kriegs-und Ehren-Denkmäler einschließlich aller Brücken und Straßen, die den Namen Hohenzollern tragen, umzubenennen mit Namen von Widerstandskämpferinnen und Kämpfern und wenn es nicht genug sind, kann man auf Blumen und Vogelnamen zurückgreifen.
Auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnsikirche könnte ohne Weiteres in Kirche am Markt oder sonst wie umbenannt werden.

Erinnerungen sind gut, wenn sie das bleiben. Aber sobald bestimmte, kleine Gruppen anfangen, die Erinnerungen ins Jetzt zu ziehen, sollte Schluß mit lustig sein. Das gilt für die Neo-Nazi-Szene genauso wie für die Szene, die jetzt dabei ist sich zu entwickeln: Der Adel wie die Hohenzollern.

Warum hat eigentlich keiner aufgepasst und protestiert, als man anfing, die Sportstadien nach ihren Sponsoren, dem Geldadel zu bezeichnen? Das ist doch geradezu das Symbol für den Neo-Feudalismus.


Am 30. Juli 2019 schrieb Hans Informat-Ion:

Apropos >Brückenabbau< ? ich wäre für den Abbau der >Atlantikbrücke< ! Apropos >Feudalismus< ? ich wäre für >Rückübertragung< der unermesslichen Schuld der Feudalherren, die diese >ihren< Leibeigenen, Hörigen und Untertanen zugefügt haben seit Karl dem Großen, dem großen Menschenschlächter der Zwangs->Christianisierung< !


Am 30. Juli 2019 schrieb Peter Lind:

Ist das nicht furchtbar?! Selbst die Kaisers (also nicht die von der Hamburg-Mannheimer) sind von akuter Wohnungsnot betroffen. Von Gellermann hätte ich schon mehr Solidarität erwartet.


Am 30. Juli 2019 schrieb Guenther Mann::

Vielleicht wird es jetzt dem einen un/oder anferen deutschen patrioten klar, warum der im brd-staatsfernsehen immer noch vehement verteufelte unrechts-staat ddr das stadtschloß in Berlin 1950 sprengen ließ.
wobei ich gar nichts dagegen hätte, den Hohenzollern und anderen hoch-herschaftlichem gesocks von blauem blute all ihre güter bis hin zurück zu Kevin dem Ersten zurückzuerstatten.
Und davon abzuziehen die von besagten herrischen und dämlichen verursachten kriegsschäden.


Am 30. Juli 2019 schrieb I. Koschmieder:

Lieber Gallererist und schreibendes Publikum,

habe mir soeben den Artikel plus Kommentare abgespeichert - gegen Anwandlungen der depremierenden Mutlosigkeit! Gesunder Grim wieder hebt den Blutdruck. Es ist doch auch so: scharfer Spott aus traurigen Gründen erfreut, Dank euch allen!


Am 30. Juli 2019 schrieb Otto Bismark:

Wie hieß das doch bei Klaus Staeck, als der noch kritisch war? "Arbeiter, die SPD will Euch Eure Villen im Tessin wegnehmen".


Am 29. Juli 2019 schrieb Paulo H. Bruder:

Beifall für Ullrike Spurgats notwendigte Ergänzung des Ossietzky-/Tucholsky-Spotts aus der Feder von U. Gellermann.


Am 29. Juli 2019 schrieb Peter Cyslak:

"schließlich wird man den Obdachlosen noch die Brücken über ihren Köpfen nehmen" Ein fundamentaler Satz, der schlagartig klar macht worum es geht. Man muss die Obdachlosen vor den Feinden des Adels schützen. Denn wir sitzen alle in einem Boot, bzw. unter der selben Brücke.


Am 29. Juli 2019 schrieb Axel Biermann:

Der letzte Kaiser war übrigens auch Bischof der Preußischen Ev. Landeskirche; evtl. kommen heutige Durchlaucht des Hauses Hohenzollern ja auch noch auf diesen Posten zurück, insbesondere wo doch die geschichtsbelastete Potsdamer Garnisonskirche, die für Millionen wieder aufgebaut wird, bald wieder zur Verfügung steht


Am 29. Juli 2019 schrieb Ullrike Spurgat:

....beißender Spott, der stark an Ossietzky und Tucholsky erinnern lässt.

Das Geschachere hat nie wirklich aufgehört, der Klüngel zwischen Adel, Kapital und Politik kann wieder dreist, frech und unverschämt die Arie des Kapitalismus ganz ohne Hemmungen singen: Privateigentum über alles !
Das hocken sie wieder, wie immer hinter verschlossenen Türen und warten den Moment ab, wie die Stimmung im Land ist, um dann dem deutschen Michel das Fell über die Ohren zu ziehen.
Klar wollen die ihren Krempel wieder zurück, um den dann in standegemäßen Museen auszustellen, die Knete privat zu kassieren, ein standesgemäßes Leben kostet was, denn von nix kütt nix hab ich gelernt. Hat der Krempel ihnen denn jemals gehört ?

Die Weimarer Republik diente von 1919 bis 1933 der ideologischen, ökonomischen und militaristischen Restauration des gerade geschlagenen deutschen Militarismus. Im Grunde nichts anderes als der Übergang des Kaiserreichs zu Hitlers Großdeutschland, dem "Dritten Reich."
Sie war arbeiterfeindlich im allgemeinen und antikommunistsich im besonderen.
Trotz starker, linker Parlamentsfraktionen blieben die Institutionen, die Mehrheit der Medien, Justiz, Polizei und Bildungswesen allem "Linken" gegenüber feindselig. Die private Aneignung der Produktionsmittel wurde nicht angetastet, Eigentum- und Machtverhältnisse nicht in Frage gestellt und dieses gilt bis heute und hat sie alle wieder aus ihren adeligen Löchern herausgeholt, denn schließlich sitzen wir " in einem Boot" und die liberale verkorkste Stimmung lässt locker zu:
"Gebt dem Kaiser, was des Kaisers" ist, oder so ähnlich.
Dass deren Vorfahren vor dem Faschismus an jeder Unterdrückung des Volkes beteiligt waren zeigt ein Blick in die Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung.
Die Herren der Ruhr entfesselten mit ihren Ludendorffs, Hindenburgs und HOHENZOLLERN ihren ersten Anlauf zur Teilhabe an der Weltherrschaft.
Sie waren zu spät gekommen, andere hatten längt ihren Nationalstaat, die Welt war aufgeteilt.

"Was tun sprach Zeuss, die Götter sind voll Alkohol."
Klauen bedeutet aber Krieg.
Die sozialdemokratischen Führer stimmten den Kriegskrediten zu, damals hießen sie Noske, Scheidemann und Ebert, heute sind die Kriegstreiber, die Kriegsverbrecher die Speichellecker der Rüstungskonzerne, wie die von der Leichen, nun die Knarrenbauer, wieder die sPD, die verkommenen GRÜNEN usw.
Einzig Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg stimmten dagegen. Sie wurden ins Gefängnis geworfen.
Und als die deutsche Revolution den Krieg beendet hatte, wurden Rosa und Karl von führenden Sozialdemokraten dem reaktionären Freicorps zur Abschlachtung freigegeben.
Was hat Deutschlands Politik aus der Geschichte gelernt ?
Merkel und von der Leichen üben den Hofknicks..........
Glühende Hitler Verehrer, wie der vierte Sohn August Wilhelm von Preußen, des abgesetzten Monarchen war Obergruppenführer der SA und hielt glühende Reden auf Wahlveranstaltungen der NSDAP.
Nach dem aus meiner Sicht tragischem Verlust der DDR hatten die nichts eiligeres zu tun um ihre nie beendeten Seilschaften wieder zu aktivieren. Mit großer Sicherheit haben die Hohenzollern Gangster Freunde in den Ministerien, in der Politik und selbstredend in der Wirtschaft.
Die Besitztümer würden nach 1989 beschlagnahmt und solange wurstelt man daran rum, um im geeigneten Augenblick die Enteignung rückgängig zu machen, denn darüber dem Antrag auf Entschädigung wird bis heute vor Gericht gestritten und der Dumme ist wie immer das Volk und darf dann auch noch latzen.
Haus Hohenzollern verlangt nur von Brandenburg 1,2 Millionen, unabhängig von anderen Ansprüchen. Dafür muß ne alte Frau aber ganz lange stricken.
Auch Bismarcks und andere Gangster haben Entschädigungszahlungs Klagen eingereicht.
Das Land Brandenburg stützt sich auf Gutachten von u.a. Peter Brandt (Sohn von Willy)!!!
War ja alles halb so schlimm. Nicht wirklich hat der Adels Haufen den Faschismus unterstützt ist dabei rausgekommen, anderes würde keine Ansprüche zulassen. So wird es eben zurecht geklöppelt, denn Justiz ist Klassenjustiz.
Eine "unendliche Geschichte."

Mehltau liegt über dem Land, wie ein Schleier.
Bis in die Familien hat sich der Neoliberalismus eingenistet und was geht es einen denn an, wenn der immer nur auf Kosten anderer und sich bereichenernder Adel wieder hofieren lässt von Politik und Teilen des Volkes?
Ewig Gestrige dürfen endlich wieder träumen und demnächst im alten Krempel schwelgen und mit dem Eintrittsgeld dafür sorgen, dass der Adel wieder standesgemäß die Türen der privaten Museen öffnet, denn im System muß sich nunmal alles rechnen, besonders für Parasitäten und Schmarotzer.

Kein Widerstandskämpfer hat jemals eine Entschädigungszahlung für erfahrenes Leid erhalten, schlimmer noch, da Tausende ohne Gerichtsurteil weggeschlossen wurden bezog man sich später darauf, dass ohne ein Urteil keine Entschädigungszahlung möglich ist. Nur eine der unfassbaren Schweinereien der Politik und Justiz. Die Faschisten Juristen haben die Gesetze geschrieben, auch nach 1945 und heute noch gelten diese und so sind die Aussichten für die Hohenzollern nicht wirklich schlecht, denn es soll ruhig im Land bleiben, denn Aufmüpfigkeit mag der MSM. die Politik und das Kapital nicht.


Am 29. Juli 2019 schrieb Gerd Fleischmann:

Satire gut und schön. Aber zu diesem Thema sollten nicht nur in der Rationalgalerie Zahlen sprechen. Erst der Krieg, für den der Hohenzoller W. II aufgerüstet und ihn dann vom Zaun gebrochen hat mit den Folgen. Als Fußnote: Was war in den 59 Waggons, die W. II mit nach Holland nahm?


Am 29. Juli 2019 schrieb Des Illusionierter:

Jene Sippen, die durch Raubzüge und Blutsäuferei vor Zeiten Macht und Reichtum ergaunert haben, der Adel, können sich auch heute noch auf ihre Untertanen verlassen! Kriechen verlernt man nicht.


Am 29. Juli 2019 schrieb Lutz Jahoda:

Ich wohne in der Nähe einer Brücke.
und könnte für das Hohe Haus den Brückenzoll übernehmen.


Am 29. Juli 2019 schrieb Lilly Werner:

So eine schöne Satire! Danke.

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